{"id":4572,"date":"2010-02-24T08:58:49","date_gmt":"2010-02-24T07:58:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4572"},"modified":"2010-02-24T08:58:49","modified_gmt":"2010-02-24T07:58:49","slug":"hinweise-des-tages-1085","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4572","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Heute unter anderem zu folgenden Themen: Sozialstaat; Das B&uuml;rgergeld; Rentnergang; Pilotenstreik; ZDF Frontal21; DB Berliner S-Bahn; Einladung Arbeitsloser in den Krieg; Afghanistan: Die starke Hand des Preisringers; Kritik an katholischer Kirche; K&auml;&szlig;mann; Westerwelle Honorar Liechtenstein Bank;  Pispers wieder in Hochform, usw. (PK\/AM)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Debatte &uuml;ber deutschen Sozialstaat:Gleiches Geld f&uuml;r alle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Das B&uuml;rgergeld &ndash; Der Frontalangriff gegen den Sozialstaat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Und sie w&uuml;rden es wieder tun &hellip;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Heimat Sozialstaat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Rentnergang will Altersvorsorge aufmischen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">&raquo;Unser Streik ist lediglich ausgesetzt&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Amerikas Billigpiloten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">ZDF Frontal21: Hartz IV runter oder L&ouml;hne rauf?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">DB: Wie man seinen Ruf ruiniert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Von Himmerod zum Hindukusch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Einladung Arbeitsloser in den Krieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Afghanistan: Die starke Hand des Preisringers<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Kritik an katholischer Kirche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">EKD stellt K&auml;&szlig;manns Eignung infrage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Westerwelle kassierte Honorar von Liechtensteiner Bank<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Sch&ouml;nen der Bilanz als Norm<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Das Vorletzte: Pispers wieder in Hochform<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Zu guter Letzt: Volker Pispers &uuml;ber Gentechnik<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4572&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Debatte &uuml;ber deutschen Sozialstaat<\/strong><br>\n<strong>Gleiches Geld f&uuml;r alle<\/strong><br>\nHartz IV, Baf&ouml;g, Wohn- und Kindergeld &ndash; der Sozialstaat hat sich v&ouml;llig verzettelt. N&ouml;tig ist jetzt eine radikale Reform der Sicherungssysteme: Deutschland braucht ein Grundeinkommen f&uuml;r alle, ohne jede Bedingung.<br>\n(&hellip;) N&ouml;tig ist deshalb eine ganzheitliche Rundumerneuerung der sozialen Sicherung. Deutschland braucht einen Systemwechsel hin zu einer steuerfinanzierten Grundsicherung f&uuml;r alle, hin zu einem bedingungslosen Grundeinkommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,679461,00.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em>Zu diesem SPIEGEL Beitrag passt der NDS Hinweis vom 20.04.2009<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Das B&uuml;rgergeld &ndash; Der Frontalangriff gegen den Sozialstaat<\/strong><br>\nIn den laufenden Diskussionen stehen bedingungsloses Grundeinkommen und solidarisches B&uuml;rgergeld derzeit vor neuen Meinungsfindungen. W&auml;hrend das einkommensteuerfinanzierte Denkmodell Althaus momentan noch auf eine f&uuml;r den Herbst 2009 angek&uuml;ndigte endg&uuml;ltige Bewertung durch das private Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut HWWI wartet, verlief unterdessen am 17.02.2009 eine Petition f&uuml;r die Einf&uuml;hrung eines bedingungslosen Grundeinkommens recht erfolgreich. Die ann&auml;hernd 53.000 Mitzeichner nahmen mit der Petition jedoch erst nach einer Verl&auml;ngerung der Zeichnungsfrist die H&uuml;rde.<br>\nDie Petition w&uuml;nscht eine Konsumsteuerfinanzierung und wird jetzt den Petitionsausschuss besch&auml;ftigen. Einer der Hauptgr&uuml;nde, die in den letzten Jahren zur breiten Diskussion der unterschiedlichsten Modelle f&uuml;hrte, d&uuml;rften die nicht akzeptierten Verwerfungen der Hartz IV Gesetze mit sich gebracht haben. Die G&auml;ngelung der Hartz IV Betroffenen, die Prozesslawinen um kleinste Eurobetr&auml;ge und die Angst der Besch&auml;ftigten in diesen Bereich abzurutschen, er&ouml;ffnete neue Wege.<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/090420_Buergergeld.pdf\">Jo Seeberger [PDF &ndash; 36 KB]<\/a>\n<p><em>Siehe auch verschiedene Beitr&auml;ge in unserer <a href=\"?cat=31\">Rubrik Grundeinkommen<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Und sie w&uuml;rden es wieder tun &hellip;<\/strong><br>\nJ&uuml;rgen Voss<br>\nVor unseren Augen, von der liberalen &Ouml;ffentlichkeit fast wehrlos, ja resignativ hingenommen, spielt sich zurzeit ein tolles Schauspiel ab, dessen Dimensionen alle Phantasien des absurden Theaters weit &uuml;bertreffen.<br>\nDas Drehbuch dieses Schauspiels in Stichworten: Die herrschende politische Kaste unseres Landes rennt seit nunmehr drei&szlig;ig Jahren einer grotesken Wirtschaftstheorie hinterher, versucht sie mit einem gigantischen Propagandaapparat der &bdquo;dummen&ldquo; Masse einzutrichtern (&uuml;brigens erfolglos), erzielt mit ihr in der Praxis aber nur Resultate, die nicht anders als desastr&ouml;s bezeichnet werden k&ouml;nnen: astronomisch wachsende Verschuldung des Gemeinwesens (bei Zielsetzung &bdquo;austerity&ldquo;!), Massenarbeitslosigkeit, Massenarmut, massive Entzivilisierung wie Amokl&auml;ufe und Gewaltausbr&uuml;che, und f&auml;hrt schlie&szlig;lich mit deregulierten Finanzm&auml;rkten die gesamte Wirtschaft vor die Wand.<br>\nUnd f&uuml;r einen kurzen Moment scheint die neoliberale Front vor dem Zusammenbruch zu stehen.<br>\nDoch dieser Moment dauert &ndash; historisch gesehen &ndash; nur einen Lidschlag lang.<br>\nDie Gegenoffensive gelingt auf den Fu&szlig;: Nicht die eigene politische &Uuml;berzeugung wird einer kritischen Reflektion unterzogen, sondern der Sozialstaat als Verursacher allen &Uuml;bels diskreditiert. &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/oeffingerfreidenker.blogspot.com\/2010\/02\/und-sie-wurden-es-wieder-tun.html\">Offinger Freidenker<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Heimat Sozialstaat<\/strong><br>\nEin Kommentar von Heribert Prantl<br>\nEin Sozialstaat gibt nicht dem, der schon hat &ndash; und nimmt nicht dem, der wenig hat. Er sagt nicht: F&uuml;r dich die Schneeschaufel, f&uuml;r mich die Millionenspende. Er sorgt f&uuml;r inneren Frieden.<br>\nEin starker Staat ist Heimat ist auch f&uuml;r die, die nicht mit dem silbernen L&ouml;ffel auf die Welt gekommen sind. Ein solcher Staat hei&szlig;t Sozialstaat.<br>\nIn der Debatte &uuml;ber Hartz IV wird so getan, als k&ouml;nne man sich den Sozialstaat nicht mehr leisten. Das ist ein gef&auml;hrliches Gerede. Das Gegenteil ist richtig. Diese Gesellschaft kann es sich nicht leisten, sich den Sozialstaat nicht zu leisten. Er garantiert den inneren Frieden.<br>\nDie Geschichte von 60 Jahren Bundesrepublik lehrt: Nicht die Polizei und nicht die Justiz waren jahrzehntelang Garanten des inneren Friedens; nicht Strafrechtsparagraphen und Sicherheitspakete haben f&uuml;r innere Sicherheit gesorgt. Der Sozialstaat war das Fundament der Prosperit&auml;t, die Gesch&auml;ftsgrundlage f&uuml;r gute Gesch&auml;fte; er verband politische Moral und &ouml;konomischen Erfolg. Ein Sozialstaat ist ein Staat, der gesellschaftliche Risiken, f&uuml;r die der Einzelne nicht verantwortlich ist, nicht bei diesem abl&auml;dt. (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/845\/504062\/text\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Aktiv im Ruhestand &ndash; Rentnergang will Altersvorsorge aufmischen<\/strong><br>\nBei der Reform der Vorsorgesysteme gibt es f&uuml;r Berater viel zu verdienen. Ab sofort will auch eine illustre Truppe rund um Carsten Maschmeyer und Bert R&uuml;rup richtig Kasse machen.<br>\nAltkanzler Gerhard Schr&ouml;der&nbsp;, 65, ist da (&ldquo;Ich bin mit den beiden Gr&uuml;ndern pers&ouml;nlich befreundet&rdquo;). Hans-Dietrich Genscher, nach eigenen Worten mit 82 &ldquo;Uralt-Au&szlig;enminister&rdquo;, h&auml;lt die Festrede im B&uuml;ro in der Bockenheimer Landstra&szlig;e. Ex-Arbeitsminister Walter Riester (66) outet sich als Mitarbeiter der frisch gegr&uuml;ndeten Maschmeyer R&uuml;rup AG, die Montag offiziell die Er&ouml;ffnung ihres Frankfurter Standorts feiert. (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/versicherungen\/:aktiv-im-ruhestand-rentnergang-will-altersvorsorge-aufmischen\/50078957.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&raquo;Unser Streik ist lediglich ausgesetzt&laquo;<\/strong><br>\nDie Gewerkschaft der Piloten bleibt unbeeindruckt vom Liebesentzug durch ver.di.<br>\nEin Gespr&auml;ch mit J&ouml;rg Handwerg, Sprecher der Pilotenvereinigung Cockpit und Pilot bei der Lufthansa<br>\nDer von der Vereinigung Cockpit ausgerufene Pilotenstreik w&auml;re fast der gr&ouml;&szlig;te in der deutschen Luftfahrtgeschichte geworden &ndash; nach einem halben Tag war aber Schlu&szlig;, weil eine Frankfurter Arbeitsrichterin den Ausstand erst einmal stoppte. Hat sich Cockpit mit seiner Arbeitskampfstrategie verrannt?<br>\nNein, das haben wir keineswegs, den Gro&szlig;teil unserer Forderungen haben wir ja nicht aufgegeben. Bei dem auf Veranlassung der Richterin geschlossenen Vergleich ging es letztlich um eine von ihr als diskussionsw&uuml;rdig angesehene Formulierung &ndash; die haben wir dann zur&uuml;ckgezogen, um das Ganze abzuk&uuml;rzen und ohne Vorbedingungen in die Verhandlungen mit der Lufthansa einsteigen zu k&ouml;nnen.<br>\nBis zum 8. M&auml;rz, 24.00 Uhr, gilt die Friedenspflicht, bis dahin wird erst einmal verhandelt. Was dann geschieht, werden wir sehen. &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/02-24\/050.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Amerikas Billigpiloten<\/strong><br>\nUnterbezahlt, &uuml;berm&uuml;det, abgest&uuml;rzt<br>\nSind die Gehaltsforderungen der Lufthansa-Piloten gerechtfertigt, oder verdienen sie schon jetzt zu viel? Fest steht: US-Piloten arbeiten f&uuml;r viel weniger Geld &ndash; und m&uuml;ssen mehr fliegen. Die Folgen sind mitunter t&ouml;dlich.<br>\nRebecca Shaw verdiente so wenig, dass sie eine Zeitlang nebenher in einem Coffeeshop jobben musste. Von ihrem 16.254-Dollar-Gehalt konnte sich die 24-j&auml;hrige Pilotin nicht mal eine eigene Wohnung leisten. Sie lebte bei den Eltern in der N&auml;he von Seattle &ndash; fast 5000 Kilometer von Newark entfernt, ihrem Standort f&uuml;r die regionale US-Fluggesellschaft Colgan.<br>\nAm Tag ihres letzten Flugs shuttelte Shaw zun&auml;chst standby von Seattle &uuml;ber Memphis nach Newark, allein das ein Acht-Stunden-Trip. Sie war schwer erk&auml;ltet, setzte sich in Newark anschlie&szlig;end trotzdem als Co-Pilotin ins Cockpit einer Bombardier DHC8, mit der Colgan als Codesharing-Partner der viertgr&ouml;&szlig;ten US-Liniengesellschaft Continental die kurze Strecke nach Buffalo betrieb. Neben Shaw sa&szlig; Pilot Marvin Renslow, 47, der eine nicht ganz so weite Anreise hatte &ndash; er wohnte in Florida.<br>\nContinental Flug 3407 startete um 21.20 Uhr, an Bord 45 Passagiere, zwei Flugbegleiterinnen und die zwei Piloten. Knapp eine Stunde sp&auml;ter verlor die Turboprop beim Landeanflug auf Buffalo pl&ouml;tzlich an Auftrieb, kippte ab, drehte sich auf den Kopf und st&uuml;rzte auf ein Haus. Alle Insassen und ein Mann am Boden kamen um. (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,679387,00.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>ZDF Frontal21: Hartz IV runter oder L&ouml;hne rauf?<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/frontal21.zdf.de\/ZDFde\/inhalt\/1\/0,1872,1001633,00.html?dr=1\">ZDF- Frontal21<\/a>\n<p><em><strong>Anmerliung J.K.:<\/strong> Nun, heute besann man sich im ZDF in der Sendung Frontal21 wohl auf den Auftrag der &ouml;ffentlich-rechtlichen Sender. Es kam sogar Gustav Horn vom Institut f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung zu Wort. Ein recht differenzierter Beitrag, der Westerwelles Aussagen als &uuml;ble Demagogie entlarvt, da gerade Hartz IV, die L&ouml;hne soweit nach unten gedr&uuml;ckt hat, dass sie nun in den niedrigen Lohngruppen unter den Hartz IV S&auml;tzen liegen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>DB &ndash; Wie man seinen Ruf ruiniert<\/strong><br>\nWas bisher unvorstellbar war &ndash; jetzt ist es Gewissheit. Schwere organisatorische M&auml;ngel hat es nach dem Bericht, den der Bahn-Konzern in Auftrag gegeben hatte, bei der S-Bahn gegeben. Arbeitsanweisungen f&uuml;r die Wartung der Bremsen an den Z&uuml;gen seien zum Teil unvollst&auml;ndig, unverst&auml;ndlich, nicht aktuell oder sogar falsch gewesen. Eine Qualit&auml;tskontrolle habe es nicht gegeben. Jahrelang m&uuml;ssen demnach Z&uuml;ge ohne funktionierende Bremsen an einem Teil der Wagen unterwegs gewesen sein. Und keine Kontrollinstanz hat davon etwas gemerkt. Es war der Konzernvorstand, der die so unf&auml;higen Manager bei der S-Bahn auf ihre St&uuml;hle gehievt hat. Und selbstverst&auml;ndlich konstatiert der Auftragsbericht auch, dass die Wagen der neuesten Baureihe bei der S-Bahn nach heutigen Erkenntnissen in wesentlichen Teilen falsch konstruiert seien. Schuld ist nur der Hersteller. Bombardier hat aber die Z&uuml;ge nach den Vorgaben der Bahn gebaut, und die Bahn hat die Fahrzeuge auch abgenommen. Und f&uuml;r die anschlie&szlig;ende Wartung der Z&uuml;ge, bei der so geschlampt worden war, ist die Bahn allein zust&auml;ndig.<br>\nUnd die Pr&uuml;fer verbl&uuml;ffen weiter: Ihrer Ansicht nach hat das Desaster nichts mit dem allgegenw&auml;rtigen Spardruck zu tun, der unter anderem dazu gef&uuml;hrt hat, dass Werkst&auml;tten geschlossen, Mitarbeiter geschasst und Fahrzeuge verschrottet wurden. Das Unternehmen sei ein Sanierungsfall gewesen, wollen uns die Pr&uuml;fer weismachen. Ein Betrieb, der nach der fr&uuml;heren Finanzplanung in diesem Jahr einen Gewinn in H&ouml;he von 125,1 Millionen Euro erwirtschaften sollte und seit Jahren schon zweistellige Millionengewinne machte, die der Konzern einsteckte, soll ein Sanierungsfall sein? W&auml;re es so, h&auml;tte der Konzern das Geld erst recht bei der S-Bahn lassen m&uuml;ssen, um ihr wieder auf die Gleise zu verhelfen, statt damit die Bilanz f&uuml;r den geplanten B&ouml;rsengang zu versch&ouml;nern. (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/kommentare\/S-Bahn;art141,3039893?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Von Himmerod zum Hindukusch<\/strong><br>\nJ&uuml;rgen Rose<br>\nOb der immer noch amtierende Inspekteur des deutschen Heeres, Generalleutnant Hans-Otto Budde, den Oberst Georg Klein im Sinne hatte, als er vor Jahr und Tag den &raquo;archaischen K&auml;mpfer und High-Tech-Krieger&laquo; zum Leitbild f&uuml;r den Bundeswehrsoldaten des 21. Jahrhunderts verkl&auml;rte, mag dahinstehen. Fest steht indes, da&szlig; dieser deutsche Offizier, als er zwei US-amerikanische Jagdbomberpiloten unter Vorspiegelung falscher Tatsachen zum Bombenabwurf verleitete, der Vorgabe seines h&ouml;chsten Vorgesetzten nahezu idealiter entsprach. Denn wahrhaft archaisch &ndash; so wie Milit&auml;rs dieses Wort verstehen &ndash; war in jener n&auml;chtlichen Feuerh&ouml;lle das Zerfetzen, Verst&uuml;mmeln, Verbrennen von mehr als 140 Menschen im Flu&szlig;bett des Kunduz River. Die GBU-38-Bomben fanden mit chirurgischer Pr&auml;zision ihr Ziel &ndash; lasergesteuert aus dem Cockpit zweier satellitengest&uuml;tzt navigierender Hochleistungskampfflugzeuge, deren Besatzungen von Fliegerleitoffizieren gef&uuml;hrt wurden, die weitab vom Geschehen in der aseptischen Atmosph&auml;re klimatisierter Gefechtsst&auml;nde an ihren Digitalfunkger&auml;ten und Computermonitoren sa&szlig;en. Auf dem langen Marsch der Bundeswehr von Himmerod zum Hindukusch waren die S&ouml;hne und Enkel, die heutzutage in den Streitkr&auml;ften der Bundesrepublik Deutschland dienen, sp&auml;testens mit diesem Bombenmassaker dort angekommen, wo ihre V&auml;ter und Gro&szlig;v&auml;ter in der Uniform der Gro&szlig;deutschen Wehrmacht dereinst aufgeh&ouml;rt hatten: n&auml;mlich mitten im Krieg.<br>\nDabei hatten jene Gr&uuml;ndungsv&auml;ter der Bundeswehr, die sich auf Gehei&szlig; Konrad Adenauers im Eifelkloster Himmerod einfanden, um die neuen deutschen Streitkr&auml;fte zu konzipieren, das genaue Gegenteil im Sinn gehabt. Konstitutiv f&uuml;r den Auftrag der Bundeswehr n&auml;mlich sollte die Friedenssicherung durch Abschreckung und, notfalls, Verteidigung sein. Namentlich Wolf Graf von Baudissin, der Spiritus Rector der Inneren F&uuml;hrung mit ihrem Leitbild vom &raquo;Staatsb&uuml;rger in Uniform&laquo;, wollte die zuk&uuml;nftigen Vaterlandsverteidiger vor allem als &raquo;Soldaten f&uuml;r den Frieden&laquo; verstanden wissen. (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sopos.org\/aufsaetze\/4b752b31d9929\/1.phtml\">Ossietzky<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Einladung Arbeitsloser in den Krieg<\/strong><br>\nBundeswehr und Bundesagentur f&uuml;r Arbeit schlossen Kooperationsabkommen<br>\nDie Bundeswehr leidet unter einem Mangel an Personal. Der Arbeitsmarkt &raquo;leidet&laquo; unter einem &Uuml;berschuss von Arbeitskr&auml;ften. Was l&auml;ge f&uuml;r die Werber des Milit&auml;rs n&auml;her, als aus den N&ouml;ten eine Tugend zu machen &ndash; Nachschub f&uuml;r die Milit&auml;rmacht Deutschland?<br>\nWie jetzt bekannt wurde, unterzeichneten der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit, Frank-J&uuml;rgen Weise, und Generalmajor Wolfgang Born, Stellvertreter des Personalzentrums im Bundesverteidigungsministerium und Beauftragter der Bundeswehr f&uuml;r die milit&auml;rische Personalgewinnung, k&uuml;rzlich in Bonn eine Kooperationsvereinbarung. Ziel sei es, den vom Milit&auml;r ben&ouml;tigten Personalbedarf zu decken &ndash; etwa 20 000 neue Rekruten ben&ouml;tigt die Bundeswehr jedes Jahr. Die Armee sei auf &raquo;leistungsbereite Frauen und M&auml;nner angewiesen, die bereit sind, sich zeitlich befristet den fachlichen wie pers&ouml;nlichen Anforderungen eines Einsatzes bei den Streitkr&auml;ften zu stellen&laquo;, hei&szlig;t es zum Kooperationsabkommen in der neuesten Ausgabe der Bundeswehr-Zeitung &raquo;aktuell&laquo;. Weise, selbst Oberst der Reserve, und Born betonten, auch f&uuml;r die Zeit nach der Soldatent&auml;tigkeit gute M&ouml;glichkeiten der Weiterbildung schaffen zu wollen.<br>\nIn mittlerweile elf St&auml;dten unterh&auml;lt die Bundeswehr in Arbeitsagenturen feste B&uuml;ros f&uuml;r Wehrdienstberatungen. In bundesweit etwa 850 Arbeitsagenturen f&uuml;hrt die Armee regelm&auml;&szlig;ig Veranstaltungen durch &ndash; meist kommt einmal im Monat der Wehrdienstberater. Die Bundeswehr profitiert bei ihren Rekrutierungsbem&uuml;hungen von einer schwachen Wirtschaft, dem Verlust vieler Arbeitspl&auml;tze und der in den letzten Jahren versch&auml;rften Sozialgesetzgebung. Die ist gerade f&uuml;r Menschen unter 25 Jahren mit Einschr&auml;nkungen und Disziplinierungen verbunden, die Menschen dieses Alters unter Umst&auml;nden empf&auml;nglich f&uuml;r vermeintlich lukrative Angebote machen.<br>\nIn K&ouml;ln soll es sogar Sanktionsandrohungen gegen Arbeitslose gegeben haben, die sich weigerten, zu Bundeswehr-Rekrutierungsveranstaltungen zu gehen. Wie wichtig die Vermittlungsrolle der Arbeitsagenturen f&uuml;r die Armee ist, zeigt das Beispiel Hamburg: Von 328 jungen Menschen, die im Januar 2007 in der Hansestadt ihren Dienst bei der Bundeswehr antraten, waren 107 zuvor arbeitslos. (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/165623.einladung-arbeitsloser-in-den-krieg.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung M.G.:<\/strong> Genau das ist doch auch eine L&ouml;sung neben Schneeschippen &ndash; ab nach Afghanistan. Sozialabbau und Rekrutierung erg&auml;nzen sich prima.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Afghanistan: Die starke Hand des Preisringers<\/strong><br>\nIn Helmand f&uuml;hren Nato-Truppen mit der afghanischen Armee eine Grossoffensive gegen die Taliban. Aber auch dort, wo nicht die Taliban das Sagen haben, regieren lokale Stammesmilizen, wie ein Besuch in der Provinz Urusgan zeigt. (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.woz.ch\/artikel\/print_18958.html\">woz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Kritik an katholischer Kirche<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li>Zollitsch emp&ouml;rt &uuml;ber Justizministerin&nbsp;<br>\nDer Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, hat Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) am Dienstagnachmittag dazu aufgefordert, ihre aus seiner Sicht ma&szlig;lose Kritik am Umgang der katholischen Kirche mit Missbrauchsf&auml;llen innerhalb von 24 Stunden zur&uuml;ckzunehmen.<br>\nEr k&ouml;nne sich keiner schlimmeren Attacke eines Mitglieds einer Bundesregierung gegen die katholische Kirche entsinnen, sagte Zollitsch bei der Fr&uuml;hjahrsvollversammlung der Bischofskonferenz in Freiburg. &bdquo;Sie hat ma&szlig;los gegen unsere katholische Kirche polemisiert.&ldquo; Noch f&uuml;r Dienstag sei ein Gespr&auml;ch zwischen Zollitsch und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zu den Einlassungen der Ministerin anberaumt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1\/Doc~ED68EA4CDDC674125AE476149EB009F3E~ATpl~Ecommon~Scontent.html?nwl_themendestages\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung M.G.:<\/strong> UNFASSBAR ! Zollitsch ist emp&ouml;rt ?  Dreister geht es nicht mehr, auch noch ein Ultimatum von 24 Std. zu stellen. Die Verbrechen an den Kindern, ja  die h&auml;tte die Kirche nach 24 Std. an die Staatsanwalt melden m&uuml;ssen &ndash; aber NICHTS geschah. &ndash; JAHRZENTELANG NICHTS BIS HEUTE!<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Was Zollitsch da macht, ist eine der ganz &uuml;blen Vorw&auml;rtsverteidigung einer Organisation, die bewusst die Verfolgung von Straftaten vereitelt hat und sich damit anma&szlig;t, selbst  Recht zu sprechen. Nachdem die Justizministerin endlich das richtige gesagt und gefordert hat, wird sofort und massiv interveniert. Hoffen wir, dass die Justizministerin nicht einknickt. Siehe auch: <a href=\"?p=4531\">&bdquo;Sexueller Missbrauch: Wann endlich geht&rsquo;s den Hehlern an den Kragen?&ldquo;<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Angriff der Justizministerin: Erzbischof ist w&uuml;tend<\/strong><br>\nDie Kritik der Justizministerin am Umgang der Kirche mit Missbrauchsf&auml;llen erz&uuml;rnt die Deutsche Bischofskonferenz. Erzbischof Zollitsch fordert ultimativ eine Korrektur der Aussagen. Leutheusser-Schnarrenberger k&uuml;ndigt eine schriftliche Antwort an. Die Justizministerin hatte am Montagabend in den Tagesthemen verlangt, die Verantwortlichen in der Kirche m&uuml;ssten &ldquo;endlich konstruktiv mit den Strafverfolgungsbeh&ouml;rden zusammenarbeiten&rdquo;. Es sei &ldquo;leider bisher nicht ersichtlich, dass sie ein aktives Interesse an wirklich r&uuml;ckhaltloser und l&uuml;ckenloser Aufkl&auml;rung gezeigt haben&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2347456&amp;em_loc=1231&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_polstart\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung OP:<\/strong> F&uuml;r den Erzbischof mag es schmerzhaft sein, dass ein Mitglied der Bundesregierung eine &ldquo;schwerwiegende Attacke&rdquo; gegen die katholische Kirche gef&uuml;hrt hat, aber im Prinzip hat die Justizministerien recht. Beziehen wir das Wort &bdquo;bisher&ldquo; auf das letzte Jahrzehnt, so hat die katholische Kirche mehr Vertuschung denn Aufkl&auml;rung&nbsp; betrieben, geschweige denn Zusammenarbeit mit staatlichen Stellen &ndash; im Gegenteil. Nicht nur in letzter Zeit, sondern seit Mitte der 90er Jahre wurden weltweit und auch in Deutschland &uuml;ber viele tausend F&auml;lle sexuellen Kindesmissbrauchs durch katholische Geistliche berichtet. Die Reaktion der katholischen Kirche bestand in einer Versch&auml;rfung der Geheimhaltung von F&auml;llen von Kindesmissbrauchs. Das Dokument tr&auml;gt den Titel Sacramentum sanctitatis tutela und verbietet den Bisch&ouml;fen ohne direkte Weisung durch den Vatikan Ma&szlig;nahmen zu ergreifen, die &uuml;ber eine erste Untersuchung der Anschuldigungen hinausgehen. Die Untersuchung unterliegt damit dem pontifikalen Geheimnis. In letzter Konsequenz hei&szlig;t das, dass die deutschen Bisch&ouml;fe nach vatikanischem Recht nicht verpflichtet sind, Mi&szlig;brauchsf&auml;lle deutschen staatlichen Stellen zur Anzeige zu bringen, sondern sich allein der Kongregation f&uuml;r die Glaubenslehre unterzuordnen haben. Der damalige Leiter der Kongregation und sicherlich Schlu&szlig;redakteur des Dokuments war Joseph Kardinal Ratzinger, der heutige Papst. In einem Bericht der &bdquo;Initiative Kirche von unten&ldquo; wird dieses Vorgehen als <a href=\"http:\/\/kirche-von-unten.org\/html\/archiv\/ikvu\/missbrauch\/un-bericht.pdf\">&bdquo;eine direkte Verletzung des deutschen Rechts&ldquo; [PDF &ndash; 230 KB]<\/a> gewertet.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>EKD stellt K&auml;&szlig;manns Eignung infrage<\/strong><br>\nIhre Fahrt mit mehr als 1,5 Promille im Blut k&ouml;nnte die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland ihr Amt kosten. Die EKD ber&auml;t derzeit &uuml;ber die Folgen.<br>\n(&hellip;) Als Bisch&ouml;fin und seit Oktober Ratsvorsitzende steht K&auml;&szlig;mann h&auml;ufig in der &Ouml;ffentlichkeit. Bereits ihre Wahl &ndash; als erste und dazu noch geschiedene Frau &ndash; an die Spitze der Evangelischen Kirche in Deutschland l&ouml;ste einen Eklat mit der russisch-orthodoxen Kirche aus, die daraufhin die Zusammenarbeit aufk&uuml;ndigte. Zuletzt sorgte ihre &ouml;ffentliche, rigorose Positionierung gegen den Krieg in Afghanistan und den dortigen Einsatz der Bundeswehr f&uuml;r Aufsehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2010-02\/kaessmann-alkohol-kirche\">Die Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung P.K.:<\/strong> Die Bisch&ouml;fin h&auml;tte wissen m&uuml;ssen, dass sie mit ihrer Positionierung gegen den Krieg in Afghanistan unter versch&auml;rfter Beobachtung stand. Der Missbrauchsskandal an der Jesuitenschule und nicht nur dort kann jetzt erstmal aus den Schlagzeilen verschwinden.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Na ja, die Zeit. Hoffentlich geht sie nicht. Zu K&auml;smann siehe auch Schramm in <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/beitrag\/video\/980398\/Neues-aus-der-Anstalt---Folge-32#\/beitrag\/video\/980398\/Neues-aus-der-Anstalt---Folge-32\">&bdquo;Neues aus der Anstalt&ldquo;<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Westerwelle kassierte Honorar von Liechtensteiner Bank<\/strong><br>\nGuido Westerwelle hat die Nebeneink&uuml;nfte ordnungsgem&auml;&szlig; deklariert: 35 Vortr&auml;ge f&uuml;r Firmen und Verb&auml;nde, juristisch alles einwandfrei. Politisch brisant sind solche Jobs aber doch &ndash; wenn es sich beim Auftraggeber um eine Liechtensteiner Bank handelt, bei der deutsches Schwarzgeld versteckt wurde. Bei seinem bezahlten Vortrag (&ldquo;Globalisierung &ndash; Chancen aus liberaler Sicht&rdquo;) wetterte Westerwelle im April 2007 unter anderem gegen &ldquo;Staaten mit staatsb&uuml;rokratischer Bevormundung&rdquo; und erfreute die geladenen G&auml;ste aus Wirtschaft und Politik mit einer Bemerkung &uuml;ber den damaligen Steuerstreit zwischen Schweiz und EU. So dozierte der Politiker, dass sich &ldquo;diejenigen &uuml;ber den Steuerwettbewerb beklagen, die ihre Hausaufgaben nicht gemacht haben&rdquo;. Die Bank und ihre G&auml;ste kamen offenbar auf ihre Kosten: F&uuml;r seine Ausf&uuml;hrungen, schrieb die &ldquo;Neue Z&uuml;rcher Zeitung&rdquo; damals, habe Westerwelle bei den Anwesenden viel Zustimmung und zahlreiche Lacher geerntet. Der Vortrag in Z&uuml;rich wirft einen Schatten auf die Rolle der FDP in der aktuellen Debatte um den umstrittenen Ankauf weiterer CDs mit den Daten deutscher Steuers&uuml;nder. Bislang hielt sich Westerwelle in dieser Angelegenheit auff&auml;llig zur&uuml;ck. Indirekt kritisierte er den Ankauf der Daten: Zwar sei Steuerhinterziehung &ldquo;kein Kavaliersdelikt&rdquo;, erkl&auml;rte er, aber dennoch d&uuml;rfe sich der Staat &ldquo;nicht zum Mitt&auml;ter von Dieben&rdquo; machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,druck-679617,00.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Sch&ouml;nen der Bilanz als Norm<\/strong><br>\nEs herrscht in der Politik und in den Medien viel Entr&uuml;stung um wenig Neues. Dass Griechenland mit Hilfe der Investmentbank Goldman Sachs durch kreative, aber als legal angesehene Finanztransaktionen die offizielle Neuverschuldung und Gesamtverschuldung reduziert und damit die B&uuml;cher gesch&ouml;nt hat, ist seit Jahren zumindest in den Grundz&uuml;gen bekannt. Ausserdem ist Griechenland keineswegs das einzige Land, das mit diversen Methoden die effektive Schuldensituation verschleiert. Auch angesichts der Tatsache, dass der Beitritt Griechenlands zur W&auml;hrungsunion auf der Basis zweifelhafter Statistiken stattfand, wirkt die Aufregung k&uuml;nstlich. Man hatte in Br&uuml;ssel und den nationalen Hauptst&auml;dten bisher weggesehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/finanzen\/nachrichten\/schoenen_der_bilanz_als_norm_1.5046751.html?printview=true\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a>Das Vorletzte: <strong>Pispers wieder in Hochform<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/radio\/wdr2\/westzeit\/detail.phtml?id=493439\">WDR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a>Zu guter Letzt: <strong>Volker Pispers &uuml;ber Gentechnik<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch_popup?v=yC_5OvfELD0\">YouTube<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung M.B.:<\/strong> Diese Nummer ist von 1992 oder 1993 und Volker Pispers rechnete schon mit einem Arbeitgeberanteil von 7%. Da kann einem schon das Lachen im Hals stecken bleiben.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Heute unter anderem zu folgenden Themen: Sozialstaat; Das B&uuml;rgergeld; Rentnergang; Pilotenstreik; ZDF Frontal21; DB Berliner S-Bahn; Einladung Arbeitsloser in den Krieg; Afghanistan: Die starke Hand des Preisringers; Kritik an katholischer Kirche; K&auml;&szlig;mann; Westerwelle Honorar Liechtenstein Bank; Pispers<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4572\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4572","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4572","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4572"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4572\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4575,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4572\/revisions\/4575"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4572"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4572"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4572"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}