{"id":45318,"date":"2018-08-03T16:43:43","date_gmt":"2018-08-03T14:43:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45318"},"modified":"2018-08-03T16:43:43","modified_gmt":"2018-08-03T14:43:43","slug":"hinweise-des-tages-ii-356","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45318","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45318#h01\">Wagenknecht-Projekt: &ldquo;Aufstehen&rdquo; &ndash; linke Sammlungsbewegung formiert sich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45318#h02\">Kachelmanns Donnerwetter: Kein Sommerm&auml;rchen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45318#h03\">Sommerhoch am Arbeitsmarkt dank fragw&uuml;rdigem Teilzeitboom<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45318#h04\">Flexibel, billig, famili&auml;r: Tageseltern werden weit unter Mindestlohn bezahlt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45318#h05\">Linke fordert Verbot von Negativ-Zinsen f&uuml;r Sozial- und Rentenkassen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45318#h06\">Urteil: &Auml;mter m&uuml;ssen im &ldquo;Sozialleistungs-Dschungel&rdquo; helfen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45318#h07\">Wie Olaf Scholz mit der ganz gro&szlig;en Koalition das Grundgesetz &auml;ndern will<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45318#h08\">Zeugenaussagen bringen VW und Ex-Chef Winterkorn in Bedr&auml;ngnis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45318#h09\">Bandenm&auml;&szlig;ig vorverurteilt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45318#h10\">Fl&uuml;chtlinge in Griechenland: Kein Platz mehr auf Samos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45318#h11\">Neuer Terror in Afghanistan: USA suchen Hilfe bei Taliban im Kampf gegen den IS<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45318#h12\">R&uuml;ckfall in den Krieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45318#h13\">Kampf gegen Linke<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45318#h14\">&ldquo;Eine gewisse Geschichtslosigkeit&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45318#h15\">Deutschland-Trend: Heiko Maas erstmals beliebtester Politiker<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wagenknecht-Projekt: &ldquo;Aufstehen&rdquo; &ndash; linke Sammlungsbewegung formiert sich<\/strong><br>\nSahra Wagenknechts neue Sammlungsbewegung der politischen Linken nimmt Gestalt an. Nach SPIEGEL-Informationen soll sie den Namen &ldquo;Aufstehen&rdquo; tragen.<br>\nDie Sammlungsbewegung der Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht hat einen Namen: &ldquo;Aufstehen&rdquo;. Sie geht an diesem Samstag mit der Website <a href=\"http:\/\/www.aufstehen.de\">www.aufstehen.de<\/a> an den Start. Nach SPIEGEL-Informationen sind neben Unterst&uuml;tzern aus dem Kultur- und Wissenschaftsbereich wie dem Theatermacher Bernd Stegemann und dem Politikwissenschaftler Wolfgang Streeck auch erste aktive Politiker mit dabei. (Lesen Sie hier auch ein Interview mit der Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht)<br>\n&ldquo;Die Idee ist gut. Der Zeitpunkt ist richtig gew&auml;hlt. Das Bed&uuml;rfnis nach tief greifender Ver&auml;nderung ist riesig&rdquo;, schreiben der SPD-Bundestagsabgeordnete Marco B&uuml;low, die Linken-Abgeordnete Sevim Dagdelen und die Gr&uuml;nen-Politikerin Antje Vollmer in einem Gastbeitrag im SPIEGEL. Eine neue linke Sammlungsbewegung h&auml;tte einen &ldquo;Anlass, ein Momentum, auch einen Erwartungs- und Hoffnungshorizont&rdquo;.<br>\nDie Sammlungsbewegung sei keine neue Partei, sondern verstehe sich als au&szlig;erparlamentarische Bewegung, die neue Themen und Positionen in die &ouml;ffentliche Debatte bringen solle. &ldquo;Aufbruch aus dem Elfenbeinturm in die Wirklichkeit! &ndash; das ist das Gebot der Stunde&rdquo;, hei&szlig;t es in dem Beitrag.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/sahra-wagenknecht-linke-sammlungsbewegung-aufstehen-formiert-sich-a-1221510.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><strong>dazu: <a href=\"https:\/\/www.aufstehen.de\/\">#aufstehen &ndash; Die Sammlungsbewegung<\/a><\/strong><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Deutschlandtrend<\/strong><\/p>\n<div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180803-hdt-01.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180803-hdt-01-small.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/multimedia\/bilder\/crbilderstrecke-505.html\">Tagesschau<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Leider hat sich die ARD f&uuml;r die &Uuml;berschrift &bdquo;Union auf Rekordtief, AfD auf Rekordhoch&ldquo; entschieden. Man h&auml;tte aus den Daten aber auch etwas anderes f&uuml;r die Schlagzeile verwenden k&ouml;nnen, n&auml;mlich zum Beispiel die Themen, die die B&uuml;rger offenbar am meisten interessieren. Und dabei handelt es sich um die klassischen Felder der Sozialpolitik, die von der Gro&szlig;en Koalition einfach nicht besetzt werden. Die SPD k&ouml;nnte zudem lernen, dass sie mit dem Schlagwort &bdquo;Digitalisierung&ldquo; auf das v&ouml;llig falsche Pferd setzt. Nur 28 Prozent der Befragten halten dieses Politikfeld f&uuml;r wichtig.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Kachelmanns Donnerwetter: Kein Sommerm&auml;rchen<\/strong><br>\nDeutschland hat Angst vorm Klimawandel &ndash; und vor Ventilatoren. W&auml;hrend im Winter die n&auml;chste Klimakatastrophe droht, tut die Regierung nichts. Weil sie die vielen &ldquo;Dummen&rdquo; nicht verprellen will.<br>\nManchmal bestimmt Mesut &Ouml;zil nicht nur die Medienagenda f&uuml;r ein paar Tage, sondern f&uuml;r einen Sommer. Nat&uuml;rlich nicht er alleine, sondern &ldquo;Die Mannschaft&rdquo;. Man kann das wunderbar vergleichen mit 2006. Damals war der Juli noch mal zwei Grad w&auml;rmer als der Juli 2018, also noch mal 50 Prozent weiter &uuml;ber dem Durchschnitt, aber das, was de facto viel schlimmer war als heute, war damals keine b&ouml;se Hitzewelle, die alles kaputtmachte, sondern ein WM-Sommertraum oder meist das legend&auml;re &ldquo;Sommerm&auml;rchen&rdquo;.<br>\nHeute ist alles anders. Nicht nur ist die Hitze eine ganz b&ouml;se geworden, obwohl sie zumindest bisher weniger schlimm war als 2006 oder 2003, sie wird sogar von weiten Teilen der Medien und Parteien f&auml;lschlicherweise als Ursache f&uuml;r die Probleme in der Landwirtschaft, in den Fl&uuml;ssen und W&auml;ldern angesehen. Das ist atemberaubender Unfug, weil die Hitze erst seit gut einer Woche in unser Land gekommen ist, und die eigentliche Ursache f&uuml;r die Misere, die D&uuml;rre, schon seit mehreren Monaten vor allem in der Mitte und im Norden Deutschlands herrscht.<br>\nDie Temperaturen bis heute w&auml;ren ein Garant f&uuml;r Rekordernte in fast allen Bereichen, h&auml;tte es im ganzen Land immer wieder mal geregnet wie im S&uuml;den, der auch gestern wieder durch Schauer und Gewitter bedacht wurde. Die vielf&auml;ltigen Berichte und Sondersendungen, die immer von einer Hitzewelle sprachen und dann Auswirkungen von D&uuml;rre zeigten, waren f&uuml;r mich der bisherige Fake-News-H&ouml;hepunkt des Jahres &ndash; D&uuml;rre kann es bei jeder Temperatur geben, gerade in den Fr&uuml;hlingsmonaten war es bei durchaus jahreszeitgem&auml;&szlig;en Temperaturen schon zu trocken. Das Argument, dass die Hitze jetzt alles noch schlimmer mache, weil nun Wasser mehr verdunsten w&uuml;rde, ist v&ouml;llig abseitig, weil es in den trockenen B&ouml;den nichts mehr zu verdunsten gibt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/panorama\/id_84212752\/wetter-kachelmann-ueber-den-klimawandel-kein-sommermaerchen.html\">T-Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Wir lernen: Wahrheit war gestern. Entscheidend ist der falsche, aber angeblich gesuchtere Begriff in der Suchmaschine. Journalismus 3.0.<\/strong><\/p>\n<div class=\"external-2click\" data-provider=\"X (Twitter)\" data-provider-slug=\"twitter\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Tweets werden Daten an X (ehemals Twitter) &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von X (Twitter) zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><blockquote class=\"external-2click-target twitter-tweet\" data-lang=\"de\">\n<p lang=\"de\" dir=\"ltr\">Die systematische Verwendung des Begriffs <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/Hitzewelle?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw\">#Hitzewelle<\/a> statt D&uuml;rre als Ursache f&uuml;r die Probleme in der Landwirtschaft&amp;anderswo findet nicht statt, weil deutsche Journalisten besonders dumm sind, sondern weil 2018 die Wahrheit unwichtig geworden ist im Vergleich zur SEO-Optimierung <a href=\"https:\/\/t.co\/JYEKDxplhc\">https:\/\/t.co\/JYEKDxplhc<\/a><\/p>\n<p>&mdash; J&ouml;rg | kachelmannwetter.com (@Kachelmann) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/Kachelmann\/status\/1025276825306640389?ref_src=twsrc%5Etfw\">3. August 2018<\/a><\/p><\/blockquote><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"twitter\">Inhalte von X (Twitter) nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div>\n<p>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Sommerhoch am Arbeitsmarkt dank fragw&uuml;rdigem Teilzeitboom<\/strong><br>\nDie Besch&auml;ftigtenzahlen erreichen H&ouml;chstst&auml;nde, doch beruht der Jobboom weiterhin vor allem auf der Zunahme von Teilzeitarbeit. Treiber der Entwicklung ist die steigende Erwerbst&auml;tigkeit von Frauen, die jedoch oft unfreiwillig in der Teilzeit stecken. Daran wird auch das Recht auf Br&uuml;ckenteilzeit wenig &auml;ndern.<br>\nNicht nur die Temperaturen erreichen in diesem Sommer Rekordwerte. Auch die Besch&auml;ftigung eilt von Allzeithoch zu Allzeithoch. Zur Jahresmitte 2018 hat das Statistische Bundesamt 44,7 Millionen Erwerbst&auml;tige (saisonbereinigter Wert) ausgewiesen, das waren so viel wie nie seit der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten. Trotz leicht nachlassender Dynamik gibt es bisher auch keine Anzeichen f&uuml;r ein Ende des Erwerbst&auml;tigenwachstums. Wie das Institut f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in seiner aktuellsten Einsch&auml;tzung zur wirtschaftlichen Lage verk&uuml;ndet, soll die Nachfrage nach Arbeitskr&auml;ften hoch bleiben, und das trotz einer leichten konjunkturellen Abk&uuml;hlung, die sich auf das Jobwachstum d&auml;mpfend auswirken d&uuml;rfte.<br>\nNun ist die Zahl der Erwerbst&auml;tigen nicht von besonders gro&szlig;em Informationswert, denn als erwerbst&auml;tig gilt nach dem auch vom Statistischen Bundesamt verwendeten Erwerbstatuskonzept der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) jede Person ab einem Alter von 15 Jahren, die wenigstens eine Stunde f&uuml;r Lohn oder sonstiges Entgelt in einem Arbeitsverh&auml;ltnis steht, selbstst&auml;ndig ein Gewerbe oder eine Landwirtschaft betreibt oder einen freien Beruf aus&uuml;bt. Aufschlussreicher sind Angaben zur abh&auml;ngigen Besch&auml;ftigung. Zuletzt (Mai 2018) waren nach Angaben der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) hochgerechnet knapp 23,7 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig in Vollzeit, 9,2 Millionen in Teilzeit und 4,7 ausschlie&szlig;lich geringf&uuml;gig besch&auml;ftigt. Auch dies ein Allzeithoch.<br>\nDen vom IAB in der Arbeitszeitrechnung zur Verf&uuml;gung gestellten Daten zur langfristigen Entwicklung am Arbeitsmarkt l&auml;sst sich entnehmen, dass die Zahl der ArbeitnehmerInnen in den letzten zehn Jahren nahezu stetig gestiegen ist. Im Durchschnitt des Jahres 2017 waren es knapp 40 Millionen, im ersten Quartal 2018 dann schon 40,1 Millionen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.miese-jobs.de\/chroniken\/2018\/03-08-18\/\">miese jobs<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Flexibel, billig, famili&auml;r: Tageseltern werden weit unter Mindestlohn bezahlt<\/strong><br>\nVon Februar bis April 2018 wurden Tageseltern im Auftrag des Landesverbandes Kindertagespflege gefragt, wie viele Stunden sie arbeiten. Auf dieser Grundlage konnte der durchschnittliche Verdienst von Tageseltern in Baden-W&uuml;rttemberg ermittelt werden: Er liegt bei 4,08 Euro pro Stunde. Das ist sp&uuml;rbar weniger als die H&auml;lfte des gesetzlichen Mindestlohns von 8,84 Euro &ndash; im Durchschnitt. Was nichts anderes bedeutet, als dass viele noch darunter liegen.<br>\nDie Kommunen haben ein starkes Interesse daran, dass es scheinselbstst&auml;ndige Tageseltern gibt. Selbst dort, wo es ausreichend Kita-Pl&auml;tze gibt, sind die angebotenen Betreuungszeiten beispielsweise f&uuml;r Schichtarbeiterinnen und Schichtarbeiter nicht flexibel genug. Au&szlig;erdem sparen Tageseltern Kommunen und Land richtig Geld. Die Kommunen stehlen sich mit der Rekrutierung von &bdquo;selbstst&auml;ndigen&ldquo; Tageseltern, die ihre Auftr&auml;ge meist nur &uuml;ber die Kommune bekommen, billig aus der Verantwortung und garnieren dies meist noch mit s&uuml;&szlig;en Worten. So wird von den Verantwortlichen gerne behauptet, dass sie die &bdquo;famili&auml;re Atmosph&auml;re&ldquo; einer Betreuung, die daheim stattfindet, besonders sch&auml;tzen w&uuml;rden.<br>\nDass sich trotz der miesen Bedingungen immer noch Tageseltern finden, hat auch mit dem mangelnden Betreuungsangeboten und den niedrigen L&ouml;hnen weiblicher Besch&auml;ftigter zu tun: M&uuml;tter bleiben daheim, weil sie keine geregelte Betreuung w&auml;hrend der Arbeitszeit hinbekommen oder auch einfach, weil sich finanziell das Arbeiten im eigentlichen Beruf kaum noch lohnt, wenn die Betreuungskosten gegen das eigene Einkommen gerechnet werden. Aber auch Gro&szlig;eltern, die f&uuml;r ihre Kinder die Betreuung ihrer Enkel &uuml;bernehmen, werden aufgefordert zus&auml;tzlich Kinder in die Betreuung zu nehmen. F&uuml;r jemanden, der eine Armutsrente bekommt, ist das ein kaum abzulehnendes Angebot.<br>\nDabei klingen die Modellrechnungen der Kommunen vielversprechend: Meist zwischen 4 bis 6 Euro pro Kind (die S&auml;tze sind regional unterschiedlich) bedeutet bei max. m&ouml;glichen 5 Kindern einen h&uuml;bschen Stundenlohn von 20 bis 30 Euro. Den Tageseltern wird empfohlen, das eigene Betreuungsangebot m&ouml;glichst so zu organisieren, dass 8 Stunden Auslastung am St&uuml;ck gew&auml;hrleistet sind. Das aber ist unrealistisch. Betreuungsl&uuml;cken zu f&uuml;llen bedeutet, dass manche Eltern ihre Kinder im Halbschlaf um 5 Uhr morgens abliefern m&uuml;ssen. Oder sp&auml;t abends, ggf. auch zur &Uuml;bernachtung. Dabei f&uuml;nf Familien zu finden, die im &ouml;rtlichen Umfeld die gleichen Betreuungszeiten brauchen und dies dann am besten auch noch mit der eigenen Familie abzustimmen ist kaum m&ouml;glich. Dazu kommen Versp&auml;tungen von Eltern bei der Abholung, das Bed&uuml;rfnis der Eltern nach Informationen &uuml;ber das, was sie den Tag &uuml;ber verpasst haben (um das eingeredete schlechte Gewissen zu beruhigen), Probleme bei der Koordinierung von Urlaub, Krankheitszeiten und Vertretungszeiten usw. (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/de\/5030\/wirtschaft_soziales\/8983\/Flexibel-billig-famili%C3%A4r.htm%20\">unsere zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers P.N.:<\/strong> In den gro&szlig;en b&uuml;rgerlichen Medien findet dieses Thema &uuml;ber die skandal&ouml;sen Gegebenheiten leider weitgehend keine Aufmerksamkeit, obwohl diese prek&auml;re T&auml;tigkeit in der Kindertagespflege weitreichende  Konsequenzen bis hin zur kommenden Altersarmut zeitigt. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Linke fordert Verbot von Negativ-Zinsen f&uuml;r Sozial- und Rentenkassen<\/strong><br>\nWie bewertet die Linke-Bundestagsfraktion die aktuelle Finanzsituation bei den Sozialversicherungen?<br>\nDie finanzielle Lage der Sozialversicherungen ist (noch) sehr positiv. Die Nachhaltigkeitsr&uuml;cklage der Deutschen Rentenversicherung betrug im Juni 34,3 Milliarden (sic!) Euro und lag damit um vier Milliarden Euro &uuml;ber dem Vorjahreswert. DIE LINKE im Bundestag bewertet deshalb die aktuelle Finanzsituation der Sozialversicherungen zwar als gut, warnt aber davor, zum Beispiel die dringend notwendige Gleichstellung in der sogenannten &bdquo;M&uuml;tterrente&ldquo; von vor und nach 1992 geborenen Kindern aus der Rentenkasse zu finanzieren. Dadurch verliert die Rentenversicherung j&auml;hrlich 10 Milliarden Euro an Beitragsmitteln. Die verbesserte &bdquo;M&uuml;tterrente&ldquo; muss aus Steuermitteln bezahlt werden.<br>\n(Quelle: <a href=\"https:\/\/www.bundesversicherungsamt.de\/aufsicht\/rentenversicherung\/liquiditaet.html\">bundesversicherungsamt.de<\/a>)<br>\nZur zweiten Frage: Sind die Zinsverluste der Versicherungen im Verh&auml;ltnis zu den jeweiligen Beitragseinnahmen zu gro&szlig;? M&uuml;ssen sich die Versicherten Sorgen machen?<br>\nNein, ein Verlust von 49 Millionen Euro ist gegen&uuml;ber Einnahmen aus Pflichtbeitr&auml;gen in H&ouml;he von 203 Milliarden Euro im Jahr 2017 (+8,5 Mrd. &euro; gegen&uuml;ber 2016) kein Grund zur Beunruhigung. Die Versicherten m&uuml;ssen sich momentan keine Sorgen ob der Negativzinsen machen. Negativzinsen auf Reserven der Sozialversicherungen sind allerdings &ouml;konomisch widersinnig. Ich fordere die Bundesregierung auf, dem Bundestag ein Gesetz zur Abschaffung der Negativzinsen f&uuml;r Sozialversicherungen vorzulegen, denn hier geht es nicht um Marktmechanismen und Profitmaximierung sondern um die Organisation des sozialstaatlichen Gemeinwohls.<br>\nZur dritten Frage: Sollte man die Vorschriften f&uuml;r die Anlage der Beitragsgelder ver&auml;ndern, um den Zinsertrag bzw. die Rendite zu steigern? Wie k&ouml;nnte dies geschehen?<br>\nIch rate streng davon ab, die Anlagerichtlinien f&uuml;r Sozialversicherungen zu lockern und Beitragseinnahmen aus der Nachhaltigkeitsr&uuml;cklage verst&auml;rkt in Aktien zu parken. So geht man nicht mit dem Geld um, das zuk&uuml;nftigen Rentnerinnen und Rentnern zu steht. Denn es gibt ja eine positive Kehrseite: Durch die Niedrigzinsphase hat der Bund seit Ausbruch der Finanzkrise 162 Milliarden Euro beim Schuldendienst gespart. Wer also die Rentenfinanzen stabilisieren will, muss endlich gesamtgesellschaftliche Aufgaben wie die sogenannte M&uuml;tterente aus Steuermitteln finanzieren. Aber es gilt auch: Mit den Geldern der Sozialversicherungen darf keinesfalls gezockt werden, darum sieht DIE LINKE den Ver&auml;nderungsbedarf eher bei den Negativzinsen selbst, die f&uuml;r Sozialversicherungen abgeschafft geh&ouml;ren (siehe oben).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.matthias-w-birkwald.de\/article\/1776.linke-fordert-verbot-von-negativ-zinsen-fuer-sozial-und-rentenkassen.html\">Matthias W. Birkwald<\/a>\n<p><strong>dazu: Niedrigzinsen f&uuml;r Sozialkassen: Forscher spricht von &ldquo;v&ouml;llig aufgebauschtem Problem&rdquo;<\/strong><br>\nDer Sozialforscher Gerhard Bosch hat die Debatte &uuml;ber Negativzinsen zu Lasten der gesetzlichen Rentenversicherung als &ldquo;v&ouml;llig aufgebauschtes Problem&rdquo; bezeichnet. Viel schlimmer seien die Negativzinsen f&uuml;r die betriebliche Alterssicherung, sagte er der Tageszeitung &ldquo;neues deutschland&rdquo; (Dienstagausgabe). [&hellip;]<br>\nBosch verweist er darauf, dass die Belastung der Rentenversicherung durch die Negativzinsen sehr begrenzt ist. So habe die Rentenversicherung im vorigen Jahr 299 Milliarden Euro ausgegeben. Gemessen daran machen die Negativzinsen von 49 Millionen Euro einen Anteil von gerade einmal 0,016 Prozent aus.<br>\nWegen des Umlagesystems k&ouml;nne die gesetzliche Rentenversicherung einen Gro&szlig;teil der Ausgaben aus den laufenden Einnahmen decken, erl&auml;utert der Sozialforscher an der Universit&auml;t Duisburg-Essen. Die R&uuml;cklagen, die angelegt werden m&uuml;ssen, seien also begrenzt. Deswegen spielen die Negativzinsen f&uuml;r die gesetzliche Versicherung eine vergleichsweise geringe Rolle. Viel schwieriger sei die Situation f&uuml;r die betriebliche Altersvorsorge. Denn dort m&uuml;ssen die kompletten Altersvorsorge-Betr&auml;ge &uuml;ber viele Jahre angelegt werden. Hier m&uuml;ssten die Unternehmen hohe R&uuml;ckstellungen bilden.<br>\nDie Negativzinsen seien eine Art unbeabsichtigte Verm&ouml;genssteuer. &ldquo;Es w&auml;re besser gewesen, wenn die Politik tats&auml;chlich eine Verm&ouml;genssteuer eingef&uuml;hrt h&auml;tte&rdquo;, betont Bosch. Denn dann h&auml;tten sie zum Beispiel Freibetr&auml;ge f&uuml;r geringe Ersparnisse beschlie&szlig;en k&ouml;nnen.<br>\nDeutschland trage im &Uuml;brigen eine wesentliche Mitverantwortung f&uuml;r die Negativzinsen: Die Eurokrise sei nur durch die Geldpolitik der EZB bew&auml;ltigt worden. Wenn Deutschland mehr investiert und eine expansivere Fiskalpolitik betrieben und so die Eurokrise bek&auml;mpft h&auml;tte, &ldquo;w&auml;re es nicht zu Negativzinsen gekommen&rdquo;, so Bosch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/59019\/4022039\">Presseportal<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Urteil: &Auml;mter m&uuml;ssen im &ldquo;Sozialleistungs-Dschungel&rdquo; helfen<\/strong><br>\nDas Sozialrecht in Deutschland ist f&uuml;r Laien oft nicht einfach zu durchschauen. Wer wei&szlig; schon genau, ob ihr oder ihm eine Grundsicherung wegen Erwerbsminderung oder doch eher eine Erwerbsminderungsrente zusteht? Der Bundesgerichtshof (BGH) hat jetzt in einem Urteil klar gemacht: In bestimmten F&auml;llen m&uuml;ssen Sozialhilfetr&auml;ger die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger besser beraten &ndash; und zwar ungefragt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++d7b5cf6e-96fe-11e8-976e-52540088cada\">DGB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wie Olaf Scholz mit der ganz gro&szlig;en Koalition das Grundgesetz &auml;ndern will<\/strong><br>\nUnion und SPD planen &Auml;nderungen im Grundgesetz, brauchen dazu aber die Gr&uuml;nen und die FDP. Im Stillen f&uuml;hrt der Finanzminister erste Gespr&auml;che.<br>\nAls Finanzminister muss Olaf Scholz selten um etwas bitten, aber in der letzten Sitzung des Bundesrats vor der Sommerpause blieb ihm gar nichts anderes &uuml;brig. Am Morgen habe das Bundeskabinett seine Finanzplanung bis zum Jahr 2022 beschlossen, berichtete der SPD-Politiker bei seiner Jungfernrede vor der L&auml;nderkammer als Bundesfinanzminister.<br>\nDas alles k&ouml;nne aber nur umgesetzt werden, wenn auch das Grundgesetz ge&auml;ndert werde. &bdquo;Deshalb ist es wichtig, dass beide Gesetzgebungsverfahren parallel laufen und bis zum Ende des Jahres abgeschlossen werden&ldquo;, warb Scholz und beschwor die L&auml;ndervertreter: &bdquo;Daf&uuml;r bitte ich um ihre Unterst&uuml;tzung.&ldquo;<br>\nDer Vizekanzler hat ein Problem: Ihm fehlt die Mehrheit f&uuml;r eines der zentralen Projekte der Gro&szlig;en Koalition, das gerade f&uuml;r ihn als sozialdemokratischen Finanzminister einen besonderen Stellenwert hat.<br>\nIn Windeseile wollen Union und SPD das Grundgesetz gleich an vier Stellen &auml;ndern, damit der Bund in Zukunft Kommunen direkt dabei unterst&uuml;tzen kann, Schulen zu modernisieren sowie Wohnungen und U-Bahnen oder Stra&szlig;enbahnnetze zu bauen. Was gut klingt, betrifft den F&ouml;deralismus in seinem Kern. Schlie&szlig;lich arbeiten die Kommunen als Verwaltungseinheiten der L&auml;nder und nicht des Bundes. Dieses Prinzip wird aufgeweicht.<br>\nScholz w&uuml;sste vielleicht aus seiner Zeit als Erster B&uuml;rgermeister in Hamburg, wie sich die L&auml;nder zur Zustimmung verleiten lassen. F&uuml;r die Verfassungs&auml;nderungen ben&ouml;tigt er aber nicht nur den Bundesrat, sondern auch den Bundestag. Und in beiden Kammern muss er eine Zweidrittelmehrheit zusammenbekommen und nicht nur die einfache.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amp.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/investitionsoffensive-wie-olaf-scholz-mit-der-ganz-grossen-koalition-das-grundgesetz-aendern-will\/22855264.html\">Handelsblatt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Zeugenaussagen bringen VW und Ex-Chef Winterkorn in Bedr&auml;ngnis<\/strong><br>\nBereits 2007 sollen Ex-VW-Chef Winterkorn und andere Topmanager bei einer Sitzung heikle Informationen zur Abgasmanipulation erhalten haben. Das stellt die Verteidigungsstrategie des Konzerns infrage.<br>\nIn den Ermittlungsakten der Staatsanwaltschaft Braunschweig finden sich Aussagen von Ingenieuren und Dokumente zu einem hochkar&auml;tigen Treffen von VW-Managern im Jahr 2007. Sie legen nahe, dass Ex-Konzernchef Martin Winterkorn und andere F&uuml;hrungskr&auml;fte bereits zu diesem fr&uuml;hen Zeitpunkt in Pl&auml;ne eingeweiht waren, die wom&ouml;glich den Grundstein f&uuml;r die Abgasmanipulation legten.<br>\nVW hat bislang stets behauptet, der Abgasbetrug sei das Werk einiger niederrangiger Ingenieure und die F&uuml;hrungsebene habe erst am 18. September 2015 davon erfahren, als US-Beh&ouml;rden die Sache &ouml;ffentlich machten.<br>\nDie Ermittler sind auf eine Sitzung am 8. November 2007 gesto&szlig;en. Bei diesem Treffen wurde unter Beteiligung Winterkorns und anderer Topmanager besprochen, wie ein neuer Dieselmotor umger&uuml;stet werden k&ouml;nnte, um die amerikanischen Grenzwerte f&uuml;r Stickoxide einzuhalten. Es handelte sich um den Motor, den die US-Beh&ouml;rden schlie&szlig;lich zum Anlass f&uuml;r milliardenschwere Strafzahlungen nehmen sollten. Zwei VW-Ingenieure pr&auml;sentierten auf der Sitzung m&ouml;gliche technische L&ouml;sungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/vw-abgasskandal-martin-winterkorn-soll-2007-informiert-worden-sein-a-1221498.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Bandenm&auml;&szlig;ig vorverurteilt<\/strong><br>\nGerichtsbeschluss in Bremen: Bundesinnenministerium darf nicht mehr behaupten, in der Bamf-Au&szlig;enstelle sei &bdquo;bandenm&auml;&szlig;ig&ldquo; und &bdquo;kriminell&ldquo; gearbeitet worden.<br>\nSeit Mitte April 2018 war &uuml;ber Ermittlungen wegen m&ouml;glicher Rechtsverst&ouml;&szlig;e und Korruption in der Bremer Au&szlig;enstelle des Bamf unter dem Stichwort &bdquo;Bamf-Skandal&ldquo; berichtet worden. B. habe dort in ihrer Zeit als Leiterin angeblich in Zusammenarbeit mit drei Anw&auml;lten in mindestens 1.200 F&auml;llen unrechtm&auml;&szlig;ig Asyl erteilt. Ganze Busladungen von Asylbewerbern seien daf&uuml;r nach Bremen gekarrt worden, so die Vorw&uuml;rfe.<br>\nWenig &uuml;brig von den Vorw&uuml;rfen<br>\nVier Monate sp&auml;ter ist davon nicht mehr viel &uuml;brig. Rund 4.500 Akten hat die Innenrevision bislang untersucht. Nur 13 Asylentscheidungen sind seitdem aufgrund falscher Angaben kassiert worden, vier weitere wurden widerrufen, bei 16 laufen noch R&uuml;cknahme- und Widerrufsverfahren. Dass Busse f&uuml;r Asyl-Entscheidungen nach Bremen fuhren, war normal und gewollt, in Zeiten der &Uuml;berforderung 2015 sollte Bremen anderen Au&szlig;enstellen aushelfen. Ohnehin ging es in vielen der inkriminierten F&auml;lle um JesidInnen, denen 2015 ein V&ouml;lkermord drohte und deren Schutzberechtigung bis heute au&szlig;er Frage steht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Teilerfolg-fuer-Ex-Chefin-des-Bremer-Bamf\/%215520641\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlinge in Griechenland: Kein Platz mehr auf Samos<\/strong><br>\nDie griechische Insel Samos ist ausgelastet: Mehr als 500 Migranten kampieren in Zelten ohne Strom und Duschen. Platzt der Fl&uuml;chtlingsdeal mit der T&uuml;rkei, k&ouml;nnte der Druck noch steigen.<br>\nWie Gl&uuml;hw&uuml;rmer geistern die Lichtsignale der Smartphones durch die wilde Zeltstadt hoch &uuml;ber Vathi. Es sind primitive Zelte f&uuml;r mehr als 500 Fl&uuml;chtlinge &ndash; ohne Stromversorgung, keine Duschen, wenig Waschstellen. Abends ist es in dieser Geister-Zeltstadt fast ganz dunkel.<br>\nGut 500 Menschen sind es inzwischen, die in den Containern hinter dem Stacheldrahtzaun keinen Platz mehr haben. Sie wurden in Not-Zelte gepackt. Das Fl&uuml;chtlingscamp liegt knapp zehn Fu&szlig;minuten entfernt vom Hafen in Samos-Stadt. Jean aus Kamerun wohnt seit drei Monaten hier in einem der Zelte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/griechenland-fluechtlinge-229.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Neuer Terror in Afghanistan: USA suchen Hilfe bei Taliban im Kampf gegen den IS<\/strong><br>\nAmerikaner suchen gemeinsam mit der afghanischen Regierung Hilfe bei den Taliban, um sich der extrem brutalen ISKP-Terrorgruppe in Afghanistan zu entledigen, In Katar fand dazu ein erstes Treffen statt. Die Zahl ziviler Opfer und die Kriegskosten steigen weiter.<br>\nOffizielle der US-Regierung trafen sich letzte Woche mit Taliban-Anf&uuml;hrern in Katar, um die Ausbreitung der Terrororganisation IS zu verhindern. Die Kosten des bereits 14 Jahre andauernden Kriegs in Afghanistan beziffern die USA auf rund 1,07 Billionen US-Dollar. Davon floss wohl auch ein Teil in den Irak-Krieg. Zu den Kriegskosten z&auml;hlen auch Folgekosten f&uuml;r Verletzte und Veteranen. Diese werden sich in den n&auml;chsten 40 Jahren auf eine weitere Billion Dollar belaufen. Nach den Anschl&auml;gen des 11. Septembers griffen die USA die Taliban in Afghanistan an und suchten dabei auch nach dem damaligen Al-Kaida Anf&uuml;hrer Osama bin-Laden.<br>\nUS-Pr&auml;sident Donald Trump hat immer wieder die hohen Kosten amerikanischer Pr&auml;senz in Afghanistan angeprangert, zuletzt jedoch die Zahl der US-Truppen selbst weiter aufgestockt. Der Fokus der Trump-Regierung liegt auf dem Kampf gegen die Terroristen in Afghanistan, nicht im Wiederaufbau. Trump versprach, Druck auf Pakistan auszu&uuml;ben, den Kampf gegen Terrorzellen an der Grenze zu Afghanistan aufzunehmen. Im Januar verk&uuml;ndete das Pentagon, noch mehr Drohnen nach Afghanistan zu entsenden.<br>\nIm Bezirk von Achin lie&szlig; Trump die &ldquo;Mutter aller Bomben&rdquo; auf ISIS-Stellungen abwerfen. Die ISKP (Islamic State Khorasan Province) machte sich sp&auml;ter &uuml;ber diesen Versuch in einem Video lustig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/international\/73938-neuer-terror-in-afghanistan-usa-suchen-hilfe-bei-taliban\/\">RT deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>R&uuml;ckfall in den Krieg<\/strong><br>\nKolumbien vor Wechsel an Staatsspitze: Immer mehr Morde an Oppositionellen. Kein Waffenstillstand zwischen ELN-Guerilla und Regierung<br>\nWenn Kolumbiens neuer Pr&auml;sident Iv&aacute;n Duque am kommenden Dienstag sein Amt antritt, &uuml;bernimmt er ein Land im Kriegszustand &ndash; und die Hoffnung schwindet, dass der vom scheidenden Staatschef Juan Manuel Santos eingeleitete Friedensprozess fortgesetzt wird.<br>\nAm Donnerstag (Ortszeit) endete in Havanna die zun&auml;chst letzte Runde der Gespr&auml;che zwischen der bisherigen Regierung und der ELN-Guerilla. Zu der erhofften Vereinbarung eines neuen Waffenstillstands kam es nicht. Man habe zwar wichtige Fortschritte gemacht, es blieben aber noch offene Fragen, teilten beide Verhandlungsdelegationen in einem gemeinsamen Statement mit. Die ELN (Nationale Befreiungsarmee) erg&auml;nzte in einem Beitrag auf ihrer Internetseite, dass man von der Gegenseite verlangt habe, &raquo;humanit&auml;re Verbesserungen&laquo; in eine neue Waffenstillstandsvereinbarung aufzunehmen. Durch diese solle das &raquo;Massaker an sozialen F&uuml;hrungspers&ouml;nlichkeiten&laquo; gestoppt werden, das Kolumbien seit November 2016 ersch&uuml;ttere.<br>\nDamals hatten die Guerilleros der Revolution&auml;ren Streitkr&auml;fte Kolumbiens (FARC-EP) einen Friedensvertrag mit der Regierung Santos unterzeichnet und in der Folge ihre Waffen abgegeben. Seither jedoch rei&szlig;t die Serie von Morden an Linken, Gewerkschaftern, Menschenrechtsaktivisten und ehemaligen Guerilleros nicht mehr ab. Die venezolanische Solidarit&auml;tsorganisation Cosi verbreitete am Donnerstag, dass zwischen dem 1. Januar 2016 und dem 23. Juli 2018 mindestens 328 Aktivisten ermordet worden seien. Allein seit der zweiten Runde der Pr&auml;sidentschaftswahl am 17. Juni wurden mindestens 30 Oppositionelle get&ouml;tet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/337167.kolumbien-r%C3%BCckfall-in-den-krieg.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Kampf gegen Linke<\/strong><br>\nGro&szlig;britannien: Dokumente belegen Schn&uuml;ffelei von Geheimdiensten, um Berufsverbote zu verh&auml;ngen<br>\nBerufsverbote gegen linke Aktivisten und Gewerkschafter unterschiedlichster Str&ouml;mungen gibt und gab es nicht nur in der Bundesrepublik, sondern auch in Gro&szlig;britannien. Davon zeugen im Juli vom britischen Nationalarchiv ver&ouml;ffentlichte, bislang geheimgehaltene Regierungsdokumente, deren 30j&auml;hrige Sperrfrist nun ausgelaufen ist.<br>\nDarin war zu lesen, was viele schon lange geahnt hatten: Der Staat hat systematisch &raquo;schwarze Listen&laquo; unliebsamer Pesonen angelegt. Bei den ver&ouml;ffentlichten Dokumenten geht es um die 1985 von der Premierministerin Margaret Thatcher gegr&uuml;ndete Organisation &raquo;Inter-departmental Group on Subversion in Public Life&laquo; (SPL). Darin arbeiteten der Inlandsgeheimdienst &raquo;MI 5&laquo; und geheimpolizeiliche Abteilungen der britischen Kriminalpolizei Scotland Yard zusammen.<br>\nDie SPL, so berichtete die Tageszeitung The Guardian am 24. Juli, hatte die Aufgabe, die Einstellung &raquo;subversiver Elemente&laquo; in den &ouml;ffentlichen Dienst zu behindern, bzw. deren Aufstiegs- und Karrierechancen zu sabotieren. Zudem oblag es ihr, Linke von &raquo;kritischen Bereichen&laquo; des &ouml;ffentlichen Dienstes fernzuhalten. Vorgesetzte waren verpflichtet, den MI 5 immer zu konsultieren, wenn sie beabsichtigten, solche Menschen an einen neuen Posten zu versetzen.<br>\n&raquo;Subversiv&laquo; war laut geheimdienstlicher Diktion, wer &raquo;Aktivit&auml;ten entfaltet, die die Wohlfahrt des Staates gef&auml;hrden und die Absicht verfolgen, die parlamentarische Demokratie mit politischen, gewerkschaftlichen und gewaltt&auml;tigen Methoden zu st&uuml;rzen&laquo;. Der Inlandsgeheimdienst ging im Jahr 1985 von rund 50.000 derartigen Personen in Gro&szlig;britannien aus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/337190.berufsverbote-kampf-gegen-linke.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&ldquo;Eine gewisse Geschichtslosigkeit&rdquo;<\/strong><br>\n&ldquo;Auf viele wirkt das wie ein Akt der Resignation&rdquo;, erkl&auml;rte Faulenbach mit Bezug auf den von Parteichefin Andrea Nahles angesto&szlig;enen Erneuerungsprozess der SPD. &ldquo;Dies kommt nicht gut an, und ist in dieser Situation eine verheerende Entscheidung, die absolut kontraproduktiv ist und eben nicht zur Erneuerung der Partei beitr&auml;gt.&rdquo;<br>\nZum Deutschlandfunk sagte Faulenbach, die SPD-Parteivorsitzende habe ihn Ende Juni angerufen und mitgeteilt, dass sie dem Parteivorstand vorschlagen werde, das Mandat der Kommission nicht zu verl&auml;ngern. F&uuml;r die Kommissionsmitglieder sei das v&ouml;llig &uuml;berraschend gekommen &ndash; &ldquo;wenn es Kritik gegeben h&auml;tte, h&auml;tte man sie umsetzen k&ouml;nnen&rdquo;. Doch die Kommunikation mit der Parteif&uuml;hrung sei seit Jahren schlecht gewesen, auch weil die Spitze so h&auml;ufig ausgetauscht worden sei. (&hellip;)<br>\nFaulenbach warf den Entscheidern im SPD-Vorstand, insbesondere Mitgliedern der j&uuml;ngeren Generation, &ldquo;eine gewisse Geschichtslosigkeit&rdquo; vor: &ldquo;Die sind immer im Heute. Die haben kein Gestern, und deshalb leider auch kein Morgen. Und das f&uuml;hrt zu einer Kurzatmigkeit der Politik, die dann auch bedeutet, dass man Geschichte geringsch&auml;tzt &ndash; aber zum eigenen Schaden, zum Schaden der eigenen Durchsetzungsf&auml;higkeit.&rdquo;<br>\nDie Kommission habe aktuell eine Tagung f&uuml;r den 8. und 9. November vorbereiten wollen, um der November-Revolution von 1918 und der Entstehung der Weimarer Republik zu gedenken. Auf das Angebot der Kommission, ein historisches Gutachten zum Agenda-2010-Prozess zu erstellen, sei nie eingegangen worden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/spd-loest-historische-kommission-auf-eine-gewisse.862.de.html?dram:article_id=424525\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Es mag naiv erscheinen, ein historisches Gutachten zum Agenda-2010-Prozess erstellen und daf&uuml;r das &ldquo;OK&rdquo; dieser SPD-Spitze erhalten zu wollen. N&ouml;tig w&auml;re diese Expertise gewiss schon. Aber Personen wie Nahles und Scholz sind doch viel zu sehr in dieser inhaltlich\/programmatischen Ausrichtung mit ihrer verheerenden Auswirkung (z.B. anhand vieler Wahlergebnisse f&uuml;r die SPD &ndash; z.B. im Stadtgebiet von Osnabr&uuml;ck seit 2005 &ndash; ablesbar) verwickelt.<\/em><\/p>\n<p><em>Ehe dieses Spitzenpersonal der SPD eigene Fehler zugibt, schluckt der Teufel wohl eher das Weihwasser. Es ist seit mittlerweile vielen Jahren zum Verzweifeln mit der SPD-Spitze &hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Deutschland-Trend: Heiko Maas erstmals beliebtester Politiker<\/strong><br>\nWie die monatliche repr&auml;sentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Dimap ergab, sind 48 Prozent der B&uuml;rger mit der Arbeit des Saarl&auml;nders sehr zufrieden beziehungsweise zufrieden. Dies ist der zweitbeste Wert, den er je hatte. Auf den Pl&auml;tzen zwei und drei folgen Finanzminister Olaf Scholz (SPD) und Kanzlerin Angela Merkel (CDU).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.saarbruecker-zeitung.de\/politik\/themen\/deutschland-trend-heiko-maas-erstmals-beliebtester-politiker_aid-24188945\">Saarbr&uuml;cker Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Dazu f&auml;llt mir nur noch ein Zitat von Karl Kraus ein: &bdquo;Wenn die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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