{"id":4530,"date":"2010-02-19T08:47:08","date_gmt":"2010-02-19T07:47:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4530"},"modified":"2010-02-19T08:47:08","modified_gmt":"2010-02-19T07:47:08","slug":"hinweise-des-tages-1082","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4530","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Mindestlohn; Armut w&auml;chst rasant; Streit &uuml;ber Regels&auml;tze; das M&auml;rchen vom Absturz; mehr Geld nur in wenigen F&auml;llen; Berlin senkt weiter Steuern; wer zu viel Steuern senkt; Bankenregulierung &ndash; Fehlanzeige; Pflicht  zur Altersvorsorge; Datenhafen f&uuml;r die Informationsfreiheit; Stipendien f&uuml;r die Falschen; Privatschulkette in N&ouml;ten; Madrid kennt Putschisten an; Manchmal sagt ein Bild &hellip; (MB\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Mindestlohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Die Armut w&auml;chst rasant<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Streit &uuml;ber Regels&auml;tze &ndash; Hartz-IV-Forscher springen Westerwelle bei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">F&uuml;r Langzeitarbeitslose lohnt sich Arbeit kaum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Hartz IV und die Mittelschicht: Das M&auml;rchen vom Absturz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Mehr Geld nur in wenigen F&auml;llen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Forscher loben zielgerichtete Gaben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Regierung entlastet Unternehmen &ndash; Berlin senkt weiter Steuern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Thomas Fricke &ndash; Wer zu viel Steuern senkt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Lucas Zeise: Bankenregulierung? Fehlanzeige!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Banken fordern Pflicht zur privaten Altersvorsorge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Datenhafen f&uuml;r die Informationsfreiheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Stipendienpl&auml;ne: Hilfe f&uuml;r die Falschen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Privatschulkette in N&ouml;ten &ndash; Phorms muss erste Schule schlie&szlig;en<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Madrid erkennt Putschisten in Honduras an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Zu guter Letzt: Manchmal sagt ein Bild &hellip;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4530&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Mindestlohn<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Ein Mindestlohn f&uuml;r alle<\/strong><br>\nDie Mindestlohndebatte in diesem Land ist grotesk. Wieder ert&ouml;nen die Rufe, die eine Lohnuntergrenze fordern, und wieder sind es die Arbeitgeber, die rufen. Diesmal die Arbeitgeber im Einzelhandel. Warum? Weil es Missbrauch und Lohndumping gibt, wie der Chef-Aufseher von Lidl zugibt. Und was macht die arbeitgebernahe, schwarz-gelbe Bundesregierung? Sie streitet. Was sonst? Hier die pragmatische CDU, dort die Liberalen, die ideologisch verbohrt meinen, dass jeder Eingriff in die freie Preissetzung eines Marktes sch&auml;dlich ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2323733&amp;em_loc=1775&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/&amp;em_ivw=fr_meinung\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><strong>Internationale Forschung gibt Mindestlohn R&uuml;ckendeckung<\/strong><br>\nWeder die &ouml;konomische Theorie noch Erfahrungswerte sprechen grunds&auml;tzlich gegen einen Mindestlohn. Ein &Uuml;berblick &uuml;ber den internationalen Forschungsstand macht deutlich: Eine gesetzliche Lohnuntergrenze muss keine Arbeitspl&auml;tze kosten, sondern kann sogar neue bringen.<br>\nEinen eindeutigen Zusammenhang von Mindestl&ouml;hnen und Besch&auml;ftigung gibt es nicht. Wie sich Lohnuntergrenzen auf dem Arbeitsmarkt auswirken, entscheidet sich nach der jeweiligen Marktsituation, den Pr&auml;ferenzen von Arbeitgebern und Besch&auml;ftigten sowie der H&ouml;he des Mindestlohns. &ldquo;Offensichtlich gibt es Spielr&auml;ume f&uuml;r die Festsetzung von Mindestl&ouml;hnen, so dass negative Besch&auml;ftigungseffekte erst bei &Uuml;berschreitung eines bestimmten Niveaus erfolgen&rdquo;, schreiben Gerhard Bosch, Claudia Weinkopf und Thorsten Kalina.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/32014_102952.html\">B&ouml;ckler Impuls 03\/2010<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/impuls_2010_03_4-5.pdf\">B&ouml;ckler Impuls mit Grafiken [PDF &ndash; 475 KB]<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die Armut w&auml;chst rasant<\/strong><br>\nMehr als elf Millionen Menschen in Deutschland leben bereits unter oder dicht an der Armutgrenze. Vor allem J&uuml;ngere sind betroffen, Familien &ndash; und die schlecht bezahlte Generation Praktikant.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/276\/503498\/text\/print.html\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Streit &uuml;ber Regels&auml;tze &ndash; Hartz-IV-Forscher springen Westerwelle bei<\/strong><br>\nGuido Westerwelle mag sich bei seiner Hartz-IV-Schelte im Ton vergriffen haben &ndash; in der Sache aber hat er Recht, sagen &Ouml;konomen des Kieler Instituts f&uuml;r Weltwirtschaft. Sie legen neue Zahlen vor, die klarmachen: F&uuml;r viele Arbeitslosengeld-II-Empf&auml;nger rentiert sich ein regul&auml;rer Job schlicht nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,druck-678478,00.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.D.:<\/strong> Dass es sich beim IfW um einen neoliberalen Think-Tank handelt wird in dem Artikel mal wieder komplett unterschlagen. Der Einstieg in den Bericht ist ebenfalls manipulierend: ein gepierceter und &ldquo;merkw&uuml;rdig&rdquo; riechender 20-j&auml;hriger Arbeitsloser bittet am Sozialamt um einen Zuschuss. Ein Schelm, wer bei diesem Einstieg b&ouml;ses denkt. Die Verfasserin des Artikels, Anne Seith, &uuml;bernimmt die Argumentation des IfW ohne kritisch zu hinterfragen. Absenkung der Hartz IV-S&auml;tze soll das Lohnabstandsgebot wiederherstellen. Dass viele &Ouml;konomen dies als falsche Schlussfolgerung ansehen, wird mit keiner Silbe erw&auml;hnt. Statt die L&ouml;hne im Niedriglohnsektor anzuheben, wird vielmehr f&uuml;r eine weitere Verarmung der Unterschicht pl&auml;diert. Die Zahlen des IfW sind auch nicht gerade ein neuer Informationsgewinn &ndash; sie geistern schon in &auml;hnlicher Form seit Anfang des Jahres in der Medienlandschaft herum. Auch wenn in einem Absatz die Fallmanager davon reden d&uuml;rfen, dass arbeitsunwillige Arbeitslose eher die Ausnahme sind, ist dies mal wieder ein unertr&auml;glicher und amateurhafter Artikel &uuml;ber Hartz IV.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung MB:<\/strong> Der Spiegel ist hier mal wieder auf dem Niveau einer Bild-Zeitung f&uuml;r M&ouml;chtegern-Intellektuelle. Amateurhaft ist das aber nicht, sondern bewusste und absichtliche Agitation.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>F&uuml;r Langzeitarbeitslose lohnt sich Arbeit kaum<\/strong><br>\nDie OECD kritisiert ein falsches deutsches Anreizsystem f&uuml;r Arbeitslose &ndash; aber nicht die Transfers sind zu hoch, sondern die Erwerbseinkommen zu gering. Die finanzielle Absicherung von Arbeitslosen in Deutschland ist nach OECD-Angaben insgesamt auf dem internationalen Durchschnitt, im europ&auml;ischen Vergleich indes geringer als der Mittelwert.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/deutschland\/Sozialstaat-Arbeitslose-Arbeitsmarkt;art122,3034641?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.oecd.org\/document\/27\/0,3343,de_34968570_34968795_39760219_1_1_1_1,00.html\">OECD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> W&auml;hrend sich die FTD nicht sch&auml;mt mit der Schlagzeile aufzumachen: &ldquo;OECD gibt Westerwelle recht&rdquo;, hat der Tagespiegel die Studie gr&uuml;ndlicher analysiert. Allerdings hat die OECD-Studie wie auch die Diskussion dar&uuml;ber eine starke Schlagseite, die Konzentration auf die finanziellen Anreize f&uuml;r Hartz-IV-Bezieher, eine Arbeit aufzunehmen. Ohne auf Anreizstrukturen an sich einzugehen, sollte doch aber zuerst zur Kenntnis genommen werden, dass die Konjunktur auch neue Arbeitspl&auml;tze in gr&ouml;&szlig;erem Umfang hergeben mu&szlig;. Der Arbeitsmarkt ist nicht getrennt von der Dynamik der G&uuml;ter- und Kapitalm&auml;rkte zu sehen. Selbst das beste Anreizsystem kann 3,6 Mio. Arbeitslose, besser 4,8 Millionen Unterbesch&auml;ftigte nicht auf 1 Mio. offene Arbeitsstellen (optimistische Annahme) verteilen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Hartz IV und die Mittelschicht: Das M&auml;rchen vom Absturz<\/strong><br>\nDie Mittelschicht muss sich offenbar nicht sorgen: Laut einer Untersuchung, die der S&uuml;ddeutschen Zeitung vorliegt, ist die Furcht vieler Durchschnittsverdiener vor einem Absturz in die Langzeitarbeitslosigkeit weitgehend unbegr&uuml;ndet. Die Ergebnisse der Studie sind auch politisch brisant.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/318\/503540\/text\/print.html\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Herr Prantl, Herr Leyendecker, geben Sie Ihrem Kollegen Hulverscheidt doch bitte dringend Nachhilfe. Das Institut zur Zukunft der Arbeit ist ein Arbeitgeber-dominierter Lobby-Think-Tank voller einschl&auml;giger Politiker\/innen, Arbeitgeber-Lobbyisten\/innen und Aktivisten der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. Der ber&uuml;chtigte Arbeitsmarktpolitik-Direktor Hilmar Schneider wollte sogar mal Arbeitslose versteigern lassen, um die Kosten f&uuml;r Sozialausgaben gegenzufinanzieren. Wenn solche &bdquo;Studien&ldquo; aus dieser Ecke kommen, kann das eigentlich nur unseri&ouml;s sein.<\/em><\/p>\n<p>Quelle 2: <a href=\"?p=4327#h09\">NachDenkSeiten, Hinweise des Tages vom 10.11.2009<\/a><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/100218_reiche_werden_selten_arm.jpg\" alt=\"Reiche werden selten arm\" title=\"Reiche werden selten arm\"><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung WL:<\/strong> Das DIW schreibt in einer Studie gestern: &bdquo;Die zunehmende Spreizung der bedarfsgewichteten Haushalts-Nettoeinkommen war Folge einer Polarisierung der Einkommensverteilung hin zu den R&auml;ndern und einer entsprechenden Schrumpfung der mittleren Einkommensklassen.&ldquo; Das IZA schreibt nun, dass der Absturz des Mittelstands ein M&auml;rchen ist. Der Pr&auml;sident des DIW und der Direktor des IZA ist Klaus F. Zimmermann, um die Koordination der Forschung in seinen beiden Instituten scheint er sich nicht sehr zu k&uuml;mmern.<br>\nAussagekr&auml;ftig w&auml;re nur die Verfolgung des Verlaufs vom Arbeitslosengeld I &uuml;ber den Abbau der Ersparnisse und des Verm&ouml;gens bis zur Bed&uuml;rftigkeit und einem Anspruch auf Arbeitslosengeld II. Dass vor dem Absturz ins Arbeitslosengeld, die Betroffenen auch Billigjobs angenommen haben ist sicherlich der traurige Regelfall.<br>\nH&auml;tte das IZA Recht, w&auml;re &uuml;brigens das Lamento von Westerwelle &uuml;ber die Leistungstr&auml;ger in der Mitte, um die sich angeblich niemand k&uuml;mmert, als wohlfeile Propaganda entlarvt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Mehr Geld nur in wenigen F&auml;llen<\/strong><br>\nHARTZ IV Das Bundesarbeitsministerium hat seinen H&auml;rtefallkatalog ver&ouml;ffentlicht. Nur die wenigsten, zum Beispiel chronisch Kranke, werden von Zusatzleistungen profitieren &ndash; und das auch nur im Ausnahmefall.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2010%2F02%2F18%2Fa0090&amp;cHash=815ec920ea\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Forscher loben zielgerichtete Gaben<\/strong><br>\nMitten in die Diskussion &uuml;ber Hartz-IV-Leistungen platzt eine Studie und zeigt: Die Armut in Deutschland w&auml;chst. Die Ersteller fordern mehr Geld &ndash; nach dem Prinzip Spritze statt Gie&szlig;kanne.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/tid-17292\/armutsbericht-forscher-loben-zielgerichtete-gaben_aid_481324.html\">Focus<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung F.F.:<\/strong> Auch der Focus greift den Armutsbericht der DIW&nbsp; heute morgen auf. Nat&uuml;rlich ohne vorher den Leser zu belehren, auf das er ja nicht glaube, was er da liest &hellip;:&nbsp;<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&ldquo;Wer ist arm in einem reichen Land wie Deutschland? Jemand, der keine Wohnung oder nicht genug zu essen hat? Mit Sicherheit. Doch die Europ&auml;ische Union hat eine Definition ausgegeben, mit der die Armut f&uuml;r Statistiker fassbar wird: Arm ist, wem weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens in einem Land zur Verf&uuml;gung stehen. Nach dieser Definition m&uuml;sste es eigentlich keine Armen geben: Wenn die Spanne der Einkommen nicht breit aufgef&auml;chert w&auml;re, l&auml;gen die niedrigsten Einkommen nicht um mehr als 40 Prozent unter dem mittleren Wert. Soweit zur Theorie und der idealen Welt. In der Praxis sieht das anders aus.&rdquo;<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Das schl&auml;gt einem das Fass die Krone ins Gesicht. Hier fordert die neoliberale Schreiber-Zunft des Focus neuerdings offenbar allen ernstes, man m&ouml;ge die Klientel der elit&auml;ren Reichen aus der Definition der EU f&uuml;r Armut und in der Rechnung f&uuml;r die Bestimmung des &ldquo;mittleren&rdquo; Einkommens unber&uuml;cksichtigt lassen. Statistik-F&auml;lschung ist offenbar der n&auml;chste herbeigew&uuml;nschte Schritt der Neoliberalen, k&ouml;nnte man den Zerfall einer sozialen Marktwirtschaft besser dokumentieren?&nbsp;<br>\nAngesichts der Ergebnisse der DIW-Studie stellt diese Forderung kein Wunder dar: Wie oben schon beschrieben waren in Deutschland im Einkommensjahr 2008 bereits 11,5 Millionen Menschen arm. Und der Trend in den letzten 15 Jahren sei &ldquo;deutlich&rdquo;. &ldquo;Immer mehr Menschen in Deutschland sind arm, und immer weniger schaffen es, der Armutsfalle zu entkommen&rdquo;, zitiert Focus das Fazit zur Studie.<br>\nDennoch scheinen die Worte der Studien-Autoren von den M&uuml;nchner Redakteuren nicht begriffen worden zu sein: &ldquo;Aufw&auml;rtsmobilit&auml;t aus der Armut heraus ist seltener geworden&ldquo;, eine &bdquo;Verfestigung von Strukturen und zunehmende Ungleichheit&rdquo; sei festzustellen.&nbsp;Immer mehr Menschen sind von Armut bedroht, wenige verdienen immer mehr, und die mittlere Einkommensklasse schrumpft.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung WL:<\/strong> Die hervorragenden Focus-Journalistin und der &uuml;ber den Beitrag entscheidende Chefredakteur habe offenbar nicht verstanden, wor&uuml;ber sie schreiben. Sie gehen vom Durchschnittseinkommen und nicht vom Mittleren Einkommen, dem Median aus. Beim mittleren Einkommen fallen die Ausrei&szlig;er kaum oder nur in geringem Umfang ins Gewicht. Lesen Sie dazu noch einmal die <a href=\"http:\/\/www.bildblog.de\/8055\/mittellose-milchmaedchen\/\">gute Erl&auml;uterung zum Median in BildBlog<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Regierung entlastet Unternehmen &ndash; Berlin senkt weiter Steuern<\/strong><br>\nDen &ouml;ffentlichen Haushalten drohen durch weitere Steuersenkungen der schwarz-gelben Koalition noch in diesem Jahr zus&auml;tzliche Milliardenlasten. Zusammen mit den Ausf&auml;llen durch das bereits g&uuml;ltige Wachstumsbeschleunigungsgesetz k&ouml;nnte damit das Minus f&uuml;r Bund, L&auml;nder und Gemeinden allein durch die Steuerbeschl&uuml;sse der neuen Koalition auf &uuml;ber zehn Milliarden Euro steigen. Der deutsche St&auml;dtetag beziffert die Steuerausf&auml;lle durch neue &Auml;nderungen an den Unternehmensteuern auf 1,8 Milliarden Euro. &ldquo;Diese Ma&szlig;nahmen der Koalition w&uuml;rden allein den Kommunen bei der Gewerbesteuer ein Minus von 700 Millionen Euro im Jahr bescheren&rdquo;, sagte die Pr&auml;sidentin des kommunalen Spitzenverbandes, die Frankfurter Oberb&uuml;rgermeisterin Petra Roth (CDU), der Frankfurter Rundschau. Sie warnte das Regierungsb&uuml;ndnis davor, die Gewerbesteuer auszuh&ouml;hlen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/2323747_Regierung-entlastet-Unternehmen-Berlin-senkt-weiter-Steuern.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Das sagt ausgerechnet Frankfurts Oberb&uuml;rgermeisterin Petra Roth. Erst vor zwei Jahren wurde der Gewerbesteuersatz in Frankfurt am Main deutlich gesenkt, was der Stadt j&auml;hrliche Einnahmeverluste von 100 Millionen Euro bescherte.<\/em><\/p>\n<p>Quelle 2: <a href=\"http:\/\/www.hwk-rhein-main.de\/pg\/Pressemeldung-06-----2008.html?p=DE,26111,,,,,\">Handwerkskammer Rhein-Main<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/209.85.129.132\/search?q=cache:BXbT_lfmZ6wJ:www.rhein-main-buendnis.de\/archiv\/2007\/homepage-archiv-2007.rtf\/download+Frankfurt+am+Main+Senkung+Gewerbesteuer+500+Millionen&amp;cd=22&amp;hl=de&amp;ct=clnk&amp;gl=de\">Rhein-Main-B&uuml;ndnis<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wenn die Bundesregierung meint, den Forschungsstandort Deutschland &uuml;ber Steuersenkungen f&ouml;rdern zu k&ouml;nnen, warum sollen dann die sowieso klammen L&auml;nder daf&uuml;r aufkommen. Es d&uuml;rfte doch nicht allzu schwierig sein, z.B. als Ausgleich bei den so genannten Gemeinschaftssteuern den Verteilungsschl&uuml;ssel zu &auml;ndern.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Thomas Fricke &ndash; Wer zu viel Steuern senkt<\/strong><br>\nDie schlimmsten Nachrichten &uuml;ber steigende Schulden scheinen derzeit auff&auml;llig oft aus Staaten zu kommen, deren Regierungen jahrelang eifrig Steuern gesenkt haben. Umgekehrt stehen jene relativ gut da, wo die Menschen eher hohe Steuern zahlen. Wenn das kein Zufall ist, w&auml;re es vielleicht besser, Mindeststeuerquoten zum Schutz vor Staatspleiten einzuf&uuml;hren, statt karnevaleske T&ouml;r&ouml;-Spr&uuml;che &uuml;ber Brutto und Netto zu klopfen. Amerikaner, Briten, Isl&auml;nder und Iren wurden &uuml;ber Jahre f&uuml;r niedrige Steuerquoten gelobt (Sie erinnern sich an die Fingerzeige auf vermeintlich vorbildliche Steuerbedingungen in Irland). Jetzt haben eben diese L&auml;nder atemberaubende zweistellige Staatsdefizitquoten. &Auml;hnliches gilt f&uuml;r Japan, das bei Abgaben von nur 32 Prozent auf 200 Prozent Schulden zusteuert. Auch in Europa l&auml;sst sich Gut von Schlecht trennen: Die Griechen haben im letzten Jahrzehnt artig Steuern gesenkt. Wozu das beigetragen hat, bestaunen wir gerade. Nicolas Sarkozy, der Westerwelle Frankreichs, senkte ebenfalls eifrig Steuern, die Quote fiel von gut 50 auf weniger als 47 Prozent &ndash; und die Verschuldung schnellt jetzt Richtung 100 Prozent. Umgekehrt scheinen hohe Steuern vor Pleiterisiken zu sch&uuml;tzen. In &Ouml;sterreich, D&auml;nemark, Schweden, Belgien und den Niederlanden machen Steuern und Abgaben zwischen 45 und 55 Prozent des BIPs aus. Die Staatsdefizite liegen deutlich unter dem international &uuml;blichen Schnitt. Der Befund l&auml;sst alle akademischen Jubeldiagnosen absurd wirken, wonach der globale Steuerwettbewerb zu wohltuendem Steuersenkungsdruck f&uuml;hrt. Das ist Seminar&ouml;konomie. Der Wettbewerb hat eher in guten Zeiten blind daf&uuml;r gemacht, wie viel Steuern langfristig n&ouml;tig sind, um &ouml;ffentliche Aufgaben und Rettungsaktionen zu finanzieren. Mag sein, dass sich nicht universal und mit letzter Sicherheit sagen l&auml;sst, wie hoch eine tragf&auml;hige Steuerquote sein muss. Seit dieser Krise dr&auml;ngt sich aber der Verdacht auf, dass es besser ist, wenn sie im Schnitt &uuml;ber statt unter 45 Prozent liegt. Und dass es noch besser ist, wenn sie gegen statt mit dem Konjunkturzyklus schwankt. &Uuml;berschw&auml;nge lie&szlig;en sich bremsen, wenn Steuern im Aufschwung eher progressiv wirken und steigen, um in schlechteren Zeiten auch mal zu fallen. Das w&uuml;rde die automatischen Stabilisatoren st&auml;rken, wie es IWF-Chef&ouml;konom Olivier Blanchard als Lehre aus der Krise fordert. Die Frage ist dann, welche Steuern die Staatsetats krisenfest machen. F&uuml;r Amerikaner b&ouml;te sich nach Jahren hohen Konsums die Mehrwertsteuer an, in Deutschland w&uuml;rde das nur die Nachfragedepression verl&auml;ngern. Da hat die Krise Potenzial f&uuml;r b&uuml;rgerfreundlichere Ideen, etwa Steuern auf Banken und Finanztransaktionen. Das entspricht dem Verursacherprinzip, schont die Konjunktur und k&ouml;nnte neuen Exzessen entgegenwirken, weil es manch gef&auml;hrliche Spekulation unprofitabel macht. Es w&uuml;rden jene herangezogen, die in den vergangenen 30 Jahren am meisten vom Dogma des angeblich heilsamen Steuerwettbewerbs profitierten, weil die Steuern auf fl&uuml;chtiges Kapital irgendwann gegen null tendierten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/:kolumne-thomas-fricke-wer-zu-viel-steuern-senkt\/50076626.html?mode=print\">Financial Times Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Lucas Zeise: Bankenregulierung? Fehlanzeige!<\/strong><br>\nZweieinhalb Jahre liegt der Ausbruch der gro&szlig;en Immobilien- und Finanzkrise inzwischen zur&uuml;ck. Und dennoch hat die Regulierung der Banken und des Finanzsektors keine Fortschritte gemacht. Mehr noch: Sie wurde nicht einmal ernsthaft begonnen. Diese Diagnose gilt nicht nur f&uuml;r Deutschland. Sie trifft genauso auch auf die USA, die Europ&auml;ische Union und die internationale Regulierungsebene zu. An sch&ouml;nen Worten hat es dagegen nicht gefehlt. Neben US-Pr&auml;sident Barack Obama, der vor einem Jahr bereits die &bdquo;grundlegendste Bankenaufsichtsreform&ldquo; in der amerikanischen Geschichte angek&uuml;ndigt hatte, erweist sich die deutsche Bundeskanzlerin als Meisterin der hohlen Versprechungen. Ihre Neujahrsansprache 2010 enthielt den sch&ouml;nen Satz: &bdquo;Dazu m&uuml;ssen und werden wir weiter entschieden daran arbeiten, neue Regeln auf den Finanzm&auml;rkten einzuf&uuml;hren, die das Zusammenballen von Ma&szlig;losigkeit und Verantwortungslosigkeit in Zukunft rechtzeitig verhindern.&ldquo; Ganz &auml;hnlich hatte Angela Merkel schon zu Neujahr 2009 geklungen, als sie noch der gro&szlig;en Koalition vorstand.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2010\/februar\/bankenregulierung-fehlanzeige?print\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Banken fordern Pflicht zur privaten Altersvorsorge<\/strong><br>\nDie Altersvorsorge, das Stiefkind der Deutschen: Viele k&uuml;mmern sich nicht oder zu wenig um ein solides Einkommen im Alter. Vertreter des Bankenverbandes bef&uuml;rchten eine dramatische Armut im Alter. Deshalb schlagen sie eine Vorsorgepflicht vor, am besten verbunden mit einer Betriebsrente.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/finanzen\/article6445524\/Banken-fordern-Pflicht-zur-privaten-Altersvorsorge.html?page=6#article_readcomments\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Die Sinns, R&uuml;rups und Raffelh&uuml;schens werden schon die Laptops warm laufen lassen, um ihre neuesten Pseudo-Studien auszubr&uuml;ten, welche die Kunden kommerzieller Altersvorsorge dann &uuml;ber ihre Raten quersubventionieren. Schade, dass sich die Verbraucherzentralen da so unsensibel instrumentalisieren lassen. Einige der Leserkommentare sind toll. &bdquo;Interessanter Vorschlag f&uuml;r die Millionen im Niedriglohnbereich&hellip; sonst kaufen die nur noch Ferraris&hellip;;-). Vielleicht setzt Guido ja eine ERGO-Gruppen-Steuer gleich um. 20 % gehen dann direkt an seinen Finanzdienstleister und Versicherer.&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Datenhafen f&uuml;r die Informationsfreiheit<\/strong><br>\nMit einem neuen isl&auml;ndischen Mediengesetz sollen Whistleblower, Website-Betreiber und Journalisten aus aller Welt gesch&uuml;tzt werden. Island will damit zu einem Datenhafen f&uuml;r die Meinungs- und Informationsfreiheit werden. Die Sensibilit&auml;t der Isl&auml;nder f&uuml;r solche Themen ist unter anderem auf die Organisation Wikileaks zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Diese hat sich darauf spezialisiert, unterdr&uuml;ckte und geheim gehaltene Dokumente zu ver&ouml;ffentlichen, sofern sie f&uuml;r die &Ouml;ffentlichkeit von Bedeutung sind. Verschiedene Verschl&uuml;sselungsmechanismen garantieren dabei die Anonymit&auml;t und Unauffindbarkeit der Quellen. Als Wikileaks [<a href=\"http:\/\/wikileaks.org\/\">http:\/\/wikileaks.org\/<\/a>] im Juli 2009 den Kaupthing-Bericht &uuml;ber die gr&ouml;sste isl&auml;ndische Bank ins Internet stellte, f&uuml;hrte dies zur Aufdeckung eines der gr&ouml;ssten Korruptions-Skandale des Inselstaates, in den Politiker, Bankmanager und sogar Mitglieder der Justiz verwickelt waren. Kein Wunder also, dass die Icelandic Modern Media Initiative von Vertretern quer durch die politischen Parteien getragen wird. Die Initiative hat grosse Chancen, im Parlament Geh&ouml;r zu finden. Sollte das Gesetz entsprechend verabschiedet werden, verf&uuml;gt Island wohl &uuml;ber die Medien-freundlichste Gesetzgebung der Welt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/international\/island_mediengesetz_1.4996153.html?printview=true\">Neue Z&uuml;rcher Zeitung<\/a>\n<p><em>Passend dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Wikileaks: Verrat auf Nummer Sicher<\/strong><br>\nMal kommen so die geheimen Richtlinien f&uuml;r das Lager in Guant&aacute;namo ans Licht und offenbaren, dass die US-Regierung bewusst Gefangene vor dem Roten Kreuz verstecken l&auml;sst. Mal erf&auml;hrt die Welt auf demselben Weg von einem Gutachten der britischen &Ouml;lfirma Trafigura, wonach diese mit der illegalen Deponierung toxischer Schl&auml;mme zigtausende Bewohner der Elfenbeink&uuml;ste vergiftet hat. Dann wieder erscheinen auf der Webseite Papiere, die belegen, wie h&ouml;chste Polizeioffiziere in Kenia in die Ermordung von Regierungsgegnern verstrickt sind. Und auch in Deutschland machte Wiki- leaks Schlagzeilen, zuletzt im vergangenen Dezember mit einem Report von Feldj&auml;gern der Bundeswehr, die schon einen Tag nach dem Bombenangriff in Kundus &uuml;ber Opfer in der Zivilbev&ouml;lkerung berichtet hatten, w&auml;hrend der Verteidigungsminister dies monatelang leugnete. All diese und hunderte weiterer spektakul&auml;rer Enth&uuml;llungen der letzten drei Jahre von Peru bis Australien haben eines gemeinsam: Die Informanten, die Hinweisgeber oder &bdquo;whistleblower&ldquo; wie sie in der englischsprachigen Welt hei&szlig;en, wagten es nicht, sich direkt den Medien zu offenbaren, weil sie bei einer m&ouml;glichen Enttarnung um ihren Job, ihre Freiheit oder sogar ihr Leben f&uuml;rchten mussten. Dank Wikileaks k&ouml;nnen sie dennoch gefahrlos ihr Gewissen erleichtern oder ihre Anklagen in die &Ouml;ffentlichkeit tragen. Diese Sicherheit, meint Alan Rusbridger, der skandalerfahrene Chefredakteur der britischen Tageszeitung &bdquo;Guardian&ldquo;, mache Wikileaks zu &bdquo;einem enorm m&auml;chtigen Instrument&ldquo;. Das werde weltweit &bdquo;den Journalismus ver&auml;ndern&ldquo;, erwartet Rusbridge.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/medien-news\/Wikileaks;art15532,3031555?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der Haupteinwand gegen WikiLeaks lautet, dass durch die gew&auml;hrte Anonymit&auml;t nicht garantiert werden k&ouml;nne, dass die ver&ouml;ffentlichten Dokumente echt oder falsch seien. Ich finde, Richtigstellungen kann man ruhig den betroffenen Firmen oder Regierungen &uuml;berlassen. Auf jeden Fall sind die Ver&ouml;ffentlichungen eine gute Ausgangsbasis f&uuml;r journalistische Recherche. Dem ver&ouml;ffentlichten Feldj&auml;gerbericht zu Kunduz, der bereits fr&uuml;h &uuml;ber zivile Opfer informierte, hat niemand widersprochen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Stipendienpl&auml;ne: Hilfe f&uuml;r die Falschen<\/strong><br>\nDie Bundesregierung plant, Studierende ausschlie&szlig;lich nach ihren Noten zu f&ouml;rdern, nicht nach ihrem Einkommen. Das wird nicht nur sehr teuer, sondern l&ouml;st auch die Probleme der Studienfinanzierung nicht &ndash; sagt Professor Andr&auml; Wolter von der TU Dresden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/32014_102953.html\">B&ouml;ckler impuls 03\/2010<\/a>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzung:<\/strong> Mehr Informationen zum Thema soziale Ungleichheit beim Hochschulzugang liefert ein Gutachten im Auftrag der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung. Artikel dazu im <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/32014_95641.html\">B&ouml;ckler Impuls<\/a>. Ein weiteres Gutachten beleuchtet <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/show_product_hbs.html?productfile=HBS-004619.xml\">Benachteiligungen im Studium aufgrund der sozialen Herkunft<\/a> der Studierenden. Alle von der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung gef&ouml;rderten Expertisen zum Reformbedarf im terti&auml;ren Bereich finden Sie <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/8014.html\">hier im &Uuml;berblick<\/a>. Wie sich die Probleme l&ouml;sen lassen, damit befasst sich das neue Leitbild <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/stuf_proj_leitbild_2010.pdf\">&ldquo;Demokratische und Soziale Hochschule&rdquo; [PDF &ndash; 808 KB]<\/a>. Auf Einladung der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung skizziert ein Kreis von renommierten Bildungsforschern, Hochschulpraktikern und gewerkschaftlichen Bildungsexperten darin ein reformiertes Hochschulsystem, das soziale Barrieren beim Hochschulzugang und im Studium beseitigt, die Begabungspotenziale beruflich Qualifizierter ohne Abitur optimal erschlie&szlig;t, wissenschaftliche Freiheit und hohe Qualit&auml;t in Lehre und Forschung garantiert und den Arbeitsplatz Hochschule attraktiv erh&auml;lt. Auf dem 3. Hochschulpolitischen Forum, das die Hans-B&ouml;ckler-Stiftung am Mittwoch, den 24. und Donnerstag, den 25. Februar in Berlin veranstaltet, wird das neue Leitbild vorgestellt. 150 Wissenschaftler, Studierende, Gewerkschafter und Politiker debattieren dar&uuml;ber, wie das Leitbild in die Hochschul-Praxis umgesetzt werden kann. <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/v_2010_02_24_programm.pdf\">Das Programm des Forums finden Sie hier [PDF &ndash; 271 KB].<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Privatschulkette in N&ouml;ten &ndash; Phorms muss erste Schule schlie&szlig;en<\/strong><br>\nDie Phorms-Kette stand f&uuml;r den Boom der Privatschulen: Bundesweit hat sie Schulen er&ouml;ffnet, die Kindern modernen Unterricht versprechen &ndash; und dem Betreiber Profit bringen sollen. Doch das Gesch&auml;ftsmodell wankt. Die erste Filiale in Hannover wird dicht gemacht. Auch K&ouml;ln steht vor dem Aus.<br>\n&ldquo;Unser Gesch&auml;ftsmodell funktioniert an vielen Standorten wie M&uuml;nchen, Berlin oder Frankfurt, aber nicht in Niedersachsen &ndash; weil dort die &ouml;ffentliche Hand nicht genug zuschie&szlig;t.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/schulspiegel\/wissen\/0,1518,druck-678561,00.html\">Spiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Madrid erkennt Putschisten in Honduras an<\/strong><br>\nFreihandelsgespr&auml;che zwischen EU und Zentralamerika nehmen mit Spaniens Ank&uuml;ndigung wichtige H&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/02-17\/027.php?print=1\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die Macht des Faktischen in der Politik und die Interessen Spaniens. Spanien folgt nur der zentralen Ideologie der EU: der Markt hat Vorfahrt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a>Zu guter Letzt: <strong>Manchmal sagt ein Bild &hellip;<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/1969\/manchmal-sagt-ein-bild\">Spiegelfechter<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Mindestlohn; Armut w&auml;chst rasant; Streit &uuml;ber Regels&auml;tze; das M&auml;rchen vom Absturz; mehr Geld nur in wenigen F&auml;llen; Berlin senkt weiter Steuern; wer zu viel Steuern senkt; Bankenregulierung &ndash; Fehlanzeige; Pflicht zur Altersvorsorge; Datenhafen f&uuml;r die Informationsfreiheit; Stipendien f&uuml;r die Falschen; Privatschulkette in N&ouml;ten; Madrid kennt Putschisten an; Manchmal sagt<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4530\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4530","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4530","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4530"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4530\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4530"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4530"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4530"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}