{"id":4546,"date":"2010-02-22T09:01:17","date_gmt":"2010-02-22T08:01:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4546"},"modified":"2010-02-22T09:03:47","modified_gmt":"2010-02-22T08:03:47","slug":"hinweise-des-tages-1083","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4546","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute zu folgenden Themen: EU will Sparer sch&uuml;tzen; Euro im Visier der Spekulanten; &Auml;rger mit Bankenboni; Reallohnverlust und Sozialversicherungen; DGB erh&ouml;ht gesetzlichen Mindestlohn; Ende der Privatisierung kommunaler Unternehmen; Deutsche Bank k&auml;mpft mit US-Hausbesitzern; Steuers&uuml;nder retten sich vor Strafe; Geldw&auml;sche in Deutschland; Schulden; die Folgen von billig um jeden Preis; die Westerwelle; Brender redet von &bdquo;Spitzelsystem&ldquo;; Eliten wollen unter sich bleiben; Tipps. (KR\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">EU will Sparer besser sch&uuml;tzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Euro im Visier der Spekulanten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Der &Auml;rger mit den Bankenboni<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Hausgemachtes Defizit: Reallohnverlust und die Misere der Sozialversicherungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">DGB will gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Ende der Privatisierung kommunaler Unternehmen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Wie die Deutsche Bank mit US-Hausbesitzern k&auml;mpft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Verbrechen ohne Strafe: Steuers&uuml;nder retten sich mit Selbstanzeige<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">OECD-Bericht zur Geldw&auml;sche: Miese Noten f&uuml;r Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Schulden, Schulden, Schulden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Einkaufsmethoden des Staates: Billig um jeden Preis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">IG-Bau-Chef: Unser Handwerk wurde kaputtgemacht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Die Westerwelle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Altersvorsorge auch bei knapper Kasse m&ouml;glich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Brender prangert &laquo;Spitzelsystem&raquo; bei &Ouml;ffentlich-Rechtlichen an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Der besondere Dokumentarfilm-Tip: PLASTIC PLANET<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Kampf um Schulreform: Eliten wollen unter sich bleiben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Freiwilligenarbeit: Probleme und Tugenden in Amerika<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Fernsehtipp: Neues aus der Anstalt &ndash; Preisgekr&ouml;ntes Kabarett<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4546&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>EU will Sparer besser sch&uuml;tzen<\/strong><br>\nDanach drohen den Banken drastische Mehrbelastungen. Sie m&uuml;ssten im Durchschnitt zwei Prozent der von Sparern deponierten Einlagen f&uuml;r den Notfall zur&uuml;cklegen. Nach zehn Jahren k&ouml;nnte ein Betrag von 128 Milliarden Euro auflaufen. Derzeit zahlen die deutschen Banken j&auml;hrlich nur 0,06 Prozent der Kundengelder in den Einlagenfonds des Bundesverbandes deutscher Banken. Die Erfahrungen der aktuellen Krise legen eine Reform der Einlagensicherung nahe. Die Kommission h&auml;lt sie mit derzeit europaweit 23 Milliarden Euro f&uuml;r v&ouml;llig unterfinanziert. Die Pl&auml;ne l&ouml;sen bei den Banken Bef&uuml;rchtungen vor einer Kostenexplosion aus. Finanzinstitute in Europa d&uuml;rften nicht mit &uuml;berm&auml;&szlig;igen Beitr&auml;gen zu Sicherungssystemen belastet werden, sagte Gerhard Hofmann, Vorstand des Bundesverbands der Volks- und Raiffeisenbanken, zu Reuters. Das beeintr&auml;chtige deren Wettbewerbsf&auml;higkeit mit den US-Banken. &Auml;hnliche Warnungen kamen auch aus dem Umfeld von Privatbanken: &ldquo;Die EU-Kommission muss aufpassen, dass sie nicht &uuml;berdreht&rdquo;, mahnte ein Banker.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2330396&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Was n&uuml;tzt ein besser ausgestatteter Sicherungsfonds, wenn sogenannte systemische Banken betroffen sind, die allein durch ihre Gr&ouml;&szlig;e nicht nur die Finanzm&auml;rkte, sondern ganze Volkswirtschaften in Mitleidenschaft ziehen? Die Debatte um die Schrumpfung des Finanzsektors bzw. einzelner Banken ist in der Versenkung verschwunden, von der Regulierung oder gar dem Verbot hochriskanter Finanzprodukte ist auch nicht mehr die Rede. Aber die Banken d&uuml;rfen von internationaler Wettbewerbsf&auml;higkeit faseln. Dabei gibt es nur einen Bereich, der international z&auml;hlt: die Zockerei. Und wenn nur international abgestimmte Standards sinnvoll sind, dann lasst uns doch das Ma&szlig;nahmenpacket von Barack Obama &uuml;bernehmen. Besser als gar nichts. &ndash; Obama lehrt uns &uuml;brigens noch etwas anderes: Jeder gr&ouml;&szlig;ere Wirtschaftsraum, wie ihn z.B. die EU bildet, kann sich ohne globale Abstimmung seine eigenen Regeln setzen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Euro im Visier der Spekulanten<\/strong><br>\nSeit Anfang des Jahres hat die Gemeinschaftsw&auml;hrung gegen&uuml;ber dem US-Dollar 10 Cent verloren. Marktbeobachter begr&uuml;nden das nicht nur mit der Sorge um das griechische Defizit, sondern mit der Entwicklung der fiskalischen Lage im Euroraum generell. Tats&auml;chlich aber haben sich die Staatsfinanzen in den USA, Japan und vor allem Gro&szlig;britannien schlechter entwickelt. Trotzdem wird am Euro gezweifelt. Heikel wird es, wenn solche Stimmungsschwankungen durch Spekulationen verst&auml;rkt werden. Bereits seit einiger Zeit nehmen Leerverk&auml;ufe wieder zu, also Wetten auf fallende Kurse. Dabei verkauft man Aktien, Anleihen oder eben Devisen, die man noch gar nicht besitzt, und liefert diese zu einem vorherbestimmten sp&auml;teren Zeitpunkt nach &ndash; in der Hoffnung, dass sie dann billiger zu bekommen sind und man die Differenz als Gewinn einstreichen kann.<br>\nDass die Gemeinschaftsw&auml;hrung billiger wird, hat dagegen auch positive Effekte. Denn grunds&auml;tzlich ist sie gegen&uuml;ber dem US-Dollar immer noch zu teuer. &ldquo;Der Euro ist nun zum Dollar noch um 13 Prozent &uuml;berbewertet&rdquo;, schreiben die HSBC-Analysten. Nach dem sogenannten BigMac-Index, wonach der McDonald&rsquo;s Burger in jedem Land in Dollar umgerechnet dasselbe kosten m&uuml;sste, liegt der Euro sogar um 35 Prozent zu hoch. F&uuml;r die exportorientierte Wirtschaft in der Eurozone ist der Kursverfall eine willkommene Anschubhilfe: Ihre Waren verbilligen sich im Ausland. Dass Importe zugleich teurer werden, ist bei der derzeitigen Inflationsrate von rund 1 Prozent kein Problem &ndash; das Inflationsziel der Europ&auml;ischen Zentralbank liegt bei 2 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2010%2F02%2F22%2Fa0048&amp;cHash=c5aed48229\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Der &Auml;rger mit den Bankenboni<\/strong><br>\nDer politische Druck und die britische Bonussteuer haben die Boni in der Bankbranche deutlich gesenkt. Im Gegenzug stiegen aber vielerorts die Fixl&ouml;hne. Aus Sicht der Normalb&uuml;rger sind die Bez&uuml;ge bei den f&uuml;hrenden Investmentbanken nach wie vor enorm hoch &ndash; mit einer typischen Gr&ouml;ssenordnung von durchschnittlich 250 000 bis 500 000 Fr. pro Mitarbeiter, einschliesslich Hilfspersonal.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/der_aerger_mit_den_bankenboni_1.5030142.html?printview=true\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Hausgemachtes Defizit: Reallohnverlust und die Misere der Sozialversicherungen<\/strong><br>\nDiese Kontinuit&auml;t der wirtschaftspolitischen Expertise bedeutet, dass auch die sogenannte Lohnzur&uuml;ckhaltung weiterhin hoch auf der politischen Agenda steht. Dabei wird allerdings auch der Zusammenhang zwischen der &bdquo;moderaten Lohnpolitik&ldquo; und dem wachsenden Defizit der gesetzlichen Sozialversicherung geflissentlich &uuml;bersehen.<br>\nGenau diese negativen Auswirkungen einer &bdquo;moderaten Lohnpolitik&ldquo; auf die Sozialversicherung sollen in diesem Beitrag aufgezeigt werden, nachdem wir zuvor das Ausma&szlig; der bisher erfolgten Lohnzur&uuml;ckhaltung und deren makro&ouml;konomische Auswirkungen diskutieren &hellip;<br>\nDas Zur&uuml;ckbleiben der L&ouml;hne zeigt sich in der Entwicklung der Lohnquote, das hei&szlig;t des Anteils der L&ouml;hne am Volkseinkommen. Diese ging (bereinigt) von 78 Prozent im Jahr 1991 auf 73 Prozent im Jahr 2008 zur&uuml;ck (Abbildung A, zur Ansicht der Abbildung &ouml;ffnen Sie bitte die PDF des Artikels). Im Gegenzug nahm der Anteil der Unternehmensgewinne entsprechend stark zu. Ein &auml;hnlicher R&uuml;ckgang der Lohnquote ist in vielen Industriel&auml;ndern zu beobachten; seit mehreren Jahrzehnten findet eine Einkommensumverteilung von Arbeit hin zu Kapital statt &hellip;<br>\nNetto, nach Abzug von Lohnsteuer und Sozialbeitr&auml;gen, sind die L&ouml;hne je Arbeitnehmer zwischen 1993 und 2007 um insgesamt neun Prozent gesunken.<br>\nDie ung&uuml;nstige Lohnentwicklung belastet jedoch nicht nur die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung. Betroffen sind auch die Finanzen der gesetzlichen Sozialversicherung. Deren wichtigste Einnahmequelle sind die Beitr&auml;ge, die 2008 64 Prozent der Einnahmen ausmachten. 1991 war der Anteil mit 72 Prozent allerdings noch weit gr&ouml;&szlig;er gewesen &hellip;<br>\nDie Beitragsentwicklung wurde jedoch zweitens auch dadurch belastet, dass die Lohnverteilung nach unten ausf&auml;cherte. Niedrige L&ouml;hne, die nicht oder wenig zur Finanzierung der gesetzlichen Sozialversicherung herangezogen werden, wurden politisch absichtsvoll gef&ouml;rdert &hellip;<br>\nDer so politisch erzeugte Einnahmeschwund der gesetzlichen Sozialversicherung wiederum wurde als Notwendigkeit zur K&uuml;rzung von Sozialleistungen dargestellt &hellip;<br>\nDie Umfinanzierung weg von den Sozialbeitr&auml;gen hin zur Steuerfinanzierung entlastet die Arbeitnehmer jedoch nicht unbedingt. Zwar wurde so die Belastung der Arbeitnehmer durch Sozialversicherungsbeitr&auml;ge ged&auml;mpft, allerdings auch diejenige der Arbeitgeber. Im Gegenzug wuchs die Belastung durch Mehrwert- und Lohnsteuer &hellip;<br>\nUm den Einnahmeschwund der gesetzlichen Sozialversicherung zu kompensieren, setzten Rot-Gr&uuml;n und die gro&szlig;e Koalition auf die staatliche F&ouml;rderung privater kapitalgedeckter Vorsorgesysteme&hellip;Diese staatliche F&ouml;rderung privater Systeme bedeutete nun eine weitere Einnahmeschw&auml;chung der gesetzlichen Sozialversicherung.<br>\nUm die Probleme &ndash; gerade auch bei der gesetzlichen Sozialversicherung &ndash; nachhaltig anzugehen, ist ein Paradigmenwechsel hin zu einer nachfrageorientierten, die Gesamtwirtschaft in den Blick nehmenden Politik notwendig. Denn eine produktivit&auml;tsorientierte Lohnpolitik w&uuml;rde die Lohnquote stabilisieren und damit auch die Einnahmen der Sozialversicherung wieder an die allgemeine Wirtschaftsentwicklung ankoppeln. Viele Probleme der gesetzlichen Sozialversicherung w&auml;ren n&auml;mlich bei stabiler Lohnquote gar nicht erst entstanden: Weder h&auml;tten die Beitragss&auml;tze angehoben, noch h&auml;tte ein paralleles kapitalgest&uuml;tztes privates Sicherungssystem staatlich gef&ouml;rdert werden m&uuml;ssen &hellip;<br>\nAngesichts der in der aktuellen Krise gewonnenen Erfahrungen sollte in der Sozialversicherung die Umlagefinanzierung als automatischer Stabilisator ausgebaut werden und nicht die prozyklische kapitalgedeckte Finanzierung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2010\/februar\/hausgemachtes-defizit\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>DGB will gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro<\/strong><br>\nDieser Antrag werde Bestandteil der Beratungen auf dem DGB-Kongress im Mai in Berlin sein, sagte eine DGB-Sprecherin am Samstag und best&auml;tigte damit einen Bericht der &laquo;Ruhr Nachrichten&raquo; (Samstag). &laquo;Mit der Anhebung ber&uuml;cksichtigen wir die europ&auml;ische Entwicklungen und treten f&uuml;r Entgelte ein, die die Existenz sichern&raquo;, hie&szlig; es zur Begr&uuml;ndung. Vor allem solle Lohndumping verhindert werden, wenn von Mai 2011 an Arbeitnehmer aus Ost- und Mitteleuropa freien Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt erhalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ruhrnachrichten.de\/nachrichten\/wirtschaft\/ueberblick\/Wirtschaft-DGB-will-gesetzlichen-Mindestlohn-von-8-50-Euro;art318,824571?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Ruhrnachrichten<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es wurde auch Zeit, die Mindestlohnforderung nach vier Jahren zu erh&ouml;hen, zumal das f&uuml;r die Politik nur Verhandlungspositionen sind, die sie in der Realit&auml;t herunterhandeln w&uuml;rde. Real liegt in unseren westeurop&auml;ischen Nachbarl&auml;ndern der Mindestlohn je Stunde in Frankreich bei 8,86 &euro;, in Belgien bei 8,41 &euro;, in den Niederlande bei 8,58 &euro;, in Irland bei 8,65 &euro;, in Luxemburg bei 9,73 &euro; und in Gro&szlig;britannien bei 6,41 &euro;. Der aktuelle Mindestlohn in Gro&szlig;britannien erkl&auml;rt sich durch das schw&auml;chelnde britische Pfund. Im Sommer 2007 lag der Mindestlohn noch bei umgerechnet 8,20 Euro. Die skandinavischen L&auml;nder haben einen Mindestlohn nicht n&ouml;tig, da sie in hohem Ma&szlig;e gewerkschaftlich organisiert sind. 90 Prozent aller Besch&auml;ftigten sind durch Tarifvertr&auml;ge abgedeckt. Siehe generell zum Thema Mindestlohn das <a href=\"http:\/\/www.iaq.uni-due.de\/archiv\/presse\/2009\/091217.php\">Institut Arbeit und Qualifikation &ndash; IAQ der Universit&auml;t Duisburg-Essen<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Ende der Privatisierung kommunaler Unternehmen?<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Kommunen schlagen Private<\/strong><br>\nZahlreiche Kommunen haben zuvor privatisierte Aufgaben wieder selbst &uuml;bernommen. Fallstudien zeigen: &Ouml;ffentliche Betriebe sind h&auml;ufig g&uuml;nstiger, obwohl sie die Besch&auml;ftigten besser bezahlen als private Anbieter.<br>\nAm Gewinn orientierte Privatunternehmen verlangen eher h&ouml;here Geb&uuml;hren als Stadtwerke &ndash; obwohl sie niedrigere L&ouml;hne zahlen. Kommunale Eigenbetriebe erm&ouml;glichen den Kreisen und St&auml;dten dagegen, die Geb&uuml;hren mit R&uuml;cksicht auf die B&uuml;rger festzulegen und gleichzeitig mehr Existenz sichernde Arbeitspl&auml;tze zu schaffen.<br>\nAllerdings: Der Wissensverlust, der durch den Verkauf der Eigenbetriebe entstand, muss erst wieder wettgemacht werden. Zudem fallen Investitionskosten an. Und die d&uuml;rften f&uuml;r viele St&auml;dte und Gemeinden angesichts der durch die Bankenkrise versch&auml;rften Notlage der &ouml;ffentlichen Finanzen eine erhebliche H&uuml;rde darstellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/32014_102950.html\">B&ouml;ckler Impuls<\/a><\/li>\n<li><strong>Das Comeback der Kommunen<\/strong><br>\nDie M&auml;r von der Allmacht des Marktes ist entzaubert &ndash; und zwar nicht nur an den Weltb&ouml;rsen, sondern auch in Wolfhagen. Seit die &ouml;rtlichen Stadtwerke das Stromnetz im Fr&uuml;hjahr 2006 vom Energie-Goliath EON zur&uuml;ckgekauft haben, pilgern B&uuml;rgermeister von weither in die nordhessische Gemeinde &ndash; und kehren als Bekehrte zur&uuml;ck. Nachdem sie viele Jahre getreu dem Motto &bdquo;Alles muss raus&ldquo; kommunale Krankenh&auml;user, Stadtwerke und Entsorgungsbetriebe privatisiert haben, sehnen sie sich nun nach Alternativen. Diese finden sie in Wolfhagen, wo die mit dem Energiegesch&auml;ft erzielten Gewinne seit dem Eigent&uuml;merwechsel nicht mehr an ferne Konzernzentralen flie&szlig;en, sondern in die klammen kommunalen Kassen &hellip;<br>\nL&auml;sst sich aus den angef&uuml;hrten Beispielen schlussfolgern, dass die seit mehr als zwei Jahrzehnten rollende Privatisierungswelle allm&auml;hlich abebbt?<br>\nDie Frage ist (noch) schwer zu beantworten. Nach wie vor plant jede dritte bundesdeutsche Gro&szlig;stadt &ndash; insbesondere jene, die dem Haushaltssicherungsrecht und damit der Verpflichtung zur Vorlage eines ausgeglichenen Haushalts unterliegen &ndash; Verk&auml;ufe ihres &bdquo;Tafelsilbers&ldquo;. Und unver&auml;ndert werden St&auml;dte einseitig als Wirtschaftsstandorte wahrgenommen und nicht auch als Motoren sozialer Integration, die sie mit leistungsf&auml;higen &ouml;ffentlichen Krankenh&auml;usern, Kinderg&auml;rten, Seniorenheimen, Schwimmb&auml;dern und Bibliotheken sein sollten &hellip;<br>\nAber neue Leitbilder setzen sich bekanntlich h&auml;ufig erst in Krisenzeiten durch, wenn etablierte Ideen an Attraktivit&auml;t verlieren. Dies scheint auch f&uuml;r das jahrelang bestimmende Credo des &bdquo;schlanken&ldquo;, bisweilen &bdquo;magers&uuml;chtigen&ldquo; Staates zu gelten &hellip;<br>\nAber so positiv die Folgen der geschilderten Rekommunalisierungen inzwischen auch bewertet werden, so unwahrscheinlicher ist es im Schatten der Wirtschaftskrise geworden, dass die Kommunen an dieser erfolgreichen Politik festhalten k&ouml;nnen. Ob Wuppertal oder Schwerin &ndash; im Westen wie im Osten &auml;chzen die St&auml;dte unter der Last sinkender Steuereinnahmen &hellip;<br>\nIn einer Zeit, in der den Kommunen immer neue Aufgaben &uuml;bertragen werden, sollten neben den h&auml;ufig unerwarteten finanziellen Erfolgen von Rekommunalisierungen auch die in der &ouml;ffentlichen Debatte meist ausgeblendeten sozial- und arbeitsmarktpolitischen Vorz&uuml;ge kommunaler Wirtschaftst&auml;tigkeit herausgestellt werden: die ein passables Auskommen sichernden Besch&auml;ftigungsbedingungen, die &uuml;berproportionalen Entlastungen unterer und mittlerer Einkommensgruppen durch Geb&uuml;hrensenkungen sowie die F&ouml;rderung regionaler Wirtschaftsstrukturen. Denn trotz zahlreicher &ndash; meist durch die Unterfinanzierung der &ouml;ffentlichen Haushalte ausgel&ouml;sten &ndash; Privatisierungen wird der &ouml;ffentliche Sektor nach wie vor allerorten in Anspruch genommen &hellip;<br>\nDabei muss der Wandel vom Prinzip des Shareholder Value zu dem des Citizen Value vor allem auf kommunaler Ebene sicht- und sp&uuml;rbar werden. Wenn zwei Drittel der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger Strom, Wasser und Gas von kommunalen Unternehmen w&uuml;nschen und die Vorteile der Kommunal- gegen&uuml;ber der Privatwirtschaft im Bereich der Daseinsvorsorge immer deutlicher zutage treten, verlangt die Frage, wie weit der Arm des Staates reichen kann, darf und soll, neue Antworten. Kurzum: Die Frage, was des Marktes und was des Staates ist, muss auch in Zukunft nicht nur an der Wall Street neu beantwortet werden, sondern auch in Bergkamen, Leichlingen und Wolfhagen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2010\/februar\/das-comeback-der-kommunen\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><strong>Public Private Partnership &ndash; Ende der Privatisierung kommunaler Unternehmen?<\/strong><br>\nIst die &Auml;ra der Public Private Partnership (PPP), eines der Hauptinstrumente des Neoliberalismus zur privaten Aneignung lukrativen kommunalen Verm&ouml;gens, schon bald Schnee von vorgestern? Nach Angaben des DGB Region Frankfurt-Rhein-Main jedenfalls kaufen &ldquo;immer mehr Kommunen ihre privatisierten &ouml;ffentlichen Einrichtungen der Daseinsvorsorge zur&uuml;ck. Diese Rekommunalisierung f&uuml;hrt zu besseren und preisg&uuml;nstigeren Ergebnissen.&rdquo; In Frankfurt sei man froh, Sozialwohnungen, U-Bahnen und andere kommunale Einrichtungen nicht an private Investoren verkauft zu haben, so die Gewerkschaft. &ldquo;Weitere Privatisierungen werden von den politisch Verantwortlichen abgelehnt. Mehr noch: Die Mainova hat die Anteile von EON zur&uuml;ckgekauft.&rdquo; Eine erstaunliche Entwicklung, war doch die Privatisierung Frankfurter &ouml;ffentlicher Einrichtungen in den 1990er Jahren ein Prestige-Projekt des Stadtk&auml;mmerers Tom Koenigs (B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen), welches gegen&uuml;ber Kommunen und &Ouml;ffentlichkeit als Inbegriff der Effizienz vermarktet wurde. Doch selbst in Frankfurt ist man nicht vollst&auml;ndig auf die neoliberalen Verhei&szlig;ungen hereingefallen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ngo-online.de\/12druckfrisch_druckausgabe.php?Nr=19846&amp;Beitragsauswahl=Einzelnachricht\">NGO-online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wie die Deutsche Bank mit US-Hausbesitzern k&auml;mpft<\/strong><br>\nDie Frankfurter wollten auf dem US-Immobilienmarkt das gro&szlig;e Rad drehen und ernteten nichts als &Auml;rger. Hart wie kaum ein anderer gehen sie gegen Hausbesitzer vor, die ihre Schulden nicht bezahlen. Jetzt hagelt es Proteste und Niederlagen vor Gericht.<br>\nHildreth und Vanita Brewington sind der perfekte Gegenbeweis. Der perfekte Gegenbeweis zu der gern ge&auml;u&szlig;erten Behauptung, an der Weltwirtschaftskrise seien amerikanische Kleinb&uuml;rger schuld, die ma&szlig;los &uuml;ber ihre Verh&auml;ltnisse lebten.<br>\nDie Deutsche Bank witterte in den Boomjahren die Chance, an Immobiliengesch&auml;ften mitzuverdienen, ohne sich selbst mit Subprime-Krediten die Finger schmutzig zu machen: Sie &uuml;bernahm gegen Geb&uuml;hren die Rolle des Treuh&auml;nders, also des Interessenvertreters der in aller Welt verstreuten Anleger der Kreditvehikel.<br>\nDas Institut, das in den meisten US-Bundesstaaten keine Niederlassungen betreibt, wurde so durch die Hintert&uuml;r zu einem der gr&ouml;&szlig;ten Akteure auf dem amerikanischen Immobilienmarkt. Mit etwa 1900 Verbriefungen hantiert die Bank, dazu geh&ouml;ren mehr als eine Million unterlegter Hypotheken, gesch&auml;tztes Volumen: mehr als eine Billion Dollar.<br>\nEine siebenstellige Zahl von US-Haushalten sieht sich jetzt mit einem Institut konfrontiert, von dem viele noch nie geh&ouml;rt und mit dem die meisten nie einen Vertrag abgeschlossen haben. Und die Deutsche Bank geht so hart vor wie kaum eine andere in den USA, l&auml;sst zwangsr&auml;umen, f&uuml;hrt einen Prozess nach dem anderen. Mittlerweile formieren sich B&uuml;rgerproteste, und die Praxis st&ouml;&szlig;t auch bei den Gerichten auf Widerstand. Nach Capital-Informationen erw&auml;gt sogar die B&ouml;rsenaufsicht SEC Ermittlungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/finanzdienstleister\/:subprime-kredite-wie-die-deutsche-bank-mit-us-hausbesitzern-kaempft\/50076450.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Verbrechen ohne Strafe: Steuers&uuml;nder retten sich mit Selbstanzeige<\/strong><br>\nSteuern hinterziehen &ndash; das ist in Deutschland offenbar ein Kavaliersdelikt. Denn selbst ein Steuerhinterzieher, der jetzt wegen kopierter Schweizer Bankdaten f&uuml;rchten muss, entdeckt zu werden, hat nicht unbedingt mit schlimmen Konsequenzen zu rechnen. Nach einer kleinen Selbstanzeige sind schon alle S&uuml;nden vergeben, die eigentliche Strafe, etwa Gef&auml;ngnis, bleibt erspart. Eigentlich soll der Paragraf &ldquo;Selbstanzeige bei Steuerhinterziehung&rdquo; Menschen mit schlechtem Gewissen eine R&uuml;ckkehr in die Legalit&auml;t verschaffen. Eigentlich. Doch nach Panorama-Recherchen dient er vor allem denen als Freibrief, die sowieso bald auffliegen w&uuml;rden. Denn diese Steuerhinterzieher werden in der Regel fr&uuml;hzeitig gewarnt, wenn ihre Kontodaten abhanden gekommen sind. Panorama liegen Briefe von Banken vor, die ihren feinen Kunden ganz offen zur Selbstanzeige raten &ndash; kurz bevor es zu sp&auml;t ist. In kaum einem anderen Deliktbereich l&auml;sst der Rechtsstaat T&auml;ter so einfach davon kommen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/daserste.ndr.de\/panorama\/pdffdp112.pdf\">ARD Panorama [Text, PDF &ndash; 60 KB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/daserste.ndr.de\/panorama\/media\/panorama406.html\">ARD Panorama [Video]<\/a>\n<p><em>Dazu passt:<\/em><\/p>\n<p><strong>Prof. Hans See: TV-Sendung Panorama &uuml;ber Straffreiheit von Steuerkriminellen<\/strong><br>\nIch habe an dieser Stelle (siehe <a href=\"?p=4503#h06\">&ldquo;Bankenkanzlerin und &ldquo;Hehlerstaat&rdquo;<\/a>) gefordert, das Privileg der Strafbefreiung f&uuml;r Steuerhinterzieher abzuschaffen. Dies f&uuml;hrte zu einer Nachfrage der Redaktion der TV-Sendung Panorama. Nat&uuml;rlich blieben von dem mehr als eine Stunde dauernden Interview in der Sendung nur wenige Aussagen &uuml;brig. Vor allem der aus Sicht von BCC wichtige Hinweis auf die Verfassungswidrigkeit dieses Privilegs f&uuml;r Steuerkriminelle fand keinen Platz. Vielleicht w&auml;re dies aber wichtig gewesen, um jener Kritik vorzubeugen, die im Blog zu dieser Sendung gebellt haben wie betroffene Hunde. Denn Argumente haben sie keine.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/businesscrime.de\/?p=633\">Business Crime Control e.V.<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>OECD-Bericht zur Geldw&auml;sche: Miese Noten f&uuml;r Deutschland<\/strong><br>\n&Uuml;ber Abzocker unter Hartz-IV-Empf&auml;ngern wird viel diskutiert. Kriminelle, die in Deutschland Schwarzgeld waschen, operieren dagegen im Windschatten der &Ouml;ffentlichkeit. Wie nachl&auml;ssig die Politik mit ihnen umgeht, dokumentiert ein OECD-Bericht.<br>\nNach einem soeben fertig gestellte Bericht der OECD-Finanzermittlungsgruppe f&uuml;r Geldw&auml;sche (FATF), der stern.de vorliegt&hellip;hat die Bundesrepublik die seit zehn Jahren vorliegenden Empfehlungen zur Bek&auml;mpfung der Geldw&auml;sche teilweise gar nicht oder viel zu lax umgesetzt.<br>\n49 Pr&uuml;fkriterien listet der OECD-Bericht auf, gerade mal f&uuml;nf werden als ausreichend realisiert bezeichnet. 39 Kriterien der Geldw&auml;sche-Experten gen&uuml;gen die Deutschen nur mehr oder weniger unzureichend. F&uuml;nf Empfehlungen fanden &uuml;berhaupt keine Beachtung durch die deutsche Politik in Bund und L&auml;ndern.<br>\nOffenbar finden Geldw&auml;scher in der Bundesrepublik paradiesische Zust&auml;nde vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/oecd-bericht-zur-geldwaesche-miese-noten-fuer-deutschland-1544970.html\">stern.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Schulden, Schulden, Schulden<\/strong><br>\nEine interessante Zahl hier: Der deutsche Staat gibt nach Berechnungen der OECD im kommenden Jahr 2,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts f&uuml;r Zinszahlungen aus &ndash; in den neunziger Jahren lagen wir bei &uuml;ber drei Prozent. In den USA sind es &uuml;brigens 2,3 Prozent und beim Schuldenweltmeister Japan nur 1,5 Prozent. Von wegen Zinsfalle! Der Anteil der Zinsausgaben am Staatshaushalt steigt, weil das Haushaltsvolumen wegen diverser Sparbem&uuml;hungen kaum mehr zunimmt. Der Nenner (der Hauhalt) und nicht der Z&auml;hler (die Zinsausgaben) ist das Problem.<br>\n&Uuml;brigens sind die Zinsen, soweit sie wie in Deutschland vor allem im Inland anfallen, auch kein Problem. Der Staat kann sie ja ganz einfach wieder wegsteuern. Aus einem &auml;hnlichen Grund ist das Bild von der Last f&uuml;r die kommenden Generationen schief. Unsere Kinder erben ja die Schulden und die Zinsanspr&uuml;che. Das Geld bleibt in der Familie.<br>\nViel wichtiger aber ist: In einer schweren Rezession passiert &ouml;konomisch gesehen nichts anderes, als dass der Staat die &uuml;bersch&uuml;ssigen Ersparnisse der ver&auml;ngstigten Wirtschaftssubjekte aufsaugt und diese ausgibt. Dazu muss er sich verschulden. Man kann ihm das verbieten, aber wenn dann nicht wie von Zauberhand die Haushalte und Unternehmen auf einmal das Geld ausgeben, dann passiert hier &uuml;berhaupt nichts mehr und wir sind da, wo wir 1929ff waren.<br>\nDie Staatsausgabenquote in Deutschland lag 2007 &ndash; das letzte Jahr vor Ausbruch der Krise (und das entscheidende, denn die Daten danach sind durch die Rezession verzerrt) &ndash; bei 43,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Zehn Jahre fr&uuml;her waren wir bei 48,3 Prozent. Eine Ausgabensenkung um fast f&uuml;nf Prozentpunkte. Grob und mit heutigen Werten gesch&auml;tzt geben wir also bezogen aufs BIP 112 Milliarden Euro j&auml;hrlich weniger aus als damals. Ist das der &uuml;berbordende Wohlfahrtstaat? Der &ouml;ffentliche Sektor schwelgt nicht, er knausert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2010\/02\/18\/schulden-schulden-schulden_1377\">Zeit Herdentrieb<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Einkaufsmethoden des Staates: Billig um jeden Preis<\/strong><br>\nDer Staat kauft Computer, Dienstleistungen und Waren f&uuml;r Hunderte Milliarden Euro &ndash; interessiert sich aber kaum daf&uuml;r, unter welchen Umst&auml;nden die Produkte entstehen. Dabei zahlen viele Lieferanten Hungerl&ouml;hne. Und missachten soziale Standards.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,druck-678394,00.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung von Orlando Pascheit:<\/strong> Die von Hannes Koch geschilderte Situation spiegelt die durchgehende &Ouml;konomisierung der Politik wieder, und zwar auf der betriebswirtschaftlichen Ebene. Und das zentrale Ziel einzelwirtschaftlichen Denkens und Handelns ist der Profit. Das ist gewi&szlig; nicht das erkl&auml;rte Ziel von Politik, aber einen Aspekt der Profitorientierung hat die Politik, hat der Staat in beispielloser Weise verinnerlicht: die Kostenreduzierung. Dabei entsteht die paradoxe Situation, dass eine dem Gemeinwohl, d.h. dem Menschen verpflichtete Institution, sobald sie wirtschaftlich aktiv wird, den Menschen auf einen Kostenfaktor reduziert. Wie weit diese zutiefst inhumane Haltung gediegen ist zeigt sich darin, dass nicht nur die vom Staat gekauften Dienstleistungen und Waren, sondern die B&uuml;rger schlechthin einer barbarischen und an D&uuml;mmlichkeit nicht zu &uuml;berbietenden Kostenkalkulation unterworfen werden. Der gute B&uuml;rger, der Sch&uuml;ler, der Student, der Patient, der Rentner usw. hat vor allen eines zu sein: kosteng&uuml;nstig. Der Mensch ist in dieser &ldquo;Politik&rdquo; umso mehr wert, je weniger er kostet. Der Mensch steht sozusagen unter Finanzierungsvorbehalt.<br>\nNat&uuml;rlich ist die Frage zu stellen, wie ist ein angemessenes Auskommen f&uuml;r Rentner, eine gute Ausbildung oder eine gute &auml;rztliche Versorgung zu finanzieren. Solange aber die Verteilung von Einkommen und Verm&ouml;gen sowohl national wie auch international immer ungleicher werden, kann die Frage des B&uuml;rgers an seine Regierung nicht sein, wie reduziere ich meine Kosten, sondern die Forderung, die Einkommen der Arbeitnehmer wieder zu normalisieren, die Staatseinahmen bei denen zu steigern, die in obsz&ouml;nem Reichtum schwelgen. Selbstverst&auml;ndlich darf die Humanisierung der Kostenfrage nicht vor Grenzen halt machen. Waren und Dienstleistungen, die zu Dumpingl&ouml;hnen, in Abwesenheit von Arbeitnehmerrechten oder Umweltauflagen produziert und in die Bundesrepublik exportiert werden, d&uuml;rfen f&uuml;r eine gute Regierung kein Thema sein, zumal &uuml;ber diesen Weg hier errungene Standards unter Druck geraten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>IG-Bau-Chef: Unser Handwerk wurde kaputtgemacht<\/strong><br>\nIG-Bau-Chef Wieseh&uuml;gel spricht &uuml;ber Betrug beim K&ouml;lner U-Bahn-Bau &ndash; und &uuml;ber das, was auf dem Bau ganz allgemein schief l&auml;uft: Die kriminelle Energie auf allen Baustellen hat stark zugenommen. Es hat begonnen mit der Verschieberei von Menschen. Und wenn die Verschieberei von Menschen zur Gewohnheit wird, dann kommt die Verschieberei des Materials als zweiter Schritt. Mich wundert das nicht wirklich. Wir beobachten, dass die &ouml;ffentlichen Bau&auml;mter minimiert worden sind. Man f&auml;hrt dort nur noch mit einer extrem kleinen Mannschaft. Die Bauaufsicht wird weitergegeben an private Firmen oder wie in K&ouml;ln an den Auftraggeber, was eigentlich ein totaler Witz ist. Das f&uuml;hrt den gesetzlichen Sinn der Bauaufsicht ad absurdum. &hellip; Die Kommunen sind enorm unter Druck, der Bund klaut ihnen das Geld und auch die L&auml;nder haben klebrige Finger. Unter dem Spardruck schauen die St&auml;dte und Gemeinden, welche Stellen sie abbauen k&ouml;nnen. Und das trifft auch die Bau&auml;mter. Es wird noch vieles passieren in unserem sch&ouml;nen Deutschland, wor&uuml;ber wir den Kopf sch&uuml;tteln werden. Aber das kommt davon, wenn wir die Kommunen in den Ruin st&uuml;rzen. &hellip; Da, wo mit vielen illegalen Besch&auml;ftigten gearbeitet wurde, w&uuml;rde ich auf die Sicherheit keinen Cent wetten. Ich habe den Beruf gelernt. Das ist ein Beruf mit Verantwortung, den man mit Fachkenntnis aus&uuml;ben muss. Wenn man das nicht gelernt hat und f&uuml;r 2,30 Euro aus Osteuropa hierhergekarrt wird, dann arbeitet man doch nicht mit der gleichen Verantwortung und der gleichen Sorgfalt und Sachkenntnis, wie jemand, der das hier gelernt hat. Wir haben das Bauhandwerk in unserem Land systematisch kaputt gemacht und jetzt wundern wir uns, dass es Pfusch gibt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2339098&amp;em_loc=1231&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_polstart\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Profit um jeden Preis trifft Sparen um jeden Preis.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die Westerwelle<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Nico Fried: &ldquo;Westerwelle Das alte Rom und der Sozialstaat&rdquo;<\/strong><br>\nWesterwelles Kampagne ist &ndash; in einem Wort &ndash; ekelhaft. Nicht, dass einem das leid tun m&uuml;sste, aber der FDP-Chef schadet sich selbst am meisten, weil er das seri&ouml;se Gebaren in der Rolle eines Au&szlig;enministers in der Tradition von Walter Scheel und Hans-Dietrich Genscher als m&uuml;hsame Schauspielerei entlarvt; weil er, der elf Jahre lang aus der Opposition in die Regierung wollte, beim ersten Gegenwind wieder aus der Regierung in eine gef&uuml;hlte Opposition gefl&uuml;chtet ist. Das ist die einzige geistig-politische Wende, die er bislang geschafft hat. Und die eigene Tradition, in die sich Westerwelle glaubhaft stellen kann, ist seine eigene. Er ist und bleibt der ewige Guido.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/themenderwoche\/1129451\/\">DLF<\/a><\/li>\n<li><strong>Ein Mann sieht rot &ndash; Die Rhetorik des Herrn Westerwelle<\/strong><br>\nWas ist blo&szlig; mit Guido los? Ist er &uuml;berlastet? Ausgebrannt? FDP-Chef und Au&szlig;enminister und Vizekanzler und Wahlsieger? Das ist ein bisschen viel auf einmal. Er sieht sich von Sozialisten umzingelt, selbst beim Verfassungsgericht in Karlsruhe sieht er solche Tendenzen. Und die Gefahr der sp&auml;tr&ouml;mischen Dekadenz, weil Faulenzer beg&uuml;nstigt werden und arbeitende Menschen wie Guido Westerwelle die Deppen der Nation sind. Aber kaum einer will ihm folgen. Sogar Parteifreunde r&uuml;cken von ihm ab, die W&auml;hler tun das schon l&auml;nger, wenn man den Umfragen glauben will. Ein Mann sieht rot, und wir machen uns Sorgen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.hr-online.de\/website\/radio\/hr2\/flashplayer\/hr2tag_player_content.jsp\">hr2\/Kultur &bdquo;Der Tag&ldquo; (Einleitungstext mit Abspielfunktion)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/mp3.podcast.hr-online.de\/mp3\/podcast\/derTag\/derTag_20100216.mp3\">hr2\/Kultur &bdquo;Der Tag&ldquo; (Audio-Podcast, mp3, ca. 52 Minuten, ca. 49 MB)<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Martin Betzwieser:<\/strong> Wir erfahren interessante Einsch&auml;tzungen &uuml;ber das rechthaberische und mimosenhafte Verhalten von Westerwelle, wenn er z.B. bei Pressekonferenzen unterbrochen wird. Ebenfalls interessant ist eine Zeitreise durch die nationalpopulistischen Elemente von Erich Mende bis J&uuml;rgen M&ouml;llemann. Provokation als Stilmittel gibt es in dieser Partei nicht erst seit Westerwelle.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Fact-Check zum Sozialstaat: Westerwelles schr&auml;ges Zahlenspiel<\/strong><br>\nViele br&uuml;skierend beklagt Guido Westerwelle einen ausufernden Sozialstaat. Doch seine Argumente sind zweifelhaft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2010-02\/westerwelle-sozialstaat-umverteilung\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung eines ZEIT-Lesers:<\/strong> &bdquo;Ein ausgesprochen guter, fundierter und vor allem sachlicher Artikel. Gef&auml;llt mir sehr. Danke daf&uuml;r.&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Arbeit lohnt sich zu wenig<\/strong><br>\nFDP-Chef Guido Westerwelle hat in der vergangenen Woche eine Debatte um den Zustand des Sozialstaates angesto&szlig;en und bekam nun aus Wissenschaftskreisen Wasser auf die M&uuml;hle gegossen, nach der es im deutschen Hartz-IV-System an Arbeitsanreizen fehle. Eine Studie der Organisation f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) kritisiert, dass es sich in Deutschland f&uuml;r Langzeitarbeitslose finanziell vergleichsweise wenig lohne, eine gering bezahlte Besch&auml;ftigung aufzunehmen. So m&uuml;sse hierzulande ein Alleinerziehender oder verheirateter Alleinverdiener mit zwei Kindern schon mehr als 60 Prozent des Durchschnittslohnes erzielen, ehe das Nettoeinkommen merklich &uuml;ber dem liege, was ihm auch vom Amt &uuml;berwiesen w&uuml;rde. Als Ursache weisen die Experten aus, dass in Deutschland schon bei unteren Einkommen eine hohe Steuer- und Abgabenlast zuschl&auml;gt.<br>\nWas die Expertise wie auch Westerwelle wenig betrachten, ist die Tatsache, dass finanzielle Anreize auch f&uuml;r Arbeitslose nicht alles sind. Die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) wies gegen&uuml;ber TA darauf hin, dass sich seit 2005 &uuml;ber sechs Millionen Hartz-IV-Empf&auml;nger in die Erwerbst&auml;tigkeit verabschiedet haben, darunter 3,9 Millionen in ungef&ouml;rderte Besch&auml;ftigung am ersten Arbeitsmarkt. St&auml;ndig verlie&szlig;en Menschen die Grundsicherung und kommen andere herein. &ldquo;In den letzten Jahren ist die Konzessionsbereitschaft Arbeitsuchender deutlich gestiegen&rdquo;, sagte der f&uuml;r Grundsicherung zust&auml;ndige BA-Vorstand Heinrich Alte unserer Zeitung. Betroffene seien heute eher bereit, mit Lohneinbu&szlig;en zu arbeiten oder einen Wohnortwechsel in Kauf zu nehmen, mehr als ein Viertel ehemalige Hartz-IV-Empf&auml;nger arbeiteten unterhalb ihres Qualifikationsniveaus. &ldquo;Menschen lassen sich also nicht nur vom &ouml;konomischen Kalk&uuml;l leiten. Dass es in Regionen mit ausreichend Jobangeboten kaum Grundsicherung gebe, beweise doch, &ldquo;dass sich die wenigsten in die soziale H&auml;ngematte legen m&ouml;chten&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.thueringer-allgemeine.de\/ta\/ta.drucken.artikel.php?http:\/\/www.thueringer-allgemeine.de\/ta\/ta.politik.volltext.php?kennung=on1taPOLPolNational40225&amp;zulieferer=ta&amp;kategorie=POL&amp;rubrik=Politik&amp;region=National&amp;auftritt=TA&amp;dbserver=1&amp;auftritt=TA&amp;kennung=on1taPOLPolNational40225&amp;zulieferer=ta&amp;ueb=\">Th&uuml;ringer Allgemeine<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Altersvorsorge auch bei knapper Kasse m&ouml;glich<\/strong><br>\nDeutsche Rentenversicherung sagt, wie hoch die Rente bei Erwerbslosigkeit ausf&auml;llt und wie man die private Vorsorge sichert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ihre-vorsorge.de\/Altersvorsorge-auch-bei-knapper-Kasse-moeglich.html\">Ihre Vorsorge<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Martin Betzwieser:<\/strong> Oberste Priorit&auml;t scheint hier (einer Initiative der Regionaltr&auml;ger der Deutschen Rentenversicherung und der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See) die Sicherung privater Altersvorsorge &ndash; auch bei knapper Kasse &ndash; zu sein. Unsere Leserin Antje Poelmann traktierte nach unseren wiederholten Hinweisen ( z.B. <a href=\"?p=4467#h11\">hier<\/a> und <a href=\"?p=4516#h02\">hier<\/a>) die <a href=\"http:\/\/www.ihre-vorsorge.de\/Impressum.html\">Redaktion von &bdquo;Ihre Vorsorge&ldquo;<\/a> (wdv &ndash; Gesellschaft f&uuml;r Medien &amp; Kommunikation mbH &amp; Co. OHG in Bad Homburg) mit kritischen E-Mails und Anrufen und gibt uns die Ergebnisse ihrer Recherchen mit einigen Anmerkungen zur Kenntnis:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>Wir haben zur Verantwortlichkeit Herrn Dr. Krause angerufen. Er best&auml;tigte, dass seine Firma vom Pr&auml;sidenten der Deutschen Rentenversicherung, Herrn Rische, direkt die Auftr&auml;ge erh&auml;lt, um die Internetportale der DRV mit Puplikationen zur Riesterrente zu best&uuml;cken und somit nur das ausf&uuml;hrt, wozu sie beauftragt wurde. &ldquo;Das sei vom Gesetzgeber so gewollt&rdquo;, so Dr. Krause, &ldquo;dass die DRV auf m&ouml;gliche private Zusatzaltersversorgungen aufmerksam zu machen hat&rdquo;. Das angebliche Gesetz, das zitiert wird, liegt uns inzwischen vor und weist eindeutig aus, dass es f&uuml;r die DRV keine gesetzliche Grundlage gibt, ungefragt aktiv f&uuml;r Vorsorgeprodukte der Vers.- und Finanzkonzerne Werbung zu betreiben. Die Tr&auml;ger der gesetzlichen Rentenversicherung k&ouml;nnen &uuml;ber M&ouml;glichkeiten zum Aufbau einer nach dem Einkommensteuerrecht gesetzlich gef&ouml;rderten zus&auml;tzlichen Altersvorsorge Auskunft erteilen; das hei&szlig;t, dass Ausk&uuml;nfte lediglich individuell auf Anfrage der Versicherten erteilt werden k&ouml;nnen (<a href=\"http:\/\/www.sozialgesetzbuch.de\/gesetze\/01\/index.php?norm_ID=0101500\">&sect; 10a oder Abschnitt 9 EStG- sh. &sect; 15 Abs. 4 SGB I<\/a>).<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Brender prangert &laquo;Spitzelsystem&raquo; bei &Ouml;ffentlich-Rechtlichen an<\/strong><br>\nHeftige Kritik an der Einflussnahme der Politik auf die &Ouml;ffentlich-Rechtlichen: Der scheidende ZDF-Chefredakteur Brender gei&szlig;elt im SPIEGEL-Gespr&auml;ch das &ldquo;Proporzdenken&rdquo; und die &ldquo;R&uuml;ckgratlosigkeit&rdquo; der Parteien im Verwaltungsrat der Sender. Es gebe im ZDF Spitzel &ndash; vergleichbar mit den IM der Stasi.<br>\nBrender spricht von &ldquo;Inoffiziellen Mitarbeitern&rdquo; der Parteien, &ldquo;wirklich vergleichbar mit den IM der DDR&rdquo;. Da sei ein &ldquo;feingesponnenes Netz von Abh&auml;ngigkeiten&rdquo; entstanden, &ldquo;aus dem sich Karrierechancen, aber auch Verpflichtungen ableiten lassen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/tv\/0,1518,679247,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Muss man zuerst entlassen werden, um auf solche Missst&auml;nde hinzuweisen. Wer die NachDenkSeiten regelm&auml;&szlig;ig liest, konnte die Anpassung an die jeweils regierenden Parteien schon seit langer Zeit beobachten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Der besondere Dokumentarfilm-Tip: PLASTIC PLANET<\/strong><br>\n&ldquo;Fr&uuml;her einmal war die Erde ohne Plastik. Doch dann kam der gro&szlig;e Auftritt des belgischen Chemikers Leo H. Bakeland. In den Jahren 1905 bis 1907 entwickelte er Bakelit, das erste vollsynthetische Produkt aus Erd&ouml;l. Seither schl&auml;gt der Fortschritt ein Rad um das andere. Nach der Steinzeit, der Bronze- und der Eisenzeit haben wir jetzt die Plastikzeit. Wir sind Kinder des Plastikzeitalters.&rdquo; Was wir h&ouml;ren, steht in traurigem Kontrast zu dem, was wir sehen: ein idyllisches Gebirgstal. Wolken, W&auml;lder, blauer Himmel &ndash; Natur pur. Super-8-Filmaufnahmen zeigen den Regisseur als Kind, das Plastik liebt. All die wunderbaren, knallbunten und vor allem gut riechenden Spielsachen hat er von seinem Gro&szlig;vater bekommen, der in den 60er Jahren Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der deutschen Interplastik-Werke war. Die kindliche Liebe ist l&auml;ngst erwachsener Ern&uuml;chterung gewichen. Vor 40 Jahren wurden in Europa pro Jahr f&uuml;nf Millionen Tonnen Plastik produziert &ndash; f&uuml;r den Gro&szlig;vater der Beweis, dass Plastik eine gro&szlig;e Zukunft hat. John Taylor, Pr&auml;sident von Plastic-Europa, der Dachorganisation europ&auml;ischer Kunststofferzeuger, kann &uuml;ber diese Zahlen nur m&uuml;de l&auml;cheln. Der m&auml;chtige Lobbyist hat sich f&uuml;r diesen Film ausnahmsweise zu einem Interview bereit erkl&auml;rt &ldquo;Zurzeit werden in Europa ca. 60 Millionen Tonnen Plastik pro Jahr produziert&rdquo;, sagt er. &ldquo;Das ist etwa ein Viertel der Weltproduktion. Die Menge des Kunststoffs, die wir in den letzten 100 Jahren produziert haben, w&uuml;rde reichen, um den gesamten Erdball sechsmal einzupacken.&rdquo; Alles andere als knallbunte Aussichten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/community\/blogs\/martin-betzwieser\/der-besondere-dokumentarfilm-tip-plastic-planet\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Kampf um Schulreform: Eliten wollen unter sich bleiben<\/strong><br>\nIn Hamburg tobt derzeit der Kampf einer Gruppe aus dem B&uuml;rgertum: Sie wehrt sich mit viel Macht und Geld gegen die Abl&ouml;sung des bestehenden dreigliedrigen Schulsystems, das sich nach Meinung vieler f&uuml;hrender Wissenschaftler selbst &uuml;berholt hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ardmediathek.de\/ard\/servlet\/content\/3517136?documentId=3853020\">NDR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Freiwilligenarbeit: Probleme und Tugenden in Amerika<\/strong><br>\nSie reisen quer durch die USA, und wo sie sind, bilden sich lange Schlangen. Die Helfer vom &ldquo;Remote Area Medical Corps&rdquo; r&ouml;ntgen, ziehen Z&auml;hne oder fertigen Brillen. Alles gratis &ndash; f&uuml;r die Unversicherten. So sind sie Ausdruck einer amerikanischen Krise und Tugend zugleich. Ein Gebiss mit 50 &ndash; in Tennessee, im Herzen der USA, ist das keine Seltenheit. Einen normalen Zahnarztbesuch k&ouml;nnen sich viele Menschen hier nicht leisten. Mehr als 400 Patienten warten am fr&uuml;hen Morgen dieses ersten Samstags im Februar vor der Mehrzweckhalle in Knoxville, einer Kleinstadt am Rande der Appalachen, die ein Heer aus Freiwilligen f&uuml;r ein Wochenende in ein Lazarett verwandelt hat. Keine andere Nation gibt so viel Geld f&uuml;r das Gesundheitswesen aus wie die USA &ndash; im vergangenen Jahr 17,3 Prozent des Bruttoinlandprodukts. In Deutschland sind es um die zehn Prozent. Kunstfehler sind in den USA f&uuml;r eine ganze Schar von Anw&auml;lten zum Gesch&auml;ft geworden. Um sich abzusichern, machen &Auml;rzte deswegen viel mehr Tests als sinnvoll. Und so kostet die Krankenversicherung f&uuml;r eine vierk&ouml;pfige Familie j&auml;hrlich im Schnitt so viel wie ein Kleinwagen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/weltspiegel\/USA-Krankenverischerung-Freiwillige-Medical-Corps;art1117,3037659?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Fernsehtipp: Neues aus der Anstalt &ndash; Preisgekr&ouml;ntes Kabarett<\/strong><br>\nUrban Priol und Georg Schramm begeben sich zum 32. Mal auf ihre satirische Monatsvisite. Zur Kurztherapie werden in die Anstalt &ldquo;eingeliefert&rdquo;: Josef Hader, Jochen Malmsheimer und Volker Pispers.<br>\nDienstag, den 23. Februar um 22:15 Uhr im ZDF<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/anstalt.zdf.de\/ZDFde\/inhalt\/31\/0,1872,7122271,00.html\">Neues aus der Anstalt &ndash; ZDF.de<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute zu folgenden Themen: EU will Sparer sch&uuml;tzen; Euro im Visier der Spekulanten; &Auml;rger mit Bankenboni; Reallohnverlust und Sozialversicherungen; DGB erh&ouml;ht gesetzlichen Mindestlohn; Ende der Privatisierung kommunaler Unternehmen; Deutsche Bank k&auml;mpft mit US-Hausbesitzern; Steuers&uuml;nder retten sich vor Strafe; Geldw&auml;sche in Deutschland; Schulden; die Folgen von billig um jeden Preis; die Westerwelle; Brender redet von &bdquo;Spitzelsystem&ldquo;;<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4546\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4546","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4546","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4546"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4546\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4549,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4546\/revisions\/4549"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4546"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4546"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4546"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}