{"id":45469,"date":"2018-08-15T08:33:59","date_gmt":"2018-08-15T06:33:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45469"},"modified":"2018-08-15T08:33:59","modified_gmt":"2018-08-15T06:33:59","slug":"hinweise-des-tages-3183","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45469","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45469#h01\">Rot-Rot-Gr&uuml;n ist nicht gleich Rot-Rot-Gr&uuml;n<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45469#h02\">Berliner Linkspartei fremdelt mit Sammlungsbewegung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45469#h03\">Rekordausgaben f&uuml;r das US-Milit&auml;r<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45469#h04\">Marode Br&uuml;cken gibt es auch in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45469#h05\">&laquo;Die armen L&auml;nder werden nicht aufholen k&ouml;nnen, wenn ihre kl&uuml;gsten und besten Leute das Land verlassen&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45469#h06\">Nationalismus wird uns immer ins Elend f&uuml;hren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45469#h07\">Die wundersamen Millionen der Air-Berlin-Pleite<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45469#h08\">Freier Fall der t&uuml;rkischen Lira gef&auml;hrdet den Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45469#h09\">Medizintourismus in der Grauzone: Das heikle Gesch&auml;ft der Patientenvermittler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45469#h10\">Niedriglohnsektor bleibt unver&auml;ndert gro&szlig;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45469#h11\">Erntehelfer: Sie wollen hier nicht mehr arbeiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45469#h12\">Frauenstreik: Einfach machen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45469#h13\">Wenn sich nicht bald etwas &auml;ndert, laufen wir auf den n&auml;chsten Contergan-Skandal zu<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45469#h14\">Johanna Winter vom Klimacamp &bdquo;Wir m&uuml;ssen uns klarmachen, was auf uns zukommen kann&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45469#h15\">Herkunft ist kein Ersatz f&uuml;r Zukunft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45469#h16\">Wir fallen in Fragen der Meinungsfreiheit hinter die Errungenschaften des 19. Jahrhunderts zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45469#h17\">Ramelow offen f&uuml;r Regierungsb&uuml;ndnisse mit der CDU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45469#h18\">Ank&uuml;ndigung: zeitung gegen den Krieg zum Antikriegstag, dem 1. September 2018<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Rot-Rot-Gr&uuml;n ist nicht gleich Rot-Rot-Gr&uuml;n<\/strong><br>\nIn den Kommentaren zur Bewegung Aufstehen taucht immer wieder derselbe Irrtum auf: Der Begriff Rot-Rot-Gr&uuml;n wird f&uuml;r zwei v&ouml;llig unterschiedliche Politikkonzepte verwandt. Die einen, darunter viele Journalisten, verstehen darunter die Fortsetzung der Politik von SPD und Gr&uuml;nen in den letzten Jahren, also Kriegsbeteiligungen, Waffenlieferungen in Kriegsgebiete, Spardiktate f&uuml;r s&uuml;deurop&auml;ische L&auml;nder, Unterst&uuml;tzung der konfrontativen US-Politik gegen&uuml;ber Russland, Lohndr&uuml;ckerei, Sozialabbau und eine Umweltpolitik, die &ndash; siehe Dieselskandal &ndash; gro&szlig;e Milde gegen&uuml;ber Konzernen walten l&auml;sst. Wenn Journalisten zu dem Urteil kommen, Wagenknecht und Lafontaine bek&auml;mpfen Rot-Rot-Gr&uuml;n, dann meinen sie diese Politik und haben v&ouml;llig Recht, weil wir sie, gemeinsam mit vielen Initiatoren der Sammlungsbewegung, auch weiter bek&auml;mpfen werden. Eine deutliche Mehrheit der Bev&ouml;lkerung lehnt diese Politik ab.<br>\nWir verstehen unter Rot-Rot-Gr&uuml;n etwas ganz anderes: Eine Absage an jede Kriegsbeteiligung und an Waffenlieferungen in Spannungsgebiete, eine Europapolitik der guten Nachbarschaft, ein Ende des Export- und Besch&auml;ftigungsnationalismus, eine Wiederaufnahme der Ost- und Entspannungspolitik, eine Lohnentwicklung, die sich an der Entwicklung der Inflation und der Produktivit&auml;t orientiert, einen Wiederaufbau des Sozialstaates mit einer Rentenversicherung, die sich ein Beispiel an &Ouml;sterreich nimmt (dort bekommt der Durchschnittsrentner 800 Euro pro Monat mehr) und einer Arbeitslosenversicherung ohne Hartz IV, eine R&uuml;cknahme der sozialen K&uuml;rzungen der letzten Jahre und eine Umweltpolitik, die sich der Zerst&ouml;rung unseres Planeten widersetzt indem sie die gro&szlig;en Konzerne in die Schranken weist. Naomi Klein hat Recht: Einen gr&uuml;nen Kapitalismus gibt es nicht.<br>\nDer Begriff Rot-Rot-Gr&uuml;n dient in der politischen Diskussion der Verschleierung, weil er von den einander fundamental entgegengesetzten Politikentw&uuml;rfen ablenkt, um die es eigentlich geht.<br>\nAn unsere Kritiker: Habt doch den Mut und nennt das Kind beim Namen. Werbt f&uuml;r Kriegsbeteiligungen, Waffenlieferungen, Sozialabbau, Exportnationalismus, Umweltzerst&ouml;rung im Interesse der Konzerngewinne und so weiter, dann wissen die Leute, woran sie sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376.47953.188971457830996\/1916097708451687\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine fb<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Berliner Linkspartei fremdelt mit Sammlungsbewegung<\/strong><br>\n(&hellip;) Noch kritischer wird das Projekt &raquo;Aufstehen&laquo; vom Fraktionsvorsitzenden der LINKEN im Abgeordnetenhaus, Udo Wolf, bewertet. &raquo;Ich glaube, dass diese Sammlungsbewegung sowohl inhaltlich als auch strategisch an dem, was die Menschen in Berlin von linker Politik erwarten, vorbeigeht: Insbesondere diese nationalstaatliche Orientierung, diese Abgrenzung gegen&uuml;ber Migration und Gefl&uuml;chteten kann das linksalternative und das Mitte-Links-Klientel in der Stadt nicht begeistern&laquo;, sagt der Fraktionschef. Die Berliner Linkspartei sei au&szlig;erdem permanent dabei, die linke W&auml;hlerschaft zu erweitern. Zudem habe die Partei B&uuml;ndnispartner sowohl auf parlamentarischer als auch au&szlig;erparlamentarischer Ebene, so Wolf. Sein Fazit: &raquo;Die LINKE in Berlin braucht keine Sammlungsbewegung.&laquo; &hellip;<br>\nGleichzeitig gibt es in der Partei die Sorge, dass die Initiative der Sammlungsbewegung mit ihrer bisherigen Ausrichtung im migrantisch gepr&auml;gten Berlin eher Schaden anrichten k&ouml;nnte. &raquo;Es ist die grunds&auml;tzliche Aufgabe der LINKEN, den Rassismus in all seinen Facetten zur&uuml;ckzudr&auml;ngen&laquo;, sagt die Spandauer Bundestagsabgeordnete Helin Evrim Sommer (LINKE). Bei der Sammlungsbewegung habe sie aber den Eindruck, dass beim &raquo;Monothema&laquo; soziale Gerechtigkeit vieles ausgeklammert werde. Dabei m&uuml;sse man das doch von Anfang mit dem Thema Rassismus koppeln. &raquo;Armut hat ein migrantisches Gesicht&laquo;, betont Sommer.<br>\n&raquo;Eine echte linke Sammlungsbewegung bringt diejenigen, die sich gegen explodierende Mieten wehren und f&uuml;r h&ouml;here L&ouml;hne k&auml;mpfen, mit denjenigen zusammen, die in der Fl&uuml;chtlingshilfe arbeiten oder f&uuml;r die Wiederherstellung eines umfassenden Asylrechts streiten&laquo;, sagt der Bundestagsabgeordnete Pascal Meiser (LINKE), der seinen Wahlkreis in Friedrichshain-Kreuzberg hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1097328.sahra-wagenknecht-berliner-linkspartei-fremdelt-mit-sammlungsbewegung.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> So, so die F&uuml;hrung der Linken in Berlin sieht die linke Sammlungsbewegung #Aufstehen skeptisch. Auch keine richtige &Uuml;berraschung, tummeln sich dort doch Figuren wie Klaus Lederer. Sehr kurios die seltsame Logik die dort bez&uuml;glich der Fl&uuml;chtlingsproblematik herrscht und die versucht auch wirklich jedes politische Thema und sei es noch so weit hergeholt, in irgendeiner Weise dazu in Relation zu setzen. Was auch zeigt wie realit&auml;tsfern die Berliner Parteifunktion&auml;re selbst der Linken inzwischen sind, wenn sie soziale Gerechtigkeit also die soziale Frage quasi als nebens&auml;chlich titulieren .<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Offenbar geht es der Berliner Linkspartei nur noch um die Themenkombo Flucht\/Migration, die sie &uuml;ber alle anderen Themen st&uuml;lpt. Zumindest dies erinnert frappierend an die AfD.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Rekordausgaben f&uuml;r das US-Milit&auml;r<\/strong><br>\nDer neue US-Verteidigungshaushalt hat einen Umfang von 716 Milliarden Dollar. Pr&auml;sident Trump unterzeichnete das Gesetz zu dem Rekordetat &ndash; und verteidigte erneut seine Pl&auml;ne f&uuml;r eine Weltraumarmee.<br>\nUS-Pr&auml;sident Donald Trump hat einen neuen Verteidigungshaushalt in H&ouml;he von 716 Milliarden Dollar (627 Milliarden Euro) unterzeichnet. Er unterschrieb das Gesetz auf dem Armeest&uuml;tzpunkt Fort Drum im Bundesstaat New York.<br>\nTrump zufolge handelt es sich um die &ldquo;bedeutendste Investition&rdquo; in das US-Milit&auml;r in der modernen Geschichte. Allerdings berechnete das Zentrum f&uuml;r strategische und internationale Studien in Washington, dass die drei ersten Verteidigungsetats unter Trumps Vorg&auml;nger Barack Obama h&ouml;her ausfielen, wenn man sie um die Inflation bereinigt.<br>\nLieferverbot f&uuml;r die T&uuml;rkei<br>\nDas Ausgabengesetz f&uuml;r das Pentagon beinhaltet mehrere wichtige Regelungen, darunter ein Lieferverbot von F-35-Kampfflugzeugen an die T&uuml;rkei. Das Verbot f&uuml;r den NATO-Partner, mit dem sich die USA in einem Streit &uuml;ber die Inhaftierung des US-Pastors Andrew Brunson befinden, gilt, so lange sich die Regierung in Ankara nicht von russischer Technologie lossagt.<br>\n&ldquo;Weltraum ist zum Schlachtfeld geworden&rdquo;<br>\nBei der Unterzeichnung des Gesetzes verteidigte Trump auch seine Pl&auml;ne f&uuml;r eine Weltraumarmee. &ldquo;Wie der Himmel, die Erde und das Meer ist der Weltraum zum Schlachtfeld geworden&rdquo;, sagte er. Der Pr&auml;sident will eine Weltraumarmee zum eigenst&auml;ndigen sechsten Arm des US-Milit&auml;rs machen.<br>\nEigene Weltraumstreitkr&auml;fte w&uuml;rden den USA Dominanz &uuml;ber ihre Rivalen geben. Diese h&auml;tten bereits begonnen, &ldquo;den Weltraum zu bewaffnen&rdquo;, sagte Trump. &ldquo;Eine Pr&auml;senz der USA im Weltraum reicht nicht aus, wir m&uuml;ssen eine Dominanz der USA im Weltraum haben.&rdquo; Trump warnte in diesem Zusammenhang speziell vor China.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/trump-verteidigungshaushalt-103.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Marode Br&uuml;cken gibt es auch in Deutschland<\/strong><br>\nDer Br&uuml;ckeneinsturz im italienischen Genua mit zahlreichen Toten lenkt auch den Blick auf die Infrastruktur in Deutschland. Hierzulande gibt es nach Angaben der Bundesanstalt f&uuml;r Stra&szlig;enwesen rund 39.600 Br&uuml;cken an Autobahnen und anderen Fernstra&szlig;en. Verkehrsexperten kritisieren seit langem, dass ein Gro&szlig;teil der Br&uuml;cken des Bundes 40 Jahre und &auml;lter und daher in einem schlechten Zustand ist. Die Folge: Br&uuml;cken m&uuml;ssen teilweise f&uuml;r schwere Lastwagen oder sogar komplett gesperrt werden.<br>\nNach aktuellen Zahlen des Bundesverkehrsministeriums befinden sich 12,2 Prozent der Br&uuml;cken in einem &ldquo;nicht ausreichenden beziehungsweise ungen&uuml;genden Bauwerkszustand&rdquo; &ndash; das hei&szlig;t, gut jede achte Br&uuml;cke ist marode. Immerhin: Im Jahr 2008 lag der Anteil der maroden Bundesbr&uuml;cken noch bei 15 Prozent, er sank damit leicht. Wird einer Br&uuml;cke ein nicht ausreichender Zustand attestiert, so bedeutet dies demnach, dass es in n&auml;herer Zukunft Instandsetzungsma&szlig;nahmen geben muss. Bei einem ungen&uuml;genden Bauwerkszustand ist die Standsicherheit oder Verkehrssicherheit &ldquo;erheblich beeintr&auml;chtigt oder nicht mehr gegeben&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/panorama\/Marode-Bruecken-gibt-es-auch-in-Deutschland-article20573231.html\">ntv<\/a>\n<p><strong>Dazu: In diesem Zustand sind Deutschlands Br&uuml;cken<\/strong><br>\nEin Achtel ist schon bauf&auml;llig<br>\n40.000 Br&uuml;cken f&uuml;hren unsere Fernstra&szlig;en &uuml;ber T&auml;ler, Fl&uuml;sse und andere Hindernisse &ndash; 30 Millionen Quadratmeter schwebender Asphalt &uuml;ber deutschem Boden. Ein nicht unerheblicher Teil davon befindet sich nach Einsch&auml;tzung von Ingenieuren in marodem Zustand: Bei einem Achtel der Br&uuml;ckenfl&auml;che ist die Stand- oder Verkehrssicherheit beeintr&auml;chtigt, eine umgehende Instandsetzung w&auml;re erforderlich. Die Folge sind Baustellen, Sperrungen, Staus.<br>\nEbenfalls ein Achtel der Br&uuml;ckenfl&auml;che befindet sich in gutem Zustand.<br>\nDie meisten Bauwerke aber fallen ins Mittelfeld: Bei ihnen k&ouml;nnen schon heute Teile der Konstruktion beeintr&auml;chtigt sein, mindestens mittelfristig wird eine Instandsetzung n&ouml;tig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/deutschland-so-ist-es-um-die-bruecken-bestellt-a-1215558.html\">Spiegel<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Hier zeigt sich wieder der v&ouml;llige Irrsinn der neoliberalen Austerit&auml;tspolitik, die in Finanzminister Scholz (SPD) einen weiteren herausragenden Protagonisten gefunden hat. Denn auch der, diesmal tats&auml;chliche, Mangel an Bauingenieuren ist darauf zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, dass durch Sparma&szlig;nahmen das Personal der zust&auml;ndigen Beh&ouml;rden best&auml;ndig ausged&uuml;nnt wurde. Wie bereits erw&auml;hnt, das Festhalten an der aberwitzigen Ideologie des Neoliberalismus durch die Politik kann nur noch mit Dummheit oder Korruption erkl&auml;rt werden.<\/em><\/p>\n<p><em>Bislang fiel Deutschland nicht gerade durch eine vorausschauende Verkehrspolitik auf: Die Regierung investierte weniger in die Infrastruktur als viele andere Industriel&auml;nder, gemessen an der deutschen Wirtschaftsleistung nahmen die Investitionen seit Anfang der Neunziger sogar sp&uuml;rbar ab.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&laquo;Die armen L&auml;nder werden nicht aufholen k&ouml;nnen, wenn ihre kl&uuml;gsten und besten Leute das Land verlassen&raquo;<\/strong><br>\nDer britische &Ouml;konom Paul Collier kritisiert im Gespr&auml;ch die verantwortungslose europ&auml;ische Migrationspolitik. Statt Fl&uuml;chtlinge und Migranten nach Europa zu locken, sollten mit westlichem Geld Arbeitsgelegenheiten f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge in der N&auml;he ihrer Heimat geschaffen werden.<br>\nSie befassen sich seit Jahrzehnten mit Migrationspolitik. Wie ist das Thema zu einer so hei&szlig; diskutierten Streitfrage geworden &ndash; und wie kann es politisch weitergehen?<br>\nMomentan ist die Migrations- und Fl&uuml;chtlingspolitik ein heilloses Durcheinander. Es ist ein defektes System. Im Grunde verdient es nicht einmal die Bezeichnung &laquo;System&raquo;. Wie konnte es so weit kommen? Durch unglaublich unverantwortliche, kurzfristige politische Entscheidungen von zentralen Figuren in Europa &ndash; allen voran Angela Merkel, die das Fl&uuml;chtlingsproblem, als es 2011 begann, zun&auml;chst weitgehend ignorierte, um 2015 dann panisch aufzuwachen.<br>\nNun &ouml;ffnete sie sehr unverantwortlich und einseitig die T&uuml;ren &ndash; in dem Glauben, dass lediglich 10 000 Menschen kommen w&uuml;rden &ndash; und schlug diese T&uuml;ren sechs Monate sp&auml;ter genauso einseitig wieder zu, indem sie einen unglaublich teuren Deal mit Erdogan &ndash; einem wirklich netten Mann &ndash; aushandelte und versuchte, die anderen europ&auml;ischen L&auml;nder dazu zu zwingen, die Fl&uuml;chtlinge aufzunehmen, die sie einseitig hereingelassen hatte. Das ist wirklich eine erstaunliche Verantwortungslosigkeit, und so l&auml;uft nat&uuml;rlich auch die Europapolitik derzeit aus dem Ruder.<br>\nIhre Idee bestand also im Grund darin, Anreize f&uuml;r alle Seiten zu schaffen?<br>\nJa, nat&uuml;rlich. Es w&auml;re verr&uuml;ckt gewesen, mit erhobenem Zeigefinger zu fordern: &laquo;Sie sollten ihnen Arbeitspl&auml;tze geben.&raquo; Wir k&ouml;nnen die Globalisierung dazu nutzen, dort Arbeitspl&auml;tze zu schaffen, wo die Fl&uuml;chtlinge sind. Europa &ndash; und insbesondere Deutschland &ndash; war bestens ausger&uuml;stet, das zu tun. Mit all den bereits in der Region t&auml;tigen Unternehmen war Deutschland geradezu pr&auml;destiniert daf&uuml;r. Deutsche Unternehmen haben &uuml;ber die Jahre Hunderttausende von Arbeitspl&auml;tzen in der T&uuml;rkei geschaffen. Das hat keine Arbeitspl&auml;tze in Deutschland gekostet.<br>\nIch arbeite zu neunzig Prozent meiner Zeit mit afrikanischen Regierungen, deren Albtraum es ist, dass ihre jungen Menschen allm&auml;hlich dem Narrativ verfallen, dass ihre Hoffnung in der Auswanderung liege. Derzeit arbeite ich mit der Regierung von Ghana&hellip; Die Regierung leistet gute Arbeit. Aber sie kann auf keinen Fall in diesem Jahr wirtschaftliche M&ouml;glichkeiten schaffen, die besser sind, als einen Job in Europa zu finden &ndash; nie und nimmer. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass wir das Recht h&auml;tten, die kl&uuml;gsten und besten jungen Ghanaer und Ghanaerinnen nach Europa zu locken. Sie werden in Ghana gebraucht.<br>\nWie erkl&auml;ren Sie es sich, dass gerade die Fl&uuml;chtlingsfrage zu so einem polarisierenden Thema in Europa wurde?<br>\nWeil das Thema nicht durchgedacht wurde. Da waren politische Entscheidungstr&auml;ger am Werk, die ihrem Auftrag nicht nachgekommen sind, langfristig zu denken, was eine vern&uuml;nftige, auf lange Sicht gute Politik w&auml;re. Stattdessen scheinen sie von Woche zu Woche oder gar von Tag zu Tag auf die Ereignisse reagiert zu haben. Mit kurzfristigen Entscheidungen aufgrund kurzfristiger Ereignisse ger&auml;t man immer tiefer in ein Schlamassel. Wir sollten uns endlich fragen: &laquo;Wie sieht eine nachhaltige Politik aus?&raquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/international\/die-armen-laender-werden-nicht-aufholen-koennen-wenn-ihre-kluegsten-und-besten-leute-das-land-verlassen-ld.1410537\">Neue Z&uuml;richer Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Nationalismus wird uns immer ins Elend f&uuml;hren<\/strong><br>\nEin Gespr&auml;ch mit Konstantin Wecker &uuml;ber Kunst, Politik und linken Populismus oder Nationalismus<br>\nVereinfacht gesagt f&uuml;hren die &ldquo;&auml;u&szlig;eren&rdquo; Vorgaben durch die Politik oft ins Elend ideologischer Einschn&uuml;rungen. Dementgegen sollte man es ruhig einmal &ldquo;innerlich&rdquo; versuchen mit etwas, das Wecker eine spirituelle Revolution nennt. Letztlich k&ouml;nne einzig die Poesie das Individuum st&auml;rken und dazu verhelfen, Haltung zu bewahren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Nationalismus-wird-uns-immer-ins-Elend-fuehren-4136969.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die wundersamen Millionen der Air-Berlin-Pleite<\/strong><br>\nSelbst ein Jahr nach der Insolvenz von Air Berlin sorgt die Pleite von Deutschlands ehemals zweitgr&ouml;&szlig;ter Airline noch f&uuml;r &Uuml;berraschungen. Vor wenigen Tagen hie&szlig; es noch aus dem Bundeswirtschaftsministerium, dass der staatliche &Uuml;berbr&uuml;ckungskredit von 150 Millionen Euro wohl nicht komplett zur&uuml;ckgezahlt werden kann. Jetzt sendet der Insolvenzverwalter eine f&uuml;r die Steuerzahler erfreulichere Botschaft. Es sei nicht mehr auszuschlie&szlig;en, dass der Kredit im Verlauf der kommenden Jahre doch komplett zur&uuml;ckgef&uuml;hrt werden kann. Allerdings ohne Zinsen, erkl&auml;rte Lucas Fl&ouml;ther auf Anfrage von Nachrichtenagenturen.<br>\n(&hellip;) Erst 2019 wird sich &uuml;berhaupt zeigen, wer noch wie viel Geld von Air Berlin fordert und welches Verm&ouml;gen noch in die Kasse kommen k&ouml;nnte. So soll es allein 1,3 Millionen Forderungen von Gl&auml;ubigern geben &ndash; vor allem aus nicht abgeflogenen Ticketverk&auml;ufen. Von dem Geld, das noch in die Kasse kommt, wird zuerst das KfW-Darlehen zur&uuml;ckbezahlt. Noch steht nicht fest, ob wom&ouml;glich auch vom Ex-Gro&szlig;aktion&auml;r Etihad Geld einzutreiben ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article181168726\/Air-Berlin-Wie-die-Pleite-Airline-auf-einmal-doch-den-Kredit-des-Bundes-zurueckzahlen-kann.html\">Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Freier Fall der t&uuml;rkischen Lira gef&auml;hrdet den Euro<\/strong><br>\nDer Fall der t&uuml;rkischen Lira gef&auml;hrdet den Euro. Den letzten Ausschlag gab die Ank&uuml;ndigung Trumps, die Z&ouml;lle f&uuml;r die T&uuml;rkei zu verdoppeln. Demnach sollen die Z&ouml;lle auf Aluminium auf 20 Prozent und die f&uuml;r Stahl auf 50 Prozent angehoben werden. Die t&uuml;rkische Regierung reagiert eher hilflos und hofft auf Allah.<br>\nSeit sp&auml;testens 2007 befindet sich die T&uuml;rkei wirtschaftlich auf einem expansiven, neoliberalen Kurs. Erdogan setzte dazu seinen autorit&auml;ren Populismus ein und inszenierte sich als &Uuml;bervater, der nicht nur politisch, sondern auch &ouml;konomisch die richtige Richtung vorgab. Zun&auml;chst schien dies zu funktionieren, denn seit der Krise 2008 schien die T&uuml;rkei den lukrative Anlagem&ouml;glichkeiten suchenden internationalen Investoren als ein geeigneter Hafen.<br>\nSp&auml;testens seit den Gezi-Protesten in Istanbul 2013 aber h&auml;tte allen klar sein k&ouml;nnen, dass mit diesem Erdogan, der sich selbst bei der Planung eines kommunalen Parks einmischt, der alle B&uuml;rgerproteste niederkn&uuml;ppeln l&auml;sst, der sich in einem Naturschutzgebiet einen Palast mit 1000 Zimmern bauen l&auml;sst, der fragw&uuml;rdige Gro&szlig;projekte im Dutzend bauen l&auml;sst und der sich seit 2015 wieder einen teuren Krieg gegen die Kurden leistet, weder ein rationaler Staat noch eine rationale &Ouml;konomie gestalten l&auml;sst.<br>\nSeitdem hat er eine Klientelstruktur in Wirtschaft und Politik aufgebaut, die zuerst parallel zu den Ministerien agierte und heute an den Schalthebeln der Macht in den Ministerien sitzt. Eine Schl&uuml;sselfigur ist Erdogans Schwiegersohn, Finanzminister Berat Albayrak. Als dieser vergangene Woche sein &ldquo;neues Wirtschaftsmodell&rdquo; vorstellte, st&uuml;rzte die Lira rapide ab.<br>\n(&hellip;) Was passiert, wenn die T&uuml;rkei die Kredite aus Europa nicht mehr bedienen kann?<br>\nDann m&uuml;ssten die europ&auml;ischen Banken ihre Kredite abschreiben, was diese selbst in die Krise hineinziehen w&uuml;rde. Das k&ouml;nnte dazu f&uuml;hren, dass vor allem die spanische Regierung, unter Umst&auml;nden aber auch die franz&ouml;sische und italienische Regierung wieder einmal Banken retten m&uuml;sste.<br>\nDies scheint der Hauptgrund zu sein, warum man in Europa weiterhin das System Erdogan st&uuml;tzt und, weshalb Merkel den Despoten am 28. und 29. September mit allen Ehren empf&auml;ngt. (Erg&auml;nzung: Darum zahlte die Commerzbank noch im Juni 2,5 Millliarden Euro an die T&uuml;rkei.) Und darum wurden auch die Hermesb&uuml;rgschaften wieder freigegeben und weiterhin Milliarden deutscher Steuergeld in die T&uuml;rkei gepumpt &ndash; angeblich f&uuml;r die syrischen Fl&uuml;chtlinge.<br>\nDass dies eine M&auml;r ist, wurde schon von vielen Zeitungen beschrieben und belegt. Die T&uuml;rkei setzte die Fl&uuml;chtlinge aus Syrien immer wieder als Erpressungsmittel gegen Deutschland und andere europ&auml;ische Staaten ein, indem Erdogan drohte, die Grenzen nach Europa zu &ouml;ffnen.<br>\nNun entledigt sich die T&uuml;rkei angesichts der drohenden Versorgungskrise ihrer Bev&ouml;lkerung dieser Menschen, indem sie sie nach Afrin und Idlib abschiebt und an der Grenze den islamistischen Milizen &uuml;bergibt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Freier-Fall-der-tuerkischen-Lira-gefaehrdet-den-Euro-4133858.html?seite=all\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WM:<\/strong> Dazu auch: Jens Berger: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45456#more-45456\">Die T&uuml;rkei-Krise ist Erdogans und Trumps Werk, aber unser Problem<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Medizintourismus in der Grauzone: Das heikle Gesch&auml;ft der Patientenvermittler<\/strong><br>\nF&uuml;r immer mehr Menschen wird die Suche nach einem geeigneten Arzt zur Tortur. Das Startup Qunomedical will Patienten deshalb kostenfrei Zugang zu Medizinern und Krankenh&auml;usern weltweit erm&ouml;glichen. Dabei ist das wom&ouml;glich illegal.<br>\n(&hellip;) Nicht nur immer mehr Krankenh&auml;user und &Auml;rzte tummeln sich deshalb in dem Gesch&auml;ftsfeld. Denn bevor Russen, Araber und Chinesen sich bei ihrem Wunschbehandler unters Messer legen k&ouml;nnen, m&uuml;ssen sie ihn erst finden. Genau da kommen Startups wie Qunomedical ins Spiel: Die Plattform vermittelt Patienten an &Auml;rzte und Kliniken, sowohl in Deutschland als auch im Ausland.<br>\nMedizintourismus hat ein schlechtes Image<br>\n(&hellip;) Das Gesch&auml;ft von Qunomedical ist nicht nur kompliziert. Es findet auch in der rechtlichen Grauzone statt. Denn die Vermittlung von Patienten gegen Geld ist in Deutschland laut &Auml;rzte-Berufsordnung verboten. Provisionen f&uuml;r eine Vermittlung d&uuml;rfen erst recht nicht gezahlt werden. Vertr&auml;ge &uuml;ber Gewinnbeteiligungen gelten laut einem Urteil des Landesgerichts Kiel aus dem Jahr 2011 sogar als sittenwidrig. &ldquo;Patientenvermittler leisten einer unerw&uuml;nschten Kommerzialisierung des Arztberufs Vorschub und begr&uuml;nden einen unlauteren Wettbewerbsvorteil gegen&uuml;ber anderen Krankenh&auml;usern, die potentiell ebenfalls Patientinnen und Patienten aus dem Ausland behandeln k&ouml;nnten&rdquo;, schreibt das Gesundheitsministerium auf seiner Webseite.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/wirtschaft_startupnews\/Das-heikle-Geschaeft-der-Patientenvermittler-article20551797.html\">ntv<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Niedriglohnsektor bleibt unver&auml;ndert gro&szlig;<\/strong><br>\nDer Niedriglohnsektor hat von der konjunkturellen Hochphase am Arbeitsmarkt wenig profitiert hat. Noch immer arbeitet fast jede f&uuml;nfte Vollzeitkraft zu Niedrigl&ouml;hnen. &Auml;ndern l&auml;sst sich das nur &uuml;ber die Ver&auml;nderung der institutionellen Rahmenbedingungen.<br>\nDie Debatte um Arbeit zu Niedrigl&ouml;hnen und mit ihr die Kritik am aufgebl&auml;hten Niedriglohnsektor sind in letzter Zeit etwas in den Hintergrund getreten. Dies mag damit zusammenh&auml;ngen, dass der Anteil an Niedriglohnbesch&auml;ftigten unter den Arbeitnehmern sich in den letzten Jahren nach zuvor starkem Anstieg auf hohem Niveau stabilisiert und zuletzt sogar ein wenig verringert hat. Es mag aber auch damit zusammenh&auml;ngen, dass sich in der Arbeitsmarktforschung die Schwerpunkte verlagert haben.<br>\nNeue Erkenntnisse sind jedenfalls rar, und so bezieht sich die Umschreibung &bdquo;zuletzt&ldquo; auf die Situation im Jahr 2015. Damals bezogen 22,6 Prozent aller abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten (ab 18 Jahren; ohne Auszubildende, Sch&uuml;ler\/innen und Studierende) Niedrigl&ouml;hne &ndash; also Bruttostundenentgelte, die weniger als zwei Drittel des mittleren Lohns (Medianlohn) aller Besch&auml;ftigten betrugen. 2013 lag der Anteil noch bei 23,0 Prozent, 2014 bei 22,7 Prozent. F&uuml;r die Folgejahre war bisher nur die Entwicklung bei den Vollzeitbesch&auml;ftigten im Jahr 2016 bekannt. Hier lag der Anteil an Geringverdienern bei 20,1 Prozent. 4,15 Millionen Vollzeitkr&auml;fte verdienten damals nicht mehr als 2.088 Euro im Monat (brutto).<br>\nDatengrundlage bildet hier die Entgeltstatistik der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA). Sie erfasst j&auml;hrlich die Verdienstsituation von &bdquo;Vollzeitbesch&auml;ftigten der Kerngruppe&ldquo;, das sind sozialversicherungspflichtig Vollzeitbesch&auml;ftigte, die nicht in einem Ausbildungsverh&auml;ltnis stehen und f&uuml;r die keine gesetzlichen Sonderregeln gelten. Nach Angaben der BA werden damit 98 Prozent aller Vollzeitkr&auml;fte erfasst.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2018\/08\/immer-noch-ueber-4-millionen\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Erntehelfer: Sie wollen hier nicht mehr arbeiten<\/strong><br>\nDeutsche Landwirte klagen &uuml;ber die Hitze. Doch Obst- und Gem&uuml;sebauern haben dieses Jahr ein ganz anderes Problem: Ihnen fehlen die Erntehelfer.<br>\n(&hellip;) Ein Indiz f&uuml;r Zwangsarbeit<br>\n&hellip;Nun standen auf seiner Abrechnung viel niedrigere Kilowerte, teils nur die H&auml;lfte von dem, was er auf dem Feld gestochen hatte. Im Vertrag mit den Arbeitern hatte der Betrieb notiert, die 50 Cent pro Kilo w&uuml;rden nur f&uuml;r &ldquo;vermarktungsf&auml;higen Spargel&rdquo; bezahlt. &ldquo;Das ist doch Betrug am helllichten Tage&rdquo;, schimpft Gajewski auf Polnisch.<br>\nDer Landwirt vom Spargelhof verteidigt sein Vorgehen&hellip; Daher entscheide er in diesem Jahr erst an der Sortiermaschine, wie viele Kilo abgerechnet werden. Die Berater der Fachstelle Migration und Gute Arbeit in Brandenburg, die Vertr&auml;ge der Arbeiter eingesehen haben, halten die Praxis f&uuml;r rechtswidrig. Das unternehmerische Risiko wird den Erntehelfern aufgeb&uuml;rdet.<br>\n(&hellip;) Als Mihai bei seinem Chef f&uuml;r die Vertragsausfertigung im B&uuml;ro sa&szlig;, behielt der direkt den Pass ein&hellip;<br>\nDie Ausweise einzubehalten ist gravierend. Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) sieht darin ein Indiz f&uuml;r Zwangsarbeit. Denn ohne ihre Dokumente k&ouml;nnen die Arbeiter nicht weg. Sie sind gewisserma&szlig;en gefangen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/arbeit\/2018-07\/erntehelfer-saisonkraefte-mangel-landwirtschaft-agrarbereich\/komplettansicht\">Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Und so weiter und so weiter. Es folgen weitere Berichte &uuml;ber Lohnbetrug, unzul&auml;ssige Kosten f&uuml;r die Erntehelfer, und dann die endlosen Klagen der Landwirte, die den deutschen Mindestlohn von 8,84 Euro zahlen sollen und ihre Arbeiter selbst um diese Almosen prellen. Da wei&szlig; man gar nicht, wo man anfangen soll: da&szlig; der deutsche Mindestlohn schon nicht f&uuml;r die Existenzsicherung ausreicht? Da&szlig; Erntehelfer ein sehr harter Job ist, viele Stunden t&auml;glich, in Hitze und Wetter, und sowieso deutlich besser bezahlt werden sollte, mit mindestens 12 pro Stunde? Da&szlig; die Bezeichnung als &ldquo;Sklavenarbeit&rdquo; nur leicht zugespitzt ist und das Interesse der Erntehelfer aus nachvollziehbaren Gr&uuml;nden Jahr f&uuml;r Jahr abnimmt? Was f&uuml;r eine Unversch&auml;mtheit es ist, da&szlig; die Landwirte jetzt auf Sklavenarbeiter aus der Ukraine hoffen, weil dort &ldquo;die Armut noch gr&ouml;&szlig;er [ist] als in Rum&auml;nien oder Polen&rdquo;, und damit deutlich zeigen, worum es bei der Arbeitnehmerfreiz&uuml;gigkeit alleinig geht: billig und erpressbar? Aber am allerunglaublichsten ist nat&uuml;rlich, da&szlig; all diese unanst&auml;ndigen und untragbaren Verh&auml;ltnisse und die weitere Versch&auml;rfung der Arbeitskonkurrenz von der Vorsitzenden der Linkspartei begr&uuml;&szlig;t werden, die ausl&auml;ndische Erntehelfer mit Niedrigl&ouml;hnen f&uuml;r unersetzlich h&auml;lt, denn anderenfalls &ldquo;h&auml;tten wir ein richtiges Problem&rdquo; &hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Frauenstreik: Einfach machen<\/strong><br>\nIn Spanien, Polen und Argentinien haben es die Feministinnen vorgemacht, jetzt wird auch in Deutschland ein Frauenstreik organisiert. Warum das die n&auml;chste Eskalationsstufe ist.<br>\n(&hellip;) Woran liegt es, dass gerade Frauen sich in diesen Zeiten vernetzen und an vielen Orten auf die Stra&szlig;e gehen? Die neue St&auml;rke der Bewegung liegt an keinem wundersamen Zaubertrank. Sie ergibt sich aus der spezifischen Rolle, die Frauen in unseren Gesellschaften einnehmen.<br>\nFrauen stehen zun&auml;chst einmal &ndash; entgegen der landl&auml;ufigen Meinung &ndash; an einer zentralen Stelle im Produktionsprozess. Nicht nur arbeiten die meisten Frauen im Dienstleistungssektor, der in Deutschland inzwischen 70 Prozent der Bruttowertsch&ouml;pfung ausmacht. Auch au&szlig;erhalb der Lohnarbeit &uuml;bernehmen Frauen noch immer den gr&ouml;&szlig;ten Teil der Erziehungs-, Pflege- und Hausarbeit, ohne die niemand seine Haut &uuml;berhaupt zu Markte tragen k&ouml;nnte&hellip;.<br>\n&bdquo;Wenn wir streiken, steht die Welt still&ldquo;. F&uuml;r ihre Arbeit erhalten Frauen kein oder vergleichsweise wenig Lohn. Das liegt im Kapitalismus am Interesse des Kapitalisten, die Kosten f&uuml;r die &bdquo;Reproduktion der Ware Arbeitskraft&ldquo;, also die Erholung und Pflege unserer K&ouml;rper und die Sorge um die kommenden Arbeiterinnen, unsere Kinder, m&ouml;glichst gering zu halten. Dass sich Frauen das weltweit viel zu h&auml;ufig gefallen lassen, h&auml;ngt wiederum mit ihrem gesellschaftlichen Status zusammen. Kapitalistische Ausbeutung l&auml;sst sich nicht trennen von weiblicher Gewalterfahrung und rassistischer Diskriminierung&hellip;.<br>\nDie Idee eines Frauen*streiks scheint deshalb auch so vielen sofort einsichtig und breitet sich derzeit immer weiter aus. So auch in Deutschland, wo die Vorbereitungen f&uuml;r einen Streik am 8. M&auml;rz 2019 in diesem Jahr begonnen haben.<br>\n(&hellip;) Politischer Streik<br>\nSo fordert der Frauenstreik etwa das in Deutschland geltende Verbot politischer Streiks heraus. Ob dieses Verbot &uuml;berhaupt gilt, ist schon lange umstritten und wurde immer wieder von Arbeiterinnen infrage gestellt. Gemeinhin gilt, dass der Arbeitskampf den falschen Adressaten treffe, wenn sich die politischen Forderungen an den Staat und nicht allein an den Arbeitgeber richten w&uuml;rden. Es gibt aber Interpretations- und Handlungsspielr&auml;ume&hellip;.<br>\nIn Gewerkschaften wie etwa ver.di, GEW oder IG BAU wird daher immer mal wieder die Forderung erhoben, das Recht auf politische Streiks ins Grundgesetz aufzunehmen. Z&ouml;gerlich sind diese Debatten und versanden schnell. Jetzt sind es die Frauen, die das Thema wieder ganz praktisch auf die Tagesordnung setzen&hellip;<br>\nUnbezahlte Hausarbeit<br>\nZum anderen betonen Feministinnen seit langer Zeit, dass Arbeit nicht nur die bezahlte Arbeit umfasst, sondern auch die unbezahlte Pflege-, Erziehungs- und Hausarbeit, sowie all die zahlreichen emotionalen Unterst&uuml;tzungsleistungen oder unsichtbaren Handgriffe in Vereinen oder Initiativen, in denen wir uns engagieren. Silvia Federici hat deshalb darauf hingewiesen, dass es noch nie einen wirklichen Generalstreik gegeben habe, da Frauen diese T&auml;tigkeiten w&auml;hrenddessen niemals h&auml;tten ruhen lassen. Ein feministischer Streik zielt deshalb nicht nur auf die Arbeit in entlohnter Form, sondern in gleichem Ma&szlig;e auf all jene unentlohnten Bereiche&hellip; Das Mittel des Streiks dient auch hier dazu, den theoretischen Auseinandersetzungen &uuml;ber die Ausweitung des Arbeitsbegriffs Form zu geben und sie selbst besser zu verstehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/adamag.de\/frauenstreik-einfach-machen\">ada<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wenn sich nicht bald etwas &auml;ndert, laufen wir auf den n&auml;chsten Contergan-Skandal zu<\/strong>\n<ul>\n<li>Unternehmen kaufen Pillen oder S&auml;fte in jenen EU-L&auml;ndern, in denen sie wenig kosten, und verkaufen sie dort weiter, wo sie besonders teuer sind.<\/li>\n<li>Das System ist intransparent und un&uuml;bersichtlich und macht es Kriminellen einfach, gestohlene oder gef&auml;lschte Ware einzuschleusen.<\/li>\n<li>Die Risiken sind kaum abzusehen. Weil das Hin- und Herverschieben den deutschen Krankenkassen Geld spart, ist es aber von der Politik gewollt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das brandenburgische Pharmaunternehmen Lunapharm verkaufte Krebsmittel, die aus griechischen &ndash; und vielleicht auch italienischen &ndash; Kliniken gestohlen wurden. Vieles in diesem Fall ist noch unklar. Etwa ob Lunapharm von dem Diebstahl wusste, wie viele Patienten die Mittel bekommen haben und ob diese &uuml;berhaupt noch wirksam waren. Die brandenburgische Gesundheitsministerin Diana Golze (Linke) steht in der Kritik, Teile der Opposition fordern ihren R&uuml;cktritt. Hatten die deutschen Beh&ouml;rden nicht eingegriffen, obwohl sie von den gestohlenen Medikamenten wussten?<br>\nKurz darauf wurde der Blutdrucksenker Valsartan zur&uuml;ckgerufen. Die Tabletten seien bei der Herstellung in China verunreinigt worden, hie&szlig; es, mit einem m&ouml;glicherweise krebserregenden Stoff. Sechs Jahre lang blieb das unbemerkt. 900 000 Deutsche k&ouml;nnten davon betroffen sein. Welche gesundheitlichen Folgen das f&uuml;r die Menschen hat, ist kaum einzusch&auml;tzen.<br>\nAuch wenn die beiden F&auml;lle schwer zu vergleichen sind &ndash; bei Lunapharm agierte eine kriminelle Bande, bei Valsartan passierte ein schwerwiegender Fehler in der Produktion &ndash; l&auml;sst sich an ihnen gut erkl&auml;ren, wie sich der Arzneimittelmarkt ver&auml;ndert hat und wie er immer anf&auml;lliger wird f&uuml;r Fehler, f&uuml;r F&auml;lscher und Betr&uuml;ger.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.msn.com\/de-de\/nachrichten\/finance-top-stories\/wenn-sich-nicht-bald-etwas-%C3%A4ndert-laufen-wir-auf-den-n%C3%A4chsten-contergan-skandal-zu\/ar-BBLR1kx\">msn<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Johanna Winter vom Klimacamp &bdquo;Wir m&uuml;ssen uns klarmachen, was auf uns zukommen kann&ldquo;<\/strong><br>\nIn den vergangenen Wochen und Monaten wurden wir mit einer heftigen Hitze- und D&uuml;rreperiode konfrontiert, und viele Menschen haben vielleicht zum ersten Mal hautnah gesp&uuml;rt, was Klimawandel direkt vor der Haust&uuml;r konkret bedeuten kann. Wie haben Sie diese Wetterextreme wahrgenommen &ndash; einerseits als Landwirtin, andererseits als Klimaschutzaktivistin?<br>\nF&uuml;r mich als Landwirtin war und ist diese D&uuml;rre einfach nur ganz schlimm, eine regelrechte Katastrophe, der ich &uuml;berhaupt nichts Gutes abgewinnen kann. Allerdings habe ich noch nie so viel wie in den vergangenen Wochen mit Menschen, die sich sonst nicht so sehr mit dem Thema befassen, &uuml;ber den Klimawandel gesprochen. Verdorrte G&auml;rten, W&auml;lder und Felder, Fischsterben in Seen und Fl&uuml;ssen, drastische Ernteausf&auml;lle in der heimischen Landwirtschaft &ndash; all dies hat viele Menschen sehr nachdenklich gemacht.<br>\nPositiv nutzbar ist diese Erfahrung aber nur, wenn wir alle sie jetzt wirklich als Weckruf verstehen und uns klarmachen, was da noch alles auf uns zukommen kann, wenn wir nicht schnell und entschlossen gegensteuern und Taten folgen lassen. Und eine dieser Taten w&auml;re auf jeden Fall der schnelle Braunkohleausstieg&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ksta.de\/region\/rhein-erft\/johanna-winter-vom-klimacamp--wir-muessen-uns-klarmachen--was-auf-uns-zukommen-kann--31102370\">K&ouml;lner Stadtanzeiger<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Herkunft ist kein Ersatz f&uuml;r Zukunft<\/strong><br>\nW&auml;hrend westliche Staaten auf der Ebene der Politik derzeit die elementaren Bed&uuml;rfnisse der Bev&ouml;lkerungen br&uuml;sk ignorieren, zeigen sie auf der Ebene der Kultur ein immer feineres Zartgef&uuml;hl. Dort betreiben sie Sensibilisierung und implementieren entsprechende Institutionen.<br>\nAuf der Ebene der Politik unternimmt man nichts gegen die massiven Reallohnverluste, welche die untere H&auml;lfte der Bev&ouml;lkerung in den letzten Jahrzehnten hinnehmen musste. Man l&auml;sst Arbeitslose mit Ma&szlig;nahmen wie Hartz IV&hellip; Bis in die oberen Mittelschichten hinein hat sich das Gef&uuml;hl verbreitet, dass die Kinder es einmal nicht mehr besser haben werden. Dieser &ouml;konomischen Erosion entspricht auch eine der demokratischen Mitbestimmung&hellip;<br>\nAuch in Fragen der Au&szlig;enpolitik der EU haben gro&szlig;e Teile der Bev&ouml;lkerungen das Gef&uuml;hl, niemals auf irgendeiner politischen Ebene eine demokratische Willensbildung erlebt zu haben.<br>\nAuf der Ebene der Kultur dagegen zeigt man geradezu erstaunliches Verst&auml;ndnis f&uuml;r noch so kleine Sorgen oder Empfindlichkeiten &ndash; vor allem f&uuml;r solche, die mit Fragen der sogenannten ethnischen, kulturellen, religi&ouml;sen oder sexuellen etc. &ldquo;Identit&auml;t&rdquo; verbunden sind&hellip;.<br>\nDie postmodernen Identit&auml;tspolitiken aber stellen keine mildernde Kompensation, sondern vielmehr einen aktiven Beitrag zur neoliberalen Produktion wachsender Ungleichheit dar. Das ist die These, die im Begriff des &ldquo;progressiven Neoliberalismus&rdquo; steckt, den die Philosophin Nancy Fraser entwickelt hat. Die Postmoderne ist das Kulturprogramm des Neoliberalismus.<br>\nDiese These l&auml;sst sich mit mindestens zwei Argumenten untermauern. Erstens erf&uuml;llt eine Verst&auml;rkung der Sorge der Individuen um ihre Identit&auml;t zu einer massiven Entsolidarisierung und Ablenkung von den entscheidenden Fragen&hellip;Dabei werden sie zunehmend unf&auml;hig, zu erkennen, dass es wichtigere Interessen gibt als die der Identit&auml;t und dass es f&uuml;r die Verfolgung dieser Interessen notwendig w&auml;re, sich mit anderen Identit&auml;ten zusammenzuschlie&szlig;en&hellip;.<br>\nGenau in dem Ma&szlig;, in dem der Neoliberalismus den Menschen die Aussicht auf eine bessere Zukunft genommen hat, kam ihm die Propaganda der Identit&auml;tspolitik zu Hilfe und lie&szlig; sie nun, statt nach vorne, nach hinten blicken: wer keine Zukunft mehr hat, der braucht eben mehr Herkunft. Und wer nicht mehr hoffen kann, irgendetwas Interessantes zu werden, der mu&szlig; eben darauf pochen, irgendetwas Kostbares, Verletzbares zu sein.<br>\nZweitens hat der Neoliberalismus zur Zerrei&szlig;ung der gesellschaftlichen Mitte in den reichen westlichen Staaten gef&uuml;hrt&hellip;.<br>\nEin entscheidender Grund f&uuml;r diese Entwicklungen d&uuml;rfte darin liegen, dass seit den 80er Jahren die Mitte-Links-Parteien in Europa und &Uuml;bersee sich in ihrer &ouml;konomischen Politik nicht mehr von ihren konservativen und neoliberalen Gegnern unterschieden. Die einzig verbleibenden Unterschiede mussten nun auf dem Feld der Kultur markiert werden. Diese Kulturalisierung linker Politik f&uuml;hrte dazu, dass Probleme der &ouml;konomischen Basis nun nur noch auf der Ebene des ideologischen &Uuml;berbaus behandelt wurden &ndash; so, als ob man dort wirksam etwas gegen sie unternehmen k&ouml;nnte&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ipg-journal.de\/rubriken\/soziale-demokratie\/artikel\/herkunft-ist-kein-ersatz-fuer-zukunft-2914\/\">IPG<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Wir fallen in Fragen der Meinungsfreiheit hinter die Errungenschaften des 19. Jahrhunderts zur&uuml;ck<\/strong><br>\nDer Kampf um die Grenzen der Meinungsfreiheit wird heute mit religi&ouml;ser Inbrunst ausgetragen. Dass es ein schlichtes Gebot der H&ouml;flichkeit sein k&ouml;nnte, zu h&ouml;ren, was andere zu sagen haben, spielt schon lange keine Rolle mehr.<br>\nZwar ist das Dogma von der Unfehlbarkeit des Papstes auch unter gl&auml;ubigen Katholiken h&ouml;chst umstritten, das &auml;ndert allerdings nichts daran, dass die Zahl der Menschen, die sich in Meinungsfragen f&uuml;r unfehlbar halten, rasant zunimmt. Anders sind die Debatten, die in sozialen Netzwerken, aber auch in seri&ouml;sen Printmedien &uuml;ber die Grenzen des Sagbaren gef&uuml;hrt werden, kaum zu verstehen.<br>\nAuch mit Argumenten vorgetragene und in einem sachlichen Ton formulierte Positionen werden zunehmend mit dem Hinweis aus Medien verbannt, dass &uuml;ber bestimmte Fragen nicht mehr diskutiert werden k&ouml;nne. Die Wahrheit steht offensichtlich schon fest, wer daran zweifelt, hat nicht eine andere Meinung, sondern ist ein Ketzer.<br>\nDie religi&ouml;se Inbrunst, mit der der Kampf um die Grenzen der Meinungsfreiheit heute ausgetragen wird, kommt nicht von ungef&auml;hr. Wer in einer s&auml;kularen Umgebung seine eigene Position gegen Kritik immunisieren will, muss zu einer Rhetorik greifen, die jene absoluten Wahrheitsanspr&uuml;che kennzeichnet, wie sie von Religionen verk&uuml;ndet werden.<br>\nDazu geh&ouml;ren Bekenntnis- und Bussrituale, die Wiederholung der immergleichen Formeln und Floskeln, die Gesten der Emp&ouml;rung und des Zornes angesichts ketzerischer Behauptungen sowie die pathetischen Bekundungen tiefen Abscheus: So etwas h&ouml;re man sich nicht l&auml;nger an, mit solchen Menschen setze man sich sicher nicht auf ein Podium, &laquo;derartige Meinungen haben in diesem Blatt nichts zu suchen&raquo;. Ein Reizwort gen&uuml;gt, und man wendet sich br&uuml;sk ab &ndash; was immer dann noch kommen mag. Dass es ein schlichtes Gebot der H&ouml;flichkeit sein k&ouml;nnte, zu h&ouml;ren, was andere zu sagen haben, spielt dabei schon lange keine Rolle mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/kolumnen\/wir-fallen-in-fragen-der-meinungsfreiheit-hinter-die-errungenschaften-des-19-jahrhunderts-zurueck-ld.1411062\">NZZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Ramelow offen f&uuml;r Regierungsb&uuml;ndnisse mit der CDU<\/strong><br>\nTh&uuml;ringens linker Ministerpr&auml;sident Bodo Ramelow hat den Vorsto&szlig; seines schleswig-holsteinischen CDU-Kollegen Daniel G&uuml;nther f&uuml;r mehr Offenheit zwischen beiden Parteien unterst&uuml;tzt. &bdquo;Es ist h&ouml;chste Zeit, die ideologischen Scheuklappen abzulegen&ldquo;, sagte er der &bdquo;Passauer Neuen Presse&ldquo; an beide Seiten gerichtet.<br>\nAnders als G&uuml;nther, der seine &Auml;u&szlig;erungen relativiert hatte, scheint Ramelow prinzipiell sogar Regierungsb&uuml;ndnisse ins Auge zu fassen. Auf die Frage, ob es &bdquo;eine grunds&auml;tzliche Offenheit f&uuml;r Koalitionen mit der CDU&ldquo; gebe, antwortete der Linkspartei-Politiker: &bdquo;Wir brauchen diese Offenheit.&ldquo;<br>\nIn seinen weiteren Ausf&uuml;hrungen sagte er: &bdquo;Ich muss auch mit Bayerns Ministerpr&auml;sident Markus S&ouml;der von der CSU reden, wenn es um die L&ouml;sung von Problemen geht, die unsere L&auml;nder betreffen. Wie anders soll das gehen, wenn nicht durch konstruktive Gespr&auml;che? Wenn wir eine gemeinsame Position finden, kann es auch zu Abstimmungen in Bundesrat und Bundestag kommen, die nicht mehr der Logik des Kalten Krieges folgen.&ldquo;&hellip; Ramelow, der in Erfurt mit SPD und Gr&uuml;nen regiert, erkl&auml;rte weiter: &bdquo;Zun&auml;chst geht es um Inhalte. Hier muss sich auch meine Partei bewegen&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/article181089374\/Thueringens-Ministerpraesident-Ramelow-offen-fuer-Regierungsbuendnisse-mit-der-CDU.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WM:<\/strong> Es ist kaum zu fassen: Da labert ein CDU Politiker im Sommerloch etwas &uuml;ber eine m&ouml;gliche Koalition mit der PdL und schon greift Ramelow freudig die Diskussion auf. Da &bdquo;m&uuml;ssten ideologische Scheuklappen abgelegt werden&ldquo;. Es gehe um Inhalte, da m&uuml;sse sich auch seine Partei bewegen. Will wohl hei&szlig;en: Die PdL solle sich nach rechts bewegen und, um einer Regierungsbeteiligung wegen, ihre Prinzipien und linken Positionen aufgeben. Dar&uuml;ber will Ramelow sogar mit Markus S&ouml;der reden und freut sich, dass Deutschland so bunt ist, wie noch nie. Leider ist auch die Politik quer durch alle Parteien und bunten Koalitionen dadurch so beliebig, eint&ouml;nig und inhaltsleer wie noch nie. Soll mir mal einer erkl&auml;ren, warum jemand die PdL w&auml;hlen soll, wenn diese sogar eine Regierungsbeteiligung mit CDU\/CSU in Erw&auml;gung zieht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Ank&uuml;ndigung: zeitung gegen den Krieg zum Antikriegstag, dem 1. September 2018<\/strong>\n<ul>\n<li>in einer Zeit, in der in Deutschland neu &uuml;ber &bdquo;Dienstjahr&ldquo; und &bdquo;Wehrpflicht&ldquo; debattiert wird<\/li>\n<li>in einer Zeit, in der die USA das Atomabkommen mit dem Iran einseitig und v&ouml;lkerrechtswidrig aufgek&uuml;ndigt haben<\/li>\n<li>in einer Zeit, in der in gef&auml;hrlicher Weise das &bdquo;Feindbild Russland&ldquo; gezeichnet wird<\/li>\n<li>in einer Zeit, in der Bundeswehr- und andere NATO-Kampfeinheiten in die N&auml;he der russischen Grenze verlegt werden<\/li>\n<li>in einer Zeit, in der zwischen den USA und China ein Handelskrieg und ein Wettr&uuml;sten stattfinden<\/li>\n<li>in einer Zeit, in der sich die Klimaerw&auml;rmung ebenso wie das Weltwettr&uuml;sten beschleunigen. Und mit der Hochr&uuml;stung bereiten sich die reichen Industrienationen auf kommende Verteilungskriege und Kriege gegen die Fl&uuml;chtlinge vor.<\/li>\n<\/ul>\n<p>berichtet die neue  Zeitung gegen den Krieg u.a. zu den folgenden Themen:<\/p>\n<ul>\n<li>Die Bedeutung des Antikriegstags heute &ndash; die Aktivit&auml;ten gegen die Aufr&uuml;stungs- und Kriegspolitik<\/li>\n<li>Die gef&auml;hrliche Au&szlig;enpolitik der deutschen Bundesregierung, die wieder das Feindbild Russland pflegt<\/li>\n<li>Der Erste Weltkrieg wurde vor 100 Jahren beendet &ndash; vor allem durch massive Streiks in den deutschen R&uuml;stungsbetrieben und durch die November-Revolution. Welche Lehren sind zu ziehen?<\/li>\n<li>Die EU beschloss einen Aufr&uuml;stungsautomatismus (PESCO). 23 EU-Mitgliedstaaten sind Teil von PESCO. Es wurden umfassende Programme zur Militarisierung der EU gestartet <\/li>\n<li>Die UN-Generalversammlung beschloss mit gro&szlig;er Mehrheit einen Vertrag zum Verbot jeglicher Atomwaffen beschloss. Doch alle Nato-Staaten lehnen eine Vertragsunterzeichnung ab. v\n<\/li><li>Die Atomwaffen der USA und Gro&szlig;britanniens werden &bdquo;modernisiert&ldquo;. Neue Atomwaffen, die &bdquo;wie Artillerie&ldquo; eingesetzt werden sollen, werden entwickelt. Damit steigt die Gefahr eines Atomkriegs dramatisch.<\/li>\n<li>Die US-Regierung fordert von den EU-Mitgliedsl&auml;ndern eine massive Aufr&uuml;stung &ndash; und betreibt mit dem US-Dollar als Weltw&auml;hrung ein Hegemonie-System. [&hellip;]<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/180815_ZgK-43-Werbung05.pdf\">Ank&uuml;ndigung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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