{"id":45165,"date":"2018-07-27T08:25:17","date_gmt":"2018-07-27T06:25:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45165"},"modified":"2018-07-27T09:48:55","modified_gmt":"2018-07-27T07:48:55","slug":"hinweise-des-tages-3170","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45165","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45165#h01\">Juncker &amp; Trump<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45165#h02\">Kommentar: BRICS-Staaten pl&auml;dieren f&uuml;r multilaterales Handelssystem<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45165#h03\">How the EU has become an incubator for fascism<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45165#h04\">Im Kassenwettbewerb geht es nicht um das Wohl der Patientinnen und Patienten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45165#h05\">Sozial, gerecht und cool<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45165#h06\">Parit&auml;tischer kritisiert fehlende Fort- und Weiterbildungen f&uuml;r Arbeitslose<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45165#h07\">Ryanair-Flugbegleiterin packt aus: &ldquo;Wenn ihr f&uuml;r 20 Euro in den Urlaub fliegt, hat das seinen Preis&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45165#h08\">Die regionale Bedeutung des Handwerks f&uuml;r Besch&auml;ftigung und Ausbildung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45165#h09\">Weniger Genehmigungen f&uuml;r R&uuml;stungsexporte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45165#h10\">Tel Aviv hilft Islamisten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45165#h11\">Ausnahme wird Zustand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45165#h12\">Wenn der Staat ein Loch ins Gef&auml;ngnis sprengen l&auml;sst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45165#h13\">&ldquo;Die Tyrannei des Wachstums&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Juncker &amp; Trump<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Juncker &ndash; Trump: Another Fake Deal<\/strong><br>\nWas soll man von Junckers Handelspakt mit US-Pr&auml;sident Trump halten? Ist es ein Durchbruch, wie man in Berlin jubelt, oder eine &ldquo;handelspolitische Kapitulation&rdquo;, wie man in Paris unkt?<br>\nZun&auml;chst einmal ist es eine gute Nachricht, dass die drohende Eskalation im Handelsstreit abgewendet wurde. Auch dass Trump nun verhandeln will, ist ein Fortschritt. Allerdings finden die Verhandlungen nach US-Konditionen statt. Die illegalen Strafz&ouml;lle auf Stahl und Aluminium werden nicht zur&uuml;ckgenommen, sondern nur gepr&uuml;ft.<br>\nDie EU l&auml;sst sich also auf Gespr&auml;che mit &ldquo;vorgehaltenem Revolver&rdquo; ein &ndash; ein bisher einmaliger Vorgang und noch dazu ein klarer Bruch der Br&uuml;sseler Absprachen. Juncker bricht auch sein Wort, wenn er Trump bei Sojabohnen und Fl&uuml;ssiggas entgegenkommt. Zumindest f&uuml;rs Soja hat er kein Mandat. Und er kann auch nicht sicherstellen, dass die Europ&auml;er mehr Soja kaufen.<br>\nBeim Fl&uuml;ssiggas d&uuml;rfte es noch Jahre dauern, bis die n&ouml;tigen Terminals stehen. Bisher ist das Gas aus den USA nicht einmal wettbewerbsf&auml;hig, da viel zu teuer.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/juncker-trump-another-fake-deal\/\">Lost in Europe<\/a><\/li>\n<li><strong>Fl&uuml;ssiggas: Erzwingen die USA den Abschied von der Marktwirtschaft?<\/strong><br>\nGestern versprach EU-Kommissionspr&auml;sident Jean-Claude Juncker dem US-Pr&auml;sidenten Donald Trump zur Abwendung von Z&ouml;llen auf deutsche Autos die vermehrte Abnahme von US-Fl&uuml;ssiggas und amerikanischen Sojabohnen durch EU-L&auml;nder (vgl. Juncker erkauft vorl&auml;ufigen US-Verzicht auf Autoz&ouml;lle). Wie Juncker diese Versprechen konkret einl&ouml;sen will, ist noch nicht klar.<br>\nBei Sojabohnen kann die EU den Import relativ einfach steigern, indem sie Vorschriften abbaut, die ihn hemmen. Etwas schwieriger wird es beim Fl&uuml;ssiggas. Dass das nicht mehr Abnehmer findet, liegt n&auml;mlich vor allem daran, dass es sowohl wegen seiner relativ aufwendigen F&ouml;rderung aus Schiefer als auch wegen des Seetransports mit K&uuml;hlung und Kompression deutlich teurer ist als &uuml;ber Pipelines geliefertes Erdgas. Deshalb sind die insgesamt 26 europ&auml;ischen Fl&uuml;ssiggas-Terminals aktuell mit nur 55 von 235 verf&uuml;gbaren Milliarden Kubikmetern ausgelastet. Selbst dieser Auslastungsgrad kommt nur dadurch zustande, dass beispielsweise in Litauen die Regierung den staatlichen Energieversorger anwies, einen Liefervertrag zu schlie&szlig;en und auch andere Unternehmen gesetzlich dazu verpflichtete, diesem Mindestmengen abzunehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Fluessiggas-Erzwingen-die-USA-den-Abschied-von-der-Marktwirtschaft-4121014.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Wirtschaft erwartet Taten<\/strong><br>\nW&auml;hrend Minister Altmaier (CDU) &uuml;ber die Ann&auml;herung im Handelsstreit Freude &auml;u&szlig;ert, sieht die Linke keinen Grund zum Feiern.<br>\nBundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat sich am Donnerstag erleichtert &uuml;ber die Ann&auml;herung im Handelsstreit mit den USA gezeigt. Die Einigung aus dem Krisentreffen zwischen US-Pr&auml;sident Donald Trump und EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker sei &bdquo;ein gutes Ergebnis f&uuml;r Arbeit und Wohlstand in der EU, in Deutschland und weltweit&ldquo;, so Altmaier an seinem Wohnsitz im Saarland. Der erfolgreiche Verlauf der Gespr&auml;che sei &bdquo;ein guter Anfang&ldquo; und nehme vielen Menschen die Sorge, dass die Weltwirtschaft in den n&auml;chsten Monaten schweren Schaden nehmen k&ouml;nnte. Es sei gelungen, den Beginn eines Handelskrieges zu vermeiden und stattdessen zum Verhandlungstisch zur&uuml;ckzukehren. &bdquo;Das er&ouml;ffnet die Chance, dass wir Z&ouml;lle senken statt sie zu erh&ouml;hen, dass wir global die Weltwirtschaft st&auml;rken und dass wir daf&uuml;r sorgen, dass neue Arbeitspl&auml;tze geschaffen werden k&ouml;nnen, auch bei uns in Deutschland und Europa.&ldquo; Bundesau&szlig;enminister Heiko Maas (SPD) sagte, Europa habe &bdquo;bewiesen, dass es sich nicht spalten l&auml;sst&ldquo;.<br>\nDagegen kritisierte der SPD-Europapolitiker Bernd Lange, die Verhandlungsposition der EU sei vielmehr &bdquo;geschw&auml;cht&ldquo;. Trump habe weder die Strafz&ouml;lle auf Stahl und Aluminium zur&uuml;ckgenommen, noch seine Drohung mit &bdquo;Abschottungsz&ouml;llen gegen europ&auml;ische Autos und Autoteile&ldquo;, sagte der Vorsitzende des Au&szlig;enhandelsausschusses im Europaparlament. Die Strafz&ouml;lle blieben damit Trumps &bdquo;Drohpotenzial&ldquo; in den anstehenden Gespr&auml;chen &uuml;ber Handelserleichterungen.<br>\nDer stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion, Fabio De Masi, sieht nach dem Treffen in Washington keinen Grund zum Feiern: &bdquo;Der Jubel von Bundeswirtschaftsminister Altmaier ist so schlicht wie ein Tweet von Donald Trump.&ldquo; Das Ergebnis stelle bestenfalls einen Waffenstillstand im Handelskrieg dar, denn der rauchende Colt von US-Autoz&ouml;llen bleibe dabei geladen. De Masi forderte, die EU m&uuml;sse unabh&auml;ngiger von den USA werden. Dies erfordere die St&auml;rkung der Binnenwirtschaft in Deutschland, um die Exportabh&auml;ngigkeit zu reduzieren, und eine neue Entspannungspolitik mit Russland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr.de\/wirtschaft\/handel-wirtschaft-erwartet-taten-a-1551832\">FR Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Attac: Abbau von Z&ouml;llen setzt Entwicklungsl&auml;nder unter Druck<\/strong><br>\nRoland S&uuml;&szlig; von der globalisierungskritischen Organisation Attac sieht die Vereinbarungen im Handelsstreit zwischen der EU und den USA kritisch: Die US-Regierung wolle mit der Abmachung ihre eigenen Vorteile und die der Industriestaaten absichern, sagte er im Dlf.  Schwellen- und Entwicklungsl&auml;nder h&auml;tten das Nachsehen. [&hellip;]<br>\nDie Agenda, die inhaltliche Ausrichtung von dem, was verhandelt werden soll, ist jetzt ganz einfach von Trump und den USA gesetzt worden, und insofern hat sich nat&uuml;rlich die EU da schon sehr deutlich erpressen lassen. Weil das, was jetzt auf dem Tisch liegt, w&uuml;rde nach unserer Meinung wirklich zu einer gravierenden sch&auml;dlichen Auswirkung letztendlich f&uuml;hren, die teilweise weitergehen w&uuml;rde von den sch&auml;dlichen Auswirkungen, wie das bei TTIP der Fall war.<br>\nWenn man wirklich sagt, man will die Industriez&ouml;lle, sagen wir jetzt mal, entweder EU und USA oder in G7 &ndash; das ist jetzt ja mal zweitrangig -, wenn diese gro&szlig;en westlichen Industrienationen, die ihre M&auml;rkte ja entwickelt haben, wo die Industrie ja robust ist, alle Z&ouml;lle abbauen, dann wird das zu einem massiven Druck letztendlich f&uuml;hren f&uuml;r andere L&auml;nder, nicht nur die Schwellenl&auml;nder, sondern auch gerade Entwicklungsl&auml;nder h&auml;tten dann eine massive Versch&auml;rfung ihrer Situation. Ihre Produkte w&uuml;rden ganz einfach noch wettbewerbsunf&auml;higer sein, und das h&auml;tte eine massive Auswirkung auf deren Entwicklung und h&auml;tte mit Sicherheit auch eine Auswirkung auf die Fl&uuml;chtlingsbewegung zum Beispiel nach Europa.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/handelsstreit-zwischen-eu-und-usa-attac-abbau-von-zoellen.694.de.html?dram:article_id=423917\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><strong>TTIP light<\/strong><br>\nWas nach den &sbquo;Handelsgespr&auml;chen&lsquo; zwischen EU-Kommissionspr&auml;sident Jean-Claude Juncker und US-Pr&auml;sident Donald Trump gefeiert wird, ist in Wahrheit ein deutlicher Schritt der Abkehr vom Ziel einer fairen und demokratischen Welthandelsordnung, kritisiert der handelspolitische Sprecher der Linksfraktion im Europ&auml;ischen Parlament, Helmut Scholz. &bdquo;Die &sbquo;Sonderregelungen&lsquo;, die Trump und Juncker vereinbarten, sind nichts anderes als ein TTIP light.&ldquo;<br>\nDer LINKE-Europapolitiker weiter: &bdquo;Den internationalen Handelsbeziehungen wird gleich in mehrfacher Hinsicht geschadet. Erstens werden Erleichterungen wie Almosen an die Bittsteller aus Europa vergeben. Mit gleichberechtigten Handelsbeziehungen hat das nichts zu tun. Gerade weil die Vereinbarungen auch zu Lasten anderer Regionen gehen werden und andere Handelskonflikte, insbesondere jener mit China, ungel&ouml;st bleiben. Trump braucht das Aufbrechen der wirtschaftlichen und handelspolitischen Zusammenarbeit der EU mit anderen Staaten, die eine Durchsetzung der &sbquo;America first&lsquo;-Strategie erschwert.&ldquo;<br>\n&bdquo;Zweitens wurden das Europaparlament und insbesondere der Ausschuss f&uuml;r internationalen Handel (INTA) offensichtlich an der Nase herumgef&uuml;hrt. Denn dort hatte die Kommission solche Deals wie den jetzigen ausdr&uuml;cklich ausgeschlossen. Ein neues Mandat f&uuml;r Verhandlungen sei notwendig. Dies zeigt auch, dass eine reale Mitsprache der Abgeordneten in Handelsfragen, wie sich schon bei TTIP, CETA und JEFTA zeigte, nicht erw&uuml;nscht, weil unbequem ist.&ldquo;<br>\n&bdquo;Drittens sind die Hauptprofiteure der Abmachung sind abermals vor allem die europ&auml;ischen Automobilkonzerne. Gerade das erneute Vorpreschen des deutschen Wirtschaftsministers Peter Altmaier in Unterst&uuml;tzung der Dealerei von Washington spricht f&uuml;r sich. Trotz der Weigerung Trumps, die Androhung von Zollerhebungen auf EU-Autoexporte (PKWs) ausdr&uuml;cklich vor den weiteren &sbquo;Verhandlungen&lsquo; jetzt eindeutig zur&uuml;ckzunehmen. Ein Schelm, wer dabei nicht an Lobbyismus denkt.&ldquo;<br>\nViertens &bdquo;lassen die Ank&uuml;ndigungen von Malmstr&ouml;m und Juncker in Washington nach den Gespr&auml;chen mit den US-amerikanischen Partnern grunds&auml;tzlich Fragen nach den sozialen und besch&auml;ftigungspolitischen, Umwelt- und Verbraucherschutzstandards und Normen offen. Kein Wort auch zum Dienstleistungssektor, in dem die USA handelspolitisches &Uuml;bergewicht haben.&rdquo;<br>\n&bdquo;Was soll damit an konstruktivem Inhalt in die Gespr&auml;che mit anderen gleichberechtigten Handelspartnern im Rahmen der angestrebten und sicherlich &uuml;berf&auml;lligen Reformen der WTO eingebracht werden, wenn nun doch, wie vom US-Pr&auml;sidenten angedeutet, die transatlantische Achse USA-EU das Ma&szlig; aller Dinge sein soll? Der Handelskrieg droht endg&uuml;ltig global zu werden. Und es wird in einer zunehmend vernetzten, voneinander abh&auml;ngigen Volkswirtschaften gepr&auml;gten Weltwirtschaft keinen Gewinner geben; schon gar nicht in Bezug auf das Erreichen der 17 Ziele der UNO-Nachhaltigkeitsagenda 2030, die das Ma&szlig; der Dinge sein muss.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dielinke-europa.eu\/de\/article\/11937.ttip-light.html\">DIE LINKE im Europaparlament<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Kommentar: BRICS-Staaten pl&auml;dieren f&uuml;r multilaterales Handelssystem<\/strong><br>\nDas dreit&auml;gige Gipfeltreffen der BRICS-Staaten hat am Mittwoch im s&uuml;dafrikanischen Johannesburg begonnen. In dem Kommentar &bdquo;Die Trump-Bedrohung im Handelskriegen gibt BRICS-Staaten neue Bedeutung&rdquo; wies die britische Presseagentur Reuters darauf hin, dass im vergangenen Jahr das gesamte Bruttoinlandsprodukt der f&uuml;nf BRICS-Staaten &uuml;ber 17 Billionen US-Dollar betragen habe, sogar mehr als das der EU. Die BRICS-Staaten w&uuml;rden gemeinsam f&uuml;r einen Multilateralismus auf der Welt pl&auml;dieren, w&auml;hrend die Strafz&ouml;lle von US-Pr&auml;sidenten Donald Trump eventuell zu weltweiten Handelskriegen f&uuml;hren k&ouml;nnten. Die m&ouml;glichen Handelsstreits k&ouml;nnten neue Impulse f&uuml;r die BRICS-Staaten geben. (&hellip;)<br>\nEtwa 68 Millionen Chinesen sind in den vergangenen f&uuml;nf Jahren aus der Armut befreit worden, was bedeutet, dass man, weltweit betrachtet, einen guten Erfolg in der menschlichen Geschichte erzielt hat. Durch die multilateralen und bilateralen wirtschaftlichen und kulturellen Kooperationen im Rahmen der Seidenstra&szlig;en-Initiative, insbesondere durch das Sommer-Davos-Forum und das BRICS-Staaten-Gipfeltreffen in Xiamen im vergangenen Jahr, hat China der internationalen Gemeinschaft das inklusive Wachstum und die Entwicklungsidee der BRICS-Staaten &bdquo;Offenheit und Inklusion, Kooperation und Win-Win&rdquo; vorgestellt. Dies hat einen wichtigen Beitrag zur Erh&ouml;hung des Wohlstands und zur F&ouml;rderung des weltweiten inklusiven Wirtschaftswachstums geleistet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/german.cri.cn\/3071\/2018\/07\/26\/1s281601.htm\">CRI online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> W&auml;hrend Armut in China offensichtlich erfolgreich bek&auml;mpft wird, nimmt die Armut hierzulande zu. Auch in anderen EU-Mitgliedsstaaten ist sie seit Jahren erschreckend hoch. Insbesondere in Deutschland kann zudem der Eindruck gewonnen werden, dass nicht Armut, sondern finanziell schwach ausgestattete Menschen bek&auml;mpft werden &ndash; z.B. durch Sanktionen im Rahmen der Inanspruchnahme von Arbeitslosengeld II (&ldquo;Hartz IV&rdquo;-Leistungen).<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>How the EU has become an incubator for fascism<\/strong><br>\nFascist policies and parties are on the rise again in the EU. This was not in the least unexpected. For years academics have been warning that the devastating effects of the EU&rsquo;s neo-liberal policies, especially austerity, would result in such a political reaction: the re-awakening of nationalism, extremism, and racism. The so-called experts,  europhiles, and the traditional political parties in the EU nations are bewailing this success of the far right, claiming it threatens the very values of the European Union. What no one is considering is that this development could well be a logical consequence of the EU&rsquo;s policies of the past decades, actually stabilising the European Union and allowing the EU to fulfil its true goal: the absolute reign of neo-liberalism. That Neo-liberalism , which by its nature is anti-democratic, has an affinity to fascism must come as no surprise. The first testing ground for neo-liberal policy of its godfather, Milton Friedmann, was Pinochet&acute;s Chile. The neo-liberal ideologue, Friedrich Hayek, commented approvingly, &ldquo;my personal preference leans toward a liberal dictatorship rather than toward a democratic government devoid of liberalism&rdquo;. With liberal Hayek understood freedom from regulation, tax, and unions &ndash; all essential tools to defend the rights of citizens against corporate might in a democracy. Key to this was removing the control of economic policy from representative democracy.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/braveneweurope.com\/mathew-d-rose-how-the-eu-has-become-an-incubator-for-fascism\">Brave New Europe<\/a>\n<p><strong>dazu: Portugal Dared to Cast Aside Austerity. It&rsquo;s Having a Major Revival.<\/strong><br>\nAt a time of mounting uncertainty in Europe, the country has defied critics who insisted on austerity as the answer to the Continent&rsquo;s economic and financial crisis. [&hellip;]<br>\nAt a time of mounting uncertainty in Europe, Portugal has defied critics who have insisted on austerity as the answer to the Continent&rsquo;s economic and financial crisis. While countries from Greece to Ireland &mdash; and for a stretch, Portugal itself &mdash; toed the line, Lisbon resisted, helping to stoke a revival that drove economic growth last year to its highest level in a decade. [&hellip;]<br>\n&ldquo;What happened in Portugal shows that too much austerity deepens a recession, and creates a vicious circle,&rdquo; Prime Minister Ant&oacute;nio Costa said in an interview. &ldquo;We devised an alternative to austerity, focusing on higher growth, and more and better jobs.&rdquo; [&hellip;]<br>\nEuropean officials are now admitting that Portugal may have found a better response to the crisis. Recently, they rewarded Lisbon by elevating the country&rsquo;s finance minister, M&aacute;rio Centeno, who helped engineer the changes, to president of the Eurogroup, the influential collective of eurozone finance ministers. The economic about-face had a remarkable impact on Portugal&rsquo;s collective psyche. While discouragement lingers in Greece after a decade of spending cuts, Portugal&rsquo;s recovery has pivoted around restoring confidence to get people and businesses motivated again.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/2018\/07\/22\/business\/portugal-economy-austerity.html%20\">New York Times<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Im Kassenwettbewerb geht es nicht um das Wohl der Patientinnen und Patienten<\/strong><br>\nDas herrschende Krankenkassensystem hat zu einer gef&auml;hrlichen Schieflage gef&uuml;hrt. Die Krankenkassen sind offenbar wesentlich st&auml;rker an der Behauptung ihrer Marktposition interessiert als an einer Erf&uuml;llung des gesetzlichen Versorgungsauftrags. Das best&auml;tigen die Antworten der Bundesregierung (PDF) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag.<br>\n&ldquo;Bei dem politisch angeheizten Kassenwettbewerb geht es nicht um das Wohl der Patientinnen und Patienten: Es ist doch absurd, dass die Krankenkassen immer mehr f&uuml;r Werbung und medizinisch umstrittene Satzungsleistungen ausgeben. Und zugleich wird ihnen verboten, f&uuml;r Brillen und Zahnersatz weitere Zusch&uuml;sse zu zahlen, die notwendig sind und f&uuml;r viele Menschen gro&szlig;e finanzielle Belastungen bedeuten&rdquo;, kommentiert Achim Kessler, Sprecher f&uuml;r Gesundheits&ouml;konomie der Fraktion und Obmann im Gesundheitsausschuss des Bundestags, die Ergebnisse.<br>\nDie Summe der Werbeausgaben hat sich seit 1995 bis 2016 verdreifacht (+320%) (Frage 18). Die Werbeausgaben betrugen 2016 fast 200 Millionen Euro (193,6 Millionen Euro). Der versch&auml;rfte Kassenwettbewerb zu einer Versechsfachung der sogenannten &ldquo;zus&auml;tzlichen Satzungsleistungen&rdquo; zwischen 2012 und 2016 gef&uuml;hrt (Frage 1).<br>\nDie Bundesregierung gibt zudem keine Auflistung dar&uuml;ber, welche Krankenkassen wie viele Bonusprogramme, Wahltarife, Satzungsleistungen und Selektivvertr&auml;ge haben (Frage 21). &ldquo;Die Versicherten haben keine M&ouml;glichkeit, sich &uuml;ber Tausende von Einzelvertr&auml;gen der Krankenkassen zu informieren&rdquo;, moniert Achim Kessler. Dabei sei zu bezweifeln, dass die Versicherten von den Vertr&auml;gen &uuml;berhaupt einen Vorteil haben. &ldquo;Wirklich hilfreich f&uuml;r ihre Kassenwahl w&auml;re dagegen Transparenz bei den Genehmigungen und Ablehnungen von Leistungsantr&auml;gen&rdquo;, fordert Kessler. Doch ausgerechnet das lehne die Bundesregierung ab.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/im-kassenwettbewerb-geht-es-nicht-um-das-wohl-der-patientinnen-und-patienten\/\">die Linke im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Sozial, gerecht und cool<\/strong><br>\nSoziale Dienstleistungen m&uuml;ssen endlich gesellschaftlich aufgewertet werden &ndash; vor allem durch h&ouml;here L&ouml;hne. Nur dann lassen sich gen&uuml;gend Fachkr&auml;fte finden, um den steigenden Bedarf an Pflege und Kinderbetreuung zu befriedigen. Zudem w&uuml;rde diese Aufwertung ma&szlig;geblich dazu beitragen, dass M&auml;nner und Frauen auch finanziell gleichgestellt werden.<br>\n&ldquo;Es muss cool sein, Pflegefachkraft zu sein.&rdquo; Das zumindest sagte Familienministerin Franziska Giffey (SPD), als sie mit Arbeitsminister Hubertus Heil und Gesundheitsminister Jens Spahn k&uuml;rzlich die &bdquo;Konzertierte Aktion Pflege&ldquo; der Bundesregierung vorstellte. Doch l&auml;sst der Coolness-Faktor in den sozialen Dienstleistungsberufen zu w&uuml;nschen &uuml;brig. Denn die Arbeit wird nicht nur schlecht bezahlt, sondern fordert viel, zumal es an Personal fehlt. In der Alten- und Krankenpflege beispielsweise sind rund 35.000 Stellen f&uuml;r Fach- und Hilfskr&auml;fte unbesetzt. Weil es nicht genug ErzieherInnen gibt, haben 30.000 Kinder unter drei Jahren keinen Betreuungsplatz, obwohl er ihnen rechtlich zusteht.<br>\nDie DGB-Gewerkschaften fordern deshalb bessere Arbeitsbedingungen und eine faire Bezahlung f&uuml;r die rund sechs Millionen Frauen und M&auml;nner, die in den frauendominierten sozialen Berufen arbeiten. Hinzu kommt, dass mehr Menschen einer Erwerbst&auml;tigkeit nachgehen k&ouml;nnten, wenn sie ihre Kinder und pflegebed&uuml;rftigen Angeh&ouml;rigen in qualitativ hochwertigen Pflege- und Betreuungseinrichtungen wissen. Die Aufteilung von Erwerbs- und Sorgearbeit k&ouml;nnte somit gerechter gestaltet werden. Ohne die Aufwertung sozialer Dienstleistungen k&ouml;nnen wir keine Gleichstellung von Frauen und M&auml;nnern erreichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/gegenblende.dgb.de\/artikel\/++co++0f402cf8-90b6-11e8-9de9-52540088cada\">Gegenblende<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Parit&auml;tischer kritisiert fehlende Fort- und Weiterbildungen f&uuml;r Arbeitslose<\/strong><br>\nDer Parit&auml;tische Wohlfahrtsverband kritisiert den unzureichenden Umfang der Fort- und Weiterbildung f&uuml;r Arbeitslose. Nach einer Studie der Forschungsstelle des Parit&auml;tischen Gesamtverbands erhielten im September 2017 nur f&uuml;nf Prozent aller Arbeitslosen eine berufliche Weiterbildung, eine Weiterbildung mit Berufsabschluss sogar nur gut zwei Prozent.<br>\nDie F&ouml;rderung ist dabei unterschiedlich verteilt: w&auml;hrend neun Prozent derjenigen, die Arbeitslosengeld bekommen, gef&ouml;rdert wurden, waren es bei Empf&auml;ngern von Hartz IV nur gut drei Prozent. &bdquo;Statt nachhaltige Qualifizierung f&uuml;r geringqualifizierte Arbeitslose anzubieten, die ansonsten nur kurzfristig Erfolg auf dem Arbeitsmarkt haben, setzten Agenturen f&uuml;r Arbeit und Jobcenter lieber auf schnelle Vermittlung&ldquo; kritisiert Werner Hesse, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer im Parit&auml;tischen Gesamtverband. In der Konsequenz werden zu viele Menschen in Arbeitslosigkeit zur&uuml;ckgelassen und ihnen eine Qualifizierung als Schl&uuml;ssel f&uuml;r den nachhaltigen Arbeitsmarkterfolg verwehrt.<br>\nZus&auml;tzlich bestehen erhebliche Unterschiede bei den Arbeitsmarktchancen Geringqualifizierter in Ost und West. Obwohl das Arbeitslosigkeitsrisiko Ungelernter sich regional deutlich unterscheide, w&uuml;rden M&ouml;glichkeiten zu einem st&auml;rkeren Ausgleich der Risiken zu wenig genutzt. &bdquo;In der Qualifizierungsoffensive des Bundesarbeitsministers muss die F&ouml;rderung Arbeitsloser unter Ber&uuml;cksichtigung regionaler Bedarfe deutlich ausgebaut werden&ldquo; fordert deshalb Werner Hesse unter Bezugnahme auf eine j&uuml;ngst von Arbeitsminister Heil vorgeschlagene Initiative, die auf einen Ausbau der Fort- und Weiterbildung von Besch&auml;ftigten zielt.<br>\nDamit hiervon auch Arbeitslose profitieren, werden nach Angabe des Parit&auml;tischen eine verl&auml;ssliche Lebensunterhaltssicherung w&auml;hrend l&auml;ngerer Qualifizierungszeiten, neue F&ouml;rderschwerpunkte der Arbeitsverwaltung bei der Qualifizierung und besser passende Bildungsma&szlig;nahmen ben&ouml;tigt. Der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer pl&auml;diert f&uuml;r nachhaltige Chancen auf dem Arbeitsmarkt und Aufstieg durch Bildung. Die Kurzexpertise kann auf der Homepage des Parit&auml;tischen <a href=\"https:\/\/www.der-paritaetische.de\/fachinfos\/kaum-bildungsaufstieg-aus-arbeitslosigkeit-8211-expertise-der-paritaetischen-forschungsstelle-zur\/\">hier heruntergeladen werden<\/a>.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.der-paritaetische.de\/presse\/paritaetischer-kritisiert-fehlende-fort-und-weiterbildungen-fuer-arbeitslose\/\">Der Parit&auml;tisch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Ryanair-Flugbegleiterin packt aus: &ldquo;Wenn ihr f&uuml;r 20 Euro in den Urlaub fliegt, hat das seinen Preis&rdquo;<\/strong><br>\nSie muss ihre Verpflegung f&uuml;rs Flugzeug selbst mitbringen, verdient wenig &ndash; und bei Flugausf&auml;llen gar nichts: Hier berichtet eine Flugbegleiterin von Ryanair von ihren miserablen Arbeitsbedingungen.<br>\nDas Kabinenpersonal von Ryanair ist am Mittwoch in mehreren L&auml;ndern in Streik getreten. Zwei Tage lang wollen Flugbegleiter und Piloten nicht zur Arbeit erscheinen. Europas gr&ouml;&szlig;te Billigfluggesellschaft musste daher mitten in der Ferienzeit europaweit allein am Mittwoch um die 400 Fl&uuml;ge streichen. Die Kunden sind ver&auml;rgert, und das Management von Ryanair drohte als Konsequenz des Streiks mit Stellenstreichungen.<br>\nWas steckt hinter dem Streik? Hier berichtet eine Ryanair-Flugbegleiterin von miserablen Arbeitsbedingungen. Die Mitarbeiterin m&ouml;chte zu ihrem eigenen Schutz anonym bleiben.<br>\nLaut der Gewerkschaft Ver.di sind die meisten Flugbegleiterinnen bei Ryanair zwischen 18 und 30 Jahre alt und kommen aus wirtschaftlich gebeutelten Krisenl&auml;ndern in S&uuml;d- oder Osteuropa. Viele verlassen das Unternehmen nach kurzer Zeit wieder. Wer allerdings keine Fremdsprachen spricht, &ndash; Ryanair verlangt nur Englisch &ndash; dem falle ein Wechsel in Deutschland schwer. Und: Viele haben noch Schulden bei ihrem Arbeitgeber, da Flugbegleiter bis vor Kurzem ihre interne Kurzausbildung selbst zahlen mussten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/karriere\/ryanair-streik-flugbegleiterin-packt-ueber-miese-arbeitsbedingungen-aus-a-1220092.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em>An dieser Stelle stand urspr&uuml;nglich eine redaktionelle Anmerkung, die so nicht haltbar ist. Nach kritischen Hinweisen einiger Leser haben wir uns entschlossen, diese Anmerkung zu streichen (JB).<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die regionale Bedeutung des Handwerks f&uuml;r Besch&auml;ftigung und Ausbildung<\/strong><br>\nDie Zahl der Besch&auml;ftigten im Handwerk hat zwischen 2009 und 2015 um gut sechs Prozent zugenommen. Das klingt ordentlich, bleibt aber weit hinter der gesamtwirtschaftlichen Besch&auml;ftigungsdynamik zur&uuml;ck. Auch im Ausbildungsbereich verliert das Handwerk an Boden. Allerdings unterscheidet sich die Besch&auml;ftigungs- und Ausbildungssituation je nach Bundesland und Gewerbegruppe des Handwerks deutlich.<br>\nIn der &ouml;ffentlichen Diskussion und Berichterstattung zur aktuellen Lage im deutschen Handwerk zeigt sich ein sehr gemischtes Bild. Die Einsch&auml;tzungen reichen von einem Besch&auml;ftigungsaufbau quer durch das gesamte Handwerk bis hin zu eklatanten Personalengp&auml;ssen und existenzbedrohendem Nachwuchsmangel, von einem konjunkturellen Allzeithoch bei der Auftragslage bis hin zur Sorge um das Verschwinden vieler kleiner Handwerksunternehmen bei gleichzeitigem Wachstum der mittleren und gro&szlig;en.<br>\nDass die Lage im deutschen Handwerk uneinheitlich ist, best&auml;tigen auch aktuelle Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz des IAB. So verl&auml;uft die Entwicklung nicht nur von Region zu Region sehr unterschiedlich. In den einzelnen Gewerbezweigen des Handwerks variiert die Besch&auml;ftigungsdynamik ebenfalls stark.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.iab-forum.de\/die-regionale-bedeutung-des-handwerks-fuer-beschaeftigung-und-ausbildung\/\">IAB Forum<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Weniger Genehmigungen f&uuml;r R&uuml;stungsexporte<\/strong><br>\nDie Exportgenehmigungen f&uuml;r deutsche R&uuml;stungsg&uuml;ter sind im ersten Halbjahr 2018 stark zur&uuml;ckgegangen. Die Bundesregierung bewilligte zwischen Januar und Juni Exporte im Wert von 2,5 Milliarden Euro &ndash; das ist fast ein Drittel weniger als im Vorjahreszeitraum, als es noch 3,5 Milliarden Euro waren. Die Zahlen gehen aus einer Antwort des Wirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der Gr&uuml;nen hervor, die der Deutschen Presse-Agentur und dem Handelsblatt vorliegt.<br>\nHinter dem Einbruch der Genehmigungen wird die langwierige Regierungsbildung nach der vergangenen Bundestagswahl im September 2017 vermutet. Die R&uuml;stungsindustrie hatte sich in der halbj&auml;hrigen &Uuml;bergangszeit zwischen Wahl und Vereidigung des neuen Kabinetts dar&uuml;ber beschwert, dass Antr&auml;ge nur schleppend bearbeitet worden seien. Das sei auch an den Zahlen ablesbar: Demnach wurden im ersten Quartal nur R&uuml;stungsexporte im Wert von 880 Millionen Euro genehmigt. Seit die neue Regierung im Amt sei, h&auml;tten die Genehmigungen wieder angezogen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2018-07\/wirtschaftsministerium-deutschland-export-genehmigungen-regierungsbildung\">Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Tel Aviv hilft Islamisten<\/strong><br>\nDer israelische Ministerpr&auml;sident Benjamin Netanjahu hat den Abschuss eines syrischen Kampfjets im S&uuml;dwesten des Nachbarlandes durch die israelische Armee (IDF) als &raquo;angemessen&laquo; bezeichnet. Die syrischen Streitkr&auml;fte best&auml;tigten den Tod eines der zwei Piloten. Damaskus wirft Tel Aviv vor, mit dem Angriff &raquo;bewaffnete Terrorgruppen&laquo; zu unterst&uuml;tzen. Der Jet war im Einsatz gegen die &raquo;Khalid Ibn Al-Walid&laquo;-Armee im Jarmukbecken.<br>\nEin IDF-Sprecher gab an, der Kampfjet habe &raquo;israelischen Luftraum&laquo; verletzt und sei daraufhin mit zwei &raquo;Patriot&laquo;-Raketen abgeschossen worden. Vorher habe man sich vergewissert, dass es sich nicht um eine russische Maschine handelte. Erst am Wochenende, anl&auml;sslich der spektakul&auml;r inszenierten &raquo;Rettungsaktion&laquo; f&uuml;r die sogenannten Wei&szlig;helme, hatte ein IDF-Sprecher bekr&auml;ftigt, man halte sich im Syrien-Krieg an das Gebot der Nichteinmischung.<br>\nZum Abschuss des Kampfjets sagte ein namentlich nicht genannter Sprecher der syrischen Streitkr&auml;fte der Nachrichtenagentur SANA, das Flugzeug habe &uuml;ber dem Territorium der Arabischen Republik am Rande des Jarmukbeckens operiert. Syrische und jordanische Kampfjets h&auml;tten am Dienstag seit den fr&uuml;hen Morgenstunden das Gebiet im S&uuml;dwesten bombardiert, um die dort verbliebenen Terrorgruppen zu vertreiben. Das Einsatzzone entlang der Grenzen zu Jordanien und den von Israel besetzten Golanh&ouml;hen umfasste 50 Quadratkilometer.<br>\nWeil auch jordanische Kampfjets an den Angriffen teilnahmen, war die US-gef&uuml;hrte &raquo;Anti-IS-Allianz&laquo;, der Jordanien angeh&ouml;rt, &uuml;ber den Einsatz der syrischen Kampfjets informiert. Aufgrund der engen Koordination zwischen Israel, Russland und den USA d&uuml;rfte der IDF-F&uuml;hrung klargewesen sein, dass der Kampfjet &ndash; sollte er tats&auml;chlich den Luftraum &uuml;ber den besetzten Golanh&ouml;hen benutzt haben &ndash; nicht Israel, sondern die IS-Kampfverb&auml;nde im Jarmukbecken angreifen wollte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/336678.tel-aviv-hilft-islamisten.html\">Karin Leukefeld auf junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Ausnahme wird Zustand<\/strong><br>\nT&uuml;rkei verabschiedet autorit&auml;res &raquo;Antiterrorgesetz&laquo;. EU &uuml;berweist 400 Millionen Euro an Regime in Ankara<br>\nAm Mittwoch verabschiedete das t&uuml;rkische Parlament ein neues &raquo;Antiterrorgesetz&laquo;, das den staatlichen Beh&ouml;rden die Fortsetzung des am 19. Juli ausgelaufenen Ausnahmezustands (OHAL) erm&ouml;glicht. Letzterer war von Ankara nach dem Putschversuch vom Juli 2016 zur systematischen S&auml;uberung des &ouml;ffentlichen Dienstes von politischen Gegnern sowie zur Inhaftierung Zehntausender Oppositioneller verh&auml;ngt worden.<br>\nDas nun von der Gro&szlig;en Nationalversammlung mit den Stimmen von AKP und MHP beschlossene Gesetz sieht &auml;hnliche Einschr&auml;nkungen demokratischer Rechte vor wie der OHAL: Massenentlassungen von Beamten, weitreichende Einschr&auml;nkungen der Versammlungsfreiheit, Befugnisse zur Begrenzung der Mobilit&auml;t von unliebsamen Personen. Neu ist auch eine bis zu zwei Wochen dauernde versch&auml;rfte Untersuchungshaft, in der Gefangene vollst&auml;ndig isoliert werden k&ouml;nnen und kein Recht auf einen Anwalt haben. Diese Form der Ingewahrsamnahme gilt als besonders gef&auml;hrlich, da sie der Folter von Gefangenen T&uuml;r und Tor &ouml;ffnet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/336722.ausnahme-wird-zustand.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Wenn der Staat ein Loch ins Gef&auml;ngnis sprengen l&auml;sst<\/strong><br>\nUm V-Leute nah beim &bdquo;harten Kern&ldquo; der RAF zu platzieren, unternahmen die Beh&ouml;rden 1978 ein gewagtes Man&ouml;ver. Doch die Operation &bdquo;Celler Loch&ldquo; scheiterte, wurde Jahre sp&auml;ter publik &ndash; und zum Skandal.<br>\nEs donnerte genau um 2.54 Uhr morgens. Fortan war an die &uuml;bliche Nachtruhe in der Justizvollzugsanstalt Celle nicht mehr zu denken. Denn in der massiven sechs Meter hohen Au&szlig;enmauer des Gef&auml;ngnisses klaffte ein etwa 40 Zentimeter gro&szlig;es Loch. Allerdings war die Sprengladung zu schwach gewesen, auch die hochfesten Armierungen aus Spezialstahl zu zerfetzten. Deshalb konnte durch das bald sprichw&ouml;rtliche &bdquo;Celler Loch&ldquo; niemand aus der Haft entkommen.<br>\nDennoch ersch&uuml;tterte die Explosion am 25. Juli 1978 die deutsche Politik &ndash; mit einigen Jahren Versp&auml;tung allerdings erst. Denn auf den ersten Blick schien es, als handele es sich um einen gescheiterten Versuch, den in Celle inhaftierten linksextremen Gewaltt&auml;ter Sigurd Debus zu befreien.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/geschichte\/article179919530\/Verfassungsschutz-Wenn-der-Staat-ein-Loch-ins-Gefaengnis-sprengen-laesst.html\">Welt Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&ldquo;Die Tyrannei des Wachstums&rdquo;<\/strong><br>\nDer britische Anthropologe Jason Hickel zerpfl&uuml;ckt die immer wieder formulierte These, die armen L&auml;nder des S&uuml;dens k&ouml;nnten durch Entwicklung aufholen. In seinem Buch zeigt er, warum der bisherige Kampf gegen den Hunger erfolglos ist und warum es eine Revolution im Denken braucht.  &hellip;<br>\nDie Lebensverh&auml;ltnisse auf der Erde haben sich nach Hickels Erkenntnissen voneinander entfernt: So habe sich etwa die Einkommensl&uuml;cke zwischen Nord und S&uuml;d seit 1960 verdreifacht. Der S&uuml;den k&ouml;nnte heute besser da stehen, wenn der Norden sich nicht eingemischt h&auml;tte, schreibt der Autor. Denn als die L&auml;nder in Afrika, Asien und Lateinamerika ab den 1950er Jahren unabh&auml;ngig wurden, taten sie, was die fr&uuml;h industrialisierten L&auml;nder wie England oder die USA anfangs auch gemacht hatten.<br>\nSie f&ouml;rderten durch Z&ouml;lle, Subventionen und andere Schutzma&szlig;nahmen den Aufbau einer eigenen Industrie &ndash; mit Erfolg. In den 60er Jahren hatten diese L&auml;nder hohe Wachstumsraten, was auch Umverteilung erm&ouml;glichte. Die Lage f&uuml;r die Bev&ouml;lkerung verbesserte sich deutlich, f&uuml;r Jason Hickel ein &ldquo;postkoloniales Wirtschaftswunder&rdquo;.<br>\nDie L&auml;nder organisierten sich in der Gruppe der 77 und entwarfen sogar eine neue Weltwirtschaftsordnung, die aber am Widerstand des Nordens und den Umst&auml;nden des Kalten Kriegs scheiterte. Das Wohlstandsmodell des Westens beruhte seit der Kolonialzeit wesentlich auf dem S&uuml;den als billigem Rohstofflieferanten und Absatzmarkt f&uuml;r Produkte.<br>\nJason Hickel schreibt: &ldquo;Die developmentialistische Revolution &ndash; und die wachsende politische Macht des S&uuml;dens &ndash; nagte an den Fundamenten des Weltsystems, von dem Europa und die Vereinigten Staaten sich abh&auml;ngig gemacht hatten.&rdquo;<br>\nDer Autor beschreibt die Rolle der reichen L&auml;nder im armen S&uuml;den: Etliche progressive Regierungschefs in Entwicklungsl&auml;ndern wurden gest&uuml;rzt oder ermordet: Mohammad Mossadegh im Iran, Thomas Sankara in Burkina Faso oder Patrice Lumumba im Kongo. Der Westen verhalf reihenweise Diktatoren zur Macht.<br>\nJason Hickel: &ldquo;Die Tyrannei des Wachstums. Wie globale Ungleichheit die Welt spaltet und was dagegen zu tun ist&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/jason-hickel-die-tyrannei-des-wachstums.1310.de.html?dram:article_id=422158\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> Lesen Sie dazu auch den Beitrag &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45160\">Brennpunkt Afrika &ndash; Auch wenn die Debatte unbequem ist, m&uuml;ssen wir sie endlich f&uuml;hren<\/a>&ldquo; auf den NachDenkSeiten. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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