{"id":45804,"date":"2018-09-03T08:24:07","date_gmt":"2018-09-03T06:24:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45804"},"modified":"2018-09-03T08:24:07","modified_gmt":"2018-09-03T06:24:07","slug":"hinweise-des-tages-3196","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45804","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45804#h01\">#Aufstehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45804#h02\">Obsz&ouml;ner Reichtum: Die oberen 1000 haben jetzt &uuml;ber eine Billion Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45804#h03\">Politbarometer: AfD legt trotz Chemnitz zu<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45804#h04\">Seehofer lehnt AfD-Beobachtung ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45804#h05\">Moskaus fragw&uuml;rdige Giftgas-Warnung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45804#h06\">Corbyn&rsquo;s Labour Party is Being Made to Fail &ndash; By Design<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45804#h07\">Griechenland: Die soziale Krise geht weiter!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45804#h08\">Steuerflucht der Konzerne: Ver&auml;rgerung in der SPD &uuml;ber Finanzminister Scholz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45804#h09\">Managergeh&auml;lter Bei &ouml;ffentlichen Unternehmen fehlt oft die Transparenz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45804#h10\">Der lange Aufschwung kommt bei der Mittelschicht nicht an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45804#h11\">Bald flie&szlig;en mehr als 100 Milliarden Euro in die Rente<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45804#h12\">Wikileaks-Mitarbeiter in Norwegen spurlos verschwunden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45804#h13\">Vorratsdatenspeicherung: Bundesregierung will Karlsruher Urteil hinausz&ouml;gern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45804#h14\">Macron-Vorsto&szlig; f&uuml;r St&auml;rkung der europ&auml;ischen Sicherheitspolitik (Update)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45804#h15\">Rechnungshof kritisiert Milliarden-Plus f&uuml;r Bundeswehr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45804#h16\">Der Druck auf Nahles w&auml;chst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45804#h17\">Wann sind wir so zimperlich geworden?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45804#h18\">Die L&uuml;ge von der Grenz&ouml;ffnungskanzlerin<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>#Aufstehen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>#Aufstehen &ndash; Ein Bewegungspotential mit dem man die Superblase zum Platzen bringen sollte<\/strong><br>\nUnd was ist ansonsten so verkehrt an den Bem&uuml;hungen der Initiator*innen und Unterst&uuml;tzer*innen von #Aufstehen, eine Bewegung anzusto&szlig;en, die die eklatanten Ungerechtigkeiten und die mittlerweile selbst f&uuml;r die gl&uuml;hendsten Status-quo-Anh&auml;nger*innen sichtbaren Risse, Widerspr&uuml;che und Zerfallserscheinungen im Gesellschaftssystem aufgreift, um das anzugehen, was jenseits institutioneller Blockaden, Machterhaltungs&auml;ngste und &uuml;berkommener Ideologien ohnehin vielen Menschen auf der Seele brennt?<br>\nWer gro&szlig; darin ist derartigen Bem&uuml;hungen bereits im Vorfeld allen Wind der Ver&auml;nderung aus den Segeln zu nehmen, obwohl sich nun wirklich nichts finden l&auml;sst, was von theorieverliebten Linken ernsthaft als anti-aufkl&auml;rerisch oder neoliberalen Systempflegern als rechtspopulistisch diffamiert werden kann, hat mit dem Blick auf die Entwicklungen unserer Zeit vielleicht keinen Rahmen, der die Dinge einzuordnen hilft. Es werden m.E.n. gro&szlig;e gesellschaftliche Anstrengungen n&ouml;tig sein, um die Wunden, die die Jahrzehnte, die hinter uns liegen, gerissen haben, wieder zu heilen. Es werden solche Anstrengungen n&ouml;tig sein, die nur gesellschaftliche Bewegungen aufbringen k&ouml;nnen. Und Bewegungen k&ouml;nnen tats&auml;chlich von Anfang an  auch auf die falschen &Uuml;berzeugungen, Emotionen und Werte setzen, n&auml;mlich dann, wenn sie nicht auf mehr Demokratie, mehr Solidarit&auml;t und mehr Menschenw&uuml;rde abzielen, sondern nur auf eigene Selbsterh&ouml;hung auf Kosten anderer Benachteiligter. Das jedoch ist bei #Aufstehen gerade nicht der Fall.<br>\nWorum geht es, wenn man die oben aufgef&uuml;hrten Forderungen betrachtet, was ist ihr roter Faden? Es handelt sich ja um keine beliebige Einzelauflistung. In ihnen spiegeln sich die Verwerfungen der letzten Jahrzehnte und ihnen ist gemeinsam, dass gro&szlig;e Mehrheiten der Bev&ouml;lkerung sie unterschreiben k&ouml;nnten, wenn sie erst einmal von Mehrheiten als glaubw&uuml;rdig zur Kenntnis genommen und durchdacht w&uuml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.maskenfall.de\/?p=12786\">Maskenfall<\/a><\/li>\n<li><strong>Daf&uuml;r aufstehen!<\/strong><br>\nDie Beteiligung an #aufstehen lohnt sich f&uuml;r alle jene, die eine grundlegend andere Wirtschaftspolitik w&uuml;nschen. Aber es gibt noch weitere Gr&uuml;nde f&uuml;r die Sammlungsbewegung.<br>\nDie Makroskop-Redaktion hat j&uuml;ngst gefragt, f&uuml;r welche Inhalte #aufstehen eintritt, insbesondere in Bezug auf die Wirtschaftspolitik. Die Frage ist nicht ohne weiteres zu beantworten, da die Initiatoren der Sammlungsbewegung um Sahra Wagenknecht bewusst darauf verzichten, gleich mit einem ausformulierten Programm anzutreten. Letzteres soll sich die Bewegung ja selbst erarbeiten, unter Beteiligung ihrer zahlenm&auml;&szlig;ig rasch wachsenden Unterst&uuml;tzerschar.<br>\nZum Start am 4. September wird daher nur ein kurzer Gr&uuml;ndungsaufruf erscheinen, mit sehr knappen Aussagen. Trotzdem d&uuml;rfte deutlich werden, dass es inhaltlich erhebliche Schnittmengen zwischen Sammlungsbewegung und den auf Makroskop vertretenen Positionen geben wird. Strategisch und prozedural allerdings wird #aufstehen andere Wege beschreiten. (&hellip;)<br>\nDas ist das Ziel: In absehbarer Zeit wieder Mehrheiten f&uuml;r linke Parteien schaffen, die dann &ndash; im Gegenteil zu fr&uuml;her &ndash; auch genutzt werden, um in Deutschland konkrete soziale Verbesserungen &ndash; h&ouml;here L&ouml;hne, bessere Pflege, ausk&ouml;mmliche Renten, qualitativ hochwertige Kinderbetreuung f&uuml;r alle, eine moderne Infrastruktur &ndash; durchzusetzen. Und international geht es darum, die gef&auml;hrliche Phase des Niedergangs der westlich-liberal dominierten Weltordnung friedlich zu moderieren und ein multipolares Kooperationssystem aufzubauen, das auch Entwicklungs- und Schwellenl&auml;ndern (und der europ&auml;ischen Peripherie) bessere Entfaltungsm&ouml;glichkeiten bietet als bisher.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2018\/08\/dafuer-aufstehen\/\">Makroskop<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Obsz&ouml;ner Reichtum: Die oberen 1000 haben jetzt &uuml;ber eine Billion Euro<\/strong><br>\nDie Reichen werden in Deutschland immer reicher. Die Zahl der Million&auml;re hat in den letzten 15 Jahren um 85.000 zugenommen und liegt jetzt bei 1,4 Millionen, berichtet der Business Insider. Die Zahl der Million&auml;re steigt also, w&auml;hrend die Reall&ouml;hne im Durchschnitt eher stagnieren und das Segment der Niedrigl&ouml;hner w&auml;chst und w&auml;chst.<br>\nAm besten lebt es sich derweil an der Spitze bei den 1000 Reichsten, von denen knapp ein Viertel Milliard&auml;re sind. Deren Verm&ouml;gen nahm allein im vergangenen Jahr um 13 Prozent zu. 13 Prozent! Wie hoch war noch mal gleich ihre letzte Lohnerh&ouml;hung, verehrte Leserin, verehrter Leser?<br>\nDie deutsche Wirtschaftsleistung, das Bruttoinlandsprodukt, ist in dieser Zeit jedenfalls nur um 2,2 Prozent gestiegen, das hei&szlig;t, die oberen 1000 haben nicht nur ihre Position gehalten, sondern ihr St&uuml;ck vom Kuchen weiter vergr&ouml;&szlig;ert.<br>\nDabei ist es nicht so, dass der Haufen, auf den der Teufel da mal wieder sein Gesch&auml;ft gemacht hat, vorher klein gewesen w&auml;re: Laut Focus wird das Verm&ouml;gen der 1000 reichsten Deutschen auf 1,177 Billionen Euro gesch&auml;tzt.<br>\nUm das mal ins Verh&auml;ltnis zu setzen: Der Bund gibt in diesem Jahr rund 335 Milliarden Euro f&uuml;r all seine Aufgaben aus. Das hei&szlig;t, vom Verm&ouml;gen der 1000 Reichsten k&ouml;nnte das Land in gewisser Weise drei oder, wenn wir alle &ouml;ffentlichen Haushalte zusammen nehmen, immer noch knapp zwei Jahre leben.<br>\nNun kann man, wie es das Magazin macht, einfach alle jene, die sich an diesem obsz&ouml;nen Reichtum sto&szlig;en, als Neider abstempeln. Man kann auch nach S&uuml;ndenb&ouml;cken suchen, damit nicht allzu laut &uuml;ber das Naheliegende nachgedacht wird.<br>\nLetzteres wird ja von gewaltt&auml;tigen Fu&szlig;truppen in Chemnitz derzeit eifrig getan und ein bestens situierter ehemaliger Berliner Finanzsenator und Bundesbanker, langj&auml;hriger Profiteur und Mitorganisator der Umverteilung von unten nach oben, liefert ihnen und ihren biederen Sympatisanten gerade jede Menge neue Argumentationshilfen.<br>\nEigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.<br>\nArt. 14 (2) GG<br>\nMan kann aber auch doch noch einmal &uuml;ber das Naheliegende nachdenken, sich an die vom Grundgesetz geforderte soziale Verantwortung des Eigentums erinnern und &uuml;berlegen, was mit dem Geld alles Sch&ouml;nes angestellt werden k&ouml;nnte, wie mit ihm die schwer gebeutelten Besch&auml;ftigten in der Pflege besser entlohnt und dort mehr Arbeitspl&auml;tze geschaffen werden k&ouml;nnten.<br>\nMan k&ouml;nnte dar&uuml;ber nachdenken, wie die Grundschullehrer besser entlohnt und die Klassen verkleinert werden k&ouml;nnten, wie die Versorgung mit &Auml;rzten wieder auf das Niveau der 1980er Jahre zu bringen w&auml;re, wie in den Kommunen mehr Personal von der Kita &uuml;ber die Stra&szlig;enreinigung bis in die Bauverwaltungen eingestellt werden k&ouml;nnte usw. usf.<br>\nUtopisch? Vielleicht m&uuml;sste man ja einfach nur aufh&ouml;ren, Rattenf&auml;ngern hinterher zu laufen, beginnen die richtigen Fragen zu stellen und sich umschauen, wie in der Vergangenheit und in anderen L&auml;ndern die kleinen Leute ihre Interessen durchgesetzt haben?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Obszoener-Reichtum-Die-oberen-1000-haben-jetzt-ueber-eine-Billion-Euro-4152916.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers B.E.:<\/strong> Ich h&auml;tte da mal einen Vorschlag: vielleicht sollte man die Wut der sogenannten &lsquo;Wutb&uuml;rger&rsquo; in Chemnitz und anderswo in dieser Republik blo&szlig; einmal in die richtige Richtung lenken.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Politbarometer: AfD legt trotz Chemnitz zu<\/strong><br>\nDie Folge des Mords oder Totschlags in Chemnitz aber scheint zu sein, dass Gr&uuml;ne und Linke jeweils einen Punkt verlieren und 14 bzw. 8 Prozent zur&uuml;ckfallen. Die Afd behauptet sich dagegen als drittst&auml;rkste Partei mit 17 Prozent, einem Prozent mehr als letzten Monat.<br>\nVerst&auml;ndlich ist das nicht, wenn 76 Prozent sagen, sie w&uuml;rden Rechtsextreme als &ldquo;gro&szlig;e Gefahr&rdquo; f&uuml;r die Demokratie betrachten. Bei den AfD-Sympathisanten sind es nur 34 Prozent, was auch darauf hinweist, dass hier mit den Rechtsextremen und V&ouml;lkischen sympathisiert wird.<br>\nGerne wird immer gesagt, hier sammeln sich die besorgten B&uuml;rger, die irgendwie Angst h&auml;tten vor den Ausl&auml;ndern. Wenn man sich Chemnitz &ndash; und auch Pegida &ndash; betrachtet, wirken die Menschen weniger &auml;ngstlich als aggressiv. Sie wollen &ldquo;ausrasten&rdquo;, wie Gauland rechtfertigend sagte. Sie sind auf Krawall aus, auf Abenteuer, auf Unterbrechung des langweiligen normalen Lebens, wozu ein Feindbild ben&ouml;tigt wird.<br>\nSie f&uuml;hlen sich als Avantgarde eines diffusen Neuen, das aber das alte Nationalsoziale ist, mit der Abwertung anderer Menschengruppen wird eine imagin&auml;re Einheit. Wenn man immer nur die vermeintlichen Sorgen dieser erregten und rassistischen Menschen, die sich mit Rechtsextremisten gemein machen, aufnehmen soll, verdr&auml;ngt man deren Lust auf Subversion und deren Ausrichtung auf autorit&auml;re Strukturen. Die beschworene Angst vor den Ausl&auml;ndern ist der Kitzel, der ben&ouml;tigt wird. Gewalt und Menschenverachtung werden zumindest rhetorisch inszeniert, man lebt gef&auml;hrlich, ist bedrohte und unerdr&uuml;ckte Opposition. Und je gef&auml;hrlicher und d&auml;monisierter Politik und Medien die Rechten darstellen, desto gr&ouml;&szlig;eren Aufschwung erhalten sie als die scheinbare Alternative.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Politbarometer-AfD-legt-trotz-Chemnitz-zu-4152897.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Seehofer lehnt AfD-Beobachtung ab<\/strong><br>\nBundesinnenminister Horst Seehofer von der CSU sieht derzeit keinen Grund f&uuml;r eine Beobachtung der rechtspopulistischen AfD durch den Verfassungsschutz. &ldquo;Nat&uuml;rlich muss man immer genau hinschauen, und das tut der Verfassungsschutz, ob es sich bei Aussagen von Parteimitgliedern oder Zusammenarbeit mit bestimmten Gruppen um Einzelmeinungen oder parteipolitische Linie handelt&rdquo;, sagte Seehofer den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die Voraussetzungen f&uuml;r eine Beobachtung der Partei &ldquo;als Ganzes&rdquo; l&auml;gen f&uuml;r ihn derzeit nicht vor.<br>\nDie &Auml;u&szlig;erungen von AfD-Fraktionschef Alexander Gauland, der die ausl&auml;nderfeindlichen Krawalle in Chemnitz nach der T&ouml;tung eines Deutschen als &ldquo;Selbstverteidigung&rdquo; bezeichnet hatte, seien unpassend, sagte Seehofer. Er empfehle &ldquo;allen politischen Kr&auml;ften, die sich in der Verantwortung f&uuml;r unsere Demokratie und unseren Rechtsstaat sehen, sich von Aufstachelung und Gewaltanwendung deutlich zu distanzieren und von jeglichem Versuch einer Legitimierung Abstand zu nehmen&rdquo;. (&hellip;)<br>\nIn den vergangenen Tagen waren auch aus der Politik Rufe nach einer &Uuml;berwachung der AfD laut geworden. So hatte der CDU-Innenexperte Armin Schuster die Verfassungsschutzbeh&ouml;rden der L&auml;nder aufgefordert, die AfD genauer unter die Lupe zu nehmen. Die AfD werde &ldquo;immer mehr ein Fall f&uuml;r den Verfassungsschutz&rdquo;, zumal sich Parteichef Alexander Gauland inzwischen &ldquo;mindestens einmal im Monat von einer Entgleisung eines seiner Parteimitglieder distanzieren&rdquo; m&uuml;sse.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/seehofer-afd-103.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Ist der amtierende Bundesinnenminister &bdquo;auf dem rechten Auge blind&ldquo; oder genie&szlig;t die AfD eine Art Schutz durch &ouml;ffentliche Institutionen?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Moskaus fragw&uuml;rdige Giftgas-Warnung<\/strong><br>\nDie russische Regierung warnt vor einem angeblichen Giftgasangriff durch Assad-Gegner in Idlib. Doch an der Stichhaltigkeit der Hinweise kommen Zweifel auf. Experten sehen die Warnung als Ausdruck russischer Ohnmacht.<br>\nAm Samstag trat das russische Verteidigungsministerium mit einer Warnung an die internationale &Ouml;ffentlichkeit: Syrische Rebellen &ndash; Mitglieder der islamistischen Gruppe Tahrir al-Sham &ndash; seien derzeit dabei, einen Chemiewaffenangriff in der Provinz Idlib im Nordwesten Syriens vorzubereiten. Die Gruppe, so Ministeriumssprecher Igor Konashenkov, inszeniere einen entsprechenden Angriff, um ihn vor den Augen der Welt&ouml;ffentlichkeit dann der Regierung Assad in die Schuhe zu schieben.<br>\nDie Rebellen h&auml;tten bereits mehrere Beh&auml;lter mit Chlorofin in ein Dorf nahe der Stadt Jisr al-Shugur gebracht. Auch h&auml;tten sie ein ausl&auml;ndisches Unternehmen engagiert, das ihnen dabei helfe, den Angriff vorzubereiten. Zudem w&uuml;rden sich einige der T&auml;ter als Mitglieder der Wei&szlig;helme verkleiden, um angebliche Opfer des inszenierten Angriffs zu bergen. Nach realen Angriffen des Regimes nimmt die Rettungsgruppe Wei&szlig;helme ihre Arbeit auf, um Opfer unter der Zivilbev&ouml;lkerung zu retten.<br>\nDer Sinn des Unternehmens liege auf der Hand, so Konashenkov, laut Medienberichten: Die Rebellen wollten den Vereinigten Staaten, Gro&szlig;britannien und Frankreich einen Vorwand liefern, Ziele der syrischen Regierung in Luftschl&auml;gen anzugreifen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/assad-das-giftgas-und-eine-fragw%C3%BCrdige-warnung-aus-moskau\/a-45248101\">Deutsche Welle<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Solche offen manipulierenden Artikel finanzieren wir mit unseren Steuern. Die Lobbyisten der sogenannten Rebellen werden als &bdquo;Experten&ldquo; bezeichnet. &ndash; Die Deutsche Welle ist unser staatlich finanzierter Auslandssender. Man kann ihre Arbeit mit dem vergleichen, was zum Beispiel russische Sender im Ausland bieten. Zum Beispiel RT Deutsch hier https:\/\/deutsch.rt.com\/international\/ zum internationalen Geschehen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Corbyn&rsquo;s Labour Party is Being Made to Fail &ndash; By Design<\/strong><br>\nThe Labour party, relentlessly battered by an organised campaign of smears of its leader, Jeremy Corbyn &ndash; first for being anti-semitic, and now for honouring Palestinian terrorists &ndash; is reportedly about to adopt the four additional working &ldquo;examples&rdquo; of anti-semitism drafted by the International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA).<br>\nLabour initially rejected these examples &ndash; stoking yet more condemnation from Israel&rsquo;s lobbyists and the British corporate media &ndash; because it justifiably feared, as have prominent legal experts, that accepting them would severely curb the freedom to criticise Israel.<br>\nThe media&rsquo;s ever-more outlandish slurs against Corbyn and the Labour party&rsquo;s imminent capitulation on the IHRA&rsquo;s full definition of anti-semitism are not unrelated events. The former was designed to bring about the latter.<br>\nAccording to a report in the Guardian this week, senior party figures are agitating for the rapid adoption of the full IHRA definition, ideally before the party conference next month, and say Corbyn has effectively surrendered to the pressure. An MP who supports Corbyn told the paper Corbyn would &ldquo;just have to take one for the team&rdquo;.<br>\nIn a strong indication of the way the wind is now blowing, the Guardian added:<br>\n&ldquo;The party said it would consult the main [Jewish] communal bodies as well as experts and academics, but groups such as the pro-Corbyn Jewish Voice for Labour have not been asked to give their views.&rdquo;<br>\nNo stomach for battle<br>\nThe full adoption of the IHRA definition of anti-semitism will be a major victory both for Israel and its apologists in Britain, who who have been seeking to silence all meaningful criticism of Israel, and for the British corporate media, which would dearly love to see the back of an old-school socialist Labour leader whose programme threatens to loosen the 40-year stranglehold of neoliberalism on British society.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.counterpunch.org\/2018\/08\/20\/corbyns-labour-party-is-being-made-to-fail-by-design\/\">Counterpunch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Griechenland: Die soziale Krise geht weiter!<\/strong><br>\nSeit dem 20.08.2018 ist es offiziell: Griechenland ist gerettet und hat seine finanzielle Souver&auml;nit&auml;t wiedererlangt. So zumindest lautet das Credo in Br&uuml;ssel. Das Datum markiert das Auslaufen des letzten Rettungsprogramms. In Zukunft soll sich Griechenland wie alle anderen Euro-L&auml;nder das Geld am internationalen Kapitalmarkt beschaffen und keine Hilfskredite mehr ben&ouml;tigen. (&hellip;)<br>\nDoch in Griechenland selbst kommt keine Jubelstimmung auf. Die bisherigen Kredite wurden unter drakonischen Auflagen erteilt. Das Spardiktat der Gl&auml;ubiger f&uuml;hrte zu erheblichen Einschnitten am Arbeitsmarkt, bei Renten, im Steuersystem sowie bei L&ouml;hnen und Geh&auml;ltern und beinhaltete auch die Zerschlagung der Tarifsysteme. Die Staatsausgaben wurden zwischen 2008 und 2016 um 30 Prozent zusammengek&uuml;rzt. Die griechische Wirtschaftsleistung brach ein, die Arbeitslosenquote erreichte Rekordwerte und liegt heute noch bei fast 20 Prozent. (&hellip;)<br>\nHinzu kommt, dass Griechenland weiterhin unter einer engmaschigen Beobachtung der Gl&auml;ubiger steht. Die Finanzlage des Landes soll von den Gl&auml;ubigern mindestens bis 2050 &uuml;berwacht werden. Griechenland musste sich dazu verpflichten, weitere Sparma&szlig;nahmen zu erf&uuml;llen, darunter Rentenk&uuml;rzungen im Januar 2019, obwohl diese bereits um 60 Prozent gesunken sind. Zudem soll das Land f&uuml;r Jahrzehnte Prim&auml;r&uuml;bersch&uuml;sse erzielen, also ein Plus im Staatshaushalt, ohne die Kosten des Schuldendienstes. Bis 2022 soll dieser bei 3,5 Prozent der Wirtschaftsleistung liegen und danach bis 2060 pro Jahr bei 2,2 Prozent. Solche Dauer-&Uuml;bersch&uuml;sse in dieser H&ouml;he hat noch nie ein Land erwirtschaftet. Selbst der Internationale W&auml;hrungsfonds sieht die Wahrscheinlichkeit, dass ein Euro-Land dies erf&uuml;llen k&ouml;nnte, bei weniger als sechs Prozent. Eine rigide Austerit&auml;tspolitik w&auml;re so f&uuml;r Jahrzehnte vorprogrammiert. (&hellip;)<br>\nUm diesen Entwicklungen entgegenzuwirken muss bei der Ursache angesetzt werden, die die griechischen Zinsen in die H&ouml;he schie&szlig;en l&auml;sst &ndash; die Unsicherheit. Die Eurozone muss klar signalisieren, dass sie kein Mitgliedsland in die Pleite schickt. Die Staatsfinanzen der Eurol&auml;nder m&uuml;ssen vor Spekulation gesch&uuml;tzt werden, indem der Europ&auml;ische Stabilit&auml;tsmechanismus mit einer Banklizenz ausgestattet und als &bdquo;Gl&auml;ubiger der letzten Instanz&ldquo; eingesetzt wird bzw. gemeinsame Anleihen in der Eurozone (&bdquo;Eurobonds&ldquo;) ausgegeben werden k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++59571fae-acef-11e8-942e-52540088cada\">DGB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Steuerflucht der Konzerne: Ver&auml;rgerung in der SPD &uuml;ber Finanzminister Scholz<\/strong><br>\n&Auml;rger f&uuml;r Finanzminister und Vizekanzler Olaf Scholz in der eigenen Partei: Immer mehr Sozialdemokraten kritisieren, dass der eigene Finanzminister im Kampf der EU gegen die sogenannte Steuervermeidung der multinationalen Konzerne auf der Bremse steht. In einem Brief an den Finanzminister hat jetzt der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion im D&uuml;sseldorfer Landtag, Michael H&uuml;bner, seiner Ver&auml;rgerung &uuml;ber Scholz Luft gemacht, berichtet die in Bielefeld erscheinende &ldquo;Neue Westf&auml;lische&rdquo; (Donnerstag-Ausgabe). In dem Streit geht es um das sogenannte &ldquo;Country-by-Country-Reporting&rdquo;. Gemeint ist damit, das multinationale Konzerne wie Amazon, Ikea oder Apple k&uuml;nftig &uuml;ber das Internet &ouml;ffentlich machen m&uuml;ssen, in welchen L&auml;ndern sie wie viele Gewinnen machen und wo sie diese Gewinne versteuern. Zur Transparenz verpflichtet werden sollen alle Konzerne mit mehr als 750 Millionen Euro Umsatz. Verhindert werden soll damit, dass die Gewinne bilanziell in Niedrigsteuerl&auml;nder wie etwa Irland verlagert werden, um in den L&auml;ndern, in denen die Gewinne eigentlich erwirtschaftet werden, Steuern zu sparen. Laut einem Bericht der EU-Kommission gehen europ&auml;ischen Staaten durch diese Art der Steuervermeidung 50 bis 70 Milliarden Euro pro Jahr verloren. Das EU-Parlament und die EU-Kommission haben der Regelung bereits zugestimmt, es fehlt noch die Zustimmung des EU-Ministerrats, in dem die Regierungen der EU-Staaten vertreten sind. Und genau hier stelle sich der deutsche Finanzminister quer. In einer Sitzung des Wirtschaftsausschusses des EU-Parlaments machte Scholz aus seiner Ablehnung keinen Hehl. &ldquo;Wenn wir es ernst meinen mit einer anderen Steuerpolitik, dann d&uuml;rfen wir bei dieser Frage nicht einknicken&rdquo;, schreibt H&uuml;bner in dem Brief, der dem Blatt vorliegt. &ldquo;Gerade Sozialdemokraten in der Europ&auml;ischen Union h&auml;tten sich immer daf&uuml;r stark gemacht, Steuerumgehungen durch h&ouml;chstm&ouml;gliche Transparenz gar nicht erst entstehen zu lassen&rdquo;, so H&uuml;bner. In der SPD-Bundestagsfraktion rumore es ebenfalls, berichtet die Zeitung. Wenn Scholz nicht noch einlenke, scheine es nur noch eine Frage der Zeit, bis auch hier der Konflikt offen ausbreche.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/65487\/4047570\">Presseportal<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Managergeh&auml;lter Bei &ouml;ffentlichen Unternehmen fehlt oft die Transparenz<\/strong><br>\nF&uuml;r die Topmanager der Gro&szlig;konzerne scheinen diese Fragen beantwortet. Im Mittel erhielten die Vorstandsvorsitzenden der 30 Dax-Unternehmen &ndash; durchweg ausgestattet mit sieben- oder gar achtstelligen Jahresgeh&auml;ltern &ndash; im letzten Jahr das 97-fache des durchschnittlichen Jahreslohns der in den Unternehmen Besch&auml;ftigten. Dass dem keine 97-fache Leistung gegen&uuml;ber stehen kann, liegt auf der Hand; zumal noch 2005 das Einkommensverh&auml;ltnis zwischen Konzernchefs und Belegschaften bei eins zu 42 lag. Hat sich die Schaffenskraft der Topleute binnen weniger Jahre mehr als verdoppelt? Wohl kaum. (&hellip;)<br>\nEtwas anders sieht es in Unternehmen aus, die Bund, L&auml;ndern und Kommunen geh&ouml;ren oder ma&szlig;geblich von ihnen abh&auml;ngen. Im &ouml;ffentlichen Sektor erhalten Manager in aller Regel weniger als in der Privatwirtschaft. Was genau in den Cheftagen von Wasserwerken, Verkehrsunternehmen und M&uuml;llentsorgern verdient  wird, ist aber weithin ein gut geh&uuml;tetes Geheimnis.<br>\nEiner Studie der Zeppelin-Universit&auml;t Friedrichshafen zufolge ver&ouml;ffentlicht die gro&szlig;e Mehrzahl der Gebietsk&ouml;rperschaften auf kommunaler, Landes- und Bundesebene keinerlei personenbezogene Einkommensangaben f&uuml;r die Leitungsebene der ihnen angeschlossenen Unternehmen. So verweigern 248 von 413 Gebietsk&ouml;rperschaften mit mindestens f&uuml;nf &ouml;ffentlichen Unternehmen Angaben zu personenbezogenen Managergeh&auml;ltern. Bei kleineren St&auml;dten und Landkreisen sieht es noch d&uuml;sterer aus: Dort sind &ouml;ffentlich zug&auml;ngliche Entgeltinformationen die gro&szlig;e Ausnahme.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ksta.de\/wirtschaft\/managergehaelter-bei-oeffentlichen-unternehmen-fehlt-oft-die-transparenz-31191496\">K&ouml;lner Stadt-Anzeiger<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das kann auch ein Anlass sein, dass Beamtentum zu loben. Dessen Bez&uuml;ge sind sehr transparent. Ebenso auch die Geh&auml;lter des &ouml;ffentlichen Dienstes im allgemeinen. Weshalb gibt es &uuml;berhaupt Managergeh&auml;lter im &ouml;ffentlichen Sektor? Sind sie nicht auch eine Folge der (neoliberalen) &Ouml;konmisierung? K&ouml;nnte es sein, dass die hier beklagte Intransparenz dem Abstand zur generellen Mitarbeiterschaft im &ouml;ffentlichen Dienst geschuldet ist, die wohl mit deutlich weniger Einkommen nach Hause gehen muss?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Der lange Aufschwung kommt bei der Mittelschicht nicht an<\/strong><br>\nCDU-nahe Adenauer-Stiftung f&uuml;hrt die seit einem Jahrzehnt stagnierenden Einkommen auf die Umverteilungspolitik der gro&szlig;en Koalition zur&uuml;ck. Wirtschaftsfl&uuml;gel pocht auf rasche Entlastung.<br>\nVon dem Wirtschaftsaufschwung der vergangenen Jahre hat die Mittelschicht in Deutschland kaum profitiert. Dieses ern&uuml;chternde Fazit zieht die Konrad-Adenauer-Stiftung in ihrem &bdquo;Mittelschichtsbericht&ldquo;, der WELT exklusiv vorliegt. &bdquo;Das reale mittlere Einkommen in der Mittelschicht hat sich in den letzten zehn Jahren nur leicht erh&ouml;ht, und das trotz oder gerade wegen steigender Erwerbst&auml;tigkeit&ldquo;, hei&szlig;t es in dem Bericht. (&hellip;)<br>\nDer stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion, Carsten Linnemann, h&auml;lt indes rasche Entlastungen f&uuml;r unabdingbar. &bdquo;Wenn die Mitte nicht ad&auml;quat vom Aufschwung profitiert, dann beweist das, dass die punktuelle Politik falsch ist&ldquo;, sagte der CDU-Politiker. Statt immer neue Leistungen und Subventionen f&uuml;r bestimmte Bev&ouml;lkerungsgruppen zu beschlie&szlig;en, seien sp&uuml;rbare Steuer- und Beitragssenkungen der richtige Weg, um die Mitte besserzustellen. &bdquo;Wir d&uuml;rfen nicht auf die h&ouml;ren, die am lautesten schreien, sondern m&uuml;ssen Politik f&uuml;r diejenigen machen, die den Laden am Laufen halten&ldquo;, betont Linnemann. &bdquo;Die leistungsbereite Mittelschicht wird seit Jahren vernachl&auml;ssigt.&ldquo; Auch CDU-Generalsekret&auml;rin Annegret Kramp-Karrenbauer hatte k&uuml;rzlich verlangt, die Politik m&uuml;sse &bdquo;die Normalb&uuml;rger in der Mitte&ldquo; entlasten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/print\/die_welt\/article181384942\/Der-lange-Aufschwung-kommt-bei-der-Mittelschicht-nicht-an.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.N.:<\/strong> Laut KAS sind also nicht die Abkopplung der Lohnentwicklung vom BIP mit Prekarisierung der Arbeitswelt Schuld daran, dass &bdquo;der Aufschwung&ldquo; nicht bei der Mittelschicht ankommt, sondern &ldquo;die Umverteilungspolitik der GroKo&ldquo; seit 2005. In der Printversion des Artikels steht dann aber merkw&uuml;rdigerweise, dass die Mittelschicht vor Umverteilung nur 46,3% ausmacht und erst nach Umverteilung auf 76,5% anw&auml;chst (sowohl Unter- als auch Oberschicht werden dadurch kleiner). Bewirkt die Umverteilung also doch, dass &ldquo;der Aufschwung&rdquo; in der Mittelschicht ankommt?<\/em><\/p>\n<p><em>Aber vielleicht kritisiert die KAS ja all die Umverteilungsma&szlig;nahmen zugunsten der Oberschicht (Senkung des Spitzensteuersatzes unter Rot-Gr&uuml;n, K&ouml;rperschaftsteuerreform 2008, Abgeltungsteuer, Erbschaftsteuerreform, Aussetzung Verm&ouml;gensteuer und Erh&ouml;hung der Umsatzsteuer 2007). Oder die v&ouml;llig unzureichende Erstattung &ldquo;versicherungsfremder Leistungen&rdquo; in den Sozialversicherungen durch aus Steuermitteln. All diese Reformen haben dazu gef&uuml;hrt, dass die Belastung eines ledigen, kinderlosen sozialversicherten Lohnempf&auml;ngers mit Lohnsteuern und Sozialabgaben im OECD-Vergleich an zweith&ouml;chster Stelle liegt und dort verblieben ist. Das k&ouml;nnte man &auml;ndern, wenn man denn wollte &ndash; aber man m&uuml;sste dann die Oberschicht entsprechend wieder st&auml;rker zur Kasse bitten, wie es bis 1998 der Fall war. <\/em><\/p>\n<p><em>Zum Thema Subventionen lohnt sich ein Blick auf die Finanzen der Konrad-Adenauer-Stiftung. Laut ihrem Jahresbericht 2016 waren f&uuml;r 2017 rund 97 % ihrer Einnahmen (also ca. 168 Mio. &euro;) als Subvention von Bund und L&auml;ndern veranschlagt. Nur 3% ihrer Einnahmen kamen aus Spenden und Seminarbeitr&auml;gen. Besteht da nicht dringender Handlungsbedarf?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Bald flie&szlig;en mehr als 100 Milliarden Euro in die Rente<\/strong><br>\nVor 15 Jahren sorgte sich der damalige SPD-Generalsekret&auml;r Scholz um die Generationengerechtigkeit des Rentensystems. Nun ist er Finanzminister &ndash; und von seinen &Uuml;berzeugungen nur wenig &uuml;brig. Die Opposition ist entsetzt.<br>\nDer Beitragssatz zur Rentenversicherung wird sp&auml;testens im Jahr 2023 steigen &ndash; und das sp&uuml;rbar. Das sagt die Deutsche Rentenversicherung voraus. Vorher wird ihre R&uuml;cklage stetig aufgezehrt. Grund ist das Rentenpaket, das die Bundesregierung am vergangenen Mittwoch beschlossen hat. &bdquo;Dann rechnen wir damit, dass eine Anhebung von derzeit 18,6 auf bis zu 19,3 Prozent notwendig wird&ldquo;, sagte die Pr&auml;sidentin Gundula Ro&szlig;bach dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Der Beitrag bleibt nach den Berechnungen der Rentenversicherung nur deshalb relativ lange stabil, weil sich der Arbeitsmarkt und die L&ouml;hne seit Jahren ausgesprochen positiv entwickelt haben. [&hellip;]<br>\nDas vom Bundeskabinett am Mittwoch auf den Weg gebrachte Rentenpaket sieht unter anderem vor, das aktuelle Rentenniveau von 48 Prozent bis 2025 zu stabilisieren. Der Beitragssatz soll nicht &uuml;ber 20 Prozent steigen. Derzeit liegt er bei 18,6 Prozent.<br>\nDer FDP-Vorsitzende Christian Lindner kritisierte auf dem Kurznachrichtendienst Twitter: &bdquo;Jetzt macht die Deutsche Rentenversicherung es amtlich: Das gro&szlig;z&uuml;gige Rentenpaket der gro&szlig;en Koalition l&auml;sst die Beitr&auml;ge steigen.&ldquo; CDU, CSU und SPD machten den Menschen ein Geschenk, das alle teuer zu stehen komme. &bdquo;Sogar Nichtstun w&auml;re besser gewesen als das.&ldquo; [&hellip;]<br>\nDie Union lehnt diesen Vorsto&szlig; ab, wie Unionsfraktionschef Volker Kauder am Wochenende bekr&auml;ftigte. Es gebe zwar zwei Vorschl&auml;ge, die in der Bev&ouml;lkerung sofort gutgehei&szlig;en werden: keine Verl&auml;ngerung der Lebensarbeitszeit und ein hohes Rentenniveau. Dann m&uuml;sse man aber der jungen Generation erkl&auml;ren, wie das finanziert werden solle. &bdquo;So einfach, wie die SPD es sich macht, ist das nicht&ldquo;, sagte Kauder der &bdquo;Welt am Sonntag&ldquo;.<br>\nDer Zuschuss des Bundes zur Rentenversicherung ist der mit Abstand gr&ouml;&szlig;te Posten im Bundeshaushalt. Er wird nach der Finanzplanung auch so von 94 Milliarden Euro in diesem Jahr auf 110 Milliarden Euro im Jahr 2022 steigen. Zum Vergleich: Derzeit sind Ausgaben von 343,6 Milliarden Euro geplant, 2022 sollen es 367,7 Milliarden Euro sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/bald-fliessen-mehr-als-100-milliarden-euro-aus-dem-bundeshaushalt-in-die-rente-15767947.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unsers Lesers J.A.:<\/strong> Die &Uuml;berschrift ist eine glatte L&uuml;ge oder zumindest eine vors&auml;tzliche Irref&uuml;hrung. Aus der Rentenkasse erhalten alte Menschen Leistungen, f&uuml;r die sie nie (oder nicht in ausreichendem Umfang) Beitr&auml;ge gezahlt haben (z. B. die M&uuml;tterrente). Ein Teil dieser Leistungen wird, weil es um eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe geht, vom Staat aus Steuern erstattet, und diese Erstattung ist nicht einmal vollst&auml;ndig. Insofern flie&szlig;en nicht &ldquo;100 Milliarden Euro in die Rente&rdquo;, sondern durch die Rentenversicherung hindurch zu Menschen, die trotz fehlenden Rentenanspruchs im Alter versorgt werden m&uuml;ssen.<\/em><\/p>\n<p><em>Ein hervorragender Leserkommentar betont noch eine andere Seite: &ldquo;Das m&uuml;ssen sie eh Herr Kauder, die Liste all dessen was sie der jungen Generation erkl&auml;ren m&uuml;ssen ist lang. Kaputte Infrastruktur, kaputte Natur und Umwelt, ein kaputtes Verkehrssystem, Unmengen von M&uuml;ll, Atomm&uuml;ll in Asse, unterirdische Giftm&uuml;lllager, Plastikm&uuml;ll &uuml;berall, verseuchtes Trinkwasser, schadstoffbelastete Luft,&hellip;ein leicht erh&ouml;hter Rentenbeitrag, wenn das alles w&auml;re, was die n&auml;chste Generation schultern m&uuml;&szlig;te, sie k&ouml;nnte sich gl&uuml;cklich sch&auml;tzen.&rdquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Wikileaks-Mitarbeiter in Norwegen spurlos verschwunden<\/strong><br>\nNorwegische Ermittler suchen nach einem Mitarbeiter von Wikileaks-Gr&uuml;nder Julian Assange. Der Niederl&auml;nder Arjen Kamphuis ist seit mehr als zehn Tagen spurlos verschwunden.<br>\nDie norwegische Polizei hat nach dem Verschwinden eines Mitarbeiters der Enth&uuml;llungsplattform Wikileaks Ermittlungen eingeleitet. Der Niederl&auml;nder Arjen Kamphuis, ein Mitarbeiter von Wikileaks-Gr&uuml;nder Julian Assange, war nach Angaben der Plattform zuletzt am 20. August beim Verlassen eines Hotels im nordnorwegischen Bodo gesehen worden. Seitdem gebe es keine Spur von ihm. Wikileaks sprach am Samstag von einem &ldquo;r&auml;tselhaften Verschwinden&rdquo;.<br>\nPolizei will Ermittlungen nicht kommentieren<br>\nEin Polizeisprecher wollte keine Einzelheiten zu den Ermittlungen nennen. &ldquo;Wir spekulieren nicht dar&uuml;ber, was passiert sein k&ouml;nnte&rdquo;, sagte er. Bislang gebe es keine Hinweise auf den Verbleib von Kamphuis.<br>\nWikileaks-Chef Assange sitzt seit Jahren in der Botschaft Ecuadors in London fest. Dorthin war er 2012 geflohen, um einer Auslieferung an Schweden wegen Vergewaltigungsvorw&uuml;rfen zu entgehen. Derzeit gehen US-Ermittler davon aus, dass die Plattform im US-Wahlkampf mit dem russischen Geheimdienst zusammenarbeitete, um den US-Demokraten zu schaden und US-Pr&auml;sident Donald Trump zum Wahlsieg zu verhelfen.<br>\nDer Australier Assange bef&uuml;rchtet, an die USA &uuml;berstellt zu werden, wo ihm ein Prozess wegen Geheimnisverrats und wom&ouml;glich sogar die Todesstrafe droht. Die von ihm mitgegr&uuml;ndete Enth&uuml;llungsplattform Wikileaks hatte 2010 geheime Dokumente des US-Milit&auml;rs ver&ouml;ffentlicht. Auch die mutma&szlig;lich vom russischen Geheimdienst gestohlenen Emails der US-Pr&auml;sidentschaftskandidatin Hillary Clinton und der US-Demokraten ver&ouml;ffentlichte Wikileaks.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/ausland\/id_84384350\/norwegen-mitarbeiter-von-wikileaks-gruender-assange-spurlos-verschwunden.html\">t-online.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Vorratsdatenspeicherung: Bundesregierung will Karlsruher Urteil hinausz&ouml;gern<\/strong><br>\nDas zun&auml;chst noch f&uuml;r dieses Jahr angek&uuml;ndigte Urteil des Bundesverfassungsgerichts gegen die schwarz-rote Neuauflage der Vorratsdatenspeicherung k&ouml;nnte l&auml;nger auf sich warten lassen. Die Bundesregierung hat die Karlsruher Richter aufgefordert, den auf zahlreiche Verfassungsbeschwerden zur&uuml;ckgehenden Fall zun&auml;chst dem Europ&auml;ischen Gerichtshof (EuGH) vorzulegen. Sollten die Verfassungsrichter dem Appell folgen, w&uuml;rde sich ihre Entscheidung um Monate beziehungsweise Jahre verz&ouml;gern. Sie m&uuml;ssten dann erst warten, bis eine Stellungnahme der Luxemburger Richter vorliegt.<br>\nDer EuGH hat das anlasslose Protokollieren von Verbindungs- und Standortdaten in zwei Urteilen aus 2014 und 2016 bereits als unvereinbar mit den europ&auml;ischen Grundrechten erkl&auml;rt. Laut einer Eingabe der Bundesregierung an das Bundesverfassungsgericht, die der Deutschlandfunk in Ausz&uuml;gen ver&ouml;ffentlicht hat, sollen die Karlsruher Richter aber durch ihre Luxemburger Kollegen pr&uuml;fen lassen, ob die hiesige abgeschw&auml;chte Version der Vorratsdatenspeicherung auch von den EuGH-Grundsatzentscheidungen betroffen ist.<br>\nDie Anw&auml;lte der Regierung f&uuml;hren dabei gewisserma&szlig;en mildernde Umst&auml;nde ins Feld. So habe der Bundestag die verdachtsunabh&auml;ngige Speicherung 2015 &ldquo;auf bestimmte Kommunikationsmittel wie Telefondienste und Internetzugangsdienste beschr&auml;nkt&rdquo;. Zudem w&uuml;rden &ldquo;nur bestimmte Datenkategorien&rdquo; erfasst, Anschl&uuml;sse mit &ldquo;besonderen Vertraulichkeitserwartungen&rdquo; ausgenommen und Berufsgeheimnistr&auml;ger wie Abgeordnete, Anw&auml;lte oder &Auml;rzte besonders gesch&uuml;tzt. Ferner sei die Speicherpflicht auf maximal zehn Wochen begrenzt, die Zugriffsm&ouml;glichkeiten seien auf die Bek&auml;mpfung schwerer Straftaten beschr&auml;nkt worden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Vorratsdatenspeicherung-Bundesregierung-will-Karlsruher-Urteil-hinauszoegern-4152474.html\">heise online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Macron-Vorsto&szlig; f&uuml;r St&auml;rkung der europ&auml;ischen Sicherheitspolitik (Update)<\/strong><br>\nIn einer Rede vor einer Konferenz der franz&ouml;sischen Botschafter hat Frankreichs Pr&auml;sident Emmanuel Macron am (heutigen) Montag seine Vorstellungen f&uuml;r eine eigenst&auml;ndige Sicherheitspolitik Europas skizziert &ndash; mit weniger Abh&auml;ngigkeit von den USA und mehr Einbeziehung Russlands. (&hellip;)<br>\nEuropa ist sich bewusst geworden, dass es sich selbst sch&uuml;tzen muss, und Frankreich hat alle seine Verantwortung in diesem Zusammenhang durch das am 14. Juli verk&uuml;ndete Gesetz zur milit&auml;rischen Programmplanung &uuml;bernommen, das unserem Land eine aktualisierte strategische Vision dieser neuen Bedrohungen und koh&auml;rente Mittel zu ihrer Bew&auml;ltigung bietet.<br>\nFrankreich und Europa haben in gewisser Weise die neuen Bedrohungen der Gegenwart und die Tatsache zur Kenntnis genommen, dass wir strategische und verteidigungspolitische Autonomie brauchen, um darauf zu reagieren.<br>\nIn den kommenden Monaten werde ich ein Projekt zur St&auml;rkung der europ&auml;ischen Solidarit&auml;t im Bereich der Sicherheit vorantreiben. Wir m&uuml;ssen dem Artikel 42 Absatz 7 des Vertrags &uuml;ber die Europ&auml;ische Union, auf den sich Frankreich erstmals im Jahr 2015 nach den Anschl&auml;gen berufen hat, mehr Substanz verleihen. Frankreich ist bereit, in eine konkrete Diskussion zwischen den europ&auml;ischen Staaten &uuml;ber die Art der gegenseitigen Verbindungen von Solidarit&auml;t und gegenseitiger Verteidigung einzutreten, die sich aus unseren Verpflichtungen aus dem Vertrag ergeben. Europa kann seine Sicherheit nicht mehr allein den Vereinigten Staaten &uuml;berlassen. Es liegt heute an uns, unserer Verantwortung gerecht zu werden und die Sicherheit und damit die europ&auml;ische Souver&auml;nit&auml;t zu gew&auml;hrleisten. (&hellip;)<br>\nIn der ganzen Rede wird Deutschland als Partner in der Sicherheitspolitik sehr oft erw&auml;hnt, und dass nicht nur im Kontext einer neuen europ&auml;ischen Sicherheitsarchitektur. Interessant wird vor allem, wie die Ank&uuml;ndigung Macrons, ein Projekt zur St&auml;rkung der europ&auml;ischen Solidarit&auml;t im Bereich der Sicherheit voranzutreiben, praktisch aussehen wird &ndash; und wie Deutschland darauf eingeht. Ans&auml;tze lassen sich in den j&uuml;ngsten &Uuml;berlegungen des deutschen Au&szlig;enministers ja durchaus finden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/augengeradeaus.net\/2018\/08\/macron-vorstoss-fuer-unabhaengige-europaeische-sicherheitspolitik\/\">Augen geradeaus!<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> US-Pr&auml;sident Trump und seine Berater k&ouml;nnen sich die H&auml;nde reiben: Die NATO-Mitglieder Deutschland und Frankreich gehorchen ihm (zumindest implizit) und geben mehr Geld f&uuml;r das Milit&auml;r aus.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Rechnungshof kritisiert Milliarden-Plus f&uuml;r Bundeswehr<\/strong><br>\nDer Bundesrechnungshof hat nach SPIEGEL-Informationen erhebliche Zweifel, dass die von Ministerin Ursula von der Leyen (CDU) durchgesetzte Steigerung des Verteidigungsetats die desolate Einsatzbereitschaft der Bundeswehr verbessern wird.<br>\nIn einem Bericht vom 29. August warnen die Experten, die vorgesehenen Extramittel von mehr als vier Milliarden Euro k&ouml;nnten wegen der massiven Probleme bei der Beschaffungsplanung f&uuml;r neues Ger&auml;t vermutlich zu gro&szlig;en Teilen nicht ausgegeben werden.<br>\nDas Verteidigungsministerium soll laut aktueller Planung der Bundesregierung 2019 rund 42,9 Milliarden Euro f&uuml;r die Bundeswehr bekommen, damit w&uuml;rde die Truppe im Vergleich zu den 38,5 Milliarden im laufenden Jahr einen deutlichen Aufschlag erhalten.<br>\nVon der Leyen hatte die Zusatzmittel mit Verweis auf marodes Material bei der Truppe und die Nato-Forderung, Deutschland solle zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts f&uuml;r die Verteidigung ausgeben, durchgesetzt. Derzeit liegt die deutsche Quote weit unter dem Ziel.<br>\n9,5 Milliarden des neuen Budgets sind im Haushalt f&uuml;r sogenannte verteidigungsinvestive Ausgaben vorgesehen, also f&uuml;r die Beschaffung von neuem und dringend gebrauchtem Ger&auml;t vom tonnenschweren Panzer bis zum Nachtsichtger&auml;t.<br>\nDer Rechnungshof h&auml;lt es aber nach dem &ldquo;stockenden Mittelabfluss der letzten Jahre&rdquo; f&uuml;r unwahrscheinlich, dass die vielen zus&auml;tzlichen Milliarden ab 2019 tats&auml;chlich f&uuml;r neues Ger&auml;t ausgegeben werden. Personalmangel im zust&auml;ndigen Beschaffungsamt und Lieferprobleme der Industrie seien &ldquo;nicht kurzfristig abzustellen&rdquo;, schreiben die Experten. (&hellip;)<br>\nEin Hauptgrund f&uuml;r die sogenannten Minderausgaben sind gro&szlig;e Probleme beim Beschaffungsamt, dem Bundesamt f&uuml;r Ausr&uuml;stung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BaainBw). In der Koblenzer Beh&ouml;rde sind tausende Stellen nicht besetzt, zudem gilt die B&uuml;rokratie dort als ineffizient und zu langsam. (&hellip;)<br>\nDer Rechnungshof h&auml;lt dem Ministerium nun vor, die zus&auml;tzlichen Mittel f&uuml;r 2019 gar nicht ausgeben zu k&ouml;nnen. Stattdessen erwarten die Experten, dass &ldquo;erhebliche Mittel f&uuml;r andere Zwecke eingesetzt oder in die R&uuml;cklage f&uuml;r R&uuml;stungsinvestitionen flie&szlig;en werden&rdquo;.<br>\nHintergrund der Kritik ist eine Ausnahme f&uuml;r den Verteidigungshaushalt, die von der Leyen durchgedr&uuml;ckt hatte. Im Gegensatz zu anderen Ministerien darf ihr Haus nicht ausgegebene Mittel f&uuml;r R&uuml;stungsbeschaffung festhalten, wenn sich die Projekte verz&ouml;gern. Andere Ministerien m&uuml;ssen solche sogenannten Minderausgaben zur&uuml;ckgeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/bundeswehr-bundesrechnungshof-kritisiert-wehretat-a-1225889.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Der Druck auf Nahles w&auml;chst<\/strong><br>\nAngesichts des anhaltenden Umfragetiefs f&uuml;r die SPD w&auml;chst nun auch in der Fraktion der Druck auf Partei- und Fraktionschefin Andrea Nahles, die versprochene Erneuerung der SPD z&uuml;gig voranzutreiben. Vor der Fraktionsklausur Ende kommender Woche fordern zwei Parteiveteranen, die Bundestagsabgeordneten Axel Sch&auml;fer, 66, und Lothar Binding, 68, ihre Partei auf, st&auml;rker Profil als &ldquo;deutsche Europapartei&rdquo; zu zeigen und den anstehenden Europawahlkampf &ldquo;viel ernster&rdquo; zu nehmen. (&hellip;)<br>\nBinding und Sch&auml;fer sind unzufrieden, wie ihre Partei mit Europa als Thema zur eigenen Profilierung umgeht. Zwar beginne der Koalitionsvertrag &ldquo;erfreulicherweise&rdquo; mit Forderungen, wie Europa neuer Schwung verliehen werden k&ouml;nne. Von der SPD sei bislang aber nichts gekommen, was etwa den Reformvorschl&auml;gen des franz&ouml;sischen Staatspr&auml;sidenten Emmanuel Macron angemessen w&auml;re. Die SPD als deutsche Europapartei k&ouml;nne &ldquo;Alleinstellungsmerkmal&rdquo; der Partei sein. Wichtig sei bei der Wahl &ldquo;Unterscheidbarkeit, Profil und klare Position&rdquo;. (&hellip;)<br>\nWie ernst die Parlamentarier die Lage ihrer eigenen Partei einsch&auml;tzen, zeigt sich am Titel des von ihnen verfassten Thesenpapieres. Darin ist von einer &ldquo;&Uuml;berlebensstrategie als linke Volkspartei&rdquo; die Rede. Die SPD befinde sich in der &ldquo;schwierigsten Situation&rdquo; der j&uuml;ngeren Geschichte. Binding und Sch&auml;fer pl&auml;dieren zudem daf&uuml;r, sich k&uuml;nftig Linksb&uuml;ndnissen im Bund zu &ouml;ffnen, in der gro&szlig;en Koalition m&uuml;sse sich die Partei offensiver als bisher positionieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/spd-erneuerung-der-druck-auf-nahles-waechst-1.4112611\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.H.:<\/strong> &hellip;.es kommt wie es kommen musste, daher #aufstehen SPDler, so lange ihr dazu noch in der Lage seid!!!<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Ob sich Frau Nahles von diesen beiden &bdquo;Parteiveteranen&ldquo; und deren Thesenpapier beeindrucken l&auml;sst, kann bezweifelt werden. Weshalb schlie&szlig;en sich die Genossen Binding und Sch&auml;fer eigentlich nicht der Sammlungsbewegung von Lafontaine\/Wagenknecht an &ndash; wie z.B. <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45797#h03\">auch die Flensburger Oberb&uuml;rgermeisterin und Kandidatin um den Bundesvorsitz der SPD, Simone Lange<\/a>?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Wann sind wir so zimperlich geworden?<\/strong><br>\nFr&uuml;her hatten wir Peter Scholl-Latour. Als junger Mann war Scholl-Latour in Vietnam, wo er erst Granatbeschuss und dann Gefangenschaft beim Vietcong &uuml;berstand. Anschlie&szlig;end fuhr er im Schaufelboot den Kongo hinauf, trank Tee mit Ajatollah Khomeini und speiste beim Taliban. Im gesetzten Alter sa&szlig; er dann in Talkshows und lie&szlig; die Zuschauer an seinem Weltwissen teilhaben. Wer halb Kalkutta aufnehme, rette nicht Kalkutta, sondern werde selbst Kalkutta, sagte er zum Beispiel, und alle schauten ungl&auml;ubig, wie man so etwas sagen kann.<br>\nHeute haben wir Frontal 21. Das Kriegsgebiet, aus dem die Reporter berichten, sind nicht die Berge &uuml;ber Da Nang, sondern die Elbwiesen bei Dresden oder die Innenstadt von Chemnitz. An die Stelle des Vietcong sind die Mitl&auml;ufer von Pegida und der &ldquo;Gruppe Freital&rdquo; getreten. Statt Kugeln droht heute eine in die L&auml;nge gezogene Passkontrolle durch die Polizei oder der Verlust eines Handys bei einer Rangelei mit den Ostnazis. Gefahrvolles Reporterleben: Wer die Frontberichte aus Sachsen liest, zieht unwillk&uuml;rlich den Kopf ein.<br>\nIst es in Ordnung, Journalisten bei ihrer Arbeit zu behindern? Nein, ist es nat&uuml;rlich nicht. So wie es grunds&auml;tzlich nicht in Ordnung ist, Menschen zu beschimpfen oder zu bedrohen, weil man ihre Anwesenheit nicht mag. Sind die Vorg&auml;nge so gravierend, dass sich Bundeskanzlerin und Bundespr&auml;sident einschalten m&uuml;ssen? Da habe ich meine Zweifel.<br>\nErst die Presseschikanen in Dresden, dann das Versagen der Polizei in Chemnitz: Wenn man den Kommentaren glauben darf, dann wankt der Rechtsstaat. &ldquo;Ungeheuerlich&rdquo; sei das, was sich da in Sachsen zutrage, lese ich in der &ldquo;S&uuml;ddeutschen&rdquo;, einen &ldquo;Hauch von Weimar&rdquo; sieht der Kollege Roland Nelles durchs Land ziehen. Dass sich am Mittwoch der Uno-Hochkommissar f&uuml;r Menschenrechte einschaltete, war so gesehen nur eine Frage der Zeit. Schockiert beobachte die Weltgemeinschaft die Vorg&auml;nge in Deutschland, erkl&auml;rte Seid Raad al-Hussein. Der Mann kommt &uuml;brigens aus Jordanien, einem Land, in das wir nicht einen Asylbewerber abschieben d&uuml;rften, ohne dass die Gr&uuml;nen einen Veitstanz auff&uuml;hrten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/pressefreiheit-die-empoerung-der-presse-ist-uebertrieben-kolumne-fleischhauer-a-1225695.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Nat&uuml;rlich bewegt man sich mit der Bewertung in einem schwierigen Terrain, allerdings d&uuml;rfen Vertreter der Medien, die die B&uuml;rger einer Stadt, eines Landes pauschal als P&ouml;bel, Mob, Faschisten, Rassisten, Nazis, &hellip;. verunglimpfen und das schon l&auml;nger, das aktuelle Cover des Spiegel illustriert diesen Sachverhalt wie bestellt, nicht unbedingt auf Gegenliebe der so Bezeichneten hoffen. Dies passt aber zur unglaublichen medialen Aufgeregtheit, die sich um die Ereignisse in Chemnitz entwickelt hat. Auch wenn es schwer f&auml;llt ein Verweis auf eine Kolumne von Jan Fleischhauer, der seinen Kollegen zu etwas mehr Gelassenheit r&auml;t. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Die L&uuml;ge von der Grenz&ouml;ffnungskanzlerin<\/strong><br>\nDass links wie rechts in etwa das Gleiche sind, auf dieser falschen Geometrie beruht eine gef&auml;hrliche Form des politischen Denkens in Deutschland. Um sie aufrechtzuerhalten, kommen L&uuml;gen und Fake News ins Spiel.<br>\n[&hellip;] Oder deutlicher: auf einer L&uuml;ge basierend. Das politische Tourettesyndrom der vergangenen Woche also, dieses dauernde: &ldquo;links links links&rdquo;, w&auml;re damit durchaus pathologisch zu erkl&auml;ren, wenn das Ganze nicht schlimmer w&auml;re: Intentional, dazu gedacht, eine Unwahrheit, die wohl die allermeisten, die sie verbreiten auch als Unwahrheit akzeptieren, so lange zu wiederholen, bis sich Kausalit&auml;ten in der Kakofonie verlieren. Propaganda kann man es auch nennen, vor allem, weil es auch noch auf einem vollkommen falschen Bild von Angela Merkel aufbaut, die alles M&ouml;gliche ist, nur keine herzensgute Kanzlerin.<br>\nSie hat ja schon vor 2015 den Multikulturalismus f&uuml;r gescheitert erkl&auml;rt. Sie hat ja schon nach 2015 Deals mit der T&uuml;rkei und Griechenland ausgehandelt, die die Gefl&uuml;chteten zwingen, immer gef&auml;hrlichere Wege zu nehmen. Sie ist also schon lange nicht mehr die, zu der sie ihre Gegner machen, und auch nicht die, zu der sie ihre Unterst&uuml;tzer machen. Sie hat sich schon weiter auf ihre Kritiker zubewegt, als die es wahrhaben wollen &ndash; weil es ihnen n&uuml;tzt, den Popanz der Grenz&ouml;ffnungskanzlerin aufrechtzuerhalten, um mit verdrehten Wahrheiten Politik zu machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/politischer-diskurs-nach-chemnitz-die-luege-von-der-grenzoeffnungskanzlerin-a-1224556.html\">Georg Diez auf SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Es ist wirklich erstaunlich, dass solche Artikel eine echte Ausnahme sind. Die NachDenkSeiten haben immer wieder darauf <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32190\">hingewiesen<\/a>, dass Angela Merkel keinesfalls eine wie auch immer &bdquo;fl&uuml;chtlingsfreundliche&ldquo; Politik betrieben hat.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-45804","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/45804","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=45804"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/45804\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":45806,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/45804\/revisions\/45806"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=45804"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=45804"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=45804"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}