{"id":45834,"date":"2018-09-04T08:35:10","date_gmt":"2018-09-04T06:35:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45834"},"modified":"2018-09-04T08:35:10","modified_gmt":"2018-09-04T06:35:10","slug":"hinweise-des-tages-3197","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45834","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45834#h01\">#Aufstehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45834#h02\">Chemnitz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45834#h03\">Entfremdung im Land: Wir machen Menschen zu Ausgesto&szlig;enen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45834#h04\">Kahlschlag und Misere<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45834#h05\">Eskalation in Syrien &uuml;ber die Dschihadisten-Enklave Idlib<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45834#h06\">Gegen die Industrialisierung ist die Digitalisierung Pipifax<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45834#h07\">Bezahlbarer Wohnraum als Grundrecht?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45834#h08\">Gemeinsam erfolgreich in Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45834#h09\">Abschied von der heilen Welt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45834#h10\">ARD sendet Propagandafilm f&uuml;r mobiles Bezahlen voller Falschinformationen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45834#h11\">Nach dem Mord an Sachartschenko r&uuml;ckt das Minsk-Abkommen in weite Ferne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45834#h12\">Das Allerletzte: Steht auf, wenn ihr Deutsche seid!<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>#Aufstehen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Drei Parteien und die neue soziale Frage<\/strong><br>\nSahra Wagenknechts Sammlungsbewegung &ldquo;Aufstehen&rdquo; startet nun offiziell. Sie hat das Ziel, die Gesellschaft andere Debatten f&uuml;hren zu lassen &ndash; &uuml;ber Verteilungsgerechtigkeit oder Fehler des Kapitalismus etwa. Dabei k&ouml;nnte sie aber gerade dem Projekt &ldquo;Rot-Rot-Gr&uuml;n&rdquo; in die H&auml;nde spielen.<br>\nVor f&uuml;nf Jahren, da h&auml;tte es rechnerisch f&uuml;r Rot-Rot-Gr&uuml;n gereicht.<br>\n&ldquo;Ich muss auch nochmal sagen: Ich finde es bedauerlich, dass die SPD so wenig Interesse an sozialer Politik hat, dass sie vielleicht wieder ins Bett der gro&szlig;en Koalition kriecht.&rdquo;<br>\nSchimpfte Sahra Wagenknecht im Jahr 2013. Im Bund gab es sie also nie, nur in zwei Bundesl&auml;ndern regiert eine rot-rot-gr&uuml;ne Koalition: in Berlin unter F&uuml;hrung des Regierenden B&uuml;rgermeisters Michael M&uuml;ller, SPD, in Th&uuml;ringen unter F&uuml;hrung des Linken-Ministerpr&auml;sidenten Bodo Ramelow.<br>\nAuf Bundesebene k&auml;men SPD, Gr&uuml;ne und Linkspartei derzeit zusammen nur auf 40 bis 43 Prozent der W&auml;hlerstimmen &ndash; je nach Umfrageinstitut. Ist Rot-Rot-Gr&uuml;n also ein Auslaufmodell? Ist die Zeit der Lagerbildung links und rechts der Mitte vorbei? Oder ist es genau andersherum &ndash; und Rot-Rot-Gr&uuml;n wird als Projekt dringend gebraucht?<br>\nWenn am Dienstag mit &ldquo;Aufstehen&rdquo; eine neue politische Bewegung offiziell startet, dann geht es um dieses Lager. &Uuml;ber 80.000 Menschen haben in den vergangenen vier Wochen ihr Interesse an der Organisation bekundet. Gegr&uuml;ndet wird sie von der Linken-Fraktionsvorsitzenden Sahra Wagenknecht, dem fr&uuml;heren Gr&uuml;nen-Vorsitzenden Ludger Volmer, und der ehemaligen Gr&uuml;nen-Bundestagsvizepr&auml;sidentin Antje Vollmer. Und auch die SPD-Oberb&uuml;rgermeisterin von Flensburg, Simone Lange, bekannt geworden als chancenlose Parteivorsitz-Gegenkandidatin zu Andrea Nahles, ist dabei. Auch K&uuml;nstler wie der Dramaturg Bernd Stegemann. Sie alle eint: &ldquo;Aufstehen&rdquo; soll dazu f&uuml;hren, dass die Gesellschaft andere Debatten f&uuml;hrt. &Uuml;ber Verteilungsgerechtigkeit, &uuml;ber die Fehler des Kapitalismus und eine Abkehr von einem Liberalismus, den die Initiatoren in seinen Auswirkungen f&uuml;r falsch halten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/links-der-mitte-drei-parteien-und-die-neue-soziale-frage.724.de.html?dram:article_id=427157\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><strong>#Aufstehen &ndash; Aufbruch oder Spaltpilz?<\/strong><br>\nWagenknecht, eigentlich ja Fraktionsvorsitzende der Linkspartei im Bundestag, verspricht, niemand m&uuml;sse sich zwischen #Aufstehen und einer Partei entscheiden: &ldquo;Es geht darum, die Politik der Parteien zu ver&auml;ndern und so wieder andere Mehrheiten und eine neue Regierung zu erreichen.&rdquo; Mehrheiten, die aus Sicht Wagenknechts zwar in der Bev&ouml;lkerung vorhanden seien &ndash; aber eben nicht im Bundestag.<br>\nDenn seit die AfD bei der letzten Bundestagswahl im Plenum sitzt, ist die im vorherigen Bundestag rein rechnerisch gegebene rot-rot-gr&uuml;ne Mehrheit Geschichte. 400.000 Stimmen verlor die Linkspartei bei der Bundestagswahl an die AfD. Der &ldquo;Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung&rdquo; sagt Wagenknecht, viele Arbeiter, Arbeitslose und Menschen mit Niedriglohn f&uuml;hlten sich offenbar bei der Linken mit ihren Problemen und &Auml;ngsten nicht mehr verstanden und betont: &ldquo;Wir wollen uns nicht damit abfinden, dass Unzufriedene in die Arme der AfD getrieben werden. Das sind keine Rassisten, sondern Menschen, die sich von der Politik im Stich gelassen f&uuml;hlen.&rdquo;<br>\nInsofern ist #Aufstehen nat&uuml;rlich auch eine Antwort auf die AfD. Das Gr&uuml;ndungsaufruf bekennt sich zum Asylrecht und lehnt Rassismus und Antisemitismus ab. Zugleich hei&szlig;t es darin, die Fl&uuml;chtlingsentwicklung habe zu zus&auml;tzlicher Verunsicherung gef&uuml;hrt: &ldquo;Die Zerst&ouml;rung des sozialen Zusammenhalts, wachsende Unzufriedenheit und empfundene Ohnmacht schaffen einen N&auml;hrboden f&uuml;r Hass und Intoleranz.&rdquo; (&hellip;) &ldquo;Viele bereits zuvor vorhandene Probleme wie der Mangel an Sozialwohnungen, &uuml;berforderte Schulen oder fehlende Kita-Pl&auml;tze haben sich weiter versch&auml;rft. Am Ende leiden vor allem die ohnehin Benachteiligten.<br>\nIst #Aufstehen also nationalistisch, wie es Kritiker Wagenknecht schon lange vorwerfen? Die Gr&uuml;nen-Chefin Annalena Baerbock jedenfalls will mit der Bewegung nichts zu tun haben. Heute betont sie: &ldquo;Wir waren in Chemnitz auf der Stra&szlig;e. Die, die da jetzt aufstehen wollen, waren in Chemnitz nicht auf der Stra&szlig;e, deswegen ist das keine Bewegung f&uuml;r mich.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/aufstehen-103.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> &bdquo;Die, die da jetzt aufstehen wollen&ldquo;, haben jedenfalls nicht mit einer neoliberalen Politik der Ausgrenzung die Verh&auml;ltnisse geschaffen, aus denen heute der in Chemnitz zu beobachtende Rechtsradikalismuis gedieh, liebe Frau Baerbock. Es ist ehrenwert, dass die Gr&uuml;nen nun in Chemnitz auf die Strasse gehen. WIchtiger w&auml;re es aber, eine Politik zu propagieren, die #Chemnitz an den Wurzeln und nicht nur an der Oberfl&auml;che bek&auml;mpft. Das macht #Aufstehen und deswegen ist #Aufstehen und nicht die Gr&uuml;nen eine Bewegung f&uuml;r mich.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Eine Partei schafft sich ab<\/strong><br>\nLiebe Leserin, lieber Leser,<br>\nbei der Linken kann man in Zeitlupe beobachten, wie sich eine Partei selbst abschafft. Schon seit Jahren schert sich Fraktionschefin Sahra Wagenknecht nicht die Bohne um die Beschlusslage der Partei, nun macht sie auch noch ihre eigene Bewegung auf: Heute stellt sie &ldquo;Aufstehen&rdquo; offiziell in Berlin vor.<br>\nH&auml;tte die Linkspartei noch einen Funken Selbstachtung, w&uuml;rde sie Wagenknecht im hohen Bogen aus der Partei werfen. Warum eine Frau tolerieren, die in der Fl&uuml;chtlingspolitik der AfD n&auml;her steht als der eigenen Partei und nun mit &ldquo;Aufstehen&rdquo; auch noch eine Art Querfront-Sammlung aufmacht? Was die Parteichefs Katja Kipping und Bernd Riexinger davon abh&auml;lt, ist die eigene Schw&auml;che. Sie haben schon abgedankt, sie merken es nur noch nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/news-sahra-wagenknecht-aufstehen-linke-jens-spahn-jean-claude-juncker-a-1226290.html\">Morning Briefing von SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Der SPIEGEL macht seinem Ruf als Bastion der radikalen Mitte und publizistische Spritzpistole Angela Merkels mal wieder alle Ehre. Vielleicht sollte Ren&eacute; Pfister lieber wieder mehr &uuml;ber Modeleisenbahnen schreiben. Davon versteht er mehr als von der Linkspartei.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Chemnitz<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Das war mehr<\/strong><br>\n&ldquo;Der Beweis, dass die Welt doch gl&uuml;cklich, bunt und wunderbar sein kann&rdquo;: 65.000 Menschen haben in Chemnitz gefeiert, gegen Rechtsextremismus, angefeuert von Kraftklub, den Toten Hosen, Marteria, Casper und Co. Ein Anfang, immerhin. [&hellip;]<br>\nViele Besucher des Konzerts sind von weit her angereist. Sie wollten mit ihrer Teilnahme zeigen, dass man nicht zusieht, wenn der rechte Mob die Stra&szlig;en erobert. Dass ein Konzert nicht genug ist, um sich dauerhaft gegen Rassismus einzusetzen, das wissen alle. Aber es k&ouml;nne ein Anfang sein, werden die Musiker nicht m&uuml;de zu betonen. &ldquo;Man muss nur mal den Arsch hoch kriegen&rdquo;, wie Jan &ldquo;Monchi&rdquo; Gorkow sagt.<br>\nEr ist S&auml;nger der Rostocker Punkband Feine Sahne Fischfilet &ndash; die 2011 im Verfassungsschutzbericht des Landes Mecklenburg-Vorpommern als linksextremistisch aufgef&uuml;hrt wurde. Der Auftritt der Band in Chemnitz hatte deshalb f&uuml;r Diskussionen gesorgt, Bundespr&auml;sident Frank-Walter Steinmeier wurde daf&uuml;r kritisiert, die Einladung zu dem Konzert in den sozialen Medien geteilt zu haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/wirsindmehr-konzert-gegen-rechts-chemnitz-will-viel-mehr-sein-a-1226373.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Sch&ouml;ne Bilder aus Chemnitz. Hoffen wir, dass nun auch der n&ouml;tige Druck entsteht, der Unzufriedenheit, aus der der Rechtsextremismus sich n&auml;hrt, auch den Boden zu entziehen. Leider darf man diesbez&uuml;glich nicht sonderlich optimistisch sein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Es bedarf keiner Dramatisierung<\/strong><br>\nF&uuml;r den Journalismus ist das Geschehen in Chemnitz ein Pr&uuml;fstein. Es gilt nichts wegzulassen und nichts hinzuzuf&uuml;gen &ndash; auch f&uuml;r die Medien. Alles andere spielt nur den Propagandisten in die H&auml;nde.<br>\nDer Chefredakteur der &bdquo;Freien Presse&ldquo; in Chemnitz ist ein besonnener Journalist. Das merkte man gleich, als Torsten Kleditzsch zu den Ereignissen in seiner Stadt vom Deutschlandfunk befragt wurde. Da wollte man von ihm wissen, wie die Dinge einzuordnen seien und &ndash; was ist.<br>\nTorsten Kleditzsch redete nichts klein, legte aber auch keine dramatisierenden Vokabeln auf, so, wie es sich f&uuml;r profunden Journalismus geziemt. Und so sagte er auch, warum seine Zeitung nach den Ausschreitungen vom vergangenen Wochenende, nach dem T&ouml;tungsdelikt, dem ein f&uuml;nfunddrei&szlig;ig Jahre alter Chemnitzer zum Opfer fiel und dessen zwei Fl&uuml;chtlinge verd&auml;chtigt werden, den Begriff &bdquo;Hetzjagd&ldquo; mit Blick auf das, was seither geschehen ist, nicht verwendet: &bdquo;weil er aus unserer Sicht nicht zutrifft&ldquo;.<br>\nEine Szene, die beileibe nicht harmlos ist<br>\nSo schreibt es Kleditzsch auch noch einmal im Online-Auftritt seiner Zeitung, auch mit Blick auf jene, die aus dem einen oder anderen (ideologischen) Grund kein Interesse daran haben, die Dinge genau in den Blick zu nehmen: &bdquo;Wenn aus dieser Differenzierung interessierte Gruppen und Medien nun ableiten, es sei alles halb so schlimm gewesen oder eine gro&szlig;e Erfindung, dann ist das weder in unserem Sinne, noch entspricht es der Wahrheit.&ldquo; Es habe aus der Demonstration heraus sehr wohl &bdquo;Angriffe auf Migranten, Linke und Polizisten&ldquo; gegeben, Menschen sei &bdquo;&uuml;ber kurze Distanz nachgestellt&ldquo; worden, so dass man von &bdquo;Jagdszenen&ldquo; h&auml;tte sprechen k&ouml;nnen, nicht aber von einer &bdquo;Hetzjagd&ldquo; dem Sinn nach, dass &bdquo;Menschen andere Menschen &uuml;ber l&auml;ngere Zeit und Distanz vor sich hertreiben&ldquo;. Und Kleditzsch erg&auml;nzt: &bdquo;Der offen zu Tage getretene Hass, der die Proteste auf den Stra&szlig;en in Chemnitz am Sonntag begleitet hat, war schrecklich genug. Er bedarf keiner Dramatisierung.&ldquo;<br>\nZur&uuml;ckgehen d&uuml;rfte die Dramatisierung auf ein Video der &bdquo;Antifa Zeckenbiss&ldquo;, das unter dem Rubrum &bdquo;Menschenjagd in #Chemnitz&ldquo; gro&szlig;e Verbreitung fand. Es zeigt eine Szene, die beileibe nicht harmlos ist; es zeigt, wie ein junger Afghane von einem schwarzgekleideten Mann verfolgt wird und die Flucht ergreift. Ein anderer soll zuvor mit einer Bierflasche nach dem Fl&uuml;chtling geschlagen, der Mann in Schwarz eine Freundin des Bedr&auml;ngten geschlagen haben. Bei der Polizei wurde deshalb Anzeige erstattet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/medien\/fuer-den-journalismus-ist-chemnitz-ein-pruefstein-15765239.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Entfremdung im Land: Wir machen Menschen zu Ausgesto&szlig;enen<\/strong><br>\nWir schreiben aus der Altbauwohnung mit Stuckdecke &uuml;ber die im Plattenbau mit Graffiti &ndash; oft herablassend und belehrend, zuweilen mitleidslos. Die sollen sich mit den Migranten doch endlich vertragen. Geografie und Gesinnung sind dabei korrelierende Gr&ouml;&szlig;en. Unsere Zuneigung zu den Fl&uuml;chtlingen steigt mit der Entfernung zu Wohncontainer und Hauptbahnhof.<br>\nWir machen die Menschen am unteren Ende der Einkommensskala, die mit den Neuank&ouml;mmlingen um Wohnung, Job und kulturelle Hoheit ringen, zu Ausgesto&szlig;enen im eigenen Land. Es bedurfte des Einspruchs von Wolfgang Thierse gestern Abend bei Anne Will, um eine Selbstverst&auml;ndlichkeit wieder ins Zentrum der Debatte zu r&uuml;cken: &bdquo;Den Einheimischen soll und darf das eigene Land nicht fremd werden.&ldquo;<br>\nWir finden den etablierten Parteien-Staat und den &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk in all seiner Wohltemperiertheit gut und richtig. Wenn uns einer deshalb System-Presse nennt, sind wir emp&ouml;rt.<br>\nWer es wagt, die Krawalle von Chemnitz mit denen vom G20-Gipfel in Hamburg zu vergleichen, erf&auml;hrt in der Redaktion, was soziale &Auml;chtung bedeutet. In der Kantine jedenfalls kann der Kollege sich gehackt legen, und zwar am Einzeltisch, kurz vor den Waschr&auml;umen.<br>\nDie Richtigkeit unseres journalistischen Tuns bezweifeln, das darf nur ein Ausl&auml;nder wie Jay Rosen. Der renommierte amerikanische Medienwissenschaftler aus New York hat einen &bdquo;Brief an die deutschen Journalisten&ldquo; verfasst und im Feuilleton der &bdquo;FAZ&ldquo; vom Samstag ver&ouml;ffentlicht. Mit amerikanischer H&ouml;flichkeit fordert er uns auf, unsere Lektionen zu lernen:<br>\nLektion 1: &bdquo;Menschen, die sich &uuml;bergangen f&uuml;hlen, sind unempf&auml;nglich f&uuml;r komplexe und unbequeme Wahrheiten. Der Punkt &bdquo;genauer zuh&ouml;ren&ldquo; sollte deshalb ganz oben auf Ihrer Agenda stehen.&ldquo;<br>\nLektion 2: &bdquo;Es gibt einen Unterschied zwischen journalistischem und politischem Handeln. Es ist nicht die Aufgabe von Journalisten, eine Partei oder einen charismatischen Politiker zu bek&auml;mpfen.&ldquo;<br>\nLektion 3: &bdquo;Als Journalisten haben Sie nicht die Aufgabe, den Leuten zu sagen, was sie denken sollen.<br>\nLektion 4: &bdquo;Es reicht nicht, die Agenda von den Regierenden zu &uuml;bernehmen.&ldquo;<br>\nLektion 5: &bdquo;Die Nutzer journalistischer Angebote, also die Leser, Zuschauer, H&ouml;rer haben heutzutage mehr Macht, weil sie mehr Auswahl haben. Wenn in einer Beziehung eine Seite m&auml;chtiger wird, ver&auml;ndert das die Beziehung. Der deutsche Journalismus muss das zur Kenntnis nehmen und sich entsprechend weiterentwickeln.&ldquo;<br>\nJay Rosen endet mit der harmlosen und gerade deshalb b&ouml;sartigen Frage: &bdquo;Sind Sie dazu bereit?&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/politik\/experten\/gastbeitrag-von-gabor-steingart-entfremdung-im-land-wir-machen-einkommensschwache-menschen-zu-ausgestossenen_id_9520638.html\">Focus<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Steingart war w&auml;hrend seiner Zeit beim Spiegel einer der sch&auml;rfsten Propagandisten der neoliberalen Agenda, die am Anfang dessen stand, was nun in Chemnitz eskaliert ist. Er hat aber als Chefredakteur des Handelsblattes oft genug gegen den Mainstream und die Heiligsprechung Merkels Position bezogen und wurde daf&uuml;r letztendlich geschasst und man muss Steingart zugestehen, dass er hier genau den Punkt trifft. Ein Gro&szlig;teil der Emp&ouml;rung &uuml;ber Chemnitz ist geheuchelt und entspringt einem herablassenden Blick von oben, der vorgibt besser zu wissen wie die Menschen in Chemnitz zu denken und zu handeln haben als diese selbst.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Kahlschlag und Misere<\/strong><br>\nEine Partei zwischen Rechtspopulismus und Neofaschismus. Warum w&auml;hlen Arbeiter die AfD? (Teil I)<br>\nEs hat keine f&uuml;nf Jahre gedauert, bis aus der anf&auml;nglichen &raquo;Professorenpartei&laquo; AfD, entstanden aus einer von &raquo;Honoratioren&laquo; getragenen Bewegung gegen den Euro bzw. den &raquo;Euro-Rettungsschirm&laquo;, eine Formation mit politischer Pr&auml;gekraft geworden ist. Die Partei d&uuml;rfte mittlerweile die Sozialdemokraten als zweitst&auml;rkste politische Kraft in der BRD abgel&ouml;st haben. Es w&auml;re jedoch zu viel der Ehre, der AfD zu attestieren, ihr Aufstieg habe das politische Koordinatensystem der BRD durcheinander gewirbelt. Denn tats&auml;chlich sind durch ihren Erfolg nur existierende Tendenzen sichtbarer geworden: Der Rechtspopulismus hat vorhandener Fremdenfeindlichkeit und einem nationalistischen &raquo;Grundrauschen&laquo; einen distinkten Ort gegeben. Die Deutschlandfahnen in den kleinb&uuml;rgerlichen Vorstadtsiedlungen und auf den Balkonen der Sozialwohnungen sind schon lange vor dem Aufstieg der AfD un&uuml;bersehbar gewesen.<br>\nAus ihrer gemeinsamen Niederlage haben die etablierten Parteien offensichtlich nichts gelernt. Es ist Bestandteil der &raquo;Erfolgsbilanz&laquo; der AfD, dass sich fast alle politischen Kr&auml;fte der BRD deren chauvinistischer Postion in der Fl&uuml;chtlingsfrage angen&auml;hert haben. Die Hoffnung, den politischen Konkurrenten auf diese Weise zur&uuml;ckdr&auml;ngen zu k&ouml;nnen, hat sich nicht erf&uuml;llt. Am allerwenigsten sind die Sozialdemokraten in der Lage zu vermitteln, weshalb man sie w&auml;hlen sollte. Aus beinahe jeder &Auml;u&szlig;erung des SPD-Personals wird deutlich, dass nichts, aber auch gar nichts aus dem dramatischen Absturz gelernt wurde. Versprochen wird zwar, die &raquo;&Uuml;bertreibungen&laquo; der Hartz-IV-Zumutungen zu &raquo;korrigieren&laquo;, aber zu mehr als zu &raquo;Sch&ouml;nheitsreparaturen&laquo; scheint niemand bereit zu sein. Typisch ist die aktuelle Forderung der SPD-Vorsitzenden Andrea Nahles, die Sanktionen (Leistungsk&uuml;rzungen bei &raquo;Fehlverhalten&laquo;) f&uuml;r j&uuml;ngere Hilfebed&uuml;rftige abzuschaffen. Grunds&auml;tzlich wird damit allerdings weiterhin die Praxis akzeptiert, die Hilfss&auml;tze unter das Existenzminimum zu dr&uuml;cken &ndash; wovon j&auml;hrlich fast eine Million Bed&uuml;rftige betroffen sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/339180.afd-kahlschlag-und-misere.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Eskalation in Syrien &uuml;ber die Dschihadisten-Enklave Idlib<\/strong><br>\nMit der geplanten syrisch-russischen Offensive auf die noch von Islamisten wie Hayat Tahrir al-Sham (HTS), einst al-Nusra, und anderen schwer bewaffneten Gruppen besetzte Region Idlib soll offenbar dasselbe Drehbuch noch einmal umgesetzt werden, das bereits bei der Offensive auf Ost-Ghouta praktiziert wurde. Damals fand in dem noch von den Islamisten, die noch nicht &ndash; nach Idlib &ndash; abziehen wollten kontrollierten Duma angeblich ein Giftgasangriff statt. Die dort t&auml;tigen Wei&szlig;helme machten die syrische Armee daf&uuml;r verantwortlich.<br>\nRussland hatte davor schon von dem Plan berichtet, dass die Islamisten einen Giftgas-Angriff ausf&uuml;hren wollten, um ihn Syrien in die Schuhe zu schieben, und versuchte nachzuweisen, dass die Islamisten zusammen mit den Wei&szlig;helmen alles nur inszeniert hatten (Nach &ldquo;Beweisen&rdquo; Moskaus war der Chemiewaffenengriff in Douma inszeniert). USA, Frankreich und Gro&szlig;britannien scherten sich wenig um Beweise, gingen von der Richtigkeit der Bilder und Informationen der Wei&szlig;helme aus und bombardierten Ziele des angeblich weiterhin existierenden syrischen Chemiewaffenprogramms.<br>\nWieder haben die USA, Frankreich und Gro&szlig;britannien bereits pr&auml;ventiv gedroht, bei einem erneuten Giftgasangriff noch h&auml;rter als das letzte Mal zuzuschlagen. Russland verweist auf Pl&auml;ne der Dschihadisten, einen solchen False-Flag-Angriff auszuf&uuml;hren, um entweder die Offensive zu stoppen oder erneut einen milit&auml;rischen Schlag zu provozieren oder, sollte es ein Komplott geben, zu rechtfertigen. Aus der russischen UN-Botschaft wird der Vorwurf erhoben, die Warnungen der USA, bei einem Gifgasangriff zur&uuml;ckzuschlagen, stelle eine Einladung an die bewaffneten Gruppen dar, eine weiter Provokation mit Chemiewaffen zu begehen.<br>\nDamaskus will einen t&uuml;rkischen LKW beobachtet haben, der unter dem Schutz von HTS-K&auml;mpfern Gaszylinder nach Idlib gebracht haben soll, um daraus Chemiewaffen f&uuml;r deren Einsatz in Kooperation mit den Wei&szlig;helmen zu produzieren. Der Lastwagen sei zun&auml;chst in einem Konvoi mit Lastwagen gewesen, die Teile f&uuml;r Betonmauern transportierten, aber dann alleine weiter Richtung der Stadt Idlib gefahren. Dann seien Gaszylinder am Montag nach Jisr al-Shughour und mit einer anderen Fahrt nach Hama gebracht worden. Und dann wird auch nach gesagt, dass angeblich 20 M&auml;nner mit &ldquo;dunkelbrauner Haut&rdquo;, die Englisch und Franz&ouml;sisch gesprochen haben, das Beladen und Entladen des Lastwagens &uuml;berwacht h&auml;tten.<br>\n[&hellip;] Weiterhin scheint es keine rationale Begr&uuml;ndung f&uuml;r einen Giftgasangriff der syrischen Truppen zu geben. Milit&auml;risch ohne Bedeutung, w&uuml;rde man nur einen erneuten Gegenangriff provozieren, der die geplante Offensive oder auch die Regierung schw&auml;chen k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Eskalation-in-Syrien-ueber-die-Dschihadisten-Enklave-Idlib-4152003.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Gegen die Industrialisierung ist die Digitalisierung Pipifax<\/strong><br>\nFrau Weidenfeld, Herr Nida-R&uuml;melin, die Marktmacht der Netzgiganten, die Entwicklung k&uuml;nstlicher Intelligenz (KI), der Einsatz von Kampfrobotern: Je weiter die Digitalisierung voranschreitet, desto unheimlicher erscheint sie.<br>\nNida-R&uuml;melin: Ich kann das Unbehagen durchaus verstehen. Wir entwickeln heute selbstlernende Systeme; was genau in ihnen stattfindet, wei&szlig; man nicht mehr. Das Unbehagen kommt aber auch daher, dass die Algorithmen und k&uuml;nstlichen Intelligenzen mit einer Ideologie verbunden sind: Mit der &bdquo;Silicon-Valley-Ideologie&ldquo;, also dem Versprechen, jetzt kommt die sch&ouml;ne neue Welt, die sauberer ist, die digital gesteuert ist, die alle Probleme l&ouml;st, die uns alle vernetzt und ein globales Dorf schafft.<br>\nEine ebenso verf&uuml;hrerische wie furchteinfl&ouml;&szlig;ende Utopie.<br>\nNida-R&uuml;melin: Soziologische Studien zeigen, dass viele Menschen in ihrer Heimat verwurzelt bleiben, die Dinge kontrollierbar halten wollen. Diese Menschen sagen: Ich m&ouml;chte nicht, dass anonyme Prozesse, die niemand mehr durchschaut, die Weltgeschicke steuern. Ein Beispiel sind die Weltfinanzm&auml;rkte, die zunehmend computergesteuert sind.<br>\n&Uuml;brigens, der Rechtspopulismus bezieht einen Teil seiner St&auml;rke daraus. Wir d&uuml;rfen das nicht abtun und sagen: Hier sind Fortschrittsfeinde unterwegs. Solche Sorgen sind eine verst&auml;ndliche Reaktion auf eine &uuml;berzogene Euphorie, die mit den digitalen Technologien einhergeht. &hellip;<br>\nF&uuml;hrt die digitale Revolution auch zu einer Spaltung der Gesellschaft: in sehr gut verdienende Wissensspezialisten und den abgeh&auml;ngten Rest?<br>\nNida-R&uuml;melin: Ich glaube das nicht. Die ungleiche Einkommensverteilung hat mehr mit der neoliberalen Wirtschaftspolitik seit den 80er-Jahren zu tun als mit der Einf&uuml;hrung neuer Technologien. Abbau von Staatsleistungen, Schw&auml;chung der Gewerkschaften: Thatcher und Reagan waren hier die Protagonisten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/arts_und_style\/literatur\/wirtschaftsbuchpreis\/deutscher-wirtschaftsbuchpreis-gegen-die-industrialisierung-ist-die-digitalisierung-pipifax\/22965832.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><strong>passend dazu: Roboter bedrohen weniger Arbeitspl&auml;tze als bef&uuml;rchtet<\/strong><br>\nDie Sorge um m&ouml;gliche massenhafte Arbeitsplatzverluste durch Automatisierung, Computer und Roboter treibt viele um, sie ist aber wohl &uuml;bertrieben. Das ist das Fazit des Google-Chef&ouml;konomen Hal Varian, das er an diesem Montag auf der Jahrestagung des Vereins f&uuml;r Socialpolitik, des Verbands der deutschsprachigen &Ouml;konomen, in Freiburg pr&auml;sentiert hat. Varian hat die pessimistischsten Prognosen zum Arbeitsplatzabbau und die demografische Entwicklung verglichen. Er kommt zu dem Ergebnis, dass k&uuml;nftig Arbeitskr&auml;fte fehlen werden &ndash; und sie nicht in gro&szlig;er Zahl in Zwangsrente gehen m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/diginomics\/google-chefoekonom-varian-roboter-nehmen-menschen-keine-arbeit-weg-15769643.html\">FAZ<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Bezahlbarer Wohnraum als Grundrecht?<\/strong><br>\nNicht nur in M&uuml;nchen und Berlin sind hohe Mieten ein Problem. Auch in Schleswig-Holstein explodieren die Mietpreise. Seit f&uuml;nf Monaten k&auml;mpft eine Volksinitiative f&uuml;r eine Verankerung des Rechts auf bezahlbaren Wohnraum in der Landesverfassung.<br>\nKiel f&uuml;hle sich inzwischen an wie Hamburg, ist Jana &uuml;berzeugt. Die K&uuml;nstlerin meint damit weniger die Kieler Kulturszene oder das Nahverkehrssystem &ndash; sondern die hohen Mieten.<br>\nSeit einem Vierteljahr sucht die 36-J&auml;hrige eine neue Bleibe f&uuml;r sich und ihren Freund. Fr&uuml;her seien die Vermieter freundlich gewesen und es habe bezahlbaren Wohnraum gegeben. Doch heute seien viele Angebote &uuml;berteuert und die Wohnungen dann oft auch noch in einem schlechten Zustand. Das Thema bereite ihr inzwischen schlaflose N&auml;chte.<br>\nJana will weder ihren echten Namen noch ihre Stimme im Radio h&ouml;ren. Sie sitzt auf einer kleinen Wiese, nur ein paar Schritte von ihrem Atelier entfernt, das sie derzeit kostenlos nutzen kann. Rund 1.300 Euro stehen ihr jeden Monat zur Verf&uuml;gung. Etwa ein Drittel davon flie&szlig;t in ihre derzeitige Miete. Doch das werde sich in einer neuen Wohnung wohl &auml;ndern, glaubt sie. Sie bef&uuml;rchtet, dass sie dann fast die H&auml;lfte ihres monatlichen Einkommens f&uuml;r die Miete ausgeben m&uuml;sste.<br>\nJana findet es gut, dass nun eine Volksinitiative das Thema vorantreibt und das Recht auf angemessenen Wohnraum in der Schleswig-Holsteinischen Landesverfassung verankern will.<br>\nJochen Kiersch ist der Landesvorsitzende des Deutschen Mieterbunds in Schleswig-Holstein. Der Mieterbund hat die Volksinitiative zusammen mit dem Landesverband des Sozialverbands Deutschland initiiert. Der Blick f&uuml;r Wohnungspolitik m&uuml;sse wieder gesch&auml;rft werden, sagt Kiersch. &ldquo;Wir wollen Politiker &ndash; egal ob im Land oder in den Kommunen &ndash; st&auml;rker in die Pflicht nehmen, dass sie dann auch wirklich ein bisschen mehr Weitblick entwickeln, als sie es bisher getan haben. Denn wir haben politische Fehlentscheidungen en masse, die auch wirklich gravierende Folgen gezeitigt haben.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/initiative-in-schleswig-holstein-bezahlbarer-wohnraum-als.1001.de.html?dram:article_id=426686\">DLF Kultur<\/a>\n<p><strong>Dazu: Zur Wiederkehr der neuen alten sozialen Frage<\/strong><br>\nSeit der Finanzkrise ist der Grund- und Boden als vermeintlich sicheres Anlageobjekt Ziel der gro&szlig;en Investmentfonds geworden. Der Gesetzgeber sieht dem tatenlos zu. Das sollte sich &auml;ndern, sagt Wirtschaftswissenschaftler Dirk L&ouml;hr.<br>\nIn den deutschen Gro&szlig;st&auml;dten explodieren die Mieten und Immobilienpreise. Das Problem ist offensichtlich: Es gibt zu wenig bezahlbare Wohnungen.<br>\nDabei fehlt es nicht an Willen und Geld, neue Wohnungen zu bauen. Das wichtigste Hindernis sind die Engp&auml;sse auf dem Bodenmarkt; es sind einfach nicht gen&uuml;gend Baugrundst&uuml;cke verf&uuml;gbar. Die hochschie&szlig;enden Bodenertr&auml;ge und Bodenwerte der letzten Jahre sind denn auch der eigentliche Grund f&uuml;r den Anstieg der Mieten und Immobilienpreise. Seit Beginn der aktuellen Niedrigzinsphase in 2010 ging der Anteil der Kapitalertr&auml;ge am Volkseinkommen immer weiter zur&uuml;ck. Davon profitierten aber nicht die Arbeitnehmer, sondern die Bodeneigent&uuml;mer. Mittlerweile d&uuml;rften die Bodenertr&auml;ge die Kapitalertr&auml;ge in ihrem Volumen deutlich &uuml;berholt haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/her-mit-der-bodensteuer-zur-wiederkehr-der-neuen-alten.1005.de.html?dram:article_id=426663\">DLF Kultur<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Gemeinsam erfolgreich in Europa<\/strong><br>\nDie Mitbestimmung der MitarbeiterInnen muss auf europ&auml;ischer Ebene besser gesch&uuml;tzt werden. Das neue Gesetzpaket der EU zum Unternehmensrecht tr&auml;gt dazu jedoch nicht bei. Dabei hat sich die Mitbestimmung als Erfolgmodell erwiesen. Es ist gut f&uuml;r die Wirtschaft und die Demokratie. (&hellip;)<br>\nWenn die Mitbestimmung also sozial wie &ouml;konomisch vorteilhaft und politisch wie gesellschaftlich anerkannt ist, sollte man meinen, dass es gut um die Mitbestimmung bestellt sei. Doch so ist es leider nicht. Und das liegt vor allem am &ldquo;mitbestimmungspolitischen Stillstand&rdquo; (DGB-Chef Reiner Hoffmann) in der Gesetzgebung. Junge wachsende Kapitalgesellschaften nutzen gern juristische Schlupfl&ouml;cher, um die Mitbestimmung zu umgehen und niemand tut etwas dagegen. Erm&ouml;glicht haben dies die Rechtsprechung des Europ&auml;ischen Gerichtshofs und Gesetze der EU. So kann sich eine deutsche Kapitalgesellschaft in eine Europ&auml;ische Aktiengesellschaft (kurz: SE) umwandeln, kurz bevor sie so viele Mitarbeiter hat, dass sie ArbeitnehmervertreterInnen in den Aufsichtsrat aufnehmen m&uuml;sste.<br>\nDie SE sieht zwar Schutzregeln f&uuml;r die Mitbestimmung vor. Doch die greifen nur, wenn das Unternehmen bereits vorher mitbestimmt war. Ist das nicht der Fall, friert das Unternehmen auf Dauer einen mitbestimmungslosen Zustand ein. Diese und andere Strategien brachten nach Angaben der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung Ende 2015 mehr als 800.000 Besch&auml;ftigten um ihre Interessenvertretung durch einen parit&auml;tisch mitbestimmten Aufsichtsrat. Es ist offenkundig: Solche Schlupfl&ouml;cher m&uuml;ssen geschlossen &ndash; und au&szlig;erdem neue verhindert werden, zumal wenn nun das Europ&auml;ische Gesellschaftsrecht harmonisiert wird.<br>\nDie Europ&auml;ische Kommission m&uuml;sste dazu eine Rahmenrichtlinie zur Mitbestimmung vorlegen, die europ&auml;ische Mindeststandards, etwa bei einer SE, festlegt. Vorschl&auml;ge dazu haben der Europ&auml;ische Gewerkschaftsbund und der DGB schon 2016 vorgelegt. Bislang leider vergebens. Die EU-Kommission hat mit der Vorlage ihres &ldquo;Company Law Packages&rdquo; in jedem Fall die Chance verpasst, die Mitbestimmung besser zu sch&uuml;tzen.<br>\nStattdessen werden umfassende Verfahren f&uuml;r &bdquo;grenz&uuml;berschreitende Umwandlungen, Spaltungen und Verschmelzungen&ldquo; von Unternehmen vorgesehen, um die Unternehmensmobilit&auml;t in der EU zu st&auml;rken. Dies hat direkte Auswirkungen auf die Struktur des Aufsichts- oder Verwaltungsrates und die Anwendung nationaler Mitbestimmungsgesetze. Immerhin verweist die EU-Kommission ausdr&uuml;cklich auf den Schutz der Mitbestimmung, legt jedoch Regelungen vor, die nicht zufriedenstellend sind. Im Grundsatz verweist die Kommission lediglich auf die Regelung zum Schutz der Mitbestimmung bei der SE &ndash; die oben beschriebene &ldquo;Einfrier-Problematik&rdquo; wird nicht gel&ouml;st. Schlimmer noch: An anderer Stellen werden die Regeln der SE sogar noch unterschritten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/gegenblende.dgb.de\/artikel\/++co++abb38040-a5ff-11e8-bba3-52540088cada\">Gegenblende<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Abschied von der heilen Welt<\/strong><br>\nMorde und Gewalt ersch&uuml;ttern seit Monaten Schwedens Gro&szlig;st&auml;dte. Die T&auml;ter haben oft einen Migrationshintergrund. Rechtspopulisten k&ouml;nnten bei der Wahl st&auml;rkste politische Kraft werden.<br>\nEine Serie brutaler Gewalt ersch&uuml;ttert Schwedens gr&ouml;&szlig;te St&auml;dte. Zehn Menschen wurden allein in Malm&ouml; seit Jahresanfang umgebracht, seit Anfang 2016 gab es hier mehr als 120 Schusswechsel mit 24 Toten. In der Hauptstadt Stockholm kommt es immer wieder zu Brandanschl&auml;gen, Handgranatenexplosionen oder Schie&szlig;ereien auf offener Stra&szlig;e. In G&ouml;teborg marodierten Mitte August Vermummte in Banden durch die Stra&szlig;en, z&uuml;ndeten rund hundert Autos an. Insgesamt wurden 2017 landesweit 43 Menschen durch Schusswaffen get&ouml;tet.<br>\nUnd das alles in Schweden, dem vermeintlichen Heile-Welt-Land. Das Bullerb&uuml;-Idyll war zwar immer ein Klischee. Aber um ihre Sicherheit haben die Schweden nie gebangt.<br>\nAm 9. September w&auml;hlen sie jetzt ein neues Parlament. Kriminalit&auml;t ist zu einem bestimmenden Thema des Wahlkampfs geworden. Die sogenannten Schwedendemokraten profitieren davon. Die rechtspopulistische Partei mit Wurzeln in der Neonazi-Szene war im Sommer in mehreren Umfragen st&auml;rkste Kraft, bis zu 28 Prozent wurden ihr zeitweise vorhergesagt.<br>\nSelbst wenn die Rechtsau&szlig;en &ldquo;nur&rdquo; auf ein F&uuml;nftel der Stimmen kommen, werden sie wohl zum Z&uuml;nglein an der Waage zwischen Mitte-Links und Mitte-Rechts, zwischen dem sozialdemokratischen Premierminister Stefan L&ouml;vfen und seinem konservativen Herausforderer Ulf Kristersson. Angesichts des sich abzeichnenden Rechtsrucks kommt wohl keiner der beiden gem&auml;&szlig;igten Bl&ouml;cke auf eine Mehrheit.<br>\nDie Gewaltverbrechen kommen wie gerufen f&uuml;r die Schwedendemokraten mit ihrem Anf&uuml;hrer Jimmie Akesson. Haben doch die meisten T&auml;ter einen Migrationshintergrund: ein willkommener Anlass f&uuml;r Akesson, auf Fl&uuml;chtlinge zu schimpfen &ndash; oder gar den Einsatz der Armee in den St&auml;dten gegen Banden zu fordern. Die Kandidaten der Mitte lassen sich mitrei&szlig;en: Premier L&ouml;fven hat einen Milit&auml;reinsatz nicht ausgeschlossen. Oppositionschef Kristersson k&uuml;ndigte f&uuml;r &ldquo;lange Zeit eine versch&auml;rfte Fl&uuml;chtlingspolitik&rdquo; an.<br>\nDabei sind die Fl&uuml;chtlinge nicht schuld an der Eskalation der Gewalt. Die T&auml;ter sind vor allem junge M&auml;nner mit schwedischem Pass, deren Vorfahren einst nach Schweden kamen &ndash; und deren Integration misslungen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/schweden-rechtspopulisten-koennten-bei-der-wahl-staerkste-kraft-werden-a-1225513.html\">SPON<\/a>\n<p><strong>dazu: Wie Rechtspopulisten Schweden ver&auml;ndern<\/strong><br>\nJimmie &Aring;kesson, 39, hat die Schwedendemokraten gro&szlig; gemacht: knapp sechs Prozent vor acht Jahren, knapp 13 Prozent vor vier. Kann er noch einmal verdoppeln? Wenn jemand Grund zu &Uuml;bermut hat in Schweden, dann er: &ldquo;Ich sehe uns bereits als Gewinner&rdquo;, sagte er j&uuml;ngst in einem Interview. Und f&uuml;gte hinzu, dass kein Schwedendemokrat entt&auml;uscht sein solle, wenn es doch &ldquo;nur&rdquo; 20 Prozent werden. Manchmal l&auml;sst er sich zu der Hoffnung hinrei&szlig;en, dass seine Partei st&auml;rkste im Parlament wird. Das ist unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen. So oder so: Schon jetzt hat &Aring;kesson die schwedische Politik so sehr ver&auml;ndert wie zuletzt kaum einer.<br>\nEigentlich werden in Schweden immer die Sozialdemokraten st&auml;rkste Kraft, so war es die vergangenen hundert Jahre. Auch jetzt regiert ein sozialdemokratischer Ministerpr&auml;sident &ndash; noch. Schweden steht damit derzeit allein: &Uuml;berall sonst im Norden sind die Regierungen konservativ. Und &uuml;berall sonst bestimmen die Rechtspopulisten l&auml;ngst mit, in Norwegen und Finnland als Koalitionspartner, in D&auml;nemark als St&uuml;tze der Minderheitsregierung.<br>\nMarkus Wiechel sitzt f&uuml;r die Schwedendemokraten im Parlament und kann nicht verstehen, warum sich die anderen Parteien so str&auml;uben. Hinter verschlossenen T&uuml;ren rede man schon l&auml;ngst, sagt er. Wiechel war fr&uuml;her Sprecher der Partei f&uuml;r Einwanderungspolitik, jetzt f&uuml;r Au&szlig;enpolitik. Er sagt: &ldquo;Die anderen Parteien haben uns kopiert&rdquo;, haben die Asylpolitik versch&auml;rft, pl&ouml;tzlich Grenzkontrollen eingef&uuml;hrt. Diesen Politikwandel habe das Land den Schwedendemokraten zu verdanken &ndash; und nat&uuml;rlich irgendwie auch der Realit&auml;t.<br>\nLetzteres trifft wohl eher zu. Bevor die rot-gr&uuml;ne Regierung Ende 2015 die Regeln &auml;nderte, waren in dem Jahr mehr als 160 000 Fl&uuml;chtende ins Land gekommen, in dem damals knapp zehn Millionen Menschen lebten. Beh&ouml;rden und Kommunen waren &uuml;berfordert. &ldquo;Wir wollen &uuml;berhaupt keine Asylbewerber mehr aufnehmen&rdquo;, sagt Wiechel nun. Seine Partei werde nur eine Regierung st&uuml;tzen, die sich verpflichtet, die Einwanderungsrate zu senken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/schweden-schwedens-klimawandel-1.4107848\">SZ<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>ARD sendet Propagandafilm f&uuml;r mobiles Bezahlen voller Falschinformationen<\/strong><br>\nIm Mittagsmagazin der ARD lief am Donnerstag (30.8.) schier Unglaubliches. Mit gleich drei Filmeinspielungen wurde Propaganda f&uuml;r mobil-digitales Bezahlen gemacht. Man steigerte sich von d&uuml;mmlich &uuml;ber Publikumsbeschimpfung zu eklatanten, werblichen Falschaussagen. Wirklich kein Highlight des von der Allgemeinheit beitragsfinanzierten Journalismus.<br>\nDer erste Film, ab Minute 30, handelt von einem etwas d&uuml;mmlichen, aber halbwegs harmlosen Selbstversuch, wie weit man allein mit dem Handy als Geldb&ouml;rse kommt. Es folgt ab Minute 34:30 eine Moderation und animierte Grafiken, die Deutschland und die Deutschen wegen der geringen Nutzung mobilen Bezahlens als r&uuml;ckst&auml;ndig darstellen. Das gipfelt in der &Uuml;berleitung der Moderatorin zum dritten Film, ab Minute 36:10, in der uns Trotteln vorgehalten wird, dass uns nicht nur die Chinesen und die Amerikaner weit voraus sind, sondern sogar die Kenianer, weil wir so am altbackenen Bargeld h&auml;ngen und Neuerungen gegen&uuml;ber nicht aufgeschlossen sind. Nat&uuml;rlich kein Wort davon, dass das staatlich massiv gef&ouml;rderte digitale Bezahlen in China ein wichtiger Bestandteil des dortigen totalit&auml;ren Sozialpunktesystems ist. Mit diesem will die kommunistische Regierung ihre umfassend &uuml;berwachten und bewerteten B&uuml;rger zu besseren Menschen erziehen.<br>\nDen skandal&ouml;sen Abschluss bildete ein dummdreist-naive Werbefilm f&uuml;r das kenianische M-Pesa-Bezahlsystem, der vor Auslassungen und Falschbehauptungen strotzte. War man in den Filmchen &uuml;ber Deutschland noch halbwegs vorsichtig und erw&auml;hnte immerhin Sicherheitsbedenken, brachen bei Kenia alle D&auml;mme. Man geht bei der ARD wohl davon aus, dass sich da keiner auskennt. Zuf&auml;llig habe ich f&uuml;r mein aktuelles Buch &bdquo;Sch&ouml;nes neues Geld&ldquo; zu Kenia recherchiert und ein Kapitel &uuml;ber die vielen propagandistischen Falschbehauptungen geschrieben, mit denen die Bargeldbek&auml;mpfer M-Pesa der Welt als Vorbild darstellen. Ein Nutzer darf in dem Film gleich drei Mal sagen wie &bdquo;einfach und sicher&ldquo;, &bdquo;sehr sicher&ldquo; und &bdquo;sicher und praktisch&ldquo; das System sei, eine Ladenbesitzerin noch zus&auml;tzlich, &bdquo;ein Risiko gibt es eigentlich nicht.&ldquo; Und das bei einem System, in dem Geld per SMS (!) verschickt wird. Sowohl die Regierung, als auch der Betreiber und alle, denen der Betreiber es erm&ouml;glicht, k&ouml;nnen diese SMS einsehen, speichern und nach Belieben auswerten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/1015-ard-m-pesa\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Nach dem Mord an Sachartschenko r&uuml;ckt das Minsk-Abkommen in weite Ferne<\/strong><br>\nZehntausende nahmen am Sonntag in Donezk von dem ermordeten Aleksandr Sachartschenko Abschied. Moskau hofft, dass die USA auf Kiew disziplinierend wirken<br>\nDie Anteilnahme der Menschen in Donezk war gro&szlig;. Zweihunderttausend sollen nach offiziellen Angaben am Sonntag an dem Sarg von Pr&auml;sident Aleksandr Sachartschenko &ndash; Pr&auml;sident der Volksrepublik Donezk (DNR) &ndash; Abschied genommen haben. Viele kamen mit roten Nelken und Rosen und legten sie am Sarg nieder. Sachartschenko fiel am Freitagabend einem Bombenanschlag zum Opfer, bei dem auch sein Leibw&auml;chter starb und ingesamt 11 Personen verletzt wurden (Moskau will &ldquo;Situation analysieren&rdquo;).<br>\nAls der Sarg aus dem Opern-Theater getragen wurde, riefen die Menschen &ldquo;Danke! Danke!&rdquo; und applaudierten. Ein Mann sagte dem Fernsehkanal Rossiya 24, er verehre Sachartschenko, weil dieser sich auch um einfache Leute wie ihn gek&uuml;mmert habe. Er habe sich mit einem pers&ouml;nlichen Problem an den Pr&auml;sidenten wenden k&ouml;nnen und ihm sei geholfen worden. Eine &auml;ltere Frau sagte: &ldquo;Er war ein gro&szlig;er Mensch, ein Gr&uuml;nder. Wir nannten ihn Vater der Stadt Donezk. Was werden wir ohne ihn machen?&rdquo; Eine Frau mittleren Alters meinte: &ldquo;Er war ein Optimist, er hat neues Leben geschaffen.&rdquo;<br>\nDer Berater des Ermordeten, Aleksandr Kasakow, erkl&auml;rte in einem Interview: &ldquo;In normalen L&auml;ndern scheitern die Pl&auml;ne von Terroristen. Statt Chaos, das sie stiften wollen, konsolidiert sich die Gesellschaft.&rdquo; Mit dem Anschlag auf Sachartschenko habe Kiew einen Fehler gemacht: &ldquo;Sie schufen ein Symbol.&rdquo; Die Soldaten der DNR-w&uuml;rden nun mit noch mehr Mut k&auml;mpfen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Nach-dem-Mord-an-Sachartschenko-rueckt-das-Minsk-Abkommen-in-weite-Ferne-4154040.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Das Allerletzte: Steht auf, wenn ihr Deutsche seid!<\/strong><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180904_konkret.png\" alt=\"\" title=\"\">\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die publizistische Querfront der Wirrk&ouml;pfe steht &ndash; von BILD bis zu den Antideutschen von Konkret. Da findet zusammen, was zusammen geh&ouml;rt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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