{"id":4527,"date":"2010-02-18T08:52:37","date_gmt":"2010-02-18T07:52:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4527"},"modified":"2010-02-18T08:52:40","modified_gmt":"2010-02-18T07:52:40","slug":"hinweise-des-tages-1081","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4527","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Weiterhin hohes Armutsrisiko; die richtige Agenda; Westerwelle und die Wahrheit; Hartz-Regelleistungen; Subventionsbericht; Lidl und der Mindestlohn; Leiharbeiter in Bundesbeh&ouml;rden; Kostentreiber Krankenhaus; Private Krankenkassen abgebrannt; Transaktionssteuer; Deutschland hat die anderen zu Bettlern gemacht; OECD r&uuml;gt deutsche Entwicklungshilfe; Seen-Verkauf; China trennt sich von US-Staatsanleihen; Propaganda der Ungleichheit; Journalismus; anspruchslose Akademiker; St. Guido. (RS\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Weiterhin hohes Armutsrisiko in Deutschland: Kinder und junge Erwachsene sind besonders betroffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Die richtige Agenda<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Wie viel Wahrheit steckt in Westerwelle?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Beispiels-Rechnungen SGB II-Regelleistung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Subventionen sollen 2010 reduziert werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Lidl-Vorsto&szlig; zu Mindestl&ouml;hnen l&ouml;st Debatte aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Immer mehr Leiharbeiter in Bundesbeh&ouml;rden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Bagatellk&uuml;ndigung: Betrieb feuert Schwerbehinderte wegen M&uuml;lldiebstahls<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Kostentreiber Krankenhaus &ndash; R&ouml;sler dennoch f&uuml;r weniger Kontrolle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Private Krankenkassen: Schlaraffenland ist abgebrannt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Transaktionssteuer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Steuerhinterziehung: Weimar lie&szlig; Liechtenstein-F&auml;lle liegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Flassbeck: &raquo;Deutschland hat die anderen zu Bettlern gemacht&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Zeise &ndash; Der Geburtsfehler des Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">OECD r&uuml;gt deutsche Entwicklungshilfe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Seen-Verkauf in Ostdeutschland: Merkels Reste-Rampe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Gesetz zu Kinderpornos im Internet: K&ouml;hlers Unterschrift stiftet Verwirrung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Justiz: &ldquo;Haiders Tod ist kein Gl&uuml;ck f&uuml;r die T&auml;ter&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">China trennt sich von US-Staatsanleihen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Albrecht von Lucke: Propaganda der Ungleichheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Journalismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h22\">Privatdozenten: Anspruchslose Akademiker<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h23\">Zu guter Letzt: St. Guido<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4527&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Weiterhin hohes Armutsrisiko in Deutschland: Kinder und junge Erwachsene sind besonders betroffen<\/strong><br>\nNach den neuesten Ergebnissen des sozio-oekonomischen Panels (SOEP) lebten im Jahr 2008 in Deutschland rund 14 Prozent der Bev&ouml;lkerung in Haushalten mit einem Einkommen unterhalb der Armutsrisikoschwelle. Dabei fallen ausgepr&auml;gte Unterschiede nach Region (West: 12,9 Prozent; Ost: 19,5 Prozent) und sozialstrukturellen Charakteristika auf. Von 1998 bis 2008 ist das Armutsrisiko der Gesamtbev&ouml;lkerung und insbesondere der Kinder und jungen Erwachsenen &ndash; darunter viele Alleinerziehende &ndash; stark gestiegen.<br>\nDas hohe Armutsrisiko in Kindheit und Jugend beeintr&auml;chtigt die Entwicklungsm&ouml;glichkeiten im weiteren Lebensverlauf und bleibt somit weiterhin eine Herausforderung f&uuml;r die Politik. Durch den koordinierten Einsatz geeigneter Instrumente kann jedoch Kinderarmut zur&uuml;ckgedr&auml;ngt werden, wie das Beispiel Gro&szlig;britanniens veranschaulicht.<br>\nNach der Jahrtausendwende kam es &hellip; bis 2006 zu einer signifikanten Steigerung der Einkommenskonzentration. Zwar f&uuml;hrte die Reduktion der (Sockel-) Arbeitslosigkeit im letzten konjunkturellen Aufschwung zun&auml;chst zu einer Reduktion der Ungleichheit, im Jahr 2008 stieg diese aber wieder &hellip;<br>\nDie zunehmende Spreizung der bedarfsgewichteten Haushalts-Nettoeinkommen war Folge einer Polarisierung der Einkommensverteilung hin zu den R&auml;ndern und einer entsprechenden Schrumpfung der mittleren Einkommensklassen. (Vom Gesamtverm&ouml;gen der Bundesb&uuml;rger geh&ouml;ren inzwischen fast zwei Drittel dem reichsten Zehntel.)<br>\nDas Risiko relativer Einkommensarmut ist in den vergangenen 15 Jahren deutlich gestiegen.<br>\nAnfang der 90er Jahre lag der Anteil der von relativer Einkommensarmut Betroffenen bei rund zw&ouml;lf Prozent. Bis 1999 ging er auf 10,3 Prozent zur&uuml;ck, stieg danach aber kontinuierlich und erreichte im Jahr 2006 den vorl&auml;ufigen H&ouml;chstwert von 14,5 Prozent. Analog zur Entwicklung der Einkommensverteilung verringerte sich das Armutsrisiko im darauf folgenden Jahr zun&auml;chst und nahm dann &ndash; trotz verbesserter Arbeitsmarktlage &ndash; wieder auf 14 Prozent im Jahr 2008 zu.<br>\nDies entspricht etwa 11,5 Millionen Personen.<br>\nDie Armutsrisikoquote f&uuml;r Ostdeutschland lag in allen Beobachtungsjahren deutlich &uuml;ber dem westdeutschen Wert.<br>\nIn den vergangenen zehn Jahren ist die Armutsrisikoquote f&uuml;r die Bev&ouml;lkerung insgesamt zwar um 3,5 Prozentpunkte &ndash; rund ein Drittel &ndash; gestiegen, &uuml;ber Altersgruppen hinweg war die Ver&auml;nderung aber sehr unterschiedlich.<br>\nZum Teil weit &uuml;berdurchschnittliche Armutsrisiken sind &hellip; bei Kindern und insbesondere bei jungen Erwachsenen zu beobachten. Im Jahr 2008 lebten knapp ein Viertel der Erwachsenen<br>\nim Alter von 19 bis 25 Jahren in Haushalten mit einem verf&uuml;gbaren Einkommen unterhalb der Armutsschwelle. Diese Gruppe weist &ndash; mit mehr als sechs Prozentpunkten &ndash; auch den absolut st&auml;rksten Zuwachs des Armutsrisikos in den vergangenen zehn Jahren auf &hellip;<br>\nDifferenziert nach der Zahl der minderj&auml;hrigen Kinder (bis zu einem Alter von 16 Jahren) im Haushalt, zeigt sich, dass Familienhaushalte von Paaren mit zwei Kindern mit 13,4 Prozent sogar ein leicht unterdurchschnittliches Armutsrisiko aufweisen. Mit zunehmender Kinderzahl steigt dieses aber deutlich. Bei Familien mit drei Kindern betrug es 2008 knapp 22 Prozent, und bei vier und mehr Kindern erreichte es 36 Prozent. Gegen&uuml;ber 1998 ist das Armutsrisiko bei kinderreichen Haushalten damit &uuml;berdurchschnittlich gestiegen &hellip;<br>\nDie Zunahme des Armutsrisikos gegen&uuml;ber 1998 war bei Alleinerziehenden, deren j&uuml;ngstes Kind 12 bis 16 Jahre alt war, weit &uuml;berdurchschnittlich.<br>\nHaushalte mit geringer Arbeitsintensit&auml;t (mit weniger als der H&auml;lfte der potentiellen Erwerbszeit) haben sich im Hinblick auf das Armutsrisiko im Lauf der Zeit immer mehr den Haushalten ohne jegliche Erwerbst&auml;tigkeit angen&auml;hert. Dieses Ergebnis kann dahingehend interpretiert werden, dass mit der Ausweitung des Niedriglohnsektors in Deutschland auch die Chance, den Bereich von Einkommensarmut zu verlassen, geringer geworden ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.diw.de\/documents\/publikationen\/73\/diw_01.c.347305.de\/10-7.pdf\">DIW Wochenbericht 7\/2010 [PDF &ndash; 545 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Zweifelhaft sind allerdings die Empfehlungen der Studie. Es mag durchaus eine Hilfe f&uuml;r die Eltern sein, wenn die Betreuungsinfrastruktur ausgebaut w&uuml;rde. Warum aber gerade das Elterngeld der Armutsbek&auml;mpfung dienen soll, wo doch gerade <a href=\"?p=1907\">&Auml;rmere benachteiligt werden<\/a> ist r&auml;tselhaft. Richtig ist allerdings der Hinweis, dass mit der zum 1. Januar 2010 beschlossenen Erh&ouml;hung des Kindergeldes das Problem zunehmender Kinderarmut nicht ad&auml;quat bek&auml;mpft wird, da Haushalte mit hohem Einkommen aufgrund der steuerrechtlichen Anpassung beim Kinderfreibetrag &uuml;berproportional profitieren, w&auml;hrend dieser Transfer bei Haushalten mit Bezug von Arbeitslosengeld II vollst&auml;ndig angerechnet wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die richtige Agenda<\/strong><br>\nJa, wir brauchen eine Debatte &uuml;ber den Sozialstaat. Anders als von den Neoliberalen gefordert, muss sie sich um Mindestl&ouml;hne, Spitzensteuers&auml;tze und Bildungsf&ouml;rderung drehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/2318789_Leitartikel-Die-richtige-Agenda.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Wie viel Wahrheit steckt in Westerwelle?<\/strong><br>\nGuido Westerwelle hat sich in den vergangenen Tagen lautstark zu Wort gemeldet. Aber waren die &Auml;u&szlig;erungen zu Hartz IV und zum deutschen Sozialstaat richtig? Oder nur Populismus? Ein Faktencheck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/aeusserungen-zu-hartz-iv-wie-viel-wahrheit-steckt-in-westerwelle-1543926.html\">stern.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ganz interessante Fakten zu Umverteilung, Bildung, Sozialetat, Familienpolitik oder zu Hartz IV. Allerdings k&ouml;nnte man etwa den Sozialetat noch <a href=\"?p=4070#h01\">differenzierter betrachten<\/a>. Siehe auch: <a href=\"?p=2561\">&ldquo;Mythos: Sozialausgaben sind zu hoch&rdquo;<\/a>. Siehe dazu auch noch: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/wiso\/06543.pdf\">&ldquo;Soziale Polarisierung in Deutschland &ndash; ein Mythos&rdquo; [PDF &ndash; 105 KB]<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung unseres Lesers S.A.:<\/strong> Westerwelle sieht durch die jetzigen ALG II- S&auml;tze  bzw. durch deren eventuelle Erh&ouml;hung das Lohnabstandsgebot gef&auml;hrdet. Die Kernfrage lautet also, ob die L&ouml;hne zu niedrig  oder die Sozialleistungen zu hoch sind. Da die Politik der letzten 30 Jahre zu dem Ergebnis gekommen ist, die L&ouml;hne seien zu hoch, ist es nur folgerichtig, wie die Regierung Schr&ouml;der die Sozialleistungen und die Zumutbarkeitskriterien zu senken. Denn trotz Tarifautonomie ist doch die Sozialpolitik die &bdquo;Hauptstellschraube&ldquo; der Lohnpolitik. Es handelt sich bei der H&ouml;he der Regels&auml;tze also um handfeste Wirtschaftspolitik. Leider wird vielerorts dieses nur als &bdquo;Sozialged&ouml;ns&ldquo; abgetan. Auch Arbeitnehmer echauffieren sich h&auml;ufig &uuml;ber die so genannte &bdquo;soziale H&auml;ngematte&ldquo;, ohne zu begreifen und ohne dass die Medien dar&uuml;ber aufkl&auml;ren w&uuml;rden, dass davon auch das eigene Einkommen und der eigene Arbeitsplatz abh&auml;ngt. Die Medien  jedoch begr&uuml;&szlig;en bis heute das neoliberale Credo der Lohnzur&uuml;ckhaltung. Dieses f&ouml;rdert allerdings nur einseitig den Export mit den negativen Auswirkungen f&uuml;r die Binnenkonjunktur und f&uuml;r das Wachstum insgesamt im Falle einer weltwirtschaftlichen Abk&uuml;hlung. Dar&uuml;ber hinaus sind die Auswirkungen f&uuml;r unsere europ&auml;ischen Partner durch die enormen Handelsungleichgewichte mittlerweile offenkundig.<br>\nSolange also die Kernfrage &uuml;ber die richtige Lohnh&ouml;he nicht gekl&auml;rt ist, wird man (Westerwelle, Merkel und leider auch die SPD) weiter versuchen, &uuml;ber die Stellschraube Sozialpolitik Lohnzur&uuml;ckhaltung durchzusetzen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Beispiels-Rechnungen SGB II-Regelleistung auf Basis der BMAS-Sonderauswertung der EVS 2003 nach Vorgaben des BVerfG-Urteils vom 09. Februar 2010.<\/strong><br>\nDer Gutachter des Kl&auml;gers im Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht und Mitglied des Deutschen Sozialgerichtstags R&uuml;diger B&ouml;ker errechnet einen Betrag von 631 Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hartz4-plattform.de\/images\/RB-Umsetzung-BV_it-EVS-2003.pdf\">Hartz IV-Platform [PDF &ndash; 73 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Subventionen sollen 2010 reduziert werden<\/strong><br>\nDie Ma&szlig;nahmen zur Ankurbelung der durch die Wirtschaftskrise eingebrochenen Konjunktur haben die Finanzhilfen des Bundes kr&auml;ftig steigen lassen. Wie aus dem als Unterrichtung vorgelegten Bericht der Bundesregierung &uuml;ber die Entwicklung der Finanzhilfen des Bundes und der Steuerverg&uuml;nstigungen f&uuml;r die Jahre 2007 bis 2010 (17\/465) hervorgeht, sind die Finanzhilfen des Bundes von rund 5,6 Milliarden Euro im Jahr 2007 auf mehr als 12 Milliarden Euro im Jahr 2009 gestiegen. &rdquo;Allein die ausgelaufene Umweltpr&auml;mie und die befristete Aufstockung des Zentralen Innovationsprogramms erkl&auml;ren mit einem Volumen von zusammen 5,9 Milliarden Euro &uuml;ber 93 Prozent des Anstiegs im Jahr 2009&ldquo;, schreibt die Regierung. Die Finanzhilfen w&uuml;rden aber im laufenden Jahr wieder auf rund 6,8 Milliarden Euro fallen.<br>\nDie auf den Bund entfallenden Steuerverg&uuml;nstigungen seien von 2007 bis 2009 um 750 Millionen Euro auf 17,2 Milliarden Euro gesunken, hei&szlig;t es in der Vorlage. 2010 w&uuml;rden sie aber wieder leicht auf 17,6 Milliarden Euro steigen. Der Bereich Wohnungsbau (insgesamt 2,6 Milliarden Euro Subventionen) leiste mit fast 1,7 Milliarden Euro den wichtigsten Beitrag zum Subventionsabbau. Hauptgrund sei das Auslaufen der Eigenheimzulage. Insgesamt beziffert die Regierung in ihrem 22. Subventionsbericht die Summe der Finanzhilfen und Steuerverg&uuml;nstigungen im Jahre 2009 auf 29,5 Milliarden Euro. Das Gesamtvolumen soll im laufenden Jahr wieder deutlich auf 24,4 Milliarden zur&uuml;ckgehen.<br>\nDer gr&ouml;&szlig;te Subventionsbereich sei nach wie vor die gewerbliche Wirtschaft, schreibt die Regierung weiter. Die im Zuge der Krisenma&szlig;nahmen von 2008 bis 2009 von 13,5 auf 19,4 Milliarden Euro gestiegenen Subventionen w&uuml;rden in diesem Jahr wieder auf 13,5 Milliarden Euro fallen. Die Subventionen f&uuml;r die Landwirtschaft sollen von rund 1 Milliarde Euro im vergangenen Jahr durch das Gr&uuml;nlandmilchprogramm und &Auml;nderungen an der Agrardiesel-Besteuerung um 450 Millionen Euro steigen. Wegen der F&ouml;rderung besonders emissionsarmer Lastkraftwagen steigen die Subventionen im Verkehrsbereich der Unterrichtung zufolge von 1 Milliarde auf 2,5 Milliarden Euro.<br>\nErh&ouml;hen werden sich nach Angaben der Regierung auch die Ausgaben f&uuml;r die Sparf&ouml;rderung und zwar von 1,3 auf fast 1,8 Milliarden Euro. Grund sei die verbesserte F&ouml;rderung der Riester-Rente.<br>\nZur gr&ouml;&szlig;ten Steuerverg&uuml;nstigung hat sich die Steuererm&auml;&szlig;igung f&uuml;r Renovierungsaufwand (handwerkliche Dienstleistungen) mit 1,4 Milliarden Euro Steuerausf&auml;llen beim Bund (insgesamt: 3 Milliarden) entwickelt. Die Steuerbefreiung f&uuml;r Sonntags-, Feiertags- und Nachtzuschl&auml;ge wird mit 876 Millionen Euro (insgesamt: 2 Milliarden) angegeben. 2 Milliarden Euro Steuerausf&auml;lle kostet den Bund der Steuernachlass f&uuml;r die Betreiber von Kraft-W&auml;rme-Koppelungsanlagen. Auch die Umsatzsteuererm&auml;&szlig;igung f&uuml;r Beherbergungsleistungen hat bereits mit Steuerausf&auml;llen beim Bund in H&ouml;he von 430 Millionen Euro und insgesamt 805 Millionen Euro Eingang in die Liste der 20 gr&ouml;&szlig;ten Steuerverg&uuml;nstigungen gefunden. Die Verg&uuml;nstigung f&uuml;r die Hotels findet sich auf Platz 14.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2010_02\/2010_040\/03.html\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Achtung: Wenn in der politischen Debatte von Subventionsabbau die Rede ist, dann ist in aller Regel weniger an die hier genannten Subventionen gedacht. Vielleicht noch an die Steuerbefreiung von Zuschl&auml;gen bei atypischen Arbeiten, ansonsten geht es in aller Regel um die K&uuml;rzung von Sozialleistungen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Lidl-Vorsto&szlig; zu Mindestl&ouml;hnen l&ouml;st Debatte aus<\/strong><br>\nDer Arbeitnehmerfl&uuml;gel der Unions-Bundestagsfraktion begr&uuml;&szlig;te die &Auml;u&szlig;erungen von Lidl-Aufsichtsratschef Klaus Gehrig. Dieser hatte geschrieben, &laquo;dass im Einzelhandel unbedingt Mindestl&ouml;hne eingef&uuml;hrt werden m&uuml;ssen&raquo;. Damit w&uuml;rde die M&ouml;glichkeit und der Missbrauch von Lohndumping, der auch vereinzelt im Handel zu sehen sei, unterbunden.&nbsp; Gehrig hatte mit einem der Deutschen Presse-Agentur dpa vorliegenden Brief an den Bremer Professor Rudolf Hickel auf eine ARD-Sendung von Ende Januar reagiert. In dieser hatte Hickel den Discountern vorgeworfen, den enormen Kostendruck auf die L&ouml;hne abzuw&auml;lzen und deshalb schlechter zu bezahlen. Der Wissenschaftler reagierte nun positiv auf die Forderung Gehrigs. &laquo;Wir m&uuml;ssen aber genau &uuml;berpr&uuml;fen, was Lidl damit meint und um welche H&ouml;he es geht&raquo;, sagte Hickel der Essener WAZ-Gruppe (Donnerstag).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:lidl-vorstoss-zu-mindestloehnen-loest-debatte-aus\/50075908.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ein cleverer PR-Coup von Lidl. Lidl kann sich darauf verlassen, dass es unter dieser Regierung weder zu einen branchenbezogenen noch zu einem gesetzlichen Mindestlohn kommt. Ganz abgesehen davon, dass der Handelsverband HDE keine gesetzlichen Regelung m&ouml;chte, da Lidl im Gegensatz zu vielen Konkurrenten immer noch trotz kl&auml;glicher Arbeitsbedingungen zu den besserbezahlenden Unternehmen geh&ouml;rt &ndash; weit &uuml;ber die gewerkschaftlichen Vorstellungen eines gesetzlichen Mindestlohns hinaus. Und hier mag der reale Hintergrund des Vorschlags sein: Druck auf die Niedriglohnkonkurrenz auszu&uuml;ben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Immer mehr Leiharbeiter in Bundesbeh&ouml;rden<\/strong><br>\nDie Bundesbeh&ouml;rden haben 2009 fast doppelt so viele Leiharbeiter besch&auml;ftigt wie im Jahr zuvor. Die Zahl stieg von 771 auf 1343. Der Anteil der geliehenen Arbeiter an der Gesamtzahl der Bundesbesch&auml;ftigten betrug damit nach Angaben des Bundesinnenministeriums 0,15 Prozent. Die meisten Leiharbeiter (999) waren K&uuml;chenfach-und K&uuml;chenhilfskr&auml;fte. Die durchschnittliche Besch&auml;ftigungsdauer lag bei sechs Monaten. &Uuml;ber die L&ouml;hne gab das Innenministerium keine Auskunft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.saarbruecker-zeitung.de\/sz-berichte\/politik\/Immer-mehr-Leiharbeiter-in-Bundesbehoerden;art2815,3193696\">Saarbr&uuml;cker Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Bagatellk&uuml;ndigung: Betrieb feuert Schwerbehinderte wegen M&uuml;lldiebstahls<\/strong><br>\nNeuer Fall von Bagatellk&uuml;ndigungen: Eine Putzfrau wurde gefeuert, weil sie weggeworfene Pfandflaschen mitgenommen hatte. Der Fall ist auch brisant, weil die Frau schwerbehindert ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,678544,00.html\">Spiegel-Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Kostentreiber Krankenhaus &ndash; R&ouml;sler dennoch f&uuml;r weniger Kontrolle<\/strong><br>\nBei den Krankenkassen ist das Geld knapp. W&auml;hrend viele Versicherte inzwischen Zusatzbeitr&auml;ge zahlen, belasten die Krankenh&auml;user die Kassen mit zu hohen Abrechnungen. Dadurch entstehen den Kassen j&auml;hrlich Mehrkosten von rund einer Milliarde Euro. Dennoch setzt Gesundheitsminister R&ouml;sler auf weniger Kontrollen und mehr Vertrauen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rbb-online.de\/kontraste\/archiv\/kontraste_vom_11_02\/kostentreiber_krankenhaus.html\">ARD Kontraste<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Schlaraffenland ist abgebrannt<\/strong><br>\nDie Private Krankenversicherung ger&auml;t in Geldnot. Bessere Leistung f&uuml;r geringeren Beitrag, das funktioniert auf Dauer nicht. Das Modell der PKV fu&szlig;t auf einer konsequenten Verweigerung von Solidarit&auml;t. Nur wer mehr als 4162,50 Euro brutto im Monat (derzeitiger Stand) verdient, darf sich aus der gesetzlichen Kasse verabschieden. Die dort Gebliebenen k&ouml;nnen sehen, wie sie klarkommen und m&uuml;ssen auch noch hinnehmen, als Patienten zweiter Klasse behandelt zu werden. Wer eine Krankheit hat, muss bei den Privaten deutlich h&ouml;here Beitr&auml;ge bezahlen, und wer &auml;lter wird, hat gr&ouml;&szlig;ere P&auml;ckchen zu tragen. Wer den so genannten Basistarif w&auml;hlt, den die Politik den Versicherern oktroyiert hat, ist unter Umst&auml;nden schlechter gestellt als ein Kassenpatient und kann um medizinische Versorgung betteln.<br>\nJahrzehntelang haben Politiker aus FDP und Union f&uuml;r eine umfassende Privatisierung des Gesundheitsschutzes geworben. Die gesetzlichen Krankenkassen wurden als Schmuddelkinder hingestellt mit monstr&ouml;sen Verwaltungen und gierigen Sozi-Bonzen an der Spitze. Die PKV stellten sie dagegen als das strahlende Vorbild hin, das schlanke Strukturen hat, besser wirtschaften kann und dabei f&uuml;r Kranke auch noch viel besser sorgt. Das stimmte nie, doch derzeit wird offensichtlich, wie matt dieser Stern ist. Merkw&uuml;rdigerweise redet keiner mehr dar&uuml;ber, aber es gibt eine Alternative zum Zwei-Klassen-System: die B&uuml;rgerversicherung. Besserverdiener k&ouml;nnten sich dann nicht l&auml;nger aus der gesetzlichen Krankenversicherung verabschieden. Alle stehen damit f&uuml;r alle ein. Nicht nur auf Arbeitseinkommen w&uuml;rden Beitr&auml;ge f&auml;llig, sondern auch auf Miet- oder Zinseinnahmen. Das System w&uuml;rde gerechter, die Einnahmebasis breiter. Es w&auml;re auch Schluss mit dem Zwei-Klassen-System im Wartezimmer. Wenn &Auml;rzte und Kliniken f&uuml;r alle die gleichen Honorare bekommen, ist es wirtschaftlich unsinnig, bestimmte Patienten den anderen vorzuziehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2323731&amp;em_loc=1775&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/&amp;em_ivw=fr_meinung\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Transaktionssteuer<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Schulmeister zur Transaktionssteuer: Beruhigungspille f&uuml;r Zocker<\/strong><br>\nEine Steuer auf Finanztransaktionen ist die beste Therapie gegen &ldquo;manisch-depressive Schwankungen&rdquo; auf den M&auml;rkten, sagt Wirtschaftsforscher Schulmeister auf FR-online.de. Der fiskalische Gewinn w&auml;re gewaltig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/debatte_wirtschafts_und_finanzkrise\/1962896_Schulmeister-zur-Transaktionssteuer-Beruhigungspille-fuer-Zocker.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Kommentar zur Finanz-Regulierung: Es lebe Tobin<\/strong><br>\nGanz langsam wird die Regulierungsdebatte interessant. Sie pirscht sich an die richtigen Fragen zur Einhegung des Finanzkapitalismus heran.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/spezial_banken\/meinung\/1913483_Kommentar-zur-Finanz-Regulierung-Es-lebe-Tobin.html\">FR<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Steuerhinterziehung: Weimar lie&szlig; Liechtenstein-F&auml;lle liegen<\/strong><br>\nF&uuml;r Staatsanw&auml;lte und Steuerfahnder war das Fr&uuml;hjahr 2000 so etwas wie ein Lottogewinn mit sechs Richtigen. Damals erhielt die Bochumer Staatsanwaltschaft eine CD-Rom, deren Inhalt bald darauf die Verm&ouml;genden der Republik in Panik versetzen sollte. Die Frankfurter Steuerfahnder waren deshalb elektrisiert als sie erfuhren, dass auch etliche Frankfurter F&auml;lle auf der &ldquo;Batliner-CD-Rom&rdquo; zu finden waren. Warum sie die F&auml;lle nie bearbeiten durften, dar&uuml;ber d&uuml;rfen die Fahnder bis heute nicht sprechen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/dossiers\/die_steuerfahnder_affaere\/?em_cnt=2130837&amp;\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&raquo;Deutschland hat die anderen zu Bettlern gemacht&laquo;<\/strong><br>\nGriechenland ist nicht nur durch eigene Schuld in die Finanzkrise geraten. Ein Gespr&auml;ch mit Heiner Flassbeck<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/02-18\/047.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Zeise &ndash; Der Geburtsfehler des Euro<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische W&auml;hrungsunion wurde nicht geschaffen, um den Frieden in Europa zu sichern, wie Altkanzler Helmut Kohl seinen B&uuml;rgern mit sentimentalen Augenklappern weismachen wollte. Vielmehr ging es darum, den Absatz von Industrie und Handel den irrationalen Schwankungen der Devisenm&auml;rkte zu entziehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:kolumne-zeise-der-geburtsfehler-des-euro\/50074776.html?page=2\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>OECD r&uuml;gt deutsche Entwicklungshilfe<\/strong><br>\nDie OECD r&uuml;gt Deutschlands geringes Engagement in der Entwicklungshilfe. W&auml;hrenddessen wirft Minister Niebel die besten Fachkr&auml;fte aus seinem Haus.<br>\nErst gestern gab die OECD bekannt, dass Deutschland zu den wenigen L&auml;ndern geh&ouml;rt, die ihre Finanzierungszusagen f&uuml;r das Jahr 2010 nicht einhalten. Nur 0,4 Prozent der Wirtschaftsleistung wird Deutschland f&uuml;r Entwicklungsl&auml;nder ausgeben &ndash; 0,51 Prozent h&auml;tten es sein sollen.<br>\nWie Niebel bei derart langsam steigenden Mitteln die Halbierung der Zahl der Armen bis 2015 erreichen will, bleibt unklar.<br>\nDer personelle Kahlschlag, den Niebel seit Herbst vollzogen hat, ist beispiellos. Die Leitungsebene des Hauses hat Niebel mit fast durchweg unerfahrenen Parteileuten besetzt. Knapp vier Monate nach seinem Amtsantritt ist das Ministerium personell umgekrempelt: auf FDP-Parteilinie gebracht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/deutschland\/artikel\/1\/oecd-ruegt-deutsche-entwicklungshilfe\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Niebel hat mit Fragen der Entwicklungshilfe so viel zu tun, wie Westerwelle mit dem Sozialstaat. Das Regierungsprogramm der FDP kennt nur zwei Ziele: Die (zahlungskr&auml;ftige) Klientel zu bedienen und Parteifreunde mit Posten zu versorgen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Seen-Verkauf in Ostdeutschland: Merkels Reste-Rampe<\/strong><br>\nDer Bund verkauft alle Seen, T&uuml;mpel und Teiche in Ostdeutschland, die 1945\/1946 verstaatlicht worden waren und sp&auml;ter Volkseigentum der DDR wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2319835&amp;em_loc=1231&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_polstart\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es ist unfassbar, da hat die Union Ostdeutschland in der schlechtest m&ouml;glichen Weise &ldquo;abgewickelt&rdquo; und einer ostdeutschen Kanzlerin bleibt es vorbehalten, den Schlusspunkt hinter diesen Skandal zu setzen. F&uuml;r l&auml;cherliche 30 Millionen Euro wird etwas, das wir auch Heimat nennen, an Privatiers verscherbelt. Also der Wahlkreis von uns Angela muss fallen, das ist das mindeste, denn &ldquo;Pommerland ist abgebrannt&rdquo;. (Auch wenn das geographisch nicht ganz hinhaut.)<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Gesetz zu Kinderpornos im Internet: K&ouml;hlers Unterschrift stiftet Verwirrung<\/strong><br>\nBundespr&auml;sident Horst K&ouml;hler hat das umstrittene Gesetz zur Bek&auml;mpfung von Kinderpornografie im Internet unterzeichnet.<br>\nDoch die Bundesregierung ist inzwischen von dem noch von der Gro&szlig;en Koalition beschlossenen Vorhaben abger&uuml;ckt, kinderpornografische Webseiten im Internet zu sperren. Die &ndash; im Gesetz vorgesehenen &ndash; Sperren sollen daher nicht umgesetzt werden. Nach Angaben von Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger hat sich die schwarz-gelbe Regierung auf das &ldquo;endg&uuml;ltige Aus f&uuml;r Netzsperren&rdquo; verst&auml;ndigt. &ldquo;Jetzt wird schnell eine neue Regelung auf den Weg gebracht, die dem Grundsatz L&ouml;schen statt Sperren entspricht&rdquo;, k&uuml;ndigte sie an.<br>\nWie die Koalition nun mit dem unterschriebenen Gesetz umgeht, ist noch unklar. Mit K&ouml;hlers Unterschrift und der Ver&ouml;ffentlichung im Bundesgesetzblatt tritt das Gesetz in Kraft, Netzsperren sind nun rechtlich m&ouml;glich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/kinderpornogesetz100.html\">Tagesschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Justiz: &ldquo;Haiders Tod ist kein Gl&uuml;ck f&uuml;r die T&auml;ter&rdquo;<\/strong><br>\nEs verdichtet sich der Verdacht, dass J&ouml;rg Haider seine Zustimmung zum Hypoverkauf an die Bayern LB von einer Millionenzahlung abh&auml;ngig gemacht hat&rdquo;, erkl&auml;rt die M&uuml;nchner Staatsanw&auml;ltin Barbara Stockinger. Nach deutschem Recht ist das &ldquo;Bestechung eines ausl&auml;ndischen Amtstr&auml;gers&rdquo; und mit f&uuml;nf Jahren Haft zu bestrafen. In Bayern beginnt nun das gro&szlig;e Zittern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.krone.at\/krone\/S154\/object_id__185661\/hxcms\/\">Krone.at<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>China trennt sich von US-Staatsanleihen<\/strong><br>\nChina hat sich von einem Teil seiner US-Schatzpapiere getrennt und ist damit nur noch zweitgr&ouml;&szlig;ter Anleihegl&auml;ubiger der USA.<br>\nDie Volksrepublik verkaufte im Dezember Anleihen im Volumen von mehr als 34 Milliarden Dollar und h&auml;lt nun noch US-Bonds im Wert von 755,4 Milliarden Dollar, wie aus am Dienstag ver&ouml;ffentlichten Daten des US-Finanzministeriums hervorging. Japan stockte seinen Bestand an US-Staatsanleihen dagegen um 11,5 Milliarden Dollar auf 768,8 Milliarden Dollar auf und &uuml;berholte China damit erstmals seit August 2008.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.reuters.com\/article\/economicsNews\/idDEBEE61G00N20100217\">Reuters<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Albrecht von Lucke: Propaganda der Ungleichheit<\/strong><br>\nSarrazin, Sloterdijk und die neue b&uuml;rgerliche Koalition<br>\nDie neue Bundesregierung hat ihre holprigen ersten Wochen hinter sich. Doch was Schwarz-Gelb ersichtlich fehlt, ist ein geistiger &Uuml;berbau, eine konsistente Idee ihrer zuk&uuml;nftigen Aufgabe.<br>\nUmso mehr wird in Zeiten knapper Kassen die Ideologie leisten m&uuml;ssen, was die Wirtschaft allein nicht zu leisten vermag: die Legitimierung einer Politik der sozialen Grausamkeiten. Die kulturelle Sph&auml;re, der Kampf um die kulturelle Deutungsmacht in der Republik, d&uuml;rfte damit zum Hauptschlachtfeld werden. Da trifft es sich gut, dass sich Schwarz-Gelb im Kreise der Meinungsf&uuml;hrer und Deutungsexperten l&auml;ngst auf beflissene Intellektuelle verlassen kann, die bereitwillig einspringen, um f&uuml;r den fehlenden geistigen &Uuml;berbau zu sorgen. Es ist gewiss kein Zufall, dass just zu dem Zeitpunkt, wo wir in eine neue Phase der Republik eintreten und die neue Regierung hochgradig sinnstiftungsbed&uuml;rftig ist, sich zahlreiche &bdquo;Geistesschaffende&ldquo; anheischig machen, sich zu Stichwortgebern der neuen &bdquo;b&uuml;rgerlichen Koalition&ldquo; aufzuschwingen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2009\/dezember\/propaganda-der-ungleichheit\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Journalismus<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Bild und Hartz IV: Gifte dir deine Meinung<\/strong><br>\nSeit Tagen unterst&uuml;tzt die Bild-Zeitung Guido Westerwelle bei seinem Feldzug gegen dekadente Hartz-IV-Schmarotzer. Mehr als unsachliche Stimmungsmache ist es nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/medien\/273\/503495\/text\/\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es ist immerhin bemerkenswert, dass endlich einmal eine Zeitung sich kritisch mit Bild auseinandersetzt. &Uuml;blicherweise hackt ja eine Kr&auml;he der anderen kein Auge aus.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Wozu noch Journalismus?&rdquo;<\/strong><br>\nNun mag man sich ja fragen: Was h&auml;tten die Medien in Deutschland tun sollen, als den Banken der Zusammenbruch drohte? Genauso gut mag man sich fragen, was sie in Amerika h&auml;tten tun sollen, nachdem die Twin Towers zusammengebrochen waren? Und als George W. Bush den Krieg gegen den Irak vom Zaun brach. Aber dann muss man sich auch fragen, was sollen sie tun, wenn eine Epidemie droht? Wenn ein Krieg beginnt? Wenn eine Entf&uuml;hrung im Gange ist? Wenn der Kanzler schwarze Kassen f&uuml;hrt? Wie lautet die richtige Antwort? Meine Antwort lautet: Ihren Job. Immer. Berichten. Die Wahrheit. So gut sie k&ouml;nnen. Viele Journalisten sehen das heute anders.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/medien\/765\/501026\/text\/7\/\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ein sch&ouml;ner Traum von Jakob Augstein. Er h&auml;tte mit seinem 24-Prozent-Anteil am Spiegel-Verlag doch mehr M&ouml;glichkeiten als viele im Spiegel darauf hinzuwirken, dass solche Ziele verfolgt w&uuml;rden. Ihm geh&ouml;rt der Freitag da h&auml;tte er allen Einfluss dazu.<\/em><\/p><\/li>\n<li>Siehe dazu auch: <strong>Geheimtreffen im Kanzleramt: Die Presse schwieg<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-journalisten.com\/blog\/2010\/02\/17\/geheimtreffen-im-kanzleramt-die-presse-schwieg\/\">Berliner-Journalisten.Com<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Privatdozenten: Anspruchslose Akademiker<\/strong><br>\nPrivatdozent ist kein Beruf, sondern ein Ehrengrad, f&uuml;r den sich sein Inhaber zun&auml;chst einmal nichts kaufen kann. Wer mit einer Habilitationsschrift bewiesen hat, dass er als Hochschullehrer geeignet ist, kann sich den Titel vom zust&auml;ndigen Uni-Fachbereich verleihen lassen. Damit erwirbt er das Recht, Vorlesungen und andere Veranstaltungen anzubieten &ndash; das ist alles. Privatdozenten &bdquo;haben keinen Anspruch auf einen Arbeitsplatz oder eine Verg&uuml;tung&ldquo;, hei&szlig;t es im Hessischen Hochschulgesetz. Wollen sie allerdings ihren Status behalten, m&uuml;ssen sie von ihrer &bdquo;venia legendi&ldquo; auch Gebrauch machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub8D05117E1AC946F5BB438374CCC294CC\/Doc~E40773609C8294D5B80C88A445EA57AFA~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">faz.net<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a>Zu guter Letzt: <strong>St. Guido<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/100219_St_Guido.jpg\" alt=\"St. Guido\" title=\"St. Guido\"><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Weiterhin hohes Armutsrisiko; die richtige Agenda; Westerwelle und die Wahrheit; Hartz-Regelleistungen; Subventionsbericht; Lidl und der Mindestlohn; Leiharbeiter in Bundesbeh&ouml;rden; Kostentreiber Krankenhaus; Private Krankenkassen abgebrannt; Transaktionssteuer; Deutschland hat die anderen zu Bettlern gemacht; OECD r&uuml;gt deutsche Entwicklungshilfe; Seen-Verkauf; China trennt sich von US-Staatsanleihen; Propaganda der Ungleichheit; Journalismus; anspruchslose Akademiker; St.<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4527\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4527","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4527","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4527"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4527\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4527"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4527"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4527"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}