{"id":45473,"date":"2018-08-15T09:20:25","date_gmt":"2018-08-15T07:20:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45473"},"modified":"2018-12-30T14:17:19","modified_gmt":"2018-12-30T13:17:19","slug":"die-einkesselung-fuer-aktion-gegen-venezuela-und-uebernahme-von-luftwaffen-stuetzpunkt-landet-trumps-verteidigungsminister-nur-stunden-vor-kandidatur-anmeldung-lula-da-silvas-in-brasilien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45473","title":{"rendered":"Die Einkesselung \u2013 F\u00fcr Aktion gegen Venezuela und \u00dcbernahme von Luftwaffen-St\u00fctzpunkt landet Trumps Verteidigungsminister nur Stunden vor Kandidatur-Anmeldung Lula da Silvas in Brasilien"},"content":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px;\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180815-Brasilien-01.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/div><p>Inmitten von Massenprotesten gegen die seit 100 Tagen andauernde Inhaftierung von Altpr&auml;sident Luiz In&aacute;cio Lula da Silva &ndash; erneuter Favorit der gerade angelaufenen Kampagne f&uuml;r die am 7. Oktober stattfindenden Pr&auml;sidentschaftswahlen &ndash; landete am Sonntag, dem 12. August, Pr&auml;sident Trumps Pentagon-Chef, General James Mattis, zu einem zweit&auml;gigen Besuch in Brasilien, von wo aus der US-Verteidigungsminister zur Fortsetzung seiner Gespr&auml;che nach Argentinien, Chile und Kolumbien weiterreist. Ein Bericht von <strong>Frederico F&uuml;llgraf<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nAls f&ouml;rmliche Begr&uuml;ndung f&uuml;r den Besuch, dem seit Trumps Amtseinf&uuml;hrung immerhin drei politische Blitzvisiten von Vizepr&auml;sident Mike Pence in S&uuml;damerika vorausgingen, steht die vom Wei&szlig;en Haus ausgegebene Devise &ldquo;2018, das Jahr Amerikas&rdquo;, in dem &bdquo;die festen Verteidigungsbeziehungen des Departements mit Brasilien, Argentinien, Chile und Kolumbien&ldquo; hin zu einer &bdquo;kollaborativen, prosperierenden und sicheren westlichen Hemisph&auml;re&ldquo; <a href=\"https:\/\/www.defense.gov\/News\/Article\/Article\/1598247\/mattis-plans-trip-to-south-america-to-meet-with-senior-defense-officials\/\">gew&uuml;rdigt werden sollen<\/a>.<\/p><p><strong>&bdquo;Ist Lula ein politischer Gefangener der USA?&ldquo;<\/strong><\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180815-Brasilien-02.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180815-Brasilien-02-small.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><small><\/small><\/a><\/div><p>Nicht nur die politischen Hintergr&uuml;nde werfen Fragen &uuml;ber Mattis&lsquo; eigentliche Absichten auf. Allein aus der Perspektive des politischen Anstands, insbesondere des Respekts vor den innerbrasilianischen Umst&auml;nden, darf der zeitg&uuml;nstige Charakter des Besuchs stark bezweifelt werden. Es sei denn, gerade der Besuch soll die Umst&auml;nde, etwa die gerade begonnene Wahlkampagne beeinflussen; im ung&uuml;nstigsten Fall milit&auml;rische Einbindungen mit den USA forcieren, die eine neugew&auml;hlte brasilianische Regierung nicht ohne weiteres ignorieren kann.<\/p><p>Mattis landete in Brasilien w&auml;hrend der am Wochenende <a href=\"https:\/\/veja.abril.com.br\/blog\/radar\/desembargador-admite-ignorar-letra-fria-da-lei-para-manter-lula-preso\/\">verbreiteten Meldung<\/a> &uuml;ber Bundesrichter Gebran Neto, der zugegeben hat, mit der Unterlassung der Anordnung seines Richter-Kollegen Rog&eacute;rio Favreto, Lula vor ca. drei Wochen auf freien Fu&szlig; zu setzen, das Gesetz gebrochen zu haben.<\/p><p>Der US-General gastiert jedoch auch in Brasilien knapp zwei Tage vor der Registrierung der Pr&auml;sidentschafts-Kandidatur Lula da Silvas. Tausende Bauern und Landarbeiter der Bewegung der Landlosen (MST) brachen deshalb am vergangenen 10. August in verschiedenen Landesteilen Brasiliens zu einem nationalen Fu&szlig;marsch mit Kurs auf die Hauptstadt Brasilia auf, wo sie am 15. August &ndash; der letzten Frist zur Anmeldung von Bewerbungen f&uuml;r die f&uuml;r den 7. Oktober angesetzten allgemeinen Wahlen &ndash; das Oberste Wahlgericht (TSE) umstellen wollen, das &uuml;ber Zulassung oder Ablehnung der Pr&auml;sidentschaftskandidatur des in Haft befindlichen Altpr&auml;sidenten entscheiden wird.<\/p><p>An dem ansehnlichen Marsch beteiligen sich ferner die &ldquo;Frente Brasil Popular&rdquo; (Volksfront Brasiliens) als Zusammenschluss hunderter sozialer Bewegungen, die politischen Parteien des linken Wahlb&uuml;ndnisses um Lula &ndash; darunter die kommunistische PCdoB und die sozialistische PSB &ndash; Gewerkschaftszentralen und Jugendbewegungen, die den 15. August im Bundesdistrikt Brasilia zum &bdquo;Nationalen Kampftag &sbquo;Lula Frei!&lsquo; &rdquo; erkl&auml;rt haben.<\/p><p>Doch in Brasilien &uuml;berst&uuml;rzen sich Sensationen und Hiobsbotschaften. Als Hiobsbotschaft wirkte auf das in- und ausl&auml;ndische konservative Lager die zwischen dem 18. und 20. Juli durchgef&uuml;hrte j&uuml;ngste W&auml;hlerumfrage des Meinungsforschungs-Instituts VoxPopuli, die Lula mit 41 Prozent als absoluten Favoriten der W&auml;hlerpr&auml;ferenzen und einem mehr als 20-prozentigen Vorsprung gegen&uuml;ber dem Kandidaten der extremen Rechten, Hauptmann a.D. Jair Bolsonaro, platziert.<\/p><p>Die Sensation: Die Rechnung von Justiz, Medien und Finanzmarkt, die sich mit Lulas Inhaftierung eine Vernichtung seiner Kandidatur durch W&auml;hlerabwanderung versprachen, ging nicht auf. Es passierte das Gegenteil. Obwohl der Altpr&auml;sident <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43346\">seit mehr als 100 Tagen in Haft sitzt<\/a>, scheint der Solidarisierungseffekt in drei Monaten mindestens 15 Prozent W&auml;hlerzustrom bef&ouml;rdert zu haben. <\/p><p>Damit setzte sich der Sp&uuml;rsinn und die darauf aufbauende, in breiten Kreisen der Arbeiterpartei (PT) zwar umstrittene, letztlich doch siegreiche Strategie Lulas durch, der trotz zweitinstanzlicher Verurteilung deshalb bis zuletzt auf seiner Kandidatur beharrte, weil er sich von der weltweiten Kampagne &ldquo;Free Lula!&rdquo; massiven W&auml;hlerzulauf versprach und im Fall einer endg&uuml;ltigen, gerichtlichen Untersagung seiner Wahlaufstellung durch das TSE seinem inzwischen nominierten Stellvertreter Fernando Haddad ein Maximum an potenziellen Stimmen &uuml;bertragen k&ouml;nnte.<\/p><p>Zwar gab sich Vox-Populi-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Marcos Coimbra optimistisch mit seiner Erkl&auml;rung gegen&uuml;ber brasilianischen Medien, wonach &bdquo;Lula die erste Wahlrunde gewinnen und Haddad als Sieger der Stichwahl hervorgehen wird &ldquo;. Was allerdings kein Wahlfachmann gern kommentiert und zu beantworten wei&szlig;, ist die Frage, wie sich das massive Lager der 55 Prozent unentschiedener W&auml;hler am 7. Oktober verhalten wird, die sich zu keinem der sieben Pr&auml;sidentschaftskandidaten bekennen.<\/p><p><strong>Der hei&szlig;e Krieger Mattis und die Geopolitik<\/strong><\/p><div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px;\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180815-Brasilien-03.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/div><p>James Mattis ist General a.D. des US-Marine Corps und befehligte w&auml;hrend der Amtszeit von Barack Obama als 11. Kommandeur das US-Central Command. Von 2007 bis 2010 diente Mattis gleichzeitig als Oberster Alliierter Befehlshaber der NATO, bevor er General David Petraeus als Kommandeur des US-Central Command abl&ouml;ste. Seine eigentliche Karriere verdankt Mattis nicht Sitzungstischen und der B&uuml;rokratie, sondern den US-Kriegen in Fern- und Mittelost. W&auml;hrend des Irak-Krieges befehligte er den I. Marine Expeditionary Force, ferner den US-Marine Forces Central Command und die 1st. Marine Division.<\/p><p>Weniger bekannt f&uuml;r &bdquo;markige&ldquo; als f&uuml;r hasserf&uuml;llte und Gewalt predigende Spr&uuml;che wie &bdquo;Sei der J&auml;ger, nicht der Gejagte&ldquo;, &bdquo;Das US-Milit&auml;r versucht t&ouml;dlicher zu wirken, auch im Weltraum&ldquo;, &bdquo;Der Iran ist kein Nationalstaat, sondern eine revolution&auml;re Angelegenheit, die dem Chaos gewidmet ist&ldquo;, und &bdquo;Putin geht nachts ins Bett und wei&szlig;, dass er alle Regeln brechen kann, die der Westen allesamt befolgen wird&ldquo;, spielte Mattis eine Schl&uuml;sselrolle bei den Kampfhandlungen in Falludscha sowie mit der Beteiligung an der Planung der nachfolgenden Operation Phantom Fury.<\/p><p>Seinen Spitznamen &bdquo;Mad Dog&ldquo; verdankt der General der Anordnung eines Massakers. Im Mai 2004 befehligte er um 3:00 Uhr morgens die Bombardierung eines mutma&szlig;lichen, &bdquo;feindlichen Sicherheitsverstecks&ldquo; nahe der syrischen Grenze, die zum Tod von 42 Zivilisten f&uuml;hrte und weltweit als das <em>Massaker der Mukaradeeb-Hochzeitsgesellschaft<\/em> bekannt wurde. Als Leiter des US-Zentralkommandos &uuml;berwachte Mattis schlie&szlig;lich die Kriege im Irak und in Afghanistan.<\/p><p><strong>Was sucht Mattis auf seiner S&uuml;damerika-Tour?<\/strong><\/p><p>Mattis pflegt dreierlei Obsessionen. Die erste hei&szlig;t Iran. Laut Leon Panetta, Mattis Vorg&auml;nger, schenkte die Obama-Administration &bdquo;Mad Dog&ldquo; deshalb wenig Vertrauen, weil er als &bdquo;Hitzkopf&ldquo; eine milit&auml;rische Konfrontation mit dem Iran vom Zaun brechen wollte. Mattis glaubt, dass der Iran vor Al-Qaida und ISIS die gr&ouml;&szlig;te Bedrohung f&uuml;r die Stabilit&auml;t im Nahen Osten darstellt und wagt S&auml;tze wie: &bdquo;Ich halte ISIS f&uuml;r nichts weiter als eine Entschuldigung daf&uuml;r, dass Iran seinen Unfug fortsetzt.&ldquo;<\/p><p>Seine zweite Feindbestimmung hei&szlig;t Russland. Auf einer von der The Heritage Foundation in Washington im Jahr 2015 gesponserten Konferenz behauptete Mattis, die Absicht Wladimir Putins sei, &bdquo;die Nato auseinanderzubrechen&rdquo;. Noch am 16. Februar 2017 legte er nach: &bdquo;Trotz Russlands Dementis wissen wir, dass sie versuchen, mit Gewalt neue internationale Grenzen zu ziehen, indem sie die souver&auml;nen und freien Nationen Europas untergraben.&rdquo;<\/p><p>Chinas Operationen im S&uuml;dchinesischen Meer und sein Aufstieg zum wichtigsten Handelspartner und Gro&szlig;projekte-F&ouml;rderer in Lateinamerika ist des Pentagon-Chefs dritte Zwangsvorstellung. Als <a href=\"https:\/\/www.brasil247.com\/pt\/247\/mundo\/365002\/Chefe-do-Pent%C3%A1gono-cobra-do-Brasil-maior-distanciamento-da-China.htm\">erste &ouml;ffentliche Erkl&auml;rung<\/a> w&auml;hrend seines Auftritts forderte der Pentagon-Chef laut und ungeniert eine &bdquo;gr&ouml;&szlig;ere Distanzierung Brasiliens von China&ldquo;.<\/p><p>Die USA versuchen ihren politischen, wirtschaftlichen und milit&auml;rischen Einfluss zur&uuml;ckzugewinnen, den sie in den vergangenen 15 Jahren in Lateinamerika an China als m&auml;chtigsten Handelspartner der Region verloren haben. Allein 2017 nahm das Handelsvolumen zwischen Lateinamerika und China um 20 Prozent zu &ndash; ein bedrohliches Szenario f&uuml;r die US-Regierung, die bereit ist, die kommerzielle Expansion des asiatischen Giganten mit allen Mitteln zu drosseln.<\/p><p>Mattis&lsquo; Aufforderung an Brasilien macht zum einen deutlich, dass die Trump-Administration Lateinamerika in ihren aggressiven Handelskrieg mit China und der EU involvieren wollen. China hatte k&uuml;rzlich die USA wissen lassen, dass ihr Embargo von Agrarg&uuml;tern durch lateinamerikanische Lieferungen ersetzbar ist.<\/p><p>Zum anderen signalisiert Mattis&lsquo; Entsendung nach S&uuml;damerika eine neue Qualit&auml;t im weltweiten Handelsdisput: seine Militarisierung. Unter dem Vorwand, China betreibe auch eine &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.infodefensa.com\/latam\/2016\/09\/21\/opinion-china-agresiva-penetracion-campo-militar-latinoamerica-caribe.php\">aggressive Waffenexport-Politik in Lateinamerika<\/a>&ldquo;, die allerdings bei weitem nicht an den Umsatz des US-Waffenexports in die Region heranreicht, befeuern die USA nicht nur den Handels- und Investitionskrieg, sondern n&ouml;tigen parallel dazu lateinamerikanische Regierungen zu Waffenk&auml;ufen in den US-Arsenalen, mit der gleichzeitigen Einbindung der Streitkr&auml;fte der Region in ihre geopolitischen Strategie-Man&ouml;ver.<\/p><p><strong>Der Alc&acirc;ntara-St&uuml;tzpunkt zur elektronischen Kontrolle von Karibik und S&uuml;datlantik<\/strong><\/p><p>Die Mattis Besuchs-Agenda verfolgt in Wahrheit drei strategische Ziele. Zum einen, verbindliche Absprachen von harten Operationen gegen Venezuela, die in drei Besuchen von Mike Pence den s&uuml;damerikanischen &bdquo;Partnern&ldquo; aufgen&ouml;tigt, jedoch bisher nicht befolgt wurden. Zum anderen, milit&auml;rische &bdquo;Kooperation&ldquo; mit massiven Waffenlieferungen an Brasilien, Argentinien, Chile und Kolumbien und Unterordnung deren Streitkr&auml;fte unter das US-Milit&auml;rkommando.<\/p><p>Von herausragender Bedeutung ist jedoch die Vorbereitung der Vertragsunterzeichnung zur &Uuml;bernahme des Luftwaffen-St&uuml;tzpunktes mit Raumfahrt-Basis Alc&acirc;ntara durch die USA, an der Schnittlinie zwischen Nord- und S&uuml;datlantik, im brasilianischen Maranh&atilde;o. Glaubt man brasilianischen Medienberichten, geht der Druck f&uuml;r die &Uuml;bernahme allerdings von der De-facto-Regierung Michel Temer und ihren US-freundlichen Gener&auml;len aus.<\/p><p><a href=\"https:\/\/oglobo.globo.com\/mundo\/brasil-da-prioridade-base-de-alcantara-em-visita-de-secretario-dos-eua-22974338\">Laut <em>O Globo<\/em><\/a> &bdquo;wertet Brasilien Verhandlungen &uuml;ber die Alc&acirc;ntara-Basis als Priorit&auml;t beim Besuch des US-Sekret&auml;rs&ldquo;. In diesem Sinne forderte der brasilianische Verteidigungsminister, General a.D. Joaquim Silva e Luna, Mattis dazu auf, so bald wie m&ouml;glich ein technisches Schutzabkommen mit den USA abzuschlie&szlig;en, das den Abschuss von Satelliten m&ouml;glich machen kann. Silva e Luna erkl&auml;rte, das Abkommen werde noch vor Jahresende unterzeichnet.<\/p><p>Die &Uuml;bernahme-Vereinbarung war eine Initiative der Regierung Fernando Henrique Cardoso (1995-2003), die seit 2003 wegen fehlender Zustimmung des brasilianischen Parlaments stagniert. Zur Begr&uuml;ndung f&uuml;hrte der brasilianische Kongress damals an, die &Uuml;bergabe der Basis an die USA verletze die nationale Souver&auml;nit&auml;t. US-Einzelbestimmungen, wie Brasilianern Zugang zu Einzelabschnitten der Basis zu untersagen, und die Weigerung der USA, Luft- und Raumfahrt-Technologie an Brasilien zu &uuml;bertragen, l&ouml;sten damals einen &ouml;ffentlichen Skandal aus und gipfelten im Abbruch der Verhandlungen.<\/p><p>&bdquo;Es gab zwei Klauseln mit unterschiedlicher Redaktion, einen strittigen Punkt haben wir bereits gel&ouml;st und arbeiten am zweiten&ldquo;, bes&auml;nftigte Silva e Luna nun die &Ouml;ffentlichkeit. Der Vertrag muss selbstverst&auml;ndlich nochmal vom Parlament genehmigt werden. Kunstst&uuml;ck! Dasselbe, korrupte Parlament verabschiedet in diesen Tagen eine <a href=\"https:\/\/brasil.elpais.com\/brasil\/2017\/08\/15\/politica\/1502754070_555329.html\">Steuerhinterziehungs-Amnestie f&uuml;r Gro&szlig;unternehmer<\/a> im umgerechneten Wert von 121 Milliarden Euro.<\/p><p>Welchen Stellenwert besitzt nun die Alc&acirc;ntara-Basis? F&uuml;r die USA ist sie aus zweierlei Gr&uuml;nden bedeutsam. Als Raumfahrt-Station liegt sie unmittelbar unterhalb des &Auml;quators und erspart US-amerikanischen Raketen gro&szlig;e Mengen Treibstoff, bevor sie auf Umlaufbahn gehen. Als Milit&auml;rst&uuml;tzpunkt erlaubt sie die nahtlose elektronische &Uuml;berwachung des &Uuml;bergangs vom Nord- zum S&uuml;datlantik und der gesamten Karibik.<\/p><p>Die milit&auml;rische &bdquo;Bedrohung&rdquo; durch China klingt &uuml;berdies von l&auml;cherlich bis hin zu schwarzem Humor: Die USA unterstellen, die im argentinischen Neuqu&eacute;n k&uuml;rzlich in Betrieb gegangene Station f&uuml;r Spacetracking (Tiefer Weltraum)  der chinesischen Weltraumbeh&ouml;rde CSNA, sei eine &bdquo;Milit&auml;rbasis&rdquo;. Zum Vergleich, die Amerikaner betreiben neben Kasernen, Landepisten und Beobachtungs-Stationen, einschlie&szlig;lich NATO-St&uuml;tzpunkten, 76 Milit&auml;rbasen auf dem lateinamerikanischen Kontinent. &Uuml;bernehmen die USA die brasilianische Alc&acirc;ntara-Basis, ist S&uuml;damerika endg&uuml;ltig eingekesselt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px;\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180815-Brasilien-01.jpg\" alt=\"\" title=\"\"\/><\/div>\n<p>Inmitten von Massenprotesten gegen die seit 100 Tagen andauernde Inhaftierung von Altpr&auml;sident Luiz In&aacute;cio Lula da Silva &ndash; erneuter Favorit der gerade angelaufenen Kampagne f&uuml;r die am 7. Oktober stattfindenden Pr&auml;sidentschaftswahlen &ndash; landete am Sonntag, dem 12. August, Pr&auml;sident Trumps Pentagon-Chef, General James Mattis,<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45473\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,20,190],"tags":[282,1613,379,2163,1426,951,2145,2056,2018,2069,1995,259,1556,1333,1122],"class_list":["post-45473","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-landerberichte","category-wahlen","tag-buergerproteste","tag-brasilien","tag-china","tag-gefaengnis","tag-hegemonie","tag-iran","tag-lateinamerika","tag-lula-da-silva-luiz-inacio","tag-mattis-james","tag-militaerstuetzpunkte","tag-pence-mike","tag-russland","tag-usa","tag-venezuela","tag-waffenexporte"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/45473","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=45473"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/45473\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":48070,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/45473\/revisions\/48070"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=45473"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=45473"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=45473"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}