{"id":45809,"date":"2018-09-03T08:31:30","date_gmt":"2018-09-03T06:31:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45809"},"modified":"2019-04-22T11:08:02","modified_gmt":"2019-04-22T09:08:02","slug":"demokratie-wagen-in-kurdistan","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45809","title":{"rendered":"Demokratie wagen in Kurdistan"},"content":{"rendered":"<p>Die Bundesregierung rollt dem t&uuml;rkischen Pr&auml;sidenten wieder den roten Teppich aus. Mit gro&szlig;em Pomp, milit&auml;rischen Ehren und einem Staatsbankett wird Ende September Recep Tayyip Erdogan in Deutschland empfangen, gerade so, als sei mit der T&uuml;rkei wieder alles in Ordnung. Es ist die ultimative Aufwertung ausgerechnet des Mannes, der weiterhin Deutsche als politische Geiseln einkerkert, der Oppositionelle zu zehntausenden einsperrt, kritische Medien schlie&szlig;t und Krieg gegen die Kurden in den Nachbarl&auml;ndern f&uuml;hrt wie daheim. Zur Demonstration und Festigung seiner Macht m&ouml;chte der Despot vom Bosporus auch zu seinen Anh&auml;ngern in Deutschland sprechen, seinen Landsleuten, wie er sagt. Angefragt sind gro&szlig;e Veranstaltungsorte in K&ouml;ln, gesucht wird aber auch nach einer geeigneten Arena in Berlin. Von <strong>R&uuml;diger G&ouml;bel<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nWarum der Erdogan-Besuch in Deutschland nicht ohne Widerspruch bleiben darf, davon legt das Buch &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.westendverlag.de\/buch\/die-kurden\/\">Die Kurden. Ein Volk zwischen Unterdr&uuml;ckung und Rebellion<\/a>&ldquo; von Kerem Schamberger und Michael Meyen beredtes Zeugnis ab. Doch dazu weiter unten.<\/p><p>Recep Tayyip Erdogan ist eine Gefahr f&uuml;r die &ouml;ffentliche Sicherheit in Deutschland. Zu dem Schluss jedenfalls sind in der vergangenen Woche die Beh&ouml;rden im hessischen Wiesbaden gekommen, weshalb sie den t&uuml;rkischen Pr&auml;sidenten unter gro&szlig;em Polizeiaufgebot mit einem Feuerwehrkran haben entfernen lassen. Der Sultan, vier Meter hoch, innen betonhart, au&szlig;en golden gl&auml;nzend, war im Rahmen der Biennale unter dem Motto &bdquo;Bad News&ldquo; auf den Sockel gehoben worden und hatte erwartungsgem&auml;&szlig; die Gem&uuml;ter erregt. Bevor die Lage zwischen Erdogan-Fans und -Gegnern, vornehmlich kurdische Demonstranten, weiter h&auml;tte eskalieren k&ouml;nnen, hat man &ndash; sicher ist sicher &ndash; die &uuml;berlebensgro&szlig;e Statue kurzerhand aus der Stadt geschafft.<\/p><p>Allein, aus dem Auge, aus dem Sinn, das funktioniert nicht. Erdogans langer Arm reicht tief nach Deutschland. Gerade erst hat er von der Staatsanwaltschaft in Neubrandenburg einen Kurden vorladen und verh&ouml;ren lassen &ndash; wegen angeblicher Pr&auml;sidentenbeleidigung. Der beschuldigte Mann war im Jahr 2000 nach Deutschland gefl&uuml;chtet und ist dennoch nicht sicher. <\/p><p>F&uuml;r die Kurden ist die Aufwertung und Unterst&uuml;tzung Erdogans durch die Bundesregierung der reine Hohn. Was hat sich denn in der T&uuml;rkei seit der Bundestagswahl vor einem Jahr zum Besseren ge&auml;ndert, dass der CDU-Wirtschaftsminister Peter Altmaier mit einem Mal  eine Vertiefung der Wirtschaftsbeziehungen avisiert? Was ist mit der T&uuml;rkei passiert, dass die SPD-Vorsitzende Andrea Nahles heute das Land mit Finanzhilfen st&uuml;tzen will? Zur Erinnerung: Ihr Amtsvorg&auml;nger Martin Schulz hat als Bundeskanzlerkandidat seiner Partei angesichts von Repression und Willk&uuml;rherrschaft in der Hochphase des Wahlkampfes den Abbruch der EU-Beitrittsgespr&auml;che in Aussicht gestellt. Nichts ist gut in der T&uuml;rkei, es ist nur nicht mehr so oft in den Medien. Nichts hat sich zum Besseren entwickelt. Im Gegenteil. Zu Massenverhaftungen und Mediengleichschaltung kommt noch eine Milit&auml;roffensive dazu: Die t&uuml;rkische Armee hat im Januar einen v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Kurden in Syrien gestartet und h&auml;lt seit einem halben Jahr mit islamistischen Kampfgruppen Afrin besetzt. Erkl&auml;rtes Ziel ist die Eroberung der Region Rojava und die Zerst&ouml;rung der kurdischen Selbstverwaltung &ndash; auch mit deutschen Waffen.<\/p><p>Von all dem berichten der politische Aktivist Kerem Schamberger und der Medienforscher Professor Michael Meyen in ihrem gerade erschienenen politischen Lesebuch. Es handelt von Menschen, die die kurdische Frage in Deutschland stellen, weil sie selbst Kurden sind oder sich mit diesen politisch verbunden f&uuml;hlen. Die Autoren sind zu ihnen gefahren, nach Kassel, nach Duisburg, M&uuml;nchen und Berlin. Und sie waren vor Ort in den kurdischen Gebieten der T&uuml;rkei, im Irak, Iran und Syrien. Die vielen kleinen Geschichten tragen die Autoren zusammen zu einer gro&szlig;en Erz&auml;hlung, packend und fundiert, &uuml;ber die Geschichte des gr&ouml;&szlig;ten staatenlosen Volkes der Welt mit &bdquo;mehr als 30 Millionen Menschen, die bei uns als T&uuml;rken, Syrer, Iraner oder Iraker gelten (um nur die vier wichtigsten Siedlungsgebiete zu nennen), weil sie einen entsprechenden Pass haben&ldquo;. <\/p><p>Da geht es einmal weit zur&uuml;ck zu den &bdquo;Gr&uuml;ndungsmythen, die sich die Kurden erz&auml;hlen&ldquo;, etwa zum &bdquo;Drachenk&ouml;nig, Sohak, Herrscher im Land Schahrazur, der jeden Tag zwei Kinderhirne fordert&ldquo;. Die Untertanen jubeln ihm schlie&szlig;lich Lammhirn unter, die Kinder werden gerettet und in die Berge geschickt. Dort wird das Volk der Kurden gegr&uuml;ndet. Der Drachenk&ouml;nig stirbt schlie&szlig;lich durch die Hand des Schmiedes &bdquo;Kawa, der all seine Lieben an den Drachenk&ouml;nig verloren hatte und mit dem Bergvolk ausgezogen war, das Monster zu t&ouml;ten&ldquo;. Das soll &ndash; so die kurdische Weise &ndash; am 21. M&auml;rz im Jahr 612 vor unserer Zeit gewesen sein. Bis heute feiern die Kurden an diesem Tag &bdquo;Newroz&ldquo;, ihr Neujahrsfest.<\/p><p>Das Buch geht zur&uuml;ck zum 14-Punkte-Plan von Woodrow Wilson, zum Sykes-Picot-Abkommen, den Vertr&auml;gen von S&egrave;vres (1920) und Lausanne (1923), wie sich die Westm&auml;chte den Nahen und Mittleren Osten nach dem Ersten Weltkrieg aufgeteilt haben und die Kurden dabei trotz anderslautender Versprechungen leer ausgingen. Auch die neugegr&uuml;ndeten Staaten in der Region h&auml;tten kein Interesse an einer kurdischen Nation gehabt, schreiben die Autoren. &bdquo;Im Gegenteil. Sie haben alles getan, damit Sprache, Kultur und Identit&auml;t verschwinden.&ldquo;<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Sykes-Pikot, S&egrave;vres, Lausanne: F&uuml;r den Nahen Osten und f&uuml;r die Kurden ist das die Dreifaltigkeit des Teufels. Alles &Uuml;bel beginnt hier. Bei willk&uuml;rlich gezogenen Grenzen, bei Staaten wie Syrien und dem Irak, die nur zusammengehalten werden k&ouml;nnen, wenn man Woodrow Wilsons Grundprinzip der Selbstbestimmung ignoriert, bei der Gew&ouml;hnung an Bev&ouml;lkerungsaustausch, Vertreibung, Zwangsumsiedlung. Christliche T&uuml;rken nach Griechenland, muslimische Griechen in die T&uuml;rkei. Ob sie wollen oder nicht. Manche werden nie die Sprache ihrer neuen Heimat sprechen. Die Kurden will Ankara nicht hinauswerfen. Die Kurden sollen T&uuml;rken werden.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Sykes-Pikot, S&egrave;vres, Lausanne, das sei &bdquo;Vergangenheit und Gegenwart zugleich. Es geht um wirtschaftliche Interessen, um Erdgas und &Ouml;l, immer noch.&ldquo; Eine Besonderheit Kurdistans mache schlie&szlig;lich auch dessen besondere Lage aus, flechten Kerem Schamberger und Michael Meyen in die politische Erz&auml;hlung ein:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Die Geografie erkl&auml;rt, warum  sich die gro&szlig;en Reiche genau dort in die Quere kamen, wo Kurdistan liegt, und warum diese Gegend immer wieder von Eindringlingen, Nomaden und pl&uuml;ndernden Horden heimgesucht wurde. Die Geografie erkl&auml;rt, warum die Araber die Kurden mit Gewalt zum Islam bekehren konnten und warum der Widerstand trotzdem nicht wirklich zu brechen war. Die Geografie: Das sind vor allem die Berge. Hunderte Gipfel, von denen die gewaltigsten &uuml;ber 5000 Meter hoch sind. Am Ararat soll die Arche von Noah gestrandet sein. Noch so eine Geschichte. Karl May jedenfalls hat nicht umsonst vom &sbquo;wilden Kurdistan&lsquo; gesprochen. Abgelegen, unwegsam, unzug&auml;nglich. Tiefe Schluchten, lange, lange Schnee und winzige D&ouml;rfer, die sich an Abh&auml;nge klammern. Schwer zu erreichen f&uuml;r jede Regierung, f&uuml;r jede Verwaltung, f&uuml;r jeden religi&ouml;sen F&uuml;hrer.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Es brauche keinen Mythos, um zu verstehen, warum die Kurden bis heute anders sind als ihre Nachbarn. Man m&uuml;sse nur diese Berge sehen und sich vorstellen, dort zu leben. &bdquo;Schon das Nachbartal unerh&ouml;rt fern, es sei denn, man steht auf tagelange Fu&szlig;m&auml;rsche oder nimmt den elend langen Umweg &uuml;ber das Provinzzentrum. In den Bergen Kurdistans ist man f&uuml;r sich. In diesen Bergen braucht man keine Armee. Es dauert, bis eine neue Idee hierherkommt oder eine neue Technologie.&ldquo;<\/p><p>Erkl&auml;rte Schwerpunkte des Buches sind die j&uuml;ngere Geschichte und die Gegenwart, der Anfang der Arbeiterpartei Kurdistans PKK in den 1980er Jahren, ihre Ausstrahlung in der Region und auch auf viele Linke hier in Deutschland. Es ist die Geschichte von Aufstand, Ausbruch und Rebellion, von Krieg, Terror und Repression, vom Vordenker und Vorsitzenden Abdullah &Ouml;calan, der seit Februar 1999 auf der Gef&auml;ngnisinsel &#304;mral&#305; im Marmarameer in Einzelhaft sitzt; und es ist die Geschichte seines heutigen Widersacher Recep Tayyip Erdogan, der nach einer Zwischenphase mit Friedensverhandlungen heute wieder wie seine Amtsvorg&auml;nger aus machttaktischen und geostrategischen &Uuml;berlegungen Krieg gegen die Kurden f&uuml;hrt &ndash; und die gegen den Staat.<\/p><p>Die Autoren schildern nicht unkritisch die neue Realit&auml;t, als im Oktober 1986 die PKK zur Guerillapartei wird:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Mitglied sein ist von nun an endg&uuml;ltig mehr als Beitrag zahlen und zur Versammlung gehen. PKK geht nur noch ganz oder gar nicht. 24\/7 im Dienst der Partei und der kurdischen Sache, das ganze Jahr. Fort mit dem alten Leben, im Zweifel auch fort mit dem Leben &uuml;berhaupt, wenn der Kampf es erfordert. Kader brechen den Kontakt zu ihren Familien ab und auch zu ihrem Partner, selbst wenn sie zu zweit zur Bewegung kommen. Niemand soll w&auml;hlen m&uuml;ssen zwischen der Partei und der Geliebten, wenn er in eine M&uuml;ndung schaut oder auf der Folterbank liegt. Niemand soll au&szlig;erdem den Vorwurf h&ouml;ren, er gehe nur in die Berge, weil dort ein Gespiele wartet, vor  allem die jungen Frauen nicht. Kurdistan ist eine traditionelle Gesellschaft, religi&ouml;s, konservativ. Die PKK-Ideologen haben diese Herausforderung mit hevalt&icirc; beantwortet, eine Form von Liebe, die nicht k&ouml;rperlich ist, sprachlich verwandt mit heval, Genosse.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Und weiter: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;In Kurdistan springt der Funke sehr schnell &uuml;ber, obwohl Unschuldige bei PKK-Aktionen sterben, obwohl die Rekruten nicht immer freiwillig mitgehen, obwohl die t&uuml;rkische Armee und der Geheimdienst Aktivisten ermorden, D&ouml;rfer zerst&ouml;ren, Bewohner vertreiben &ndash; immer verbunden mit der Botschaft: Ihr seid selbst schuld, wenn ihr den &sbquo;Terroristen&lsquo; unter euch nicht den Hahn abdreht.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Doch der Hahn wird nicht abgedreht, allen Bomben des t&uuml;rkischen Milit&auml;rs und williger kurdischer Helfer zum Trotz. Der Krieg dauert an, mit kurzen Unterbrechungen, bis heute. Der Krieg gebiert immer neuen Widerstand. Unterdr&uuml;ckung und Rebellion.<br>\nIm Umgang mit der PKK macht sich Deutschland Ankaras Sicht zu eigen. Die Arbeiterpartei Kurdistans gilt als &bdquo;Terrororganisation&ldquo; und ist verboten, ihre Anh&auml;nger werden verfolgt und kriminalisiert &ndash; anders als etwa in &Ouml;sterreich, in der Schweiz oder in Belgien. Schon das Zeigen von kurdischen Fahnen auf deutschen Stra&szlig;en reicht f&uuml;r martialische Polizeieins&auml;tze. Ankara ist eben enger Partner Berlins, so war es schon zu Kaisers Zeiten und so ist es bis heute geblieben.<\/p><p>Die Autoren schildern die lange Unterst&uuml;tzung und R&uuml;ckendeckung f&uuml;r die T&uuml;rkei durch Deutschland und die anderen NATO-Staaten, die auf Rechtsstaatlichkeit und Demokratie pfeifen, Ankara st&auml;ndig neu mit Waffenlieferungen versorgen und f&uuml;r den illegalen Einmarsch in Afrin ganz offensichtlich Carte Blanche gegeben haben. &ndash; Umso mehr verwundert, das sei kurz eingeworfen, dass kurdische Organisationen und ihre deutschen Unterst&uuml;tzer in Berlin vor der russischen Botschaft protestierten statt vor der nahegelegenen US-amerikanischen Vertretung oder dem Kanzleramt, wo Erdogans Waffenbr&uuml;der und -schwestern zu finden sind.<\/p><p>F&uuml;r Kerem Schamberger und Michael Meyen ist Demokratie &bdquo;der Schl&uuml;ssel, um die Probleme des Landes zu l&ouml;sen&ldquo; und damit auch die kurdische Frage. &bdquo;Ein Staat, eine Sprache, eine Nation&ldquo;, diese Formel k&ouml;nne nicht funktionieren. <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Die Kurden sind die gr&ouml;&szlig;te Minderheit im Land. Dieses Volk l&auml;sst sich weder t&uuml;rkifizieren noch sonst irgendwie in die Knie zwingen &ndash; nicht mit Feldz&uuml;gen im Osten Anatoliens, in Rojava oder im Irak und auch nicht  mit  der Hilfe von Verb&uuml;ndeten wie Deutschland, die rigoros gegen alles vorgehen, was nach kurdischer Freiheitsbewegung aussieht und dabei auch die eigenen Werte vergessen.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Die Autoren versuchen, frei nach Abdullah &Ouml;calan, Br&uuml;cken zu bauen, f&uuml;r die t&uuml;rkische Regierung wie die deutsche: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Demokratie ist etwas anderes als ein kurdischer Staat. Demokratie kann zun&auml;chst einfach nur ein bisschen weniger Zentralregierung und ein bisschen mehr Autonomie. Die Menschen vor Ort selbst entscheiden lassen, wie sie ihr Leben organisieren wollen. Und  diesen Menschen vor  allem das erlauben, was der Anfang von allem ist &ndash; schreiben und sagen d&uuml;rfen, was man denkt, und daf&uuml;r auch auf die Stra&szlig;e zu gehen, ohne Angst haben zu m&uuml;ssen vor der Polizei, vor den Geheimdiensten, vor Paramilit&auml;rs. F&uuml;r die T&uuml;rkei k&ouml;nnen wir das schlecht verf&uuml;gen. Aber hier bei uns zu Hause: Da sollte das schon m&ouml;glich sein.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>&bdquo;Die Kurden. Ein Volk zwischen Unterdr&uuml;ckung und Rebellion&ldquo; kommt zur rechten Zeit. Wer verstehen will, warum eine kleine Kunstaktion in Wiesbaden f&uuml;r Aufruhr und internationale Schlagzeilen sorgt, warum Erdogan von der schwarz-roten Bundesregierung einen Staatsakt bekommt und warum es am Ende keine kleine Frage ist, ob der rot-rot-gr&uuml;ne Senat in Berlin am 28.\/29. September bei den Protesten dagegen kurdische Fahnen zul&auml;sst, f&uuml;r den liegt in der Buchhandlung ab sofort exzellente Handreichung parat. <\/p><p>Kerem Schamberger und Michael Meyen haben die deutsch-t&uuml;rkischen Beziehungen wie auch die lange Geschichte der Kurden kurzweilig und lesbar zu Papier gebracht. Bei aller bekundeten Sympathie f&uuml;r Abdullah &Ouml;calan und die PKK haben die beiden keine Hagiographie &uuml;ber den gro&szlig;en Vorsitzenden und seine Partei geschrieben, sondern ein wertvolles Buch zum besseren Verst&auml;ndnis der Verfemten und zur Verst&auml;ndigung f&uuml;r ein friedliches Zusammenleben. Daf&uuml;r kann ihnen und dem Westend-Verlag nicht genug gedankt werden.<\/p><p><em>Zum Buch: Kerem Schamberger und Michael Meyen: <a href=\"https:\/\/www.westendverlag.de\/buch\/die-kurden\/\">Die Kurden. Ein Volk zwischen Unterdr&uuml;ckung und Rebellion.<\/a> Westend-Verlag, Frankfurt am Main 2018, 240 Seiten, 19 Euro.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Bundesregierung rollt dem t&uuml;rkischen Pr&auml;sidenten wieder den roten Teppich aus. Mit gro&szlig;em Pomp, milit&auml;rischen Ehren und einem Staatsbankett wird Ende September Recep Tayyip Erdogan in Deutschland empfangen, gerade so, als sei mit der T&uuml;rkei wieder alles in Ordnung. Es ist die ultimative Aufwertung ausgerechnet des Mannes, der weiterhin Deutsche als politische Geiseln einkerkert, der<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45809\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,126,20,208,166],"tags":[2387,999,2163,2175,1529,1865,1530,1415,1553,950,2377],"class_list":["post-45809","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-erosion-der-demokratie","category-landerberichte","category-rezensionen","category-terrorismus","tag-denkmal","tag-erdogan-recep-tayyip","tag-gefaengnis","tag-interventionspolitik","tag-kurden","tag-meinungsfreiheit","tag-pkk","tag-pressefreiheit","tag-syrien","tag-tuerkei","tag-waffenlieferungen"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/45809","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=45809"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/45809\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":51087,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/45809\/revisions\/51087"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=45809"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=45809"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=45809"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}