{"id":4534,"date":"2010-02-19T18:04:58","date_gmt":"2010-02-19T17:04:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4534"},"modified":"2010-02-19T18:04:58","modified_gmt":"2010-02-19T17:04:58","slug":"hinweise-des-tages-2-124","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4534","title":{"rendered":"Hinweise des Tages (2)"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Schulden, Sozialausgleich, IG-Metall-Abschluss, Kurzarbeit, Weimars Art zu sparen, Westerwelle als Held der Deppen; (KR\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Schulden, Schulden, Schulden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">6,42 Milliarden Euro vom Staat f&uuml;r private Altersvorsorge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">5 Prozent der Steuerpflichtigen zahlen 42 Prozent der Einkommensteuer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Der steuerfinanzierte Sozialausgleich und seine (un)sozialen Wirkungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Alle loben die IG Metall<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Personalabbau, Kurzarbeit und weniger Lohn &ndash; Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf die Besch&auml;ftigten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Stabilit&auml;t gibt es immer nur auf Zeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Arbeitslose flexibler als behauptet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Warum kriegen Migranten h&auml;ufiger Hartz IV als Deutsche?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">&bdquo;Nice to have&ldquo; k&uuml;nftig tabu: Weimar zwingt Ministerien auf Sparkurs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Held der Deppen: Westerwelles Feldzug gegen den Sozialstaat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Aufstandsbek&auml;mpfung und Besatzungskrieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Fr&uuml;herer Waffeninspekteur der UN: &ldquo;Die Wahrheit &uuml;ber das Atomprogramm des Irans wird &uuml;ber die Hetze in den US-Medien siegen!&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4534&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Schulden, Schulden, Schulden<\/strong><br>\nEs vergeht kaum ein Tag, an dem nicht einer meiner schreibenden Kollegen vor einem dramatischen Anstieg der Staatsverschuldung warnt, der die westliche Welt in ihren Grundfesten ersch&uuml;ttere. Der ansonsten sehr gesch&auml;tzte Gerald Braunberger hat das jetzt in der FAZ sehr grunds&auml;tzlich getan.<br>\n&ldquo;Es sei die Prognose gewagt, dass die aktuelle Krise eine einschneidende Wende einl&auml;utet. In ihr stirbt das Konzept der jahrzehntelangen &Uuml;berforderung der wirtschaftlichen Ressourcen durch permanente Staatsverschuldung zur Finanzierung &uuml;berbordender Wohlfahrtsstaaten,&rdquo; schreibt Braunberger.<br>\nAllerdings: Gemessen an der Schwere der Krise sind die Schulden in fast allen Industriel&auml;ndern unter Kontrolle. Eine interessante Zahl hier: Der deutsche Staat gibt nach Berechnungen der OECD im kommenden Jahr 2,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts f&uuml;r Zinszahlungen aus &ndash; in den neunziger Jahren lagen wir bei &uuml;ber drei Prozent. In den USA sind es &uuml;brigens 2,3 Prozent und beim Schuldenweltmeister Japan nur 1,5 Prozent. Von wegen Zinsfalle! Der Anteil der Zinsausgaben am Staatshaushalt steigt, weil das Haushaltsvolumen wegen diverser Sparbem&uuml;hungen kaum mehr zunimmt. Der Nenner (der Hauhalt) und nicht der Z&auml;hler (die Zinsausgaben) ist das Problem.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2010\/02\/18\/schulden-schulden-schulden_1377\">ZEIT-Blog Herdentrieb<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>6,42 Milliarden Euro vom Staat f&uuml;r private Altersvorsorge<\/strong><br>\nSeit ihrer Einf&uuml;hrung 2003 im Rahmen der sogenannten Riester-Rente hat der Staat rund 6 Milliarden Euro an Altersvorsorgezulage ausgezahlt. Dies teilt die Bundesregierung in ihrer Antwort (17\/677) auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion (17\/501) mit. Die H&ouml;he der Steuermindereinnahmen, die sich aus der staatlichen F&ouml;rderung der privaten Altersvorsorge ergibt, wird mit 340,6 Millionen Euro angegeben. Insgesamt mache die F&ouml;rderung der privaten Altersvorsorge seit 2002 6,42 Milliarden Euro aus. Das j&auml;hrliche Gesamtf&ouml;rdervolumen ist nach diesen Angaben st&auml;ndig gewachsen. 2007 lag es bei 1,07 Milliarden Euro. 2008 betrug es bereits 1,4 und 2009 2,5 Milliarden Euro.<br>\nDie Kritik an der Kostenh&ouml;he und der Kostentransparenz der Riester-Vertr&auml;ge sei Anlass gewesen, um ein Gutachten zum Thema &rdquo;Transparenz von privaten Riester- und Basisrenten-Produkten&ldquo; in Auftrag zu geben, hei&szlig;t es in der Antwort weiter. Mit dem Ergebnis sei im ersten Halbjahr 2010 zu rechnen, schreibt die Regierung, die &rdquo;in ihrer Verbraucherpolitik grunds&auml;tzlich auf die St&auml;rkung des Verbrauchers setzt&ldquo;. Leitbild sei der gut informierte, m&uuml;ndige Verbraucher und ein Markt, auf dem mit &uuml;berschaubarem Aufwand ein Vergleich der Produkte m&ouml;glich sei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2010_02\/2010_042\/04.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>5 Prozent der Steuerpflichtigen zahlen 42 Prozent der Einkommensteuer<\/strong><br>\n5 Prozent der Steuerpflichtigen tragen zu rund 42 Prozent der Einnahmen bei der Einkommensteuer bei. Der Anteil dieser Gruppe mit Jahreseink&uuml;nften ab 92.750 Euro am verf&uuml;gbaren Einkommen insgesamt betrage 25,8 Prozent, teilt die Bundesregierung in einer Antwort (17\/691) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen (17\/499) mit. Insgesamt kommen die oberen 50 Prozent der Einkommensbezieher (Jahreseink&uuml;nfte ab 26.750 Euro) auf einen Anteil von 93,8 Prozent am Einkommensteueraufkommen. Die unteren 50 Prozent, deren Eink&uuml;nfte zwischen 8.650 Euro und 26.750 Euro liegen, haben einen Anteil am Steueraufkommen von 6,2 Prozent, w&auml;hrend ihr Anteil am Gesamtbetrag der Eink&uuml;nfte bei 16,7 Prozent liegt.<br>\nDie Einf&uuml;hrung der sogenannten Reichensteuer (Grenzsteuersatz von 45 Prozent inklusive Solidarit&auml;tszuschlag) habe 2007 650 und 2008 790 Millionen Euro eingebracht, hei&szlig;t es in der Antwort weiter. 2009 sei der Wert auf 610 Millionen Euro gefallen. F&uuml;r 2010 werden die Einnahmen aus dieser &rdquo;Reichensteuer&ldquo; auf 640 Millionen Euro beziffert. Eine Anhebung des Grenzsteuersatzes um einen Prozentpunkt w&uuml;rde zu Mehreinnahmen von 7 Milliarden Euro f&uuml;hren, schreibt die Bundesregierung. Sollten Kosten f&uuml;r die Einf&uuml;hrung einer Kopfpauschale im Gesundheitssystem durch eine h&ouml;here Einkommensteuer finanziert werden, m&uuml;sste der Spitzensteuersatz auf 73 Prozent ab einem zu versteuernden Einkommen von 120.644 erh&ouml;ht werden, um 22 Milliarden Euro Mehreinnahmen zu erreichen. Bei einem rechnerischen Spitzensteuersatz von 100 Prozent ab einem zu versteuernden Einkommen von 179.664 Euro werden die Mehreinnahmen mit 33 Milliarden Euro angegeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/17\/006\/1700691.pdf\">Deutscher Bundestag inkl. Antwort der Bundesregierung [PDF &ndash; 157 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Mit dieser Meldung d&uuml;rfte sicherlich wieder Stimmung gemacht werden. Was h&auml;ufig in den Hintergrund tritt ist die Tatsache, dass die obersten 5 Prozent der Steuerpflichtigen einen Anteil von einem Viertel der verf&uuml;gbaren Einkommen haben und nicht gesagt wird, dass die Steuerbelastung der hohen Einkommen im letzten Jahrzehnt gesunken ist. Was in der Regel auch noch unterschlagen wird ist die Tatsache, dass die Lohnsteuer plus der veranlagten Einkommensteuer (&uuml;blicherweise als Einkommensteuer zusammengefasst) nur noch  rd. 30 Prozent der gesamten Steuereinnahmen ausmachen. Die indirekten Steuern (Umsatz-, Einfuhrumsatz-, Energie- oder Tabaksteuer), die wie eine Flat-Tax alle Einkommensbezieher gleich belasten, machen inzwischen einen Anteil von &uuml;ber 40 Prozent <a href=\"http:\/\/www1.bpb.de\/files\/60A56V.pdf\">an den gesamten Steuereinnahmen aus [PDF &ndash; 126 KB]<\/a>. <\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"475\" src=\"http:\/\/www.bundesfinanzministerium.de\/DE\/BMF__Startseite\/Aktuelles\/Monatsbericht__des__BMF\/2009\/06\/analysen-und-berichte\/b06-struktur-verteilung-steuereinnahmen\/Abbildung_201,templateId=rawScaled,property=default,width=686.gif\" alt=\"Steuer- und Abgabenquote in Deutschland\" title=\"\"><\/p>\n<p><em>(Quelle: <a href=\"http:\/\/www.bundesfinanzministerium.de\/nn_81440\/DE\/BMF__Startseite\/Aktuelles\/Monatsbericht__des__BMF\/2009\/06\/analysen-und-berichte\/b06-struktur-verteilung-steuereinnahmen\/struktur-verteilung-steuereinnahmen.html\">BMF<\/a>; Zur Erl&auml;uterung: bei den hier eingetragenen direkten Steuern (blaue Linie) ist die K&ouml;rperschaftssteuer einbezogen.)<br>\nDie Bundesregierung schreibt, dass die progressive Einkommensbesteuerung ma&szlig;geblich zu einem sozialen Ausgleich zwischen den Einkommensbeziehern beitrage. Unterschlagen wird dabei, dass die Einkommensunterschiede in den letzten Jahren deutlich gr&ouml;&szlig;er geworden sind. (Siehe die neueste <a href=\"http:\/\/www.diw.de\/documents\/publikationen\/73\/diw_01.c.347305.de\/10-7.pdf%20\">DIW Studie [PDF &ndash; 545 KB]<\/a>)<br>\nAusgeblendet wird dabei auch, dass die Verm&ouml;genskonzentration (trotz der progressiven Einkommensbesteuerung) zugenommen hat. Der Anteil der oberen 10 Prozent am privaten Verm&ouml;gen ist zwischen 2002 und 2007 von 57,9 auf 61,1 Prozent gestiegen, <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/kultur_und_medien\/feuilleton\/?em_cnt=2171312&amp;em_loc=89\">alle anderen Gruppen haben verloren<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Der steuerfinanzierte Sozialausgleich und seine (un)sozialen Wirkungen<\/strong><br>\nInzwischen existieren mehrere Modellrechnungen, welche Summen f&uuml;r den im Koalitionsvertrag versprochenen Sozialausgleich notwendig sind. Wenn statt der heute erhobenen prozentualen Beitr&auml;ge (7,9% zahlen die Versicherten, 7% zahlen die ArbeitgeberInnen) eine f&uuml;r alle Versicherten gleich hohe einheitliche Gesundheitspr&auml;mie erhoben w&uuml;rde, m&uuml;sste der von den Versicherten zu tragende Anteil pro Monat etwa 140 bis 150 Euro betragen. Selbstst&auml;ndige, die den Arbeitgeberanteil selbst zu &uuml;bernehmen haben, m&uuml;ssten monatlich 280 bis 300 Euro zahlen. Diesen Beitrag m&uuml;sste jedeR beitragspflichtige KrankenkassenversicherteR unabh&auml;ngig von der H&ouml;he des eigenen Einkommens zahlen. Wenn nach einem Sozialausgleich Versicherte nicht h&ouml;her als bisher belastet werden sollen, dann sind f&uuml;r den Einstieg in dieses System j&auml;hrlich mindestens 22 Mrd. Euro notwendig. Andere Berechnungen gehen sogar von j&auml;hrlich 35 Mrd. Euro aus.<br>\nF&uuml;r 2009 wird das Gesamtsteueraufkommen von Bund und L&auml;ndern auf etwa 484 Mrd. Euro gesch&auml;tzt, davon etwa 160 Mrd. Euro aus der Lohn- und Einkommenssteuer sowie etwa 175 Mrd. Euro Umsatzsteuer. Diese Zahlen machen deutlich, dass f&uuml;r einen Sozialausgleich eine oder beide Steuern angehoben werden muss. Nur diese zwei &ldquo;gro&szlig;en&rdquo; Steuern k&ouml;nnten die notwendigen Milliarden erbringen. Diese beiden Steuern werden zwischen Bund und L&auml;ndern verteilt.<br>\nDie Mehrwertsteuer wirkt &ndash; je nach Betrachtungsweise &ndash; regressiv oder als Flattax. Eine regressive Wirkung bedeutet, dass Personen mit geringen Einkommen einen h&ouml;heren Anteil ihres Einkommens f&uuml;r diese Steuer aufbringen m&uuml;ssen als Personen mit hohen Einkommen. Die Wirkung einer Flattax bedeutet, dass alle Personen einen gleichen prozentualen Anteil ihres Einkommens f&uuml;r diese Steuer zahlen m&uuml;ssen. Das hei&szlig;t, die von der Koalition immer wieder f&uuml;r alle Steuern behaupteten positiven Umverteilungswirkungen treffen auf die Mehrwertsteuer nicht zu. Bei der Mehrwertsteuer &ndash; der gr&ouml;&szlig;ten Steuer (Anteil etwa 36%) &ndash; tragen schwache Schultern genauso viel oder mehr als starke. Dies trifft auch auf weitere Steuern zu.<br>\nDer Sozialausgleich via Steuern w&auml;re nur dann gerechter, wenn die Einkommensteuer in den oberen Einkommen deutlich angehoben wird. Die FDP plant jedoch das genaue Gegenteil. Bei den dem Bund (teilweise) zuflie&szlig;enden Steuern tragen nur bei der Einkommenssteuer starke Schultern mehr als schwache. Die Einkommenssteuer machen jedoch nur etwa 33% der gesamten Steuereinnahmen von Bund und L&auml;ndern aus.<br>\nDie Summe von 22 bis 35 Mrd. Euro durch Steuererh&ouml;hungen f&uuml;r Menschen mit (sehr) hohen Einkommen zu erzielen d&uuml;rfte extrem schwierig sein. Mit einer lineare Verl&auml;ngerung der oberen Progressionszone (diese endet aktuell bei 42%) auf 45% lassen sich inklusive Solidarit&auml;tszuschlag gerade mal zus&auml;tzliche Steuereinnahmen von 2,36 Mrd. Euro erzielen.<br>\nUm bei der Einkommenssteuer j&auml;hrliche Steuereinnahmen von 22 bis 35 Mrd. Euro zu erhalten, m&uuml;sste h&ouml;chstwahrscheinlich der gesamte Tarif angehoben werden. Zur Finanzierung des Sozialausgleiches w&auml;re eine lineare Erh&ouml;hung des Einkommenssteuertarifes um etwa 3 bis 5% notwendig. Nach unseren &uuml;berschl&auml;gigen Berechnungen w&uuml;rden in diesem Fall mindestens ein Drittel der Steuerpflichtigen, die tats&auml;chlich Einkommenssteuer zahlen, den von ihnen ben&ouml;tigten sozialen Ausgleich ihrer Krankenversicherungspr&auml;mie (teilweise) selbst finanzieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gruene-bundestag.de\/cms\/gesundheit\/dok\/324\/324993.der_steuerfinanzierte_sozialausgleich_un.html\">B&uuml;ndnis 90 DIE GR&Uuml;NEN<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Alle loben die IG Metall<\/strong><br>\nSo schnell war eine Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie noch nie beendet. Bereits in der zweiten vorgezogenen Verhandlungsrunde unterzeichneten Unternehmer und IG Metall am Donnerstag morgen in D&uuml;sseldorf eine Vereinbarung, die neben geringf&uuml;gigen Einkommensverbesserungen ein &raquo;Job-Paket&laquo; beinhaltet, das Entlassungen in der Krise vermeiden soll. Gewerkschaftsf&uuml;hrer, Unternehmerverb&auml;nde, Spitzenmanager und Wirtschaftsinstitute zeigten sich unisono begeistert &uuml;ber den Abschlu&szlig;. In den elf Monaten zwischen Mai 2010 und M&auml;rz 2011 m&uuml;ssen sich die rund 3,4 Millionen Besch&auml;ftigten der Metallbranche mit zwei Einmalzahlungen von insgesamt 320 Euro begn&uuml;gen, die nicht in die Entgelttabelle einflie&szlig;en. Im April 2011 gibt es dauerhaft 2,7 Prozent mehr Geld. Diese Erh&ouml;hung kann allerdings auf Betriebsebene um zwei Monate vorgezogen oder nach hinten verschoben werden. Der Vertrag l&auml;uft bis Ende M&auml;rz 2012, also 23 Monate. Im Zentrum der Vereinbarung steht indes ein &raquo;Ma&szlig;nahmenpaket zur Besch&auml;ftigungssicherung&laquo;, das in Nordrhein-Westfalen den Namen &raquo;Zukunft in Arbeit&laquo; tr&auml;gt. Dieses erm&ouml;glicht Betrieben, in denen seit mindestens einem Jahr Kurzarbeit l&auml;uft, die Wochenarbeitszeit tariflich auf bis zu 28, in Krisenf&auml;llen sogar auf 26 Stunden zu verk&uuml;rzen. Die Betroffenen erhalten einen geringen Teillohnausgleich: Bei einer 28-Stunden-Woche bekommen sie 29,5 Stunden bezahlt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/02-19\/060.php?print=1\">Junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Irgendetwas ist schiefgelaufen, wenn sich alle&nbsp; freuen. In einem guten Abschlu&szlig; sollten alle unzufrieden sein, insbesondere die Arbeitgeberseite. Die Drohung von Kannegiesser zeigt, dass die Kapitalseite sich ganz oben auf f&uuml;hlt. Im &Uuml;brigen stehen durch die M&ouml;glichkeit, bei einem geringen Teillohnausgleich die Wochenarbeitszeit tariflich auf bis zu 28 Stunden zu verk&uuml;rzen, den geringf&uuml;gigen Einkommensverbesserungen Lohnsenkungen gegen&uuml;ber. Diese Vereinbarung mag theoretisch das Auslaufen von Kurzarbeiterregelungen &uuml;berbr&uuml;cken, aber ist tats&auml;chlich gew&auml;hrleistet, dass die Arbeitgeber diese Regelung nicht mi&szlig;brauchen?<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Versuchte Erpressung<\/strong><br>\nSowohl die Unternehmen der Metallbranche als auch die IG Metall verkaufen ihren Tarifabschluss der &Ouml;ffentlichkeit im Tonfall staatstragender Seriosit&auml;t. Beide Seiten suggerieren Vernunft, Bescheidenheit und Verzicht. Verzicht? Auf eines wollen beide auf keinen Fall verzichten: auf Hilfe vom Staat. Gesamtmetall-Chef Kannegiesser droht der Regierung sogar unverhohlen: Wenn die Bundesagentur nicht l&auml;nger die Sozialabgaben bei der Kurzarbeit &uuml;bernimmt, will er den Abschluss aufk&uuml;ndigen. Solch erpresserische Anma&szlig;ungen m&uuml;ssten eigentlich sofort den Au&szlig;enminister auf den Plan rufen, der ja hauptberuflich dar&uuml;ber wacht, dass hierzulande nicht der Sozialismus eingef&uuml;hrt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2010%2F02%2F19%2Fa0106&amp;cHash=b1e07ebbcb\">TAZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Personalabbau, Kurzarbeit und weniger Lohn &ndash; Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf die Besch&auml;ftigten<\/strong><br>\nAuf die Wirtschaftskrise reagieren viele Betriebe mit Personalabbau, Kurzarbeit und Abstrichen bei Lohn und Gehalt. Besonders deutlich sind die Auswirkungen in der Metallindustrie, wo insbesondere die Kurzarbeit beim Krisenmanagement eine sehr gro&szlig;e Rolle spielt.<br>\n38 Prozent aller Befragten gaben an, dass es ihrem Betrieb zum Befragungszeitpunkt schlechter ging als Anfang 2009. Am st&auml;rksten betroffen ist die Metallindustrie: Hier sch&auml;tzten 65 Prozent der Besch&auml;ftigten die Lage ihres Betriebes schlechter ein. Ebenfalls stark betroffen war auch die chemische Industrie, wo es 43 Prozent der Betriebe schlechter ging,<br>\nDies hatte auch Folgen f&uuml;r die Besch&auml;ftigung. 41 Prozent aller Befragten gaben an, dass in ihrem Betrieb die Besch&auml;ftigung zur&uuml;ckgegangen sei. Besonders betroffen war (und ist) die Metall- und Elektroindustrie mit 67 Prozent, die chemische Industrie mit 53 Prozent, der Finanzdienstleistungssektor mit 47 Prozent und das Gastgewerbe mit 45 Prozent.<br>\nIm Durchschnitt aller krisenbetroffenen Betriebe war das meistgenutzte Instrument die Nichtwiederbesetzung frei werdender Stellen (57 Prozent), gefolgt vom Auslaufen befristeter Arbeitsvertr&auml;ge (48 Prozent) und der K&uuml;ndigung von Leiharbeitnehmer\/innen (36 Prozent). In 35 Prozent der Betriebe wurde Kurzarbeit eingesetzt und in 30 Prozent wurden auch Stammbesch&auml;ftigte gek&uuml;ndigt.<br>\nDie Krise wirkte sich auch auf die verschiedenen Einkommensbestandteile negativ aus: Jeder f&uuml;nfte Besch&auml;ftigte in Krisenbetrieben gibt an, dass das Monatseinkommen gesunken sei (siehe Grafik 3). Das d&uuml;rfte vor allem eine Folge der Kurzarbeit sein. Auch Sonderzahlungen (Ergebnisbeteiligung, Bonus) fielen geringer aus, sagen 23 Prozent der Besch&auml;ftigten (siehe Tabelle 2). Das Weihnachtsgeld wurde bei 17 Prozent reduziert. Zulagen und Zuschl&auml;ge verringerten sich bei 16 Prozent und weniger Urlaubsgeld erhielten 12 Prozent.<br>\nAuch die Arbeitsbedingungen haben sich in der Krise verschlechtert (siehe Tabelle 3). Gut drei Viertel (76 Prozent) der Befragten in Krisenbetrieben geben an, dass der Leistungsdruck zugenommen hat, 75 Prozent beklagen ein verschlechtertes Betriebsklima und 66 Prozent sagen, dass sich die Aufstiegschancen verschlechtert h&auml;tten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/320_102969.html\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Stabilit&auml;t gibt es immer nur auf Zeit<\/strong><br>\n&nbsp;US-Wirtschaftswissenschaftler Irwin Collier erkl&auml;rt, warum das Verh&auml;ltnis zwischen Staat und Wirtschaft immer wieder neu justiert werden muss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/107_102221.html?cis_mode=print\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ein lesenswertes, unaufgeregtes Interview, das vom amerikanischen Pragmatismus Colliers und von der Kenntnis historischer Entwicklungen der Wirtschaft wie auch der Witschaftspolitik&nbsp; profitiert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Arbeitslose flexibler als behauptet<\/strong><br>\nArbeitslose in Deutschland machen nach Ansicht der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit bei der Jobsuche h&auml;ufiger Zugest&auml;ndnisse als in den vergangenen Jahren. &ldquo;Man ist heute eher bereit, mit Lohneinbu&szlig;en zu arbeiten oder einen Wohnortwechsel in Kauf zu nehmen&rdquo;, sagte Heinrich Alt, im Vorstand der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit zust&auml;ndig f&uuml;r die Grundsicherung. Etwas mehr als ein Viertel derer, die aus der Grundsicherung in Besch&auml;ftigung gingen, n&auml;hmen Jobs an, f&uuml;r die sie &uuml;berqualifiziert seien.<br>\nAlt wies Kritik an Arbeitswillen und Flexibilit&auml;t der Erwerbslosen zur&uuml;ck. Menschen lie&szlig;en sich &ldquo;nicht nur vom &ouml;konomischen Kalk&uuml;l leiten&rdquo;, hob er in der &ldquo;Th&uuml;ringer Allgemeinen&rdquo; hervor. Ihnen gehe es &ldquo;um das Gef&uuml;hl, etwas zu leisten und gebraucht zu werden&rdquo;. Dass in Regionen, in denen es ausreichend Jobs gebe, kaum Grundsicherung in Anspruch genommen werde, zeige, &ldquo;dass sich die wenigsten in die soziale H&auml;ngematte legen m&ouml;chten&rdquo;. Es seien nur Einzelne, die sich &ldquo;ein St&uuml;ck weit einrichten&rdquo;, sagte Alt. In diesen F&auml;llen sei es aber an den Arbeitsbeh&ouml;rden, aktiv zu werden und &ldquo;&uuml;ber den Druck von Sanktionen Leistung einzufordern&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/arbeitslose124.html\">Tagesschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Warum kriegen Migranten h&auml;ufiger Hartz IV als Deutsche?<\/strong><br>\nLaut Studie des Bundesarbeitsministeriums haben 28 Prozent aller Hartz-IV-Empf&auml;nger ausl&auml;ndische Wurzeln, in einigen Gro&szlig;st&auml;dten erheblich mehr. Der Migranten-Anteil an der Gesamtbev&ouml;lkerung (82 Mio.) betr&auml;gt dagegen knapp 19 Prozent. Dazu z&auml;hlen zugewanderte Ausl&auml;nder und Kinder, bei denen mindestens ein Elternteil aus dem Ausland stammt, sowie deutschst&auml;mmige Sp&auml;taussiedler aus der Ex-UdSSR.<br>\nLaut Statistischem Bundesamt beziehen 4,3 Prozent der Gesamtbev&ouml;lkerung in Deutschland Hartz IV, aber 8,1 Prozent aller Migranten. Unter ihnen sind Sp&auml;taussiedler aus dem fr&uuml;heren Ostblock die gr&ouml;&szlig;te Gruppe (28&nbsp;%), danach folgen T&uuml;rken (19&nbsp;%) und S&uuml;deurop&auml;er (12&nbsp;%).&nbsp;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/BILD\/politik\/2010\/02\/19\/hartz-iv-migranten\/warum-kriegen-sie-haeufiger-hartz-iv-als-deutsche.html\">BILD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Jetzt kommt die Hartz-Hetze bei den Migranten an. Das ist Wasser auf die M&uuml;hle der Neonazis, f&uuml;r die die Ausl&auml;nder ohnehin nur am Sozialstaat schmarotzen. Und der Chefredakteur der ach so seri&ouml;sen Zeit, Giovanni di Lorenzo, &ouml;ffnet dazu die Schleusen:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&bdquo;Andererseits aber dr&auml;ngt sich der Verdacht auf, dass unser in Deutschland so angefeindetes Sozialsystem immer noch attraktiv genug ist, dass es eine massenhafte Einwanderung in die sozialen Netze ausl&ouml;st was das Prinzip der Einwanderung, in einem fremden Land durch eigener H&auml;nde Arbeit sein Gl&uuml;ck zu finden, auf den Kopf stellte.&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<p><em>In der Sache ist es eher ein Wunder, dass Migranten mit einem Bev&ouml;lkerungsanteil von 19 Prozent &bdquo;nur&ldquo; 28 Prozent aller Hartz-IV-Empf&auml;nger sind. Hier wurde &ndash; weil ja Deutschland kein Einwanderungsland sein durfte &ndash; &uuml;ber Jahrzehnte vers&auml;umt, ausl&auml;ndische Jugendliche in ihrer schulischen und beruflichen Bildung zu f&ouml;rdern und nun macht man sie verantwortlich, wenn sie keine Berufsausbildung haben und auf dem Arbeitsmarkt weniger Chancen haben.<br>\nUnd, sehr verehrter Herr Lorenzo, was die massenhafte Einwanderung in die sozialen Netze anbetrifft, <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2006\/24\/Einwanderung\">sollten Sie in ihrem eigenen Blatt nachlesen<\/a>: Die Zahl der Einwanderungen ist seit Jahren r&uuml;ckl&auml;ufig: Von 450.000 Zuwanderern in der deutschen Migrationsstatistik 2005 bleiben am Ende kaum 20000 Einwanderer im klassischen Wortsinn&hellip;Im Jahr 2005 wurden 29000 Asylantr&auml;ge gestellt. Nur etwa zehn Prozent der Bewerber &ndash; also ganze 2900 &ndash; k&ouml;nnen mit dauerhaftem Bleiberecht rechnen, und seit Jahren schon ist der Trend r&uuml;ckl&auml;ufig. (2003 waren es noch 50500, 2004 immerhin 35000.)<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&bdquo;Nice to have&ldquo; k&uuml;nftig tabu: Weimar zwingt Ministerien auf Sparkurs<\/strong><br>\nNach zwei Jahren mit Schulden in Rekordh&ouml;he will der hessische Finanzminister Karlheinz Weimar im n&auml;chsten Jahr die Rei&szlig;leine ziehen. F&uuml;r den Haushalt 2011 strebt der CDU-Politiker eine deutliche Reduzierung der Nettoneuverschuldung auf unter drei Milliarden Euro an &ndash; im Vergleich zu fast 3,4 Milliarden in diesem Jahr. Um dieses Ziel zu erreichen, m&uuml;ssten im Etat mindestens 700 Millionen Euro gespart werden, sagte Weimar im Gespr&auml;ch mit der Rhein-Main-Zeitung, ein Vorhaben, das &bdquo;nicht ohne Heulen und Z&auml;hneklappern&ldquo; zu verwirklichen sei. &bdquo;Ich will das Leistungsniveau des Gesamthaushalts absenken&ldquo;, betonte der Minister.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub5785324EF29440359B02AF69CB1BB8CC\/Doc~E1D57E0854DB642D9AD2AA4F4CE814416~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung des NDS-Lesers J.A.:<\/strong> F&uuml;r die einen Verzicht auf Steuerpr&uuml;fungen, f&uuml;r die anderen &ldquo;Heulen und Z&auml;hneklappern&rdquo;. Netter Kerl, der Herr Minister.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Held der Deppen: Westerwelles Feldzug gegen den Sozialstaat<\/strong><br>\nDer Staat steht vor dem Ruin: Faule Hartz IV-Empf&auml;nger liegen uns auf der Tasche und alle, die noch arbeiten, sind Deppen. So die Polemik des Guido Westerwelle. Doch was sind die Fakten?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.br-online.de\/bayerisches-fernsehen\/quer\/quer-video-westerwelle-ID1266529345245.xml\">Quer\/Bayrisches Fernsehen [Video]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Aufstandsbek&auml;mpfung und Besatzungskrieg<\/strong><br>\nDass milit&auml;rische Besatzungen wieder eine so zentrale Rolle in der Au&szlig;enpolitik westlicher Staaten spielen w&uuml;rden, wie es heute der Fall ist, schien vor einigen Jahren noch schwer vorstellbar. Nach ihrem Desaster in Vietnam standen US-Milit&auml;rs einer Kriegsbeteiligung mit eigenen Truppen skeptisch gegen&uuml;ber. Unter dem Begriff &bdquo;Krieg geringer Intensit&auml;t&rdquo; gewannen alternative, d.h. indirekte oder verdeckte Formen der Intervention an Bedeutung. Die R&uuml;ckkehr offener Besatzungsregimes seit 2001 scheint diese Entwicklung in Frage zu stellen. Dennoch lohnt es sich, die Entwicklung der unkonventionellen, &bdquo;kleinen&rdquo; und Low-Intensity-Kriegf&uuml;hrung des Westens und v.a. der USA nachzuzeichnen. Denn unabh&auml;ngig davon, ob es sich bei den Okkupationen des Irak und Afghanistans um historische Irrt&uuml;mer der Bush-Cheney-Regierung handelte oder US&#8209; und NATO-Truppen auf diese Weise dauerhaft im globalen Raum positioniert werden sollten, sind auch die aktuellen Besatzungskriege von jenen Mustern und Strategien gepr&auml;gt, wie sie sich in den vergangenen Jahrzehnten im Rahmen &bdquo;kleiner&rdquo; Kriege herausbildeten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksnet.de\/de\/artikel\/25115\">Linksnet<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Raul Zelik stellt am Ende fest: &ldquo;Die westliche Staatengemeinschaft, die Piraten, Terroristen, Warlords, Banden, Kriminelle als neue globale Kriegsgegner entdeckt hat, ist dabei, Regularit&auml;t und Irregularit&auml;t, Staatsgewalt und Krieg miteinander zu verschmelzen. Die Besatzungskriege erscheinen dabei wie Laboratorien dieser unheilvollen Entwicklung, die eine globale Dimension besitzt.&rdquo; Noch un&uuml;bersichtlicher und bedenklicher wird die Situation dadurch, dass nicht nur gegen Warlords, Banden, Kriminelle, sondern, wie in&nbsp; Afghanistan zu beobachten, zusammen mit Warlords, Banden, Kriminellen gek&auml;mpft wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Fr&uuml;herer Waffeninspekteur der UN: &ldquo;Die Wahrheit &uuml;ber das Atomprogramm des Irans wird &uuml;ber die Hetze in den US-Medien siegen!&rdquo;<\/strong><br>\nScott Ritter: Sie m&uuml;ssen verstehen, dass immer dann, wenn es um den Iran geht &ndash; genau wie damals beim Irak &ndash; die Wahrheit nicht gefragt ist. Es geht nur darum, die &Ouml;ffentlichkeit durch die Medien zu konditionieren, und die Medien benutzen Personen wie David Albright und andere, um eine Hetze in Gang zu setzen und einen Mythos des Fehlverhaltens zu kreieren, in dem die tats&auml;chliche Situation keine Rolle spielt.<br>\nScott Ritter: Ich hoffe, dass es nicht wieder eine Milit&auml;raktion ist. Das Ergebnis m&uuml;sste ei&shy;gentlich ein anderes sein, denn im Iran handelt es sich um ein ganz anderes Programm. Der Iran hat das Recht auf seiner Seite. F&uuml;r den Iran sprechen die Tatsachen, und des&shy;halb glaube ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht an eine Milit&auml;raktion gegen den Iran. Ich den&shy;ke, die Wahrheit &uuml;ber das Atomprogramm des Irans wird &uuml;ber die M&auml;rchen siegen, die Al&shy;bright und andere dar&uuml;ber verbreiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linkezeitung.de\/cms\/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=8151&amp;Itemid=1\">Linke Zeitung<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Schulden, Sozialausgleich, IG-Metall-Abschluss, Kurzarbeit, Weimars Art zu sparen, Westerwelle als Held der Deppen; (KR\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4534","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4534","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4534"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4534\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4539,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4534\/revisions\/4539"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4534"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4534"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4534"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}