{"id":45393,"date":"2018-08-09T08:22:02","date_gmt":"2018-08-09T06:22:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45393"},"modified":"2018-08-09T08:22:02","modified_gmt":"2018-08-09T06:22:02","slug":"hinweise-des-tages-3179","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45393","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45393#h01\">&ldquo;Aufstehen&rdquo; &ndash; Sahra Wagenknecht im Interview &uuml;ber ihre Sammelbewegung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45393#h02\">Der Sozialstaat ist unbezahlbar!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45393#h03\">&lsquo;They really don&rsquo;t want us on the media,&rsquo; says a leading pro-Corbyn Jewish campaigner<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45393#h04\">Washington verh&auml;ngt wegen Skripal-Fall neue Sanktionen gegen Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45393#h05\">Streiks bei Ryanair: &ldquo;Fliegen ist definitiv viel zu billig&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45393#h06\">Der lange Weg der Integration auf dem Arbeitsmarkt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45393#h07\">China schl&auml;gt zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45393#h08\">Br&uuml;der, die schweigen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45393#h09\">Fake News vom BKA-Pr&auml;sidenten und der Welt Online<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45393#h10\">&raquo;Fakten interessieren die Bef&uuml;rworter nicht&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45393#h11\">Saudi-Arabien will Katar vom Festland abschneiden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45393#h12\">Wer hat, der kann &ndash; Riads Attacken gegen Ottawa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45393#h13\">Syrien: Russland verspricht, &uuml;ber die Golangrenze zu wachen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45393#h14\">Das Letzte: Doofk&ouml;ppe anne Ecke<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&ldquo;Aufstehen&rdquo; &ndash; Sahra Wagenknecht im Interview &uuml;ber ihre Sammelbewegung<\/strong><br>\nWo hat Ihre eigene Partei versagt?<br>\nDie Linke muss sich fragen, wieso es ihr nicht gelingt, die von der SPD entt&auml;uschten W&auml;hler zu gewinnen. Viele w&auml;hlen gar nicht mehr oder w&auml;hlen AfD. Das sind aber keine Rassisten, sondern einfach Menschen, die w&uuml;tend und unzufrieden sind &ndash; und auch allen Grund dazu haben. Die Linke hat es in den letzten Jahren immer weniger geschafft, &Auml;rmere, Geringverdiener, Arbeitslose zu erreichen. Im Gegenteil, sie wenden sich auch von uns ab. Das ist ein gro&szlig;es Problem. [&hellip;]<br>\nTrotz gro&szlig;en Zulaufs ernten Sie auch heftige Kritik. Bundestagsvizepr&auml;sident Thomas Oppermann (SPD) wirft Ihnen Linkspopulismus vor, der stellvertretende SPD-Vorsitzende Ralf Stegner spricht von &ldquo;PR-Aktionen mit Egotrip-Anteilen&rdquo;. Andere werfen Ihnen vor, rechts zu fischen. Was entgegnen Sie Ihren Kritikern?<br>\nIch kann verstehen, dass diejenigen, die keine Ver&auml;nderung wollen, Angst vor uns haben. Die sollen sie auch haben. Wir wollen ja gerade keine GroKo forever. Wir wollen eine neue Regierung, eine andere Politik.<br>\nDas empfinden einige offensichtlich als Bedrohung, als Angriff auf Verh&auml;ltnisse, in denen sie sich bequem eingerichtet haben. Deshalb versuchen sie uns zu diffamieren. Die SPD-Spitze sollte sich lieber fragen, warum ihr zehn Millionen W&auml;hler davongelaufen sind und ein Teil davon heute rechts w&auml;hlt. Das ist doch ein Versagen der Partei und nicht der W&auml;hler.<br>\nKritiker sehen die Gefahr, dass Ihre Bewegung die Linke spaltet. Ist &ldquo;Aufstehen&rdquo; auch eine Kampfansage an die Linke? Werden Sie schw&auml;chen und spalten oder sammeln und st&auml;rken?<br>\nIch sehe die Bewegung &uuml;berhaupt nicht im Widerspruch zu meiner Partei. Im Gegenteil. Es geht um die St&auml;rkung der gesellschaftlichen Linken. Die Partei Die Linke ist gegr&uuml;ndet worden, um die Politik zu ver&auml;ndern. Doch das schafft sie mit ihren neun bis zehn Prozent allein nicht.<br>\nAktuell k&ouml;nnen wir dem Niedergang der Demokratie und dem Sozialabbau nur zuschauen. Wir k&ouml;nnen im Bundestag dagegen reden, aber wir k&ouml;nnen ihn nicht stoppen. Daher sollte eigentlich jedes Mitglied der Linken, der SPD und der Gr&uuml;nen, das mit dem Ist-Zustand unzufrieden ist, unsere Initiative unterst&uuml;tzen.<br>\n&ldquo;Aufstehen&rdquo; ist eine au&szlig;erparlamentarische Bewegung. Als politische Partei wird sie also nie existieren?<br>\nWir wollen sammeln und nicht spalten. Wenn wir jetzt eine neue Partei gr&uuml;nden w&uuml;rden, w&uuml;rde das Mitgliedern vorhandener Parteien die Entscheidung aufzwingen, sich entweder nicht zu beteiligen oder die eigene Partei zu verlassen. Au&szlig;erdem w&auml;re eine neue Partei wenig erfolgversprechend. Denn viele Menschen wollen sich nicht in einer Partei engagieren.<br>\nSie sind aber an anderen, kreativen Angeboten zur Mitarbeit durchaus interessiert. Eine Bewegung hat auch ganz andere M&ouml;glichkeiten direkter demokratischer Debatten und Entscheidungen. Wir werden daf&uuml;r sorgen, dass unsere Mitstreiter wirklich mitreden k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/web.de\/magazine\/politik\/aufstehen-sahra-wagenknecht-interview-sammelbewegung-33105362\">Web.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Jens Berger hat <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45380\">gestern<\/a> auf die &Auml;u&szlig;erungen einiger Gegner der Sammlungsbewegung hingewiesen. Dazu geh&ouml;rt auch Johannes Kahrs, der in seinem <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Dieses-Aufstehen-ist-eine-Totgeburt-article20562110.html\">Interview auf n-tv<\/a> gewohnt arrogant auftritt, aber immerhin den Zweck der Sammlungsbewegung richtig verstanden hat. Sie soll nicht spalten, sondern sammeln. &Uuml;ber seinen Parteikollegen B&uuml;low, der sich dem Projekt bereits angeschlossen hat, sagt Kahrs: &bdquo;Ich will das nicht beurteilen, er muss selber wissen, was er da treibt.&ldquo; Genauso ist es ja gedacht. <\/em><\/p>\n<p><em>Anders sieht es Niema Movassat aus der Linkspartei, der <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Gastkommentar-Bewegung-Aufstehen\/!5521396\/\">in der taz<\/a> noch einmal mit Angriffen auf Wagenknecht nachgelegt hat und ihr eine Spaltungsabsicht unterstellt. Die Bewegung bleibe au&szlig;erdem weit hinter den Positionen der Linken stehen, schreibt er in einem Gastbeitrag. Nur wo steht der Linke Movassat? Offenbar mehr an der Seite von Johannes Kahrs, der dem rechten Fl&uuml;gel der SPD zugerechnet wird. Der eine spricht von Bewegung ohne Bewegte, der andere von einer Totgeburt. <\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Oskar Lafontaine &uuml;ber Aufstehen und SPD<\/strong><br>\nSchon 50.000 Anmeldungen in drei Tagen! Der Wunsch nach einer anderen Politik ist gro&szlig;<br>\nAufstehen hat in drei Tagen schon 50.000 Anmeldungen. Viele Menschen wollen sich nicht mehr damit abfinden, dass bei L&ouml;hnen, Renten, sozialen Leistungen, bei Waffenexporten, Kriegseins&auml;tzen und Umweltzerst&ouml;rung (man denke nur an den Dieselskandal) Politik gegen die Mehrheit der Bev&ouml;lkerung gemacht wird.<br>\nSteve Hudson, der die erfolgreichen Kampagne von Jeremy Corbyn unterst&uuml;tzt und Mitglied &hellip;der britischen Labour Party und der deutschen SPD ist, sagt: &bdquo;Es ist mittlerweile eine Selbstverst&auml;ndlichkeit, dass Leute hier auf den B&auml;nken schlafen oder dass Rentner zu den ganzen M&uuml;lleimern gehen abends und die Flaschen f&uuml;r acht Cent pro Flasche herausholen. Dieses Auseinanderbrechen der Gesellschaft hat leider die SPD mit zu verantworten. Sie war 16 der letzten 20 Jahre mit an der Regierung und wir haben mittlerweile eine Einkommens-Ungleichheit wie 1913.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/?hc_ref=ARRvn49yehzCjNB5HHobHQ9ngZhGTZRm5FmHVU2KFyUVJ-93gMb21vjPyKSZX4oDnC8&amp;fref=nf\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Der Sozialstaat ist unbezahlbar!<\/strong><br>\nEntgegen aller Zahlenspiele ist Deutschland nicht sozialer geworden<br>\nLetzte Woche lie&szlig; die Bildzeitung die &Ouml;ffentlichkeit wissen, dass wir 2017 so sozial waren wie nie zuvor. Immerhin h&auml;tten wir ja auch so viel Geld in den Sozialsektor gesteckt wie nie. 36,5 Milliarden mehr als noch 2016. Fast eine Billion Euro war uns das Soziale folglich wert. Arbeitgeber und FDP kritisierten das nat&uuml;rlich umgehend. So eine Debatte wollte die Bildzeitung freilich auch entfesseln, die Zahlenspiele sollten abschrecken und Angst machen, dass sich Leistung am Ende also doch nicht mehr lohne. Dass sich die Aussagekraft dieser Zahl am Bruttoinlandsprodukt (BIP) orientieren m&uuml;sste, dar&uuml;ber lie&szlig; man sich dann nicht weiter aus. 29,6 Prozent des BIP waren es n&auml;mlich, die ins Soziale flossen. Wenig mehr als 2016, mehr oder weniger so viel, wie in den letzten 25 Jahren auch. Dass Deutschland also zum Hypersozialstaat geworden w&auml;re, kann man rechnerisch nicht nachvollziehen.<br>\nDass wir angeblich im SozDaZ, im sozialsten Deutschland aller Zeiten, leben sollen, neutralisierte dann eine Meldung, die zeitgleich mit den 965,5 Milliarden Euro eine Nachricht wert war: Es fehlen n&auml;mlich Sozialwohnungen. Die minimierten sich gewisserma&szlig;en j&auml;hrlich. Etwas mehr als 1,2 Millionen gab es im Jahr 2017 noch &ndash; das waren 46.000 weniger als noch 2016. Einige Stunden vorher konnte man au&szlig;erdem noch lesen, dass laut Statistischem Bundesamt Alleinerziehende ganz besonders von Armut bedroht seien. Von den vielen Kindern, die in Deutschland in oder ganz knapp an Armut leben, ganz zu schweigen. Ferner sind seit Jahren etwa 20 Prozent der Menschen in der Bundesrepublik von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht &ndash; so stellt es ebenso das Statistische Bundesamt Jahr f&uuml;r Jahr aufs Neue fest. Das sind keine gef&uuml;hlten Realit&auml;ten, kein Bauchgef&uuml;hl: Das sind messbare, auch sichtbare Entwicklungen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1096711.sozialer-frieden-der-sozialstaat-ist-unbezahlbar.html\">Heppenheimer Hiob<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&lsquo;They really don&rsquo;t want us on the media,&rsquo; says a leading pro-Corbyn Jewish campaigner<\/strong><br>\nOn 7 April, Jewish Voice for Labour (JVL) organised a protest outside the BBC. Protesters gathered to challenge what they see as the BBC&lsquo;s role in perpetuating the Labour antisemitism row.<br>\nIn an exclusive video for The Canary, organisers explain why this protest was so important.<br>\nAs The Canary reported, protesters tried to deliver a letter to the BBC raising &ldquo;serious concerns&rdquo; about its coverage of recent attacks on Labour leader Jeremy Corbyn. It also highlighted &ldquo;inaccurate&rdquo; reporting about questions surrounding Labour&rsquo;s adoption of the International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) definition of antisemitism.<br>\nThese points are vital and as JVL secretary Glyn Secker explained:<br>\n&ldquo;We&rsquo;ve found it really difficult to get ourselves on the media to give the other point of view. They really don&rsquo;t want us on the media, because they don&rsquo;t want to hear our arguments, which are substantial.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.thecanary.co\/trending\/2018\/08\/08\/they-really-dont-want-us-on-the-media-says-a-leading-pro-corbyn-jewish-campaigner\/%20\">The Canary<\/a>\n<p><em>Lesen Sie dazu bitte auch auf den NachDenkSeiten: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45356\">Jeremy Corbyn wehrt sich gegen den Antisemitismus-Putsch<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Washington verh&auml;ngt wegen Skripal-Fall neue Sanktionen gegen Russland<\/strong><br>\nAuf welcher neuen Grundlage die Sanktionen verh&auml;ngst werden, ist nicht bekannt, offensichtlich soll der Konflikt mit Russland auch nach dem Treffen Putin-Trump angeheizt werden [&hellip;]<br>\nWas der genauere Grund f&uuml;r die neue Sanktionen ist, bleibt bislang unbekannt. Hat Washington von London neue Beweise f&uuml;r die Verantwortung Moskau f&uuml;r den Skripal-Anschlage erhalten oder ist auch dies ein Versuch von interessierten Kreisen in der US-Administration, Ann&auml;herungen von Trump an Moskau zum Scheitern zu bringen und den Konflikt mit Russland anzuheizen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Washington-verhaengt-wegen-Skripal-Fall-neue-Sanktionen-gegen-Russland-4131982.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Streiks bei Ryanair: &ldquo;Fliegen ist definitiv viel zu billig&rdquo;<\/strong><br>\nAm Freitag wollen die Piloten von Ryanair erneut streiken. Luftfahrtexperte Andreas Spaeth h&auml;lt die aktuelle Streikwelle f&uuml;r &uuml;berf&auml;llig. Die Airline m&uuml;sse ihr Gesch&auml;ftsmodell anpassen und Mitarbeitern mehr Rechte einr&auml;umen, sagte er im Dlf. Dadurch k&ouml;nnte Fliegen teurer werden &ndash; das sei gut so.<br>\nAuch die Piloten werden sehr massiv unter Druck gesetzt, dass sie zum Beispiel m&ouml;glichst nicht mehr Sprit als wirklich n&ouml;tig mitnehmen. Und alle Besch&auml;ftigten bekommen nur das bezahlt, was sie wirklich an Zeit im Flugzeug verbringen, also wirklich fliegen. Wenn Fl&uuml;ge gestrichen werden, wenn andere Versp&auml;tungen auftreten oder auch Berufsfortbildung am Boden irgendwie n&ouml;tig ist, kriegt man das nicht bezahlt. Das ist ja ein v&ouml;lliges Unding, was bei keiner anderen Airline so l&auml;uft. [&hellip;]<br>\nDie Antwort von Ryanair auf diese Streiks ist h&ouml;chst seltsam, weil sie in jedem Land anders agieren. Sie haben in der Tat in Irland, ihrem Heimatland, wo sie nur relativ wenige Fl&uuml;ge &uuml;berhaupt haben, mit dieser Verlegung gedroht und werden sie wohl auch umsetzen, auch gerade als Reaktion auf die Streiks. Aber sie haben zum Beispiel bereits angek&uuml;ndigt, dass sie, auch wenn hier in Deutschland Streiks ausbrechen sollten, hier dasselbe nicht tun werden. Es gibt auch innerhalb der Ryanair zwei Fraktionen. Die einen sind eben die um Konzernchef O&rsquo;Leary. Ich kenne ihn sehr gut, ich kenne ihn auch schon 20 Jahre. Ein brillanter Mann, der im Grunde ja die Billigfliegerei erfunden hat in Europa. Aber jetzt eben irgendwie nicht einsehen will, dass in der heutigen Zeit einfach andere Bedingungen n&ouml;tig sind, um als Unternehmen erfolgreich zu sein. Sie brauchen sich ja nur andere Firmen wie EasyJet anzusehen, da klappt das viel besser. Und da sind eben alle selbstverst&auml;ndlichen Arbeitnehmerrechte auch vorhanden. Das hat sich bei Ryanair bisher nicht ergeben, und da haben sie sich standhaft geweigert. Aber es gibt eben auch innerhalb der Ryanair eine Fraktion von F&uuml;hrungskr&auml;ften, die eben auch sagen im Gegensatz zu O&rsquo;Leary, wir m&uuml;ssen uns hier anpassen, wir m&uuml;ssen den Weg der Zeit mitgehen, und das wird so oder so unvermeidlich sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/streiks-bei-ryanair-fliegen-ist-definitiv-viel-zu-billig.694.de.html?dram:article_id=424967\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Der lange Weg der Integration auf dem Arbeitsmarkt<\/strong><br>\nFl&uuml;chtlinge k&ouml;nnen helfen, den Fachkr&auml;ftemangel zu beheben &ndash; das hie&szlig; es 2015 immer wieder. Inzwischen ist Ern&uuml;chterung eingekehrt: Viele Geflohene beziehen Sozialleistungen oder arbeiten im Niedriglohnbereich. Denn der Weg in den Arbeitsmarkt ist lang und beschwerlich. [&hellip;]<br>\nDie Zuwanderung nach Deutschland zeigt sich aber auch anderer Stelle: W&auml;re nicht mehr als eine Million Fl&uuml;chtlinge in den letzten Jahren gekommen, w&auml;re sowohl die Arbeitslosen- als auch die Hartz IV-Quote deutlich niedriger. Zwei von drei Menschen im Hartz-IV-Bezug sind Ausl&auml;nder. Herbert Br&uuml;cker: &ldquo;Es ist so, dass am Anfang bei der Fluchtmigration die Menschen in der Tat in den sozialen Sicherungssystemen landen. Sie beziehen zuerst Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, sp&auml;ter, wenn ihre Asylantr&auml;ge anerkannt sind, im Bedarfsfall Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II, also das, was man Hartz IV nennt.&rdquo;<br>\nZwei von drei Fl&uuml;chtlingen leben derzeit von Hartz IV, entweder komplett oder als Aufstocker. Jeder vierte hat bereits einen Job, die meisten davon einen sozialversicherungspflichtigen. Ist das nun viel oder wenig? Um diese Frage zu beantworten, hat Migrationsforscher Br&uuml;cker einen Vergleich angestellt. Wie haben sich die Jugoslawienfl&uuml;chtlinge Anfang der 1990er-Jahre in den deutschen Arbeitsmarkt integriert &ndash; und wie sieht es heute aus?<br>\nDer Wissenschaftler stellt fest: &ldquo;Dass die Arbeitsmarktintegration etwas schneller verl&auml;uft als zu Beginn der 1990er-Jahre. Das liegt sicher auch an der g&uuml;nstigen Konjunkturlage, aber auch daran, dass wir heute mehr tun.&rdquo; Die Regierung tut mehr &ndash; Integrationskurse waren vor 25 Jahren noch ein Fremdwort. Aber auch die Zivilgesellschaft tut mehr, nicht zuletzt die Unternehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/fluechtlinge-und-fachkraeftemangel-der-lange-weg-der.724.de.html?dram:article_id=424974%20\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Will man eine seri&ouml;se Integrationsdebatte f&uuml;hren, d&uuml;rfen solche Themen nicht aus Angst vor der sofort geschwungenen Rassismuskeule ausgeklammert werden, gerade auch vor dem Hintergrund, dass die Neoliberalen wieder einmal angeblich &uuml;berbordenden Sozialleistungen beklagen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>China schl&auml;gt zur&uuml;ck<\/strong><br>\nDer Handelsstreit zwischen Amerika und China eskaliert weiter. Nachdem das Wei&szlig;e Haus mitteilte, am 23. August weitere Z&ouml;lle in H&ouml;he von 25 Prozent auf Waren im Wert von rund 16 Milliarden Dollar zu erheben, k&uuml;ndigte das Pekinger Handelsministerium am Mittwoch Vergeltungsz&ouml;lle in gleicher H&ouml;he und zum gleichen Zeitpunkt an. &Ouml;konomen sehen in dem sich zuspitzenden Konflikt ein Risiko f&uuml;r die gesamte Weltwirtschaft.<br>\nBereits am 6. Juli hatten beide Seiten gegenseitige Z&ouml;lle in H&ouml;he von 25 Prozent auf Importe im Wert von jeweils rund 34 Milliarden Dollar in Kraft gesetzt. W&auml;hrend Amerika dabei auf Haushaltsger&auml;te und Elektronik zielten, erhob China Sonderabgaben auf Autos, aber auch auf landwirtschaftliche Erzeugnisse wie Sojabohnen, Schweinefleisch, Rindfleisch und Molkereiprodukte. Es zielt damit auf die W&auml;hlerschaft von von Pr&auml;sident Donald Trump in l&auml;ndlichen Gebieten ab. Die zweite Tranche der amerikanischen Strafz&ouml;lle zielt nun auf Waren wie Metalle, Schmierstoffe, Chemikalien und erneut Elektronik. Peking will dagegen Rohstoffe wie Kohle und Gas sowie Motorr&auml;der und andere Fahrzeuge mit Strafen belegen. (&hellip;)<br>\nBeobachter wiesen jedoch darauf hin, dass Peking andere M&ouml;glichkeiten habe, um Washington unter Druck zu setzen. So k&ouml;nnten etwa amerikanische Unternehmen wie Starbucks, Apple oder Nike, die seit Jahren enorm von der Konsumlust des Milliardenvolkes profitieren, die Gesch&auml;fte in China erschwert werden. Die Staatsmedien des Landes schie&szlig;en sich bereits ein: &ldquo;China ist mit Abstand der wichtigste &Uuml;berseemarkt f&uuml;r Apple, was den Konzern verwundbar macht, wenn die Chinesen ihn zum Ziel von Wut und nationalistischen Gef&uuml;hlen machen&rdquo;, hie&szlig; es am Dienstag in einem Kommentar der Zeitung &ldquo;China Daily&rdquo;.<br>\nDie Sorge vor einer Eskalation des Handelsstreits hat derweil den Warenverkehr zwischen China und Amerika weiter befl&uuml;gelt. Wie die Pekinger Zollverwaltung am Mittwoch mitteilte, legten die Exporte des Landes in die Vereinigten Staaten im Juli im Vergleich zum Vorjahresmonat um 11,2 Prozent auf 41,5 Milliarden Dollar zu. Die Importe aus Amerika stiegen um rund 11,1 Prozent auf 13,4 Milliarden Dollar. Beobachter f&uuml;hren die weiterhin starke Handelsaktivit&auml;t darauf zur&uuml;ck, dass Unternehmen in beiden L&auml;ndern noch m&ouml;glichst viele Gesch&auml;fte abwickeln wollen, bevor weitere Z&ouml;lle erhoben werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/der-handelsstreit\/neue-amerikanische-zoelle-china-schlaegt-zurueck-15728388.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Br&uuml;der, die schweigen<\/strong><br>\nNeonaziterror und Staatsr&auml;son, zweierlei dubiose Zeugen und die &raquo;Dramaturgie einer gro&szlig;en Zicke&laquo;. &ndash; Ein R&uuml;ckblick auf f&uuml;nf Jahre NSU-Prozess<br>\nDie Fotografen konnten von Beate Zsch&auml;pe nicht genug kriegen. Zu Beginn der Verhandlungstage wurde flei&szlig;ig auf die Ausl&ouml;ser gedr&uuml;ckt, sobald sie den Saal A 101 des Oberlandesgerichts M&uuml;nchen betrat. Mehr als f&uuml;nf Jahre lang. Verglichen mit Aufnahmen von Neonazidemos und Rechtsrockkonzerten, lag sie rein optisch weit &uuml;ber dem Durchschnitt der dort versammelten &raquo;Herrenmenschen&laquo;. Angeklagt als Mitt&auml;terin bei zehn &uuml;berwiegend rassistisch motivierten Morden, zwei Sprengstoffanschl&auml;gen und 15 Raub&uuml;berf&auml;llen sowie wegen der finalen Brandstiftung in der eigenen Wohngemeinschaft, die dazu dienen sollte, Spuren zu verwischen, stand Zsch&auml;pe im Mittelpunkt des NSU-Prozesses. Die Bundesanwaltschaft hatte sich in der Anklageschrift festgelegt, dass die terroristische Vereinigung &raquo;Nationalsozialistischer Untergrund&laquo; (NSU) nur drei Mitglieder gehabt habe, von denen zwei nicht mehr lebten. Zsch&auml;pes Mitangeklagte Ralf Wohlleben, Andr&eacute; Eminger, Holger Gerlach und Carsten S. galten als Helfer des NSU.<br>\nDie junge Welt nannte ihr Dossier zu diesem &raquo;Netzwerk von Kameraden&laquo; &ndash; so die Selbstbezeichnung der Gruppe im 2011 verschickten Bekennervideo &ndash; &raquo;Wieviel Staat steckt im NSU?&laquo; Eine Frage, die engagierte Nebenklageanw&auml;lte immer wieder in Beweisantr&auml;gen thematisierten. Schon vor Beginn der Hauptverhandlung hatten Untersuchungsaussch&uuml;sse in Bund und L&auml;ndern zusammengerechnet, dass von rund 140 Mitgliedern des &raquo;Th&uuml;ringer Heimatschutzes&laquo;, aus dem das 1998 untergetauchte Trio stammte, rund 40 &raquo;Vertrauenspersonen&laquo; der Inlandsgeheimdienste gewesen waren, darunter auch F&uuml;hrungskader. Im November 2011 waren gezielt Akten &uuml;ber V-Leute in der Th&uuml;ringer Neonaziszene vernichtet worden &ndash; wenige Tage nach dem mutma&szlig;lichen Selbstmord der Neonazis Uwe Mundlos und Uwe B&ouml;hnhardt und der Verschickung des NSU-Videoclips.<br>\nBoulevardmedien machten die gerichtliche Aufarbeitung der NSU-Verbrechen dennoch gern zur One-Woman-Show mit Gruselfaktor. Tenor: &raquo;Das kalte Schweigen der Nazibraut&laquo;. Im Ap&thinsp;ril 2013 war ausgelost worden, welche Medien einen der 50 reservierten Pl&auml;tze f&uuml;r Pressevertreter bekommen sollten. Daf&uuml;r hatte sich das Gericht entschieden, nachdem es scharfe Kritik einstecken musste, weil bei der Akkreditierung nach dem &raquo;Windhundprinzip&laquo; ausgerechnet die Medien aus den Herkunftsl&auml;ndern von neun der zehn Mordopfer leer ausgegangen waren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/337582.jahrhundertverfahren-br%C3%BCder-die-schweigen.html%20\">Claudia Wangerin auf junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers P.N.:<\/strong> Faktenreicher umfassender interessanter Beitrag, der sich sehr ausf&uuml;hrlich mit dem vorliegenden Thema konkret auseinandersetzt. Sehr lesenswert!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Fake News vom BKA-Pr&auml;sidenten und der Welt Online<\/strong><br>\nIm Kindesmissbrauchsfall von Staufen wurde gestern das letzte Urteil gesprochen. Dies nimmt BKA-Pr&auml;sident M&uuml;nch zum Anlass, um seine Forderung nach der Vorratsdatenspeicherung zu wiederholen. Er behauptet zur Begr&uuml;ndung, dass 2017 angeblich &bdquo;&uuml;ber 8.000&ldquo; F&auml;lle von Kinderpornografie nicht aufgekl&auml;rt wurden. Was im krassen Widerspruch zur Polizeilichen Kriminalstatistik aus seinem eigenen Hause steht: Denn von den insgesamt nicht &bdquo;&uuml;ber 8.000&ldquo;, sondern laut PKS 6.512 F&auml;llen wurden 5.828 (=89,5%) aufgekl&auml;rt. Obwohl dieser Widerspruch leicht &uuml;berpr&uuml;fbar ist, wird er in der heutigen Presselandschaft ungepr&uuml;ft vielfach &uuml;bernommen und als Faktum verbreitet.<br>\nDie Welt Online setzt noch eins drauf: Sie behauptet, dass MANGELNDE Vorratsdatenspeicherung Kindesmissbrauch F&Ouml;RDERT! Beweise liefert sie nicht f&uuml;r diesen Unsinn. Publizistische Grunds&auml;tze, wie sie im Pressekodex niedergelegt sind, hindern die Welt Online auch in diesem Fall nicht daran, Fake News in Umlauf zu bringen. Denn &sbquo;Krawall bringt Quote&lsquo; und steigert die Werbeeinnnahmen. Die machten im letzten Jahr schon 71% des Umsatzes des Springer Konzerns aus. So macht man gesch&auml;ftlichen Erfolg mit falschen Behauptungen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/cives.de\/fake-news-vom-bka-praesidenten-und-der-welt-online-8076\">Cives<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&raquo;Fakten interessieren die Bef&uuml;rworter nicht&laquo;<\/strong><br>\nIn zahlreichen Bundesl&auml;ndern werden derzeit neue Polizeigesetze vorbereitet. Gegen die nieders&auml;chsische Version davon protestiert das B&uuml;ndnis &raquo;noNPOG&laquo;, an dem auch die Hannoveraner Ortsgruppe der Roten Hilfe beteiligt ist. Was kritisieren Sie an dem Entwurf?<br>\nEine vollst&auml;ndige Aufz&auml;hlung w&uuml;rde den Rahmen sprengen. Um nur einige der &uuml;belsten Versch&auml;rfungen zu nennen: die geplante &Uuml;berwachung von Demonstrationen durch technische Mittel, Observationen und V-Leute, Bild- und Tonaufzeichnungen von Personen bei &ouml;ffentlichen Veranstaltungen, Aufenthaltsvorgaben und Kontaktverbote, Meldeauflagen, elektronische Fu&szlig;fesseln ohne Richtervorbehalt, bis zu 74 Tage Vorbeugegewahrsam, Online&uuml;berwachung mittels Trojaner und vieles mehr &ndash; all das soll polizeilicher Standard werden.<br>\nDie Beamten k&ouml;nnen t&auml;tig werden, wenn sie von einer &raquo;drohenden Gefahr&laquo; ausgehen. Eine Definition dieses juristischen Begriffs gibt es nicht. Es ist zu bef&uuml;rchten, dass die Polizei Menschen &raquo;vorbeugend&laquo; bespitzeln und verfolgen wird, sobald sie ihnen unterstellt, sie w&uuml;rden &uuml;ber &raquo;Straftaten&laquo; auch nur nachdenken. Begr&uuml;ndung: &raquo;Kampf gegen Terror&laquo;. In Augsburg &ndash; dort gilt das beispielgebende bayerische &raquo;Polizeiaufgabengesetz&laquo; bereits &ndash; wurde eine Person im Vorfeld der Proteste gegen den AfD-Parteitag Ende Juni in Vorbeugegewahrsam genommen.<br>\nWas sind die tiefer liegenden Motive der Versch&auml;rfungen?<br>\nMeines Erachtens w&auml;chst die Unruhe in der Gesellschaft. Viele m&ouml;chten die zunehmenden &Uuml;bergriffe von Beh&ouml;rden und Politik nicht mehr hinnehmen. Das zeigen ganz unterschiedliche Bewegungen, wie der Protest gegen das Bahnhofsprojekt &raquo;Stuttgart 21&laquo;, die solidarische Arbeit mit Gefl&uuml;chteten, allt&auml;gliche Auseinandersetzungen mit den Beh&ouml;rden oder die kleine, aber signifikante Zunahme von Streiks. Die Politik weist nun der Polizei die Aufgabe zu, auf offenkundige gesellschaftliche Probleme mit autorit&auml;rer H&auml;rte und Repression zu reagieren. Teilweise werden polizeiliche Ma&szlig;nahmen, gegen die bisher erfolgreich geklagt werden konnte, nun legalisiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/337534.staatliche-repression-fakten-interessieren-die-bef%C3%BCrworter-nicht.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Saudi-Arabien will Katar vom Festland abschneiden<\/strong><br>\nAls Strafma&szlig;nahme f&uuml;r seine guten Beziehungen zum Iran gr&auml;bt Saudi-Arabien als n&auml;chste Eskalationsstufe der Katar-Krise einen Kanal, der Katar effektiv von der Arabischen Halbinsel abschneidet. Neben Yachth&auml;fen und Luxusresorts sollen im Hafen auch eine Milit&auml;rbasis und eine Atomm&uuml;lldeponie gebaut werden.<br>\nSaudi-Arabiens Pl&auml;ne, entlang der Grenze zur Halbinsel Katar einen Kanal auszuheben, schreiten weiter voran, wie arabische j&uuml;ngst Medien berichteten. Ein solcher Kanal w&uuml;rde Katar von der Arabischen Halbinsel abschneiden und effektiv in eine Insel verwandeln. Zusammen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrain und &Auml;gypten hat Saudi-Arabien vor &uuml;ber einem Jahr Katar unter eine Luft- und Landblockade gezwungen &ndash; aus Protest gegen die vermeintlich von Doha verfolgte Politik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/2018-08-08\/saudi-arabien-will-katar-vom-festland-abschneiden\/\">Justice Now<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Wer hat, der kann &ndash; Riads Attacken gegen Ottawa<\/strong><br>\nDa wackelt, so sollte man meinen, der Schwanz mit dem Hund. Die Au&szlig;enministerin Kanadas, einer G-7- und NATO-Macht, kritisiert Saudi-Arabien, weil es mal wieder Frauenrechtlerinnen ins Gef&auml;ngnis geworfen hat &ndash; und was geschieht? Nicht das, woran man gewohnt war: [&hellip;]<br>\nWieso glaubt der saudische Herrscherclan es sich leisten zu k&ouml;nnen, eine f&uuml;hrende westliche Macht &ouml;ffentlich zu d&uuml;pieren? Nun, zum einen ist der Westen, weltpolitisch vom Abstieg bedroht, schwer zerstritten; die Trump-Administration hat nicht nur die EU, sondern auch Kanada mit Strafz&ouml;llen belegt und stellt die Geschlossenheit des transatlantischen B&uuml;ndnisses in Frage. Uneinigkeit aber bietet machtversessenen Verb&uuml;ndeten Chancen. Zum anderen hat sich Washington mit dem Ziel, Iran auf Biegen und Brechen zur Unterordnung zu zwingen, fest an Saudi-Arabien gebunden &ndash; Riad ist, wenn es gegen Teheran geht, der strategisch wichtigste Verb&uuml;ndete. Wer aber unverzichtbar ist, kann sich Aufm&uuml;pfigkeit leisten.<br>\nUnd in der Tat: Washington schweigt bislang zu Riads Attacken gegen Ottawa, st&auml;rkt dem NATO-Verb&uuml;ndeten demonstrativ nicht den R&uuml;cken &ndash; vielleicht auch, um Kanada zu bestrafen, weil es am Atomabkommen mit Teheran festh&auml;lt. W&auml;hrend Saudi-Arabien sich erfolgreich neue Spielr&auml;ume schafft, nimmt der Druck im westlichen Kessel zu. Auch die Bundesregierung &uuml;brigens schweigt beharrlich zu den saudischen Angriffen, wenn auch aus anderen Gr&uuml;nden. Riad hat schon Ende vergangenen Jahres den Konflikt mit Deutschland gesucht, weil dessen Au&szlig;enminister die saudische Au&szlig;enpolitik scharf kritisiert hatte; es hat seinen Botschafter aus der Bundesrepublik zur&uuml;ckgerufen und zuletzt angek&uuml;ndigt, keine neuen Gesch&auml;fte mit deutschen Firmen mehr abzuschlie&szlig;en. Von finanziellen Einbu&szlig;en bedroht, hat Berlin im Fr&uuml;hjahr einzulenken begonnen; eine Erkl&auml;rung zur Beilegung des Konflikts ist in Arbeit; die Regierung will sie wohl nicht durch &ouml;ffentliche Unterst&uuml;tzung f&uuml;r Kanada gef&auml;hrden: Das eigene Gesch&auml;ft geht vor.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/337565.wer-hat-der-kann.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Syrien: Russland verspricht, &uuml;ber die Golangrenze zu wachen<\/strong><br>\nDie syrische Landkarte der faktischen Machthaber ist Anfang August 2018 viel weniger fleckig als sie es in den vergangenen Jahren war. Gro&szlig;e Teile des Landes hat die syrische Armee inzwischen von Dschihadisten befreit. Die hatten unter anderem den syrischen Teil des Golan eingenommen, &uuml;ber den jetzt Russland wachen soll. Darauf verst&auml;ndigte sich Moskau der russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge mit Jerusalem, wo man nach der Niederlage der Dschihadisten eine Ausweitung der iranischen Milit&auml;rpr&auml;senz bis an die eigene Grenze bef&uuml;rchtet, weil Teheran im syrischen B&uuml;rger- und Stellvertreterkrieg Damaskus unterst&uuml;tzt. In diesem Zusammenhang zitiert Tass einen Sprecher des israelischen Au&szlig;enministeriums mit der Klarstellung, es gebe dazu kein &ldquo;Abkommen&rdquo;, sondern lediglich eine &ldquo;Absprache&rdquo;.<br>\nGary Koren, der israelische Botschafter in Moskau, sagte der Nachrichtenagentur, &ldquo;momentan&rdquo; sehe es &ldquo;so aus, als wenn alles funktioniert&rdquo; und er hoffe, &ldquo;es wird in Zukunft so bleiben&rdquo;. &ldquo;Ideal&rdquo; sei die Situation f&uuml;r israel aber erst, &ldquo;wenn der letzte iranische Soldat syrischen Boden verl&auml;sst&rdquo;. Au&szlig;erdem soll Russland zusammen mit wiederkehrenden UN-Blauhelm Soldaten in einer Pufferzone daf&uuml;r sorgen, dass sich die syrische Armee nicht &uuml;ber die Waffenstillstandslinie von 1974 wagt. Daf&uuml;r, dass sie das nicht tut, d&uuml;rfte allerdings schon die Schlagkraft der israelischen Armee alleine sorgen, auch wenn dort gerade zwei drusische Offiziere wegen des umstrittenen neuen Nationalit&auml;tsgesetzes den Dienst quittierten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Syrien-Russland-verspricht-ueber-die-Golangrenze-zu-wachen-4131210.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Das Letzte: Doofk&ouml;ppe anne Ecke<\/strong><br>\nAuf der Seite selber erf&auml;hrt man nichts. Au&szlig;er einer sehr detaillierten Datenschutzerkl&auml;rung und der Beschreibung, wie man Geld an die Bewegung abgeben kann, gibt es keinerlei Informationen. Weder dar&uuml;ber, wer genau die Bewegung ist. Noch wof&uuml;r die Abk&uuml;rzung &ldquo;i. Gr.&rdquo; bei &ldquo;Aufstehen Tr&auml;gerverein Sammlungsbewegung &ldquo;e. V. i. Gr.&rdquo; steht. Wer bezahlt eigentlich den Webmaster und &uuml;berhaupt muss doch irgendwer eine Riesengeldb&ouml;rse haben. Gibt es spendable M&auml;zene? Reiche Linke? Margot und Andi sind es sicher nicht. [&hellip;]<br>\nDas allerfalscheste Moment aber an dieser ganzen Bewegung ist und bleibt, dass Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine noch so viele schwarze DJs und syrische Journalistinnen im Exil auf ihrer Seite sprechen lassen k&ouml;nnen, sie haben ihr Bekenntnis l&auml;ngst abgegeben. Ihr Bestreben ist und bleibt, eine fl&uuml;chtlings- und islamfeindliche, antiamerikanische, prorussische Haltung von links mehrheitsf&auml;hig zu machen. Dass sie den ganzen Zirkus veranstalten, hat nur damit zu tun, weil die postnationalistische Linke ihnen das innerhalb der Partei nicht erlaubt. Deshalb weichen sie auf die Sammlungsbewegung aus und hoffen, in einem Milieu fischen zu k&ouml;nnen, von dem man nicht wirklich wissen will, wer da alles dazugeh&ouml;rt. Das Milieu ist so mies, dass man die braven Rentner, den braven Mechatroniker, die brave Lehrerin vorschickt, in der Hoffnung, dass man mit &ldquo;Rolf&rdquo;, &ldquo;Sebastian&rdquo; und &ldquo;Nada&rdquo; am allerrechtesten Rand Millionen Menschen aus der AfD zu einem Sprung in eine &ldquo;e. V. i. Gr.&rdquo; verf&uuml;hren kann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/kultur\/2018-08\/linke-sammlungsbewegung-aufstehen-sarah-wagenknecht\">Mely Kiyak auf Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.B.:<\/strong> Sie hatten gestern berichtet, dass der mediale Tiefpunkt m&ouml;glicherweise in Sachen Kritik an der Sammlungsbewegung mit dem Pamphlet von Prof. Wolfssohn erreicht w&auml;re. Heute wei&szlig; man es geht noch tiefer. Mely Kiyak macht sich hier &uuml;ber die berechtigten Anliegen von Millionen Menschen in bew&auml;hrter Manier des juste millieu lustig. Da braucht man nach der Lekt&uuml;re schon einige Zeit, um sich wieder einzukriegen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-45393","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/45393","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=45393"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/45393\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":45395,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/45393\/revisions\/45395"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=45393"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=45393"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=45393"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}