{"id":45202,"date":"2018-07-30T08:15:22","date_gmt":"2018-07-30T06:15:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45202"},"modified":"2018-07-30T08:15:22","modified_gmt":"2018-07-30T06:15:22","slug":"hinweise-des-tages-3171","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45202","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45202#h01\">Ausbeutung der &Auml;rmsten muss beendet werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45202#h02\">F&uuml;r eine linke Alternative Bollwerk gegen rechts<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45202#h03\">Macron plant neue &ldquo;antipopulistische&rdquo; Fraktion im Europaparlament<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45202#h04\">Ukraine: Der Schuldenberg w&auml;chst, L&ouml;hne und Renten sinken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45202#h05\">Jeff Halper: &Uuml;ber Israels neues Nationalit&auml;tengesetz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45202#h06\">Vorschlag vom Berliner Sozialgericht BAf&ouml;G-Sch&uuml;ler soll Zelt auf Balkon untervermieten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45202#h07\">Milford Edge &ndash; The not so canny Castilian<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45202#h08\">Argentiniens Wut auf den Pr&auml;sidenten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45202#h09\">Teil der Front<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45202#h10\">Ein &bdquo;Ehrgef&uuml;hl&ldquo;, das nicht nur in Essen fehl am Platz ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45202#h11\">Asyl: Wenn Politik die Menschenw&uuml;rde antastet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45202#h12\">&Ouml;zil<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45202#h13\">Kernkraftwerk-Techniker wird zum potentiellen Terroristen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45202#h14\">Polen will Arbeiter auf den Philippinen anwerben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45202#h15\">Sicherheitskontrollchaos am M&uuml;nchner Flughafen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45202#h16\">AfD abermals f&uuml;r Schusswaffeneinsatz an deutscher Grenze<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45202#h17\">Anmerkungen aus linker, queerer Sicht zum offenen Brief des LSVD an Sahra Wagenknecht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45202#h18\">Professor fordert deutsche Atombombe<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ausbeutung der &Auml;rmsten muss beendet werden<\/strong><br>\nDie deutsche Wirtschaft w&auml;chst und auch die Gewerkschaften erk&auml;mpfen h&ouml;here L&ouml;hne &ndash; trotzdem werden Millionen Menschen in diesem Jahr nicht mehr, sondern weniger Geld im Portemonnaie haben. Denn nur noch jeder zweite Besch&auml;ftigte arbeitet unter dem Schutz eines Tarifvertrags. Auch die Zahl der Betriebsr&auml;te nimmt ab. Ob im Handel oder Gastgewerbe, auf dem Bau, im verarbeitenden Gewerbe oder der Logistikbranche: Das professionelle Mobbing von Gewerkschaften und Betriebsr&auml;ten hat ebenso zugenommen wie die Tarifflucht der Unternehmen. Dabei sind gerade Fl&auml;chentarifvertr&auml;ge sehr wichtig, da sie f&uuml;r fairen Wettbewerb sorgen und verhindern, dass ganze Besch&auml;ftigtengruppen sozial &bdquo;abgeh&auml;ngt&ldquo; werden.<br>\nNach einer Studie des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung haben rund 40 Prozent der Bev&ouml;lkerung heute weniger Geld zur Verf&uuml;gung als Ende der 90er Jahre. Bei den unteren 20 Prozent der Einkommenspyramide gingen die Bruttojahresl&ouml;hne seit Beginn der 90er Jahre sogar um mehr als ein Drittel zur&uuml;ck. An diesem Trend hat auch die Einf&uuml;hrung des Mindestlohns kaum etwas ge&auml;ndert, da einige Vollzeit-Geringverdiener seitdem weniger arbeiten.<br>\nTrotzdem war die Einf&uuml;hrung einer gesetzlichen Lohnuntergrenze ein Schritt in die richtige Richtung. Wenn eine knappe Mehrheit der Erwerbst&auml;tigen nicht mehr durch eigene Organisationen vertreten und gesch&uuml;tzt wird &ndash; etwa weil die Digitalisierung und Fragmentierung der Arbeitswelt eine Organisierung erschwert oder weil Unternehmen Tarifflucht und Union-Busting betreiben &ndash; muss der Gesetzgeber eingreifen. So m&uuml;sste der Mindestlohn auf &uuml;ber 12 Euro brutto die Stunde angehoben werden, damit Besch&auml;ftigte im Rentenalter nicht den Gang zum Sozialamt antreten m&uuml;ssen. Dem Lohndumping &uuml;ber Werkvertr&auml;ge, Leiharbeit, Minijobs oder sachgrundlose Befristungen m&uuml;sste ein Riegel vorgeschoben werden.<br>\nVor allem aber sollte die Allgemeinverbindlicherkl&auml;rung von Tarifvertr&auml;gen erleichtert werden, damit Lohnerh&ouml;hungen auch dort ankommen, wo sie am n&ouml;tigsten sind. Schlie&szlig;lich braucht es mehr wirksame Kontrollen in den Betrieben sowie abschreckende Strafen f&uuml;r Unternehmen, die Mindestl&ouml;hne unterlaufen, Bestimmungen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz ignorieren oder die Mitbestimmung durch Betriebsr&auml;te verhindern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr.de\/wirtschaft\/gastwirtschaft\/loehne-ausbeutung-der-aermsten-muss-beendet-werden-a-1552569\">Sahra Wagenknecht  in der Frankfurter Rundschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>F&uuml;r eine linke Alternative Bollwerk gegen rechts<\/strong><br>\nDie gro&szlig;e Koalition stellt sich gegen Rechtspopulisten &ndash; und &uuml;bernimmt dennoch deren Themen ohne eigene Perspektiven. Das f&uuml;hrt zu nichts. Wir br&auml;uchten nichts weniger als eine Revolte.<br>\nDie meisten rot-rot-gr&uuml;nen Gespr&auml;chskreise existieren nicht mehr und wenn wir ehrlich sind, fanden sie bei keiner der drei Parteispitzen jemals ernsthafte Resonanz. Zu stark waren die gegenseitigen Bei&szlig;reflexe. Reflexe, die trotz der rechten Bedrohung, trotz der (zusammengenommenen) Verluste weiter dominieren. Die Mitgliederzahl der SPD, Linken und Gr&uuml;nen betrug 1995 zusammen noch knapp 1 Mio. Sie hat sich in 21 Jahren auf 550.000 fast halbiert. 1998 erreichten die drei Parteien bei den Bundestagswahlen noch 52,7%, gut 10 Jahre sp&auml;ter dann nur noch 45,6% und 2017 nur noch 38,6% der Stimmen.<br>\nWenn die Parteien sich nicht grundlegend &auml;ndern, gehen sie unter.<br>\nImmer mehr Bewegung findet dagegen zwischen und neben den Parteien statt. Viele Engagierte &ndash; vor allem j&uuml;ngere Menschen &ndash; werden in keiner Partei mehr Mitglied, scheuen die Vereinnahmung, bilden aber ein immer wichtigeres Potential, um die Gesellschaft zu ver&auml;ndern. [&hellip;]<br>\nDie Zeit der herk&ouml;mmlichen Parteien wird zu Ende gehen, wenn sie sich weiter weigern, sich grundlegend zu erneuern. Dies gilt insbesondere f&uuml;r Mitte-Links-Parteien, von denen man zwar einen Aufbruch und auch Visionen erwartet, die aber h&auml;ufig strukturkonservativ gepr&auml;gt sind und mehr und mehr zu Wahlvereinen verkommen.<br>\nDabei w&auml;re gerade jetzt eine Alternative zum neoliberalen Mainstream, ein Bollwerk gegen die rechte Bewegung, so notwendig. Die Ungleichheit wird zementiert, Leistung lohnt sich immer seltener, die soziale Mobilit&auml;t nimmt ab. Erfolg und Chancen h&auml;ngen immer mehr davon ab, wie gebildet und vor allem wie reich die Eltern sind. [&hellip;]<br>\nNationalistische Rechtskonservative oder liberale Konservative &ndash; es gibt mehr Alternativen als das.<br>\nEs ist das Zeitalter der neuen Komplexit&auml;t und der neuen Konfusion. Die Republik ist strategisch sprachlos. Die neoliberale, starre Politik wird als alternativlos dargestellt. Ideen oder gar Visionen werden verunglimpft, verh&ouml;hnt oder ignoriert. &bdquo;Weiter so&ldquo; und &bdquo;wir schaffen das&ldquo; ersetzen die Perspektive. Es wird uns vorgegaukelt, man h&auml;tte nur noch die Wahl zwischen nationalistischen Rechtskonservativen und liberalen Konservativen. Das sp&auml;tkapitalistische neoliberale System mit einer steigenden Ungleichheit st&uuml;tz beide Richtungen. Viele unterst&uuml;tzen Merkels konturlose Alternativlosigkeit, wenn damit nur ein wenig scheinbare Liberalit&auml;t verteidigt wird. Die ganz gro&szlig;e Koalition stellt sich gegen Rechtspopulisten &ndash; und &uuml;bernimmt dennoch deren Themen ohne eigene Perspektiven. Wir br&auml;uchten nichts weniger als eine Revolte, einen Ausbruch aus der Komfortzone. Die Wahl des kleineren &Uuml;bels wird uns nicht helfen. [&hellip;]<br>\nWir m&uuml;ssen uns aber die Sprachhoheit zur&uuml;ck erk&auml;mpfen. Wir m&uuml;ssen Begriffe umdeuten, neue entwickeln &ndash; eine Offenheit zur&uuml;ckzugewinnen. Es ist wichtig, eine gemeinsame Sprache zu entwickeln, die nicht nur eine Abwehrreaktion ist. [&hellip;]<br>\nWir brauchen eine linke Sammlungsbewegung, weil ein &ldquo;weiter so&rdquo; nicht zu akzeptieren ist.<br>\nRaus aus der Wagenburg und den Elfenbeint&uuml;rmen. &Ouml;ffnen und sammeln. Deshalb ist es gut, wenn sich eine linke Sammlungsbewegung gr&uuml;ndet. Warum erstmal gegen sie kl&auml;ffen? Wir haben unl&auml;ngst die Progressive Soziale Plattform mit &uuml;ber 5.000 Unterst&uuml;tzer*innen ins Leben gerufen (<a href=\"http:\/\/www.plattform.pro\">plattform.pro<\/a>). Wir sind Sozialdemokrat*innen und Parteilose, die kein &bdquo;weiter so&ldquo; wollen, die sich nicht vereinnahmen lassen wollen von Parteistrukturen. Wir wollen aufbegehren: Offen, konstruktiv und vehement. Wir wollen vernetzen &ndash; auch mit anderen Sammelbewegungen.<br>\n[&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/causa.tagesspiegel.de\/politik\/ist-die-zeit-reif-fuer-eine-linke-sammlungsbewegung\/bollwerk-gegen-rechts.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Bei der hier vorgestellten &bdquo;Progressiven Sozialen Plattform&ldquo; handelt es sich &uuml;brigens nicht um die Sammlungsbewegung der Aktiven rund um Sahra Wagenknecht. W&auml;re es nicht sinnvoller Seit&acute; an Seit&acute; gemeinsam und nicht getrennt zu marschieren?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Macron plant neue &ldquo;antipopulistische&rdquo; Fraktion im Europaparlament<\/strong><br>\nIm letzten Jahr wurde Emmanuel Macrons neue Partei La R&eacute;publique en Marche auf Anhieb st&auml;rksten Kraft bei den franz&ouml;sischen Parlamentswahlen (vgl. Macron: Mehrheit der Parlamentssitze, aber nicht der Stimmen). Die Sozialdemokraten, denen Macron vorher angeh&ouml;rte, gingen dabei praktisch unter. Anhaltspunkte daf&uuml;r, dass sich an diesem neuen Kr&auml;fteverh&auml;ltnis bei den Europawahlen im n&auml;chsten Mai etwas Grundlegendes &auml;ndern wird, gibt es bislang nicht.<br>\nEinem Bericht der Welt am Sonntag nach will Macron seine Partei im Europaparlament nicht der sozialdemokratischen S&amp;D-Fraktion anschlie&szlig;en, wo sie wahrscheinlich nur die zweite Geige hinter der dominierenden deutschen SPD spielen w&uuml;rde, sondern eine neue Fraktion gr&uuml;nden &ndash; die &ldquo;Progressiven Demokraten&rdquo;, die f&uuml;r eine &ldquo;Neuordnung der politischen Landschaft&rdquo; sorgen sollen: Wo fr&uuml;her &ldquo;rechts gegen links&rdquo; stand, soll es k&uuml;nftig &ldquo;progressiv gegen populistisch&rdquo; hei&szlig;en. [&hellip;]<br>\nDieses B&uuml;ndnis m&ouml;chte Macron dem WamS-Bericht nach am liebsten ganz schlucken &ndash; mitsamt der deutschen FDP, deren Europaabgeordnete Nadja Hirsch der Zeitung sagte, die Liberalen m&uuml;ssten ihre Kr&auml;fte b&uuml;ndeln, um dem Populismus in Europa etwas entgegenzusetzen&rdquo; und es k&ouml;nne sein, &ldquo;dass der Name ALDE nicht bestehen bleibt, weil es eine neue proeurop&auml;ische liberale Bewegung geben wird&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Macron-plant-neue-antipopulistische-Fraktion-im-Europaparlament-4122499.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> So, so. Die FDP soll dann im Europaparlament unter dem Label &bdquo;antipopulistisch&ldquo; laufen? Was machen die dann? Sich &uuml;ber den Populismus ihres Parteichefs Lindner beschweren? Das Ganze ist wirklich nur noch absurd.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ukraine: Der Schuldenberg w&auml;chst, L&ouml;hne und Renten sinken<\/strong><br>\nAuf ihrem EU-Ukraine-Gipfeltreffen versuchte die EU am 9. Juli dennoch Optimismus zu verbreiten. In der Gipfel-Erkl&auml;rung begr&uuml;&szlig;ten die Staatschefs &ldquo;die erhebliche Zunahme der bilateralen Handelsstr&ouml;me und die effektive Umsetzung der visafreien Regelung&rdquo;. Dass diese Art der Zusammenarbeit absehbare Folgesch&auml;den f&uuml;r beide Arbeitsm&auml;rkte, den der Ukraine und den der EU-Staaten, bereith&auml;lt, will in Br&uuml;ssel bisher niemand zur Kenntnis nehmen. (&hellip;)<br>\nObwohl der Kommission etwa die endemische Korruption bekannt ist, reichte sie weitere Mittel an die ukrainische Regierung raus, obwohl zu bef&uuml;rchten steht, dass das Geld gr&ouml;&szlig;tenteils unkontrolliert verschwindet. Ende Juni billigte der EU-Rat hat eine Makrofinanzhilfe in H&ouml;he von einer Milliarde Euro f&uuml;r die Ukraine. Auf die Frage des Linken-Abgeordneten Andrej Hunko, welchen Effekt die Bundesregierung durch den neuen Kredit f&uuml;r das kommende Wahljahr 2019 erwartet, erkl&auml;rte das Finanzministerium unverbl&uuml;mt: &ldquo;Ziel der Makrofinanzhilfe ist es, einen Beitrag zur wirtschaftlichen Stabilisierung des Landes zu leisten.&rdquo;<br>\nTats&auml;chlich ist das Land hochverschuldet und ausgerechnet im kommenden Wahljahr 2019 steht die R&uuml;ckzahlung zahlreicher Kredite an. In der Antwort der Bundesregierung summieren sich die Einzelposten in den vergangenen Jahren auf bis zu 12,8 Milliarden Euro &ndash; alleine an EU-Mitteln. So stammen etwa drei Milliarden Euro von der Europ&auml;ischen Investitionsbank, weitere 2,7 Milliarden von der Europ&auml;ischen Bank f&uuml;r Wiederaufbau, sowie 879 Millionen Euro aus &ldquo;bilaterale EU-Hilfen&rdquo; f&uuml;r allerlei Staatsaufgaben.<br>\nWeitere 11 Milliarden Euro zahlte der IWF seit April 2014 aus, wobei die bereits bewilligte Summe weit h&ouml;her liegt. Zu anderen &Uuml;berweisungen internationaler Geber, etwa durch Banken oder aus Sonderfonds der US-Regierung, war die Bundesregierung nicht auskunftsf&auml;hig. Das Pentagon bewilligte k&uuml;rzlich erneut 200 Millionen Dollar f&uuml;r ukrainische Milit&auml;rausgaben. F&uuml;r das Geld werden Milit&auml;rtechnik und Ausr&uuml;stung aus den USA angeschafft. (&hellip;)<br>\nAndererseits schleift das Land auf Druck der Geldgeber &ldquo;handelsbeschr&auml;nkende Ma&szlig;nahmen&rdquo;, die bisher die Reste eines Sozialsystems und den Binnenmarkt sch&uuml;tzten. So machen die EU und der IWF Druck, dass die ukrainische Regierung endlich die Beschr&auml;nkungen f&uuml;r den Verkauf von Ackerland aufhebt, an dem internationale Investoren gro&szlig;es Interesse haben. Au&szlig;erdem soll das Ausfuhrverbot f&uuml;r Rundh&ouml;lzer demn&auml;chst abgeschafft werden.<br>\nDie Ukraine verf&uuml;gt &uuml;ber 43 Millionen Hektar an fruchtbaren Schwarzerde-B&ouml;den und war historisch die Kornkammer der Sowjetunion. Allerdings sind der private Besitz und der Verkauf von mehr als 2 Hektar verboten, Ausl&auml;nder d&uuml;rfen bisher &uuml;berhaupt kein Land kaufen. Die ukrainischen Bauern bewirtschaften die riesigen Fl&auml;chen bisher auf der Basis von Pacht. Aktuell &uuml;ben die EU, der IWF und die Weltbank massiven Druck aus, dieses &ldquo;Moratorium f&uuml;r den Verkauf von Ackerland&rdquo; abzuschaffen. (&hellip;)<br>\nEin anderes &ldquo;Reformprojekt&rdquo; besteht in der von der EU und dem IWF geforderten Rentenreform. Nicht zuletzt dank der sprunghaft gestiegenen Auswanderung steigt der Altersdurchschnitt der Ukraine schnell an. Schon den vergangenen vier Jahren hat die Poroschenko-Regierung die Renten auf ein Drittel der Durchschnittsrente zusammengek&uuml;rzt. Aktuell bezieht ein Ruhest&auml;ndler durchschnittlich 70 Euro im Monat. Die internationalen Geldgeber fordern, das gesetzliche Rentenalter zu erh&ouml;hen und die Fr&uuml;hpensionierung einzuschr&auml;nken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Ukraine-Der-Schuldenberg-waechst-Loehne-und-Renten-sinken-4121340.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Also alles zum Wohle des Westens: Milit&auml;risch (Aussicht auf NATO-Mitgliedschaft) und &ouml;konomisch (ein neuer Markt). Es d&uuml;rfte nun deutlicher werden, dass es insbesondere Deutschland und den USA nicht um Demokratie und Freiheit f&uuml;r die B&uuml;rger in der Ukraine geht, sondern um eigene Interessen. Aber dennoch scheint das Bild vom &bdquo;b&ouml;sen Russen&ldquo; zumindest in den hiesigen medialen Berichterstattungen zu funktionieren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Jeff Halper: &Uuml;ber Israels neues Nationalit&auml;tengesetz<\/strong><br>\nDas neue J&uuml;dische Nationalit&auml;tsgesetz, das gerade erlassen worden ist, macht die Realit&auml;t israelischer Apartheidspolitik deutlich und offiziell. Wir m&uuml;ssen nun nicht l&auml;nger dar&uuml;ber diskutieren, ob es ein Apartheidsregime zwischen dem Mittelmeer und dem Jordantal gibt. Es gibt es!<br>\nDoch ist das j&uuml;dische Nationalit&auml;tsgesetz nur eine offizielle Erkl&auml;rung, sozusagen die Kirsche auf dem Eisbecher der Apartheid. Es schreibt lediglich formell Israels Apartheid fest. Jedoch hat es seine Basis auf einer ganzen Reihe von Gesetzen und Verordnungen, die ihm Substanz verleihen; Gesetze, die bereits in den letzten Jahren verabschiedet worden sind und solche, die es demn&auml;chst werden. Ich f&uuml;hre sie im Folgenden noch einmal auf:\n<ul>\n<li>Das Regulierungsgesetz (Hok Hahasdara) erlaubt Israel im Nachhinein Siedlungen zu legalisieren, die auf privatem pal&auml;stinensischem Land errichtet worden sind.<\/li>\n<li>Die Milit&auml;rverordnung 1797 hebt das jordanische Planungsrecht in der West Bank auf und legalisiert die Zerst&ouml;rung tausender pal&auml;stinensischer H&auml;user. <\/li>\n<li>Das Gesetz, dass die israelische Souver&auml;nit&auml;t &uuml;ber die West Bank erkl&auml;rt (bzw. zumindest &uuml;ber die C-Zone und die Siedlungen) <\/li>\n<li>Das Gro&szlig;-Jerusalem Gesetz, durch welches Ma&rsquo;aleh Adumin und die Siedlungen des Ezion Blocks nach Jerusalem eingemeindet werden. Dadurch gelangen 150000 j&uuml;dische W&auml;hler in die Wahllisten, w&auml;hrend gleichzeitig 150000 pal&auml;stinesische Jerusalemer ihr Stimmrecht verlieren. So soll ein &lsquo;j&uuml;disches Jerusalem&rsquo; sichergestellt werden. <\/li>\n<li>Das Volksabstimmungsgesetz besagt, das kein Teil des Landes Israel ohne eine Volksabstimmung aufgegeben werden darf (gemeint ist die West Bank, Jerusalem und der Golan). Damit verlieren zuk&uuml;nftige Regierungen die Verhandlungsvollmachten hier&uuml;ber. <\/li>\n<li>Das Breaking the Silence Gesetz verbietet Gruppen und kritischen Israelis, die gegen die Besatzung sind, in israelischen Schulen zu sprechen. <\/li>\n<li>Das V-15 Gesetz hindert Graswurzelbewegungen, die sich am politischen Prozess oder am Wahlkampf beteiligen wollen, daran, Geld zu sammeln oder sich effektiv zu organisieren.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Einf&uuml;hrung der Todesstrafe f&uuml;r Menschen, die wegen Terrorismus verurteilt worden sind. (&hellip;)<br>\nDa die Zwei-Staaten-L&ouml;sung von Israel eliminiert worden ist, und, wie ich hoffe, apartheid inakzeptabel ist, bleibt eigentlich nu rein Ausweg aus dieser Trag&ouml;die: der Apartheidsstaat muss in einen demokratischen Staat mit gleichen Rechten f&uuml;r alle seine Bewohner umgewandelt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/nahost-forum-bremen.de\/?p=8601#more-8601\">nahost-forum bremen<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Vorschlag vom Berliner Sozialgericht BAf&ouml;G-Sch&uuml;ler soll Zelt auf Balkon untervermieten<\/strong><br>\nDie Wohnungsnot in Berlin f&uuml;hrt zu immer groteskeren F&auml;llen: Das Sozialgericht der Hauptstadt hat jetzt einen Sch&uuml;ler aufgefordert, Teile seiner gerade einmal 28 Quadratmeter kleinen Wohnung unterzuvermieten.<br>\nAllen Ernstes verweisen die Richter auf eine WG-Anzeige, in der Schlafpl&auml;tze in einem Zelt auf einem K&uuml;chenbalkon f&uuml;r 260 Euro angeboten wurden. F&uuml;r den selben Preis, so die Richter, k&ouml;nnte man auch eine Couch untervermieten. Das sei &ldquo;m&ouml;glich und wirtschaftlich interessant&rdquo;: Bis zu 39 Euro f&uuml;r einen Tag k&ouml;nne man damit erzielen.<br>\nBei sparsamer Lebensweise werde der Sch&uuml;ler so &uuml;ber die Runden kommen. Der Sch&uuml;ler, urspr&uuml;nglich als Asylbewerber nach Deutschland gekommen und geduldet, bezieht als inzwischen Vollj&auml;hriger BAf&ouml;G in H&ouml;he von rund 500 Euro. Im Eilverfahren wollte der junge Mann eine Aufstockung der bescheidenen Zuwendung erwirken.<br>\nDie Anw&auml;lte des Kl&auml;gers wollen den Bescheid des Sozialgerichtes nicht hinnehmen und haben Beschwerde eingelegt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/berlin\/vorschlag-vom-berliner-sozialgericht-bafoeg-schueler-soll-zelt-auf-balkon-untervermieten-31030438\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin A.F.:<\/strong> Kommen wir langsam wieder dahin, dass mehrere Leute sich ihr Bett mit anderen Schlafmietern in Wechselschicht teilen m&uuml;ssen?!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Milford Edge &ndash; The not so canny Castilian<\/strong><br>\nIn Germany around year 2010 numerous leading politicians including ministers had to resign as it was revealed that they had copiously plagiarised or had not written their own dissertations. In Spain things seem to be no better, especially if a politician is a member of the conservative Partido Popular. Europe&acute;s political elite lives in a neo-liberal world where values like hard work and just rewards are no longer valid. Their view of democracy is equally ambivalent.<br>\nA week ago today, Pablo Casado comfortably defeated Soraya S&aacute;enz de Santamar&iacute;a in the run-off for the leadership of the conservative Partido Popular (PP) achieving 57% of the delegates&rsquo; votes. The ballot was forced when previous leader, Mariano Rajoy, agreed to step down after the G&uuml;rtel scandal (corruption a massvie corruption affair involving the PP in which many high ranking members were sentenced to long prison terms) prompted the Partido Socialista Obrero Espa&ntilde;ol (PSOE) to trigger a vote of no confidence in the government, which duly fell. However, Pablo Casado might himself last only weeks in the job due to the master&rsquo;s degree-for-nothing scandal that has dogged him since before the leadership campaign began.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/braveneweurope.com\/milford-edge-the-not-so-canny-castilian\">Brave New Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Argentiniens Wut auf den Pr&auml;sidenten<\/strong><br>\nArgentiniens Wirtschaft schw&auml;chelt und die Regierung setzt wegen des IWF-Kredits den Rotstift an. Die Zahl der Jobs ist r&uuml;ckl&auml;ufig und Lebensmittel angesichts der Pesos-Abwertung teuer. Besonders hart trifft es die Mittel- und Unterschicht: Das Geld reicht nicht, um das N&ouml;tigste zu kaufen. [&hellip;]<br>\nMehr als dreieinhalb Millionen Kinder und Jugendliche erhalten Sozialhilfen, die die linksperonistische Pr&auml;sidentin Cristina Kirchner 2009 einf&uuml;hrte und ihr liberaler Nachfolger Mauricio Macri fortf&uuml;hrt. Doch diese k&ouml;nnten die strukturelle Armut von einem knappen Drittel der Bev&ouml;lkerung nur lindern, meint Soziologe Donza:<br>\n&ldquo;Plus minus drei&szlig;ig Prozent unserer Bev&ouml;lkerung hat zu geringe Eink&uuml;nfte, um in W&uuml;rde leben zu k&ouml;nnen. Die Hilfen f&uuml;r Familien mit Kindern reichen gerade mal daf&uuml;r aus, ihre Ern&auml;hrung sicherzustellen. Aber sie holen die Leute nicht aus der Armut. Daf&uuml;r m&uuml;sste sich der Arbeitsmarkt nachhaltig verbessern.&rdquo;<br>\nDoch das zeichnet sich nicht ab. Zwar hatte es 2017 einen sp&uuml;rbaren Aufschwung gegeben, doch seit einigen Monaten ist die Zahl der Jobs wieder r&uuml;ckl&auml;ufig. Das liegt an der geschrumpften wirtschaftlichen Aktivit&auml;t. Gerade kleine und mittlere Firmen und Gesch&auml;fte, die Arbeitspl&auml;tze schaffen k&ouml;nnten, haben mit schwierigen Rahmenbedingungen zu k&auml;mpfen: Konsumflaute, kaum Zugang zu Krediten und gestiegene Energiepreise.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/die-naechste-krise-argentiniens-wut-auf-den-praesidenten.799.de.html?dram:article_id=424072\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><strong>dazu auch: Argentina: Loans upon Loans<\/strong><br>\nSHARMINI PERIES: Michael, why is it that Argentina needs such a huge credit line from the IMF?<br>\nMICHAEL HUDSON: For precisely the reason that you explained. Its neoliberal policy aims at rolling back the wage increases and employment that Mrs. Kirschner, the former president, achieved. So it&rsquo;s part of the class war to shrink the economy. To lower wages, you have to cut back business so as to cut back employment. Like almost all IMF loans, the purpose is to subsidize capital flight out of Argentina before this austerity occurs, so that wealthy Argentinians can take their money and run before the currency collapses.<br>\nThe loan will indebt Argentina so much that its currency will continue to go down and down, chronically wrecking the economy. That&rsquo;s what the IMF does. That&rsquo;s its business plan. It makes a loan to subsidize capital flight, emptying out the economy of cash, leading the currency to collapse, as it has recently collapsed. As soon as the $50 billion was expended, wasted in letting wealthy Argentinians take their pesos, convert them into dollars, move them offshore &ndash; to the United States, to England, to the Dutch West Indies, and offshore banking centers &ndash; then they let the currency collapse.<br>\nThe IMF model&rsquo;s basic assumption, which it&rsquo;s announced for the last 50 years, is that when you depreciate a currency, what you&rsquo;re really lowering is the price of labor. Raw materials and capital have an international price. But when a currency goes down, it makes imports much more expensive, and that causes a price umbrella over the cost of living. Labor has to pay a higher domestic price for grain, food, oil and gas, and for everything else.<br>\nSo what Macri has done is to agree with the IMF to wage class war with a vengeance. Devaluation leaves Argentina so hopelessly indebted that it can&rsquo;t possibly repay the IMF loan. So what we&rsquo;re seeing is a replay of what happened in 2001.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/michael-hudson.com\/2018\/07\/argentina-loans-upon-loans\/\">Michael Hudson<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Teil der Front<\/strong><br>\nDie formal b&uuml;ndnisfreien Staaten Schweden und Finnland lassen sich immer enger in die Strategie der NATO einbinden und beteiligen sich an Man&ouml;vern der Milit&auml;rallianz. Der Gegner hei&szlig;t Russland<br>\nEntgegen den wenn auch nur latenten Hoffnungen Moskaus, die Wahl Donald Trumps zum US-Pr&auml;sidenten im November 2016 k&ouml;nnte einen Wandel in den Beziehungen beider L&auml;nder bewirken, erkl&auml;rten die USA in ihrer gut ein Jahr sp&auml;ter verabschiedeten nationalen Sicherheitsdoktrin neben China und Iran vor allem Russland offen zu einem Feindstaat. Bei aller Unberechenbarkeit Trumps zeigte sich der russische Pr&auml;sident Wladimir Putin allerdings dennoch gewillt, dessen Verhalten als Ausdruck innenpolitischer Auseinandersetzungen zwischen dem Staatsoberhaupt und den traditionellen Repr&auml;sentanten der US-Au&szlig;enpolitik zu werten.<br>\nDies auch vor dem Hintergrund, dass eine nicht geringe Zahl von L&auml;ndern &ndash; nicht nur in der westlichen Milit&auml;rallianz &ndash; mit weiter gewachsener Militanz eine antirussische Konfrontationspolitik verfolgt. Die NATO- und EU-Staaten beteiligen sich nahezu geschlossen an einer Aufr&uuml;stungs-, Propaganda- und Verleumdungskampagne gegen Russland. Das Vorgehen wird unter Hinweis auf den 2014 immerhin durch eine Volksabstimmung legitimierten Anschluss der Krim an Russland, aber auch auf Russlands milit&auml;rische und r&uuml;stungspolitische Gegenma&szlig;nahmen (etwa die Entwicklung von teilweise neuartigen strategischen Waffensystemen und Man&ouml;ver in den westlichen Milit&auml;rbezirken des Landes sowie der Arktis) begr&uuml;ndet und mit forciertem politischem Boykott und wirtschaftlichen Sanktionen untermauert.<br>\nDie Tatsache, dass der am 14. April seitens der USA, Gro&szlig;britanniens und Frankreichs ausgef&uuml;hrte Bombenangriff auf Syrien eine ernsthafte und schwer kalkulierbare Zuspitzung der internationalen Lage bedeutete, wurde von der Bev&ouml;lkerungsmehrheit der Staaten des Westens so gut wie nicht wahrgenommen. Die von der syrischen Staatsf&uuml;hrung ins Land gerufenen russischen Truppen als v&ouml;lkerrechtlich legitimierte B&uuml;ndnispartner liefen Gefahr, von eventuell fehlgesteuerten Raketen oder Bomben der drei Angreiferstaaten getroffen zu werden. Die Tendenz zu einer weiteren Zuspitzung ist trotz formaler Wiederbelebung des NATO-Russland-Rates unverkennbar. Die fortschreitende Militarisierung der EU im Rahmen einer &raquo;Permanenten strukturierten Zusammenarbeit&laquo; (Pesco) nimmt unverh&uuml;llt Bezug auf eine vermeintlich von Russland ausgehende Bedrohung. Das hat Auswirkungen auf die Milit&auml;rstrategie im Norden Europas.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/336913.teil-der-front.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers Peter Naumann:<\/strong> Ausf&uuml;hrlicher aufschlu&szlig;reicher faktenfreudiger Beitrag zu einem aktuellen hochbrisanten Thema.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Ein &bdquo;Ehrgef&uuml;hl&ldquo;, das nicht nur in Essen fehl am Platz ist<\/strong><br>\nDas Mordkomplott eines syrischen Clans in Essen zeigt die Fehler der Asylpolitik. Es sind zu viele Menschen im Land, die hier nicht hingeh&ouml;ren.<br>\nDen ebenso fassungslosen wie klaren Aussagen der Essener Staatsanw&auml;lte und Polizisten ist anzumerken, dass der versuchte &bdquo;Ehrenmord&ldquo; in Huttrop kein x-beliebiger Kriminalfall f&uuml;r sie ist. Verst&auml;ndlich. Die kulturell bedingte Selbstverst&auml;ndlichkeit ist verst&ouml;rend, mit der ein syrischer Familienclan mitten in Essen meinte, sein durch und durch krankes &bdquo;Ehrgef&uuml;hl&ldquo; in Bezug auf Geschlechterbeziehungen mit einem brutalen Mordkomplott unterstreichen zu m&uuml;ssen.<br>\nDer Fall ist zudem eine bodenlose Unversch&auml;mtheit gegen&uuml;ber dem Gastland, das diese so genannten Fl&uuml;chtlinge aufnahm und seither in der Regel auf Kosten der Allgemeinheit versorgt. Alle Beteiligten wissen ganz genau, dass solche Verhaltensweisen in Deutschland h&ouml;chst unerw&uuml;nscht sind. Es k&uuml;mmert sie nicht. Die Kulturen der Gewalt, vor denen sie angeblich fliehen mussten, sind mitgebracht worden und werden hier weiterhin ausgelebt &ndash; nicht von allen nat&uuml;rlich, aber von viel zu vielen. (&hellip;)<br>\nFestzuhalten ist: Das Geschlechterverst&auml;ndnis vieler Zuwanderer aus islamisch gepr&auml;gten Kulturen ist r&uuml;ckst&auml;ndig und freiheitsfeindlich und hat in einer modernen Gesellschaft nichts verloren. Es ist immer wieder erstaunlich, dass dieser Umstand gerade von solchen Zeitgenossen verniedlicht oder gar geleugnet wird, die ihre emanzipatorischen Einstellungen sonst wie eine Monstranz vor sich hertragen.<br>\n&bdquo;Wir d&uuml;rfen uns es als Gesellschaft nicht erlauben, diese Parallelwelten zu akzeptieren&ldquo;, sagt der Polizeipr&auml;sident. Das ist leider l&auml;ngst geschehen und kaum noch zur&uuml;ckzudrehen. Umso wichtiger w&auml;re es, dass wenigstens der weitere Zuwachs gestoppt wird; und dass &uuml;berf&uuml;hrte Straft&auml;ter konsequent das Land verlassen m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.waz.de\/staedte\/essen\/ein-ehrgefuehl-das-nicht-nur-in-essen-fehl-am-platz-ist-id214941643.html\">WAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers R.S.:<\/strong> in Essen hat es in der vergangenen Woche einen versuchten &ldquo;Ehrenmord&rdquo; gegeben, begangen durch Mitglieder einer syrischen Fl&uuml;chtlingsfamilie. Die WAZ hat dar&uuml;ber <a href=\"https:\/\/www.waz.de\/staedte\/essen\/syrische-familie-filmt-versuchten-ehrenmord-in-essen-id214930469.html\">mit einiger Zur&uuml;ckhaltung berichtet<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em>Aber dann, am 26. 7., meldet sich der Chef Essener Lokalredaktion, Frank Stenglein, mit einem Kommentar zu Wort (&hellip;)<\/em><\/p>\n<p><em>und es verschl&auml;gt einem den Atem. Ich habe &uuml;berlegt, was man aus dieser braunen So&szlig;e zitieren soll, die der Herr da in sein Blatt macht, aber es ist schwer, eine Auswahl zu treffen. Wohlgemerkt, es handelt sich um den Online-Auftritt der gr&ouml;&szlig;ten deutschen Regionalzeitung und nicht etwa um PI-News oder den Twitteraccount irgendeines AfD-Abgeordneten aus der Provinz.<\/em><\/p>\n<p><em>Ist das vielleicht schon Volksverhetzung? Denn nat&uuml;rlich f&uuml;hlen sich (f&uuml;r die WAZ) &uuml;berdurchschnittlich viele Leserkommentatoren lizensiert, ihrem Hass auf Fremde jetzt ebenfalls freien Lauf zu lassen (&ldquo;Tiere&rdquo;). Immerhin tr&ouml;stlich, da&szlig; Herr Stenglein auch einiges an Widerspruch kassiert.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Dieser Kommentar k&ouml;nnte eventuell als ein Beleg f&uuml;r den &bdquo;<a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/monitor\/interaktiv\/verfassungsschutzbericht-130.html\">Extremismus, der l&auml;ngst in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist<\/a>&ldquo; gewertet werden, denn z.B. auch f&uuml;r das Verlassen dieses Landes gilt es, Regeln einzuhalten. Oder m&ouml;chte Herr Stenglein, dass durch eine Ausweisung zun&auml;chst Fakten geschaffen werden, die einer juristischen &Uuml;berpr&uuml;fung nicht Stand halten k&ouml;nnen? W&auml;ren wir dann noch in einem Rechtsstaat?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Asyl: Wenn Politik die Menschenw&uuml;rde antastet<\/strong><br>\n&ldquo;Asyltourismus&rdquo;, Hass, menschenunw&uuml;rdige Abschiebungen: Wir erleben eine Verrohung. Eine Verrohung der Sprache, der Haltung, des Handelns, des Streits. (&hellip;)<br>\nBeispiele? Es gibt zu viele. Fangen wir mit einem Extremfall an: Bei einer Pegida-Demo in Dresden rufen Teilnehmer &ldquo;absaufen, absaufen&rdquo;, als der Redner &uuml;ber die Seenotrettung im Mittelmeer spricht.<br>\nWie weit entfernt ist dieser Hass von Politiker-S&auml;tzen, die jene Retter zu T&auml;tern stempeln? Was macht es mit dem Denken vieler Menschen, wenn eine wachsende Zahl von Politikern &uuml;ber Migranten redet wie &uuml;ber Material? Norbert Bl&uuml;m sagte k&uuml;rzlich: &ldquo;&lsquo;Asylanten&rsquo; sind keine Kartoffel- oder Mehls&auml;cke, &uuml;ber deren sachgem&auml;&szlig;e Lagerung man streitet.&rdquo;<br>\nAch, der alte Bl&uuml;m. Der Gutmensch. Der Herz-Jesu-Sozialist: So winken da viele ab. Es hat sich aber in der Tat etwas ge&auml;ndert in der Art, wie wir reden und wie viele denken. Schleichend, zuletzt in forciertem Tempo.<br>\nVon &ldquo;Asyltourismus&rdquo; etwa sprach lange nur die NPD, dann die AfD, bis Markus S&ouml;der den Begriff (und &auml;hnliche andere) in der CSU-Spitze einb&uuml;rgerte &ndash; einen Begriff, den er nun nicht mehr verwenden will. Weil er sieht, was er damit angerichtet hat?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nordbayern.de\/politik\/asyl-wenn-politik-die-menschenwurde-antastet-1.7885079\">nordbayern<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45173\">Ist die Frage, wie wir miteinander umgehen, eine politische Frage?<\/a>&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>&Ouml;zil<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>NZZ &uuml;ber den Fall Mesut &Ouml;zil: &laquo;Scheinheilig&raquo;<\/strong><br>\n&laquo;In aller Stille&raquo; habe das deutsche Wirtschaftsministerium einen Teil der Sanktionen gegen die T&uuml;rkei auslaufen lassen. Sie waren als Druckmittel gegen die Erdogan-Regierung gedacht. Aufgehoben wurde insbesondere die Obergrenze f&uuml;r staatliche Exportgarantien, sogenannte Hermes-B&uuml;rgschaften. &laquo;Zu eng und kostbar&raquo; seien die gegenseitigen Wirtschaftsbeziehungen, meint NZZ-Auslandredaktor Daniel Steinvorth und schliesst seinen Kommentar mit dem Titel &laquo;Scheinheilig&raquo; mit dem tr&auml;fen Satz:<br>\n&laquo;Kann man einem Fussballer, der sich mit Erdogan trifft, ernsthaft vorwerfen, &laquo;deutsche Werte&raquo; zu verraten, w&auml;hrend deutsche Unternehmen Panzer und Maschinen an den Despoten verkaufen?&raquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Medien\/NZZ-uber-den-Fall-Mesut-Ozil-Scheinheilig\/&amp;g=ad%20\">Infosperber<\/a><\/li>\n<li><strong>Ehemaliger Profi Naki beklagt Umgang mit &Ouml;zil<\/strong><br>\nDer fr&uuml;here Fu&szlig;ball-Profi Deniz Naki hat in einem offenen Brief auf die Rassismus-Vorw&uuml;rfe des ehemaligen Nationalspielers &Ouml;zil reagiert.<br>\nAuf seiner Facebook-Seite kritisierte er den Umgang mit &Ouml;zil. Es sei nicht akzeptabel, einen Sportler wegen seiner Gedanken zur Zielscheibe zu machen. Die Ereignisse im Zusammenhang mit &Ouml;zil nannte er traurig. Zugleich verwies Naki auf seine Erfahrungen als Spieler in der T&uuml;rkei. Wegen seiner Haltung zum Kurdenkonflikt sei er beleidigt, k&ouml;rperlich angegriffen und sp&auml;ter seine Lizenz entzogen worden. Weil er auf einem Foto mit dem Vorsitzenden der prokurdischen Oppositionspartei HDP, Demirtas, zu sehen war, habe es &Uuml;bergriffe gegen ihn gegeben. Naki forderte &Ouml;zil auf, nicht nur gegen Rassismus in Deutschland zu k&auml;mpfen, sondern auch in der T&uuml;rkei.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/rassismus-debatte-ehemaliger-profi-naki-beklagt-umgang-mit.2851.de.html?drn:news_id=907718%20\">Dlf24<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Interessant. Der innert&uuml;rkische Aspekt scheint bisher viel zu wenig Beachtung zu genie&szlig;en. Hat sich Herr &Ouml;zil jemals zum kurdisch-t&uuml;rkischen Verh&auml;ltnis ge&auml;u&szlig;ert?<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Kernkraftwerk-Techniker wird zum potentiellen Terroristen<\/strong><br>\nDer franz&ouml;sische Staat verbot einem Techniker muslimischen Glaubens w&auml;hrend zwei Jahren den Zugang zu s&auml;mtlichen Atomstandorten. Der Mann habe Verbindungen zum radikalen Islam, sagen die Beh&ouml;rden &ndash; bleiben den Beweis daf&uuml;r aber schuldig. Ein Gericht gab dem Techniker recht und verurteilte die franz&ouml;sische Republik zur Zahlung einer Entsch&auml;digung von insgesamt 24&rsquo;366 Euro. Seinen Job erhielt der Techniker trotzdem nicht zur&uuml;ck. Seine Existenz ist zerst&ouml;rt.<br>\nDer Fall wirft Fragen auf: Wie weit d&uuml;rfen Beh&ouml;rden gehen, um die Sicherheit von sensiblen Anlagen zu gew&auml;hrleisten? Wie weit bei Radikalisierungsabw&auml;gungen, die nicht auf begangenen Taten, sondern auf einem Risiko beruhen? Darf der Staat im Namen dieses Vorsorgeprinzips eine Karriere und eine Familie zerst&ouml;ren, ohne sich daf&uuml;r rechtfertigen zu m&uuml;ssen? (&hellip;)<br>\nW&auml;hrend dem Prozess kommt der Grund ans Licht: In einem zweiseitigen Schreiben weist das zust&auml;ndige Ministerium auf eine Untersuchung des Innenministeriums hin. Diese zeige, dass Rami durch bestimmte Verbindungen sensibel f&uuml;r die Thesen des radikalen Islams sei. Durch den Zugang zu sensiblen Bereichen f&uuml;r nukleare Sicherheit, k&ouml;nnte seine &laquo;Verwundbarkeit&raquo; f&uuml;r b&ouml;swillige Zwecke &ndash; zum Beispiel durch terroristische Organisationen &ndash; genutzt werden.<br>\nAufgrund von Informationen der franz&ouml;sischen Geheimdienste ist Rami zum &laquo;Gef&auml;hrder&raquo;, zum potenziellen Terroristen geworden. (&hellip;)<br>\nF&uuml;r Malik Salemkour, Pr&auml;sident der Liga f&uuml;r Menschenrechte (LDH) werden Menschen wie Rami doppelt bestraft: durch die Behauptung der Beh&ouml;rden, dass sie gef&auml;hrlich sind und durch die Verweigerung des Zugangs zur Besch&auml;ftigung.<br>\nDerartige F&auml;lle sind in Frankreich keine Seltenheit. Exemplarisch daf&uuml;r steht die R&uuml;cknahme der Zutrittsberechtigung von 72 muslimischen Mitarbeitern des Flughafens Roissy-Charles-de Gaulle im Jahr 2016. Ihre Zutrittsberechtigungen zu sensiblen Bereichen wurde zur&uuml;ckgezogen, nachdem der franz&ouml;sische MPF-Politiker und Publizist Philippe de Villiers im Buch &laquo;Les Mosques de Roissy&raquo; behauptet hatte, Islamisten h&auml;tten die Dienste grosser Flughafen unterwandert. &laquo;Nach dieser ersten Welle gab es noch vor dem Ausnahmezustand einige &auml;hnliche F&auml;lle, seitdem steigt die Fallzahl&raquo;, sagt Lila Charef, Direktorin des Kollektivs gegen Islamophobie in Frankreich (CCIF) gegen&uuml;ber &laquo;mediapart&raquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Politik\/Kernkraftwerk-Techniker-wird-zum-islamistischen-Terroristen\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Polen will Arbeiter auf den Philippinen anwerben<\/strong><br>\nDie f&uuml;r ihre migrationsfeindliche Politik bekannte polnische Regierung will ausgerechnet im Ausland Arbeitskr&auml;fte anwerben. Gesucht werden aber nur Fachkr&auml;fte von den Philippinen &ndash; Begr&uuml;ndung: die &ldquo;kulturelle N&auml;he&rdquo;. (&hellip;)<br>\nDie nationalkonservative Regierung in Warschau verfolgt eigentlich eine migrationsfeindliche Politik und lehnt etwa die Verteilung von Fl&uuml;chtlingen innerhalb der EU nach Quoten strikt ab. Sie begr&uuml;ndet dies mit Sicherheitsbedenken und religi&ouml;sen Zweifeln wegen des muslimischen Glaubens vieler Fl&uuml;chtlinge.<br>\nWegen der niedrigen Geburtenrate, der zunehmenden Alterung der Gesellschaft und der Abwanderung polnischer Arbeitskr&auml;fte in reichere EU-L&auml;nder rechnen Experten allerdings mit einem dramatischen Arbeitskr&auml;ftemangel: Im Jahr 2030 k&ouml;nnte jeder f&uuml;nfte Arbeitsplatz in Polen unbesetzt sein, falls das Land daf&uuml;r keine Migranten anwirbt.<br>\nVizeminister Szwed sagte, Polen wolle sich auf den Philippinen vor allem um qualifizierte Fachkr&auml;fte bem&uuml;hen &ndash; etwa im IT-Bereich, im Baugewerbe und im Gesundheitssektor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/polen-will-fachkraefte-auf-den-philippinen-anwerben-a-1220658.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Es d&uuml;rfte sich nicht um eine &bdquo;kulturelle N&auml;he&ldquo;, sondern um eine vermutetet N&auml;he durch die Religion handeln: Die Bev&ouml;lkerungen beider Staaten sind katholisch gepr&auml;gt.<\/em><\/p>\n<p><em>Der von Deutschland ausgel&ouml;ste &bdquo;Domino-Effekt&ldquo; wird offenbar nicht erkannt: Es werden Fachkr&auml;fte nach Deutschland geworben, die dann in Polen fehlen. Und Polen d&uuml;rfte vermutlich wohl lediglich ein Beispiel sein &hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Sicherheitskontrollchaos am M&uuml;nchner Flughafen<\/strong><br>\nEine Panne hat zu Ferienbeginn &ldquo;massive St&ouml;rungen&rdquo; ausgel&ouml;st, wegen denen es auch heute noch zu &ldquo;Verz&ouml;gerungen und Flugausf&auml;llen bei den Abfl&uuml;gen&rdquo; kommt<br>\nEine Panne bei den Sicherheitskontrollen hat gestern dazu gef&uuml;hrt, dass zum Ferienbeginn in Bayern am Terminal 2 und am Satelliten-Terminal des gr&ouml;&szlig;ten bayerischen Flughafens sieben Stunden lang keine Maschinen starten konnten. 220 Fl&uuml;ge fielen deshalb ganz aus, bei mindestens 60 weiteren kam es zu deutlichen Versp&auml;tungen. Sogar heute ist der Betrieb noch beeintr&auml;chtigt.<br>\nDer Sicherheitsbereich blieb f&uuml;nf Stunden komplett gesperrt, weil die deutsche Bundespolizei nach einer etwa 40-j&auml;hrigen Frau fahndete, die das Sicherheitspersonal nach einer Kontrolle im K&ouml;rperscanner dazu aufgefordert hatte, &ldquo;eine Fl&uuml;ssigkeit, die sich in einer Tasche von der Gr&ouml;&szlig;e eines Kosmetikkoffers befand&rdquo; in ein Plastikt&uuml;tchen zu stecken, weil das vorgeschrieben sei. Die Frau ging daraufhin zur&uuml;ck, besorgte sich aber kein Plastikt&uuml;tchen, sondern kam stattdessen ohne Handgep&auml;ck und wurde durchgelassen. [&hellip;]<br>\nAls die deutsche Bundespolizei die Frau schlie&szlig;lich identifizierte, stellte sie fest, dass es sich nicht um eine Terroristin, sondern um eine laut Bayerischem Rundfunk &ldquo;ganz normale Flugreisende&rdquo; handelt, bei der es K&ouml;glmeiers Worten nach &ldquo;aus bundespolizeilicher Sicht keinen Anlass&rdquo; gibt, gegen sie &ldquo;vorzugehen&rdquo;. Die Bezirksregierung von Oberbayern spricht stattdessen von &ldquo;individuellen Vers&auml;umnisses des Personals an der Sicherheitsschleuse&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Sicherheitskontrollchaos-am-Muenchner-Flughafen-4122478.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Wahrscheinlich klopft sich Osama bin Laden bei solchen Nachrichten in der H&ouml;lle vor Lachen auf die Schenkel.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>AfD abermals f&uuml;r Schusswaffeneinsatz an deutscher Grenze<\/strong><br>\nNachdem am Donnerstag 600 Migranten die Grenze zur spanischen Exklave Ceuta gewaltsam durchbrochen haben, fordert Sachsens AfD den Einsatz von Schusswaffen. Deutschland k&ouml;nne sich beim Grenzschutz nicht mehr auf Staaten wie Spanien verlassen, erkl&auml;rte der Generalsekret&auml;r des Landesverbandes, Jan Zwerg.<br>\n&bdquo;F&uuml;r Deutschland kann das nur hei&szlig;en: Grenzen dicht und in letzter Konsequenz auch von der Schusswaffe Gebrauch machen.&ldquo; Die Ereignisse in Ceuta zeigten, dass es sich nicht um Fl&uuml;chtlinge, sondern um Invasoren handele, die &bdquo;auch mit Gewalt am Wohlstand Europas &ndash; und vor allem an dem von Deutschland partizipieren wollen&ldquo;.<br>\nBereits in der Vergangenheit hatten AfD-Politiker den Einsatz von Schusswaffen gegen Fl&uuml;chtlinge an der deutschen Grenze als letztes Mittel bef&uuml;rwortet, darunter die stellvertretende Vorsitzende der Bundestagsfraktion Beatrix von Storch sowie die fr&uuml;heren Landesvorsitzenden Sachsens und Nordrhein-Westfalens, Frauke Petry und Marcus Pretzell.<br>\nVon Storch forderte im Januar 2016, dass deutsche Polizisten an der Grenze auch auf Kinder und Frauen schie&szlig;en sollten. Dazu schrieb sie auf Facebook: &bdquo;Wer das HALT an unserer Grenze nicht akzeptiert, der ist ein Angreifer.&ldquo; Auf die R&uuml;ckfrage, ob dies auch Frauen und Kinder einschlie&szlig;e, antwortete sie: &bdquo;Ja&ldquo;. Einige Wochen sp&auml;ter entschuldigte sie sich f&uuml;r die Aussage und nannte sie einen Fehler.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/sachsen-afd-wegen-ceuta-fuer-schusswaffeneinsatz-an-grenze-15711451.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die AfD scheint nicht lediglich neoliberal (z.B. Arbeitslosenversicherung) und national (Rente lediglich f&uuml;r Staatsangeh&ouml;rige) zu sein, sondern m&ouml;chte offensichtlich f&uuml;r Gewalt und Verrohung dieser Gesellschaft stehen. Was hat eigentlich das gewaltsame Durchbrechen der spanischen Grenze mit einem Schusswaffeneinsatz an der deutschen Grenze zu tun? Wer den Einsatz von Schusswaffen fordert, nimmt auch (billigend?) Verletzte oder Tote in Kauf bzw. h&auml;tte vermutlich kaum Probleme, diese zu rechtfertigen, oder?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Anmerkungen aus linker, queerer Sicht zum offenen Brief des LSVD an Sahra Wagenknecht<\/strong><br>\nIm Springerblatt &ldquo;Die Welt&rdquo; wurde von der Fraktionsvorsitzenden der Partei &ldquo;Die Linke&rdquo; Sahra Wagenknecht ein Beitrag zu ihrem Vorhaben einer linken Sammlungsbewegung publiziert. Beim Lesben- und Schwulenverband Deutschland (LSVD) stie&szlig; der auf gro&szlig;en Widerstand.<br>\nDie Fraktionsvorsitzende der Partei &ldquo;Die Linke&rdquo; Sahra Wagenknecht umrei&szlig;t auch im Springerblatt &ldquo;Die Welt&rdquo; einmal mehr ihr Vorhaben der Gr&uuml;ndung einer linken Sammlungsbewegung. Der Bundesvorstand des LSVD fordert nun von den Parteivorsitzenden Kipping und Riexinger in einem offenen Brief, der wohl eher an Wagenknecht adressiert ist, sich von der Position Wagenknechts zu distanzieren. Nach Auffassung des LSVD bef&ouml;rdert Wagenknecht mit ihrer Position Homo- und Transphobie.<br>\nDie Argumentation des LSVD ist bezeichnend f&uuml;r eine Schieflage in der Diskussion um Minderheitenrechte. Sie verdient deshalb Aufmerksamkeit, weil darin auch die Instrumentalisierung von LGBT im Rahmen einer umfassenderen Ideologie deutlich wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/meinung\/73660-anmerkungen-zu-offenen-brief-an\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Professor fordert deutsche Atombombe<\/strong><br>\nDer Politikwissenschaftler Christian Hacke hat sich in einem Gastbeitrag f&uuml;r die &ldquo;Welt am Sonntag&rdquo; f&uuml;r eine atomare Bewaffnung Deutschlands ausgesprochen. Die Bundesrepublik m&uuml;sse erstmals seit 1949 ohne nuklearen Schutzschirm der USA auskommen, schreibt Hacke offenbar mit Blick auf die neuen Unw&auml;gbarkeiten unter US-Pr&auml;sident Donald Trump.<br>\nDeutschland sei &ldquo;im extremen Krisenfall heute schutzlos&rdquo;, behauptet er. Deshalb solle die Bundesrepublik &ldquo;zukunftsorientiert denken und handeln&rdquo;, damit &ldquo;jeder potenzielle Angreifer nuklear abgeschreckt werden&rdquo; k&ouml;nne. Hacke lehrte an der Universit&auml;t der Bundeswehr in Hamburg und an der Universit&auml;t Bonn. 2008 wurde er emeritiert. (&hellip;)<br>\nWiderstand gegen Hackes Vorsto&szlig; kommt nicht nur aus der Politik, sondern auch aus den Reihen der Milit&auml;rs. Der ehemalige Generalinspekteur der Bundeswehr, Harald Kujat, warnte ausdr&uuml;cklich vor einer atomaren Aufr&uuml;stung in Deutschland. Ein &ldquo;Alleingang als Nuklearmacht&rdquo; gef&auml;hrde die Fundamente unserer Sicherheit, schreibt Kujat in einem Kommentar zu Hackes Beitrag in der &ldquo;Welt am Sonntag&rdquo;.<br>\nRussland w&uuml;rde in einem solchen Fall &ldquo;ein eurostrategisches, nukleares Gegengewicht aufbauen&rdquo;, erkl&auml;rt der fr&uuml;here Bundeswehr-General Kujat. Der Schritt zur Atommacht w&auml;re daher &ldquo;mit erheblichen sicherheitspolitischen und strategischen Risiken f&uuml;r uns und unsere Verb&uuml;ndeten&rdquo; verbunden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Professor-fordert-deutsche-Atombombe-article20550152.html\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Soso, deutsche Atombomben sollen also ernsthaft ein Zeichen f&uuml;r &bdquo;zukunftsorientiertes Denken und Handeln&ldquo; sein. Was f&uuml;r ein Wahnsinn!<\/em><\/p>\n<p><em>Bitte lesen Sie zum Thema erneut:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37528\">Der Ruf nach einer deutschen Atombombe &ndash; wir stehen am Beginn einer Kampagne, die uns noch l&auml;ngere Zeit besch&auml;ftigen wird<\/a>. <\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36864\">Panorama manipuliert und driftet ins rechte Lager der Militaristen mit einem Lob f&uuml;r die Politik der Abschreckung und der Atombomben<\/a>.<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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