{"id":45576,"date":"2018-08-21T08:32:33","date_gmt":"2018-08-21T06:32:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45576"},"modified":"2018-08-21T08:32:33","modified_gmt":"2018-08-21T06:32:33","slug":"hinweise-des-tages-3187","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45576","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45576#h01\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45576#h02\">Gr&uuml;nen-Politiker Volmer unterst&uuml;tzt Wagenknecht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45576#h03\">Baustellen auf Autobahnen und Br&uuml;cken &ndash; Milliardenprojekten droht der Stillstand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45576#h04\">Parit&auml;tischer kritisiert Scholz-Vorsto&szlig; zu Rente als unzureichend<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45576#h05\">Hartz IV, Sozialhilfe, Grundsicherung: &Uuml;berleben in der &Auml;mterb&uuml;rokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45576#h06\">Die Trickreichen &ndash; wie Manager und Unternehmer versuchen, ihren Reichtum zu sch&uuml;tzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45576#h07\">Deutschland muss sich f&uuml;r seinen Erfolg nicht sch&auml;men<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45576#h08\">Nahles besteht auf &ldquo;Spurwechsel&rdquo; f&uuml;r gut integrierte Asylbewerber<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45576#h09\">40.000 Lehrer fehlen Schlimmster Lehrermangel seit 30 Jahren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45576#h10\">Nur wenige Fl&uuml;chtlinge haben Bleiberecht erschlichen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45576#h11\">Wir haben Probleme bei der Integration<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45576#h12\">Wiederaufbau in Syrien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45576#h13\">John Grisham entlarvt das US-Jobwunder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45576#h14\">Das Letzte: Das Venezuela Deutschlands<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45576#h15\">Das Allerletzte: Es bewegt sich was<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Warum die Griechenland-Rettung den Euro nicht gerettet hat<\/strong><br>\nDas Krisenprogramm f&uuml;r Griechenland geht zu Ende, doch der Euro ist immer noch in Gefahr. Was die EU aus der Krise h&auml;tte lernen k&ouml;nnen &ndash; aber nicht gelernt hat.<br>\nAm Ende mimten die Minister und Kommissare wieder die guten Europ&auml;er. &bdquo;Ein historischer Tag f&uuml;r die Euro-Zone&ldquo; sei gekommen, &bdquo;die Krise liegt nun hinter uns&ldquo;, erkl&auml;rte Pierre Moscovici, EU-Kommissar f&uuml;r die W&auml;hrungsunion. &bdquo;Es ist geschafft&ldquo;, best&auml;tigte Portugals Finanzminister Mario Centeno, derzeit Vorsitzender der Euro-Gruppe. &bdquo;Mit unserer Solidarit&auml;t&ldquo; sei das gelungen, meinte sein deutscher Kollege Olaf Scholz, und Kommissionspr&auml;sident Jean-Claude Juncker befand, &bdquo;Europa sollte stolz sein auf die Gemeinschaftsw&auml;hrung&ldquo;.<br>\nSo begingen die Regenten der Euro-Zone j&uuml;ngst das f&uuml;r den morgigen 20. August angesetzte Ende ihres Krisenprogramms f&uuml;r das &uuml;berschuldete Griechenland mit kollektivem Selbstlob. Athens Ministerpr&auml;sident Alexis Tsipras legte sogar ausnahmsweise eine Krawatte an, um das &bdquo;historische Ereignis&ldquo; zu begehen.<br>\nDoch die Inszenierung war nur ein Bluff. In Wirklichkeit gibt es nichts zu feiern. Im Gegenteil: Griechenland ist wirtschaftlich ruiniert und hat keine Chance, dem Diktat seiner Gl&auml;ubiger zu entkommen. Diese erzwangen gegen die Warnung der Experten des Internationalen W&auml;hrungsfonds die K&uuml;rzung der Staatsausgaben um ein Drittel innerhalb von nur vier Jahren und verursachten damit die schwerste Rezession, die je einem Land im Frieden widerfahren ist. Das machte ein F&uuml;nftel der Bev&ouml;lkerung arbeitslos, trieb 300.000 Griechen ins Ausland und erh&ouml;hte die Verschuldung auf 180 Prozent der Wirtschaftsleistung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/europa-warum-die-griechenland-rettung-den-euro-nicht-gerettet-hat\/22928218-all.html\">Harald Schumann im Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Unsere Schuldenkolonie<\/strong><br>\nIn dem jetzt vereinbarten Paket wird bis 2022 ein Prim&auml;r&uuml;berschuss (vor Schuldendienst) von j&auml;hrlich 3,5 Prozent angenommen und dann bis 2060 j&auml;hrlich 2,2 Prozent. Das hat noch kein Land der Welt geschafft.<br>\nDoch Finanzminister Scholz traut unserer Schuldenkolonie offenbar fast alles zu. Auf die Frage, ob die Ziele denn realistisch seien, sagte der SPD-Politiker: &ldquo;Ich glaube, dass das Anstrengungen zur Folge hat.&rdquo; Sein Amtsvorg&auml;nger Sch&auml;uble h&auml;tte es nicht &ldquo;besser&rdquo; sagen k&ouml;nnen&hellip;<br>\nP.S. &Uuml;brigens ist eine solche Schuldenkolonie durchaus lukrativ. Deutschland kassierte 2,9 Mrd. Euro aus Zinseinnahmen auf griechische Staatsanleihen. Gleichzeitig musste Sch&auml;uble dank der Krise viel weniger Zinsen f&uuml;r deutsche Anleihen zahlen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/unsere-schuldenkolonie\/\">Lost in Europe<\/a><\/li>\n<li><strong>Ende einer Inszenierung<\/strong><br>\nEU-&raquo;Hilfsprogramm&laquo; f&uuml;r Griechenland offiziell abgeschlossen. Verarmungspolitik geht weiter<br>\nEs ist vollbracht. Die Rettungsoperation f&uuml;r an den griechischen Staat vergebene Kredite deutscher, franz&ouml;sischer, niederl&auml;ndischer und anderer Banken, seit 2010 mit ziemlich beispiellosem propagandistischem Aufwand als &raquo;Griechenland-Rettung&laquo; verkauft, wurde am Montag offiziell f&uuml;r beendet erkl&auml;rt. &raquo;Ihr habt es geschafft&laquo;, twitterte EU-Ratspr&auml;sident Donald Tusk und &raquo;gratulierte&laquo; dem griechischen Volk. EU-Finanzkommissar Pierre Moscovici freute sich &uuml;ber das Ende einer &raquo;existenziellen Krise&laquo; f&uuml;r die Euro-Zone. Kommissionspr&auml;sident Jean-Claude Juncker lobte &raquo;Mut und Entschlossenheit&laquo; der Griechen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/338257.krise-in-griechenland-ende-einer-inszenierung.html\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Journalist &uuml;ber Griechenland &ldquo;Hier gibt es wirklich Massenarmut&rdquo;<\/strong><br>\nNach dem Ende des internationalen Hilfsprogramms f&uuml;r Griechenland gibt es f&uuml;r die Bev&ouml;lkerung wenig Aussichten auf eine Verbesserung ihrer Lage. Von der grassierenden Armut, die den Alltag sehr stark dominiert, spricht der Journalist Niels Kadritzke, der zeitweise im Land lebt.<br>\nAngesichts der hohen Arbeitslosigkeit und den niedrigen L&ouml;hnen bestimmen in Griechenland Armut und soziale Exklusion den Alltag. Auf den ersten Blick grenze es an ein Wunder, dass die Griechen nach acht Jahren Hilfsprogramm immer noch irgendwie durchhielten, sagte der Journalist und Griechenland-Kenner Niels Kadritzke im Deutschlandfunk Kultur.<br>\n&ldquo;Wenn man sich &uuml;berlegen w&uuml;rde, dass &auml;hnliche soziale Verwerfungen in Deutschland eingetreten w&auml;ren, ich glaube, dann h&auml;tten wir ein hartes rechtsradikales Problem, was es in Griechenland so nicht gegeben ist.&rdquo; Dass die Griechen relativ apathisch auf die Krise reagierten, habe viel mit der Dauer &uuml;ber viele Jahre zu tun. Die Menschen h&auml;tten sich der Lage angepasst, sagte Kadritzke.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/journalist-ueber-griechenland-hier-gibt-es-wirklich.1008.de.html?dram:article_id=425903\">Niels Kadritzke auf Deutschlandfunk Kultur<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Gr&uuml;nen-Politiker Volmer unterst&uuml;tzt Wagenknecht<\/strong><br>\nDen Gr&uuml;nen heute geht es nicht mehr um die Bek&auml;mpfung struktureller Armut, sondern um die Versch&ouml;nerung des b&uuml;rgerlichen Lebens. Sie drohen, zur Zweitpartei von Angela Merkel zu werden. Sch&ouml;n f&uuml;r einkommensstarke Mittelschichten, uninteressant f&uuml;r alle, die von Abstiegs&auml;ngsten oder echter Not geplagt werden. [&hellip;]<br>\n&bdquo;Aufstehen&ldquo; solidarisiert sich mit den Verlieren und Kritikern. Hartz IV, h&ouml;here L&ouml;hne und Renten sind dabei wichtige Themen. Doch es geht um mehr, es geht um die Art und Weise, wie unser Wirtschaftssystem weltweit zu sozialen und &ouml;kologischen Verheerungen f&uuml;hrt. Protest dagegen gab es auch auf der Stra&szlig;e, zum Beispiel Hunderttausende von Demonstranten gegen das Handelsabkommen TTIP &ndash; von den Medien wurden sie fast totgeschwiegen, w&auml;hrend jeder R&uuml;lpser eines Rechtsradikalen stundenlang im Fernsehen besprochen wird. [&hellip;]<br>\nViele andere, die sich links nennen, sind kulturell progressiv, aber was Oben und Unten, reich und arm angeht, ziemlich uninteressiert. Mit denen kann ich wenig anfangen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.haz.de\/Nachrichten\/Politik\/Deutschland-Welt\/Gruenen-Politiker-Volmer-unterstuetzt-Wagenknecht\">HAZ<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.lvz.de\/Nachrichten\/Politik\/Gruenen-Politiker-Volmer-unterstuetzt-Wagenknecht\">Leipziger Volkszeitung<\/a>\n<p><strong>dazu: Pro &ldquo;Aufstehen&rdquo;: Dann bleibt eben sitzen! Die neue Sammlungsbewegung ist politisch vielversprechend<\/strong><br>\nEin zentrales Argument der Gegner einer neuen Sammlungsbewegung lautet: &ldquo;Eine Bewegung muss von unten kommen, sie kann nicht von einzelnen Prominenten und von oben ins Leben gerufen werden.&rdquo; An dieser Aussage sind mehrere Aspekte unzutreffend. Bewegungen k&ouml;nnen sehr wohl virtuell f&uuml;r eine Einzelperson hergestellt werden &ndash; wenn ausreichend publizistische Macht verf&uuml;gbar ist. Das f&uuml;r den franz&ouml;sischen Pr&auml;sidenten Emmanuel Macron ma&szlig;geschneiderte, k&uuml;nstliche und auf Emotionen basierende Medienkonstrukt &ldquo;En Marche&rdquo; ist daf&uuml;r ein gutes und erfolgreiches Beispiel.<br>\nDer zweite unzutreffende Aspekt ist die indirekte Aussage, die neue Sammlungsbewegung &ldquo;#Aufstehen&rdquo; sei ein Medienkonstrukt ohne Massenbasis wie eben &ldquo;En Marche&rdquo;: eine k&uuml;nstliche Farce &ndash; hergestellt allein, um der Fraktionschefin der Linken, Sahra Wagenknecht, eine B&uuml;hne zu bieten. Dabei wird unterschlagen, dass &ldquo;#Aufstehen&rdquo; keine vergleichbaren publizistischen Verb&uuml;ndeten wie &ldquo;En Marche&rdquo; vorzuweisen hat, f&uuml;r das ein europaweiter Werbefeldzug durch gro&szlig;e Medien initiiert wurde. &ldquo;#Aufstehen&rdquo; erlebt das Gegenteil: Ignoranz oder Anfeindung. Diese Bewegung hat gar nicht ausreichend Propaganda-Ressourcen oder Unterst&uuml;tzung durch den neoliberalen Betrieb, um den virtuellen Charakter zu haben, der ihr unterstellt wird.<br>\nDie neue Sammlungsbewegung um Sahra Wagenknecht erf&auml;hrt gro&szlig;en Zuspruch &ndash; aber auch viel medialen Gegenwind aus dem neoliberal-pseudolinken Lager. Sie sei von oben installiert und spalterisch, hei&szlig;t es. Diese Kritik h&auml;lt einer &Uuml;berpr&uuml;fung nicht stand.<br>\nDie Bewegung, die sich nun endlich in der neuen Sammlungsbewegung konkret &auml;u&szlig;ert, kommt zudem nicht von oben: Sie war schon lange da. Es gibt deutliche Anzeichen, dass zahlreiche Menschen mit den aktuellen Parteien und etablierten Medien abgeschlossen haben. Es w&auml;re eher als autorit&auml;rer Akt zu bezeichnen, diese Anzeichen weiterhin zu ignorieren, als endlich auf sie einzugehen. Jetzt wird zahlreichen sich ehemals als &ldquo;links&rdquo; empfindenden Menschen endlich eine potenzielle politische Heimat geboten &ndash; und nicht nur jenen. Es ist eine Heimat ganz ohne fremdenfeindliche Ressentiments, aber auch ohne neoliberales und staatsfeindliches &ldquo;Grenzen auf f&uuml;r alle&rdquo;. Eine Bewegung, die den Sozialstaat retten will, ohne dabei &ldquo;national-sozial&rdquo; zu werden oder in arrogante Rechthaberei zu verfallen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/meinung\/74658-pro-aufstehen-dann-bleibt-eben-sitzen-die-neue-sammlungsbewegung-ist-politisch-vielversprechend\/\">RT deutsch<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Linken zuh&ouml;ren, statt mit Rechten zu reden<\/strong><br>\nDer Rechtsruck in Europa ist nicht das Resultat einer Fl&uuml;chtlingspolitik. Er ist die Folge der Sparpolitik der EU, die unbeirrbar am wirtschaftsliberalen Kurs festh&auml;lt.<br>\nDie Autoren Janis Emmanouilidis und Fabian Zuleeg ver&ouml;ffentlichten 2016 ein Thesenpapier zur konfliktreichen Lage der EU. Die beiden arbeiten f&uuml;r die EU-nahe Denkfabrik EPC &ndash; European Policy Center und so bieten ihre Problemanalysen eine Binnenperspektive darauf, wie in Br&uuml;ssels b&uuml;rokratischen Zirkeln die eigene Politik reflektiert wird. Die Autoren erkennen seit 2008 einen mehrfachen Krisenzustand, ein Zusammenspiel aus wirtschaftlichen, geopolitischen und sozialen Krisen. Als &ldquo;Gefahr eines regressiven und illiberalen Europas&rdquo;, die den Zusammenhalt der Union bedroht, benennen sie populistische Politiken. Es ist zutreffend, dass der Rechtsruck die europ&auml;ischen Demokratien und die EU bedroht. Allerdings verkennen die Autoren, dass die EU-Wirtschaftspolitik f&uuml;r den Aufstieg der Rechten mitverantwortlich ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/kultur\/2018-08\/soziale-ungleichheit-europaeische-union-austeritaet-migrationspolitik\">Zeit Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> &bdquo;Daher braucht es eine europ&auml;ische Linke, die das neoliberale Dogma der Alternativlosigkeit umso lautst&auml;rker anficht.&ldquo; Der ganze Text liest sich wie eine einzige Begr&uuml;ndung f&uuml;r die linke Sammlungsbewegung #Aufstehen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Baustellen auf Autobahnen und Br&uuml;cken &ndash; Milliardenprojekten droht der Stillstand<\/strong><br>\nBei dem Mammutprojekt, die Autobahnverwaltung zu zentralisieren, geht es chaotisch zu. Nun drohen Bauprojekte im Wert von 14 Milliarden Euro unter die R&auml;der zu kommen.<br>\nNormalerweise arbeitet die &bdquo;Deutsche Einheit Fernstra&szlig;en-Planungs- und Baugesellschaft mbH&ldquo; (Deges) so unspektakul&auml;r wie der Name vermuten l&auml;sst. Doch bei der letzten Aufsichtsratssitzung ging es hoch her. Vertreter des Bundes und der zw&ouml;lf ebenfalls beteiligten Bundesl&auml;nder diskutierten heftig, wie es mit der Projektmanagementgesellschaft weitergehen kann.<br>\nSchlie&szlig;lich hatte die Deges in den vergangenen Jahrzehnten hervorragende Arbeit geleistet, beispielsweise beim Bau der wichtigen Verkehrsachsen von Ost nach West, auf den Autobahnen und bei der Sanierung vieler Br&uuml;cken. Da sind sich alle Beteiligten einig. Doch nun schwant den Aufsichtsr&auml;ten &Uuml;bles: Denn der Deges droht ein j&auml;hes Ende &ndash; und dem Bundesverkehrsminister ein gro&szlig;es Chaos &ndash;, wenn der Bund zum 1. Januar k&uuml;nftig allein die Fernstra&szlig;en plant, baut und betreibt.<br>\nNicht etwa das Ende des Aufbaus Ost gef&auml;hrdet die Zukunft, sondern ausgerechnet die von Bund und L&auml;ndern beschlossene Zentralisierung der Autobahnverwaltung. Um das f&ouml;derale Prinzip zu beenden, haben sie im vergangenen Jahr sogar das Grundgesetz ge&auml;ndert. Noch im September soll die Infrastrukturgesellschaft Autobahnen (IGA) gegr&uuml;ndet und zwei Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer bestellt werden, die Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) noch aussuchen muss. Obendrein soll ein Bundesfernstra&szlig;enamt die Planungsverfahren durchf&uuml;hren.<br>\nEs ist ein Mammutprojekt: Bis zum Jahresende sollen sich auch die 11.000 Besch&auml;ftigten der 16 Landesbauverwaltungen entscheiden, ob sie zum Bund in die neue Gesellschaft wechseln. Doch lange Zeit wurde vergessen, &uuml;berhaupt mit den Gewerkschaften Tarifvertr&auml;ge f&uuml;r die Stra&szlig;enbauer auszuhandeln. Obendrein wurde auch die Deges vergessen und mit ihr ein Auftragsvolumen von aktuell 14 Milliarden Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amp.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/zentrale-autobahnverwaltung-baustellen-auf-autobahnen-und-bruecken-milliardenprojekten-droht-der-stillstand\/22925140.html?ticket=ST-5550174-aZYBUnvubRERMEOT6fET-ap5\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die Grundgesetz&auml;nderung wurde klar mit der Intension durchgef&uuml;hrt, die Privatisierung &ouml;ffentlichen Eigentums voranzutreiben und privaten Investoren angesichts historisch niedriger Zinsen neue Renditeoptionen zu er&ouml;ffnen. Initiiert wurde das ganz &uuml;brigens vom damaligen Wirtschaftsminister Gabriel (SPD). Die Infrastrukturgesellschaft Autobahnen ist nun noch nicht einmal richtig konstituiert und bereits jetzt bekommt man einen Vorgeschmack, was noch zu erwarten ist. So h&auml;tte man hier bereits einen klaren Programmpunkt f&uuml;r #Aufstehen: der sofortige Stopp und das Verbot der Privatisierung &ouml;ffentlicher Infrastruktur.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu nochmals: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45497\">Privatisierung der Autobahnen: Lukratives Desaster<\/a>. <\/strong>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Parit&auml;tischer kritisiert Scholz-Vorsto&szlig; zu Rente als unzureichend<\/strong><br>\nAls &bdquo;unzureichenden Ansatz&ldquo; kritisiert der Parit&auml;tische Wohlfahrtsverband den Vorsto&szlig; von SPD-Finanzminister Olaf Scholz, das Rentenniveau bis 2040 zu stabilisieren. Notwendig seien eine Anhebung des Rentenniveaus und durchgreifende und mutige Reformen, um das Vertrauen in die Rente wieder herzustellen, fordert der Verband.<br>\n&bdquo;Es ist absurd, ein deutlich zu niedriges Rentenniveau, das viele nicht vor Armut sch&uuml;tzt, bis 2040 garantieren zu wollen&ldquo;, kritisiert Ulrich Schneider, Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Parit&auml;tischen Gesamtverbands. Der Vorsto&szlig; des Bundesfinanzministers sei kleinm&uuml;tig und lenke von dem zunehmenden Funktionsverlust der Rente ab.<br>\nDer Parit&auml;tische fordert die Bundesregierung auf, ein wirkungsvolles und mutiges rentenpolitisches Reformkonzept vorzulegen. &bdquo;Weiter so funktioniert nicht mehr&ldquo;, mahnt Schneider. Eine erfolgreiche Gesamtstrategie m&uuml;sse bereits im Erwerbsleben ansetzen und insbesondere die gesetzliche Rentenversicherung st&auml;rken, fordert der Parit&auml;tische.<br>\nIm Detail reichen die Vorschl&auml;ge des Verbandes von einer deutlichen Erh&ouml;hung des Mindestlohns &uuml;ber die Streichung der Riester-Unterst&uuml;tzung bis zur Anhebung des Rentenniveaus auf 53 Prozent. Die Finanzierung der Rentenversicherung m&uuml;sse zudem auf eine breitere Basis gestellt werden, so die Forderung des Verbandes. &bdquo;Kern ist der Umbau der gesetzlichen Renten- zu einer Erwerbst&auml;tigenversicherung, in die alle einzuzahlen haben &ndash; auch Politiker, auch Selbst&auml;ndige, auch Beamte. Auch kann es nicht nur um Erwerbseinkommen gehen, sondern alle Einkommensarten sind heranzuziehen&ldquo;, erl&auml;utert Schneider.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.der-paritaetische.de\/presse\/paritaetischer-kritisiert-scholz-vorstoss-zu-rente-als-unzureichend\/\">Der Parit&auml;tische<\/a>\n<p><strong>dazu: Rentenvorschl&auml;ge von Olaf Scholz sind nicht ausreichend<\/strong><br>\n&bdquo;Falls Finanzminister Olaf Scholz es mit seiner Forderung wirklich ernst meinen sollte und kein Sommertheater auff&uuml;hrt, dann stimmt die Richtung, aber er springt zu kurz. Die Jungen und die Mittelalten von heute sind die Rentnerinnen und Rentner von morgen. Eine IG Metall-Studie ergab, dass die Jungen gerne bereit sind, mehr in die Rentenkasse einzuzahlen, wenn sie sicher sein k&ouml;nnen, dann sp&auml;ter im Alter selbst eine ausk&ouml;mmliche Rente zu erhalten&ldquo;, erkl&auml;rt Matthias W. Birkwald, rentenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. Birkwald weiter:<br>\n&bdquo;In &Ouml;sterreich zahlen die Besch&auml;ftigten 10,25 Prozent ihres Bruttoeinkommens in die Rentenkasse und die Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen 12,55 Prozent. Macht zusammen 22,8 Prozent. Ehemalige Arbeiter und Angestellte erhalten in &Ouml;sterreich durchschnittlich &uuml;ber 1000 Euro mehr Rente im Monat im Vergleich zu Deutschland. Und bei den Frauen sind es immerhin deutlich &uuml;ber 350 Euro mehr.<br>\nDas &ouml;sterreichische Rentensystem ist bis 2060 nachhaltig finanziert. Das liegt auch daran, dass in &Ouml;sterreich alle Erwerbst&auml;tigen in die Rentenkasse einzahlen: auch Beamte und Beamtinnen, auch Politikerinnen und Politiker, &Auml;rzte, Anw&auml;ltinnen und Anw&auml;lte und Selbstst&auml;ndige. Dies fordert auch DIE LINKE.<br>\nIch schlage vor, dass in Deutschland der Beitragssatz jedes Jahr um einen Prozentpunkt steigt, bis er die &ouml;sterreichischen 22,8 Prozent erreicht und die Steuermilliarden f&uuml;r die Riesterf&ouml;rderung in die gesetzliche Rente umgelenkt werden. So ist das Rentenniveau von 53 Prozent aus dem Jahre 2000 mehr als seri&ouml;s finanzierbar.<br>\nAu&szlig;erdem brauchen wir eine steuerfinanzierte einkommens- und verm&ouml;gensgepr&uuml;fte Solidarische Mindestrente. Niemand soll von weniger als 1050 Euro leben m&uuml;ssen. In &Ouml;sterreich gibt es zwei steuerfinanzierte Mindestrenten. Die eine liegt bei 1061 Euro im Monat f&uuml;r all jene, die sich mindestens einen einzigen Cent Rentenanspruch im &ouml;sterreichischen Rentensystem erarbeitet haben. Und f&uuml;r alle die, die mindestens 30 Jahre eingezahlt haben, liegt die &ouml;sterreichische Mindestrente sogar bei 1192 Euro. Steuerfrei. Das ginge auch in Deutschland.<br>\nAll diese Vorschl&auml;ge zusammen garantierten ein w&uuml;rdevolles Leben im Alter f&uuml;r alle. Und: Unsere Vorschl&auml;ge sind finanzierbar. Aktuell w&uuml;rden Durchschnittsverdienende und ihre Chefs nur je 32 Euro mehr im Monat in die Rentenkasse zahlen m&uuml;ssen, um ein Rentenniveau von 53 Prozent zu finanzieren. Auch im Jahr 2030 w&auml;re dies finanzierbar.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/rentenvorschlaege-von-olaf-scholz-sind-nicht-ausreichend\/\">die Linke. im Bundestag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Hartz IV, Sozialhilfe, Grundsicherung: &Uuml;berleben in der &Auml;mterb&uuml;rokratie<\/strong><br>\nKnapp acht Millionen Menschen in Deutschland sind Empf&auml;nger sozialer Mindestsicherung wie Arbeitslosengeld II oder Sozialhilfe. Sie leben mit Sanktionen und permanenter Kontrolle. Das macht einige krank, sie f&uuml;hlen sich verletzt, ohne W&uuml;rde.<br>\nEin Salat, ein paar angeschrumpelte M&ouml;hren, Kartoffeln und eine Mango mit ein paar braunen Stellen. Alles landet in der Einkauftasche der Frau mit dem dunklen Zopf und dem freundlichen offenen L&auml;cheln. Jeden Dienstag kommt sie in diese Ausgabestelle der Berliner Tafel.<br>\n&ldquo;Weil ich das hier brauche, unbedingt, ein Zugewinn f&uuml;r uns, was uns rettet, &uuml;ber jede Woche hinweg. Bin auch dankbar, dass ich hier jeden Dienstag herkommen kann, um auch Gemeinschaft zu f&uuml;hlen, die F&uuml;rsorge, die netten Menschen und mir kommen manchmal wirklich die Tr&auml;nen vor lauter Freude, dass ich noch eine kleine Integration sp&uuml;re.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/hartz-iv-sozialhilfe-grundsicherung-ueberleben-in-der.976.de.html?dram:article_id=425907\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Da kommt das linksliberale Juste Milieu, wie gestern <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45557#h03\">in der taz<\/a> daher und verlautbart, dass Sanktionen grunds&auml;tzlich gerechtfertigt sind. Es trifft ja nur den P&ouml;bel, der am Ende gar noch die AfD w&auml;hlt. Da muss Strafe schon sein.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.N.:<\/strong> Bei dem gestrigen Kommentar <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45557#h03\">in der taz<\/a> kann einem das K&hellip; kommen. Gegen&uuml;ber Menschen in Hartz-IV wird ein schwarz-psychologisches unw&uuml;rdiges Menschenbild angewendet. Von der monstranzartig vorgetragenen &ldquo;Empathie&rdquo; ist nichts, aber auch gar nichts, zu merken. Es gibt ja keinen Distinktionsgewinn, wenn man sich f&uuml;r diese Menschen einsetzt. Und das schlechte Gewissen wird auch nicht gepflegt.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Debatte &uuml;ber Hartz-Sanktionen: Kritik an Nahles-Vorsto&szlig;<\/strong><br>\nDer Vorsto&szlig; von SPD-Chefin Nahles, die Hartz-IV-Sanktionen f&uuml;r j&uuml;ngere Menschen abzuschaffen, hat eine breite Debatte ausgel&ouml;st. Kritik kommt auch aus der eigenen Partei.<br>\nDie rheinland-pf&auml;lzische Ministerpr&auml;sidentin Malu Dreyer (SPD) hat sich gegen die Forderung von SPD-Chefin Andrea Nahles nach einer teilweisen Abschaffung von Hartz-IV-Sanktionen gestellt. &ldquo;Bei j&uuml;ngeren Hartz-IV-Empf&auml;ngern grunds&auml;tzlich ganz auf Sanktionen zu verzichten halte ich f&uuml;r zu kurz gesprungen&rdquo;, sagte Dreyer.<br>\nWichtiger als ein Verzicht auf Sanktionen sei es, &ldquo;gute und individuelle Ma&szlig;nahmen anzubieten&rdquo;, wie dies in ihrem Bundesland geschehe, sagte Dreyer. J&uuml;ngere Arbeitslose mit sch&auml;rferen Sanktionen zu belegen als &auml;ltere, lehnte Dreyer allerdings ebenfalls ab. Das versto&szlig;e gegen das Prinzip der Gleichbehandlung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/hartz-sanktionen-103.html%20\">Tagesschau<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> &bdquo;J&uuml;ngere Arbeitslose mit sch&auml;rferen Sanktionen zu belegen als &auml;ltere, lehnte Dreyer allerdings ebenfalls ab. Das versto&szlig;e gegen das Prinzip der Gleichbehandlung.&ldquo; Das nenne ich echtes Eintreten f&uuml;r soziale Gerechtigkeit. Wenn, dann soll es allen gleich dreckig gehen. Dazu bitte nicht vergessen, dass Nahles als Bundesarbeitsministerin die Hartz IV-Sanktionen massiv versch&auml;rft hat. <\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Ulrich Schneider: Ratlos in Berlin<\/strong><\/p>\n<div class=\"external-2click\" data-provider=\"X (Twitter)\" data-provider-slug=\"twitter\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Tweets werden Daten an X (ehemals Twitter) &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von X (Twitter) zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><blockquote class=\"external-2click-target twitter-tweet\" data-lang=\"de\" data-two-click-embeds-script=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\">\n<p lang=\"de\" dir=\"ltr\">Wie mu&szlig; das sein, wenn man 2018, nach 13 Jahren <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/HartzIV?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw\">#HartzIV<\/a> pl&ouml;tzlich merkt, dass <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/Sanktionen?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw\">#Sanktionen<\/a> f&uuml;r Jugendliche &bdquo;kontraproduktiv&ldquo; sind? Und wie wird sich das erst anf&uuml;hlen, wenn man vielleicht nach weiteren 13 Jahren merkt, da&szlig; es bei Erwachsenen ganz genauso ist? &hellip; Ratlos in Berlin<\/p>\n<p>&mdash; Ulrich Schneider (@UlrichSchneider) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/UlrichSchneider\/status\/1031253206943391745?ref_src=twsrc%5Etfw\">19. August 2018<\/a><\/p><\/blockquote><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"twitter\">Inhalte von X (Twitter) nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div>\n<p>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die Trickreichen &ndash; wie Manager und Unternehmer versuchen, ihren Reichtum zu sch&uuml;tzen<\/strong><br>\nMartin Winterkorn, der ehemalige VW-Chef, ist daher ein idealer Kunde f&uuml;r ein verschwiegenes Gewerbe: &ldquo;Asset Protection&rdquo; oder Verm&ouml;gensschutz nennt sich die Dienstleistung, die spezialisierte Berater und Anw&auml;lte anbieten. Sie verstehen sich auf Tricks, die G&uuml;terstandsschaukel, Familienheimschaukel oder privatn&uuml;tzige Stiftung hei&szlig;en. Meist bleiben sie geheim, &ouml;ffentlich werden sie oft nur, wenn etwas schiefgeht.<br>\nSo wie bei Winterkorn, gegen den wegen des Dieselskandals ermittelt wird. Die &ldquo;Bild am Sonntag&rdquo; berichtete, dass er wom&ouml;glich Geld in die Schweiz geschafft und seiner Frau Anita 3,4 Millionen &uuml;berschrieben habe, ohne Schenkungsteuer zu bezahlen. Alles streng legal, versichern Winterkorns Anwalt und Steuerberater.<br>\nAber es geht nicht nur um die Steuer. In den vergangenen Jahren hat der Gesetzgeber die Haftung von Managern drastisch versch&auml;rft. &ldquo;Vor zehn Jahren hat Asset Protection kaum einen interessiert. Das ist heute anders&rdquo;, sagt der M&uuml;nchner Rechtsanwalt Johannes Fiala, &ldquo;nat&uuml;rlich sind Vorst&auml;nde gut beraten, Vorsorge zu treffen.&rdquo; Alarmiert hat viele Wirtschaftsleute der Fall des fr&uuml;heren Deutsche-Bank-Chefs Rolf Breuer. Der hatte 2002 im Fernsehen die Kreditw&uuml;rdigkeit des Filmmoguls Leo Kirch infrage gestellt, der dann tats&auml;chlich pleiteging. Die Deutsche Bank musste Kirchs Erben 928 Millionen Euro Schadensersatz zahlen und holte sich einen Teil bei Breuer zur&uuml;ck. 90 Millionen &uuml;bernahm dessen Managerhaftpflichtversicherung, aber 3,2 Millionen musste er aus eigener Tasche zahlen. Auch ehemalige Siemens-Vorst&auml;nde wurden f&uuml;r die Folgen der Schmiergeld-Aff&auml;re in Haftung genommen. Ein Manager wurde zu 15 Millionen Euro Schadensersatz verurteilt.<br>\nBei VW sind die Dimensionen nun viel gr&ouml;&szlig;er: Rund 27 Milliarden Euro hat den Konzern der Diesel-Betrug bisher gekostet. Der Aufsichtsrat ist gesetzlich verpflichtet, Schadensersatzanspr&uuml;che auch durchzusetzen. Und diesmal k&ouml;nnte sogar die Managerhaftpflichtversicherung die Zahlung verweigern, wenn Winterkorn bei den Manipulationen vors&auml;tzlich gehandelt haben sollte. Als Vorstandschef hat er im Lauf der Jahre mehr als 100 Millionen Euro verdient, dazu Pensionsanspr&uuml;che von rund 30 Millionen Euro erworben. Bei VW dauern die Pr&uuml;fungen an. Aber im Extremfall w&auml;re Winterkorn ruiniert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/geld\/martin-winterkorn--vw-und-co---wie-manager-und-unternehmer-versuchen--ihren-reichtum-zu-schuetzen-8216204.html\">Stern<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Deutschland muss sich f&uuml;r seinen Erfolg nicht sch&auml;men<\/strong><br>\nNicht nur Donald Trump schimpft &uuml;ber den Leistungsbilanz&uuml;berschuss der Deutschen. Tats&auml;chlich kann der schmelzen, ohne dass Deutschland schw&auml;cher wird.<br>\nDeutschland wird in diesem Jahr zum dritten Mal hintereinander das Land mit dem gr&ouml;&szlig;ten Leistungsbilanz&uuml;berschuss der Welt sein. Diese Spitzenposition ist Fluch und Segen zugleich. Ein Segen ist sie, weil sie vor allem durch den Erfolg heimischer Unternehmen entsteht. Sie verkaufen viel mehr Waren ins Ausland, als von dort importiert werden. Das mehrt den Wohlstand und l&auml;sst Millionen Deutsche gut leben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/der-handelsstreit\/leistungsbilanz-deutschland-muss-sich-nicht-schaemen-15747302.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die Mehrzahl der Leserkommentare widerspricht heftig und offensichtlich zu Recht. Wie kann denn ein Export*&uuml;berschuss* Zeichen daf&uuml;r sein, dass Millionen Deutsche gut leben? Einfachste Logik zeigt doch, dass ein Importdefizit die *Armut* von Millionen Deutschen signalisiert. Vor Leistungsbilanzdefiziten (USA, T&uuml;rkei&hellip;) wird heftigst gewarnt, als w&auml;ren sie nicht das automatische Gegenst&uuml;ck zu den angeblich tollen Au&szlig;enhandels&uuml;bersch&uuml;ssen. &ldquo;Nat&uuml;rlich&rdquo; nutzt der FAZ-Autor die Gelegenheit, gleich noch &ndash; leicht verklausuliert &ndash; allen Ernstes Steuersenkungen und Deregulierung f&uuml;r Unternehmen zu fordern, damit sie &ndash; angeblich &ndash; in Deutschland mehr produzieren, was ja &ndash; ganz logisch den extremen Export&uuml;berschuss noch weiter anheizen w&uuml;rde. Die &ldquo;Sanierungen maroder Schulen und Br&uuml;cken scheitern oft nicht an finanziellen [&hellip;] Kapazit&auml;ten.&rdquo; Ach so. <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Der verantwortliche Redakteur ist zust&auml;ndig f&uuml;r die w&ouml;chentliche Themenseite &bdquo;Die Lounge&ldquo;, in der Konjunkturberichterstattung stattfinden soll. Vielleicht erkl&auml;rt das die seltsame Perspektive. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Nahles besteht auf &ldquo;Spurwechsel&rdquo; f&uuml;r gut integrierte Asylbewerber<\/strong><br>\nDie SPD-Spitze will den sogenannten &ldquo;Spurwechsel&rdquo; mit Macht durchsetzen. Parteivorsitzende Andrea Nahles hat sich im ZDF-Sommerinterview entschlossen gezeigt, f&uuml;r abgelehnte oder geduldete Asylbewerber einen Weg in den deutschen Arbeitsmarkt zu erschlie&szlig;en. &ldquo;Wir werden den Spurwechsel durchsetzen&rdquo;, sagte sie. Auf die Nachfrage, ob die Partei auch bei Widerstand aus der Union in diesem Punkt hart bleiben werde, antwortete Nahles: &ldquo;Ja.&rdquo;<br>\n&ldquo;Ich bin ausdr&uuml;cklich der Meinung, dass zurzeit die falschen Leute abgeschoben werden, n&auml;mlich gut integrierte Menschen, die in Arbeit sind&rdquo;, begr&uuml;ndete die Partei- und Fraktionschefin ihre Position. Der sogenannte Spurwechsel bedeutet im Grundsatz, dass es Asylbewerbern, die abgelehnt und nur geduldet, aber gut integriert sind und einen Arbeitsplatz haben, &uuml;ber ein Einwanderungsrecht erm&ouml;glicht wird, in Deutschland zu bleiben.<br>\nZuvor hatte sich bereits SPD-Finanzminister Olaf Scholz vehement f&uuml;r den &ldquo;Spurwechsel&rdquo; ausgesprochen, wenn ein Asylverfahren lange gedauert habe. &ldquo;Da l&auml;uft was schief. Es ist unverst&auml;ndlich, dass Leute, die gut integriert sind, arbeiten und ihren Lebensunterhalt verdienen, abgeschoben werden. Das muss sich &auml;ndern&rdquo;, sagte der Vizekanzler der &ldquo;Bild am Sonntag&rdquo;. Mancherorts schienen ausgerechnet Fl&uuml;chtlinge, die kurz vor dem Ausbildungsabschluss st&uuml;nden, abgeschoben zu werden. Es entstehe so der Eindruck, dass eher bleiben k&ouml;nne, wer gegen Gesetze versto&szlig;e. &ldquo;Das verst&ouml;&szlig;t gegen unsere Moralvorstellungen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/m.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/spurwechsel-spd-chefin-andrea-nahles-pocht-in-koalition-auf-regelung-a-1223910.html%20\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Auch in der SPD ist das Thema Flucht und Migration inzwischen die absolute politische Dominante und damit betreibt die Partei wieder einmal konsequent Politik an ihren potentiellen W&auml;hlern vorbei. Auch wenn diese Erkenntnis dem linksliberalen b&uuml;rgerlichen Milieu nicht gef&auml;llt, viele B&uuml;rger dieses Landes haben doch ganz andere Alltagsprobleme als oben genannte. Wie w&auml;re es z.B. einmal mit einer Initiative 50+ f&uuml;r Arbeitnehmer dieses Altersspektrums, die auch bei besten Qualifikationen, trotz angeblichen Fachkr&auml;ftemangels, faktisch keine Chance mehr auf dem Arbeitsmarkt haben.<\/em><br>\nZum anderen w&auml;re zu fragen, ob dadurch nicht das Asylrecht eigentlich ad absurdum gef&uuml;hrt w&uuml;rde, da es demnach v&ouml;llig irrelevant ist, ob ein Asylantrag abgelehnt wurde oder nicht, sobald der Betroffene einen Ausbildungsplatz oder eine Arbeitsstelle nachweisen kann. Leider scheint sich vor diesem Hintergrund zu best&auml;tigen, dass das Unternehmerlager das Thema Flucht und Migration dazu benutzen will, den Lohndruck gerade auch im Niedriglohnsektor aufrecht zu erhalten. Hier w&uuml;rden nur eine signifikante Erh&ouml;hung des Mindestlohns und eine explizite Kontrolle zu dessen Einhaltung helfen.\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>40.000 Lehrer fehlen Schlimmster Lehrermangel seit 30 Jahren<\/strong><br>\nDer deutsche Lehrerverband sieht einen gravierenden Lehrermangel in Deutschland. Zu Beginn des neuen Schuljahres fehlten demnach bundesweit fast 40.000 Lehrer. Das sei der dramatischste Lehrermangel seit 30 Jahren. [&hellip;]<br>\nDerzeit seien in ganz Deutschland rund 10.000 Lehrerstellen nicht besetzt, erkl&auml;rte Meidinger. Hinzu k&auml;men weitere etwa 30.000 Stellen, die &ldquo;notd&uuml;rftig mit Nichtlehrern, Seiteneinsteigern, Pensionisten und Studenten besetzt werden&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/politik\/inland\/lehrermangel-deutschland-100.html\">mdr<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Die NachDenkSeiten hatten <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45405#h02\">bereits darauf hingewiesen<\/a> und auch auf die Pl&auml;ne der s&auml;chsischen Regierung f&uuml;r das n&auml;chste Schuljahr, die Stundentafeln so zu ver&auml;ndern, dass der Lehrermangel nicht mehr so sehr auff&auml;llt. Daf&uuml;r fehlt den Sch&uuml;lern dann der Unterricht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Nur wenige Fl&uuml;chtlinge haben Bleiberecht erschlichen<\/strong><br>\nDie Bef&uuml;rchtung, viele Fl&uuml;chtlinge k&ouml;nnten zu Unrecht Schutz in Deutschland erhalten haben, l&auml;sst sich durch aktuelle Pr&uuml;fzahlen nicht best&auml;tigen. Demnach endeten im ersten Halbjahr 2018 von mehr als 43 000 abgeschlossenen Pr&uuml;fverfahren nur 307 damit, dass das Bundesamt f&uuml;r Migration und Fl&uuml;chtlinge (Bamf) den Gefl&uuml;chteten den bereits gew&auml;hrten Schutzstatus wieder entzog. Nur in 0,7 Prozent der untersuchten F&auml;lle widerrief das Amt also den Schutzbescheid. 99,3 Prozent der &uuml;berpr&uuml;ften Fl&uuml;chtlinge behielten das Recht, bleiben zu d&uuml;rfen. Das geht aus der Bilanz hervor, mit der das Bundesinnenministerium eine Anfrage der linken Bundestagsabgeordneten Ulla Jelpke beantwortete. Die Antwort liegt der S&uuml;ddeutschen Zeitung vor. [&hellip;]<br>\nDie Abgeordnete Jelpke kritisiert dagegen, es werde &ldquo;von politisch interessierter Seite&rdquo; immer wieder der Eindruck erweckt, es gebe erhebliche Sicherheitsm&auml;ngel im Bamf, Asylsuchende w&uuml;rden zahlreich &uuml;ber ihre Identit&auml;t t&auml;uschen oder zu Unrecht anerkannt: &ldquo;Nichts davon ist wahr.&rdquo; Das Problem seien jedoch nicht die Anerkennungen, sondern die &ldquo;hohe Zahl fehlerhafter Ablehnungen&rdquo;, die von Gerichten korrigiert werden m&uuml;ssten. Sie fordert die Koalition auf, die Regel&uuml;berpr&uuml;fung des Schutzstatus abzuschaffen und damit dem Bamf &ldquo;eine Menge &uuml;berfl&uuml;ssige Arbeit&rdquo; zu ersparen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/bundesamt-fuer-migration-nur-wenige-fluechtlinge-haben-bleiberecht-erschlichen-1.4096796\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Wir haben Probleme bei der Integration<\/strong><br>\nDer Psychologe Ahmad Mansour h&auml;lt es f&uuml;r einen &ldquo;Jahrhundertfehler&rdquo;, dass muslimische Verb&auml;nde die Aufgabe &uuml;bernehmen, Fl&uuml;chtlinge zu integrieren. Sie seien nicht geeignet, weil verantwortlich f&uuml;r Parallelgesellschaften, sagte Mansour im Dlf. Den Kirchen warf er vor, die N&auml;he zu konservativen Islam-Verb&auml;nden zu suchen &ndash; &ldquo;aus Angst, die Macht zu verlieren.&rdquo; [&hellip;]<br>\nMain: Ahmad Mansour, Ihr Buch ist ein sehr politisches Buch. Das l&auml;sst sich &ndash; wie sich jetzt auch in den ersten Minuten unseres Gespr&auml;chs andeutet &ndash; nicht trennen von Religion, vor allem auch nicht vom Islam. Wenn ich Ihr Buch Revue passieren lasse, bleibt der Eindruck, der Islam oder bestimmte islamische Str&ouml;mungen, aber auch die Kirchen spielen zum Teil eine kontraproduktive Rolle bei der Integration, wie sie Ihnen vorschwebt. Welche Kr&auml;fte sind aus Ihrer Sicht das Hauptproblem?<br>\nMansour: Ich glaube, wir m&uuml;ssen erst mal verstehen, was Integration ist, weil ich sehr oft auch in Gespr&auml;chen mit Politikern den Eindruck bekomme, die Erwartungen an die Menschen, die zu uns kommen, lassen sich in einem Satz zusammenfassen: Integration bedeutet Arbeit plus Sprache minus Kriminalit&auml;t. Nach dieser Definition war Mohammed Atta super integriert in Hamburg &ndash; der Attent&auml;ter vom 11. September.<br>\nF&uuml;r mich ist Integration erst m&ouml;glich, wenn ich als jemand, der dazugekommen bin, verstehe, dass das Grundgesetz dieses Landes ein pers&ouml;nlicher Gewinn f&uuml;r mich ist. Das hei&szlig;t, Gleichberechtigung zu leben, die Meinungsfreiheit zu akzeptieren, die Religionsfreiheit und das bedeutet auch die Freiheit von Religion als einen Gewinn f&uuml;r die Gesellschaft und f&uuml;r mich selber zu verstehen, ist etwas absolut Wichtiges.<br>\nUnd ich glaube, viele in dieser Gesellschaft haben nicht verstanden, dass man eine Integrationspolitik braucht, wo wir die Menschen gewinnen. Viele Menschen, die nach Deutschland gekommen sind, bringen &Auml;ngste mit. Sie bringen Traumata mit. Sie bringen andere Werte mit, andere Traditionen. Von denen zu erwarten, dass sie &uuml;ber Nacht anders werden, dass sie Grundgesetzpatrioten werden, ist nicht realistisch. Die Frage ist: Wie begleiten wir diese Menschen? Und vor allem, wer diese Menschen begleitet?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/ahmad-mansour-wir-haben-probleme-bei-der-integration.886.de.html?dram:article_id=425731\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Wiederaufbau in Syrien <\/strong><br>\nDeutschland soll einer exklusiven Gruppe aus vier Staaten zur &ldquo;Stabilisierung&rdquo; Syriens angeh&ouml;ren. Dies best&auml;tigen russische Regierungskreise nach dem Treffen zwischen Kanzlerin Angela Merkel und Russlands Pr&auml;sident Wladimir Putin vom vergangenen Wochenende. Demnach wollen Russland, Deutschland, Frankreich und die T&uuml;rkei im Rahmen eines Abgleichs ihrer Interessen eine Grundlage f&uuml;r den Wiederaufbau Syriens schaffen. Nicht beteiligt sind die Vereinigten Staaten &ndash; zum ersten Mal seit 1945 bei einem strategisch bedeutenden Umbruch im Nahen und Mittleren Osten. Washington solle die gut 2.000 Soldaten, die es &ndash; ohne jegliche v&ouml;lkerrechtliche Grundlage &ndash; in den kurdisch kontrollierten Gebieten in Syriens Nordosten stationiert habe, nutzen, um Einfluss geltend zu machen, r&auml;t ein fr&uuml;herer britischer Au&szlig;enminister. V&ouml;llig unabh&auml;ngig davon wird damit gerechnet, dass China beim Wiederaufbau des Landes eine zentrale Rolle spielt. Berlin droht, Mittel f&uuml;r den Wiederaufbau zu verweigern, sollten seine politischen Interessen nicht ber&uuml;cksichtigt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7693\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>John Grisham entlarvt das US-Jobwunder<\/strong><br>\nStatistisch geht es dem US-Arbeitsmarkt blendend. Doch wer, wie John Grisham in seinem neuen Roman, genauer hinschaut, entdeckt eine andere Realit&auml;t.<br>\n4,1 Prozent Wirtschaftswachstum, monatlich 210.000 neue Jobs, Arbeitslosenquote mit 3,9 Prozent auf dem tiefsten Stand seit 2000, 2,7 Prozent mehr Lohn binnen Jahresfrist. Das sind die neuesten Meldungen aus den USA.<br>\nDass die Inflation im selben Zeitraum um 2,9 Prozent gestiegen, die Reall&ouml;hne somit leicht gesunken sind, war weder im offiziellen Pressekommuniqu&eacute; des Bureau of Labor Statistics noch in den Presseberichten zu lesen. Es h&auml;tte schlecht gepasst zu &Uuml;berschriften wie &bdquo;US-Arbeitsmarkt ist gut in Schwung&ldquo;.<br>\nWie mies es um diesen Markt steht, hat indessen der Krimiautor John Grisham in seinem wie immer gut recherchierten Roman &bdquo;The Rooster Bar&ldquo; aufgezeigt. Der gelernte Rechtsanwalt illustriert das am Beispiel der Juristen, die zu den bestbezahlten Berufsleuten in den USA geh&ouml;ren. Absolventen der Spitzenuniversit&auml;ten k&ouml;nnen mit Anfangssal&auml;ren von 175.000 Dollar rechnen. Entsprechend gro&szlig; ist der Andrang auf die Hochschulen, die den Weg zum Anwaltspatent ebnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2018\/08\/john-grisham-entlarvt-das-us-jobwunder\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Das Letzte: Das Venezuela Deutschlands<\/strong><br>\nTote kommen nicht unter die Erde, Geburtsurkunden dauern Monate, jeder Beh&ouml;rdengang ist eine Qual: Wer Sehnsucht nach einer linken Sammlungsbewegung hat, sollte sich den Alltag im rot-rot-gr&uuml;n regierten Berlin anschauen.<br>\nDit is Berlin, kann man sagen. Kein Personal f&uuml;r die Routinearbeit, aber sobald jemand ein b&ouml;ses Wort &uuml;ber ein Mitglied der Landesregierung verliert, steht ein halbes Einsatzkommando in der T&uuml;r. Dit is Berlin unter Rot-Rot-Gr&uuml;n, w&uuml;rde ich sagen. Eine gewisse Wurschtigkeit gepaart mit dem Hochmut der Metropole war der Stadt immer zu eigen. Die Mischung aus Inkompetenz, Hybris und Arroganz, die der Senat unter Michael M&uuml;ller an den Tag legt, ist allerdings einzigartig.<br>\nDer Kolumnist Harald Martenstein f&uuml;llt seine Kolumne im &ldquo;Tagesspiegel&rdquo; mittlerweile m&uuml;helos mit Begebenheiten aus dem Verwaltungsalltag. Manches ist so kurios, dass man es nur glaubt, weil es in der Zeitung steht. Um die chronischen Versp&auml;tungen bei der S-Bahn zu beheben, kamen die Verkehrsbetriebe auf die Idee, nicht mehr an jeder Haltestelle zu stoppen. Der Plan wurde erst nach Protesten aufgegeben. Die Bezirks&auml;mter schaffen es nicht, Geburtsurkunden zeitnah auszustellen, berichtet der Chronist, Tote d&uuml;rfen nicht unter die Erde, weil &Auml;mter &uuml;berlastet sind. Heiratswillige sollten ihr Vorhaben weit in die Zukunft legen. &hellip;<br>\nIch halte die Venezuelaisierung der deutschen Hauptstadt f&uuml;r ein politisch untersch&auml;tztes Thema. Es gibt ja nicht wenige, die Rot-Rot-Gr&uuml;n als Modell f&uuml;r ganz Deutschland empfehlen. Das Ehepaar Lafontaine\/Wagenknecht hat unter der &Uuml;berschrift &ldquo;Aufstehen!&rdquo; gerade eine neue Sammlungsbewegung ausgerufen, um wieder mehr Menschen f&uuml;r linke Politik zu begeistern. Angeblich haben sich binnen einer Woche schon mehr als 60.000 Leute als Unterst&uuml;tzer eingetragen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/berlin-das-venezuela-deutschlands-kolumne-a-1223458.html%20\">Jan Fleischhauer auf Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Eigentlich m&uuml;sste man inzwischen doch alle Unterstellungen, Diffamierungen und Beleidigungen bez&uuml;glich #Aufstehen und Sahra Wagenknecht durchhaben. Wir rekapitulieren, die geplante Sammlungsbewegung ist: links-national, national-sozial, populistisch, migrationskritisch, nationalistisch, rassistisch, islamophob, homophob, fremdenfeindlich, verschw&ouml;rungstheoretisch und nicht zu vergessen antisemitisch, &hellip;.<\/em><\/p>\n<p><em>Nun ist nach Fleischhauer Sahra Wagenknecht und #Aufstehen auch noch f&uuml;r das schlechte funktionieren der Berliner Stadtverwaltung zust&auml;ndig. Fleischhauer beschw&ouml;rt sogar Verh&auml;ltnisse &auml;hnlich den in Venezuela, wenn, ja, wenn was geschieht? Die Sammlungsbewegung Erfolg hat und es fertigbringt, dass die politischen Verantwortlichen sich daran erinnern, wer ihnen die Legitimation f&uuml;r ihre aktuelle Passivit&auml;t liefert. Erstaunlich, dass noch niemand die Sammlungsbewegung f&uuml;r den Klimawandel und die Hitzewelle oder die Ernteausf&auml;lle dieses Sommers verantwortlich gemacht hat. Aber das kommt vielleicht noch. Es ist zudem erstaunlich, wie hier die alten anti-kommunistischen Stereotype doch wieder aus der Mottenkiste geholt werden. Man f&uuml;hlt sich fast an die Propaganda des kalten Krieges erinnert: Freiheit statt Sozialismus.<\/em><\/p>\n<p><em>Die Idee, dass es unter einer rechts-neoliberalen Regierung in Venezuela besser laufen w&uuml;rde, ist nat&uuml;rlich verr&uuml;ckt. Der Blick nach Brasilien, nach dem kalten Putsch der alten Eliten gegen Pr&auml;sidentin Dilma Rousseff, zeigt, dass es f&uuml;r die alten Eliten mit der Umsetzung einer neoliberalen Politik erst einmal darum geht, sich selbst die Taschen weiter zu f&uuml;llen und die Verbesserungen, die unter der Pr&auml;sidentschaft Lulas und Rousseffs gerade f&uuml;r die Menschen unter prek&auml;ren Lebensverh&auml;ltnissen erreicht wurden, wieder zur&uuml;ck zunehmen. Aber dar&uuml;ber berichten die &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; lieber nicht. Ist es doch sch&ouml;ner, sich an den Verh&auml;ltnissen in Venezuela abzuarbeiten.<\/em><\/p>\n<p><em>Soll man &uuml;ber den absurden Furor der sich gegen #Aufstehen und dessen Protagonisten entfesselt, lachen oder entsetzt sein? Denn, was ist bisher passiert, es gibt eine Web-Seite und es haben nach eigenen Angaben mehr als 60.000 Menschen Interesse an der neuen Linken Sammlungsbewegung bekundet. Mehr ist bisher nicht geschehen und bereits jetzt trifft, man muss es so drastisch formulieren, der gesamte Hass der herrschenden Eliten diese Initiative. Das zeigt nur in welcher Furcht die deutsche Oligarchie lebt, dass die B&uuml;rger dieses Landes sich eines Tages die allt&auml;glichen Zumutungen und die politische Korruption der &ldquo;marktkonformen&rdquo; Demokratie nicht mehr l&auml;nger bieten lassen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Das Allerletzte: Es bewegt sich was<\/strong><br>\nDie Finanzkrise hat Griechenland ver&auml;ndert, meint Michael Lehmann. Gerettet ist das Land zwar noch lange nicht, dennoch gibt es positive Entwicklungen &ndash; und Anlass zu verhaltenem Optimismus.<br>\nNoch allerdings schl&auml;gt durchaus auch die Stunde der Optimisten. Sie sagen zu Recht, dass viel geschehen ist im Land. Es werden mehr Steuern bezahlt und diese auch mit h&auml;rteren Kontrollen eingetrieben. Es gibt ein leichtes Wirtschaftswachstum. Und die Bev&ouml;lkerung hat jahrelang bewiesen, dass sie auch bei heftigen K&uuml;rzungen und immer neuen Steuererh&ouml;hungen bereit ist, die Z&auml;hne zusammenzubei&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/kommentar\/griechenland-rettung-109.html%20\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Dieser Kommentar ist angesichts der himmelschreienden Not und Armut in Griechenland als Folge des neoliberalen Austerit&auml;tsdiktates an Zynismus und Menschenverachtung nicht zu &uuml;bertreffen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-45576","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/45576","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=45576"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/45576\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":45579,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/45576\/revisions\/45579"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=45576"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=45576"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=45576"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}