{"id":45330,"date":"2018-08-06T08:34:50","date_gmt":"2018-08-06T06:34:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45330"},"modified":"2018-08-06T08:34:50","modified_gmt":"2018-08-06T06:34:50","slug":"hinweise-des-tages-3176","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45330","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45330#h01\">#Aufstehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45330#h02\">CDU debattiert R&uuml;ckkehr zur Wehrpflicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45330#h03\">Eine Z&auml;sur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45330#h04\">Wie Neuseelands Regierungschefin ihr Land heilen will<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45330#h05\">Immer weniger Sozialwohnungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45330#h06\">Alleinerziehende im Spiegel der Statistik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45330#h07\">Ein Pfleger f&uuml;r drei Etagen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45330#h08\">Vollgas f&uuml;r die andere organisierte Kriminalit&auml;t?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45330#h09\">Abgeschobener Afghane kehrt zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45330#h10\">Das Unsinnigste ist eine Debatte &uuml;ber deutsche Atomwaffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45330#h11\">Der Skandal, das bin ich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45330#h12\">Trump legt sich mit Milliard&auml;ren an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45330#h13\">Smart und demokratisch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45330#h14\">Alle Optionen auf dem Tisch<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>#Aufstehen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Raus aus der Wagenburg<\/strong><br>\nDie deutsche Linke ist zersplittert und schwach. Eine neue Bewegung, die sie in die Offensive bringt, ist notwendig und sinnvoll.<br>\nEin Gespenst flattert durch den deutschen Bl&auml;tterwald: die neue linke Sammlungsbewegung. W&auml;hrend das Phantom noch gar keine reale Gestalt angenommen hat, wird in den Parteizentralen von Parteifunktion&auml;ren, die diese Idee am meisten zu f&uuml;rchten scheinen, bereits zur Jagd geblasen: Es sei ein Spaltungsman&ouml;ver, eine Zwei-Personen-Inszenierung, schon im Ansatz gescheitert, eine finstere Machenschaft, ein Verrat, eine Totgeburt.<br>\nWir sind da grunds&auml;tzlich anderer Meinung. Die Idee ist gut. Der Zeitpunkt ist richtig gew&auml;hlt. Das Bed&uuml;rfnis nach tiefgreifender Ver&auml;nderung ist riesig. Und es gibt viele gute Gr&uuml;nde, intensiv dar&uuml;ber nachzudenken, wie das Unternehmen aussehen m&uuml;sste, um ein Erfolg zu werden und die &uuml;blichen Fehler bei der Gr&uuml;ndungsphase solcher politischen Bewegungen zu vermeiden.<br>\nDer Hauptgrund, warum es eine solche Sammlungsbewegung geben muss, ist die Krise des gesamten Parteiensystems am Ende einer &Auml;ra, die 1989\/90 begann und sich jetzt ihrem Ende zuneigt. Es war faktisch eine Epoche ohne wirkungsm&auml;chtige Gegenkonzepte gegen die ungebremste, ungerechte und aggressive Neuordnung der Welt unter der &Auml;gide der neoliberalen und neokonservativen Oligarchen in West und Ost. Diese haben im Schwung ihres Aufstiegs durch die Methode der globalen Deregulierung und Privatisierung enorme innenpolitische Destabilisierungen und au&szlig;enpolitisches Chaos, Kriege und Massenmigration produziert. Was dabei als Naturgesetz der Globalisierung dargestellt wurde, war reine Macht- und Interessenpolitik. Die Gewinner dieses Prozesses stehen heute ebenso fest wie die Millionen Verlierer, die kein beliebiges Gl&uuml;cks- und Freiheitsversprechen mehr t&auml;uschen kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/linke-sammlungsbewegung-raus-aus-der-wagenburg-gastkommentar-a-1221568.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Der erfolgreiche Start von #Aufstehen l&auml;sst hoffen. Leider muss man auch auf die ersten Quersch&uuml;sse aus den eigenen Reihen, z.B. von Niema Movassat und Halina Wawzyniak, hinweisen, die zwar &auml;rgerlich sind, aber auch zu erwarten waren. <\/em><\/p>\n<p><em>Schauen Sie sich doch einmal die interessanten Videos <a href=\"https:\/\/www.aufstehen.de\">auf der Seite der Sammlungsbewegung #Aufstehen<\/a> an.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>St&ouml;&szlig;t das Konzept der Partei an seine Grenzen?<\/strong><br>\nEgal, was man von Wagenknechts Sammlungsbewegung h&auml;lt: Die Idee dahinter ist bedenkenswert. Denn es ist fraglich, ob die Monopolstellung der Parteien noch zeitgem&auml;&szlig; ist. [&hellip;]<br>\nDie Frage stellt sich angesichts der wachsenden Sehnsucht nach Bewegungen, die die Grenzen zwischen den Parteien &uuml;berwinden. Bekanntestes Beispiel daf&uuml;r ist die proeurop&auml;ische Bewegung &bdquo;En Marche&ldquo; des franz&ouml;sischen Pr&auml;sidenten Emmanuel Macron. Dazu kommt in Deutschland nun die linke Sammlungsbewegung von Linksfraktionschefin Sahra Wagenknecht und ihrem Mann Oskar Lafontaine.<br>\nDie Website von &bdquo;#Aufstehen&ldquo; ist seit Samstag online, einige bekannte Unterst&uuml;tzer kommen aus der SPD und von den Gr&uuml;nen. [&hellip;]<br>\nEs geht nicht um Parteien-Bashing, ohne Zweifel werden Parteien in einer Demokratie gebraucht. Aber Bewegungen wie &bdquo;En Marche&ldquo; und &bdquo;#Aufstehen&ldquo; sollten eine Debatte dar&uuml;ber ausl&ouml;sen, ob die Parteien ihre Monopolstellung verdient haben. Ist es richtig, dass nur Parteien Listen f&uuml;r Wahlen aufstellen d&uuml;rfen? Ist es sinnvoll, dass sie fast durchweg alle Ministerposten besetzen? Auch etwas, das als selbstverst&auml;ndlich gilt, kann ge&auml;ndert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/aufstehen-en-marche-und-co-stoesst-das-konzept-der-partei-an-seine-grenzen\/22881950.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Bis Sammlungsbewegungen das politische System revolutionieren k&ouml;nnen, m&uuml;ssten nat&uuml;rlich zuvor das Wahlrecht ge&auml;ndert werden. Das deutsche Wahlrecht sieht solche Bewegungen nicht vor und ist auf klassische Parteien zugeschnitten. &Auml;ndern d&uuml;rfte sich dies aber wohl kaum, da eine &Auml;nderung ja von den Parteien im Bundestag beschlossen werden m&uuml;sste.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;F&uuml;r mich ist nat&uuml;rlich rot-rot-gr&uuml;n m&ouml;glich&rdquo;<\/strong><br>\nDie Demokratische Linke 21 werbe f&uuml;r ein alternatives Gesellschaftsmodell von links, sagte SPD-Politikerin Hilde Mattheis im Dlf. Ein Zusammengehen mit Sahra Wagenknechts neuer Sammlungsbewegung &ldquo;Aufstehen&rdquo; sei denkbar: &ldquo;Wir brauchen alle daf&uuml;r, um ein anderes Gesellschaftsb&uuml;ndnis hinzubekommen&rdquo;. (&hellip;)<br>\nZagatta: Ist die Linke f&uuml;r sie b&uuml;ndnisf&auml;hig, Sie haben ja jetzt diese drei Stimmen angesprochen, das ist ja daran gescheitert, dass niemand in der SPD oder dass die SPD mehrheitlich nicht mit der Linke sich zusammentun wollte.<br>\nMattheis: Ja, stopp.<br>\nZagatta: F&uuml;r Sie ist das m&ouml;glich?<br>\nMattheis: Ja, stopp. F&uuml;r mich ist nat&uuml;rlich rot-rot-gr&uuml;n m&ouml;glich. Aber schon allein, dass die Linke ja nicht gesammelt in dieser Sammlungsbewegung ist, zeigt ja, dass man das viel weiter nehmen muss. Und auch meine SPD ist ja durchaus eine, die nicht nur links tickt, sondern wo es eben auch andere Str&ouml;mungen gibt. Wir brauchen alle daf&uuml;r, um ein anderes Gesellschaftsb&uuml;ndnis hinzubekommen und eine andere Politik. Und daf&uuml;r werben wir von unten nach oben. Und das, finde ich, ist schon ein ziemlicher Anspruch, den man da haben muss, aber der nicht unrealistisch ist. Von daher, ich glaube, dass auch, worauf sich auch die Sammlungsbewegung bezieht, Momentum und Labour etwas gezeigt haben, was ja durchaus diesen Anspruch in bestehenden Parteien ein anderes B&uuml;ndnis mit anderen Parteien hinzubekommen, dass das etwas ist, wo wir nicht von Abstand nehmen sollten. Es hei&szlig;t jetzt, man ist nicht mehr bestrebt aus dieser Sammlungsbewegung eine eigene Partei zu machen &ndash; das ist ja schon mal ein Anfang, finde ich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/spd-und-die-linke-sammlungsbewegung-fuer-mich-ist.694.de.html?dram:article_id=424668\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Hilde Matteis ist sicherlich ein Mitglied der SPD, das sich wohltuend von anderen Mitgliedern in der SPD-Spitze unterscheidet. Aber: Es m&uuml;ssen noch viel mehr werden und diese m&uuml;ssten auch &ouml;ffentlichkeitswirksam weitaus mehr Akzente setzen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>CDU debattiert R&uuml;ckkehr zur Wehrpflicht<\/strong><br>\nPolitiker der CDU erw&auml;gen angesichts der Rekrutierungsprobleme der Bundeswehr eine R&uuml;ckkehr zur Wehrpflicht oder eine neue sogenannte &ldquo;allgemeine Dienstpflicht&rdquo;. Generalsekret&auml;rin Annegret Kramp-Karrenbauer wolle dem Vorschlag einer allgemeinen Dienstpflicht eine wichtige Rolle in der Debatte um ein neues CDU-Grundsatzprogramm geben, berichtete die &ldquo;Frankfurter Allgemeine Zeitung&rdquo;.<br>\nKramp-Karrenbauer sagte der &ldquo;FAZ&rdquo;, sie rechne nicht mit einer einfachen R&uuml;ckkehr zur Wehrpflicht. Sie wolle daher &uuml;ber eine allgemeine Dienstpflicht reden. Schon auf dem CDU-Parteitag Ende des Jahres solle das Thema als eine der Leitfragen beschlossen werden, an denen entlang die CDU die Diskussion &uuml;ber ihr neues Grundsatzprogramm f&uuml;hren wolle.<br>\nKonkrete Vorschl&auml;ge, wie diese Dienstpflicht aussehen soll, sollen dann in diesem Grundsatzprogramm stehen, das 2020 beschlossen werden soll. (&hellip;)<br>\nDer Wehrbeauftragte des Bundestags, Hans-Peter Bartels, sagte der Nachrichtenagentur dpa: &ldquo;Eine allgemeine Dienstpflicht ist zwar eine sympathische Idee, st&ouml;&szlig;t aber verfassungsrechtlich an eine Grenze. Es gilt das Verbot der Zwangsarbeit.&rdquo;<br>\nAuch eine R&uuml;ckkehr zur allgemeinen Wehrpflicht sieht Bartels skeptisch. &ldquo;Die Bundeswehr folgt heute dem Konzept einer professionellen Armee.&rdquo; Sie bestehe zu einem Drittel aus Berufssoldaten und zu zwei Dritteln aus l&auml;ngerdienenden Zeitsoldaten. Die Bundeswehr sei heute au&szlig;erdem wesentlich kleiner als zu den Zeiten der Wehrpflichtarmee und habe zum Teil ganz andere Aufgaben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/wehrpflicht-cdu-101.html%20\">tagesschau.de<\/a>\n<p><strong>dazu: Mehrheit der Deutschen f&uuml;r Wiedereinf&uuml;hrung der Wehrpflicht<\/strong><br>\nMehr als sieben Jahre nach der Aussetzung der Wehrpflicht spricht sich die Mehrheit der Deutschen in einer Umfrage f&uuml;r eine Wiedereinf&uuml;hrung aus. In einer am Sonntag ver&ouml;ffentlichten Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der Funke-Mediengruppe bef&uuml;rworten 55,6 Prozent der Befragten eine Wiederaufnahme des Pflichtdienstes an der Waffe. 39,6 Prozent der Befragten antworteten hingegen ablehnend, wobei 27 Prozent &bdquo;auf keinen Fall&ldquo; eine Wiedereinf&uuml;hrung wollten und 12,6 Prozent mit &bdquo;eher nein&ldquo; antworteten.<br>\nUnterschiedliche Auffassungen gibt es der Umfrage zufolge je nach Parteienpr&auml;ferenz der Befragten. Anh&auml;nger der AfD sprachen sich am deutlichsten f&uuml;r eine Wiederaufnahme der Wehrpflicht aus: 60,6 Prozent der AfD-Sympathisanten wollen sie &bdquo;auf jeden Fall&ldquo; wiedereinf&uuml;hren. Bei den Gr&uuml;nen-Anh&auml;ngern waren es dagegen 15,1 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article180588522\/Umfrage-Mehrheit-der-Deutschen-fuer-Wiedereinfuehrung-der-Wehrpflicht.html\">Welt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Es w&auml;re nat&uuml;rlich auch interessant zu erfahren, ob diese Mehrheit der Befragten auch wei&szlig;, dass das Aufgabenspektrum der Bundeswehr erheblich ausgeweitet worden ist. Es beschr&auml;nkt sich n&auml;mlich nicht mehr allein auf die Verteidigung und Blauhelm-Eins&auml;tze mit einem Mandat der Vereinten Nationen.<\/em><\/p>\n<p><em>Und wer war seinerzeit ma&szlig;geblich an dieser offenbar &uuml;bereilten Abschaffung der Wehrpflicht beteiltigt: Gab es da nicht einen wohl immer wieder gerne &bdquo;hervorgezauberte&ldquo; CSU-Baron, der es mit der Wahrheit wohl <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8392\">nicht immer so ganz ernst genommen hatte<\/a>?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Eine Z&auml;sur<\/strong><br>\nRussland ist von der NATO eingekreist. Wer milit&auml;rische St&uuml;tzpunkte in Alaska, S&uuml;dkorea, Afghanistan, in Georgien, der Ukraine, den baltischen Staaten und zudem auf allen angrenzenden Meeren Flotten hat, ben&ouml;tigt nicht mal mehr Interkontinentalraketen, um jeden Punkt des gr&ouml;&szlig;ten Landes der Welt verheerend treffen zu k&ouml;nnen.<br>\nSo aber wie Russland reagiert &ndash; das wird der deutschen Linkspartei zu viel. Also interpretiert deren Kovorsitzender Bernd Riexinger am vergangenen Sonntag im ZDF-Sommerinterview, es sei eine &raquo;Z&auml;sur&laquo;, dass auf dem Parteitag im Juni ein &raquo;sehr russlandfreundlicher Antrag nicht durchkam&laquo;. Wenn Russland eine &raquo;falsche Politik&laquo; mache und &raquo;irgendjemanden bombardiert&laquo;, dann werde Die Linke das auch kritisieren.<br>\nNun bombardiert die russische Luftwaffe nicht irgendjemanden, sondern vom Westen und den arabischen Feudaldiktaturen unterst&uuml;tzte Banden in Syrien&hellip;Einige in der Linkspartei halten allerdings Kopfabschneider und &raquo;Rebellen&laquo; f&uuml;r Revolution&auml;re, an der Spitze die Linke-&shy;Kovorsitzende Katja Kipping. Sie hatte schon im Dezember 2012 eine westliche Propagandal&uuml;ge zum Syrien-Krieg aufgegriffen und zusammen mit Andrea Nahles, Claudia Roth und anderen die Initiative &raquo;Adopt a Revolution&laquo; unterst&uuml;tzt. Das schlug bei ihr irgendwann um in &raquo;Russland ist genauso schuld&laquo;. So beklagte sie im Dezember 2016 im European das angebliche Versagen der UNO in Aleppo und machte Moskau daf&uuml;r verantwortlich: Das stehe &raquo;in der Pflicht&laquo;. Im Januar 2018 erregte sie sich per Twitter beim Einmarsch der T&uuml;rkei nach Syrien: &raquo;Es ist eine Schande, wie Russland und der Westen die Kurden verraten.&laquo; Am 12. April erkl&auml;rte sie im Taz-&shy;Interview: &raquo;Die verschiedenen Gro&szlig;m&auml;chte haben diesen Konflikt flei&szlig;ig befeuert.&laquo; Das hat den gleichen Gehalt wie die Aussage, Nazideutschland und Sowjetunion h&auml;tten vor 80 Jahren den Spanien-Krieg flei&szlig;ig befeuert.<br>\nInsofern hat Bernd Riexinger recht: Die Zur&uuml;ckweisung des Antrags von Cuba S&iacute;, Wolfgang Gehrcke, Harri Gr&uuml;nberg, der Kommunistischen Plattform und des Marxistischen Forums &raquo;Frieden in Europa &ndash; Schluss mit der Gewalt in Syrien und im Nahen Osten &ndash; Abr&uuml;stung in der Welt&laquo; auf dem Leipziger Parteitag stellt nach und neben der Linke-Zustimmung zur Israel-Resolution der Gr&uuml;nen im Bundestag Ende April eine Z&auml;sur in der Geschichte der Linkspartei dar. Wer den v&ouml;lkerrechtswidrigen Krieg der NATO in Syrien, also Staatsterrorismus, mit dem legitimen milit&auml;rischen Handeln Russlands und der syrischen Armee auf eine Stufe stellt, will von Recht offenbar nichts wissen&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/337308.eine-z%C3%A4sur.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Wie Neuseelands Regierungschefin ihr Land heilen will<\/strong><br>\nEs ist ein trauriger Rekord: Bei Obdachlosigkeit, Kinderarmut und h&auml;uslicher Gewalt liegt Neuseeland im Vergleich zu anderen Industriel&auml;ndern weit vorn. Premierministerin Ardern will das &auml;ndern &ndash; und setzt auf Sozialpolitik. (&hellip;)<br>\nArdern und ihre Regierung wollen das &auml;ndern und haben in den vergangenen Monaten bereits einiges in die Wege geleitet:<br>\nKinderarmut<br>\nDer Kampf gegen Kinderarmut ist ein pers&ouml;nliches Anliegen der Premierministerin. So hat sie sich selbst den sperrigen Titel &ldquo;Ministerin f&uuml;r Kinderarmutsreduktion&rdquo; gegeben. Von den rund 300.000 Kindern, die laut Unicef in Neuseeland unterhalb der Armutsgrenze leben, will ihre Regierung in den kommenden drei Jahren mindestens 70.000 aus der Armut holen. Dazu beitragen sollen auch die folgenden Ma&szlig;nahmen:<br>\nMindestlohn<br>\nUnter der Regierung von Ardern wurde der Mindestlohn bereits einmal angehoben, von 15,75 auf 16,50 Dollar die Stunde. Weitere Erh&ouml;hungen in mehreren Schritten sind beschlossen. Bis 2021 soll der Mindestlohn auf 20 Dollar steigen.<br>\nFamilienpolitik<br>\nEnde Juni verabschiedete Neuseeland ein umfangreiches Familienpaket. Wichtigste Punkte: die Einf&uuml;hrung einer w&ouml;chentlichen staatlichen Unterst&uuml;tzung von 60 Dollar im ersten Geburtsjahr eines Kindes sowie die Verl&auml;ngerung der bezahlten Elternzeit von 22 auf 26 Wochen vom Jahr 2020 an.<br>\nSozialer Wohnungsbau<br>\nUnter der vorherigen konservativen Regierung hatte Neuseeland sein Engagement bei Sozialbauprojekten weitgehend zur&uuml;ckgefahren. Das soll sich nun &auml;ndern: Allein f&uuml;r Obdachlosenunterk&uuml;nfte sollen in den kommenden Jahren hundert Millionen Dollar investiert werden. Von den geplanten 1500 neuen Einrichtungen stehen bereits 1000 zur Verf&uuml;gung. Auch Tausende neue Sozialwohnungen sollen in den n&auml;chsten Jahren landesweit entstehen.<br>\nZus&auml;tzlich hat die Regierung das Programm &ldquo;KiwiBuild&rdquo; ins Leben gerufen. Dadurch sollen 100.000 bezahlbare H&auml;user f&uuml;r Erstk&auml;ufer entstehen. Bisher haben sich mehr als 6000 Menschen f&uuml;r eines der geplanten &ldquo;KiwiBuilds&rdquo; registriert. Entstehen sollen die Geb&auml;ude in den n&auml;chsten zehn Jahren. Zus&auml;tzlich gibt die Regierung seit Kurzem finanzielle Unterst&uuml;tzung, damit sozial schwache Familien ihre H&auml;user ausreichend gegen K&auml;lte isolieren k&ouml;nnen.<br>\nGesundheit und Bildung<br>\nIm neuen Haushaltsplan kommen vor allem Gesundheit und Bildung gut weg. Allein ins Gesundheitswesen sollen in den kommenden vier Jahren etwa 3,2 Milliarden Dollar zus&auml;tzlich flie&szlig;en. F&uuml;r Kinder unter 14 Jahren sind Behandlungen beim Arzt k&uuml;nftig kostenfrei.<br>\nAuch ins Bildungssystem investiert Neuseeland st&auml;rker. Hunderte neue Klassenr&auml;ume sollen geschaffen werden. Vorgesehen sind auch etwa 1500 zus&auml;tzliche Stellen f&uuml;r Lehrer und die Renovierung von Schulen f&uuml;r Behinderte.<br>\nDas erste Universit&auml;tsjahr ist nun f&uuml;r alle kostenlos. Debattiert wird noch &uuml;ber einen Vorschlag der Gr&uuml;nen, wonach psychologische Betreuung f&uuml;r Menschen unter 25 Jahren k&uuml;nftig ebenfalls kostenfrei sein soll. Schulen in armen Gegenden sollen mit medizinischem Personal ausgestattet werden.<br>\nArderns Regierung wird alle ihre Vorhaben aber kaum umsetzen k&ouml;nnen, denn die Legislaturperiode in Neuseeland dauert nur drei Jahre. Eine zweite Amtszeit der Premierministerin gilt vielen Experten bereits jetzt als wahrscheinlich. Dann h&auml;tte sie insgesamt sechs Jahre Zeit, um den Sozialstaat nach ihren Vorstellungen umzugestalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/neuseeland-so-krempelt-jacinda-ardern-ihr-land-um-a-1221227.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Allem Gerede von &ldquo;globalem Wettbewerb&rdquo; und &ldquo;unbezahlbaren Kosten&rdquo; zum Trotz kann man also immer noch auf nationaler Ebene Sozialpolitik machen &ndash; und daf&uuml;r Mehrheiten gewinnen. Die Zahlen von Kinderarmut und Obdachlosigkeit h&ouml;ren sich sehr schlimm an, aber in Deutschland sind sie auch nur marginal weniger schlecht. Leider interessiert das die hiesige sogenannte Sozialdemokratie nicht ernsthaft, und auch der SPIEGEL schreibt die soziale Lage in Deutschland meistens sch&ouml;n.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Es w&auml;re wirklich gro&szlig;artig, wenn vor allem die SPD und insbesondere ihr derzeitiges Spitzenpersonal unserem Leser J.A. den Gegenbeweis liefern w&uuml;rden &hellip;<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Erstaunlich, dass der SPIEGEL diese Instrumente &bdquo;aus dem linken Giftschrank&ldquo; so neutral, ja zwischen den Zeilen so gar positiv, schildert. Kann es daran liegen, da Jacinda Ardern eine junge, attraktive Frau ist, die bislang auch durch ein (f&uuml;r Staatschefs) unkonventionelle Lebensweise aufgefallen ist? Oder anders gefragt: W&uuml;rde der SPIEGEL sich auch so positiv zur&uuml;ckhalten, wenn Neuseelands Premier ein alter, wei&szlig;er Mann w&auml;re? <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Immer weniger Sozialwohnungen<\/strong><br>\nWer wenig verdient, hat in vielen St&auml;dten auf dem Wohnungsmarkt kaum eine Chance. Sozialwohnungen sollen helfen. Aber deren Zahl ist im vergangenen Jahr weiter gesunken. 2017 gab es nur noch 1,223 Millionen Wohnungen mit Mietpreisbindung und damit rund 46.000 weniger als im Vorjahr. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Gr&uuml;nen hervor.<br>\nIm Jahr 2006, als mit einer Reform die Zust&auml;ndigkeit f&uuml;r den sozialen Wohnungsbau vom Bund auf die L&auml;nder &uuml;berging, waren es noch rund 2,1 Millionen. Allerdings war die Zahl schon in den Jahren zuvor gesunken &ndash; 2002 hatte es noch 2,5 Millionen Sozialwohnungen in Deutschland gegeben.<br>\nDie L&auml;nder bekommen zwar Milliarden vom Bund f&uuml;r Sozialwohnungen, die Mittel sind bisher aber nicht zweckgebunden. Die Zahl der Wohnungen kann fallen, auch wenn neue gebaut werden. Denn die staatlich bezuschussten Wohnungen fallen nach einiger Zeit aus der Sozialbindung. Das geschieht etwa, wenn der Bauherr seinen gef&ouml;rderten Kredit abbezahlt hat.<br>\nDer R&uuml;ckgang sei &ldquo;schlicht nicht hinnehmbar&rdquo;, sagte Chris K&uuml;hn, der wohnungspolitische Sprecher der Gr&uuml;nen im Bundestag, der dpa. Die Bundesregierung sei nicht in der Lage, die Negativspirale zu stoppen. &ldquo;Der soziale und bezahlbare Mietwohnungsbau muss die Top-Priorit&auml;t beim angek&uuml;ndigten Baugipfel sein&rdquo;, sagte K&uuml;hn. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) m&uuml;sse ihn zur &ldquo;Chefsache&rdquo; machen, statt das Thema &ldquo;beim offensichtlich &uuml;berforderten Innenminister zu belassen.&rdquo;<br>\nHorst Seehofers (CSU) Innenministerium hatte das Bau-Ressort mit der Regierungsbildung vom Umweltministerium &uuml;bertragen bekommen. Die Gr&uuml;nen fordern mehr Investitionen und eine neue Wohngemeinn&uuml;tzigkeit. Diese war 1990 abgeschafft worden. Sie hatte vorgesehen, dass Wohnungsunternehmen Steuervorteile bekamen, wenn sie sich an bestimmte Vorgaben hielten und als gemeinn&uuml;tzig anerkannt waren.<br>\nNach Einsch&auml;tzung von Immobilienverb&auml;nden m&uuml;ssen in Deutschland pro Jahr 350 000 bis 400.000 neue Wohnungen entstehen, davon nach Einsch&auml;tzung des Mieterbunds rund 80.000 Sozialwohnungen. 2016 waren rund 24.550 neue Sozialwohnungen gebaut worden, 2017 waren es 26.231. Das waren deutlich mehr als in den Vorjahren &ndash; aber weniger als in derselben Zeit aus der Mietpreisbindung fielen und damit Teil des freien Wohnungsmarkts wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/politik\/deutschland\/trotz-milliardenfoerderung-immer-weniger-sozialwohnungen-a-1221652.html\">manager magazin<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bundesminister Seehofer scheint auch bei dem Thema komplett zu versagen. Aber h&auml;tte nicht zuvor vor allem die SPD mehr Initiative zeigen m&uuml;ssen, wenn soziale Gerechtigkeit ein wesentlicher Markenkern der Partei sein soll? Die NachDenkSeiten haben mehrfach darauf hingewiesen, dass die sogenannte Mietpreisbremse nicht ausreicht &ndash; z.B. <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39209#h09\">hier<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26974#h07\">hier<\/a>. Erinnert sei in diesem Zusammenhang auch daran, dass es Kanzler Kohl war, der die Gemeinn&uuml;tzigkeit aller Wohnungsgenossenschaften in Deutschland abgeschafft und die Eigenbedarfsk&uuml;ndigung erfunden hatte &ndash; bitte lesen dazu erneut <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38801#h02\">Werner R&uuml;gemers Text Nichts zu danken: Helmut Kohl war nicht nur zuf&auml;llig korrupt<\/a>. <\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Zahl der Sozialwohnungen geht weiter zur&uuml;ck<\/strong><br>\nDie Zahl der Sozialwohnungen f&uuml;r Menschen mit geringem Einkommen ist im vergangenen Jahr weiter gesunken. 2017 gab es nur noch 1,223 Millionen Wohnungen mit Mietpreisbindung und damit rund 46.000 weniger als im Vorjahr. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Gr&uuml;nen hervor.<br>\nIm Jahr 2006, als mit einer Reform die Zust&auml;ndigkeit f&uuml;r den sozialen Wohnungsbau vom Bund auf die L&auml;nder &uuml;berging, waren es noch rund 2,1 Millionen. Allerdings war die Zahl schon in den Jahren zuvor gesunken &ndash; 2002 gab es noch 2,5 Millionen Sozialwohnungen in Deutschland.<br>\nDie L&auml;nder bekommen zwar Milliarden vom Bund f&uuml;r Sozialwohnungen, die Mittel sind bisher aber nicht zweckgebunden. Die Zahl der Wohnungen kann fallen, auch wenn neue gebaut werden. Denn die staatlich bezuschussten Wohnungen fallen nach einiger Zeit aus der Sozialbindung. Das geschieht etwa, wenn der Bauherr seinen gef&ouml;rderten Kredit abbezahlt hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article180555914\/Zahl-der-Sozialwohnungen-geht-weiter-zurueck.html%20\">Welt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Das Wohnungsproblem und der Mangel an Sozialwohnungen sind inzwischen sogar bei der konservativen WELT angekommen, aber die Bundesregierung redet sich weiterhin raus. Die heuchlerischen Gr&uuml;nen machen derweil mal wieder einen auf &ldquo;sozial&rdquo;: wenn die Abschaffung der Wohngemeinn&uuml;tzigkeit so negative Auswirkungen hatte (was ja stimmt), dann h&auml;tten die Gr&uuml;nen 7 Jahre lang, von 1998 bis 2005, Zeit f&uuml;r die Wiedereinf&uuml;hrung gehabt. Und vors&auml;tzlich nicht genutzt, weil sie mit der Zerst&ouml;rung des Sozialstaats besch&auml;ftigt waren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Alleinerziehende im Spiegel der Statistik<\/strong><br>\nDas Statistische Bundesamt hatte zu einer Pressekonferenz geladen &ndash; unter der &Uuml;berschrift &bdquo;Alleinerziehende in Deutschland&ldquo;. Dem Auftrag der Institution entsprechend ging es dabei vor allem um viele Zahlen. Hinter denen nat&uuml;rlich viele Einzelschicksale stehen. Das Statistische Bundesamt schreibt im Vorwort zu der Ver&ouml;ffentlichung Alleinerziehende in Deutschland 2017: &raquo;Alleinerziehende M&uuml;tter und V&auml;ter stehen t&auml;glich vor besonderen Herausforderungen, da sie Erziehungsaufgaben und die Verantwortung f&uuml;r den Erwerb des Familieneinkommens nicht mit einem Partner oder einer Partnerin im gemeinsamen Haushalt teilen k&ouml;nnen. Umso schwieriger ist es f&uuml;r sie, Beruf und Familie zu vereinbaren. Dies schl&auml;gt sich unter anderem darin nieder, dass sie besonders h&auml;ufig von materieller Armut bedroht sind. Die Problematik ist auch vor dem Hintergrund zu sehen, dass es sich bei den Alleinerziehenden um eine best&auml;ndig wachsende Bev&ouml;lkerungsgruppe handelt.&laquo;<br>\nUm welche Gr&ouml;&szlig;enordnung es hier geht, zeigen solche Zahlen: Im Jahr 2017 lebten in Deutschland insgesamt 11,6 Millionen Familien mit ledigen Kindern, davon 2,6 Millionen Familien alleinerziehender Eltern. Betrachtet man ausschlie&szlig;lich Familien, in denen minderj&auml;hrige Kinder leben, gab es im Jahr 2017 insgesamt 8,2 Millionen Familien, davon gut 1,5 Millionen Familien von Alleinerziehenden. (&hellip;)<br>\nSozialpolitisch besonders interessant sind solche Erkenntnisse aus dem Zahlenuniversum der Statistiker, die in einer eigenen Pressemitteilung unter der &Uuml;berschrift Mehr als die H&auml;lfte der nicht-erwerbst&auml;tigen alleinerziehenden M&uuml;tter w&uuml;nscht sich Arbeit ver&ouml;ffentlicht wurden: &raquo;27 % der alleinerziehenden M&uuml;tter mit mindestens einem minderj&auml;hrigen Kind waren 2017 ohne eine Besch&auml;ftigung. Mehr als die H&auml;lfte (55 %) dieser nicht-erwerbst&auml;tigen alleinerziehenden M&uuml;tter war allerdings an der Aufnahme einer Arbeit interessiert. Famili&auml;re oder pers&ouml;nliche Gr&uuml;nde wurden von ihnen am h&auml;ufigsten als Hinderungsgrund angegeben.<br>\nHinsichtlich der finanziellen Situation der Alleinerziehenden wird Georg Thiel, Pr&auml;sident des Statistischen Bundesamtes (Destatis), mit diesen Worten zitiert: &bdquo;Alleinerziehende und ihre Kinder sind &uuml;berdurchschnittlich h&auml;ufig armutsgef&auml;hrdet. Finanziell stehen sie nach wie vor oftmals schlechter da als Menschen, die in anderen Familienformen leben.&ldquo;. Man kann das auch an solchen Zahlen festmachen:<br>\n&raquo;Die Armutsgef&auml;hrdungsquote f&uuml;r Personen in Alleinerziehenden-Haushalten lag 2016 bei 33 % (Bev&ouml;lkerungsdurchschnitt: 16 %). Dar&uuml;ber hinaus hatten knapp zwei Drittel der Personen in Alleinerziehenden-Haushalten (63 %) nicht die finanziellen Mittel, unerwartete Ausgaben von knapp 1.000 Euro zu bestreiten (Bev&ouml;lkerungsdurchschnitt: 30 %).&laquo;<br>\nMan findet in den Materialien des Statistischen Bundesamtes viele weitere interessante Daten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2018\/08\/03\/alleinerziehende-im-spiegel-der-statistik\/\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Ein Pfleger f&uuml;r drei Etagen<\/strong><br>\nGesundheitsminister Jens Spahn will f&uuml;r mehr Personal in der Pflege sorgen. Das ist sch&ouml;n, doch es reicht bei Weitem nicht aus.<br>\nGesundheitsminister Jens Spahn will sich nicht nachsagen lassen, ein Faulpelz und Geizkragen zu sein. Also legt er vor: 13.000 neue Stellen f&uuml;r station&auml;re Pflegeeinrichtungen im n&auml;chsten Jahr, 5.000 mehr als im Koalitionsvertrag vereinbart.<br>\nDazu mehr Personal auch in den Krankenh&auml;usern, voll bezahlt von den Krankenkassen. Und er droht: Wer k&uuml;nftig zu wenige Fachkr&auml;fte hat, soll auch weniger Patient*innen haben d&uuml;rfen. So ungef&auml;hr steht es in dem Gesetz mit dem lauschigen Namen Pflegepersonal-St&auml;rkungsgesetz.<br>\nSch&ouml;nes Paket. Endlich wird die Pflege, das Stiefkind einer menschenw&uuml;rdigen Versorgung im Alter, personell und finanziell aufgewertet. Doch Vorsicht: Wo St&auml;rke draufsteht, muss nicht St&auml;rke drin sein. Pflegeheime jedenfalls empfinden Spahns &bdquo;Geschenk&ldquo; als Witz.<br>\nDas ist insofern nicht &uuml;berraschend, als Pflegeeinrichtungen immer &uuml;ber zu viel Stress bei zu geringen Kapazit&auml;ten klagen. Wer aber regelm&auml;&szlig;ig in Pflegeheimen zu tun hat, wei&szlig;, was die Mitarbeiter*innen meinen. Drei, vier Pfleger*innen f&uuml;r 30, 40 Pflegebed&uuml;rftige. Hier die Windel wechseln, dort jemanden in die Wanne setzen. Und Herr P. aus Zimmer 23 ruft schon wieder nach Tee. Wenn sich die Mitarbeiter*innen gerade mal f&uuml;r einen Moment hingesetzt haben, schreit auf dem Flur die Frau im Rollstuhl. Wieder keine Pause.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taz.de\/!5521004\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die Diskussion dreht sich weiter im Kreis: zu wenig, zu sp&auml;t, ein bi&szlig;chen Symbolpolitik. (Und dabei mu&szlig; man Jens Spahn fast noch zugute halten, da&szlig; er als harter Neoliberal-Konservativer &uuml;berhaupt etwas im Sozialbereich verbessern will.) Da&szlig; Problem der privatisierten Heime, die f&uuml;r sogenannte Investoren Gewinne erwirtschaften sollen, wird angesprochen; aber die Kommunen pfeifen finanziell ebenfalls aus dem letzten Loch und schreiben auch deshalb keinen Pflegeschl&uuml;ssel (nicht einmal f&uuml;r die eigenen Heime) vor. Bessere Arbeitsbedingungen und h&ouml;here L&ouml;hne scheitern immer wieder und &uuml;berall an der Finanzierung &ndash; das Geld w&auml;re eigentlich da, aber es haben mit tatkr&auml;ftiger Unterst&uuml;tzung durch die Politik &ldquo;die anderen&rdquo; (die ganz Reichen). <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Vollgas f&uuml;r die andere organisierte Kriminalit&auml;t?<\/strong><br>\nIn Deutschland sei kein Raum f&uuml;r organisierte Kriminalit&auml;t, hat der Vollmundpolitiker Horst Seehofer gerade formuliert. Und der Bundesinnenminister hat die Erkennungsmerkmale f&uuml;r kriminelle Organisationen genannt: Digitalisierung, Professionalit&auml;t, Arbeitsteilung. Womit wir auch schon bei Teilen der deutschen Autoindustrie w&auml;ren. (&hellip;)<br>\nBei der Autoindustrie sieht es ganz so aus, als treffe die Bedrohung allein den K&auml;ufer. Am Mittwoch hat der neue Vorstandschef des Volkswagen-Konzerns, Herbert Diess, seine erste Halbjahresbilanz vorgestellt. Trotz Absprachevorw&uuml;rfen, trotz Dieselskandal, trotz Millionen betrogener Kunden strotzt sie vor selbstgef&auml;lligen Sch&ouml;nheiten. Nie zuvor lieferten die zw&ouml;lf Konzernmarken so viele Fahrzeuge aus: 5,5 Millionen VW, Audi, Porsche, Skoda und Seat. Das operative Ergebnis wuchs um 9,8 Prozent auf 9,8 Milliarden Euro. Der Konzernumsatz kletterte um 3,5 Prozent auf fast 120 Milliarden Euro, ein Rekord auch das.<br>\nWir bestaunen eine Branche, die vor Kraft kaum gehen kann &ndash; auch das eine Parallele zur organisierten Kriminalit&auml;t. Dass ohne die Folgen des Abgasskandals das operative Ergebnis noch um 1,6 Milliarden h&ouml;her ausgefallen w&auml;re, wird da fast zur Marginalie. Ein bisserl Schwund ist immer: Bei den einen fliegt schon mal ein Drogenkurier auf, bei den anderen wird ein wenig Bu&szlig;geld f&auml;llig f&uuml;r dauerhafte Betr&uuml;gerei.<br>\nHauptsache, die Kohle stimmt &ndash; also der Gewinn f&uuml;r den gro&szlig;en Konzern. Bei den Kleinen sieht es ganz anders aus. 22 Prozent der Autoh&auml;ndler in Deutschland kaufen keinen Diesel mehr, meldete im Juli die Deutsche Automobil Treuhand. Das ist nachvollziehbar, denn ein Diesel steht bei ihnen inzwischen im Durchschnitt 106 Tage auf dem Hof, ein Benziner ist nach 82 Tagen verkauft.<br>\nDen Autobauern kann keiner mehr vertrauen. Nicht die H&auml;ndler. Und schon gar nicht die K&auml;ufer.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/fakt-fake-kolumne-von-josef-seitz-vollgas-fuer-die-andere-organisierte-kriminalitaet_id_9363722.html\">Focus Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Abgeschobener Afghane kehrt zur&uuml;ck<\/strong><br>\nEin zu unrechtm&auml;&szlig;ig aus Neubrandenburg abgeschobener afghanischer Asylbewerber soll in K&uuml;rze nach Deutschland zur&uuml;ckkehren. Das berichten mehrere Medien &uuml;bereinstimmend. Der &ldquo;Spiegel&rdquo; hatte als erstes &uuml;ber die R&uuml;ckkehr berichtet.<br>\nDie n&ouml;tigen Papiere l&auml;gen vor, der R&uuml;ckreise des 20-J&auml;hrigen stehe damit nichts mehr im Wege, hie&szlig; es aus Regierungskreisen. Der junge Mann solle zun&auml;chst in die pakistanische Hauptstadt Islamabad fliegen, wo ihm die deutsche Botschaft ein g&uuml;ltiges Visum f&uuml;r die Weiterreise nach Deutschland ausstellen werde.<br>\nBereits vor rund zwei Wochen hatte das Bundesinnenministerium mitgeteilt, dass das Bundesamt f&uuml;r Migration und Fl&uuml;chtlinge (BAMF) zeitnah die notwendigen Schritte einleiten w&uuml;rde. Die Anw&auml;ltin des Mannes, Sonja Steffen, reagierte erleichtert. &ldquo;Ich bin best&auml;tigt worden darin, dass unserer Rechtsstaat funktioniert und dass der schwere Fehler, der geschehen ist, jetzt behoben wurde&rdquo;, sagte sie damals dem NDR.<br>\nDie R&uuml;ckreise werde von der Internationalen Organisation f&uuml;r Migration vorbereitet, die Kosten trage das BAMF, hei&szlig;t es.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/afghane-rueckkehr-101.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die Abschiebung war wohl ein Fehler. Aber ob die Best&auml;tigung durch das BAMF als ein Zeichen f&uuml;r einen funktionierenden Rechtsstaat bewertet werden sollte, kann bezweifelt werden. Es wurden zun&auml;chst mit der Abschiebung Fakten geschaffen. Afghanistan ist zudem wohl nicht als wirklich sicheres Land zu bezeichnen. Gibt es weitere F&auml;lle? Ist dieser Fall so anders als beispielsweise der Fall des Sami A.? Allzu oft d&uuml;rften sich das BAMF und andere verantwortliche Institutionen solche &bdquo;versehentlichen Abschiebungen&ldquo; wohl nicht leisten k&ouml;nnen, oder doch?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Das Unsinnigste ist eine Debatte &uuml;ber deutsche Atomwaffen<\/strong><br>\nVor 73 Jahren wurde die erste Atombombe &uuml;ber Hiroshima abgeworfen. Vor dem Jahrestag regt ein Politologe eine Debatte &uuml;ber eine deutsche Atombombe an &ndash; und wird scharf kritisiert.<br>\nDer Sicherheitsexperte Karl-Heinz Kamp hat vor einer breiteren Debatte &uuml;ber eine atomare Bewaffnung Deutschlands gewarnt. &ldquo;Bestimmte Fragen sind so sensibel, dass Sie alleine mit dem Nachdenken dar&uuml;ber mehr kaputt machen als sie Gutes tun&rdquo;, sagte der Pr&auml;sident der Bundesakademie f&uuml;r Sicherheitspolitik (BAKS) der Deutschen Presse-Agentur. Damit reagierte er auf den Politikwissenschaftler Christian Hacke, der sich f&uuml;r eine Atommacht Deutschland als Konsequenz aus der schwindenden Verl&auml;sslichkeit von US-Pr&auml;sident Donald Trump in der Nato ausgesprochen hat. (&hellip;)<br>\nDie nukleare Abschreckung der Nato liegt derzeit ganz in den H&auml;nden der Amerikaner, die in Europa Dutzende Atombomben stationiert haben, darunter inoffiziellen Angaben zufolge auch etwa 20 auf dem Bundeswehr-Fliegerhorst im rheinland-pf&auml;lzischen B&uuml;chel. Der BAKS-Pr&auml;sident h&auml;lt es grunds&auml;tzlich f&uuml;r unwahrscheinlich, dass die Europ&auml;er diese Aufgabe k&uuml;nftig selbst in die Hand nehmen. Nach dem Austritt Gro&szlig;britanniens wird Frankreich die einzige Atommacht in der Europ&auml;ischen Union sein. &ldquo;Nach wie vor gilt die franz&ouml;sische Grund&uuml;berzeugung, dass Atomwaffen eine rein nationale Angelegenheit sind und auch nur nationalen Schutz geben k&ouml;nnen&rdquo;, sagte Kamp. &ldquo;Deswegen sagen die Franzosen: Das Nukleare kann man nicht teilen &ndash; auch nicht mit einem Verb&uuml;ndeten.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/deutschland\/militaer-verteidigung\/id_84230702\/sicherheitsexperte-kamp-das-unsinnigste-ist-eine-debatte-ueber-deutsche-atomwaffen-.html\">T-Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Zum Gl&uuml;ck wird der Wahnsinns-Diskussion sofort hart widersprochen, aber es ist sehr schlimm, da&szlig; so eine Diskussion &uuml;berhaupt gestartet worden ist und auch sonst immer unverbl&uuml;mter nur &uuml;ber Aufr&uuml;stung, &ldquo;robuste Ma&szlig;nahmen&rdquo;, &ldquo;Deutschlands Verantwortung in der Welt&rdquo; gesprochen und immer mehr Milit&auml;r gefordert wird.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Der Skandal, das bin ich<\/strong><br>\nIn der Aff&auml;re um seinen Leibw&auml;chter zeigt Pr&auml;sident Macron sich als demokratieferner Boss<br>\nZun&auml;chst sah alles nach einer Sommerloch-Story aus, als bekannt wurde, dass Alexandre Benalla, Leibw&auml;chter von Pr&auml;sident Macron, und Vincent Crase, Mitarbeiter der Regierungspartei La R&eacute;publique en marche (LRM), bei einem Meeting am 1. Mai in Paris einen Mann niedergeschlagen und eine junge Frau heftig attackiert hatten. Die Pointe: Beide trugen Polizeihelme, nannten sich &bdquo;zivile Beobachter&ldquo; und waren von der Polizei &bdquo;eingeladen&ldquo;.<br>\nDer Pr&auml;sident erfuhr davon schon am n&auml;chsten Tag. Man einigte sich auf die stille Erledigung und eine zweiw&ouml;chige Suspendierung von Benalla. Erst als im Juli Details bekannt wurden, entschloss man sich im Elys&eacute;e, gegen Benalla die Entlassung einzuleiten. Zum Skandal wurde der Fall durch die n&auml;heren Umst&auml;nde, wie der 26-J&auml;hrige zu einem Monatsgehalt von 7.000 Euro gelangte, ausgestattet mit Dienstwagen, Dienstwohnung, Diplomatenpass, Waffenschein und Ausweis f&uuml;r die Nationalversammlung (zu der nicht einmal der Pr&auml;sident Zutritt hat!). Benalla machte nach dem Abitur einen Masterabschluss in &ouml;ffentlicher Sicherheit, wozu ein Bodybuilding-Programm geh&ouml;rte. Danach kam er beim Ordnungsdienst der Parti socialiste unter. Deren Wirtschaftsminister Arnaud Montebourg (im Amt 2012 &ndash; 2014) machte ihn zu seinem Chauffeur, entlie&szlig; ihn aber nach versuchter Unfallflucht. Ende 2016 wurde Benalla &ndash; vorbei an Regeln und Vorschriften &ndash; Leibw&auml;chter des Noch-Wirtschaftsministers Macron, normalerweise gelangen nur Elitepolizisten zu solchem Ranking.<br>\nNachdem Macron Pr&auml;sident geworden war, ernannte er Benalla zum pers&ouml;nlichen Sicherheitsbeauftragten. Der nach Zeugenberichten autorit&auml;r und arrogant auftretende Proteg&eacute; geriet schnell in Zust&auml;ndigkeitskonflikte mit Gendarmerie und Geheimdiensten. Da er aber das Vertrauen von Macron auskosten konnte, blieb er im Nahkampf mit seinen Gegnern immer der Sieger und behauptet heute: &bdquo;Man hat sich meiner Aff&auml;re vom 1. Mai bedient, um mit mir abzurechnen.&ldquo; Zum Skandal wurde die Aff&auml;re, weil der Pr&auml;sident fast drei Monate lang &ndash; vom 2. Mai bis 18. Juli, als Le Monde den delikaten Vorgang publik machte &ndash; die sch&uuml;tzende Hand &uuml;ber einen Untergebenen hielt, der Demonstranten verpr&uuml;gelte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/der-skandal-das-bin-ich%20\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Trump legt sich mit Milliard&auml;ren an<\/strong><br>\nWenn US-Pr&auml;sident Donald Trump die ganz schweren verbalen Gesch&uuml;tze auff&auml;hrt, dann geht es zumeist gegen Medien, Einwanderer oder den politischen Gegner. Dass er gegen eigene Parteig&auml;nger und noch dazu Gro&szlig;spender f&uuml;r die Republikaner p&ouml;belt, so wie in dieser Woche, dann ist das sogar f&uuml;r den unberechenbaren Trump au&szlig;ergew&ouml;hnlich. Woher also der Furor des Pr&auml;sidenten?<br>\n&ldquo;Der Protektionismus ist auf dem Vormarsch&rdquo;, beklagt in einem Fernsehspot der milliardenschwere Unternehmer Charles Koch. Charles und sein Bruder David Koch herrschen in Kansas &uuml;ber ein Firmenimperium, Koch Industries, das 100 Milliarden Dollar schwer ist und 100.000 Menschen besch&auml;ftigt.<br>\nDie Koch-Br&uuml;der sind Gro&szlig;spender f&uuml;r die Republikaner und weit mehr als nur Zahlmeister, sagt Charles Koch: &ldquo;Wir haben angefangen, uns in die Tagespolitik einzumischen, weil ich so entt&auml;uscht war von George W. Bush. Der hat die Regierung viel st&auml;rker aufgeblasen als Clinton. Und er hat auch nicht dereguliert: Staatliche G&auml;ngelei verdoppelte sich im Vergleich zu den Jahren unter Clinton.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/trump-grossspender-101.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die Koch-Br&uuml;der sind zwar Gro&szlig;spender der Republikaner, jedoch nicht von Trump. Im Pr&auml;sidentschaftswahlkampf hatten sie vielmehr seine Konkurrenten wie Macro Rubio und Jeb Bush massiv finanziert. Man darf bereits jetzt gespannt sein, ob es 2020 vielleicht einen &ndash; Koch-finanzierten &ndash; republikanischen Gegenkandidaten zu Trump geben wird.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Smart und demokratisch<\/strong><br>\nWir brauchen dringend eine neue Vision unseres Gemeinwesens. Sie darf nicht den Interessen digitaler Konzerne dienen, sondern muss die Bed&uuml;rfnisse der B&uuml;rgerInnen und ArbeitnehmerInnen ins Zentrum stellen. Das ist auch eine Aufgabe f&uuml;r die Gewerkschaften.<br>\nDigitale Technologie kann private wie &ouml;ffentliche Dienstleistungen unterst&uuml;tzen und besser machen. Doch die Debatte, wie der digitale Ausbau aussehen soll, wird vor allem von denjenigen gepr&auml;gt, die finanziell von einer Digitalisierung der Infrastruktur profitieren. Plattformen, soziale Netzwerke, Suchmaschinen und Clouddienste privater Anbieter sind zum Fundament unserer digitalen Welt geworden. Die Datenkonzerne machen teils Milliardenprofite mit den Daten der NutzerInnen. In der Verantwortung f&uuml;r &ouml;ffentliche Belange sehen sie sich meist nicht. Der digitale Kapitalismus braucht deshalb dringend eine neue Ausrichtung. (&hellip;)<br>\nDazu geh&ouml;rt zudem, dass wir in Beruf und Gesellschaft daf&uuml;r Sorge tragen, dass uns die Entscheidungshoheit nicht entgleitet und dass Prozesse mitbestimmbar und mitgestaltbar sind. Zum einen geht es also bei der Entscheidungshoheit um die Frage des Eigentums &ndash; wo der Erhalt &ouml;ffentlicher Infrastrukturen und Einrichtungen, als auch alternative Ans&auml;tze wie Genossenschaften, von zunehmender Relevanz sein werden.<br>\nZum anderen wird in Zeiten von Big Data und K&uuml;nstlicher Intelligenz die Transparenz und Nachvollziehbarkeit von automatisierten Entscheidungsprozessen immer wichtiger. Sie ist die Voraussetzung f&uuml;r die Mitbestimmbarkeit und Mitgestaltbarkeit. Eine &ldquo;Black-Box&rdquo; kann man weder demokratisch kontrollieren, noch auf sicherheitsrelevante Abl&auml;ufe pr&uuml;fen. Wer steuert wen? Und wie k&ouml;nnen sich Gesch&auml;ftsmodelle und IT- Infrastrukturen am Gemeinwohl orientieren? Betriebsr&auml;te, Personalr&auml;te und die Gewerkschaften stehen f&uuml;r eine konstruktive Debatte bereit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/gegenblende.dgb.de\/artikel\/++co++9270e28e-96ec-11e8-af98-52540088cada\">Gegenblende<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Offensichtlich setzen der DGB und seine Einzel-Gewerkschaften wie die SPD-Spitze auf das Thema Digitalisierung und damit auf das &bdquo;falsche Pferd&ldquo;. Bitte lesen Sie dazu insbesondere <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45318\">die Anmerkung von Andr&eacute; Tautenhahn unter Wagenknecht-Projekt: &ldquo;Aufstehen&rdquo; &ndash; linke Sammlungsbewegung formiert sich<\/a>. Die wichtigen Themen werden somit vom DGB, seinen gro&szlig;en Einzel-Gewerkschaften und der SPD vernachl&auml;ssigt. Auch die n&auml;chste Bundestagswahl scheint so &ndash; zumindest f&uuml;r die SPD &ndash; verloren zu gehen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Alle Optionen auf dem Tisch<\/strong><br>\nUSA schlie&szlig;en Milit&auml;rintervention in Nicaragua nicht aus<br>\nW&auml;re der Plan der Putschisten aufgegangen, h&auml;tte es am 19. Juli die eindrucksvolle Gro&szlig;kundgebung der FSLN in Managua und anderen St&auml;dten zum 39. Jahrestags des Siegs &uuml;ber die Somoza-Diktatur und gegen den US-Imperialismus nicht gegeben. Stattdessen w&auml;re eine provisorische Regierungsjunta, gest&uuml;tzt vom nicaraguanischen Gro&szlig;kapital, der Katholischen Kirche und den politischen Vasallen Washingtons mit der Ausrottung der FSLN besch&auml;ftigt. Einschlie&szlig;lich der physischen Vernichtung oder Vertreibung von FSLN-Mitgliedern. Daran ist nach den zahlreichen Morden und Morddrohungen, bef&ouml;rdert durch eine irrwitzige antisandinistische Hetze in den Netzwerken und b&uuml;rgerlichen Medien, kein Zweifel m&ouml;glich. Kaum hatten die Proteste im Mai begonnen, wurden gezielt Kommentare in den rechten Medien lanciert, dass Nicaragua ein &bdquo;gescheiterter Staat&ldquo; w&auml;re und UN-Blauhelme intervenieren m&uuml;ssten. Die Zeitung &bdquo;La Naci&oacute;n&ldquo; aus Costa Rica zitierte Mitte Juli den US-Botschafter Carlos Trujillo bei der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) nach einer Verurteilung Nicaraguas mit den Worten: &bdquo;Es liegen alle Optionen auf dem Tisch&ldquo;. Befragt, ob das eine Milit&auml;rinvasion einschlie&szlig;en w&uuml;rde, sagte er: &bdquo;In diesem Moment nicht.&ldquo;<br>\nDie USA haben aber viel Erfahrung mit der Schaffung geeigneter Momente f&uuml;r Invasionen. Derzeit belegen sie Dutzende FSLN- und Regierungsmitglieder mit Sperrung von Visa und Konten und k&uuml;ndigten Wirtschaftssanktionen an. Nicaraguas Au&szlig;enminister Denis Moncada wies die Verurteilung seines Landes durch die OAS als illegal, ungerecht und destruktiv zur&uuml;ck: &bdquo;Die Regierung und der Staat Nicaraguas sind nicht f&uuml;r die hasserf&uuml;llten Verbrechen, Morde, Entf&uuml;hrungen und Menschenrechtsverletzungen durch Terrorgruppen mit in- und ausl&auml;ndischer Finanzierung und Anleitung verantwortlich.&ldquo; Keines der Verbrechen, die sich gegen Sandinisten oder den Staat richteten, wurde von den Bisch&ouml;fen, der Oppositionsallianz oder der OAS namentlich verurteilt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/unsere-zeit.de\/de\/5031\/internationale_politik\/9004\/Alle-Optionen-auf-dem-Tisch.htm\">unsere Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers P.N.:<\/strong> Eindrucksvoller Bericht aus erster Hand von der aktuellen politischen Situation in Nicaragua<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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