{"id":45405,"date":"2018-08-10T08:34:13","date_gmt":"2018-08-10T06:34:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45405"},"modified":"2018-08-10T08:34:13","modified_gmt":"2018-08-10T06:34:13","slug":"hinweise-des-tages-3180","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45405","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45405#h01\">Luftangriff trifft laut Huthi-Rebellen Schulbus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45405#h02\">Lehrermangel: &ldquo;Die Unterrichtsversorgung ist auf Kante gen&auml;ht&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45405#h03\">Bl&uuml;m kritisiert sozialpolitische Geisterfahrer bei der Rente<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45405#h04\">Lkw-Maut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45405#h05\">Die unertr&auml;gliche Langsamkeit des Zolls<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45405#h06\">Spahns `Weiter so&acute; gef&auml;hrdet die Versorgungsqualit&auml;t in Krankenh&auml;usern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45405#h07\">Italien nimmt liberale Arbeitsmarktreformen zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45405#h08\">Iran \/ USA: Pulverfass am Persischen Golf <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45405#h09\">Mehr Geld zum Verschleudern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45405#h10\">Jammern auf hohem Niveau<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45405#h11\">Die Fakten und die Toten: Wie Tichys Einblick mit einer abstrusen Zahl &uuml;ber ertrunkene Fl&uuml;chtlinge Stimmung macht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45405#h12\">Sammelbewegung &bdquo;Aufstehen&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Luftangriff trifft laut Huthi-Rebellen Schulbus<\/strong><br>\nBei einem Bombardement im Norden des Jemen wurden mindestens 43 Menschen get&ouml;tet. Nach Huthi-Angaben starben viele Kinder. Saudi-Arabien nannte den Angriff legitim.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2018-08\/jemen-luftangriff-schulbus-kinder-tote\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin S.I.:<\/strong> Interessant: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2018-08\/jemen-luftangriff-schulbus-kinder-tote\">Bei Zeit Online<\/a> werden f&uuml;r denselben Vorfall die Huthi-Rebellen zitiert, <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/world\/2018\/aug\/09\/dozens-dead-in-yemen-as-bus-carrying-children-hit-by-airstrike-icrc\">im Guardian<\/a> das Rote Kreuz. Im Guardian gibt es Bilder von verletzten Kindern, bei Zeit Online nicht, obwohl man doch in anderen F&auml;llen eine Vorliebe f&uuml;r solche Fotos hat.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.H.:<\/strong> Der Bombenangriff Saudi-Arabiens im Jenem findet in der &ldquo;Qualit&auml;tspresse&rdquo; und der Politik kaum Nachhall. Man stelle sich nur einmal vor, Russland h&auml;tte in Syrien einen Schulbus bombardiert und w&uuml;rde zudem die H&auml;fen des Landes blockieren und eine Hungersnot ausl&ouml;sen. ARD und ZDF w&uuml;rden Sondersendung &uuml;ber Sondersendung ins Programm aufnehmen, in denen &ldquo;Experten&rdquo; die aggressive und menschenverachtende Politik Russlands anprangern, die Zeitungen w&uuml;rden das Thema gro&szlig; aufmachen und in den Kommentaren die &ldquo;R&uuml;ckkehr der imperialen Politik&rdquo; beklagen, die Regierungen der NATO-Staaten w&uuml;rden Sanktionen beschlie&szlig;en, Botschafter zur&uuml;ckrufen und UN-Sondersitzungen beantragen, in denen sie ein sofortiges Ende der Bombardierungen und Blockaden fordern w&uuml;rden. Zudem w&uuml;rde Russland von s&auml;mtlichen internationalen Treffen ausgeschlossen.<\/em><\/p>\n<p><em>Und Saudi-Arabien? Hat nichts dergleichen zu bef&uuml;rchten, denn das K&ouml;nigreich ist ja unser Verb&uuml;ndeter. Im Gegenteil bleiben die Saudis ein begehrter Handelspartner &ndash; auch f&uuml;r deutsche R&uuml;stungsunternehmen! So entschlossen wird in Deutschland von Politik und (vielen) Medien mit zweierlei Ma&szlig; gemessen.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: T&ouml;dlicher Angriff auf Schulbus: Krieg im Jemen &ndash; die Welt schaut weg<\/strong><br>\nMindestens 29 Kinder sollen get&ouml;tet worden sein beim einem Luftangriff auf einen Schulbus im Jemen. Der Krieg im Armenhaus der Arabischen Halbinsel versch&auml;rfe sich noch, kommentiert Udo Schmidt. Doch darum k&uuml;mmere sich kaum jemand, auch in Deutschland nicht. [&hellip;]<br>\nDer Krieg im Jemen, ein Stellvertreterkrieg, den die beiden Regionalm&auml;chte Iran und Saudi-Arabien auf dem R&uuml;cken der 28 Millionen Jemeniten austragen, vollzieht sich weitgehend im Verborgenen &ndash; jedenfalls aus europ&auml;ischer Sicht. Die schiitischen Huthi-Rebellen, unterst&uuml;tzt vom Iran und die sunnitisch gepr&auml;gte Regierung, die nur Teile des Landes kontrolliert, aber eine sogenannte Milit&auml;rkoalition der Entschlossenen mit Saudi-Arabien an der Spitze auf seiner Seite wei&szlig;, diese Kriegsparteien haben nicht nur 10.000 Menschenleben auf dem Gewissen, auch die Zukunft des Landes haben sie mittlerweile ausgesprochen nachhaltig zerst&ouml;rt. [&hellip;]<br>\nDeutschland hat die saudische Luftwaffe &ndash; und die Marine &ndash; mit ausgestattet und offenbar noch in diesem Jahr beliefert. Die Luftangriffe auf das Krankenhaus in Hodeida wurden wohl von der Milit&auml;rkoalition unter saudischer F&uuml;hrung geflogen. Mit deutschen Waffen? Aber wer will das schon so genau wissen, wo doch der Jemen so weit weg ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/toedlicher-angriff-auf-schulbus-krieg-im-jemen-die-welt.720.de.html?dram:article_id=425105\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Lehrermangel: &ldquo;Die Unterrichtsversorgung ist auf Kante gen&auml;ht&rdquo;<\/strong><br>\nVor dramatischen Unterrichtsausf&auml;llen warnen Experten zu Beginn des neuen Schuljahres. Doch ein Konzept, wie die Bundesl&auml;nder gemeinsam gegensteuern k&ouml;nnten, fehlt bisher. [&hellip;]<br>\nWie viele Lehrer in Deutschland genau fehlen, wei&szlig; niemand. Belastbare Zahlen zum Schuljahresbeginn werde es erst im Herbst geben, hei&szlig;t es bei der Kultusministerkonferenz (KMK) auf Anfrage. Klar sei nur, dass der Bedarf an Lehrkr&auml;ften in den kommenden Jahren enorm sei. Nach der offiziellen KMK-Prognose wird die Zahl der Sch&uuml;ler bis 2030 bundesweit um 278.000 auf 11,2 Millionen steigen &ndash; &uuml;ber zwei Prozent mehr als 2016. Verantwortlich daf&uuml;r sind gestiegene Geburtenzahlen und viele Zuwanderer, auch aus anderen EU-L&auml;ndern. [&hellip;]<br>\nDie Bundesl&auml;nder versuchen mittlerweile, auf ganz unterschiedlichen Wegen dem Lehrermangel entgegenzutreten:\n<ul>\n<li>Bayern will mit einem Ausbau des Studienangebots auf die steigenden Sch&uuml;lerzahlen reagieren: Ab Oktober soll es dort unter anderem 700 neue Studienpl&auml;tze f&uuml;rs Grundschullehramt geben.<\/li>\n<li>Mehrere Bundesl&auml;nder, darunter Nordrhein-Westfalen, versuchen, durch Imagekampagnen mehr Interessenten f&uuml;r ein Lehramtsstudium zu gewinnen. Geworben wird auch um Quereinsteiger ins Lehrerzimmer &ndash; was Experten wegen der fehlenden p&auml;dagogischen Qualifikation kritisch sehen.<\/li>\n<li>Sachsen will mit einer Geldpr&auml;mie versuchen, den Lehrermangel auf dem Land einzud&auml;mmen: Referendare sollen von Januar 2019 an bis zu 1000 Euro Zulage bekommen, wenn sie das Referendariat im l&auml;ndlichen Raum absolvieren.<\/li>\n<li>In Brandenburg k&ouml;nnen demn&auml;chst Lehrer nach der Pensionierung weiter arbeiten, bei einem besonderen dienstlichen Interesse &ndash; auch andere Bundesl&auml;nder beschreiten diesen Weg.<\/li>\n<li>In Th&uuml;ringen hat das Bildungsministerium bei rund tausend noch in der DDR ausgebildeten Erzieherinnen, sogenannten Hortnerinnen, angefragt, ob sie bis zu sechs Stunden pro Woche an Grundschulen unterrichten wollen &ndash; zugesagt haben nach Medienberichten bisher nur rund 150.<\/li>\n<li>In Berlin hat der Lehrermangel besonders dramatische Z&uuml;ge angenommen: Im Juni fehlten laut Bildungssenatorin Sandra Scheeres in der Hauptstadt noch 1250 Lehrer &ndash; so viele wie noch nie. &ldquo;Unterrichten statt Kellnern&rdquo; hei&szlig;t ein Projekt, mit dem die L&uuml;cken gestopft werden sollen: Masterstudenten in Lehramtsf&auml;chern werden Halbjahres- oder Jahresvertr&auml;ge als Aushilfslehrer an Schulen angeboten.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/lebenundlernen\/schule\/lehrermangel-zum-schuljahresbeginn-droht-unterrichtsausfall-a-1222362.html%20\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Sicher, alles war nicht vorhersehbar: die steigenden Geburtenzahlen, die starke Einwanderung. Aber die Unterrichtsversorgung war vor ein paar Jahren eben auch schon &ldquo;auf Kante gen&auml;ht&rdquo;, und diese Naht ist jetzt ganz gerissen. Dass die Politiker mit ihrem gnadenlosen sogenannten Sparkurs diese Verwahrlosung bef&ouml;rdert haben, ist leicht erkl&auml;rbar: das &ldquo;gesparte&rdquo; Geld wurde f&uuml;r Steuergeschenke an die gro&szlig;en Kapitalgesellschaften gebraucht. Ach ja: es fehlen auch ErzieherInnen, PflegerInnen, &Auml;rzte\/&Auml;rztinnen, Verwaltungsangestellte, Breitband-Internet auf dem Land, ordentlich bezahlte Arbeit in Ostdeutschland&hellip; im reichsten Deutschland aller Zeiten. Warum?<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Lehrermangel zum Schulstart in Sachsen<\/strong><br>\nNoch k&ouml;nnen Sachsens Sch&uuml;ler den Sommer genie&szlig;en. Doch die Ferien neigen sich dem Ende zu. Am Montag geht die Schule wieder los. Und ganz reibungslos wird dieser Schuljahresstart nicht verlaufen, darauf hat am Donnerstag der Kultusminister Eltern und Lehrer eingestimmt. Denn der Lehrermangel wird noch deutlicher als jemals zuvor sp&uuml;rbar werden, etliche Schulen werden zumindest teilweise die Stundentafeln k&uuml;rzen m&uuml;ssen, weil nicht alle offenen Stellen besetzt werden konnten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/sachsen\/lehrermangel-schulstart-sachsen-bildung-100.html\">mdr<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers D.G.:<\/strong> Sachsen k&auml;mpft gegen den Lehrermangel, allerdings auch mit kuriosen Mitteln. F&uuml;r das n&auml;chste Schuljahr 2019\/2020 hat man sich bereits auf &Auml;nderungen bei der Stundentafel verst&auml;ndigt. Begr&uuml;ndet wurde das auch mit der <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/sachsen\/politik\/sachsen-stundentafeln-kuerzung-kultus-100.html\">zu hohen Belastung der Sch&uuml;ler<\/a>. Daher werden die Stunden gek&uuml;rzt, in der 4. Klasse entf&auml;llt unter anderem eine Stunde Deutsch, in der Mittelschule werden z.B. Englisch, Mathematik und Biologie gek&uuml;rzt. Es ist ja nicht etwa so das von allen Seiten seit Jahren gepredigt wird, wie wichtig die MINT-F&auml;cher sind, und wer ben&ouml;tigt schon Deutsch? Aber am Ende wird sich die s&auml;chsische Regierung auf die Schulter klopfen, denn weniger Stunden bedeutet auch weniger Lehrermangel und alle Probleme sind gel&ouml;st.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Bl&uuml;m kritisiert sozialpolitische Geisterfahrer bei der Rente<\/strong><br>\nDer fr&uuml;here langj&auml;hrige Arbeits- und Sozialminister Norbert Bl&uuml;m (83, CDU) h&auml;lt von der nach dem fr&uuml;heren sozialdemokratischen Arbeits- und Sozialminister Walter Riester benannte Riester-Rente &uuml;berhaupt nichts. Sie sei ein elementarer Angriff auf die gesetzliche Rentenversicherung, sagte Bl&uuml;m in einem Interview mit der Bild. (&hellip;)<br>\nBl&uuml;m sagte der Zeitung, durch die Riester-Rente sei das allgemeine Rentenniveau abgesenkt worden. Eine Riester-Rente, die zudem noch staatlich gef&ouml;rdert werde, w&uuml;rden aber nicht alle Versicherten beziehen. Da w&uuml;rden die finanziell Schwachen auch noch die Renten der Starken mitfinanzieren. &bdquo;Das ist was f&uuml;r sozialpolitische Geisterfahrer.&ldquo;<br>\nDas deutsche Rentensystem sei zwar immer noch das sicherste der Welt. Es fehlten der Rentenkasse allerdings die vier Prozent der Beitr&auml;ge, die f&uuml;r die Riester-Rente in die Kassen der Privatversicherer abgezweigt worden seien.<br>\nBl&uuml;m kritisierte zudem, dass der Staat Aufgaben, die er zu &uuml;bernehmen habe, auf die gesetzliche Rentenversicherung abw&auml;lzt. &bdquo;Die Rente ist kein Reparaturbetrieb f&uuml;r die Gesellschaft.&ldquo; So k&ouml;nne sie etwa keine Fehler ausb&uuml;geln, die in der Lohnpolitik gemacht w&uuml;rden. Aus Mini-L&ouml;hnen w&uuml;rden keine Maxi-Renten entstehen.<br>\nUnd die Rentenpolitik k&ouml;nne auch die M&auml;ngel der Familienpolitik nicht ausgleichen. Die h&ouml;here Anrechnung von Erziehungszeiten in der Rente sei zwar sinnvoll und richtig, aber sie m&uuml;sste aus Steuern finanziert werden. Familienleistungen m&uuml;ssten aus Steuergeld gespeist werden, &bdquo;das ist ein Gebot der Gerechtigkeit&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.versicherungsjournal.de\/markt-und-politik\/bluem-kritisiert-sozialpolitische-geisterfahrer-bei-der-rente-133108.php\">VersicherungsJournal.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Der Sinn f&uuml;r eine Abschaffung der gesetzlichen Altersgrenze ist nicht ganz nachvollziehbar. Ist diese Grenze denn faktisch nicht identisch mit dem Stichtag f&uuml;r Rentenabschl&auml;ge? W&uuml;rden von einer Abschaffung der Altersgrenze nicht die Arbeitgeberseite profitieren?<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Nahles streitet mit Experten im ZDF: Warum die Grundrente in Deutschland unm&ouml;glich ist<\/strong><br>\nSozialwissenschaftler Stefan Sell hat in der Sendung zum Thema &ldquo;Abenteuer Alter&rdquo; die Reformpl&auml;ne der gro&szlig;en Koalition als eine &bdquo;Mischform aus bed&uuml;rftigkeitsabh&auml;ngiger Sozialhilfe und ein bisschen Aufstocken&ldquo; kritisiert. Um das Problem der Altersarmut zu beheben schl&auml;gt er eine Grundrente nach dem niederl&auml;ndischen Prinzip vor.<br>\nSPD-Chefin Andrea Nahles, die ebenfalls bei Hayali zu Gast ist, h&auml;lt davon nichts. Sie sagt: &bdquo;Wir k&ouml;nnen hier nicht von einem Rentensystem mit einer 125 Jahre alten Tradition in ein anderes reinspringen.&ldquo; Weiter erkl&auml;rt Nahles: &bdquo;Das k&ouml;nnen Sie nicht einfach &uuml;bertragen. Sie m&uuml;ssen erstmal gucken, wie zum Beispiel der Alterquotient ist. Wieviele J&uuml;ngere stehen &Auml;lteren gegen&uuml;ber? K&ouml;nnen wir uns das leisten? Ist das in unser System Integrierbar?&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/vorbild-niederlande-nahles-streitet-mit-experten-im-zdf-warum-die-grundrente-in-deutschland-unmoeglich-ist_id_9388597.html\">Focus Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Mal abgesehen von dem Vorschlag einer Grundrente nach niederl&auml;ndischem Prinzip ist doch die Reaktion der SPD-Chefin einmal mehr bemerkenswert. Man k&ouml;nne ja nicht einfach in ein anderes Rentensystem hineinspringen, meint sie. Dabei hat das die SPD doch gemacht, als sie beschloss, die gesetzliche Rente zu k&uuml;rzen und die private Altersvorsorge mit &ouml;ffentlichen Mitteln zu f&ouml;rdern. K&ouml;nnen wir uns das leisten, fragt dann ausgerechnet Nahles, obwohl ihre Partei in der Regierung auch weiterhin viel Geld f&uuml;r die private Altersvorsorge verschleudern m&ouml;chte. Im Koalitionsvertrag ist von einem attraktiven standardisierten Riester-Produkt die Rede. Wenn man dann auch noch die Zahlen vergleicht und wei&szlig;, dass &ouml;sterreichische Rentner mit der gesetzlichen Altersvorsorge im Schnitt 800 Euro mehr bekommen als deutsche Rentner, fragt man sich, was die SPD im Wahlkampf mit dem Spruch gemeint haben k&ouml;nnte: &bdquo;Damit die Rente nicht klein ist, wenn die Kinder gro&szlig; sind.&ldquo; Um mehr Gerechtigkeit kann es da nicht gegangen sein.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Gericht sch&uuml;tzt abschlagsfreie Rente<\/strong><br>\nHartz-IV-Empf&auml;nger, die nach ihrem 63. Geburtstag nur noch kurze Zeit auf eine abschlagsfreie Rente f&uuml;r langj&auml;hrig Versicherte warten m&uuml;ssten, darf das Jobcenter nicht in eine vorgezogene Rente mit Abschl&auml;gen dr&auml;ngen. Jedenfalls bei einer Wartezeit von vier Monaten w&auml;re dies &ldquo;unbillig&rdquo;, wie das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel entschied.<br>\nDer Kl&auml;ger aus Neubrandenburg bezieht seit 2014 mit seiner Ehefrau Hartz IV. Im August 2017 feierte er seinen 63. Geburtstag. Nun konnte er eine vorzeitige Altersrente mit Abschl&auml;gen beantragen, was das Jobcenter verlangte. Da er bereits mit 14 Jahren gearbeitet hatte, hatte er aber auch die 45 Beitragsjahre f&uuml;r eine abschlagsfreie Rente f&uuml;r langj&auml;hrig Versicherte l&auml;ngst voll. Allerdings musste er hierf&uuml;r noch vier Monate warten. Vor diesem Hintergrund sei der Antrag auf eine Rente mit Abschl&auml;gen in H&ouml;he von in dem Fall 9,6 Prozent unzumutbar, meinte er.<br>\nHintergrund ist die Staffelung des Zugangsalters f&uuml;r die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren. Wie bei der Abschlagsrente lag das Mindestalter urspr&uuml;nglich bei 63 Jahren, es wird aber stufenweise angehoben. Hier beim Geburtsjahrgang 1954 lag es bei 63 Jahren und vier Monaten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/ratgeber\/Gericht-schuetzt-abschlagsfreie-Rente-article20566117.html\">n-tv<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Lkw-Maut<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Mautbetreiber Toll Collect: Systematisch zu viel abgerechnet<\/strong><br>\nLkw-Maut-Betreiber Toll Collect hat Hunderte Millionen Euro zu viel beim Bund abgerechnet. Darunter sollen auch Posten wie ein Luxushotel-Ausflug und eine Oldtimer-Rallye sein.<br>\nVertraulichen Dokumenten zufolge, die dem ARD-Magazin Panorama, der &ldquo;Zeit&rdquo; und &ldquo;zeit.online&rdquo; vorliegen, hat Toll Collect dem Bund das Sponsoring der Oldtimer-Rallye &ldquo;Hamburg-Berlin-Klassik&rdquo;, einen Ausflug der Toll-Collect-Chefs ins Brandenburger Luxushotel &ldquo;Zur Bleiche&rdquo; sowie die Unterst&uuml;tzung des Berliner Kinderheims Elisabethstift in Rechnung gestellt. In allen drei F&auml;llen rechnete der Mautbetreiber die Ausgaben als &ldquo;Marketingkosten&rdquo; f&uuml;r die Maut ab, was der vertraglichen Regelung mit dem Bund widerspricht.<br>\nDabei handelt es sich nicht um Einzelf&auml;lle: Laut einem Gutachten der Pr&uuml;fungsgesellschaft Mazars hat Toll Collect in nur drei stichprobenhaft untersuchten Jahren mindestens 298 Millionen Euro zu viel abgerechnet. Ein fr&uuml;herer Mitarbeiter von Toll Collect, der bis 2012 f&uuml;r die Verg&uuml;tung durch den Bund zust&auml;ndig war und sich nun erstmals &ouml;ffentlich &auml;u&szlig;ert, nennt das Abrechnungssystem eine &ldquo;Einladung zum Betrug&rdquo;. Er hatte 2016 anonym Anzeige erstattet. Dabei ging es um Abrechnungen bei der Maut auf Bundesstra&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/toll-collect-109.html\">Tagesschau<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Ich ahnte, dass hier eine Bombe tickt&rdquo;<\/strong><br>\nDie Regierung will die Lkw-Maut wieder privatisieren &ndash; obwohl sie daran schon einmal fast scheiterte. Ex-Verkehrsminister Manfred Stolpe &uuml;ber den Hochmut von Konzernen [&hellip;]<br>\nZEIT ONLINE: Was haben Sie getan, um die Probleme in den Griff zu bekommen?<br>\nStolpe: Ich nutzte die ruhige Zeit nach der Wahl, um mich zu informieren. Ich fragte die Staatssekret&auml;re und die Abteilungsleiter nach m&ouml;glichen Problemen. &ldquo;Alles bestens.&rdquo; Ich suchte die Vorstandsvorsitzenden der drei Tr&auml;ger auf: Siemens, Telekom und Daimler &ndash; sie hielten meine Fragen f&uuml;r unangemessen, ja dumm. Das haben Fachleute erarbeitet und freigegeben, hie&szlig; es. Alle drei waren fest davon &uuml;berzeugt, dass alles gut laufen w&uuml;rde. Bei dem Gespr&auml;ch mit dem Vorstandsvorsitzenden von Daimler half mir der Bundeskanzler, denn ich bekam kurzfristig keinen Termin. In dem Gespr&auml;ch zu dritt fragte ich: Wenn das Projekt trotzdem nicht funktioniert? Da antwortete der Industriepartner: Dann ist es so, wie wenn ein Auto nicht l&auml;uft &ndash; Pech gehabt. Da sind dann Milliarden in den Sand gesetzt. Das kommt vor. Das bringt uns nicht um.<br>\nZEIT ONLINE: Hat Sie diese Antwort zufriedengestellt?<br>\nStolpe: Im Bundesverkehrsministerium arbeitete ein Referatsleiter schon jahrelang am Mautsystem. Den suchte ich auf, ohne die Zwischeninstanzen &ndash; Abteilungsleiter, Hauptabteilungsleiter, Staatssekret&auml;r &ndash; zu verst&auml;ndigen. Der Referatsleiter war erschrocken. Noch nie war ein Minister in seinem B&uuml;ro gewesen. Ich versprach ihm absolute Verschwiegenheit. Ich w&uuml;rde seinen Namen niemals erw&auml;hnen. Ich wollte nur das System verstehen. Da sagte er mir, die Zeit war zu kurz. Der Vertrag sollte bis zur Bundestagswahl abgeschlossen sein. Die Unternehmen nutzten den Zeitdruck, um das Risiko auf den Bund zu schieben.<br>\nIn der &Ouml;ffentlichkeit war noch alles ruhig. Aber ich konnte nicht sagen, ob das Mautsystem jemals funktionieren w&uuml;rde. Die Offiziellen der Konzerne und der Bund sagten: Das Mautsystem wird funktionieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2018-08\/lkw-maut-manfred-stolpe-privatisierung-toll-collect%20\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Bund stellt eigenem Pr&uuml;fsystem bei Toll Collect Persilschein aus<\/strong><br>\nAlles bestens im Sinne der Steuerzahler. So versucht das Verkehrsministerium einen brisanten Vorwurf zu entkr&auml;ften, vom Lkw-Mautbetreiber Toll Collect jahrelang hinters Licht gef&uuml;hrt worden zu sein. Laut Medienberichten hat Toll Collect dem Staat strittige Ausgaben f&uuml;r Marketing in Rechnung gestellt &ndash; der Bund hat sie nach eigenen Angaben aber nicht bezahlt.<br>\nWie die Wochenzeitung &ldquo;Die Zeit&rdquo;, das Portal Zeit Online und das ARD-Magazin Panorama berichten, handelte es sich etwa um Sponsoring f&uuml;r eine Oldtimer-Rallye, einen Aufenthalt der Toll-Collect-Chefs in einem Hotel sowie die Unterst&uuml;tzung eines Kinderheims. Dies sei jeweils als &ldquo;Marketingkosten&rdquo; f&uuml;r die Maut abgerechnet worden, was aber der vertraglichen Regelung mit dem Bund widerspreche.<br>\nDas Verkehrsministerium erkl&auml;rte nun, das Pr&uuml;fungssystem des Bundes habe zu 100 Prozent funktioniert. &ldquo;Strittige Ausgaben im Marketingbereich, die Toll Collect zur Abrechnung vorgelegt hat, wurden vom daf&uuml;r zust&auml;ndigen Bundesamt f&uuml;r G&uuml;terverkehr gepr&uuml;ft, abgelehnt und nicht bezahlt.&rdquo; Klarheit und Wahrheit st&uuml;nden stets im Vordergrund &ndash; sowohl bei Ermittlungen der Justiz, als auch im Verwaltungsverfahren. Das Ministerium wies Vorw&uuml;rfe strikt zur&uuml;ck, man habe staatsanwaltschaftliche Ermittlungen beeinflussen wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/politik\/deutschland\/toll-collect-bund-will-strittige-abrechnungen-nicht-bezahlt-haben-a-1222425.html\">manager magazin<\/a><\/li>\n<li><strong>Kartell gegen die Steuerzahlenden &ndash; Regierungsversagen bei der LKW-Maut<\/strong><br>\nDie neuesten Enth&uuml;llungen zum Skandal um Toll Collect zeigen, dass die Bundesregierung milliardenschwere Auftr&auml;ge an private Konzerne vergibt und sich dann leichtfertig abzocken l&auml;sst. Die Betreiber Daimler, Telekom und die franz&ouml;sische Cofiroute sollten als Konsortium ab 2003 die LKW-Maut f&uuml;r den Bund erheben. Es kam zu technischen Problemen, die Einf&uuml;hrung verz&ouml;gerte sich und es kam zum Rechtsstreit. Jetzt wurde bekannt, dass es weitere Betrugsvorw&uuml;rfe gibt und das Verkehrsministerium kein Interesse an weiterer Aufkl&auml;rung hat.<br>\nWie kann eine Regierung zulassen, dass nur Toll Collect die genaue Kostenstruktur f&uuml;r die Maut-Erhebung kennt und der Bund jede Rechnung glauben muss? Das ist eine Einladung zum Betrug, die nur durch einen tapferen Whistleblower aus dem Konzern &ouml;ffentlich geworden ist. Die Renditeerwartungen der Daimler- und Telekom-Aktion&auml;re stehen f&uuml;r die Toll-Collect-Manager &uuml;ber dem Prinzip, zu m&ouml;glichst niedrigen Kosten eine &ouml;ffentliche Dienstleistung bereitzustellen.<br>\nJetzt kommt der Vorwurf der Einflussnahme auf Ermittlungsbeh&ouml;rden durch das Verkehrsministerium hinzu. Angeblich hatte das Ministerium dem leitenden Staatsanwalt mitgeteilt, dass es sich nicht gesch&auml;digt f&uuml;hle und kein Interesse an einem Betrugsverfahren zu Lasten von Toll Collect habe. Es ist eine Missachtung des Parlaments, dass die milliardenschweren Vertr&auml;ge mit den Maut-Betreibern nicht mal dem Haushaltsausschuss zug&auml;nglich gemacht werden und auch der Rechnungshof hier nicht pr&uuml;fen kann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/kartell-gegen-die-steuerzahlenden-regierungsversagen-bei-der-lkw-maut\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die unertr&auml;gliche Langsamkeit des Zolls<\/strong><br>\nSie sollte ein wichtiges Instrument im Kampf gegen Mafiosi und Terroristen werden. Doch die Geldw&auml;sche-Spezialeinheit im Zoll geriet zum Sicherheitsrisiko. Wie konnte es so weit kommen?<br>\nDer Gesch&auml;ftsmann aus dem Norden Deutschlands schuldet dem Staat viel Geld. Fast 400.000 Euro bekommt das Finanzamt noch von ihm, doch angeblich kann Martin R.* diese Summe nicht aufbringen. Allerdings geht an einem Sommertag 2017 auf seinem Privatkonto pl&ouml;tzlich eine halbe Million Euro ein &ndash; die Bank schickt umgehend eine sogenannte Geldw&auml;sche-Verdachtsmeldung an den Zoll. Jetzt w&auml;re die Gelegenheit, das Geld zu pf&auml;nden. Doch der Zoll schweigt.<br>\nDie Sparkasse meldet sich erneut und bittet die Z&ouml;llner dringend um Kl&auml;rung, was mit dem Geld geschehen soll. Die Bank wei&szlig; inzwischen, dass R. es weiter transferieren will. Doch es geschieht immer noch nichts. Mehr als drei Wochen sp&auml;ter, als das Geld l&auml;ngst weg ist, meldet eine Z&ouml;llnerin den Fall dem Landeskriminalamt (LKA), das umgehend Steuerfahndung und Staatsanwaltschaft informiert. Vergeblich. Der Staat hatte seine Chance &ndash; und hat sie verstreichen lassen.<br>\nIn einem vertraulichen Papier, das dem SPIEGEL und dem Bayerischen Rundfunk vorliegt, emp&ouml;ren sich die Ermittler des LKA hinterher nicht nur &uuml;ber die unertr&auml;gliche Langsamkeit des Zolls. Auch der Bericht der sogenannten Financial Intelligence Unit (FIU) im Zoll, den sie in diesem eiligen Fall nach Wochen endlich erhalten h&auml;tten, sei voller Schreibfehler, unvollst&auml;ndiger S&auml;tze und inhaltlicher Ungereimtheiten gewesen. In Schulnoten ausgedr&uuml;ckt sagt das LKA &uuml;ber den Zoll: sechs, setzen!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/justiz\/geldwaesche-spezialeinheit-des-zolles-arbeitet-zu-schlecht-und-zu-langsam-a-1222203.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Kaum vorstellbar d&uuml;rfte sein, dass der ehemalige Bundesfinanzminister und derzeitige Pr&auml;sident des Deutschen Bundestages, Herr Sch&auml;uble, von der &Uuml;berforderung des Zolls durch diese Aufgabe nichts wusste. Er und sein Ministerium hatten au&szlig;erdem die Einf&uuml;hrung eines Immobilienregisters verhindert. Bitte lesen Sie zum Thema Geldw&auml;sche auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45197#h03\">&bdquo;Gangster&rsquo;s Paradise&ldquo; &ndash; Deutschland wird zur Hochburg f&uuml;r Geldw&auml;sche<\/a>. <\/em><\/p>\n<p><em>Da k&ouml;nnte der Eindruck entstehen als wollte Herr Sch&auml;uble die Geldw&auml;sche nicht bek&auml;mpfen, sondern f&ouml;rdern. Steht es eigentlich gegenw&auml;rtig um den Zoll besser oder sollte (oder m&uuml;sste?!) insbesondere der neue &ldquo;Herr der schwarzen Null&rdquo;, Herr Scholz daf&uuml;r sorgen, dass der Zoll personell und technisch seinen Aufgaben entsprechend ausgestattet ist\/wird?<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: &ldquo;Das ist eine tickende Zeitbombe&rdquo;<\/strong><br>\nMonatelang hat die Zoll-Einheit FIU eilige Verdachtsmeldungen nicht weitergeleitet &ndash; in manchen F&auml;llen ging es um m&ouml;gliche Terrorfinanzierung. Die Opposition spricht von einer &ldquo;tickenden Zeitbombe&rdquo;.<br>\n&ldquo;Verhinderung, Aufdeckung und Unterst&uuml;tzung bei der Bek&auml;mpfung der Geldw&auml;sche und Terrorismusfinanzierung&rdquo; &ndash; das Selbstverst&auml;ndnis der FIU (Financial Intelligence Unit), so wie es in einer internen Pr&auml;sentation steht, klingt in der Theorie gut. In der Praxis ist die Anti-Geldw&auml;sche-Einheit des Bundes diesem Anspruch bisher nicht gerecht geworden.<br>\nBR Recherche und &ldquo;Spiegel&rdquo; haben bei allen Landeskriminal&auml;mtern (LKA) in Deutschland abgefragt, ob die FIU ihnen Meldungen &uuml;ber verd&auml;chtige Finanztransaktionen verz&ouml;gert zugestellt hat. Das Ergebnis: Mehrere Beh&ouml;rden gaben an, von der Anti-Geldw&auml;sche-Einheit des Bundes versp&auml;tet informiert worden zu sein, auch &uuml;ber besonders heikle und damit eilbed&uuml;rftige F&auml;lle.<br>\nDie als bundesweite Zentralstelle eingerichtete Einheit wurde vor rund einem Jahr strukturell neu aufgestellt und ist seitdem nicht mehr beim Bundeskriminalamt, sondern beim Zoll angesiedelt. Ihre Aufgabe: Sie soll unter anderem von Banken und Immobilienmaklern &uuml;bermittelte Meldungen &uuml;ber verd&auml;chtige Finanztransaktionen sammeln, filtern und nach einer ersten Bewertung an die vor Ort zust&auml;ndigen Strafverfolgungsbeh&ouml;rden weiterleiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/fiu-verdachtsmeldungen-101.html\">Tagesschau<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Keine Ahnung oder gelogen?<\/strong><\/p>\n<div class=\"external-2click\" data-provider=\"X (Twitter)\" data-provider-slug=\"twitter\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Tweets werden Daten an X (ehemals Twitter) &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von X (Twitter) zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><blockquote class=\"external-2click-target twitter-tweet\" data-lang=\"de\">\n<p lang=\"de\" dir=\"ltr\">Das <a href=\"https:\/\/twitter.com\/BMF_Bund?ref_src=twsrc%5Etfw\">@BMF_Bund<\/a> hat noch k&uuml;rzlich behauptet es kenne keine vers&auml;umten <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/Geldw%C3%A4sche?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw\">#Geldw&auml;sche<\/a> Meldungen mit Bezug <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/Terror?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw\">#Terror<\/a>. <a href=\"https:\/\/t.co\/tgS5JCrih7\">https:\/\/t.co\/tgS5JCrih7<\/a> Keine Ahnung oder gelogen ? Ich wei&szlig; nicht was schlimmer w&auml;re ! Finanzminister <a href=\"https:\/\/twitter.com\/OlafScholz?ref_src=twsrc%5Etfw\">@OlafScholz<\/a> muss das jetzt pers&ouml;nlich aufkl&auml;ren ! <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/FIU?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw\">#FIU<\/a> <a href=\"https:\/\/t.co\/4bfbhHFyk5\">pic.twitter.com\/4bfbhHFyk5<\/a><\/p>\n<p>&mdash; Fabio De Masi (@FabioDeMasi) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/FabioDeMasi\/status\/1027442989927485440?ref_src=twsrc%5Etfw\">9. August 2018<\/a><\/p><\/blockquote><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"twitter\">Inhalte von X (Twitter) nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div>\n<p>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Spahns `Weiter so&acute; gef&auml;hrdet die Versorgungsqualit&auml;t in Krankenh&auml;usern<\/strong><br>\nEin weiteres Mal werden die unhaltbaren Zust&auml;nde an deutschen Krankenh&auml;usern deutlich, wenn das Sterberisiko beispielsweise bei einer Bauchaorten-OP davon abh&auml;ngig ist, wie und in welchem Krankenhaus operiert wird. Eine der M&ouml;glichkeiten zur Verbesserung w&auml;re, bundesweit einheitliche Standards f&uuml;r die Pflegequalit&auml;t an Krankenh&auml;usern einzuf&uuml;hren, die Bundesregierung schreibt jedoch den Ist-Zustand einfach fort&ldquo;, erkl&auml;rt Harald Weinberg, gesundheitspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, anl&auml;sslich der heutigen Vorstellung des Barmer-Krankenhausreports 2018. Weinberg weiter:<br>\n&bdquo;Spahn verk&uuml;ndete Anfang Juli: `Wir haben verstanden, was in der Pflege los ist. Und machen etwas dagegen!&acute;. Damit steht er bei den Pflegekr&auml;ften und den Patienten im Wort. Die &Auml;nderungen im Kabinettsentwurf zum Pflegepersonalst&auml;rkungsgesetz sorgen aber nur f&uuml;r eine Fortschreibung des Ist-Zustands, statt den Krankenh&auml;usern Vorgaben bez&uuml;glich der Personalausstattung zu machen. Die Ma&szlig;nahmen sind untauglich und sollten aus dem Gesetz entfernt werden.<br>\nEin Prozent Zuwachs an Pflegekr&auml;ften reicht nicht aus, um die Qualit&auml;t zu verbessern. Ein &sbquo;Weiter so&lsquo; gef&auml;hrdet die Versorgungsqualit&auml;t, das Ruder muss dringend rumgerissen und der richtige Kurs eingeschlagen werden. &Uuml;berf&auml;llig ist ein pflegewissenschaftlich erstelltes Personalbemessungssystem, das Vorgaben in Form von Pflegekraft-Patienten-Verh&auml;ltniszahlen je Station und Schicht enth&auml;lt.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/spahns-weiter-so-gefaehrdet-die-versorgungsqualitaet-in-krankenhaeusern\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Italien nimmt liberale Arbeitsmarktreformen zur&uuml;ck<\/strong><br>\nDie neue Regierung in Italien hat ihr erstes gro&szlig;es Projekt durchs Parlament gebracht. Durch die neuen Gesetze sind K&uuml;ndigungen und Zeitarbeit erschwert.<br>\nDie neue italienische Regierung hat die Arbeitsmarktreformen der Vorg&auml;ngerregierung teilweise wieder r&uuml;ckg&auml;ngig gemacht. Nach dem Abgeordnetenhaus stimmte auch der Senat f&uuml;r ein Gesetzespaket, das die Befristung von Arbeitsvertr&auml;gen einschr&auml;nkt, Lockerungen beim K&uuml;ndigungsschutz zur&uuml;ckzieht und Abgaben f&uuml;r Unternehmen vorsieht, die Arbeitspl&auml;tze ins Ausland verlagern. Es ist das erste gro&szlig;e Projekt der Koalitionsregierung aus Links- und Rechtspopulisten. [&hellip;]<br>\nUnternehmerverb&auml;nde kritisierten die Einschr&auml;nkungen bei Zeitvertr&auml;gen. Bei den W&auml;hlern erfahren sie Umfragen zufolge Zustimmung. &ldquo;Das ist das erste Gesetz seit Jahrzehnten, das nicht von Lobbyisten und Interessengruppen diktiert wurde&rdquo;, sagte Di Maio. &ldquo;Letztlich hat das einfache Volk einen Punkt gewonnen.&rdquo;<br>\nItalien hat in den vergangenen Jahren mehrfach versucht, den Arbeitsmarkt zu liberalisieren, um das Wirtschaftswachstum anzukurbeln. Viele &auml;ltere Arbeitnehmer haben unbefristete Arbeitsvertr&auml;ge mit einem starken K&uuml;ndigungsschutz, w&auml;hrend die meisten jungen Arbeitnehmer nur noch Zeitvertr&auml;ge bekommen oder leicht gek&uuml;ndigt werden k&ouml;nnen. In den zw&ouml;lf Monaten bis Juni wurden rund 394.000 befristete Jobs geschaffen. Die Zahl unbefristeter Jobs ging um 83.000 zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2018-08\/italien-regierung-arbeitsmarktreform-zeitarbeit-kuendigungschutz%20\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Unversch&auml;mt, diese Populisten! Erst geben sie Wahlversprechen, und dann halten sie diese auch noch!!! Ganz im Ernst h&ouml;rt sich das f&uuml;r mich eher nach einer geringf&uuml;gigen Einschr&auml;nkung der Befristung von Arbeitsvertr&auml;gen an, aber vielleicht ist schon die Tendenz &ndash; ein bisschen zur&uuml;ck zu mehr Arbeitsplatzsicherheit &ndash; in dieser wirtschaftsliberalen EU bemerkenswert. Noch interessanter finde ich den anderen Teil: Unternehmen m&uuml;ssen bei Produktionsverlagerung ins Ausland Zusch&uuml;sse zur&uuml;ckzahlen. Ganz sch&ouml;n nationalistisch, aber m&ouml;glicherweise (wenn die Regelung nicht unterlaufen wird) auch ganz sch&ouml;n wirkungsvoll und ganz sicher nicht zugunsten einer unbeschr&auml;nkten Herrschaft des Kapitals. Minimale Landgewinne, aber es geht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Iran \/ USA: Pulverfass am Persischen Golf<\/strong><br>\nDie Sanktionen gegen Iran schaden auch der europ&auml;ischen Wirtschaft enorm. Kann sich die EU dem US-Diktat widersetzen?<br>\nJetzt sind die US-amerikanischen Sanktionen gegen Iran in einer ersten Stufe wieder Kraft &ndash; in der Form einer wirtschaftlichen Geiselnahme Europas. Das ist ja das Wesentliche: die Folgen f&uuml;r die Beziehungen zwischen Iran und Europa, nicht jene zwischen Teheran und den USA.<br>\nDer Handelsaustausch zwischen den EU-L&auml;ndern und Iran erreichte letztes Jahr immerhin 10,8 Milliarden Euro im Export und 10,1 Milliarden beim Import. Airbus lieferte bis jetzt drei Passagierflugzeuge nach Iran, dem italienisch-franz&ouml;sischen Konsortium ATR gelang es zwei Tage vor dem Zuschnappen der US-Sanktionen immerhin noch, mit f&uuml;nf bestellten Turboprop-Maschinen nach Teheran zu fliegen.<br>\nMehr geht nicht, denn sowohl in den ATR-Flugzeugen als auch in den Airbus-Maschinen sind jeweils rund zehn Prozent Bestandteile mit US-Patenten eingebaut. Und was noch einschneidender ist: Beide Unternehmen sind essentiell auf den US-Absatzmarkt angewiesen &ndash; den w&uuml;rden sie verlieren, wenn sie sich der US-Tyrannei widersetzen. Umgekehrt verliert Boeing einen iranischen Auftrag &uuml;ber 17 Milliarden Dollar. Zu den grossen amerikanischen Verlierern z&auml;hlen auch General Electric und Honeywell, zu den europ&auml;ischen Total, Peugeot, Daimler, Siemens und Maersk und in der Schweiz Stadler Rail. In Iran verlieren Zehntausende Arbeiterinnen und Arbeiter in der Teppichbranche ihren Job, in der Landwirtschaft die Bauern auf den Pistazien-Feldern.<br>\nWie die iranische &Ouml;ffentlichkeit den R&uuml;ckschlag verkraftet, wird sich erst in einigen Wochen oder Monaten zeigen. Auf politischer und strategischer Ebene aber stehen die Zeichen auf Sturm. Einem Sturm, der sich am Persischen Golf zusammenbraut.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Politik\/Iran--USA-Pulverfass-am-Persischen-Golf\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Mehr Geld zum Verschleudern<\/strong><br>\nDie Gedenkst&auml;tte Hohensch&ouml;nhausen soll f&uuml;nf Millionen Euro zur Bek&auml;mpfung des &bdquo;Linksextremismus&ldquo; bekommen. Geht&rsquo;s noch?<br>\nEs ist ein Coup, der den Ideologen von CDU und dem Stasi-Gef&auml;ngnis Hohensch&ouml;nhausen da gelungen ist. F&uuml;nf Millionen Euro F&ouml;rdergelder f&uuml;r Projekte gegen Linksextremismus erh&auml;lt die Gedenkst&auml;tte allein in diesem Jahr, reingemogelt in den Bundeshaushalt ohne &ouml;ffentliche Debatte.<br>\nDas ist ein Vielfaches der Summe, die bislang insgesamt an Anti-links-Initiativen vergeben wurde und fernab jener 130.000 Euro H&ouml;chstf&ouml;rdersumme, f&uuml;r die sich Projekte beim Bundesprogramm &bdquo;Demokratie leben&ldquo; bewerben k&ouml;nnen. Wer das tut, streitet normalerweise f&uuml;r eine demokratische Gesellschaft, engagiert sich gegen Rassismus, Antisemitismus oder Muslimfeindlichkeit, und nicht gegen Antikapitalisten, wie es die Gedenkst&auml;tte tut.<br>\nEs ist ein Witz, dass eine Institution die Demokratie erhalten soll, die zuletzt selbst unter massiven Extremismusverdacht geraten ist: mit einem Gedenkst&auml;ttenf&uuml;hrer, der die AfD hofiert, einem F&ouml;rdervereinsvorsitzenden, der f&uuml;r die Junge Freiheit schreibt, den Berliner AfD-Chef einbindet und nun auch noch den letzten Kritiker des Rechtskurses aus dem Verein werfen will. Dazu kommt Direktor Hubertus Knabe, dieser Anh&auml;nger der geschichtsrevisionistischen Gleichsetzung von DDR und Drittem Reich. Mit seinem Stil der Emp&ouml;rungsaufarbeitung tr&auml;gt Knabe die Verantwortung daf&uuml;r, dass die Gedenkst&auml;tte bereits ihrem eigentlichen Auftrag, der Aufkl&auml;rung &uuml;ber DDR-Unrecht, nicht gerecht wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Kommentar-Stasi-Gefaengnis-in-Berlin\/%215524114\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Jammern auf hohem Niveau<\/strong><br>\n#meTwo ist ein Elitendiskurs, gef&uuml;hrt aus einer privilegierten Position heraus. Verteilungsfragen werden einfach ignoriert.<br>\nAnstatt sich auf die Suche nach den schw&auml;chsten Mitgliedern der Gesellschaft zu machen und ihre Geschichten zu erz&auml;hlen, verbreiten viele #MeTwo-ler lieber ihre eigenen vermeintlichen Traumata. Ist das wirklich die Aufgabe von Personen des &ouml;ffentlichen Lebens, speziell von Journalisten? Oder w&auml;re es nicht vielmehr vonn&ouml;ten, &uuml;ber den eigenen Tellerrand hinauszublicken und auch denjenigen Geh&ouml;r zu verschaffen, die sich nicht auf Twitter &auml;u&szlig;ern k&ouml;nnen oder m&ouml;chten?<br>\nWom&ouml;glich w&uuml;rden sie von &auml;rmeren Menschen mit Migrationshintergrund auch ganz andere Klagen zu h&ouml;ren bekommen als die &uuml;ber peinliche &bdquo;Komplimente&ldquo;. Etwa &uuml;ber die Aussicht auf schmale Rente (&uuml;ber 40 Prozent der Migranten waren 2013 von Altersarmut bedroht), niedrige L&ouml;hne (35 Prozent arbeiten im Niedriglohnsektor) und Hartz IV (die H&auml;lfte der ALG-II-Empf&auml;nger hat einen Migrationshintergrund). Doch f&uuml;r solche Verteilungsfragen interessiert sich die Twitter-Elite kaum &ndash; etwa weil sie selbst nicht betroffen ist? Ist das der Grund daf&uuml;r, warum sich Linke f&uuml;r Menschen mit Migrationshintergrund stets nur als Opfer von Rassismus interessieren und nur selten als Opfer der herrschenden Wirtschaftsverh&auml;ltnisse? Wom&ouml;glich auch deshalb, weil sie selbst Nutznie&szlig;er dieser Verh&auml;ltnisse sind?<br>\nDie &Uuml;berh&ouml;hung des Opferstatus bestimmter Minderheiten sorgt jedenfalls nicht daf&uuml;r, dass antirassistische Forderungen gesellschaftlich anschlussf&auml;hig werden &ndash; h&ouml;chstens bei einer vermeintlich progressiven wohlsituierten Mittelschicht, die sich l&auml;ngst von Verteilungsfragen abgewendet hat und ihren Wohlstandsscham affirmativ auf Minderheiten projiziert, anstatt gegen Hartz IV und f&uuml;r gerechtere L&ouml;hne ins Feld zu ziehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/meTwo-Debatte\/%215524188\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die Fakten und die Toten: Wie Tichys Einblick mit einer abstrusen Zahl &uuml;ber ertrunkene Fl&uuml;chtlinge Stimmung macht<\/strong><br>\nDas Thema private Seenotrettung und die Todes- und Vermisstenf&auml;lle im Mittelmeer ist komplex und emotional aufgeladen. Nicht erst seit der Debatte um das Pro&amp;Contra in der Zeit. Umso mehr sollten Medien verantwortlich mit dem Thema umgehen. Ein Beispiel, wie man mit mindestens verwirrender Interpretation einer Statistik potenziell Schaden anrichten kann, lieferte jetzt die Website Tichys Einblick.<br>\nDer Artikel, um den es hier geht tr&auml;gt die &Uuml;berschrift &ldquo;Private &lsquo;Seenotretter&rsquo; in Erkl&auml;rungsnot: Weniger Tote auf dem Mittelmeer&rdquo; und stammt von Alexander Wallasch, Autor bei Tichys Einblick. Oben dr&uuml;ber stand mal &ldquo;Licht ins Dunkel&rdquo;, ein selbst formulierter Anspruch, dem der Text nicht gerecht wird. Wallasch stellt die These auf, dass es einen &ldquo;m&ouml;glichen Trend&rdquo; gibt, dass durch das momentan faktische Ausbleiben der privaten Seenotrettung (die Schiffe der NGOs sind gr&ouml;&szlig;tenteils festgesetzt und k&ouml;nnen wenn &uuml;berhaupt nur noch sehr eingeschr&auml;nkt operieren) weniger Menschen bei Fluchtversuchen im Mittelmeer sterben als zum Zeitpunkt, als die Seenotretter noch aktiv waren. Er stellt hier einen m&ouml;glichen Kausal-Zusammenhang zwischen dem Fortbleiben der NGO-Schiffe und sinkenden Todeszahlen her.<br>\nDas ist eine gewagte Schlussfolgerung, um das Mindeste zu sagen. In zahlreichen Medien war zuletzt zu lesen, dass zwar die Zahl an Fluchtversuchen &uuml;ber das Mittelmeer deutlich zur&uuml;ckgeht, die Anzahl der Todes- und Vermisstenf&auml;lle aber prozentual deutlich h&ouml;her liegt als zuvor. Will hei&szlig;en: Weniger Menschen unternehmen den gef&auml;hrlichen Fluchtversuch &uuml;ber das Mittelmeer. Von denen, die es trotzdem wagen, sterben aber mehr als fr&uuml;her.<br>\nWallasch dagegen entwirft bei Tichys Einblick ein Szenario, bei dem die Seenotretter &ldquo;schuld&rdquo; an der Zahl der Ertrunkenen sein k&ouml;nnten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/meedia.de\/2018\/08\/09\/die-fakten-und-die-toten-wie-tichys-einblick-mit-einer-abstrusen-zahl-ueber-ertrunkene-fluechtlinge-stimmung-macht\/\">Meedia<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Sammelbewegung &bdquo;Aufstehen<\/strong><br>\nSammelbewegung &ldquo;Aufstehen&rdquo;. Was bedeutet eine linke Sammelbewegung im Hinblick auf die politische Atmosph&auml;re in Deutschland? Wie will die Bewegung ihre Themen im Diskurs verankern? Wir haben nachgehakt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.3sat.de\/mediathek\/?mode=play&amp;obj=75009\">3sat<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers F.B.:<\/strong> &bdquo;Aufstehen wof&uuml;r&ldquo;, lautet die &Uuml;berschrift zu dem kurzen Beitrag in Kulturzeit kompakt von 3sat zur Sammelbewegung &bdquo;Aufstehen&ldquo;. Die wurde sogleich als linke Sammelbewegung &bdquo;eingeordnet&ldquo;. Und beim Zuschauen und Zuh&ouml;ren klappen einen die Ohren zusammen angesichts des Untertons. Blo&szlig; populistische Stimmungsmache, fragen die Macher. Einen Journalisten wie Alan Posener dann so zu Wort kommen zu lassen, in einem &ouml;ffentlich-rechtlichen Sender, was soll das bewirken? Es ist schlicht der Versuch, eine gerade begonnene Aktivit&auml;t zu diskreditieren. &bdquo;Bewegungen statt Parteien und Koalitionsarbeit&ldquo; wird gesagt und Aufstehen eingenommen und runtergemacht. B&ouml;se.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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