{"id":45282,"date":"2018-08-03T08:29:29","date_gmt":"2018-08-03T06:29:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45282"},"modified":"2018-08-03T08:29:29","modified_gmt":"2018-08-03T06:29:29","slug":"hinweise-des-tages-3175","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45282","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p><p><!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45282#h01\">Team Sahra und die 25.000<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45282#h02\">Alleinerziehende in Deutschland: Wenn die Armut droht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45282#h03\">Frontal 21 zum hochgradig gesundheitssch&auml;dlichen Troika-Diktat in Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45282#h04\">Eine europ&auml;ische L&ouml;sung, die eine deutsche ist: &Uuml;ber den Beschluss des Europ&auml;ischen Rats zur Migration<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45282#h05\">Ein Jahr Diesel-Gipfel: &ldquo;Autoindustrie hat Direktzugang zum Kanzleramt&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45282#h06\">Deutschland treibt den Krieg im Jemen an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45282#h07\">EU-Au&szlig;enpolitiker warnen vor einem Alleingang Europas<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45282#h08\">Sicherheitsl&uuml;cken an Flugpl&auml;tzen: Reiche werden nicht kontrolliert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45282#h09\">&Ouml;sterreich: Ein Viertel weniger F&ouml;rderung f&uuml;r Arbeitsmarktservice 2019<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45282#h10\">Eine Nazi-Allianz f&uuml;r Europa &ndash; die d&uuml;steren Pl&auml;ne des Steve Bannon<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45282#h11\">CSU im Lagerwahlkampf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45282#h12\">Buchempfehlung: Walter Lippmann, der Gro&szlig;meister der Meinungsmanipulation, neu aufgelegt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45282#h13\">&ldquo;Hilfe! Wo ist unsere Kanzlerin?&rdquo; Angela Merkel macht Urlaub und die Medien drehen durch<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Team Sahra und die 25.000<\/strong><br>\nLinken-Politikerin Wagenknecht will Anfang September ihre Sammlungsbewegung starten.<br>\nSchon der lange Vorlauf zeigt an, dass dieses Projekt mit einem gro&szlig;en Aufschlag starten soll. Die lange Vorbereitung d&uuml;rfte freilich auch damit zu tun haben, dass das Vorhaben sich schwierig gestaltet. Seit einigen Monaten widmet Sahra Wagenknecht, die Vorsitzende der Bundestagsfraktion der Linken, einen gro&szlig;en Teil ihrer Zeit den Vorbereitungen f&uuml;r den Start einer partei&uuml;bergreifenden linken Sammlungsbewegung. Die popul&auml;re Linken-Politikerin will mit der Bewegung &ldquo;jene vielen wieder erreichen, die sich in den vergangenen Jahren ver&auml;rgert und entmutigt von den etablierten Parteien abgewendet haben.&rdquo; Es gehe um die &ldquo;Befreiung aus dem Neoliberalismus&rdquo;. Der Unmut vieler Menschen &uuml;ber die ungerechte Gesellschaft solle wieder eine Stimme bekommen. [&hellip;]<br>\n&ldquo;Es gibt ein Konzept f&uuml;r den Auftakt&rdquo;, sagt Fabio De Masi, der Bundestagsabgeordnete der Linken z&auml;hlt zu den Mitgr&uuml;ndern. &ldquo;Den Gr&uuml;ndungsaufruf werden sicher um die 40 oder 50 Leute unterzeichnen.&rdquo; Im Zentrum soll zun&auml;chst die Webseite stehen. Man hat aufmerksam beobachtet, wie die AfD vor allem &uuml;ber ihre enorme Pr&auml;senz und viele aktive Unterst&uuml;tzer in den digitalen Medien stark wurde. Sie wollen nun das Netz f&uuml;r die linke Bewegung nutzen. &ldquo;Wir wollen den Rechten die Lufthoheit nehmen&rdquo;, so De Masi. &ldquo;Wir m&uuml;ssen die Spielfelder wechseln und nicht den Themen der Rechten hinterherlaufen, sondern das in den Mittelpunkt stellen, was viele Menschen bewegt: Leiharbeit, Wuchermieten oder Pflegenotstand.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/parteiuebergreifendes-projekt-team-sahra-und-die--1.4079062%20\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Alleinerziehende in Deutschland: Wenn die Armut droht<\/strong><br>\nWer in Deutschland alleine ein Kind erzieht, ist ganz besonders armutsgef&auml;hrdet. Umverteilungsma&szlig;nahmen helfen wenig, denn wer Sozialleistungen bekommt, sieht davon keinen Cent. Viele Betroffene w&uuml;rden sowieso lieber arbeiten. Aber auch das ist oft gar nicht so einfach.<br>\nAlleinerziehende sind auch weiterhin in h&ouml;herem Ma&szlig;e von Armut bedroht als der Rest der Bev&ouml;lkerung. In Haushalten, in denen sich nur die Mutter oder nur der Vater um die Kinder k&uuml;mmert, sind ein Drittel der Personen &ndash; 33 Prozent &ndash; armutsgef&auml;hrdet. In Familien mit zwei Elternteilen ist es nur etwa jeder Zehnte. Das ergeben die Zahlen, die das Statistische Bundesamt heute vorstellte. Zwei Drittel der Alleinerziehenden k&ouml;nnten etwa unerwartete Ausgaben von 1000 Euro nicht aus eigenen Mitteln stemmen, erkl&auml;rte Kristina Kott, Referatsleiterin des Statistischen Bundesamtes.<br>\n&ldquo;Die Doppelbelastung einerseits f&uuml;r Kinder zu sorgen und andererseits den Lebensunterhalt sicherzustellen, birgt also f&uuml;r Alleinerziehende ein besonders hohes finanzielles Risiko. Dies wird auch daran deutlich, dass diese Gruppe 2017 h&auml;ufig auf eine Schuldnerberatungsstelle angewiesen war.&rdquo;<br>\nInsgesamt ist das Armutsrisiko f&uuml;r Alleinerziehende 2017 zwar leicht zur&uuml;ckgegangen &ndash; dies sei vor allem auf die gute Konjunktur zur&uuml;ckzuf&uuml;hren.  Insgesamt aber ist das Pro-Kopf-Einkommen in betroffenen Familien um rund ein F&uuml;nftel niedriger als in Haushalten mit zwei Elternteilen. Alleinerziehende V&auml;ter und M&uuml;tter haben unterschiedlichen Zugang zur Arbeitswelt: 88 Prozent der V&auml;ter arbeiten Vollzeit, dagegen nur 42 Prozent der M&uuml;tter. &Uuml;ber die H&auml;lfte der alleinerziehenden Frauen h&auml;tten gar keinen Job.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/alleinerziehende-in-deutschland-wenn-die-armut-droht.1766.de.html?dram:article_id=424473\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><strong>dazu: Die Heizung bleibt aus<\/strong><br>\nPartner weg, Armut da: Die Zahl der Alleinerzieherhaushalte steigt. Finanzielle Misere garantiert<br>\nUnruhe, fragende Blicke, ein Zwischenruf: &raquo;Was, so viel?&laquo; Am Donnerstag kam die von Beh&ouml;rdenchef Georg Thiel angef&uuml;hrte Abordnung des Statistischen Bundesamtes kurz aus dem Tritt, als sie der versammelten Hauptstadtpresse eine Zahl pr&auml;sentierte, die sogar dieser Runde nicht eben radikaler Kritiker seltsam vorkam: Alleinerzieherhaushalte, so war zu h&ouml;ren, w&uuml;rden im Schnitt &uuml;ber ein Nettoeinkommen von 2.320 Euro im Monat verf&uuml;gen. Das sei, wiegelten die Vertreter des Bundesamtes eilig ab, nur eine &raquo;statistische Gr&ouml;&szlig;e&laquo;, was wohl hei&szlig;en soll: Das hat mit der gelebten Realit&auml;t eigentlich nichts zu tun. Zusammengerechnet wird diese Zahl, indem das durchschnittlich verf&uuml;gbare Pro-Kopf-Einkommen in Haushalten von Alleinerziehenden, das &ndash; auch so eine &raquo;statistische Gr&ouml;&szlig;e&laquo; &ndash; bei 967 Euro liegen soll, mit der durchschnittlichen Zahl der Personen pro Alleinerzieherhaushalt &ndash; 2,4 &ndash; multipliziert wird.<br>\nDas Statistische Bundesamt hatte zur Pressekonferenz geladen, um die Daten des Mikrozensus 2017 unter dem Gesichtspunkt &raquo;Alleinerziehende in Deutschland&laquo; auszuwerten. Pauschale Sch&ouml;nf&auml;rberei kann man der Beh&ouml;rde nicht vorwerfen: Der Mikrozensus st&uuml;tzt sich methodisch vor allem auf Haushaltsbefragungen, und die sind recht aussagekr&auml;ftig. Die Angabe etwa, dass fast ein Drittel der Bev&ouml;lkerung der BRD in Haushalten lebt, die nicht in der Lage sind, unerwartet anfallende Ausgaben in H&ouml;he von 1.000 Euro zu bestreiten, sagt &uuml;ber die tats&auml;chliche soziale Lage im Land wesentlich mehr aus als das Hantieren mit statistischen Durchschnittswerten. Die Situation von Alleinerzieherhaushalten ist dabei besonders schlecht: 63 Prozent der Personen in diesen Haushalten k&ouml;nnen im Notfall keine 1.000 Euro zusammenkratzen, 39 Prozent k&ouml;nnen sich keine Urlaubsreise leisten, 14 Prozent verf&uuml;gen noch nicht einmal &uuml;ber die Mittel, um mindestens alle zwei Tage eine vollwertige Mahlzeit einzunehmen, neun Prozent lassen im Winter aus Kostengr&uuml;nden die Heizung aus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/337187.alleinerziehende-die-heizung-bleibt-aus.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Frontal 21 zum hochgradig gesundheitssch&auml;dlichen Troika-Diktat in Griechenland<\/strong><br>\nNachdem Griechenland &ndash; genauer: das griechische Gemeinwesen (also Millionen Menschen) &ndash; einem jahrelangen Austerit&auml;tsprogramm unterworfen wurden, das nicht nur seinesgleichen sucht, sondern dessen humanit&auml;r vielfach verurteilte Auflagen auch noch lange Zeit und tiefgreifend nachwirken werden, scheinen &ldquo;die M&auml;rkte&rdquo; nun &ldquo;beruhigt&rdquo; und schwingen ihre Zinspeitsche vorerst nur noch sachte drohend.<br>\nDer Umgang mit Griechenland, von der &ldquo;Eurogruppe&rdquo; unter Deutschlands F&uuml;hrung angeordnet, der Troika exekutiert und der griechischen Bev&ouml;lkerung unter Zwang erduldet, ist dabei doch ein Teil jenes Eisbergs, &uuml;ber dessen Spitze sich viele nun aufregen, wenn sie den Vormarsch der Rechtspopulisten in Europa beklagen. Dabei sollte man stets auf sein Unterwassermassiv schauen, jene unzivilisierten Strukturen, wie sie sich eben besonders im gnadenlosen Umgang mit Griechenland gezeigt haben und noch zeigen. Doch das Eingest&auml;ndnis der Verheerungen im Umgang mit dem Land und seinen Menschen ist etwas, das bis heute kaum Aufmerksamkeit aus dem Mainstream und seinen Eliten erh&auml;lt. Wir verweisen auf einen aktuellen Frontal 21-Beitrag, der sich mit der Zurichtung des griechischen Gesundheitssystems besch&auml;ftigt, das dem &ldquo;Willen der M&auml;rkte&rdquo; unterworfen wurde. Wer ein wenig &uuml;ber die Zusammenh&auml;nge nachdenkt, m&uuml;sste eigentlich darauf kommen, dass mit der derzeitigen Weiter-so-Politik &agrave; la Merkel und Gro&szlig;koalitions-SPD-Spitze, ebenso wie mit dem institutionellen Gef&uuml;ge, das sie in Europa erm&ouml;glicht, kein friedliches und zivilisiertes Gemeinwesen zu machen ist:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.maskenfall.de\/?p=12739\">Maskenfall<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Eine europ&auml;ische L&ouml;sung, die eine deutsche ist: &Uuml;ber den Beschluss des Europ&auml;ischen Rats zur Migration<\/strong><br>\n&bdquo;Merkel siegt &uuml;ber Seehofer&ldquo;, so wurde das Ergebnis des wochenlangen Tauziehens zwischen der Bundeskanzlerin und ihrem Innenminister in der Migrationsfrage bewertet. Strittig war, ob k&uuml;nftig an den deutschen Grenzen die Sekund&auml;rmigration aus anderen EU-L&auml;ndern durch Zur&uuml;ckweisungen verhindert werden soll, oder ob eine solche Ma&szlig;nahme nur im Einvernehmen mit dem jeweiligen Nachbarland erfolgen darf. Nach der Entscheidung des Br&uuml;sseler Ratsgipfels vom 28. Juni 2018 soll diese Problematik nun mittels bilateraler Vereinbarungen zwischen den betroffenen L&auml;ndern gel&ouml;st werden. Mit Hilfe dieser L&ouml;sung &ndash; von der niemand wei&szlig;, ob sie &uuml;berhaupt realisierbar ist &ndash; wollte Bundeskanzlerin Merkel vor allem das Dublin-Verfahren als den Kern des europ&auml;ischen Migrationsregimes retten. [&hellip;]<br>\nDie von Merkel so ger&uuml;hmte &bdquo;europ&auml;ische L&ouml;sung&ldquo; des Juni-Gipfels ist aber gar keine europ&auml;ische sondern im Kern eine deutsche, denn das Dublin-Verfahren wurde vor 28 Jahren auf Initiative des gerade vereinigten Deutschlands initiiert. Das Dubliner Abkommen wurde 1990 unterzeichnet, trat aber erst 1997 in Kraft. Der lange Zeitraum zwischen Beschlussfassung und Anwendung zeigt, welch gro&szlig;e Schwierigkeiten die Mitgliedstaaten bei seiner Umsetzung hatten. Die dem Dublin-Verfahren zugrunde liegende Regelung der Verantwortlichkeit des Ankunftslandes, war seinerzeit von der Bundesrepublik durchgesetzt worden, entsprach sie doch vor allem ihrem Interesse, indem sie die Fl&uuml;chtlinge von den deutschen Grenzen fernh&auml;lt. Damals ging es um jene aus dem zerfallenden Jugoslawien, die drau&szlig;en bleiben sollten. [&hellip;]<br>\nDie auf der Ratssitzung vom 28. Juni 2018 getroffene Vereinbarung stellt zwar einen gewissen Erfolg Merkels dar, insofern es &uuml;berhaupt zu einer Einigung gekommen ist, die sie in der deutschen Innenpolitik gegen&uuml;ber ihrem Widersacher Seehofer ausspielen kann. Doch es k&ouml;nnte zugleich ihr letzter Erfolg auf dem Gebiet der europ&auml;ischen Migrationspolitik gewesen sein, denn das deutsche Beharren auf Erw&auml;hnung des Abkommens von Dublin konnte nur noch mit Hilfe weitreichender Zugest&auml;ndnisse erkauft werden. Der neuen italienischen Regierung musste etwa freie Hand bei der Unterbindung der Seenotrettung durch Nichtregierungsorganisationen im Mittelmeer gegeben werden. Dazu hei&szlig;t es in der Erkl&auml;rung: &bdquo;Alle im Mittelmeer verkehrenden Schiffe m&uuml;ssen geltendes Recht befolgen und d&uuml;rfen die Eins&auml;tze der libyschen K&uuml;stenwache nicht st&ouml;ren.&ldquo; Den sich einer verpflichtenden Fl&uuml;chtlingsverteilung widersetzenden osteurop&auml;ischen Visegr&aacute;dstaaten musste zugestanden werden, dass die Aufnahme von Fl&uuml;chtlingen weiterhin nur &bdquo;freiwillig&ldquo; erfolgen soll. So ist also am 28. Juni 2018 lediglich ein Formelkompromiss zustande gekommen, den die franz&ouml;sische Zeitschrift Rupture zu Recht eine Karikatur nannte.[8] Dies war der Preis daf&uuml;r, dass weiterhin die deutsche Migrationspolitik Grundlage der europ&auml;ischen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.andreas-wehr.eu\/eine-europaeische-loesung-die-eine-deutsche-ist.html\">Andreas Wehr<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Ein Jahr Diesel-Gipfel: &ldquo;Autoindustrie hat Direktzugang zum Kanzleramt&rdquo;<\/strong><br>\nDie Bundesregierung gehe beim Diesel-Thema sehr halbherzig vor, sagte J&uuml;rgen Resch, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Deutschen Umwelthilfe, im Dlf. Deutschland habe die schlechteste Luft in ganz Europa. Damit sich das &auml;ndere, m&uuml;ssten Politiker Entscheidungen treffen. Momentan mache die Industrie der Politik die Vorgaben. [&hellip;]<br>\nResch: Ich will es mal ganz klar sagen: Bei uns wird durchregiert. Die Automobilindustrie hat einfach einen Direktzugang zum Kanzleramt und zu bestimmten Landesregierungen, und es gibt ja viele Politiker, heute Morgen auch der Verkehrsminister des Landes Baden-W&uuml;rttemberg, die dann ganz klar sagen, wir m&uuml;ssen technisch nachr&uuml;sten, das muss zu hundert Prozent von der Industrie bezahlt werden. Aber dann gibt es bestimmte Seitenwechsler, die fr&uuml;her bestimmte Regierungsfunktionen innehatten und heute vielleicht in den Automobilunternehmen eine andere, wichtige Aufgabe haben. Und pl&ouml;tzlich erleben wir, wie im Kanzleramt oder eben halt in Niedersachsen, Baden-W&uuml;rttemberg oder Bayern pl&ouml;tzlich Positionen eins zu eins &uuml;bereinstimmend mit dem, was die dortigen Konzerne sagen. Wir brauchen eine R&uuml;ckeroberung meines Erachtens der Politik, dass die Entscheidungen auch im Bereich der Luftreinhaltepolitik nicht mehr von den Autokonzernen getroffen wird, sondern eben von den Politikern, die wir gew&auml;hlt haben, und wir daf&uuml;r sorgen m&uuml;ssen, dass eben die Menschen auch gesund bleiben und die Qualit&auml;tswerte der EU eingehalten werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/ein-jahr-diesel-gipfel-autoindustrie-hat-direktzugang-zum.694.de.html?dram:article_id=424521\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><strong>dazu: Die Autoindustrie hat sich Zeit gekauft<\/strong><br>\nSo ist auch ein Jahr nach dem Gipfel nur bei einem Teil der betroffenen Autos &uuml;berhaupt das versprochene Software-Update installiert worden. Dabei war das ohnehin schon die kosteng&uuml;nstige Minimal-L&ouml;sung. Die viel wirksameren Hardware-Nachr&uuml;stungen waren der Autoindustrie viel zu teuer und h&auml;tten ihre Milliardengewinne vermutlich zu stark geschm&auml;lert. Auch von den Geldern aus dem vermeintlichen Sofort-Programm &ldquo;Saubere Luft&rdquo; ist bis heute kein einziger Cent ausgezahlt worden.<br>\nF&uuml;r die Autoindustrie war der Dieselgipfel aber wohl tats&auml;chlich ein gro&szlig;er Erfolg. Er hat den Konzernen n&auml;mlich eine Menge Zeit gekauft. Ihr Cheflobbyist in der Bundesregierung &ndash;  Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer &ndash; will jedenfalls erst einmal weiter abwarten, was die beschlossenen Programme denn in den n&auml;chsten Jahren so bringen. Und vielleicht erledigt sich das Problem mit den Stickoxid-Werten ja dann irgendwann von selbst: Wenn immer mehr alte, besonders dreckige Autos verschrottet oder in Drittl&auml;nder verkauft werden. Und die B&uuml;rger in den Stickoxid-belasteten Innenst&auml;dten &ndash; die k&ouml;nnen ja so lange dann vielleicht einfach mal die Luft anhalten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/ein-jahr-nach-dem-diesel-gipfel-die-autoindustrie-hat-sich.720.de.html?dram:article_id=424531\">Deutschlandfunk<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Schlechte Zeiten f&uuml;r wen?<\/strong><br>\nKosten des Dieselabgasbetrugs belasten VW-Konzernbilanz. Eigent&uuml;mer kassieren Profite. Besch&auml;ftigte in Kurzarbeit [&hellip;]<br>\nBezogen auf die Verhaftung und andauernde Untersuchungshaft des Audi-Vorstandschefs und Konzernvorstandsmitglieds Rupert Stadler hei&szlig;t es im Risikobericht: &raquo;Vorgeworfen wird dem Beschuldigten u. a. Betrug im Zusammenhang mit dem Verkauf von Dieselfahrzeugen im Zeitraum nach Herbst 2015. Die Staatsanwaltschaft ermittelt in diesem Zusammenhang gegen 20 Personen.&laquo;<br>\nAngesichts der Weigerung von VW bis hin zum Bundesverfassungsgericht, die Ergebnisse der Ermittlungen der Kanzlei Jones Day der Staatsanwaltschaft zur Verf&uuml;gung zu stellen, liest sich die Erkl&auml;rung zur Kooperation mit den Beh&ouml;rden geradezu zynisch. Es werden Heerscharen von Anw&auml;lten besch&auml;ftigt, um die Forderungen von Staaten, Umweltbeh&ouml;rden und Kunden abzuwehren.<br>\nF&uuml;r 2018 hat VW &uuml;ber f&uuml;nf Milliarden Euro f&uuml;r durch den Abgasbetrug entstandene Kosten zur&uuml;ckgestellt. Eine Milliarde davon musste der Wolfsburger Autobauer j&uuml;ngst als Bu&szlig;geld an die nieders&auml;chsische Landeskasse &uuml;berwiesen. Bedeutsam ist, wie diese Strafe von der Staatsanwaltschaft begr&uuml;ndet wurde: Es geht um fahrl&auml;ssige Aufsichtspflichtverletzungen bei der Auslieferung von fast elf Millionen Dieselfahrzeugen. Die Summe setzt sich zusammen aus f&uuml;nf Millionen Euro als H&ouml;chstma&szlig; der Ahndung sowie aus 995 Millionen Euro zur &raquo;Absch&ouml;pfung wirtschaftlicher Vorteile&laquo;. Damit ist die Betrugsdividende gemeint, die aber tats&auml;chlich l&auml;ngst an die Gro&szlig;aktion&auml;re weitergereicht wurde. Also m&uuml;sste eigentlich der Porsche-Pi&euml;ch-Clan daf&uuml;r vor den Kadi und diese &raquo;Hehlerware&laquo; abliefern wie jeder andere Betr&uuml;ger.<br>\nNoch stehen viele Prozesse aus, es gibt jedoch auch schon Urteile gegen VW und es wurden milliardenschwere Vergleiche abgeschlossen. Alles zusammen Umst&auml;nde, die die Bilanz belasten und die Verk&auml;ufe erschweren. Aber es kommt noch dicker: Der voraussichtliche R&uuml;ckruf von &uuml;ber 120.000 Elektrofahrzeugen wegen der Verwendung von krebserregendem Cadmium wurde am Tag vor der Ver&ouml;ffentlichung des Halbjahresberichtes bekannt und floss also in den Risikobericht noch nicht ein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/337205.volkswagen-ag-schlechte-zeiten-f%C3%BCr-wen.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Deutschland treibt den Krieg im Jemen an<\/strong><br>\nDie Deutschen spenden f&uuml;r die humanit&auml;re Hilfe im Jemen, die Bundesregierung genehmigt unterdessen weitere R&uuml;stungsexporte. Aber die zynische Rechnung geht auf: Die Einnahmen der R&uuml;stungsfirmen lagen etwa 600.000 Euro h&ouml;her. (&hellip;)<br>\nDoch zugleich wird jetzt bekannt, dass die gro&szlig;e Koalition mit ihrem Versprechen bricht, eine Aus- oder Aufr&uuml;stung der Kriegsparteien im Jemen durch deutsche Firmen zu unterbinden &ndash; was man unter der vielzitierten &bdquo;Bek&auml;mpfung von Fluchtursachen&ldquo; h&auml;tte verbuchen k&ouml;nnen. Nun aber zeigt sich, dass die Bundesregierung das Recht auf Bestandsschutz fr&uuml;herer Genehmigungen und jahrzehntealter Produktionsabkommen h&ouml;her bewertet.<br>\nDas muss man noch nicht zynisch finden &ndash; vielleicht aber das: Im ersten Halbjahr 2018 spendeten die Deutschen allein an die &bdquo;Aktion Deutschland Hilft&ldquo; f&uuml;r Menschen im Jemen knapp 1,4 Millionen Euro, weil sie die humanit&auml;re Not anr&uuml;hrte, die nicht zuletzt der Kriegseinsatz der Saudis dort ausl&ouml;ste. Die Einnahmen, die die Bundesregierung den deutschen R&uuml;stungsfirmen aus Saudi Arabien etwa zeitgleich genehmigte, lagen etwa 600.000 Euro h&ouml;her. Eine zynische Arbeitsteilung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr.de\/politik\/ruestungsexporte-deutschland-treibt-den-krieg-im-jemen-an-a-1554631\">FR Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Jemen: Angriffe auf die Wasserversorgung<\/strong><br>\nAngesichts der schlechten Hygiene wird die erneute Ausbreitung der Cholera bef&uuml;rchtet. Netanjahu erkl&auml;rt, dass Israel sich im Konflikt um die Bab-al-Mandab-Wasserstra&szlig;e der saudischen Koalition gegen Iran anschlie&szlig;en w&uuml;rde<br>\nEin sofortiger Stopp der Kampfhandlungen im Jemen w&auml;re bitter n&ouml;tig; schon wenn sie &ldquo;nur&rdquo; in der Hafenstadt al-Hudeida wirklich eingestellt w&uuml;rden, w&auml;re das schon ein wichtiger Schritt. Dort werden lebensnotwenige Versorgungseinrichtungen angegriffen, klagen UN-Hilfsorganisationen.<br>\nUNICEF beschreibt eine &ldquo;Eskalation der Angriffe auf Systeme und Einrichtungen, die wesentlich sind f&uuml;r die t&auml;gliche Versorgung&rdquo;. Zwei Luftangriffe h&auml;tten Lagerh&auml;user mit Lebensmitteln gegolten, einschlie&szlig;lich Versorgungsmitteln, die mit Wasser zu tun haben. Zudem sei ein Treibstofftank getroffen worden und eine Trinkwasseranlage, die al-Hodeida versorgt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Jemen-Angriffe-auf-die-Wasserversorgung-4128243.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>EU-Au&szlig;enpolitiker warnen vor einem Alleingang Europas<\/strong><br>\nSchwere Zeiten f&uuml;r die europ&auml;ische Sicherheitspolitik: Erst drohte US-Pr&auml;sident Donald Trump beim Nato-Gipfel vor drei Wochen indirekt mit dem Ausstieg aus dem Verteidigungsb&uuml;ndnis, dann stellte er per Interview den amerikanischen Beistand f&uuml;r das europ&auml;ische Nato-Mitglied Montenegro infrage. Die USA, gab der Pr&auml;sident zu bedenken, k&ouml;nnten schnell im Dritten Weltkrieg landen. So s&auml;t Trump immer wieder Zweifel, ob die USA noch ein verl&auml;sslicher B&uuml;ndnispartner bei der Verteidigung Europas sind.<br>\nExperten sind besorgt, doch eine Mehrheit der Bundesb&uuml;rger zeigt sich unbeeindruckt: 56 Prozent der Deutschen sind einer neuen Umfrage zufolge davon &uuml;berzeugt, dass Europa auch ohne den Beistand der USA f&uuml;r die eigene Sicherheit sorgen k&ouml;nnte &ndash; nur ein gutes Drittel glaubt, Europa sei auf Beistand der USA angewiesen. Aber stimmt das? Kann Europa sich selbst sch&uuml;tzen? (&hellip;)<br>\nFrankreich verf&uuml;gt &uuml;ber etwa 300 Atomwaffen, Gro&szlig;britannien &uuml;ber 215. Das k&ouml;nnte nach Experteneinsch&auml;tzung gen&uuml;gen, um einen Angreifer abzuschrecken. Aber dazu m&uuml;ssten London und Paris ihre Nuklearpotenziale f&uuml;r einen europ&auml;ischen Schutzschirm zur Verf&uuml;gung stellen. Das scheint vorerst illusorisch, zumal London in K&uuml;rze auch noch die EU verl&auml;sst. (&hellip;)<br>\nVergeblich fordert etwa der deutsch-franz&ouml;sische Gr&uuml;nen-Vordenker Daniel Cohn-Bendit: &bdquo;Die franz&ouml;sische Regierung wird ihre Atomwaffen vergemeinschaften m&uuml;ssen.&ldquo; Alle Signale aus dem &Eacute;lys&eacute;e-Palast zeigen, dass dazu in absehbarer Zeit keine Bereitschaft besteht.<br>\nUnd dass sich Deutschland selbst Atomwaffen beschafft, ist politisch sicher nicht durchsetzbar und verstie&szlig;e obendrein gegen den Atomwaffensperrvertrag. Deutsche Verteidigungspolitiker scheuen die Nuklear-Debatte ebenso wie die Bundesregierung oder die Nato &ndash; sie f&uuml;rchten ein falsches Signal an die USA.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.abendblatt.de\/politik\/article214973537\/EU-Aussenpolitiker-warnen-vor-einem-Alleingang-Europas.html\">Hamburger Abendblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Was wohl Herr Cohn-Bendit zu sich genommen hat, um auf solch einen Gedanken zu kommen und den auch noch zitieren zu lassen? Und so einer gilt immer noch als &ldquo;Vordenker&rdquo;? Es k&ouml;nnte gelacht werden, wenn die Situation nicht so einen ernsten Hintergrund h&auml;tte.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Sicherheitsl&uuml;cken an Flugpl&auml;tzen: Reiche werden nicht kontrolliert<\/strong><br>\nWer mit dem Privatjet einreist, muss weder sein Gep&auml;ck pr&uuml;fen noch seine Daten registrieren lassen. Eine Praxis, die zu erheblichen Sicherheitsl&uuml;cken an europ&auml;ischen Flugpl&auml;tzen f&uuml;hrt. [&hellip;]<br>\nKeine Kontrollen? Einreisen ohne Pr&uuml;fung des Gep&auml;cks, Datenabgleich mit den Fahndungslisten und Eintrag ins Fluggastdatenregister? Das scheint in Zeiten der EU-weit gesch&uuml;rten Angst vor Terroristen, Mafiosi und illegalen Migranten bestenfalls ein Versehen.<br>\nDoch genau das ist in zahlreichen weiteren EU-L&auml;ndern g&auml;ngige Praxis, auch in Deutschland. F&uuml;r die gut betuchten Nutzer von privaten Flugzeugen, das ergeben Recherchen von &bdquo;Investigate Europe&ldquo;, gilt europaweit ein Sonderrecht: Nicht nur k&ouml;nnen sie mit ihren Business-Jets, Hubschraubern und Sportflugzeugen hunderte kleinere Flugh&auml;fen ansteuern, wo sie nur oberfl&auml;chlich oder gar nicht kontrolliert werden. Zugleich werden auch &ndash; anders als bei gew&ouml;hnlichen Flugpassagieren &ndash; ihre pers&ouml;nlichen Daten nicht in den Datenbanken gespeichert, mit denen die EU-Staaten die Reisen aller &uuml;brigen B&uuml;rger &uuml;berwachen. [&hellip;]<br>\n&bdquo;Der private Flugverkehr ist die Achillesferse der inneren Sicherheit&ldquo;, mahnt David Weinberger, Experte des staatlichen Instituts f&uuml;r Sicherheitsstudien in Frankreich. Das Privileg f&uuml;r die Reichen, so erkl&auml;rt Weinberger, habe allerdings &bdquo;eine politische Seite: Leute mit Privatjets haben in der Regel gute Verbindungen zur Regierung. Kein lokaler Polizeichef w&uuml;rde seine Karriere riskieren, um sich mit denen anzulegen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/weltspiegel\/sonntag\/sicherheitsluecken-an-flugplaetzen-reiche-werden-nicht-kontrolliert\/22852408-all.html%20\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&Ouml;sterreich: Ein Viertel weniger F&ouml;rderung f&uuml;r Arbeitsmarktservice 2019<\/strong><br>\nBerichten zufolge k&ouml;nnte es f&uuml;r das Arbeitsmarktservice 2019 um ein Viertel weniger Geld geben als geplant. Schon 2018 hat die Regierung die F&ouml;rderungen massiv gek&uuml;rzt: auf 1,4 Milliarden Euro. 2019 k&ouml;nnte es nur noch 1,05 Milliarden f&uuml;r die Unterst&uuml;tzung von Arbeitssuchenden geben. &Ouml;konomisch gesehen bringen die AMS-K&uuml;rzungen hohe Folgekosten, daf&uuml;r wird ein Billiglohn-Sektor geschaffen.<br>\nDerzeit droht neben den schon f&uuml;r 2019 bekannten K&uuml;rzungen von 150 Millionen ein weiterer R&uuml;ckgang von &uuml;ber 200 Millionen, wenn nicht &ndash; wie bisher &uuml;blich &ndash; Gelder aus der sogenannten Arbeitsmarktr&uuml;cklage herangezogen werden. Dabei handelt es sich um ein Reservebudget ist f&uuml;r arbeitsmarktpolitische Ma&szlig;nahmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/ams-kuerzung-schlecht-fuer-die-jobsuchenden-gut-fuer-den-billiglohn-sektor\/\">Kontrast.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Eine Nazi-Allianz f&uuml;r Europa &ndash; die d&uuml;steren Pl&auml;ne des Steve Bannon<\/strong><br>\nSteve Bannon, Donald Trumps ehemaliger Chefstratege und Ex-Chef der rechtsextremen Breitbart News, gr&uuml;ndet eine paneurop&auml;ische Allianz der Rechtspopulisten und Nazis mit Namen The Movement, die in Europa eine Revolution von Rechtsau&szlig;en entfachen soll. The Movement soll als europ&auml;ischer Thinktank und PR-Firma fungieren, unter dessen Banner sich Europas Rechtsau&szlig;en vereinen.<br>\nSteve Bannon ist einer der gef&auml;hrlichsten Nazis dieses Planeten.<br>\nWie Hitlers Propagandaminister Joseph Goebbells&hellip; agitiert Bannon zwar auch erfolgreich in der &Ouml;ffentlichkeit, doch gl&auml;nzt der hochintelligente Multimillion&auml;r Bannon eher als Stratege im Hintergrund, als Redenschreiber, als Propagandist, der den Weg vorgibt und die Strippen in H&auml;nden h&auml;lt. &hellip;<br>\nBannon ist erzkatholisch, hing in der Vergangenheit verschiedenen religi&ouml;sen Kulten an und forderte &bdquo;die R&uuml;ckkehr zu traditioneller abendl&auml;ndischer Religiosit&auml;t&ldquo;. Er ist regelrecht besessen von Endzeitszenarien gro&szlig;er Zivilisationskriege zwischen dem christlich-j&uuml;dischen Okzident einerseits und dem islamischen Orient andererseits. Bannon ist Militarist und Kriegstreiber&hellip;<br>\nBannon war Navy-Offizier und Investmentbanker bei Goldman Sachs. Er gilt als Ikone der zwei rechtsextremen Tea-Party- und Alt-Right-Bewegungen und wird offen vom Ku-Klux-Klan unterst&uuml;tzt. Bannon war Mitbegr&uuml;nder der rechtsextremen Breitbart News, deren Vorsitz er nach dem Tod von Andrew Breitbart 2012 &uuml;bernahm&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/2018-07-31\/eine-nazi-allianz-fuer-europa-die-duesteren-plaene-des-steve-bannon\/\">Justice Now<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WM:<\/strong> Die Nachdenskseiten berichteten bereits am 25. Juli &uuml;ber <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45134#h06\">Bannon&rsquo;s Pl&auml;ne f&uuml;r Rechtspopulisten in Europa<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>CSU im Lagerwahlkampf<\/strong><br>\n&raquo;Anker&laquo; steht f&uuml;r &raquo;Ankunft, Entscheidung, R&uuml;ckf&uuml;hrung&laquo;. Das letzte Wort d&uuml;rfte der CSU zweieinhalb Monate vor der Landtagswahl am 14. Oktober besonders wichtig gewesen sein. Als Anker-Zentren firmieren nun die bisherigen Transitzentren in Manching, Bamberg, Deggendorf und Regensburg, ebenso die Erstaufnahmeeinrichtungen in Donauw&ouml;rth, Zirndorf und Schweinfurt. Etwa 1.000 bis 1.500 Menschen sollen dort jeweils untergebracht sein.<br>\nDas Bundesamt f&uuml;r Migration und Fl&uuml;chtlinge (BAMF), die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit, Jugend&auml;mter, Justiz- und Ausl&auml;nderbeh&ouml;rden sollen an den Standorten vertreten sein, um die Verfahren zu beschleunigen. Durch die B&uuml;ndelung aller wichtigen Beh&ouml;rden bekomme man noch schneller Klarheit &uuml;ber den Ausgang des Asylverfahrens, betonte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) zum Neustart der Einrichtungen.<br>\nStimmt wenigstens das? &ndash; Nein, meint der Bayerische Fl&uuml;chtlingsrat: &raquo;Die Behauptung, diese Abschiebelager dienten der Beschleunigung der Asylverfahren, ist eine beharrliche T&auml;uschung der &Ouml;ffentlichkeit.&laquo; In Manching seien zehn Prozent der Betroffenen schon mehr als 18 Monate untergebracht. Was das bedeutet, fasste die innenpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Die Linke, Ulla Jelpke am Mittwoch zusammen: &raquo;Arbeitsverbote, Residenzpflicht, beengte Wohnverh&auml;ltnisse ohne Privatsph&auml;re, Sachleistungsprinzip, Kantinenessen.&laquo; Die von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) bundesweit angestrebten Anker-Zentren n&auml;hmen Gefl&uuml;chteten jede Chance auf ein selbstbestimmtes Leben in W&uuml;rde, erkl&auml;rte Jelpke.<br>\n&raquo;Es sind keine Gef&auml;ngnisse, aber es gibt dort so etwas wie unsichtbare Gitterst&auml;be &ndash; die Menschen d&uuml;rfen nicht arbeiten, sie haben kein Geld f&uuml;r die Fahrkosten zu ihren Anw&auml;lten in gr&ouml;&szlig;eren St&auml;dten und keines f&uuml;r die Teilnahme am &ouml;ffentlichen Leben; ihre Kinder gehen nicht in normale Schulen&laquo;, betonte Jana Weidhaase vom Bayerischen Fl&uuml;chtlingsrat am Mittwoch im Gespr&auml;ch mit junge Welt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/337101.csu-im-lagerwahlkampf.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> CDU und SPD machen diesen Lagerwahlkampf mit. Letztere stimmt dem faktisch zu, obwohl die Gewerkschaft der Polizei <a href=\"https:\/\/www.gdp.de\/gdp\/gdp.nsf\/id\/DE_Malchow-begruesst-Konkretisierung-von-Ankerzentren-Plaenen?open&amp;ccm=000\">gefordert hatte<\/a>, dass die politisch Verantwortlichen insbesondere f&uuml;r &ldquo;klare Regelungen&rdquo; sorgen sollen und &ldquo;notwendige Ressourcen bereitzustellen&rdquo; haben.<\/em><\/p>\n<p><em>Bitte lesen Sie dazu erneut <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44143\">Ankerzentren stoppen: Gemeinsame Stellungnahme von 24 Verb&auml;nden und Organisationen<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Buchempfehlung: Walter Lippmann, der Gro&szlig;meister der Meinungsmanipulation, neu aufgelegt<\/strong><br>\nWalter Lippmann war ein ungemein einflussreicher Journalist und Medientheoretiker. Seine Schrift &bdquo;Die &ouml;ffentliche Meinung&ldquo; aus dem Jahr 1922 war ein Vorl&auml;ufer des vielleicht noch einflussreicheren Buchs &bdquo;Propaganda&ldquo; von Edward Bernays. Die beiden waren Pioniere der systematischen Beeinflussung der &ouml;ffentlichen Meinung durch die Schaffung von Stereotypen und das Erzeugen von Bildern. Im Colleque Lippmann in Paris wurde der Neoliberalismus aus der Taufe gehoben.<br>\nSilja Graupe und Walter Otto &Ouml;tsch haben &bdquo;Die &ouml;ffentliche Meinung&ldquo; neu aufgelegt, mit einem l&auml;ngeren einordnenden Vorwort, das ich hier mit freundlicher Genehmigung in Ausz&uuml;gen widergebe. Zus&auml;tzlich m&ouml;chte ich darauf hinweisen, dass meine ordoliberal-neoliberale Kollegin Karen Horn in der NZZ eine lesenswerte Rezension dreier englischsprachiger B&uuml;cher zum Colloque Lippmann und der Entstehung des Neoliberalismus ver&ouml;ffentlicht hat, die im Internet frei zug&auml;nglich ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/1002-lippmann\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> Lesen Sie dazu auch den Beitrag &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45252\">Lippmann wusste, dass Worte und Sprachbilder soziale Realit&auml;ten gestalten<\/a>&ldquo; auf den NachDenkSeiten. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&ldquo;Hilfe! Wo ist unsere Kanzlerin?&rdquo; Angela Merkel macht Urlaub und die Medien drehen durch<\/strong><br>\nWenn Deutsche mit ihren Traditionen brechen, scheint die Bundesrepublik kurz aus den Fugen zu geraten &ndash; insbesondere dann, wenn es die Kanzlerin ist. Mehr als zehn Jahre lang war es Tradition, dass Angela Merkel mit Ehemann Joachim Sauer gemeinsam zum Sommer-Urlaub nach S&uuml;dtirol f&auml;hrt. Fotos aus dem Sessellift inklusive. Dieses Jahr ist das anders. In den Medien kursieren bereits dunkelste Verschw&ouml;rungstheorien.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/meedia.de\/2018\/08\/02\/hilfe-wo-ist-unsere-kanzlerin-angela-merkel-macht-urlaub-und-die-medien-drehen-durch\">Meedia<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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