{"id":45372,"date":"2018-08-08T07:59:42","date_gmt":"2018-08-08T05:59:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45372"},"modified":"2018-08-08T07:59:42","modified_gmt":"2018-08-08T05:59:42","slug":"hinweise-des-tages-3178","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45372","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45372#h01\">#Aufstehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45372#h02\">Iran\/USA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45372#h03\">Ein Angriff auf die Jugend<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45372#h04\">Minister der Diebe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45372#h05\">Thyssenkrupp: Mit Mitbestimmung gegen Finanzjongleure<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45372#h06\">US-Fonds mit Draht zu Trump: Was plant Cerberus mit den deutschen Banken?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45372#h07\">Export&uuml;berschuss zu komplex f&uuml;r Dichter und Denker<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45372#h08\">Griechenland nach dem Hilfsprogramm: Gerettet oder geknechtet?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45372#h09\">Parit&auml;tischer Gesamtverband: Soziale Schieflage in Deutschland bereitet Sorgen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45372#h10\">Deutschland verf&auml;llt in eine Rassismus-Hysterie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45372#h11\">Wer schwarzf&auml;hrt wird eingesperrt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45372#h12\">Trotz Haft: Lula wird Pr&auml;sidentschaftskandidat in Brasilien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45372#h13\">Ultrarechte Eskalationsstrategie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45372#h14\">Volksinitiative &bdquo;Unsere Schulen&ldquo; zul&auml;ssig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45372#h15\">Schulen sind eher Baracken der Bildung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45372#h16\">Die Boulevard-Trag&ouml;die des Jan Ullrich <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45372#h17\">Die W&uuml;stentrolle<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>#Aufstehen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Aufstehen f&uuml;r ein gerechtes Land<\/strong><br>\nDie Sammlungsbewegung der Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht hei&szlig;t &bdquo;Aufstehen&ldquo;. Nur, warum braucht Deutschland solch eine Bewegung? Sahra Wagenknecht und der Theatermacher Bernd Stegemann haben in einem exklusiven Gastbeitrag f&uuml;r die NWZ aufgeschrieben, warum aus ihrer Sicht jetzt der richtige Zeitpunkt f&uuml;r solch ein politisches Projekt ist.Nach neuesten Umfragen kommen die drei Parteien, die traditionell dem linken Lager zugerechnet werden, zusammen auf 40 Prozent der Stimmen. Eine parlamentarische Mehrheit links von CDU\/CSU ist also weit entfernt. Was k&ouml;nnten m&ouml;gliche Gr&uuml;nde f&uuml;r diesen Verlust einer Mehrheit sein, die es zumindest rechnerisch bis zur letzten Bundestagswahl noch gab?<br>\nEine Partei ist neu hinzugekommen und bestimmt seit 2015 die emotionale Stimmung im Land. Alle anderen Parteien drohen seitdem von der AfD in Geiselhaft genommen zu werden, da sie sich von ihr Fragen aufdr&auml;ngen lassen, die sich so niemand stellen m&uuml;sste.<br>\nDie politisch sinnvolle Grenze verl&auml;uft nicht zwischen den Ressentiments der AfD und der allgemeinen Moral einer grenzenlosen Willkommenskultur. Eine realistische linke Politik lehnt beide Maximalforderungen gleicherma&szlig;en ab. Sie unterst&uuml;tzt die vielen freiwilligen Helfer in der Zivilgesellschaft, die sich um die Integration der Fl&uuml;chtlinge k&uuml;mmern. Und zugleich l&auml;sst sie sich nicht von kriminellen Schlepperbanden vorschreiben, welche Menschen auf illegalen Wegen nach Europa gelangen.<br>\nWir meinen, dass die Fixierung auf das Thema Fl&uuml;chtlinge der falsche Ausdruck einer Wut ist, die sich in ganz anderen Bereichen des Lebens angesammelt hat. Wer nur befristete Arbeitsvertr&auml;ge hat, wessen Rente zu klein ist und wessen Kinder keine anst&auml;ndige Schuldbildung mehr bekommen k&ouml;nnen, weil die &ouml;ffentlichen Schulen vergammeln und Lehrerstellen unterbesetzt sind, der hat jeden Grund, auf &bdquo;die da oben&ldquo; sauer zu sein. Und wer gleichzeitig eine Erfolgsmeldung nach der anderen h&ouml;rt, wie reich dieses Land doch sei und wie gut es uns allen angeblich gehe, der bekommt immer &ouml;fter das Gef&uuml;hl, das hier nicht mehr &uuml;ber sein Leben gesprochen wird. Wir wollen diesen Stimmen wieder Geh&ouml;r verschaffen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nwzonline.de\/meinung\/berlin-nwz-gastbeitrag-von-sahra-wagenknecht-und-bernd-stegemann-aufstehen-fuer-ein-gerechtes-land_a_50,2,719263146.html\">Sahra Wagenknecht und Bernd Stegemann in der NWZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Sahras realistischer Traum<\/strong><br>\nDie von Sahra Wagenknecht gegr&uuml;ndete Bewegung &bdquo;Aufstehen&ldquo; hat Erfolgschancen. Linke Themen sind den Menschen wichtig. Von einer postmodernen Linken, die lieber Fl&uuml;chtlinge als die Sozialsysteme verteidigt, f&uuml;hlen sie sich aber im Stich gelassen<br>\n(&hellip;) Sozialdemokratisch statt linksradikal<br>\nZwar gibt es noch kein ausgearbeitetes Programm und auch die angepeilte Organisationsstruktur bleibt bislang im Dunkeln. Die Website zeigt allerdings, wo es langgehen soll: Keine langatmigen Ausf&uuml;hrungen und Positionspapiere, sondern kurze knackige Videos mit &bdquo;einfachen B&uuml;rgern&ldquo; aus allen Teilen der Gesellschaft, die sich von der herrschenden Politik verraten und verkauft f&uuml;hlen: Rentner, Studenten, eine Putzfrau, ein Pastor, K&uuml;nstler, ein ehrenamtlicher B&uuml;rgermeister, kleine Unternehmer und so weiter. Die Priorit&auml;ten der Bewegung werden dabei sehr deutlich: Steuergerechtigkeit, Rente, Pflege, Armutsbek&auml;mpfung, sozialer Wohnungsbau, Defizite bei Bildung und Kinderbetreuung, Politikverdrossenheit aber auch &Ouml;kologie, Klimaschutz und ein Bekenntnis zum Asylrecht und zum Antirassismus.<br>\nExplizit sozialistisch oder gar linksradikal ist das nun wirklich nicht. Die sich abzeichnende Programmatik der Bewegung hat eher einen ur-sozialdemokratischen Kern, wie er zuletzt in der von Willy Brandt (SPD) gef&uuml;hrten &bdquo;sozial-liberalen Reform&auml;ra&ldquo; Anfang der siebziger Jahre zum Tragen kam&hellip;.<br>\nLinke Themen sind den Deutschen wichtig<br>\nDas Potenzial f&uuml;r eine neue linke Sammlungsbewegung ist offensichtlich. Pflegenotstand, Altersarmut und wachsende Wohnungsnot stehen neben Kriminalit&auml;tsbek&auml;mpfung und Migration ganz oben auf der Priorit&auml;tenliste der meisten Deutschen, wie zuletzt aus einer Umfrage des ARD-Deutschlandtrends hervorging. Die Arbeit der jetzigen Regierung in diesen Politikbereichen wird von teilweise deutlichen Mehrheiten als unzureichend eingestuft&hellip;.<br>\nEine Bewegung, keine Partei<br>\nNach eigenem Bekunden setzen Wagenknecht und ihr Ehemann Oskar Lafontaine derzeit nicht  auf die Gr&uuml;ndung einer neuen Partei, sondern auf einen breiten gesellschaftlichen Diskurs &uuml;ber linke, soziale Politik, der auch in die bestehenden Parteien SPD, Linke und Gr&uuml;ne hineinwirken soll, um eine &Auml;nderung der Politik zu bewirken. Daf&uuml;r soll sich die Sammlungsbewegung auch auf lokaler und regionaler Ebene Strukturen schaffen&hellip;. Doch zun&auml;chst hei&szlig;t es abwarten. Am 4. September kommt der &bdquo;gro&szlig;e Aufschlag&ldquo; und anschlie&szlig;end muss die neue Bewegung zeigen, ob sie mehr als ein mediales Strohfeuer ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/innenpolitik\/aufstehen-linke-bewegung-sahra-wagenknecht-spd\">Cicero<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Iran\/USA<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Strafen erneuert<\/strong><br>\nUS-Sanktionen gegen Iran treten wieder in Kraft. Teheran steht vor zunehmenden Wirtschaftsproblemen<br>\nSeit Montag wird ein Teil der Sanktionen gegen den Iran, auf deren Anwendung die USA mit dem Wiener Abkommen vom 14. Juli 2015 verzichtet hatten, wieder praktiziert. Die Umsetzung der &uuml;brigen Ma&szlig;nahmen, die Donald Trump am 8. Mai anordnete, soll am 4. November beginnen. Dadurch w&uuml;rde dann vollst&auml;ndig die Situation wiederhergestellt, die vor dem Inkrafttreten des Wiener Abkommens am 16. Januar 2016 bestand.<br>\nDie Strafma&szlig;nahmen, die jetzt wieder angewandt werden sollen, betreffen unter anderem: den Erwerb von Dollar-Banknoten durch die iranische Regierung und die staatlichen Banken; den Verkauf von Gold und anderen Edelmetallen an den Iran; die Lieferung von Rohmetallen, Stahl und Aluminium, Graphit und Kohle sowie von Software f&uuml;r industrielle Prozesse; internationale Transaktionen mit der iranischen W&auml;hrung Rial.<br>\nDiese Sanktionen richten sich gegen Gesch&auml;ftspartner Irans au&szlig;erhalb der USA. Ihnen werden schwerste Nachteile auf dem Waren- und Finanzmarkt der Vereinigten Staaten angedroht. Au&szlig;erdem gelten die Sondergenehmigungen, die US-amerikanischen Firmen f&uuml;r die Einfuhr von Teppichen und Lebensmitteln &ndash; haupts&auml;chlich Pistazien &ndash; aus dem Iran erteilt wurden, ab Montag nicht mehr.<br>\n(&hellip;) Teheran ist es bisher trotz intensiver Verhandlungen nicht gelungen, von der EU konkrete und verbindliche Zusagen f&uuml;r eine gemeinsame Reaktion auf die Wiederanwendung der US-Strafma&szlig;nahmen zu erhalten. Die Regierung h&auml;tte dieses Thema gern noch vor dem 6. August abgeschlossen, ist damit aber gescheitert. Somit wird der 4. November zum n&auml;chsten Zielpunkt. Die Iraner streben eine Garantie der EU an, sie f&uuml;r alle Verluste zu entsch&auml;digen, die ihnen durch Washingtons Sanktionen entstehen, aber das scheint weit von der Realit&auml;t entfernt.<br>\nInzwischen haben sich viele europ&auml;ische Gro&szlig;unternehmen aus dem Iran-Gesch&auml;ft zur&uuml;ckgezogen, ohne auch nur den 6. August abzuwarten. In der iranischen Bev&ouml;lkerung breitet sich Verunsicherung aus, die sich insbesondere im illegalen Handel mit Dollar und Gold &auml;u&szlig;ert. Der tats&auml;chliche Kurs des Rial gegen&uuml;ber dem Dollar ist seit Fr&uuml;hjahr rasant gefallen, was starke Preiserh&ouml;hungen zur Folge hat. Die Regierung in Teheran wollte am Montag (nach jW-Redaktionsschluss) ein umfangreiches Paket wirtschaftlicher, aber auch polizeilicher und juristischer Gegenma&szlig;nahmen bekanntgeben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/337426.usa-gegen-iran-strafen-erneuert.html\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Ein Versto&szlig; gegen das V&ouml;lkerrecht<\/strong><br>\nDie US-Sanktionen gegen den Iran werden dort wohl einen Regierungswechsel bewirken &ndash; vom gem&auml;&szlig;igten Pr&auml;sidenten Ruhani hin zu Hardlinern.<br>\nDie Sanktionen der USA gegen Iran und ihre extraterritoriale Ausweitung auf die Wirtschaftsbeziehungen, die Firmen und Banken von Drittstaaten mit Teheran unterhalten, versto&szlig;en gegen multilaterale Handelsvertr&auml;ge und gegen das V&ouml;lkerrecht. Leidtragende sind die Menschen im Iran.<br>\nDie EU und die Regierungen in Berlin, Paris und London waren zu feige, die durchaus zur Verf&uuml;gung stehenden politischen, wirtschaftlichen und juristischen Gegenma&szlig;nahmen zu ergreifen. Die Sanktionen werden keines der Ziele erreichen, mit denen die Trump-Administration sie begr&uuml;ndet.<br>\nEin besseres Nuklearabkommen mit Teheran als den einseitig von Trump aufgek&uuml;ndigten Vertrag wird es nicht geben&hellip;.<br>\nIran&hellip; ist auch ohne Atombombe eine veritable Regionalmacht mit Verb&uuml;ndeten fast &uuml;berall im Nahen Osten und mit Unterst&uuml;tzung auch aus Peking und Moskau. Die Sanktionen gegen Iran werden sehr wahrscheinlich einen Regierungswechsel in Teheran bewirken. Allerdings nicht jenen Wechsel hin zu mehr au&szlig;enpolitischer Zur&uuml;ckhaltung in der Region und zu mehr politischen Freiheiten und wirtschaftlichen M&ouml;glichkeiten f&uuml;r die iranischen B&uuml;rgerInnen, der in Washington und Tel Aviv so lautstark gefordert wird. Das Gegenteil wird eintreten: Der zumindest vergleichsweise gem&auml;&szlig;igte und reformorientierte Pr&auml;sident Hassan Ruhani wird von den innen-und au&szlig;enpolitischen Hardlinern verdr&auml;ngt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-US-Sanktionen-gegen-Iran\/%215521210\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Trumps Sanktionen gegen Iran sind brandgef&auml;hrlich<\/strong><br>\nPressemitteilung von Sevim Dagdelen, 07. August 2018<br>\n&bdquo;Trump z&uuml;ndelt mit den neuen Sanktionen gegen den Iran. Bundesregierung und EU sind jetzt gefordert, gegenzuhalten. Es ist ein Alarmzeichen, dass sich bereits jetzt deutsche Unternehmen den US-Sanktionsdrohungen unterwerfen&ldquo;, erkl&auml;rt Sevim Dagdelen, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE. Dagdelen weiter:<br>\n&bdquo;Das Atomabkommen l&auml;sst sich nur verteidigen, wenn die US-Sanktionsdrohungen auch gegen europ&auml;ische Unternehmen abgewehrt werden k&ouml;nnen. Die Bundesregierung ist gefordert, den Vorbereitungen von Trump f&uuml;r einen neuen verheerenden Krieg im Nahen Osten entgegenzutreten. Der bisherige Kuschelkurs der Bundesregierung gegen&uuml;ber Trump ist dagegen ein politischer Offenbarungseid. So wird der Boden daf&uuml;r bereitet, dass sich der US-Pr&auml;sident mit seinem Konfrontationskurs durchsetzt. Die deutsche Au&szlig;enpolitik darf nicht weiter den katastrophalen Regime-Change-Kurs der USA unterst&uuml;tzen, will sie nicht dabei mithelfen eine ganze Region dauerhaft zu zerst&ouml;ren.<br>\nNotwendig ist ein sofortiger Stopp s&auml;mtlicher deutscher Waffenlieferungen in alle L&auml;nder des Nahen und Mittleren Ostens. Zudem sollte die Bundesregierung endlich eine diplomatische Initiative f&uuml;r eine Konferenz f&uuml;r Sicherheit und Zusammenarbeit ergreifen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/trumps-sanktionen-gegen-iran-sind-brandgefaehrlich\/\">Die Linke<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WM:<\/strong> Was F&uuml;r eine seltsame Strategie f&auml;hrt Trump denn jetzt schon wieder? Erst k&uuml;ndigt er zum Entsetzen aller anderen Vertragspartner und der ganzen Welt einseitig das Atomabkommen mit dem Iran. Dann verh&auml;ngt er Sanktionen gegen den Iran, droht zus&auml;tzlich allen Firmen mit Sanktionen, die wirtschaftliche Beziehungen zum Iran pflegen und fordert sie auf, diese Beziehungen sofort abzubrechen, soweit sie denn weiterhin noch Gesch&auml;fte in den USA machen wollen. Und dann geht er hin und will ein offenes Gespr&auml;ch ohne Vorbedingungen mit Pr&auml;sident Ruhani f&uuml;hren, wohlwissend, dass sein Handeln darauf abzielt, den Iran auszubluten.<\/em><\/p>\n<p><em>Man erinnere sich in diesem Zusammenhang an die verheerenden Auswirkungen mit hunderttausenden von Toten angesichts mangelnder Versorgung auf den Irak in den 90er Jahren. Ruhani wird das wohl auch wissen. Wor&uuml;ber soll er denn jetzt mit Trump verhandeln?<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Ein Angriff auf die Jugend<\/strong><br>\n(&hellip;) Doch nun m&ouml;chte Annegret Kramp-Karrenbauer, die allein schon qua Geschlecht weder Wehr- noch Zivildienst leisten musste, diese Wehrpflicht wieder einf&uuml;hren, auch wenn sie das h&uuml;bsch verpackt als &bdquo;allgemeine Dienstpflicht&ldquo;. Die Idee sei in den vielen Gespr&auml;chen entstanden, die sie mit Leuten von der Parteibasis gef&uuml;hrt h&auml;tte, sagt Kramp-Karrenbauer. Man ahnt schon, mit welchen Leuten sie da gesprochen hat. Die meisten werden gut &uuml;ber 50 gewesen sein.<br>\nDenn bei dem Vorschlag handelt es sich um Politik gegen die jungen Generationen. Wieder einmal. Dabei sehen die Perspektiven f&uuml;r J&uuml;ngere schon heute schlecht aus. In den vergangenen 20 Jahren stagnierten die realen L&ouml;hne f&uuml;r zahlreiche Deutsche bis hinauf in die Mittelschicht. Stellen sind heute oft befristet und gerade in den ersten Berufsjahren schlecht bezahlt. Fast die H&auml;lfte der jungen Singles zwischen 25 und 35 ist nach der offiziellen Definition von Armut bedroht &ndash; eine dramatische Diagnose f&uuml;r ein so reiches Land.<br>\n(&hellip;)  Debatten von vorgestern statt Zukunftsthemen<br>\n&hellip;Deswegen, so scheint es, will die Politik Probleme, die sie nicht gel&ouml;st bekommt, auf die jungen Generationen abschieben. So l&auml;sst sich sch&ouml;n verschleiern, dass sowohl bei der Bundeswehr als auch bei der Pflege jahrelang der Mangel verwaltet wurde, Schwierigkeiten ausgesessen und bestenfalls kosmetisch mit Geld beworfen wurden. Weil man es nicht schafft, die Pflegel&uuml;cke zu f&uuml;llen, genug Menschen f&uuml;r die Bundeswehr zu begeistern und aus Effizienzgr&uuml;nden alles zusammenstreicht, sollen die jungen Leute per Zwang den Karren aus dem Dreck ziehen oder billige Kr&auml;fte aus dem Ausland. Kaschiert wird das Ganze mit Gerede, dass so der Zusammenhalt der Gesellschaft wieder verbessert werden soll. Also d&uuml;rfen, nein m&uuml;ssen die Jungen auch hier ausbaden, was die Politik vermasselt hat.<br>\nAnnegret Kramp-Karrenbauer ist angetreten mit dem Versprechen, die CDU zu erneuern, was immer das hei&szlig;en mag. Ihr erster wirklicher Vorsto&szlig; aber zeigt: Es bleibt alles beim oder besser: bei den Alten. Um in deren Gunst zu bleiben, werden lieber Debatten von vorgestern wiederbelebt, anstatt sich wirklich um Zukunftsfragen zu k&uuml;mmern. So wird die CDU aber immer mehr zu einer Vereinigung der Scheintoten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/innenpolitik\/annegret-kramp-karrenbauer-dienstpflicht-wehrpflicht-bundeswehr-pflege-jugend-rente?utm_source=cicero_Newsletter\">Cicero<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin K:<\/strong>S.: Und nun Kramp-Karrenbauer. Endlich ist der Groschen gefallen, bzw. das 10 Cent St&uuml;ck, dass man mit Wehrdienstverweigerern doch ganz harmlos umgehen kann. Sie einfach als Hilfen in der Pflege einsetzen. Was hatte es f&uuml;r einen Schock gegeben, als alle netten, jungen, gut motivierten jungen M&auml;nner nicht mehr Essen holen oder ausfahren konnten, nicht mehr helfen konnten in Alten-Pflegeheimen und Krankenh&auml;usern. Nun ist er wieder da, dieser gute Helfer in der Not als Alternative zur Bundeswehr.<\/em><\/p>\n<p><em>Ich sch&auml;tze, dass jetzt nicht mehr geschimpft werden kann. Die Pflege und die Alten, vielleicht auch Kinderg&auml;rten, Krippen und Schulen k&ouml;nnten von diesem Programm profitieren. Denn &ldquo;Not am Mann &ndash; oder Frau&rdquo; &ndash; ist &uuml;berall.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Minister der Diebe<\/strong><br>\nMit krimineller Energie betr&uuml;gen Konzerne bei den Steuern. Olaf Scholz weigert sich, ihnen das Handwerk zu legen.<br>\nDies ist ein Lehrst&uuml;ck dar&uuml;ber, wie eine Reform immer wieder angek&uuml;ndigt, aber letztlich hintertrieben wird. Im Koalitionsvertrag vom 7. Februar 2018 hatten Union und SPD festgelegt: &bdquo;Wir unterst&uuml;tzen eine gerechte Besteuerung gro&szlig;er Konzerne (&hellip;) Steuerdumping muss unterbunden werden.&ldquo; Im Koalitionsvertrag von 2013 findet sich eine &auml;hnliche Passage. Konsequenzen? Keine. Dabei hatte es so hoffnungsvoll angefangen.<br>\nNach der Finanzkrise waren die Regierungen der 20 wichtigsten Industrienationen davon &uuml;berzeugt, dass die Einnahmenseite der Staaten dringend reformiert werden m&uuml;sse. Vor allem die multinationalen Konzerne, die sich durch Gewinnverlagerungen in Steueroasen und dubiose Verrechnungsmethoden zwischen ihren Tochtergesellschaften seit Jahrzehnten um eine &bdquo;gerechte&ldquo; Besteuerung ihrer Gewinne herumdr&uuml;cken konnten, sollten endlich zur Kasse gebeten werden. Die Organisation f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) wurde mit der Ausarbeitung eines Aktionsplans beauftragt. &bdquo;Gewinne&ldquo;, so die G20, sollten k&uuml;nftig &bdquo;dort versteuert werden, wo die Wirtschaftst&auml;tigkeiten, aus denen sie hervorgehen, stattfinden und wo die Wertsch&ouml;pfung entsteht.&ldquo;<br>\n(&hellip;) Blockade-Rat<br>\nAuch die Bef&uuml;rworter mobilisierten. 300 Top-&Ouml;konomen, darunter Thomas Piketty, Jeffrey Sachs und Nobelpreistr&auml;ger Angus Deaton, appellierten in einem offenen Brief an die Staatschefs, endlich ein &bdquo;&ouml;ffentliches Country by Country Reporting&ldquo; einzuf&uuml;hren. Der Verdi-Vorsitzende Frank Bsirske schrieb an Finanzminister Sch&auml;uble, ein &ouml;ffentliches Reporting geh&ouml;re &bdquo;zu den Kernma&szlig;nahmen, um das Vertrauen der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger in die Europ&auml;ische Union wieder zu verbessern.&ldquo; Am Ende folgte das EU-Parlament dem Vorschlag der Kommission und stimmte am 4. Juli 2017 mit noch gr&ouml;&szlig;erer Mehrheit als 2015 f&uuml;r die Steuertransparenz der Multis.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/wolfgangmichal\/minister-der-diebe\">Der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Thyssenkrupp: Mit Mitbestimmung gegen Finanzjongleure<\/strong><br>\nSigmar Gabriel hat recht, wenn er feststellt: &ldquo;Im Ruhrgebiet bahnt sich ein strukturpolitisches Erdbeben an.&rdquo; Denn sollten die beiden Finanzinvestoren Cevian und Elliott ihr Ziel erreichen, Thyssenkrupp zu zerschlagen, wird es ernst f&uuml;r die weltweit 160.000 Besch&auml;ftigten.<br>\nZwar konnte die IG Metall f&uuml;r die 27.000 deutschen Besch&auml;ftigten erst vor wenigen Monaten eine Arbeitsplatzgarantie aushandeln, doch die steht schon wieder zur Disposition.<br>\n(&hellip;) Thyssenkrupp ist ein diversifizierter Industriekonzern, der vom Rohmaterial bis zu fertigen Industrieanlagen eine breite Palette an Produkten anbietet. Wenn es nach dem schwedischen Investor Cevian und dem US-Hedgefonds Elliott ginge, w&uuml;rde der der Konzern &ldquo;filetiert&rdquo;, wie es in der Sprache der Investoren hei&szlig;t. Dabei werden Unternehmensteile verkauft und Besch&auml;ftigte entlassen, um nach dem Shareholder-Value-Prinzip das kurzfristige Gewinnlevel zu maximieren. Beim Verkauf der Einzelteile k&ouml;nnten sie mehr Geld verdienen als bei der Erhaltung des Ganzen. Damit ist die angestrebte &ldquo;Filetierung&rdquo; nichts anderes als die Zerschlagung eines produzierenden Unternehmens auf Kosten der Besch&auml;ftigten.<br>\nDie &ldquo;aktivistischen Investoren&rdquo; Cevia und Elliott gehen &auml;u&szlig;erst aggressiv vor. Im Juli sind sowohl Thyssenkrupp-Vorstandschef Heinrich Hiesinger als auch der Aufsichtsratsvorsitzende Ulrich Lehner zur&uuml;ckgetreten. Offensichtlich aufgrund des starken Drucks von Seiten der Fonds. Besonders Elliott, der Hedgefonds in den H&auml;nden des Multimilliard&auml;rs Paul Singer, ist f&uuml;r seine rabiaten Methoden bekannt. Manager berichten von Psychoterror und Erpressung durch Wirtschaftsdetektive im Auftrag von Elliott&hellip;<br>\nErneuerung nur mit den Besch&auml;ftigten<br>\nGesch&auml;ftsmodelle, die darauf aufbauen, Menschen einzusch&uuml;chtern, Unternehmen zu zerst&uuml;ckeln und zu verh&ouml;kern, die Besch&auml;ftigen auf die Stra&szlig;e zu setzen und nach dem gro&szlig;en Reibach einen Tr&uuml;mmerhaufen zur&uuml;ckzulassen, m&uuml;ssen verboten werden. Klar ist, dass sich Thyssenkrupp erneuern und zukunftssicher werden muss. Das Management hat sich mit dem Engagement in Brasilien verzettelt. Es muss ein nachhaltiges industrielles Konzept entwickelt werden, das die Besch&auml;ftigung sichert und auf Weiterbildung setzt. Aber dieser Transformationsprozess kann nicht gegen, sondern nur mit den Besch&auml;ftigten gelingen. Die Belegschaftsbeteiligung muss gesichert und ausgeweitet werden. Es muss zu einer echten Montan-Mitbestimmung zur&uuml;ckgekehrt werden, damit die Besch&auml;ftigten eine ernsthafte Chance bekommen, die Unternehmensstrategie mitzubestimmen. Nur so kann die Wirtschaft wieder dem Allgemeinwohl verpflichtet werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/thyssenkrupp-mit-mitbestimmung-gegen-finanzjongleure\/\">Die Linke<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WM:<\/strong> Die Nachdenkseiten berichteten bereits am 18. Juli <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45017#h06\">&uuml;ber die Zerschlagung von Thyssen Krrupp und &uuml;ber die Heuschrecke Cevian<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em>Elliott und Cevian haben sich nun offenbar gegen Thyssen-Krupp verb&uuml;ndet. Der Hedgefonds Elliott wurde von Paul Elliott Singer gegr&uuml;ndet. Das Gesch&auml;ftsmodell von Singer beschreibt der Guardian so: &bdquo;Es werden billige Schulden aufgekauft und wenn m&ouml;glich mit Profit verkauft oder der Schuldner wird verklagt, die gesamte geschuldete Summe zu zahlen.&ldquo; Singer erlangte traurige Ber&uuml;hmtheit durch seinen Rechtsstreit mit Argentinien. Nachdem der Staat Argentinien 2001 Insolvenz gegen&uuml;ber seinen Gl&auml;ubigern erkl&auml;rt hatte, kaufte Singer die nun fast wertlos gewordenen Anleihen Argentiniens zu einem Schrottpreis auf. Argentinien einigte sich sp&auml;ter mit seinen Gl&auml;ubigern auf einen teilweisen Schuldenerlass. Singer aber verweigerte sich jeder Einigung und beharrte auf R&uuml;ckzahlung der gesamten Schulden, die er billig aufgekauft hatte, lie&szlig; weltweit argentinische Verm&ouml;genswerte beschlagnehmen und verklagte Argentinien vor einem New Yorker Gericht, der Argentinien 2012 zur Zahlung von 1.3 Milliarden $ an den Hedgefonds Elliott verurteilte. Der Streit dauert noch an. <\/em><\/p>\n<p><em>&Auml;hnlich erging es der Republik Kongo und Peru. Auch deren Schulden wurden von Elliott zu einem Schrottpreis aufgekauft.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>US-Fonds mit Draht zu Trump: Was plant Cerberus mit den deutschen Banken?<\/strong><br>\nHSH Nordbank, Commerzbank und Deutsche Bank: Kaum ein anderer Finanzinvestor hat es derart auf den deutschen Bankenmarkt abgesehen wie der US-Fonds Cerberus. Welche Pl&auml;ne hat das Unternehmen?<br>\nIm US-Pr&auml;sidentschaftswahlkampf lie&szlig; sich Cerberus-Co-Chef Stephen Feinberg von den Tiraden des Milliard&auml;rs Donald Trumps gegen die Finanzbranche nicht abschrecken&hellip;Denn der Cerberus-Mitbegr&uuml;nder wei&szlig; gut, dass sich f&uuml;r seine Firma die N&auml;he zur Politik auszahlt. Und dass Politiker ihre Karrieren bei Finanzunternehmen als &ldquo;Berater&rdquo; ausklingen lassen, ist nichts Neues.<br>\n(&hellip;) Am Tisch mit dem Pr&auml;sidenten<br>\nDie finanzielle Unterst&uuml;tzung f&uuml;r Trump brachte jedenfalls Rendite. Jetzt sitzt Feinberg selbst am Tisch, wenn Weltpolitik gemacht wird: Seit Mitte Mai hat er als Vorsitzender des Geheimdienstberatungsgremiums &ldquo;Intelligence Advisory Board&rdquo; einen direkten Draht zum Pr&auml;sidenten. Was qualifiziert Feinberg f&uuml;r diesen Job? Eine republikanische Senatorin gab zu bedenken, dass jemand, der eine Private-Equity-Firma f&uuml;hre und keine relevanten Erfahrungen habe in diesem Bereich (WM: Staatssicherheit), eventuell nicht der richtige Mann sein k&ouml;nnte.<br>\nWas plant Cerberus?<br>\nIn Deutschland mischt Cerberus die Bankenbranche auf. Im Februar hat das Unternehmen gemeinsam mit dem Finanzinvestor JC Flowers den Zuschlag zum Erwerb der HSH Nordbank erhalten. Aber noch interessanter ist der Einstieg bei den gro&szlig;en deutschen Finanzinstituten: Cerberus war im Sommer 2017 mit f&uuml;nf Prozent bei der Commerzbank eingestiegen und h&auml;lt seit November des vergangenen Jahres auch drei Prozent an der Deutschen Bank.<br>\nDas regt die Fantasie an. Wiederholt gab es Spekulationen &uuml;ber eine Fusion. Bislang hat sich bei Cerberus noch niemand zu den Pl&auml;nen ge&auml;u&szlig;ert. Allerdings ist Verschwiegenheit eine wesentliche Tugend f&uuml;r Finanzinvestoren&hellip;.<br>\nDoppelrolle als Berater und Teilhaber<br>\nUnd f&uuml;r die Cerberus-Sanierer gibt es bei der Commerzbank und der Deutschen Bank genug zu tun. Die Deutsche Bank setzt sogar auf direkte Hilfe des neuen Gro&szlig;aktion&auml;rs. Die Cerberus-Beratungssparte soll das Geldhaus unterst&uuml;tzen, die Kosten zu dr&uuml;cken und neue Gewinnquellen zu erschlie&szlig;en. &ldquo;Die anerkannte Expertise der Cerberus Operations Advisory Company wird uns auf dem Weg unterst&uuml;tzen, wieder attraktive Renditen f&uuml;r unsere Aktion&auml;re und Investoren zu schaffen&rdquo;, lie&szlig; die Bank mitteilen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/boerse\/cerberus-101.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><strong>Dazu: Das ist Cerberus<\/strong><br>\nDie M&auml;nner von Cerberus gelten als knallharte Sanierer und Restrukturier, die dem Namen ihrer Firma alle Ehre machen. Den Namen soll Stephen Feinberg gew&auml;hlt haben, weil einer der drei K&ouml;pfe des H&ouml;llenhunds Cerberus immer wach ist. So werden niemals gute Gesch&auml;fte verschlafen. F&uuml;r ihre Investoren will Cerberus eine Jahresrendite von 18 bis 22 Prozent verdienen, schreibt das &bdquo;Manager Magazin&ldquo;. Ihre Spezialit&auml;t sind angeschlagene Unternehmen und Problemf&auml;lle. Der Finanzinvestor wurde im Jahr 1992 von Feinberg mitbegr&uuml;ndet und verwaltet mit rund 150 Angestellten etwa 30 Milliarden Dollar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/boerse\/cerberus-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Export&uuml;berschuss zu komplex f&uuml;r Dichter und Denker<\/strong><br>\nDeutschland exportiert zu viel und importiert zu wenig &ndash; und viele sind darauf auch noch stolz. Die Kritik an diesem Gesch&auml;ftsmodell nimmt zu &ndash; doch die Deutschen wollen sie nicht verstehen, meint Andreas Becker.<br>\n&hellip; Die Schuldenkrise, an der die W&auml;hrungsunion fast zerbrochen w&auml;re, war aus deutscher Sicht ein Problem der &ldquo;Krisenstaaten&rdquo;, oft auch &ldquo;Sorgenkinder&rdquo; genannt. Griechen, Portugiesen, Spanier, Italiener &ndash; alle h&auml;tten sie &ldquo;&uuml;ber ihre Verh&auml;ltnisse gelebt&rdquo;, sich &ldquo;bis &uuml;ber beide Ohren verschuldet&rdquo;, anstatt einfach zu sparen und h&auml;rter zu arbeiten &ndash; das ist noch heute die in Deutschland g&auml;ngige Erkl&auml;rung.<br>\nSie war an den Stammtischen ebenso zu h&ouml;ren wie in den Medien und im politischen Berlin, wo der damalige Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble die sparsame schw&auml;bische Hausfrau zum Vorbild ausrief. &Auml;hnlich argumentierten die meisten deutschen &Ouml;konomen &ndash; und zeigten damit auch die intellektuelle D&uuml;rre, die hierzulande in dieser Disziplin herrscht<br>\n(&hellip;) Die Folge ist ein Export&uuml;berschuss von 122 Milliarden Euro allein im ersten Halbjahr. Viele Deutsche sehen die Zahl sogar mit Stolz: Viel eingenommen, wenig ausgegeben &ndash; die schw&auml;bische Hausfrau l&auml;sst gr&uuml;&szlig;en.<br>\nVerschuldung als Gesch&auml;ftsmodell<br>\nF&uuml;r Obstfeld dagegen sind hohe &Uuml;bersch&uuml;sse in der Leistungsbilanz eine Gefahr f&uuml;r den Freihandel und die globale Finanzstabilit&auml;t. Dauerhaft deutlich mehr exportieren als importieren, das bedeutet nichts anderes, als sich die Verschuldung der anderen zum eigenen Gesch&auml;ftsmodell zu machen.<br>\n(&hellip;) Fetisch Sparsamkeit<br>\nWas k&ouml;nnen wir daf&uuml;r, wenn unsere Produkte so beliebt sind? So lautet das Lieblingsargument auf deutscher Seite. Das allerdings geht v&ouml;llig am Kern der Sache vorbei. Denn es ist ja eben nicht die deutsche Exportst&auml;rke, die in der Kritik steht, sondern die Importschw&auml;che. Und die hat Ursachen, die in deutscher Verantwortung liegen.<br>\n(&hellip;) Unzufriedenheit und S&uuml;ndenb&ouml;cke<br>\nDie Bundesregierung bem&uuml;ht sich inzwischen, die Kritik an den &Uuml;bersch&uuml;ssen nicht mehr ganz so br&uuml;sk abzub&uuml;geln wie fr&uuml;her. Sie verweist auf zuletzt gestiegene L&ouml;hne und Investitionen. Und doch k&ouml;nnte sie mehr tun. Nur ein Beispiel: W&auml;hrend die Mieten in vielen Innenst&auml;dten f&uuml;r viele unbezahlbar werden, gibt es heute weniger als halb so viele Sozialwohnungen wie 1990.<br>\nVerrottende Infrastruktur, hohe Mieten, fehlende Kita-Pl&auml;tze &ndash; all das sch&uuml;rt Unzufriedenheit, die auch politisch instrumentalisiert wird. Denen (fr&uuml;her &ldquo;den Griechen&rdquo;, inzwischen auch: &ldquo;den Fl&uuml;chtlingen&rdquo;) werfen wir das Geld hinterher, doch f&uuml;r normale B&uuml;rger ist kein Geld da, hei&szlig;t es dann.<br>\nDass die deutsche Fixierung aufs Sparen und die gleichzeitige Zur&uuml;ckhaltung bei L&ouml;hnen und Investitionen die Krise mit ausgel&ouml;st hat, wie es Obstfeld und andere nahelegen, ist als Gedanke wohl einfach zu komplex.Vielleicht sollte Donald Trump sich nochmal des Themas in einem Tweet annehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/kommentar-export%C3%BCberschuss-zu-komplex-f%C3%BCr-dichter-und-denker\/a-44985926\">Deutsche Welle<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers D.G.:<\/strong> Hallo NDS, endlich steht es mal in der DW.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Griechenland nach dem Hilfsprogramm: Gerettet oder geknechtet?<\/strong><br>\n(&hellip;) Sie hat es geschafft, die griechische Regierung &ndash; rechtzeitig vor Auslaufen des letzten Milliardenhilfsprogramms nicken auch die EU-Finanzminister zufrieden, weil Griechenland nicht alle Hilfsmilliarden aussch&ouml;pfen musste. Die Zahlen sind gut, das Land auf Wachstumskurs, wenn auch nur mit sanftem Wachstum von etwas mehr als einem Prozent. Griechenlands Menschen h&ouml;rten und h&ouml;ren dies immer &ndash; nicht nur im staatlichen Fernsehen. Aber sie sp&uuml;ren vor allem die Belastungen, ohne die es die angeblich so guten Zahlen nicht g&auml;be.<br>\n&ldquo;Es fehlt am N&ouml;tigsten&rdquo;<br>\n24 Prozent Mehrwertsteuer, Lohnk&uuml;rzungen &ndash; dazu viele Renten, die gar nicht mehr komplett, sondern nur teilweise ausbezahlt werden. Das hat dem Staat mehr Einnahmen beschert &ndash; also gute Zahlen auf dem Papier, die den Geldgebern gefallen sollen. Doch viele Menschen hat es immer tiefer in die Armut getrieben.<br>\n(&hellip;) &ldquo;Das Programm ist zwar offiziell zu Ende, aber Griechenland unterliegt weiterhin Verpflichtungen seitens der internationalen Kreditgeber, ist also weiterhin nur eingeschr&auml;nkt handlungs- und entscheidungsf&auml;hig, was die Souver&auml;nit&auml;t seiner Finanz- und Wirtschaftspolitik angeht. Am Ende bleibt, dass wir uns nach acht Jahren Hilfsprogrammen fragen m&uuml;ssen, ob das Land wirklich auf einem Fundament steht, das tragf&auml;hig ist. Und hier habe ich erhebliche Zweifel &ndash; mittel- und langfristig.&rdquo;<br>\n(&hellip;) Doch was Griechenland wirklich fehlt, ist ein stabiler, kr&auml;ftiger Auftrieb. Auch f&uuml;r all die Menschen, die nicht im Tourismus Geld verdienen und gerade auch f&uuml;r die Millionen, auf deren Schultern immer mehr lastet. Deshalb mischt sich in die guten W&uuml;nsche f&uuml;r Griechenland bei Finanz&ouml;konom Jens Bastian aus Athen auch eine geh&ouml;rige Portion Skepsis.<br>\n&ldquo;Die Steuerschulden der B&uuml;rger und der Privatunternehmen gegen&uuml;ber dem Staat steigen monatlich kontinuierlich. Die Kreditversorgung der Realwirtschaft ist weiterhin negativ. Deswegen bin ich der Meinung, dass das Fundament, auf dem Griechenland steht, wenn es am 20. August das Programm offiziell beendet, ein sehr d&uuml;nnes ist. Und in vielerlei Hinsicht ist es auch ein fragiles Fundament.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/griechenland-nach-dem-hilfsprogramm-gerettet-oder-geknechtet.979.de.html?dram:article_id=424787\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.H.:<\/strong> &hellip;.eher das Letztere;  Finanzwelt gerettet, Bev&ouml;lkerung und Rentner &ndash; Rentenk&uuml;rzungen als Dutzendprogramm! &ndash; geknechtet!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Parit&auml;tischer Gesamtverband: Soziale Schieflage in Deutschland bereitet Sorgen<\/strong><br>\nDeutschlands Wirtschaft brummt, doch von der guten Konjunktur k&ouml;nnen viele Menschen nicht profitieren. Niedriglohn, Altersarmut oder Langzeitarbeitslosigkeit f&uuml;hren einen relevanten Teil der Gesellschaft ins soziale Aus und stiften Unfrieden. Es muss etwas passieren, fordert der Parit&auml;tische Gesamtverband in seinem Jahresbericht.<br>\nVerunsicherung und Sorge vor Armut, um die Rente und den sozialen Zusammenhalt pr&auml;gen das Lebensgef&uuml;hl eines Gro&szlig;teils der Bev&ouml;lkerung. Der Parit&auml;tische Wohlfahrtsverband, der sein Jahresgutachten zur sozialen Lage in Deutschland vorstellte, fordert deshalb ein Umsteuern in der Sozialpolitik. Der lange Wirtschaftsboom komme vielen Menschen in Deutschland nicht zugute, hei&szlig;t es. Ein relevanter Teil der Bev&ouml;lkerung sei in einer Situation, die gesellschaftliche Teilhabe erschwere oder ausschlie&szlig;e. Unabh&auml;ngig von der eigenen wirtschaftlichen Lage habe die gro&szlig;e Mehrheit der B&uuml;rger inzwischen das Vertrauen in den Sozialstaat verloren.<br>\n(&hellip;) Hartz-IV wird vielen nicht gerecht<br>\nDen gr&ouml;&szlig;ten Reformbedarf sieht der Parit&auml;tische bei der Grundsicherung f&uuml;r Arbeitslose (Hartz IV). Fast drei Viertel der sechs Millionen Bezieher seien gar nicht erwerbslos, sondern Kinder, Erwerbsunf&auml;hige, Alleinerziehende, Aufstocker, die zu wenig verdienen, oder Langzeitarbeitslose mit besonderen Schwierigkeiten. Das Hartz-IV-System werde den meisten dieser Menschen nicht gerecht. Zielsetzung einer wirklichen Grundsicherung m&uuml;sse sein, ihnen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu erm&ouml;glichen, forderte der Verband.<br>\n(&hellip;)  Mehr Erwerbst&auml;tige &ndash; 22 Prozent Niedriglohn<br>\nDem Bericht zufolge ist im zur&uuml;ckliegenden Jahr die Zahl der Erwerbst&auml;tigen erneut gestiegen, von 43,6 Millionen auf 44,3 Millionen. Das sind gut 600.000 Menschen mehr als im Jahr davor. Der gr&ouml;&szlig;te Teil davon, fast 40 Millionen Menschen, sind abh&auml;ngig besch&auml;ftigt. Zum f&uuml;nften Mal in Folge ist darunter die Quote der Teilzeitbesch&auml;ftigten gewachsen. Heute arbeiten 39,1 Prozent der Besch&auml;ftigten nur in Teilzeit. 4,3 Millionen Menschen sind selbstst&auml;ndig t&auml;tig.<br>\nEbenfalls gestiegen ist die sozialversicherungspflichtige Besch&auml;ftigung, um 60.000 auf fast 31,7 Millionen Menschen. Dazu ist der Anteil der Menschen, die im Niedriglohnbereich arbeiten, nach den neuesten Zahlen zwar gesunken. Die Quote bleibt allerdings hoch: 22,6 Prozent der Besch&auml;ftigten &ndash; mehr als ein F&uuml;nftel &ndash; arbeitet im Niedriglohnbereich mit einem Stundenlohn von unter 10,50 Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/soziale-schieflage-in-deutschland-bereitet-sorgen-100.html%20Quelle:%20BR\">BR<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Deutschland verf&auml;llt in eine Rassismus-Hysterie<\/strong><br>\nIst Deutschland so rassistisch, wie es die Debatte um #MeTwo nahelegt? Zweifel sind angebracht. Die Debatte f&uuml;hrt ins Nirgendwo, es fehlt ihr jedes Ma&szlig;.<br>\nAm 22. Juli hat Mesut &Ouml;zil den R&uuml;cktritt aus der deutschen Fu&szlig;ballnationalmannschaft erkl&auml;rt; er l&ouml;ste damit eine Rassismusdebatte aus, die bis heute anh&auml;lt. Mittlerweile erz&auml;hlen Tausende auf Twitter von ihren Erfahrungen mit Fremdenfeindlichkeit: in der Schule, bei der Wohnungssuche, auf der Stra&szlig;e. Das Ph&auml;nomen hei&szlig;t Alltagsrassismus und wird unter dem Hashtag MeTwo gesammelt. Der deutsche Au&szlig;enminister Heiko Maas empfiehlt, diese Tweets zu lesen; zumindest all jenen, die glauben, Rassismus sei kein Problem mehr. Beim &laquo;Spiegel&raquo; denkt man sogar, dass die Geschichten das Land ver&auml;ndern werden. Sie seien ein &laquo;Akt der gelebten Aufkl&auml;rung&raquo;.<br>\n(&hellip;) Bei #MeTwo geht es vor allem um die Bekundung von Betroffenheit, die wiederum selbst Betroffenheit ausl&ouml;sen soll, ein Mitgef&uuml;hl. Eine solche Sammlung ist prinzipiell keine schlechte Sache, sie bringt unangenehme Tatsachen auf den Tisch. Aber es ist, zumindest auf Twitter, keine politische Debatte. Das macht es auch schwierig, dem Ph&auml;nomen #MeTwo kritisch zu begegnen. Menschen haben ihre Geschichten, diese k&ouml;nnen nicht angefochten werden. Einfach nur hinh&ouml;ren, raten deshalb #MeTwo-Enthusiasten: die Zeugnisse des Rassismus anh&ouml;ren, auf sich wirken lassen und ein besserer Mensch werden. Es ist f&uuml;r alle, die in den vergangenen Jahren gerade nicht eingewandert sind, eine Zuh&ouml;rdebatte. Wie im Gottesdienst sind Zwischenrufe nicht erw&uuml;nscht.<br>\n(&hellip;) Der Blick auf die R&auml;nder<br>\nDie sozialen Netzwerke werden von der #MeTwo-Gesellschaft gepriesen. Wom&ouml;glich w&auml;re es aber ohne sie auch nie zu &Ouml;zils R&uuml;cktritt gekommen. Die primitiven Kommentare im Netz d&uuml;rften &Ouml;zils d&uuml;stere Eindr&uuml;cke von Deutschland verst&auml;rkt haben: Die &uuml;belsten Beschimpfungen werden einem eher anonym zugetwittert als gesagt. So ist diese Rassismusdiskussion gepr&auml;gt von den Eindr&uuml;cken der Einwanderer, von Journalisten und Rassisten im Netz&hellip;.Dabei geht leicht vergessen, dass es in Deutschland eine breite und vern&uuml;nftige Mitte gibt, die gegen&uuml;ber Fremden aufgeschlossen ist, die sowohl bei &Ouml;zil als auch beim Deutschen Fu&szlig;ball-Bund Fehler sieht, die aber nicht gleich den hysterischen Alarmismus mancher Journalisten und Politiker teilt und das Land von einem Moment auf den anderen verloren glaubt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/deutschland-verfaellt-in-eine-rassismus-hysterie-ld.1408683\">Neue Z&uuml;richer zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> #MeTwo ist wie der Vorg&auml;nger #MeToo eine sehr subjektive Sache. Es ist aber auch niemanden geholfen, dies nun als &bdquo;Hysterie&ldquo; abzutun. Vielleicht sollte man leise und unaufgeregt erst einmal fragen, warum so viele Menschen sich subjektiv als Opfer eines wie auch immer gearteten Rassismus sehen. Denn unabh&auml;ngig davon, ob man hier Rassismus sieht oder nicht, scheint ja ein gesellschaftliches Problem zu bestehen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Wer schwarzf&auml;hrt wird eingesperrt<\/strong><br>\nIn kaum in einem anderen Bereich des Strafrechts ist der Zusammenhang zwischen Armut und Strafe so plastisch wie beim Schwarzfahren. Schwarzfahren ist neben Ladendiebst&auml;hlen &ndash; insbesondere von Lebensmitteln aus den sogenannten Containern ein klassisches Armutsdelikt. Das bedeutet: Die meisten Schwarzfahrerinnen haben keine Kohle f&uuml;r einen Fahrschein und k&ouml;nnten ohne Nutzung der &ouml;ffentlichen Verkehrsmittel nicht zur Arbeit, zur Schule, zum Jobcenter, zu Freundinnen und Familie oder anderswohin kommen.<br>\n&raquo;Jedes zehnte Strafurteil in Nordrhein-Westfalen betrifft Schwarzfahrerinnen&laquo;<br>\n(&hellip;) Der Straftatbestand des &bdquo;Schwarzfahrens&ldquo; ist sinnlos und rechtspolitisch fragw&uuml;rdig. Bei jeder gesetzlichen Norm muss man nach ihrem Sinn und Zweck fragen, beim Strafrecht dar&uuml;ber hinaus noch, welches Rechtsgut der jeweilige Straftatbestand sch&uuml;tzen soll&hellip;.<br>\nSchwarzfahren ist in &sect; 265a StGB (Strafgesetzbuch) unter Strafe gestellt. Im Gesetz hei&szlig;t es: &bdquo;Wer die Leistung eines Automaten oder eines &ouml;ffentlichen Zwecken dienenden Telekommunikationsnetzes, die Bef&ouml;rderung durch ein Verkehrsmittel oder den Zutritt zu einer Veranstaltung oder einer Einrichtung in der Absicht erschleicht, das Entgelt nicht zu entrichten, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft, wenn die Tat nicht in anderen Vorschriften mit schwererer Strafe bedroht ist.&ldquo;<br>\n(&hellip;) Klassisches Armutsdelikt<br>\nFrank Wilde beschreibt in seinem Buch Armut und Strafe, wie Arme h&auml;rter bestraft werden. Dies ist insbesondere bei der Ersatzfreiheitsstrafe zu sehen, die vorsieht: &bdquo;An die Stelle einer uneinbringlichen Geldstrafe tritt die Freiheitsstrafe&hellip;. Bei den Bagatelldelikten (Schwarzfahren) wird f&uuml;r gew&ouml;hnlich keine Pflichtverteidigung bestellt, sodass die angeklagten Personen auf sich allein gestellt sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/adamag.de\/oepnv-wer-schwarzfaehrt-wird-eingesperrt\">ada<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Trotz Haft: Lula wird Pr&auml;sidentschaftskandidat in Brasilien<\/strong><br>\nDer inhaftierte Ex-Pr&auml;sident Luiz In&aacute;cio Lula da Silva geht erneut ins Rennen um das Amt des Staatschefs. Auf dem Parteitag der brasilianischen Arbeiterpartei (Partido dos Trabalhadores, PT) wurde Lula am Wochenende offiziell zum Kandidaten nominiert. Gleichwohl Lula mit 30 Prozent ungebrochen die Umfragen anf&uuml;hrt, gilt seine Wahl im Oktober jedoch als unwahrscheinlich. Da Lula in zweiter Instanz verurteilt worden ist, ist er laut Gesetz nicht w&auml;hlbar. Das Oberste Wahlgericht wird ab Mitte August &uuml;ber die Nominierung entscheiden und aller Voraussicht nach die Kandidatur ablehnen.<br>\nDie PT hat darum Fernando Haddad, den ehemaligen B&uuml;rgermeister von S&atilde;o Paulo, zum Vizepr&auml;sidentschaftskandidaten ernannt. Sollte Lula nicht zur Wahl antreten d&uuml;rfen, ist Haddad &ldquo;Plan B&rdquo; der Arbeiterpartei.<br>\n(&hellip;) Lula sitzt seit April dieses Jahres in Haft, Er verb&uuml;&szlig;t eine Gef&auml;ngnisstrafe von mehr als zw&ouml;lf Jahren wegen Korruption und Geldw&auml;sche. Das Gerichtsverfahren und das Urteil gegen ihn sind weltweit als parteipolitisch motiviert und unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig kritisiert worden. Zuletzt hatten mehrere US-Senatoren um den fr&uuml;heren demokratischen Pr&auml;sidentschaftsanw&auml;rter Bernie Sanders, aber auch Abgeordnete des Europa-Parlaments eine Freilassung Lulas gefordert. Die fr&uuml;here deutsche Justizministerin Herta D&auml;ubler-Gmelin hatte den Prozess als Farce bezeichnet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2018\/08\/209120\/lula-kandidat-brasilien\">amerika 21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Ultrarechte Eskalationsstrategie<\/strong><br>\nAmerikas extremistische Rechte versucht, mit gewaltt&auml;tigen Aufm&auml;rschen im Vorfeld der Senatswahlen zu punkten.<br>\nWieder einmal erwischte es Portland, eine innerhalb der US-Rechten als besonders liberal verschriene Stadt an der amerikanischen Westk&uuml;ste. Hunderte Anh&auml;nger der rechtsextremen Gruppen Patriot Prayer und Proud Boys marschierten in der Stadt auf, um einen ihrer inzwischen &uuml;blichen, zunehmend gewaltt&auml;tigen Provokationsm&auml;rsche durchzusetzen&hellip;.<br>\nKritik am Vorgehen der Polizei<br>\nDiesmal waren es aber nicht US-Nazis, sondern die f&uuml;r exzessiven Gewalteinsatz ber&uuml;chtigten Polizeikr&auml;fte in Portland, die einem Gegendemonstranten beinahe t&ouml;teten. Die Polizei habe sich entschlossen, die Rechtsextremisten zu sch&uuml;tzen und die Gegendemonstranten anzugreifen, titelte etwa die Huffington Post.<br>\nStrategie der Spannung<br>\nDie provozierten Ausscheidungen, die solche rechtsextremen Aufm&auml;rsche gerade in St&auml;dten und Regionen ausl&ouml;sen, die als besonders antifaschistisch gelten, sind Teil der Strategie der Spannung der extremen Rechten. Das Kalk&uuml;l: Man will provozieren, Aufmerksamkeit erregen, Schlagzeilen machen, um sich als einen wichtigen politischen Faktor, als eine starke Bewegung zu etablieren, die attraktiv wird f&uuml;r weitere Rechtsextremisten&hellip;.<br>\nDer Mann, der hinter dieser Strategie steckt, kandidiert in den kommenden Kongresswahlen f&uuml;r die Republikaner &ndash; auch dies ist Trumps Amerika im Jahr 2018. Joey Gibson, ein rechtsextremer Waffennarr, der schon mal seiner Anh&auml;nger dazu aufruft, bewaffnet auf Demonstrationen zu erscheinen, kandidiert im westlichen US-Bundesstadt Washington. Immer wieder bediene sich Gibson &ldquo;kontroverser Methoden&rdquo;, um eine rechte Agenda ausgerechnet in &ldquo;Bastionen des Liberalismus&rdquo; zu propagieren, so The Guardian. Hiernach erkl&auml;re er, dass er die heftigen Reaktionen auf seine Aufm&auml;rsche, die mit &ldquo;den Stra&szlig;enk&auml;mpfern der alt-right und Wei&szlig;en Rassisten&rdquo; koordiniert w&uuml;rden, nicht nachvollziehen k&ouml;nne.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Ultrarechte-Eskalationsstrategie-4130798.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>Dazu: Eine von uns<\/strong><br>\nZu jung, zu latina, zu weiblich &ndash; trotzdem gewann Alexandria Ocasio-Cortez die Vorwahl in der Bronx. Die 28-J&auml;hrige ist der Shootingstar der linken Demokraten in den USA.<br>\n(&hellip;) Die 28-j&auml;hrige Ocasio-Cortez gilt als Shootingstar der Linken in der Demokratischen Partei. Sie k&auml;mpft f&uuml;r eine staatliche Krankenversicherung, fordert einen Mindestlohn von 15 Dollar und will das Wahlfinanzierungsgesetz reformieren. Im Juni hat sie mit diesen Ideen bei den Vorwahlen zum Repr&auml;sentantenhaus in New York den innerparteilichen Rivalen Joseph Crowley besiegt &ndash; mit einem Vorsprung von 13 Prozent und einem Bruchteil von dessen Budget. Ocasio-Cortez warb mit ihren viel linkeren Positionen auf Instagram genauso um Stimmen wie auf der Stra&szlig;e.<br>\n(&hellip;) Auf der einen Seite steht das Establishment um Nancy Pelosi und Chuck Schumer, den obersten Demokraten im Kongress, auf der anderen die neuen jungen Linken. Und Ocasio-Cortez ist das kamerataugliche Gesicht dieser jungen Bewegung. Sie gibt CNN und NPR Interviews, Magazine wie der New Yorker widmen ihr mehrseitige Portr&auml;ts, sie wird in den Late-Night-Shows der Fernsehsender herumgereicht.<br>\n(&hellip;) Die junge Bernie<br>\nWie stark die Marke Ocasio-Cortez mittlerweile unter den Linken im Land ist, zeigt sich an diesem Tag in Michigan. Vor ihren Auftritten stehen die Menschen Schlange, auf ihren T-Shirts steht &ldquo;#Resist&rdquo;, &ldquo;I stand with immigrants&rdquo; und nat&uuml;rlich: &ldquo;Bernie&rdquo;. &ldquo;Wir k&auml;mpfen denselben Kampf&rdquo;, sagt Ocasio-Cortez in Flint&hellip;.Die linke Bewegung innerhalb der Demokraten war noch nie so stark wie heute. Die Organisation Democratic Socialists of America, die 1982 gegr&uuml;ndet wurde und auch hinter Ocasio-Cortez steht, hatte 2016 noch 5.000 Mitglieder, heute sind es mehr als 46.000. Und die wirtschaftliche Realit&auml;t im Land treibt ihr immer neue Mitglieder zu.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2018-08\/alexandria-ocasio-cortez-bronx-kongresswahlen-demokraten-usa\/komplettansicht\">Zeit<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Volksinitiative &bdquo;Unsere Schulen&ldquo; zul&auml;ssig &ndash; Berliner Senat muss sich der Kritik an der Schulprivatisierung stellen<\/strong><br>\nWir warten derzeit noch auf das offizielle Schreiben des Pr&auml;sidenten des Abgeordnetenhauses, das heute oder morgen per Post kommen soll. Mit der Presseinformation des Abgeordnetenhauses ist jedoch jetzt schon sicher, dass unsere Volksinitiative zul&auml;ssig ist. Mit 28.070 g&uuml;ltigen Unterschriften haben wir das erforderliche Quorum um 40 Prozent &uuml;bertroffen! Das zeigt, wie wichtig es den Menschen ist, dass im Schulbau nicht privatisiert wird. Neben allen bekannten negativen Folgen von Privatisierung w&uuml;rde das in diesem Fall die dringend erforderliche Sanierung der Schulen erheblich verz&ouml;gern und auch den Schulneubau behindern statt beschleunigen.<br>\nNun muss das Abgeordnetenhaus kritische B&uuml;rgerInnen in den zust&auml;ndigen Aussch&uuml;ssen anh&ouml;ren. Konkret halten wir dreizehn Aussch&uuml;sse f&uuml;r zust&auml;ndig, s.u. Die Aktiven der Volksinitiative von GiB, dem Berliner Schultisch, der GEW, attac und weiteren sind schon gestern Abend zu einem ersten Vorbereitungstreffen zusammen gekommen. Wir planen, die Anh&ouml;rung sorgf&auml;ltig vorzubereiten und intensiv zu begleiten. Denn leider hat die Landesregierung die Menschen in Berlin bei diesem Thema in vielen wichtigen Details nicht informiert. Wir hoffen, durch die Anh&ouml;rungen Licht in dieses Dunkel bringen zu k&ouml;nnen. Wir sind uns sicher: Wenn es breit bekannt wird, dass nicht nur im besonders sensiblen Bereich Schule privatisiert werden soll, sondern dass damit alles viel langsamer und erheblich teurer w&uuml;rde, wird dieser Teil des Regierungsvorhabens undurchsetzbar.&ldquo;<br>\nCarl Wa&szlig;muth, Vorstand von Gemeingut in B&uuml;rgerInnenhand und Vertrauensperson der Volksinitiative &bdquo;Unsere Schulen<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.gemeingut.org\/volksinitiative-unsere-schulen-zulaessig-berliner-senat-muss-sich-der-kritik-an-der-schulprivatisierung-stellen\/\">Gemeingut in B&uuml;rgerInnenhand<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Schulen sind eher Baracken der Bildung<\/strong><br>\nDer Zustand vieler Schulen in Deutschland sei dramatisch, sagte Gerd Landsberg, Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer beim Deutschen St&auml;dte- und Gemeindebund, im Dlf. Verantwortlich daf&uuml;r seien vor allem die L&auml;nder. Bei Sanierungen sei nun entscheidend, dass sie langfristig geplant und umgesetzt w&uuml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/sanierungsfall-schule-schulen-sind-eher-baracken-der-bildung.680.de.html?dram:article_id=424902\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Die Boulevard-Trag&ouml;die des Jan Ullrich: &ldquo;Es ist die Sucht nach Klicks, die uns in Teufels K&uuml;che f&uuml;hrt&rdquo;<\/strong><br>\nDie Geschichte des einstigen Rad-Stars Jan Ullrich, der sich Zugang zum Anwesen von Til Schweiger verschafft hat, ist ein Boulevard-St&uuml;ck wie aus dem Bild(er)-Buch. Aber gibt es nicht auch eine Grenze, an der Medien eine Verantwortung f&uuml;r die Objekte ihrer Berichterstattung haben? Der Kommunikationsexperte und Autor Mike Klei&szlig; kennt Jan Ullrich pers&ouml;nlich und meint in einem Gastbeitrag f&uuml;r MEEDIA: Die Grenze des Ertr&auml;glichen ist &uuml;berschritten.<br>\nWer sich mit Verlagen auskennt, wer t&auml;glich mit ihnen zu tun hat wei&szlig;: Die Not ist gro&szlig;. Es muss Geld in die Kassen. Die Printauflagen sinken dramatisch, w&auml;hrend die neuen Konzepte der Monetarisierung der Digitalplattformen noch nicht greifen. Zumindest die L&ouml;cher nicht stopfen k&ouml;nnen, die durch den R&uuml;ckgang von Print entstanden sind. Jeder Klick z&auml;hlt, und die Trag&ouml;die um Jan Ullrich zeigt: Nicht nur der Boulevard hat sichtbar gro&szlig;e Sorgen. Auch die sogenannten Qualit&auml;tsmedien werden zu S&uuml;chtigen. Sie h&auml;ngen an der Nadel des klickwilligen Konsumenten.<br>\n(&hellip;) Klare Jacke: Wer bei wem klingelt, wer bei wem aufs Grundst&uuml;ck geht und warum, das muss uns alle nicht interessieren. Und wenn man Freunde an die Presse ausliefert, dann sollte man sich grunds&auml;tzlich Gedanken dar&uuml;ber machen, was Freundschaft &uuml;berhaupt bedeutet. Ohne philosophisch werden zu wollen: Ist es vielleicht so, dass uns Facebook lehrt was Freundschaft noch f&uuml;r eine Rolle spielt? Mit einem Klick ist man einen Freund los. Mit einem Klick hat man den n&auml;chsten Freund. Klicks sind das neue Gold der Verlage. Je mehr Klicks, desto mehr Reichweite. Und nur die z&auml;hlt. Es ist die Sucht nach Klicks, die uns in Teufels K&uuml;che f&uuml;hrt. Es ist die Sucht von Jan Ullrich, die ihn genau dort hingef&uuml;hrt hat. Mich schmerzt das, und zwar beides. Mir tut es weh zu sehen, dass gro&szlig;e Verlage sterben. Dass sie mehr und mehr &uuml;ber Leichen gehen, um sich zu retten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/meedia.de\/2018\/08\/07\/die-boulevard-tragoedie-des-jan-ullrich-es-ist-die-sucht-nach-klicks-die-uns-in-teufels-kueche-fuehrt\/?utm_campaign=NEWSLETTER_SONDER&amp;utm_source=newsletter&amp;utm_medium=email\">Meedia<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Die W&uuml;stentrolle<\/strong><br>\nSaudi-Arabien f&auml;hrt eine Kampagne gegen Kanada &ndash; politisch, wirtschaftlich, diplomatisch. Auch in den Medien versucht das K&ouml;nigshaus, die Nordamerikaner zu diskreditieren. Das geht nach hinten los.<br>\n(&hellip;) Nachdem die kanadische Au&szlig;enministerin Chrystia Freeland die Freilassung der in Saudi-Arabien inhaftierten Frauenrechtlerin Samar Badawi gefordert hatte, wies das K&ouml;nigreich zun&auml;chst Ottawas Botschafter aus. Au&szlig;erdem froren die Saudis ein vor Kurzem geschlossenes Handelsabkommen mit Kanada sowie alle neuen Investitionen ein.<br>\nAm Montagabend verk&uuml;ndete die staatliche Fluglinie Saudia dann, sie stelle ab kommender Woche alle Fl&uuml;ge nach Toronto ein. Au&szlig;erdem will das Bildungsministerium in K&uuml;rze alle 7000 saudi-arabischen Studenten aus Kanada abziehen.<br>\nDas Regime flankiert seine Kampagne mit einer Medienoffensive gegen Kanada &ndash; einerseits &uuml;ber saudi-arabische Fernsehsender, andererseits &uuml;ber Twitter. Der Nachrichtensender Al Arabiya, der einer Gruppe saudi-arabischer Gesch&auml;ftsm&auml;nner mit besten Verbindungen ins K&ouml;nigshaus geh&ouml;rt, strahlte am Montagabend eine kurze Doku &uuml;ber angebliche Menschenrechtsverletzungen in kanadischen Gef&auml;ngnissen aus. Unter anderem behauptete Al Arabiya, dass zwischen 2015 und 2017 75 Prozent der Gefangenen in Haft gestorben seien, bevor ihnen &uuml;berhaupt der Prozess gemacht wurde.<br>\nDann stellte Al Arabiya &ldquo;politische Gefangene&rdquo; in kanadischer Haft vor, darunter den deutschen Holocaustleugner Ernst Z&uuml;ndel. Z&uuml;ndel hatte von 2003 bis 2005 in kanadischer Haft gesessen, weil seine Aufenthaltsberechtigung abgelaufen war. 2005 wurde er nach Deutschland ausgeliefert, wo er bis 2010 im Gef&auml;ngnis sa&szlig;. Im vergangenen Jahr verstarb Z&uuml;ndel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/saudi-arabiens-propaganda-gegen-kanada-die-wuestentrolle-a-1222010.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WM:<\/strong> Ausgerechnet Saudi-Arabien macht sich Sorgen um die Freiheit und um die Menschenrechte&hellip; und attackiert daf&uuml;r Kanada! Si tacuisses, philosophus mansisses&hellip;<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Derweil <a href=\"https:\/\/www.newshub.co.nz\/home\/world\/2018\/08\/saudi-arabia-references-9-11-in-sinister-tweet-to-canada.html\">warnt<\/a> ein saudischer Twitter-Account mit dem Namen infographic_KSA subtil davor, was passieren kann, wenn man &bdquo;seine Nase in fremde Angelegenheiten steckt&ldquo; &hellip;<\/em><\/p>\n<div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180808-hdt-01.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180808-hdt-01-small.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-45372","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/45372","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=45372"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/45372\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":45375,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/45372\/revisions\/45375"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=45372"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=45372"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=45372"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}