{"id":45797,"date":"2018-08-31T16:30:33","date_gmt":"2018-08-31T14:30:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45797"},"modified":"2018-08-31T16:30:33","modified_gmt":"2018-08-31T14:30:33","slug":"hinweise-des-tages-ii-360","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45797","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45797#h01\">Endlich wieder ein Deutscher?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45797#h02\">6,76 Millionen Menschen leben von Arbeitslosengeld oder Hartz-IV-Leistungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45797#h03\">Flensburgs OB Simone Lange tritt linker Sammlungsbewegung &bdquo;Aufstehen&ldquo; bei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45797#h04\">Heil geht gegen S&ouml;ders Familiengeld vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45797#h05\">Die neuen Kapitalregeln f&uuml;r Banken k&ouml;nnen Krisen so wenig verhindern wie die alten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45797#h06\">Bosch offenbar tief in Abgasskandal verstrickt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45797#h07\">Warum in Deutschland so viele Lehrer fehlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45797#h08\">Wann verschl&auml;gt es denen mal die Werbesprache?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45797#h09\">Konzerne erpressen Venezuela<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45797#h10\">Deutsche Milit&auml;rberater in Nigeria<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45797#h11\">Jemenkrieg: Pentagon sucht Ausbilder f&uuml;r saudische Kampfpiloten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45797#h12\">Schwierige R&uuml;ckkehr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45797#h13\">Wenn die Hetze aus der Zeitung auf die Stra&szlig;e schwappt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Endlich wieder ein Deutscher?<\/strong><br>\nPowerplay in Berlin: Deutschland braucht endlich wieder einen Top-Posten in Br&uuml;ssel, fordert Unionsfraktionschef Kauder. Der CSU-Europabgeordnete Weber soll Kommissionschef werden, sekundiert G. Oettinger, Merkels Mann in Br&uuml;ssel. Beide Wortmeldungen suggerieren, dass Deutschland bisher zu kurz gekommen w&auml;re. Mehr als 50 Jahre habe man schon nicht mehr den Kommissionschef besetzt, hei&szlig;t es denn auch Mitleid heischend in Berlin &ndash; W. Hallstein war der letzte.<br>\nNa und? Daf&uuml;r wird die Br&uuml;sseler Beh&ouml;rde schon jetzt vom deutschen Juristen M. Selmayr gesteuert, der sich regelm&auml;&szlig;ig mit dem Kanzleramt abspricht. Zuletzt hat er f&uuml;r Kanzlerin Merkel sogar einen Sondergipfel in Br&uuml;ssel organisiert. Au&szlig;erdem ist da noch Oettinger. Als Budgetkommissar sorgt er daf&uuml;r, dass der n&auml;chste EU-Haushalt, der bis 2027 (!) reicht, deutschen W&uuml;nschen entspricht. Au&szlig;erdem hat er Merkels rote Linien f&uuml;r die Euro-Reform eingebracht.<br>\nAuch sonst sieht es nicht schlecht aus: Deutsche f&uuml;hren die Europ&auml;ische Investitionsbank, den Euro-Rettungsschirm, den Rechnungshof und das Sekretariat im Europaparlament, wo fast alle Fraktionen von Deutschen gef&uuml;hrt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/endlich-wieder-ein-deutscher-nach-bruessel\/%20\">Lost in Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>6,76 Millionen Menschen leben von Arbeitslosengeld oder Hartz-IV-Leistungen<\/strong><br>\nKnapp 2,28 Millionen Arbeitslose gab es im Juni 2018. Doch mit &uuml;ber 6,76 Millionen lebten nahezu dreimal so viele Menschen in Deutschland von Arbeitslosengeld oder Hartz-IV-Leistungen, darunter &uuml;ber zwei Millionen Kinder und Jugendliche. Denn nur ein Teil derer, die staatliche Unterst&uuml;tzung ben&ouml;tigen, gilt auch als arbeitslos im Sinne der Statistik.<br>\nIm Juni (teilweise aktuellste verf&uuml;gbare Werte durch Wartezeiten in der Statistik) gab es knapp 2,28 Millionen Arbeitslose gem&auml;&szlig; der Statistik der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA). Gleichzeitig lebten aber &uuml;ber 6,76 Millionen Menschen von Arbeitslosengeld und\/oder Hartz-IV-Leistungen. Knapp 725.000 Menschen bezogen Arbeitslosengeld und rund 6,11 Millionen Menschen lebten in einem Hartz-IV-Haushalt, einer so genannten Bedarfsgemeinschaft, darunter &uuml;ber 2 Millionen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren (Mai 2018). 72.000 (gerundeter Wert aus April, aktuelle Zahlen sind nur mit Wartezeit verf&uuml;gbar) von ihnen waren Doppelbezieher von Arbeitslosengeld und Hartz-IV-Leistungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.o-ton-arbeitsmarkt.de\/o-ton-news\/676-millionen-menschen-leben-von-arbeitslosengeld-oder-hartz-iv-leistungen\">O-Ton Arbeitsmarkt<\/a>\n<p><strong>dazu: Auch 2017 kein R&uuml;ckgang bei der atypischen Besch&auml;ftigung<\/strong><br>\nDas Statistische Bundesamt hat Ergebnisse des Mikrozensus zur Entwicklung der atypischen Besch&auml;ftigung f&uuml;r 2017 vorgelegt. Die Ver&auml;nderungen sind marginal, die Entwicklung tritt quasi auf der Stelle. Angesichts der allgemeinen Dynamik am Arbeitsmarkt ist das ein schlechtes Zeichen.<br>\nNeben der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung, die per Datenbank umfassend Auskunft zur Entwicklung der atypischen Besch&auml;ftigung gibt, informiert das Statistische Bundesamt einmal j&auml;hrlich &uuml;ber die Besch&auml;ftigungsentwicklung solcher Arbeitsverh&auml;ltnisse. Pr&auml;sentiert werden die Ergebnisse des Mikrozensus, einer j&auml;hrlich durchgef&uuml;hrten Haushaltsbefragung, bei der in Form einer repr&auml;sentativen Stichprobe ein Prozent der Bev&ouml;lkerung von Privathaushalten befragt wird.<br>\nHinsichtlich der Entwicklung der unterschiedlichen Erwerbsformen hat das Amt nun die Daten f&uuml;r das Jahr 2017 vorgelegt. Danach hat sich die Zahl der atypisch Besch&auml;ftigten (Erwerbst&auml;tige, die nur befristet oder als LeiharbeiterInnen arbeiten, einem Minijob als Haupterwerb nachgehen, oder in Teilzeit mit bis zu 20 Wochenstunden besch&auml;ftigt sind) zwischen 2016 und 2017 kaum ver&auml;ndert. Mit einem Plus von gerade mal 0,8 Prozent erh&ouml;hte sich ihre Zahl um 63.000 auf ann&auml;hernd 7,72 Millionen. Allerdings ist dies bereits der dritte Anstieg in Folge, nachdem die Zahlen bis einschlie&szlig;lich 2014 r&uuml;ckl&auml;ufig gewesen sind. Dazu muss allerdings gesagt werden, dass die Vergleichbarkeit der Angaben mit den Vorjahren auf Grund einer ver&auml;nderten Erfassung der Leiharbeit nur eingeschr&auml;nkt m&ouml;glich ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.miese-jobs.de\/chroniken\/2018\/28-08-18\/\">miese jobs<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Flensburgs OB Simone Lange tritt linker Sammlungsbewegung &bdquo;Aufstehen&ldquo; bei<\/strong><br>\nDie Flensburger Oberb&uuml;rgermeisterin Simone Lange schlie&szlig;t sich der linken Sammlungsbewegung &bdquo;Aufstehen&ldquo; von Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht an. &bdquo;Ich finde die Bewegung unterst&uuml;tzenswert&ldquo;, sagte Lange gestern unserer Zeitung. N&auml;heres werde sie am kommenden Dienstag gemeinsam mit Wagenknecht vor der Bundespressekonferenz in Berlin erl&auml;utern. Lange ist die erste prominente SPD-Politikerin, die der Sammlungsbewegung von Wagenknecht beitritt.<br>\nIm April hatte sie auf dem SPD-Bundesparteitag in Wiesbaden f&uuml;r den Parteivorsitz kandidiert und gegen Fraktionschefin Andrea Nahles mit 28 Prozent der Stimmen trotz Niederlage einen Achtungserfolg erzielt. An der Pressekonferenz am Dienstag wird auch ein Vertreter der Gr&uuml;nen teilnehmen, der fr&uuml;here Parteichef Ludger Volmer.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.noz.de\/deutschland-welt\/politik\/artikel\/1511875\/flensburgs-ob-simone-lange-tritt-linker-sammlungsbewegung-aufstehen-bei\">Osnabr&uuml;cker Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Heil geht gegen S&ouml;ders Familiengeld vor<\/strong><br>\nDie bayerische Landesregierung steuert mit ihrem Familiengeld auf einen ernsten Konflikt mit Berlin zu. Der Streit dreht sich um die Frage, ob auch Hartz-IV-Familien von der neuen Leistung profitieren sollen &ndash; oder ob das Familiengeld mit anderen Sozialleistungen verrechnet werden muss. Bayerns Ministerpr&auml;sident Markus S&ouml;der (CSU) hatte stets betont, auch Hartz-IV-Familien sollten etwas von dem Familiengeld haben; Mitte August waren die kommunalen Jobcenter durch das bayerische Arbeitsministerium sogar angewiesen worden, sich entsprechend zu verhalten.<br>\nAm Donnerstag kam die Antwort aus Berlin: &ldquo;Diese Weisung verst&ouml;&szlig;t gegen geltendes Recht&rdquo;, schreibt die Staatssekret&auml;rin von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD), Leonie Gebers, an den zust&auml;ndigen Amtschef im bayerischen Arbeitsministerium, Michael H&ouml;henberger. In dem Brief, der der S&uuml;ddeutschen Zeitung vorliegt, hei&szlig;t es weiter, die bundesrechtlichen Regelungen h&auml;tten Vorrang, auch wenn in dem Familiengeld-Gesetz eine Anrechnung dezidiert verneint wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/familiengeld-bayern-streit-heil-soeder-1.4111120\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><strong>dazu: Die Bayern (wollen) kommen. Genauer: Die CSU. Mit einem bayerischen Familiengeld. F&uuml;r alle. Wenn da nicht &ndash; auch und gerade &ndash; die Bayern in Berlin w&auml;ren<\/strong><br>\nDer entscheidende Punkt ist der Hinweis auf die bestehende Rechtslage. Und alle Leser hier wissen, dass die CSU bekanntlich in Berlin seit vielen Jahren mit in der Regierung sitzt und gerade in den vergangenen Jahren war es immer diese Partei gewesen, die sich mit Blick auf Hartz IV-Empf&auml;nger f&uuml;r harte Anrechnungsregelungen ausgesprochen hat. Vor diesem Hintergrund werden wir nun nett formuliert Zeuge des Versuchs, die offensichtliche kognitive Dissonanz zwischen dem, was man in Berlin praktiziert hat und was man im Freistaat gerne anders machen w&uuml;rde, dadurch aufzul&ouml;sen, dass man den &Uuml;berbringer der schlechten Botschaft an den bayerischen CSU-Galgen aufzuh&auml;ngen versucht. Dann kommen solche putzigen Meldungen auf den Markt: CSU-Sozialpolitiker zu Familiengeld: &bdquo;SPD hat kein Herz f&uuml;r Familien&ldquo;. Man muss sich die an Dreistigkeit kaum zu &uuml;berbietende Argumentation genau anschauen:<br>\n&raquo;Im Streit um das bayerische Familiengeld kritisiert der sozialpolitische Sprecher der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, Stephan Stracke, die Order aus Berlin scharf. Das SPD-gef&uuml;hrte Bundessozialministerium &bdquo;verschanzt sich hinter bundesgesetzlichen Regelungen und hat nichts Besseres zu tun, als die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit anzuweisen, das Familiengeld auf die Leistungen der Grundsicherung f&uuml;r Arbeitsuchende anzurechnen&ldquo;, teilte Stracke am Samstag mit. Eine Rechtsfrage solle &bdquo;auf dem R&uuml;cken der Schw&auml;chsten ausgetragen werden&ldquo;.&laquo;<br>\nUnd getreu dem Motto &bdquo;Frechheit siegt&ldquo;: &bdquo;Die SPD hat kein Herz f&uuml;r Familien&ldquo;, warf Stracke der Partei vor. Wenn die geltende Rechtslage unklar sei, erwarte er von Bundessozialminister Hubertus Heil (SPD), dass er das Recht &auml;ndert. Na klasse, das von einem Bundestagsabgeordneten der CSU, die bislang am h&auml;rtesten f&uuml;r die Anrechnung von allem M&ouml;glichen auf einen Hartz IV-Anspruch gek&auml;mpft hat. Das sollte man denen nun wirklich nicht durchgehen lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2018\/08\/12\/die-bayern-wollen-kommen-genauer-die-csu-mit-einem-bayerischen-familiengeld\/\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die neuen Kapitalregeln f&uuml;r Banken k&ouml;nnen Krisen so wenig verhindern wie die alten<\/strong><br>\nTraditionell hat die Bankenaufsicht sich darauf konzentriert sicherzustellen, dass jede einzelne Bank eine solide Bilanz aufweist. Die Finanzkrise, die 2007 ausbrach, hat gezeigt, dass das nicht reicht. Nach der Pleite von Lehman Brothers 2008 waren fast alle gro&szlig;en Banken der westlichen Welt pleitegef&auml;hrdet. Manchmal, so die Lehre, steuert das Finanzsystem auf eine Krise zu, ohne dass das an den Bilanzen einzelner Banken sichtbar wird. Deswegen haben sich die Aufseher international darauf geeinigt, auch eine sogenannte makroprudenzielle Aufsicht zu f&uuml;hren. Prudenziell&rdquo; ist ein Anglizismus, der so viel hei&szlig;t wie &ldquo;vern&uuml;nftig&rdquo;. In der Praxis ist jedoch wenig Vern&uuml;nftiges an den neuen Regeln. Sie sind Augenwischerei.<br>\nMit der makroprudenzeilen Regulierung soll verhindert werden, dass wieder so etwas passiert wie vor der Krise in den USA und in S&uuml;deuropa. Die Banken gaben sehr viel Kredit, vor allem f&uuml;r Immobilienk&auml;ufe. Das trieb die Preise nach oben und f&uuml;hrte zu noch h&ouml;herer Kreditaufnahme der K&auml;ufer. Als die Preise aufh&ouml;rten zu steigen und Kreditnehmer pleitegingen, platzte die Blase. Die Preise fielen stark. Viele Banken kamen wegen geplatzter Hypothekenkredite in Schwierigkeiten, andere, weil die Kurse verbriefter Kredite einbrachen, wieder andere, weil sie kriselnden Banken Kredit gegeben hatten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/1013-basel-iii\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Bosch offenbar tief in Abgasskandal verstrickt<\/strong><br>\nBosch ist offenbar tiefer in den VW-Abgasskandal verstrickt, als bisher bekannt. Nach Recherchen der WirtschaftsWoche haben Angestellte des Konzerns die Manipulationssoftware, die 2015 den Skandal ausl&ouml;ste, Jahre zuvor mit gro&szlig;er Selbstverst&auml;ndlichkeit programmiert und geholfen, sie vor den Beh&ouml;rden zu verstecken. Dies geht aus E-Mail-Schriftverkehr zwischen Bosch und Volkswagen hervor.<br>\nSo schrieb etwa ein VW-Manager 2006 an Kollegen, dass die Akustikfunktion (ein Tarnname f&uuml;r die Manipulationssoftware, Anm. d. Red.) &bdquo;so aussehen sollte, dass wir nicht erwischt werden&ldquo;. Wettbewerber sollten die Software nicht entdecken k&ouml;nnen, sie solle aber &bdquo;irgendwie physikalisch argumentierbar&ldquo; sein. Er habe einen Arbeitsauftrag zur Akustikfunktion bei Bosch &bdquo;eingereicht&ldquo;. Im einem internen Arbeitsauftrag der Bosch-Entwicklungsabteilung (&bdquo;FB-Blatt&ldquo;) vom November 2006 wird die Akustikfunktion w&ouml;rtlich erw&auml;hnt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.wiwo.de\/unternehmen\/auto\/interne-dokumente-bosch-offenbar-tief-in-abgasskandal-verstrickt\/22977946.html\">WirtschaftsWoche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Warum in Deutschland so viele Lehrer fehlen<\/strong><br>\nKommt ein Kind im Jahr 2012 auf die Welt, dann wird es in der Regel sechs Jahre sp&auml;ter eingeschult. Also jetzt. Ist ein Lehrer 2012 jenseits der 60, wird er sechs Jahre sp&auml;ter eher nicht mehr unterrichten. Also jetzt. Kann es da so schwer sein, im Voraus zu berechnen, wie viele Lehrer die Schulen brauchen? M&uuml;sste es da nicht m&ouml;glich sein, eine Lage zu vermeiden, wie sie heute vielerorts herrscht?<br>\n40 000 Lehrer, so hat der Deutsche Lehrerverband j&uuml;ngst erkl&auml;rt, fehlten in diesem Schuljahr. 30 000 Stellen k&ouml;nnten nur notd&uuml;rftig mit Bewerbern besetzt werden, die keine p&auml;dagogische Ausbildung haben. 10 000 Stellen blieben unbesetzt. Die Frage, die gerade immer lauter diskutiert wird: Wie konnte es so weit kommen?<br>\n&Uuml;berraschend deutlich haben nun zwei sehr unterschiedliche Politiker den f&uuml;r die Schulen verantwortlichen L&auml;ndern vorgeworfen, den Mangel an Lehrern durch einen Mangel an Planung verschuldet zu haben. Volker Kauder, Unionsfraktionschef im Bundestag, warnte unl&auml;ngst vor einem &ldquo;Bildungsnotstand&rdquo;. Er wundere sich, warum trotz steigender Geburtenzahlen nicht schnell genug reagiert worden sei. Zuvor hatte Helmut Holter, als Bildungsminister in Th&uuml;ringen und Vorsitzender der Kultusministerkonferenz (KMK) f&uuml;r Bildungsfragen tats&auml;chlich zust&auml;ndig, einger&auml;umt, dass &ldquo;keine vorausschauende Politik&rdquo; gemacht worden sei. Um wenig sp&auml;ter klarzustellen, dass es nicht am Willen der Kultusminister mangele, Lehrer einzustellen; das Problem sei vielmehr &ldquo;das Mantra des Personalabbaus im &ouml;ffentlichen Dienst&rdquo;. [&hellip;]<br>\nDie meisten L&auml;nder h&auml;tten viel zu tr&auml;ge reagiert, als der Trend bereits erkennbar war. Die offizielle KMK-Statistik etwa ging noch bis vor wenigen Monaten von sinkenden Sch&uuml;lerzahlen aus. Zweitens h&auml;tten viele L&auml;nder die Zeit der r&uuml;ckl&auml;ufigen Sch&uuml;lerzahlen nicht genutzt, um einen Puffer an Lehrern anzulegen, um bei unerwarteten Ver&auml;nderungen Entlastung zu bieten. Stattdessen sei die Versorgung &ldquo;unter dem Diktat der Schuldenbremse auf Kante gen&auml;ht&rdquo; worden. Drittens unterscheide sich die aktuelle Trendwende von ihren Vorl&auml;ufern in einem wichtigen Punkt: Sie sei eben nicht Folge h&ouml;herer Gewalt, sondern von der Politik gewollt und etwa mit dem Ausbau der Ganztagsschule oder der Elternzeit gezielt gef&ouml;rdert worden. Diese Ma&szlig;nahmen h&auml;tten gefruchtet &ndash; und jetzt gebe es f&uuml;r die Kinder keine Lehrer.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/bildung\/bildung-keiner-da-1.4111110\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wann verschl&auml;gt es denen mal die Werbesprache?<\/strong><br>\nAls ich letzte Woche mal im Teletext der ARD nach Nachrichten forschte, lauschte ich dem hintergr&uuml;ndigen Programm. Da ging es in einem Feature um eine dieser Aufreger, die man in deutschen Sendeformaten so oft einbaut und die als &raquo;Irrsinn der Woche&laquo; pr&auml;sentiert werden. Es sind Geschichten von architektonischen Fehlleistungen oder vom Versagen der St&auml;dteplanung. Keine gro&szlig;en Sachen meist, nur mehr so Ausdruck daf&uuml;r, in welcher Alltagsdeppenrepublik wir mittlerweile zu hausen scheinen. Man plant beispielsweise Br&uuml;cken zu niedrig oder stellt Brunnen auf, die Passanten einn&auml;ssen. Jedenfalls ging es in dem besagten Feature um was Wahnwitziges in Paderborn. Dort hat man in der Innenstadt eine Bank aufgestellt. Weil die was f&uuml;r das Auge sein sollte, hat man als Material viel Messing und ein bisschen Holz verwendet, was dazu f&uuml;hrt, dass sich das Ding bei Sonneneinstrahlung wie ein Ofen aufheizt.<br>\nSo wie das Sitzarrangement nun dasteht, ging es als Sieger einer &ouml;ffentlichen Ausschreibung hervor. Das erkl&auml;rte eine Dame des hiesigen Stra&szlig;enbauamtes. &raquo;Pfiffige Architekten&laquo; h&auml;tten die Idee gehabt, Messing als Eyecatcher zu verwenden. Zur Kritik der Paderborner an der Bank sagte die Dame: &raquo;Da gilt es einfach nochmal zu gucken. Wenn es eine kleine Nuance gibt, die nicht so stimmig ist, dann machen wir es eben noch besser.&laquo; In ihrer Stimme klang Fr&ouml;hlichkeit. Mittlerweile hatte ich kurz vom Teletext abgelassen, man ist ja neugierig, wenn einem der Irrsinn pr&auml;sentiert wird. Aber diesen letzten Satz der Frau aus dem Stra&szlig;enbauamt fand ich absto&szlig;end. Da lauerte n&auml;mlich wieder mal dieser euphemistische Formulierungszwang. Und der mag alles sein: Aber sicher nicht demokratisch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1098943.streitbare-demokratie-wann-verschlaegt-es-denen-mal-die-werbesprache.html\">Heppenheimer Hiob<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Konzerne erpressen Venezuela<\/strong><br>\nUS-&Ouml;lriese ConocoPhillips &ldquo;kaperte&rdquo; Venezuelas Export-Infrastruktur auf den niederl&auml;ndischen Antillen zwecks Entsch&auml;digungszahlung. Kanadischer Goldkonzern greift derweil nach Venezuelas Raffinerien in den USA<br>\nWie der drittgr&ouml;&szlig;te US-amerikanische &Ouml;lkonzern ConocoPhillips (COP) am Montag erkl&auml;rte, hat die venezolanische Regierung in die Zahlung einer milliardenschweren Entsch&auml;digungssumme eingewilligt. Dem geht ein jahrelanger Rechtsstreit voraus. Der Betrag von 2,04 Milliarden Dollar soll nun in einem Zeitraum von vier Jahren beglichen werden, wobei 500 Millionen Dollar sofort zahlbar sind.<br>\nCOP hatte bereits im Mai mit der Pf&auml;ndung von ausl&auml;ndischen Verm&ouml;genswerten der krisengesch&uuml;ttelten staatlichen Erd&ouml;lgesellschaft Venezuelas (PDVSA) begonnen, um die Entsch&auml;digung zu erpressen. Nach der Konfiszierung des PDVSA-Verladeterminals auf der Karibikinsel Bonaire und einer &auml;hnlichen Anlage auf St. Eustatius hatte am 11. Mai auch ein Gericht auf Cura&ccedil;ao gr&uuml;nes Licht f&uuml;r die &Uuml;bernahme der Kontrolle &uuml;ber die gro&szlig;e PDVSA-Raffinerie &ldquo;La Isla&rdquo; durch den US-Konzern gegeben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Konzerne-erpressen-Venezuela-4145756.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Deutsche Milit&auml;rberater in Nigeria<\/strong><br>\nDie Bundeswehr weitet ihre Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die Streitkr&auml;fte Nigerias, mit dessen Pr&auml;sident Bundeskanzlerin Angela Merkel am heutigen Freitag zusammentrifft, systematisch aus. Wie Berichte aus der Truppe belegen, organisieren deutsche Milit&auml;rberater in Nigeria nicht nur den Aufbau einer umfassenden medizinischen Einsatzversorgung vom Feldlazarett bis zum Rehabilitationszentrum f&uuml;r Soldaten, die im Krieg gegen Boko Haram im Nordosten des Landes verletzt werden. Sie instruieren Nigerias Milit&auml;r auch im Gebrauch von Bodenradarger&auml;ten, die Berlin dem Land f&uuml;r sch&auml;rfere Grenzkontrollen zur Verf&uuml;gung gestellt hat. Zudem hat Berlin Patrouillenboote finanziert, mit denen die nigerianische Marine in die Lage versetzt werden soll, Erd&ouml;ldiebstahl und -schmuggel im Nigerdelta zu unterbinden. Nigeria war bis 2015 Deutschlands viertgr&ouml;&szlig;ter &Ouml;llieferant, musste dann aber die Exporte wegen eskalierender K&auml;mpfe mit Schmugglern und Milizen reduzieren. Menschenrechtler werfen Nigerias Streitkr&auml;ften willk&uuml;rliche Festnahmen, Folter und weitere schwere Verbrechen vor.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7706\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Jemenkrieg: Pentagon sucht Ausbilder f&uuml;r saudische Kampfpiloten<\/strong><br>\nMenschenrechtler sind beunruhigt. Das UNHCR bezichtigt Saudi-Arabien und andere Kriegsparteien der Kriegsverbrechen. Die USA bleiben der Kriegsmaschine treu<br>\nDas US-Verteidigungsministerium sucht nach einem privaten Vertragspartner (private contractor), der saudi-arabische Kampfjetpiloten ausbildet. Die Ausbildung f&uuml;r die F-15S-Piloten, die explizit auch die Waffensysteme des Luft&uuml;berlegenheitsj&auml;gers in der saudischen Form umfasst, soll auf US-Boden stattfinden.<br>\nDer Hinweis auf die Ausschreibung der US-Air-Force findet sich in einem Bericht des US-Mediennetzwerkes The Young Turks. Dort wird das angesichts der saudischen Brutalit&auml;ten im Jemen-Krieg mit Misstrauen und Kritik behandelt. Zu Wort kommt die Leiterin der Human-Rights-Watch-Abteilung im Nahen Osten und Nordafrika, Sarah Leah Wilson, die das Vorgehen der US-Air-Force &ldquo;verst&ouml;rend und beunruhigend&rdquo; findet.<br>\nWilson stellt der Intensivierung der Beziehung, wie sie sich durch die Ausbildung der saudischen Piloten zeigt, entgegen, dass Pentagon-Chef Mattis doch k&uuml;rzlich erst Saudi-Arabien davor gewarnt habe, dass man die US-Unterst&uuml;tzung zur&uuml;ckschrauben w&uuml;rde, wenn das Land &ldquo;nicht alles Menschenm&ouml;gliche unternimmt, um Menschenleben zu schonen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Jemenkrieg-Pentagon-sucht-Ausbilder-fuer-saudische-Kampfpiloten-4152391.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>dazu: Bundesregierung verweigert R&uuml;stungsstopp f&uuml;r Kriegsverbrecher Saudi-Arabien<\/strong><br>\n&ldquo;Die Bundesregierung will auch weiter Beihilfe zu den Kriegsverbrechen des saudischen Milit&auml;rs und seiner kriminellen Verb&uuml;ndeten im Jemenkrieg leisten. Das ist verbrecherisch&rdquo;, erkl&auml;rt Sevim Dagdelen, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, anl&auml;sslich der Antwort (PDF) auf ihre Kleine Anfrage &ldquo;R&uuml;stungsexporte Deutschlands im ersten Halbjahr 2018 nach Saudi-Arabien, in die Vereinigten Arabischen Emirate und die T&uuml;rkei und andere L&auml;nder&rdquo; (Bundestagsdrucksache 19\/3617). Dagdelen weiter:<br>\n&ldquo;F&uuml;r die deutsche R&uuml;stungsindustrie geht die Bundesregierung offenbar weiter &uuml;ber Leichen. Sie will auch in Zukunft keinen generellen Stopp von R&uuml;stungsexporten in die am Jemenkrieg mit massiven Menschenrechtsverletzungen aktiven L&auml;nder wie Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate. Der Export von Komponenten f&uuml;r saudische Eurofighter und Tornados soll offenkundig m&ouml;glich bleiben. Damit macht sich die Bundesregierung mitschuldig an Luftangriffen auf Schulbusse wie zuletzt am 9. August, bei dem in der Provinz Saada 51 Menschen get&ouml;tet worden sind, darunter 40 Kinder.<br>\nDie Bundesregierung muss die milit&auml;rische Kooperation mit den Kopf-ab-Islamisten in Saudi-Arabien sofort beenden. Das saudi-arabische Herrscherhaus ist kein Stabilit&auml;tsanker im Nahen Osten und Partner im Kampf gegen islamistischen Terror, sondern geh&ouml;rt als Terrorpate islamistischer Gruppen und wegen Kriegsverbrechen im Jemen auf die Anklagebank.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/bundesregierung-verweigert-ruestungsstopp-fuer-kriegsverbrecher-saudi-arabien\/\">die LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Schwierige R&uuml;ckkehr<\/strong><br>\nMangelnde internationale Hilfe f&uuml;r syrische Fl&uuml;chtlinge<br>\nMehr als eine Million syrische Fl&uuml;chtlinge leben in Jordanien, einem Land mit 9,5 Millionen Einwohnern. Und bis zu 1,5 Millionen Fl&uuml;chtlinge leben im Libanon, einem Land mit 6 Millionen Einwohnern. In Syrien selbst wurden mehr als sieben Millionen Menschen auf der Flucht vor dem Krieg aus ihren Wohnungen vertrieben.<br>\nVon Homs nach Damaskus, von Hasaka nach Raqqa, von Deir Ezzor nach Lattakia, von Aleppo nach Tartus &ndash; die Flucht vor den Dschihadisten und vor dem Krieg machte vor keiner Region Syriens halt. Die Frontlinien &auml;nderten sich und viele Fl&uuml;chtlinge mussten erneut fliehen, dreimal, viermal oder noch &ouml;fter. Lange Zeit galt Raqqa als sicherer Zufluchtsort, bis 2013 Dschihadisten die Stadt besetzten. Heute ist Raqqa ein Tr&uuml;mmerfeld.<br>\nDie Fl&uuml;chtlinge, die im Libanon oder in Jordanien Zuflucht suchten, sind dort nicht willkommen. H&auml;ufig werden sie f&uuml;r fehlende Jobs und steigende Preise verantwortlich gemacht. Viele leben in Zeltst&auml;dten mit zehntausenden Einwohnern, mehr als die H&auml;lfte der Fl&uuml;chtlinge leben unterhalb dessen, was in den jeweiligen L&auml;ndern als Armutsgrenze gilt. Der Zugang zu medizinischen Dienstleistungen ist schwer und viele Kinder erhalten keinen Schulunterricht.<br>\nDie EU erkl&auml;rt stolz, wie viel Geld sie f&uuml;r &bdquo;Stabilisierungsma&szlig;nahmen&ldquo; in Jordanien ausgibt &ndash; hier wurden mehr als 1 Milliarde Euro bereitgestellt. Und auch wenn das nicht ausreicht, die gesamte Last Jordaniens auszugleichen, ist es f&uuml;r viele doch ein gutes Gesch&auml;ft. F&uuml;r die viel h&ouml;here Zahl an Fl&uuml;chtlingen innerhalb Syriens bleibt dagegen nur ein kleiner Teil der Gelder.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/de\/5035\/internationale_politik\/9249\/Schwierige-R%C3%BCckkehr.htm\">unsere zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wenn die Hetze aus der Zeitung auf die Stra&szlig;e schwappt<\/strong><br>\nAuf &sbquo;Welt Online&lsquo; arbeitet ein Politikredakteur, der dort als Experte f&uuml;r die Fl&uuml;chtlingskrise bezeichnet wird. Sein Output ist immens: In den letzten f&uuml;nf Monaten z&auml;hlen wir 33 Namensartikel von ihm, die eines gemeinsam haben. Darin wird Stimmung gemacht GEGEN Ausl&auml;nder, GEGEN Zuwanderung und GEGEN das Ausl&auml;nder- und Asylrecht in seiner bestehenden Form. Und Meinung gemacht F&Uuml;R mehr Abschiebungen, F&Uuml;R mehr Aus- und Zur&uuml;ckweisungen, F&Uuml;R Ankerzentren und generell F&Uuml;R die harte Linie der CSU. Differenzierte Information und Diskussion &uuml;ber diese komplexen Themen ist unstreitig notwendig. Die allerdings sucht man in diesen Artikeln vergeblich Auch haben wir inzwischen in mehreren Einzelf&auml;llen festgestellt, dass die Behauptungen, insbesondere aus den plakativen &Uuml;berschriften, sich bei Sichtung der Quellen gerade NICHT belegen lie&szlig;en. Die Artikel bedienen Emotionen und Meinungen, die sich gegenseitig best&auml;rken in hunderten von Leser-Kommentaren. Deren Inhalte stark dem &auml;hneln, was man in den sozialen Medien und auf Demonstrationen, wie z.B. in Chemnitz, inzwischen als vorherrschende Meinung GEGEN Ausl&auml;nder und Zuwanderung erlebt.<br>\nDie Artikelsalven in der &sbquo;Welt&lsquo; K&Ouml;NNTEN als journalistischer Beitrag zur politischen Meinungs-und Willensbildung aufgefasst werden. Vieles spricht allerdings daf&uuml;r, dass Springer in den Hut- und Wutb&uuml;rgern, die gegen Ausl&auml;nder und Zuwanderung sind, ein dankbares Zielpublikum gefunden hat f&uuml;r sein erkl&auml;rtes Gesch&auml;ftsmodell: Denn Springer erzielte schon 2017 mehr als zwei Drittel seines Umsatzes aus Werbung und der damit verbundenen Verwertung erhobener Daten. Ein in die Millionen gehendes, demographisch stabiles Kundensegment, das den Leser durch ma&szlig;geschneiderte Inhalte, Emotionen und Meinungen interessiert und zum Wiederkommen veranlasst, ist die notwendige Basis f&uuml;r das angestrebte gesch&auml;ftliche Wachstum in diesem und den folgenden Jahren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/cives.de\/wenn-die-hetze-aus-der-zeitung-auf-die-strasse-schwappt-8271\">Cives<\/a>\n<p><strong>dazu: Sonntagsfrage &ndash; AfD gewinnt hinzu, nun bei 17 Prozent<\/strong><br>\nIn der Sonntagsfrage gewinnt die AfD im ZDF-Politbarometer weiter hinzu und liegt nun bei 17 Prozent. Die Union kommt auf 31 Prozent, die SPD auf 18. [&hellip;]<br>\nDie Diskussion um das in dieser Woche verabschiedete Rentenpaket und der Streit dar&uuml;ber zwischen der Union und der SPD haben offensichtlich Wirkung gezeigt: Waren im Juli letzten Jahres noch 31 Prozent der Meinung, dass die CDU\/CSU bei diesem Thema die gr&ouml;&szlig;ere Kompetenz besitzt und nur 21 Prozent das der SPD bescheinigten (keine Partei: 22 Prozent; wei&szlig; nicht: 17 Prozent), wird der Union jetzt nur noch von 21 Prozent hier das meiste zugetraut und 23 Prozent der SPD (keine Partei: 26 Prozent; wei&szlig; nicht: 19 Prozent).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/heute\/politbarometer-afd-auf-rekordhoch-100.html\">ZDF<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Das ist dann wohl das Ergebnis der momentanen <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45772\">&bdquo;Dauererregung&ldquo;<\/a>. &bdquo;Die AfD gewinnt hinzu&ldquo;. Andere Themen stehen folglich weiter unten und werden auch noch falsch aufbereitet. Beispiel Rente: So sollen die Befragten bei diesem Thema inzwischen der SPD eine gr&ouml;&szlig;ere Kompetenz zuweisen. Dabei steht doch in Klammern, dass die meisten Befragten eher keine Partei f&uuml;r kompetent halten. Interessant ist auch, dass die 38 Prozent der Befragten, die h&ouml;herer Beitr&auml;ge in der Rentenversicherung bef&uuml;rworten w&uuml;rden, gar nicht sonderlich ber&uuml;cksichtigt werden. Dabei ist das schon eine beachtliche Zahl, wenn man die g&auml;ngigen Vorschl&auml;ge der sogenannten &bdquo;Fachleute&ldquo; wie &bdquo;Renteneintrittsalter erh&ouml;hen&ldquo; (Zustimmung 13%) oder &bdquo;Rentenniveau senken&ldquo; (Zustimmung 8%) dagegenh&auml;lt. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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