{"id":45352,"date":"2018-08-07T08:28:47","date_gmt":"2018-08-07T06:28:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45352"},"modified":"2018-08-07T08:28:47","modified_gmt":"2018-08-07T06:28:47","slug":"hinweise-des-tages-3177","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45352","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45352#h01\">#Aufstehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45352#h02\">Abgeordnete aus Berlin und Br&uuml;ssel fordern L&ouml;sung f&uuml;r Julian Assange<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45352#h03\">Saudi-Arabien weist nach Streit um Menschenrechte kanadischen Botschafter aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45352#h04\">Sind wir noch liberal?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45352#h05\">Altersrente bei Neurentnern im Schnitt unter 880 Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45352#h06\">Lindner: &ldquo;Sozialstaat ger&auml;t au&szlig;er Kontrolle&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45352#h07\">Was Amerikas republikanisches Erbe untergr&auml;bt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45352#h08\">Aufgew&uuml;hlt &ndash; wie Spanien mit der &ldquo;afrikanischen Welle&rdquo; umgeht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45352#h09\">Polen: Das Auswanderungsland braucht dringend mehr ausl&auml;ndische Arbeitskr&auml;fte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45352#h10\">Rheinmetall &ndash; Gegenwind f&uuml;r ein R&uuml;stungsunternehmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45352#h11\">Sozialdemokraten im Niedergang<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45352#h12\">Der antisemitische Pferdefuss von Jeremy Corbyns Labour Party<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45352#h13\">Jette Joops Frauenverh&ouml;hnungssendung<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>#Aufstehen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Es geht darum, den Sozialstaat zu verteidigen<\/strong><br>\nViele Menschen f&uuml;hlten sich mit ihren Sorgen von den Parteien nicht mehr vertreten, sagte Fabio de Masi, Linke, im Dlf. Tausende w&uuml;rden sich f&uuml;r Politik begeistern, wenn man ihnen ein &uuml;berzeugendes Angebot mache. In drei Tagen habe es mehr Mitgliederantr&auml;ge f&uuml;r die Sammlungsbewegung gegeben als die AfD Mitglieder habe.<br>\nDirk-Oliver Heckmann: Sahra Wagenknecht hat geschrieben, seit der Bundestagswahl klaffe zwischen Politikern und deren W&auml;hlerschaft eine solche Vertrauensl&uuml;cke, dass Wahlen zur Farce und demokratische Rechte substanzlos w&uuml;rden. Weshalb, Herr de Masi, beteiligt sich die Linke daran, Demokratie und Rechtsstaat in Deutschland schlecht zu reden. Ist das nicht purer Populismus?<br>\nFabio de Masi: Nein. Es ist so, dass eine gro&szlig;e Mehrheit der Bev&ouml;lkerung sich f&uuml;r bezahlbare Mieten, f&uuml;r gute Pflege, gegen Armutsrenten, f&uuml;r eine Steuergerechtigkeit und auch gegen Auslandseins&auml;tze der Bundeswehr ausspricht, dass diese Mehrheiten aber keine Mehrheiten im Parlament haben. Und das kann die Linke eben allein nicht ver&auml;ndern.<br>\nHeckmann: Wenn die W&auml;hler halt anders w&auml;hlen und eben nicht der Linken beispielsweise ihre Stimmen geben, ist das nicht Demokratie?<br>\nde Masi: Das Problem ist ja, dass viele Menschen sich von der Demokratie auch daher abwenden, weil sie keine Erwartungen an die Parteien mehr haben. Das hei&szlig;t, sie gehen erst gar nicht mehr zur Wahl, oder sie werden eben von den Demagogen der AfD angesprochen. Und das erkennen wir daran, dass ja zum Beispiel kurzzeitig beim Antritt von Martin Schulz ein Umfragehoch da war und all diese W&auml;hlerinnen und W&auml;hler sind wieder verschwunden. Die sind auch nicht zur Linken gekommen. Das hei&szlig;t, da wurden offenbar Erwartungen geweckt, die dann aber wieder entt&auml;uscht wurden, als die W&auml;hlerinnen und W&auml;hler erkannt haben, dass dort kein Wechsel bevorsteht.<br>\nHeckmann: So ist es in der Demokratie, dass W&auml;hlerinnen und W&auml;hler sich &uuml;berlegen, mal die eine Partei, mal die andere zu w&auml;hlen. Sie stellen das Ergebnis demokratischer Wahlen infrage.<br>\nde Masi: Nein, ich stelle nicht das Ergebnis demokratischer Wahlen infrage, sondern wir haben ja erlebt, zum Beispiel in den USA mit der Bewegung um Bernie Sanders, wir haben erlebt mit den Entwicklungen in der Labour Party in Gro&szlig;britannien und Jeremy Corbyn, dass sich wieder Tausende f&uuml;r Politik begeistern, wenn man ihnen ein &uuml;berzeugendes Angebot macht. Insofern leisten wir einen gro&szlig;en Beitrag zur Demokratie. Und entscheidend ist nicht, was Frau Baerbock sagt, entscheidend ist &uuml;brigens auch nicht, was Herr Stegner sagt, zu &lsquo;Aufstehen&rsquo; Herr Stegner. Der hat auch die Auswechslung von Toni Kroos gegen Schweden gefordert, kurz danach machte der ein Tor. Das ist dann eher ein gutes Omen. Entscheidend ist, was die Taxifahrer, Krankenschwestern oder Leiharbeiter sagen, die uns t&auml;glich auf diese Bewegung ansprechen. Wir haben in drei Tagen mehr Beitritte zu dieser Bewegung verzeichnet als die AfD an Mitgliedern hat. Das ist ein gutes Zeichen f&uuml;r die Demokratie.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/linke-sammlungsbewegung-aufstehen-es-geht-darum-den.694.de.html?dram:article_id=424757\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Man beachte die unversch&auml;mte und unterstellende Fragestellung, sowie die permanenten Angriffe auf Sahra Wagenknecht, die das ganze Interview durchziehen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wagenknechts Plan: Mainstream links der Mitte<\/strong><br>\nDie deutlichste Absage kommt aus dem Norden. Auf Ralf Stegner ist da Verlass, er ist so schnell wie berechenbar. In Deutschland w&uuml;rden zwar dringend progressive Alternativen gebraucht, &ldquo;aber das geht doch nicht &uuml;ber eine PR-Initiative mit notorischen Separatisten an der Spitze&rdquo;, schreibt der Chef der Sozialdemokraten in Schleswig-Holstein und stellvertretende Bundesvorsitzende der SPD. Er hat nur Spott f&uuml;r die Initiative &ldquo;Aufstehen&rdquo; von Sahra Wagenknecht &uuml;brig, die eine gro&szlig;e linke Sammlungsbewegung ins Leben rufen will. Man brauche, so Stegner, keine &ldquo;PR-Aktionen mit starken Egotrip-Anteilen&rdquo;. Auch sonst erf&auml;hrt das Projekt zun&auml;chst vor allem Zur&uuml;ckweisung.<br>\nEs sind Reaktionen, mit denen die Initiatoren gerechnet haben. Seit Monaten arbeitet die Linken-Fraktionschefin Wagenknecht, unterst&uuml;tzt von ihrem Ehemann Oskar Lafontaine, an diesem Projekt, das die Kr&auml;fte im linken politischen Spektrum b&uuml;ndeln soll. Auch einzelne Sozialdemokraten und die Gr&uuml;ne Antje Vollmer, bis 2005 Vizepr&auml;sidentin des Bundestags, sind dabei. Am 4. September soll das Projekt offiziell starten. Dann will der Gr&uuml;nderkreis in Berlin weitere prominente Unterst&uuml;tzer pr&auml;sentieren. &hellip;<br>\nWagenknecht erkl&auml;rt, es gebe so viele Anfragen, dass man Interessenten &uuml;ber die Webseite jetzt schon eine M&ouml;glichkeit geben wolle, sich zu registrieren. Ihr Ziel sei die &ldquo;&Uuml;berwindung des neoliberalen Mainstreams&rdquo;. Sie verweist auf Umfragen, wonach es derzeit in Deutschland keinen rechten Zeitgeist gebe, sondern eine Mehrheit linke Forderungen unterst&uuml;tzen w&uuml;rde. Dies bilde sich nur politisch nicht ab. Es gehe ihr bei der Sammlungsbewegung nicht um die Gr&uuml;ndung einer neuen Partei, aber schon um &ldquo;andere parlamentarische Mehrheiten, weil wir eine andere Regierung wollen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/linke-sammlungsbewegung-mainstream-abseitsder-neoliberalen-mitte-1.4082723\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die Reaktion aus der neoliberalisierten SPD und der gr&uuml;nen FDP waren zu erwarten, was nur hei&szlig;t, dass mindestens f&uuml;r SPD und Gr&uuml;ne die Interessen der Mehrheit der B&uuml;rger dieses Landes keinerlei Relevanz besitzen. Das Statement des SPD-Chef in Nordrhein-Westfalen Sebastian Hartmann ist allerdings von seltener D&auml;mlichkeit. Hat nicht die SPD, die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen 2017 mit Pauken und Trompeten verloren?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>F&uuml;r eine Erneuerung der Linken<\/strong><br>\nWolfgang Streeck beklagt in der &ldquo;FAZ&rdquo; den deutschen Biederkeits- und Euphemismuszwang und hofft auf eine neue Linke, w&auml;hrend Nick Cohen in der &ldquo;Welt&rdquo; die traditionsreiche britische Linke und deren Umgang mit Antisemitismus unter die Lupe nimmt.<br>\nEs ist knapp neun Monate her, dass der K&ouml;lner Soziologe und emeritierte Direktor des Max-Planck-Instituts f&uuml;r Gesellschaftsforschung Wolfgang Streeck in der FRANKFURTER ALLGEMEINEN ZEITUNG eine vielbeachtete Abrechnung mit dem in Deutschland herrschenden, Deutschland erstickenden Merkelismus inklusive seiner Ausl&auml;ufer im gesamten Parteien- und Mediensystem vorlegte.<br>\nJetzt gibt es eine Fortsetzung mit einem etwas anderen Focus, aber genauso pr&auml;gnanten Sprachduktus:<br>\n&ldquo;Die deutsche politische Diskussion steht unter einem eigent&uuml;mlichen Biederkeits- und Euphemismuszwang, der ein kollektives Wegmoralisieren von Schicksalsfragen zur Folge hat und sich als Sentimentalisierung politischer Probleme und sentimentale Personalisierung politischer Konflikte auswirkt&rdquo;, schreibt Streeck und beklagt insbesondere einen Diskussionsmodus, &ldquo;der im Namen von &lsquo;Weltoffenheit&rsquo; umstandslos Mitb&uuml;rger, mit denen man gestern noch friedlich zusammengelebt hat, zu Nazis und Rassisten erkl&auml;rt, nur weil sie ihre politisch erstrittenen, mit ihren Steuern finanzierten Kollektivg&uuml;ter vielleicht teilen, aber nicht f&uuml;r moralisch enteignungspflichtig erkl&auml;ren lassen wollen.&rdquo;<br>\nStreeck sieht deutlich, dass die SPD, deren Mitglied er war, inzwischen Politik gegen ihre angestammten W&auml;hlerschichten macht und sich immer weiter marginalisiert. Die Schicksalsfragen, von denen er spricht, sind beispielsweise: Globalismus und Nationalstaatlichkeit, Kapitalismus und Demokratie, Krieg und Frieden sowie das Scheitern der Klimaziele.<br>\nSeine Hoffnung richtet sich auf eine &ldquo;neu organisierte, realistische, das hei&szlig;t reale politische Macht und Verantwortung suchende Linke&rdquo;, die sich einerseits vom aktuellen deutschen Weltrettungswahn verabschiedet, aber andererseits auch von Schuldenbremse und schwarzer Haushaltsnull. Anders gesagt: Streeck pl&auml;diert in altlinker Public-Spending-Tradition f&uuml;r die Neuaufnahme von Staatskrediten, damit es &ndash; wie er formuliert &ndash; &ldquo;in Schulen nicht mehr durch das Dach regnet und Br&uuml;cken und Stra&szlig;en nicht zerbr&ouml;seln.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/aus-den-feuilletons-fuer-eine-erneuerung-der-linken.1059.de.html?dram:article_id=424643\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Der Beitrag von Wolfgang Streeck aus der FAZ vom 04.08. ist leider kostenpflichtig, aber absolut lesenswert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Aufstehen&rdquo; hat ein Glaubw&uuml;rdigkeitsproblem<\/strong><br>\nDie neue linke Sammelbewegung &ldquo;Aufstehen&rdquo; r&uuml;hre an die Sozialromantik &ndash; aber sie habe ein Glaubw&uuml;rdigkeitsproblem: Sahra Wagenknecht, kommentiert Christiane Habermalz. Denn der Verdacht liege nahe, dass die Linken-Politikerin das Projekt nutze, um in innerparteilichen Konflikten Druck aufzubauen.<br>\nEs hat etwas Verlockendes und r&uuml;hrt an alte Sozialromantik. Eine neue linke Sammelbewegung, die sich dem vorherrschenden rechten Zeitgeist entgegenstemmt, noch dazu unter dem Namen &ldquo;Aufstehen&rdquo;: Ein Zusammenschluss der Vern&uuml;nftigen und sozial Gesinnten, die nicht einverstanden sind mit der neuen empathielosen H&auml;rte, die, von Facebook und Twitter gepuscht, wieder salonf&auml;hig wird. Die dem Niedergang des linken Lagers nicht tatenlos zusehen wollen und die sich doch in der Politik von SPD und Linkspartei oder den Gr&uuml;nen nicht mehr wiederfinden.<br>\nDoch die Sache hat ein Glaubw&uuml;rdigkeitsproblem, und das hei&szlig;t: Sahra Wagenknecht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/linke-sammelbewegung-aufstehen-hat-ein.720.de.html?dram:article_id=424693\">deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Dass die Angriffe auf Sahra Wagenknechts Initiative sofort beginnen w&uuml;rden, kaum das ihr Start angek&uuml;ndigt war, d&uuml;rfte nicht &uuml;berraschen. Der Versuch, die neue linke Sammelbewegung als pers&ouml;nliches Steckenpferd von Sahra Wagenknecht, mit dem sie innerparteiliche Machtk&auml;mpfe bestreiten will und als &bdquo;Sozialromantik&ldquo; zu desavouieren, auch der Vorwurf des &bdquo;Populismus&ldquo; darf nicht fehlen, ist sicher erst der Anfang. Dass gerade der Deutschlandfunk, als eine der publizistischen Speerspitzen der Stimmungsmache gegen Russland, von einem &bdquo;Glaubw&uuml;rdigkeitsproblem&ldquo; spricht ist am&uuml;sant. Besonders &auml;rgerlich allerdings, dass hier gerade die &ouml;ffentlich-rechtlichen Sender ganz vorne mit dabei sind. Es bleibt abzuwarten wie sich #Aufstehen entwickelt. Sollte sich ein schneller Erfolg abzeichnen zeigt ein Blick nach England und auf Jeremy Corbyn was Sahra Wagenknecht noch alles zu erwarten hat.<\/em><\/p>\n<p><strong>Und weiter: Linke Sammlungsbewegung: &lsquo;Aufstehen&rsquo; ist eine Kopfgeburt<\/strong><br>\nDer Berliner Politikwissenschaftler Neugebauer sagt im tagesthemen-Interview, die Sammlungsbewegung &ldquo;Aufstehen&rdquo; der Linkspartei-Politikerin Wagenknecht sei eine Kopfgeburt. Die Erfolgsaussichten h&auml;lt er f&uuml;r gering.<br>\nLinkspartei-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht hat die Website der neuen Sammlungsbewegung &ldquo;Aufstehen&rdquo; online gebracht. Am 4. September soll es offiziell mit der linken Bewegung losgehen. Der Politikwissenschaftler Gero Neugebauer von der FU Berlin gilt als Kenner der Linkspartei sowie der SPD. Im tagesthemen-Interview bezeichnete er Wagenknechts Neugr&uuml;ndung als Kopfgeburt.<br>\n&ldquo;&Uuml;blicherweise entstehen Bewegungen von unten, dadurch, dass Menschen, die zu einem bestimmten Punkt gleicher Auffassung sind, sich organisieren und dann versuchen, so etwas wie eine nationale Organisation zu schaffen&rdquo;, sagte Neugebauer. Beispiele seien die Umweltbewegung, die Frauenbewegung und die Anti-Atomkraftbewegung. &ldquo;Hier ist es umgekehrt&rdquo;, so Neugebauer. Dennoch k&ouml;nne das Ergebnis interessant werden. &ldquo;Es w&auml;re die Frage, ob sowas gelingt&rdquo;, sagt er.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/neugebauer-tt-101.html\">Tagesschau<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Historiker Wolffsohn vergleicht Wagenknecht-Bewegung mit NSDAP<\/strong><br>\nSahra Wagenknechts Bewegung &ldquo;Aufstehen&rdquo; ist noch nicht gegr&uuml;ndet und zieht dennoch bereits massive Kritik aus Politik und Medien auf sich. Besonders dick tr&auml;gt wieder einmal die Bild auf: Der Historiker Michael Wolffsohn zieht Vergleiche zur NSDAP.<br>\nSahra Wagenknechts Sammlungsbewegung &ldquo;Aufstehen&rdquo; ist noch nicht gegr&uuml;ndet. Seit dem 4. August ist die Internetpr&auml;senz der Bewegung freigeschaltet, auf der einige Videos mit Statements von Unterst&uuml;tzern zu sehen sind. Das mediale Echo auf die entstehende Bewegung aber ist erheblich, und es ist, wenig &uuml;berraschend, &uuml;berwiegend negativ. Ganz vorne in der Schar der Kritiker: die Bild.<br>\n&bdquo;Ist die Initiative von Sahra Wagenknecht so weit links, dass sie schon wieder rechts ist?&ldquo;<br>\nSo beginnt der Artikel, in dem Bild versucht, die Wagenknecht-Bewegung dadurch zu diskreditieren, dass sie als rechtsextrem dargestellt wird. Dabei wird wieder einmal mit Verdrehungen und Unwahrheiten gearbeitet.<br>\nKritisch werden die Ideen f&uuml;r eine linke Sammlungsbewegung  be&auml;ugt. Spalten wolle Wagenknecht aber nicht. Foto:<br>\nZwar kommt Wagenknecht zu Beginn selbst zu Wort, dann aber sind die Kritiker an der Reihe. Die F&uuml;hrung &uuml;bernimmt hier der Historiker Michael Wolffsohn. Der emeritierte Professor der Universit&auml;t der Bundeswehr M&uuml;nchen hatte es vor Jahren in die Schlagzeilen geschafft, als er vorschlug, das Eiserne Kreuz als Orden in der Bundeswehr einzuf&uuml;hren, oder als er die &ldquo;Ossifizierung&rdquo; der Bundeswehr beklagte, die Gefahr liefe, zu einer &ldquo;Unterschichtenarmee&rdquo; zu werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/meinung\/74083-historiker-wolffsohn-vergleicht-wagenknecht-bewegung-mit-nsdap\/\">RT Deutsch<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Abgeordnete aus Berlin und Br&uuml;ssel fordern L&ouml;sung f&uuml;r Julian Assange<\/strong><br>\nAufruf wendet sich an Regierungen von Gro&szlig;britannien und Ecuador. WikiLeaks-Gr&uuml;nder ist seit sechs Jahren im Botschaftsasyl<br>\nLinke Abgeordnete aus dem Bundestag und dem Europaparlament haben sich f&uuml;r eine rasche L&ouml;sung des Asyl-Dramas um den Gr&uuml;nder der Enth&uuml;llungsplattform WikiLeaks, Julian Assange, ausgesprochen.<br>\nAus Anlass des j&uuml;ngsten Besuchs des ecuadorianischen Pr&auml;sidenten Len&iacute;n Moreno in Gro&szlig;britannien und &Auml;u&szlig;erungen aus Quito zu dem Fall &ldquo;dr&auml;ngen wir alle Seiten, vor allem aber die britische Regierung, eine rasche L&ouml;sung zu erm&ouml;glichen&rdquo;, hei&szlig;t es in dem Dokument, das online verbreitet wurde. Zugleich kritisierten die Unterzeichner die &ldquo;De-facto-Gefangenschaft in den engen R&auml;umen der ecuadorianischen Botschaft in London&rdquo; als eine &ldquo;emp&ouml;rende Verletzung der Menschenrechte mitten in Europa&rdquo;.<br>\nDie Abgeordneten der Linkspartei erachten ein Gutachten des Interamerikanischen Gerichtshofes f&uuml;r Menschenrechte f&uuml;r wichtig, das den ecuadorianischen Staat verpflichtet, sich f&uuml;r das Wohlbefinden von Personen einzusetzen, die in diplomatischen Vertretungen Schutz gesucht haben. Man hoffe, &ldquo;dass die ecuadorianische Regierung auf Basis der richterlichen Einsch&auml;tzung ihrer humanit&auml;ren und rechtlichen Verpflichtung weiterhin nachkommt, Julian Assange als politisch Verfolgtem uneingeschr&auml;nkt Schutz zu gew&auml;hren, und ihn weder an Gro&szlig;britannien, die USA oder alliierte Regierungen ausliefert&rdquo;, schreiben die Unterzeichner.<br>\nDie Kappung der Internet- und sonstigen Medienverbindungen von Julian Assange in den R&auml;umen der Botschaft von Ecuador in London sehen sie als Versch&auml;rfung der ohnehin harten Bedingungen. &ldquo;Wir halten die Beteuerungen von US-Justizminister Jeff Sessions f&uuml;r alarmierend, der die Festnahme Julian Assanges zu seinen &lsquo;Priorit&auml;ten&rsquo; erkl&auml;rt hat&rdquo;, f&uuml;gen sie an.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Abgeordnete-aus-Berlin-und-Bruessel-fordern-Loesung-fuer-Julian-Assange-4130416.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Saudi-Arabien weist nach Streit um Menschenrechte kanadischen Botschafter aus<\/strong><br>\nIn einem Streit um Menschenrechte hat die Regierung Saudiarabiens am fr&uuml;hen Montagmorgen den kanadischen Botschafter des Landes verwiesen. Gleichzeitig rief die saudische F&uuml;hrung ihren Botschafter in Kanada zu Konsultationen nach Riad zur&uuml;ck, berichtete die saudische Agentur SPA. Zudem fror Saudiarabien ein erst vor kurzem geschlossenes Handelsabkommen mit Kanada ein.<br>\nAnlass war ein Tweet der kanadischen Aussenministerin Chrystia Freeland, in der sie die Freilassung der saudiarabischen Aktivistin Samar Badawi forderte. Dies sei eine eklatante und unzul&auml;ssige Einmischung in die inneren Angelegenheiten Saudiarabiens, betonte das saudische Aussenministerium.<br>\nBadawi war nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch vor kurzem mit einer Mitstreiterin festgenommen worden. Badawi und Nassima al-Sadah hatten jahrelang f&uuml;r das Recht gek&auml;mpft, in dem ultrakonservativen K&ouml;nigreich Auto fahren zu d&uuml;rfen, berichtete die Organisation. Die Festnahmen seien ein Signal, dass das saudische K&ouml;nigshaus jeden friedlichen Widerspruch gegen seine autokratische Herrschaft als Bedrohung verstehe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/international\/saudiarabien-weist-nach-streit-um-menschenrechte-kanadischen-botschafter-aus-ld.1409097?mktcid=nled&amp;mktcval=107&amp;kid=_2018-8-5\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wenn ein Land Kritik an der Menschenrechtssituation verdient hat, dann Saudi-Arabien. In den deutschen &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; h&ouml;rt man dagegen dazu nichts. Man stelle sich vor Russland w&uuml;rde so reagieren wie Saudi-Arabien, der deutsche Botschafter h&auml;tte angesichts der Stimmungsmache der deutschen &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; und deutscher Politiker schon l&auml;ngst des Landes verwiesen werden m&uuml;ssen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Sind wir noch liberal?<\/strong><br>\nDass es uns heute so viel besser geht als vor drei&szlig;ig Jahren, ist Frucht einer Liberalisierungsbewegung, der sich damals viele gesellschaftliche Gruppen und Parteien von liberal &uuml;ber rechts bis links verschrieben hatten. Das liberale Versprechen beschr&auml;nkte sich nicht nur auf wirtschaftliche Ziele (stetiges Wachstum, niedrige Inflation, besseres Angebot), sondern bezog sich auch auf kulturelle Werte: Autonomie, Lob der Individualit&auml;t und Wahlfreiheit. Kosmopolitische Linksliberale und marktliberale &Ouml;konomen waren &ndash; zeitlich befristet &ndash; ein B&uuml;ndnis eingegangen.<br>\nDass Fliegen, Telefonieren, Busfahren und Bahnfahren, P&auml;ckchen verschicken oder Strom verbrauchen heute sch&ouml;ner und viel billiger ist als vor drei&szlig;ig Jahren, ist mehr als nur materielles Gl&uuml;ck. Es ist ein St&uuml;ck Freiheit, die nicht vom Himmel fiel. Wir haben sie nicht dem Erbarmen von Kapitalisten zu verdanken, die uns das Leben angenehmer machen wollten. Auch der technische Fortschritt erkl&auml;rt l&auml;ngst nicht alles, wenngleich man sich Mobiltelefone 1988 tats&auml;chlich noch nicht vorstellen konnte.<br>\nNein, es war vor allem der Wettbewerb, der die Freiheit zum Laufen brachte. Staatliche Monopole machen das Leben l&auml;stig und teuer. Privater Wettbewerb macht das Leben g&uuml;nstig und sch&ouml;n. Deshalb ist ein &bdquo;entfesselter Markt&ldquo; eine sch&ouml;ne und n&uuml;tzliche Sache. Von dieser &Uuml;berzeugung war die gesellschaftliche Stimmung der mittleren Kohl-Jahre getragen; sie ergriff sp&auml;ter auch die rot-gr&uuml;ne Schr&ouml;der-Republik des &bdquo;dritten Weges&ldquo; einer liberalen Sozialdemokratie: &bdquo;Disruption&ldquo; w&uuml;rde man heute dazu sagen.<br>\nIn diesem Klima des Aufbruchs nahm im Jahr 1988 die &bdquo;Unabh&auml;ngige Expertenkommission zum Abbau marktwidriger Regulierung&ldquo; (kurz: Deregulierungskommission) ihre Arbeit auf. Der Auftrag: Alle Regulierung, deren Kosten den vorgegaukelten Nutzen &uuml;bersteigen, geh&ouml;rt abgeschafft. Die zugrunde liegende Philosophie: Marktversagen kommt viel seltener vor als es den Gegnern der Marktwirtschaft lieb ist, wenn sie damit die Knebelung des Telefon-, Strom-, Taxi-, Bahn- oder Arbeitsmarktes legitimieren oder den Freihandel einschr&auml;nken wollen. Es ging nicht nur um bessere und g&uuml;nstigere Qualit&auml;t von Waren und Dienstleistungen; es sollte vor allem auch um mehr Wahlfreiheit f&uuml;r die B&uuml;rger gehen &ndash; ein liberaler Wert an sich, der noch dazu egalit&auml;re Konsequenzen hat, wenn dadurch viele Menschen sich Dinge leisten k&ouml;nnen, die sie zuvor nicht bezahlen konnten. &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/der-liberale-aufbruch-und-die-globalisierung-ein-essay-15723126-p4.html?printPagedArticle=true#pageIndex_3\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wer gerne wieder einmal eine volle Dr&ouml;hnung Neoliberalismus m&ouml;chte ist beim leitenden Wirtschaftsredakteur der FAS, Rainer Hank, an der richtigen Adresse. Der Beitrag ist allerdings insofern erhellend, als er schildert, dass der Neoliberalismus explizit politisch durchgesetzt wurde. Sehr interessant auch der Hinweis auf die geistige Gemeinschaft der Linksliberalen mit den Neoliberalen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Altersrente bei Neurentnern im Schnitt unter 880 Euro<\/strong><br>\nLetztes Jahr haben in Deutschland insgesamt knapp 760.000 Personen erstmalig eine gesetzliche Altersrente erhalten. Im Durchschnitt betrug deren Rentenh&ouml;he nicht einmal 880 Euro pro Monat. Viele, insbesondere Frauen, aber auch Bezieher einer Regelaltersrente, erhielten im Schnitt sogar weitaus weniger.<br>\nLaut der aktuellen Statistik der Deutschen Rentenversicherung (DRV) erhielten letztes Jahr 758.819 Personen hierzulande erstmalig eine gesetzliche Altersrente. Die durchschnittliche Rentenh&ouml;he betrug f&uuml;r diese Neurentner rund 873 Euro pro Monat. (&hellip;)<br>\nAllerdings gibt es gewaltige Rentenunterschiede zwischen den Geschlechtern sowie den alten und neuen Bundesl&auml;ndern. W&auml;hrend die m&auml;nnlichen Neurentner eine monatliche Rentenh&ouml;he von 1.048 Euro hatten, lag diese bei den weiblichen nur bei knapp 716 Euro.<br>\nZudem erhielten die Neurentner in den alten Bundesl&auml;ndern im Durchschnitt 847 Euro (M&auml;nner 1.052 Euro, Frauen 665 Euro). In den neuen Bundesl&auml;ndern dagegen gab es 981 Euro (M&auml;nner 1.034, Frauen 932 Euro) als durchschnittliche Altersrente.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.versicherungsjournal.de\/versicherungen-und-finanzen\/altersrente-bei-neurentnern-im-schnitt-unter-880-euro-133020.php\">VersicherungsJournal.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Lindner: &ldquo;Sozialstaat ger&auml;t au&szlig;er Kontrolle&rdquo;<\/strong><br>\nFDP-Chef Christian Lindner hat vor ausufernden Sozialausgaben in Deutschland gewarnt. &ldquo;Der deutsche Sozialstaat ger&auml;t au&szlig;er Kontrolle&rdquo;, sagte Lindner dem &ldquo;Handelsblatt&rdquo; (Montagsausgabe).<br>\n&ldquo;Seine Ausgaben steigen, ohne dass seine Ergebnisse sozialer oder die Zufriedenheit besser w&uuml;rden.&rdquo; Wenn die Politik nicht bald eingreife, werde der Sozialstaat &ldquo;durch Migration und Alterung aus der Kurve geworfen&rdquo;. Der FDP-Chef forderte eine &ldquo;Debatte &uuml;ber die Treffsicherheit sozialer Ausgaben&rdquo;. Planlose Umverteilung und wirkungslose Programme m&uuml;ssten beendet werden.<br>\nAuch der stellvertretende Unionsfraktionschef Carsten Linnemann (CDU) sieht dringenden Handlungsbedarf. &ldquo;Wir m&uuml;ssen das Dach reparieren, wenn die Sonne scheint und nicht wenn es regnet. Derzeit haben wir noch gutes konjunkturelles Wetter&rdquo;, sagte der Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) der CDU\/CSU dem &ldquo;Handelsblatt&rdquo; (Montagausgabe). Ohne ein Eingreifen der Politik werde die versprochene Grenze von 40 Prozent bei den Lohnnebenkosten gerissen.<br>\n&ldquo;Wir werden irgendwann nicht umhinkommen, &uuml;ber alternative Finanzierungsformen des Sozialstaats nachzudenken.&rdquo; Der Unionsfraktionsvize rief die von der Gro&szlig;en Koalition eingesetzte Rentenkommission auf, viel st&auml;rker Fragen der privaten und betrieblichen Altersvorsorge in den Blick zu nehmen. Bislang gehe es in der Diskussion vor allem die H&ouml;he der gesetzlichen Rente. Im Gesundheitswesen m&uuml;ssten &ldquo;marktwirtschaftliche Reformen&rdquo; angesto&szlig;en werden, um das System effizienter zu machen und damit die Kosten einzud&auml;mmen.<br>\nLaut dem vergangene Woche ver&ouml;ffentlichten Sozialbudget erh&ouml;hte sich die Summe aller Sozialleistungen 2017 auf den Rekordwert von 965,5 Milliarden Euro. In diesem Jahr wird bei gleichbleibenden Steigerungsraten die Billionen-Grenze &uuml;berschritten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.finanznachrichten.de\/nachrichten-2018-08\/44460104-lindner-sozialstaat-geraet-ausser-kontrolle-003.htm\">Finanznachrichten<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.N.:<\/strong> Mal wieder Panikmache ohne Sinn und Verstand. Die Sozialausgaben sind nicht &uuml;berbordend, sondern pendeln seit 1996 um 28-30% des BIP. Ergo sind die Sozialausgaben im Verh&auml;ltnis zur Wirtschaftsleistung konstant. Zu den Sozialausgaben werden Ausgaben der Arbeitgeber, des Staates und der privaten Haushalte gez&auml;hlt. Die &ldquo;Treffgenauigkeitsdebatte&rdquo; klingt, als ob mal wieder die Bed&uuml;rftigkeitspr&uuml;fungen versch&auml;rft werden sollen, damit weniger Leute Anspr&uuml;che erhalten. Die &ldquo;versprochene Grenze&rdquo; der Lohnnebenkosten von 40% ist mit nichts zu rechtfertigen. Relevant f&uuml;r den wirtschaftlichen Erfolg sind, wenn &uuml;berhaupt, die Lohnst&uuml;ckkosten eines Unternehmens. Einzig der Hinweis auf &ldquo;alternative Finanzierungsformen des Sozialstaats&rdquo; k&ouml;nnte vern&uuml;nftig sein, wenn man denn damit eine Wertsch&ouml;pfungsabgabe meinen w&uuml;rde. Aber Linnemann zielt wohl eher auf eine weitere Schw&auml;chung der Gesetzlichen Rentenversicherung zugunsten der privaten und betrieblichen Vorsorge. Die haben h&ouml;here Verwaltungskosten und Risiken und Arbeitnehmer zahlt im Zweifel allein. Aber es geht weiter: Marktwirtschaftliche Reformen sollen das Gesundheitswesen effizienter machen und Kosten eind&auml;mmen. Dieses Experiment versuchen die USA schon l&auml;nger und die Gesundheitskosten sind in % des BIP die h&ouml;chsten weltweit &ndash; und der Anstieg fand vor Obamacare statt.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die Frage ist doch auch wo sollen die &bdquo;Sozialausgaben&ldquo; sonst investiert werden? F&uuml;r die Neoliberalen ist die Antwort nat&uuml;rlich klar, in die Taschen der Superreichen. Die Idiotie geht sogar soweit, dass beispielsweise in den USA durch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45245#h09\">Neoliberale Investitionen in &ouml;ffentliche Infrastruktur<\/a>, wie Nahverkehrssysteme, die der Mehrheit der B&uuml;rger zugutek&auml;men, verhindert werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Was Amerikas republikanisches Erbe untergr&auml;bt<\/strong><br>\nDie Polarisierung der amerikanischen Gesellschaft geht &uuml;ber die immer offenere Feindseligkeit zwischen Demokraten und Republikanern hinaus. Was genau geschieht da? Der Sozialpsychologe Jonathan Haidt hat die Faktoren ausgemacht, die entscheidend zu diesem Prozess beitragen.<br>\nSeit 2007 besch&auml;ftige ich mich mit dem Ph&auml;nomen der politischen Polarisierung. Die Erhebungen von Meinungsforschungsinstituten wie Gallup und Pew zeigen, dass diese sich seit den 1990er Jahren stetig versch&auml;rft: Die Abneigung gegen die &laquo;andere Seite&raquo; nimmt ebenso zu wie die Vorstellung, dass diese eine Bedrohung f&uuml;r die Nation darstellt.<br>\nTrotz ihren anderweitig positiven Auswirkungen ist Diversit&auml;t also eine zentrifugale Kraft. Ich muss hier nochmals hervorheben: Sie hat auch ihre guten Seiten, und ich selbst bin Amerika dankbar, dass es meine russischen und polnischen Grosseltern ebenso gastlich aufgenommen hat wie die koreanischen Eltern meiner Frau. Aber Putnams Befunde machen klar, dass diejenigen, die mehr Diversit&auml;t w&uuml;nschen, sich noch wesentlich intensiver darum bem&uuml;hen sollten, auch die zentripetalen Kr&auml;fte zu st&auml;rken.<br>\nDie Radikalisierung der Republikaner<br>\nZwei Akteure tragen massgebliche Mitverantwortung f&uuml;r die Entwicklungen der j&uuml;ngeren Zeit. Es sind dies einerseits die Republikaner in Washington, anderseits die Linken an den Universit&auml;ten. Beide haben die zentrifugalen Kr&auml;fte verst&auml;rkt, die nun das Land zu zerreissen drohen.<br>\nSeitens der Linken fand die Radikalisierung insbesondere im Rahmen der Identit&auml;tspolitik statt. Jonathan Rauch beschreibt diese als &laquo;eine politische Mobilisierung, welche auf die Eigenschaften einer bestimmten Gruppe &ndash; etwa Rasse, Geschlecht oder sexuelle Orientierung &ndash; abhebt, im Unterschied zu parteilichen, ideologischen oder pekuni&auml;ren Zielsetzungen&raquo;. Und er erg&auml;nzt: &laquo;In Amerika ist diese Art der Mobilisierung nicht neu, ungew&ouml;hnlich, unamerikanisch, illegitim, sch&auml;dlich oder vorab mit der Linken konnotiert.&raquo; Anhand dieser Definition k&ouml;nnen wir zwei Auspr&auml;gungen der Identit&auml;tspolitik unterscheiden: eine gute, die auf lange Sicht als zentripetale Kraft wirkt, und eine schlechte mit gegenteiligem Effekt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/feuilleton\/was-amerikas-einheit-untergraebt-ld.1407532\">NZZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Aufgew&uuml;hlt &ndash; wie Spanien mit der &ldquo;afrikanischen Welle&rdquo; umgeht<\/strong><br>\nAllerdings herrscht unter den gro&szlig;en Parteien in Spanien, von der linksalternativen Gruppierung Podemos abgesehen, Einigkeit dar&uuml;ber, dass es sich bei der &uuml;berw&auml;ltigenden Mehrheit der jungen Afrikaner, die &uuml;ber die &ldquo;Maghreb-Route&rdquo; kommen, nicht um Menschen in Not handelt. Die Experten der Caritas, die sich um Ank&ouml;mmlinge k&uuml;mmern, best&auml;tigen dies. In Ceuta sagt Schwester Teresa, seit drei Jahrzehnten f&uuml;r Hilfesuchende im Einsatz, unverbl&uuml;mt: &ldquo;Die meisten von ihnen w&uuml;rden gl&uuml;cklicher, wenn sie zu Hause blieben.&rdquo; Die Statistiken der Einwanderungsbeh&ouml;rde belegen: Fast alle der neuen Migranten kommen aus der Mittelschicht, sie tr&auml;umen von Wohlstand, manche von Karrieren als Musiker oder Fu&szlig;baller. Sie verehren Kylian Mbapp&eacute; und Paul Pogba, Stars der franz&ouml;sischen Fu&szlig;ballweltmeister, deren Eltern einst aus Afrika eingewandert sind. &ldquo;Fast alle erleben in Europa einen krassen sozialen Abstieg&rdquo;, sagt Schwester Teresa. &ldquo;Sie werden ungl&uuml;cklich, sie sind in der Sackgasse.&rdquo;<br>\nErste Bekanntschaft mit Europa machen die meisten von ihnen in Algeciras, wohin sie mit der F&auml;hre gebracht werden. Die 120 000 Einwohner z&auml;hlende und von hoher Arbeitslosigkeit geplagte Stadt rahmen eine Raffinerie und eine Phalanx aus hellblau gestrichenen turmhohen Hafenkr&auml;nen ein. Dort er&ouml;ffnete am Freitag ein neues Aufnahmezentrum &ndash; eine Mehrzweckhalle, in deren R&auml;umen 600 Feldbetten Platz finden. Das Rote Kreuz und das Milit&auml;r haben Feldk&uuml;chen aufgestellt. Nur ein Bruchteil der Migranten hat die Chance, als Fl&uuml;chtling anerkannt zu werden.<br>\nVon all dem ahnen die jungen Afrikaner noch nichts, die morgens gruppenweise, munter plaudernd, vom &uuml;berf&uuml;llten Aufnahmezentrum auf einer Anh&ouml;he am Stadtrand ins Zentrum von Ceuta ziehen. Sie d&uuml;rfen sich in der Stadt frei bewegen. Dutzende von ihnen versuchen, ein paar Euro zu verdienen: Sie weisen Autos in Parkl&uuml;cken ein, helfen beim Verstauen der Eink&auml;ufe auf den Parkpl&auml;tzen der Superm&auml;rkte. Sie halten nach Herkunftsland zusammen, aber auch nach Religion &ndash; Christen und Muslime bleiben unter sich. Die Stra&szlig;en und Superm&auml;rkte haben sie nach den Heimatl&auml;ndern unter sich aufgeteilt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/fluechtlinge-spanien-tarifa-1.4081149\">SZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Polen: Das Auswanderungsland braucht dringend mehr ausl&auml;ndische Arbeitskr&auml;fte<\/strong><br>\nPolen ist eines der L&auml;nder, das sich in der EU am massivsten der Aufnahme von Fl&uuml;chtlingen verweigert hat. Dabei ist das wirtschaftlich wachsende Polen eines der L&auml;nder, aus denen viele B&uuml;rger fortgezogen sind, um im Ausland Arbeit und bessere Chancen zu finden. Weil das Auswanderungsland kein Einwanderungsland werden wollte, f&uuml;hrte das in den letzten Jahren zu einem Mangel an Arbeitskr&auml;ften im Land, aber auch zu einer niedrigen Arbeitslosigkeit. Bis 2030 k&ouml;nnten vier Millionen Arbeitnehmer fehlen und soll die Bev&ouml;lkerung im arbeitsf&auml;higen Alter um 2,5 Millionen sinken. Das Problem wird durch die niedrige Geburtenrate im katholischen Land mit seiner konservativen Regierung noch versch&auml;rft.<br>\nGemildert wurde das vor allem durch den Ukraine-Konflikt. In dessen Folge str&ouml;mten viele Ukrainer vornehmlich als Wirtschaftsfl&uuml;chtlinge ins Nachbarland, weil sie dort das Mehrfache verdienen k&ouml;nnen, und ersetzen dort die Polen, die wiederum in Westeuropa bessere Verdienstm&ouml;glichkeiten fanden. Durchschnittlich verdient ein Arbeiter in der Ukraine monatlich 7,100 hryvnia ($265), aber in Polen mit 3,500 Zloty ($1,046) etwa das Vierfache. Nach den Ukrainern kommen viele Einwanderer aus Wei&szlig;russland und aus Indien.<br>\nAngenommen wird, dass mindestens 1,4 Millionen Ukrainer in Polen leben, Sch&auml;tzungen sprechen auch von 2 Millionen. Viele haben eine Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung, manche halten sich aber illegal in Polen auf, nachdem sie mit einem Touristenvisum eingewandert und nicht wieder ausgereist sind. Monatlich verlassen 100.000 Menschen die Ukraine, sagte Au&szlig;enminister Klimkin, vor allem Richtung Polen.<br>\nW&auml;hrend die Polen lange den Ukrainern freundlich gesinnt waren, mehren sich nun die kritischen Stimmen. Das hat mit politischen Verstimmungen &uuml;ber das Massaker von Wolhynien zu tun, aber auch mit der Sorge, dass die Anwesenheit der Ukrainer zu einem Lohndumping auch f&uuml;r polnische Arbeitnehmer f&uuml;hren kann.<br>\nNach einer aktuellen Umfrage scheint f&uuml;r die meisten Ukrainer in Polen das Land nur eine Zwischenstation oder ein Notbehelf zu sein. 95 Prozent der in Polen arbeitenden Ukrainer erkl&auml;rte, sie w&uuml;rden nach Deutschland gehen, wenn der deutsche Arbeitsmarkt ihnen offenstehen w&uuml;rde. Das w&uuml;rde vermutlich das Verh&auml;ltnis der Deutschen zur Ukraine verschlechtern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Polen-Das-Auswanderungsland-braucht-dringend-mehr-auslaendische-Arbeitskraefte-4129241.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Rheinmetall &ndash; Gegenwind f&uuml;r ein R&uuml;stungsunternehmen<\/strong><br>\nSeit geraumer Zeit r&uuml;ckt Rheinmetall vermehrt in den Fokus zahlreicher friedenspolitischer Kampagnen &ndash; und zwar nicht nur in der BRD, sondern auch in der Schweiz und in Italien.<br>\nRheinmetall ist das gr&ouml;&szlig;te in Deutschland ans&auml;ssige R&uuml;stungsunternehmen und steht an 26. Stelle der gr&ouml;&szlig;ten R&uuml;stungsunternehmen weltweit.[1] An 117 auf allen Kontinenten verteilten Standorten arbeiten insgesamt rund 12.000 in der Automobil- und weitere 11.000 in der Defence-Sparte des Unternehmens.[2] Die R&uuml;stungssparte befindet sich in einem stetigen Ausbau und die Gewinnspanne steigt: Bereits 2017 &uuml;bertraf die R&uuml;stungssparte mit einem Umsatz von 3,036 Milliarden Euro den der Automobilsparte (2,86 Milliarden Euro). Laut dem Gesch&auml;ftsbericht 2017 rechnet das zu einem der weltweit gr&ouml;&szlig;ten Munitionshersteller avancierte Unternehmen mit einem Umsatzzuwachs der R&uuml;stungssparte von 12% bis 14% f&uuml;r 2018.[3] Die R&uuml;stungssparte selbst setzt sich aus der Produktion von Fahrzeugsystemen (u.a. Rad-, Sch&uuml;tzen- und Kampfpanzer sowie milit&auml;rische LKWs), Waffen und Muniton sowie Systemen f&uuml;r Aufkl&auml;rung und Sensorik, Radarsysteme, Gefechts&uuml;bungszentren und Vernetzungstechnik, zusammen. (&hellip;)<br>\nSeit Jahren erf&auml;hrt Rheinmetall Gegenwind von Kriegsgegner_innen. So richteten sich die vergangenen j&auml;hrlichen War Starts Here Camps von 2012 bis 2017 gegen das von Rheinmetall betriebene Gefechts&uuml;bungszentrum bei Magdeburg. In den vergangenen Jahren verst&auml;rkten sich die Proteste gegen Rheinmetall. Ausschlaggebend f&uuml;r diese Entwicklung waren die Profite des Unternehmens durch den Krieg in Jemen, die zunehmend dreiste und rechtlich fragw&uuml;rdige Auslagerung der Produktion, um deutschen Exportrichtlinien auszuweichen und der Einsatz der Leopard 2 Panzer der t&uuml;rkischen Armee in Afrin. (&hellip;)<br>\nEs bleibt abzuwarten, ob die aktuellen Aktionen zu einer verst&auml;rkten Vernetzung der unterschiedlichen Initiativen und Einzelpersonen f&uuml;hren wird. Vielversprechend ist bereits die Strafanzeige, die am 17. April 2018 gegen die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer_innen von RWM Italia S.pA. sowie gegen ranghohe Beamt_innen der italienischen Beh&ouml;rde f&uuml;r Waffenexporte bei der Staatsanwaltschaft in Rom eingereicht wurde. Kl&auml;ger_innen sind das European Center for Constitutional and Human Rights aus Berlin, die Mwatana Organization for Human Rights aus Jemen sowie die Permanente Beobachtungsstelle von leichten Waffen und der Sicherheits- und Verteidigungspolitik (O.P.A.L.) und das italienische Netzwerk f&uuml;r Abr&uuml;stung (Rete Italiana per Il Disarmo).[34]<br>\nDas War Starts Here Camp, das vom 29. August bis zum 4. September in nieders&auml;chsischen Unterl&uuml;&szlig; stattfinden wird, kann und soll einen weiteren wichtigen Meilenstein in der Vernetzung des Gegenwinds f&uuml;r das R&uuml;stungsunternehmen Rheinmetall darstellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2018\/08\/03\/rheinmetall-gegenwind-fuer-ein-ruestungsunternehmen\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Sozialdemokraten im Niedergang<\/strong><br>\nAm 28. Juli erschien in der schwedischen Abendzeitung Aftonbladet ein Kommentar des Psychologen Jonas Thornell, ehemals Mitglied des sozialdemokratischen Jugendverbandes. Thornell erkl&auml;rte, warum er sich gezwungen sieht, bei den schwedischen Parlamentswahlen am 9. September die rechtspopulistischen Schwedendemokraten zu w&auml;hlen. Das Thema Migration sei daf&uuml;r nicht entscheidend. F&uuml;r dieses, so Thornell, interessiere er sich kaum. Doch die Schwedendemokraten st&uuml;nden als einzige Partei f&uuml;r die Verteidigung des schwedischen Wohlfahrtsstaats. Tats&auml;chlich best&auml;tigt eine Untersuchung des Meinungsforschungsinstituts Novus, dass die wichtigsten Fragen f&uuml;r die W&auml;hler Gesundheit, Schule und Ausbildung sind. Einwanderung folgt erst danach.<br>\nDeutlicher kann die Tendenz, rechte Kr&auml;fte zu den Verteidigern sozialer Gerechtigkeit zu stilisieren, kaum werden. Sp&uuml;rbar ist die Klatsche f&uuml;r die etablierten Parteien, vor allem die Sozialdemokraten. Diese stellen seit hundert Jahren fast ununterbrochen die schwedische Regierung. 1968 konnten sie noch mehr als 50 Prozent der Stimmen f&uuml;r sich verbuchen. In aktuellen Umfragen liegen sie bei etwa 25 Prozent. Die Schwedendemokraten folgen knapp dahinter. Es ist nicht unm&ouml;glich, dass die Partei mit Wurzeln im neonazistischen Milieu der 1980er Jahre zur st&auml;rksten politischen Kraft des Landes wird. Seit 2006 hat sich ihr Stimmenanteil bei jeder Parlamentswahl verdoppelt. Zum Einzug ins Parlament reichte es erstmals 2010.<br>\nEine Regierungsbeteiligung wird es f&uuml;r die Schwedendemokraten kaum geben. Auch wenn die Moderaten, historisch der konservative Gegenpol zur Sozialdemokratie, sich immer mehr f&uuml;r eine Zusammenarbeit &ouml;ffnen, lehnen andere Parteien der Mitte-rechts-Allianz eine solche ab. Das gilt f&uuml;r die Liberalen, aber auch f&uuml;r die Zentrumspartei, einst Vertreter der Landbev&ouml;lkerung, mittlerweile des st&auml;dtischen Mittelstands. Die Christdemokraten k&auml;mpfen darum, die Vierprozenth&uuml;rde zu &uuml;berspringen.<br>\nAuch die Linkspartei profitiert von der Verdrossenheit der W&auml;hler. Sie kann rund zehn Prozent der Stimmen erwarten, das beste Resultat seit 20 Jahren. 2014 weigerte sich die Partei, mit Sozialdemokraten und Gr&uuml;nen eine Koalitionsregierung zu bilden. Sie forderten einen kompromisslosen Stopp aller Privatisierungen. Die rot-gr&uuml;ne Minderheitenregierung funktionierte mehr schlecht als recht und tat keiner der beiden Parteien gut. Sollte nach dem 9. September wieder ein Mitte-links-B&uuml;ndnis m&ouml;glich sein, h&auml;tten die Forderungen der Linkspartei diesmal mehr Gewicht&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/337338.schweden-sozialdemokraten-im-niedergang.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Der antisemitische Pferdefuss von Jeremy Corbyns Labour Party<\/strong><br>\nDie britische Labour-Partei hat ein Antisemitismusproblem. Statt es mit klaren Richtlinien aus der Welt zu schaffen, verst&auml;rkt es der altlinke Parteichef Corbyn nur noch. Die F&uuml;hrungsriege der britischen Labour-Partei will die Diskussion &uuml;ber antisemitische Tendenzen in den eigenen Reihen und die widerspr&uuml;chliche Haltung dazu seitens der Parteileitung Jeremy Corbyns endlich vom Tisch haben. Andernfalls drohten die Wahlchancen Labours in einem Strudel von Scham und Peinlichkeiten unterzugehen, sagte der stellvertretende Labour-Chef Tom Watson der Sonntagszeitung &laquo;Observer&raquo;. W&auml;hrend sich Corbyn weiter in Spitzfindigkeiten verstrickt, fordert Watson, dass die Partei eine international anerkannte Definition von Antisemitismus ungeteilt &uuml;bernimmt und die Disziplinarverfahren gegen zwei Labour-Abgeordnete einstellt, die Corbyn in der Angelegenheit kritisiert hatten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/international\/der-antisemitische-pferdefuss-von-jeremy-corbyns-labour-party-ld.1408991\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Eine deutlich erkennbare Kampagne.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Zudem ist der Artikel inhaltlich erschreckend falsch. Die NachDenkSeiten bringen kurz nach den heutigen Hinweisen einen Artikel zum Thema.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Jette Joops Frauenverh&ouml;hnungssendung<\/strong><br>\nBusen, Bowls, Begrabbelei: So stellt sich RTL II in &ldquo;Jung, weiblich, Boss&rdquo; die Business-Cases vor, wenn Frauen &ndash; &ldquo;unterst&uuml;tzt&rdquo; von Jette Joop &ndash; ein Unternehmen gr&uuml;nden.<br>\nKein Mensch hat so viele Anf&uuml;hrungszeichen, wo soll man da anfangen? Jette Joop &ldquo;will Unternehmerinnen beim Durchbruch helfen&rdquo;, hei&szlig;t es in der RTL-II-Selbstbeschreibung &uuml;ber das neue, vermeintliche Gr&uuml;nderinnen-Format &ldquo;Jung, weiblich, Boss&rdquo;, und tats&auml;chlich m&uuml;sste man jeden einzelnen hingehusteten Brocken dieser k&uuml;hnen Behauptung in einzelne Ist-nat&uuml;rlich-nicht-ernst-gemeint-T&uuml;ddelchen setzen.<br>\nDenn Jette Joop, Designerin und Tochter von &ldquo;Germany&rsquo;s Next Topmodel&rdquo;-Obskurit&auml;tspr&auml;sident Wolfgang Joop, soll zwar angeblich Mentorin f&uuml;r acht gr&uuml;ndungswillige Beobachtungsobjekte sein. Tats&auml;chlich plappert sie schon bei ihrem ersten Aufsageauftrittchen so verheerenden Unsinn, dass man kaum glauben kann, dass sie selbst zum eigenst&auml;ndigen Selbsterhalt in der Lage ist.<br>\nEin eigenes Unternehmen zu f&uuml;hren hat ihrer Ansicht nach zwei entscheidende Vorteile: &ldquo;Man kann bestimmen, wann man aufsteht und wann nicht&rdquo; und, auch ganz sch&ouml;n: &ldquo;mit wem man ins Bett geht und mit wem nicht&rdquo;. Klar, als arme Angestellte kann man sich das nicht aussuchen, da muss man s&auml;mtliche Machtm&auml;nner beigehen lassen, die eben gerade Interesse haben, um nicht verhungern zu m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/tv\/jung-weiblich-boss-mit-jette-joop-bei-rtl-ii-killekille-gaensehaut-a-1221901.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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