{"id":4525,"date":"2010-02-17T09:45:54","date_gmt":"2010-02-17T08:45:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4525"},"modified":"2010-02-17T11:25:45","modified_gmt":"2010-02-17T10:25:45","slug":"hinweise-des-tages-1080","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4525","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Arbeit muss sich lohnen; Lohnanstandsgebot; wie sich alle mit Hartz IV verrechnen; Mittelschicht wird durchgereicht; Kommunen: Schulden f&uuml;hren Regie; Schweiz will Konten von Politikern offenlegen; Schuld sind die Deutschen; Griechische Finanzkrise; n&auml;chster Mega-Crash; DB: Global handeln, lokal versagen; Schwarz-Gelb hei&szlig;t Schwarz-Geld; Steueroase Deutschland; Paris gegen Steuerparadiese; Riester kommt teuer; Krankenh&auml;user: Privatisierung stoppen; Massenblockaden gegen Neonazis; Bildungsmisere; Sch&ouml;nrednerei; wie Journalisten arbeiten. (WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Gerhard Bosch: Arbeit muss sich lohnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">&bdquo;Lohnanstandsgebot&ldquo; in &sect; 121 SGB III und &sect; 10 SGB II<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Hartz-Urteil: &ldquo;Es wird Schlangen vor den Gerichten geben&rdquo; <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Wie sich alle mit Hartz IV verrechnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Ist das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu begr&uuml;&szlig;en? Nein! <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Wie die Mittelschicht durchgereicht wird<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Kommunen: Die Schulden f&uuml;hren Regie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Steueraff&auml;re Konten deutscher Politiker sollen offengelegt werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Kriegserkl&auml;rung an Gro&szlig;bank<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Schuld sind die Deutschen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">IWF pl&auml;diert f&uuml;r h&ouml;heres Inflationsziel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Olaf Henkel: Der h&auml;ssliche Deutsche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Griechische Finanzkrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Immobilienblase: US-Experten f&uuml;rchten den n&auml;chsten Mega-Crash<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Schwarzbuch Deutsche Bahn: Global handeln, lokal versagen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Kartellamtschef kritisiert Pl&auml;ne f&uuml;r Apothekerschutz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Schwarz-Gelb hei&szlig;t Schwarz-Geld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Der Weg in die Schweiz f&uuml;hrt &uuml;ber die Steueroase Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Paris geht gegen Steuerparadiese vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Riester kommt teuer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Erholung und Sorgen kapitalgedeckter Altersvorsorge in Zeiten der Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h22\">Krankenh&auml;user: &ldquo;Privatisierungen stoppen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h23\">Dresden &ndash; Massenblockaden gegen Neonazis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h24\">Aktion innerhalb der CDU: Linkstrend stoppen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h25\">Bildungsmisere<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h26\">Wie man &ldquo;schmerzliche Eingriffe&rdquo; sch&ouml;nredet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h27\">Zu guter Letzt: Wie Journalisten arbeiten<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4525&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Gerhard Bosch: Arbeit muss sich lohnen<\/strong><br>\nIn den letzten Jahren hat sich die Politik vom Lohnabstandsgebot verabschiedet. Mit den Hartz-Gesetzen wollte man den Niedriglohnsektor vergr&ouml;&szlig;ern. Dieses Ziel hat man erreicht. Mittlerweile sind rund 6,5 Millionen Besch&auml;ftigte Geringverdiener. Die Folgen f&uuml;r den Sozialstaat sind gravierend. 1,3 Millionen Besch&auml;ftigte sind sogenannte Aufstocker. Ihr Verdienst liegt unterhalb des Existenzminimums und sie beziehen zus&auml;tzlich Hartz IV.<br>\nDie Aufgabe des Lohnabstandsgebots hat zu massivem Arbeitgebermissbrauch des Sozialsystems gef&uuml;hrt. In vielen Niedriglohnbereichen werden Besch&auml;ftigte mit L&ouml;hnen unterhalb des Existenzminimums zum Arbeitsamt geschickt, um sich dort die Differenz zu holen. Die Subvention von niedrigen L&ouml;hnen kostet den Staat rund 9,3 Milliarden Euro im Jahr. Es handelt sich hier um eine lupenreine Unternehmersubvention, die auf eine Streichliste geh&ouml;rt. Denn es ist kein nachvollziehbarer Grund zu erkennen, warum etwa die Leiharbeitsbranche mit mehr als 500 Millionen Euro pro Jahr gef&ouml;rdert werden soll.<br>\nDas Problem liegt heute nicht in zu hohen Hartz-S&auml;tzen, sondern in zu niedrigen L&ouml;hnen. Es widerspricht daher jeder Logik, wenn Politiker den unzureichenden Abstand zwischen den Hartz&thinsp;IV-S&auml;tzen und Erwerbseinkommen kritisieren, wenn sie gleichzeitig selber alles tun, um die L&ouml;hne im unteren Bereich abzusenken. Durch deutliche Erh&ouml;hungen der unteren L&ouml;hne sollte man den notwendigen Lohnabstand wieder herstellen. Nur mit Mindestl&ouml;hnen und gleicher Bezahlung f&uuml;r Leiharbeitnehmer wird dies gelingen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/waz\/montagsoekonom\/Arbeit-muss-sich-lohnen-id2569669.html\">Der Westen<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Lohnanstandsgebot in &sect; 121 SGB III und &sect; 10 SGB II<\/strong><br>\nDas Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) schl&auml;gt aus gegebenem Anlass vor, in einem ersten Schritt eine &bdquo;Lohnanstandsh&ouml;he&ldquo; in den &sect; 121 SGB III (&bdquo;Zumutbare Besch&auml;ftigungen&ldquo;) und in &sect; 10 SGB II (&bdquo;Zumutbarkeit&ldquo;) zur Pr&auml;zisierung der &bdquo;zumutbaren Arbeit&ldquo; aufzunehmen. Arbeiten mit einem erzielbaren Arbeitsentgelt unter der Lohnanstandsh&ouml;he gelten dann im Sinne von &sect; 121 SGB III und &sect; 10 SGB II als nicht zumutbar.<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/100217_hinweise%20_lohnanstand_2010_vorschlag.pdf\">Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) [PDF &ndash; 94 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ein Lohnanstandsgebot w&auml;re jedenfalls eine konstruktive Idee, das Lohnabstandsgebot einzuhalten. Egal, ob man den nun dem Berechnungsmodell des Bremer Instituts folgt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Hartz-Urteil: &ldquo;Es wird Schlangen vor den Gerichten geben&rdquo; <\/strong><br>\nDie Politik untersch&auml;tzt das Hartz-Urteil, sagt die Pr&auml;sidentin des Deutschen Sozialgerichtstages. Im stern.de-Interview warnt Monika Paulat vor Klagen &ndash; und r&uuml;gt die Arbeitsministerin.<br>\n<strong>stern:<\/strong> Die Politik k&ouml;nnte sich einen schlanken Fu&szlig; machen. Die S&auml;tze werden neu und auf transparente Weise berechnet, aber letztlich mit dem gleichen Ergebnis, die H&ouml;he der Regels&auml;tze wird nicht angetastet.<br>\n<strong>Paulat:<\/strong> Das geht auf keinen Fall. Eine solche Vorgehensweise w&uuml;rde uns erneut in eine &auml;hnliche Situation wie heute bringen. Der Gesetzgeber kann nicht einfach R&uuml;ckw&auml;rtsrechnen und die Berechnung so t&uuml;rken, dass er zum gleichen Ergebnis kommt. Da wird nicht nur das Verfassungsgericht, sondern alle, die davon betroffen sind, ein genaues Auge drauf haben. Die Berechnungsmethode muss transparent, nachvollziehbar und konsequent sein, es darf keine Sch&auml;tzungen ins Blaue hinein geben. Die Berechnung muss au&szlig;erdem v&ouml;llig ergebnisoffen erfolgen.<br>\n<strong>stern:<\/strong>Die Politik scheint zu glauben, dass eine Neuberechnung einfach und schnell geht.<br>\n<strong>Paulat:<\/strong> Die Aufgabe ist gewaltig und es hat in der Tat den Anschein, als ob die Politik sie untersch&auml;tzt. Ich habe mich sogar schon gefragt, ob es bis Ende des Jahres &uuml;berhaupt zu schaffen ist. Mit einem einfachen Fingerschnippen ist es bei Weitem nicht getan.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/job\/nach-hartz-iv-urteil-es-wird-schlangen-vor-den-gerichten-geben-1542714.html%20\">stern.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Wie sich alle mit Hartz IV verrechnen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Raffelh&uuml;schen: Sieben bittere Wahrheiten &uuml;ber Hartz IV<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/BILD\/politik\/2010\/02\/13\/hartz-iv-streit\/7-bittere-wahrheiten-ueber-hartz-iv.html\">Bild<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Dieser Beitrag reiht sich ein in die Hetze der Bild-Zeitung gegen Hartz IV-Empf&auml;nger, und dass Raffelh&uuml;schen Westerwelle zur Seite springt ist auch nicht weiter erstaunlich. Dieser Hinweis mag aber denjenigen, die immer noch daran glauben, bei Raffelh&uuml;schen handle es sich um einen wissenschaftlichen &bdquo;Experten&ldquo; die Augen &ouml;ffnen.<br>\nAlle angeblichen Wahrheiten, sind halbe Wahrheiten und damit ganze L&uuml;gen.<br>\nDie Hemmschwelle, Geld vom Staat zu beantragen, sei gesunken: Hartz IV greift, wenn das Arbeitslosengeld I ausl&auml;uft und nicht weil eine Hemmschwelle gesunken ist &ndash; im Gegenteil es muss erst das Angesparte aufgebraucht sein. Wenn Anfang 2010  4,896 Millionen<br>\nAnspruch auf Arbeitslosengeld II hatten, so im Wesentlichen auch deshalb, weil allein die Zahl der &bdquo;Aufstocker&ldquo; bei gut 1,3 Millionen Erwerbst&auml;tigen liegt, wobei fast eine halbe Million davon Vollzeit arbeiten geht.<br>\nHartz IV macht nicht klagew&uuml;tig, sondern die H&auml;lfte der Klagen hat Erfolg.<br>\nWoher wei&szlig; Raffelh&uuml;schen, dass Hartz IV-Bezieher sich mit Schwarzarbeit ordentlich etwas dazu verdienen? Das ist eine Behauptung ins Blaue.<br>\nWoher wei&szlig; Raffelh&uuml;schen, dass Hartz IV oft nicht bei den Kindern ankommt? Solche F&auml;lle mag es geben, doch diese Behauptung ist nicht mehr als das Sch&uuml;ren von Vorurteilen.<br>\nHartz IV sei urspr&uuml;nglich als Zusatzleistung gedacht? Raffelh&uuml;schen kennt offenbar weder die Hartz-Gesetze noch das j&uuml;ngste Urteil des Bundesverfassungsgerichts.<br>\nRaffelh&uuml;schen plappert die Behauptung nach ein verheirateter Hotelangestellter mit zwei Kindern habe knapp 200 Euro\/Monat netto weniger als ein vergleichbarer Hartz IV-Empf&auml;nger.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu:<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Frankfurter Allgemeine Zeitung&nbsp;&nbsp;Etc.&nbsp;: Wie sich alle mit Hartz IV verrechnen<\/strong><br>\nAm 6. Februar ver&ouml;ffentlichte die &ldquo;Frankfurter Allgemeine Zeitung&rdquo; unter der &Uuml;berschrift &ldquo;Der schmale Grat zwischen Arbeit und Hartz IV&rdquo; einen mehr als halbseitigen Bericht &uuml;ber Berufe im Niedriglohnbereich. Unter Berufung auf Berechnungen des Karl-Br&auml;uer-Instituts behauptet der Autor Sven Astheimer, dass das sogenannte &ldquo;Lohnabstandsgebot&rdquo; in mehreren Wirtschaftszweigen nicht eingehalten wird. Das Gehalt, das in bestimmten Branchen gezahlt wird, liege zum Teil noch unter dem Hartz-IV-Anspruch des jeweiligen Arbeitnehmers.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bildblog.de\/16128\/wie-sich-alle-mit-hartz-iv-verrechnen\/\">BILDblog<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Siehe dazu auch etwa &bdquo;Freibetrag als Anreiz f&uuml;r Erwerbstt&auml;tigkeit&ldquo;<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Arbeitslosengeld_II#Freibetrag_als_Anreiz_f.C3.BCr_Erwerbst.C3.A4tigkeit\">Wikipedia<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Westerwelles &raquo;Hartz-IV&laquo;-Demagogie<\/strong><br>\nDer amtierende Vizekanzler und Bundesvorsitzende der FDP, Dr. Guido Westerwelle lieferte einen bemerkenswerten Beitrag zur &raquo;Hartz-IV&laquo;-Debatte. Nicht, dass er seinen &ouml;ffentlichen Mitdiskutanten &raquo;sozialistische Z&uuml;ge&laquo; und den Hang zur F&ouml;rderung &raquo;sp&auml;tr&ouml;mischer Dekadenz&laquo; bescheinigt &ndash; dies werden die Adressaten in Kenntnis der Person des Absenders verkraften. Nein, es ist die Chuzpe, mit der er auftritt, und es ist die Skrupellosigkeit des promovierten Anwalts, mit der er absichtsvoll und gezielt die Unwahrheit zum Zeugen seiner Anklage erhebt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.arbeitnehmerkammer.de\/sozialpolitik\/dukumente\/2010\/2010-02-15%20Westerwelle.pdf\">Arbeitnehmerkammer [PDF &ndash; 178 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Siehe die Grafik.<\/em><br>\n<em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung unseres Leser P.B.:<\/strong> Januar 2010 &ndash; die offiziellen Zahlen:<br>\n3.617.485 Menschen werden als &ldquo;registrierte Arbeitslose&rdquo; bezeichnet.<br>\n1.543.888 Menschen sind in &ldquo;Ma&szlig;nahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik&rdquo; &ndash; aber weiterhin arbeitslos.<br>\n1.015.627 weitere Menschen erhalten Lohnersatzleistungen nach dem SGB III oder Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem SGB II.<br>\n354.068 Menschen &uuml;ber 58 fallen zus&auml;tzlich nach SGB II in vorruhestands&auml;hnliche Regelung &ndash; keine Vermittlung mehr m&ouml;glich.<br>\n160.484 Menschen &uuml;ber 58 erhalten Leistungen zus&auml;tzlich nach SGB III als nichtarbeitslose Leistungsempf&auml;nger &ndash; Arbeitsentgeld reicht nicht zum Lebensunterhalt.<br>\n&Uuml;ber 200.000 Menschen sind bei privaten Arbeitsvermittlern vorstellig &ndash; sie kommen in der offiziellen Statistik nicht mehr vor.<br>\nDem gegen&uuml;ber stehen im gleichen Zeitraum laut IAB insgesamt 942.000 offene Stellen &ndash; haupts&auml;chlich im Niedriglohnsektor. Wenn alle offenen Stellen besetzt sind, bleiben immer noch weit &uuml;ber 5 Millionen Arbeitslose &uuml;brig.<br>\nHerr Westerwelle und andere &ndash; verschleiern Sie nicht eine seit Jahren v&ouml;llig verfehlte Politik! Wenn Arbeitsstellen da sind, dann arbeiten die Menschen auch!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Ist das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu begr&uuml;&szlig;en? Nein!<\/strong><br>\nEntgegen der zahlreichen Falschmeldungen aus Medien (&ldquo;Regels&auml;tze f&uuml;r Hartz IV-Empf&auml;nger verfassungswidrig&rdquo; FAZ 11.02.2010), Wohlfahrtsverb&auml;nden und Gewerkschaften (&bdquo;Die Regels&auml;tze &hellip;entsprechend nicht der Verfassung&rdquo;, direkt 2\/2009) hat das Bundesverfassungsgericht die H&ouml;he der Regels&auml;tze nicht f&uuml;r verfassungswidrig erkl&auml;rt.<br>\nEs hat im Gegenteil eindeutig festgestellt:: &ldquo;Da nicht festgestellt werden kann, dass die gesetzlich festgesetzten Regelleistungsbetr&auml;ge evident unzureichend sind, ist der Gesetzgeber nicht unmittelbar von Verfassungs wegen verpflichtet, h&ouml;here Leistungen festzusetzen&rdquo;.<br>\n<a href=\"http:\/\/www.bundesverfassungsgericht.de\/pressemitteilungen\/bvg10-005.html\">Diese Feststellung<\/a> bezieht sich auch auf die Kinderregels&auml;tze<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linkezeitung.de\/cms\/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=8123&amp;Itemid=44\">Linke Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wie die Mittelschicht durchgereicht wird<\/strong><br>\nDer Arbeitsmarktexperte D&ouml;ring schildert die Lage: &ldquo;Der betreffende Mann wird getroffen von einem Doppelschlag: Zum einen hat man die Leistungsdauer des Arbeitslosengeld 1, des eigentlichen versicherungsartigen Arbeitslosengeld, deutlich verk&uuml;rzt, gerade f&uuml;r &Auml;ltere. Und hier ger&auml;t er unter den zweiten Hammer der Neuregelung, n&auml;mlich eine beschleunigte Anrechnung aller Mittel auf die er zur&uuml;ckgreifen kann. Das hei&szlig;t, er f&auml;llt dann durch die Art der Bed&uuml;rftigkeitspr&uuml;fung im Grunde aus dem System raus, wird faktisch ausgesteuert.&rdquo;<br>\nDas bedeutet: Das Geld f&uuml;r das Alter muss er jetzt pl&uuml;ndern &ndash; mit Mitte 50 bricht sein gesamter Lebensplan weg. Der soziale Abstieg aus der ehemals gutsituierten Mittelschicht macht ihm Angst: &ldquo;Ich hab mich als Person ver&auml;ndert, es gibt h&auml;ufige Spannungen bei uns im Haus, ganz klare Unzufriedenheit ist vorhanden.&rdquo; Im Sommer 2009 ist er seit zwei Jahren ohne richtige Arbeit. Fordern und F&ouml;rdern &ndash; der Leitspruch der Hartz-Reform, er m&uuml;sste jetzt endlich greifen. Wetzel will und muss arbeiten, denn mit jedem Jahr ohne Arbeit wird auch die Rente kleiner. Doch beim Jobcenter erf&auml;hrt er: &ldquo;Die k&ouml;nnen f&uuml;r mich gar nichts tun, weil die nicht zust&auml;ndig sind, weil ich kein Hartz-4-Empf&auml;nger bin.&ldquo;<br>\nNicht zust&auml;ndig? Nun wird es absurd: Hartz 4 kriegt er nicht, weil er nicht arm genug ist. Weil er aber kein Hartz 4 kriegt, gibt es f&uuml;r ihn auch keine Betreuung, keinen Fallmanager, keine 50-plus-Programme. Mit 55 Jahren ist er also etzt nach drei Jahren langzeitarbeitslos und auf sich allein gestellt: &ldquo;Ich bin durchgefallen und muss mich momentan mit irgendwelchen billigen Jobs &uuml;ber Wasser halten, damit ich wieder in Arbeitslosengeld 1 komme. Damit ich wieder ins Sozialsystem Einzug habe.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/plusminus\/beitrag_dyn~uid,1fh4k6phmr1hvgr5~cm.asp\">Das Erste plusminus<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Ein interessanter Beitrag zur Hartz IV Debatte, der zeigt wie absurd Hartz IV wirkt in dem es die Lebensleistung der Menschen zerst&ouml;rt, die sich dann auch noch von Westerwelle und Konsorten beschimpfen lassen m&uuml;ssen. Hinzu kommt, dass dadurch ebenfalls jahrelange Berufserfahrung vernichtet wird, wenn die Betroffenen gezwungen sind jede unqualifizierte T&auml;tigkeit anzunehmen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die Schulden f&uuml;hren Regie<\/strong><br>\nDie Kommunen sind arm dran. Sie sollen daf&uuml;r zahlen, dass die Bundesregierung Steuern senkt. Schon jetzt fehlen in Wuppertal zwei Milliarden Euro. Das Besondere der 350 000-Einwohnerstadt an der Wupper sind nicht die Schulden von knapp zwei Milliarden Euro. Alleine in Nordrhein-Westfalen sind 19 St&auml;dte in &auml;hnlich verzweifelter Lage &ndash; und damit ein Drittel der Bev&ouml;lkerung des Landes betroffen. Auch die Ursache der Haushaltsnotlage hat Wuppertal nicht exklusiv: Altschulden, die Folgen der Rezession und Mindereinnahmen durch die Steuersenkungspolitik der Bundesregierung. Das Besondere an Wuppertal ist, dass der Oberb&uuml;rgermeister sehr fr&uuml;h und detailliert &ouml;ffentlich gemacht hat, f&uuml;r welche Aufgaben demn&auml;chst weniger Geld da sein wird. 134 Seiten dick ist seine Liste der Zumutungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/Steuern-Schulden;art271,3032566?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Steueraff&auml;re Konten deutscher Politiker sollen offengelegt werden<\/strong><br>\nDer Streit um den Ankauf von Daten deutscher Steuers&uuml;nder in der Schweiz eskaliert. Ein eidgen&ouml;ssischer Nationalrat droht deutschen Politikern mit direkter Vergeltung.<br>\n&ldquo;Falls Deutschland gestohlene Bankdaten kauft, werden wir auf eine Gesetzes&auml;nderung hinarbeiten, dass s&auml;mtliche Schweizer Konten von deutschen Personen, die &ouml;ffentliche &Auml;mter bekleiden, offengelegt werden&rdquo;, wird der schweizerische Nationalrat Alfred Heer von der Bild-Zeitung zitiert.<br>\nHeer, Chef der einflussreichen konservativen SVP im Kanton Z&uuml;rich und Pr&auml;sident des Bundes der Steuerzahler Schweiz, erkl&auml;rte dem Bericht zufolge, es gebe Hinweise, dass zahlreiche deutsche Politiker und Richter in Liechtenstein und der Schweiz Konten oder Stiftungen unterhielten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/901\/503128\/text\/\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Da wirkt es etwas missverst&auml;ndlich, wenn der Pr&auml;sident des Wirtschaftsrates der CDU, Kurt Lauk, eine Amnestie f&uuml;r Steuers&uuml;nder fordert, um den deutschen Steuerb&uuml;rgern eine Br&uuml;cke in die zu Heimat bauen. Witzig auch der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK), der in einer Amnestie einen gro&szlig;er Schritt zur Haushaltskonsolidierung sieht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/politik-weltwirtschaft\/wirtschaft-fordert-amnestie-fuer-steuersuender-422058\/print\/\">wiwo.de<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Kriegserkl&auml;rung an Gro&szlig;bank<\/strong><br>\nBei der Frankfurter Staatsanwaltschaft hat der Unternehmer Strafanzeige gegen das Management der deutschen UBS-Filiale eingereicht. Die Hauptvorw&uuml;rfe: Betrug, Untreue, versuchte N&ouml;tigung. &ldquo;Die Bank hat das Depot ohne Wissen des Kunden in eine Art Hedge-Fonds verwandelt&rdquo;, sagt Johannes Fiala, ein Anwalt des Unternehmers. &ldquo;Das war graue Verm&ouml;gensverwaltung.&rdquo;<br>\nDas Verlustrisiko sei ins Unendliche gesteigert worden, w&auml;hrend Banker Sielerts Verm&ouml;gen hektisch rund um den Globus jagten. Ein einziger UBS-Banker habe mit dem Geld t&auml;glich bis zu 1500 offene Optionen gehandelt, so der Anwalt. Dabei habe Sielert nur einen Beratungsvertrag mit der Bank geschlossen und keinen Verm&ouml;gensverwaltungskontrakt.<br>\nIn weiteren Bank-Unterlagen geht es um andere brisante Dinge: Als Gro&szlig;unternehmer Sielert aus Krankheitsgr&uuml;nden nach vielen Jahren aus S&uuml;damerika in sein Haus am Tegernsee zur&uuml;ckkehrt, warnt die Bank: &ldquo;Es besteht das Risiko, dass Sie in Deutschland Steuerwohnsitz begr&uuml;ndet haben&rdquo;, hei&szlig;t es in einem UBS-Schreiben, &ldquo;weshalb sehr rasches Handeln n&ouml;tig ist&rdquo;. Sonst drohe &ldquo;unbeschr&auml;nkte Steuerpflicht&rdquo; in Deutschland, &ldquo;was erhebliche finanzielle Folgen h&auml;tte&rdquo;. Dies sei ein &ldquo;leider d&uuml;steres Bild&rdquo;, meint die Bank und verspricht Abhilfe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=2305044&amp;\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Schuld sind die Deutschen<\/strong><br>\nExportweltmeister (oder neuerdings hinter China Vize-Weltmeister) zu sein mag gut sein f&uuml;r das deutsche Ego. F&uuml;r die europ&auml;ische Volkswirtschaft ist es eine Katastrophe. Die Deutschen haben die EU-Konkurrenz aus dem Markt gespart. Sie verdienen weniger, konsumieren folgerichtig auch weniger und sind nicht mehr die Konjunkturlokomotive von einst. Mit ihren Exporterfolgen haben sie den Euro zu einem Teuro gemacht, zu einer sehr harten W&auml;hrung wie einst die D-Mark. Das erh&ouml;ht die Wettbewerbsf&auml;higkeit der griechischen, spanischen, portugiesischen und italienischen Wirtschaft nicht &ndash; zumal China daf&uuml;r sorgt, dass der Renminbi weich bleibt und der Dollar sich bekanntlich auch nicht gerade auf einem H&ouml;henflug befindet.<br>\nDas eigentliche Problem in Euroland sind also nicht so sehr die S&uuml;dl&auml;nder, sondern die Deutschen. Sie haben mit ihrer Sparwut das System aus dem Gleichgewicht gebracht und mit dem Euro daf&uuml;r gesorgt, dass dieses System nicht mehr flexibel darauf reagieren kann. Das britische Pfund und der Dollar haben seit dem Herbst 2008 gegen&uuml;ber dem Euro massiv an Wert eingeb&uuml;sst und haben so der englischen, respektive amerikanischen Wirtschaft zu mehr Wettbewerbsf&auml;higkeit verholfen. Euroland hingegen bleibt eingezw&auml;ngt ins starre Konzept der Einheitsw&auml;hrung, obwohl die PIGS (Portugal, Irland, Italien, Griechenland und Spanien) &ndash; so nennt man die S&uuml;dl&auml;nder neuerdings &ndash; dringend auf eine Abwertung ihrer W&auml;hrung angewiesen w&auml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/wirtschaft\/konjunktur\/Schuld-sind-die-Deutschen\/story\/25679699\">Tages Anzeiger<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>IWF pl&auml;diert f&uuml;r h&ouml;heres Inflationsziel<\/strong><br>\nSo regt Blanchard an, die Notenbanken m&ouml;gen sich von ihrem international akzeptierten Inflationsziel von rund zwei Prozent verabschieden und vier Prozent ins Auge fassen. Die zwei Prozent h&auml;tten vielleicht in eine Zeit gepasst, die durch geringe Schwankungen der Volkswirtschaften gekennzeichnet gewesen sei. Doch diese Zeiten seien durch die Krise beendet worden. Schlimmer noch: Das zu niedrige Inflationsziel mache die Geldpolitik im Falle eines gro&szlig;en Schocks zu rasch wirkungslos. Denn die Notenbankzinsen k&ouml;nnen nur auf null Prozent gesenkt werden. Ein h&ouml;heres Inflationsziel w&uuml;rde dagegen automatisch mit h&ouml;heren Notenbankzinsen einhergehen &ndash; und damit im Fall eines starken Wirtschaftseinbruchs der Notenbank mehr Man&ouml;vriermasse gew&auml;hren. &Auml;hnlich klar und dennoch umstritten &auml;u&szlig;ert sich Blanchard zu der Aufgabe der Notenbank, &Uuml;bertreibungen an den Finanzm&auml;rkten zu bek&auml;mpfen. Die vor allem in Deutschland aber auch bei der Bank f&uuml;r Internationalen Zahlungsausgleich BIZ beliebte Forderung, die Notenbank m&uuml;sse sich mit ihrem Zinsinstrument gegen die Spekulation lehnen, st&ouml;&szlig;t beim IWF-Chefvolkswirt auf wenig Gegenliebe. Er pl&auml;diert daf&uuml;r, die Spekulanten mit Regulierung zu z&auml;hmen, nicht mit h&ouml;heren Zinsen. Die Regulierung sei diskretion&auml;r einzusetzen, je nachdem, wo sich die &Uuml;bertreibungen zeigten: Am Immobilienmarkt, an der B&ouml;rse oder bei der Verschuldung der Banken. In noch vier weiteren Punkten attackiert Blanchard die Standardargumente der &Ouml;konomen: So r&auml;umt er ein, dass es f&uuml;r kleinere L&auml;nder sinnvoll sein kann, sich durch Eingriffe am Devisenmarkt der Kapitalstr&ouml;me zu erwehren.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2311339&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.imf.org\/external\/pubs\/ft\/survey\/so\/2010\/INT021210A.htm\">IMF<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.imf.org\/external\/pubs\/ft\/spn\/2010\/spn1003.pdf\">IMF &ndash; Rethinking Macroeconomic Policy [PDF &ndash; 207 KB]<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Olaf Henkel: Der h&auml;ssliche Deutsche<\/strong><br>\nWie es deutsche &bdquo;Talkshow&ouml;konomen&ldquo; geschafft haben, die deutsche Bev&ouml;lkerung glauben zu lassen, sie vertr&auml;ten wissenschaftlich neutrale oder gar gesicherte Thesen, bleibt ein Geheimnis. International werden unsere allwissenden Vordenker jedoch bestenfalls bel&auml;chelt. Normalerweise st&ouml;rt sich die Zunft nicht sonderlich an der fehlenden internationalen Reputation. Manchmal steht ihnen jedoch ihr &uuml;bergro&szlig;es Ego im Weg. So geschehen im Falle Hans Olaf Henkel, der offensichtlich einen lapidar absch&auml;tzigen Kommentar des &Ouml;konomen James K. Galbraith pers&ouml;nlich nahm, &ouml;ffentlich zur&uuml;ckholzte und dabei mit voller Wucht in das Rassismus-Fettn&auml;pfchen trat &ndash; in den USA eine Tods&uuml;nde. Da war er wieder, der h&auml;ssliche Deutsche, der Rassist in Nadelstreifen. Das progressive Amerika zeigt sich emp&ouml;rt und fordert von Henkels Arbeitgeber, der Bank of America, den sofortige Rauswurf ihres &bdquo;Senior Advisors&ldquo;. Ein Sturm im Wasserglas, in Deutschland gelten M&auml;nner wie Henkel nicht als die Extremisten, die sie eigentlich sind, sondern als gem&auml;&szlig;igte M&auml;nner der Mitte &ndash; beileibe kein Ruhmesblatt f&uuml;r unser Land.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/1934\/der-hassliche-deutsche\">Spiegelfechter<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung: <\/strong>Siehe dazu schon <a href=\"?p=4517\">&bdquo;In den USA wundert man sich &uuml;ber Henkel, Sarrazin und Co.&ldquo;<\/a> und <a href=\"?p=4520\">&bdquo;Erfolge beim Aufbau von Gegen&ouml;ffentlichkeit nicht unter den Teppich kehren&ldquo;<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Griechische Finanzkrise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li>\n<strong>EU sucht Mittel gegen Griechenland-Spekulation<\/strong><br>\nNach Einsch&auml;tzung von Experten haben spekulative Investoren die griechische Schuldenkrise versch&auml;rft, indem sie CDS (Kreditausfallversicherungen) kauften, ohne selbst griechische Staatsanleihen zu besitzen. Das habe die Risikoaufschl&auml;ge auf griechische Anleihen gegen&uuml;ber Bundesanleihen hochgetrieben.<br>\nDie Euro-Finanzminister sprachen am Montagabend &uuml;ber Ma&szlig;nahmen gegen solche Wetten. Auch die EU-Kommission untersucht die CDS-M&auml;rkte f&uuml;r Staatsanleihen. &ldquo;Das ist jetzt ein Thema&rdquo;, sagte ein ranghoher Beamter. &ldquo;Regulierer und Aufseher haben in den Derivatem&auml;rkten generell zu wenig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/maerkte\/anleihen-devisen\/:staatsanleihen-eu-sucht-mittel-gegen-griechenland-spekulation\/50074825.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Thomas Fricke &ndash; Vom Kasino in die Anstalt<\/strong><br>\nDer Grieche ist unartig. Deshalb kriegt er ordentlich Risikozuschl&auml;ge vom Finanzmarkt. Deshalb tanzen EU-Regierungschefs im Dreieck, und der griechische ist arg bem&uuml;ht, die W&uuml;nsche des Finanzmarkts zu erf&uuml;llen, um die f&uuml;rchterlich erschrockenen Finanzmenschen vor schlimmer Nervosit&auml;t zu bewahren. Sonst kommt der Staatsbankrott. Darf&rsquo;s noch ein bisschen mehr K&uuml;rzung von Staatsausgaben sein? Oder lieber noch ein sch&ouml;ner Schub Steuererh&ouml;hungen? Was sich da gerade rund um Griechenlands Schicksal abspielt, hat groteske Z&uuml;ge. Da kuschen Politiker unter Einfluss theologischer Glaubenss&auml;tze vor dem Urteil von Leuten, die eben erst eindrucksvoll demonstriert haben, wie sehr sie schon mit der Risikokalkulation einzelner Banken &uuml;berfordert sind; wie schnell sie abseitigen Herdentrieben erliegen oder einer destabilisierenden Spekulationslust. Die urteilen jetzt &uuml;ber die Risiken ganzer Volkswirtschaften. Wobei sie gerade erst von jenen Regierungen mit viel Geld vor dem eigenen Bankrott gerettet wurden, &uuml;ber deren Solidit&auml;t sie nun unbek&uuml;mmert wieder befinden.<br>\nGemessen an der H&ouml;he der Staatsschulden g&auml;be es weltweit noch ganz andere Kandidaten, die seit Jahren pleitegehen m&uuml;ssten. Etwa die Japaner, die auf eine Quote von 200 Prozent der Wirtschaftsleistung zusteuern, w&auml;hrend die Griechen bei 120 Prozent d&uuml;mpeln. Nimmt man die Verschlechterung seit Ausbruch der &ndash; &uuml;brigens auch nicht griechischen &ndash; Finanzkrise, schneiden die Hellenen mit einem Schuldenanstieg unter 20 Prozentpunkten besser ab als Amerikaner (30), Briten (36) oder Iren (53), und auch besser als der OECD-Schnitt mit 24 Prozentpunkten. Gerade das Griechen-Bashing angloamerikanischer Marktakteure steht in kuriosem Kontrast dazu, dass Amerikaner und Briten ein ebenso hohes laufendes Staatsdefizit von mehr als zehn Prozent haben &ndash; mit dem Unterschied, dass sie, anders als die Griechen, nicht einmal versuchen, das Defizit bald in die N&auml;he von drei Prozent zu bringen.<br>\nEs w&auml;re gar nicht so weit gekommen wie jetzt, h&auml;tten Angela Merkel und ihre Freunde schon im Herbst klargemacht, dass sie von der griechischen Regierung zwar einen vern&uuml;nftigen Abbau des Staatsdefizits einfordern, sich ansonsten aber jedem Versuch entgegenstellen, das Land in den Ruin zu spekulieren. Wenn Spekulanten ernsthaft f&uuml;rchten m&uuml;ssen, sich beim Abschussversuch die Finger zu verbrennen, werden sie es erst gar nicht versuchen.<br>\nDie Zeit blinden Vertrauens in teils bizarre, teils pathologische Urteilsausfl&uuml;ge von Finanzmarktmenschen sollte nach der Erfahrung der j&uuml;ngsten Finanzkrise vorbei sein. Das gilt auch, wenn es Griechen trifft. Wir brauchen weder Kasino- noch Anstaltskapitalismus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/:kolumne-thomas-fricke-vom-kasino-in-die-anstalt\/50073056.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Goldman Sachs. Ein vergessener Deal erregt die Gem&uuml;ter<\/strong><br>\nGoldman Sachs half Griechenland vor Jahren, den Haushalt zu sch&ouml;nen &ndash; die deutsche Politik zeigt sich emp&ouml;rt. Einfach gesagt, tauschte Griechenland im Jahr 2002 einen Teil seiner Dollar- und Yen-Schulden mithilfe der US-Bank in Euro um. Das Gesch&auml;ft hatte ein Volumen von rund zehn Milliarden Dollar. Weil aber nicht aktuelle, sondern g&uuml;nstigere Wechselkurse vereinbart wurden, floss Griechenland etwa eine Milliarde Euro zu &ndash; ein heimlicher Kredit. Irgendwann, 15 oder 20 Jahre sp&auml;ter, muss Griechenland den gesamten Swap zur&uuml;ckzahlen. Aber nicht mehr an das US-Institut: Es hat den Titel 2005 an eine griechische Bank weiterverkauft und ist aus der Sache komplett drau&szlig;en. Weil Goldman Sachs eine konservative Adresse ist, sicherte man sich schon zu Anfang ab, wie &bdquo;Risk&ldquo; einst berichtete: Mit der Deutschen Pfandkredite Bank (Depfa) wurde ein Kreditausfall-Swap abgeschlossen. Es ist hier nur eine Fu&szlig;note, aber die Depfa ging 2007 in der inzwischen verstaatlichten Hypo Real Estate auf &ndash; und es sind just die riskanten Depfa- Deals, die die M&uuml;nchner Konzernmutter an den Rand der Pleite gef&uuml;hrt haben.<br>\n&Auml;hnliche Deals machten schon Ende der 90er Jahre Schlagzeilen, als Italien ebenfalls mit Swap-Gesch&auml;ften den Staatshaushalt sch&ouml;n rechnete. Trotzdem schl&auml;gt die Goldman-Griechenland-Geschichte neue Wellen &ndash; denn sie zeigt, wie das Sorgenkind Griechenland, heute mit rund 200 Milliarden Euro verschuldet und auf Unterst&uuml;tzung der EU angewiesen, schon kurz nach dem Eurobeitritt zu mogeln begann. Und schlie&szlig;lich ist seit 2002 auch viel passiert: Diese Art von Gesch&auml;ften gilt als eine Ursache der Finanzkrise. Dass die Risiken von US-Immobilienkrediten in der ganzen Welt gestreut wurden, war inzwischen hinl&auml;nglich bekannt. Dass aber auch Staatsschulden verbrieft, neu verpackt und weitergereicht wurden &ndash; das dringt erst jetzt durch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/Griechenland-Goldman-Sachs;art271,3031745?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Griechenlands Krise ist gut f&uuml;r den Euro<\/strong><br>\nManchmal gibt es nichts Besseres als eine richtige Krise. Sie legt offen, an was man alles nicht gedacht hatte, als man sich einst voller Gottvertrauen und mit den besten Absichten auf ein langfristiges Projekt einlie&szlig;, ob auf Ehe, Beruf oder eben W&auml;hrungsunion, und dass es mit einem &ldquo;weiter so!&rdquo; nicht getan ist. Neue Sicherungen m&uuml;ssen her, oder das Projekt muss aufgegeben werden. Zun&auml;chst einmal etwas Banales: In einer tiefen Rezession ist ein schwacher Wechselkurs genau das, was der Arzt verschreiben w&uuml;rde. Griechenland ist daf&uuml;r verantwortlich, dass der Euro jetzt nur noch 1,37 Dollar kostet, statt 1,51 wie noch vor zweieinhalb Monaten. Einen offenen Abwertungswettlauf kann niemand wollen, weil der fast zwingend zu Protektionismus und einem Zusammenbruch des Welthandels, also zu allgemeinen Wohlstandsverlusten f&uuml;hren w&uuml;rde &ndash; wenn uns aber eine Abwertung gewisserma&szlig;en geschenkt wird, k&ouml;nnen wir uns dar&uuml;ber freuen. De facto senken wir unser Lohnniveau und bieten unsere Produkte billiger an. Ausl&auml;ndische G&uuml;ter und Dienstleistungen werden gleichzeitig teurer. Beides stabilisiert die Besch&auml;ftigung innerhalb der W&auml;hrungsunion.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2010\/02\/08\/griechenlands-krise-ist-gut-fur-den-euro_1354\">Zeitblog herdentrieb<\/a>\n<\/li>\n<p><em>Dazu auch:<\/em><\/p>\n<li><strong>Die Abwertung des Euro ist eher Segen als Fluch<\/strong><br>\nInterview mit Peter Bofinger:\n<blockquote><p> Es ist emp&ouml;rend, dass Finanzinstitute, die vor gut einem Jahr von den europ&auml;ischen Regierungen und der Europ&auml;ischen Zentralbank gerettet wurden, jetzt zum Dank versuchen, die europ&auml;ische W&auml;hrung zu zerst&ouml;ren. Dem muss die Politik entgegentreten. Eine gemeinsame Haftung verhindert, dass eine Attacke auf einzelne Mitgliedsl&auml;nder m&ouml;glich ist. Die Schwachstelle des Euro-Raums besteht darin, dass eine Finanzpolitik aus einem Guss fehlt.<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/die_abwertung_des_euro_ist_eher_segen_als_fluch_1.4954577.html?printview=true\">NZZ<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Immobilienblase: US-Experten f&uuml;rchten den n&auml;chsten Mega-Crash<\/strong><br>\nDie US-Regierung verbreitet Optimismus, die Rezession sei &uuml;berstanden. Doch renommierte Experten widersprechen: Sie warnen vor einem neuen, katastrophalen Crash. Diesmal auf dem Markt f&uuml;r Gewerbeimmobilien samt riesigen Mietwohnungskomplexen. Betroffen w&auml;re fast jeder Amerikaner &ndash; und indirekt die Deutsche Bank.<br>\nAnlass der Demonstration in Stuyvesant Town war der gr&ouml;&szlig;te Immobiliendeal der US-Geschichte, der in nicht mal vier Jahren zum gr&ouml;&szlig;ten Flop mutiert ist. 5,4 Milliarden Dollar hatten der Baukonzern Tishman Speyer und der Verm&ouml;gensverwalter BlackRock 2006 f&uuml;r den Komplex und seine Nachbarsiedlung Peter Cooper Village hingebl&auml;ttert. Doch jetzt mussten sie klein beigeben: Der Mammutkredit wuchs ihnen &uuml;ber den Kopf &ndash; schlie&szlig;lich waren sie gezwungen, die 110 H&auml;user mit 11.232 Wohnungen an ihre Gl&auml;ubiger abzutreten. Damit ist das Schicksal der rund 25.000 Bewohner nun abermals offen.<br>\nDabei steckt hinter dem Milliardenskandal noch weit mehr: Er ist eines der wenigen bereits sichtbaren Symptome einer drohenden neuen Finanzkrise. Noch ist sie nicht ausgebrochen, doch sie k&ouml;nnte die US-Wirtschaft schon bald erneut in die Tiefe rei&szlig;en&hellip;<br>\nZwei ungl&uuml;ckliche Entwicklungen kommen dabei zusammen. Einerseits wurden die Darlehen zum H&ouml;hepunkt der Immobilienblase abgeschlossen, als die Liegenschaften &ndash; und Kredite &ndash; v&ouml;llig &uuml;berpreist waren. Andererseits f&uuml;hrte die Rezession zum Einbruch beim Einzelhandel, zu Gesch&auml;ftsschlie&szlig;ungen, sinkender Nachfrage nach Gewerbeimmobilien, sinkenden Mieten und wachsendem Inventar &ndash; ein Teufelskreis.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,678126,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Schwarzbuch Deutsche Bahn: Global handeln, lokal versagen<\/strong><br>\nDas &ldquo;Schwarzbuch Deutsche Bahn&rdquo; rechnet mit der &Auml;ra Mehdorn ab und warnt vor einem B&ouml;rsengang.<br>\nDie Abwicklung des erfolgreichen Interregios, die Planung von fragw&uuml;rdigen Prestigeprojekten wie Stuttgart 21 und den Neubau der Hochgeschwindigkeitsstrecke N&uuml;rnberg-Erfurt, die Sicherheitsprobleme von ICE-Achsen, die Bespitzelung der eigenen Mitarbeiter, das Ausquetschen der Berliner S-Bahn. Gezeichnet wird das Bild eines staatseigenen Unternehmens, das sich lieber in der Weltgeschichte &ndash; Stichwort: &ldquo;globaler Logistikkonzern&rdquo; &ndash; herumtreibt und seine Bilanzen f&uuml;r den gl&uuml;cklicherweise vorerst gescheiterten B&ouml;rsengang &ndash; &ldquo;eine beispiellose Verschleuderung von Volksverm&ouml;gen&rdquo; &ndash; aufh&uuml;bscht, anstatt sich um das Naheliegende zu k&uuml;mmern: f&uuml;r einen attraktiven, bezahlbaren und vor allem zuverl&auml;ssigen Zugverkehr im ganzen Land zu sorgen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/wirtschaft\/artikel\/1\/global-handeln-lokal-versagen\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Kartellamtschef kritisiert Pl&auml;ne f&uuml;r Apothekerschutz<\/strong><br>\nKlientelpolitik: Mit diesem Vorwurf muss sich Schwarz-Gelb sp&auml;testens seit der Sonderbehandlung f&uuml;r Hotels auseinandersetzen. Deutschlands oberster Kartellw&auml;chter glaubt, bei den Pillenverk&auml;ufern ein weiteres Beispiel entdeckt zu haben.<br>\nMit seiner Kritik greift der Kartellamtschef die Wirtschaftspolitiker von Union und FDP an. Auf ihr Dr&auml;ngen war das Verbot der sogenannten Pick-up-Stellen der Versandh&auml;ndler in den Koalitionsvertrag aufgenommen worden. Pick-up-Stellen k&ouml;nnen Tankstellen, Drogeriem&auml;rkte oder kleine Gesch&auml;fte sein, in denen Kunden von Versandh&auml;ndlern ihre Medikamente abholen k&ouml;nnen. Die Kunden haben davon Vorteile, sie erhalten zumindest die frei verk&auml;uflichen Medikamente so oft g&uuml;nstiger.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:lobby-politik-kartellamtschef-kritisiert-plaene-fuer-apothekerschutz\/50074578.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Schwarz-Gelb hei&szlig;t Schwarz-Geld<\/strong><br>\nInsgesamt haben alle Parteien zusammen mehr als 20 Millionen Euro an Spenden aus der Wirtschaft erhalten.<br>\nMit rund 7,5 Millionen Euro bekam dabei die CDU das meiste Geld von Unternehmen. Auf der CDU-Spenderliste sind mehr als 50 Unternehmen verzeichnet.<br>\nDie Schwesterpartei CSU sammelte knapp 6,4 Millionen Euro von &uuml;ber 40 Unternehmen, gefolgt von der FDP, die 2,69 Millionen Euro an solchen Zuwendungen verbuchen konnte. Knapp dahinter lag die SPD mit fast 20 Firmenspenden im Gesamtwert von 2,67 Millionen Euro. Bei den Gr&uuml;nen landeten acht solcher Spenden meist von Gro&szlig;unternehmen, die sich insgesamt auf mehr als 490.000 Euro summierten. Nur die Linkspartei ging wie in den Jahren zuvor leer aus.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/31\/503255\/text\/\">SZ<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/bundestag\/parteienfinanzierung\/fundstellen50000\/2009\/index.html\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Scrollen Sie einfach einmal die Liste der Spender durch und Sie werden viele politische Entscheidungen besser nachvollziehen k&ouml;nnen.<\/em><\/p>\n<p>Die Antikorruptionsorganisation Transparency International Deutschland e.V. fordert, die Regelungen zur Parteienfinanzierung fortzuentwickeln. Michael Ko&szlig;, Parteienfinanzierungsexperte von Transparency Deutschland: &ldquo;Im internationalen Vergleich sind die Regelungen gar nicht so schlecht, aber sie sind nicht gut genug. Die Anspr&uuml;che der B&uuml;rger an Transparenz steigen und das zu Recht.&rdquo;<br>\nIm Einzelnen fordert Transparency: <\/p>\n<ol>\n<li>Begrenzung der Spenden an Parteien auf max. 50.000 Euro pro Jahr und Unternehmen\/Verband\/Person. Eine Obergrenze von 50.000 Euro w&uuml;rde den Debatten &uuml;ber den unlauteren Einfluss von Gro&szlig;spenden die Grundlage entziehen.\n<\/li>\n<li>Unmittelbare Ver&ouml;ffentlichung aller Spenden an Parteien ab 10.000 Euro; diese werden zurzeit erst bis zu 18 Monate sp&auml;ter ver&ouml;ffentlicht.\n<\/li>\n<li>&Uuml;bergang der Kontrolle der Parteienfinanzierung auf ein weisungsungebundenes Kontrollgremium mit ausreichend Kontrollm&ouml;glichkeiten, Expertise und Personal. <\/li>\n<li>Vollst&auml;ndiges Verbot von Spenden an Abgeordnete. Damit w&uuml;rde ein Hindernis auf dem Weg zur Ratifizierung der UN-Konvention gegen Korruption beseitigt.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.compliancemagazin.de\/gesetzestandards\/deutschland\/politik\/transparency160210.html%20\">Compliance Magazin<\/a><\/p>\n<p>Die Partei DIE LINKE fordert, Unternehmensspenden ganz zu verbieten.<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Der Weg in die Schweiz f&uuml;hrt &uuml;ber die Steueroase Deutschland<\/strong><br>\nWenn Datensch&uuml;tzer und B&uuml;rgerrechtsgruppen rechtswidrige Praktiken des Staates anprangern, dann ist das nachvollziehbar und ehrenwert. Sie lehnen rechtswidrige Praktiken des Staates ab, die im Namen der Staatsraison elementare Schutzrechte der B&uuml;rger aufgeben bzw. au&szlig;er Kraft setzen.<br>\nWenn hingegen der Vorwurf vor allem aus den Reihen der CSU\/CDU und FDP kommt, wo es hei&szlig;t, man ruiniere damit den Rechtsstaat und f&ouml;rdere das Denunziantentum, dann leiden diese Politiker zuallererst an akutem Ged&auml;chtnisschwund. Es ist n&auml;mlich Alltagspraxis der Verfolgungsbeh&ouml;rden geworden, &ldquo;Quellen&rdquo;, die selbst Straftaten begangen haben, &ldquo;abzusch&ouml;pfen&rdquo;, V-M&auml;nner einzusetzen, die &ldquo;milieugerechte&rdquo; Straftaten begehen d&uuml;rfen, um so an &ldquo;Zielpersonen&rdquo; und Beweismittel heranzukommen. Sich &ldquo;mit Dieben gemein machen&rdquo;, den Rechtsstaat mit rechtswidrigen Mitteln verteidigen zu wollen, ist diesen CSU\/CDU- und FDP-Politiker nur jetzt und ausnahmsweise ein Gr&auml;uel. Wenn also diese Praxis auch auf F&auml;lle der Steuerhinterziehung angewandt wird, dann wird im besten Fall eine Sonderschutzzone f&uuml;r Spitzenverdiener betreten, die ansonsten f&uuml;r tabu erkl&auml;rt wird.<br>\nW&auml;hrend man gut desinformiert dar&uuml;ber streitet, ob man sich f&uuml;r gesch&auml;tzte 200 bis 400 Millionen Euro auch mal krimineller Methoden bedienen kann, geht die schlichte Frage v&ouml;llig im Get&ouml;se unter: Warum greift der Staat nicht nach dem Geld, dass nach bestehendem Steuerrecht in Milliarden-H&ouml;he auf der Stra&szlig;e liegt?<br>\n&Uuml;bereinstimmenden Sch&auml;tzungen zufolge werden in Deutschland j&auml;hrlich 30 bis 40 Milliarden Euro an Steuern hinterzogen. Das Geld liegt buchst&auml;blich vor den T&uuml;ren der Finanz&auml;mter, ohne dass jemand hinausgeht, um es einzusammeln. Um diese Summe einzutreiben, braucht man keine neuen, sch&auml;rferen Gesetze. Man m&uuml;sste nur die bestehenden konsequent anwenden.<br>\n30 bis 40 Milliarden Euro j&auml;hrlich mehr im Staatshaushalt zu haben, w&uuml;rde jeder Regierung gut tun. Warum haben alle Regierungen der letzten Jahrzehnte darauf verzichtet, ganz gleich ob es sich um eine CDU &ndash; oder SPD-gef&uuml;hrte Regierung handelt oder um eine Gro&szlig;e Koalition? Warum stockt man nicht die Zahl der Steuerfahnder in den Finanz&auml;mter um das f&uuml;nffache um &ndash; die einzige Beh&ouml;rde, die ihre Kosten selbst einspielt?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/32\/32067\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Paris geht gegen Steuerparadiese vor<\/strong><br>\nFrankreich macht ernst: Im Kampf gegen Steuers&uuml;nder hat das Land eine eigene &ldquo;schwarze Liste&rdquo; mit rund 18 Steuerparadiesen aufgestellt. Ab M&auml;rz werden Unternehmen, die Gesch&auml;fte in die L&auml;nder und Gebiete machen, st&auml;rker besteuert<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2313978&amp;em_loc=1231&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_polstart\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Zwei Punkte: Nationale Ma&szlig;nahmen sind sinnvoll und m&ouml;glich. Die OECD-Definition f&uuml;r Steueroasen ist nicht ausreichend. Wie es besser geht, zeigt der Schattenfinanzindex der Nichtregierungsorganisation&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.taxjustice.net\/cms\/front_content.php?idcat=2&amp;idart=2&amp;client=1&amp;changelang=2\">Tax Justice Network (Netzwerk f&uuml;r Steuergerechtigkeit) <\/a>beispielhaft auf. Leider hat sich Sarkozy nicht getraut, die USA ins Visier zu nehmen. Sonst h&auml;tte Delaware, Spitzenreiter auf dem <a href=\"http:\/\/www.financialsecrecyindex.com\">Schattenindex, mit auf die Liste geh&ouml;rt<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Riester kommt teuer<\/strong><br>\nDie Bundestagsfraktion Die Linke wirft der Bundesregierung vor, die Kosten der staatlichen F&ouml;rderung der Riester-Rente klein zu rechnen. Anders als in der Antwort auf eine Kleine Anfrage in der Bundestagsdrucksache vom 22. Januar dargestellt, habe der Gesamtaufwand des Staates im vergangenen Jahr nicht bei knapp 2,5 Milliarden Euro, sondern bei 3,5 Milliarden Euro gelegen, moniert der rentenpolitische Sprecher von Die Linke, Matthias Birkwald.<br>\nSeit der Einf&uuml;hrung der Riester-Rente beliefen sich die Gesamtausgaben nicht auf 6,4 Milliarden Euro, sondern auf knapp 8,7 Milliarden Euro, berichtet Birkwald.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/2315396_Kapitalanlage-Riester-kommt-teuer.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Erholung und Sorgen kapitalgedeckter Altersvorsorge in Zeiten der Krise<\/strong><br>\nNach Angaben der OECD haben die kapitalgedeckten Rentensysteme in den OECD-L&auml;ndern von den 5,4 Billionen USD Verlusten im Jahr 2008 schon in der ersten Jahresh&auml;lfte 2009<br>\n1,5 Billionen wieder aufgeholt. Das Defizit der leistungsdefinierten Rentenpl&auml;ne im OECD-Raum<br>\nverringerte sich von durchschnittlich 24% Ende 2008 auf 18% Ende Juni 2009. Dies war einerseits einer verbesserten Ertragslage zu verdanken, andererseits aber auch h&ouml;heren<br>\nDiskontierungs-S&auml;tzen. Dennoch &ndash; so die Sch&auml;tzung einer vom Europ&auml;ischen Parlament in Auftrag gegebenen Studie &ndash; hat die &bdquo;Krise&ldquo; bis heute ca. 15,8 % Verm&ouml;genswerte der Pensionsfonds vernichtet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutsche-sozialversicherung.de\/de\/europa\/dokumente\/dl2\/Eureport_2010-1.pdf\">Eureport social S. 34ff. [PDF &ndash; 491 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Krankenh&auml;user: &ldquo;Privatisierungen stoppen&rdquo;<\/strong><br>\nNadja Rakowitz, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin des Vereins demokratischer &Auml;rztinnen und &Auml;rzte, fordert im FR-Interview eine Kehrtwende bei der Privatisierung von Krankenh&auml;usern.<br>\nFR: Haben die Privatisierungen das Gesundheitswesen ver&auml;ndert?<br>\nRakowitz: Sie sind nur Teil des Problems der &Ouml;konomisierung. Die &ouml;ffentlichen Krankenh&auml;user stehen inzwischen unter dem gleichen Druck wie die privaten. Sie stehen miteinander im Wettbewerb. Deshalb sind auch &ouml;ffentliche H&auml;user gezwungen, vorrangig unter &ouml;konomischen Aspekten zu handeln.<br>\nFR: Was unterscheidet die Privaten dann noch von den &Ouml;ffentlichen?<br>\nRakowitz: Private Betreiber wie Rh&ouml;n oder Helios m&uuml;ssen aus dem Krankenhausgeschehen selbst noch Profit erwirtschaften. Das verst&auml;rkt den &ouml;konomischen Druck noch mal. Der Profit wird aus dem Gesundheitswesen herausgezogen, flie&szlig;t nicht dahin zur&uuml;ck. Dem Beitragszahler wird also Geld entzogen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/frankfurt_und_hessen\/nachrichten\/hessen\/2315825_Nadja-Rakowitz-Privatisierungen-stoppen.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Dresden &ndash; Massenblockaden gegen Neonazis<\/strong><br>\nHier der Versuch eines Abrisses der Geschehnisse gestern in Dresden Neustadt. Als &uuml;ber 10.000 Menschen den gr&ouml;&szlig;ten europ&auml;ischen Naziaufmarsch verhinderten.<br>\nAlles in Allem tats&auml;chlich ein gro&szlig;er Tag f&uuml;r die antifaschistische Bewegung. Europas gr&ouml;&szlig;ter regelm&auml;&szlig;iger Naziaufmarsch wurde nach &uuml;ber 10 Jahren endlich verhindert. M&ouml;glich wurde der Erfolg durch gute Vorbereitung und das &uuml;berlegte und entschlossene Vorgehen der Nazigegner. Insbesondere allen Unterst&uuml;tzern von au&szlig;erhalb sei an dieser Stelle nochmals ausdr&uuml;cklich f&uuml;r ihren support gedankt. Sowas hat`s hier in Dresden noch nie gegeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.indymedia.org\/2010\/02\/273237.shtml\">indymedia<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h24\"><\/a><strong>Aktion innerhalb der CDU: Linkstrend stoppen<\/strong><br>\n800 neue Unterzeichner, zahlreiche JU\/CDU-Funktionstr&auml;ger dabei, gro&szlig;es Medienecho, viele junge Unterst&uuml;tzer bei Facebook und in der Blogosph&auml;re<br>\nAufregung in der CDU-Parteizentrale: &ldquo;Der CDU einen Linkstrend zu unterstellen ist absurd!&rdquo; erkl&auml;rte Generalsekret&auml;r Hermann Gr&ouml;he gegen&uuml;ber der WELT und der Parlamantarische Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Peter Altmaier beteuerte heute im Deutschlandfunk: &ldquo;Ich kann in der CDU keinen Linksruck erkennen!&rdquo;. Grund f&uuml;r die eiligen Dementis der hohen Funktion&auml;re: Das &ldquo;Manifest gegen den Linkstrend&rdquo; von 18 bekannten CDU-Mitgliedern und konservativen Intellektuellen hat in zwei Tagen mehr als 800 neue Unterzeichner gefunden, darunter zahlreiche JU\/CDU-Ort- und Kreisvorst&auml;nde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linkstrend-stoppen.de\/\">Aktion Linkstrend stoppen<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Das ist nicht etwa ein versp&auml;teter Karnevalsscherz. Zum Gl&uuml;ck best&auml;tigen uns Gr&ouml;he und Altmaier in unserer schon oft dargestellten Position: Der CDU einen Linkstrend zu unterstellen, ist in der Tat absurd.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h25\"><\/a><strong>Bildungsmisere<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>OECD-Studie: Reicher Papa, reicher Sohn<\/strong><br>\nIn allen 31 L&auml;ndern der OECD h&auml;ngt das eigene Berufseinkommen auch vom famili&auml;ren Hintergrund ab. War Papa Chef, z&auml;hlt meist auch der Sohn zu den Spitzenverdienern. Doch es gibt Unterschiede. In D&auml;nemark etwa sind die Aussichten deutlich gr&ouml;&szlig;er als in den USA, vom Tellerw&auml;scher zum Million&auml;r aufzusteigen. W&auml;hrend in dem skandinavischen Land der &ouml;konomische Vor- oder Nachteil des Vaters im Schnitt nur zu 15 Prozent an das Kind weitergegeben wird, sind es in den Staaten, Italien und Gro&szlig;britannien fast 50 Prozent. Deutschland liegt mit 32 Prozent in der Mitte.\n<p>Einen gro&szlig;en Einfluss &uuml;bt der Studie zufolge das Schulsystem aus. Vor allem wenn es fr&uuml;h trenne, sei der Teufelskreis &ndash; einmal arm, immer arm &ndash; kaum zu durchbrechen. Werden die Kinder dagegen erst mit 16 Jahren statt mit zehn separiert, sinke der Einfluss der sozialen Herkunft auf die Erfolgsaussichten auf ein Drittel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/2296711_OECD-Studie-Reicher-Papa-reicher-Sohn.html\">FR<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Bildungsfinanzierung<\/strong><br>\nIm Herbst 2008 haben Bund und L&auml;nder vor diesem Hintergrund auf dem so genannten Bildungsgipfel vereinbart, die Bildungsausgaben bis 2015 auf 10 Prozent des Bruttoinlandsprodukts anzuheben. CDU, CSU und FDP haben in ihrem Koalitionsvertrag f&uuml;r die laufende Legislaturperiode festgelegt, dass der Bund bis 2013 insgesamt 12 Mrd. Euro zus&auml;tzlich f&uuml;r Bildung und Forschung ausgeben soll.<br>\nVon den zus&auml;tzlichen Mitteln f&uuml;r Bildung und Forschung im Regierungsentwurf 2010 in H&ouml;he von 750 Mio. Euro aus dem 12-Mrd.-Euro-Programm stehen im Einzelplan 30 593 Mio. Euro zur Verf&uuml;gung. &Uuml;ber die Verteilung der verbleibenden Mittel aus dem 12-Mrd.-Euro-Programm &uuml;ber den Zeitraum 2011 bis 2013 wird im Rahmen k&uuml;nftiger Haushaltsaufstellungen entschieden.<br>\nIm Koalitionsvertrag wurde festgelegt, die Mittel f&uuml;r Bildung und Forschung in den Jahren 2010 bis 2013 um insgesamt 12 Mrd. Euro zu erh&ouml;hen. Eine erste Tranche in H&ouml;he von 750 Mio. Euro wurde mit dem 2. Regierungsentwurf zum Bundeshaushalt 2010 umgesetzt. Davon entfallen 350 Mio. Euro auf zus&auml;tzliche Ma&szlig;nahmen im Bereich Bildung und 400 Mio. Euro auf zus&auml;tzliche Ma&szlig;nahmen f&uuml;r den Bereich Forschung.<br>\nHiervon erhalten f&uuml;r Bildung das Bundesministerium f&uuml;r Bildung und Forschung 293,8 Mio. Euro, das Ausw&auml;rtige Amt 12,2 Mio. Euro und das Bundesministerium des Innern 44 Mio. Euro, mit denen zus&auml;tzliche Ma&szlig;nahmen zur Verbesserung der Qualit&auml;t von Bildung und Erziehung, die Er&ouml;ffnung von Ausbildungschancen f&uuml;r alle sowie die Verbesserung der Qualit&auml;t von Studium und Lehre erm&ouml;glicht werden.<br>\nF&uuml;r die Forschung erh&auml;lt das Bundesministerium f&uuml;r Bildung und Forschung 300 Mio. Euro, mit denen zus&auml;tzliche Ma&szlig;nahmen insbesondere in den Bereichen Energie\/Klima, Sicherheit, Gesundheit\/Ern&auml;hrung, Mobilit&auml;t, Kommunikation, Batterieforschung, Medizintechnik sowie zur Verst&auml;rkung der Mittelstandsf&ouml;rderung durch &bdquo;KMU-innovativ&ldquo; erm&ouml;glicht werden.<br>\nDas Bundesministerium f&uuml;r Wirtschaft und Technologie erh&auml;lt hier 100 Mio. Euro, mit denen Ma&szlig;nahmen in den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Energie, Informations- und Kommunikationstechnik sowie zur F&ouml;rderung des innovativen Mittelstands verst&auml;rkt werden sollen.<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/100217_hinweise_bildungsfinanzierung.pdf\">Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE Drucksache 17\/640 [PDF &ndash; 94 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> 12 Milliarden zus&auml;tzlich in 4 Jahren, das hie&szlig;e pro Jahr wenigstens 3 Milliarden Euro. Im ersten Jahr waren es bestenfalls gerade einmal 750 Millionen, davon 593 Millionen im Bildungsressort. Der Rest soll in k&uuml;nftigen Haushalten entschieden werden, bleibt also angesichts der Finanzsituation v&ouml;llig offen. Der gr&ouml;&szlig;ere Teil der Mittel geht in Forschungssubventionen und nicht in Bildung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Schei&szlig;-G8, wir lernen die ganze Nacht<\/strong><br>\nIn Bayern streikten tausende Gymnasiasten f&uuml;r bessere Lernbedingungen in der umgebauten Oberstufe.&nbsp; Rund 2.000 Menschen sind nach M&uuml;nchen auf den verschneiten Odeonsplatz gekommen. Sie protestieren gegen den kaum mehr tragbaren Lernstress, gegen Stundenpl&auml;ne, die ihnen kaum noch Zeit f&uuml;r Freunde oder Freizeit lassen. &ldquo;Wir sind &uuml;berarbeitet, unsere Lehrpl&auml;ne nicht&rdquo;, steht auf einem Transparent, &ldquo;Uns wird&rsquo;s zu viel&rdquo; auf einem anderen. Seit der damalige Ministerpr&auml;sident Edmund Stoiber 2004 in Bayern v&ouml;llig &uuml;bereilt das achtstufige Gymnasium G8 eingef&uuml;hrt hat, herrscht Chaos an den ehemaligen Vorzeigeschulen des Freistaats. Im Herbst trat der erste Jahrgang in die radikal reformierten Oberstufe &ldquo;Q11&rdquo; ein. Sch&uuml;ler und Eltern waren geschockt. Die Wochenstundenzahl ist viel h&ouml;her als in der alten Oberstufe. Die Menge des Lernstoffs hat rasant zugenommen. Schule bis zum sp&auml;ten Nachmittag, Lernen bis in die Nacht, so sieht der Alltag der Q11-Gymnasiasten aus.&nbsp; Bildungsminister Spaenle von der CSU setzt auf &ldquo;Prozesssteuerung&rdquo;, wie er es nennt.&nbsp; Notfalls soll es neue Ma&szlig;nahmen geben. Das erz&auml;hlt Spaenle den protestierenden Sch&uuml;lern auf dem Odeonsplatz. Doch die sind nicht begeistert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2010%2F02%2F13%2Fa0150&amp;cHash=fd93be99cb\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Ehrgeizige Bachelor<\/strong><br>\nDie Bachelorstudierenden &bdquo;machen sich mehr Druck, erfahren aber auch mehr Druck&ldquo; als ihre Kommilitonen in den Diplom- und Magisterstudieng&auml;ngen. Diese Zwischenbilanz zieht der Hochschulforscher Tino Bargel &uuml;ber den Bachelor. Zusammen mit Zukunfts&auml;ngsten und dem Wunsch nach sozialer Gerechtigkeit werde der Druck &bdquo;explosiv&ldquo;:&nbsp;&bdquo;Das kann sich dann in Protesten entladen.&ldquo;<br>\nDie von den Forschern festgestellte hohe Leistungsbereitschaft der Studierenden prallt auf von ihnen wahrgenommene Missst&auml;nde in der Studienorganisation, wie Bargel erkl&auml;rte. 82 Prozent der Studierenden sagen, dass ihr Studium &bdquo;eng an der Studienordnung ausgerichtet&ldquo; ist. Die strikten Vorgaben selbst w&uuml;rden aber von den meisten nicht als &bdquo;gr&ouml;&szlig;eres Problem&ldquo; angesehen, hei&szlig;t es in der Studie, da damit auch &bdquo;Anleitung und F&uuml;hrung&ldquo; einhergingen. Jeder Zweite h&auml;lt das geforderte Ma&szlig; an Selbstst&auml;ndigkeit f&uuml;r gerade richtig, knapp jeder Vierte findet die Anforderungen an die Selbstst&auml;ndigkeit sogar zu hoch. W&auml;hrend die Studierenden die Einschr&auml;nkungen, Schwerpunkte im Studium nach eigenen Interessen zu setzen, akzeptieren, f&uuml;hrt die neue &bdquo;Regelungsdichte&ldquo; jedoch zur Versch&auml;rfung von Problemen: Obwohl Studienordnungen wichtiger geworden sind, f&uuml;hlen sich zwei F&uuml;nftel der Bachelor-Studierenden dar&uuml;ber zu wenig informiert, jeder Vierte hat Schwierigkeiten, den Inhalt zu verstehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/magazin\/wissen\/Bachelor-Bologna-Prozess;art304,3032515\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Wenig Freiraum f&uuml;r kreative Gr&uuml;nder &nbsp;<\/strong><br>\nDie Unternehmerische Hochschule: Die Wirtschaftssoziologen Klaus D&ouml;rre und Matthias Neis von der Uni Jena haben untersucht, wie Innovationen an den Hochschulen entstehen. Fazit: Im alten System passiert das eher nebenbei, in den unkontrollierten Nischen des wissenschaftlichen Mittelbaus. Die Reform hin zu einer &ldquo;unternehmerischen&rdquo;, sprich wie ein Unternehmen gef&uuml;hrten Universit&auml;t, gef&auml;hrde diese Freir&auml;ume.<br>\nNun sei in der alten Alma mater beileibe nicht jeder Freiraum kreativ genutzt. Aber die Reform hin zu einer &ldquo;unternehmerischen Hochschule&rdquo; werde die unkontrollierten Nischen insgesamt schm&auml;lern. Zielvereinbarungen, Rankings, Mittelvergabe nach bestimmten Kennzahlen und ein Rechnungswesen, in dem alle direkten und indirekten Kosten aufgeschl&uuml;sselt werden, sollen mehr Effizienz und Transparenz schaffen. Doch die &ldquo;unsichtbaren Unternehmer&rdquo; und ihre Winkelpfade seien in diesem Managementsystem nicht vorgesehen, kritisieren Klaus D&ouml;rre und Matthias Neis.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.vdi-nachrichten.de\/vdi-nachrichten\/aktuelle_ausgabe\/akt_ausg_detail.asp?cat=4&amp;id=46133&amp;source=homepage\">vdi Nachrichten<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h26\"><\/a><strong>Wie man &ldquo;schmerzliche Eingriffe&rdquo; sch&ouml;nredet<\/strong><br>\nWird es am Bodensee bald die erste Professur f&uuml;r Propaganda nach 1945 in der Bundesrepublik geben? Dieser Schluss liegt nahe, betrachtet man die Stellenausschreibung der privaten Zeppelin University in Friedrichshafen. Dort sucht man neben einem Juniorprofessur f&uuml;r Massenmedien, Kultur und Gesellschaft auch einen solchen f&uuml;r &ldquo;Reformkommunikation&rdquo;.<br>\nWer genauer wissen will, was es mit diesem Begriff auf sich hat, der kann sich zum Beispiel in einem &ldquo;Diskussionspapier&rdquo; der als &auml;u&szlig;erst reformfreudig bekannten Bertelsmannstiftung mit dem Titel: Politische Reformkommunikation. Ver&auml;nderungsprozesse &uuml;berzeugend vermitteln, informieren.<br>\nSo entbl&ouml;det sich das Bertelsmann-Papier auch nicht festzustellen, die von der &ldquo;Agenda2010 eingeleitete Reformpolitik&rdquo; sei nicht an den Inhalten, sondern an dem &ldquo;Mangel an problemad&auml;quatem, konsistentem kommunikativen Verhalten der politischen Akteure&rdquo; gescheitert. Nicht der Absturz der Menschen in Hartz IV, sondern die fehlende Verbr&auml;mung dieses Sozialabbaus sind die Ursachen f&uuml;r die Wahl-Katastrophe der SPD, lautet also die Schlussfolgerung der &ldquo;Reformkommunikatoren&rdquo;.<br>\nDie Reform-Zirkusarena soll neben der Propagandaagentur INSM und Bertelsmann offensichtlich durch eine akademische Variante erg&auml;nzt werden. Es hat schon einen gewissen Beigeschmack, wenn in Zeiten, in denen das Bundesverfassungsgericht den &ldquo;Reformen&rdquo; eine Ohrfeige nach der anderen verpasst, eine Professur f&uuml;r &ldquo;Reformkommunikation&rdquo; eingerichtet werden soll.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/32\/32095\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/hotelfimmel.jpg\" alt=\"Hotelfimmel\"><\/p>\n<\/li>\n<li><a name=\"h27\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Wie Journalisten arbeiten<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=0QO4DZu9mxA&amp;feature=PlayList&amp;p=F36EA6E65AFBA531&amp;playnext=1&amp;playnext_from=PL&amp;index=2\">NDR Zapp auf YouTube<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Arbeit muss sich lohnen; Lohnanstandsgebot; wie sich alle mit Hartz IV verrechnen; Mittelschicht wird durchgereicht; Kommunen: Schulden f&uuml;hren Regie; Schweiz will Konten von Politikern offenlegen; Schuld sind die Deutschen; Griechische Finanzkrise; n&auml;chster Mega-Crash; DB: Global handeln, lokal versagen; Schwarz-Gelb hei&szlig;t Schwarz-Geld; Steueroase Deutschland; Paris gegen Steuerparadiese; Riester kommt teuer;<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4525\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4525","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4525","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4525"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4525\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4525"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4525"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4525"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}