{"id":45252,"date":"2018-08-01T13:10:16","date_gmt":"2018-08-01T11:10:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45252"},"modified":"2026-01-27T11:30:09","modified_gmt":"2026-01-27T10:30:09","slug":"lippmann-wusste-dass-worte-und-sprachbilder-soziale-realitaeten-gestalten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45252","title":{"rendered":"\u201eLippmann wusste, dass Worte und Sprachbilder soziale Realit\u00e4ten gestalten\u201c"},"content":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px;\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180801_oetsch.jpg\" alt=\"Walter &Ouml;tsch\" title=\"Walter &Ouml;tsch\"><\/div><p>&bdquo;Propaganda und Manipulation hat es immer schon gegeben &ndash; auch in einer Demokratie&ldquo;, sagt <strong>Walter &Ouml;tsch<\/strong> im Interview mit den NachDenkSeiten. Damit verweist &Ouml;tsch, der als Professor f&uuml;r &Ouml;konomie und Kulturgeschichte an der Cusanus Hochschule in Bernkastel-Kues lehrt, n&uuml;chtern auf das, worauf die NachDenkSeiten seit langem <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?tag=meinungsmache-buch\">aufmerksam machen<\/a>, was aber oft in der Breite der &ouml;ffentlichen Debatte ausgeblendet wird. Anlass des Interviews mit &Ouml;tsch ist die heute erscheinende Neuver&ouml;ffentlichung eines Buches in deutscher Sprache aus dem Jahr 1922, das bis heute als Standardwerk gilt, wenn es um die Manipulation der &ouml;ffentlichen Meinung geht. Von <strong>Marcus Kl&ouml;ckner<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_464\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-45252-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180802_Walter_Lippmann_Worte_und_Sprachbilder_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180802_Walter_Lippmann_Worte_und_Sprachbilder_NDS.mp3\">http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180802_Walter_Lippmann_Worte_und_Sprachbilder_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180802_Walter_Lippmann_Worte_und_Sprachbilder_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=45252-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180802_Walter_Lippmann_Worte_und_Sprachbilder_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"180802_Walter_Lippmann_Worte_und_Sprachbilder_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>In dem Buch geht es um die &bdquo;gelenkte Demokratie&ldquo;, die der US-amerikanische Journalist und Pr&auml;sidentenberater Walter Lippmann bef&uuml;rwortete. Ein Interview in zwei Teilen &uuml;ber jenen Mann, der den Begriff von der &bdquo;Atlantischen Gemeinschaft&ldquo; eingef&uuml;hrt und den Begriff &bdquo;Kalter Krieg&ldquo; ma&szlig;geblich gepr&auml;gt hat.<\/p><p><strong>Herr &Ouml;tsch, wie real ist Manipulation und Propaganda in der &Ouml;ffentlichkeit? <\/strong><\/p><p>Propaganda und Manipulation hat es immer schon gegeben. Jedes Herrschaftssystem bedarf auch einer minimalen Zustimmung der Beherrschten und muss versuchen, ihre &bdquo;Herzen&ldquo; zu gewinnen, indem sie ihr Denken beeinflusst. Papst Gregor XV hat 1622 mit der <em>sacra congregatio de propaganda fide<\/em> (Kongregation f&uuml;r die Verbreitung des Glaubens) eine Institution f&uuml;r die Missionst&auml;tigkeit der katholischen Kirche geschaffen, der Begriff <em>propagare<\/em> f&uuml;r ausbreiten wurde dabei erstmals auf den Bereich der Kommunikation angewandt. Mit dem Aufkommen der Demokratie und dem allgemeinen Wahlrecht entstand ein neues Problem: wie kann man &bdquo;die Masse&ldquo; so beeinflussen, dass Machtsysteme,  wie in der Wirtschaft, im Milit&auml;r und im Adel oder in  Parteienapparaten, am besten unver&auml;ndert erhalten bleiben?<\/p><p><strong>Welche Gr&uuml;nde gibt es &uuml;berhaupt daf&uuml;r, dass Manipulation und Propaganda auch in einer Demokratie so fest verankert sind? <\/strong><\/p><p>Eine moderne Demokratie lebt von der Spannung unterschiedlicher Machtsysteme: der Macht des Geldes von reichen Personen und bedeutenden Firmen, der Macht politischer Eliten, der Macht einer kritischen &Ouml;ffentlichkeit oder der Zivilgesellschaft und der Macht politischer Mehrheiten, die sich in Wahlen manifestiert. Insgesamt ein reiches Feld mit vielen Akteuren, dazu kommen noch die Massenmedien und die sozialen Medien, die immer bedeutsamer werden. Wenn man sich vor Augen h&auml;lt, dass all diese Akteure, die sich in diesen Machtsystemen bewegen, nat&uuml;rlich ein Interesse daran haben, ihre Sicht in der &Ouml;ffentlichkeit zu etablieren, dann wird klar, warum auch in einer Demokratie Manipulation und Propaganda Normalit&auml;t sind.<br>\nDie Frage ist aber auch, was man als Propaganda bezeichnen soll. <\/p><p><strong>Wie meinen Sie das? <\/strong><\/p><p>Viele denken da immer sofort an die Verbreitung von Meinungen, die sie ablehnen, die Frage, ob sie selbst Teil der Beeinflussung der &Ouml;ffentlichkeit sind, wird nicht gestellt. Wichtig ist auch, welches Bild der Gesellschaft mitgedacht wird. Wer den Finanzkapitalismus zum Beispiel nicht als Herrschaftssystem mit einer permanenten Umverteilung von unten nach oben erkennen kann, f&uuml;r den f&auml;llt es schwer, bestimmte Manipulationselemente zu erkennen. Ein Beispiel, das mich als &Ouml;konom interessiert: Welche Art von Denken wird in den Lehrb&uuml;chern suggeriert, ohne den Studierenden Gelegenheit zu geben dar&uuml;ber nachzudenken? Viele Dozenten und Dozentinnen verbreiten Ideologie, ohne dass ihnen das bewusst ist, vielleicht auch ohne das pers&ouml;nlich zu intendieren. Von der Wirkung her ist das egal. Kann man das Propaganda nennen?<br>\nVor hundert Jahren hat man jedenfalls Propaganda noch als Propaganda bezeichnet. Heute spricht man vornehmer von Werbung, Public Relation, politischem Spin, Lobbying, Markentechniken usw. <\/p><p><strong>In der Sache hat sich aber nichts ver&auml;ndert.<\/strong><\/p><p>Das stimmt. Wir sind jeden Tag einem Bombardement von Werbebotschaften ausgesetzt. Die kommerzielle Werbung ist auch ein gutes Beispiel, dass wir nicht hilflos einer intendierten Manipulation ausgeliefert sind. Viele sind von der allgegenw&auml;rtigen Werbung zum Beispiel im Fernsehen und im &ouml;ffentlichen Raum so genervt, dass sie individuelle Strategien entwickelt haben, sich dem zu entziehen &ndash; man k&ouml;nnte auch die Forderung erheben, Werbung fl&auml;chendeckend zu verbieten. Der Versuch, jemanden zu beeinflussen, hat in diesem Fall eine gegenteilige Wirkung. Manipulation ist allgegenw&auml;rtig. Sie kann aber auch erkannt werden, man kann Wissen erlangen.<\/p><p><strong>Wie denn?<\/strong><\/p><p>Beispielsweise, wenn man sich  &uuml;ber die Wirkung von Sprache informiert, dar&uuml;ber reflektiert und sich dann gegebenenfalls von bestimmten Begriffen, Formulierungen  usw. distanziert. Oder man eignet sich ein Wissen &uuml;ber die technischen M&ouml;glichkeiten an, wie  heute in sozialen Medien manipuliert wird. Manipulation ist keine Einbahnstra&szlig;e mit nur hilflosen Opfern, wie oft suggeriert wird. <\/p><p><strong>Der Name Walter Lippmann d&uuml;rfte hierzulande eher wenigen bekannt sein. Er hat 1922 ein Buch &uuml;ber die Manipulation der &ouml;ffentlichen Meinung geschrieben und gilt als einer der einflussreichsten Propagandisten. Bevor wir auf Lippmanns Arbeit n&auml;her eingehen: Wer genau war Lippmann? <\/strong><\/p><p>Walter Lippmann (1889-1974) war in der ersten H&auml;lfte des 20. Jahrhunderts vermutlich der prominenteste und wirkungsvollste Journalist in den USA. Seine Lebensgeschichte ist mit dem Aufstieg der USA zur globalen Weltmacht verbunden, eine Biographie tr&auml;gt zu Recht den Titel <em>Walter Lippmann and the American Century<\/em>. Lippmann hat von 1931 bis 1967 drei- bis viermal in der Woche eine Kolumne in der <em>New York Herald Tribune<\/em> und sp&auml;ter in der <em>Washington Post<\/em> geschrieben, die zugleich in &uuml;ber 200 Zeitungen ver&ouml;ffentlicht worden ist, am H&ouml;hepunkt hat er regelm&auml;&szlig;ig mehr als zehn Millionen Leser und Leserinnen erreicht.  Lippmann hat mehrmals dazu beigetragen, den politischen Diskurs in den USA zu ver&auml;ndern. Er hatte direkten Kontakt zu allen Pr&auml;sidenten dieser Zeit und viele von ihnen beraten oder ihnen Reden geschrieben. <\/p><p><strong>Also Lippmann war Teil der Elite?<\/strong><\/p><p>Lippmann stammt aus einer beg&uuml;terten Mittelschicht mit kulturellen Interessen, er hat schon fr&uuml;h den Umgang mit prominenten K&uuml;nstlern gepflegt und war schon als Kind oft in Europa. Er hat in Harvard studiert (allerdings niemals einen Abschluss gemacht), ist Journalist geworden, war bei wichtigen Neugr&uuml;ndungen von Zeitungen dabei und ist dann ungemein schnell zur Spitze des politischen Establishments aufger&uuml;ckt. Bekannt ist sein Einfluss auf Woodrow Wilson: Der Wortlaut des ber&uuml;hmten 14-Punkte-Plans vom Januar 1918 zur Neuordnung der Welt nach dem Ersten Weltkrieg stammt zum gro&szlig;en Teil aus Lippmanns Feder. Lippmann war auch 1921 bei der Gr&uuml;ndung des <em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40074\">Council on Foreign Relations<\/a><\/em> beteiligt, eines der wichtigsten Think Tanks der USA bis heute, in dem sich einflussreiche Personen der wirtschaftlichen und politischen Elite der USA vor allem zu au&szlig;enpolitischen Fragen koordinieren.<\/p><p><strong>Wof&uuml;r wurde er noch bekannt?<\/strong><\/p><p>Lippmann war ab den 1930-er Jahren auch als &bdquo;&ouml;ffentlicher &Ouml;konom&ldquo; unterwegs, damals gab es noch kaum &Ouml;konomen, die andauernd in den Medien pr&auml;sent waren. Er hat den <em>New Deal<\/em>, die Wirtschaftspolitik von Franklin D. Roosevelt, prominent unterst&uuml;tzt, ab 1935 dann kritisiert und sich einem Netzwerk von &Ouml;konomen vor allem aus Europa angen&auml;hert, in dem die theoretischen Grundlagen f&uuml;r den Neoliberalismus erarbeitet wurden. Sein Buch <em>The Good Society<\/em> von 1937 gilt als einer der neoliberalen Schl&uuml;sseltexte. Im Herbst 1938 war Lippmann bei einem Treffen dieses Netzwerkes in Paris dabei, heute spricht man vom <em>Walter Lippmann Colloquium<\/em>. Die Versammlung gilt als die Geburtsstunde des Neoliberalismus als internationaler Bewegung und als Vorl&auml;ufer der 1947 gegr&uuml;ndeten <em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41330\">Mont P&egrave;lerin Society<\/a><\/em>,  die dann Friedrich August Hayek ins Leben gerufen hat. Diese Organisation ist in der Folgezeit immer einflussreicher geworden und hat die Politik vieler L&auml;nder beeinflusst. Heute gibt es zum Beispiel um die Gesellschaft herum einen Ring von fast 500 Think Tanks weltweit: das <em><a href=\"https:\/\/lobbypedia.de\/wiki\/Atlas_Network\">Atlas Network<\/a><\/em>.<\/p><p><strong>Lippmann hat seine Erkenntnisse dann auch in der Praxis umgesetzt.<\/strong><\/p><p>Lippmann war sich der Macht der Sprache ungemein bewusst und hat sie Zeit seines Lebens in vielen Windungen  &ndash; er hat oft seinen Kurs ge&auml;ndert &ndash; in wortgewaltigen Artikeln praktiziert. <\/p><p><strong>Welche Begriffe hat er denn geschaffen?<\/strong><\/p><p>Lippmann war es, der den Begriff von der &bdquo;Atlantischen Gemeinschaft&ldquo; eingef&uuml;hrt hat, die die USA mit Gro&szlig;britannien bilden sollen &ndash; das hat Lippmann in einer Kolumne Anfang Februar 1917 gesagt und wurde dann von Woodrow Wilson &uuml;bernommen. Lippmann hat zweitens nach 1947 den Begriff &bdquo;Kalter Krieg&ldquo; massiv propagiert. Er hat den Begriff nicht selbst erfunden &hellip;<\/p><p><strong>&hellip; aber?<\/strong><\/p><p>Er hat ihn in vielen Kolumnen den Amerikanern eingeh&auml;mmert und auch ein Buch dazu verfasst. Wie das Sprachbild von dem Kalten Krieg die Welt, in besonderer Weise auch Westdeutschland, gepr&auml;gt hat, ist bekannt. Lippmann wusste klar, dass Worte und Sprachbilder soziale Realit&auml;ten gestalten k&ouml;nnen, dass dieser Prozess die ganze Zeit geschieht und dass manchmal sogar eine einzige Person Gestaltungsm&ouml;glichkeiten hat. Heutzutage ist das manchmal auf sozialen Medien m&ouml;glich. Einzelne erfinden aus Spa&szlig;, Profit- oder ideologischen Gr&uuml;nden fantastische Ereignisse, auf die dann andere Medien hereinfallen. Das sind gef&auml;hrliche Trends. Denn durch immer wiederholte L&uuml;gen, Slogans und Begriffe kann man die Demokratie zerst&ouml;ren, darauf hat ja schon Hannah Arendt hingewiesen.<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Um Zugang zu dem Werk von Lippmann zu bekommen, empfiehlt es sich, sich damit auseinanderzusetzen, was er als Dreiecksbeziehung zwischen Mensch, Pseudoumwelt und Handlungsweltwelt bezeichnet. K&ouml;nnen Sie uns in einfachen Worten erkl&auml;ren, was damit gemeint ist?<\/strong><\/p><p>Lippmanns Buch <em>The Public Opinion<\/em> von 1922 gilt neben Propaganda von Edmund Bernays aus dem Jahre 1928 als eines der klassischen Werke f&uuml;r Propaganda und Manipulation. Lippmann ist kein Wissenschaftler und sein Buch ist auch kein wissenschaftliches Werk. Lippmann hat aber in diesem Buch tief gehende Gedanken entwickelt, er hat n&auml;mlich &uuml;ber das Erkenntnisverm&ouml;gen des Menschen nachgedacht. Sein Kerngedanke ist: Menschen verf&uuml;gen &uuml;ber keinen einfachen und direkten Zugang zu einer &bdquo;&auml;u&szlig;eren Welt&ldquo;. Stattdessen ist eine &bdquo;Pseudoumwelt&ldquo; dazwischen angesiedelt, die aus &bdquo;Bildern&ldquo; und Stereotypen besteht, heute spricht man von mentalen Modellen, mentalen Schematas oder von &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2016\/10\/sprache-manipulation-elisabeth-wehling\">Frames<\/a>&ldquo;. Lippmann leugnet nicht die Realit&auml;t, er bezeichnet sie als &bdquo;Handlungswelt&ldquo;. In dieser realen Welt handeln Menschen, mit all den realen Folgen, die ihr reales Handeln hat. Aber das Handeln selbst kann nur aus der Pseudoumwelt erfolgen, das ist die soziale Welt, die Menschen wahrnehmen und meist ungepr&uuml;ft als wahr erachten: &bdquo;Was auch immer wir f&uuml;r ein echtes Abbild halten&ldquo;, schreibt Lippmann, &bdquo;wir behandeln es wie die Umwelt selbst&ldquo;.<\/p><p><strong> Nach Lippmann formt also eine &bdquo;unsichtbare&ldquo; Welt &hellip;<\/strong><\/p><p>&bdquo;innerer Bilder&ldquo; (die Pseudoumwelt) die &bdquo;sichtbare soziale Welt&ldquo; (die Handlungswelt), die wiederum auf die Bilder zur&uuml;ckschl&auml;gt. F&uuml;r Lippmann ist das Dreieck Mensch &ndash; Pseudoumwelt &ndash; Handlungswelt der Schl&uuml;ssel, um die moderne Gesellschaft zu verstehen und der Frage nachzugehen, wie sie gestaltet werden kann und wie sie sich entwickeln soll. In den Debatten &uuml;ber die Wirkung von Medien und dem Wahrheitswert von Nachrichten f&auml;llt dieser Gedanke meist unter den Tisch.<\/p><p><strong>Und weiter?<\/strong><\/p><p>F&uuml;r Lippmann ist die Pseudoumwelt keine individuelle Welt, die sich jeder subjektiv basteln kann. Die Pseudoumwelt ist nach Lippmann eine gemeinsam sozial gestaltete Welt, das macht &Ouml;ffentlichkeit und &ouml;ffentliche Meinung aus. Entscheidend f&uuml;r ihr Entstehen ist ihre Distanz zu den direkten Erfahrungen im Alltag. Die Pseudoumwelt ist eine Wirklichkeit, die aus zweiter Hand erfahren wird. <\/p><p><strong>Also vor allem auch eine Wirklichkeit, die durch die Medien erzeugt wird?<\/strong><\/p><p>In hohem Ma&szlig;e. Es h&auml;ngt nat&uuml;rlich davon ab, welchen Medien vertraut wird. Jedenfalls:  Diese aus zweiter Hand erfahrene Wirklichkeit enth&auml;lt die Vorstellungen &uuml;ber Dinge, Prozesse, Ereignisse,  denen wir niemals direkt begegnen &ndash; wie das meiste, das jeden Tag in den Medien vermittelt wird. Je mehr Schichten zwischen einem Ereignis und dem Empf&auml;nger eines Berichts liegen, desto leichter ist Beeinflussung und Propaganda m&ouml;glich. Je weniger man wei&szlig;, desto gr&ouml;&szlig;er wird der Gestaltungsraum f&uuml;r eine fast beliebige Pseudoumwelt.<br>\nAuffallend ist Folgendes: Heute gibt es ein ganzes Heer von Think Tanks, PR-Agenturen, Markentechnikern, das im praktischen Sinne von der Ausbeutung und Manipulation dieser Pseudo-Umwelt lebt. Es gibt zweitens eine un&uuml;berschaubare Menge von &ouml;konomischer, kognitionswissenschaftlicher und psychologischer Forschung, die dieser Praxis das notwendige Know-how vermittelt &ndash; das geht bis in die tiefsten Tiefen des Individuums hinein und bleibt ihm selbst weitgehend unbewusst. <\/p><p><strong>&Uuml;ber diese Zusammenh&auml;nge und ihre Auswirkungen wird aber eher selten in der Breite von den Medien berichtet. Im Gegenteil: Weist man darauf hin, d&uuml;rfte schnell die &bdquo;Verschw&ouml;rungstheorie-Keule&ldquo; ausgepackt werden.<\/strong><\/p><p>Nein, einen breit angelegten politischen Diskurs &uuml;ber gew&uuml;nschte und verantwortbare Formen der Pseudo-Umwelt gibt es tats&auml;chlich nicht. Auch findet in den Bildungssystemen kaum Aufkl&auml;rung &uuml;ber die gegenw&auml;rtig existierenden Manipulationsformen statt. Es wirkt, als ob sich sowohl die Politiker als auch die breite Bev&ouml;lkerung fast damit abgefunden h&auml;tten, stets auf der Seite der Beeinflussten zu stehen und von einer &bdquo;unsichtbaren Regierung&ldquo; im Sinne Edward Bernays dominiert zu werden. Selbst die Eliten, die handlungsf&auml;hig w&auml;ren, scheinen von dieser Meinung angesteckt zu sein. Es fehlt das Wissen &uuml;ber die produktive Vorstellungskraft des Menschen und seine positiven M&ouml;glichkeiten.<\/p><p><strong>Aber wieder zu Lippmann: Er hat es verstanden, dass die Bilder in der Pseudoumwelt Menschen zu konkreten Aktionen in der Handlungswelt verleiten.<\/strong><\/p><p>F&uuml;r Lippmann liegt hier das Zentralproblem der Demokratie: Die inneren Bilder, die Menschen haben, stimmen nicht automatisch mit der &auml;u&szlig;eren Welt &uuml;berein. Politisches Handeln ist bilderbasiert &ndash; der Erfolg der Rechten, die jetzt die Gesellschaft nach rechts r&uuml;cken, best&auml;tigt das. Die politische Meinungsbildung erfolgt, das hat Lippmann klar erkannt, unter dem Einfluss von Gef&uuml;hlen, welche die inneren Bilder in unseren &bdquo;K&ouml;pfen&ldquo; hervorrufen. Auf aktuelle Themen bezogen: Man sollte sich vergegenw&auml;rtigen, wie sich die Vorstellungen &uuml;ber &bdquo;Asylanten&ldquo; oder &bdquo;Fl&uuml;chtlinge&ldquo; im medialen Diskurs der letzten drei Jahre ver&auml;ndert haben, wie diese Leute immer mehr d&auml;monisiert wurden. Auf diese Weise kann man ihnen schrittweise Rechte nehmen und ihr Ertrinken im Mittelmeer ruft kein Entsetzen mehr hervor.  <\/p><p><strong>Hierbei sind dann die inneren Bilder entscheidend, oder?<\/strong><\/p><p>Ja. Dieses Moment kann man nicht &uuml;bertonen, um das geht es im Kern. Entscheidend sind immer die inneren Bilder, die gleichsam automatisch entstehen. Welche &bdquo;Bilder&ldquo; tauchen in der Vorstellungswelt auf, wenn ernsthaft &uuml;ber &bdquo;Asyltouristen&ldquo;, &bdquo;Fl&uuml;chtlingskrise&ldquo;, &bdquo;Ausnahmezustand&ldquo;, &bdquo;Unregierbarkeit&ldquo;, &bdquo;Grenzschlie&szlig;ung&ldquo; usw. geredet wird? In welcher Welt w&uuml;rden wir leben, wenn die Pseudoumwelten der Neuen Rechten zur Selbstverst&auml;ndlichkeit geworden sind? Ungarn bietet ein gutes Anschauungsmaterial: Die Regierung, die eine ganze Propagandaindustrie betreibt, hat mit dem M&auml;rchen von einer Verschw&ouml;rung, die George Soros angezettelt haben soll, eine absolute Mehrheit an Stimmen gewonnen.  <\/p><p><strong>Das ist die eine Seite. Auf der anderen Seite ist es aber doch auch gef&auml;hrlich, wenn man eine Gegenposition bezieht, die f&uuml;r sich die reinen Fakten und die reine Objektivit&auml;t beansprucht.<\/strong><\/p><p>So ist es. Es ist naiv und gef&auml;hrlich. Man sollte sich nicht auf der Seite der Wahrheitsfreunde w&auml;hnen und die, die andere Ansichten vertreten, als Produzenten von Fake News abstempeln. Nach Lippmann geht es nicht um Wahrheitsfragen, sondern um die Frage, welche Arten von Pseudoumwelten nach welchen Kriterien und Zielen aktiv zu gestalten sind. Man kann im Einklang mit Lippmann &ndash; das deutet Lippmann zumindest an &ndash; auch die soziale Pseudoumwelt als einen positiven Schatz ansehen, den es zu gestalten und zu pflegen gilt. Denn eine Demokratie braucht eine Pseudoumwelt, die sie sch&uuml;tzt, sonst wird sie von innen her ausgeh&ouml;hlt. <\/p><p><strong>Wie meinen Sie das?<\/strong><\/p><p>Lippmanns Erkenntnistheorie ist im Kern richtig, man sollte hinter seine Position nicht mehr zur&uuml;ckfallen. Wenn die Pseudoumwelt eine Tatsache ist, dann geht es um die Frage: Welche Pseudoumwelt wollen wir haben? Wie kann man sie erreichen, was m&uuml;sste man tun? Das ist insbesondere f&uuml;r Zukunftsfragen notwendig. Man kann nur hoffen, dass bald ein lebendiger Zukunftsdiskurs entsteht: Wer hat die attraktivsten Zukunftsbilder anzubieten? Die politische Krise der Gegenwart ist auch deshalb entstanden, weil die politischen Eliten aufgeh&ouml;rt haben positive Zukunftsentw&uuml;rfe zu liefern und daf&uuml;r Stimmung zu machen. J&uuml;rgen Habermas hat vor kurzem genau das dem &bdquo;europ&auml;ischen F&uuml;hrungspersonal&ldquo; in Bezug auf die Zukunft der EU vorgeworfen: Ihr fehle &bdquo;der Mut zu einer gestaltenden Politik&ldquo;. In der Sprache von Lippmann fehlt es an inneren Bildern &uuml;ber eine gute Zukunft, d.h. um eine Vorstellung, wie sich die Pseudoumwelt positiv ver&auml;ndern kann.<\/p><p><strong>Aber die Bilder m&uuml;ssen ja auch Inhalte haben.<\/strong><\/p><p>So ist es. Man kann das Reden &uuml;ber die Gestaltung der Pseudoumwelt nicht von inhaltlichen Vorstellungen &uuml;ber die Gesellschaft trennen. Man sollte sie offenlegen und klar ansprechen und auch die Andersdenkenden dazu auffordern, das ihrerseits zu tun. Wenn das Ziel eine demokratische, offene und integrative Gesellschaft ist, die der Mehrheit der Bev&ouml;lkerung ein gutes Leben erm&ouml;glicht, dann m&uuml;ssen wir an der Eingangsfrage von Herrschaft und Propaganda ankn&uuml;pfen. In diesem Fall stellen die Pseudoumwelten von politischen Eliten ein gravierendes Problem dar, vor allem wenn sie die Herrschaftswirklichkeit auch aus dem Wirtschaftssystem nicht erkennen (zum Beispiel die enorme Ungleichheit) und nicht in der Lage sind, sich verschlechternde Lebenswirklichkeiten (zum Beispiel in der Arbeitswelt) anzusprechen. Ein entscheidender Punkt &ndash; ich will das nochmals betonen &ndash; liegt in der Pseudoumwelt von Zukunftsbildern. Wenn politische Eliten zentrale Strukturprobleme nicht zum Thema machen (zum Beispiel die &ouml;kologische Krise oder die Zukunft des Sozialstaates) und attraktive Zukunftsl&ouml;sungen nicht anbieten, dann ist es verst&auml;ndlich, wenn systemzerst&ouml;rende Kr&auml;fte und ein stereotypes Denken von S&uuml;ndenb&ouml;cken, symbolischen Aktionen und Scheinl&ouml;sungen um sich greifen.<\/p><p><strong>Was bedeutet das denn f&uuml;r die Demokratie?<\/strong><\/p><p>Eine vorrangige Aufgabe ist die Gestaltung einer demokratief&ouml;rdernden Pseudoumwelt. Es geht darum, zu erkennen, welche Worte, Begriffe, Slogans und Stereotype die &ouml;ffentliche Meinung beherrschen und welche sie beherrschen soll: Welche Sprache wird verwendet, wie &auml;ndert sie sich und &ndash; zentral: welche inneren Bilder werden damit aktiviert? Lippmann fordert in <em>Die &Ouml;ffentliche Meinung<\/em> die Errichtung von &bdquo;Informationsdiensten&ldquo; bzw. einer &bdquo;unabh&auml;ngigen, sachkundigen Organisation&ldquo; gleichsam &bdquo;hinter&ldquo; der Presse. Sie soll aus Experten bestehen, die einen Boden aufbereiten sollen, auf dem dann diskutiert wird und auf dem Politiker ihre Entscheidungen treffen sollen, die Pseudoumwelt soll also direkt &bdquo;gemacht&ldquo; werden. Dieses Expertentum kann bestehen aus &bdquo;Statistiker, Kalkulatoren, B&uuml;cherrevisoren, Industrieberater, Ingenieure vieler Fachrichtungen, wissenschaftliche Direktoren, Personalsachbearbeiter, Forscher, &sbquo;Wissenschaftler&rsquo; und manchmal als einfache Privatsekret&auml;re,&ldquo; &ndash; bei den Wissenschaftlern denkt Lippmann &uuml;brigens an die politischen Wissenschaften und nicht an die Wirtschaftswissenschaften. <\/p><p><strong>Das klingt aber ziemlich elit&auml;r und zugleich auch etwas naiv.<\/strong><\/p><p>Lippmann war elit&auml;r und in diesem Punkt sicherlich naiv, aber er hat zumindest die zugrundeliegende Problematik klar erkannt.<br>\nAm Schluss seines Buches spricht Lippmann, auch das bleibt vage, die Rolle der Bildung an: wie kann ein Wissen &uuml;ber Manipulation gef&ouml;rdert werden, wie ein kritischer Umgang mit Informationen, wie eine Bewusstheit &uuml;ber eigene Stereotype, wie &uuml;ber die Kraft imaginativer Vorstellungen &ndash; ich w&uuml;rde erg&auml;nzen vor allem &uuml;ber die Zukunft.<\/p><p><strong>Wie sieht es in Kriegszeiten aus? Da d&uuml;rfte die Manipulation der Pseudoumwelt besonders gravierend sein, oder?<\/strong><\/p><p>Nat&uuml;rlich. Krieg und Manipulation sind untrennbar verbunden. Die Manipulation f&auml;llt in Kriegszeiten den Kriegstreibern besonders leicht, weil sie immer auf fest verankerte kulturelle Stereotype zur&uuml;ckgreifen k&ouml;nnen. Viele sind tief im Inneren davon &uuml;berzeugt, dass &bdquo;Wir&ldquo; (unser Volk, unser Staat, unsere Nation, unsere Kultur, unser Kontinent) ohnehin besser und moralisch wertvoller sind als &bdquo;Die&ldquo;&ndash; eben die Feinde, gegen die &bdquo;Wir&ldquo; k&auml;mpfen (m&uuml;ssen). Kriegspropaganda braucht diese Stereotype meist gar nicht erfinden &ndash; im Ersten Weltkrieg wurden in den USA die Deutschen als &bdquo;Hunnen&ldquo; beschimpft &ndash; sondern muss sie nur abrufen. Wenn Donald Trump einen Krieg beginnt, werden sich viele seiner Gegner &bdquo;hinter dem Pr&auml;sidenten versammeln&ldquo; und den Tod der &bdquo;Feinde&ldquo;, die schon d&auml;monisiert sind, bejubeln. Darf ich an den sinnlosen Falklandkrieg von April bis Juni 1982 erinnern, Maggie Thatcher war danach als &bdquo;Eiserne Lady&ldquo; die Heldin der Nation. Jeder Krieg ist von Propaganda begleitet und die Art, wie hier Propaganda gemacht wird und welche L&uuml;gen da durchgehen, ist atemberaubend. Erinnern Sie sich noch an die L&uuml;ge im Irakkrieg 1991, irakische Soldaten h&auml;tten Babys aus den <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42234\">Brutk&auml;sten gezerrt<\/a> und get&ouml;tet &ndash; oder 2003 an die Behauptung der Regierung Bush (Blair ist dem gefolgt), Saddam Hussein w&uuml;rde Massenvernichtungsmittel besitzen und man m&uuml;sse sie ihm aus der Hand nehmen? Dass die L&uuml;gen bei Kriegsbeginn Jahre oder Jahrzehnte sp&auml;ter entlarvt werden, ist f&uuml;r den kritischen Beobachter keine &Uuml;berraschung: zumindest eine qualifizierte Minderheit hat schon 1991 und 2003 klar das Propagandaman&ouml;ver durchschaut. <\/p><p><strong>Im Buch erw&auml;hnen Sie auch das Committe on Public Information (CPI). Was war das und wie ist man dort vorgegangen?<\/strong><\/p><p>Das war gleichsam das Propagandaministerium der Regierung Wilson. Es wurde mehrere Tage nach dem Kriegseintritt der USA im April 1917 errichtet, auch auf Vorschlag von Walter Lippmann. Wilson hatte die Wahlen 1916 mit dem Slogan <em>He Kept Us Out of War<\/em> gewonnen und ist dann bald nach Amtsantritt auf einen Kriegskurs umgeschwenkt, in der Bev&ouml;lkerung war das damals unpopul&auml;r. Man wollte nicht gegen die Deutschen in den Krieg ziehen, viele US-B&uuml;rger hatten einen deutschsprachigen &bdquo;Migrationshintergrund&ldquo;, und die Gewerkschaften haben den &bdquo;Krieg der Reichen&ldquo; verurteilt. Das CPI war urspr&uuml;nglich als Agentur f&uuml;r die Verteilung von Informationen gedacht. Als erkannt wird, dass viele in der Bev&ouml;lkerung die Gr&uuml;nde f&uuml;r den Kriegseintritt der USA nicht wissen oder nicht verstehen, beginnt die staatliche Beh&ouml;rde mit Aufkl&auml;rungskampagnen, die immer eindringlicher werden und sich dann zu einer bis dahin unbekannten Hetz- und Propagandakampagne entwickeln.<br>\nEine Besonderheit des CPI waren zum Beispiel die die <em>Four-Minute Men<\/em>: insgesamt 75.000 meist ortsbekannte Prominente, die &ndash; angeleitet durch ein w&ouml;chentliches Bulletin &ndash; in der &Ouml;ffentlichkeit oder im privaten Kreis mehrmals die Woche viermin&uuml;tige Reden abzuhalten hatten, wobei sie &bdquo;spontan&ldquo; und &bdquo;enthusiastisch&ldquo; wirken sollten. So sollten sie zum Beispiel vor einer Kinovorstellung unaufgefordert aufstehen und gegen die &bdquo;Sklaverei der preu&szlig;ischen Herren&ldquo; wettern und erfundene Gr&auml;uelgeschichten erz&auml;hlen. Das CPI vertrat einen durchaus totalit&auml;ren Ansatz. Man wollte &ndash; noch vor dem Radiozeitalter &ndash; nicht weniger als den Alltagsdiskurs der ganzen Gesellschaft ver&auml;ndern und innerhalb von Monaten eine Massenkonformit&auml;t erreichen.<\/p><p><strong>Wie hat Lippmann denn auf den Erfolg des CPI reagiert?<\/strong><\/p><p>Lippmann war &uuml;ber den Erfolg des CPI zutiefst beunruhigt, <em>Die &Ouml;ffentliche Meinung<\/em> ist aus diesem Anlass geschrieben. Er sah die Gefahren der Manipulation f&uuml;r die Demokratie und er sah auch, dass es nicht nur um medienpolitische Ma&szlig;nahmen geht, sondern um das grundlegende Problem des Erkennens sozialer Wirklichkeiten. <\/p><p><em><strong>Lesetipp:<\/strong> Lippmann, Walter. <a href=\"https:\/\/www.westendverlag.de\/buch\/die-oeffentliche-meinung\/\">Die &ouml;ffentliche Meinung. Wie sie entsteht und manipuliert wird<\/a>. Mit einer Einf&uuml;hrung von Walter &Ouml;tsch und Silja Graupe. Westend. 416 Seiten. Erscheinungstermin: 1. August 2018.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px;\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180801_oetsch.jpg\" alt=\"Walter &Ouml;tsch\" title=\"Walter &Ouml;tsch\"\/><\/div>\n<p>&bdquo;Propaganda und Manipulation hat es immer schon gegeben &ndash; auch in einer Demokratie&ldquo;, sagt <strong>Walter &Ouml;tsch<\/strong> im Interview mit den NachDenkSeiten. Damit verweist &Ouml;tsch, der als Professor f&uuml;r &Ouml;konomie und Kulturgeschichte an der Cusanus Hochschule in Bernkastel-Kues lehrt, n&uuml;chtern auf das, worauf<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45252\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":13,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,209,123,11],"tags":[374,2005,1055,1268,1611,2425,2026,382,1977,1556,966,765],"class_list":["post-45252","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-audio-podcast","category-interviews","category-kampagnentarnworteneusprech","category-strategien-der-meinungsmache","tag-eliten","tag-fake-news","tag-fluechtlinge","tag-kalter-krieg","tag-kriegsluegen","tag-lippmann-walter","tag-mont-pelerin-society","tag-think-tanks","tag-transatlantische-partnerschaft","tag-usa","tag-weltkrieg","tag-werbeagentur"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/45252","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/13"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=45252"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/45252\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":83066,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/45252\/revisions\/83066"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=45252"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=45252"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=45252"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}