{"id":45360,"date":"2018-08-07T12:45:10","date_gmt":"2018-08-07T10:45:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45360"},"modified":"2019-08-26T11:35:51","modified_gmt":"2019-08-26T09:35:51","slug":"saunazuege-klimawandel-stuttgart21-oder-wie-die-deutsche-bahn-die-fahrgaeste-vergrault-und-sich-die-zukunft-verbaut","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45360","title":{"rendered":"Saunaz\u00fcge, Klimawandel &#038; Stuttgart21. Oder &#8211; Wie die Deutsche Bahn die Fahrg\u00e4ste vergrault und sich die Zukunft verbaut"},"content":{"rendered":"<p>In diesem Sommer ist es wieder soweit: T&auml;glich werden in den Fernverkehrsz&uuml;gen der Deutschen Bahn nach offiziellen Bahnangaben mehr als 100 Wagen abgesperrt, weil Klimaanlagen ausgefallen sind. Der Bahnkonzern hat daf&uuml;r &ndash; Ordnung muss sein! &ndash; auch &bdquo;ein spezielles Absperrband entwickelt&ldquo;. In einzelnen Reisezugwagen sind alle Sitzpl&auml;tze mit Plastikband abgesperrt &ndash; das sieht dann aus wie in einem &bdquo;Tatort&ldquo; mit Titel &bdquo;Tod im Sauna-Zug&ldquo;. T&auml;glich fallen im Fern- und Nahverkehr auch Z&uuml;ge komplett aus &ndash; wegen unterschiedlicher Defekte. An einem einzigen Tag im Juli gab es 19 Fernz&uuml;ge mit Komplettausfall und weitere 32 Fernverkehrsz&uuml;ge, die &bdquo;auf Teilstrecken ausgefallen waren&ldquo;.  Ab Temperaturen von 25 Grad Celsius wird bei der DB die &bdquo;Sommerstufe&ldquo; ausgerufen, was u.a. hei&szlig;t, dass ausreichend &bdquo;Notfallwasser&ldquo; an Bord sein muss, um Fahrg&auml;ste zu versorgen, &bdquo;falls  es zum Komplettausfall kommt.&ldquo; In einem solchen Fall wird &bdquo;die Fahrt im n&auml;chstgelegenen Bahnhof gestoppt&ldquo;, so eine Bahnsprecherin laut Bericht im Berliner Tagesspiegel (vom 31. Mai 2018).<br>\nWenn im Wilden Westen galt, &bdquo;Ein toter Indianer ist ein guter Indianer&ldquo;, so gilt bei der Deutschen Bahn: &bdquo;Ein ausgefallener Zug ist ein guter Zug&ldquo;. Ausgefallene Z&uuml;ge  erscheinen erst gar nicht in der P&uuml;nktlichkeitsstatistik. Sie gelten dann statistisch betrachtet als p&uuml;nktliche Z&uuml;ge.  Von <strong>Winfried Wolf<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_7030\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-45360-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180807_Saunazuege_Klimawandel_und_Stuttgart21_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180807_Saunazuege_Klimawandel_und_Stuttgart21_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180807_Saunazuege_Klimawandel_und_Stuttgart21_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180807_Saunazuege_Klimawandel_und_Stuttgart21_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=45360-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180807_Saunazuege_Klimawandel_und_Stuttgart21_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"180807_Saunazuege_Klimawandel_und_Stuttgart21_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Die P&uuml;nktlichkeit derjenigen Fernz&uuml;ge, die dann tats&auml;chlich auch unterwegs waren, lag an einem letzten Tag im Juli laut Angaben eines Bahnmitarbeiters &bdquo;bei unter 60 Prozent&ldquo; (n-tv-Bericht vom 3. 8.2018). In der letzten Juli-Woche fuhren laut Bericht der ARD-Sendung hr-iNFO vom 27. Juli 2018 &bdquo;weniger als 70 Prozent der ICE und IC nach Plan&ldquo;. Bahnoffiziell sieht es etwas besser aus. Da lag die P&uuml;nktlichkeitsquote im Juli im Durchschnitt bei 77,4 Prozent. Oder auch: Fast ein Viertel der Fernverkehrsz&uuml;ge war in diesem Monat mehr als 6 Minuten versp&auml;tet. Wobei die offizielle Statistik als sch&ouml;ngef&auml;rbt gilt; sie l&auml;sst sich meist nicht mit der Wahrnehmung der Fahrg&auml;ste in &Uuml;bereinstimmung bringen.<\/p><p>Es sei daran erinnert, dass Bahnchef Lutz im Februar 2018 eine &bdquo;F&uuml;nf-Punkte-Strategie&ldquo; vorstellte, mit der der Schienenverkehr &bdquo;hitzebest&auml;ndiger&ldquo; gemacht werden sollte. Lutz damals:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Es geht darum, [&hellip;] die Z&uuml;ge robuster zu machen. Im Sommer haben wir mit h&ouml;heren Hitzeperioden zu rechnen.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Lutz&acute; Worte vom Februar aber hei&szlig;en: Wir erleben erneut &ndash; wie seit vielen Jahren &ndash; dass die Worte der Bahn-Offiziellen wertlos sind. Wir erleben die Bahnmisere mit Ansage. Doch obgleich jeder Pendler, der die Bahn nutzt, und jeder Mensch, der regelm&auml;&szlig;ig in Fernverkehrsz&uuml;gen unterwegs ist, von dieser Misere der Bahn und davon, dass sich die Verh&auml;ltnisse von Jahr zu Jahr verschlechtern, berichten kann, h&auml;lt der Bahnkonzern stur mit Sch&ouml;nwetter-Meldungen dagegen. Und viele Medien &uuml;bernehmen solche Berichte. So meldete dpa am 2. August: &bdquo;Klimaanlagen der Bahn  halten Sommerhitze bislang stand&ldquo;.  <\/p><p>Die Misere im Schienenverkehr ist nur zu einem geringen Teil der Hitze geschuldet. Bei Z&uuml;gen in L&auml;ndern mit h&ouml;heren Temperaturen gibt es oft deutlich weniger Ausf&auml;lle. Es geht schlicht darum, dass die DB viel zu wenig in Qualit&auml;t und Komfort investiert. So sind die Klimaanlagen nur bis zu einer &bdquo;Innentemperatur von 35 Grad&ldquo; ausgelegt. Und dann ist viel zu viel veraltetes und altersschwaches Wagenmaterial unterwegs &ndash; auch dies das Resultat einer Politik des Sparens an der falschen Stelle.<\/p><p>Nicht gespart wird bei den Auslandsengagements. DB Engineering &amp; Consulting (DB E&amp;C), eine Tochter der Deutschen Bahn, k&uuml;ndigte im Juli 2017 an, in B&auml;lde &bdquo;neue B&uuml;ros in China, Indien, Malaysia, Singapur und Australien&ldquo; zu er&ouml;ffnen.  Da geht es dann um &bdquo;eine Metro in Katar&ldquo;, um &bdquo;den effizienten Kohletransport von 50 s&uuml;dafrikanischen Minen zu einem Hafen am Indischen Ozean&ldquo;, um &bdquo;ein Hochgeschwindigkeitsprojekt zwischen Mekka, Dschidda und Medina&ldquo; in Saudi Arabien oder um &bdquo;den Ausbau einer G&uuml;terverkehrstra&szlig;e im Nordosten von Indien&ldquo;.<\/p><p>Es ist kaum vorstellbar, dass die Deutsche Bahn bei diesen Auslandsprojekten eine derart miese Qualit&auml;t abliefern kann, wie sie sich eine solche im deutschen Schienennetz sehr oft dort leistet, wo sie &uuml;ber eine quasi monopolartige Stellung verf&uuml;gt: im Fernverkehr, bei der S-Bahn Berlin und vor allem bei der gesamten Schienen-Infrastruktur. Nicht vorstellbar ist es beispielsweise, dass die Klimaanlagen beim Bahnprojekt in Saudi Arabien einfach so mal kollabieren und komplett ausfallen d&uuml;rfen, wie sie dies in Deutschland bei wesentlich niedrigeren Temperaturen in Serie tun. Bei einer G&uuml;terverkehrstra&szlig;e im Norden von Indien darf man sich nicht ein derart skandal&ouml;ses Versagen leisten, wie dies im August in Rastatt zu beobachten war, als die DB einen Tunnelbau unter der Schienenhauptverkehrsachse bei laufendem Betrieb vorantrieb, es zum Einsturz kam, der gesamte Personen- und G&uuml;terzugverkehr sieben Wochen lang unterbrochen war &ndash; und eine &uuml;berzeugende Entsch&auml;digung der G&uuml;terverkehrsspediteure bis heute nicht stattgefunden hat. Und dann bei der Metro in Katar darf man sich sicher nicht solche Scherze leisten wie j&uuml;ngst bei der S-Bahn in Berlin, einer DB AG-Tochter. Diese Stadtbahn befindet sich in einem derart miserablen Zustand, dass Ausf&auml;lle ganzer Z&uuml;ge seit Jahren an der Tagesordnung sind. Da die P&uuml;nktlichkeitsquoten miserabel und die Versp&auml;tungen oft nicht mehr einzuholen sind, schlug der S-Bahn-Berlin-Chef Peter Buchner im Juni 2018 allen Ernstes vor, dass &bdquo;stark versp&auml;tete Z&uuml;ge an zwei Stationen ohne Halt vorbeifahren&ldquo; sollten. Damit sollten &bdquo; Versp&auml;tungen auf dem S-Bahnring aufgeholt werden&ldquo;.&nbsp; Gro&szlig;z&uuml;giger Weise sollten in einem solchen Fall &bdquo;betroffene Fahrg&auml;ste im Zug informiert werden&ldquo;; diese h&auml;tten dann &bdquo;in einen nachfolgenden Zug umsteigen m&uuml;ssen&ldquo; (Berliner Morgenpost vom 17.7.2018). Nachdem Buchner diesen Vorschlag als hoch innovativ vorgestellt hatte, wurde er derart mit Spott, Hohn und Protesten eingedeckt, dass er das Vorhaben aufgab. Dennoch wird damit ein weiteres Mal deutlich, zu welch verzweifelten Ma&szlig;nahmen das Management der Bahn zu greifen bereit ist, weil das systematische Fahren auf Verschlei&szlig; schlicht zu katastrophalen Umst&auml;nden gef&uuml;hrt hat.<\/p><p>Nat&uuml;rlich fehlt Geld nicht &uuml;berall im deutschen Schienenverkehr. Beim gr&ouml;&szlig;ten Schieneninfrastrukturprojekt, das die Deutsche Bahn AG &uuml;berhaupt betreibt, spielen Kosten offensichtlich keine Rolle. 1995 wurde Stuttgart 21 mit 4 Milliarden projektiert &hellip; allerdings waren es damals DM. Bei der Volksabstimmung 2011 war der gleiche Betrag bereits in Euro umgerubelt. Damals hie&szlig; es: Das Projekt sei bei &bdquo;4,5 Milliarden Euro Gesamtkosten gedeckelt&ldquo;. Alles, was &uuml;ber dem Betrag liege, sei &bdquo;unwirtschaftlich&ldquo;. Da handle es sich, so der damalige Bahnchef R&uuml;diger Grube, um eine &bdquo;Sollbruchstelle&ldquo;. Nur zwei Jahre sp&auml;ter lie&szlig; derselbe Bahnchef den Betrag unger&uuml;hrt auf 6,5 Milliarden Euro erh&ouml;hen und diesen vom Aufsichtsrat absegnen. Sein Nachfolger, der aktuelle Bahnchef Richard Lutz, legte dem DB-AG-Aufsichtsrat im Februar 2018 eine neue Stuttgart21-Kostenrechnung in H&ouml;he von 8,2 Milliarden Euro vor. Der Aufsichtsrat nickte dies ein weiteres Mal brav ab. Nur zwei Monate sp&auml;ter, im April 2018, gestand Lutz im Verkehrsausschuss ein, dass Stuttgart 21 &bdquo;komplett unwirtschaftlich&ldquo; sei. Das Projekt w&uuml;rde der DB einen &bdquo;Verlust in H&ouml;he von 2,227 Milliarden Euro&ldquo; bringen. Wobei ein Projekt, das &bdquo;komplett unwirtschaftlich&ldquo; ist, nat&uuml;rlich nicht einen einmaligen Verlust beschert. Vielmehr w&uuml;rde es im Fall einer Inbetriebnahme von Stuttgart 21 Jahr f&uuml;r Jahr Verluste geben &ndash; eine Begrenzung der Verluste nach oben ist nicht ernsthaft berechenbar.<\/p><p>Und wie sieht das Thema &bdquo;Stuttgart 21 und Klimawandel&ldquo; aus?  Richard Lutz lie&szlig; Anfang 2018 speziell f&uuml;r die Bahn &bdquo;die Auswirkungen des Klimawandels durch das Potsdam-Institut f&uuml;r Klimafolgenforschung (PIK) untersuchen.&ldquo; Lutz bilanzierte dann wie folgt: &bdquo;Die Deutsche Bahn ist wie kein anderes Unternehmen von den Effekten des Klimawandels betroffen&ldquo;. Dabei w&uuml;rde sich &bdquo;die Zahl der Extremwetterlagen in Deutschland deutlich erh&ouml;hen&ldquo;. Ausdr&uuml;cklich nannte der Bahnchef auch eine zu erwartende massive Zunahme von &bdquo;Starkregen&ldquo;. Nun gibt es in Deutschland zwei St&auml;dte, die von Starkregen und damit von &Uuml;berflutungen besonders bedroht sind. Das sind Wuppertal und Stuttgart. <\/p><p>Ende Mai war es soweit &ndash; in Wuppertal. Aus einem Bericht der &bdquo;Rheinischen Post&ldquo; vom 31. Mai 2018:<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;&acute;Hier geht gerade die Welt unter&acute;, sagte am Nachmittag eine st&auml;dtische Mitarbeiterin aus Wuppertal. Enorme Regenmassen und Hagel hatten in k&uuml;rzester Zeit gro&szlig;e Teile der Innenstadt unter Wasser gesetzt. An einigen Stellen sollen die Fluten 70 Zentimeter hoch gewesen sein. Ungef&auml;hr eine Stunde soll der Starkregen angehalten haben. Teilweise fielen nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Wuppertal bis zu 90 Liter Regen pro Quadratmeter. [&hellip;]  In der Wuppertaler Innenstadt lief das Einkaufszentrum Cityarkaden voll Wasser. [&hellip;] An der Uni am Haspel st&uuml;rzte ein rund 50 Quadratmeter gro&szlig;es Dach ein. [&hellip;] Wegen des Unwetters stellte die Deutsche Bahn im Raum Wuppertal den Bahnverkehr ein. &acute;Die Z&uuml;ge stehen alle am Bahnsteig&acute;,  sagte ein Bahnsprecher in D&uuml;sseldorf. Teilweise seien die Gleise vom Regen &uuml;bersp&uuml;lt worden. [&hellip;] Auch die Schwebebahn fuhr nicht.&ldquo;  (<a href=\"https:\/\/rp-online.de\/nrw\/starkregen-ueberflutet-wuppertaler-city_aid-23160757\">Rheinische Post online vom 30. Mai 2018<\/a>).\n<\/p><\/blockquote><p>Und wann ist Stuttgart an der Reihe? Am 15. August 1972 &ndash; das war lange bevor es das Wort &bdquo;Klimawandel&ldquo; gab &ndash; gab es in Stuttgart die bislang heftigste Starkregen-Sturzflut mit massiven &Uuml;berschwemmungen. Sie forderte sechs Tote und 31 Verletzte. Das war eine deutliche Warnung.<\/p><p>Und wie reagieren die Verantwortlichen? Mit Stuttgart21 wird die &Uuml;berflutungsgefahr f&uuml;r die baden-w&uuml;rttembergische Landeshauptstadt in geradezu zynischer Weise erh&ouml;ht. An der engsten Stelle des Ausflusses aus dem Stuttgarter Talkessel wird mit dem Stuttgart21-Tiefbahnhof ein gigantischer Betonriegel gebaut, der den Hochwasserabfluss weitgehend abriegelt. In dem Appell an den Bundestag &bdquo;Stoppen Sie Stuttgart 21 jetzt&ldquo; hei&szlig;t es dazu:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Der geplante S21-Bahnhofstrog durchschneidet s&auml;mtliche vier Abwasser-Hauptkan&auml;le aus der Innenstadt, weswegen diese  &acute;ged&uuml;kert&acute; &ndash; wie bei einem Siphon unter dem Bahnsteigtrog durchgef&uuml;hrt &ndash; werden m&uuml;ssen. Die Abflussleistung wird damit deutlich eingeschr&auml;nkt; das &Uuml;berflutungsrisiko enorm gesteigert.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Dass der Stra&szlig;enverkehr und der Flugverkehr ganz entscheidend zur Klimaerw&auml;rmung beitragen, ist sattsam bekannt. Dass ausgerechnet die Schiene, dasjenige Verkehrsmittel, das unter den motorisierten Verkehrsarten das Klima und die Umwelt theoretisch am wenigsten belastet, auf den Klimawandel wenig vorbereitet ist, ist eine Trag&ouml;die. Dass die Deutsche Bahn AG mit Stuttgart 21 offensiv dazu beitr&auml;gt, dass der Klimawandel sich beschleunigt &ndash; indem die Kapazit&auml;t des Stuttgarter Verkehrsknotens um gut 30 Prozent reduziert, die Aufheizung des Stadtklimas durch die geplante Bebauung des aktuellen Gleisvorfelds erh&ouml;ht und die &Uuml;berschwemmungsgefahren f&uuml;r die Stuttgarter Innenstadt gesteigert werden &ndash; dies ist ein Skandal.<\/p><p><strong>APPELL &bdquo;Stoppen Sie Stuttgart 21 jetzt!&ldquo;<\/strong><\/p><p>Der Appell an den Bundestag &bdquo;Stoppen Sie Stuttgart 21 jetzt&ldquo; wurde auf den Nachdenkseiten am 31. Juli erstmals, eingeleitet von einem Beitrag von Tom Adler (Gemeinderat in Stuttgart), Albrecht M&uuml;ller (Herausgeber der Nachdenkseiten und Winfried Wolf (Buchautor)  vorgestellt. Siehe: <a href=\"https:\/\/www.stuttgart21-ausstieg-jetzt.de\/\">stuttgart21-ausstieg-jetzt.de<\/a><\/p><p>Damit wird zu Spenden aufgerufen, um am Ende der Sommerpause des Parlaments die Publizierung des Appells in der &bdquo;Frankfurter Allgemeinen Zeitung&ldquo; zu erm&ouml;glichen. Von dem Spendenziel in H&ouml;he von 50.000 wurden bis zum 7. August 2018, also in einer knappen Woche, 24.000 Euro oder 48 Prozent erreicht. Wir danken allen, die spendeten. Und bitten alle, die das Anliegen unterst&uuml;tzen, um neue Spenden und darum, dazu beizutragen, dass das erstaunliche Momentum der Kampagne erhalten bleibt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In diesem Sommer ist es wieder soweit: T&auml;glich werden in den Fernverkehrsz&uuml;gen der Deutschen Bahn nach offiziellen Bahnangaben mehr als 100 Wagen abgesperrt, weil Klimaanlagen ausgefallen sind. Der Bahnkonzern hat daf&uuml;r &ndash; Ordnung muss sein! &ndash; auch &bdquo;ein spezielles Absperrband entwickelt&ldquo;. In einzelnen Reisezugwagen sind alle Sitzpl&auml;tze mit Plastikband abgesperrt &ndash; das sieht dann aus<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45360\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,37,74,150,73],"tags":[1435,268,597,1479,2385,694,979,1054,1481],"class_list":["post-45360","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-audio-podcast","category-globalisierung","category-stuttgart-21","category-verbraucherschutz","category-verkehrspolitik","tag-buergerinitiative","tag-deutsche-bahn","tag-grube-ruediger","tag-katar","tag-lutz-richard","tag-milliardengrab","tag-naturkatastrophe","tag-saudi-arabien","tag-spendenaufruf"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/45360","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=45360"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/45360\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":54382,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/45360\/revisions\/54382"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=45360"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=45360"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=45360"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}