{"id":45545,"date":"2018-08-17T16:16:22","date_gmt":"2018-08-17T14:16:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45545"},"modified":"2018-08-17T16:16:22","modified_gmt":"2018-08-17T14:16:22","slug":"hinweise-des-tages-ii-358","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45545","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45545#h01\">Die Br&uuml;cke und die Multikultimilliard&auml;re<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45545#h02\">Wagenknechts Gef&auml;hrten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45545#h03\">US-Senat stellt sich an die Seite der Presse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45545#h04\">Lernen f&uuml;r das Kapital<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45545#h05\">11 Fragen zur Rente, die sich alle stellen sollten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45545#h06\">Warum starben so viele fr&uuml;her?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45545#h07\">EU-Hilfsprogramm endet: Von deutscher Strenge und griechischem Leid<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45545#h08\">Frist l&auml;uft ab: Berlin setzt EU-Schadstoffgrenzen nicht um<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45545#h09\">Abgas-Skandal: Software-Updates f&uuml;r Diesel-Pkw sind angeblich kaum wirksam<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45545#h10\">Von der Flatrate zur Fatrate<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45545#h11\">Organisierte und dokumentierte Doppelmoral<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45545#h12\">Golfkrieg gegen China<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45545#h13\">T&uuml;rkei bombardiert Eziden im Shengal im Nordirak<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45545#h14\">Viele Fragen offen: Katalonien erinnert an die Opfer der Anschl&auml;ge vor einem Jahr. Gedenkzeremonie in Barcelona<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45545#h15\">Zu guter Letzt: Der Retweet-Gesinnungsfuror des selbstgerechten Julian Reichelt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die Br&uuml;cke und die Multikultimilliard&auml;re<\/strong><br>\nIn diesen unruhigen Zeiten sind Gewissheiten tr&ouml;stlich. Etwa dass der (die? das?) &ldquo;Narrativ&rdquo; von der grundguten Multikultimilliard&auml;rsdynastie Benetton, die nach dem Einsturz der Morandi-Br&uuml;cke in Genua von den b&ouml;sen, h&auml;sslichen italienischen Populisten angegriffen werden, p&uuml;nktlich und in Lichtgeschwindigkeit auch in den deutschen Medien eingetroffen ist. H&auml;tte mir sonst Sorgen gemacht. [&hellip;]<br>\nAllerdings wurde dabei die nicht ganz unwesentliche Information unterschlagen, dass die Benettons von Jahr zu Jahr weniger in den Erhalt der von ihnen betriebenen Autobahnen investierten &ndash; und dass der Bau der Gronda, der alternativen Autobahntrasse, die von den F&uuml;nfsternen in Genua kritisiert worden war, ein weiteres Projekt der Benettons ist. F&uuml;r das der damalige Verkehrsminister Delrio der &ldquo;Unternehmerdynastie&rdquo;, versprach, im Gegenzug ihren Vertrag f&uuml;r das Betreiben der italienischen Autobahn bis 2042 zu verl&auml;ngern, inklusive einer Zahlung von 6 Milliarden Euro f&uuml;r den Fall, dass andere Unternehmen an ihre Stelle tr&auml;ten. Angesichts solch rosiger Vertragsbedingungen hat man nat&uuml;rlich wenig Interesse am Erhalt einer alten Br&uuml;cke.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.petrareski.com\/2018\/08\/17\/die-bruecke-und-die-multikultimilliardaere\/\">Petra Reski<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wagenknechts Gef&auml;hrten<\/strong><br>\nGealterte Politstars, treue Helfer, Theaterleute &ndash; und eine Kabarettistin mit Verschw&ouml;rungstheorien: Wer hinter Sahra Wagenknechts linker Sammlungsbewegung steht.<br>\nBestimmen am Ende tats&auml;chlich linksnationale und migrationskritische T&ouml;ne das Auftreten der Sammlungsbewegung? Bleiben Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine auch nach au&szlig;en hin die dominierenden Figuren? Vieles ist noch vage &ndash; auch wenn sich zunehmend Anh&auml;nger und Sympathisanten mit Gastbeitr&auml;gen und Interviews aus der Deckung wagen.<br>\nWer ist bisher dabei? Online sind binnen wenigen Tagen mehr als 60.000 Menschen &ldquo;Teil der Bewegung&rdquo; geworden. Aber das ist zun&auml;chst einmal nur eine Zahl, die noch nicht viel &uuml;ber die St&auml;rke des Projekts aussagt. Das engste Team von &ldquo;Aufstehen&rdquo; bilden Wagenknechts Vertraute aus der Linkspartei. Dazu kommen Theaterleute und Wissenschaftler &ndash; aber auch Altstars der Parteilinken von Gr&uuml;nen und SPD. Und: eine Komikerin, die mit antisemitischen Stereotypen spielt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/sahra-wagenknecht-die-sammlungsbewegung-aufstehen-und-ihre-unterstuetzer-a-1223525.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Die Attacken auf #Aufstehen und Sahra Wagenknecht gehen munter weiter. Offenbar macht sich in der deutschen Oligarchie bereits eine gewisse Nervosit&auml;t breit. Was auff&auml;llt, wie sich die Argumentationsmuster auf Seiten der Neoliberalen, hier der Spiegel, und die der Angreifer von &ldquo;links&rdquo; erstaunlich gleichen. Zentraler Vorwurf, die Sammlungsbewegung sei &ldquo;linksnational und migrationskritisch&rdquo;. Wobei man sich fragt, was mit &ldquo;migrationskritisch&rdquo; eigentlich gemeint ist. Ist damit gemeint, sich kritisch mit der aktuellen Fl&uuml;chtlingspolitik auseinanderzusetzen, dann ist nicht zu verstehen weshalb dies bereits grunds&auml;tzlich negativ sein soll? Oder ist dies nur eine Umschreibung f&uuml;r die &uuml;bliche Unterstellung des Rassismus? Die ausschlie&szlig;liche Fokussierung auf die Fl&uuml;chtlingspolitik gerade auf Seite vieler Linken liegt dabei, ob gewollt oder nicht, im Interesse der herrschenden Oligarchie, wird dadurch doch von dr&auml;ngenden gesellschaftlichen Problemen abgelenkt. <\/em><\/p>\n<p><em>Aktuelles Beispiel ist eines der wesentlichen Elemente zur Durchsetzung der neoliberalen Agenda, die Austerit&auml;tspolitik, die durch das Br&uuml;ckenungl&uuml;ck von Genua kurzzeitig ins &ouml;ffentliche Bewusstsein ger&uuml;ckt ist, sonst aber kein Thema &ouml;ffentlicher politischer Diskussion sein darf. Durch die neoliberale Austerit&auml;tspolitik werden die Lebensumst&auml;nde der &uuml;berwiegenden Mehrheit der B&uuml;rger verschlechtert. Der Kampf gegen den Neoliberalismus hilft also allen Menschen egal ob mit oder ohne Migrationshintergrund, er beinhaltet die &ldquo;migrantische Perspektive&rdquo; also sowieso, <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45512#h01\">wie Oskar Lafontaine bereits ausgef&uuml;hrt hat<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em>Erstaunlich, dass der Vorwurf des Antisemitismus bereits jetzt f&auml;llt &ndash; Verschw&ouml;rungstheoretiker darf selbstverst&auml;ndlich nicht fehlen. Ist dieser doch die ultimative Waffe gegen jeden Kritiker der herrschenden Verh&auml;ltnisse, der aber &uuml;blicherweise erst kommt, wenn andere Diffamierungsstrategien nicht wirken, wie dies gerade bei Jeremy Corbyn zu erleben ist.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>US-Senat stellt sich an die Seite der Presse<\/strong><br>\nNach der &ouml;ffentlichen Kritik von &uuml;ber 100 Zeitungen am US-Pr&auml;sidenten verabschiedet die Kammer einstimmig eine Resolution. Darin hei&szlig;t es, die Medien seien &ldquo;nicht der Feind des Volkes.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/nach-trump-kritik-us-senat-stellt-sich-an-die-seite-der-presse-1.4094846\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.K.:<\/strong> Wie schizophren ist das denn? Oder meint man es doch ernst? Warum stellt man sich dann nicht an die Seite des Journalisten und Aktivisten Julian Assange? Wer noch ein Beweis f&uuml;r das verlotterte Sittengebilde der US-Mainstreampresse ben&ouml;tigt, erinnere sich bitte <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!5342346\/\">an einen Artikel<\/a> aus 2016 &ldquo;Kein Pardon f&uuml;r die Washington Post &ndash; Die &bdquo;Washington Post&ldquo; fordert, dass Edward Snowden verurteilt wird. Der Snowden, der dem Blatt den Pulitzer-Preis eingebracht hat.&rdquo; <\/em><\/p>\n<p><em>Wer aktuell am Wohl Julian Assanges interessiert ist, schaue sich bitte die Videos <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/channel\/UCJxSAxlxlL9KHp7Dp9Nlu5A\">&ldquo;Online Vigils for Julian Assange&rdquo;<\/a> auf Youtube an. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Lernen f&uuml;r das Kapital<\/strong><br>\nAm Mittwoch hatte die INSM in Berlin zur Vorstellung ihres j&auml;hrlichen Bildungsmonitors geladen. Die Grundidee des Bildungsmonitors ist es, anhand eines auf die bildungspolitischen Vorstellungen der INSM zugeschnittenen Ma&szlig;stabs &ndash; &raquo;93 Indikatoren in zw&ouml;lf Handlungsfeldern&laquo; &ndash; Noten f&uuml;r die Bildungssysteme der einzelnen Bundesl&auml;nder zu verteilen. Belohnt wird etwa, wenn Universit&auml;ten die Bologna-Vorgaben radikal umsetzen und viele Absolventen im mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Bereich produzieren. INSM-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Hubertus Pellengahr hatte f&uuml;r die Details Axel Pl&uuml;nnecke vom Institut der deutschen Wirtschaft K&ouml;ln mitgebracht. Pl&uuml;nnecke hat die Erarbeitung der Studie geleitet.<br>\nPellengahr vermittelte allerdings pers&ouml;nlich die gew&uuml;nschte gro&szlig;e Perspektive. Das Bildungswesen sei vor allem dazu da, dem Land den n&ouml;tigen Fachkr&auml;ftenachwuchs zur Verf&uuml;gung zu stellen. Soll hei&szlig;en: Die Unternehmen brauchen Leute, mit denen sich gut und m&ouml;glichst ohne langen Verzug Geld verdienen l&auml;sst, also Lohnarbeiter, die beim Eintritt in das Erwerbsleben lesen, schreiben, rechnen und einen Computer bedienen k&ouml;nnen. Das klappt offenbar nicht so richtig; die Studie bem&auml;ngelt zum Beispiel, dass 15,3 Prozent der Erwerbst&auml;tigen &raquo;bei der Lesekompetenz nur Stufe 1 oder darunter erreichen&laquo;, also maximal kurze Texte und Anweisungen lesen und verstehen k&ouml;nnen. Die Mittel, um derlei abzustellen, h&auml;tte der Staat nach Ansicht Pellengahrs schon jetzt &ndash; wenn er nur nicht so viele Milliarden verplempern w&uuml;rde, etwa durch eine &raquo;verfehlte Rentenpolitik&laquo;. Zw&ouml;lf Milliarden Euro pro Jahr an Mehraufwand f&uuml;r das Bildungswesen erfordert die &raquo;Reformagenda&laquo; der INSM. Die sollen demnach aber nicht durch Steuern hereingeholt, sondern andernorts gestrichen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/337976.marktgerechte-bildung-lernen-f%C3%BCr-das-kapital.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>11 Fragen zur Rente, die sich alle stellen sollten<\/strong><br>\n9. Was ist Riestern?<br>\nDie Riesterrente ist eine Form der staatlich gef&ouml;rderten Rentenvorsorge. Ein Beispiel: Du schlie&szlig;t einen privaten Vorsorgevertrag mit einer Bank oder einer Versicherung ab, in dem steht, dass du monatlich einen gewissen Beitrag bezahlst, um in der Zukunft eine gewisse monatliche Rente zu bekommen. Wenn der Vertrag riesterf&ouml;rderw&uuml;rdig ist, legt der Staat jedes Jahr einen gewissen Betrag obendrauf, finanziert also deine Vorsorge mit. Etwa so wie bei einem Bausparvertrag. Die Riesterrente ist nach dem ehemaligen Bundesminister f&uuml;r Arbeit und Soziales, Walter Riester, benannt, der dieses Konzept der Vorsorge entwickelt hat. Es existiert seit 2002.<br>\n10. Solltest du es machen?<br>\nDas ist schwer zu sagen, weil es von der eigenen Situation, dem Alter und dem Produkt abh&auml;ngig ist. Riestern k&ouml;nne sich lohnen, sagt auch Matthias Buske von der Deutschen Rentenversicherung, aber daf&uuml;r m&uuml;ssen verschiedene Produkte auf ihre Rendite verglichen werden. Privat vorzusorgen, ist aber n&ouml;tig, weil die gesetzliche Rente in Zukunft sehr wahrscheinlich nicht ausreichen wird. Zur Vorsorge beraten zum Beispiel die Verbraucherzentralen und auch die Deutsche Rentenversicherung.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/campus\/2018-08\/altersvorsorge-rente-angst-zukunft-fragen%20\">Zeit Campus<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers N.G.:<\/strong> Die Zeit (Online-Ausgabe) erkl&auml;rt Studenten, dass private Vorsorge &ldquo;n&ouml;tig ist.&rdquo; Der zitierte Experte hat auch nur einen l&auml;cherlichen Rat, man m&uuml;sse &ldquo;verschiedene Produkte auf ihre Rendite vergleichen.&rdquo; Ich habe noch kein Riesterprodukt gesehen, bei dem mir eine Rendite zugesichert wird. Im Gegenteil, niemand kann zu Vertragsabschluss eine valide Aussage &uuml;ber die zu erwartende Netto-Auszahlung machen. Der Verweis auf die Verbraucherzentrale hilft leider auch nicht, verleiht dem Artikel aber augenscheinliche Glaubw&uuml;rdigkeit und Seriosit&auml;t.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Warum starben so viele fr&uuml;her?<\/strong><br>\nEin Warnsignal? Zum ersten Mal ist die Lebenserwartung in einem Jahr in den reichen L&auml;ndern fast simultan eingebrochen. In Amerika sind es die Suchtopfer, aber das kann kaum die Ursache in Deutschland sein. [&hellip;]<br>\nDas ist nicht sehr viel, k&ouml;nnte man einwenden, vor allem vor dem Hintergrund, dass ein Jahr sp&auml;ter &ndash; 2016 &ndash; schon wieder ein deutlicher Anstieg der Lebenserwartung registriert wurde. Die Experten freilich sehen das offenbar alles andere als entspannt. Ho und Hendi sehen den pl&ouml;tzlichen Einbruch als m&ouml;gliches erstes Indiz f&uuml;r die Probleme, die auch vermeintlich fortgeschrittene Gesundheitssysteme in einer &auml;lter werdenden Populationen verst&auml;rkt auftauchen k&ouml;nnen. &bdquo;Die gro&szlig;e Ungleichheit der Medizinversorgung in vielen L&auml;ndern&ldquo;, so Ho und Hendi, mache die Systeme anf&auml;lliger. Die sozial Schwachen, alle vom medizinischen Fortschritt Ausgegrenzten und die &ldquo;Verzweifelten&ldquo; seien besonders verletzlich in Krisenzeiten. Auch Max-Planck-Forscher Jasilionis warnt: &bdquo;Die Lebenserwartung ist eine Schl&uuml;sselcharakteristik der gesellschaftlichen Entwicklung und Einbu&szlig;en in derselben m&uuml;ssen ernst genommen werden. Die Geschichte hat gezeigt, dass das auch Warnsignale sein k&ouml;nnen f&uuml;r lange anhaltende Krisen in der Gesundheitsversorgung.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/der-grund-fuer-die-gesunkene-lebenserwartung-in-westlichen-laendern-15741064.html%20\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Wie bl&ouml;d ist das denn? Jahrelang predigt uns die FAZ, dass eine steigende Lebenserwartung &ldquo;logischerweise&rdquo; ein steigendes Renteneintrittsalter nach sich ziehen m&uuml;sse, und nun so ein Ungl&uuml;ck: die Lebenserwartung sinkt! Wird jetzt das Rentenalter &ldquo;logischerweise&rdquo; gesenkt? Oder ist der FAZ das Schicksal der fr&uuml;h Sterbenden egal, weil es sich nur um bildungsferne Niedrigl&ouml;hner handelt, um die es nicht schade ist?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>EU-Hilfsprogramm endet: Von deutscher Strenge und griechischem Leid<\/strong><br>\nFast ein Jahrzehnt lang hielt Griechenlands Finanzdrama Europa in Atem. Der Zusammenbruch des Euros oder ein Austritt aus der Gemeinschaftsw&auml;hrung schien denkbar. Nach strikten Sparprogrammen und Krediten in Milliardenh&ouml;he &ndash; vor allem aus Deutschland &ndash; muss das Land ab dem 20. August wieder selbst zurechtkommen.<br>\nSo sch&ouml;n kann eine Krise beginnen: Das Wasser im Hafenbecken der kleinen Insel Kastelorizo leuchtend T&uuml;rkis. Und leuchtend Lila die Krawatte des damaligen griechischen Regierungschefs. Am 23. April 2010 verk&uuml;ndete Giorgos Papandreou hier, am s&uuml;d&ouml;stlichsten Rand Griechenlands, dass sein Land ohne Hilfskredite der europ&auml;ischen Partner keine Chance mehr hat. Das hatte sich im Herbst 2009 schon angedeutet.<br>\nEs war der Beginn von Finanzkontrollen und Reformen f&uuml;r Griechenland. Geldgeber konnten von diesen Wochen an Bedingungen stellen und kontrollieren, ob Griechenland die dann auch erf&uuml;llt. Daf&uuml;r gab es Hilfen: Im Mai 2010 kaufte die Europ&auml;ische Zentralbank griechische Staatsanleihen in H&ouml;he von 25 Milliarden Euro auf. Gleichzeitig stieg die Mehrwertsteuer. Beamtengeh&auml;lter wurden gek&uuml;rzt. Sp&auml;ter noch vieles mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/eu-hilfsprogramm-endet-von-deutscher-strenge-und.724.de.html?dram:article_id=425688%20\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><strong>dazu: &ldquo;Ein schwer kranker Patient wird mit Aspirin nicht gesund&rdquo;<\/strong><br>\nDefekte Ger&auml;te, Engp&auml;sse bei Medikamenten und Budgetk&uuml;rzungen &ndash; die griechische Sparpolitik hat Spuren im Gesundheitssystem hinterlassen. Gleichzeitig kommen immer mehr Patienten in die Krankenh&auml;user. Die Athener Radiologin Despoina Tosonidou will die Missst&auml;nde nicht hinnehmen.<br>\nIn der Radiologischen Abteilung des Athener Asklipiio-Krankenhauses ist viel los. Patienten haben auf den Metallsitzen des Wartezimmers platzgenommen, andere laufen ungeduldig hin und her, in der Ecke reihen sich Krankenbetten aneinander; auf ihnen liegen Patienten, die auf eine R&ouml;ntgenaufnahme oder eine Ultraschalluntersuchung warten.<br>\nDespoina Tosonidou schaut sich um. Rund 300 R&ouml;ntgenaufnahmen am Tag werden im Asklipiio gemacht, sagt die Radiologin. Wer hingegen eine Kernspintomografie ben&ouml;tigt, der werde zurzeit in andere Krankenh&auml;user transportiert. Denn das eigene Ger&auml;t ist kaputt.<br>\n&ldquo;Verletzte von einem Autounfall, Schlaganfall-Patienten, Blinddarmpatienten, bei all diesen Menschen muss eine Kernspintomografie gemacht werden. Sie m&uuml;ssen also mit dem Krankenwagen den ganzen Weg hin- und zur&uuml;ckgefahren werden. Sie k&ouml;nnen sich vorstellen, was das f&uuml;r die Gesundheit dieser Menschen bedeutet!&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/griechenland-und-die-krise-4-5-ein-schwer-kranker-patient.795.de.html?dram:article_id=425202%20\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Frist l&auml;uft ab: Berlin setzt EU-Schadstoffgrenzen nicht um<\/strong><br>\nDie Bundesregierung k&auml;mpfte bis zuletzt gegen strengere EU-Schadstoffgrenzen f&uuml;r Braunkohlekraftwerke. Beschlossen wurden sie trotzdem. Bis heute h&auml;tten sie in deutsches Recht umgesetzt werden m&uuml;ssen. Ausnahmegenehmigungen sind so vorprogrammiert.<br>\nDie EU versch&auml;rft den Schutz vor Stickoxiden, Quecksilber und Feinstaub, aber Berlin schludert offenbar bei der Umsetzung. Kraftwerksbetreiber, Umweltverb&auml;nde und Oppositionspolitiker werfen der Bundesregierung vor, dass sie bei der Einf&uuml;hrung der neuen EU-Schadstoffgrenzen f&uuml;r Kohlekraftwerke vorgeschriebene Fristen verstreichen lasse. Im August des vergangenen Jahres legte die EU die neuen Grenzwerte fest. Innerhalb von vier Jahren m&uuml;ssen sich bis auf etwaige Ausnahmen alle Betreiber daran halten. Die deutschen Vorschriften sollen aber bereits nach einem Jahr an die EU-Vorgaben angepasst werden. So sieht es das Bundes-Immissionsschutzgesetz vor. Fabian H&uuml;bner von der Klima-Allianz Deutschland:<br>\n&ldquo;Bis zum 16. August m&uuml;sste die Bundesregierung die neuen EU-Gesundheitsstandards in deutsches Recht umsetzen. Und damit w&auml;re auch klar, welche Kohlekraftwerke diese Gesundheitsstandards nicht einhalten und somit entweder nachger&uuml;stet werden m&uuml;ssten oder abgeschaltet werden m&uuml;ssten.&rdquo;<br>\nDas Bundesumweltministerium mache trotz dieser Frist aber keine Anstalten, das neue Gesetz auf den Weg zu bringen. Das bedeute, dass Beh&ouml;rden und Betreibern weniger Zeit bleibe, Genehmigungen anzupassen und Kraftwerke entsprechend umzur&uuml;sten. Daf&uuml;r ist die fr&uuml;hzeitige Umsetzung von EU-Vorgaben in deutsches Recht n&auml;mlich gedacht. H&uuml;bner bef&uuml;rchtet, dass der bessere Emissionsschutz durch die Verz&ouml;gerung nicht wie beabsichtigt greifen kann, wenn am Ende nur anderthalb bis zwei Jahre statt der eigentlich beabsichtigten drei Jahre bleiben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/frist-laeuft-ab-berlin-setzt-eu-schadstoffgrenzen-nicht-um.697.de.html?dram:article_id=425647\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Abgas-Skandal: Software-Updates f&uuml;r Diesel-Pkw sind angeblich kaum wirksam<\/strong><br>\nErneut besteht die Deutsche Umwelthilfe auf Hardware-Nachr&uuml;stungen f&uuml;r Betrugs-Diesel. Als Beleg f&uuml;hrt sie eigene Abgasuntersuchungen an.<br>\nSoftware-Updates f&uuml;r Diesel-Pkw zeigen laut Deutscher Umwelthilfe (DUH) kaum Wirkung. Bei drei vor und nach dem Update untersuchten Autos von VW habe sich gezeigt, dass bei sommerlichen Temperaturen zwar eine durchschnittliche Verbesserung der Stickoxid (NOx)-Werte um 30 Prozent erreicht wurde. Bei f&uuml;r das Winterhalbjahr typischen Temperaturen seien aber &uuml;ber 20 Prozent mehr NOx gemessen als vor dem Software-Update.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Abgas-Skandal-Software-Updates-fuer-Diesel-Pkw-sind-angeblich-kaum-wirksam-4138182.html\">Heise Online<\/a>\n<\/li>\n\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Von der Flatrate zur Fatrate<\/strong><br>\nVor Jahren vertrat Paul Kirchhof mit der Flatrate das Prinzip einer radikalen Steuersenkung. Heute denkt der emeritierte Professor weiter &uuml;ber Steuern nach. Dabei ist er offenbar zu einer traurigen Erkenntnis gekommen. [&hellip;]<br>\nSeit Jahr und Tag ist das deutsche Steuersystem hoch kompliziert, un&uuml;bersichtlich und wird und wird nicht besser, weil die Politik das einfach nicht will. Jeder liberale Kommentator kommt sich in unserer Zeit der Vollbesch&auml;ftigung und &bdquo;sprudelnden Steuerquellen&ldquo;, wie es so unversch&auml;mt hei&szlig;t, wie ein Mahner in der W&uuml;ste, man kann auch sagen Trottel vor. Aber ist es wirklich so absurd, wenn man angesichts der guten Konjunktur Entlastungen f&uuml;r die B&uuml;rger und B&uuml;rgerinnen fordert &ndash; und nicht einmal eine v&ouml;llige Abschaffung des Solidarit&auml;tszuschlages klappt?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/article181204504\/Paul-Kirchhofs-Steuerideen-Von-der-Flatrate-zur-Fatrate.html%20\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die logische Antwort: Ja, es ist absurd. Kirchhof ist aus guten Gr&uuml;nden schon lange vergessen &ndash; aber leider eben nicht ganz; seine Ideen finden ja in der AfD, der FDP und in Teilen der CDU immer noch Anklang. Dass man aber heute in Zeiten einer chronischen Unterfinanzierung des Gemeinwesens (siehe marode Infrastruktur und fehlendem Personal im &ouml;ffentlichen Dienst) ernsthaft immer noch von &ldquo;gefr&auml;&szlig;iger Politik&rdquo; und &ldquo;ma&szlig;losem Steuerstaat&rdquo; schwafeln kann, der &ldquo;das Wohlwollen der B&uuml;rger missbrauche&rdquo;, zeigt doch, in welch eigener Welt fernab der Realit&auml;t der &ldquo;Professor aus Heidelberg&rdquo; und seine J&uuml;nger leben. Die Verr&uuml;cktheit steckt ja schon in der Formulierung, dass der B&uuml;rger &ldquo;dem Staat einen Teil seines Einkommens schenk[t]&rdquo;. Schlimm ist, dass diese Menschen als Journalisten und Politiker leider immer noch einen viel zu gro&szlig;en &ouml;ffentlichen Einfluss haben.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Organisierte und dokumentierte Doppelmoral<\/strong><br>\nDie Fallzahlen und Schadenssumme im letzten Jahr f&uuml;r Organisierte Kriminalit&auml;t waren so &bdquo;hervorragend&ldquo;, dass der neue Bundesinnenminister Seehofer glatt konstatieren konnte, dass &bdquo;Deutschland kein Raum f&uuml;r OK ist&ldquo;. Der BKA-Pr&auml;sident hatte auch nichts Substanzielles und breitete sich aus &uuml;ber die &bdquo;notwendige gemeinsame digitale Plattform f&uuml;r die polizeiliche Zusammenarbeit&ldquo;. An der sein Haus seit f&uuml;nfzehn Jahren ebenso federf&uuml;hrend, wie im Ergebnis bisher vergeblich arbeitet, was er allerdings nicht erw&auml;hnte.<br>\nEs ist ein quasi limbischer Reflex, dass ein BKA-Pr&auml;sident warnen muss vor dem &bdquo;hohen Bedrohungs- und Schadenspotenzial&ldquo; durch OK. Obwohl die durchschnittlichen Fallzahlen der letzten Jahre nur bei 75% der Jahre bis 2005 liegen. Damals begann der personelle Kahlschlag in der Polizei &hellip; Und obwohl f&uuml;r 2017 eine geradezu unglaublich niedrige Schadenssumme &ndash; Peanuts w&uuml;rden bestimmte Banker sagen &ndash; von nur 209 Millionen Euro ausgewiesen wurden. Im Jahr zuvor war es noch &uuml;ber eine Milliarde Euro!<br>\nDas herausgeputzte Aussehen im Bundeslagebild OK ist eine Folge des Systems. Denn wo kaum mehr qualifizierte OK-Ermittler t&auml;tig sind, wo Plattformen f&uuml;r den fl&auml;chendeckenden Informationsaustausch zwischen den Polizeibeh&ouml;rden von Bund und L&auml;ndern nicht existieren und wo notwendige und vorhandene Werkzeuge f&uuml;r OK-Strukturermittlungen durch softwaretechnische Universalwerkzeuge ersetzt wurden: Da kann man keine validen Aussagen &uuml;ber aktuelle Aktivit&auml;ten, Bedrohungen oder den angerichteten Schaden durch Organisierte Kriminalit&auml;t in Deutschland mehr treffen.<br>\nImmerhin gibt es noch interessante Informationen von Europol &hellip;<br>\nADOK\/APOK, Bundeskriminalamt (BKA), Bundeslagebild OK, Crime-as-a-service (Cass), Europol, M&uuml;nch Holger, Organisierte Kriminalit&auml;t (OK), Polizeilicher Informations- und Analyseverbund (PIAV), Seehofer Horst, Strafverfolgung, Strukturermittlung (OK), Waffenschmuggel<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/police-it.org\/organisierte-und-dokumentierte-doppelmoral\">Police IT<\/a>\n<p><strong>dazu: Grundrechte au&szlig;er Kraft<\/strong><br>\nVersch&auml;rfungen der Polizeigesetze bef&ouml;rdern staatliche Willk&uuml;r. Beschuldigte nahezu wehrlos<br>\nDie &uuml;bergro&szlig;e Mehrheit der deutschen Bundesl&auml;nder versch&auml;rft derzeit ihre Polizeigesetze oder hat dies bereits getan. W&auml;hrend vielen innenpolitischen Hardlinern aus der etablierten Politik der Abbau der verbliebenen Grund-, Freiheits- und Demonstrationsrechte nicht schnell genug gehen kann, formiert sich jedoch auch der Protest gegen die geplanten Versch&auml;rfungen. So mobilisieren Datensch&uuml;tzer und B&uuml;rgerrechtler f&uuml;r den 29. September zu einer Demonstration unter dem Motto &raquo;Freiheit statt Angst &ndash; Stoppt die Polizeigesetze&laquo; nach Berlin. F&uuml;r den 24. November ruft das B&uuml;ndnis &raquo;Unheimlich sicher&laquo; zu einer Demonstration gegen die diesj&auml;hrige Innenministerkonferenz (IMK) in Magdeburg auf.<br>\nIn Niedersachsen mobilisiert ein breites B&uuml;ndnis zu einer Gro&szlig;demonstration, die am 8. September in Hannover stattfinden soll. [&hellip;]<br>\nAnders als bisher solle die Polizei in Zukunft schon dann Menschen &uuml;berwachen, verfolgen und gefangennehmen d&uuml;rfen, wenn ihnen unterstellt werde, &uuml;ber Straftaten nachzudenken, ohne sie tats&auml;chlich auszuf&uuml;hren, kritisierte das B&uuml;ndnis gegen das NPOG, welches die Gro&szlig;demonstration am 9. September in Hannover organisiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/337968.polizeigesetz-grundrechte-au%C3%9Fer-kraft.html%20\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Golfkrieg gegen China<\/strong><br>\nDeutsche Au&szlig;enpolitikexperten halten einen Krieg gegen Iran zur Verhinderung chinesischer Einflussgewinne am Persischen Golf f&uuml;r denkbar. Hintergrund ist, dass die US-Sanktionen gegen Teheran wieder in Kraft gesetzt werden; das f&uuml;hrt dazu, dass die &uuml;berwiegende Mehrheit auch der in Iran t&auml;tigen deutschen Unternehmen das Land verl&auml;sst. Von Berlin und der EU angek&uuml;ndigte Ma&szlig;nahmen, die dies verhindern sollen, bleiben wirkungslos; sogar die Deutsche Bundesbank hebelt iranische Bem&uuml;hungen, wenigstens ein Mindestma&szlig; an bilateralem Zahlungsverkehr zu bewahren, aus. Damit steht zu erwarten, dass China, das bereits w&auml;hrend der ersten Runde der Sanktionen gegen Iran zu dessen gr&ouml;&szlig;tem Handelspartner aufsteigen konnte, seine Marktdominanz in dem Land noch weiter steigern wird. Im Rahmen der &ldquo;Neuen Seidenstra&szlig;e&rdquo; ist die Volksrepublik inzwischen dabei, den Transportkorridor nach Iran systematisch auszubauen. Experten urteilen, ein dominanter chinesischer Einfluss in dem Land lasse sich nur noch mit Gewalt verhindern. (&hellip;)<br>\nUnklar ist, wie die westlichen M&auml;chte reagieren werden, sollte es den Vereinigten Staaten nicht gelingen, den erhofften raschen Zusammenbruch der iranischen Regierung herbeizuf&uuml;hren und sie durch kollaborationswillige, prowestliche Kr&auml;fte zu ersetzen. Eine chinesische Marktdominanz in Iran und ein erheblich gesteigerter Einfluss Beijings in Teheran w&auml;ren in diesem Fall sehr wahrscheinlich. Komme es dazu, dann &ldquo;werden die USA voraussichtlich Pr&auml;ventivschl&auml;ge [!] gegen den Iran durchf&uuml;hren&rdquo;, hei&szlig;t es in einer aktuellen Analyse der Deutschen Gesellschaft f&uuml;r Ausw&auml;rtige Politik (DGAP).[7] Auf diese Weise k&ouml;nnten &ldquo;Trump und seine Berater nicht nur Irans Nuklearoption verhindern und Regionalmachtambitionen begegnen, sondern auch China einen Strich durch seine geopolitische Rechnung machen&rdquo;; denn &ldquo;ein Krieg w&uuml;rde es dem Rivalen China erschweren, dringend ben&ouml;tigte Rohstoffe&rdquo; aus Iran zu beziehen und dort &ldquo;weiteren Einfluss zu gewinnen&rdquo;. &ldquo;Politische und wirtschaftliche Entscheidungstr&auml;ger in Deutschland und Europa sollten sich darauf einstellen&rdquo;, r&auml;t die DGAP, &ldquo;dass notfalls milit&auml;rische Pr&auml;ventivschl&auml;ge gegen den Iran unter anderem auch verhindern k&ouml;nnen, dass China einmal mehr Nutznie&szlig;er westlicher Sanktionen ist&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7690\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> &ldquo;America first&rdquo; und &ldquo;deutscher Gr&ouml;&szlig;enwahn&rdquo; reichen sich die Hand. Das ist besorgniserregend!<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers B.E.:<\/strong> Interessant sind die Berechnungen der sog. Experten. Die Unternehmen der EU bevorzugen die USA als Handelspartner vor dem Iran, weil ein Handelsvolumen von $ Mrd 600 einem Handelsvolumen mit dem Iran unter Beachtung auch der fr&uuml;heren Embargos von nur $ Mrd 20 entgegenstehen. Der Anteil Deutschlands an diesem Volumen betr&auml;gt lt. Handelsblatt $ Mrd. 172 bei einem gleichzeitigen Handels&uuml;berschuss von ca. $ Mrd. 50 allein im Jahre 2017. Wie wir alle wissen, wird hier dauerhaft auf Pump gelebt. Was sagt dazu eigentlich die schw&auml;bische Hausfrau, die so gerne zitiert wird? Ob sich da nicht ein paar handfeste Risiken verbergen, die sich im Falle eines Crash galoppierend vermehren k&ouml;nnen, wie wir schon lernen mussten? Gegenfrage: wie hoch sind die Au&szlig;enst&auml;nde des Irans?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>T&uuml;rkei bombardiert Eziden im Shengal im Nordirak<\/strong><br>\nDer t&uuml;rkische Pr&auml;sident Erdogan und der irakischen Ministerpr&auml;sidenten Abadi trafen sich einen Tag zuvor<br>\nAm Mittwochnachmittag flogen t&uuml;rkische Kampfjets Angriffe auf die Shengal-Region im Nordirak. Die Shengal-Region (auch: Sindschar, Singar oder Shingal) ist das Siedlungsgebiet der Eziden (auch Jesiden), das im August 2014 vom IS &uuml;berfallen wurde und tausende Eziden ermordet, Frauen und Kinder verschleppt und versklavt wurden. Bei dem Angriff gab es Tote und Verletzte. Ihre Zahl gibt es noch keine genauen Angaben. Einen Tag zuvor gab es ein Treffen zwischen dem t&uuml;rkischen Pr&auml;sidenten Erdogan und dem irakischen Ministerpr&auml;sidenten Abadi.<br>\nEin Korrespondent der ezidischen Zeitung &Ecirc;z&icirc;d&icirc;press berichtete, dass drei Fahrzeuge der ezidischen Selbstverteidigungseinheit Shingals (YB&#350;) von den Bomben der T&uuml;rkei getroffen worden seien. Die Fahrzeuge befanden sich in einem Konvoi auf dem R&uuml;ckweg von einer Gedenkzeremonie. Die t&uuml;rkische Armee best&auml;tigte die Angriffe am Mittwochabend. Sie behauptete, sie habe bei den Luftschl&auml;gen den ezidischen PKK-Funktion&auml;r Zeki Shingali get&ouml;tet.<br>\nDies wurde allerdings bisher noch nicht vor Ort best&auml;tigt. Shingali ist allerdings kein PKK-Funktion&auml;r, wie die t&uuml;rkischen Milit&auml;rs behaupten, sondern er ist ein aus Deutschland stammender YB&#350;-Kommandant, der die Selbstverteidigungseinheit mit aufgebaut hat. Im Shengal werden alle Checkpoints von der irakischen Armee und teilweise von der YB&#350; kontrolliert. Die PKK-Einheiten hatten sich schon im Sommer 2017 nach einer &Uuml;bereinkunft mit der irakischen Regierung aus der Region zur&uuml;ckgezogen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Tuerkei-bombardiert-Eziden-im-Shengal-im-Nordirak-4138387.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Viele Fragen offen: Katalonien erinnert an die Opfer der Anschl&auml;ge vor einem Jahr. Gedenkzeremonie in Barcelona<\/strong><br>\nAm heutigen Freitag erinnert Barcelona unter dem Motto &raquo;Stadt des Friedens&laquo; mit einer Gro&szlig;kundgebung an die Opfer der Terroranschl&auml;ge auf der beliebten Flaniermeile Les Rambles und im katalanischen K&uuml;stenort Cambrils vor einem Jahr. Am 17. August 2017 war ein 22j&auml;hriger geb&uuml;rtiger Marokkaner mit einem Lieferwagen in die Menschenmenge auf den Rambles gerast. Wenige Stunden sp&auml;ter lenkten Angreifer in Cambrils ein Auto in eine Gruppe von Passanten. Insgesamt wurden 16 Menschen get&ouml;tet und mehr als 120 weitere verletzt.<br>\nWer ein Jahr sp&auml;ter &uuml;ber die Rambles geht, wird keine Spuren des Attentats mehr entdecken. Menschen aller Herkunft und Religionen spazieren wie eh und je &uuml;ber die beliebte Promenade. Die Stadtverwaltung von Barcelona hat alle Gedenkst&uuml;cke, die nach den Attentaten wochenlang auf der Flaniermeile ausgestellt worden waren, katalogisiert und wegger&auml;umt. Sie plant ein Erinnerungsprojekt, das gemeinsam mit den Opfern entwickelt werden soll. Alex Giner, ein Beamter der Stadtpolizei Gu&agrave;rdia Urbana hat den Eindruck, dass den Verantwortlichen dadurch das Entscheidende gelungen ist: &raquo;Wir haben die Rambles zur&uuml;ckerobert. Man hat uns verletzt, aber unsere Stadt und unser Zusammenleben haben wir uns nicht nehmen lassen.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/338037.katalonien-viele-fragen-offen.html%20\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers P.N.:<\/strong> Informativer faktenreicher Artikel zum Thema.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Der Retweet-Gesinnungsfuror des selbstgerechten Julian Reichelt<\/strong><br>\n<div class=\"external-2click\" data-provider=\"X (Twitter)\" data-provider-slug=\"twitter\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Tweets werden Daten an X (ehemals Twitter) &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von X (Twitter) zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><blockquote class=\"external-2click-target twitter-tweet\" data-lang=\"de\">\n<p lang=\"de\" dir=\"ltr\">Links: <a href=\"https:\/\/twitter.com\/BILD?ref_src=twsrc%5Etfw\">@BILD<\/a>-Chef <a href=\"https:\/\/twitter.com\/jreichelt?ref_src=twsrc%5Etfw\">@jreichelt<\/a>, wenn ihm vorgeworfen wird, kommentarlos einen rechten Hetz-Account retweetet zu haben.<\/p>\n<p>Rechts: \"Bild\"-Chef Julian Reichelt, wie er <a href=\"https:\/\/twitter.com\/PBahners?ref_src=twsrc%5Etfw\">@PBahners<\/a> vorwirft, kommentarlos ein Gedicht des Satiremagazins <a href=\"https:\/\/twitter.com\/titanic?ref_src=twsrc%5Etfw\">@titanic<\/a> retweetet zu haben: <a href=\"https:\/\/t.co\/1umaNKT6nj\">https:\/\/t.co\/1umaNKT6nj<\/a> <a href=\"https:\/\/t.co\/kwyyVBOhfU\">pic.twitter.com\/kwyyVBOhfU<\/a><\/p>\n<p>&mdash; BILDblog (@BILDblog) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/BILDblog\/status\/1030104156730810368?ref_src=twsrc%5Etfw\">16. August 2018<\/a><\/p><\/blockquote><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"twitter\">Inhalte von X (Twitter) nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div>\n<p>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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