{"id":45109,"date":"2018-07-24T08:12:30","date_gmt":"2018-07-24T06:12:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45109"},"modified":"2018-07-24T08:12:30","modified_gmt":"2018-07-24T06:12:30","slug":"hinweise-des-tages-3167","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45109","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45109#h01\">&Ouml;zil-R&uuml;cktritt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45109#h02\">EU soll G7-Freihandelszone anstreben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45109#h03\">Die ungenutzten Geldquellen der EU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45109#h04\">Die Deutsche Post muss sparen &ndash; au&szlig;er beim Gehalt ihres Chefs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45109#h05\">Leiharbeit blieb auch 2017 stramm auf Expansionskurs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45109#h06\">Das gro&szlig;e Kliniksterben auf dem Land<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45109#h07\">Ich sage &lsquo;ja&rsquo; zum Anstand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45109#h08\">Merkel macht Graue W&ouml;lfe hoff&auml;hig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45109#h09\">Professorin sieht Entwicklung in Richtung &bdquo;Pr&auml;faschismus&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45109#h10\">Die vergiftete Saat der Fl&uuml;chtlingskrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45109#h11\">Im Neoliberalismus darfst du dein eigener Chef sein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45109#h12\">Frankreich: Der Schl&auml;ger aus dem Palast Macrons<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45109#h13\">Lesen ist eine unverzichtbare Kulturtechnik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45109#h14\">Der S&Uuml;DDEUTSCHE Konjunktiv &ndash; Das M&uuml;nchner Blatt entdeckt ein digitales Watergate<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&Ouml;zil-R&uuml;cktritt<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Der Fall &Ouml;zil ist ein Fall Grindel<\/strong><br>\nEine der wichtigsten DFB-Nationalspieler tritt zur&uuml;ck: Mesut &Ouml;zil will den deutschen Rassismus nicht mehr ertragen.<br>\nNie zuvor ist es passiert, dass ein deutscher Fu&szlig;ball-Nationalspieler in dieser Weise Klartext redet. Mesut &Ouml;zil hat es getan, und was er zu sagen hat, ist das beste, was der deutschen Multikultidebatte passieren konnte. Der 29-j&auml;hrige, der k&uuml;rzlich bei der WM in Russland sein 92. L&auml;nderspiel f&uuml;r den DFB absolvierte, erkl&auml;rte gestern seinen R&uuml;cktritt aus dem Kader von Joachim L&ouml;w. Im dritten Teil seiner per Twitter auf Englisch verbreiteten Stellungnahme zur Debatte um ihn als Spieler schreibt er: &bdquo;Ich f&uuml;hle mich ungewollt und denke, dass das, was ich seit meinem L&auml;nderspiel-Deb&uuml;t 2009 erreicht habe, vergessen ist.&ldquo;<br>\nAber er hat noch viel mehr zu sagen. Der Mann aus dem Ruhrpott schlie&szlig;t sein bei&szlig;end-klares Statement mit S&auml;tzen, die faktisch den echten, nicht nur gutherzig-gef&uuml;hlten Stand der Debatte ums Zusammenleben mit migrantisch gepr&auml;gten B&uuml;rger*innen zusammenfassen: &bdquo;Mit schwerem Herzen und nach langer &Uuml;berlegung werde ich wegen der j&uuml;ngsten Ereignisse nicht mehr f&uuml;r Deutschland auf internationaler Ebene spielen, so lange ich dieses Gef&uuml;hl von Rassismus und Respektlosigkeit versp&uuml;re.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Mesut-Oezil-rechnet-ab\/!5523135\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Hoene&szlig; tritt nach<\/strong><br>\nScharfe Kritik aus M&uuml;nchen: Bayern-Boss Uli Hoene&szlig; gibt sich erleichtert &uuml;ber den DFB-R&uuml;cktritt von Mesut &Ouml;zil und sagt, &Ouml;zil verstecke &ldquo;seine Mist-Leistung&rdquo; hinter seinem Foto mit Erdogan.<br>\nBayern M&uuml;nchens Pr&auml;sident Uli Hoene&szlig; hat Mesut &Ouml;zil nach dessen R&uuml;cktritt aus der deutschen Fu&szlig;ball-Nationalmannschaft in drastischer Form kritisiert. &ldquo;Ich bin froh, dass der Spuk vorbei ist. Der hat seit Jahren einen Dreck gespielt. Den letzten Zweikampf hat er vor der WM 2014 gewonnen&rdquo;, sagte Hoene&szlig; der &ldquo;Sport Bild&rdquo; vor dem Abflug des deutschen Rekordmeisters zu einer Testspielserie in die USA.<br>\nDie Entwicklung in unserem Land sei, so Hoene&szlig; weiter, &ldquo;eine Katastrophe. Man muss es mal wieder auf das reduzieren, was es ist: Sport. Und sportlich hat &Ouml;zil seit Jahren nichts in der Nationalmannschaft verloren.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/sport\/fussball\/mesut-oezil-uli-hoeness-sagt-der-hat-seit-jahren-einen-dreck-gespielt-a-1219664.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Dazu <a href=\"https:\/\/twitter.com\/FabioDeMasi\/status\/1021341888480194560\">twittert<\/a> Fabio De Masi:<\/strong> Ausgerechnet der Wurst Fabrikant #Hoene&szlig; sollte Ball sch&ouml;n flach halten und sich um seine Steuern k&uuml;mmern. #&Ouml;zil hat die WM doch nicht alleine vergeigt. Alle reden &uuml;ber ein dummes Foto mit Erdogan. Die Bundesregierung liefert Waffen an den Typen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Hoene&szlig; &bdquo;Nachtreten&ldquo; ist nicht nur stillos, sondern auch dumm und haltlos. F&uuml;r die letzte Saison erhielt Mesut &Ouml;zil von den Arsenal Fans eine <a href=\"https:\/\/paininthearsenal.com\/2018\/06\/01\/arsenal-player-ratings-season\/\">Durchschnittsbewertung<\/a> von 7,75. Nur Aaron Ramsey (7,8) und Pierre-Emerick Aubameyang (7,85) erhielten bessere Noten. Die Aussage, dass der Spielmacher von Arsenal London, der dort seit 2013 142 Spiele bestritten hat, ein schlechter Fu&szlig;baller sei, ist derma&szlig;en daneben, dass man &ndash; nicht zum ersten Mal &ndash; an Hoene&szlig; Sachverstand zweifeln muss. <a href=\"https:\/\/fanclub.dfb.de\/fan-club\/deine-stimme-zaehlt\/nationalspieler-des-jahres\/abgeschlossene-umfragen\/?tx_yumpoll_pi1%5Bpoll%5D=194&amp;tx_yumpoll_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_yumpoll_pi1%5Bcontroller%5D=Poll&amp;cHash=a88d978f0dffcc6bfcbacf7c17d629c0\">2015<\/a> und <a href=\"https:\/\/fanclub.dfb.de\/fan-club\/deine-stimme-zaehlt\/nationalspieler-des-jahres\/abgeschlossene-umfragen\/?tx_yumpoll_pi1%5Bpoll%5D=394&amp;tx_yumpoll_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_yumpoll_pi1%5Bcontroller%5D=Poll&amp;cHash=9846c1ff7a9445102f1baa2ade31459a\">2016<\/a> wurde &Ouml;zil &uuml;brigens von den Fans zum &bdquo;Nationalspieler des Jahres&ldquo; gew&auml;hlt &ndash; zuletzt mit fast 200.000 Stimmen. Aber was wissen schon die Fans?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Dem T&uuml;rken wird hier nichts verziehen<\/strong><br>\nMesut &Ouml;zil und die Deutscht&uuml;rken: Dass ausgerechnet ein Integrationspreistr&auml;ger sich nun wie ein B&uuml;rger zweiter Klasse f&uuml;hlt, wird dieses Land um Jahre zur&uuml;ckwerfen.<br>\nGerade jetzt muss man vielleicht noch mal daran erinnern, was f&uuml;r eine Welt das ist, deren moralische Ma&szlig;st&auml;be der Fu&szlig;baller Mesut &Ouml;zil nun angeblich unterlaufen haben soll: Die Fifa ist ein krimineller Sumpf. Ihre Funktion&auml;re schummeln, tricksen, schmieren. Dass Weltmeisterschaften in komplett undemokratischen L&auml;ndern wie Russland und bald Katar stattfinden, ist l&auml;ngst akzeptiert. Ein lachender Putin steht neben dem deutschen Ehrenspielf&uuml;hrer Lothar Matth&auml;us, das st&ouml;rt aber keinen. In Bayern regiert ein verurteilter Steuerhinterzieher den wichtigsten Fu&szlig;ballverein des Landes. Aber das ist nun nat&uuml;rlich alles egal. Weil der Haust&uuml;rke vermeintlich einen Fehler gemacht hat. Und weil er sich nun auch noch erdreistet, sich von seinem Land, von Deutschland, nicht alles gefallen zu lassen.<br>\n&Ouml;zil sollte in einer verkommenen Fu&szlig;ballwelt eine moralische Reinheit beweisen, die von seinen biodeutschen Mitspielern niemand verlangt. Diese Doppelstandards sind es, die viele Deutscht&uuml;rken nur allzu gut kennen. Und die diesen R&uuml;cktritt zu einem Armutszeugnis f&uuml;r dieses Land macht, das sich als weltoffen verkauft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2018-07\/mesut-oezil-deutschtuerke-ruecktritt-dfb-rassismus?wt_zmc=sm.ext.zonaudev.facebook.ref.zeitde.share.link.x&amp;utm_medium=sm&amp;utm_source=facebook_zonaudev_ext&amp;utm_campaign=ref&amp;utm_content=zeitde_share_link_x\">ZEIT<\/a><\/li>\n<li><strong>Keine Frage der Identit&auml;t<\/strong><br>\nUm &uuml;ber das fu&szlig;ballerische Moment zu sprechen, daf&uuml;r hat es bei der Mannschaft des DFB dieses Jahr nicht gereicht. So rankt die aktuelle Nationalelf-Debatte um die Rahmenbedingungen. W&auml;re die Mannschaft bis ins Halbfinale vorgedrungen, spr&auml;che wahrscheinlich keiner mehr von jenen t&uuml;rkischst&auml;mmigen Deutschen, die den Pr&auml;sidenten der T&uuml;rkei in dessen Hotelzimmer trafen. So rasch wie das DFB-Team ausgeschieden war, blieb der &Ouml;ffentlichkeit aber viel Zeit, die anfangs noch z&ouml;gerlich ge&auml;u&szlig;erte Kritik an Mesut &Ouml;zil und Ilkay G&uuml;ndogan zu vertiefen. Dass die Debatte sich inhaltlich jedoch nur um Identit&auml;t strickt, das ist wie ein vergebener Elfmeter.<br>\nDenn statt zu fragen, wie ein eigentlich deutscher Mensch einen t&uuml;rkischen Pr&auml;sidenten besuchen kann, k&ouml;nnte man das alles ja generalisieren und &uuml;berlegen: Warum muss das eigentlich sein, dass Politik und Sport solch eine N&auml;he aufbauen? Nat&uuml;rlich hat &Ouml;zil mit Recep Tayyip Erdogan kokettiert &ndash; oder Erdogan mit &Ouml;zil. Doch vor vier Jahren gab es &auml;hnliche Bilder &ndash; damals posierten &Ouml;zil und seine Sportfreunde mit Angela Merkel f&uuml;r die Kameras. Politiker sind ohnehin dauernd am Rande des Spielbetriebes zu finden. Wladimir Putin, Emmanuel Macron und Kolinda Grabar-Kitarovic erst neulich mit und ohne Regenschirm. Und der journalistische Betrieb h&auml;lt drauf, zeigt jubelnde Ministerpr&auml;sidenten und Shakehands von Staatsoberh&auml;uptern. Der Unterschied ist nur, dass wir das als Normalit&auml;t hinnehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1095101.streit-um-mezut-oezil-keine-frage-der-identitaet.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>EU soll G7-Freihandelszone anstreben<\/strong><br>\nWie soll die EU auf die Zolldrohungen der USA antworten? Nicht mit Gegenz&ouml;llen, fordert das M&uuml;nchener Ifo-Institut. Stattdessen sollen die Europ&auml;er US-Finanzminister Mnuchin beim Wort<br>\nnehmen und sich f&uuml;r eine neue G7-Freihandelszone einsetzen.<br>\nDas M&uuml;nchener Ifo-Institut hat die Europ&auml;er aufgefordert, das US-Angebot f&uuml;r Verhandlungen &uuml;ber eine Freihandelszone der gro&szlig;en Industriel&auml;nder anzunehmen. Der Ifo-Handelsexperte Gabriel Felbermayr sagte: &ldquo;Die EU-Spitzen Juncker und Tusk sollten bei ihrem Treffen am kommenden Mittwoch mit US-Pr&auml;sident Trump die Beleidigungen der letzten Tage vergessen und die Aufnahme von ernsthaften Verhandlungen anbieten&rdquo;.<br>\nFelbermayr bezog sich auf &Auml;u&szlig;erungen von US-Finanzminister Steven Mnuchin. Der hatte beim G20-Treffen in argentinischen Buenos Aires ein Freihandelsabkommen zwischen den G-7-Staaten &ndash; den USA, Kanada, Japan, Frankreich, Deutschland, Italien und Gro&szlig;britannien &ndash; ins Gespr&auml;ch gebracht. &ldquo;Das ist ein Angebot, das die EU unbedingt aufnehmen muss&rdquo;, sagte Felbermayr. &ldquo;Man kann nicht den amerikanischen Protektionismus mit Gegenz&ouml;llen gei&szlig;eln, um den weltweiten Freihandel zu retten, und sich einer solchen Initiative verweigern.&rdquo;<br>\nDer Experte empfahl die z&uuml;gige Aufnahme von Sondierungsgespr&auml;chen. &ldquo;Diese sollten nicht, wie Frankreich dies fordert, von der Aufgabe der amerikanischen Stahl- und Aluminiumz&ouml;lle abh&auml;ngig gemacht werden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/EU-soll-G7-Freihandelszone-anstreben-article20541765.html\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Da die EU dank CETA und JEFTA ohnehin schon mit allen G7-Staaten au&szlig;er den USA ein Freihandelsabkommen hat, ist dieser &bdquo;G7-Freihandelszonen-Vorschlag&ldquo; nichts anderes als eine Wiederaufnahme von TTIP.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die ungenutzten Geldquellen der EU<\/strong><br>\nNeue Forschungsans&auml;tze bringen das Ausma&szlig; der Steuervermeidung internationaler Konzerne ans Licht. Sie zeigen: Die EU ist der gro&szlig;e Verlierer der Steuertricks.<br>\nWenn Staaten in Haushaltsn&ouml;te geraten, sp&uuml;ren Rentner, arme Menschen und Staatsbedienstete die Folgen meist sofort. Gerne k&uuml;rzen Regierungen auch die Investitionen in die Zukunft, um L&ouml;cher zu stopfen. Welch enorme Finanzquellen sie unangetastet lassen, zeigt eine aktuelle Studie &uuml;ber die Einnahmeverluste durch die Gewinnverschiebung internationaler Konzerne. Demnach lenkten Profitgiganten wie Apple, Amazon, Google und Nike im Jahr 2015 insgesamt rund 620 Milliarden Dollar in Steueroasen. Dies macht 40 Prozent ihrer weltweit anfallenden Gewinne aus.<br>\nDie gr&ouml;&szlig;ten Verlierer sind laut der Untersuchung die EU-Staaten, die durch das aggressive, wenn auch legale Vorgehen fast 20 Prozent ihrer K&ouml;rperschaftsteuereinnahmen einb&uuml;&szlig;ten. Aber selbst die USA z&auml;hlen zu den Gesch&auml;digten, obwohl es auch hier Steueroasen gibt &ndash; und US-Konzerne die gr&ouml;&szlig;ten Gewinnverschieber sind.<br>\nF&uuml;r ihre Untersuchung hat die d&auml;nisch-amerikanische Forschergruppe einen neuen Ansatz gew&auml;hlt. Statt wie bisher &uuml;blich auf die meist unvollst&auml;ndigen Informationen &uuml;ber die Abschl&uuml;sse einzelner Firmen zur&uuml;ck zu greifen, zogen sie volkswirtschaftliche Daten &uuml;ber Gewinne und L&ouml;hne heran. Dabei verglichen sie die Ergebnisse in L&auml;ndern wie Deutschland oder Frankreich mit denen in klassischen Steueroasen. Zu denen z&auml;hlten sie nicht nur Panama und die Bermudas, sondern auch europ&auml;ische Staaten mit Vorzugskonditionen wie die Niederlande, die Schweiz oder Irland. Denn gerade mit Hilfe dieser Staaten gelingt es den Konzernen, ihre &Uuml;bersch&uuml;sse innerhalb der EU in die gew&uuml;nschte Region zu verlagern, bis die Forderungen der Finanz&auml;mter auf ein Minimum geschrumpft sind.<br>\nDie Autoren rund um Gabriel Zucman von der Eliteuniversit&auml;t Berkeley in Kalifornien r&auml;umen Unsch&auml;rfen in ihrem Zahlenmaterial ein, obwohl dies auf offiziellen Statistiken des Internationalen W&auml;hrungsfonds und der OECD beruht. Trotzdem nehmen sie f&uuml;r sich in Anspruch, mit dem volkswirtschaftlichem Blick ein wenig mehr Licht in ein besonders dunkles Loch der Weltwirtschaft zu bringen. Nach ihren Sch&auml;tzungen tauchen in den Bilanzdaten gerade einmal 17 Prozent der Gewinne auf, die internationale Konzerne wie Google, Nike oder Facebook erzielen. Zucman und seine Mitstreiter konnten durch ihre Analyse ein auffallendes Missverh&auml;ltnis zwischen Lohnzahlungen und den Gewinnen in den Steueroasen nachweisen, das sich von den &uuml;blichen Relationen krass unterscheidet. Denn mit ganz wenig Besch&auml;ftigten erwirtschaften die Multis dort gigantische Profite. Das ist seit langem der Hauptvorwurf an die Steuergestalter vor allem in den Digitalkonzernen: Sie verkaufen ihre Produkte und Dienstleistungen in Deutschland, Frankreich oder Brasilien. Aber sie verweigern diesen gro&szlig;en, bev&ouml;lkerungsreichen Staaten ihren Anteil an den Gewinnen, weil sie diese in wirtschaftlich v&ouml;llig unbedeutenden Gebieten anfallen lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr.de\/wirtschaft\/steuerverschiebung-die-ungenutzten-geldquellen-der-eu-a-1548330\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das ist nichts fundamental Neues, dennoch brillieren die politischen Verantwortliche seit Jahr und Tag durch Ignoranz und Tatenlosigkeit. Sieht man sich das F&uuml;hrungspersonal der EU an, wie etwa den Pr&auml;sidenten der Europ&auml;ischen Kommission, Jean-Claude Juncker, in dessen Amtszeit als Ministerpr&auml;sident durch Luxemburg Steuerabkommen mit mehr als 340 internationalen Konzernen abgeschlossen wurden, h&auml;lt sich auch hier die &Uuml;berraschung in Grenzen.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Warum das Steuersystem vor allem auf Kosten der &Auml;rmeren geht<\/strong><br>\n&ldquo;Demnach schaffen es die Reichen vergleichsweise weniger Steuern zu zahlen als &Auml;rmere. Sie k&ouml;nnen sich Steuerberater leisten. Sie kennen die vielen Ausnahmen im System besser, wissen, ob man Bitcoins in der Steuererkl&auml;rung angeben muss oder nicht. Sie kennen die vielen Tricks, wie man die Steuerlast dr&uuml;ckt. Und sie passen sich schneller an, wenn sich die Gesetze &auml;ndern.<br>\nDie Autoren h&auml;tten aber nicht Deutschland, sondern Frankreich untersucht, m&ouml;gen nun Kritiker einwenden. Stimmt! Aber so unterschiedlich sind die Steuersysteme der beiden L&auml;nder dann auch wieder nicht, w&uuml;rde Bernau sagen. Der &Ouml;konom sieht auch hierzulande eine &bdquo;vertrackte Situation f&uuml;r Geringverdiener&ldquo;.  &bdquo;Bei ihnen wirken Steuer- und Sozialsystem so ung&uuml;nstig zusammen, dass sie von ihren Zuverdiensten kaum etwas behalten k&ouml;nnen&ldquo;, schreibt er in der &bdquo;FAS&ldquo;.<br>\nGro&szlig;e Abschreibungen oder gar Steuerausfall? Fehlanzeige! Eine Alleinerziehende mit zwei Kindern komme demnach immer auf ungef&auml;hr 2000 Euro netto raus, egal wie viel sie selbst verdiene. Und das gelte nur im g&uuml;nstigsten Fall, schreibt Bernau.<br>\nWas in diesem Fall hilft? Sich vielleicht selbst ins Steuerrecht hineinw&uuml;hlen. Oder vielleicht auch nicht. Denn das soll laut Bernau stattliche 120.000 Seiten haben.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/warum-das-steuersystem-vor-allem-auf-kosten-der-aermeren-geht-2018-2\">Business Insider<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK.:<\/strong> Aber bitte, genauso funktioniert &bdquo;marktkonforme Demokratie&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die Deutsche Post muss sparen &ndash; au&szlig;er beim Gehalt ihres Chefs<\/strong><br>\nJedes Jahr im Herbst veranstaltet die turboprivatisierte Deutsche Post (Bundesanteil: 21 Prozent) ein gro&szlig;es Lobbyfest in Berlin, zu dem Minister, Abgeordnete und andere wertvolle Freunde der Briefzustellung eingeladen werden.<br>\nDoch in diesem Juni erreichte die &uuml;blichen G&auml;ste ein r&auml;tselhaftes Schreiben: &bdquo;Wie Sie den Medien entnehmen konnten&ldquo;, hei&szlig;t es darin, &bdquo;stellt sich Deutsche Post DHL Group gro&szlig;en Herausforderungen. Diese betreffen in besonderem Ma&szlig;e die nachhaltige Ergebnissicherung im Unternehmensbereich Post, eCommerce und Parcel. &hellip; Auch wir werden unseren Beitrag dazu leisten, dass Deutsche Post DHL Group die strategischen Unternehmensziele erreicht. Aus diesem Grund werden wir in diesem Jahr auf die Ausrichtung des Postfestes verzichten.&ldquo;<br>\nAbgesehen davon, dass ein strategisches Ziel von Deutsche Post DHL Group in der Einsparung des bestimmten Artikels zu bestehen scheint, macht es nat&uuml;rlich Sinn, auf die zweifelsohne viel zu teure Berliner Party zu verzichten. Denn Lobbypartys sind ja dazu da, die politischen Entscheider zu beeindrucken und zu beeinflussen.<br>\nIn diesem Jahr aber drohte das genaue Gegenteil: Abgeordnete h&auml;tten versuchen k&ouml;nnen, mit den hoch bezahlten, unbefristet besch&auml;ftigten DHL-Lobbyisten aus Br&uuml;ssel, Bonn und Berlin &uuml;ber die vielen befristeten, schlecht bezahlten Vertr&auml;ge der DHL-Paketzusteller und Brieftr&auml;ger zu diskutieren, an denen es in den vergangenen Wochen viel berechtigte Kritik gegeben hat. &hellip;<br>\nDie Post muss auch deshalb so sparen, im Gro&szlig;en wie im Kleinen, damit Post-Chef Frank Appel 232-mal so viel verdienen kann wie der Durchschnitt seiner Besch&auml;ftigen &ndash; womit er laut einer Studie der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung seine &uuml;brigen Dax-Kollegen kilometerweit hinter sich l&auml;sst (die armen Teufel verdienen im Schnitt nur das 71-Fache ihrer Belegschaften).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/article179787650\/Finanzprobleme-Die-Deutsche-Postmuss-sparen-ausser-beim-Gehalt-ihres-Chefs.html\">Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Leiharbeit blieb auch 2017 stramm auf Expansionskurs<\/strong><br>\nIm Januar 2003 trat das Erste Gesetz f&uuml;r moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt in Kraft. Mit dieser auch unter dem Begriff Hartz I bekannten Arbeitsmarktreform wurden die entscheidenden Beschr&auml;nkungen, mit denen das Gesch&auml;ft der Arbeitnehmer&uuml;berlassung bislang in relativ engen Bahnen gehalten wurde, aufgegeben. Die Entfesselung der Leiharbeit entfaltete quasi von Beginn an ihre Wirkung. Eine vormals eher unbedeutende Branche, die mit dem Verleihen von Arbeitskr&auml;ften ihre Gewinne erzielt, expandierte nahezu ungehemmt mit den von Rekord zu Rekord eilenden Zahlen an LeiharbeitnehmerInnen. Im Juni 2015 &uuml;berschritt die Zahl der Arbeitnehmer&uuml;berlassungsbetriebe die Marke von 50.000, im darauf folgenden August wurden erstmals &uuml;ber eine Million Leiharbeitsbesch&auml;ftigte registriert.<br>\nIm vergangenen Jahr ist ein weiterer trauriger Rekord hinzugekommen: Erstmals hat die Zahl der im Jahresdurchschnitt in Leiharbeit Besch&auml;ftigten die Millionenmarke &uuml;berschritten. Wie aus den k&uuml;rzlich ver&ouml;ffentlichten Zahlen der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) hervorgeht, hatten etwa 52.000 &Uuml;berlassungsbetriebe 2017 im Schnitt 1,03 Millionen ArbeitnehmerInnen unter Vertrag, ein Vertrag, der f&uuml;r 55 Prozent der so Besch&auml;ftigten allerdings nie l&auml;nger als drei Monate Bestand hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.miese-jobs.de\/chroniken\/2018\/23-07-18\/\">miese Jobs<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Leider besinnt sich auch diese SPD-Spitze offensichtlich nicht des Umstandes, dass im Berliner Grundsatzprogramm von 1989 zu lesen war, dass Leiharbeit zu verbieten sei. Insbeondere Frau Nahles als ehemalige zust&auml;ndige Bundesministerin erweckt den Eindruck, dass sie diese &ndash; aber auch andere miese Arbeitsformen &ndash; faktisch hinnimmt und die Arbeitgeberseite nicht &ldquo;verschrecken&rdquo; m&ouml;chte.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Das gro&szlig;e Kliniksterben auf dem Land<\/strong><br>\nBald soll es nur noch 628 Notfallkliniken in Deutschland geben &ndash; statt derzeit 1748. Von der Schlie&szlig;ung betroffen ist etwa das Krankenhaus im bayerischen Hersbruck. W&auml;hrend der Klinikbetrieb bereits heruntergefahren wird, k&auml;mpft eine B&uuml;rgerinitiative f&uuml;r den Erhalt.<br>\nThomas Gr&uuml;neberg, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Tr&auml;ger-GmbH Krankenh&auml;user N&uuml;rnberger Land, zust&auml;ndig f&uuml;r Hersbruck, argumentiert vor allem mit Zahlen. Ein Hauptgrund f&uuml;r die Schlie&szlig;ung in Hersbruck sei der Zustand des Geb&auml;udes: &ldquo;Momentan stehen wir vor der Entscheidung, sanieren zu m&uuml;ssen. Wir haben das mal sch&auml;tzen lassen, das liegt bei 26 Millionen Euro und das ist eine Investitionssumme f&uuml;r ein 60-Betten-Haus, das in keiner Relation steht.&rdquo;<br>\nDas stimme nicht, sagen dagegen Kritiker. Es gehe dem Tr&auml;ger vielmehr darum, dass ein Haus mit 60 Betten heute als nicht mehr rentabel gelte. Der betriebswirtschaftliche Richtwert liegt bei 300 Betten. Die Folgen: Anonyme, zentralisierte Gro&szlig;kliniken mit riesigem Einzugsgebiet. Dagegen demonstrieren die B&uuml;rger von Hersbruck seit Monaten. Bislang ohne Erfolg. An ihrer Seite B&uuml;rgermeister Robert Ilg:<br>\n&ldquo;Es ist komplex, die Sachlage. Es f&auml;ngt an mit der Verlagerung der Betten und mit dem Wegzug des Krankenhauses. Aber es h&auml;ngt ja viel mehr dran. Wir haben gro&szlig;e Sorge, dass in der Nachfolge dann auch fach&auml;rztliche Praxen den Standort verlassen, dass die Bereitschaftspraxis, die hier am Ort mit im Krankenhaus untergebracht ist, dann auch dem Krankenhausstandort Lauf zugeschlagen wird. Und dass in der Folge auch Apotheken und weitere Dienstleister den Standort verlassen werden.&rdquo;<br>\nAnfang August soll es ein Treffen mit Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml geben. Horst Vogel, Mitglied der B&uuml;rgerinitiative, erhofft sich viel davon. Denn: &ldquo;F&uuml;r unseren l&auml;ndlichen Raum w&auml;re das eine Katastrophe, wenn das wegbricht, da geht was verloren, das werden wir nie mehr kriegen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/medizinische-versorgung-das-grosse-kliniksterben-auf-dem.1001.de.html?dram:article_id=423585\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Soll nur noch die betriebswirtschaftliche Rentabilit&auml;t der allein entscheidende Bewertungsma&szlig;stab sein oder sollte nicht auch die medizinische Versorgung der B&uuml;rger ein zentrales Entscheidungskriterium sein?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Ich sage &lsquo;ja&rsquo; zum Anstand<\/strong><br>\nDie CSU im M&uuml;nchner Stadtrat wollte den st&auml;dtischen Theatern verbieten, an der Demonstration &ldquo;#ausgehetzt&rdquo; gegen einen Rechtsruck in Politik und Gesellschaft teilzunehmen. Der Intendant des<br>\nM&uuml;nchner Volkstheaters, Christian St&uuml;ckl, &uuml;ber die Demo und die kommende Landtagswahl.<br>\nObwohl es geregnet hat, haben sich nach Polizeiangaben mehr als 25.000 Menschen auf dem K&ouml;nigsplatz in M&uuml;nchen versammelt und unter dem Motto &ldquo;#ausgehetzt &ndash; Gemeinsam gegen die Politik der Angst!&rdquo; demonstriert. Die CSU hatte auf den Demonstrationsaufruf kurzfristig mit einer Gegenkampagne reagiert. Sie h&auml;ngte in der Stadt Plakate auf mit dem Aufdruck: &ldquo;Ja zum politischen Anstand! Nein zu #ausgehetzt. Bayern l&auml;sst sich nicht verhetzen!&rdquo;.<br>\nDer Intendant des M&uuml;nchner Volkstheaters, Christian St&uuml;ckl, hat auf der Demonstration eine Rede gehalten, in der er die Solidarit&auml;t der M&uuml;nchner Theater mit der Veranstaltung bekr&auml;ftigte. Auf die<br>\nPlakate der CSU angesprochen, sagt er, er w&uuml;nsche sich durchaus mehr Anstand.<br>\n&ldquo;Gerade, wenn es um die Wortwahl geht. Ich merke, wie sich bestimmte W&ouml;rter in meiner Umgebung verbreiten, wie &lsquo;Asyltourismus&rsquo;. Ich denke, man sollte diesen Menschen (den Asylsuchenden) mit Anstand gegen&uuml;ber treten. Von daher sage ich &lsquo;ja&rsquo; zum Anstand. Aber das gilt auch f&uuml;r die CSU&rdquo;, so St&uuml;ckl.<br>\nDas M&uuml;nchner Volkstheater setze sich schon seit l&auml;ngerer Zeit f&uuml;r die Rechte Gefl&uuml;chteter ein,<br>\nunterstreicht Intendant St&uuml;ckl. &ldquo;Und pl&ouml;tzlich im Zusammenhang mit der Landtagswahl wird die CSU nerv&ouml;s. Ich wei&szlig; es nicht, warum sie jetzt da in dieser einen Sache so &uuml;berreagiert&rdquo;, meint der 56-J&auml;hrige.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/theaterintendant-ueber-demonstration-ausgehetzt-ich-sageja.1013.de.html?dram:article_id=423561\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Merkel macht Graue W&ouml;lfe hoff&auml;hig<\/strong><br>\nDriftet die deutsche Au&szlig;enpolitik weiter nach rechts? Die Bundesregierung scheint nun auch den<br>\nSchulterschluss mit ausl&auml;ndischen nationalistischen Organisationen zu suchen. Vergangene Woche traf Bundeskanzlerin Angela Merkel beim Nato-Gipfel in Br&uuml;ssel auf den h&ouml;chsten Funktion&auml;r der t&uuml;rkischen faschistischen Grauen W&ouml;lfe in Europa und hatte nichts Besseres zu tun, als ihm die Hand zu sch&uuml;tteln.<br>\nDiplomatische Etikette hin oder her, diese Geste hat fatale Folgen. Nicht nur, dass Erdogan nun versucht, seinen kleinen Koalitionspartner, die faschistische MHP, in Europa hoff&auml;hig zu machen.<br>\nEs zeigt einmal mehr, wie sehr Erdogan Politik in Deutschland macht. Cemal &Ccedil;etin ist der Vorsitzende des Dachverbandes der Grauen W&ouml;lfe in Europa, der Avrupa T&uuml;rk Konfederasyon. Selbst der Verfassungsschutz, der bekannterma&szlig;en lieber Jagd auf Linke als auf Faschisten macht (Stichwort NSU), stuft diese Organisation als extremistisch ein. Nicht zu Unrecht. Die t&uuml;rkischen Faschisten verf&uuml;gen in Deutschland &uuml;ber ein engmaschiges Netzwerk nationalistischer Organisationen, vom Boxclub &uuml;ber die mafi&ouml;se Rockergruppe Osmanen Germania, &uuml;ber sogenannte Jugend- und Kulturvereine bis hin zu Moscheen.<br>\nRund 170 Vereine besitzt allein die T&uuml;rk F&ouml;deration. Mit mehr als 18.000 Mitgliedern sind die Grauen W&ouml;lfe die gr&ouml;&szlig;te faschistische ausl&auml;ndische Organisation in Deutschland &ndash; drei Mal mehr, als die NPD Mitglieder hat.<br>\nIn Deutschland gibt es auch viele Verbindungen zwischen den Grauen W&ouml;lfen und der AKP Erdogans. Erst k&uuml;rzlich wurde die Rockergruppe Osmanen Germania in Deutschland verboten, deren Chef hatte beste Kontakte zum Erdogan-Clan. All dies ist aktenkundig, Merkel kann sich also kaum mit &ldquo;Das war mir nicht bekannt&rdquo; herausreden.Das Bundespresseamt wollte denn auch lieber keinen Kommentar dazu abgeben. Ein Mitarbeiter einer deutschen Sicherheitsbeh&ouml;rde wird gegen&uuml;ber der Wochenzeitung Die Zeit deutlicher: &ldquo;Wir haben die Grauen W&ouml;lfe im Blick. Es ist allerdings zu bef&uuml;rchten, dass unter dem politischen Druck der t&uuml;rkischen Seite auf die deutschen Beh&ouml;rden der Beobachtungsstatus aufgeweicht wird.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Merkel-macht-Graue-Woelfe-hoffaehig-4118163.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Professorin sieht Entwicklung in Richtung &bdquo;Pr&auml;faschismus&ldquo;<\/strong><br>\nDie Migrationsforscherin Naika Foroutan sieht Deutschland auf dem historischen Weg zur&uuml;ck. &bdquo;Die gesellschaftlichen Entwicklungen weisen in eine pr&auml;faschistische Phase und ich behaupte, dass das nichts mit meiner pers&ouml;nlichen Befindlichkeit zu tun hat, auch nicht mit meiner migrantischen Geschichte&ldquo;, sagte Foroutan dem Berliner &bdquo;Tagesspiegel am Sonntag&rdquo;.<br>\nDas Wort pr&auml;faschistisch halte sie f&uuml;r nicht zu stark: Sie versuche seit geraumer Zeit, das Buch des Historikers Fritz Stern &bdquo;Kulturpessimismus als politische Gefahr&ldquo; zu lesen. Stern, dessen j&uuml;dische Familie vor dem NS-Regime in die USA fliehen musste, beschreibt darin den Aufstieg des Nationalsozialismus &bdquo;und jene intellektuellen Kr&auml;fte, die einen Pessimismus verbreiteten, der als einzigen Ausweg aus einer verachteten Gegenwart nur die komplette Zerst&ouml;rung alles Bestehenden &uuml;briglie&szlig;&ldquo;.<br>\nSie habe &bdquo;das Buch immer wieder weglegen&ldquo; m&uuml;ssen, &bdquo;weil vieles so gegenw&auml;rtig scheint, dass einen Panik erfasst&ldquo;. Die Politikwissenschaftlerin ist Professorin an der Berliner Humboldt-Universit&auml;t und stellvertretende Direktorin des dortigen Instituts f&uuml;r empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM).<br>\nForoutan, die aus einer deutsch-iranischen Familie stammt, sagte, sie selbst sei kurz davor gewesen, mit ihrem Ehemann und ihren drei Kindern auszuwandern. Sie sp&uuml;re eine Entfremdung, von der sie nicht glaube, dass sie kurzfristig sei. Sie habe lange an ein &bdquo;neues deutsches Wir&ldquo; geglaubt, &bdquo;das nicht mehr anhand von religi&ouml;sen, kulturellen oder migrationsbiografischen Linien das Deutschsein definiert, sondern als eine Haltung f&uuml;r eine plurale Gemeinschaft neu entsteht&ldquo;, sagte sie.<br>\n&bdquo;Aber die letzten Jahre habe ich als eine starke Entfremdung erlebt.&ldquo; Als j&uuml;ngeres Beispiel nannte sie die Debatte um den deutschen Fu&szlig;ballnationalspieler Mesut &Ouml;zil, der zusammen mit dem t&uuml;rkischen Staatspr&auml;sidenten f&uuml;r ein Foto posiert hatte: &bdquo;Ein Bild mit einem Autokraten, w&auml;hrend die WM bei einem Autokraten stattfindet, wird genutzt, um &Ouml;zil das Deutschsein zu entziehen&ldquo;.<br>\nDarin s&auml;hen viele Migranten eine Warnung: &bdquo;Dass einem die Zugeh&ouml;rigkeit jederzeit entzogen werden kann, egal welche Verdienste man hat und welche Leistungen man erbracht hat&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article179798878\/Deutsche-Gesellschaft-Professorin-sieht-Entwicklung-in-Richtung-Praefaschismus.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Kann man die Kirche vielleicht einmal im Dorf lassen? Unter Faschismus oder mindestens Pr&auml;-\/Proto-Faschismus geht es beim linksliberalen Juste Milieu aktuell gar nicht mehr.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die vergiftete Saat der Fl&uuml;chtlingskrise<\/strong><br>\nDie Zahl der Asylbewerber geht zur&uuml;ck, die Polarisierung der Gesellschaft aber nimmt zu. In der aufgeheizten Stimmung bleiben Anstand und manchmal auch Rechtsstaatlichkeit auf der Strecke.<br>\nManchmal m&ouml;chte man Deutschland zurufen: &laquo;Bitte regt euch ab, schaltet einen Gang runter, das Leben geht weiter.&raquo; Doch es ist wohl zwecklos. Drei Jahre nach der Fl&uuml;chtlingskrise ist deren vergiftete Saat aufgegangen.<br>\nZwei Beispiele der letzten Tage, wie der Schock der bereits wieder verebbenden Massenmigration die Gesellschaft ver&auml;ndert hat. Die Politik ist h&auml;rter geworden, der Ton rauer:<br>\nDer Islamist Sami A. stellte mit grosser Wahrscheinlichkeit eine Gef&auml;hrdung f&uuml;r die &ouml;ffentliche Sicherheit dar, weshalb deutsche Beh&ouml;rden w&auml;hrend mehr als zehn Jahren versuchten, ihn abzuschieben. Immer wieder erfolglos, weil nicht auszuschliessen war, dass ihm in seinem Heimatland Tunesien Folter drohte. Inzwischen gelang die Abschiebung doch, der Islamist sitzt in einem tunesischen Gef&auml;ngnis. Ende gut, alles gut, m&ouml;chte man denken. Der Preis daf&uuml;r ist allerdings hoch.<br>\nDie Bundespolizei verfrachtete Sami A. in eine Chartermaschine und flog ihn nach Tunesien, obwohl die zust&auml;ndigen Ministerien in Berlin und D&uuml;sseldorf annehmen mussten, dass ein Gericht die Deportation verbieten w&uuml;rde. Das geschah auch, doch da war der Islamist bereits in der Luft. Innenminister Seehofer hatte dem Gericht eine lange Nase gedreht. Der Fall ist hoch symbolisch, weil Kanzlerin Merkel und Seehofer &ouml;ffentlich kritisiert hatten, dass Sami A. so lange nicht ausser Landes gebracht werden konnte. Der wehrhafte Staat demonstrierte seine Handlungsf&auml;higkeit, indem er die Richter ausman&ouml;vrierte. Im konkreten Fall mag das vertretbar sein. L&auml;sst sich der Rechtsstaat jedoch zu oft darauf ein, ist er bald keiner mehr, weil dann die Justiz zum Spielball von Politik und Verwaltung wird.<br>\nZur gleichen Zeit musste die Wochenzeitung &laquo;Die Zeit&raquo; (wir berichteten dar&uuml;ber) einen Shitstorm &uuml;ber sich ergehen lassen. Eine Redaktorin des Blattes hatte geschrieben, dass die Hilfsorganisationen, die vor der K&uuml;ste Libyens Migranten retten, l&auml;ngst Teil des Gesch&auml;ftsmodells der Schlepper geworden seien. Die allzeit emp&ouml;rungsbereite Internet-Gemeinde folgerte daraus, dass &laquo;Die Zeit&raquo; Bootsfl&uuml;chtlinge absichtlich dem Tod preisgeben wolle. Jemand stellte in den sozialen Netzwerken die witzig gemeinte Frage, ob man stattdessen nicht besser &laquo;Zeit&raquo;-Redaktoren erschiessen solle. Bei jemandem, der solche Witze reisst, m&ouml;chte man nicht wissen, wozu er in der Realit&auml;t f&auml;hig ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/international\/deutschland\/der-andere-blick-die-vergiftete-saat-der-fluechtlingskrise-ld.1405156\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK.:<\/strong> Man kann sich in dieser Debatte nur wundern, dass &uuml;berhaupt nicht wahrgenommen wird, dass die Twitter-Frage des Chefredakteurs der Satirezeitschrift titanic, Tim Wolff, &bdquo;Zeit-Mitarbeiter auf offener Stra&szlig;e erschie&szlig;en?&ldquo;, definitiv nicht ernst gemeint, sondern Satire war.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Im Neoliberalismus darfst du dein eigener Chef sein<\/strong><br>\nEine neue Studie von Thomas Curran und Andrew Hill, ver&ouml;ffentlicht in der Zeitschrift &bdquo;Psychological Bulletin&ldquo;, kommt zu dem Ergebnis, dass der Perfektionismus sich immer weiter ausbreitet. Die beiden britischen Psychologen stellen fest, dass &bdquo;diese Generation junger Menschen wahrnimmt, dass andere mehr von ihnen verlangen, dass sie mehr von anderen verlangen, und dass sie mehr von sich selbst verlangen&ldquo;.<br>\nBei der Identifizierung der Ursachen f&uuml;r dieses wachsende Streben nach Exzellenz nehmen Curran und Hill kein Blatt vor den Mund: Der Neoliberalismus ist treibende Kraft dieser Entwicklung. Die neoliberale Ideologie f&ouml;rdert Konkurrenzkampf, ist hinderlich f&uuml;r Kooperation, steht f&uuml;r Ehrgeiz und verkn&uuml;pft Selbstwert mit beruflichen Erfolgen. Es &uuml;berrascht nicht, dass in Gesellschaften mit diesen Wertvorstellungen die Menschen anderen gegen&uuml;ber sehr bewertend und selber sehr &auml;ngstlich gegen&uuml;ber Bewertung werden.<br>\nPsychologinnen hatten bisher ein eher eindimensionales Verst&auml;ndnis von Perfektionismus. Demnach w&uuml;rde Perfektionismus einen ausschlie&szlig;lich selbstbez&uuml;glichen Charakter haben, was auch dem umgangssprachlichen Gebrauch des Wortes entspricht. In den letzten Jahrzehnten kamen einige Forscher allerdings zu dem Ergebnis, dass ein umfassenderer Begriff des Perfektionismus dem Ph&auml;nomen besser gerecht wird. Curran und Hall sprechen sich f&uuml;r eine mehrdimensionale Definition aus, die drei Typen von Perfektionismus umfasst: selbstbezogener, auf andere bezogener und gesellschaftlich vorgegebener Perfektionismus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/adamag.de\/neoliberalismus-perfektionismus-callout-entfremdung-psychologie?i-like-adacookies=1\">ada<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Frankreich: Der Schl&auml;ger aus dem Palast Macrons<\/strong><br>\nDie &ldquo;Aff&auml;re Benalla&rdquo; &uuml;ber einen engen Sicherheitsmitarbeiter des Pr&auml;sidenten, der einen Demonstranten verpr&uuml;gelt, und die auffallend schwache Opposition<br>\nIn die Geschichtsb&uuml;cher wird die &ldquo;Aff&auml;re Benalla&rdquo; wahrscheinlich nicht kommen. Aber sie wird seit nicht ganz einer Woche in den franz&ouml;sischen Medien sehr ausf&uuml;hrlich und mit gro&szlig;er Rhetorik ausgewalzt. Und sie hat schon die Parlamentsdebatte &uuml;ber eine Verfassungs&auml;nderung vertagt, was allerdings kurz vor den Ferien nicht die ganz gro&szlig;e politische &Uuml;berraschung ist.<br>\nIm Zentrum steht eine instabile Pers&ouml;nlichkeit, ein Schl&auml;ger, der als Sicherheitsmann und Leibw&auml;chter in n&auml;chster N&auml;he von Macron arbeitete und in seiner Freizeit am 1. Mai Demonstranten verpr&uuml;gelte, wobei er den Anschein gab, dass er zur Polizei geh&ouml;rt. Das andere Zentrum der Geschichte ist der Pr&auml;sidentenpalast.<br>\nVon dort kam am Anfang die falsche Reaktion, n&auml;mlich eine viel zu softe Strafe f&uuml;r den Schl&auml;ger Benalla, der nur ein paar Tage lang suspendiert wurde, als sein Vorgesetzter, der Directeur de cabinet, Patrick Strzoda, von seinen Aggressionen gegen die Demonstranten erfuhr. Jetzt, ein paar Wochen sp&auml;ter, im Sommerloch, entwickelt sich aus dem Schl&auml;ger im Elysee-Palast eine Fortsetzungsgeschichte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Frankreich-Der-Schlaeger-aus-dem-Palast-Macrons-4118600.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Lesen ist eine unverzichtbare Kulturtechnik<\/strong><br>\nJugendliche, die kaum noch lesen k&ouml;nnen, Verlage, deren Ums&auml;tze einbrechen &ndash; Deutschland schafft gerade das Lesen ab, beklagt Susanne Gaschke. Die Journalistin fordert eine Bildungspolitik im Geist der Aufkl&auml;rung. Die brauche keinen Digitalpakt, sondern eine Leseoffensive.<br>\nDeutschland gew&ouml;hnt sich gerade das Lesen ab. Und zwar auf allen Ebenen: Grundsch&uuml;ler ringen mit dem Aufbau eines Wortschatzes und sind selbst am Ende der vierten Klasse oft noch weit vom fl&uuml;ssigen, sinnentnehmenden Lesen entfernt. Auch das Schreiben bereitet ihnen M&uuml;he.<br>\nFragw&uuml;rdige Unterrichtsmethoden wie das so genannte &ldquo;Lesen durch Schreiben&rdquo; machen es ganz besonders den schw&auml;cheren Sch&uuml;lern schwer, sich schriftlich fehlerfrei auszudr&uuml;cken.<br>\nDie Politik reagiert auf diese Probleme nicht etwa mit einer glaubw&uuml;rdigen Lese-Offensive: Nein, sie will noch mehr digitale Zerstreuungsger&auml;te in die Schulen bringen. Sehr zur Freude der Digital-Unternehmen. Junge Leute zwischen 14 und 29 Jahren sind laut einer Studie im Auftrag von ARD und ZDF jetzt schon t&auml;glich viereinhalb Stunden mit Online-Dingen besch&auml;ftigt, viereinhalb Stunden online &ndash; das ist Zeit, in der sie jedenfalls nicht konzentriert lesen und sich nicht auf l&auml;ngere Texte einlassen. Genau das w&auml;re allerdings n&ouml;tig, um die emotionalen und analytischen F&auml;higkeiten zu entwickeln, die ein urteilsf&auml;higer Mensch und B&uuml;rger braucht.<br>\nDie Seuche der Konzentrationsunf&auml;higkeit greift um sich. Das Smartphone wird zu einer Art Ablenkungsfoltermaschine: Maximal 18 Minuten halten erwachsene Deutsche durch, dann m&uuml;ssen sie wieder auf ihr Ger&auml;t schauen. Durchschnittlich 90 mal am Tag greifen wir nach unserem prothesenhaften K&ouml;rperfortsatz. Der amerikanische Digitalexperte Nicholas Carr beschrieb schon vor zehn Jahren, wie ihn die st&auml;ndigen Unterbrechungen, die permanenten digitalen Impulse am konzentrierten Lesen hinderten und es, so formuliert er, &ldquo;geradezu zur Qual&rdquo; machten. Ganz &auml;hnlich haben die befragten &ldquo;Nicht-mehr-Leser&rdquo; in einer Untersuchung geantwortet, die der B&ouml;rsenverein des Deutschen Buchhandels Anfang Juni vorstellte: Sie f&uuml;hlen, dass sie durch die dauernde digitale Ansprache sowohl unf&auml;hig als auch unwillig werden, sich in die Welt eines Buches zu versenken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/fuer-eine-bildungspolitik-im-geist-der-aufklaerung-lesen.1005.de.html?dram:article_id=422657\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Der S&Uuml;DDEUTSCHE Konjunktiv &ndash; Das M&uuml;nchner Blatt entdeckt ein digitales Watergate<\/strong><br>\nWatergate? Das war jene k&uuml;hne Aktion zweier Journalisten, die jede Menge Verbrechen und Vergehen des US-Pr&auml;sidenten Richard Nixon aufdeckten. Die Enth&uuml;llungen f&uuml;hrten 1974 zum bisher einzigen R&uuml;cktritt eines US-Pr&auml;sidenten. Halten wir fest: Es ging um politisch gravierende Inhalte, es ging um die aktive, enth&uuml;llende Rolle der Presse, es ging um Demokratie. Die S&Uuml;DDEUTSCHE ZEITUNG (SZ) &ndash; ein bekanntes Leitmedium, das im Ruf der Seriosit&auml;t steht &ndash; entdeckt nun vorgeblich ein neues Watergate in den USA und widmet dieser Sensation nahezu die komplette Seite 13 ihrer Ausgabe vom 20. Juli 2018. Der Journalist Georg Mascolo schreibt &uuml;ber die im US-Pr&auml;sidentschafts-Wahlkampf 2016 durch WIKILEAKS ver&ouml;ffentlichten Mails von Hillary Clinton. Und er erweckt den Eindruck, diese Aktion sei von &ldquo;den&rdquo; Russen organisiert worden. &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rationalgalerie.de\/home\/der-sueddeutsche-konjunktiv.html\">rationalgalerie<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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