{"id":45611,"date":"2018-08-22T08:28:07","date_gmt":"2018-08-22T06:28:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45611"},"modified":"2018-08-22T08:28:07","modified_gmt":"2018-08-22T06:28:07","slug":"hinweise-des-tages-3188","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45611","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45611#h01\">D&uuml;stere Prophezeiung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45611#h02\">Einwurf: Scholz Rentenkonzept und die Unternehmenslobby<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45611#h03\">Signal f&uuml;r Lohndumping<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45611#h04\">Sozialer Arbeitsmarkt: Zentrales Erfolgskriterium ist laut IAB die Beschr&auml;nkung auf besonders arbeitsmarktferne Personen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45611#h05\">Vom unrentablen Menschen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45611#h06\">Blick in den Norden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45611#h07\">Gesch&auml;fte mit der Wasserknappheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45611#h08\">Der Bankautomat der Benettons<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45611#h09\">Israels Apartheid <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45611#h10\">Wiederaufbau in Syrien (II)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45611#h11\">&ldquo;Perser, Juden und Fliegen&rdquo; &ndash; vor 30 Jahren endete der erste Golfkrieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45611#h12\">Keine angenehme Wahl<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45611#h13\">Saudi-Arabien: Menschenrechtsaktivistin soll wegen friedlichem Protest &ouml;ffentlich gek&ouml;pft werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45611#h14\">Der 1%-Feminismus<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>D&uuml;stere Prophezeiung<\/strong><br>\nIm Sommer 2008 lag die Industrieproduktion in Griechenland bei einem Wert von 130, gemessen mit einem Index auf der Basis 2015 von 100. Im Sommer 2018, zum Abschluss der Programme, die Griechenland helfen sollten, hatte die Industrieproduktion den Wert 107 erreicht, nachdem sie zwischenzeitlich auf etwas unter 100 gefallen war. Der Umsatz des Einzelhandels lag 2008 bei 150 und liegt seit 2013 unver&auml;ndert bei 100. Die offizielle Arbeitslosenquote lag im Sommer 2008 bei sieben Prozent und liegt heute, zehn Jahre sp&auml;ter, bei 20 Prozent, nachdem sie zwischenzeitlich auf einen Wert von &uuml;ber 25 Prozent gestiegen war.<br>\n&raquo;Der Abschluss des Griechenland-Programms ist ein Erfolg. Die d&uuml;steren Prophezeiungen der Untergangspropheten sind nicht eingetreten. Das ist gut&laquo;, sagte der Bundesfinanzminister am Montag dem Handelsblatt. Was h&auml;tte eigentlich noch Schlimmeres passieren k&ouml;nnen? Ein Land hat drei&szlig;ig Prozent seiner Produktion, seines Einkommens und seiner Lebensgrundlage verloren. Zehn Jahre nach Beginn der Krise, f&uuml;nf Jahre nach Beginn der Intensivbehandlung gibt es kein Anzeichen daf&uuml;r, dass der Patient sich erholen k&ouml;nnte. Aber die behandelnden &Auml;rzte sagen, die Therapie sei erfolgreich gewesen, und es sei alles gut. [&hellip;] Nichts ist gut.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/338290.d%C3%BCstere-prophezeiung.html\">Heiner Flassbeck in junge Welt<\/a>\n<p><strong>dazu: Griechenland: Die Memoranden der Austerit&auml;t sind tot &hellip;<\/strong><br>\nMit dem 20. August endete f&uuml;r Griechenland das dritte Kreditprogramm der Institutionen. Theoretisch sollte sich das Land nun aus eigenen Mitteln finanzieren&hellip;<br>\nDie Kreditfinanzierung des Landes ist damit offiziell zu Ende. Die Austerit&auml;tspolitik ist es aber nicht. Diese gilt vertragsgem&auml;&szlig; noch bis mindestens 2060. Bis 2022 sind Prim&auml;r&uuml;bersch&uuml;sse des Staatshaushalts von mindestens 3,5 Prozent vorgeschrieben. Danach sind bis 2060 j&auml;hrlich mindestens 2,2 Prozent f&auml;llig. Die Staatsschulden m&uuml;ssen abgebaut werden. W&auml;hrend der Kreditprogramme stiegen sie weiter.<br>\n(&hellip;) Die Austerit&auml;t geht weiter<br>\nBereits jetzt wurden f&uuml;r Griechenland neue Rentenk&uuml;rzungen und Steuererh&ouml;hungen f&uuml;r die kommenden Jahre beschlossen und eingeplant. Insgesamt muss Griechenland von bis 2022 weitere 250 Ma&szlig;nahmen umsetzen. Ergo beginnt am 21. August die Periode des Metamemorandums. Denn bis 2060 steht das Land mit quartalsm&auml;&szlig;ig durchgef&uuml;hrten Inspektionen eng unter Beobachtung der Kreditgeber.<br>\n(&hellip;) Mehr als 5.000 sozial einschneidende Gesetze und Regelungen bleiben in Kraft. Sobald Griechenland von den Vorgaben des Prim&auml;r&uuml;berschusses abweicht oder davon abzuweichen droht, k&ouml;nnen die Kreditgeber weitere Ma&szlig;nahmen verordnen. Ebenfalls in Kraft bleiben trotz des Endes des Kreditprogramms die Kapitalverkehrskontrollen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Griechenland-Die-Memoranden-der-Austeritaet-sind-tot-4142239.html?seite=all\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Einwurf: Scholz Rentenkonzept und die Unternehmenslobby<\/strong><br>\nScholz Rentenkonzept wird heute auf den Titelseiten aller Zeitungen stehen. Die S&uuml;ddeutsche Zeitung schreibt auf Seite 1: &bdquo;Massive Kritik an SPD Rentenpl&auml;nen &ndash; Unfinanziert und unfair: F&uuml;hrende &Ouml;konomen sind dagegen, das heutige Rentenniveau bis 2040 zu garantieren&ldquo; (hier).<br>\nDie beiden &bdquo;f&uuml;hrenden &Ouml;konomen&ldquo;, die dann zu Wort kommen, sind jedoch beide mit der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) verbandelt. Diese von Unternehmen finanzierte Lobbyorganisation tritt massiv daf&uuml;r ein, den Sozialstaat weiter abzubauen und die Kosten f&uuml;r Unternehmen zu senken.<br>\nDie S&uuml;ddeutsche schreibt weiter:\n<blockquote><p>\n&bdquo;Forscher kritisieren den Vorsto&szlig; von Finanzminister Olaf Scholz (SPD), das heutige Rentenniveau dauerhaft zu garantieren. Die Standardrente bis 2040 bei 48 Prozent des Durchschnittslohns zu stabilisieren, sei &bdquo;unfinanzierbar und unfair gegen&uuml;ber den J&uuml;ngeren&ldquo;, sagte Bernd Raffelh&uuml;schen von der Universit&auml;t Freiburg der S&uuml;ddeutschen Zeitung.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Raffelh&uuml;schen ist &bdquo;Botschafter&ldquo; der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. Und Axel B&ouml;rsch-Supan, der sp&auml;ter im Artikel zu Wort kommt, ist Autor des &Ouml;konomenBlog der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) (hier und hier). Scheinbar war es f&uuml;r die S&uuml;ddeutsche zu schwer, neutrale Experten zu finden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/zebralogs.wordpress.com\/2018\/08\/21\/einwurf-scholz-rentenkonzept-und-die-unternehmenslobby\/\">Zebrablogs<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers E.W.:<\/strong> Unfassbar, die ber&uuml;hmt-ber&uuml;chtigten Privatversicherungslobbyisten Raffelh&uuml;schen und B&ouml;rsch-Supan werden auch <a href=\"https:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2018\/08\/21\/nachrichten_dlf_20180821_1000_777f671d.mp3\">in den Nachrichten des Deutschlandfunks (ab 2:20 min.)<\/a> als Forscher(!) und Wissenschaftler angef&uuml;hrt. Die altbekannten Versicherungs-Seilschaften heulen wieder auf und die Leit(d)-Medien machen auf breiter Front unkritisch den Lautsprecher! Soviel zur Pressefreiheit und journalistischer Viel-\/Sorgfalt unserer Qualit&auml;tsmedien. Kein Wort &uuml;ber echte Finanzierungsalternativen wie die massive Erh&ouml;hung der Beitragsbemessungsgrenzen, Einbeziehung von allen Einkommensarten in die Rentenversicherung bei einer gleichzeitigen Deckelung des Rentenanspruchs. Die RV ist schlie&szlig;lich eine Sozialversicherung und keine Kapitalanlage. Wer den Suchbegriff &lsquo;Raffelh&uuml;schen&rsquo; bei der S&uuml;ddeutschen Zeitung eingibt, findet eine Vielzahl von Erw&auml;hnungen dieses &lsquo;Wissenschaftlers&rsquo;.<\/em><\/p>\n<div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180822-hdt-01.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180822-hdt-01-small.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><span><\/span><\/div>\n<p><strong>dazu: Rentengarantie ist richtig<\/strong><br>\nZum Vorschlag von Bundesfinanzminister Olaf Scholz, das Rentenniveau bis 2040 zu garantieren, sagte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach am Montag:<br>\n&bdquo;Das Rentenniveau bis 2040 zu garantieren und ausk&ouml;mmlich zu finanzieren ist die richtige Antwort auf die berechtigte Sorge vieler Besch&auml;ftigter, im Alter nicht &uuml;ber die Runden zu kommen. Der DGB fordert dies schon lange.<br>\nDer DGB begr&uuml;&szlig;t ausdr&uuml;cklich eine Stabilisierung des Rentenniveaus &uuml;ber das im Koalitionsvertrag genannte Jahr 2025 hinaus. Die gesetzliche Rentenversicherung ist nach wie vor f&uuml;r die allermeisten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die zentrale S&auml;ule ihrer Altersversorgung; das politische Abenteuer aus dem Jahr 2001, die Alterssicherung teilweise zu privatisieren, ist krachend gescheitert.<br>\nAnstatt im privaten Versicherungsmarkt weiter Steuermittel zu versenken, sollte mithilfe von Bundesmitteln das gesetzliche Rentenniveau auf mindestens 48 Prozent stabilisiert und im weiteren Schritt dauerhaft auf 50 Prozent angehoben werden. Um Altersarmut effektiv zu vermeiden, m&uuml;ssen zudem Rentenanspr&uuml;che bei geringen L&ouml;hnen aufgewertet werden. Die konkreten Finanzierungswege eines garantierten Rentenniveaus sollte die Rentenkommission der Bundesregierung erarbeiten und diskutieren.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/presse\/++co++3301870a-a474-11e8-950b-52540088cada\">DGB<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Der DGB wie auch der Autor eines <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/sebastianpuschner\/die-rente-kann-sicher-sein\">Beitrages im Freitag<\/a> (&bdquo;Aber immerhin: der Bundesfinanzminister hat die Vorsorge f&uuml;r das Leben nach der Erwerbsarbeit als eine politische Frage und Aufgabe benannt.&ldquo;) loben den Bundesfinanzminister f&uuml;r seinen Vorsto&szlig;, sich wenigstens f&uuml;r ein stabiles Rentenniveau einzusetzen. Das Lob hat Scholz nicht verdient. Das Ganze kann ja zwischen Union und SPD auch abgesprochen sein. Scholz wei&szlig; ja schlie&szlig;lich, dass es die Rentenkommission gibt, die sein Kollege Hubertus Heil j&uuml;ngst erst eingesetzt hatte. Dort sitzt &uuml;brigens auch Axel B&ouml;rsch-Supan, der sich zusammen mit Raffelh&uuml;schen in der <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/sozialpolitik-massive-kritik-an-spd-rentenplaenen-1.4097726\">S&uuml;ddeutschen<\/a> zum Vorschlag von Scholz &auml;u&szlig;erte. <\/em><\/p>\n<p><em>Wie wird es also laufen? So wie immer vermutlich. Scholz und Co werden ihrer Partei, die sich ja erneuern will, irgendwann sagen, wir wollten ja, aber mit der Union war leider nicht mehr drin. Einen ersten Hinweis darauf gibt es aktuell. Heute sollte das Bundeskabinett das Rentenpaket von Hubertus Heil verabschieden. Laut <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/hubertus-heil-wirft-cdu-csu-renten-blockade-vor-a-1224260.html\">Spiegel<\/a> wird daraus aber nichts. Grund: &ldquo;Das muss man die Union fragen.&rdquo; <\/em><\/p>\n<p><em>Es ist das altbekannte Spiel zwischen Union und SPD, das Gegens&auml;tze nur vort&auml;uschen soll. Denn beide Seiten arbeiten doch weiter an einer Schw&auml;chung der gesetzlichen Rentenversicherung, indem sie den Ausbau der privaten Altersvorsorge im Rahmen des Drei-S&auml;ulen-Modells ausdr&uuml;cklich begr&uuml;&szlig;en.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Signal f&uuml;r Lohndumping<\/strong><br>\nFDP-Bundestagsfraktion stellt Positionspapier zum Einwanderungsgesetz vor. Niedriglohnsektor soll f&uuml;r Zuwanderung ge&ouml;ffnet werden<br>\nDie Diskussion um das geplante Einwanderungsgesetz nimmt Fahrt auf. Die FDP war in der Sommerpause flei&szlig;ig und konkretisiert nun ihre Position. Der arbeitsmarktpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Johannes Vogel, und der stellvertretende Fraktionsvorsitzende, Stephan Thomae, traten am Dienstag im Bundestag mit einer Extraportion Phrasen im Gep&auml;ck &ndash; &raquo;Wir stehen im weltweiten Wettbewerb um kluge K&ouml;pfe!&laquo; &ndash; vor die Presse, um ein einschl&auml;giges Positionspapier vorzustellen.<br>\nDas in der vergangenen Woche bekannt gewordene Eckpunktepapier von Innenminister Horst Seehofer (CSU) &ndash; von Kapitallobbyisten wie dem DIHK-Pr&auml;sidenten Eric Schweitzer noch am Freitag als &raquo;positives Signal&laquo; gelobt &ndash; gef&auml;llt den Liberalen nicht: Das Konzept des Ministers sei erkennbar &raquo;&uuml;berhastet&laquo; zusammengestellt worden und inhaltlich &raquo;erschreckend kleingeistig&laquo;. Vogel fordert einen vollst&auml;ndigen &raquo;Systemwechsel&laquo;. Er l&auml;sst keinen Zweifel daran, in welche Richtung der erfolgen soll: Es sei wichtig, die Einwanderung in den Arbeitsmarkt wieder st&auml;rker &raquo;in den Mittelpunkt der migrationspolitischen Debatte zu r&uuml;cken&laquo;. Dass nur zehn Prozent der Aufenthaltstitel in der Bundesrepublik einen Erwerbsbezug h&auml;tten, sei deutlich zu wenig &ndash; verglichen mit &raquo;modernen Einwanderungsl&auml;ndern&laquo; wie Kanada, Australien und Neuseeland. Das neue Einwanderungsgesetz m&uuml;sse, hei&szlig;t es in dem Papier, &raquo;Signal und Aush&auml;ngeschild&laquo; sein.<br>\nDas Positionspapier der FDP konzentriert sich auf die Einwanderung in den Arbeitsmarkt und klammert die beiden anderen &raquo;T&uuml;ren&laquo; (Thomae) &ndash; Flucht und Asyl &ndash; weitgehend aus. Die Autoren behaupten, dass der demographische Wandel und das Fachkr&auml;fteproblem ohne eine aus nichteurop&auml;ischen L&auml;ndern kommende Einwanderung in den Arbeitsmarkt nicht zu meistern sein werden. Die Binnenwanderung von Arbeitskr&auml;ften innerhalb der EU sei zwar n&uuml;tzlich und &uuml;berhaupt eine der &raquo;gr&ouml;&szlig;ten Errungenschaften&laquo;, reiche aber nicht mehr aus. Fast bedauernd hei&szlig;t es: &raquo;In den Mitgliedstaaten der EU verbessert sich jedoch zunehmend die wirtschaftliche Lage und macht eine Erwerbsaufnahme in Deutschland immer weniger attraktiv.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/338341.einwanderungsgesetz-signal-f%C3%BCr-lohndumping.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers P.P.:<\/strong> Ein Einwanderungsgesetz gibt es schon und nennt sich &ldquo;Blue Card&rdquo;. Und wie kann es sein, dass unter den ein bis zwei Millionen noch immer nicht die gew&uuml;nschten Fachkr&auml;fte dabei sind? Am Anfang hie&szlig; es doch immer das sind schon alles Raketenwissenschaftler, &Auml;rzte und Ingenieure.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Sozialer Arbeitsmarkt: Zentrales Erfolgskriterium ist laut IAB die Beschr&auml;nkung auf besonders arbeitsmarktferne Personen<\/strong><br>\nDie IAB-Studie untersucht, welche Eigenschaften die m&ouml;gliche Zielgruppe f&uuml;r den Sozialen Arbeitsmarkt charakterisieren. Entscheidend seien dabei insbesondere Kriterien wie die Dauer des Arbeitslosengeld-II-Leistungsbezugs, die Dauer von Besch&auml;ftigungsepisoden und das Lebensalter. Im Regelfall sind die Personen, die f&uuml;r eine F&ouml;rderung in Betracht kommen, &auml;lter als 44 Jahre.<br>\nBei einer sehr strengen Eingrenzung der Zielgruppe, die die f&uuml;nf Prozent der Arbeitslosengeld-II-Empf&auml;nger mit den geringsten Arbeitsmarktchancen umfasst, k&auml;men rund 114.000 Personen f&uuml;r den Sozialen Arbeitsmarkt in Frage. Allerdings erh&ouml;hen so strenge Zugangskriterien das Risiko, dass Personen vom Sozialen Arbeitsmarkt ausgeschlossen werden, obwohl sie ebenfalls kaum Besch&auml;ftigungschancen haben. Wenn man dieses Risiko verkleinern will, m&uuml;sse man die zehn oder 15 Prozent der Arbeitslosengeld-II-Empf&auml;nger mit den geringsten Arbeitsmarktchancen betrachten.<br>\nEntscheidend m&uuml;sse am Ende immer die Prognose der Fachkr&auml;fte in den Jobcentern sein, ob tats&auml;chlich keine realistische Chance auf eine regul&auml;re Besch&auml;ftigung bestehe, erkl&auml;rt das IAB. Wenn diese doch bestehe, seien immer andere arbeitsmarktpolitische Instrumente vorzuziehen &ndash; beispielsweise ausbildungsunterst&uuml;tzende Ma&szlig;nahmen, die F&ouml;rderung der beruflichen Weiterbildung oder Eingliederungszusch&uuml;sse. Durch die Teilnahme am Sozialen Arbeitsmarkt k&ouml;nnte f&auml;lschlich Zugewiesenen, die vergleichsweise arbeitsmarktnah sind, der &Uuml;bergang in den allgemeinen Arbeitsmarkt erschwert werden. Eine solche Fehlzuweisung w&auml;re mit hohen Kosten verbunden und w&uuml;rde den Betroffenen unterm Strich eher schaden als nutzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.iab.de\/de\/informationsservice\/presse\/presseinformationen\/kb2018.aspx\">IAB<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die komplette IAB-Studie k&ouml;nnen Sie <a href=\"http:\/\/doku.iab.de\/kurzber\/2018\/kb2018.pdf\">hier nachlesen<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Vom unrentablen Menschen<\/strong><br>\nDer Neofaschismus ist in Europas Regierungen angekommen. Die Konsequenzen insbesondere f&uuml;r Gefl&uuml;chtete und Minderheiten sind m&ouml;rderisch<br>\n(&hellip;) Kurz: &raquo;Es gibt soziale Spaltung nicht nur zwischen immer weniger Gewinnern und immer mehr Verlierern, sondern auch unter den Verlierern selbst. Noch-Besch&auml;ftigte und Arbeitslose, Frauen und M&auml;nner, Junge und Alte, prospektive Erben und Kinder von Verm&ouml;genslosen, Gesunde und Kranke, Nichtbehinderte und Behinderte, Inl&auml;nder und Ausl&auml;nder stehen gerade auf Armutsniveau einander gegen&uuml;ber; und es geht darum, &rsaquo;f&uuml;r wen es noch reicht.&lsaquo;&laquo;<br>\nUnd es geht auch darum, wer &raquo;noch dazugeh&ouml;rt&laquo;. Wer einen Ausweis bekommt und wer bleiben darf. &hellip;Gleichwohl haben sich die bedrohten Minderheiten einem System zu f&uuml;gen, das ihnen eben diesen Schutz mehr und mehr verweigert und sie stattdessen in einen Konkurrenzkampf unter ihresgleichen treibt.<br>\nNoch einmal Robert Kurz: &raquo;Mitten in den Demokratien findet eine strukturelle Entzivilisierung und Enthumanisierung statt, die man bisher weit drau&szlig;en in der sowieso schon gro&szlig;enteils abgeschriebenen Peripherie des Weltmarkts w&auml;hnte (&hellip;). Unter diesen Bedingungen befinden sich die klassischen Krisenreaktionen und Krisenideologien des Sexismus, Rassismus und Antisemitismus weltweit im Vormarsch, quer durch alle sozialen Schichten (&hellip;). &rsaquo;Survival of the fittest&lsaquo; ist als gar nicht mehr klammheimliche Parole wieder angesagt. Die zugrundeliegende Logik besagt, dass nicht das zum Naturgesetz erkl&auml;rte warenproduzierende Patriarchat zur Disposition steht, sondern das Lebensrecht und das Lebensinteresse der unrentablen Menschen.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/338373.minderheiten-vom-unrentablen-menschen.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Blick in den Norden<\/strong><br>\nNorwegen hat sich zweimal per Referendum gegen einen EU-Beitritt entschieden. Heute steht das Land an der Spitze der weltweiten Wohlstandsskala. Welche R&uuml;ckschl&uuml;sse lassen sich daraus f&uuml;r den Brexit ziehen?<br>\nIm &ouml;konomischen und politischen Mainstream der Rest-EU ist das Brexit-Votum schlicht irrational. Die immer wieder angef&uuml;hrten Folgeabsch&auml;tzungen gehen von einem Verlust an Wirtschaftskraft aus. Der Austritt der Briten bringe sie selbst um einen guten Teil ihres Wohlstands &ndash; die Szenarien reichen von einem kr&auml;ftigen, aber verkraftbaren R&uuml;ckgang bis zum regelrechten Kollaps der britischen Volkswirtschaft.<br>\nEin Blick nach Schweden zeigt, wie herausfordernd die EU-Regeln f&uuml;r gro&szlig;z&uuml;gige Wohlfahrtsstaaten und Volkswirtschaften mit einem breiten &ouml;ffentlichen Sektor sind. Bis zum EU-Beitritt galt das Land als Idealtyp des skandinavischen Wohlfahrtsmodells: hohe und gleichm&auml;&szlig;ige Verteilung der Einkommen, ein breiter &ouml;ffentlicher Sektor, eine starke Umverteilung durch Steuer- und Sozialpolitik etc. Doch seither hatte die EU mehr Einfluss auf Schweden genommen als umgekehrt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2018\/08\/blick-in-den-norden\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Gesch&auml;fte mit der Wasserknappheit<\/strong><br>\nLaut den UN haben weltweit rund 750 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Mit der wachsenden Weltbev&ouml;lkerung und den zunehmenden D&uuml;rreperioden wegen des Klimawandels d&uuml;rfte sich die Wassernot noch versch&auml;rfen.<br>\nWassernotstand selbst in Deutschland<br>\nSelbst im eigentlich wasserreichen Westeuropa hat der &ldquo;D&uuml;rresommer&rdquo; Spuren hinterlassen. In Deutschland trocknen Fl&uuml;sse aus, manche Landkreise haben der Bev&ouml;lkerung verboten, Wasser von dort zu entnehmen. In ein paar Kommunen wurde sogar der Notstand ausgerufen. Das Vogelsberg-St&auml;dtchen Ulrichstein muss Tanklaster einsetzen, um die Einwohner mit ausreichend Trinkwasser zu versorgen.<br>\nIn dem beschaulichen Kur&ouml;rtchen Vittel in den franz&ouml;sischen Vogesen ist die Lage besonders angespannt. Die B&uuml;rger liefern sich einen Kampf mit dem Mineralwasser-Konzern Nestl&eacute; Waters um ihr Wasser. K&uuml;nftig sollen die 5000 Einwohner von Vittel &uuml;ber eine Pipeline mit Trinkwasser aus 15 Kilometer Entfernung versorgt werden, weil der Grundwasserspiegel j&auml;hrlich um 30 Zentimeter sinkt. Nestl&eacute; Waters kann hingegen weiter rund 750 Millionen Liter Wasser j&auml;hrlich aus dem Boden von Vittel sch&ouml;pfen.<br>\n(&hellip;) Tats&auml;chlich sprudelt das Mineralwasser-Gesch&auml;ft so kr&auml;ftig wie nie. In Deutschland stieg zuletzt die Mineralwasserproduktion auf ein Rekordniveau. Und in Schwellenl&auml;ndern boomt die Nachfrage nach in Flaschen gef&uuml;lltes Trinkwasser, weil viele St&auml;dte keine ausreichende kommunale Wasserinfrastruktur besitzen. Nestl&eacute; mit den Marken Vittel und San Pellegrino, Coca-Cola mit Vio sowie Danone mit Volvic und Hayat liefern sich hier einen Kampf um den Durst der Asiaten und S&uuml;damerikaner.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/boerse\/wasserknappheit-nestle-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Der Bankautomat der Benettons<\/strong><br>\nDer Unternehmerdynastie Benetton geh&ouml;ren wesentliche Anteile der Betreibergesellschaft der eingest&uuml;rzten Br&uuml;cke in Genua. Die Pflege der Autobahn wurde &uuml;ber Jahre systematisch vernachl&auml;ssigt. Doch weil die Familie politisch gut vernetzt ist, schweigen die Medien das Thema tot &ndash; auch die deutschen [&hellip;]<br>\nDer Geschwindigkeitsspezialpreis geht an die FAZ, die schon am Tag des Ungl&uuml;cks nicht nur wusste, dass die Br&uuml;cke immer schon ein sensibler Patient gewesen sei &ndash; sondern auch, dass der Zusammenbruch letztlich die Schuld der F&uuml;nfsterne-Bewegung sei, bekannt f&uuml;r ihre Blockade gro&szlig;er Infrastrukturprojekte.<br>\nDa wollte sich der Spiegel auch nicht lumpen lassen und verk&uuml;ndete, dass &bdquo;Populisten nicht schweigen k&ouml;nnen, weshalb sie Schuldige erst aus- und dann niedermachen&ldquo; m&uuml;ssen. Nachgelegt wurde mit &bdquo;Warum Italiens Regierung den Benetton-Clan anprangert.&ldquo;<br>\nAllerdings wurde dabei die nicht ganz unwesentliche Information unterschlagen, dass die Benettons von Jahr zu Jahr weniger in den Erhalt der von ihnen betriebenen Autobahnen investierten &ndash; und dass der Bau der Gronda, der alternativen Autobahntrasse, die von den F&uuml;nfsternen in Genua kritisiert worden war, ein weiteres Projekt der Benettons ist. Der damalige Verkehrsminister Delrio versprach der Unternehmerdynastie im Gegenzug, ihren Vertrag f&uuml;r das Betreiben der italienischen Autobahn bis 2042 zu verl&auml;ngern, inklusive einer Zahlung von sechs Milliarden Euro f&uuml;r den Fall, dass andere Unternehmen an ihre Stelle tr&auml;ten. Angesichts solch rosiger Vertragsbedingungen hat man nat&uuml;rlich wenig Interesse am Erhalt einer alten Br&uuml;cke.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/aussenpolitik\/genua-morandi-bruecke-lega-nord-fuenf-sterne-bewegung-forza-italia-benetton\">Petra Reski im Cicero<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Israels Apartheid<\/strong><br>\nSogar Staatspr&auml;sident Reuven Rivlin und Generalstaatsanwalt Avichai Mandelblit hatten protestiert. Dazu die Vertreter der arabischen B&uuml;rger Israels, etwa 20 Prozent der Bev&ouml;lkerung, Sprecher b&uuml;rgerlicher Parteien, die Friedensbewegung, Menschenrechtler, die Kommunistische Partei, die Homosexuellen, prominente Vertreter zahlreicher anderer Minderheiten &ndash; sie und viele mehr hatten gefordert, das h&ouml;chst umstrittene rassistische Nationalit&auml;tengesetz zur&uuml;ckzuziehen. Doch Ministerpr&auml;sident Benjamin Netanjahu dr&uuml;ckte es mit der knappen Mehrheit von 62 der 120 Abgeordneten durch die Knesset.<br>\nStaatspr&auml;sident Rivlin beklagte zusammen mit Menschenrechtsorganisationen &raquo;Diskriminierung&laquo; von Muslimen sowie den Ausschluss von B&uuml;rgern &raquo;auf der Basis ihrer ethnischen Herkunft&laquo;. Parlamentsabgeordnete mit arabischen Wurzeln verurteilten das Gesetzeswerk als &raquo;Apartheidgesetz&laquo;. Ayman Odeh, der Vorsitzende der Liste arabischer Abgeordneter, sprach von einem Akt &raquo;j&uuml;discher Vormacht&laquo;, der arabische Israelis zu &raquo;B&uuml;rgern zweiter Klasse&laquo; mache.<br>\nLaut dem Zentrum f&uuml;r arabische Minderheiten in Israel enth&auml;lt das Gesetz wesentliche Elemente der Apartheid, was international verboten sei, darunter den Paragrafen: &raquo;Der Staat sieht die Entwicklung j&uuml;discher Gemeinden als nationalen Wert an und wird diese ermutigen und f&ouml;rdern.&laquo; Das Gesetz verankere die Identit&auml;t des Landes als ausschlie&szlig;lich j&uuml;disch &ndash; trotz seiner 1,5 Millionen pal&auml;stinensischer B&uuml;rger. Das Nationalit&auml;tengesetz, das Hebr&auml;isch statt der bisherigen Zweisprachigkeit als offizielle Landessprache sowie ein &raquo;vereintes Jerusalem&laquo; als Hauptstadt festlegt, definiert Israel als nationale Heimstatt des j&uuml;dischen Volkes. Es wird Teil des israelischen Grundgesetzes, das praktisch als Verfassung fungiert.<br>\n(&hellip;) Als EU-Vertreter Emanuele Giaufret gegen&uuml;ber Abgeordneten der Knesset nur andeutete, das Gesetz &raquo;rieche nach Rassismus&laquo;, erteilte ihm der Ministerpr&auml;sident eine R&uuml;ge. Denn, so Netanjahu, &raquo;im Nahen Osten ist es nur Israel, das die Rechte aller B&uuml;rger respektiert&laquo;.<br>\n(&hellip;) Erst im M&auml;rz hatten die Vereinten Nationen (VN) eine Untersuchung zweier US-Wissenschaftler ver&ouml;ffentlicht, die Israel der Ver&uuml;bung internationaler Apartheid-Verbrechen f&uuml;r schuldig erkl&auml;rte. Israels &raquo;Politik, Methoden und Ma&szlig;nahmen schaffen ein System rassischer Diskriminierung, die den regionalen Frieden und die Sicherheit der Region bedrohen&laquo;, hei&szlig;t es dort. Mitautorin Virginia Tilley erkl&auml;rte: &raquo;Wir reden nicht l&auml;nger vom Risiko der Apartheid, sondern von der Anwendung von Apartheid.&laquo;<br>\nVereinten Nationen h&auml;tten ihr Dokument nicht unter dem Druck der USA und Israels zur&uuml;ckziehen sollen. Die Verabschiedung des Nationalit&auml;tengesetzes best&auml;tigt: Der VN-Bericht stimmte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ossietzky.net\/15-2018&amp;textfile=4457%20\">Ossietzky<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wiederaufbau in Syrien (II)<\/strong><br>\nDeutschland soll einer exklusiven Gruppe aus vier Staaten zur &ldquo;Stabilisierung&rdquo; Syriens angeh&ouml;ren. Dies best&auml;tigen russische Regierungskreise nach dem Treffen zwischen Kanzlerin Angela Merkel und Russlands Pr&auml;sident Wladimir Putin vom vergangenen Wochenende. Demnach wollen Russland, Deutschland, Frankreich und die T&uuml;rkei im Rahmen eines Abgleichs ihrer Interessen eine Grundlage f&uuml;r den Wiederaufbau Syriens schaffen. Nicht beteiligt sind die Vereinigten Staaten &ndash; zum ersten Mal seit 1945 bei einem strategisch bedeutenden Umbruch im Nahen und Mittleren Osten. Washington solle die gut 2.000 Soldaten, die es &ndash; ohne jegliche v&ouml;lkerrechtliche Grundlage &ndash; in den kurdisch kontrollierten Gebieten in Syriens Nordosten stationiert habe, nutzen, um Einfluss geltend zu machen, r&auml;t ein fr&uuml;herer britischer Au&szlig;enminister. V&ouml;llig unabh&auml;ngig davon wird damit gerechnet, dass China beim Wiederaufbau des Landes eine zentrale Rolle spielt. Berlin droht, Mittel f&uuml;r den Wiederaufbau zu verweigern, sollten seine politischen Interessen nicht ber&uuml;cksichtigt werden. (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7693\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&ldquo;Perser, Juden und Fliegen&rdquo; &ndash; vor 30 Jahren endete der erste Golfkrieg<\/strong><br>\n(&hellip;) USA und die Sowjetunion unterst&uuml;tzen Saddam Hussein<br>\nAuf jeden Fall war Saddam Hussein der Aggressor, der den Iran &uuml;berfiel und wurde daf&uuml;r von einem betr&auml;chtlichen Anteil der Welt&ouml;ffentlichkeit belohnt, in Form von massiven Waffenlieferungen aus den R&uuml;stungsschmieden des damaligen West-und Ostblocks. Der Irak wurde ab 1980 mit Panzern, Artillerie und anderem Kriegsger&auml;t &uuml;bersch&uuml;ttet wie heute Saudi-Arabien vom Westen.<br>\nSo wie heute Saudi-Arabien den Jemen mit diesen Waffen bombardiert und schreckliche Menschenrechtsverletzungen begeht, besetzte der irakische Diktator 1990 mit eben diesen Waffen Kuweit, was daraus schlie&szlig;en l&auml;sst, dass der Westen nichts dazu gelernt hat.<br>\n(&hellip;) Die iranische Gegenoffensive<br>\nDie Iraner vertrieben die Iraker aus ihrem Land und stie&szlig;en ihrerseits auf das Territorium des Feindes vor, wobei sie beinahe die lebenswichtige Verkehrsachse zwischen Bagdad und Basra durchtrennten&hellip;.<br>\nSaddam Hussein schwadronierte damals sogar &ouml;ffentlich von den drei Plagen, die Allah h&auml;tte nicht erschaffen sollen &ndash; n&auml;mlich &ldquo;Perser, Juden und Fliegen!&rdquo;<br>\nZu jenem Zeitpunkt tauchte ein Staatsekret&auml;r aus dem Verteidigungsministerium in Washington in Bagdad auf, ein gewisser Donald Rumsfeld, um dort in gel&ouml;ster Stimmung mit Saddam Hussein verst&auml;rkte Abwehrma&szlig;nahmen gegen die unerwartete iranische Offensivkraft einzuleiten.<br>\n(&hellip;) 1983 konnte aber noch niemand ahnen, welch unglaublichen Kriegsverbrechen, ja welch Bruch des V&ouml;lkerrechts, sich Saddam Hussein wenig sp&auml;ter schuldig machen w&uuml;rde, mit Duldung seiner ausl&auml;ndischen G&ouml;nner. Die Rede ist von dem Einsatz von Giftgas, welcher eine ganze Generation iranischer Kindersoldaten zum Opfer fiel und den Iran traumatisierte.<br>\nIm Westen wie im Osten h&uuml;llte man sich in Schweigen, denn zu tief waren beide Seiten in die verbrecherischen Waffengesch&auml;fte verstrickt.<br>\n(&hellip;) Genau heute, vor 30 Jahren, am 20. August 1988, trat ein von der UNO vermittelter Waffenstillstand in Kraft. Damit ging einer der l&auml;ngsten und blutigsten Kriege in der zweiten H&auml;lfte des 20. Jahrhunderts zu Ende. Saddam Hussein hatte seine Schuldigkeit getan und die USA ihr Ziel erreicht, n&auml;mlich die beiden potentiell m&auml;chtigsten Staaten der Region zu schw&auml;chen&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Perser-Juden-und-Fliegen-vor-30-Jahren-endete-der-erste-Golfkrieg-4141943.html?seite=all\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Keine angenehme Wahl<\/strong><br>\nDie &raquo;Reformer&laquo; in der CSSR wollten den Sozialismus &uuml;berwinden. Das milit&auml;rische Eingreifen der UdSSR und ihrer Verb&uuml;ndeten am 21. August 1968 war der Versuch, einer Konterrevolution zuvorzukommen<br>\nUnerm&uuml;dlich wird seit 1968 die These kolportiert, dass der in der zweiten H&auml;lfte der 1960er Jahre sich anbahnende internationale Entspannungsprozess durch die milit&auml;rische Intervention der Staaten des Warschauer Vertrags am 21. August 1968 in der CSSR einen R&uuml;ckschlag erlitten habe. Wenn man von der anf&auml;nglichen, zweifellos eingetretenen Schockwirkung auf die internationalen Beziehungen absieht, die das milit&auml;rische Eingreifen ausgel&ouml;st haben mag, legt allein die Kontinuit&auml;t der Verhandlungen zwischen Ost und West &ndash; angefangen vom sogenannten Bahr-Papier &uuml;ber die KSZE-Verhandlungen bis zur Unterzeichnung der Schlussakte von Helsinki 1975 &ndash; gegenteilige Schlussfolgerungen nahe. Die Klarstellung des damaligen internationalen Kr&auml;fteverh&auml;ltnisses in der Ost-West-Auseinandersetzung hat offenbar dazu gef&uuml;hrt, dass Illusionen innerhalb der NATO auch als solche erkannt wurden, und trug dazu bei, sich auf westlicher Seite friedlicher Kooperation nicht weiter zu verschlie&szlig;en.<br>\nDie gew&ouml;hnlich gut informierten Zeitungen Sunday Times und Washington Post wussten im August 1968 zu berichten: Von der CIA und dem BND gesteuerte Agenten sollen bei der Einrichtung subversiver Klubs und Vereine in der Tschechoslowakei ab dem Februar 1968 eine entscheidende Rolle gespielt haben. Monatelang seien speziell ausgebildete Geheimdienstleute besch&auml;ftigt gewesen, Schwachstellen zu ermitteln, die f&uuml;r Aktionen psychologischer Kriegf&uuml;hrung geeignet gewesen w&auml;ren. Es seien Pl&auml;ne f&uuml;r kriegerische Auseinandersetzungen erarbeitet worden, Provokationen sollten den Vorwand f&uuml;r eine Intervention der NATO liefern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/338250.50-jahre-prager-fr%C3%BChling-keine-angenehme-wahl.html%20\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WM:<\/strong> Es ist kaum vorstellbar, dass &bdquo;der Westen&ldquo; keine Kontakte zu den Aufst&auml;ndischen in der CSSR gehabt haben sollte. Und nat&uuml;rlich hat der Westen alles unternommen, um den Aufstand zu unterst&uuml;tzen, nicht der Freiheit wegen, sondern um Unruhe im &bdquo;sozialistischen Lager&ldquo; zu stiften. Trotzdem war der Prager Fr&uuml;hling eine fortschrittliche Bewegung gegen die stalinistische Vorherrschaft. War sie wirklich eine Gefahr f&uuml;r die Stabilit&auml;t im Ostblock? Und w&auml;re es nicht von Anfang an besser gewesen, die Arbeiter im gesamten Ostblock an politischen und wirtschaftlichen Entscheidungen zu beteiligen anstatt sie von oben herab zu &bdquo;lenken&ldquo;. H&auml;tte es nicht zu einem Arbeiterstaat gepasst, wenn die Arbeiter dort auch etwas zu sagen gehabt h&auml;tten? Poltische Beteiligung an den Entscheidungsprozessen im Arbeiterstaat h&auml;tten den Zusammenbruch des real existierenden Sozialismus vermeiden k&ouml;nnen. Inwieweit die Bewegung sich vom Westen instrumentalisieren lie&szlig;en, muss wahrscheinlich noch weiter erforscht werden. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Saudi-Arabien: Menschenrechtsaktivistin soll wegen friedlichem Protest &ouml;ffentlich gek&ouml;pft werden<\/strong><br>\nDer saudische Kronprinz Mohammad bin Salman stellt sich gerne als Reformer Saudi-Arabiens dar. J&uuml;ngst wurde es Frauen dort erlaubt, einen F&uuml;hrerschein zu erwerben und sich selbst ans Steuer zu setzen, und es gibt wieder Kinos im Land. Auch die staatlichen Deradikalisierungsprogramme h&auml;tten den Nachwuchs f&uuml;r terroristische Gruppen deutlich zur&uuml;ckgehen lassen. Die von der westlichen Presse gepriesene Reform ist Kritikern zufolge aber nur vordergr&uuml;ndig. Im Land regiere weiterhin der Wahhabismus, eine besonders strenge und radikale Form des Islam. Personen, die f&uuml;r die Gleichberechtigung und Meinungsfreiheit k&auml;mpfen, sitzen demnach hinter Gittern. Daf&uuml;r reiche schon die Teilnahme an einer Demonstration. [&hellip;]<br>\nWie die Europ&auml;isch-Saudische Organisation f&uuml;r Menschenrechte (ESHR) berichtet, warten derzeit 51 Menschen in Saudi-Arabien auf ihre Hinrichtung. Acht davon seien bei der Tat minderj&auml;hrig gewesen. Ihre Vergehen seien die Teilnahme an Demonstrationen und das Rufen von Anti-Regierungs-Slogans gewesen.<br>\nF&uuml;r 31 von ihnen k&ouml;nnte das Leben bald mit einem j&auml;hen Schlag zu Ende sein, denn das Oberste Gericht Saudi-Arabiens best&auml;tigte bereits ihr Todesurteil. Im standardisierten Exekutionsverfahren ist die Unterschrift des K&ouml;nigs der letzte Schritt vor der Vollstreckung des Urteils. Die Verfahren, so die Organisation, seien meist unfair. Die Kontrolle &uuml;ber das Gericht obliegt dem K&ouml;nig. [&hellip;]<br>\nNach der Volksrepublik China und dem Iran nimmt Saudi-Arabien die drittgr&ouml;&szlig;te Anzahl an Exekutionen weltweit vor. Im letzten Jahr wurden 150 Menschen exekutiert. Dieses Jahr k&ouml;nnte das Land einen neuen Rekord aufstellen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/der-nahe-osten\/74819-saudi-arabien-menschenrechtsaktivistin-soll-hingerichtet\/%20\">RT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WM:<\/strong> Soweit zu Saudi-Arabien, dem Verb&uuml;ndeten des Westens im Nahen Osten <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Der 1%-Feminismus<\/strong><br>\nDas Weltwirtschaftsforum in Davos ist ein j&auml;hrliches Halli Galli f&uuml;r die globale Schicht der Superreichen und ihrer Bediensteten. Dieses Jahr erregte das Treffen Aufmerksamkeit, weil nach fast f&uuml;nfzig Jahren das erste Mal alle Meetings von Frauen moderiert wurden. Die Organisatorinnen erinnerten damit an das Fortbestehen geschlechtlicher Ungleichheit, gerichtet an eine Versammlung, die selbst nur zu 21 Prozent aus Frauen besteht.<br>\nStatt deswegen zur Sektflasche zu greifen, sollten wir uns den Einspruch der US-amerikanischen Philosophin Nancy Fraser ins Ged&auml;chtnis rufen, dass solche Formen weiblicher Repr&auml;sentation kaum mehr sind als oberfl&auml;chliche Ablenkungsman&ouml;ver, &bdquo;Verk&ouml;rperungen eines neoliberalen Feminismus, der in allererster Linie privilegierten Frauen weiterhilft.&ldquo;[&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/adamag.de\/1-prozent-feminismus-neoliberalismus%20\">ada<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WM:<\/strong> Frauen an der Macht sind nicht barmherziger als M&auml;nner. Oft ist es sogar so, dass sie sich als Frauen in einer von M&auml;nnern dominierten politische Landschaft durch besondere H&auml;rte und R&uuml;cksichtslosigkeit auszeichnen m&uuml;ssen, um an die Spitze zu kommen. Sie k&ouml;nnen aber eventuell einer r&uuml;cksichtlosen Politik einen femininen Anstrich geben. Es ist auch eine Illusion zu glauben, Frauen k&ouml;nnten per se, alleine dadurch, dass sie Frauen und an der Macht sind, den Weltfrieden garantieren. Frauen k&ouml;nnen sich aber in der M&auml;nnerwelt Grausamkeiten leisten, die man M&auml;nnern nicht so schnell nachsehen w&uuml;rde. M&auml;nner werden Frauen gegen&uuml;ber eher h&ouml;flich reagieren, besonders in der &Ouml;ffentlichkeit, als sie wegen ihre Politik hart anzugreifen und blo&szlig; zu stellen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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