{"id":45856,"date":"2018-09-06T08:45:50","date_gmt":"2018-09-06T06:45:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45856"},"modified":"2018-09-06T08:45:50","modified_gmt":"2018-09-06T06:45:50","slug":"hinweise-des-tages-3199","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45856","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45856#h01\">Kahlschlag und Misere<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45856#h02\">Befristungen: Die st&auml;ndige Verwundbarkeit vor Augen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45856#h03\">Mietpreisbremse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45856#h04\">Digitalsteuer: Olaf Scholz hat sich vergoogelt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45856#h05\">Westliche Doppelmoral: Saudi-Arabien, Russland und Syrien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45856#h06\">The Impossible Photo<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45856#h07\">Ein neuer schmutziger Deal mit Erdogan droht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45856#h08\">Macron gegen Spitzenkandidaten &ndash; Ein progressives B&uuml;ndnis?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45856#h09\">Der weite Weg nach Westen: Georgiens Geschichte am Rande Europas<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45856#h10\">US-Sanktionen gegen Venezuela bedrohen Pressefreiheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45856#h11\">T&ouml;dliche Feldversuche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45856#h12\">Religi&ouml;se Vorschriften haben an Schulen nichts verloren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45856#h13\">Wie die Sioux-Indianer in South Dakota versuchen, ihren Stamm aus dem W&uuml;rgegriff des Alkohols zu retten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45856#h14\">Das Letzte: &ldquo;Aufstehen&rdquo;: Eine Bewegung f&uuml;r Verlierer<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Kahlschlag und Misere<\/strong><br>\nEine Partei zwischen Rechtspopulismus und Neofaschismus. Warum w&auml;hlen Arbeiter die AfD? (Teil I)<br>\nEs hat keine f&uuml;nf Jahre gedauert, bis aus der anf&auml;nglichen &raquo;Professorenpartei&laquo; AfD, entstanden aus einer von &raquo;Honoratioren&laquo; getragenen Bewegung gegen den Euro bzw. den &raquo;Euro-Rettungsschirm&laquo;, eine Formation mit politischer Pr&auml;gekraft geworden ist. Die Partei d&uuml;rfte mittlerweile die Sozialdemokraten als zweitst&auml;rkste politische Kraft in der BRD abgel&ouml;st haben. [&hellip;]<br>\nAus ihrer gemeinsamen Niederlage haben die etablierten Parteien offensichtlich nichts gelernt. Es ist Bestandteil der &raquo;Erfolgsbilanz&laquo; der AfD, dass sich fast alle politischen Kr&auml;fte der BRD deren chauvinistischer Postion in der Fl&uuml;chtlingsfrage angen&auml;hert haben. Die Hoffnung, den politischen Konkurrenten auf diese Weise zur&uuml;ckdr&auml;ngen zu k&ouml;nnen, hat sich nicht erf&uuml;llt. Am allerwenigsten sind die Sozialdemokraten in der Lage zu vermitteln, weshalb man sie w&auml;hlen sollte. Aus beinahe jeder &Auml;u&szlig;erung des SPD-Personals wird deutlich, dass nichts, aber auch gar nichts aus dem dramatischen Absturz gelernt wurde. Versprochen wird zwar, die &raquo;&Uuml;bertreibungen&laquo; der Hartz-IV-Zumutungen zu &raquo;korrigieren&laquo;, aber zu mehr als zu &raquo;Sch&ouml;nheitsreparaturen&laquo; scheint niemand bereit zu sein. Typisch ist die aktuelle Forderung der SPD-Vorsitzenden Andrea Nahles, die Sanktionen (Leistungsk&uuml;rzungen bei &raquo;Fehlverhalten&laquo;) f&uuml;r j&uuml;ngere Hilfebed&uuml;rftige abzuschaffen. Grunds&auml;tzlich wird damit allerdings weiterhin die Praxis akzeptiert, die Hilfss&auml;tze unter das Existenzminimum zu dr&uuml;cken &ndash; wovon j&auml;hrlich fast eine Million Bed&uuml;rftige betroffen sind. [&hellip;]<br>\nDie Lebenssituation einer ehemals &raquo;gutsituierten Mitte&laquo; ist in der Regel dadurch charakterisiert, dass sie immer mehr und intensiver arbeiten muss, um &raquo;&uuml;ber die Runden&laquo; zu kommen. Gestiegen ist der zur Existenzsicherung notwendige Einsatz von Lebensenergie, ohne sich der erreichten Position jemals ganz sicher sein zu k&ouml;nnen, denn auf der erreichten sozialen Stufe scheint f&uuml;r alle kein Platz mehr zu sein. Das ist ein realistische Wahrnehmung. Die sozialstatistischen Daten dokumentieren, dass &raquo;nicht nur die Aufstiegsdynamik stagniert, [sondern] auch die Abstiege&laquo; sich h&auml;ufen.<br>\nWas zu betrachten &uuml;brig bleibt, ist der arme Rest der Gesellschaftspyramide, also ziemlich exakt deren untere H&auml;lfte, die sich zu 20 Prozent aus Menschen zusammensetzt, die in der einen oder anderen Form in Armut leben, und einer weiteren Gruppe &ndash; etwa 20 bis 30 Prozent der Bev&ouml;lkerung &ndash;, die permanent vom sozialen Absturz bedroht ist. Wie dramatisch sich die Verh&auml;ltnisse in den vergangenen Jahrzehnten ver&auml;ndert haben, wird dadurch deutlich, dass 1965 nur jedes 75. Kind auf Sozialhilfe angewiesen war. Heute ist es (mindestens) jedes f&uuml;nfte.<br>\nZweifellos gibt es nicht wenige Lohnabh&auml;ngige, gerade auch unter den Facharbeitern und mittleren Angestellten, die noch in gesicherten Verh&auml;ltnissen leben. Aber ganz so &raquo;komfortabel&laquo; wie noch in der j&uuml;ngeren Vergangenheit erleben sie ihre Situation nicht mehr. Beispielsweise wird in den Betrieben die un&uuml;bersehbare Anwesenheit von prek&auml;r Besch&auml;ftigten (&raquo;Randbelegschaften&laquo;) als das erfahren, was sie im Sinne des Kapitals auch ist: eine st&auml;ndige Erinnerung an die Unsicherheit der eigenen Existenz.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/339180.afd-kahlschlag-und-misere.html%20\">junge Welt<\/a>\n<p><strong>dazu: Der Reflex der Bedr&auml;ngten<\/strong><br>\nWachsender Einfluss der Rechten in den Betrieben. Warum w&auml;hlen Arbeiter die AfD? (Teil II und Schluss)<br>\nWas eine gesellschaftliche Linke am Aufstieg einer rechten Bewegung in der Bundesrepublik vorrangig interessieren muss, ist die Frage, warum so viele &raquo;sozial Schwache&laquo; zum Rechtspopulismus tendieren, aber auch Gewerkschafter bereit sind, bei Wahlen der AfD ihre Stimme zu geben. Auf den ersten Blick sprechen die Zahlen f&uuml;r sich: Der Anteil der Wahlberechtigten mit AfD-Pr&auml;ferenzen liegt bei Besch&auml;ftigten mit einfacher beruflicher Qualifizierung und bei Arbeitern bei 36 Prozent. Auch bei den Gewerkschaftsmitgliedern in diesen Besch&auml;ftigtengruppen betr&auml;gt er noch 24 Prozent.<br>\nIn den Betrieben hat die AfD organisatorisch noch nicht fl&auml;chendeckend Fu&szlig; fassen k&ouml;nnen, aber immerhin wichtige Br&uuml;ckenk&ouml;pfe erobert: Betriebsgruppen gab es Ende 2017 beispielsweise bei Volkswagen, im BMW-Werk Leipzig, bei Opel in R&uuml;sselsheim und bei Daimler in Rastatt. Bei den Betriebsratswahlen 2018 erzielte die AfD-nahe Liste &raquo;Zentrum Automobil&laquo; im Daimler-Werk Untert&uuml;rkheim ein Stimmenergebnis von 13,2 Prozent und kann damit sechs Betriebsr&auml;te stellen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/339250.afd-der-reflex-der-bedr%C3%A4ngten.html%20\">junge Welt<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Wie die AfD das Land ver&auml;ndert<\/strong><br>\nSeit die Alternative f&uuml;r Deutschland (AfD) in das Europaparlament, mehrere Landtage und den Bundestag eingezogen ist, wo sie haupts&auml;chlich durch Provokationen, Verbalradikalit&auml;t und minderheitenfeindliche Inhalte auff&auml;llt, hat sich Deutschland nicht unwesentlich ver&auml;ndert. Sein parlamentarisches, Regierungs- und Parteiensystem, jahrzehntelang ein wahrer Hort der Stabilit&auml;t, scheint ebenso Schaden genommen zu haben wie die politische Kultur und das soziale Klima. Wenn die demokratische Gegen&ouml;ffentlichkeit versagt, leben wir am Ende in einer anderen Republik.<br>\nDie entweder zuletzt bereits eingetretenen oder sich deutlich abzeichnenden Ver&auml;nderungen betreffen fast alle Gesellschaftsbereiche: Durch die Reformen der &raquo;Agenda 2010&laquo; und die Hartz-Gesetze ist der Arbeitsmarkt dereguliert und der Sozialstaat demontiert worden, was zusammen mit einer Steuerpolitik nach dem Matth&auml;us-Prinzip (&raquo;Wer hat, dem wird gegeben, und wer kaum etwas hat, dem wird auch das noch genommen&laquo;) zu einer Polarisierung der Sozialstruktur in Deutschland gef&uuml;hrt hat. W&auml;hrend der vergangenen zwei Jahrzehnte sind die Reichen reicher und die Armen zahlreicher geworden. Unter besonderen Druck geriet dadurch die Mittelschicht, in der sich die Angst vor dem sozialen Abstieg verbreitet hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ossietzky.net\/16-2018&amp;textfile=4474\">Christoph Butterwegge in Ossietzky<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Befristungen: Die st&auml;ndige Verwundbarkeit vor Augen<\/strong><br>\n3,2 Millionen Besch&auml;ftigte arbeiten befristet. Im Vergleich zum Vorjahr haben befristete Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse um 10,5 Prozent zugenommen. Der Anteil von Befristungen an allen sozialversicherungspflichtigen Besch&auml;ftigten liegt bei 8,3 Prozent. Noch nie waren Anteil und die Anzahl  von Befristungen so hoch. Das hat die Bundesregierung in ihrer Antwort (PDF) auf die Kleine Anfrage von Susanne Ferschl einger&auml;umt.<br>\nEinen Hochstand mit 1,58 Millionen verzeichnen die sachgrundlosen Befristungen und zum ersten Mal gibt es mehr Befristungen ohne Sachgrund als mit Sachgrund (53%).<br>\n2017 wurden 42,3 Prozent (+2.7 %-Punkte) der befristet Besch&auml;ftigten &uuml;bernommen und 32,8 Prozent (-3.1 %-Punkte) verl&auml;ngert. Jeder vierte  Befristete wurde nicht &uuml;bernommen oder verl&auml;ngert.<br>\n1.032 Millionen sind l&auml;nger als 18 Monate und 300.000 l&auml;nger als 37 Monate befristet besch&auml;ftigt. F&uuml;r 60 Prozent aller befristeten Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse werden noch vor Ablauf von 12 Monaten wieder beendet, die H&auml;lfte davon, 665.000, nach sechs Monaten.<br>\nIm Vergleich zu 2012 gab es bei deutschen Befristeten einen R&uuml;ckgang um 7,6 Prozent auf 2.420 Millionen und bei ausl&auml;ndischen Befristeten eine Zunahme um 60,7 Prozent auf 648.000.<br>\nBesonders hohe Befristungsquoten finden sich in den Branchen Kunst, Unterhaltung und Erholung (17.9%),  Erziehung und Unterricht (17.7%) und Gastgewerbe (11.5%).<br>\nDazu erkl&auml;rt Susanne Ferschl, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Bundestag:<br>\n&ldquo;Befristung bedeutet: Unsicherheit, materieller Mangel und st&auml;ndig die eigene Verwundbarkeit im Beruf wie im Privatleben vor Augen. Befristete Arbeitsverh&auml;ltnisse sind nichts anderes als die Verlagerung von Marktrisiken auf die Besch&auml;ftigten und eine Verl&auml;ngerung der Probezeit.<br>\nEs ist ein Skandal, dass die CDU\/CSU das Verbot der sachgrundlose Befristungen blockiert. Wenn es um Ordnung und Sicherheit geht spielt sich die CDU\/CSU gerne auf &ndash; von ordentlichen und sicheren Arbeitsverh&auml;ltnissen will sie im Interesse der Arbeitgeberlobby nichts wissen.<br>\nWir brauchen eine Politik, in der L&ouml;hne, Arbeitszeiten und Arbeitsbedingungen zentrale Ausgangspunkte f&uuml;r gute Arbeit und ein gutes Leben sind.<br>\nEs ist h&ouml;chste Zeit, Befristungen auf ein Mindestma&szlig; zu reduzieren und sachgrundlose Befristungen ganz zu verbieten. Bei &ouml;ffentlicher Finanzierung darf die Befristung der Haushaltsmittel kein Grund mehr f&uuml;r die Befristung von Arbeitsvertr&auml;gen sein.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/befristungen-die-staendige-verwundbarkeit-vor-augen\/\">die LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Mietpreisbremse<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Mietpreisbremse weiter wirkungslos: Parit&auml;tischer fordert echten Schutz vor Verdr&auml;ngung von Mietern<\/strong><br>\nAls &bdquo;entt&auml;uschend&ldquo; bezeichnet der Parit&auml;tische Wohlfahrtsverband die heute im Bundeskabinett beschlossene Mietrechtsreform. Insgesamt seien die geplanten Ma&szlig;nahmen entgegen der Absichtserkl&auml;rung der Bundesregierung nicht geeignet, daf&uuml;r zu sorgen, dass zuk&uuml;nftig Mieten in Ballungsr&auml;umen wieder bezahlbar werden und bleiben. Aus Sicht des Parit&auml;tischen muss wieder mehr bezahlbarer Wohnraum f&uuml;r geringere und mittlere Einkommen geschaffen werden. Der Verband sieht zwar in dem Gesetzentwurf einige Verbesserungen, aber um die derzeitige Wohnungsnot in den Griff zu bekommen, seien bau- und wohnungspolitisch weitere Ma&szlig;nahmen zwingend notwendig.<br>\nVermieter m&uuml;ssen in Zukunft Auskunft &uuml;ber die Vormiete und get&auml;tigte Sanierungen erteilen. &bdquo;Das begr&uuml;&szlig;en wir. Damit haben Mieterinnen und Mieter endlich die M&ouml;glichkeit zu wissen, ob sie ihre Miete &uuml;berhaupt bremsen k&ouml;nnen. Mehr Transparenz ist aber nur ein erster Schritt&ldquo;, kommentiert Ulrich Schneider, Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Parit&auml;tischen Gesamtverbands. &bdquo;Vermieter, die bewusst die Mietpreisbremse umgehen und bei der zul&auml;ssigen H&ouml;he der Vormiete get&auml;uscht haben, sollten jeden zu viel verlangten Cent zur&uuml;ckerstatten m&uuml;ssen.&ldquo; Der Verband fordert au&szlig;erdem, alle Ausnahmen der Mietpreisbremse zu streichen. Die Mietpreisbremse m&uuml;sse dauerhaft und fl&auml;chendeckend greifen, zudem brauche es kollektive Verbandsklagerechte f&uuml;r Mietervereine.<br>\nEine weitere Entlastung f&uuml;r Mieterinnen und Mieter sollen die Absenkung der Modernisierungsumlage von derzeit 11 auf 8 Prozent in bestimmten Gebieten und die Einf&uuml;hrung einer Kappungsgrenze bewirken. Der Verband ist skeptisch: &bdquo;Das grunds&auml;tzliche Problem, n&auml;mlich der Mangel an bezahlbarem Wohnraum, bleibt bestehen. Trotz der Begrenzung der Umlage werden Mietsteigerungen Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen weiter in finanzielle Not bringen&ldquo;, so Schneider. Der Verband weist daraufhin, dass gerade einkommens&auml;rmere Haushalte nicht selten bereits mehr als die H&auml;lfte ihres Einkommens f&uuml;r die Miete aufbringen. Hier drohe mit jeder Erh&ouml;hung ein Auszug und im schlimmsten Fall die Wohnungslosigkeit.<br>\nDer Parit&auml;tische spricht sich unter anderem f&uuml;r die St&auml;rkung des Sozialen Wohnungsbaus, ein h&ouml;heres Wohngeld, Pr&auml;vention von Wohnungsverlust, eine neue Wohnungsgemeinn&uuml;tzigkeit und die Bereitstellung von gen&uuml;gend passendem Wohnraum f&uuml;r Menschen mit Behinderung aus und ist auch daher Mitveranstalter des Alternativen Wohngipfels am 20. September in Berlin.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.der-paritaetische.de\/presse\/mietpreisbremse-weiter-wirkungslos-paritaetischer-fordert-echten-schutz-vor-verdraengung-von-mietern\/%20\">Der Parit&auml;tische<\/a><\/li>\n<li><strong>Reform der Mietpreisbremse geht nicht weit genug<\/strong><br>\nDie vorgestellte Reform der Mietpreisbremse sei ein kleiner Schritt vorw&auml;rts, sagte Lukas Siebenkotten, Direktor des Deutschen Mieterbundes, im Dlf. Solange die Ausnahmen in der Regelung bestehen bleiben, werde die Mietpreisbremse dennoch nicht wirklich greifen. [&hellip;]<br>\nHeinlein: Die Einzelheiten dieses Gesetzentwurfes sind ja sehr, sehr kompliziert und f&uuml;r Laien kaum zu verstehen, Herr Siebenkotten. Ist denn grunds&auml;tzlich eine Mietpreisbremse der richtige Weg, um die Explosion der Mieten zu begrenzen?<br>\nSiebenkotten: Wir glauben, dass sie zumindest der richtige Weg ist f&uuml;r die Abschl&uuml;sse von neuen Mietvertr&auml;gen. Nur darauf bezieht sie sich im &Uuml;brigen, nicht auf den Mietvertrag, der weiterl&auml;uft, nicht auf den Bestand. Ihr eigentliches Problem ist ihr Geburtsfehler, n&auml;mlich dass sie mit einer ganzen Reihe von Ausnahmen ausgestattet ist und dass sie dar&uuml;ber hinaus nur in bestimmten Gebieten gelten soll. Das alles hat die CDU in der letzten Wahlperiode gegen&uuml;ber der SPD durchgesetzt und das hat die Mietpreisbremse zu einem stumpfen Schwert gemacht.<br>\nHeinlein: Ein stumpfes Schwert, das zumal nur f&uuml;r neue Mietvertr&auml;ge gilt, sagen Sie. Glauben Sie denn, dass aktuell ein Wohnungssuchender in M&uuml;nchen, in Frankfurt, in D&uuml;sseldorf, generell in Ballungsr&auml;umen mit diesem neuen Gesetz wedeln kann und sagen: Lieber Vermieter, diese Mietpreiserh&ouml;hung, das geht nicht. Dann nimmt der Vermieter doch einfach den n&auml;chsten Interessenten.<br>\nSiebenkotten: So ist es. Das ist auch das eigentliche Problem. In dem Moment, wo man auch nur ansatzweise sagt, dass man dem Mietpreis kritisch gegen&uuml;berstehen k&ouml;nnte, gibt es ja dann noch 50 bis 80 weitere in der Warteschlange. Was jetzt verbessert wird, was eine kleine Verbesserung ist, dass der Vermieter gegen&uuml;ber dem Mieter eine verst&auml;rkte Auskunftspflicht hat, und die Justizministerin hat recht: In dem Fall, wo er dieser Auskunftspflicht nicht nachkommt, kann der Mieter hinterher sagen, ich bezahle nicht mehr als zehn Prozent &uuml;ber der orts&uuml;blichen Vergleichsmiete, weil das die Mietpreisbremse so vorsieht. Das ist ein kleiner Schritt, den wir auch durchaus begr&uuml;&szlig;en, aber er wird nicht reichen und das Wohnungsmangelproblem wird nat&uuml;rlich sowieso nicht dadurch gel&ouml;st. Das soll es ja auch &uuml;berhaupt nicht. Dazu muss man Wohnungen bauen. Hier geht es um begleitende, d&auml;mpfende Ma&szlig;nahmen, um den Mietanstieg in der Zwischenzeit, bis genug Wohnungen da sind, wenigstens etwas abzud&auml;mpfen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/deutscher-mieterbund-reform-der-mietpreisbremse-geht-nicht.694.de.html?dram:article_id=427324\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><strong>Bezahlbarer Wohnraum &ndash; Viel Kritik an zu wenig Mieterschutz<\/strong><br>\nDer Mieterschutz wird Thema im Bundeskabinett. Doch die Pl&auml;ne der Regierung gehen Experten und Gewerkschaften nicht weit genug &ndash; sie fordern entschieden mehr bezahlbaren Wohnraum.<br>\nHohe Mieten seien &ldquo;die neue soziale Frage&rdquo;, sagte Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) nach der Einigung der Gro&szlig;en Koalition auf ein neues Mieterschutzgesetz. Das sehen auch andere. &ldquo;Wohnraum muss bezahlbar sein&rdquo;, sagte Stefan K&ouml;rzell, Vorstandmitglied des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Am Mittwoch will sich das Bundeskabinett mit dem neuen Mieterschutzgesetz befassen. &ldquo;Wir k&auml;mpfen nicht f&uuml;r h&ouml;here L&ouml;hne, damit die Arbeiter und Angestellten sie dann an die Vermieter durchreichen.&rdquo; Soweit die Einigkeit, so gut.<br>\nAllerdings gehen die Gewerkschaften mit ihren Forderungen weiter als die Pl&auml;ne der Bundesregierung: Bund und L&auml;nder m&uuml;ssten nach Ansicht der Gewerkschaft in der Wohnungspolitik klotzen statt kleckern. Die Zahlen, die ein Ministerialbeamter aus dem Bundesinnenministerium im Gep&auml;ck dabei hatte, best&auml;tigen diese Sichtweise: Seit dem Jahr 2010 sind in deutschen Gro&szlig;st&auml;dten die Mieten um rund 50 Prozent in die H&ouml;he geschossen. Bei den Preisen f&uuml;r Bauland sieht es nicht anders aus. Dabei liege die Zahl der Baugenehmigungen weit &uuml;ber der Zahl der tats&auml;chlich gebauten Wohnungen: Rund 600.000 Wohnungen k&ouml;nnten gebaut werden, doch werden es nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/heute\/viel-kritik-an-kaum-bezahlbaren-wohnungen-100.html#xtor=CS5-48\">ZDF<\/a><\/li>\n<li><strong>Horrende Mietpreise f&uuml;r Schrottimmobilien<\/strong><br>\nKeine Fenster, Schimmel, lose Kabel &ndash; aus der Not heraus zahlen Menschen in Berlin horrende Mieten, um in einer Schrottimmobilie wohnen zu d&uuml;rfen. Die Politik will diese Mietabzocke zuk&uuml;nftig verhindern und Eigent&uuml;mer vor&uuml;bergehend enteignen.<br>\nLucian und Christi haben ein Trampolin gefunden. Die beiden rum&auml;nischen Jungs h&uuml;pfen auf zwei gammeligen Matratzen herum, schubsen sich gegenseitig und lachen dabei. Ihre Freunde und Nachbarn spielen Fangen oder fahren mit ausrangierten Fahrr&auml;dern &uuml;ber den Hof. F&uuml;r Kinder ist der Innenhof in der Stra&szlig;e der Pariser Kommune ein Abenteuerspielplatz. Drei Frauen Mitte zwanzig haben sich St&uuml;hle nach drau&szlig;en gestellt, quatschen, schauen ihren Kindern beim Spielen zu.<br>\nDas Leben spielt sich an diesem warmen Sommerabend vor dem Haus ab, das der Berliner Senat &ldquo;Problemimmobilie&rdquo; nennt. Kein Wunder, Irina, eine Frau mit buntem Rock und Kopftuch wohnt mit ihren sieben Kindern im Erdgeschoss auf 50 Quadratmetern. &ldquo;Wir zahlen daf&uuml;r 1000 Euro Miete. In bar. Wir haben zwei Zimmer K&uuml;che, Bad. Wir haben Wasser, die Heizung funktioniert &ndash; wir sind zufrieden.&rdquo;<br>\nAuch sonst verliert sie, wie alle anderen Rum&auml;nen, mit denen ich spreche, kein b&ouml;ses Wort &uuml;ber den &ldquo;Patron&rdquo;, ihren Vermieter. Dabei br&ouml;ckelt an dem 5-st&ouml;ckigen 50er-Jahre Bau am Berliner Ostbahnhof die Waschbetonfassade, in manchen Etagen gibt es nicht einmal Fenster nur Folien oder T&uuml;cher. Die Mieter h&auml;tten Angst, aus der Wohnung zu fliegen, sagt Susanna Kahlefeld. Sie sitzt f&uuml;r die Gr&uuml;nen im Berliner Abgeordnetenhaus. &ldquo;Dann geht das Ordnungsamt immer wieder hin und die kommen dann einfach nicht weiter. Denn sie m&uuml;ssen ja nachweisen, dass die Kinder zum Beispiel durch Schimmel gef&auml;hrdet sind, was enorm gesundheitssch&auml;dlich ist.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/berlin-horrende-mietpreise-fuer-schrottimmobilien.2165.de.html?dram:article_id=427242\">Deutschlandfunk Kultur<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Digitalsteuer: Olaf Scholz hat sich vergoogelt<\/strong><br>\n&bdquo;Finanzminister Olaf Scholz verabschiedet sich nach Steuertransparenz f&uuml;r Konzerne und einer echten Finanztransaktionsteuer nun wom&ouml;glich auch von der Google-Steuer. Sozialdemokratische Finanzpolitik im 21. Jahrhundert geht anders. Die Behauptung, Google &amp; Co h&auml;tten keine Wettbewerbsvorteile, die eine Ausgleichssteuer rechtfertigen, ist grotesk&ldquo;, kommentiert Fabio De Masi, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und finanzpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, die Berichterstattung &uuml;ber Pl&auml;ne des Bundesfinanzministeriums, eine Steuer auf digitale Wertsch&ouml;pfung durch die EU sowie dahingehende Pl&auml;ne auf Ebene der OECD zu blockieren. De Masi weiter:<br>\n&ldquo;Die SPD scheint f&uuml;r das Finanzressort gek&auml;mpft zu haben, damit man Sehnsucht nach Wolfgang Sch&auml;uble bekommt. Minister Scholz sch&uuml;tzt Steueroasen mit seinem Veto gegen eine &ouml;ffentliche Berichtspflicht von Konzernen &uuml;ber ihre Gewinne und gezahlten Steuern in den EU-Staaten. Die gro&szlig;en Spieler an den Finanzm&auml;rkten werden durch die vollst&auml;ndige Verw&auml;sserung der Finanztransaktionssteuer hin zu einer B&ouml;rsenumsatzsteuer geschont. Nun f&auml;llt die Internetsteuer, wenn Deutschland auch bei der Digitalsteuer zur Veto-Macht in EU und OECD wird.<br>\nDas BMF sollte die Daten offenlegen, nach denen die Internetmultis angeblich keine Wettbewerbsvorteile gegen&uuml;ber inl&auml;ndischen Unternehmen durch ihre Steuertricks erzielen. Offenbar hat sich Olaf Scholze da vergoogelt. Dies widerspricht allen Zahlen der EU-Kommission sowie der OECD. Zur Herstellung von Steuergerechtigkeit muss Deutschland endlich seine Blockade bei &ouml;ffentlicher Konzerntransparenz aufgeben und umgehend Quellen- bzw. Strafsteuern auf Finanzfl&uuml;sse in Steueroasen einf&uuml;hren, um die Verschiebung von Konzerngewinnen zu unterbinden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/digitalsteuer-olaf-scholz-hat-sich-vergoogelt\/%20\">die LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Westliche Doppelmoral: Saudi-Arabien, Russland und Syrien<\/strong><br>\nDer westliche Verb&uuml;ndete Saudi-Arabien kann ungeniert Massaker an Kindern anrichten und die Repressionsspirale anziehen<br>\nSaudi-Arabien kann mit seiner Koalition, unterst&uuml;tzt vom Westen, vor allem von den USA und Gro&szlig;britannien, ungehindert und konsequenzenlos einen brutalen Krieg gegen die mit dem Iran verbundenen Huthis und ihren Verb&uuml;ndeten im Jemen f&uuml;hren. W&auml;hrend US-Pr&auml;sident Donald Trump gerade wieder mit erhobenem moralischen Finger Russland und Syrien vor der geplanten Offensive in Idlib warnt, stammen die Bomben, die saudische Kampfflugzeuge auch gegen Zivilisten und Kinder richten, aus den USA.<br>\nSo hatte die Bombardierung eines Schulbusses Anfang August, wodurch 51 Menschen, davon 40 Kinder, get&ouml;tet und 79 Personen, darunter 56 Kinder, verletzt wurden, zwar Entsetzen hervorgerufen, aber zu keinen Konsequenzen gef&uuml;hrt. Das selbst, als sich herausstellte, dass die lasergesteuerte Pr&auml;zisionsbombe von den USA stammte. Auch daran l&auml;sst sich der Unterschied zu Barack Obama sehen. Der hatte zwar auch die Saudis unterst&uuml;tzt, aber 2016 immerhin die weitere Lieferung von solchen Bomben eingestellt, nachdem saudische Flugzeuge damit mehrere Massaker angerichtet hatten. Damals war nicht ein Schulbus auf einem Markt, sondern eine Begr&auml;bnisfeier oder ein Markt bombardiert worden, daneben auch zahlreiche zivile Geb&auml;ude.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Westliche-Doppelmoral-Saudi-Arabien-Russland-und-Syrien-4155121.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>dazu: &bdquo;Let&rsquo;s fucking kill him!&ldquo; &ndash; Trump wollte Assad hinrichten<\/strong><br>\nVerst&ouml;rende Einblicke ins White House<br>\nLaut einem neuen Buch der Journalistenlegende Bob Woodward hat Pr&auml;sident Trump im April 2017 seinen Verteidigungsminister James Mattis beauftragt, den syrischen Pr&auml;sidenten Baschar al-Assad hinzurichten. Das Wei&szlig;e Haus weist die Vorw&uuml;rfe kategorisch zur&uuml;ck.<br>\nNach einem Giftgasangriff im syrischen Khan Sheikhoun im April 2017, bei dem 86 Menschen starben, forderte US-Pr&auml;sident Trump von seinem Verteidigungsminister James Mattis die Hinrichtung von Syriens Pr&auml;sident Baschar al-Assad, so Journalistenlegende Bob Woodward, der sich in seinem neuen Buch Fear: Trump in the White House auf anonyme Insiderquellen im Wei&szlig;en Haus beruft und verst&ouml;rende Einblicke ins Tagesgesch&auml;ft der Trump-Administration liefert.<br>\n&ldquo;Let&rsquo;s fucking kill him! Let&rsquo;s go in. Let&rsquo;s kill the fucking lot of them,&rdquo; so Trump zu Mattis, laut Woodward. &bdquo;Ich k&uuml;mmere mich sofort darum&rdquo;, so Mattis per Telefon zu Trump. Doch der hatte zu keinem Zeitpunkt vor, den Befehl auszuf&uuml;hren: &bdquo;Wir werden nichts dergleichen tun. Wir werden wesentlich angemessener darauf reagieren.&ldquo;, so Mattis im Anschluss an Trumps &bdquo;Kill him!&ldquo; gegen&uuml;ber einem Berater, so Woodward.<br>\nSchlie&szlig;lich feuerte das US-Milit&auml;r ohne Beweise einer T&auml;terschaft v&ouml;lkerrechtswidrig 59 Tomahawk-Raketen auf Syrien ab (JusticeNow! berichtete ausf&uuml;hrlich &uuml;ber die Umst&auml;nde).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/2018-09-05\/lets-fucking-kill-him-trump-wollte-assad-hinrichten\/\">Justice Now<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>The Impossible Photo<\/strong><br>\nRussia has developed an astonishing new technology enabling its secret agents to occupy precisely the same space at precisely the same time.<br>\nThese CCTV images released by Scotland yard today allegedly show Alexander Petrov and Ruslan Boshirov both occupying exactly the same space at Gatwick airport at precisely the same second. 16.22.43 on 2 March 2018. Note neither photo shows the other following less than a second behind.<br>\nThere is no physically possible explanation for this. You can see ten yards behind each of them, and neither has anybody behind for at least ten yards. Yet they were both photographed in the same spot at the same second.<br>\nThe only possible explanations are:<br>\n1) One of the two is travelling faster than Usain Bolt can sprint<br>\n2) Scotland Yard has issued doctored CCTV images\/timeline.<br>\nI am going with the Met issuing doctored images.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.craigmurray.org.uk\/archives\/2018\/09\/the-impossible-photo\/\">Craig Murray<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Ein neuer schmutziger Deal mit Erdogan droht<\/strong><br>\n&bdquo;Als Handlungsreisender will Bundesau&szlig;enminister Heiko Maas bei seinem Besuch in Ankara allem Anschein nach neue schmutzige Deals mit dem t&uuml;rkischen Staatspr&auml;sidenten Recep Tayyip Erdogan vereinbaren. Die Bundesregierung darf Erdogan weder mit Waffen noch mit neuen Finanz- und Kredithilfen unter die Arme greifen. Maas` T&uuml;rkeireise ist eine offene Absage an die von der Bundesregierung vielbeschworene werteorientierte Au&szlig;enpolitik. Statt Imagepflege f&uuml;r Despoten zu betreiben und mit Erdogan zu kungeln, braucht es klare Ansagen, die den Demokraten in der T&uuml;rkei den R&uuml;cken st&auml;rken&ldquo;, erkl&auml;rt Sevim Dagdelen, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE. Dagdelen weiter:<br>\n&ldquo;Die Bem&uuml;hungen um eine Normalisierung der Beziehungen mit der T&uuml;rkei sind das absolut falsche Signal, da Deutsche als politische Geiseln Erdogans weiter eingekerkert sind. Maas` T&ecirc;te-&agrave;-T&ecirc;te mit dem Diktator Erdogan ist aber auch ein Schlag ins Gesicht der verfolgten Oppositionellen in der T&uuml;rkei. W&auml;hrend friedliche Proteste wie die der Samstagsm&uuml;tter, die in Istanbul an verschwundene Angeh&ouml;rige erinnern, brutal zerschlagen und verboten werden, ist das Werben des deutschen Au&szlig;enministers um die Gunst Erdogans schlicht besch&auml;mend.  Maas muss der von t&uuml;rkischen Regierung geforderten Erweiterung der Zollunion, der Fortf&uuml;hrung der EU-Beitrittsgespr&auml;che und Visaliberalisierung angesichts der Menschenrechtsverletzungen und Massenverhaftungen von Andersdenkenden in der T&uuml;rkei offen widersprechen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/ein-neuer-schmutziger-deal-mit-erdogan-droht\/\">die LINKE. im Bundestag<\/a>\n<p><strong>dazu: Br&uuml;cke und Bollwerk<\/strong><br>\nBerlin und Ankara wollen trotz der unver&auml;ndert massiven politischen Verfolgung in der T&uuml;rkei wieder enger kooperieren. Dies bekr&auml;ftigte Au&szlig;enminister Heiko Maas nach seinen gestrigen Gespr&auml;chen mit seinem Amtskollegen Mevl&uuml;t &Ccedil;avu&#351;oglu. Demnach haben beide Staaten &ldquo;ein strategisches Interesse daran&rdquo;, ihre bilateralen &ldquo;Beziehungen konstruktiv zu gestalten&rdquo;. Hintergrund sind tiefgreifende geostrategische Kr&auml;fteverschiebungen im Verh&auml;ltnis zwischen der T&uuml;rkei und den westlichen M&auml;chten, die bis in die Zeit Anfang der 1990er Jahre zur&uuml;ckreichen und zuletzt eskaliert sind. Nachdem die Vereinigten Staaten k&uuml;rzlich Sanktionen gegen Ankara verh&auml;ngten, hat Staatspr&auml;sident Recep Tayyip Erdogan eine m&ouml;gliche Abkehr von der NATO und vom Westen insgesamt in Aussicht gestellt. In der Tat st&auml;rkt die T&uuml;rkei seit geraumer Zeit ihre Zusammenarbeit unter anderem mit Russland. Berliner Regierungsberater warnen, ein t&uuml;rkischer Seitenwechsel w&auml;re mit dramatischen geostrategischen R&uuml;ckschl&auml;gen f&uuml;r Deutschland verbunden und bedrohe &ldquo;das globale Machtgleichgewicht&rdquo;. [&hellip;]<br>\nDem Berliner Kooperationsstreben stehen die massive politische Verfolgung in der T&uuml;rkei und die &auml;u&szlig;eren Aggressionen Ankaras nicht im Weg. In der T&uuml;rkei sind seit dem Putschversuch vom 15.\/16. Juli 2016 &uuml;ber 160.000 Beamte aus politischen Gr&uuml;nden entlassen und mehr als 50.000 vor Gericht gestellt worden; zehn Parlamentsabgeordnete sind inhaftiert, beinahe 100 B&uuml;rgermeister abgesetzt worden; zwischen 150 und 190 Medien wurden stillgelegt, mehr als 180 Journalisten ins Gef&auml;ngnis geworfen; sieben deutsche Staatsb&uuml;rger werden bis heute unter dubiosen Vorw&uuml;rfen in Haft gehalten. Das t&uuml;rkische Milit&auml;r geht mit m&ouml;rderischer Gewalt gegen die kurdischsprachige Minderheit im S&uuml;dosten des Landes vor und h&auml;lt Teile des Nachbarlandes Syrien besetzt. Mit einer Abkehr von der Gewaltpolitik wird in Ankara nicht gerechnet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7713\/%20\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Macron gegen Spitzenkandidaten &ndash; Ein progressives B&uuml;ndnis?<\/strong><br>\nDas Rennen um die Nachfolge von EU-Kommissionspr&auml;sident Juncker ist er&ouml;ffnet. Doch kaum dass CSU-Mann Weber seinen Hut in den Ring geworfen hatte, kam schon Widerstand aus Frankreich. Staatschef Macron teilte mit, dass er das System der Spitzenkandidaten ablehnt &ndash; er will die Juncker-Nachfolge anders regeln. Das bisherige System sei undemokratisch, teilte ein Sprecher von Macrons REM-Bewegung mit.<br>\nTats&auml;chlich hat es zwei entscheidende Fehler. Zum einen gibt es keine europaweiten Listen zur Europawahl. Auch CSU-Mann Weber wird man nur in Deutschland w&auml;hlen k&ouml;nnen &ndash; nicht in Frankreich oder in Belgien. Das ist absurd. Doch gegen eine Einf&uuml;hrung von EU-Listen hatten sich CDU und CSU im Europaparlament gesperrt. Ausgerechnet CDU-MEP Brok, ein Vertrauter von Kanzlerin Merkel, f&uuml;hrte den Widerstand an.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/macron-gegen-spitzenkandidaten-ein-progressives-buendnis\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Der weite Weg nach Westen: Georgiens Geschichte am Rande Europas<\/strong><br>\nGeorgien, das sei Gottes bestes St&uuml;ck, sagen die Georgier selbst. Bet&ouml;rend sch&ouml;n und eigentlich eine wundervolle Heimat. W&auml;re da nicht die Politik. Denn schon immer lag das Land zwischen Gro&szlig;m&auml;chten, wurde zum Spielball seiner Nachbarl&auml;nder.<br>\n&ldquo;Wie denken die Leute hier in Georgien? Es gibt die Leute, die sehr stolz auf ihn sind. Das ist leider so. Und es gibt viele, die nicht so denken. Im Gegenteil. Viele sagen, naja, er ist zwar Georgier. Aber er hat nichts f&uuml;r Georgien getan. Viele sagen, dass er schuld dran war, was hier mit den autonomen Republiken in Georgien passiert.&rdquo;<br>\nIch halte in Gori an. Meine georgischen Begleiter h&auml;tten mir die Stadt nicht gezeigt. Ich muss sie freundlich dazu dr&auml;ngen. In Gori, 60 Kilometer westlich von Tiflis, ist Iosseb Dschughaschwili geboren, besser bekannt als Josef Stalin. Jetzt stehen wir in der Halle zum gro&szlig;en Stalin-Museum. Keiner will mit mir reden, obwohl Zehntausende Touristen das Museum jedes Jahr besuchen. Nur die junge Germanistik-Absolventin, auch wenn gerade keine Touristen in Sicht sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/der-weite-weg-nach-westen-georgiens-geschichte-am-rande.976.de.html?dram:article_id=427338\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>US-Sanktionen gegen Venezuela bedrohen Pressefreiheit<\/strong><br>\nUS-Journalistin Martin muss Sendung &ldquo;The Empire Files&rdquo; einstellen. Reporterin f&uuml;r Telesur t&auml;tig. Immer sch&auml;rfere Drohungen aus Washington<br>\nDie Beziehungen zwischen den USA und Venezuela spitzen sich unter US-Pr&auml;sident Donald Trump weiter massiv zu. Nachdem die Sanktionen Washingtons gegen die sozialistische Regierung in Caracas die freie Arbeit der Presse eingeschr&auml;nkt hat, haben Hardliner in Washington nun offen ein milit&auml;risches Vorgehen gegen Venezuelas Pr&auml;sidenten Nicol&aacute;s Maduro ins Spiel gebracht.<br>\nIn Folge der j&uuml;ngsten Sanktionen der USA gegen Venezuela musste das englischsprachige TV-Politmagazin The Empire Files der US-Journalistin Abby Martin Ende August seinen Betrieb einstellen. Die Sendung war zuletzt &uuml;ber den lateinamerikanischen Fernsehsender Telesur und unabh&auml;ngige Medienanbieter wie Free Speech TV oder The Real News Network ausgestrahlt und online verbreitet worden. Martin hatte zur Finanzierung ihres Programms, das die US-Politik kritisch hinterfragt, einen Finanzierungsvertrag mit Telesur geschlossen. Diese Vereinbarung wird durch die neuesten US-Sanktionen gegen das s&uuml;damerikanische Land unterbunden. Die bekannteste Sendung der US-Journalistin hat seit Beginn der Ausstrahlung mehr als 100 Dokumentationen produziert, darunter zahlreiche Vor-Ort-Berichte aus Pal&auml;stina, Venezuela und anderen Hotspots der internationalen Politik.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2018\/09\/211779\/usa-venezuela-abby-martin-pressefreiheit\">amerika21<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Lesenswert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>T&ouml;dliche Feldversuche<\/strong><br>\nGanz harmlos? V&ouml;lkerrechtlich ge&auml;chtet, ist Pfefferspray im Kriegseinsatz verboten. Doch in Deutschland darf es bei Demos eingesetzt und mit einem Aufkleber (&ldquo;Zur Tierabwehr&rdquo;) an Minderj&auml;hrige verkauft werden. Zwei aktuelle Todesf&auml;lle verdeutlichen das Gefahrenpotenzial.<br>\nSie ist da reingeraten, irgendwie. Eine F&uuml;nfzehnj&auml;hrige, die als Unbeteiligte eine Ladung Pfefferspray abbekam am 18. M&auml;rz 2015, als die Proteste gegen die Er&ouml;ffnung des Neubaus der Europ&auml;ischen Zentralbank in Frankfurt eskalierten. &ldquo;Steif wie ein Brett war sie&rdquo;, erinnert sich Peer Vlatten, der das M&auml;dchen behandelte, fast eine Stunde habe es gedauert, bis sie sich wieder regen konnte. Vlatten, Demosanit&auml;ter und Medizinstudent kurz vor der Doktorarbeit, hat gemeinsam mit seinen KollegInnen schon viel erlebt auf Protestveranstaltungen. Extreme F&auml;lle. Offene Blutungen, multiple Br&uuml;che. Das seien aber absolute Ausnahmen. &ldquo;Die meisten PatientInnen&rdquo;, sagt er, &ldquo;haben wir mit deutlichem Abstand wegen Pfefferspray.&rdquo;<br>\nDer Wirkstoff Oleoresin Capsicum (OC), meist aus Chilischoten extrahiert und viele tausend Male sch&auml;rfer als Tabasco, ist leicht fettl&ouml;slich und dringt bei Kontakt schnell in die Haut ein. Im Nervensystem dockt die Substanz direkt an Rezeptoren an und verursacht dort Verbrennungsschmerzen. F&uuml;r den Organismus stellt das eine extreme Stresssituation dar. Typische Reaktionen sind ein dramatisch ansteigender Blutdruck, Gef&auml;&szlig;e erweitern sich, die Haut ist ger&ouml;tet und schwillt an. Tr&auml;nenfluss, Entz&uuml;ndungen, in selteneren F&auml;llen Quaddel- und Blasenbildung an den betroffenen Stellen.<br>\nUnd dann sind da die F&auml;lle, die v&ouml;llig aus der Reihe fallen, wie der in Frankfurt. Normalerweise klingt die Wirkung des Reizstoffes nach 15 bis 45 Minuten ab. &ldquo;Das M&auml;dchen muss einen psychischen Schock erlitten haben&rdquo;, vermutet Sanit&auml;ter Vlatten: &ldquo;Sie hatte Gl&uuml;ck im Ungl&uuml;ck, dass sie nicht in der Menschenmenge niedergetrampelt wurde.&rdquo; Weniger Gl&uuml;ck hatten die beiden Menschen, die vor wenigen Wochen an den Folgen von Pfefferspray-Eins&auml;tzen verstarben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/388\/toedliche-feldversuche-5321.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Religi&ouml;se Vorschriften haben an Schulen nichts verloren<\/strong><br>\nWenn Lehrerinnen und Lehrer ihren Sch&uuml;lern verordnen, aus R&uuml;cksicht auf die muslimischen Kameraden kein Schwein mehr zu essen, ist das &uuml;bertrieben. Religi&ouml;s begr&uuml;ndete Bevormundungen d&uuml;rfen nicht schleichend zur&uuml;ckkehren.<br>\nManchmal retten sich Lehrerinnen und Lehrer in Schlaumeiereien. Der Sohn muslimischer Eltern will auf dem Schulausflug keinen Cervelat essen? Gut, dann gibt es halt eine Olma-Kalbsbratwurst &ndash; der Kleine muss ja nicht wissen, dass darin auch Schwein steckt. Ist das eine L&ouml;sung? Wohl kaum.<br>\nDie Anekdote aus der Schulpraxis ist ein Beispiel daf&uuml;r, dass es vor lauter Essensgeboten und -verboten langsam un&uuml;bersichtlich wird. Besonders umstritten ist der Genuss von tierischen Produkten. Es gibt rationale Gr&uuml;nde, weniger davon zu essen oder ganz damit aufzuh&ouml;ren: Zu viel rotes Fleisch tut dem menschlichen K&ouml;rper nicht gut, das Tierwohl wird bei einem betr&auml;chtlichen Teil der Produktion nicht besonders grossgeschrieben, und auch die Umwelt und das Klima leiden unter dem exzessiven Konsum. Eher irrational sind hingegen rein religi&ouml;s begr&uuml;ndete Nahrungstabus, die jahrhundertealten &laquo;heiligen&raquo; Schriften entspringen &ndash; und damit sieht sich die Schweizer Gesellschaft wegen der Zuwanderung aus islamischen L&auml;ndern h&auml;ufiger konfrontiert.<br>\nEin muslimisches Kind tr&uuml;ge gewiss keinen Schaden davon, w&uuml;rde es ein St&uuml;ck Schwein essen. Die Verletzung menschengemachter Regeln f&uuml;hrt nicht zu ewiger Verdammnis, von solchen &Auml;ngsten hat uns die Aufkl&auml;rung befreit. Das ist nat&uuml;rlich kein Grund, muslimischen oder j&uuml;dischen Kindern in der Mensa oder im Klassenlager Cervelats und Schinkengipfeli aufzuzwingen; es w&auml;re ein eklatanter Verstoss gegen die Glaubensfreiheit der Sch&uuml;ler und ihrer Erziehungsberechtigter. Ebenso klar ist, dass das Singen frommer Lieder vor Weihnachten &ndash; sofern dies &uuml;berhaupt noch Platz in der Volksschule hat &ndash; freiwillig sein muss. Diese Angelegenheiten sind anders gelagert als der gemischte Schwimmunterricht, Klassenlager oder die Sexualaufkl&auml;rung: Ungleich dem Schweinefleischessen sind diese F&auml;lle in einem s&auml;kularen Staat Teil des obligatorischen Lehrplans, weshalb sich die Schule &uuml;ber die Bedenken religi&ouml;s fanatischer Eltern hinwegsetzen darf und muss.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/schweiz\/muslime-sollen-ihre-extrawurst-bekommen-ld.1410149\">NZZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wie die Sioux-Indianer in South Dakota versuchen, ihren Stamm aus dem W&uuml;rgegriff des Alkohols zu retten<\/strong><br>\nAlkohol ist auf dem Indianerreservat Pine Ridge eigentlich verboten. Trotzdem sind zwei von drei Bewohnern alkohols&uuml;chtig. Die Folgen sind verheerend &ndash; besonders f&uuml;r die Jugend.<br>\nFreitag ist der schlimmste Tag der Woche f&uuml;r Cheryl Locke. Dann betteln ihre Sch&uuml;ler, im Klassenzimmer bleiben zu d&uuml;rfen und nicht nach Hause zu m&uuml;ssen &ndash; zu trinkenden Eltern, n&auml;chtelangen Partys, leeren K&uuml;hlschr&auml;nken. Am liebsten w&uuml;rde Locke die Kinder in der Schule behalten. &laquo;Viele bekommen das ganze Wochenende keine warme Mahlzeit&raquo;, sagt sie, in ihrem Wohnzimmer sitzend. Montags kehrten die Sch&uuml;ler hungrig zur&uuml;ck und schliefen im Unterricht ein. Anfangs war Locke w&uuml;tend auf die Kinder. Bis sie verstand, was bei ihnen zu Hause los ist. Was Alkohol in ihren Familien anrichtet.<br>\nLocke ist Lehrerin auf der Pine Ridge Reservation, einem der gr&ouml;ssten Indianerreservate in den USA. Im S&uuml;dwesten von South Dakota gelegen, an der Grenze zu Nebraska, leben dort etwa 30 000 Mitglieder der Oglala Lakota, eines Stammes der Sioux-Indianer. Das Reservat ist ein Rest des einst weitl&auml;ufigen Sioux-Reichs &ndash; das letzte St&uuml;ck Land, das die Oglala Lakota unter den Kolonialisten noch behalten durften. Seit 1889 ist es souver&auml;nes Indianergebiet, was bedeutet, dass sich die Ureinwohner weitgehend selbst regieren. Von Anfang an haben sie Alkohol bei sich verboten &ndash; schliesslich hatten sie erlebt, wie der Whisky, den europ&auml;ische Siedler mitgebracht hatten, ihre Vorfahren abh&auml;ngig machte. Eine zus&auml;tzliche Pufferzone von 80 Kilometern um Pine Ridge herum sollte sicherstellen, dass kein Alkohol in das Reservat geschmuggelt w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/international\/wie-die-sioux-indianer-in-south-dakota-versuchen-ihren-stamm-aus-dem-wuergegriff-des-alkohols-zu-retten-ld.1416198\">NZZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Das Letzte: &bdquo;Aufstehen&ldquo;: Eine Bewegung f&uuml;r Verlierer<\/strong><br>\nMit geh&ouml;rigem Get&ouml;se und massivem Medienaufkommen hat die Fraktionsvorsitzende der Linken ihre Sammlungsbewegung am Dienstag vorgestellt. &bdquo;Aufstehen&ldquo; hei&szlig;t sie, hat aber so viel Dynamik wie eine Herzsportgruppe f&uuml;r 90-J&auml;hrige.<br>\nDiese Allianz ist eine Bewegung f&uuml;r Verlierer. Und zwar nicht nur f&uuml;r Verlierer von &bdquo;Globalisierung, Freihandel, Privatisierung und EU-Binnenmarkt&ldquo;, wie es im f&uuml;nfseitigen Aufruf von Wagenknecht und Co. hei&szlig;t, sondern auch f&uuml;r Verlierer des innerparteilichen Wettstreits. Ludger Volmer war mal Gr&uuml;nen-Parteivorsitzender und sieht sich heute als &bdquo;gr&uuml;ner Dissident&ldquo;. Simone Lange wollte mal SPD-Vorsitzende werden, war aber offenbar nicht &uuml;berzeugend genug und Sahra Wagenknecht f&uuml;hrt zwar die Fraktion der Linken, findet aber in ihrer eigenen Partei keine Mehrheit f&uuml;r ihren nationalen Kurs in der Migrationspolitik.<br>\nFlankiert wird das Trio am Dienstag in der Bundespressekonferenz vom blassen Professor und Dramaturgen Bernd Stegemann und einem Kommunikationsexperten, der zun&auml;chst alleine wegen seines Namens Belustigung ausl&ouml;st. Hans Albers hei&szlig;t er und verspr&uuml;ht als einziger des Quintetts so etwas wie Dynamik. &bdquo;Wir machen Deutschland zu einem Parlament&ldquo;, sagt er. Das klingt vielversprechend, ist es aber nicht. Im Gegensatz zu Bewegungen wie &bdquo;Podemos&ldquo; und &bdquo;La R&eacute;publique en Marche&ldquo; wirkt &bdquo;Aufstehen&ldquo; spr&ouml;de, langweilig und typisch deutsch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.vorwaerts.de\/artikel\/aufstehen-bewegung-verlierer\">Vorw&auml;rts<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Allein die &Uuml;berschrift ist ein Lacher. So als ob die SPD von einem Wahlerfolg zum n&auml;chsten eilt. W&uuml;rde der Autor seinen Titel ernst nehmen, m&uuml;sste er eigentlich den Sozialdemokraten eine Teilnahme an der Bewegung empfehlen. Tut er aber nicht. Stattdessen schreibt er eine schwache Polemik, die sich auch noch daran st&ouml;rt, dass einer der Initiatoren was arbeiten muss. Ja, das tun die Menschen im wirklichen Leben wohl. <\/em><\/p>\n<p><em>Dazu passt dann auch eine Stellungnahme des Juso-Vorsitzenden K&uuml;hnert:<\/em><\/p>\n<div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180906-hdt-01.png\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180906-hdt-01-small.png\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div>\n<p><em>Der beschwert sich &uuml;ber ausgeklammerte Haltungsfragen, konnte vor ein paar Monaten aber selbst nicht so recht <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachricht\/kuehnert-will-nahles-zu-spd-chefin-waehlen-ohne-begeisterung-100.html\">erkl&auml;ren<\/a>, warum er f&uuml;r Andrea Nahles als Parteivorsitzende stimmte. Au&szlig;erdem findet er Online-Foren nicht basisdemokratisch. Das sind offenbar nur die <a href=\"https:\/\/www.vorwaerts.de\/artikel\/spd-erneuern-partei-laedt-debattencamp\">Debatten-Camps der SPD<\/a>. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-45856","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/45856","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=45856"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/45856\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":45859,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/45856\/revisions\/45859"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=45856"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=45856"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=45856"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}