{"id":45493,"date":"2018-08-16T08:31:40","date_gmt":"2018-08-16T06:31:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45493"},"modified":"2018-08-16T08:31:40","modified_gmt":"2018-08-16T06:31:40","slug":"hinweise-des-tages-3184","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45493","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45493#h01\">SPD gibt R&auml;tsel auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45493#h02\">Das sind Deutschlands kaputte Br&uuml;cken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45493#h03\">Investitionsl&uuml;cke: Schulen fehlen Milliarden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45493#h04\">Wieviel Marktwirtschaft vertr&auml;gt die Pflege?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45493#h05\">Arbeitgeber verweigern Entlastung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45493#h06\">Erkl&auml;rung von ver.di und BR zum Insolvenzantrag der apm <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45493#h07\">Neue Arbeitsvertr&auml;ge: Mitarbeiter bef&uuml;rchten Tarifausstieg von Aldi Nord<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45493#h08\">F&ouml;rderung f&uuml;r Arbeitslose: Einbruch im ersten Quartal 2018<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45493#h09\">Sozialstaat gegen Arme<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45493#h10\">Abschiebungen nach Afghanistan: &ldquo;Bundesregierung widerspricht sich selbst&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45493#h11\">Jordanien: Die vergessenen Fl&uuml;chtlinge aus Pal&auml;stina<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45493#h12\">Die Spannungen zwischen Trump und Erdogan eskalieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45493#h13\">&ldquo;Wesentlich beeinflusst&rdquo;: Rechnungshof r&uuml;gt E-Auto-Pr&auml;mie scharf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45493#h14\">200 Dollar statt Milliarden: Mit welchem irren Trick Apple Steuern spart<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45493#h15\">Ein kritischer Parteilinker<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>SPD gibt R&auml;tsel auf<\/strong><br>\nEin Pensionsfonds kauft f&uuml;r eine Milliarde Wohnungen und will die Mieten erh&ouml;hen. In der Wohnungspolitik k&ouml;nnte die SPD handeln &ndash; tut es aber nicht.<br>\nScheinbar gibt es derzeit wenig Langweiligeres, als Wohnungspolitik zu kommentieren. Die Situation ist seit 2013 unver&auml;ndert: Die Mieten klettern unaufh&ouml;rlich nach oben, die Gro&szlig;e Koalition unternimmt fast nichts dagegen. Die Union, weil sie sich als Vertreterin der Hauseigent&uuml;mer f&uuml;hlt, die SPD aus Verschlafenheit oder Inkompetenz.<br>\nSo erkl&auml;rt sich auch der Wohnungskauf der d&auml;nischen Pensionskasse PFA f&uuml;r mehr als 1 Milliarde Euro in Deutschland. Der Fonds setzt auf Mietsteigerungen durch den Wegzug von Mietern und anschlie&szlig;ende Neu&shy;vermietungen vor allem in den Ballungsr&auml;umen M&uuml;nchen und Berlin &ndash; dort, wo die Mietpreise bei Neu&shy;vermietungen schon jetzt ins Uferlose geklettert sind. Deutschland bleibt bevorzugtes Ziel f&uuml;r ausl&auml;ndische Immobilieninvestoren.<br>\nDie Gro&szlig;e Koalition h&auml;tte PFA l&auml;ngst die Lust am Kauf nehmen k&ouml;nnen, w&auml;re die im Koalitionsvertrag vereinbarte sch&auml;rfere Mietpreisbremse schon beschlossen. SPD-Justizministerin Katarina Barley hatte einen entsprechenden Gesetzentwurf vor der Sommerpause vorgelegt.<br>\nWeil die Union die Mietpreisbremse eigentlich nicht will, praktiziert sie jetzt &ndash; wie schon in der vergangenen Legislaturperiode &ndash; eine erfolgreiche Verz&ouml;gerungstaktik. Was ihr durch die SPD leicht gemacht wird: Denn das Lieblingsprojekt der Union im Baubereich, die Eigenheimf&ouml;rderung durch das Baukindergeld, hat die SPD schon im Sommer durchgewunken, statt ihre Zustimmung dazu an die Zustimmung der Union zur Mietpreisbremse zu kn&uuml;pfen. Nun hat sie kein Druckmittel mehr in der Hand.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Kommentar-Deutsche-Wohnungspolitik\/%215524861\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Beim Thema Wohnungspolitik scheint die SPD-Spitze nach dem Motto &ldquo;D&uuml;mmer geht immer&rdquo; zu verfahren. Bereits w&auml;hrend der Schr&ouml;der-Kanzlerschaft hatte sie es (Absicht oder nicht?) vers&auml;umt, Fehler der Kohl-Zeit zu korrigieren &ndash; Stichworte &ldquo;Gemeinn&uuml;tzigkeit aller Wohnungsgenossenschaften&rdquo; und &ldquo;Eigenbedarfsk&uuml;ndigung&rdquo;. Die vom Bundesjustizminister Maas eingef&uuml;hrte &ldquo;Mietpreisbremse&rdquo; war unzureichend und ein Flop. Und nun das. Es ist seit vielen Jahren zum Verzweifeln mit dem Spitzenpersonal der SPD &ndash; und leider nicht lediglich bei diesem Thema. Offensichtlich hatte Volker Pispers recht als er sinngem&auml;&szlig; sagte: Wenn die SPD einmal einen Fehler macht, dann wiederholen die den immer und immer wieder &hellip;<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Lobbyisten in Berlin: Auf den Spuren der unsichtbaren politischen Macht<\/strong><br>\nWarum wurde Glyphosat nicht verboten? Oder weshalb ist die Mietpreisbremse wirkungslos? Bei ihren Stadtf&uuml;hrungen durch Berlin zeigt Lobbycontrol, wer bei politischen Entscheidungen mitredet und warum Gesetze pl&ouml;tzlich ihr eigentliches Ziel verfehlen.<br>\n&ldquo;Herzlich Willkommen zur lobbykritischen Stadtf&uuml;hrung von Lobbycontrol. Mein Name ist Mattis Beckmannshagen. Ich bin 25, ich mache jetzt im dritten Jahr diese Stadtf&uuml;hrungen f&uuml;r Lobbycontrol.&rdquo;<br>\nStadtf&uuml;hrer Mattis muss gegen einen Kahn mit gr&ouml;lenden Fu&szlig;ballfans anreden, als er an der Spree vor dem Bundespresseamt eine Gruppe von rund 30 &uuml;berwiegend jungen Teilnehmern begr&uuml;&szlig;t. Die Tour f&uuml;hrt zu den Orten der unsichtbaren politischen Macht, &uuml;ber die Friedrichstra&szlig;e auf den Boulevard Unter den Linden vorbei an scheinbar unspektakul&auml;ren B&uuml;rokomplexen &ndash; es sind die Lobbyb&uuml;ros von Google, Daimler-Chrysler und der Vertretung der EU-Kommission. In Br&uuml;ssel tummeln sich sch&auml;tzungsweise &uuml;ber 25.000 Lobbyisten, dreimal soviel wie in Berlin, erkl&auml;rt Mattis.<br>\n&ldquo;Da ist zum Beispiel Monsanto, der Glyphosathersteller, ein ganz m&auml;chtiger Lobbyakteur, auch Bayer, die haben zum Beispiel in Br&uuml;ssel 15 Lobbyisten, die dort t&auml;tig sind, geben j&auml;hrlich zwei Millionen Euro aus f&uuml;r ihre Lobbyarbeit.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/lobbyisten-in-berlin-auf-den-spuren-der-unsichtbaren.2165.de.html?dram:article_id=425383\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Das sind Deutschlands kaputte Br&uuml;cken<\/strong><br>\nNach dem Einsturz einer Autobahnbr&uuml;cke in Genua f&auml;llt der Blick auf den Zustand italienischer Br&uuml;cken und auch auf die Br&uuml;cken in Deutschland. Nach Daten der OECD investierte Italien 2015 &uuml;ber 5 Milliarden Euro in sein Stra&szlig;ennetz, dazu kommen noch 9 Milliarden Euro f&uuml;r die Wartung &ndash; macht zusammen 14 Milliarden. Zum Vergleich: Deutschland investierte im gleichen Jahr nur etwas &uuml;ber 11,6 Milliarden Euro in sein Stra&szlig;ennetz.<br>\nDass Italien also tats&auml;chlich mehr in seine Stra&szlig;en investiert hat, ist umso erstaunlicher, weil zumindest das Autobahnnetz Italiens wesentlich kleiner ist: W&auml;hrend Deutschland nach aktuellsten OECD-Zahlen auf 13.000 Autobahnkilometer kommt, sind es in Italien nur 7000.<br>\nIn Deutschland stagnieren die Investitionen ins Stra&szlig;ennetz seit Jahren. Das ist problematisch, denn auch viele Br&uuml;cken hierzulande sind sanierungsbed&uuml;rftig. Nach einer Benotung der Bundesanstalt f&uuml;r Stra&szlig;enwesen hat jede achte deutsche Br&uuml;cke einen &bdquo;nicht ausreichenden&ldquo; oder &bdquo;ungen&uuml;genden&ldquo; Zustand. [&hellip;]<br>\nVor allem an Nadel&ouml;hren wie der Leverkusener Rheinbr&uuml;cke wird das sichtbar. Das Bauwerk ist wegen Rissen seit 2012 f&uuml;r Laster gesperrt. Um Abhilfe zu schaffen, muss Deutschland nicht nur mehr Geld in sein Stra&szlig;ennetz investieren. Denn seit 2015 investiert der Bund zwar wieder mehr in seine Bundesstra&szlig;en, allerdings kommt der Ausbau von Br&uuml;cken trotzdem nur schleppend voran. Die Gr&uuml;nde daf&uuml;r seien vielf&auml;ltig, sagt Thomas Puls, Verkehrsexperte am Institut der deutschen Wirtschaft.<br>\nSo seien beispielsweise die Baupreise im Stra&szlig;enbau in den letzten Jahren explodiert. Seit 2005 seien die Preise um knapp 40 Prozent gestiegen, viele Baufirmen seien voll ausgelastet. Das erh&ouml;he die Kosten f&uuml;r den Neubau von Br&uuml;cken, sagt der Experte. Viel gravierender wirke aber, dass viele L&auml;nder zwar Br&uuml;cken sanieren wollen, aber schlicht nicht k&ouml;nnen.<br>\nDenn: Seit Jahren fehlen Planungsingenieure in den jeweiligen Landesbeh&ouml;rden, welche die Br&uuml;cken planen. Dazu kommt noch, dass einzelne Bundesl&auml;nder die Planungskosten f&uuml;r Br&uuml;cken und Co. erst gar nicht bezahlen k&ouml;nnen. Diese k&ouml;nnen bis zu 20 Prozent der Baukosten ausmachen. Viele Gelder des Bundes werden somit erst gar nicht abgerufen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/viele-probleme-beim-renovieren-deutscher-bruecken-15739135.html%20\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die FAZ k&ouml;nnte an diesem Beispiel aufzeigen, was alles falsch l&auml;uft: im Zuge einer kranken Ideologie wurden zun&auml;chst die Unternehmenssteuern radikal gesenkt und auf der Basis ein Austerit&auml;tskurs bei staatlichen Investitionen, &ouml;ffentlichem Personal und im Sozialstaat gefahren und diese verr&uuml;ckte Politik auch noch als &ldquo;Schwarze Null&rdquo; gelobhudelt. Das Ergebnis sind krasse Unterinvestitionen auch und gerade in der Infrastruktur sowie gro&szlig;e Personalengp&auml;sse im &ouml;ffentlichen Dienst und beim Staat. Au&szlig;erdem hat die &ouml;ffentliche Hand nicht regelm&auml;&szlig;ig weitergebaut, so dass auch in der privaten Bauindustrie Stellen abgebaut worden sind, so dass jetzt bei knappen Kapazit&auml;ten teuer das Vers&auml;umte nachgeholt werden muss. All das k&ouml;nnte die FAZ erz&auml;hlen, m&uuml;sste dann aber zugeben, dass sie diese krassen Fehlentwicklungen jahrzehntelang journalistisch mitbef&ouml;rdert hat. Deshalb bleibt die FAZ an der Stelle ganz still und fordert weiterhin unverdrossen noch mehr Steuergeschenke f&uuml;r Unternehmen und Vielverdiener.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Der EU-Sparkurs und der Br&uuml;ckeneinsturz: Nicht schuldig, aber schizophren<\/strong><br>\nDie EU ist nicht schuldig am Einsturz der Br&uuml;cke von Genua. Die schizophrene Politik Br&uuml;ssels geh&ouml;rt dennoch auf den Pr&uuml;fstand. [&hellip;]<br>\nIn Br&uuml;ssel sieht man die Schuld in &bdquo;schlechter Regierungsf&uuml;hrung&ldquo;. Mit anderen Worten: Die italienischen Politiker seien selbst schuld, wenn sie das Geld nicht abrufen oder nicht f&uuml;r das einsetzen, wof&uuml;r es urspr&uuml;nglich bestimmt war. Den Schwarzen Peter einfach nach Br&uuml;ssel weiterzugeben sei zu billig.<br>\nUnd was ist mit dem Sparkurs, den die EU Italien verordnet hat? Sind es die von Deutschland forcierten Stabilit&auml;ts- und Schuldenregeln, &bdquo;die uns daran hindern, das n&ouml;tige Geld f&uuml;r die Sicherheit unserer Autobahnen auszugeben&ldquo;, wie Innenminister Matteo Salvini klagt?<br>\nBisher ist dies nur eine unbewiesene Behauptung. Erst nach Abschluss der Ermittlungen wird sich sagen lassen, ob das Ungl&uuml;ck von Genua mit dem harten Sparkurs zusammenh&auml;ngt. Unbestritten ist allerdings, dass Br&uuml;ssel die Regierung in Rom zwingt, den G&uuml;rtel enger zu schnallen. Das italienische Budgetdefizit liegt zwar unter der EU-Schwelle von 3 Prozent. Doch die EU-Kommission fordert regelm&auml;&szlig;ig den Abbau des &bdquo;strukturellen&ldquo;, also konjunkturbereinigten Defizits &ndash; und fordert daf&uuml;r immer neue Sparma&szlig;nahmen. Gleichzeitig empfiehlt Br&uuml;ssel aber auch mehr Investitionen in die Infrastruktur &ndash; eine schizophrene Politik, die nach Genua auf den Pr&uuml;fstand geh&ouml;rt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Der-EU-Sparkurs-und-der-Brueckeneinsturz\/!5528533\/\">Eric Bonse in der taz<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Kommunaler Investitionsr&uuml;ckstand in Schulen w&auml;chst auf 47,7 Mrd. EUR<\/strong>\n<ul>\n<li>Steigende Sch&uuml;lerzahlen und Ausbau der Ganztagsbetreuung sorgen f&uuml;r h&ouml;heren Investitionsbedarf<\/li>\n<li>Kommunale Investitionen im Bildungsbereich halten trotz Zunahme nicht Schritt mit wachsendem Bedarf<\/li>\n<li>Politik muss Investitionsschw&auml;che durch strukturelle &Auml;nderungen entgegenwirken<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Investitionsr&uuml;ckstand der Kommunen in Deutschland ist laut KfW-Kommunalpanel 2018 auf einen neuen H&ouml;chststand von knapp 159 Mrd. EUR geklettert. Darunter machen die Schulen mit rd. 47,7 Mrd. EUR mittlerweile den gr&ouml;&szlig;ten Anteil aus, wie eine aktuelle Sonderauswertung von KfW Research zu Beginn des neuen Schuljahres zeigt. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Investitionsstau bei den Schulen damit um 14,9 Mrd. EUR vergr&ouml;&szlig;ert. Betroffen sind insbesondere gr&ouml;&szlig;ere St&auml;dte und Gemeinden. Regional l&auml;sst sich der Anstieg vor allem in Nordrhein-Westfalen und S&uuml;ddeutschland verorten. Auch f&uuml;r Kindertagesst&auml;tten fehlen den Kommunen zunehmend die Investitionsm&ouml;glichkeiten. Der Investitionsr&uuml;ckstand bei der Kleinkindbetreuung liegt aktuell bei 7,6 Mrd. EUR (+ 2,9 Mrd. EUR). Im gesamten Bereich der kommunalen Bildungsausgaben beziffert sich der R&uuml;ckstand somit auf 55 Mrd. EUR (Vorjahr: 37,4 Mrd. EUR). [&hellip;]<br>\nZwar steigen auch die kommunalen Investitionsausgaben f&uuml;r Schulen und Kitas seit einigen Jahren wieder langsam an, dadurch wird aber nicht unbedingt mehr und bessere Bildungsinfrastruktur bereitgestellt: &bdquo;Ein Gro&szlig;teil der Ausgaben wird durch steigende Baupreise regelrecht &sbquo;aufgefressen&lsquo;. Dar&uuml;ber hinaus behindern Kapazit&auml;tsengp&auml;sse in der Kommunalverwaltung und besonders der Bauwirtschaft die Planung und Umsetzung weiterer Investitionen&ldquo;, sagt Dr. J&ouml;rg Zeuner. &bdquo;Das ist das Ergebnis einer haushaltspolitischen Priorit&auml;tensetzung der letzten Jahrzehnte, die sich nicht am Unterhalt und Ausbau der Infrastruktur orientiert hat. Hier ist ein Umdenken n&ouml;tig.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kfw.de\/KfW-Konzern\/Newsroom\/Aktuelles\/Pressemitteilungen-Details_483392.html\">KfW<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu: Volle Kassen, marode Schulen<\/strong><br>\nDazu hat der Bund finanzschwachen Kommunen milliardenschwere F&ouml;rdert&ouml;pfe bereitgestellt. Nur: Die Nachfrage ist gering. Aus einem vor einem Jahr aufgelegten Topf f&uuml;r Schulsanierungen ist bislang kein einziger Euro abgeflossen. &Auml;hnlich ist es bei einem F&ouml;rdertopf f&uuml;r den Kita-Ausbau: Hier wurden 2017 von den bereitgestellten 519 Millionen Euro lediglich 151 Millionen abgerufen.<br>\nDer Grund: In den kommunalen Bauverwaltungen fehlt schlichtweg Personal, Bauvorhaben zu planen. Weil der Staat sich viele Jahre mit Investitionen zur&uuml;ckgehalten hat, haben die Kommunen die Bauverwaltungen kaputtgeschrumpft. So sank laut Zahlen des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) die Zahl der Besch&auml;ftigten in den kommunalen Bauverwaltungen seit Mitte der 1990er-Jahre von 55.000 auf unter 40.000.<br>\nDIW-Pr&auml;sident Marcel Fratzscher glaubt deshalb nicht an eine schnelle L&ouml;sung. &bdquo;Es ist leider so, dass sich die Folgen von zwei Jahrzehnten extremer Sparpolitik nicht &uuml;ber Nacht l&ouml;sen lassen&ldquo;, sagt er und verlangt eine Reform des F&ouml;deralismus. Erg&auml;nzend zur Schuldenbremse geh&ouml;re eine Investitionspflicht in die Haushaltsgesetze, fordert Fratzscher.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amp.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/investitionsstau-volle-kassen-marode-schulen\/22915982.html\">Handelsblatt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Eigentlich geh&ouml;rt die Schuldenbremse abgeschafft. Sie engt ja gerade den Spielraum ein, der f&uuml;r staatliche Investitionen erforderlich ist. Au&szlig;erdem ist doch bekannt, dass die Bundesl&auml;nder auf Ausgaben und Stellen im &ouml;ffentlichen Dienst verzichten, nur um den Vorgaben der Schuldenbremse zu entsprechen. Denn nach wie vor besteht die irrige Auffassung, wonach ein &bdquo;solider Haushalt&ldquo;, also die schwarze Null, den B&uuml;rgern heute und vor allem k&uuml;nftigen Generationen mehr nutze. Dabei zeigt der rapide Verfall der &ouml;ffentlichen Infrastruktur anschaulich das Gegenteil. <\/em><\/p>\n<p><em>Unter den Finanzministern egal welcher Partei gilt trotzdem der <a href=\"http:\/\/www.mf.niedersachsen.de\/aktuelles\/presseinformationen\/finanzminister-hilbers-ich-stehe-fuer-eine-solide-und-nachhaltige-finanzpolitik-ohne-neue-schulden-161646.html\">Glaubenssatz<\/a>: &bdquo;Ich stehe f&uuml;r eine solide und nachhaltige Finanzpolitik ohne neue Schulden.&ldquo; In Wirklichkeit richtet aber nicht die Neuverschuldung, sondern die Schuldenbremse erheblichen Schaden an. Eine Finanzpolitik ohne neue Schulden ist daher weder solide noch nachhaltig.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Wieviel Marktwirtschaft vertr&auml;gt die Pflege?<\/strong><br>\nPflegeheime sind l&auml;ngst begehrte Renditeobjekte f&uuml;r Investoren. Gesundheitsminister Jens Spahn f&uuml;rchtet: Die Gewinnmaximierung geht auf Kosten der Pflegebed&uuml;rftigen.<br>\nEs ist nur der j&uuml;ngste Deal in einer langen Reihe: Diese Woche gab der Immobilienkonzern Deutsche Wohnen bekannt, f&uuml;r 680 Millionen Euro weitere 30 Pflegeeinrichtungen in Deutschland zu &uuml;bernehmen. Sein Unternehmen sei dann mit mehr als 12.000 Pl&auml;tzen einer der gr&ouml;&szlig;ten Eigent&uuml;mer von Pflegeimmobilien und k&ouml;nne &bdquo;von den positiven Makrotrends im Pflegemarkt stark profitieren&ldquo;, frohlockte Konzernchef Michael Zahn.<br>\nSeit der Staat den Pflegesektor 1995 f&uuml;r private Anbieter ge&ouml;ffnet hat, machen Konzerne wie die Deutsche Wohnen, aber auch Versicherungen, Pensions- oder Hedgefonds Caritas, Diakonie, AWO und Co. Konkurrenz. Die b&ouml;rsennotierte franz&ouml;sische Korian-Gruppe ist mit mehr als 25.000 Pflegepl&auml;tzen der gr&ouml;&szlig;te Pflegeheimbetreiber in Deutschland. 2017 wurden 40.000 Pflegebetten von Finanzinvestoren &uuml;bernommen. Gemessen an der Zahl der Pl&auml;tze kommen private Anbieter heute auf einen Marktanteil von rund 40 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amp.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/pflegeheime-wieviel-marktwirtschaft-vertraegt-die-pflege\/22915172.html\">Handelsblatt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Arbeitgeber verweigern Entlastung<\/strong><br>\nDie heutige Ank&uuml;ndigung der Unikliniken D&uuml;sseldorf und Essen mit der Tarifgemeinschaft deutscher L&auml;nder (TdL) keine Vereinbarung &uuml;ber Entlastungsma&szlig;nahmen f&uuml;r Pflegekr&auml;fte an den beiden Unikliniken mit der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) vereinbaren zu wollen, st&ouml;&szlig;t auf heftige Kritik. ver.di-Bundesvorstandsmitglied Wolfgang Pieper: &bdquo;Nach anf&auml;nglicher Hoffnung auf Entlastung f&uuml;r die Besch&auml;ftigten der Kliniken, wird diese nun von den Klinikvorst&auml;nden verweigert: Die Arbeitgeberseite ist nicht bereit, eine nachhaltige Entlastung der Pflegerinnen und Pfleger mit uns zu vereinbaren und sie wollen auch keine Vereinbarung mit ver.di.&ldquo;<br>\nGegenstand der vorbereitenden Gespr&auml;che in den letzten Tagen zwischen den beiden Uniklinikleitungen und ver.di mit der TdL waren insbesondere Sofortma&szlig;nahmen, nachhaltige Entlastungsma&szlig;nahmen, Vereinbarung von Personalbedarfsermittlungsverfahren sowie ein Ausfallmanagement, wenn Pflegepersonal fehlt. Noch am Freitag hatte ver.di begr&uuml;&szlig;t, dass 100 zus&auml;tzliche Pflegekr&auml;fte in drei Schritten von den Arbeitgebern avisiert worden sind. Vereinbart waren noch weitere Unterlagen zur Vorbereitung des Gespr&auml;chs, die am Montag auch noch geliefert wurden. &bdquo;Heute kam es &uuml;berraschend nicht mehr zu inhaltlichen Gespr&auml;chen, da die Arbeitgeber pl&ouml;tzlich eine Vereinbarung mit ver.di &uuml;ber Entlastung der Besch&auml;ftigten ablehnten&ldquo;, f&uuml;hrte Pieper aus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.verdi.de\/presse\/pressemitteilungen\/++co++573e580a-9fd3-11e8-8e8d-525400940f89\">ver.di<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Erkl&auml;rung von ver.di und BR zum Insolvenzantrag der apm<\/strong><br>\nNach Insolvenzantrag der Druckerei apm in Darmstadt: ver.di-Vertrauensleute und Betriebsrat fordern Standortsicherung und Verzicht auf K&uuml;ndigungen<br>\nIn der Darmst&auml;dter Druckerei apm produktions GmbH stehen nach einem Insolvenzantrag zahlreiche Arbeitspl&auml;tze auf dem Spiel. Von den rund 160 Stellen sind akut 75 bedroht. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft und der Betriebsrat bef&uuml;rchten weitere negative Folgen f&uuml;r den Standort, wenn die geplante Reduzierung der Produktion trotz voller Auftragsb&uuml;cher umgesetzt wird.<br>\nDie gewerkschaftlichen Vertrauensleute und der Betriebsrat der apm haben aus Sorge um den Standort und die Besch&auml;ftigten am 13. August 2018 eine gemeinsame Erkl&auml;rung verabschiedet, in der die gerichtlich bestellte vorl&auml;ufige Sachwalterin des Insolvenzverfahrens und der Gl&auml;ubigerausschuss aufgefordert werden, alle Optionen zu pr&uuml;fen, die einen Erhalt der kompletten Produktion in Darmstadt und den Verzicht auf K&uuml;ndigungen erm&ouml;glichen. [&hellip;]<br>\nDie jetzige Muttergesellschaft alpha print medien AG (apm) hatte 2016 entschieden, die Besch&auml;ftigten in die apm produktions GmbH &uuml;berzuleiten. Alle Maschinen und Anlagen verblieben bei der AG. Schon damals stand die Bef&uuml;rchtung im Raum, dass die Besch&auml;ftigten im Falle einer Insolvenz die Zeche zahlen m&uuml;ssten. Gleichwohl bestand berechtigte Hoffnung, dass die apm nach jahrelangen Verlusten sp&auml;testens 2019 schwarze Zahlen schreiben wird. Aufgrund das Auslaufens von Leasingzahlungen ist mit j&auml;hrlichen Kostenentlastungen in einer Gr&ouml;&szlig;enordnung von 600.000 Euro zu rechnen. Zusammen mit einem moderaten Personalabbau durch normale Fluktuation ist sogar ein deutlich positives Ergebnis in Reichweite.<br>\nUmso &uuml;berraschter waren Besch&auml;ftigte, Betriebsrat und Gewerkschaft, als Ende Juli nach einem Wechsel in der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung und im Vorstand der AG ein Insolvenzantrag gestellt wurde. &Uuml;bereinstimmend stellen die ver.di-Vertrauensleute und der Betriebsrat fest, dass damit keineswegs die Chancen f&uuml;r einen Erhalt der Druckerei gestiegen sind, selbst nicht in der geplanten Verkleinerung. Die hervorragenden Gesch&auml;ftsbeziehungen zu den gewerkschaftlichen und nicht-gewerkschaftlichen Kunden und das umfassende Leistungsangebot der Druckerei werden durch die Verkleinerung des Betriebs und die Auslagerung von Auftr&auml;gen hochgradig gef&auml;hrdet. Die gewerkschaftlichen Vertrauensleute und der Betriebsrat halten den Kurs f&uuml;r falsch, der ma&szlig;geblich vom Vorstand der Muttergesellschaft apm AG gesteuert wird. Das Vertrauen in die Verantwortlichen der apm ist deshalb ersch&uuml;ttert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/medien-kunst-industrie-hessen.verdi.de\/branchen-und-betriebe\/vdp\/++co++743097f6-9f11-11e8-88a1-525400f67940\">ver.di<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Neue Arbeitsvertr&auml;ge: Mitarbeiter bef&uuml;rchten Tarifausstieg von Aldi Nord<\/strong><br>\nF&uuml;r sehr viel Arbeit wenigstens einen guten Lohn &ndash; daran haben sich Mitarbeiter von Aldi Nord lange Zeit festgehalten. Doch der Discounter stellt die Weichen f&uuml;r einen m&ouml;glichen Tarifausstieg.<br>\nSo hart Mitarbeiter von Aldi Nord auch arbeiten m&uuml;ssen, der Discounter bezahlt sie daf&uuml;r &uuml;berdurchschnittlich gut. Mit Zulagen stockt der Konzern das zugesicherte Tarifgehalt auf: hoher Lohn f&uuml;r hohe Leistung. Doch dieses Prinzip k&ouml;nnte kippen, bef&uuml;rchten nun Betriebsr&auml;te des Discounters. Denn in neuen Arbeitsvertr&auml;gen, die dem SPIEGEL vorliegen, hat der Konzern die Option eines Tarifausstiegs explizit eingebaut. Nun zweifeln Aldi-Besch&auml;ftigte, ob der Tarifvertrag sie noch lange sch&uuml;tzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/aldi-nord-mitarbeiter-befuerchten-tarifausstieg-des-discounters-a-1215331.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>F&ouml;rderung f&uuml;r Arbeitslose: Einbruch im ersten Quartal 2018<\/strong><br>\nIm ersten Quartal 2018 gab es rund 15 Prozent weniger Zuweisungen in arbeitsmarktpolitische Ma&szlig;nahmen als im gleichen Zeitraum in 2017. Haupts&auml;chlicher Grund daf&uuml;r ist aber nicht der R&uuml;ckgang der Arbeitslosigkeit, sondern die angespannte Finanzsituation, vor allem auf der Seite der Jobcenter.<br>\nArbeitsmarktpolitische Ma&szlig;nahmen sollen die Integration von Arbeitslosen und Arbeitsuchenden in den Arbeitsmarkt unterst&uuml;tzen. Im ersten Quartal 2018 gab es knapp 794.000 Zuweisungen in arbeitsmarktpolitische F&ouml;rderma&szlig;nahmen. Gegen&uuml;ber dem Vorjahreszeitraum von Januar bis einschlie&szlig;lich M&auml;rz 2017 bedeutet das einen R&uuml;ckgang um rund 143.000 F&ouml;rderf&auml;lle beziehungsweise 15,3 Prozent. Dieser deutliche Einbruch l&auml;sst sich aber nicht alleine mit der sinkenden Arbeitslosigkeit in Deutschland erkl&auml;ren. Denn die Zahl der Arbeitslosen im ersten Quartal ging im Vorjahresvergleich um 7,6 Prozent auf 2,52 Millionen zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.o-ton-arbeitsmarkt.de\/o-ton-news\/foerderung-fuer-arbeitslose-einbruch-im-ersten-quartal-2018\">O-Ton Arbeitsmarkt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Sozialstaat gegen Arme<\/strong><br>\nDie Bundesrepublik Deutschland h&auml;lt sich viel darauf zugute, ein demokratischer und sozialer Rechtsstaat zu sein. Doch die Armut nimmt zu. Und die Verfahren um Sozialleistungen werden komplizierter und dauern immer l&auml;nger. Ein Rechtsanwalt berichtet aus seiner Praxis.<br>\nFrau K., eine junge Deutsche der zweiten Generation nach Migration, soll zwangsverheiratet werden und flieht mit 18 Jahren aus ihrem Elternhaus im Gro&szlig;raum Stuttgart. Sie kommt in einer Schutzeinrichtung der Diakonie unter, finanziert zun&auml;chst vom Jugendamt des zust&auml;ndigen Landratsamtes. Sie hat noch mit schweren psychosozialen Problemen zu k&auml;mpfen, schafft aber den Realschulabschluss und beginnt eine duale Ausbildung mit Fachrichtung Soziales. Frau K. scheitert jedoch nach dem ersten Jahr ihrer dualen Ausbildung zun&auml;chst im theoretischen Teil und will nun erst mal ein Freiwilliges Soziales Jahr machen.<br>\nDas Jugendamt will nur bis zum 21. Lebensjahr zahlen, obwohl es nach dem Gesetz die Hilfe f&uuml;r junge Vollj&auml;hrige bis zum 25. Lebensjahr gew&auml;hren soll, wenn sie aufgrund der individuellen Situation noch notwendig ist. Ein solcher Fall liegt bei Frau K. vor. Die Beh&ouml;rde ist jedoch der Ansicht, dass die junge Frau wom&ouml;glich an einer dauerhaften seelischen Behinderung leide, und verweist sie an das Sozialamt. Dieses wiederum verlangt die Erhebung weiterer pers&ouml;nlicher und auch &auml;rztlicher Daten sowie eine entsprechende Begutachtung.<br>\nDann vertritt das Sozialamt aber pl&ouml;tzlich die Auffassung, Frau K. solle kein Freiwilliges Soziales Jahr absolvieren, vielmehr die bisherige Schutzeinrichtung verlassen und sich nun stattdessen in eine station&auml;re Reha-Einrichtung bei Heilbronn begeben, um anschlie&szlig;end auf dem zweiten Arbeitsmarkt unterzukommen. Der Hintergedanke: Diese Ma&szlig;nahme m&uuml;sste von der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit bezahlt werden.<br>\nFrau K. hat aber bereits eine Stelle f&uuml;r ein Freiwilliges Soziales Jahr in einer Einrichtung f&uuml;r K&ouml;rperbehinderte gefunden, wo sie schon fr&uuml;her mit Freude und Erfolg gearbeitet hatte. Die Diakonie f&uuml;hrt auch die notwendige Betreuung weiter, das Landratsamt verweigert jedoch die &Uuml;bernahme der Kosten. Nun muss auch noch das Verwaltungsgericht Stuttgart angerufen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/debatte\/385\/sozialstaat-gegen-arme-5263.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Abschiebungen nach Afghanistan: &ldquo;Bundesregierung widerspricht sich selbst&rdquo;<\/strong><br>\nIn Afghanistan gebe es keine Gebiete, &ldquo;die &uuml;ber einen hinreichenden Zeitraum hinaus gen&uuml;gend stabil sind, um Leute dorthin abschieben zu k&ouml;nnen&rdquo;, sagt Thomas Rutting vom Afghanistan Analysts Network. Auch die Bundesregierung nenne keine konkreten Regionen.<br>\nManche Gebiete in Afghanistan seien sicher &ndash; und daher k&ouml;nnten Fl&uuml;chtlinge dorthin abgeschoben werden, das meint zumindest die Bundesregierung. Erst vergangene Nacht sind wieder 46 abgelehnte Asylbewerber per Sammelflug von M&uuml;nchen nach Afghanistan abgeschoben worden. Darunter sieben rechtskr&auml;ftig verurteilte Straft&auml;ter, aber &ndash; nach Angaben des Bayerischen Fl&uuml;chtlingsrats &ndash; auch Sch&uuml;ler oder junge Menschen, die gerade eine Ausbildung machten.<br>\nIst Afghanistan wirklich so sicher? Die Wirklichkeit, sie sieht anscheinend anders aus: Regelm&auml;&szlig;ig berichten die Nachrichtenagenturen von Attentaten in Afghanistan. Allein heute (15.8.18) riss ein Selbstmordattent&auml;ter in Kabul etwa 50 Menschen in den Tod, &uuml;ber 60 wurden verletzt. Tage zuvor wurde die Provinzhauptstadt Ghasni von den Taliban &uuml;berrannt. Mehrere hundert Soldaten, Polizisten, aber auch Zivilisten wurden get&ouml;tet.<br>\nDie Taliban sind &ldquo;auf dem Vormarsch&rdquo;, sagt Thomas Rutting vom Afghanistan Analysts Network (AAN). &ldquo;Das sind keine Einzelf&auml;lle. Diese Art der Anschl&auml;ge und Angriffe h&auml;ufen sich.&rdquo; Die Situation im Land sehe &ldquo;nicht gut aus&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/abschiebungen-nach-afghanistan-bundesregierung-widerspricht.1008.de.html?dram:article_id=425573\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Jordanien: Die vergessenen Fl&uuml;chtlinge aus Pal&auml;stina<\/strong><br>\nJordanien hat in den vergangenen 70 Jahren immer wieder Fl&uuml;chtlinge aus Pal&auml;stina aufgenommen. Rund die H&auml;lfte der jordanischen Bev&ouml;lkerung d&uuml;rfte pal&auml;stinensische Wurzeln haben. Dennoch spielen die Unterschiede zwischen den Gruppen bis heute eine Rolle. Und es gibt jene Pal&auml;stinenser, die auf R&uuml;ckkehr hoffen. [&hellip;]<br>\nDie Stimmung ist schlecht im Hussein Camp. Hohe Arbeitslosigkeit, geringe Einkommen und eine Infrastruktur, die dringend erneuert werden m&uuml;sste. Den Schulen und Krankenh&auml;usern mangelt es an Fachkr&auml;ften. Aber sowohl dem UN-Hilfswerk f&uuml;r die Pal&auml;stinafl&uuml;chtlinge UNWRA als auch der jordanischen Regierung sind enge finanzielle Grenzen gesetzt. Auf Abhilfe m&uuml;ssen die Menschen im Lager Hussein noch lange warten.<br>\nBesonders schlecht geht es den Fl&uuml;chtlingen aus Gaza. Sie stellen eine absolute Minderheit im Lager dar. Ihre Rechte sind gegen&uuml;ber den Vertriebenen aus dem Westjordanland stark eingeschr&auml;nkt. W&auml;hrend die einen jordanischen Pass haben, m&uuml;ssen sich die Gaza-Leute mit vorl&auml;ufigen Papieren begn&uuml;gen.<br>\nGenerell, so sagen die Fl&uuml;chtlinge aus Gaza, werden sie in Jordanien schlechter behandelt als diejenigen, die aus dem Westjordanland kommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/jordanien-die-vergessenen-fluechtlinge-aus-palaestina.724.de.html?dram:article_id=425463\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Die Spannungen zwischen Trump und Erdogan eskalieren<\/strong><br>\n2016 wird Andrew Brunson, ein amerikanischer evangelikaler Pastor, in der T&uuml;rkei verhaftet, Washington fordert dessen Freilassung, es kommt zu ersten Konflikten zwischen beiden L&auml;ndern. Trump verh&auml;ngte j&uuml;ngst Strafz&ouml;lle, Erdogan reagierte mit selbigen. Die USA stellten am Montag vor&uuml;bergehend den Verkauf ihres Kampfflugzeugs F-35 in die T&uuml;rkei ein, die T&uuml;rkei wird den Import amerikanischer Elektronikartikel boykottieren. Die Lage zwischen beiden L&auml;ndern eskaliert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/2018-08-15\/die-spannungen-zwischen-trump-und-erdogan-eskalieren\/\">Justice Now<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&ldquo;Wesentlich beeinflusst&rdquo;: Rechnungshof r&uuml;gt E-Auto-Pr&auml;mie scharf<\/strong><br>\nMit deutlicher Kritik an der Bundesregierung hat der Bundesrechnungshof die Kaufpr&auml;mie f&uuml;r Elektroautos ger&uuml;gt. &ldquo;Die deutsche Automobilindustrie hat die Entscheidung der Bundesregierung zum Umweltbonus und zu dessen Ausgestaltung wesentlich beeinflusst&rdquo;, hei&szlig;t es in einem Pr&uuml;fbericht, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. [&hellip;]<br>\nBesonders kritisieren die Pr&uuml;fer staatlicher Ausgaben, dass die Automobilindustrie ihren Beitrag offensichtlich minimiere, w&auml;hrend von staatlicher Seite Steuergelder f&uuml;r die Pr&auml;mie zugeschossen werden. &ldquo;Ma&szlig;geblich f&uuml;r die Bemessung des Beitrags der Automobilhersteller zum Umweltbonus ist der sogenannte Nettolistenpreis des Basismodells&rdquo;, hei&szlig;t es in dem Bericht.<br>\nAusgehend von diesem Preis m&uuml;sse der Verk&auml;ufer dem K&auml;ufer mindestens einen Nachlass bei Elektroautos von 2000 und bei Hybrid-Fahrzeugen von 1500 Euro gew&auml;hren. Je nach Modell erhalten K&auml;ufer aber ohnehin Abschl&auml;ge auf die Listenpreise von Neufahrzeugen, &ldquo;die &ndash; wie aktuell die &ldquo;Diesel-Umtauschpr&auml;mie&rdquo; zeigt &ndash; deutlich &uuml;ber den von der Automobilindustrie gew&auml;hrten Umweltbonus hinausgehen.&rdquo;<br>\nEin echter Beitrag der Automobilindustrie zur St&auml;rkung der E-Auto-Nachfrage durch richtige Kaufanreize trete damit erst dann ein, &ldquo;wenn Nachl&auml;sse gew&auml;hrt werden, die &uuml;ber 1500 bzw. 2000 Euro hinausgehen&rdquo;. Die Pr&uuml;fungen legten nahe, dass der von Hersteller-Anteil an der Kaufpr&auml;mie h&auml;ufig mit bereits bestehenden Rabatten verrechnet wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.automobilwoche.de\/article\/20180814\/AGENTURMELDUNGEN\/308149953\/1276\/wesentlich-beeinflusst-rechnungshof-rugt-e-auto-pramie-scharf\">Automobilwoche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>200 Dollar statt Milliarden: Mit welchem irren Trick Apple Steuern spart<\/strong><br>\nWenn es um Steuern geht, werden Konzerne kreativ. Schlie&szlig;lich lassen sich so schnell Millionen sparen. Der iPhone-Konzern Apple versucht es in seiner Heimat Cupertino nun mit einer besonders frechen Masche.<br>\nApple ist der erste Konzern, der an der B&ouml;rse &uuml;ber eine Billion Dollar wert ist. iPhone, iTunes und Co. sp&uuml;len dem Konzern Milliarden in die Kassen. Zu viele Steuern will man offenbar nicht daf&uuml;r zahlen. Immer wieder macht der Konzern mit seinen Steuersparmodellen Schlagzeilen. In der Heimat versucht man es nun mit einer besonders dreisten Masche &ndash; und rechnet den Wert von Milliarden-Grundst&uuml;cken auf gerade mal 200 Dollar herunter.<br>\nHintergrund ist ein Steuerstreit mit der &ouml;rtlichen Verwaltung. In Kalifornien bezahlen Unternehmen und Privatpersonen eine Grundsteuer. Die wird nach dem Wert des Baulandes und der Geb&auml;ude darauf berechnet. Und Apple scheint hier ordentlich Sparpotenzial zu sehen. Seit Jahren streitet sich der Konzern mit dem zust&auml;ndigen Steuerdistrikt Santa Clara, berichtet die Lokalzeitung &ldquo;San Francisco Chronicle&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.stern.de\/digital\/online\/steuertrick-von-apple--wenn-aus-einer-milliarde-200-dollar-werden-8212856.html\">Stern Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Ein kritischer Parteilinker<\/strong><br>\nOb die zentrale Aufgabe eines Abgeordneten &raquo;Kritik &uuml;ben&laquo; ist, ist fraglich. Ralf Stegner scheint es so zu verstehen<br>\nDie beiden letzten Wochen waren hart f&uuml;r Ralf Stegner. Der stellvertretende Bundesvorsitzende der Sozialdemokraten gilt als einer der gr&ouml;&szlig;ten Kritiker im Lande. Und in letzter Zeit war die Auftragslage gut f&uuml;r ihn. So kritisierte er die linke Sammlungsbewegung und Sahra Wagenknecht, Seehofer und die CSU und das R&uuml;ckf&uuml;hrungsabkommen mit Spanien. Er wandte sich auch gegen Merkel, die Haltung der Union zur AfD und die Abschiebung eines tunesischen Gef&auml;hrders. Man darf freilich festhalten, dass viele seine kritischen Einw&uuml;rfe auch Berechtigung haben &ndash; wer viel kritisiert, der kritisiert zwangsl&auml;ufig nat&uuml;rlich hin und wieder Personen, Themen oder Ereignisse, die es verdienen. Aber man fragt sich ja schon, was politische Arbeit eines Abgeordneten dieser Tage wirklich bedeutet.<br>\nZumal bei einem Abgeordneten, der sich als Parteilinker zitieren l&auml;sst und innerhalb seiner Partei diese Stellung auskostet. Denn egal was auch passiert, was gesagt oder berichtet wurde: Ralf Stegner war schon da, hat schon seine Kritik formuliert, sie ins Land hinaus getwittert, in Mikrofone wiederholt, in Zeitungen drucken lassen. Gibt man &raquo;Stegner kritisiert&laquo; bei Google ein, zeigt sich, wie sehr der Mann als Kritiker aufgeht &ndash; 13.800 Eintr&auml;ge sind verzeichnet. In den letzten Jahren ist unter dieser Sucheingabe ordentlich was zusammengekommen. Zum Vergleich: Tippt man &raquo;Reich-Ranicki kritisiert&laquo; in die Maske der Suchmaschine ein, so erh&auml;lt man erst einen (nicht ganz sachlichen) Vergleich dar&uuml;ber, welche Taktzahl Stegner vorgibt. Reich-Ranicki kam r&uuml;ckblickend in seinem langen Leben nur auf knapp 140 Nennungen unter diesem Stichwort &ndash; und der Mann war immerhin Kritiker von Beruf!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1097418.sozialdemokratie-ein-kritischer-parteilinker.html\">Heppenheimer Hiob<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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