{"id":45452,"date":"2018-08-14T08:04:38","date_gmt":"2018-08-14T06:04:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45452"},"modified":"2018-08-15T09:04:33","modified_gmt":"2018-08-15T07:04:33","slug":"hinweise-des-tages-3182","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45452","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45452#h01\">#Aufstehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45452#h02\">Sie leben in einer v&ouml;llig anderen Welt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45452#h03\">Ein Kartell gegen die Steuerzahler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45452#h04\">Antisemitismuskampagne gegen Corbyn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45452#h05\">Die fatalen Folgen der Lehman-Pleite<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45452#h06\">Wir waren nicht konsequent genug<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45452#h07\">Dem Land droht ein Zahn&auml;rztemangel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45452#h08\">Hartz-IV hei&szlig;t in Italien jetzt Grundeinkommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45452#h09\">Eine Unterschicht unterhalb aller Unterschichten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45452#h10\">Fachkr&auml;ftemangel in der Pflege? Gute Bezahlung hilft!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45452#h11\">Fliegen ist nur so billig, weil andere die Kosten tragen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45452#h12\">Griechenland und die Krise &ndash; Wenn Du Dein Haus verlierst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45452#h13\">Korrektur einer soziologischen Fehldiagnose<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45452#h14\">Neue Sanktionen gegen Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45452#h15\">So mordete die Wehrmacht im &ldquo;Rassekrieg&rdquo; mit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45452#h16\">TPP, TTIP und TISA sind &laquo;politische Vertr&auml;ge, die unser demokratisches System abschaffen sollen&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45452#h17\">J&uuml;nger der Torheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45452#h18\">Wir brauchen eine gro&szlig;e Sozialstaatsreform<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>#Aufstehen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Aufstehen! Aber wof&uuml;r?<\/strong><br>\nNoch ist nicht klar, f&uuml;r was die neue Sammlungsbewegung #aufstehen genau steht. Makroskop macht schon mal einen Vorschlag, f&uuml;r was wirtschaftspolitisch ein Aufstehen sinnvoll w&auml;re.<br>\nAnfang September geht #aufstehen an den Start, die linke Sammlungsbewegung, die ma&szlig;geblich von Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine gepr&auml;gt wird. Bisher gibt es kein Programm und die programmatischen &Auml;u&szlig;erungen auf der homepage sind &auml;u&szlig;erst vage. Die Wirtschaft m&uuml;sse auf den Menschen ausgerichtet sein und nicht auf maximalen Profit, hei&szlig;t es da oder Flaschen sammeln d&uuml;rfe keine L&ouml;sung sein. Man l&auml;sst eine kleine Gruppe von B&uuml;rgern zu Wort kommen, die in einem Einspielvideo sagen, was sie jeweils f&uuml;r wichtig halten.<br>\nEs wird interessant zu sehen sein, ob die Bewegung sich traut, wirtschaftspolitisch hei&szlig;e Themen anzusprechen und so zu besetzen, dass eine wirkliche Alternative zu den Alt-Parteien entstehen kann. Als Hilfe f&uuml;r diejenigen, die hinter den Kulissen an einem solchen Papier sitzen, hat sich die Redaktion vom Makroskop schon einmal Gedanken gemacht und einen Entwurf produziert.<br>\nDeutschland befindet sich in einer wirtschaftlichen Scheinbl&uuml;te, w&auml;hrend im Rest Europas Resignation und Zorn wegen eines verlorenen Jahrzehnts herrschen. Seit dem Ausbruch der Euro-Krise im Zuge der globalen Finanzkrise vor zehn Jahren blockiert Deutschland trotz seiner unbestreitbaren Schuld an der europ&auml;ischen Misere eine progressive Wirtschafts- und Finanzpolitik f&uuml;r die Eurozone. Im Gegenteil, die von Deutschland ma&szlig;geblich gepr&auml;gte Sanierungspolitik in einigen s&uuml;dlichen L&auml;ndern in Form von Austerit&auml;tspolitik und Lohnk&uuml;rzungen hat die Krise verl&auml;ngert und versch&auml;rft.<br>\nDie deutsche Scheinbl&uuml;te ist entscheidend gepr&auml;gt von den deutschen &Uuml;bersch&uuml;ssen im Au&szlig;enhandel. Ohne diese &Uuml;bersch&uuml;sse g&auml;be es weder die schwarze Null noch die im Vergleich zu den europ&auml;ischen Partnern gute Lage am Arbeitsmarkt. Die &Uuml;bersch&uuml;sse erlauben es Deutschland, die notwendigerweise mit dem Sparen einiger Sektoren verbundene Schuldenaufnahme anderer Sektoren vollst&auml;ndig auf das Ausland abzuschieben.<br>\nAnzuerkennen, dass diese merkantilistische Vorgehensweise nicht nur f&uuml;r die europ&auml;ischen Partner untragbar ist, sondern auch weltweit bei den Handelspartnern an Grenzen st&ouml;&szlig;t und zu Recht deren Gegenreaktionen provoziert, ist absolut zentral f&uuml;r jede neue politische Initiative.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2018\/08\/aufschwung\/\">makroskop<\/a><\/li>\n<li><strong>Dann lieber Liegenbleiben<\/strong><br>\n&Uuml;ber die Entt&auml;uschten wird oft gesprochen, als sei ihnen Unrecht widerfahren: Ihre Erwartungen wurden nicht erf&uuml;llt. Als sei nur der schuld, der erf&uuml;llt, und nie derjenige, der erwartet. Lafontaine und Wagenknecht wollen die Entt&auml;uschten k&ouml;dern, &bdquo;die sich von der Politik nicht mehr vertreten sehen&ldquo;. Eine Aussage von schier schlangenmenschlicher Biegsamkeit, sind Lafontaine und Wagenknecht doch selbst Teil &bdquo;der Politik&ldquo;: Sie verdienen ihr Geld als Fraktionsvorsitzende in Landtag beziehungsweise Bundestag.<br>\nDoch die Entt&auml;uschten k&ouml;nnen sich einreden, dass der Sprecher nebens&auml;chlich ist, solange der Spruch stimmt; so wie beim Million&auml;r Trump, der &uuml;ber hohe Chefgeh&auml;lter schimpft. Wagenknecht verspricht denen, die sich im Stich gelassen f&uuml;hlen, einen Aufbruch.<br>\nDie Frage ist, wie der aussehen soll. Wenn die Entt&auml;uschten wirklich aufbrechen wollten, warum haben sie es all die Jahre nicht getan? Manche haben ja. Der Juso-Chef Kevin K&uuml;hnert war entt&auml;uscht, dass die SPD-Spitze eine gro&szlig;e Koalition wollte. Also dirigierte er eine Kampagne dagegen. Die Mehrheit in der Partei stimmte daf&uuml;r. K&uuml;hnert twitterte: &bdquo;Sind angetreten, um zu gewinnen. Daher erstmal: Entt&auml;uschung.&ldquo; Na und? K&uuml;hnert tauchte nicht ab in seiner Entt&auml;uschung, stattdessen arbeitet er jetzt daran mit, dass die SPD erfolgreicher wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/m.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/wagenknechts-sammlungsbewegung-aufstehen-kann-jeder-15733919.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wie gesagt, der offizielle Start von #Aufstehen ist erst am 4.September aber die Angriffe von allen Seiten gehen munter weiter. Dass aus der Ecke der wirtschaftsliberalen FAZ nicht unbedingt Lobeshymnen gesungen werden war klar. W&uuml;rden aus dieser Richtung keine Ablehnung erfolgen m&uuml;ssten sich die Initiatoren allerdings fragen ob sie etwas falsch gemacht haben. Den Verweis auf K&uuml;hnert, der au&szlig;er seiner Kampagne gegen die erneute gro&szlig;e Koalition inhaltlich bisher &uuml;berhaupt nichts zu Wege gebracht hat, muss man wohl unter unfreiwillige Komik einordnen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Sie leben in einer v&ouml;llig anderen Welt<\/strong><br>\nDie Eliten entfernen sich immer weiter von der normalen Bev&ouml;lkerung, sagt der Soziologe Michael Hartmann. Das ver&auml;ndere ihr Denken und n&uuml;tze Rechtspopulisten.<br>\nDIE ZEIT: Herr Hartmann, so schick wie Sie wohnt nicht jeder. Geh&ouml;ren Sie zur Elite?<br>\nMichael Hartmann: Nein. Ich bin wohlhabend. Ob jemand zur Elite geh&ouml;rt, h&auml;ngt aber von der Macht ab, die er besitzt. Als Wissenschaftler kann ich zwar mitunter auf die &ouml;ffentliche Meinung einwirken. Aber ich habe keine Macht, gesellschaftliche Entwicklungen ma&szlig;geblich zu beeinflussen.<br>\nZEIT: So klar, wie Sie es formulieren, scheint der Begriff nicht zu sein. Mancher, der heute von &ldquo;Elite&rdquo; spricht, meint &ldquo;die Intellektuellen&rdquo;, &ldquo;die Politiker&rdquo;, &ldquo;die Reichen&rdquo; &ndash; oder alle zusammen.<br>\nHartmann: Als Elite gelten in der &Ouml;ffentlichkeit oftmals schlicht &ldquo;die da oben&rdquo;. In der Wissenschaft ist der Begriff aber unumstritten. Wenn jemand Million&auml;r ist und sein Geld blo&szlig; auf dem Sparbuch liegen l&auml;sst, geh&ouml;rt er nicht zur Elite. Wenn er es nutzt, um Einfluss zu nehmen, dann schon. Nat&uuml;rlich kann man dar&uuml;ber streiten, wie m&auml;chtig man sein muss, um dazuzugeh&ouml;ren. In unserer letzten Elitestudie untersuchten wir nur die wichtigsten Machtpositionen: Konzernmanager, Ministerpr&auml;sidenten, Bundesrichter, einige Journalisten. Andere z&auml;hlen auch die Oberb&uuml;rgermeisterin von K&ouml;ln dazu. Aber egal wie man rechnet: In Deutschland umfasst die Elite im Kern etwa 1000, breiter gefasst maximal 4000 Leute.<br>\nZEIT: Sie erforschen diese Menschen seit Jahrzehnten. In Ihrem neuen Buch schreiben Sie nun, sie h&auml;tten sich zu weit vom Rest der Gesellschaft entfernt. Was meinen Sie damit?<br>\nHartmann: Die Eliten in Deutschland, aber auch in anderen L&auml;ndern, haben kaum noch eine Vorstellung vom Leben der breiten Bev&ouml;lkerung. Sie leben in einer v&ouml;llig anderen Welt: Viele wohnen in sozial homogenen Wohnvierteln. Sie haben einen anderen Alltag, andere Hobbys, andere M&ouml;glichkeiten.<br>\nZEIT: War das nicht schon immer so?<br>\nHartmann: Bei der Wirtschaftselite kann man das sagen. Zunehmend sieht man es aber auch in der wissenschaftlichen, der medialen und der politischen Elite. Die haben sich in den letzten zwei, drei Jahrzehnten weiter von der Masse entfernt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2018\/33\/michael-hartmann-eliten-soziologie-soziale-gerechtigkeit\/komplettansicht\">Zeit<\/a>\n<p><em>Michael Hartmann war im letzten Jahr auch zu Gast beim Pleisweiler Gespr&auml;ch. <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39443\">Hier<\/a> finden Sie die Videoaufzeichnung vom &auml;u&szlig;erst interessanten Vortrag zum Thema.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Ein Kartell gegen die Steuerzahler<\/strong><br>\nToll Collect hat dem Staat bei der Lkw-Maut jahrelang Millionen Euro zu viel in Rechnung gestellt. Die Regierung st&ouml;rt das nicht. Sie lie&szlig; sich hereinlegen und lernt daraus wenig.<br>\nMehr als 17.000 Seiten umfasst der Vertrag mit dem Maut-Betreiber. Nicht eine davon hat die Regierung ver&ouml;ffentlicht. Wie Toll Collect f&uuml;r seine Dienste bezahlt wird, k&ouml;nnen die B&uuml;rger nicht nachvollziehen.<br>\nDabei gibt es zwischen dem Unternehmen und dem Staat seit Jahren Streit um Summen, zu denen sich die Millionen von Joachim Wedler im Vergleich recht klein ausnehmen. Wegen unz&auml;hliger Streitpunkte hatten der Bund und Toll Collect sich auf Milliarden Euro verklagt. 14 Jahre lang lief die Auseinandersetzung, quasi von Vertragsbeginn an. Ausgetragen wurde der Streit hinter verschlossenen T&uuml;ren, vor einem privaten Schiedsgericht. Zuletzt forderte der Bund von Toll Collect 9,6 Milliarden Euro. Im Mai dieses Jahres gab es einen Vergleich, auch er ist nicht &ouml;ffentlich. Es handele sich um &ldquo;die bestm&ouml;gliche L&ouml;sung f&uuml;r den Steuerzahler&rdquo;, verk&uuml;ndete Andreas Scheuer, der Verkehrsminister von der CSU. Doch wie soll die &Ouml;ffentlichkeit das beurteilen, wenn fast alles unter Verschluss gehalten wird? Und steht nicht zu bef&uuml;rchten, dass viel mehr im Argen liegt, wenn Mitarbeiter wie Wedler h&ouml;here Kosten abrechnen sollen, als angefallen sind?<br>\nSeit Juli 2018 sind alle Autobahnen und Bundesstra&szlig;en mautpflichtig. 2005 war die Maut auf Autobahnen eingef&uuml;hrt worden, 2012 und 2015 kamen insgesamt rund 3.000 Bundesstra&szlig;enkilometer hinzu. Quelle: Bundesanstalt f&uuml;r Stra&szlig;enwesen<br>\nTats&auml;chlich gibt es viele Gr&uuml;nde, Toll Collect und seinen Managern zu misstrauen, zumal das Verkehrsministerium in den vergangenen Jahren nicht den Eindruck machte, die Interessen der Steuerzahler gegen das Unternehmen durchzusetzen. Dieses Bild ergibt sich aus Dokumenten, die die ZEIT, ZEIT ONLINE und das ARD-Magazin Panorama ausgewertet haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2018\/33\/toll-collect-lkw-maut-staat\/komplettansicht\">Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ein langer Beitrag aber lesenswert bis zum Ende und ein weiterer schlagender Beweis, dass es bei der Privatisierung &ouml;ffentlicher Aufgaben und G&uuml;ter zu allerletzt um die Interessen der B&uuml;rger geht, sondern allein um die Interessen der Finanzinvestoren. Wer als politisch Verantwortlicher dennoch weiter die Privatisierung &ouml;ffentlichen Eigentums propagiert ist entweder dumm oder korrupt oder beides. Zudem einer von vielen Gr&uuml;nden endlich aufzustehen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42188\">Verstaatlichung von Toll Collect &ndash; und was wird aus den Milliardenforderungen an die Telekom und Daimler?<\/a><\/strong>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Antisemitismuskampagne gegen Corbyn<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>The goal of propaganda is a population that polices itself&hellip;<\/strong><br>\n&hellip;or why the attacks on Jeremy Corbyn are not what they seem&hellip;<br>\nPropaganda has reached its zenith when each member of the target population thinks the same; when they are afraid to think differently. At this point &lsquo;leadership&rsquo; may commit whatever atrocities it sees fit&hellip;in the certainty that the population will either not &lsquo;see&rsquo; it, or will view the expression of criticism as a more heinous crime than the act being observed. This is achieved through cementing a &lsquo;false equivalence&rsquo; in the mind of the group. Such a false equivalence is being cemented in the UK right now &ndash; the idea that criticism of Israel&rsquo;s persecution of Palestinians is an act of anti-Semitism.<br>\nThe propagandist seeks to bend the &lsquo;group mind&rsquo;. Thoughts and actions consistent with the &lsquo;narrative&rsquo; are deemed to be socially acceptable &amp; politically correct&hellip;ones that challenge it are regarded as socially UN-acceptable &amp; politically IN-correct. Overtime this is reinforced through a dynamic that exists within every human grouping, and many species of mammal &ndash; fear of disapproval. Ergo, the propagandist is employing a form of &lsquo;crowd control&rsquo;.<br>\nWhen the fear of disapproval becomes so strong that one&rsquo;s sense of belonging, or even physical survival, depend on adherence to the narrative&hellip;when failure to comply with it attracts immediate rebuke from other members of the group&hellip;then the population can be said to be policing itself. That is how &lsquo;cults&rsquo; function, and more frequently than you might imagine&hellip;it&rsquo;s how intelligence agencies and other governmental figures attempt to work through the media.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/off-guardian.org\/2018\/08\/13\/the-goal-of-propaganda-is-a-population-that-polices-itself\/\">OffGuardian<\/a><\/li>\n<li><strong>Statement von Professor Annabelle Sreberny<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/twitter.com\/TheBirmingham6\/status\/1022617218041999363\/video\/1\">Twitter<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.D.:<\/strong> Es ger&auml;t in Deutschland angesichts des vorauseilend gehorsamen Mitlaufens im Syrienkrieg zunehmend in Vergessenheit, dass es ein liberales Judentum jenseits der m&ouml;rderischen rechtsextremen israelischen Regierung von Netanyahu und Lieberman gibt.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die fatalen Folgen der Lehman-Pleite<\/strong><br>\nIm September 2008 ging die Investmentbank Lehman Brothers Pleite und l&ouml;ste eine fatale Kettenreaktion an den Finanzm&auml;rkten aus. Und trotz milliardenschwerer Hilfsprogramme wirkt sich die Finanzkrise bis heute auf die Weltwirtschaft aus.<br>\nSchwarzer Montag f&uuml;r die Aktienm&auml;rkte weltweit: Der US-Leitindex Dow Jones verzeichnete den st&auml;rksten Tagesverlust seit den Terrorattacken am 11. September 2001, weltweit gingen Aktienkurse in die Knie, alleine an den B&ouml;rsen wurden in wenigen Stunden B&ouml;rsenwerte in Billionenh&ouml;he vernichtet. Holger Bahr, Leiter der volkswirtschaftlichen Abteilung der Deka Bank:<br>\n&ldquo;Ganz offenkundig kann man das an der B&ouml;rse auch ablesen, was Unternehmen dann wert sind beziehungsweise weniger wert sind, wenn Kurse um 20 bis 30 Prozent oder mehr zur&uuml;ckgehen; und nat&uuml;rlich auch eine Reihe von Unternehmen komplett Pleite gegangen und quasi dann auch mehr oder weniger vom Kurszettel verschwinden k&ouml;nnen.&rdquo;<br>\nBetroffen sind aber auch andere Anleger: Gutgl&auml;ubige, oft &auml;ltere Menschen hatten auf Anraten ihrer Bank und Sparkassenberater ihr Erspartes in vermeintlich sichere Lehman-Zertifikate gesteckt. In Deutschland mussten quasi &uuml;ber Nacht rund eine halbe Millionen Menschen pl&ouml;tzlich um ihr Erspartes sorgen. Doch trifft es vor allem die, die es am besten h&auml;tten wissen m&uuml;ssen: Banken. Nun zeigten die gepriesenen globalen Verflechtungen der Finanzindustrie ihre h&auml;ssliche Seite. Denn auf den Zusammenbruch von Lehman folgte die Kettenreaktion: Weitere Banken gingen pleite oder drohten unter zu gehen.<br>\nDie unglaublichen Dimensionen der Kosten wurden wenige Tage nach der Lehman-Pleite ansatzweise klar: Die US-Regierung k&uuml;ndigte ein Rettungspaket f&uuml;r die Finanzbranche an, Volumen: fast 800 Milliarden Dollar. Einige Wochen sp&auml;ter zieht die Bundesregierung nach und verk&uuml;ndet ein Bankenrettungspaket in H&ouml;he von 500 Milliarden Euro. Nach Berechnungen des Internationalen W&auml;hrungsfonds mussten Banken alleine in Amerika und Europa 3000 Milliarden, also drei Billionen Dollar an Krediten abschreiben &ndash; existenzbedrohend. Das Vertrauen war zerst&ouml;rt &ndash; Banken liehen sich untereinander kein Geld mehr und gaben auch kaum mehr Kredite an Unternehmen aus. Die Welt st&uuml;rzte in eine Rezession, wie sie sie seit Jahrzehnten nicht erlebt hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/zehn-jahre-finanzkrise-die-fatalen-folgen-der-lehman-pleite.2165.de.html?dram:article_id=425298\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Man muss es sich immer wieder ins Ged&auml;chtnisrufen, die &bdquo;Schudenkrise&ldquo; war und ist eine Folge der Bankenrettung mit der letztendlich die Verm&ouml;gen der Superreichen gesch&uuml;tzt wurden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wir waren nicht konsequent genug<\/strong><br>\nDie Rendite der Aktion&auml;re sei noch immer wichtiger als das Interesse der Allgemeinheit. Zehn Jahre nach der Finanzkrise sei man in Fragen der &ldquo;Demokratisierung der Wirtschaft&rdquo; nicht weitergekommen, kritisiert der fr&uuml;here IG-Metall-Chef Berthold Huber.<br>\nDieter Kassel: Als im Jahr 2008 die Finanzkrise begann, da war Bertold Huber als erster Vorsitzender der IG Metall noch ziemlich frisch im Amt. Von November 2007 bis November 2013 bekleidete er dieses Amt, war in dieser Zeit Vertrauter der Bundeskanzlerin und Herausgeber eines Buches mit dem Titel &ldquo;Kurswechsel f&uuml;r Deutschland &ndash; Die Lehren aus der Krise&rdquo;. Das Buch mit Beitr&auml;gen unterschiedlicher Autoren erschien bereits im Jahr 2010. Ich habe jetzt Bertold Huber acht Jahre sp&auml;ter gefragt, was wir denn wirklich bis heute aus der Wirtschafts- und Finanzkrise gelernt haben.<br>\nBerthold Huber: Zu wenig. Sie haben zwar die Krise in Deutschland, die ja keine deutsche Krise ist, sondern eine globale Finanzkrise war und teilweise heute noch ist. Wir haben die zwar ganz gut hingekriegt, wir haben &uuml;ber verschiedene Ma&szlig;nahmen &ndash; die Verl&auml;ngerung der Kurzarbeit einschlie&szlig;lich Weiterbildungsm&ouml;glichkeiten in dieser Zeit, wir hatten den B&uuml;rgschaftsrahmen erweitert bekommen f&uuml;r Unternehmensfinanzierungen, wir haben die Umweltpr&auml;mie f&uuml;r Altautos auf den Weg gebracht, wir haben Investitionspakete 1 und 2 durch die Politik verabschiedet bekommen mit einem Volumen &uuml;ber 60 Milliarden zusammen.<br>\nDas hat alles geholfen, dass man sozusagen relativ schnell aus der akuten Krise rausgekommen ist, die ja bedrohlich war f&uuml;r extrem viele Unternehmen und Arbeitspl&auml;tze, aber haben wir das &uuml;berwunden? Ich glaube nicht. Wir haben nach wie vor eine laxe Eigenkapitalfinanzierung der Unternehmen, eine laxe Eigenkapitalfinanzierung der Banken, wir haben nach wie vor in manchen Banken das Thema Investmentbanking und, wenn ich darauf hinweisen darf, viele Risiken sind ja danach in dieser Zeit vor zehn Jahren ausgelagert worden in sogenannte Bad Banks, und alle beten zum lieben Gott, dass das nicht mal, wie soll ich sagen, zum Platzen kommt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/gewerkschafter-huber-zur-finanzkrise-wir-waren-nicht.1008.de.html?dram:article_id=425282\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Dem Land droht ein Zahn&auml;rztemangel<\/strong><br>\nDie Zahnarztversorgung steht vor dem Umbruch. W&auml;hrend auf dem Land der Nachwuchs knapp wird, dr&auml;ngen Finanzinvestoren auf den Markt.<br>\nF&uuml;r Wolfgang E&szlig;er stellt sich nicht weniger als die Systemfrage. &bdquo;Wir stehen an einem Scheideweg&ldquo;, sagt der Chef der Kassenzahn&auml;rztlichen Bundesvereinigung (KZBV). Entweder die &auml;rztliche Versorgung werde &bdquo;an renditeorientierte Gro&szlig;- und Finanzinvestoren&ldquo; verkauft, oder die &bdquo;wohnartnahe und qualitativ hochwertige Versorgung durch freiberuflich t&auml;tige &Auml;rzte und Zahn&auml;rzte&ldquo; bleibe erhalten. &bdquo;Beides ist nicht miteinander vereinbar.&ldquo;<br>\nMit gro&szlig;em Unbehagen verfolgen E&szlig;er und die KZBV einen Trend, der den rund 26 Milliarden Euro schweren deutschen Dentalmarkt erfasst. Finanzstarke Investoren kaufen reihenweise Praxen auf und gr&uuml;nden sogenannte Zahnmedizinische Versorgungszentren (ZMVZ). Zugleich zeichnen sich vor allem im l&auml;ndlichen Raum Engp&auml;sse bei der zahnmedizinischen Versorgung ab.<br>\nF&uuml;r E&szlig;er ist die Sache klar: Er macht die Investoren mit ihrer Kettenbildung daf&uuml;r verantwortlich. Die Investorengruppen halten dagegen, dass ihre Praxen die fl&auml;chendeckende Versorgung in Zukunft erst sichern w&uuml;rden. Schon heute w&uuml;rden viele niedergelassene Zahn&auml;rzte niemanden finden, der ihre Praxis nach dem Ruhestand &uuml;bernimmt.<br>\n&bdquo;Fakt ist, dass die Kollegen im l&auml;ndlichen Raum in allen Bundesl&auml;ndern heute sagen, dass ihre Praxen nicht mehr verk&auml;uflich sind&ldquo;, sagt auch E&szlig;er. Gerade in den ostdeutschen Bundesl&auml;ndern gebe es besonders viele Zahn&auml;rzte im Alter von &uuml;ber 50 Jahren, bundesweit seien dies insgesamt knapp 50 Prozent aller Zahn&auml;rzte. Diese Generation geht nach und nach in Rente.<br>\nEigentlich, meint der KZBV-Chef, w&auml;re das kein Problem, da ausreichend junge Zahnmediziner ausgebildet w&uuml;rden. Die im st&auml;dtischen Raum konzentrierten Gro&szlig;praxen der Investoren w&uuml;rden aber wie ein Staubsauger den Nachwuchs aus der Fl&auml;che abziehen.<br>\nBis 2015 mussten medizinische Versorgungszentren in Deutschland fach&uuml;bergreifend gef&uuml;hrt werden, dann erm&ouml;glichte eine Gesetzes&auml;nderung arztgruppengleiche Gro&szlig;praxen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/medizinische-versorgung-dem-land-droht-ein-zahnaerztemangel\/22902270.html?ticket=ST-3499853-gcTIiSvOQYhcqUOXEydL-ap3\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Der Kampf gegen die Finanzindustrie sollte sicher ganz weit oben auf der Agenda einer progressiven  linken Politik stehen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Hartz-IV hei&szlig;t in Italien jetzt Grundeinkommen<\/strong><br>\nDas Gegen-Projekt &ldquo;decreto dignit&agrave;&rdquo; der neuen Regierung ist allerdings so verw&auml;ssert, dass die Kapitalfraktionen und auch die EU-Gremien nicht mehr wirklich beunruhigt sind. Die Italienkorrespondentin der Wochenzeitung Jungle World Catrin Dingler fasst Propaganda und Realit&auml;t dieses Sozialgesetzes so zusammen:<br>\nDi Maio hatte in seiner Funktion als Arbeits- und Sozialminister mit seinem &ldquo;decreto dignit&agrave;&rdquo; (Dekret der W&uuml;rde), das vorige Woche von der Abgeordnetenkammer verabschiedet wurde, k&auml;mpferisch ein &ldquo;Waterloo f&uuml;r die Prekarisierung&rdquo; angek&uuml;ndigt und mit gro&szlig;er Emphase die Rettung der &ldquo;W&uuml;rde&rdquo; aller prek&auml;r Besch&auml;ftigen versprochen.<br>\nTats&auml;chlich werden die bestehenden M&ouml;glichkeiten zur befristeten Besch&auml;ftigung nur unwesentlich eingeschr&auml;nkt, auf Druck der Lega f&uuml;r die Bereiche Tourismus und Landwirtschaft sogar ausgeweitet. Auch auf die im Wahlkampf versprochene Wiedereinf&uuml;hrung des K&uuml;ndigungsschutzes hat der M5S im Interesse des Koalitionspartners verzichtet, Unternehmen sollen zuk&uuml;nftig f&uuml;r ungerechtfertigte Entlassungen nur eine unwesentlich erh&ouml;hte Abfindung bezahlen.<br>\nSchon der Begriff &ldquo;Dekret der W&uuml;rde&rdquo; zeigt an, dass es bei dem Gesetzentwurf eher um Ideologie als um reale Verbesserungen geht. Der Begriff der W&uuml;rde hat mittlerweile in vielen Bewegungen Konjunktur und ist oft ein reines Surrogat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Hartz-IV-heisst-in-Italien-jetzt-Grundeinkommen-4134045.html?seite=all\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Eine Unterschicht unterhalb aller Unterschichten<\/strong><br>\nDenn zwischen den Menschen, die es als B&uuml;rger fremder Staaten respektiert, und den Fl&uuml;chtlingen, die es nunmehr rigoros abweist und also ihrem Schicksal &uuml;berl&auml;sst, wie grausam das auch immer ausfallen mag, ist eine dritte Gruppe von Migranten entstanden: Die &ldquo;irregolari&rdquo; (&ldquo;Irregul&auml;ren&rdquo;). Sie leben in Italien, und das oft schon seit vielen Jahren. Fast alle arbeiten. Aber sie sind Gesetzlose, nicht im Sinn des amerikanischen &ldquo;Outlaws&rdquo; &ndash; denn ein solcher hat die Gesetzlosigkeit selbst gew&auml;hlt -, sondern in einer negativen Bedeutung, insofern sie n&auml;mlich zu einem Leben au&szlig;erhalb der staatlichen Ordnung gezwungen sind. Der elementare Schutz von Person und Eigentum, den ein moderner Staat seinen B&uuml;rgern gew&auml;hrt, bleibt ihnen vorenthalten. Die Nachteile, die in einem Dasein als Rechtssubjekt liegen, was etwa hei&szlig;t, Gegenstand der Strafverfolgung werden zu k&ouml;nnen, d&uuml;rfen sie hingegen in vollem Umfang genie&szlig;en.<br>\nDas wirtschaftliche System, in dem diese Migranten leben, tr&auml;gt auf Italienisch den Namen &ldquo;caporalato&rdquo;: Vermittlung von Schwarzarbeitern. Seine Agenten sind die &ldquo;caporali&rdquo; (&ldquo;Korporale&rdquo;), selbst oft ehemalige Fl&uuml;chtlinge. In den fr&uuml;hen Morgenstunden fahren sie zu einem Ort, an dem sich die &ldquo;irregolari&rdquo; versammelt haben, laden so viele Arbeiter ein, wie in den Kleinbus hineinpassen, und bringen diese auf ein Feld, wie zuvor mit einem Arbeitgeber (oft Genossenschaften eher fiktiven Charakters, die nur lose an das Arbeitsrecht gebunden sind) vereinbart. F&uuml;r diesen Dienst kassieren sie eine Vermittlungsgeb&uuml;hr sowie von jedem der Arbeiter eine Transportkostenpauschale. Ein Arbeitstag bringt zwanzig bis drei&szlig;ig Euro (manchmal gibt es auch weniger) und dauert bis zu zw&ouml;lf Stunden, was insgesamt auf weniger als die H&auml;lfte der Summe hinauslaufen d&uuml;rfte, die ein Landwirt einem legal eingestellten, ungelernten Arbeiter mindestens zu zahlen h&auml;tte (874,60 Euro pro Monat).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/illegale-arbeiter-in-italien-eine-unterschicht-unterhalb-aller-unterschichten-1.4086096\">SZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Fachkr&auml;ftemangel in der Pflege? Gute Bezahlung hilft!<\/strong><br>\nDie Koalition will, dass in der Pflege fl&auml;chendeckend nach Tarif bezahlt wird &ndash; doch die Arbeitgeber lehnen eine politische Regelung ab. &ldquo;Offensichtlich f&uuml;rchtet man, eine faire Bezahlung der Pflegekr&auml;fte k&ouml;nne die Rendite der privaten Pflegekonzerne schm&auml;lern&rdquo;, kritisiert DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach.<br>\nIn der Pflege fehlen Fachkr&auml;fte. Um den Beruf attraktiver zu machen will die Bundesregierung durchsetzen, dass in der Branche mehr Tarifvertr&auml;ge gelten. Der Arbeitgeberverband, der nach eigenen Angaben die umsatzst&auml;rksten privaten Altenpflege-Unternehmen vertritt, warnt vor Kostensteigerungen, die dadurch entstehen.<br>\nDazu sagt Annelie Buntenbach, Vorstandsmitglied des DGB: &ldquo;Es ist befremdlich, dass der Arbeitgeberverband Pflege fordert, die Politik m&ouml;ge sich doch bitte aus der Bezahlung der Pflegekr&auml;fte raushalten. W&auml;hrend bei kommunalen und kirchlichen Tr&auml;gern zu 90 Prozent tariflich bezahlt wird, gibt es bei den privaten Anbietern station&auml;rer Pflege &ndash; immerhin 40 Prozent &ndash; keine mit den Arbeitnehmern vereinbarte Regelung f&uuml;r eine ad&auml;quate Bezahlung.<br>\nWer nicht bereit ist, mit Gewerkschaften zu verhandeln, darf sich &uuml;ber eine politische L&ouml;sung des Problems &lsquo;Fachkr&auml;ftemangel in der Altenpflege&rsquo; weder wundern noch beklagen. Offensichtlich f&uuml;rchtet man, eine faire Bezahlung der Pflegekr&auml;fte k&ouml;nne die Renditen der privaten Pflegekonzerne schm&auml;lern.<br>\nDoch umgekehrt wird ein Schuh daraus: Nur wenn die physisch und psychisch hoch anspruchsvolle Arbeit in den Pflegeheimen entsprechend bezahlt wird, stehen k&uuml;nftig ausreichend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Verf&uuml;gung, die diese wertvolle Arbeit &uuml;bernehmen wollen. Deshalb  ist der von der Bundesregierung eingeschlagene Weg richtig, eine fl&auml;chendeckende tarifliche Bezahlung in der Altenpflege anzustreben.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++9d6fb19c-9c8c-11e8-aa82-52540088cada\">DGB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Fliegen ist nur so billig, weil andere die Kosten tragen<\/strong><br>\nAm Streik bei Ryanair sind die Passagiere auch selbst schuld: Sie genie&szlig;en die billigen Tickets und machen sich um die Ausbeutung von Mensch und Umwelt keine Gedanken.<br>\nKlar nervt das, wenn schon der p&uuml;nktliche Start in den Urlaub nicht klappt. Weil heute der Flug gestrichen wurde, sich am Flughafen die Massen knubbeln und keiner einem sagt, wann das n&auml;chste Flugzeug startet. Aber mal ganz ehrlich: Sind wir an diesem Schlamassel nicht auch selbst mit schuld?<br>\nWenn an diesem Freitag die Piloten von Ryanair streiken und viele Menschen nicht wie geplant abfliegen k&ouml;nnen, hat das auch etwas mit unserem Kaufverhalten zu tun. Mit einer Geiz-ist-geil-Mentalit&auml;t, die sich einen Dreck um die Folgen dieses Konsumverhaltens schert. Mit Passagieren, denen egal ist, f&uuml;r welche L&ouml;hne die Leute arbeiten, die sie durch die Luft fliegen, die ihnen das eingeschwei&szlig;te Sandwich verkaufen oder zwischen Start und Landung noch schnell mal ein Parfum andrehen m&uuml;ssen. Und denen noch egaler ist, welche Wirkung das viele Fliegen auf die Umwelt hat.<br>\nDeutsche w&uuml;rden f&uuml;r ein billiges Ticket &uuml;ber Scherben kriechen, soll der Ryanair-Chef Michael O&rsquo;Leary mal gesagt haben. An dem Satz stimmt wahrscheinlich nur eines nicht: Billigfliegen ist kein deutsches Ph&auml;nomen. L&auml;ngst ist &uuml;berall in Europa eine Generation herangewachsen, die nicht mehr wei&szlig;, dass Fliegen f&uuml;r sie nur so billig ist, weil andere die Kosten tragen. Und deren Eltern das vergessen und verdr&auml;ngt haben. All die werden jetzt durch die Streiks daran erinnert: Hey, wir sind auch da und wir wollen anst&auml;ndig bezahlt werden. Denn genau darum geht es den Ryanair-Piloten: um bessere Geh&auml;lter und mehr soziale Sicherheit &ndash; und das zu Recht. Leute, die einen sicher in die Luft und wieder runter bringen, sollten daf&uuml;r anst&auml;ndig bezahlt werden. Sowohl Pilotinnen als auch Flugbegleiter.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2018-08\/pilotenstreik-ryanair-billigflieger-klimawandel-kosten\">Zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Griechenland und die Krise &ndash; Wenn Du Dein Haus verlierst<\/strong><br>\nMieten werden nicht bezahlt, Kredite nicht bedient &ndash; viele Griechen haben nach Jahren des harten Sparkurses Probleme, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Die Folge: Immer mehr H&auml;user werden zwangsversteigert und die Bewohner landen auf der Stra&szlig;e.<br>\nNoch vor wenigen Monaten h&auml;tten Dimitris, Georgia und ihre Mitstreiter die Zwangsversteigerung gest&uuml;rmt oder den Eingang zum Amtsgericht blockiert. Tats&auml;chlich waren solche Proteste landesweit erfolgreich und bewirkten, dass die Notare sich eine Zeit lang weigerten, Versteigerungen &uuml;berhaupt durchzuf&uuml;hren.<br>\nDie Notare gingen erst wieder an die Arbeit, als die Regierung auf ein Online-Verfahren umstellte und Polizisten vor den Notar-B&uuml;ros postierte. Dort protestieren sie noch manchmal, erz&auml;hlt Georgia. Denn der Kampf gegen die Sparauflagen sei mit dem Ende des Reformprogramms noch nicht vorbei. Aber wegen der vielen Polizisten k&auml;men immer weniger Teilnehmer. Dass die Zwangsversteigerungen nun online stattfinden, beschleunige das Ganze.<br>\n&ldquo;Jetzt geht alles viel schneller: Fr&uuml;her, als die Zwangsversteigerungen noch am Amtsgericht stattfanden, kamen vielleicht eine oder zwei Immobilien am Tag unter den Hammer. Jetzt k&ouml;nnen per Tastendruck 50 oder 100 Versteigerungen gleichzeitig durchgef&uuml;hrt werden.&rdquo;<br>\nKein Wunder, dass die Geldgeber diejenigen waren, die die Umstellung auf das Online-Verfahren gefordert haben, erz&auml;hlt der 55-j&auml;hrige Gymnasiallehrer Nikos. Er selbst habe zwar keine Eigentumswohnung, doch er f&uuml;hlt mit den Betroffenen mit, sagt er. Mit seinen 800 Euro Monatsgehalt habe er selber oft Schwierigkeiten, die Miete zu bezahlen. Er k&ouml;nne jederzeit auf der Stra&szlig;e landen &ndash; auch ohne Kredit:<br>\n&ldquo;Die Gesellschaft befindet sich im Ausnahmezustand. Wir sehen Leute, die im Athener Stadtzentrum auf den Parkb&auml;nken und vor den Hauseing&auml;ngen schlafen und im Abfall nach Essen suchen. In Griechenland ist das ein neues Ph&auml;nomen. Und doch ist es mittlerweile normal geworden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/griechenland-und-die-krise-1-5-wenn-du-dein-haus-verlierst.795.de.html?dram:article_id=425131\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Korrektur einer soziologischen Fehldiagnose<\/strong><br>\nNachdem realit&auml;tsferne Sozialwissenschaftler mit Sitz in der Schweiz vergeblich versucht hatten, den Nachweis daf&uuml;r zu erbringen, dass sich die Lebensverh&auml;ltnisse in Ost und West qualitativ angeglichen h&auml;tten (Bl&auml;ttchen Nr. 12\/2018), legte jetzt die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit Zahlen vor, die eine andere Sprache sprechen. Im Unterschied zum Befund der Schweizer Soziologen, der unterstellt, dass man nicht so viel rechnen d&uuml;rfe, sondern vom subjektiven Befinden der Menschen ausgehen m&uuml;sse, st&uuml;tzt sich die jetzige Analyse auf offizielle Daten zur Einkommens- und Verm&ouml;genssituation in Ost- und Westdeutschland. Danach differieren die Verdienste der Arbeitnehmer auch im 28. Jahr der deutschen Einheit regional immer noch sehr stark und liegen die L&ouml;hne und Geh&auml;lter im Osten &bdquo;klar unter dem Niveau&ldquo; der L&ouml;hne und Geh&auml;lter im Westen. So lag der mittlere Bruttoverdienst von sozialversicherungspflichtig Vollzeitbesch&auml;ftigten 2017 im Westen bei 3339 Euro, im Osten aber nur bei 2600 Euro im Monat. Das Ostniveau betr&auml;gt danach derzeit 77,9 Prozent des Westniveaus. Die tats&auml;chlichen Einkommen differieren noch weit st&auml;rker, da im Osten ein gr&ouml;&szlig;erer Anteil der Arbeitnehmer prek&auml;r besch&auml;ftigt und der Anteil der besser verdienenden Selbstst&auml;ndigen und Beamten geringer ist als im Westen. Von einer Angleichung der Lebensverh&auml;ltnisse kann also, sofern auf die Einkommensentwicklung rekurriert wird, &uuml;berhaupt keine Rede sein. (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/das-blaettchen.de\/2018\/08\/korrektur-einer-soziologischen-fehldiagnose-45258.html\">Das Bl&auml;ttchen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Neue Sanktionen gegen Russland<\/strong><br>\nDie Sanktionspolitik der USA gegen Russland, die nach dem Regierungswechsel in Washington sogar noch forciert wurde, sch&auml;digt die westeurop&auml;ischen Staaten, insbesondere Deutschland, in erheblichem Ma&szlig;e. Es geht aber nicht nur gegen Russland, auch L&auml;nder wie Syrien, Iran oder Venezuela werden seit Langem mit dem Ziel eines &bdquo;Regime-Change&ldquo; derart sanktioniert und stranguliert, dass ihre Wirtschaft vor dem Kollaps steht und gro&szlig;e Teile der Bev&ouml;lkerung unterversorgt sind.<br>\nNachdem weitere Sanktionen unter dem Vorwand des dubiosen Giftanschlags auf den britisch-russischen Doppelagenten Skripal gegen Russland beschlossen worden sind, hat der Vorsitzende des Au&szlig;enausschusses im F&ouml;derationsrat, Konstantin Kossatschow, den USA vorgehalten, sie f&uuml;hrten sich wie ein Polizeistaat auf. Der Beschuldigte werde bedroht und gefoltert und schlie&szlig;lich &bdquo;wie in den schlimmsten Traditionen der Lynchjustiz&ldquo; bestraft. Offenbar handelt es sich diesmal um einen Versuch der Kriegstreiber, die Ann&auml;herung Trumps an Moskau zu verhindern. Es zeigt zudem, dass der US-Pr&auml;sident nur beschr&auml;nkt handlungsf&auml;hig ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kenfm.de\/die-transatlantische-solidaritaet-und-ihre-folgen\/\">Wolfgang Bittner auf KenFM<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>So mordete die Wehrmacht im &ldquo;Rassekrieg&rdquo; mit<\/strong><br>\nZwei M&auml;nner, wie sie unterschiedlicher nicht sein k&ouml;nnten, blicken in die Kamera. Einer mit Schirmm&uuml;tze, Schal und verschmutzter Jacke bekleidet, auf deren rechter Seite ein Stern aufgen&auml;ht ist, der ihn als Juden brandmarkt.<br>\nSchr&auml;g hinter ihm in einiger Entfernung ein anderer im wei&szlig;en Hemd und Krawatte, die Haare streng zur Seite gescheitelt: Hans Biebow, Leiter der Verwaltung des Ghettos Litzmannstadt, wie die deutschen Besatzer das polnische &#321;&oacute;d&#378; nannten. &hellip;<br>\nIm Ghetto &#321;&oacute;d&#378; hatte der &ldquo;Juden&auml;lteste&rdquo; Chaim Rumkowski versucht, das &Uuml;berleben der verfolgten Juden durch unentbehrliche Arbeitsdienste, etwa f&uuml;r die Wehrmacht, zumindest so lange zu sichern, bis das Ghetto durch die schnell vorr&uuml;ckende Rote Armee befreit werden w&uuml;rde. Doch er rechnete nicht mit der Entschlossenheit der Deutschen, gerade angesichts der drohenden milit&auml;rischen Niederlage den Judenmord voranzutreiben und sogar auszuweiten.<br>\nIm August 1944 wurde das &#321;&oacute;d&#378;er Ghetto liquidiert und seine Insassen, unter ihnen auch Rumkowski, nach Auschwitz deportiert.<br>\nIn den Jahren zuvor hatten gerade die &ldquo;erfolgreichen Feldz&uuml;ge&rdquo; der Wehrmacht im Westen wie im Osten, im Norden wie im S&uuml;den Europas, Millionen von der nationalsozialistischen Ideologie als Juden definierte Menschen unter die Herrschaft der Deutschen gebracht und aus deren Sicht eine physische &ldquo;Endl&ouml;sung der Judenfrage&rdquo; &uuml;berhaupt notwendig gemacht.<br>\nAuch wenn alle zivilisatorischen Schranken erst mit dem &ldquo;Unternehmen Barbarossa&rdquo; fielen, als der Krieg zum &ldquo;rassenideologischen Vernichtungskrieg&rdquo; eskalierte, so Kundrus, setzte die Entrechtung und Vertreibung der Juden unter deutscher Besatzung bereits unmittelbar nach Beginn des Krieges in Polen im September 1939 ein.<br>\nDie Wehrmacht fungierte dabei als &ldquo;Teil der Vernichtungspolitik&rdquo;, wie Kundrus unterstreicht. Anfangs noch in einer Beobachterrolle schufen die deutschen Soldaten mit ihren Eroberungen die Voraussetzungen f&uuml;r die Judenverfolgung, sp&auml;ter lie&szlig;en sich viele &ldquo;aktiv&rdquo; in das Mordgeschehen einbinden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/holocaust-so-mordete-die-wehrmacht-im-rassekrieg-mit-1.4081973\">SZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>TPP, TTIP und TISA sind &laquo;politische Vertr&auml;ge, die unser demokratisches System abschaffen sollen&raquo;<\/strong><br>\nZeit-Fragen: Welche Bedeutung haben die Freihandelsvertr&auml;ge wie TPP, TTIP oder TiSA f&uuml;r das Zusammenleben der V&ouml;lker, besonders unter v&ouml;lkerrechtlichen Aspekten?<br>\nProf. Dr. Alfred de Zayas: Es gibt eine &laquo;gewisse Mythologie des Marktes&raquo;. Diese wird von Joseph Stiglitz, dem Nobelpreistr&auml;ger f&uuml;r &Ouml;konomie, als Marktfundamentalismus bezeichnet, als ein Kult um den Markt. Es ist beinahe eine religi&ouml;se Angelegenheit, wobei die Menschen schw&ouml;ren, dass der Freihandel das Wohl sowie Fortschritt und Entwicklung der gesamten Menschheit bewirken w&uuml;rde. Empirisch nachgewiesen hat das bis jetzt noch niemand, denn da sind Beispiele von Fortschritten, aber auch R&uuml;ckschl&auml;gen, Finanzkrisen und Arbeitslosigkeit. Ausserdem kann man &laquo;Fortschritt&raquo; nicht nur in Geld messen &ndash; sondern in Zufriedenheit und Frieden und sozialer Gerechtigkeit. Diese Handels- und Investment-Vertr&auml;ge gehen zur&uuml;ck vor allem auf die Zeit nach dem Ende des Kalten Krieges. Die meisten bilateralen Vertr&auml;ge f&uuml;r Investitionen (BIT), wovon es &uuml;ber 3000 gibt, wurden seinerzeit mit viel Enthusiasmus angenommen, weil die Staaten sich etwas davon versprachen. Sie haben allerdings nicht bemerkt, dass in diesen Vertr&auml;gen verschiedene Trojanische Pferde versteckt waren. (&hellip;)<br>\nDas ist absurd. Was ist zu tun?<br>\nIch habe zwei Hauptanliegen. Es muss erkannt werden, dass die Uno-Charta weltweit anerkannte Massst&auml;be festsetzt. Die Uno-Charta garantiert die Souver&auml;nit&auml;t des Staates. Die Uno ist &uuml;berhaupt auf der Basis der Souver&auml;nit&auml;t von Staaten aufgebaut worden. Die Einmischung in die inneren Angelegenheiten von Staaten, das heisst, die M&ouml;glichkeit des Staates &uuml;ber die H&ouml;he und den Gebrauch der Steuern zu bestimmen und zu entscheiden, sind ontologische oder wesentliche Aufgaben des Staates. Diese Dinge werden in Artikel 1 und 2 der Uno-Charta festgeschrieben. Artikel 55 und 56 schreiben die Menschenrechte fest. Wenn ein Vertrag diese Artikel verletzt oder dieser inkompatibel mit diesen ist, hat die Charta den h&ouml;heren Rang. Man sagt auf Englisch, &laquo;it trumps&raquo; (sticht) alle anderen Vertr&auml;ge. Im Artikel 103 der Uno-Charta steht geschrieben, wenn es einen Konflikt zwischen der Uno-Charta oder irgendeinem Vertragswerk gibt, muss die Uno-Charta angewendet werden und nicht der Vertrag. Das muss gerichtlich festgehalten werden.<br>\nWas heisst das jetzt konkret f&uuml;r diese unlauteren Vertr&auml;ge, die gegen die guten Sitten, Treu und Glauben, das demokratische Prinzip und damit gegen das Gemeinwohl sowie die Menschenrechte verstossen?<br>\nDie L&ouml;sung liegt im Internationalen Gerichtshof. Die Staaten, die in der Generalversammlung sitzen, m&uuml;ssen vom internationalen Gerichtshof in Den Haag verlangen, dass ein Gutachten erstellt wird, das genau das erkennt und dann deutlich den Staaten sagt, dass sie keine Vertr&auml;ge eingehen k&ouml;nnen, die gegen die Uno-Charta verstossen. Alle diese bilateralen und multilateralen Handelsvertr&auml;ge, TTP, TTIP usw. sowie die 3000 bilateralen Vertr&auml;ge, die schon existieren, m&uuml;ssen fallen, beziehungsweise jene Teile, die gegen die Charta verstossen, m&uuml;ssen abgeschnitten werden (Prinzip der Severability). Aber das muss initiiert werden. Der Internationale Gerichtshof wird nicht motu proprio aktiv, er beginnt keinen Prozess von sich aus. Jemand muss die Initiative ergreifen und die Dinge dem internationalen Gerichtshof vorgelegen.<br>\nWer k&ouml;nnte das tun?<br>\nDie Uno-Generalversammlung nach Art. 96 der Charta, aber nicht ausschliesslich. Es gibt noch andere Gremien, die genau dieselbe M&ouml;glichkeit haben wie zum Beispiel die Internationale Arbeitsorganisation, die ILO, die Weltgesundheitsorganisation, die WHO, das Kinderhilfswerk, die Unicef, die Ern&auml;hrungs- und Landwirtschaftsorganisation der Uno, die FAO, und weitere. Alle diejenigen, die die Konsequenzen schon heute erkennen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit-fragen.ch\/index.php?id=2184\">Zeit-Fragen<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Obwohl das Interview mit dem V&ouml;lkerrechtler Alfred de Zayas einige Jahre alt ist, hat es an Aktualit&auml;t kaum verloren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>J&uuml;nger der Torheit<\/strong><br>\nDie &raquo;Alternative f&uuml;r Deutschland&laquo; hat sich eine Stiftung gegeben und sie nach dem Renaissance-Humanisten Erasmus von Rotterdam benannt. Mit den dabei zu erwartenden Staatsgeldern will sie ihren gesellschaftlichen Einfluss ausdehnen.<br>\n&raquo;Mobilmachung &ndash; Waldgang &ndash; Weltstaat. Ernst J&uuml;ngers politische Philosophie&laquo;. Unter diesem Titel fand am 6. Juni 2018 eine Veranstaltung in den R&auml;umen des Bundestages in der Wilhelmstra&szlig;e 60 statt, zu der die AfD-Bundestagsabgeordneten Udo Hemmelgarn und Harald Weyel eingeladen hatten. Als Referent war Erik Lehnert angek&uuml;ndigt worden, seines Zeichens Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des &raquo;Instituts f&uuml;r Staatspolitik&laquo; (IfS) und gleichzeitig wissenschaftlicher Mitarbeiter eben jenes Harald Weyel. Veranstalter war jedoch nicht die AfD-Bundestagsfraktion, sondern die Desiderius-Erasmus-Stiftung (DES).<br>\nMit einem Vortrag in den gesch&uuml;tzten R&auml;umen des Bundestages, dessen Besuch nur nach vorheriger pers&ouml;nlicher Anmeldung m&ouml;glich war, zeigte die DES Flagge &ndash; noch vor der Entscheidung des AfD-Parteitages in Augsburg Ende Juni &uuml;ber die Anerkennung als parteinahe Stiftung. Ernst J&uuml;nger als intellektueller Bezugspunkt einer nationalistischen Rechten, das IfS als Stichwortgeber der v&ouml;lkischen Rechten innerhalb der AfD und die R&auml;ume des Bundestages als repr&auml;sentative B&uuml;hne &ndash; im kleinen setzte die DES damit einen Teil der Ziele um, die sie sich selbst gesteckt hat, um der AfD zu noch breiterer Au&szlig;enwirkung, intellektueller Ausstrahlung und Reputation im konservativen Umfeld zu verhelfen.<br>\nDabei war der Weg bis zur Anerkennung durch die Partei nicht einfach, zahlreiche H&uuml;rden waren zu &uuml;berwinden. Politisches Misstrauen, Fl&uuml;gelk&auml;mpfe, die prinzipielle Ablehnung des &raquo;Parteienstaates&laquo; &ndash; gegen all diese Widerst&auml;nde hat sich die seit M&auml;rz 2018 amtierende Stiftungsvorsitzende Erika Steinbach schlussendlich durchgesetzt. Schlie&szlig;lich wei&szlig; die ehemalige Pr&auml;sidentin des &raquo;Bundes der Vertriebenen&laquo; (BdV) wie man mit Lobbyarbeit, dem Aufbau konservativer Netzwerke und taktischem Geschick jenseits von direkter Parteiarbeit mit geschichtsrevisionistischen und reaktion&auml;ren Positionen Terrain gewinnen kann. Ging es Steinbach mit dem BdV &raquo;nur&laquo; um die geschichtspolitische Etablierung eines deutschen Opfermythos, mit dem auch Deutschland und die Deutschen auf die Seite der &raquo;Opfer des Nationalsozialismus&laquo; ger&uuml;ckt werden sollten, so sollen mit der DES die politischen Koordinaten der Bundesrepublik nach rechts verschoben, letztlich geht es um eine andere Republik.<br>\nDie Stiftung ist in den Augen ihrer Bef&uuml;rworter innerhalb der AfD ein wichtiger Baustein im Kampf um diese Neuausrichtung. Mit ihr soll der Aktionsradius der Partei weit &uuml;ber den engen Kreis der Anh&auml;ngerinnen und Anh&auml;nger vergr&ouml;&szlig;ert werden. Und es geht um viel Geld, denn eine parteinahe Stiftung der AfD kann perspektivisch auf finanzielle Unterst&uuml;tzung in H&ouml;he von mehr als 50 Millionen Euro j&auml;hrlich setzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/337816.afd-j%C3%BCnger-der-torheit.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Wir brauchen eine gro&szlig;e Sozialstaatsreform<\/strong><br>\nDie nordrhein-westf&auml;lische SPD arbeitet laut einem Zeitungsbericht an der Abschaffung des Hartz-IV-Systems. Nach dem Willen von Fraktionschef Kutschaty soll dazu eine umfangreiche Sozialstaatsreform auf den Weg gebracht werden.<br>\n&ldquo;Wir brauchen eine gro&szlig;e Sozialstaatsreform, die dann auch nicht mehr den Namen eines verurteilten VW-Managers tragen darf. Ich w&uuml;nsche mir, dass aus der nordrhein-westf&auml;lischen SPD heraus daf&uuml;r ein Modell entwickelt wird, das soziale Sicherheit und Leistungsgerechtigkeit endlich wieder in Einklang bringt&rdquo;, sagte Landtagsfraktionschef Thomas Kutschaty der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung<br>\nDie Partei m&uuml;sse sich ehrlich machen, forderte Kutschaty: &ldquo;Die SPD kann bis heute nicht erkl&auml;ren, warum der 49-j&auml;hrige Facharbeiter nach einem Jahr Arbeitslosigkeit genauso behandelt wird wie der 25-J&auml;hrige, der noch keinen Tag in seinem Leben gearbeitet hat. Das hat das Gerechtigkeitsempfinden unserer Anh&auml;nger tief verletzt.&rdquo;<br>\nKutschaty, der im April gegen den Widerstand einflussreicher SPD-Gr&ouml;&szlig;en in NRW zum Landtagsfraktionschef gew&auml;hlt wurde, hatte schon beim Landesparteitag Ende Juni dazu aufgerufen, mit der Politik von Ex-Kanzler Gerhard Schr&ouml;der zu brechen und dessen damalige Arbeitsmarkt-Reformen zu widerrufen. Angesichts der dramatischen Umfrage-Misere der SPD gilt die sozialpolitische Kehrtwende als Versuch, abgewanderte Stammw&auml;hler gerade im Ruhrgebiet zur&uuml;ckzugewinnen. SPD-Vizekanzler Olaf Scholz hatte sich dagegen mehrfach gegen die Abschaffung von Hartz IV ausgesprochen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/politik\/deutschland\/thomas-kutschaty-nrw-spd-arbeitet-offenbar-an-abschaffung-von-hartz-iv_aid-24339193\">Rheinische Post<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wenn das keine Fake-News sind, dann muss man sagen: Diese Einsicht kommt zu sp&auml;t, sie wird die SPD nicht mehr retten und in der, fest dem neoliberalen Dogma verfallenen, F&uuml;hrungsriege der SPD sowieso auf taube Ohren sto&szlig;en.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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