{"id":45436,"date":"2018-08-13T08:16:15","date_gmt":"2018-08-13T06:16:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45436"},"modified":"2018-08-13T08:16:15","modified_gmt":"2018-08-13T06:16:15","slug":"hinweise-des-tages-3181","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45436","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45436#h01\">Sammlungsbewegung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45436#h02\">Trump and the Art of the No Deal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45436#h03\">Erdogan droht USA mit Ende der Partnerschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45436#h04\">Tsipras Pyrrhussieg: Austerit&auml;t in Permanenz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45436#h05\">Ausbeutung bei Ryanair: Verwerflich bestimmt &ndash; aber so sch&ouml;n billig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45436#h06\">KfW-Tochter DEG &ndash; Zwischenstopp in der Steueroase<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45436#h07\">Deutsche Banken ringen um Milliardenverm&ouml;gen der Kirchen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45436#h08\">Rekord bei Kindergeld-Empf&auml;ngern im Ausland: Nahles will Missbrauch &ldquo;Riegel vorscheiben&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45436#h09\">Lafontaine gegen allgemeine Dienstpflicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45436#h10\">Fehlende Fachkr&auml;fte bremsen Wohnungsbau<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45436#h11\">Aufgedeckt: Verbraucherabzocke auf Autobahnrastst&auml;tten wird vom Staat subventioniert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45436#h12\">Eigentlich m&uuml;sste man da sofort mit Durchsuchungsbeschluss rein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45436#h13\">In guter Verfassung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45436#h14\">Welterfahrung und Weltzerst&ouml;rung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45436#h15\">A400M-Milit&auml;rbasis kostet 750 Millionen Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45436#h16\">Ein Herzchen f&uuml;r die NSU-Terroristen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45436#h17\">Glyphosat: Monsanto soll 250 Millionen Dollar wegen &ldquo;Heimt&uuml;cke&rdquo; bezahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45436#h18\">Wollen Vale und BHP Entsch&auml;digung nach Staudammkatastrophe in Brasilien vermeiden?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Sammlungsbewegung<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Aus der Geschichte lernen<\/strong><br>\n#aufstehen Im Land der Bedenkentr&auml;ger wird es eine linke Sammlungsbewegung schwer haben. Doch einen Versuch ist sie allemal wert.<br>\nNun ist sie gestartet, die lange angek&uuml;ndigte &ldquo;linke Sammlungsbewegung&rdquo;. 48 Stunden nach Freischaltung der Webseite aufstehen.de hatten sich bereits 36.000 Unterst&uuml;tzer online registriert. Der Wunsch nach Ver&auml;nderung ist offenbar stark.<br>\nDas Ganze sei eine &ldquo;Kopfgeburt&rdquo;, sagen jene, die gern verdr&auml;ngen, dass jede Bewegung als Kopfgeburt beginnt. Ein Bed&uuml;rfnis steigt vom Bauch in den Kopf &ndash; und der Kopf verlangt nach Konsequenzen. In dieser Fr&uuml;hphase befindet sich das Projekt #aufstehen.<br>\nDas sollten sich alle, die eine &ldquo;Gr&uuml;ndung von oben&rdquo; beklagen, durch den Kopf gehen lassen. Sie verkennen, dass eine &ldquo;linke Alternative&rdquo; l&auml;ngst popul&auml;r ist. Umfragen zeigen, dass eine &ldquo;Liste Sahra Wagenknecht&rdquo; bis zu 25 Prozent der Stimmen erhalten k&ouml;nnte. Ob eine solche &ldquo;Bewegung&rdquo; auch den Kriterien der Politikwissenschaft f&uuml;r &ldquo;soziale Bewegungen&rdquo; entspricht, d&uuml;rfte dann zweitrangig sein.<br>\nBewegungen funktionieren heute nicht mehr wie 1971ff (Frauen), 1974ff (Umwelt) oder 1979ff (Frieden). Heute gen&uuml;gt schon &ldquo;eine Mischung aus unkonventionellem Politikstil und moderner digitaler Infrastruktur, klassischen sozialen Forderungen und ungewohnten Gesichtern&rdquo;, wie Sahra Wagenknecht und Bernd Stegemann j&uuml;ngst feststellten.<br>\nDie gute alte Latsch-Demo wird von einem millionenfach geteilten Twitter-Hashtag ersetzt, aus einer Whatsapp-Gruppe kann eine Selbsthilfe-NGO oder eine &ldquo;Bewegungs-Partei&rdquo; hervorgehen.<br>\nDiese neuen Formen der Organisation m&ouml;gen kurzlebig und zerbrechlich sein, doch in Italien, Frankreich und Spanien sitzen sie derzeit in der Regierung. In Deutschland, im Land der Bedenkentr&auml;ger, wird es eine linke Sammlungsbewegung nicht leicht haben. Ihre Gegner sind zahlreich und eloquent.<br>\nMit H&auml;me und Popcorn schauen sie von der Seitenlinie aus zu, wie sich die Sammler abm&uuml;hen. Manche schleudern Bannfl&uuml;che, schlagen in Panik um sich, spenden vergiftetes Lob. Ihr Ziel ist es, das Projekt kaputtzureden oder f&uuml;r eigene Zwecke zu instrumentalisieren. Statt die Chance der Bewegung zu erkennen, h&ouml;ren wir, warum das Ganze ein falscher Ansatz f&uuml;r linke Erneuerung ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/wolfgang-michal\/aus-der-geschichte-lernen\">Wolfgang Michal im Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Interview mit Sahra Wagenknecht &bdquo;&Uuml;ber 50.000 Menschen sind keine Alibi-Veranstaltung&ldquo;<\/strong><br>\nFrau Wagenknecht, Sie haben mit anderen &bdquo;Aufstehen&ldquo; gegr&uuml;ndet. Warum?<br>\nWeil ich finde, dass man dem Rechtsruck in Deutschland nicht einfach zuschauen darf. Die jetzige Situation muss sich &auml;ndern. Wir haben in der Bev&ouml;lkerung andere Mehrheiten. Viele Menschen w&uuml;nschen sich eine sozialere Politik, bessere Renten, h&ouml;here L&ouml;hne, eine Verm&ouml;genssteuer f&uuml;r Superreiche. Und ich will, dass das politisch umgesetzt wird. Daf&uuml;r muss es einen neuen Aufbruch geben.<br>\nEs gibt mindestens drei Einw&auml;nde gegen Ihre Bewegung. Der erste lautet: Sie seien im Grunde nationalistisch und fl&uuml;chtlingsfeindlich. Als letzter Beleg daf&uuml;r gilt, dass Sie von der &bdquo;allgemeinen Moral einer grenzenlosen Willkommenskultur&ldquo; gesprochen haben, die ebenso abzulehnen sei wie die Ressentiments der AfD.<br>\nIch finde es schon abenteuerlich, wie einige reflexartig gegen die gerade in Gr&uuml;ndung befindliche Sammlungsbewegung zu Felde ziehen. Meine Position in der Fl&uuml;chtlingspolitik ist bekannt, und mir Fl&uuml;chtlingsfeindlichkeit oder Nationalismus zu unterstellen, ist boshaft. Ich habe immer das Asylrecht verteidigt, das in den letzten Jahren ausgeh&ouml;hlt wurde. Meine &Uuml;berzeugung ist, dass Verfolgte Schutz brauchen &ndash; aber dass man das Problem der Armut in der Welt nicht durch grenzenlose Zuwanderung l&ouml;sen kann. Wir m&uuml;ssen vielmehr alles daf&uuml;r tun, dass Deutschland und Europa nicht weiter Lebensperspektiven in den armen L&auml;ndern zerst&ouml;ren. Die Menschen brauchen in ihrer Heimat eine Perspektive. (&hellip;)<br>\nIst das auch die Position der Sammlungsbewegung?<br>\nDie Sammlungsbewegung wird sich ihre Programmatik selbst erarbeiten. Wir sind kein top-down-Projekt, sondern legen gro&szlig;en Wert darauf, dass unsere Mitstreiter die Positionen dieser Bewegung selbst diskutieren. Wir werden Debatten organisieren, bei denen sich viele Tausende einbringen k&ouml;nnen. Es gibt moderne digitale M&ouml;glichkeiten daf&uuml;r.<br>\nDas hei&szlig;t, es wird irgendwann auch ein Programm geben?<br>\nDie Bewegung wird am 4. September gegr&uuml;ndet. Dann werden die Namen aller prominenten Initiatoren bekannt gegeben, und es wird eine erste programmatische Orientierung in Form eines Gr&uuml;ndungsaufrufs ver&ouml;ffentlicht. Aber die Programmatik der Sammlungsbewegung wird nicht von den Initiatoren festgelegt. Die muss von den mittlerweile &uuml;ber 50.000 Mitstreitern der Sammlungsbewegung in den n&auml;chsten Monaten entwickelt werden. Das halte ich f&uuml;r sehr wichtig. In den meisten Parteien werden die Mitglieder mit den Positionen ihrer F&uuml;hrung konfrontiert, die sie oft gar nicht teilen. Sie wurden aber nie gefragt. Wir wollen einen demokratischen Prozess.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ksta.de\/politik\/interview-mit-sahra-wagenknecht--ueber-50-000-menschen-sind-keine-alibi-veranstaltung--31090940%20\">K&ouml;lner Stadt-Anzeiger<\/a><\/li>\n<li><strong>Umfrage zeigt: So viele Deutsche w&uuml;rden Wagenknechts Bewegung w&auml;hlen<\/strong><br>\nNeben der bereits am Donnerstag verk&uuml;ndeten Zahl von 50.000 Unterst&uuml;tzern kann Sahra Wagenknechts Sammlungsbewegung &bdquo;Aufstehen&ldquo; einen weiteren fr&uuml;hen Erfolg feiern: Laut einer Umfrage des Instituts Emnid im Auftrag des Nachrichtenmagazins Focus k&ouml;nnen sich satte 34 Prozent der Bundesb&uuml;rger vorstellen, das B&uuml;ndnis bei einer Bundestagwahl zu w&auml;hlen.<br>\nBesonders gro&szlig; ist der Anteil der potenziellen W&auml;hler unter den Anh&auml;ngern der Linkspartei. Von ihnen w&auml;ren 87 Prozent bereit, die Bewegung zu w&auml;hlen. Unter Gr&uuml;nen- und SPD-Anh&auml;ngern bel&auml;uft sich der Anteil auf 53 beziehungsweise 37 Prozent. Der kleine Haken: Bei Wahlen will &bdquo;Aufstehen&ldquo; nach dem Stand der bisherigen &Uuml;berlegungen eigentlich gar nicht antreten. Seine Mitglieder sollen nach Wagenknechts Idee Platz auf den Listen anderer Parteien finden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.merkur.de\/politik\/wagenknecht-bewegung-so-viele-wuerden-sie-laut-umfrage-waehlen-zr-10105366.html\">Merkur.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Sammeln oder spalten?<\/strong><br>\nSPD-Mitglied Steve Hudson unterst&uuml;tzt Sahra Wagenknechts Sammlungsbewegung. [&hellip;]<br>\nHoffnung ist kostbar. Und sie kann Hunderttausende begeistern und die Demokratie erneuern. Das hat man in Gro&szlig;britannien bei der Labour Party gesehen. Mit der Wahl Jeremy Corbyns als Parteivorsitzender hat Labour eine Linkswende vollzogen &ndash; trotz (und auch wegen) des furiosen Widerstands des Partei- und Medienestablishments. Innerhalb von zwei Jahren hat sich die Zahl der Labour-Mitglieder auf fast 600.000 verdreifacht. Bei der Unterhauswahl wurde der Niedergang Labours vorhergesagt. Stattdessen sprang sie auf fulminante 40 Prozent, mit einem klaren linken Wahlprogramm, das die Jugend inspirierte und mobilisierte. &Auml;hnlich befl&uuml;gelt hat die Kampagne von Bernie Sanders in den USA.<br>\nSolch eine Hoffnung k&ouml;nnten wir in Deutschland gut gebrauchen. Ich bin der SPD beigetreten, als Martin Schulz im Wahlkampf 2017 die Agenda 2010 kritisierte. F&uuml;r Millionen Menschen schien pl&ouml;tzlich eine neue SPD und ein besseres Deutschland m&ouml;glich. Schulz&rsquo; Agendakritik wurde aber schnell wieder begraben &ndash; und damit der kurze H&ouml;henflug der SPD gestoppt. Nun sitzen wir in der bleiernen Realit&auml;t von GroKo und &ldquo;Weiter so&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2018-08\/sammlungsbewegung-aufstehen-sahra-wagenknecht-oskar-lafontaine-pro-contra\/komplettansicht\">Steve Hudson auf zeit.de<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Trump and the Art of the No Deal<\/strong><br>\nDonald Trump promised to be America&rsquo;s dealmaker-in-chief, touting his &ldquo;extraordinary&rdquo; ability to negotiate. But so far, Trump has shown he can&rsquo;t make a deal. Here&rsquo;s the list of biggest no-deals:<br>\n1.No deal with North Korea. Following his summit with Kim Jong Un, Trump declared on Twitter that &ldquo;there is no longer a nuclear threat&rdquo; from North Korea. But in fact, there&rsquo;s no deal. Kim conceded nothing on weapons and missile programs. Recent satellite imagery shows North Korea is actually improving its nuclear capability.<br>\n2.No deal with Russia. At the Helsinki summit, Russia agreed to nothing. But Trump gave away the store, even casting doubt on Russia&rsquo;s collusion in the 2016 election in the face of the conclusions of America&rsquo;s own intelligence agencies.<br>\n3.No deal with China on trade. Instead, we&rsquo;re on the brink of a trade war with China, which is retaliating against U.S. tariffs.<br>\n4.No deal with Europe on trade. Instead, Europe has merely agreed to negotiate towards a resolution of the trade war Trump provoked in the first place.  [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/robertreich.org\/post\/176890623140\">Robert Reich<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Erdogan droht USA mit Ende der Partnerschaft<\/strong><br>\nDer Niedergang der t&uuml;rkischen Wirtschaft setzt Pr&auml;sident Recep Tayyip Erdogan enorm unter Druck. US-Pr&auml;sident Donald Trump hat die Krise zus&auml;tzlich befeuert, indem er eine Verdoppelung der Sonderz&ouml;lle auf Stahl und Aluminium aus der T&uuml;rkei angeordnet hat. Erdogan reagierte nun in einem Gastbeitrag f&uuml;r die US-Zeitung &ldquo;New York Times&rdquo; und hat die USA vor einem Ende der Partnerschaft mit seinem Land gewarnt.<br>\n&ldquo;Wenn die Vereinigten Staaten die Souver&auml;nit&auml;t der T&uuml;rkei nicht respektieren und beweisen, dass sie die Gefahren, denen unsere Nation ausgesetzt ist, verstehen, k&ouml;nnte unsere Partnerschaft in Gefahr sein&rdquo;, schrieb Erdogan in dem am Freitagabend ver&ouml;ffentlichten Meinungsbeitrag.<br>\nDer t&uuml;rkische Pr&auml;sident forderte, Washington m&uuml;sse &ldquo;die fehlgeleitete Vorstellung aufgeben, dass unsere Beziehung asymmetrisch&rdquo; sei. Die T&uuml;rkei habe &ldquo;Alternativen&rdquo;. Erdogan warf der Regierung von US-Pr&auml;sident Trump R&uuml;cksichtslosigkeit und Alleing&auml;nge vor. &ldquo;Wenn wir diesen Trend des Unilateralismus und der Respektlosigkeit nicht umkehren, werden wir uns auf die Suche nach neuen Freunden und Verb&uuml;ndeten machen m&uuml;ssen&rdquo;, schrieb der t&uuml;rkische Pr&auml;sident.<br>\nErdogan orientiert sich schon seit L&auml;ngerem in Richtung Moskau, obwohl die T&uuml;rkei Nato-Mitglied ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/tuerkei-erdogan-droht-usa-mit-ende-der-partnerschaft-a-1222711.html%20\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Tsipras Pyrrhussieg: Austerit&auml;t in Permanenz<\/strong><br>\nEs sollte ein f&uuml;r alle sichtbares Signal sein: Die Krisenjahre sind vorbei, es geht wieder aufw&auml;rts. Die Zeit der Memoranden &ndash; der Kreditvereinbarungen mit den europ&auml;ischen Gl&auml;ubigern &ndash; endet, und mit ihr die politische G&auml;ngelung. Kurz nach seinem Amtsantritt im Januar 2015 hatte Alexis Tsipras versprochen, er werde erst dann eine Krawatte anziehen, wenn die &bdquo;Nach-Memorandum-Epoche&ldquo; beginnt. Nun ist die dritte und letzte Kreditvereinbarung ausgelaufen, und der griechische Premierminister trat mit Schlips vor die Kameras. Doch irgendetwas an dem sorgsam inszenierten Auftritt wirkte ged&auml;mpft. Und das lag nicht nur an der Farbe der Krawatte, die nicht leuchtend rot, sondern in einem dumpfen Burgunderton gehalten war.<br>\nDenn &auml;hnlich dumpf fallen auch die Reaktionen der griechischen Bev&ouml;lkerung aus. Nach acht Jahren Austerit&auml;t und technokratischer &Uuml;berwachung ist man zwar vielerorts erleichtert, aber Begeisterung will sich nicht recht einstellen. Die regierende Syriza habe zwar alles getan, was die gegebenen Bedingungen zulie&szlig;en, lautet der allgemeine Tenor. Doch auch wenn die Memorandumsschleife vorerst endet, ist allen klar: Die Lage bleibt noch immer ernst. Der Schuldenberg ist nicht kleiner geworden, und die Konditionen der Memoranden bestimmen nach wie vor den Rahmen des wirtschaftspolitischen Handelns. Obendrein wurden diese Bedingungen in der Schlussvereinbarung mit der Gl&auml;ubiger-Quadriga vom 21. Juni dauerhaft fixiert &ndash; und das gleich f&uuml;r nahezu das n&auml;chste halbe Jahrhundert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2018\/august\/tsipras-pyrrhussieg-austeritaet-in-permanenz\">Bl&auml;tter<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Ausbeutung bei Ryanair: Verwerflich bestimmt &ndash; aber so sch&ouml;n billig<\/strong><br>\nNach dem aktuellen Streik wird Ryanair seine menschenverachtende Personalpolitik ver&auml;ndern m&uuml;ssen. Dass sie sich &uuml;berhaupt so lange halten konnte, ist ein Armutszeugnis f&uuml;r die Konsumgesellschaft.(&hellip;)<br>\n&ldquo;Ryanair verkauft keine H&auml;hnchenschenkel und Nackensteaks, doch bei der Billig-Airline geht es um dasselbe. Wer sich etwa f&uuml;r die Strecke von K&ouml;ln nach Berlin in eine der blau-gelben R&ouml;hren des irischen Unternehmens setzt und die 500 Kilometer f&uuml;r rund 15 Euro fliegt, muss sich dar&uuml;ber im Klaren sein, dass irgendjemand anderes den Preis f&uuml;r diesen Preis bezahlt. Einzig: Ryanair hat in aller Regel kein Problem damit, die Tickets an den Mann zu bringen. Wer kann bei solchen Schn&auml;ppchen schon widerstehen? (&hellip;)<br>\nWer etwa f&uuml;r O&rsquo;Leary fliegt, ist in der Regel nicht angestellt, sondern muss ein Unternehmen irischen Rechts gr&uuml;nden und sich dann als Freiberufler f&uuml;r Fl&uuml;ge &ldquo;bewerben&rdquo;. Einstiegsgehalt als Pilot: rund 39.000 Euro, Co-Piloten bekommen etwa 25.000 Euro &ndash; brutto. Die mehrere zehntausend Euro teure Pilotenausbildung muss der Nachwuchs davon meist abbezahlen. Flugbegleiter verdienen zwischen 700 und 1300 Euro netto. Auch sie m&uuml;ssen ihre knapp 3000 Euro teure Ausbildung selbst bezahlen. Sie sind zwar angestellt, allerdings meistens in Leiharbeitsvertr&auml;gen &ndash; befristet und ohne Grundgehalt. &Uuml;berstunden werden nicht bezahlt, eine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall gibt es nicht. Nicht wenige Ryanair-Flugbegleiter haben Nebenjobs, um &uuml;ber die Runden zu kommen.<br>\nAls er wieder einmal f&uuml;r seine menschenverachtende Personalpolitik in die Kritik geraten ist, sagte O&rsquo;Leary einmal, es zwinge ja niemand die Menschen, bei Ryanair zu arbeiten. Seine Piloten nennt er nach deren Angaben mal &ldquo;&uuml;berbewertete Taxifahrer&rdquo; oder &ldquo;Busfahrer&rdquo;. Als vergangenen Herbst Forderungen nach mehr Gehalt laut wurden, sagte er, seine Angestellten h&auml;tten ein &uuml;berzogenes Selbstwertgef&uuml;hl. In einem Interview mit der &ldquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&rdquo; sagte er einmal, die Umwelt interessiere ihn &ldquo;einen Dreck&rdquo;, was ihn interessiere, seien die &Ouml;lpreise. Das Beste, was man seiner Ansicht nach mit Umweltaktivisten machen k&ouml;nne, sei es, sie &ldquo;abzuknallen&rdquo;, ein weiteres Zitat von ihm. Und was sein eigenes Auskommen angeht, sagte er einmal: &ldquo;Ich verdiene etwa das 20-Fache dessen meiner Angestellten. Ich denke, diese L&uuml;cke sollte gr&ouml;&szlig;er sein.&rdquo;<br>\nUnd auch &uuml;ber seine deutschen Kunden sagte O&rsquo;Leary einmal etwas, das erkl&auml;ren k&ouml;nnte, warum die Airline einen Umsatzrekord nach dem n&auml;chsten einheimst &ndash; trotz aller Skandale. &ldquo;Die Deutschen w&uuml;rden mit nackten Eiern &uuml;ber Glasscherben robben, nur um g&uuml;nstige Preise zu bekommen.&rdquo; Freilich macht nicht nur die schlechte Bezahlung der eigenen Leute derartige Schn&auml;ppchen m&ouml;glich. Ryanair spart auch, indem kleine Flugh&auml;fen angesteuert werden oder weil die Maschinen fast immer ausgebucht sind. Aber Dumpingl&ouml;hne sind eben auch zentraler Bestandteil der Preisstrategie.<br>\nDass sich nun h&ouml;chstwahrscheinlich doch etwas &auml;ndern wird bei Ryanair, haben die Piloten selbst bewirkt. Nach dem Ausstand in vier europ&auml;ischen L&auml;ndern kann O&rsquo;Leary kaum etwas anderes &uuml;brigbleiben, als sich mit den Gewerkschaften zu einigen. Auch wenn er zuvor ank&uuml;ndigte, dass &ldquo;eher die H&ouml;lle zufrieren&rdquo; w&uuml;rde. Der aktuelle Streik hat Dimensionen, die neu sind f&uuml;r die Airline: Europaweit fallen 400 Fl&uuml;ge aus, 55.000 Passagiere sind betroffen. Schon im vergangenen Quartal knickte der Umsatz wegen Streiks um 20 Prozent ein. Werden die Ausst&auml;nde noch gr&ouml;&szlig;er, w&uuml;rde O&rsquo;Leary seine Anleger verprellen, die er all die Jahre auf dem R&uuml;cken seiner unterbezahlten Angestellten mit Traumrenditen verw&ouml;hnt hat.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Verwerflich-bestimmt-aber-so-schoen-billig-article20567062.html\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.Z.:<\/strong> Der n-tv Redakteur nimmt kein Blatt vor den Mund. Solch klare Worte w&uuml;nschte man sich in der BILD-Zeitung, dem angeblichen Sprachrohr des kleinen Mannes. Tats&auml;chlich wird man dort zu derartigen Skandalen wohl kaum kritische Beitr&auml;ge finden, schlie&szlig;lich liegt die Kernkompetenz des Springerblatts im Treten nach unten, so dass der berechtigte Unmut der Bev&ouml;lkerung m&ouml;glichst elitenfreundlich kanalisiert wird. Eine Verk&auml;uferin unseres Supermarktes &ndash; eine herzensgute Frau &ndash; bedauerte k&uuml;rzlich die vor einigen Jahren vollzogene &ouml;rtliche Schulschlie&szlig;ung f&uuml;r die Oberstufe, da ihr Enkel dadurch nun weiter fahren muss und merkte im Nachsatz an, dass jedoch f&uuml;r die Kinder von Ausl&auml;ndern Kindergeld da sei. Wo soll man da anfangen und aufh&ouml;ren zu argumentieren. Die BILD-Kampagnen wirken &ndash; leider!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>KfW-Tochter DEG &ndash; Zwischenstopp in der Steueroase<\/strong><br>\nDie KfW-Tochter DEG f&ouml;rdert Firmen in Entwicklungsl&auml;ndern. Das Geld flie&szlig;t dabei jedoch oft &uuml;ber Steueroasen wie Mauritius. Dabei geht es inzwischen um fast eine Milliarde Euro.<br>\nMit frittiertem H&auml;hnchen ist Deji Akinyanju der Durchbruch gelungen. Heute hat seine Kette &bdquo;Chicken Republic&ldquo; mehr als 65 Franchise-Restaurants in Nigeria und Ghana. Akinyanju gilt als Vorzeigeunternehmer, einer, der die Wirtschaft an der Westk&uuml;ste Afrikas voranbringt, der Jobs schafft. Auch dank deutscher Entwicklungsgelder. Es ist ein weiter Weg von K&ouml;ln, wo die KfW-Tochter DEG ihren Sitz hat, bis nach Lagos, wo Chicken Republic gegr&uuml;ndet worden ist. Und er f&uuml;hrt &uuml;ber eine Insel, die als Steueroase bekannt ist: Mauritius.<br>\nWer verstehen will, wie deutsche Entwicklungsgelder verteilt werden, muss sich durch eine Liste im Gesch&auml;ftsbericht der DEG qu&auml;len. In kleiner Schrift sind dort Fonds aufgelistet, in die die DEG investiert. Diese Fonds wiederum stecken das Geld dann in Firmen wie Food Concepts, den Mutterkonzern von Chicken Republic. Hilfe zur Selbsthilfe ist das: Die Firmen in den Entwicklungsl&auml;ndern sollen dadurch mehr investieren k&ouml;nnen, Jobs schaffen, letztlich mehr Steuern zahlen. Doch schaut man sich die Liste an, stolpert man &uuml;ber die L&auml;nder, in denen die Fonds sitzen: Mauritius etwa, aber auch die Kaimaninseln, Guernsey, Jersey, Malta, Panama, Bermuda, St. Kitts und Nevis und die Jungferninseln.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/m.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/kfw-tochter-deg-zwischenstopp-in-der-steueroase\/22902952.html?utm_referrer=https%3A%2F%2Fwww.google.de%2F\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Deutsche Banken ringen um Milliardenverm&ouml;gen der Kirchen<\/strong><br>\nDeutsche Banken berichten von einer Kundengruppe, die immer h&auml;ufiger an ihre T&uuml;ren klopft: Kirchen. Auch sie k&auml;mpfen mit den Auswirkungen der Niedrig-Zinsen.<br>\nSch&auml;tzungen zufolge verf&uuml;gen die Kirchen in Deutschland &uuml;ber ein Verm&ouml;gen von mehreren hundert Milliarden Euro. Das stellt sie vor ein Problem: Die niedrige Zinsen dr&uuml;cken auf die Ertr&auml;ge klassischer Anlagen, zudem haben erstmalige Finanzberichte einige Fehl-Investments ans Licht gebracht. Die Kirchen holen sich deshalb verst&auml;rkt professionelle Hilfe bei der Verwaltung ihrer Verm&ouml;gen.<br>\n&bdquo;Die Kirche hat sich in ihrer Verm&ouml;gensanlage in den zur&uuml;ckliegenden Jahren immer weiter professionalisiert und greift daher auch h&auml;ufiger auf professionelle Asset-Manager wie uns zur&uuml;ck&ldquo;, sagt Martina Erlwein, die sich bei der Hamburger Joh Berenberg Gossler &amp; Company um kirchliche Investoren k&uuml;mmert. &Auml;hnliches berichtet Daniel Kerbach, CIO der Merck Finck Privatbankiers: &bdquo;Kirchen sind einer der ganz gro&szlig;en Markteilnehmer. Sie nutzen vermehrt professionelles Asset Management.&ldquo;<br>\nGerade im aktuellen Umfeld niedriger Zinsen k&ouml;nne mit einer &bdquo;klassischen Buy-and-Hold-Rentenanlage keine ausk&ouml;mmliche Rendite mehr erzielt werden&ldquo;, sagt Philip Sch&auml;tzle, Head of Institutions &amp; VAG Investors Europe bei Metzler Asset Management in Frankfurt. Die Folge sei eine breitere Diversifikation, wof&uuml;r sich die Kirchen nun Hilfe holen w&uuml;rden.<br>\nGleichzeitig hatten sich viele Kirchen zuletzt verpflichtet, ihre Finanzen erstmals genauer zu durchleuchten und Berichte zu ver&ouml;ffentlichen. Dabei sind sie auf Fehltritte gesto&szlig;en. So geht das Bistum Eichst&auml;tt davon aus, dass riskante Immobilien-Investments zu einem Verlust in Millionenh&ouml;he gef&uuml;hrt haben. Jetzt sollen sich im Bistum Fachleute ums Geld k&uuml;mmern.<br>\nZwar waren die Einnahmen aus der Kirchensteuer in den vergangenen Jahren gestiegen. Doch bei einer schw&auml;chelnden Konjunktur droht ein R&uuml;ckgang, was die Renditen aus den Verm&ouml;gensanlagen um so wichtiger macht.<br>\nErtr&auml;ge brauchen die Kirchen nicht nur f&uuml;r ihren laufenden Betrieb. Sie haben als Arbeitgeber auch &bdquo;erheblichen Pensionslasten&ldquo;, sagt Eberhard von Alten, Direktor Institutionelle Kunden bei Feri Trust. Er war Anfang 2018 vom Bistum Mainz, wo er seit 2009 als Finanzdirektor gearbeitet hatte, zu dem Bad Homburger Verm&ouml;gensverwalter gekommen. &bdquo;Das Markt-Volumen ist schwer zu sch&auml;tzen, weil noch nicht alle K&ouml;rperschaften ihre Verm&ouml;gen vollst&auml;ndig bewertet und offengelegt haben.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/banken-versicherungen\/vermoegensverwaltung-deutsche-banken-ringen-um-milliardenvermoegen-der-kirchen\/22896930.html?ticket=ST-2367309-1aXVH6xaLyzHvME2uHP5-ap3\">Handelsblatt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Rekord bei Kindergeld-Empf&auml;ngern im Ausland: Nahles will Missbrauch &ldquo;Riegel vorscheiben&rdquo;<\/strong><br>\nMehrere hundert Millionen Euro Kindergeld zahlt der deutsche Staat inzwischen an Empf&auml;nger im EU-Ausland, Tendenz stark steigend. Oberb&uuml;rgermeister schlagen Alarm: Der soziale Friede sei zunehmend gef&auml;hrdet. (&hellip;)<br>\nSPD-Chefin Andrea Nahles k&uuml;ndigte ein Kindergeld-Spitzentreffen mit betroffenen St&auml;dten f&uuml;r den 27. September in Berlin an. &ldquo;Es ist klar, dass wir Missbrauch und organisierter Kriminalit&auml;t einen Riegel vorschieben m&uuml;ssen&rdquo;, sagte Nahles bei einem Besuch der Arbeiterwohlfahrt in Duisburg.<br>\nEin Sprecher von Finanzminister Olaf Scholz (SPD) betonte, die Regierung setze sich f&uuml;r eine europ&auml;ische L&ouml;sung ein. Das Ziel ist, dass statt 194 Euro (erstes Kind) f&uuml;r im EU-Ausland lebende Kinder weitaus niedrigere Summen gezahlt werden, die sich an den dortigen Lebenshaltungskosten orientieren. Aber entsprechende Reformversuche sind auf EU-Ebene gescheitert.<br>\nDie EU-Kommission lehnt eine Neuregelung auch weiterhin ab. &ldquo;Wenn ein Arbeitnehmer in ein nationales Sozialversicherungssystem einzahlt, sollte er die gleichen Leistungen erhalten wie jeder andere, der einzahlt &ndash; unabh&auml;ngig von seiner Nationalit&auml;t und vom Wohnort seiner Kinder&rdquo;, sagte eine Sprecherin der dpa in Br&uuml;ssel. Eine Anpassung der Zahlungen an die Lebenshaltungskosten am Wohnort des Kindes sei wegen des Diskriminierungsverbot nirgendwo im EU-Recht vorgesehen. (&hellip;)<br>\nForderungen nach neuen EU-Regeln f&uuml;r Kindergeldzahlungen ins Ausland haben nach Einsch&auml;tzung von EU-Diplomaten kaum Erfolgsaussichten. L&auml;nder wie Deutschland und &Ouml;sterreich seien zuletzt mit dem Versuch gescheitert, im Zuge der Modernisierung der Sozialsystemkoordinierung eine sogenannte Indexierungsm&ouml;glichkeit zu schaffen, hie&szlig; es in Br&uuml;ssel. Die Mehrheit der EU-Staaten lehnt es demnach strikt ab, eine EU-Regelung zu schaffen, die eine Anpassung von Kindergeldzahlungen an die Lebenshaltungskosten am Wohnort des Kindes erm&ouml;glicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/sozialer-friede-sei-gefaehrdet-rekord-bei-kindergeld-empfaengern-im-ausland-nahles-will-missbrauch-riegel-vorscheiben_id_9394173.html\">Focus Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Hat Frau Nahles eine eigenst&auml;ndige SPD-Politik zum Thema angek&uuml;ndigt? Fehlanzeige! Sie verweist darauf, dass sie &bdquo; Missbrauch und organisierter Kriminalit&auml;t einen Riegel vorschieben&ldquo; wolle. Dabei sollte das f&uuml;r jeden Staat Normalit&auml;t sein.<\/em><\/p>\n<p><em>Schlimmer ist: Es k&ouml;nnte der Eindruck entstehen, die SPD wolle K&uuml;rzungen vornehmen, wo es um Millionen Euro haupts&auml;chlich f&uuml;r die Arbeitnehmerschaft geht. Wenn es aber um Milliarden-Betr&auml;ge &ndash; z.B. bei der Geldw&auml;sche oder korrekten Besteuerung von Gro&szlig;-Konzernen wie Apple und Starbucks &ndash; geht, scheint die SPD-Spitze stets auf die Brermse zu treten. Auch die aktuelle SPD-Spitze muss den &bdquo;sch&ouml;nen Sonntagsreden&ldquo; &uuml;ber soziale Gerechtigkeit endlich Taten folgen lassen, wenn sie endlich wieder ernst genommen werden m&ouml;chte.<\/em><\/p>\n<p><em>Dem Spitzenpersonal der SPD sollte auch die neue Regelung der konservativ, national-neoliberalen Regierung in &Ouml;stereich zu denken geben. Ihnen scheint es eindeutig lediglich um das K&uuml;rzen von Ausgaben zu gehen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Deutsche Politiker fordern Reform beim Kindergeld<\/strong><br>\nGleiches Kindergeld auch f&uuml;r Kinder im EU-Ausland? Diese in Deutschland heftig diskutierte Frage hat &Ouml;sterreich f&uuml;r sich schon beantwortet.<br>\nTrotz Bedenken in Br&uuml;ssel sieht &Ouml;sterreich gute Chancen, dass die H&ouml;he des Kindergeldes f&uuml;r im EU-Ausland lebende Kinder k&uuml;nftig neu berechnet werden kann. Die Europ&auml;ische Kommission habe festgestellt, dass die EU-Staaten &uuml;ber die Zuerkennung und die Berechnungsmethode von Familienleistungen selbst entscheiden d&uuml;rften, sagte die &ouml;sterreichische Familienministerin Juliane Bogner-Strau&szlig; (&Ouml;VP). Eine Anpassung sei damit im Einklang mit dem Europarecht. (&hellip;)<br>\n&Ouml;sterreich plant im nationalen Alleingang eine Indexierung, also eine Zahlung, die sich an den Lebenshaltungskosten in dem jeweiligen Land orientiert. Die Neuregelung soll 2019 in Kraft treten. Die EU-Kommission hatte zuletzt betont, eine Anpassung von Zahlungen an die Lebenshaltungskosten am Wohnort des Kindes sei wegen des Verbots von Diskriminierung nirgendwo im EU-Recht vorgesehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/ausland\/eu\/id_84265832\/vorbild-oesterreich-deutsche-politiker-fordern-reform-beim-kindergeld.html\">T-Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Lafontaine gegen allgemeine Dienstpflicht<\/strong><br>\nDer fr&uuml;here Linke-Chef Oskar Lafontaine ist gegen eine allgemeine Dienstpflicht f&uuml;r junge M&auml;nner und Frauen. Es gebe nicht nur &laquo;erhebliche rechtliche Bedenken&raquo;, sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Saarbr&uuml;cken. &laquo;In jedem Fall sollte nicht der Verdacht aufkommen, dass man Menschen verpflichtet, die dann f&uuml;r ein Taschengeld arbeiten&raquo;, sagte er. Die Antwort auf den Mangel an Pflegekr&auml;ften sei &laquo;ganz einfach&raquo;: &laquo;Wenn man ordentliche L&ouml;hne zahlt, dann kommen die Leute auch.&raquo;<br>\nLafontaine sprach sich auch gegen &Uuml;berlegungen in der CDU zur Wiedereinf&uuml;hrung der 2011 ausgesetzten Wehrpflicht f&uuml;r die Bundeswehr aus. &laquo;Man sollte aufh&ouml;ren, unsere Soldaten in Kriegseins&auml;tze in aller Welt zu schicken. Es m&uuml;sste doch nachvollziehbar sein, dass viele junge Menschen ihr Leben nicht am Hindukusch aufs Spiel setzen wollen.&raquo; Die Debatte der CDU sei &laquo;ein Nebenkriegsschauplatz&raquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiesbadener-kurier.de\/politik\/rheinland-pfalz\/lafontaine-gegen-allgemeine-dienstpflicht_18993294.htm\">Wiesbadener Kurier<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Fehlende Fachkr&auml;fte bremsen Wohnungsbau<\/strong><br>\nKlempner, Heizungsinstallateure und Co. dringend gesucht: Fehlende Fachkr&auml;fte und der Baulandmangel in Ballungszentren bremsen nach Einsch&auml;tzung der KfW den Bau neuer Wohnungen. Die wichtigste Ursache f&uuml;r Engp&auml;sse auf dem Wohnungsmarkt seien nicht zu langsame Genehmigungen der Kommunen oder zu wenige Bauwillige. Eine zentrale Rolle spielten vielmehr Kapazit&auml;tsengp&auml;sse in der Bauwirtschaft &ndash; zunehmend ausgel&ouml;st durch Fachkr&auml;ftemangel, hei&szlig;t es in einer Studie der staatlichen F&ouml;rderbank.<br>\n&ldquo;In den vergangenen zehn Jahren hat sich die Schere zwischen Baugenehmigungen und Baufertigstellungen im Wohnungssektor immer weiter ge&ouml;ffnet. Aktuell warten in Deutschland 653.000 genehmigte Wohnungsneubauten auf Umsetzung&rdquo;, erl&auml;uterte KfW-Chefvolkswirt J&ouml;rg Zeuner.<br>\nDie Auftragsb&uuml;cher der Bauunternehmen sind prall gef&uuml;llt, doch weil Fachkr&auml;fte fehlen, k&ouml;nnen sie nicht schnell genug abgearbeitet werden. W&auml;hrend das Bauhauptgewerbe, zum Beispiel Hochbauunternehmen, den Angaben zufolge die L&uuml;cke bislang mit Mitarbeitern aus dem Ausland f&uuml;llt, fehlen im Bauhandwerk zunehmend qualifizierte Kr&auml;fte. Der Studie zufolge mangelt es an Fachkr&auml;ften im Klempner-, Sanit&auml;r-, Heizungs- und Klimahandwerk.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Fehlende-Fachkraefte-bremsen-Wohnungsbau-article20568828.html\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Scheinbar betreibt KfW-Chefvolkswirt Keuner keine Ursachenforschung. Kann es sein, dass die entsprechenden Fachbetriebe zu wenig ausgebildet haben? Kann es sein, dass die Arbeitsbedingungen in der Branche schlicht und einfach zu wenig attraktiv waren und sind? Aber die L&ouml;sung soll wohl &ndash; wie z.B. in der Pflege und im Bauhauptgewerbe &ndash; aus dem Ausland kommen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Aufgedeckt: Verbraucherabzocke auf Autobahnrastst&auml;tten wird vom Staat subventioniert<\/strong><br>\nDie Bundesregierung murkst an der deutschen Autobahn-Infrastruktur herum und steht deswegen zu Recht in der Kritik. Nach immer neuen Skandalen um den privaten Mautbetreiber &ldquo;Toll Collect&rdquo; ger&auml;t nun das deutsche Autobahnrastst&auml;ttensystem in den Blick. Die Preise dort f&uuml;r Snacks, Erfrischungen oder einen Toilettengang werden h&auml;ufig als ungew&ouml;hnlich hoch wahrgenommen. Die Fraktion DIE LINKE. im Bundestag hat nun einen Zusammenhang mit der Politik der Bundesregierung hergestellt und pr&auml;sentiert Zahlen, die nahelegen, dass dieses Gesch&auml;ftsgebaren auch noch indirekt vom Staat subventioniert wird. Sie fordert eine R&uuml;ckabwicklung der Privatisierung.<br>\nDer Hintergrund: Die Tank- und Rastanlagen wurden 1998 als &ldquo;Tank&amp;Rast GmbH&rdquo; privatisiert. Seither sind die Preise immer weiter gestiegen, die P&auml;chter werden mit immer h&ouml;heren Gewinnvorgaben unter Druck gesetzt und private Investoren streichen einen fetten Gewinn ein. Etwa 95 Prozent der Rastst&auml;tten auf deutschen Autobahnen werden von der &ldquo;Tank &amp; Rast GmbH&rdquo; betrieben. An dem Unternehmen sind Gro&szlig;konzerne wie die Allianz, aber auch Investoren aus China beteiligt. Das Unternehmen wies zuletzt einen Jahres&uuml;berschuss von 160 Millionen Euro aus. (&hellip;)<br>\nWie sich nun herausstellt, ist diese Abgabe viel zu niedrig, bemessen an den tats&auml;chlichen Ausgaben des Bundes. Auf Anfrage (PDF) von Victor Perli, Haushaltsexperte der LINKEN im Bundestag, musste die Bundesregierung nun konkrete Zahlen f&uuml;r die Jahre 2016 und 2017 nennen. Daraus geht hervor: Die Konzessionsabgabe betrug f&uuml;r diese beiden Jahre jeweils rund 16 Millionen Euro. Dem standen jedoch Ausgaben des Bundes f&uuml;r Bau- und Erhaltungsma&szlig;nahmen von Rastst&auml;tten in H&ouml;he von 94 Millionen Euro (2016) bzw. 100 Millionen Euro (2017) entgegen. Der Abgeordnete aus Niedersachsen kritisiert diese fragw&uuml;rdige &ldquo;Arbeitsteilung&rdquo;: &ldquo;Die Zufahrtswege, Parkpl&auml;tze und weitere Infrastruktur der Rasth&ouml;fe werden weiterhin aus Steuermitteln finanziert &ndash; w&auml;hrend die Gewinne, die damit erm&ouml;glicht werden, in private Taschen flie&szlig;en&rdquo;, stellt Perli fest. Er sieht darin eine verdeckte Subventionierung der Unternehmensgewinne durch den Staat. &ldquo;Die B&uuml;rger werden doppelt abgezockt: ihr Steuergeld und die Wucherpreise f&uuml;r Snacks, Getr&auml;nke, Toiletten landen bei Konzernen wie der Allianz.&rdquo; Die Bundesregierung m&uuml;sse die R&uuml;ckabwicklung der Privatisierung des deutschen Rastst&auml;ttensystems forcieren, &ldquo;um den Mondpreisen f&uuml;r Snacks und Erfrischungen, sowie der Abzocke beim Toilettensystem ein Ende zu bereiten&rdquo;, so Perli.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/aufgedeckt-verbraucherabzocke-auf-autobahnraststaetten-wird-vom-staat-subventioniert\/%20\">Die Linke. im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Eigentlich m&uuml;sste man da sofort mit Durchsuchungsbeschluss rein<\/strong><br>\nDer Verkehrs&ouml;konom Alexander Eisenkopf erkl&auml;rt, warum der Staat sich von Toll Collect jahrelang zu viel in Rechnung stellen lie&szlig;. Und fordert Konsequenzen (&hellip;)<br>\nZEIT ONLINE: Das zust&auml;ndige Verkehrsministerium scheint das alles nicht so schlimm zu finden.<br>\nEisenkopf: Auch f&uuml;r dieses Verhalten gibt es in der &Ouml;konomie einen Erkl&auml;rungsansatz. Man spricht von &ldquo;Regulatory capture&rdquo;. Gemeint ist eine Form politischer Korruption, eine Art Staatsversagen. Das Ministerium oder die Beh&ouml;rde, die ein Unternehmen im Sinne der &Ouml;ffentlichkeit kontrollieren soll, l&auml;sst sich von diesem &uuml;ber die Jahre immer mehr vereinnahmen. Gerade bei einer sehr langen Zusammenarbeit besteht diese Gefahr. Im Fall von Toll Collect dauert sie schon 16 Jahre. &Uuml;ber so einen Zeitraum entsteht fast zwangsl&auml;ufig immer mehr N&auml;he. Am Ende sieht das Ministerium vielleicht gar kein Problem mehr darin, den Forderungen des Unternehmens nachzugeben. Man versteht sich ja als Partner, ist froh, dass alles l&auml;uft und vermeidet &Auml;rger. Auch im Falle des Diesel-Abgasskandals ist die N&auml;he zwischen Ministerium und der Autobranche ja ein Problem.<br>\nZEIT ONLINE: Zum Ende des Monats l&auml;uft der Vertrag mit Toll Collect aus. Nach einer kurzen &Uuml;bergangsphase, in der der Staat &uuml;bernimmt, soll das Maut-System wieder an private Unternehmen vergeben werde. K&ouml;nnen Sie das nachvollziehen?<br>\nEisenkopf: Angesichts der jetzigen Erkenntnisse muss man das eigentlich abblasen. Toll Collect hat diese Form der Zusammenarbeit zwischen Staat und privaten Unternehmen komplett diskreditiert. Ich gehe davon aus, dass die &Ouml;ffentlichkeit und auch die Oppositionsparteien sich gegen eine erneute Vergabe des Maut-Systems an private Unternehmen wehren werden.<br>\nZEIT ONLINE: Die Bundesregierung sagt, ein Betrieb durch private Unternehmen sei wirtschaftlicher.<br>\nEisenkopf: Solange mir das keiner vorrechnet, glaube ich das nicht &ndash; und die Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen, die man gemacht haben will, sind ja auch geheim. Toll Collect und der Bund haben sich 14 Jahre vor einem privaten Schiedsgericht gestritten. Allein die Anwaltskosten daf&uuml;r belaufen sich auf eine halbe Milliarde Euro. Dann kann man schon hinterfragen, ob das eine wirtschaftliche Veranstaltung war. Auch andere &Ouml;PP-Projekte bewertet der Bundesrechnungshof kritisch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/mobilitaet\/2018-08\/toll-collect-steuergeld-bund-alexander-eisenkopf-interview%20\">Zeit Online<\/a>\n<p><strong>Dazu: Bund stellt eigenem Pr&uuml;fsystem bei Toll Collect Persilschein aus<\/strong><br>\nAlles bestens im Sinne der Steuerzahler. So versucht das Verkehrsministerium einen brisanten Vorwurf zu entkr&auml;ften, vom Lkw-Mautbetreiber Toll Collect jahrelang hinters Licht gef&uuml;hrt worden zu sein. Laut Medienberichten hat Toll Collect dem Staat strittige Ausgaben f&uuml;r Marketing in Rechnung gestellt &ndash; der Bund hat sie nach eigenen Angaben aber nicht bezahlt.<br>\nWie die Wochenzeitung &ldquo;Die Zeit&rdquo;, das Portal Zeit Online und das ARD-Magazin Panorama berichten, handelte es sich etwa um Sponsoring f&uuml;r eine Oldtimer-Rallye, einen Aufenthalt der Toll-Collect-Chefs in einem Hotel sowie die Unterst&uuml;tzung eines Kinderheims. Dies sei jeweils als &ldquo;Marketingkosten&rdquo; f&uuml;r die Maut abgerechnet worden, was aber der vertraglichen Regelung mit dem Bund widerspreche.<br>\nDas Verkehrsministerium erkl&auml;rte nun, das Pr&uuml;fungssystem des Bundes habe zu 100 Prozent funktioniert. &ldquo;Strittige Ausgaben im Marketingbereich, die Toll Collect zur Abrechnung vorgelegt hat, wurden vom daf&uuml;r zust&auml;ndigen Bundesamt f&uuml;r G&uuml;terverkehr gepr&uuml;ft, abgelehnt und nicht bezahlt.&rdquo; Klarheit und Wahrheit st&uuml;nden stets im Vordergrund &ndash; sowohl bei Ermittlungen der Justiz, als auch im Verwaltungsverfahren. Das Ministerium wies Vorw&uuml;rfe strikt zur&uuml;ck, man habe staatsanwaltschaftliche Ermittlungen beeinflussen wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/politik\/deutschland\/toll-collect-bund-will-strittige-abrechnungen-nicht-bezahlt-haben-a-1222425.html\">manager magazin<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Selbst das eher neoliberal aufgestellte &bdquo;manager magazin&ldquo; scheint dem Privatunternehmen &bdquo;Toll Collect&ldquo; nicht zu trauen. Das CSU-gef&uuml;hrte Verkehrsministerium scheint alle Kritik im Sinne einer Art &bdquo;Spezi-&Ouml;konomie&ldquo; trotzen zu wollen. Jedenfalls k&ouml;nnte der Eindruck entstehen als wolle Bundesminister Scheuer an alte Zeiten ankn&uuml;pfen, oder? Die SPD-Spitze k&ouml;nnte auch hier endlich mal die &bdquo;Rei&szlig;leine&ldquo; ziehen und dem zumindest anscheinbaren Komplott zulasten der Steuerzahlerschaft ein Ende bereiten. Tut sie aber nicht. Warum eigentlich nicht?<\/em><\/p>\n<p><em>Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42188\">Verstaatlichung von Toll Collect &ndash; und was wird aus den Milliardenforderungen an die Telekom und Daimler?<\/a> sowie <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37460\">Eine Bitte an die Sozialdemokratinnen\/en unter NachDenkSeiten-Lesern: JETZT Bundesfernstra&szlig;engesellschaft und damit die Privatisierung der Autobahnen verhindern!<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19161\">Public Private Partnership: Seit 15 Jahren eine Spur des Scheiterns<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>In guter Verfassung<\/strong><br>\nDokumentiert: Heute beginnt in Kuba die Diskussion des Entwurfs der neuen Konstitution des Landes. In Ausz&uuml;gen stellt junge Welt das Papier vor<br>\nDas kubanische Parlament hat Ende Juli einstimmig den Entwurf f&uuml;r eine neue Verfassung verabschiedet. Sie soll Anfang kommenden Jahres die bisher g&uuml;ltige aus dem Jahr 1976 abl&ouml;sen. Vom heutigen Montag bis zum 15. November ist die Bev&ouml;lkerung aufgerufen, das Papier zu diskutieren. Dazu sind landesweit mehr als 135.000 Veranstaltungen in Stadtteilen, Arbeits- und Ausbildungsst&auml;tten geplant. Rund 800.000 gedruckte Exemplare des Entwurfs waren bereits nach kurzer Zeit vergriffen, 200.000 Nachdrucke sind in Auslieferung. Die neue Verfassung tritt in Kraft, wenn zwei Drittel der Abgeordneten im Parlament und die Mehrheit der B&uuml;rger in einem Volksentscheid daf&uuml;r stimmen. Da zahlreiche Rechte aufgenommen und etliche Bestimmungen modifiziert wurden, soll die Konstitution neben der Pr&auml;ambel statt bisher 137 k&uuml;nftig 224 Artikel umfassen. Wir dokumentieren im folgenden einige der neuen Passagen der Verfassung. Die Redaktion bedankt sich an dieser Stelle herzlich bei Angelika Becker, der Vorsitzenden des Netzwerks Cuba, f&uuml;r die &Uuml;bersetzung. (jW)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/337795.kuba-in-guter-verfassung.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin Sarah Rosenstern:<\/strong> Hier kann man sich selbst ein eigenes unvoreingenommenes Bild vom Originaltext machen, ohne auf die Mainstream-Medien mit ihrer einseitigen Sicht aus L&uuml;gen und Halbwahrheiten angewiesen zu sein.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Welterfahrung und Weltzerst&ouml;rung<\/strong><br>\nGute Reisende sind herzlos&ldquo;, schrieb Elias Canetti schon vor 50 Jahren.[1] Der Schriftsteller hatte bei einem Marrakesch-Besuch mit unverhohlenem Interesse blinde Bettler beobachtet, die religi&ouml;se Litaneien deklamierten. Und obwohl in seiner Beschreibung noch die urspr&uuml;ngliche Faszination durchscheint, spiegelt sie doch auch das Erschrecken &uuml;ber sein respektloses Verhalten. Ein weitaus st&auml;rkeres Erschrecken m&uuml;sste eigentlich heutige Touristen befallen. Denn ein &bdquo;guter Reisender&ldquo; lebt nun mit ungleich gr&ouml;&szlig;eren Widerspr&uuml;chen. Auch er unterh&auml;lt jenes konsumistische Verh&auml;ltnis zu seinem Gastland und dessen Attraktionen, wenn nicht gar zur Welt selbst, f&uuml;r das Canetti sich sch&auml;mte. Aber heute haben ein versch&auml;rfter Wettbewerb und eine massive Beschleunigung l&auml;ngst Lohnarbeit und Lebenswelt erfasst. F&uuml;r Hotelpersonal und Reinigungskr&auml;fte am Urlaubsort gilt &ndash; wie f&uuml;r viele Individuen generell &ndash;, &bdquo;dass wir immer schneller laufen m&uuml;ssen, um unseren Platz in der Welt zu halten&ldquo;, wie der Soziologe Hartmut Rosa treffend schreibt.[2] Dem gestressten Personal tritt also der getriebene Reisende gegen&uuml;ber, der oft geradezu in den Urlaub hetzt &ndash; und den schnellen Weg per Flugzeug w&auml;hlt.<br>\nDas aber fordert einen hohen Preis: Jenes Elend, das Canetti so ungeb&uuml;hrlich reizvoll fand, droht durch den massenhaften Tourismus noch versch&auml;rft zu werden. Denn jeder Ferienflieger verst&auml;rkt mit seinem CO2-Aussto&szlig; den Klimawandel und tr&auml;gt somit erheblich zur Zerst&ouml;rung ebenjener nat&uuml;rlichen R&auml;ume, Kulturlandschaften und St&auml;dte bei, um derentwillen die Reisenden &uuml;berhaupt aufbrechen. Das wirft die dringende Frage auf: Wie k&ouml;nnte eine andere Art des Reisens aussehen, die schonender f&uuml;r Mensch und Planeten ist &ndash; und die ein anderes Verh&auml;ltnis zur Welt erm&ouml;glicht?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2018\/juli\/welterfahrung-und-weltzerstoerung\">Bl&auml;tter<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>A400M-Milit&auml;rbasis kostet 750 Millionen Euro<\/strong><br>\nDer Luftwaffen-Standort Wunstorf in Niedersachsen entwickelt sich zur Drehscheibe f&uuml;r weltweite Milit&auml;r-Eins&auml;tze. Die Kosten f&uuml;r die Modernisierung der Heimatbasis des Milit&auml;rtransporters A400M sch&auml;tzt das Landesfinanzministerium jetzt auf insgesamt 750 Millionen Euro.<br>\nLaut einer Mitteilung des Ministeriums, das auch f&uuml;r das staatliche Baumanagement in Wunstorf zust&auml;ndig ist, wurden zwischen August 2009 und Dezember 2016 etwa 450 Millionen Euro ausgegeben. Die bis 2028 &ldquo;und gegebenenfalls dar&uuml;ber hinaus&rdquo; fortgef&uuml;hrte Modernisierung d&uuml;rfte bis zum Ende des Ausbaus weitere 300 Millionen Euro kosten.<br>\nAktuell sind von den 19 bislang ausgelieferten neuen Transportflugzeugen nur etwa acht einsatzbereit. Die A400M gilt zwar als modernster Milit&auml;r-Transporter der Welt, bei der Entwicklung und auch nach Auslieferung der ersten Flieger an die Bundeswehr ab Dezember 2014 gab es aber immer wieder technische Probleme. (&hellip;)<br>\nDeutschland hat insgesamt 53 Maschinen beim Hersteller Airbus bestellt, um die ein halbes Jahrhundert alten Transportflugzeuge vom Typ Transall zu ersetzen. Die Probleme haben die Auslieferung nach Angaben des Verteidigungsministeriums aber um mehr als elf Jahre verz&ouml;gert, die Kosten liegen inzwischen 1,5 Milliarden Euro &uuml;ber der urspr&uuml;nglich veranschlagten Summe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/A400M-Militaerbasis-kostet-750-Millionen-Euro-article20566466.html%20\">n-tv<\/a>\n<p><strong>Dazu: Die Bundeswehr will milliardenschwere Kampfschiffe anschaffen, die auch Ziele unter Wasser bek&auml;mpfen k&ouml;nnen<\/strong><br>\nDie Bundeswehr soll ein neues Mehrzwecksschiff vom Typ MKS 180 bekommen, das sowohl Angriffe unter und &uuml;ber Wasser als auch in der Luft abwehren kann. Zudem sollen die neuen Fregatten in der Lage sein, Eins&auml;tze der Soldaten an Land zu koordinieren. Mit einem Gesamtvolumen von vier Milliarden Euro ist es das wohl gr&ouml;&szlig;te R&uuml;stungsprojekt von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU), berichte die &bdquo;Frankfurter Allgemeine Zeitung&ldquo; (FAZ).<br>\nNeben seiner Gr&ouml;&szlig;e soll sich das MKS 180 vor allem in seiner Anpassungsf&auml;higkeit von seinen Vorg&auml;ngern abheben. Das Mehrzweckschiff soll laut Bundeswehr optimal an die jeweiligen Bedingungen des Einsatzes angepasst werden. Unter anderem z&auml;hle dazu die Ausstattung mit diversen Missionsmodulen wie etwa ein Schleppsonar zur U-Boot-Jagd, ein modernes Schiffslazarett oder R&auml;ume, um Personen in Gewahrsam nehmen zu k&ouml;nnen. Eine Besatzung von bis zu 180 Soldaten soll das Schiff aufnehmen k&ouml;nnen. (&hellip;)<br>\nBislang unklar ist, welche Werft die Mehrzweckschiffe bauen wird. Um den Auftrag f&uuml;r den Bau an Land zu ziehen, haben sich nun zwei deutsche Werften zusammengeschlossen. Die Kieler Werft German Naval Yards (GNYK) bewerbe sich in Kooperation mit der Thyssen-Krupp-Tochtergesellschaft TKMS um den Zuschlag f&uuml;r das milliardenschweren Marine-Projekt Deutschlands, teilte GNYK mit. Damit sei die Kieler Werft &bdquo;der einzig verbliebene deutsche Generalunternehmer in dem europaweit ausgeschriebenen Wettbewerb&ldquo;, hei&szlig;t es in der Mitteilung. Sollten die Unternehmen den milliardenschwerden Auftrag bekommen, wird TKMS mit seinen Ingenieurskompetenzen einen Gro&szlig;teil der Entwicklungs- und Konstruktionleistungen &uuml;bernehmen.<br>\nNeben der wirtschaftlichen hat das Projekt auch eine nationale industriepolitische Bedeutung. Durch die Realisierung der Pl&auml;ne innerhalb der Bundesrepublik k&ouml;nnten Arbeitspl&auml;tze gesichert werden. Sollte GNYK den Zuschlag f&uuml;r den Auftrag bekommen, soll die Entwicklung und Konstruktion der MKS 180 komplett in Deutschland durchgef&uuml;hrt werden. Au&szlig;erdem sollen Know-how und Designrechte in Deutschland verbleiben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.msn.com\/de-de\/nachrichten\/panorama\/die-bundeswehr-will-milliardenschwere-kampfschiffe-anschaffen-die-auch-ziele-unter-wasser-bek%c3%a4mpfen-k%c3%b6nnen\/ar-BBLI1IQ\">msn nachrichten<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Es stimmt offenbar &uuml;berhaupt nicht, dass die Bundesregierung &ndash; und wohl auch eine Mehrheit im Deutschen Bundestag &ndash; Probleme mit der Forderung von US-Pr&auml;sident Trump nach deutschen Mehrausgaben f&uuml;r die R&uuml;stung hat. Faktisch wird der Forderung aus den USA jedenfalls gefolgt.<\/em><\/p>\n<p><em>Aber wird das Geld nicht vielmehr an anderer Stelle hiesiger Probleme ben&ouml;tigt &ndash; einige Beispiele: Infrastruktur von Schienen und Stra&szlig;en (einschlie&szlig;lich Radwege), technische und personelle Ressourcen bei Polizei und Zoll sowie Gelder f&uuml;r die Armutsbek&auml;mpfung, f&uuml;r ein funktionierendes, am Wohl von Patienten orientiertes Gesundheitswesen und die volle Konzentration auf die gesetzliche Rente?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Ein Herzchen f&uuml;r die NSU-Terroristen<\/strong><br>\nSeit der Enttarnung der rechtsradikalen Terrorbande NSU sind in Deutschland fast 360 Straftaten begangen worden, bei denen die Morde des Nationalsozialistischen Untergrunds verherrlicht wurden. Vor allem die Gedenkorte, die an die Opfer der Mordserie erinnern sollen, werden immer wieder gesch&auml;ndet. So urinierten im Februar 2016 Neonazis auf die Gedenktafel f&uuml;r die Opfer in N&uuml;rnberg und stellten das Bild mit der Bemerkung ins Internet: &ldquo;Wir pissen drauf.&rdquo; In Zwickau, wo die zu lebenslanger Haft verurteilte Beate Zsch&auml;pe mit ihren Komplizen wohnte, wurden B&auml;nke, die an die Opfer erinnerten, zerst&ouml;rt und gestohlen. Und im Februar 2017 wurde ein Gedenkort in Rostock mit Farbe &uuml;bersch&uuml;ttet. 2018 wurde es dann unmissverst&auml;ndlich: Neonazis malten in Rostock am Ort eines NSU-Mordes ein Herzchen mit der Aufschrift NSU.<br>\nF&uuml;r die Bundesregierung scheint das allerdings kein Problem zu sein: Der NSU und der Prozess gegen die Terrorbande habe keine &ldquo;gr&ouml;&szlig;eren Auswirkungen auf das rechtsextremistische Spektrum&rdquo; gehabt, schreibt das Innenministerium in einer Antwort auf die Anfrage der Links-Fraktion. Die Szene lasse &ldquo;weitestgehend keinerlei Akzeptanz der Taten des NSU erkennen&rdquo;. Es lasse sich keine Vorbildwirkung des NSU in der rechten Szene ausmachen. Dessen Taten w&uuml;rden als unvermittelbar und kontraproduktiv wahrgenommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/rechtsradikale-ein-herzchen-fuer-die-terroristen-1.4087401\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Glyphosat: Monsanto soll 250 Millionen Dollar wegen &ldquo;Heimt&uuml;cke&rdquo; bezahlen<\/strong><br>\nEs ist ein amerikanisches Gerichtsurteil mit einer typisch spektakul&auml;ren Geldforderung, das der Superior Court of California in San Francisco gestern in einem weithin verfolgten Verfahren gegen Monsanto bekannt gab: 289 Millionen US-Dollar muss das Unternehmen an Dewayne Johnson zahlen. 39 Millionen Dollar als &ldquo;compensatory&rdquo; und 250 Millionen als &ldquo;punitive damages&rdquo;, berichtet die New York Times. Wegen &ldquo;Bosheit&rdquo; und &ldquo;Unterdr&uuml;ckung&rdquo;, wie beim ber&uuml;hmten Anwalt des Kl&auml;gers, Robert F. Kennedy jr, nachzulesen.<br>\nIn deutschen Berichten ist von knapp 250 Millionen Euro &ldquo;Schmerzensgeld&rdquo; die Rede, wie in der Tagesschau oder der SZ. Der Kl&auml;ger Dewayne Johnson leidet an einem Non-Hodgkin-Lymphom, einer b&ouml;sartige Erkrankung des Lymphgewebes, die zu den Krebserkrankungen z&auml;hlt und er macht den Umgang mit &ldquo;Roundup&rdquo; und &ldquo;Ranger Pro&rdquo; daf&uuml;r verantwortlich.<br>\nBeides sind Kernprodukte des &ldquo;Saatgutriesen&rdquo; Monsanto, der gerade vom deutschen Bayer-Konzern &uuml;bernommen wurde. &ldquo;Roundup&rdquo; und &ldquo;Ranger Pro&rdquo; sind Unkrautbek&auml;mpfungsmittel, die Glyphosat enthalten, das jahrelang als Wundermittel galt und sehr viel verwendet wird, aber seit einiger Zeit wegen m&ouml;glicher Gesundheitsgefahren im Zusammenhang mit seinem Gebrauch in Kritik steht.<br>\nDas Gerichtsurteil ist hier eindeutig. Die Geschworenen urteilten, die glyphosathaltigen Mittel h&auml;tten &ldquo;wesentlich zur Krebserkrankung des Kl&auml;gers beigetragen&rdquo; &ndash; und: Der Konzern h&auml;tte Kunden davor warnen sollen, dass Herbizide Krebs ausl&ouml;sen k&ouml;nnen. So habe er sich der &ldquo;Heimt&uuml;cke&rdquo; schuldig gemacht. (&hellip;)<br>\nBayer schlie&szlig;t sich den wissenschaftlichen Expertisen an, die den Einsatz von Glyphosat f&uuml;r unbedenklich halten: &ldquo;Das Urteil steht im Widerspruch zu wissenschaftlichen Erkenntnissen, wonach kein Zusammenhang besteht zwischen dem Einsatz von Glyphosat und dem Non-Hodgkin-Lymphom&rdquo;, zitiert der Spiegel einen Konzern-Sprecher. Der Konzern sei &uuml;berzeugt, dass Glyphosat &ldquo;sicher und nicht krebserregend ist&rdquo;.<br>\nDem widerspricht aber eine Einsch&auml;tzung aus der WHO. Die zu ihr geh&ouml;rende Internationale Agentur f&uuml;r Krebsforschung (IARC) sorfte mit der Einstufung von Glyphosat &ldquo;wahrscheinlich krebserregend f&uuml;r den Menschen&rdquo; f&uuml;r internationales Aufsehen.<br>\nDie US-Umweltbeh&ouml;rde EPA und EU-Beh&ouml;rden sind dagegen der Auffassung, dass keine Krebsgefahr von dem Herbizid ausgeht. Wer in das Konzert der Argumente mit Stimmen, die eher daf&uuml;r oder dagegen sind (vgl. Glyphosat &ndash; und kein Ende?), hineinh&ouml;rt, verliert rasch den Boden unter den F&uuml;&szlig;en.<br>\nDaher kommt das Gewicht des Urteil der Geschworenen des Gerichts in San Franzisko. Mehrere tausend andere F&auml;lle warten. Le Monde berichtet von 4.000 &auml;hnlichen F&auml;llen in den USA. BBC meldet sogar &uuml;ber 5.000 &auml;hnliche F&auml;lle, Hunderte w&uuml;rden wahrscheinlich vor Gericht kommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Glyphosat-Monsanto-soll-250-Millionen-Dollar-wegen-Heimtuecke-bezahlen-4133831.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.B.:<\/strong> bin eben auf ein Gerichtsurteil von 2012 aus Argentinien gestossen, dass Glyphosat bzw. dem Spr&uuml;hen von Herbiziden die Schuld an schweren Missbildungen bei Neugeborenen gibt. Und das ist schon lange her. Scheint unsere Regierung ja nicht sonderlich zu ber&uuml;hren. <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Medien\/jhg\">Gerichtsurteil: &laquo;Gen-Soja von Monsanto ist schuld&raquo;<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Wollen Vale und BHP Entsch&auml;digung nach Staudammkatastrophe in Brasilien vermeiden?<\/strong><br>\nDie internationalen Bergbauunternehmen Vale und BHP Billiton wollen nur noch acht Prozent der veranschlagten Reparationsleistungen f&uuml;r die Sch&auml;den nach einem Bruch des Mariana-Staudamms im Jahr 2015 zahlen. Statt der laut Bundesstaatsanwaltschaft (MPF) erforderlichen 155 Milliarden Reais, rund 36 Milliarden Euro, die f&uuml;r den Wiederaufbau und die &ouml;kologische Wiederherstellung der Region n&ouml;tig sind, plane die daf&uuml;r gegr&uuml;ndete Wiederaufbaugesellschaft Funda&ccedil;&atilde;o Renova nun mit zw&ouml;lf Milliarden Reais, etwa 2,7 Milliarden Euro. Die berichtet der brasilianische Nachrichtendienst UOL. Die letzten Entsch&auml;digungszahlungen sollen bereits bis 2025 geflossen sein, so die Erwartungen von Renova.<br>\nDie durch den Dammbruch im November 2015 ausgel&ouml;ste Welle aus Schlick und Abbauresten der Eisenerzmine f&uuml;hrte zum Tod von 19 Menschen, zerst&ouml;rte das angrenzende Dorf Bento Rodrigues und verseuchte rund 650 Kilometer des Flusses Rio Doce und dessen Ufer sowie weite Teile des M&uuml;ndungsbereichs im Atlantik. Insgesamt 15 Millionen Menschen waren akut bis langfristig von der schlimmsten Umweltkatastrophe des Landes betroffen. (&hellip;)<br>\nDer angek&uuml;ndigte Betrag und der kurze Zeitraum stie&szlig;en bei Staatsanwaltschaft und Aktivisten auf Emp&ouml;rung. Der f&uuml;r die juristische Aufarbeitung der Katastrophe zust&auml;ndige Bundesstaatsanwalt Jos&eacute; Ad&eacute;rcio Sampaio h&auml;lt die Summen f&uuml;r illusorisch angesichts der realen Erfordernisse. &ldquo;Wir sprechen von der Wiederherstellung einer kompletten Flussregion. Das dauert 20 bis 30 Jahre.&rdquo; Renova spreche von der Renaturalisierung von 5.000 Zufl&uuml;ssen des Rio Doce. Aber vorl&auml;ufige Studien zeigten, dass 30.000 Quellarme wiederhergestellt werden m&uuml;ssten. Angesichts dieser Gr&ouml;&szlig;enordnungen zeugt es von fehlendem Respekt den Opfern gegen&uuml;ber, eine solche geringe Summe anzubieten, bekr&auml;ftigte Sampaio.<br>\nAuch der Sprecher der &ldquo;Bewegung der Betroffenen von Staud&auml;mmen&rdquo; (Movimento dos Atingidos por Barragens, MAB), Thiago Alves, kritisierte das Vorgehen der Bergbaugiganten. &ldquo;Die Renova gibt mehr Geld daf&uuml;r aus, Personen zu beeinflussen, die in die Verhandlungen um die Reparationszahlungen involviert sind, anstatt f&uuml;r die Opfert selbst&rdquo;, so Alves. (&hellip;)<br>\nGro&szlig;e europ&auml;ische Finanzinstitutionen tragen an der Trag&ouml;die eine Mitschuld. Wie eine Studie der deutschen NGO Facing Finance zeigt, haben namhafte europ&auml;ische Finanzh&auml;user die beiden Bergbaukonzerne Vale und BHP zwischen 2010 und 2017 mit 25,8 Milliarden Euro durch Investitionen, Krediten und Beteiligungen versorgt, obwohl seit 2007 Anzeichen f&uuml;r Fehler im Betrieb des Staudamms bekannt gewesen seien. Insbesondere die franz&ouml;sische Bank BNP Paribas und die englische HSBC tr&uuml;gen eine Mitverantwortung, weil durch die finanziellen Zuwendungen Samarco seine Aktivit&auml;ten fortsetzen konnte, wie aus dem Bericht der NGO hervorgeht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2018\/08\/209524\/bhp-vale-brasilien-mariana-katastrophe-entschaedigung\">amerika21<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-45436","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/45436","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=45436"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/45436\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":45439,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/45436\/revisions\/45439"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=45436"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=45436"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=45436"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}