{"id":45557,"date":"2018-08-20T08:40:19","date_gmt":"2018-08-20T06:40:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45557"},"modified":"2018-08-20T08:40:19","modified_gmt":"2018-08-20T06:40:19","slug":"hinweise-des-tages-3186","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45557","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45557#h01\">Demokratien werden von ihren Eliten zerst&ouml;rt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45557#h02\">Wohnungsnot<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45557#h03\">Kontraproduktive Sanktionen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45557#h04\">Zuwanderungsregeln: Jetzt kommt es auf die Ausgestaltung an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45557#h05\">Fl&uuml;chtlinge: Gewerkschaften f&uuml;r M&ouml;glichkeit eines &ldquo;Spurwechsels&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45557#h06\">Griechenland: &bdquo;Die Menschen werden noch mehr leiden&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45557#h07\">Mehrere VW-Mitarbeiter wegen Abgas-Skandal vor Entlassung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45557#h08\">Pipelines im Visier<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45557#h09\">Milliarden-Auftrag f&uuml;r MBDA r&uuml;ckt n&auml;her<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45557#h10\">Zum Fall Sami A.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45557#h11\">Vorzeigeprojekt der CSU: Ein Monat bayerische Grenzpolizei &ndash; das ist das magere Ergebnis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45557#h12\">&Ouml;sterreich als sozialpolitischer Pr&uuml;gelknabe der Merkel-EU?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45557#h13\">Finanzminister Scholz will Rentenniveau bis 2040 sichern<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Demokratien werden von ihren Eliten zerst&ouml;rt<\/strong><br>\nDie wahre Parallelgesellschaft bilden die Topmanager: Mit ungeheurer Ignoranz tragen sie die Demokratie zu Grabe. Damit seien Sie die wirkliche Gefahr f&uuml;r Deutschland, sagt Michael Hartmann.<br>\nWir leben in einer Leistungsgesellschaft. Das ist, jeder wei&szlig; es, eine L&uuml;ge. Die einzigen, die ihr noch anzuh&auml;ngen vorgeben, sind die, die so tun, als glaubten sie, sie w&uuml;rden so gut bezahlt, weil sie zu den Leistungstr&auml;gern geh&ouml;ren. Sp&auml;testens seit wir beobachten k&ouml;nnen, dass Manager, die ihre Firmen ruinieren, nicht nur ihre exorbitanten Geh&auml;lter, sondern auch weiter ihre Boni beziehen, glauben wir nicht mehr an die Leistungsgesellschaft. Der Dieselskandal hat jetzt auch dem letzten gl&auml;ubigen Anh&auml;nger der Rede von der Leistungsgesellschaft gezeigt, dass zu den besonders gut verg&uuml;teten Leistungen der Betrug geh&ouml;rt. (&hellip;)<br>\nVor allem die Vorstellung, die ber&uuml;hmten Business Schools oder Eliteuniversit&auml;ten w&auml;ren die Brutst&auml;tten einer globalen Elite, erweisen sich als falsch. Nicht einmal 10 Prozent der Topmanager und der Milliard&auml;re haben &uuml;berhaupt eine Hochschule im Ausland besucht, gerade einmal f&uuml;nf Prozent eine Elitehochschule.&ldquo; Es gibt keine globale Wirtschaftselite. Es gibt auch keinen globalen Stellenmarkt f&uuml;r sie. Unsere Elite ist unsere und niemandes sonst. Sie h&auml;lt sich an uns schadlos.<br>\nDas ist zu lesen im neuesten Buch von Michael Hartmann: &bdquo;Die Abgehobenen &ndash; Wie die Eliten die Demokratie gef&auml;hrden&ldquo;. Bevor demn&auml;chst uns Thilo Sarrazin, Ex-Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank, wieder weiszumachen versuchen wird, dass es der Islam und die Muslime sind, die unsere Welt zerst&ouml;ren, kommt Hartmanns Buch gerade rechtzeitig, um uns dar&uuml;ber aufzukl&auml;ren, dass unsere Probleme zwar nicht verstanden werden k&ouml;nnen ohne die globalen Zusammenh&auml;nge, in denen sie stehen, dass sie aber eben doch hausgemacht sind.<br>\nDie wahre Parallelgesellschaft in Deutschland bilden nicht die Hinterhof-Scharia-Gerichtsh&ouml;fe, die es tats&auml;chlich gibt, die aber f&uuml;r die weite Mehrheit auch der eingewanderten Bev&ouml;lkerung irrelevant sind, sondern die von Hartmann beschriebenen Eliten. Das wird aus jeder seiner Untersuchungen deutlich. In seinem neuesten Buch, das die Erkenntnisse der fr&uuml;heren zusammenfasst, zitiert er Peer Steinbr&uuml;ck: &bdquo;Das ist der Hauptvorwurf, den ich den so genannten Eliten mache: Diesen Leuten fehlt jegliches Verst&auml;ndnis daf&uuml;r, was ihr Tun in der Gesellschaft ausl&ouml;st. Die Ignoranz ist enorm.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr.de\/kultur\/gesellschaft-demokratien-werden-von-ihren-eliten-zerstoert-a-1565108%20\">FR Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Primat der Politik zur&uuml;ckerobern<\/strong><br>\nSammlungsbewegung &raquo;Aufstehen&laquo; soll M&ouml;glichkeiten zur Selbsterm&auml;chtigung er&ouml;ffnen<br>\nAngesichts der postdemokratischen Aufl&ouml;sungserscheinungen im Lande, in Europa und in der Welt wollen sich viele Menschen mit den mangelnden M&ouml;glichkeiten zu Einmischung und Selbsterm&auml;chtigung nicht mehr abfinden. Gerade im weitesten Sinne Linksorientierte wollen nicht in Ratlosigkeit und Resignation verharren. Das zeigt der gro&szlig;e Widerhall, den die Idee einer Sammlungsbewegung schon in den ersten Tagen des Registrieren-K&ouml;nnens erf&auml;hrt. Bislang war f&uuml;r Hunderttausende die einzige M&ouml;glichkeit, ihre Ver&auml;nderungsw&uuml;nsche durch Resolutionen und Appelle an die Politiker zu erbitten. Das war mitunter nicht ohne Wirkung, befriedigt aber das Bed&uuml;rfnis aktiv mitzugestalten nicht.<br>\nDazu sind die noch aus dem vorigen Jahrhundert mitgeschleppten und aufgestauten Probleme zu grunds&auml;tzlich. Ob eine vern&uuml;nftige Politik die B&uuml;rger vor dem globalen Finanzkapitalismus sch&uuml;tzen kann, ist bisher nicht bewiesen. Denn die Macht der Wirtschaft ist gr&ouml;&szlig;er als die der Politik. Die zersplitterte nationale und internationale Linke stellt derzeit keine konzept- und handlungsf&auml;hige Opposition dagegen dar. Opposition aber ist die Seele der Demokratie.<br>\nDer Auftrag der Sammlungsbewegung w&auml;re, das Primat der Politik zur&uuml;ckzuerobern. Kann man daf&uuml;r sammeln, ohne zu spalten? Den drei quasi-linken Parteien im Bundestag war bisher die Kultivierung ihrer Unvertr&auml;glichkeiten wichtiger als das Ergreifen einer gemeinsamen Ver&auml;nderungsoption. Dabei sind die programmatischen Schnittstellen nicht gering. Es bleiben dennoch markante Unterschiede, innerhalb und zwischen den Parteien. Insbesondere in der Friedens- oder Interventionspolitik, in der angeblichen Notwendigkeit von R&uuml;stung und deren Export. Hier ist auch die Kluft zwischen dem Willen der W&auml;hler und deren Repr&auml;sentanten besonders gro&szlig;.<br>\nIn solches Vakuum k&ouml;nnten Bewegungen vordringen und damit Abgeordnete ermutigen, ihr vermeintlich freies Mandat mehr am W&auml;hlerauftrag zu orientieren, als an den Partei-Hierarchien. Au&szlig;erparlamentarischer und au&szlig;erpropagandistischer Druck muss klarstellen: Parteien, Parlament und Regierung sind dem Gemeinwohl verpflichtet. Und zwar nur diesem &ndash; im Gegensatz zur Wirtschaft, die pflichtschuldig nur der Rendite ist. Diese dient nur dann dem Gemeinwohl, wenn sie gerecht verteilt wird. Die Kluft zwischen Arm und Reich ist ein sicheres Ma&szlig; daf&uuml;r, wie ungez&uuml;gelt die verm&ouml;gende Elite schaltet und waltet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1097701.sammlungsbewegung-primat-der-politik-zurueckerobern.html\">Daniela Dahn in Neues Deutschland<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: &ldquo;Der Einfluss der Konzerne ist sehr stark geworden.&rdquo;<\/strong><br>\nDer Einfluss der Konzerne auf die Politik sei in den letzten Jahrzehnten stark gewachsen, sagte der Verbrauchersch&uuml;tzer und Gr&uuml;nder von Foodwatch, Thilo Bode, im Dlf. W&auml;hler seien heute nicht mehr in der Lage, die Politik zu lenken.<br>\nDer Einfluss von Konzernen auf die Politik sei in den letzten 20 bis 30 Jahren stark gewachsen, sagte der Gr&uuml;nder der Organisation Foodwatch, Thilo Bode, im Deutschlandfunk. Die W&auml;hler seien nicht mehr in der Lage, diesen Einfluss zu begrenzen: &ldquo;Die Politik &ndash; so ist meine These &ndash; greift immer weniger ein, weil die Konzerne zunehmend mehr Erpressungspotential haben. Sie kaufen sich ja auch Politiker nach ihrer Amtszeit, die als Berater bei den Konzernen t&auml;tig werden. Sie beeinflussen Stiftungen, sie kaufen Lehrst&uuml;hle, sie finanzieren Universit&auml;ten &ndash; alles in ihrem Sinne. Und das schafft ein gro&szlig;es Ungleichgewicht und die Demokratie wird dadurch entwertet.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/foodwatch-gruender-ueber-macht-von-konzernen-die-demokratie.694.de.html?dram:article_id=425870\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wohnungsnot<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Wie die Immobilienkonzerne von der Wohnungsnot profitieren<\/strong><br>\nSteigende Mieten haben dem Immobilienkonzern Deutsche Wohnen im ersten Halbjahr im laufenden Gesch&auml;ft mehr Gewinn eingebracht. Die meisten Immobilien des Unternehmens liegen in Ballungszentren, wo es immer weniger bezahlbaren Wohnraum f&uuml;r geringere Einkommen gibt. Knapp drei Viertel der Wohnungen befinden sich in Berlin.<br>\nIn der ersten Jahresh&auml;lfte legte das Betriebsergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 12,5 Prozent auf 248,5 Millionen Euro zu, wie der MDax-Konzern aus der Hauptstadt am Dienstag mitteilte. F&uuml;r das Gesamtjahr peilt die Deutsche Wohnen hier weiterhin rund 470 Millionen Euro an. Das w&auml;ren fast neun Prozent mehr als 2017.<br>\nAu&szlig;erdem setzt der zweitgr&ouml;&szlig;te deutsche Wohnungskonzern seine Expansion im Gesch&auml;ft mit Pflegeheimen fort. Das Unternehmen erwarb 30 Pflegeeinrichtungen mit rund 4700 Pflegepl&auml;tzen, wie der Konzern mitteilte. Der Kaufpreis liege bei rund 680 Millionen Euro. &bdquo;Mit &uuml;ber 12.000 Pflegepl&auml;tzen werden wir als einer der gr&ouml;&szlig;ten Eigent&uuml;mer von Pflegeimmobilien in Deutschland von den positiven Makrotrends im Pflegemarkt stark profitieren&ldquo;, sagte Konzernchef Michael Zahn.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/wie-die-immobilienkonzerne-von-der-wohnungsnot-profitieren-15737003.html%20\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Wohnen ist ein Menschenrecht<\/strong><br>\nFehlende Wohnungen, zunehmende Obdachlosigkeit, steigende Immobilienpreise und Mieten: Das grundlegende menschliche Bed&uuml;rfnis nach einer angemessenen Wohnung wird in Deutschland zunehmend nicht erf&uuml;llt. Wie eine fortschrittliche Wohnungspolitik aussehen k&ouml;nnte, zeigt der neue Attac-Basistext &bdquo;Wohnen ist ein Menschenrecht&ldquo;. Die Autoren untersuchen die Ursachen der Wohnungskrise und machen Vorschl&auml;ge, wie das Menschenrecht auf Wohnen als Teil der &ouml;ffentlichen Daseinsvorsorge besser verwirklicht werden kann.<br>\n&bdquo;Durch die steigende Konzentration des Reichtums gibt es weltweit immer mehr Verm&ouml;gen, das nicht gewinnbringend angelegt werden kann. Die Folge: Kapital flie&szlig;t zunehmend in den Immobiliensektor. Wohnen wird zur Ware, Immobilien werden zu Anlageobjekten&ldquo;, sagt Autor Thomas Eberhardt-K&ouml;ster. Eine weitere Ursache der Krise sind den Autoren zufolge die Privatisierungen &ouml;ffentlicher Wohnungen und die Abschaffung der Wohnungsgemeinn&uuml;tzigkeit Ende der 1980er Jahre.<br>\nDer Text zeigt aber auch, dass es Alternativen gibt und schildert, wie sich Betroffene gegen Mieterh&ouml;hungen und Vertreibung wehren. Der Widerstand geht von der Unterschriftensammlung bis zur Hausbesetzung. Die anstehende Reform der Grundsteuer muss den Autoren zufolge genutzt werden, um Bodenspekulation einzud&auml;mmen. Zudem stelle sich die Frage, ob Privateigentum an Grund und Boden noch angemessen ist oder Kommunen Grundst&uuml;cke Privaten nur zur Nutzung &uuml;berlassen sollten.<br>\nMit den Folgen der Krise auf dem Wohnungsmarkt sind vor allem die St&auml;dte konfrontiert. &bdquo;Die Wohnungsfrage wurde in den letzten Jahren zunehmend auf die Kommunen abgew&auml;lzt. Gleichzeitig haben diese aufgrund der prek&auml;ren finanziellen Lage vieler Kommunen nur sehr eingeschr&auml;nkte M&ouml;glichkeiten, die Krise zu bew&auml;ltigen&ldquo;, stellt Autor Wolfgang Pohl fest.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/news\/wohnen-ist-ein-menschenrecht-neuer-attac-basistext-erschienen\/%20\">attac<\/a><\/li>\n<li><strong>B&uuml;rgerbewegung f&uuml;r mehr Sozialwohnungen<\/strong><br>\nWeil es immer schwerer wird, an eine bezahlbare Wohnung zu kommen, haben sich B&uuml;rger in Frankfurt am Main zu einem B&uuml;ndnis zusammengetan. Ihr Ziel: &Uuml;ber einen B&uuml;rgerentscheid die st&auml;dtische Wohnungsbaugesellschaft zu verpflichten, in Zukunft nur noch Sozialwohnungen zu bauen.<br>\nDer Saal im Frankfurter DGB-Haus ist gut gef&uuml;llt. Rund 100 Menschen sind zum ersten Treffen der Initiative &ldquo;Mietentscheid&rdquo; Frankfurt gekommen. Plakate werden aufgeh&auml;ngt mit Spr&uuml;chen wie: &ldquo;Ein Leben lang hart gearbeitet? Mieterh&ouml;hung kommt bestimmt&rdquo;. Oder &ldquo;F&uuml;r ne gute Wohnung zahlst Du gerne mehr? Hier sind auch die schlechten unbezahlbar.&rdquo; Auch die alte Hassliebe zur Nachbarstadt wird bem&uuml;ht, um die Wohnungsnot deutlich zu machen: &ldquo;Wohnraum in Frankfurt? Gibt es nur noch in Offenbach.&rdquo; Der Politikwissenschaftler Alexis Pasadakis von Attac ist der Sprecher des &ldquo;Mietentscheids&rdquo; Frankfurt am Main:<br>\n&ldquo;Was wir zurzeit in Frankfurt erleben, ist eine krasse Verdr&auml;ngung von Haushalten mit niedrigen und mittleren Einkommen. Diese Verdr&auml;ngung f&uuml;hrt zu Verzweiflung bei vielen Menschen. Der gef&ouml;rderte Wohnungsbau wurde viele Jahre lang vernachl&auml;ssigt, sowohl von Sozialwohnungen als auch von Mittelschichtswohnungen. Und deshalb sind wir der &Uuml;berzeugung, dass rasch zus&auml;tzlich viele zus&auml;tzliche gef&ouml;rderte Wohnungen geschaffen werden m&uuml;ssen. Und deshalb setzen wir uns daf&uuml;r ein, dass die ABG in Zukunft zu 100 Prozent gef&ouml;rderten Wohnbau errichtet.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/mietentscheid-frankfurt-am-main-buergerbewegung-fuer-mehr.1769.de.html?dram:article_id=425758\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Solche B&uuml;ndnisse\/Initiativen sind zu begr&uuml;&szlig;en. Vermutlich gibt es sie bereits in vielen Kommunen &ndash; so erfreulicherweise z.B. <a href=\"https:\/\/www.noz.de\/lokales\/osnabrueck\/artikel\/1446473\/fuer-mehr-bezahlbare-wohnungen-initiative-will-buergerbegehren-bald-starten\">auch in Osnabr&uuml;ck<\/a>. <\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Kontraproduktive Sanktionen?<\/strong><br>\nSPD-Chefin Andrea Nahles hat sich f&uuml;r weitere Korrekturen an den Arbeitsmarktreformen von Altbundeskanzler Gerhard Schr&ouml;der (SPD) ausgesprochen. Leistungsk&uuml;rzungen f&uuml;r j&uuml;ngere Hartz-IV-Empf&auml;nger sollten abgeschafft werden, sagte Nahles den Zeitungen der &ldquo;Funke Mediengruppe&rdquo;. Zwar sei nicht alles abzulehnen, was den Namen Hartz trage, &ldquo;aber wir m&uuml;ssen grundlegende Fragen stellen. Wie wirken denn &uuml;berhaupt Sanktionen bei J&uuml;ngeren? Kontraproduktiv!&rdquo;.<br>\n&ldquo;Die melden sich nie wieder im Jobcenter, um einen Ausbildungsplatz zu suchen&rdquo;, erkl&auml;rte die SPD-Chefin. &ldquo;Ergebnis sind ungelernte junge Erwachsene, die wir nicht mehr erreichen.&rdquo; (&hellip;)<br>\nDar&uuml;ber hinaus w&uuml;nscht Nahles sich weitere Korrekturen an den Arbeitsmarktgesetzen. &ldquo;Ich bin zum Beispiel daf&uuml;r, den Schutz durch die Arbeitslosenversicherung zu verbreitern und zu verl&auml;ngern&rdquo;, sagte Nahles. &ldquo;Es kann auch nicht sein, dass Familien mit Kindern dauerhaft auf Grundsicherung angewiesen sind. All das diskutieren wir.&rdquo;<br>\nNahles sprach sich zugleich f&uuml;r ein Fortbestehen einer Grundsicherung aus. &ldquo;Nat&uuml;rlich werden wir immer eine Form der Grundsicherung als unterstes soziales Netz brauchen, alles andere w&auml;re ja ein enormer sozialpolitischer R&uuml;ckschritt&rdquo;, sagte die fr&uuml;here Arbeitsministerin.<br>\nAuf die Forderung des nordrhein-westf&auml;lischen SPD-Landesverbands, Hartz IV komplett abzuschaffen, reagierte Nahles zur&uuml;ckhaltend. Der Beitrag werde &ldquo;in die Debatten, die wir jetzt f&uuml;hren&rdquo;, einflie&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/nahles-287.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Sp&auml;t kommt diese Einsicht von der jetzigen SPD-Bundesvorsitzenden. Aber warum kommt Frau Nahles erst jetzt zu der Erkenntnis, dass Sanktionen kontraproduktiv seien &ndash; und warum lediglich bei den j&uuml;ngeren ALG-II-beziehenden Personen? Meint die ehemalige Bundesministerin f&uuml;r Arbeit und Soziales, Sanktionen seien f&uuml;r &auml;ltere Personen f&ouml;rderlich?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Kann es wohl sein, dass Nahles f&uuml;r die Abschaffung der Hartz-IV-Sanktionen ist, weil sie ganz sicher wei&szlig;, dass die CDU dagegen ist? Dass sie in dem Moment, in dem vielleicht eine Abschaffung der Sanktionen m&ouml;glich gewesen w&auml;re (z. B. in den Verhandlungen zur aktuellen Gro&szlig;en Koalition, wo diese SPD-Forderung nicht aktenkundig ist), stumm geblieben ist? Und auch in den Jahren vorher? Sieht so die &ldquo;Erneuerung&rdquo; der SPD aus, weiterhin f&uuml;r die Galerie linke Inhalte faken?<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Abmildern ja, abschaffen nein<\/strong><br>\nBesondere Strafen f&uuml;r j&uuml;ngere Hartz-IV-Empf&auml;nger geh&ouml;ren gestrichen. Alle Sanktionen zu streichen w&auml;re aber nicht sinnvoll. [&hellip;]<br>\nGrunds&auml;tzlich alle K&uuml;rzungen f&uuml;r Hartz-IV-Empf&auml;nger abzuschaffen, die jede Mitwirkung ablehnen, wie es die Linke etwa vorschl&auml;gt, w&auml;re &auml;u&szlig;erst fragw&uuml;rdig. Hartz IV w&uuml;rde damit zu einer Art Grundeinkommen ohne jede Gegenleistung. Die Spaltung zwischen SteuerzahlerInnen, die Hartz IV finanzieren, und den Leistungsempf&auml;ngern w&uuml;rde sich vertiefen. Das Verhetzungspotenzial ist gro&szlig;. Es w&auml;re einfach keine gute Idee.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-Hartz-IV-Sanktionen\/!5525663\/%20\">taz<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Dass man weiterhin f&uuml;r Hartz-IV-Sanktionen eintritt (mit der wirklich aparten Begr&uuml;ndung, die auch von der WELT kommen k&ouml;nnte: der Steuerzahler wird geschr&ouml;pft) und sich nicht darum k&uuml;mmert, dass eine K&uuml;rzung des amtlich festgestellten Existenzminimums verfassungswidrig ist: f&uuml;r jeden Journalisten sehr, sehr schlimm und ultrapeinlich. Dass implizit Hartz IV als gegeben und richtig akzeptiert wird von jemandem, der noch das alte System der Arbeitslosenhilfe gekannt hat: das ist weder alternativ noch links, daf&uuml;r taz. Oder, wie ein Leserkommentar meint, Wirtschaftswoche. Wer mit den Gr&uuml;nen verbandelt ist, kann wohl nicht anders, als diese Perversion f&uuml;r richtig zu halten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Zuwanderungsregeln: Jetzt kommt es auf die Ausgestaltung an<\/strong><br>\n&ldquo;Schon heute fehlen 1,6 Millionen Arbeitskr&auml;fte&rdquo;, betonte Schweitzer gegen&uuml;ber dem &ldquo;Handelsblatt&rdquo;, &ldquo;daher brauchen wir neben gro&szlig;em Engagement mit Blick auf inl&auml;ndische Potenziale dringend auch parallel bessere Zuwanderungsregeln.&rdquo;<br>\nNun komme es auf die konkrete Ausgestaltung der gro&szlig;en Linien an, fuhr der DIHK-Pr&auml;sident fort: &ldquo;Der vereinfachte Zugang zum Arbeitsmarkt f&uuml;r beruflich Qualifizierte kann den in vielen Branchen wachsenden Fachkr&auml;ftemangel lindern. Ebenso muss ein befristeter Aufenthalt f&uuml;r Fachkr&auml;fte mit qualifizierter Berufsausbildung zur Arbeitsplatzsuche erm&ouml;glicht werden.&rdquo; Es gelte, unn&ouml;tige H&uuml;rden bei den Kriterien hierf&uuml;r zu vermeiden.<br>\nSchweitzers Angebot: &ldquo;Wir sind seitens der Wirtschaft bereit, uns in der Umsetzung mit zu engagieren, damit die Betriebe dringend ben&ouml;tigte Fachkr&auml;fte auch aus dem Ausland einstellen k&ouml;nnen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dihk.de\/themenfelder\/wirtschaftspolitik\/news?m=2018-08-17-schweitzer-zuwanderung\">DIHK<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Dass sich die hiesigen Konzerne &uuml;ber den Eckpunkte-Entwurf der Bundesregierung freuen wird, war abzusehen. Insbesondere bei den SPD-Mitgliedern der Merkel-Regierung sollten jedoch die &bdquo;Alarmsirenen&ldquo; leuten, wenn Lob und Bereitschaft zur Mitwirkung vom falschen Lager kommt. Die Folgen f&uuml;r das Ausland d&uuml;rften verheerend sein, da dort dann die Fachkr&auml;fte fehlen werden.<\/em><\/p>\n<p><em>Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45538\">Der Grundwert der westlichen &bdquo;Werte&ldquo;gemeinschaft: Egoismus. Ein neuer Beleg: Fachkr&auml;fte-Einwanderungsgesetz<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Einwanderungsgesetz: Was im neuen Einwanderungsgesetz stehen sollte<\/strong><br>\nEndlich schreibt die Regierung ein echtes Einwanderungsgesetz. Diese Inhalte sollte es enthalten, um den Fachkr&auml;ftezuzug und Teile des Asylrechts neu zu regeln.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2018-08\/einwanderungsgesetz-asylverfahren-fachkraefte-migration-neuregelung\">Zeit Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> &ldquo;Der Vorschlag stammt in &auml;hnlicher Form vom Bundesverband der Arbeitgeber.&rdquo; Lange Rede kurzer Sinn, Linksliberale und Neoliberale ziehen hier am gleichen Strang.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Hier wird im Wesentlichen gefordert, alle noch bestehenden Beschr&auml;nkungen (Qualifikationsschutz, Gehaltsgrenzen f&uuml;r Zuwanderer&hellip;) nieder zu rei&szlig;en. Der Staat darf z. B. die deutschen Botschaften im Ausland, die sicher Langeweile haben, in Anwerbe&auml;mter im Dienste der &ldquo;deutschen Wirtschaft&rdquo; umfunktionieren und soll munter jedwede Qualifikation &ldquo;unb&uuml;rokratisch&rdquo; anerkennen &ndash; man fragt sich schon, wof&uuml;r man 3 Jahre und eine Abschlusspr&uuml;fung im vielgelobten deutschen dualen System braucht, wenn auch ein oder zwei Jahre Praxiserfahrung in Pakistan oder Brasilien gen&uuml;gen.<\/em><\/p>\n<p><em>Allen Ernstes werden die viel zu niedrigen, bis heute geforderten Einkommensgrenzen f&uuml;r Akademiker, in &ldquo;Mangelberufen&rdquo; (40.000 Euro, ein normales Anf&auml;ngergehalt) als zu hoch und Hindernis gescholten. <\/em><\/p>\n<p><em>Vorrangpr&uuml;fung weg, Einkommensgrenzen auf das Mindesteinkommen senken, &ldquo;Jugendliche d&uuml;rfen auch ohne Job einwandern&rdquo;, denn &ldquo;[i]n Deutschland gibt es einen ungedeckten Bedarf an geringqualifizierten Arbeitskr&auml;ften.&rdquo; Dieser Teil ist besonders faszinierend, denn genau das, die mangelnde Qualifikation, wird durch die Bank den Arbeitslosen in Deutschland vorgeworfen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlinge: Gewerkschaften f&uuml;r M&ouml;glichkeit eines &ldquo;Spurwechsels&rdquo;<\/strong><br>\nZur &ldquo;Spurwechsel-Debatte&rdquo; erkl&auml;rt DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach:<br>\n&ldquo;Eine sachlich gef&uuml;hrte Diskussion &uuml;ber einen m&ouml;glichen Spurwechsel von Gefl&uuml;chteten, deren Asylverfahren noch nicht abgeschlossen ist oder die sich nur geduldet in Deutschland aufhalten, ist wichtig.<br>\nZwar begr&uuml;&szlig;en wir den Vorsto&szlig;, jedoch sind wie als Gewerkschaften der Auffassung, dass das Grundrecht auf Asyl nicht angetastet und nicht mit der Erwerbst&auml;tigenzuwanderung vermischt werden darf. Deutschland muss weiterhin Menschen, die vor Krieg, B&uuml;rgerkrieg oder Verfolgung fliehen, aufnehmen und ihnen Perspektiven bieten.<br>\nAm Beispiel der Ausbildung, bei der bereits jetzt ein Spurwechsel von einer Duldung in einen Aufenthalt zu Erwerbszwecken m&ouml;glich ist &ndash; und zwar qua Bundesgesetz &ndash; zeigen sich die Schwierigkeiten: Ein abgeschlossener Ausbildungsvertrag oder eine begonnene qualifizierte Berufsausbildung bieten den Azubis und auch den Betrieben keine ausreichende Sicherheit vor Ausweisung oder Abschiebung. Es ist nicht akzeptabel, dass junge gefl&uuml;chtete Menschen &ndash; wie in Bayern &ndash; aus einer beruflichen Ausbildung herausgeholt und abgeschoben werden. Solche Ma&szlig;nahmen sind menschenunw&uuml;rdig und schaden auch der Wirtschaft.<br>\nWir sind &uuml;berzeugt, dass allen Gefl&uuml;chteten die M&ouml;glichkeit er&ouml;ffnet werden muss, eine Besch&auml;ftigung aufzunehmen. Wir wollen die gesellschaftliche und &ouml;konomische Integration von allen in Deutschland lebenden Gefl&uuml;chteten. Dies l&auml;sst sich nur umsetzen, wenn sie von dem Aufenthaltsrecht als Erwerbst&auml;tige oder Studierende nicht l&auml;nger ausgeschlossen werden. Deshalb setzten sich die Gewerkschaften f&uuml;r M&ouml;glichkeit eines Spurwechsels ein und fordern ein konsequenten Abschiebestopp f&uuml;r alle, die sich in Ausbildung befinden oder eine lebensunterhaltsichernde Besch&auml;ftigung aus&uuml;ben.<br>\nGefl&uuml;chtete m&uuml;ssen schneller und intensiver in den Arbeitsmarkt eingegliedert werden. Dazu braucht es weitergehende Ma&szlig;nahmen, vor allem in Bezug auf die berufliche und sprachliche Qualifizierung.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++1417a1f6-a219-11e8-9ea6-52540088cada%20\">DGB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Griechenland: &bdquo;Die Menschen werden noch mehr leiden&ldquo;<\/strong><br>\nHunderttausende Griechen leben von weniger als 400 Euro im Monat, ohne Aussicht auf Besserung. Experten bef&uuml;rchten &bdquo;eine Explosion der Armut&ldquo;. [&hellip;]<br>\nDer Sparkurs, den die Athener Regierungen auf Gehei&szlig; der Gl&auml;ubiger steuern mussten, trieb die Griechen in die tiefste und l&auml;ngste Rezession, die ein europ&auml;isches Land in Friedenszeiten durchzumachen hatte. Die Wirtschaftsleistung schrumpfte um mehr als ein Viertel. Zehntausende Firmen gingen in Konkurs. Die Einkommen fielen um durchschnittlich ein Drittel, die Arbeitslosenquote stieg von 7,5 auf 27 Prozent. Das Arbeitslosengeld &ndash; 360 Euro f&uuml;r einen Single, 504 Euro f&uuml;r eine vierk&ouml;pfige Familie &ndash; wird in Griechenland maximal ein Jahr lang gezahlt. [&hellip;]<br>\nSchon jetzt leben viele Rentner unter der Armutsgrenze. Nach 22 Rentenk&uuml;rzungen betr&auml;gt die durchschnittliche Pension 723 Euro. Jeder vierte Rentner muss mit weniger als 372 Euro im Monat auskommen. Und weitere Abstriche stehen bevor: Zum 1. Januar 2019 werden die Renten erneut um bis zu 18 Prozent gek&uuml;rzt, 2020 sinkt der Grundfreibetrag in der Einkommenssteuer von heute 8636 auf 5685 Euro. Auch nach dem Ende der Kreditprogramme geht also der Sparkurs weiter.<br>\nErwin Schr&uuml;mpf ist besorgt: &bdquo;Ich denke, die menschliche Krise wird sich in den n&auml;chsten Jahren noch dramatisch versch&auml;rfen, die Menschen werden noch mehr leiden und hungern als bisher.&ldquo; 2012 gr&uuml;ndete der Salzburger seinen Verein Griechenlandhilfe. Inzwischen haben Schr&uuml;mpf und seine 40 Mitarbeiter rund 430 Tonnen Hilfsg&uuml;ter nach Griechenland gebracht. &bdquo;Anfangs waren es vor allem Medikamente und medizinisches Zubeh&ouml;r, inzwischen bringen wir auch Babynahrung und Hygieneartikel&ldquo;, berichtet der 53-J&auml;hrige. &bdquo;Manche Familien haben nicht einmal Geld, um den Kindern eine Zahnb&uuml;rste oder Schulhefte zu kaufen, in Behindertenheimen fehlt es sogar an Wasch- und Putzmitteln.&ldquo; Schr&uuml;mpf sagt: &bdquo;Die Not wird nicht kleiner, sondern gr&ouml;&szlig;er.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr.de\/wirtschaft\/griechenland-die-menschen-werden-noch-mehr-leiden-a-1566011,0#artpager-1566011-1\">FR Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Mehrere VW-Mitarbeiter wegen Abgas-Skandal vor Entlassung<\/strong><br>\n&ldquo;Dieselgate&rdquo; und kein Ende: Die Abgas-Aff&auml;re bei Volkswagen k&ouml;nnte jetzt mehrere Beschuldigte den Job kosten. Dabei hatte VW seine Mitarbeiter zuvor noch ermutigt, die Hintergr&uuml;nde f&uuml;r den Betrug offenzulegen.<br>\nIm Abgas-Skandal bei Volkswagen droht mehreren beschuldigten Mitarbeitern laut einem Bericht der &ldquo;Bild am Sonntag&rdquo; die fristlose Entlassung. Dieser Tage erhielten die Betroffenen die K&uuml;ndigung, meldete die Zeitung am Freitag vorab. Die Ingenieure sollen demnach in die Abgas-Aff&auml;re verwickelt sein, gegen sie ermittle auch die Staatsanwaltschaft Braunschweig. Die Deutsche Presse-Agentur erfuhr aus Konzernkreisen, dass VW am 19. Juli Einsicht in die Akten der Braunschweiger Beh&ouml;rde erhielt.<br>\nDerzeit werde der Inhalt der Ermittlungsunterlagen bewertet. Zudem pr&uuml;ft VW Kreisen zufolge in Abstimmung mit den zust&auml;ndigen Arbeitnehmervertretungen, ob arbeitsrechtliche Ma&szlig;nahmen notwendig sind. Weitere Einzelheiten wurden nicht genannt.<br>\nNach Informationen der Zeitung wollen sich die betroffenen Mitarbeiter gegen die K&uuml;ndigungen juristisch zur Wehr setzen. Bislang habe VW auf fristlose K&uuml;ndigungen verzichtet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/unternehmen\/autoindustrie\/volkswagen-whistleblower-in-abgasskandal-muessen-entlassung-fuerchten-a-1223749.html\">manager magazin<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das &bdquo;manager magazin&ldquo; schreibt auch: &bdquo;VW beugt sich Druck aus USA&ldquo;. Bedauerlich ist, dass es diesen Druck auf VW und andere Autokonzerne hierzulande offenbar gar nicht gibt. Warum eigentlich nicht? W&auml;re es nicht im Interesse der Mehrheit von Betroffenen (das d&uuml;rften die Kunden sein), wenn die deutsche Politik wirklichen Druck aus&uuml;ben w&uuml;rde? Aber stattdessen gibt es scheinbar einen privilegierten Schutz oder gar Verabredungen zwischen hiesigen Eliten aus Politik und Autoindustrie, oder?<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Vier VW-Mitarbeiter belasten Winterkorn und Diess<\/strong><br>\nIn der VW-Dieselaff&auml;re geraten der ehemalige Konzernchef Martin Winterkorn und der amtierende Vorstandsvorsitzende Herbert Diess immer st&auml;rker in den Blick der Justiz. Nach SPIEGEL-Informationen haben vier in der Aff&auml;re beschuldigte Techniker und ehemalige Manager bei der Staatsanwaltschaft in Braunschweig Aussagen get&auml;tigt, die Winterkorn und Diess belasten k&ouml;nnten. (&hellip;)<br>\nDabei stimmen sie im Kern in ihren Aussagen &uuml;berein, dass die VW-F&uuml;hrungsspitze fr&uuml;hzeitig und umfassend &uuml;ber die in den USA eingesetzte Umschaltsoftware in Diesel-Pkw und &uuml;ber drohende Strafzahlungen informiert worden seien. Trotzdem seien die US-Beh&ouml;rden sp&auml;ter hingehalten worden. Auch eine Information f&uuml;r die Aktion&auml;re gab es nicht.<br>\nBei ihren Aussagen beziehen sich die Mitarbeiter auf den sogenannten Schadenstisch am 27. Juli 2015, eine Veranstaltung, die Ex-Chef Winterkorn ins Leben gerufen hatte, um Missst&auml;nde und Fehler zu besprechen, und an der auch der damalige VW-Vorstand Diess teilnahm.<br>\nBei dem Treffen soll im Kreis von etwa einem Dutzend Managern ungef&auml;hr eine halbe Stunde lang &uuml;ber wesentliche Aspekte der sp&auml;ter als illegal eingestuften Umschaltsoftware, &uuml;ber drohende Sch&auml;den, Strafen und Handlungsoptionen in den USA gesprochen worden sein. Es wurden auch Folien pr&auml;sentiert, aus denen das Ausma&szlig; des US-Betruges sichtbar geworden sein soll. Ausgeteilte Kopien habe man aus Sicherheitsgr&uuml;nden sp&auml;ter wieder eingesammelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/volkswagen-vier-vw-mitarbeiter-belasten-herbert-diess-und-martin-winterkorn-a-1223646.html%20\">Spiegel Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Pipelines im Visier<\/strong><br>\nNach den j&uuml;ngsten deutsch-russischen Absprachen zur Erdgaspipeline Nord Stream 2 drohen US-Regierungskreise mit Sanktionen gegen die beteiligten Energiekonzerne aus der EU. Strafma&szlig;nahmen seien fest geplant und bef&auml;nden sich aktuell in den letzten Abstimmungen zwischen dem Wei&szlig;en Haus und den involvierten Ministerien, wurde am Wochenende kurz vor dem Treffen zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem russischen Pr&auml;sidenten Wladimir Putin ein Mitarbeiter der Trump-Administration zitiert. Aus den beteiligten Energiekonzernen wiederum verlautet, man werde sich auch durch US-Sanktionen nicht vom Pipelinebau abbringen lassen. Er gilt als zentrales Element der Berliner Energiestrategie. Dar&uuml;ber hinaus w&auml;re die deutsche Wirtschaft, m&uuml;sste sie nach ihrer Iran-Expansion auch Nord Stream 2 aufgeben, immer st&auml;rker auf den transatlantischen Markt zur&uuml;ckgeworfen &ndash; zu Lasten einer eigenst&auml;ndigen deutschen Weltpolitik. Berlin stellt Washington Kompensationen in Aussicht &ndash; und nimmt zudem den Bau einer neuen Kaukasuspipeline f&uuml;r turkmenisches Erdgas ins Visier.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7692\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Milliarden-Auftrag f&uuml;r MBDA r&uuml;ckt n&auml;her<\/strong><br>\nDer milliardenschwere Auftrag f&uuml;r das neue Raketenabwehr-System der Bundeswehr r&uuml;ckt f&uuml;r die R&uuml;stungskonzerne MBDA und Lockheed Martin in greifbare N&auml;he. Das Beschaffungsamt der Bundeswehr habe die Bietergemeinschaft f&uuml;r das sogenannte Taktische Luftverteidigungssystem (TLVS) aufgefordert, ein zweites, detaillierteres Angebot abzugeben, teilten MBDA und Lockheed Martin am Donnerstag mit.<br>\nDas sei ein Meilenstein hin zu einem Vertragsabschluss. Die Vorgaben darin seien unver&auml;ndert, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Ziel sei eine Auftragsvergabe im Laufe des n&auml;chsten Jahres. Die langwierige Regierungsbildung hatte die Vergabe verz&ouml;gert.<br>\nDie neue Raketenabwehr ist eines der gr&ouml;&szlig;ten R&uuml;stungsprojekte der Bundeswehr. Das neue System soll ab 2025 an die Streitkr&auml;fte ausgeliefert werden und bis 2030 die alten Patriot-Batterien von Raytheon ersetzen. Urspr&uuml;nglich waren daf&uuml;r knapp vier Milliarden Euro veranschlagt.<br>\nInsidern zufolge k&ouml;nnten sich die Kosten jedoch um mehrere Milliarden erh&ouml;hen. Dazu wollten sich am Donnerstag weder MBDA noch das Verteidigungsministerium &auml;u&szlig;ern. Mit dem mehrstufigen Prozess will das Ministerium unerwartete Kostensteigerungen im Nachhinein vermeiden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/industrie\/raketenabwehr-milliarden-auftrag-fuer-mbda-rueckt-naeher\/22920634.html?ticket=ST-5468923-dJ0eKxUucaMxMqWPsd2m-ap2\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Vermutlich wird Bundesfinanzminister Scholz (SPD) sein &ldquo;OK&rdquo; f&uuml;r diesen Auftrag geben. Aber auch hier k&ouml;nnte Herr Scholz beweisen, dass er noch wei&szlig;, was &ldquo;soziale Gerechtigkeit&rdquo; konkret bedeuten kann: Diese offenbar verplanten Milliarden k&ouml;nnten besser z.B. in Bildung&amp;Wissenschaft, zur St&auml;rkung der gesetzlichen Rente, zur Verbesserung der maroden Infrastruktur und zur Bek&auml;mpfung von Armut genutzt werden. Zu bef&uuml;rchten ist jedoch, dass Herr Scholz davon gar nichts h&ouml;ren\/lesen m&ouml;chte und sich wohl lieber auf die Beratung seines Staatssekret&auml;rs von Goldmann-Sachs verl&auml;sst &hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Zum Fall Sami A.<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Wir sind der Rechtsstaat<\/strong><br>\nHaben Sie schon mal mit einer Beh&ouml;rde vor einem Gericht gestritten? Beispielsweise, weil das Bauamt Ihren Bauantrag nicht genehmigen wollte? M&ouml;glicherweise haben Sie in diesem Augenblick die Unabh&auml;ngigkeit des Gerichtes und diesen doch sehr abstrakten Begriff &ldquo;Gewaltenteilung&rdquo; sch&auml;tzen gelernt. Weil es eine dritte, unabh&auml;ngige Instanz gab, die sich in den Streit einschaltete und nicht mit der betroffenen Beh&ouml;rde kungelte.<br>\nDie Gewaltenteilung ist die Lebensversicherung der Demokratie. Und diese Versicherung hat im Fall Sami A. sp&auml;t, aber doch noch rechtzeitig gegriffen. Das nordrhein-westf&auml;lische Oberverwaltungsgericht hat unmissverst&auml;ndlich klargemacht, dass es sich die Ungeheuerlichkeiten der Landesregierung und ihrer Beh&ouml;rden nicht bieten l&auml;sst. Dass es eben nicht rechtens ist, wenn eine Beh&ouml;rde eigenm&auml;chtig entscheidet, ab wann der Rechtsweg ausgesch&ouml;pft ist und abgeschoben werden kann, nur weil das politisch opportun erscheint.<br>\nDas Urteil im Fall Sami A. ist daher auch nichts, wof&uuml;r sich &ldquo;Deutschland sch&auml;men&rdquo; m&uuml;sste oder &ldquo;sich in der Welt l&auml;cherlich macht&rdquo;, wie manche jetzt schimpfen. Im Gegenteil: Dieses Urteil belegt eindrucksvoll, wie stark der deutsche Rechtsstaat ist. Er stuft die Einhaltung von Gesetzen und der Gewaltenteilung als das sch&uuml;tzenswertere Rechtsgut ein, auch wenn von diesem Mann m&ouml;glicherweise eine Gefahr ausgeht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nordbayern.de\/wir-sind-der-rechtsstaat-1.7959848\">nordbayern<\/a><\/li>\n<li><strong>Der Fall Sami A. und der Streit zwischen Justiz und Politik<\/strong><br>\nEine Gerichtspr&auml;sidentin, die der Politik vorwirft, die Grenzen des Rechtsstaates ausgetestet zu haben &ndash; so etwas hat man in den letzten Monaten in Europa vor allem aus Polen und Ungarn geh&ouml;rt.<br>\nPolitiker der Bundesregierung und ihnen nahestehende Medien gerieren sich dann immer als H&uuml;ter des Rechtsstaates oder der &ldquo;europ&auml;ischen Werte&rdquo;, um die Regierungen zu sanktionieren. Nun erhebt die Gerichtspr&auml;sidentin von NRW Ricarda Brandts in mehreren Interviews Vorw&uuml;rfe, die Justiz st&auml;nde auch in Deutschland unter Druck der Politik. (&hellip;)<br>\nIn der BRD wurden diese Machtk&auml;mpfe immer relativ ger&auml;uschlos ausgetragen, was ein Zeichen f&uuml;r eine starke Hegemonie des dominanten Kapitalblocks im Lande war. Umgekehrt sind die offenen Auseinandersetzungen eben auch Anzeichen f&uuml;r Risse und Friktionen in diesem Block.<br>\nDas Interessanteste dabei ist, dass in diesen Auseinandersetzungen Herrschaftspraktiken dekonstruiert wurden. So lernt der B&uuml;rger nun, dass er nicht gemeint ist, wenn Urteile im Namen des Volkes gesprochen wurden. Und so erntete NRW-Innenminister Reul (CDU) heftige Kritik, weil er benannte, was eigentlich offenkundig ist.<br>\nIm Namen des Volkes werden t&auml;glich die Sanktionierung von Erwerbslosen, die K&uuml;ndigung von einkommensschwachen Menschen und viele anderen kapitalistischen Zumutungen tausendfach gerichtlich legitimiert. Da sollte man endlich mal erkennen, dass da, wo der Begriff &ldquo;Volk&rdquo; ins Spiel kommt, f&uuml;r die meisten Menschen nur Nachteile entstehen. Das gilt nicht nur f&uuml;r die Justiz, sondern auch f&uuml;r die anderen Staatsgewalten. Die Floskel &ldquo;im Namen des Volkes&rdquo; geh&ouml;rt zur Ideologie des b&uuml;rgerlichen Staates.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Der-Fall-Sami-A-und-der-Streit-zwischen-Justiz-und-Politik-4141055.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Vorzeigeprojekt der CSU: Ein Monat bayerische Grenzpolizei &ndash; das ist das magere Ergebnis<\/strong><br>\nEs ist ein Prestigeprojekt der bayerischen Staatsregierung: Gegen den Widerstand der Opposition und sogar Irritationen zwischen M&uuml;nchen und Seehofers Innenministerium zum Trotz hat Markus S&ouml;der im Juli Bayerns eigene Grenzpolizei in ihre Mission entlassen. Ganz oben auf der Liste stand dabei, das ist kein Geheimnis, das Aufsp&uuml;ren und Dingfestmachen illegaler Einwanderer an den Grenz&uuml;berg&auml;ngen.<br>\nMittlerweile ist rund ein Monat ins Land gegangen. Und die Bilanz von S&ouml;ders Grenzpolizisten f&auml;llt zumindest in Sachen Einwanderung ziemlich mau aus. Gerade mal ein unrechtm&auml;&szlig;ig Eingereister ist ihnen ins Netz gegangen. So berichtet es dem Stern zumindest &ndash; pikantes Seitendetail &ndash; die Bundespolizei, die an den Grenzen weiterhin das letzte Wort hat. (&hellip;)<br>\n&bdquo;Seit dem Einsatzstart der bayerischen Grenzpolizei wurde an die Bundespolizei ein unerlaubt Eingereister &uuml;bergeben&rdquo;, sagte eine Sprecherin dem Nachrichtenmagazin in einem am Mittwoch ver&ouml;ffentlichten Bericht.<br>\n&bdquo;Wir setzen auch &ndash; und das ist das Ziel &ndash; ein klares Signal in die internationale Schlepper- und Schleuserszene, dass es sich weniger lohnt, Bundesgrenzen zu &uuml;bertreten, und dass es sich noch weniger lohnt, das hier in Bayern zu machen&ldquo;, hatte S&ouml;der zum Start der Grenzpolizisten gesagt.<br>\nOffen bleibt zun&auml;chst, ob das &bdquo;klare Signal&ldquo; bereits pr&auml;ventiv viele potenzielle Zielpersonen abschreckte &ndash; oder ob die unter gro&szlig;em Aufsehen eingerichtete Polizeieinheit zumindest Blick auf ihr intendiertes Haupteinsatzfeld einfach weitgehend ohne Effekt bliebt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.merkur.de\/politik\/vorzeigeprojekt-von-soeders-csu-ein-monat-bayerische-grenzpolizei-ist-magere-ergebnis-zr-10129233.html%20\">Merkur.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>&Ouml;sterreich als sozialpolitischer Pr&uuml;gelknabe der Merkel-EU?<\/strong><br>\nDer Zentralisierungsangriff auf die Regionalkrankenkassen der Alpenrepublik<br>\nZu den Kronjuwelen des &ouml;sterreichischen Sozialstaats z&auml;hlen die 9 Gebietskrankenkassen. Jede von ihnen ist f&uuml;r die gro&szlig;e Mehrheit der Bev&ouml;lkerung in einem der neun &ouml;sterreichischen Bundesl&auml;nder zust&auml;ndig. Die menschenfeindliche Regelung einer aus der Krankenversicherung ausgesonderten k&uuml;mmerlichen Teilkasko-Pflegeversicherung, wie sie in Deutschland besteht, kennt man in &Ouml;sterreich nicht.<br>\nEbenso wenig gibt es im Nachbarland den absto&szlig;enden &ldquo;Wettbewerb&rdquo; von angeblich sozialen Kassenkonzernen um &ldquo;gute Risiken&rdquo;: Das sind Versicherte mit m&ouml;glichst hohem Einkommen und mit m&ouml;glichst guter Gesundheit. Unm&ouml;glich sind bei den &ouml;sterreichischen Gebietskrankenkassen auch so ekelhafte Deals, wie sie manche deutschen Krankenkassen mit &Auml;rzten machen. Diese diagnostizieren dann Kranke als noch Kr&auml;nkere, damit deren Kassen f&uuml;r sie dadurch &ldquo;Morbidit&auml;tsausgleich&rdquo; kassieren k&ouml;nnen.<br>\nVor allem aber hat in &Ouml;sterreich der Staatshaushalt keinen direkten Zugriff auf die Kassenfinanzen. Immerhin sind diese ja Lohnfonds, gebildet aus den Beitragszahlungen der Arbeitnehmerinnen bzw. Arbeitnehmer aus deren Bruttol&ouml;hnen. Im Unterschied dazu hat sich Deutschland mit dem so genannten zentralen &ldquo;Gesundheitsfonds&rdquo;, der als Finanzkarussell zwischen den Kassenkonzernen fungiert, eine ergiebige Geldquelle erschlossen.<br>\nMit Hilfe von Krankenversicherungsbeitr&auml;gen kann auch &uuml;ber ihn ein verschuldungsfreier Bundeshaushalt erreicht werden. Die au&szlig;erdem bei den Kassenkonzernen zu Lasten der Versicherten zusammengesparten Milliarden&uuml;bersch&uuml;sse erlauben es der Berliner Regierung zus&auml;tzlich, gegen&uuml;ber der Rest-EU finanzstatistisch Schuldenfreiheit vorzut&auml;uschen. Dieser Beitragsmissbrauch hei&szlig;t &ldquo;Schwarze Null&rdquo;.<br>\nZu welchen Abwegigkeiten es der deutsche Sozialstaat mittlerweile gebracht hat, zeigt sich im Zusammenhang der Minus-Zins-Debatte: Dass die EZB-Geldpolitik eine zwangsl&auml;ufige Folge der Austerity-Offensive des Berliner Regimes vor allem gegen die s&uuml;deurop&auml;ischen Volkswirtschaften und Gesellschaftsordnungen ist, hat sich herumgesprochen.<br>\nNicht durchschaut ist bisher, wie das Berliner Parlament die bei der EZB-Geldpolitik unvermeidlichen Zinsverluste der Beitrags&uuml;bersch&uuml;sse benutzt, um nach der Rentenversicherung nun auch die Krankenversicherung der globalen Finanzspekulation auszuliefern. Mit dem Alibi der Zinsverluste wurde es kurz vor der Bundestagswahl den deutschen Kassenkonzernen noch rasch erlaubt, ihre Pflichtr&uuml;cklagen auch auf dem internationalen Aktienmarkt anzulegen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Oesterreich-als-sozialpolitischer-Pruegelknabe-der-Merkel-EU-4138348.html%20\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Finanzminister Scholz will Rentenniveau bis 2040 sichern<\/strong><br>\nBundesfinanzminister Olaf Scholz will eine Garantie des Rentenniveaus bis 2040 noch in dieser Legislaturperiode beschlie&szlig;en. &ldquo;Wir werden darauf bestehen, dass die Bundesregierung ein stabiles Rentenniveau auch in den 20er und 30er Jahren gew&auml;hrleistet und ein plausibles Finanzierungsmodell vorlegt. Das hat f&uuml;r uns hohe Priorit&auml;t&rdquo;, sagte der SPD-Politiker der Bild am Sonntag. [&hellip;]<br>\nScholz droht der Union mit einem Rentenwahlkampf, falls es zu keiner weiter reichenden L&ouml;sung komme: &ldquo;Wir hoffen auf einen Konsens in der gro&szlig;en Koalition. Sollte das nicht hinhauen, wird es eben ein Thema der politischen Auseinandersetzung. Dann entscheiden die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger diese Frage mit ihrem Kreuz auf dem Stimmzettel.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/altersvorsorge-finanzminister-scholz-will-rentenniveau-bis-sichern-1.4096514%20\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Dass mit der Wahlkampfdrohung hat bei Martin Schulz auch schon nicht funktioniert. Der Grund ist einfach. Die SPD macht konsequent Politik gegen die Interessen ihrer eigenen W&auml;hlerschaft und versucht das mit dem Werfen von Nebelkerzen zu kaschieren. Das kann man auch an dem Gerede &uuml;ber ein stabiles Rentenniveau erkennen. Dieses Niveau stabilisiert ja in Wirklichkeit nur die Altersarmut. Au&szlig;erdem ist sich die Gro&szlig;e Koalition weiterhin einig dar&uuml;ber, die private Altersvorsorge auszubauen und damit ganz klar die Schw&auml;chung der gesetzlichen Rente fortzusetzen. Mehr dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42439\">hier auf den NachDenkSeiten<\/a>. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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