{"id":45759,"date":"2018-08-31T08:40:33","date_gmt":"2018-08-31T06:40:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45759"},"modified":"2018-08-31T08:40:33","modified_gmt":"2018-08-31T06:40:33","slug":"hinweise-des-tages-3195","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45759","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45759#h01\">Die transatlantischen Blendgranaten des Heiko Maas<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45759#h02\">Neue alte Kriege<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45759#h03\">Maa&szlig;en tritt die Verfassung mit F&uuml;&szlig;en<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45759#h04\">Wie man in einem Gutachten &uuml;ber &bdquo;soziale Wohnungspolitik&ldquo; das Soziale wegdefiniert und ein existenzielles Gut auf einen &bdquo;Markt&ldquo; zu werfen versucht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45759#h05\">Fragw&uuml;rdige Strafen: Wie das Jobcenter Hartz-IV-Bezieher schikaniert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45759#h06\">Trotz Fachkr&auml;ftemangels: Neueinstellungen sind zu 41 Prozent befristet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45759#h07\">Mit Taucherflossen zur Arbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45759#h08\">Warum das Gesundheitssystem der USA so abgebrannt ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45759#h09\">Sammelbecken f&uuml;r Islamisten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45759#h10\">Bolivien sitzt auf dem Trockenen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45759#h11\">VW-Dieselgate: 22.600 Verfahren in Deutschland, Vergleiche als Prozessstrategie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45759#h12\">Ex-Staatssekret&auml;r Losse-M&uuml;ller wird Partner: EY investiert in das Gesch&auml;ft mit dem Staat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45759#h13\">Das Letzte: Der Pr&auml;sident, der nicht sparen kann<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die transatlantischen Blendgranaten des Heiko Maas<\/strong><br>\nDar&uuml;ber, wie der Atlantik Council geholfen hat, den transatlantisch unzuverl&auml;ssigen Sigmar Gabriel aus dem Amt des Parteivorsitzenden und Spitzenkandidaten und dann auch des Au&szlig;enministers zu mobben, und Heiko Maas zu seinem Nachfolger als Au&szlig;enminister werden zu lassen, habe ich hier bereits geschrieben (&ldquo;Von Gabriel &uuml;ber Schulz zu Maas: Der Atlantic Council hat gewonnen&rdquo;). Um so interessanter, dass ausgerechnet dieser Heiko Maas, mit Forderungen nach einem neuen Verh&auml;ltnis zu den USA Schlagzeilen macht. Doch was genau will Heiko Maas, jenseits dieser Schlagzeilen, die ihn als taffen Politiker erscheinen lassen, erreichen? Er will, dass &bdquo;wir (Europ&auml;er) unseren ausgewogenen Teil der Verantwortung &uuml;bernehmen (&hellip;) indem wir unser Gewicht einbringen, wo sich Amerika zur&uuml;ckzieht.&ldquo;<br>\nDas ist genau das, was schon Obama und noch deutlicher Trump eingefordert haben. Washington will Entlastung bei seinen Interventionen in aller Welt. Es will sich auf Asien konzentrieren k&ouml;nnen, wo mit China ein m&auml;chtiger Konkurrent um die Vorherrschaft aufsteigt. Europa soll sich als Hilfspolizei st&auml;rker um die eigene Nachbarschaft, einschlie&szlig;lich Afrika k&uuml;mmern. Daf&uuml;r muss, so Maas, &bdquo;die Europ&auml;ische Union zu einer tragenden S&auml;ule der internationalen Ordnung werden, zu einem Partner f&uuml;r alle, die dieser Ordnung verpflichtet sind.&ldquo; Oder anders ausgedr&uuml;ckt: &bdquo;Zu einer balancierten Partnerschaft geh&ouml;rt, dass wir Europ&auml;er einen ausgewogenen Teil der Verantwortung &uuml;bernehmen. Nirgendwo ist die transatlantische Bindung f&uuml;r uns so unentbehrlich wie bei der Sicherheit. Wir brauchen die USA. Es liegt in unserem Interesse, den europ&auml;ischen Pfeiler des nordatlantischen B&uuml;ndnisses (vulgo: Nato) zu st&auml;rken.&ldquo;<br>\nDenn: &bdquo;Wenn wir mehr Verantwortung &uuml;bernehmen, sorgen wir daf&uuml;r, dass sich Amerikaner und Europ&auml;er auch k&uuml;nftig aufeinander verlassen k&ouml;nnen.&ldquo;<br>\nDas ist leicht zu &uuml;bersetzen: Trump hat gedroht, den &bdquo;Schutz&ldquo; der USA nur noch denen zu gew&auml;hren, die einen ausreichenden Beitrag zur Durchsetzung der US-Interessen in der Welt leisten. Also will Maas diesen Beitrag erh&ouml;hen, damit wir auch k&uuml;nftig unter dem &bdquo;Schutz&ldquo; der USA stehen d&uuml;rfen. Das ist, was mit &bdquo;balanciert&ldquo; gemeint ist. Diesem Zweck diene die (von Trump eingeforderte) Erh&ouml;hung der Milit&auml;rausgaben, die nun um den Aufbau einer Europ&auml;ischen Sicherheits- und Verteidigungsunion&ldquo; erg&auml;nzt werden m&uuml;ssen. Das ist aus US-Sicht wichtig, denn der dortige Verteidigungsminister braucht eine Telefonnummer, die er anrufen kann, wenn er einen Auftrag f&uuml;r eine friedensstiftende Milit&auml;rintervention zu vergeben hat. Passend zu Maas Forderungen hat nun auch sein Parteifreund und Finanzminister Olaf Scholz eine neue europ&auml;ische Verteidigungspolitik gefordert, die Fusionen von R&uuml;stungsfirmen erleichtert. (&hellip;) Mit all dem h&auml;tte Maas noch keine gro&szlig;en Schlagzeilen bekommen. Die bekam er wegen einer weiteren Forderung:<br>\n&bdquo;Es ist unverzichtbar, dass wir europ&auml;ische Autonomie st&auml;rken, indem wir von den USA unabh&auml;ngige Zahlungskan&auml;le einrichten, einen Europ&auml;ischen W&auml;hrungsfonds schaffen und ein unabh&auml;ngiges Swift-System aufbauen.&ldquo;<br>\nDazu muss man wissen. Swift, das den internationalen Zahlungsverkehr zwischen Banken abwickelt, ist eine belgische Genossenschaft. Dass die USA alle Transaktionen einsehen k&ouml;nnen, und entsprechend wirkungsvoll alle Banken bedrohen k&ouml;nnen, die Zahlungen f&uuml;r den Iran abwickeln, liegt an einem Abkommen das die EU-Kommission mit Washington abgeschlossen hat und an dem sie gegen den Willen des EU-Parlaments festh&auml;lt. (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/1014-maas-partnerschaft\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<p><strong>dazu: Partnerschaft mit den USA &bdquo;neu vermessen&ldquo;<\/strong><br>\nDie unreflektierten Vorstellungen des Bundesau&szlig;enministers Heiko Maas<br>\nEs ist schon lange an der Zeit, das deutsch-amerikanische Verh&auml;ltnis neu zu bewerten. Der Zweite Weltkrieg liegt 73 Jahre zur&uuml;ck, und 1990 wurde bei der Vereinigung der beiden deutschen Staaten das Besatzungsrecht aufgehoben. Deutschland wurde mit dem Zwei-plus-Vier-Vertrag de jure souver&auml;n, de facto blieb es das Einfluss- und Interessengebiet der USA. Dass deutsche Regierungspolitiker erst jetzt auf die Idee kommen, die Partnerschaft mit den USA &bdquo;neu zu vermessen&ldquo; &ndash; wie Bundesau&szlig;enminister Heiko Maas k&uuml;rzlich im Handelsblatt erkl&auml;rte &ndash;, muss allerdings verwundern. Das ist offensichtlich nur m&ouml;glich, weil Pr&auml;sident Donald Trump in den Augen der Anti-Trump-Koalition, zu der die deutsche Bundesregierung geh&ouml;rt, eine Unperson ist. Deswegen ist es kein Antiamerikanismus mehr, wenn der US-Pr&auml;sident kritisiert wird und sozusagen hinterhergeschoben deutsche Interessen angemeldet werden. Wom&ouml;glich pro forma, denn die Vorstellungen von Maas sind in vielerlei Hinsicht unreflektiert, wenn nicht sogar Camouflage, Tarnung f&uuml;r anderes. Noch in seiner Antrittsrede schlug Maas einen aggressiven Ton gegen&uuml;ber Russland an. Er sagte, Russlands v&ouml;lkerrechtswidrige Annexion der Krim und die andauernde Aggression gegen die Ukraine k&ouml;nne man nicht hinnehmen. Die Ukraine-Krise bleibe &bdquo;ein Test unserer Entschlossenheit und unserer Geschlossenheit &ndash; in der Europ&auml;ischen Union, aber auch mit den amerikanischen Verb&uuml;ndeten&ldquo;. Er sagte weiter: Wenn Russland &bdquo;sich selbst immer mehr in Abgrenzung, ja teilweise Gegnerschaft zu vielen im Westen&ldquo; definiere, ver&auml;ndere das &bdquo;die Realit&auml;t der deutschen Au&szlig;enpolitik&ldquo;. Im Fall des Giftanschlags gegen den Spion Skripal nahm Maas die russlandfeindliche Position Londons ein, obwohl keinerlei Beweise vorgelegt worden sind. Das ist die &uuml;bliche Litanei angeblicher Verbrechen Wladimir Putins: Worth&uuml;lsen und Verdrehungen des tats&auml;chlichen politischen Geschehens.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kenfm.de\/partnerschaft-mit-den-usa-neu-vermessen\/%20\">Wolfgang Bittner bei KenFM<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Neue alte Kriege<\/strong><br>\nDer Wirtschaftskrieg braucht eine milit&auml;rische Drohkulisse<br>\nIn den letzten drei Jahrzehnten war der Antikriegstag f&uuml;r viele allenfalls etwas Traditionalistisch-Gestriges. Seit dem &bdquo;Fall der Mauer&ldquo;, so der verbreitete Glaube, sei die Kriegsgefahr gebannt, eine Friedensdividende werde dem &bdquo;globalen Weltdorf&ldquo; Wohlstand und Sicherheit bringen. Bestenfalls der naiv-romantische Glaube an das Gute im Kapitalismus.<br>\n20 Kriege und 385 Konflikte hat das Heidelberger Institut f&uuml;r internationale Konfliktforschung f&uuml;r 2017 gez&auml;hlt. 68,5 Millionen Menschen sind laut UNHCR weltweit auf der Flucht. 2,9 Mio. mehr als 2016. Der gr&ouml;&szlig;te Anstieg in der Geschichte der UN-Organisation. Die globale R&uuml;stungsausgaben stiegen 2017 laut SIP&shy;RI auf 1,74 Billionen US-Dollar.<br>\nWir befinden uns im Krieg und Deutschland ist Kriegspartei. Deutsche Waffen, deutsches Geld &hellip; Wenn es nach Schwarz-Rosa geht &ndash; Gr&uuml;ne und FDP stehen dem nicht nach &ndash; soll das in Zukunft deutlich mehr werden: 2 Prozent des BIP f&uuml;r R&uuml;stungsausgaben, das w&auml;ren dann rund 80 Milliarden Euro. F&uuml;r das Geld gibt es mehr deutsche Panzer, Fregatten und Flugzeuge f&uuml;r den Einsatz im &bdquo;Krisenbogen von Nordafrika &uuml;ber die Sahelzone, das Horn von Afrika, den Nahen und Mittleren Osten bis nach Zentralasien&ldquo;. (Wei&szlig;buch Bundeswehr, 2016)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/de\/5035\/internationale_politik\/9226\/Neue-alte-Kriege.htm\">unsere zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Maa&szlig;en tritt die Verfassung mit F&uuml;&szlig;en<\/strong><br>\nDer Pr&auml;sident des Bundesamts f&uuml;r Verfassungsschutz hat das Parlament bewusst belogen. Sein Umgang mit dem Fall des Attent&auml;ters Anis Amri l&auml;sst tief blicken.<br>\nDer Chef des Inlandsgeheimdiensts hat das Parlament belogen. Anfang 2017 war es, zw&ouml;lf Menschen waren beim Terroranschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt gestorben, Dutzende lagen noch in Krankenh&auml;usern, da lie&szlig; der Pr&auml;sident des Bundesamts f&uuml;r Verfassungsschutz (BfV), Hans-Georg Maa&szlig;en, versichern: &ldquo;Im Umfeld&rdquo; des Attent&auml;ters Anis Amri habe sein Geheimdienst &ldquo;keine V-Leute&rdquo; im Einsatz gehabt. Also keine Spitzel, die fr&uuml;hzeitig etwas h&auml;tten merken k&ouml;nnen. Das entsprach nicht der Wahrheit, und Maa&szlig;en wusste das.<br>\nMaa&szlig;en steht bereits unter massivem Druck wegen diverser Gespr&auml;chskontakte zu Politikern der AfD. Es gibt Forderungen nach einem R&uuml;cktritt. Nun kommt die Aff&auml;re im Fall Amri hinzu, die ein Schlaglicht auf Maa&szlig;ens Amtsverst&auml;ndnis wirft. Der Verfassungsschutz hatte, wie Recherchen diverser Medien zeigen, einen heimlichen Zutr&auml;ger in unmittelbarer N&auml;he zu Amri platziert, n&auml;mlich unter den Betern in der radikalen Fussilet-Moschee in Berlin-Moabit. In der Moschee verkehrte Amri regelm&auml;&szlig;ig, sogar noch in den Stunden vor seinem t&ouml;dlichen Anschlag.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/meinung-am-mittag-verfassungsschutz-maassen-tritt-die-verfassung-mit-fuessen-1.4110382\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><strong>dazu: Blo&szlig; nichts hochkochen!<\/strong><br>\nVerfassungsschutz verschwieg nach Berliner Terroranschlag V-Mann-Einsatz im Umfeld des mutma&szlig;lichen Hauptt&auml;ters. Parallelen zur NSU-Vertuschung [&hellip;]<br>\nDer Verfassungsschutz wies nach Angaben der Deutschen Presseagentur am Donnerstag alle &raquo;Mutma&szlig;ungen zu Gespr&auml;chsinhalten&laquo; zur&uuml;ck. Ein BfV-Sprecher behauptete demnach, das Bundesamt habe alle Unterlagen im Zusammenhang mit dem Anschlag den zust&auml;ndigen Bundestagsaussch&uuml;ssen vorgelegt.<br>\nDer FDP-Obmann in dem Ausschuss, Benjamin Strasser, sprach gegen&uuml;ber der dpa von einem weiteren &raquo;Versagen&laquo; des Verfassungsschutzes, das nun im Raum stehe, nachdem der Geheimdienst schon im Fall des NSU &raquo;versagt&laquo; habe. &raquo;Mein Eindruck ist, dass es immer mehr um den Schutz des Pr&auml;sidenten des BfV und seiner Beh&ouml;rde als um den Schutz des V-Mannes geht&laquo;, sagte Strasser. Im Fr&uuml;hsommer 2018 hatte der FDP-Mann an die parlamentarische Anfrage der Gr&uuml;nen angekn&uuml;pft. Er wollte von der Bundesregierung wissen, ob es V-Leute gab, &raquo;die im mittelbaren und unmittelbaren Umfeld der &shy;Fussilet-Moschee in Berlin aufh&auml;ltig waren und Kontakte mit dem sp&auml;teren Attent&auml;ter&laquo; hatten. Die Regierung verneinte dies nun nicht mehr, sondern zog es vor zu antworten, dass sie keine Auskunft geben werde: &raquo;Eine weitergehende Beantwortung der Anfrage kann nach sorgf&auml;ltiger Abw&auml;gung nicht erfolgen.&laquo; Begr&uuml;ndung: Sie w&uuml;rde das Staatswohl gef&auml;hrden.<br>\nIm Fall der auch als &raquo;Operation Konfetti&laquo; bekannten BfV-Aktenvernichtung im NSU-Komplex Ende 2011 hatte der verantwortliche Referatsleiter sp&auml;ter als Grund angegeben, die Menge der V-Leute im Umfeld der untergetauchten Neonazis habe unangenehme Fragen bef&uuml;rchten lassen. &raquo;Die nackten Zahlen sprachen ja daf&uuml;r, dass wir wussten, was da l&auml;uft&laquo;, so der Beamte &raquo;Lothar Lingen&laquo; im Oktober 2014 in einer Vernehmung durch die Bundesanwaltschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/338901.vertuschen-und-leugnen-blo%C3%9F-nichts-hochkochen.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Wie man in einem Gutachten &uuml;ber &bdquo;soziale Wohnungspolitik&ldquo; das Soziale wegdefiniert und ein existenzielles Gut auf einen &bdquo;Markt&ldquo; zu werfen versucht<\/strong><br>\nManche Beratungsgremien in der Politik haben eine sehr lange Geschichte. So beispielsweise der Wissenschaftliche Beirat beim Bundesministerium f&uuml;r Wirtschaft und Energie. F&uuml;r alle historisch interessierten Leser: &raquo;Die Wurzeln des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesministerium f&uuml;r Wirtschaft und Energie reichen zur&uuml;ck bis in die Zeit des Zweiten Weltkrieges. Ab 1943 trafen sich einige der sp&auml;teren Beiratsmitglieder unter dem Vorsitz von Prof. Erwin von Beckerath, um die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands nach dem Krieg vorzubereiten. Diese sogenannte &bdquo;Arbeitsgemeinschaft Erwin von Beckerath&ldquo; ging in dem Anfang 1948 gegr&uuml;ndeten Beirat auf, der am 23. Januar 1948 auf Einladung der Verwaltung f&uuml;r Wirtschaft des Vereinigten Wirtschaftsgebietes, dem Vorl&auml;ufer des Bundesministeriums f&uuml;r Wirtschaft und Energie, in K&ouml;nigstein\/Taunus formell konstituiert wurde. Der Beirat hatte 17 Gr&uuml;ndungsmitglieder, darunter die Professoren Franz B&ouml;hm, Walter Eucken, Alfred M&uuml;ller-Armack, Oswald v. Nell-Breuning, Erich Preiser und Karl Schiller.&laquo;<br>\nDem Beirat geh&ouml;ren momentan 38 Mitglieder an. Alles Hochschullehrer aus den Bereichen Wirtschafts- und Rechtswissenschaften. Die melden sich regelm&auml;&szlig;ig mit Gutachten zu Wort. Er wird viele nicht &uuml;berraschen, dass die Mitglieder des Beirats den Mainstream der deutschen &Ouml;konomie repr&auml;sentieren. Was dann auch ganz bestimmte Ergebnisse erwarten l&auml;sst. Das kann man machen, wenn es beispielsweise um &bdquo;Sharing Economy&ldquo; und Wirtschaftspolitik oder Zur Diskussion um Bargeld und die Null-Zins-Politik der Zentralbank geht. Aber wenn sich so ein Gremium zu Wort meldet in Kernbereichen der Sozialpolitik und dabei auch noch zu einer Frage von existenzieller Bedeutung f&uuml;r Millionen Menschen, n&auml;mlich der Wohnungsfrage, dann muss der Beirat damit rechnen, dass man besonders kritisch hinschaut, was da an Kritik und Empfehlungen vorgetragen wird. Und schon die &Uuml;berschrift des hier interessierenden neuen Gutachtens sensibilisiert die Beobachter des Gremiums von au&szlig;en: Soziale Wohnungspolitik. So kurz und knapp ist das Werk &uuml;berschrieben, das sich mit einer der ganz gro&szlig;en sozialen Fragen unserer Zeit besch&auml;ftigt: Der Wohnraumversorgung, der Gleichzeitigkeit von Leerst&auml;nden hier und Wohnungsnot dort &ndash; bis hin zur Wohnungs- und Obdachlosigkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2018\/08\/29\/wie-man-in-einem-gutachten-ueber-soziale-wohnungspolitik-das-soziale-wegdefiniert\/\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Fragw&uuml;rdige Strafen: Wie das Jobcenter Hartz-IV-Bezieher schikaniert<\/strong><br>\nHinter Hartz steckt auch die Idee, Druck auf Arbeitslose auszu&uuml;ben, Arbeit anzunehmen. &ldquo;Niemandem wird es k&uuml;nftig gestattet sein, sich zu Lasten der Gemeinschaft zur&uuml;ckzulehnen. Wer zumutbare Arbeit ablehnt &ndash; und wir werden die Zumutbarkeitskriterien ver&auml;ndern &ndash; der, meine Damen und Herren, wird mit Sanktionen rechnen m&uuml;ssen&rdquo;, formulierte es 2003 Bundeskanzler Gerhard Schr&ouml;der (&hellip;)<br>\nZumutbare Arbeit ablehnen, zu wenige Bewerbungen schreiben, Termine beim Jobcenter schw&auml;nzen: All das kann die sogenannte &ldquo;St&uuml;tze&rdquo; kosten. Doch die Jobcenter schie&szlig;en oft &uuml;bers Ziel hinaus, findet Rechtsanwalt Dirk Feiertag. Rund 90 Prozent aller Sanktionsbescheide seien fehlerhaft, werden aber dennoch wirksam, weil sich Betroffene nicht zu wehren wissen. Das kennt Feiertag aus eigener Praxis: &ldquo;Ich habe hier F&auml;lle gehabt, da hat sich ein Mann &uuml;ber Monate von Bl&auml;ttern ern&auml;hrt, weil er tats&auml;chlich kein Geld bekommen hat, noch nicht einmal Lebensmittelgutscheine. Die Dunkelziffer von Menschen, die nie zum Anwalt gehen, die nicht zum Gericht gehen, die keinen Widerspruch einlegen, ist gerade bei Sanktionen unheimlich hoch. Das Leid, was dadurch verursacht wird, ist extrem.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.daserste.de\/information\/wirtschaft-boerse\/plusminus\/sendung\/strafen-fuer-hartz-vier-bezieher-100.html\">plusminus<\/a>\n<p><strong>dazu: Sanktionen im SGB II und wie das BVerfG weiterhin unt&auml;tig ist<\/strong><br>\nDas zweite Vorlageverfahren zur Pr&uuml;fung der Verfassungskonformit&auml;t der Sanktionen ist seit dem 02.August 2016 beim BVerfG anh&auml;ngig. Eigentlich wollte das BVerfG dar&uuml;ber schon letztes Jahr entscheiden, hat aber dann wegen anderer Verfahren daf&uuml;r keine Zeit gefunden. Zuletzt mit Datum vom 24.05.2018 teilte das BVerfG mit:<br>\n&bdquo;Der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts strebt an, das vorgenannte Verfahren noch in diesem Jahr zu entscheiden. Ein genauer Entscheidungstermin steht derzeit noch nicht fest&ldquo;.<br>\nGetan hat sich bisher nichts, das Verfahren ist weiterhin <a href=\"https:\/\/www.bundesverfassungsgericht.de\/DE\/Verfahren\/Jahresvorausschau\/vs_2018\/vorausschau_2018_node.html;jsessionid=26472ED624A7C5E89289E57D18477B87.2_cid383\">an 22. Stelle anh&auml;ngig<\/a>.<br>\nWas aber passiert ist, dass sich bei der Politik etwas bewegt hat. Der deutsche Landkreistag will die Sanktionen &ldquo;vereinfachen&rdquo; also die &ldquo;Angleichung der Regelungen f&uuml;r &Auml;ltere und J&uuml;ngere&rdquo;. Das bedeutet, das Sondersanktionsregime gegen U25&rsquo;er aufzugeben, auch Frau Nahles will nun  Sanktionen f&uuml;r j&uuml;ngere Hartz-IV-Empf&auml;nger abschaffen.<br>\nIm Kontext des BVerfG-Verfahrens l&auml;uft in der Politik die Einsicht, dass sich was bewegen muss. Jetzt muss sich nur das BVerfG mal konkret bewegen und sich positionieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/tacheles-sozialhilfe.de\/startseite\/tickerarchiv\/d\/n\/2399\/\">Tacheles e.V.<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Ein wichtiges Thema auch f&uuml;r die Erneuerung der SPD. Hier h&auml;tte Frau Nahles bereits als Bundesarbeitsministerin eingreifen k&ouml;nnen. Als SPD-Bundesvorsitzende k&ouml;nnte sie ihr Vers&auml;umnis zusammen mit ihrem Nachfolger, Herr Heil, nachholen. Damit w&uuml;rde auch Druck von der Arbeitnehmerschaft genommen &ndash; der (urspr&uuml;nglichen) W&auml;hlerschaft dieser Partei. Oder soll die Erneuerung der Partei stattfinden, ohne an wesentlichen inhaltlich-programmatischen Fehlentwicklungen zu r&uuml;tteln?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Trotz Fachkr&auml;ftemangels: Neueinstellungen sind zu 41 Prozent befristet<\/strong><br>\nTrotz des Job-Booms werden immer noch 41 Prozent der Arbeitnehmer, die eine neue Stelle antreten, befristet eingestellt. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf Anfrage der Linksfraktion hervor, die unserer Redaktion vorliegt. Die Bundesregierung wiederum beruft sich auf Daten des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt und Berufsforschung. Junge Menschen unter 25 Jahre sind mit 46 Prozent besonders betroffen. Frauen werden (zu 45 Prozent) h&auml;ufiger auf Zeit eingestellt als M&auml;nner. Weniger als die H&auml;lfte der Arbeitnehmer, die nur &uuml;ber einen Zeitvertrag verf&uuml;gen, werden sp&auml;ter &uuml;bernommen. Wie auch aus der Antwort der Bundesregierung hervorgeht, liegt die innerbetriebliche &Uuml;bernahmequote bei 42 Prozent.<br>\n&bdquo;Sichere und gute Arbeit hat auch in dieser gro&szlig;en Koalition keine Lobby &ndash; gerade junge Menschen und Frauen wird eine planbare, sichere Zukunft verwehrt&ldquo;, kritisierte Susanne Ferschl, Vize-Chefin der Linksfraktion im Bundestag. Es sei h&ouml;chste Zeit, Befristungen auf ein Mindestma&szlig; zu reduzieren und sachgrundlose Befristungen ganz zu verbieten, betonte sie.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/wirtschaft\/arbeit\/trotz-fachkraeftemangel-neueinstellungen-sind-zu-41-prozent-befristet_aid-32219391\">RP Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Mit Taucherflossen zur Arbeit<\/strong><br>\nJeden Morgen schwimmt Jutta Maa&szlig;en durch den Main, um p&uuml;nktlich zur Arbeit zu kommen. Schuld an der Misere ist die F&auml;hre. [&hellip;]<br>\nDas t&auml;gliche Schwimmen hat einen einfachen Grund. Die Stadt Seligenstadt hat die F&auml;hrzeiten verk&uuml;rzt, um Personalkosten zu senken. Seitdem startet das erste Schiff anstatt um 6 Uhr erst um viertel vor zehn. Ein Umweg auf dem Rad kommt f&uuml;r Maa&szlig;en nicht in Frage: Die n&auml;chste Br&uuml;cke &uuml;ber den Fluss liegt fast zehn Kilometer flussabw&auml;rts. &bdquo;Keine F&auml;hre und eine knappe Stunde Umweg, da gab es nicht viel zu &uuml;berlegen: rein ins Wasser.&ldquo; [&hellip;]<br>\nGro&szlig;e Hoffnung, dass die F&auml;hre demn&auml;chst wieder fr&uuml;her ablegt, macht sich Maa&szlig;en nicht. Eine Petition, die auch sie unterschrieben hat, blieb bislang ohne Erfolg. &bdquo;Irgendwann war mal ein Br&uuml;ckenbau angedacht, aber daraus wurde auch nichts.&ldquo; Trotz der ge&auml;nderten F&auml;hrzeiten nutzen viele Ausfl&uuml;gler das Schiff. &bdquo;Eine Br&uuml;cke w&uuml;rde das wohl das Aus f&uuml;r die F&auml;hre bedeuten&ldquo;, sagt Maa&szlig;en. An ihrem au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Weg zur Arbeit wird sich wohl so bald nichts &auml;ndern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/rhein-main\/ungewoehnlicher-arbeitsweg-frau-schwimmt-ueber-den-main-zur-arbeit-15760317.html\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Warum das Gesundheitssystem der USA so abgebrannt ist<\/strong><br>\nDer Ruf nach der Einf&uuml;hrung einer universellen Krankenversicherung nach europ&auml;ischem Vorbild wird in den USA wieder laut. Aus gutem Grund. Das privat getragene US-Modell gilt als teuer und ineffizient<br>\nKara Eastman hat gerade erfolgreich eine Revolte angef&uuml;hrt. Die US- Politikerin aus Nebraska will das US-Gesundheitssystem auseinandernehmen und neu zusammenbauen. Sie fordert die Einf&uuml;hrung einer universellen Krankenversicherung f&uuml;r alle B&uuml;rger in den Vereinigten Staaten. Eastman, Mitte 40, kandidiert f&uuml;r die Demokraten in Nebraska. Im Herbst will sie in den Kongress in Washington einziehen. Ihr Vorschlag ist in den Augen vieler US-W&auml;hler problematisch. Das dortige Gesundheitssystem baut auf Freiwilligkeit und individuellen Auswahlm&ouml;glichkeiten auf. Eastman verlangt, dass der Staat k&uuml;nftig jeden B&uuml;rger dazu verpflichtet, sich versichern zu lassen. F&uuml;r viele Amerikaner klingt das nach Sozialismus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/derstandard.at\/2000085462947\/Make-America-healthy-again%20\">der Standard<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers R.U.:<\/strong> Dieser Bericht im wirtschaftsliberalen &ldquo;derStandard&rdquo;! Und die aktuelle &ouml;sterreichische Regierung ist gerade dabei das System zu &ldquo;veramerikanisieren&rdquo; &ndash; mit Unterst&uuml;tzung der UNIQA (Versicherungskonzern) in Form des Finanzministers Hartwig L&ouml;ger.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Sammelbecken f&uuml;r Islamisten<\/strong><br>\nTausende Soldaten, Eliteeinheiten, schweres milit&auml;risches Ger&auml;t &ndash; die syrische Armee zeigt im S&uuml;den und Westen der Provinz Idlib Pr&auml;senz. Das Szenario &auml;hnelt dem, was der Befreiung von Ostaleppo, der &ouml;stlichen Vororte der Ghuta und der s&uuml;dwestlichen Provinzen Deraa und Kuneitra vorausging. Hubschrauber kreisen und werfen Flugbl&auml;tter ab, die die K&auml;mpfer zum Einlenken aufrufen: &raquo;Der Krieg geht dem Ende zu&laquo;, ist zu lesen, es sei &raquo;Zeit, das Blutvergie&szlig;en zu beenden&laquo;. Die Bewohner von Idlib sollten der Vers&ouml;hnung zustimmen, &raquo;wie unser Volk es in anderen Teilen Syriens gemacht hat&laquo;.<br>\nIdlib ist eine Art &raquo;Abladeplatz&laquo; f&uuml;r all die bewaffneten Kampfgruppen geworden, die gegen einen Waffenstillstand und gegen Vereinbarungen mit der Regierung sind &ndash; die Damaskus erobern und aus Syrien einen religi&ouml;sen Staat machen wollen. Ihr Motto ist &raquo;Gott kann sie besiegen&laquo;. Sie stehen Al-Qaida oder dem &raquo;Islamischen Staat&laquo; (IS) nahe und gelten als &raquo;Terrorgruppen&laquo;. Im Rahmen des &raquo;Antiterrorkampfes&laquo; k&ouml;nnen sie von Syrien und seinen Verb&uuml;ndeten jenseits von Vereinbarungen &uuml;ber Waffenstillst&auml;nde oder &raquo;Deeskalationsgebiete&laquo; weiterhin bek&auml;mpft werden.<br>\nDie andere Kategorie von k&auml;mpfenden Gruppen in Idlib wird vom Westen, der T&uuml;rkei und den Golfstaaten als &raquo;moderate Rebellen&laquo; bezeichnet und unterst&uuml;tzt. Zu diesem Spektrum geh&ouml;ren verschiedene Milizen und Reste der &raquo;Freien Syrischen Armee&laquo;. Das Motto ihres Kampfes ist &raquo;Die Tyrannei stoppen&laquo;. Inhaltlich und in ihrem Verhalten unterscheiden sie sich von der ersten Kategorie von K&auml;mpfern kaum.<br>\nDie T&uuml;rkei hat die &raquo;moderaten Rebellen&laquo; im Mai 2018 zur Bildung einer &raquo;Nationalen Befreiungsfront&laquo; gedr&auml;ngt, um sie besser kontrollieren und von den extremistischen Kampfverb&auml;nden abtrennen zu k&ouml;nnen. Bisher ist es Ankara indes nicht gelungen, eine wirkliche Kontrolle &uuml;ber das B&uuml;ndnis zu erreichen. Dessen F&uuml;hrung rief vor wenigen Tagen zum anhaltenden Krieg gegen Damaskus auf und will die Provinz Idlib auf jeden Fall verteidigen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/338912.syrien-krieg-sammelbecken-f%C3%BCr-islamisten.html\">Karin Leukefeld in junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Bolivien sitzt auf dem Trockenen<\/strong><br>\nDer passionierte Bergsteiger beobachtet seit vielen Jahren den Klimawandel in den Anden. Dazu geh&ouml;ren regelm&auml;&szlig;ige Ausfl&uuml;ge in die Gletscher, wo sich die Auswirkungen der Erderw&auml;rmung am deutlichsten zeigen. &ldquo;Man sieht ein rasantes Abschmelzen der Gletscher, und da brauchen wir keine Postkarten aus dem letzten Jahrhundert. Da reichen meine eigenen Fotos, die ich vor sieben oder acht Jahren gemacht habe, da ist schon zwei, drei Jahre sp&auml;ter deutlich zu erkennen, dass sich die Gletscherzungen zur&uuml;ckziehen. Also der Klimawandel ist im Hochgebirge von Boliven derart ersichtlich, es ist einfach erschreckend.&rdquo;<br>\nW&auml;hrend die Gletscher schmelzen, gelangt anfangs zwar mehr Wasser in die Stauseen, aber nur so lange es die Gletscher noch gibt. Gleichzeitig gibt es weniger Regen, statt sechs dauert die Trockenzeit inzwischen sieben Monate und damit steigt die Verdunstung. Ganze Seen sind komplett ausgetrocknet, wie der Lago Poop&oacute; im Dezember 2015, dessen Schicksal Dirk Hoffmann und seine Kollegen vom Bolivian Mountain Institute analysiert haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/ohne-wasser-in-den-anden-bolivien-sitzt-auf-dem-trockenen.979.de.html?dram:article_id=426634\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Vorwurf gegen VW: Diesel-Urteile per Vergleich verhindert<\/strong><br>\nKann sich VW Entsch&auml;digungen wie in Amerika auch hierzulande leisten? Deutsche Dieselk&auml;ufer m&uuml;ssen selbst klagen &ndash; und erfolgsversprechende Klagen w&uuml;rden oft mit Deals aus der Welt geschafft, sagt ein Anwalt.<br>\nWer die j&uuml;ngsten Auto-Verkaufszahlen ansieht, muss annehmen, dass VW im Geld schwimmt. Trotz &bdquo;Dieselgate&ldquo; liefert der Konzern immer mehr Fahrzeuge aus. Die Kassen des Autoriesen, der allerdings auch den tiefgreifenden Wandel in der Branche hin zu E-Mobilit&auml;t und Digitalisierung finanzieren muss, sind gut gef&uuml;llt.<br>\nAber w&auml;ren sie das auch, wenn Volkswagen seine europ&auml;ischen Kunden wie in den Vereinigten Staaten nach der Abgas-Aff&auml;re h&auml;tte entsch&auml;digen m&uuml;ssen? &Uuml;ber 25 Milliarden Euro nahm man dort in die Hand, um die juristischen H&uuml;rden wegzur&auml;umen. Und in Europa? Setzt VW hier ganz bewusst auf Vergleiche mit klagenden Autobesitzern, wie Anw&auml;lte den Wolfsburgern vorwerfen?<br>\nDas Unternehmen macht klar, dass die Zahl der Vergleiche gemessen an der Gesamtzahl der Verfahren gering sei. Ob sich der Konzern f&uuml;r einen au&szlig;ergerichtlichen Vergleich entscheide, sei von wirtschaftlichen Gesichtspunkten und jedem Einzelfall abh&auml;ngig.<br>\nChristopher Rother, Anwalt der amerikanischen Kanzlei Hausfeld, sagt allerdings, es sei deutlich, dass eine Absicht dahinterstecke. VW vergleiche sich erst in der Berufungsinstanz, bevor das jeweilige Gericht die Chance habe, eine Entscheidung zu f&auml;llen. Ende dieses Jahres verj&auml;hren seinen Angaben zufolge Anspr&uuml;che, daher sieht Rother eine &bdquo;sehr kluge Prozessstrategie&ldquo;. So werde eine abschlie&szlig;ende gerichtliche Kl&auml;rung der Frage, ob VW als Hersteller schadenersatzpflichtig ist, verhindert: &bdquo;Die Strategie ist weitgehend aufgegangen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/diesel-affaere\/abgasskandal-vorwurf-gegen-vw-diesel-urteile-verhindert-15762743.html\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Ex-Staatssekret&auml;r Losse-M&uuml;ller wird Partner: EY investiert in das Gesch&auml;ft mit dem Staat<\/strong><br>\nDie Beratungsgesellschaft Ernst &amp; Young verpflichtet einen Ex-Staatssekret&auml;r, um das Gesch&auml;ft im wichtigsten Wachstumsmarkt weiter anzukurbeln &ndash; dem &ouml;ffentlichen Sektor.<br>\nThomas Losse-M&uuml;ller (45) wird nach Informationen von manager-magazin.de neuer Partner der Beratungsgesellschaft EY (fr&uuml;her: Ernst &amp; Young). Mit dem ehemaligen Leiter der Staatskanzlei von Schleswig-Holsteins Ex-Ministerpr&auml;sident Torsten Albig (55, SPD) will Julie Linn Teigland (48), EY-Chefin f&uuml;r Deutschland, &Ouml;sterreich und die Schweiz, ihr Gesch&auml;ft mit dem &ouml;ffentlichen Sektor weiter ausbauen.<br>\nWeil im Stammgesch&auml;ft mit Wirtschaftspr&uuml;fung ein beinharter Wettbewerb herrscht, sehen die vier gro&szlig;en Pr&uuml;fkonzerne EY, KPMG, PricewaterhouseCoopers (PwC) und Deloitte Ministerien und andere Beh&ouml;rden seit Jahren als eines ihrer wichtigsten Wachstumsfelder.<br>\nDenn der Staat wirkt zunehmend &uuml;berfordert. Herausforderungen wie Digitalisierung, Mobilit&auml;t oder Energiewende erfordern milliardenschwere Investitionen. F&uuml;r solche komplexen Megaprojekte fehlen der &ouml;ffentlichen Hand aber zunehmend Knowhow und Managementf&auml;higkeiten. Transformationsprojekte wie der Aufbau der neuen Bundesautobahnverwaltung, bei der 11.000 Mitarbeiter und erhebliche Anlageverm&ouml;gen von den L&auml;ndern auf den Bund &uuml;bertragen werden, oder die Reform der verkrusteten Bundeswehr sind ohne Berater kaum noch denkbar. Um sich diese Etats zu sichern, investieren die Gro&szlig;berater in das Gesch&auml;ft mit der &ouml;ffentlichen Hand.<br>\nDer neue EY-Partner Losse-M&uuml;ller soll weitere Steuergelder in die Kasse von EY lenken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/unternehmen\/artikel\/ernst-young-thomas-losse-mueller-wird-ey-partner-a-1225386.html\">manager magazin<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Ein Bericht, der ganz offen beschreibt, was hinter politischen Entscheidungen steckt. Da geht es eben selten um eine Verbesserung f&uuml;r die Menschen in diesem Land, sondern darum, die Gesch&auml;ftsinteressen einzelner Beratungsunternehmen zu bedienen, die dann wiederum gern bereit sind, ehemalige Staatssekret&auml;re einzustellen, die m&ouml;glicherweise an den politischen Entscheidungen zuvor mitgewirkt haben. Ein lukrativer Kreislauf f&uuml;r einzelne, doch ein gro&szlig;er Schaden f&uuml;r die Gemeinschaft. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Das Letzte: Der Pr&auml;sident, der nicht sparen kann<\/strong><br>\nDas Gel&auml;nde wird schwerer, anspruchsvoller. F&uuml;r Emmanuel Macron mag das erste Amtsjahr ein Erfolg gewesen sein. Zu Beginn des zweiten ger&auml;t Frankreichs Pr&auml;sident auf eine ungem&uuml;tliche R&uuml;ttelpiste &ndash; nicht nur, weil jetzt mit Umweltminister Nicolas Hulot das popul&auml;rste Kabinettsmitglied hingeworfen hat. Sondern vor allem, weil das Wirtschaftswachstum nachl&auml;sst. Die Bedingungen seiner Politik verschlechtern sich, wenn auch nur leicht. Prompt gibt Macrons Regierung in schlechtester franz&ouml;sischer Tradition ihre Schuldenziele auf: Das Staatsdefizit wird in diesem Jahr nicht wie bisher geplant sinken; 2019 wird es sogar steigen, obgleich es unter der EU-Defizitgrenze von drei Prozent der Wirtschaftsleistung bleiben soll.<br>\nDie Finanzpolitik der zweitgr&ouml;&szlig;ten europ&auml;ischen Volkswirtschaft geht alle in der Euro-Zone etwas an. Und so gibt Macrons Fahrt &uuml;ber die R&uuml;ttelpiste Aufschluss &uuml;ber eine Frage, die aus deutscher Sicht besonders interessiert: Kann Macron auch sparen? Ausweislich des Haushaltsplans, den die Regierung nun verk&uuml;ndet, muss die Antwort lauten: Macron spart zu wenig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/emmanuel-macron-der-praesident-der-nicht-sparen-kann-1.4108972%20\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wann kapiert es endlich auch der letzte neoliberale &ldquo;Qualit&auml;tsjournalist&rdquo;, dass man sich keinen Haushalts&uuml;berschuss ersparen kann. Deutschland verzeichnet einen Haushalts&uuml;berschuss, da die Konjunktur gut l&auml;uft und Deutschland wie verr&uuml;ckt G&uuml;ter ins Ausland exportiert, auch nach Frankreich als einer der wichtigsten deutschen Handelspartner, das sich verschulden muss um deutsche Waren zu kaufen. Spart nun Frankreich kann es auch weniger G&uuml;ter kaufen, z.B. in Deutschland. Aber diese Kausalit&auml;t ist f&uuml;r deutsche Journalisten offenbar zu hoch.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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