{"id":45639,"date":"2018-08-23T12:00:17","date_gmt":"2018-08-23T10:00:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45639"},"modified":"2018-08-23T12:52:40","modified_gmt":"2018-08-23T10:52:40","slug":"leserbriefe-zur-sammlungsbewegung-aufstehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45639","title":{"rendered":"Leserbriefe zur Sammlungsbewegung  #Aufstehen"},"content":{"rendered":"<p>Zur neu gegr&uuml;ndeten Sammlungsbewegung und den Berichten auf den Nachdenkseiten dar&uuml;ber:<\/p><ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45315\">#aufstehen &ndash; die Sammlungsbewegung geht an den Start. Fragen an Sahra Wagenknecht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45380\">Die Schnappatmung gegen #Aufstehen zeigt, wie wichtig die Sammlungsbewegung ist<\/a><\/li>\n<\/ul><p>haben sich wieder viele Leser ihre eigenen Gedanken gemacht, von denen einige nachfolgend zu finden sind.  Zusammengestellt von <strong>Moritz M&uuml;ller<\/strong>.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, liebes Team der Nachdenkseiten,<\/p><p>zun&auml;chst einmal vielen Dank f&uuml;r Ihre Arbeit! Ich sch&auml;tze Ihr Engagement f&uuml;r eine kritische &Ouml;ffentlichkeit sehr. Die von Ihnen bereitgestellten Informationen erm&ouml;glichen mir einen greifbaren Einblick in Vorg&auml;nge in unserer Gesellschaft und auf unserem Planeten. Sie bringen mich der Wahrheit ein St&uuml;ck n&auml;her.<\/p><p>Nun aber zum Anlass meiner Nachricht: Dem Gespr&auml;ch mit Frau Wagenknecht zu Ihrer Sammlungsbewegung. Ein paar Worte vorweg: Jene Medienkritik, die insbesondere von Herrn M&uuml;ller sehr stark an einzelnen Personen aufgeh&auml;ngt wird, kann ich oft nicht teilen. Ein systematischer Zugang bietet in meinen Augen die M&ouml;glichkeit die breite Basis an Mechanismen besser besser darzustellen, welche umgekehrt n&ouml;tig sind, um eine Verbesserung herbeizuf&uuml;hren. So sind die Missst&auml;nde des Journalismus allgegenw&auml;rtig. Dazu m&ouml;chte ich positiv an den Artikel erinnern, in dem auch die unterschiedlichen Ansichten zur diesem Thema innerhalb Ihrer Redaktion angesprochen wurden.<\/p><p>Umso mehr &uuml;berraschten mich die freundlichen Fragen an Frau Wagenknecht.<\/p><p>Denn Kritik an Ihrer Sammlungsbewegung ist berechtigt und notwendig. Ich habe noch nicht viele Informationen zu dem Thema gesammelt, habe mir aber erwartet, dass &uuml;ber die Vorstellung der Idee hinaus, Herr M&uuml;ller nach der Existenzberechtigung einer Bewegung au&szlig;erhalb der Parteienstruktur fragen wird. Die von mir hoch gesch&auml;tzte Frau Wagenknecht h&auml;tte diese Fragen im Gegenzug nach meiner Erwartung mit Bravour beantwortet. So jedoch kam mir der Begriff &bdquo;Gef&auml;lligkeitsgespr&auml;ch&ldquo; in den Sinn und tats&auml;chlich war es ja als Gespr&auml;ch angek&uuml;ndigt. So m&ouml;chte ich fragen, ob das Konzept eben keine kritische Befragung war und, falls dies zutrifft, weshalb die Nachdenkseiten ein solches Format &uuml;berhaupt f&uuml;hren.<\/p><p>Mit Wohlwollen,<br>\nArmin Danner<\/p><p><em><strong>Anmerkung der Redaktion:<\/strong> Zum einen machen die NachDenkSeiten keinen Hehl aus ihrer grunds&auml;tzlichen Sympathie gegen&uuml;ber der neuen Sammlungsbewegung &bdquo;Aufstehen&ldquo;. Das schlie&szlig;t Kritik an dem Projekt nat&uuml;rlich nicht aus &ndash; diese wird bei gegebenem Anlass auch von uns angebracht werden. Zum anderen empfinden wir das Interview nicht als &bdquo;gef&auml;llig&ldquo; &ndash; wir denken, dass wir jene Fragen gestellt haben, die viele Menschen aktuell interessieren.<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Redaktion,<\/p><p>ja, es war klar, dass sofort aus allen Rohren gegen die Sammlungsbewegung geschossen werden w&uuml;rde. Am &ldquo;interessantesten&rdquo; fand auch ich den Beitrag von Frau Habermalz im deutschlandfunk. Da ist mehrmals von &ldquo;Sozialromantik&rdquo; die Rede. Kann jemand bitte mal der Dame das Grundgesetz, Artikel 20 vorlesen? Am besten ein Richter, denn hier wird das Grundgesetz verh&ouml;hnt.<\/p><p>Zitat Artikel 20 Satz 1: <em>Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und <strong>sozialer<\/strong> Bundesstaat<\/em>. <\/p><p>Auch f&uuml;r die SPD und CSU w&auml;re dieser Artikel von Interesse. Die haben diesen Begriff sogar im Namen der Partei.<\/p><p>Gru&szlig; R.B.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Redaktion der Nachdenkseiten,<br>\nsehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>Sie haben unbedingt recht, es stockt einem der Atem! Nat&uuml;rlich k&ouml;nnte man zun&auml;chst fragen, weshalb die Sammlungsbewegung von Wagenknecht und Co. eine relativ breite B&uuml;hne in den Mainstream-Medien bekommt, vielleicht nachdenkenswert. Aber absolut fassungslos macht eine man m&ouml;chte fast sagen linke Hetze, die ich besonders in den verlinkten &Auml;u&szlig;erungen der jW-Autorin Bonath erblicke. Als regelm&auml;&szlig;igen jW-Leser macht mich das schon betroffen, da ich das Blatt bisher f&uuml;r das einzige wirklich im herk&ouml;mmlichen Sinne linke Presseorgan gehalten habe. &Uuml;ber Wolffsohn mu&szlig; man sicher nicht reden, da ist die Verortung klar, aber die junge Welt? Im Gastbeitrag bei KenFM entlarvt sich die Schreiberin allerdings am Anfang gleich selbst und vielleicht sollte man dann das Folgende darunter subsumieren. Sie zitiert Wagenknecht mit den Worten: &ldquo;Die Leute w&uuml;rden sich nicht mehr von der Politik abwenden, wenn sie &hellip;&rdquo; und unterstellt dieser daraufhin daraufhin, &ldquo;Wagenknecht will also nicht, dass sich die Menschen vom System abwenden.&rdquo; Klares Eigentor, Sie hatten insoweit schon auf Bonaths Vulg&auml;rmarxismus hingewiesen. Nur leider ist es nicht so schnell erledigt, denn jede mit einiger Resonanz getane &Auml;u&szlig;erung in diesem Sinne richtet erheblichen Schaden an. So ist es auch hier und man kann auch ganz klar eine Zielrichtung erkennen, n&auml;mlich um keinen Preis eine SAMMLUNGSBEWEGUNG entstehen zu lassen. Die SPD hat das in der Geschichte mit sehr schmerzhaften Folgen immer verhindert, dass aber jetzt auch &ldquo;progressive&rdquo;, &ldquo;linke&rdquo; oder sonstwie zu verortende Kr&auml;fte au&szlig;erhalb des Establishments danach verfahren, das ist neu. Sicher, man kann dem Ansatz dieser Bewegung so manches nachreden, keine Programmatik, keine umst&uuml;rzlerischen Tendenzen usw. Aber darauf kommt es doch zun&auml;chst &uuml;berhaupt nicht an. Wichtig ist doch die Sammlung aller gegen den gesellschaftlichen Niedergang im weitesten Sinne vorhandenen Kr&auml;fte. Wer dagegen hetzt wie Frau Bonath, der mu&szlig; sich schon fragen lassen, wessen Gesch&auml;ft er eigentlich besorgt. Und es ist doch so billig, mangels Argumenten die Million&auml;rskeule zu schwingen. Das hat vor einiger Zeit schon Jacob Augstein im Gesp&auml;ch mit Tilo Sarrazin getan und Herr Maas hat die gegen Mesut &Ouml;zil eingesetzt, alles vollkommen niveaulos und Ausdruck der eigenen Bed&uuml;rftigkeit!<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nJ&uuml;rgen Keller<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger, <\/p><p>ich verstehe den Journalismus in unserem Deutschland nicht mehr. <\/p><p>Der Historiker Dr. Wolffsohn hat laut journalistenwatch.com dem Phoenix-Moderator Stephan Kulle ein Interview gegeben, worin er Gauland von der AfD als nich antisemitisch und auch nicht als Nazi bezeichnet. <\/p><p>Soweit komme ich noch mit, aber wenn jetzt die Aufstehbewegung in die N&auml;he des Nationalsozialismus ger&uuml;ckt wird, und das noch in BILD, der Nr. 1 unter den Hetzbl&auml;ttern. (Warum gibt ein Professor in BILD seine Meinung kund?) <\/p><p>Der Herr Maas, unser Au&szlig;enminister macht das zwar auch, aber der ist ja Politiker. <\/p><p>Dieser Beitrag von Herrn Wolffsohn in BILD ist doch professorale Wortklauberei. <\/p><p>Und dann schreibt er noch, wissen das Wagenknecht und ihre Mit- plus Nachl&auml;ufer nicht? <\/p><p>Dieser Professor ist doch genauso gef&auml;hrlich, wie er es von anderen behauptet. Merkt er das nicht? <\/p><p>mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nArnold Dreis <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrtes Team der Nachdenkseiten,<\/p><p>ich m&ouml;chte mit zwei Anmerkungen zur Diskussion um die Sammlungsbewegung &ldquo;Aufstehen&rdquo; beitragen. Genauer gesagt handelt es sich um einen affirmativen Gedanken und einen mich verbl&uuml;ffenden Skeptizismus zum Thema.<\/p><p>Dem Einwand, es handelt sich um eine Bewegung &lsquo;von oben&rsquo;, l&auml;&szlig;t sich sozusagen proaktiv entgegenhalten, dass es sich vielmehr um eine notwendige und ersehnte Handreichung von oben handelt. Haben die kritischen B&uuml;rger der BRD in den letzten Jahren nicht mehrfach versucht eine Bewegung &lsquo;von unten&rsquo; aufzubauen (Occupy, Blockupy, NuitDebout, Anti-Gipfel-Bewegungen, Anti-Freihandelsvertr&auml;ge, Mahnwachen f&uuml;r den Frieden, Stopp Ramstein, etc.)? Und wurden diese von den MSM nicht alle gleichsam entweder stiefm&uuml;tterlich mit Nichtbeachtung behandelt oder gar als linksextremistisch bzw. rechts-unterwandert und querfrontlerisch dargestellt, so da&szlig; der &lsquo;normale B&uuml;rger&rsquo; den Kontakt und das Engagement unterlie&szlig;? Sinnbildlich gesprochen erhielten diese Bewegungen nie die notwendige, positive Aufmerksamkeit, da ihnen die prominenten, b&uuml;rgerlichen Unterst&uuml;tzer fehlten. Genau hier setzt nun die Sammlungsbewegung an. Mit entsprechend prominenten und popul&auml;ren Unterst&uuml;tzern zeigt man, dass einem die Themen und Sorgen der scheinbar gescheiterten Bewegungen genauso wichtig sind &ndash; man reicht die Hand von oben und gibt den Bewegungen von unten Halt und Solidit&auml;t.<\/p><p>Der verbl&uuml;ffende Moment entstammt einem Gespr&auml;ch mit einen Bekannten &uuml;ber die Sammlungsbewegung. Dieser Bekannte ist im besten Sinne ein &lsquo;Linker&rsquo;. Er musste in den 70er-Jahren als Parteimitglied und Gewerkschafter aus S&uuml;damerika fliehen und war dann immer den links-progressiven Parteien verbunden (inkl. heute).<\/p><p>Er glaubt nicht, dass eine linke Sammlungsbewegung in Deutschland eine Chance hat, da Deutschland ein strukturkonservatives Land war und ist (was ich auch so sehe) und linke &lsquo;Revolutionen&rsquo; bzw. linke Themen\/Politik keine Mehrheiten haben. Das Projekt w&auml;re zum Scheitern verurteilt &ndash; es sei denn, die Bewegung schafft es &uuml;ber manipulative Meinungsmache, eine Meinungshoheit zu suggerieren und Opportunisten und Mitl&auml;ufer zur Wahl linker Parteien zu verf&uuml;hren.<\/p><p>Neben einem nachvollziehbaren Fatalismus ist jedoch der alternative Gedanke der Meinungsmache im Dienste der Bewegung wiederum gef&uuml;hlt unmoralisch und methodisch anti-links, so dass ich darin nur die verzweifelte Hoffnung eines Menschen erkenne, der den Glaube an grundlegende, politische &Auml;nderungen in Deutschland aufgegeben hat.<\/p><p>S. K.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger, <\/p><p>gern h&ouml;re ich Ihnen zu oder lese Ihre Artikel, spricht doch so h&auml;ufig Vernunft und gute Recherche. <\/p><p>Die Sammelbewegung von Sarah Wagenknecht&hellip;hmmm, ich habe keine Angst davor und suche auch keinen Streit mit anderen Linken.<br>\nIch halte das eher f&uuml;r eine (weitere Luftnummer)<br>\nPolitisch w&uuml;rde ich mich eher dem anarchistischen Lager zuordnen und wirtschaftlich geh&ouml;re ich zu den &Uuml;berfl&uuml;ssigen (AkademikerInnen). <\/p><p>Ich komme aus armen Verh&auml;ltnissen, ich durfte Abitur machen,&nbsp; eine Ausbildung absolvieren, studieren mit Uni-Diplom.<br>\nIch erz&auml;hle Ihnen das, weil ich mich nicht f&uuml;r die Ausnahme halte, sondern f&uuml;r Teil einer verstummten, verzweifelten Masse. Ich habe es nicht geschafft. Mein digitaler Arbeitsplatz bringt 3-4&euro; Stundenlohn und immer lauter h&ouml;re ich die Diskussionen gut situierter S&uuml;dwestberliner Witwen, dass man meinesgleichen zusammen mit Fl&uuml;chtlingen, Zigeunern und anderem Hartz-Gesockse in Lager stecken, durch die Stra&szlig;en peitschen u.a. sollte. <\/p><p>Ich habe 1998 die Gr&uuml;nen gew&auml;hlt. Ich war selten w&auml;hlen, doch da dachte ich wohl,..keine Ahnung. Ich hab &uuml;bersehen, dass die Gr&uuml;nen Teil der reichen Elite sind, halt mit Birkenstockschlappen, die zu jedem &Ouml;ko-Lebensmittel 5 Fragen stellen. <\/p><p>attac war noch so eine Adresse, toll die ersten Jahre und dann sa&szlig; pl&ouml;tzlich Heiner Gei&szlig;ler auf dem Podium und faselte von Vollbesch&auml;ftigung und Wirtschaftswunder. <\/p><p>Jetzt eine Million&auml;rin, Bundestag, fettes Einkommen, ja in der linken Partei, gut f&uuml;r die Karriere. Was will sie? Frau Merkel abl&ouml;sen und selbst regieren? <\/p><p>Wenn Sie auf diese Seite gehen&hellip;&rdquo;aufstehen&rdquo;, keine Infos,&hellip;mensch soll sich registrieren&hellip;f&uuml;r was? Facebook und Co. unterst&uuml;tze ich nicht, also gibts in der Total&uuml;berwachungsindustrie mehr Infos? <\/p><p>Jede NGO, die mir bekannt ist, hat in erster Linie immer denen gedient, die sie gegr&uuml;ndet haben.<br>\nDie, die der Afd hinterherlaufen, werden wohl kaum zu Frau Wagenknecht wechseln und ich glaube ihr nicht. Damit gebe ich Frau Bonath teilweise Recht. <\/p><p>Vielleicht ist eine Million&auml;rsherrschaft gg&uuml;. einer Milliard&auml;rsherrschaft ein Vorteil. Ich aber habe die Schnauze voll von Psychopathen, die mir erz&auml;hlen wie es geht&hellip;..das gute Leben und die mich f&uuml;r ihre Zwecke verwerten wollen. <\/p><p>Ein Aufruf zum Generalstreik das w&auml;re ein Silberstreif, Millionen zum Reichstag, um die Menschenrechte wieder einzusetzen, Herrschaft, Total&uuml;berwachung abzuschaffen&hellip;aber ne Sammelbewegung?? Familie Mohn als Initiator der Agenda2010 braucht sich da wohl keine Sorgen zu machen und die Medien k&ouml;nnen die n&auml;chste Sau durchs Dorf treiben. <\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e aus der Unterschicht<br>\nMartha Janson <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>k&uuml;rzlich war bei den Hinweisen des Tages eine Kontroverse bei zeit.online zu lesen, bei der Yannik Haan (SPD) aus Berlin seine Ablehnung der Sammlungsbewegung &bdquo;Aufstehen&ldquo; <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2018-08\/sammlungsbewegung-aufstehen-sahra-wagenknecht-oskar-lafontaine-pro-contra\">darlegte und begr&uuml;ndete<\/a>.<\/p><p>Da seine Argumentation typisch f&uuml;r viele in der SPD und wom&ouml;glich auch bei den Gr&uuml;nen ist, habe ich mir die M&uuml;he gemacht, sie einer kritischen Analyse zu unterziehen, die ich Ihnen als Anhang zur freien Verwendung zusenden m&ouml;chte.<\/p><p>Gru&szlig; und Gl&uuml;ck auf!<br>\nEngelbert Volks<\/p><p>Sehr geehrter Herr Haan,<\/p><p>ich habe Ihren Kommentar &ldquo;Wir brauchen starke linke Parteien, keine Sammlungsbewegung&rdquo; bei zeit.online gelesen und m&ouml;chte dazu ein paar kritische Anmerkungen machen.<\/p><p>Zu meiner Person: Ich bin seit mehr als 40 Jahren Mitglied der SPD und seit vielen Jahren Fraktionsvorsitzender im Velener Stadtrat, bin daher nicht mehr Teil einer &ldquo;Jugendbewegung&rdquo;, sondern wirke in Ihren Augen wahrscheinlich eher &ldquo;alt, gro&szlig; und schwerf&auml;llig&rdquo;.<\/p><p>Ich bin allerdings der Meinung, dass &ldquo;jung, weiblich, bunt&rdquo; nicht zwingend Kriterien f&uuml;r politische Qualifikationen und Qualit&auml;t darstellen.<\/p><p>Nun jedoch zu Ihren Aussagen und Argumenten, die Sie zu einer Ablehnung der Sammlungsbewegung &ldquo;Aufstehen&rdquo; veranlassen. Sie schreiben: &ldquo;Das alte politische Schema von links und  rechts l&ouml;st sich langsam auf und es wird immer unklarer, wof&uuml;r die politischen Parteien noch stehen. Gerade bei meiner Partei, der SPD, verwischt das Profil in der zum Dauerzustand gewordenen Gro&szlig;en Koalition zusehends.&rdquo;<\/p><p>Dies sind sehr seltsame Formulierungen, denn das Schema von links und rechts l&ouml;st sich nicht von selbst auf, sondern es wurde und wird bewusst aufgel&ouml;st und das politische Profil der SPD verwischt nicht wie von Geisterhand, sondern es wurde und wird bewusst verwischt, und das nicht erst in den so genannten Gro&szlig;en Koalitionen der letzten Jahre. Die SPD hat nach dem Wahlerfolg 1998 durch die Hartz-Gesetze, die steuerliche Beg&uuml;nstigung der Unternehmen, die &Ouml;ffnung f&uuml;r die Finanzm&auml;rkte, die &Uuml;bernahme neoliberaler Wirtschaftspolitik und die Teilnahme am v&ouml;lkerrechtswidrigen Jugoslawien-Krieg das linke Profil nachhaltig besch&auml;digt, Glaubw&uuml;rdigkeit, Mitglieder und W&auml;hlerstimmen in erheblichem Umfang verloren. Die Gro&szlig;en Koalitionen sind daher nicht Ursache, sondern logische Folge dieser Entwicklung, was sich an der Karriere von Olaf Scholz deutlich ablesen l&auml;sst, der nun die Politik Sch&auml;ubles als Finanzminister konsequent fortsetzt.<\/p><p>Doch Sie m&ouml;chten ja eine neue linke Agenda der SPD und schreiben dazu: &ldquo;Ich sehe hier vor allem das linke politische Lager in der Pflicht. Wir m&uuml;ssen nicht nur die Parteistrukturen &auml;ndern, sondern auch wieder eine progressive linke Agenda entwickeln.&rdquo; Und: &ldquo;Uns fehlt einfach eine Vision f&uuml;r die Umw&auml;lzung der Gesellschaft.&rdquo; Wenn ich derartige Floskeln und Worth&uuml;lsen lese, f&auml;llt es mir schwer, ernst zu bleiben, denn ich kenne die Spr&uuml;che schon zu lange. Auch nach den verlorenen Wahlen 2009, 2013 und 2017 waren sie immer wieder zu h&ouml;ren: das Profil sch&auml;rfen, besser kommunizieren, klare Kante zeigen, das Gespr&auml;ch mit dem B&uuml;rger und der B&uuml;rgerin suchen, personelle, strukturelle und programmatische Erneuerung usw. usw.<\/p><p>Eine linke Sammlungsbewegung, die sich einsetzt f&uuml;r bessere Renten, h&ouml;here L&ouml;hne, bessere Pflege, bezahlbare Mieten, eine bessere Bildung und Ausbildung, mehr Investitionen in die Infrastruktur, einen Abbau der Einkommens- und Verm&ouml;gensschere sowie Abr&uuml;stung und Friedens- und Entspannungspolitik, kommt da schon weit konkreter daher und Sie schreiben ja auch: &ldquo;Vordergr&uuml;ndig spricht also einiges f&uuml;r eine linke Sammlungsbewegung.&rdquo;<\/p><p>Doch anschlie&szlig;end legen Sie dar, warum Sie diese Sammlungsbewegung ablehnen: &ldquo;Das Ziel dieser neuen linken Sammlungsbewegung ist es nicht, das linke Lager wieder zusammenzuf&uuml;hren, sondern dieses weiter zu spalten.&rdquo; Um ein &ldquo;linkes Lager&rdquo; spalten zu k&ouml;nnen, m&uuml;sste es zun&auml;chst einmal ein solches &ldquo;linkes Lager&rdquo; geben. Der Begriff &ldquo;linkes Lager&rdquo; kommt in Ihrem Text sechs Mal vor und ist f&uuml;r Sie als k&uuml;nftige Machtoption offensichtlich wichtig. Aber dieses &ldquo;linke Lager&rdquo; gibt es nicht. Allerdings gab es Machtoptionen f&uuml;r ein B&uuml;ndnis von SPD, Gr&uuml;nen und Linkspartei, z.B. in Hessen nach dem Wahlsieg von Andrea Ypsilanti, sie wurden  zerst&ouml;rt von den F&uuml;hrungskadern der SPD, z.B. Herrn Clement, und heute regiert die CDU mit den &ldquo;linken&rdquo; Gr&uuml;nen und die SPD liegt in Hessen vor der Landtagswahl bei gut 20 Prozent in den Umfragen. Die Machtoption gab es auch im letzten Bundestag, in dem SPD, Gr&uuml;ne und die Linke eine Mehrheit hatten, aber die F&uuml;hrungskader der SPD wollten viel lieber mit der CDU\/CSU regieren und scheuten eine Zusammenarbeit mit der Linkspartei wie der Teufel das Weihwasser. So reichte es nur f&uuml;r das Gesetz der &ldquo;Ehe f&uuml;r alle&rdquo; am Ende der Legislaturperiode, und auch das erst, nachdem Mutti Merkel zuvor via Brigitte-Interview ihr Placet signalisiert hatte.<\/p><p>Auch der Kanzlerkandidat Martin Schulz wollte zun&auml;chst im Sinne der &ldquo;Zeit f&uuml;r mehr Gerechtigkeit&rdquo; diese Machtoption nicht grunds&auml;tzlich ausschlie&szlig;en, doch nach erster Kritik durch Medien und die Union, zuckten er und seine Mitstreiter in der F&uuml;hrungsetage sogleich zur&uuml;ck und beteuerten, dass sie nat&uuml;rlich viel lieber mehr soziale Gerechtigkeit mit der FDP durchsetzen m&ouml;chten. &Uuml;ber die Linkslastigkeit der Gr&uuml;nen m&ouml;chte ich hier nichts weiter ausf&uuml;hren, da reicht es, nach Hessen, nach Schleswig-Holstein, auf die Jamaika-Verhandlungen und auf das F&uuml;hrungspersonal zu schauen. Wo, bitte, ist also das von Ihnen so oft beschworene linke Lager? In der gegenw&auml;rtigen Parteienlandschaft jedenfalls nicht!<\/p><p>Aber in Ihrer Argumentation geht es ja auch gar nicht um linke Inhalte, sondern um Personen: &ldquo;Deren f&uuml;hrende K&ouml;pfe &ndash; Sahra Wagenknecht, Oskar Lafontaine oder der Abgeordnete Marco B&uuml;low &ndash; sind Politiker &hellip;.&rdquo;, &ldquo;Bei Wagenknecht und Co. handelt es sich nicht um Unterdr&uuml;ckte, sondern um Menschen mit einem Parlamentsmandat. Menschen, die st&auml;ndig in Talkshows sitzen. Menschen, die innerhalb ihrer Parteien hohe &Auml;mter bekleiden. Ihnen geht es vor allem um ihre eigene Bekanntheit und Bedeutung. Doch wer das eigene Ego &uuml;ber die linke Idee stellt, der hat nicht verstanden, was Linkssein im Kern hei&szlig;t.&rdquo; Hier sinkt das Niveau Ihrer Argumentation unter den Gefrierpunkt und Sie schreiben &ndash; mit Verlaub &ndash; schlicht Unfug, denn <\/p><ol>\n<li>geh&ouml;ren zu &ldquo;Wagenknecht und Co.&rdquo; auch K&uuml;nstler und Wissenschaftler und viele andere, auf die all das gar nicht zutrifft, was Sie salopp unterstellen;<\/li>\n<li>ist es widerspr&uuml;chlich, &ldquo;Wagenknecht und Co.&rdquo; einerseits bewegungsinkompatible Bedeutung (Parlamentsmandat) und Bekanntheit (Talkshows) zu unterstellen, um ihnen andererseits zugleich die Gier des eigenen Ego nach ebendieser Bekanntheit und Bedeutung vorzuwerfen.<\/li>\n<\/ol><p>Weit wichtiger jedoch als solche simplen Widerspr&uuml;che erscheint mir Ihr Verzicht auf jegliche inhaltliche Auseinandersetzung und die Konzentration auf Personen und deren Herabsetzung.<\/p><p>Gleiches findet man auch bei dem von Ihnen als Argument herbeigezogenen Beispiel der Bewegung &ldquo;La France Insoumise&rdquo;, die Sie in trauter Gemeinschaft mit vielen Medien und konservativen bis rechten Politikern als &ldquo;linkspopulistisch&rdquo; bezeichnen und damit diskreditieren m&ouml;chten. Dieser Bewegung werfen Sie die Spaltung des linken Lagers in Frankreich vor und geben ihr die Schuld daran, dass es zu einer Stichwahl zwischen dem &ldquo;liberalen Macron&rdquo; und Marine le Pen gekommen sei. Einmal abgesehen davon, dass die F&uuml;hrungsriege der SPD Herrn Macron ja geradezu bejubelt hat und bis heute hofiert, d&uuml;rfte Ihnen nicht entgangen sein, dass die sozialistische Partei im Vorfeld der Pr&auml;sidentschaftswahlen mit ihrem Kandidaten bei allen Umfragen unter 10 Prozent lag, also v&ouml;llig aussichtslos war, wohingegen M&eacute;lenchon bei knapp 20 Prozent landete. H&auml;tte also der Kandidat der PS zugunsten von M&eacute;lenchon verzichtet, w&auml;re es h&ouml;chstwahrscheinlich zu einer Stichwahl zwischen diesem und Macron gekommen und Frau le Pen w&auml;re aus dem Rennen gewesen. Nun frage ich Sie, wer hat das linke Lager gespalten und eine Kandidatin le Pen erm&ouml;glicht? Also ist auch das Beispiel Frankreich als Argument f&uuml;r ihre These v&ouml;llig ungeeignet.<\/p><p>Bliebe noch die SPD, die als echte linke Volkspartei eine Sammlungsbewegung &uuml;berfl&uuml;ssig machen k&ouml;nnte. Wie aber m&uuml;sste sich die SPD Ihrer Meinung nach ver&auml;ndern, damit sie wieder eine richtige linke Volkspartei wird?<\/p><p>Sie m&uuml;sste nach Ihren Worten etwas entwickeln, und zwar &ldquo;eine Vision von Europa, f&uuml;r eine humane Fl&uuml;chtlingspolitik&rdquo;, &ldquo;ein Konzept der Weltoffenheit und der W&auml;hrung der Minderheitenrechte&rdquo;, die &Auml;nderung ihrer &ldquo;Strukturen&rdquo;, &ldquo;ein klares weltoffenes Profil&rdquo; sowie ein &ldquo;Konzept f&uuml;r die Zukunft&rdquo;. Und sie sollte wom&ouml;glich eine &bdquo;Jugendbewegung&ldquo; sein. Das alles klingt h&uuml;bsch und ist dem Politikerbaukasten f&uuml;r sinnleere Worth&uuml;lsen entnommen. Eines jedoch f&auml;llt bei aller Phrasenhaftigkeit auf: Fl&uuml;chtlingspolitik und Minderheitenrechte stehen klar im Vordergrund, die wachsende soziale Ungleichheit, die Wohnungsnot, die Steuergerechtigkeit sowie Frieden und Abr&uuml;stung scheinen dabei keine Rolle zu spielen. Und ach ja, zigtausende junger Leute begeistern sich f&uuml;r die Ideen und Visionen von Bernie Sanders und Jeremy Corbyn in den USA und Gro&szlig;britannien, obwohl diese doch alte M&auml;nner sind mit Parlamentsmandaten und gro&szlig;er Medienpr&auml;senz!<\/p><p>Fazit der Kritik an Ihrem Kommentar: Wer solches und so schreibt, &rdquo; der hat nicht verstanden, was Linkssein im Kern hei&szlig;t.&rdquo;<\/p><p>Gru&szlig; und Gl&uuml;ck auf!<br>\nEngelbert Volks<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe NDS-Redaktion,<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Aber: Die g&ouml;nnerhafte &ouml;ffentliche Darstellung durch den politischen Gegner als &bdquo;normalisiert&ldquo;, also &bdquo;gez&auml;hmt&ldquo;, kann f&uuml;r die LINKE eigentlich nicht w&uuml;nschenswert sein.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>w&uuml;nschenswert f&uuml;r die Links-Partei ist das wohl nicht, zeichnet aber schon ein wirklichkeitsnahes Bild. Die Linkspratei ist in weiten Teilen eben nicht mehr links, sondern neoliberal (light). Man gibt sich noch einen leicht fortschrittlichen Anstrich. Da kann man nur hoffen, dass die Sammlungsbewegung ein voller Erfolg wird &ndash; die restliche Partei ist f&uuml;r abh&auml;ngig Besch&auml;ftigte, Rentner, Arbeitslose, Alleinerziehende politisch v&ouml;llig bedeutungslos.<\/p><p>VG Michael Wrazidlo<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zur neu gegr&uuml;ndeten Sammlungsbewegung und den Berichten auf den Nachdenkseiten dar&uuml;ber:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45315\">#aufstehen &ndash; die Sammlungsbewegung geht an den Start. Fragen an Sahra Wagenknecht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45380\">Die Schnappatmung gegen #Aufstehen zeigt, wie wichtig die Sammlungsbewegung ist<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>haben sich wieder viele Leser ihre eigenen Gedanken gemacht, von denen einige nachfolgend zu finden sind. Zusammengestellt von <strong>Moritz M&uuml;ller<\/strong>.<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[35,123,103,200],"tags":[2430,1572,2013,1055,1260,977,1994,246,2066,633,291,632,2435],"class_list":["post-45639","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aufbau-gegenoeffentlichkeit","category-kampagnentarnworteneusprech","category-leserbriefe","category-soziale-bewegungen","tag-aufstehen","tag-abruestung","tag-entspannungspolitik","tag-fluechtlinge","tag-groko","tag-junge-welt","tag-le-pen-marine","tag-linke-mehrheit","tag-macron-emmanuel","tag-politikerverdrossenheit","tag-verteilungsgerechtigkeit","tag-wagenknecht-sahra","tag-wolffsohn-michael"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/45639","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=45639"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/45639\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":45642,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/45639\/revisions\/45642"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=45639"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=45639"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=45639"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}