{"id":45871,"date":"2018-09-07T08:38:14","date_gmt":"2018-09-07T06:38:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45871"},"modified":"2018-09-07T08:38:14","modified_gmt":"2018-09-07T06:38:14","slug":"hinweise-des-tages-3200","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45871","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45871#h01\">Orientierung am untersten Niveau?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45871#h02\">Wagenknecht und Lafontaine haben die W&auml;hler verstanden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45871#h03\">Maa&szlig;en sieht keine Beweise f&uuml;r Hetzjagd in Chemnitz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45871#h04\">Verfassungsschutz-Pr&auml;sident lie&szlig; Berichte zu Amri-Spitzel unterdr&uuml;cken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45871#h05\">Karstadt &uuml;bernimmt Kaufhof &ndash; Tausende Arbeitspl&auml;tze sollen wegfallen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45871#h06\">Immer wieder Konflikte um die Unterkunftskosten der Hartz IV-Empf&auml;nger. Und eine eigenartige Seitw&auml;rtsbewegung des Bundesverfassungsgerichts<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45871#h07\">Gro&szlig;e L&uuml;cken im Kampf gegen Geldw&auml;sche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45871#h08\">Interne Monsanto-Mails: Glyophosat verdoppelt Krebsrisiko, Konzern verheimlicht Testergebnisse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45871#h09\">Trump warnt Assad vor &bdquo;Gemetzel&ldquo; in Idlib &ndash; Berlin hofft auf Moskau<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45871#h10\">Friedensgespr&auml;che in Genf: Ein Hoffnungsschimmer f&uuml;r den Jemen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45871#h11\">Requiem f&uuml;r Minsk<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45871#h12\">Schwedens Wohlfahrtsstaat br&ouml;ckelt an vielen Enden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45871#h13\">Ausz&auml;hler gesucht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45871#h14\">Voller Ungereimtheiten: Londons Behauptungen &uuml;ber russische Agenten im Fall Skripal<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Orientierung am untersten Niveau?<\/strong><br>\nNeue Verordnung aus Spahns Gesundheitsministerium zeigt gro&szlig;e Schw&auml;chen<br>\nDie Zahl der Pflegekr&auml;fte wird ins Verh&auml;ltnis gesetzt zu der Zahl der behandelten Patienten pro Jahr&ldquo;, erl&auml;uterte Jens Spahn auf &bdquo;&auml;rzteblatt.de&ldquo; im Hinblick auf eine neue Verordnung, die am 1. Oktober in Kraft tritt. &bdquo;Alles andere w&uuml;rde Patienten gef&auml;hrden.&ldquo; Und weiter folgert er: &bdquo;Wenn das bedeutet, dass manche Krankenhausabteilungen schlie&szlig;en m&uuml;ssen, dann ist das so.&ldquo;<br>\nBei der Festlegung der Personaluntergrenzen orientiert sich die Verordnung des Gesundheitsministeriums nicht an den besten Standards in anderen L&auml;ndern wie Norwegen oder Kalifornien, sondern an den 25 Prozent der bundesdeutschen Krankenh&auml;usern mit der schlechtesten Personalausstattung. Der Arbeitgeberverband Deutsche Krankenhausgesellschaft protestiert: Er w&uuml;nscht die Verh&auml;ltnisse in den 10 Prozent schlechtesten Kliniken als Untergrenze, konnte sich aber mit dem Spitzenverband der Krankenkassen GKV nicht &ndash; wie vorgeschrieben &ndash; bis zum 31. Juli einigen.<br>\nF&uuml;r die &uuml;brigen 75 Prozent der Krankenh&auml;user &auml;ndert sich also zun&auml;chst nichts, es sei denn, sie fahren ihre Personalausstattung auf das Niveau der schlechtesten 25 Prozent herunter &ndash; nach dem Kabinettsentwurf des Pflegepersonal-St&auml;rkungsgesetzes ist die vollst&auml;ndige Refinanzierung von zus&auml;tzlichen Pflegestellen erst ab 1. Januar 2019 vorgesehen. Fachleute bef&uuml;rchten, dass f&uuml;r 2018 geplante Einstellungen auf n&auml;chstes Jahr verschoben bzw. freiwerdende Stellen erst n&auml;chstes Jahr wieder besetzt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/de\/5036\/wirtschaft_soziales\/9287\/Orientierung-am-untersten-Niveau.htm\">unsere zeit<\/a>\n<p><strong>dazu: Kritik an katastrophaler Lage der Pflegekr&auml;fte<\/strong><br>\nIm Krankenhausbereich dominierten deutschlandweit vier private Ketten den Markt. Im Pflegebereich seien mittlerweile 42 Prozent der station&auml;ren Einrichtungen in privater Tr&auml;gerschaft. &bdquo;Die Branche ist f&uuml;r Investoren lukrativ und boomt&ldquo;, sagte Beatrice Zeiger, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin der Arbeitskammer, gestern bei der Veranstaltung: &bdquo;Ist unser Pflegesystem f&uuml;r die Zukunft gesichert?&ldquo; in Saarbr&uuml;cken. Zeiger beklagte: &bdquo;Nur die Arbeits- und Pflegebedingungen von Besch&auml;ftigten und Pflegebed&uuml;rftigen boomen nicht mit.&ldquo; [&hellip;]<br>\nDas &uuml;berm&auml;&szlig;ige Profitstreben der Konzerne sei ein gro&szlig;es Risiko f&uuml;r die Pflege. Der Staat d&uuml;rfe bei der Pflege nicht alles den Marktkr&auml;ften &uuml;berlassen. &bdquo;Besch&auml;ftigte und Pflegebed&uuml;rftige d&uuml;rfen nicht Verlierer einer Privatisierung werden&ldquo;, mahnte Zeiger.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.saarbruecker-zeitung.de\/saarland\/saarland\/arbeitskammer-saarland-ruegt-pflege-kommerz_aid-32725233\">Saarbr&uuml;cker Zeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wagenknecht und Lafontaine haben die W&auml;hler verstanden<\/strong><br>\nWenn man SPD und Gr&uuml;nen zuh&ouml;rt oder manchen Zeitungs-Kommentar zur &bdquo;Aufstehen&ldquo;-Bewegung liest, muss man glauben, Oskar Lafontaine und Sahra Wagenknecht w&auml;ren besser in der AfD aufgehoben.<br>\nDer SPD-Politiker Johannes Kahrs analysierte k&uuml;rzlich: Dass AfD-Chef Alexander Gauland das Linken-Paar aufgrund von &Auml;u&szlig;erungen zur Fl&uuml;chtlingspolitik gelobt habe, zeige, &bdquo;aus welcher Ecke beide kommen&ldquo;. Das ist infam.<br>\nWagenknecht und Lafontaine haben im Gegensatz zu vielen anderen in der politischen Linken verstanden, dass gro&szlig;e Teile ihrer Klientel eine massenhafte Zuwanderung ablehnen. Das ist kein Wunder, denn die Verteilungskonflikte um Wohnungen, Jobs und Sozialleistungen treffen diese Bev&ouml;lkerungsschichten am st&auml;rksten. Dass Menschen am unteren Ende der Einkommensskala h&auml;ufig autorit&auml;re Einstellungsmuster aufweisen, ist seit den 1950ern ein Klassiker der politischen Soziologie.<br>\nEiner der Wenigen in der SPD, die das verstanden haben, ist Sigmar Gabriel. Er kam auf dem H&ouml;hepunkt des unionsinternen Fl&uuml;chtlingsstreits zu dem Schluss, dass viele W&auml;hler von SPD und Linkspartei den Seehofer&rsquo;schen Positionen weit n&auml;her seien als denen der Kanzlerin. Seien wir ehrlich: Es sind Lebenswelten, die vielen Politikern und Journalisten fremd sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.saarbruecker-zeitung.de\/fluechtlinge-und-aufstehen-wagenknecht-und-lafontaine-mit-kluger-strategie_aid-32745717\">Saarbr&uuml;cker Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.B.:<\/strong> Ein &uuml;berraschender Leitartikel meiner Tageszeitung.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Der Autor meint am Ende seines Kommentars, dass die AfD ihr neoliberales Profil nach und nach abstreife. Das stimmt ja nun gerade nicht. Die Sozialstaatspartei v&ouml;lkischer Pr&auml;gung h&auml;tte ein H&ouml;cke vielleicht gern, der stellt aber im Augenblick nicht die Mehrheit in seiner Partei, auch wenn er in den Medien st&auml;ndig als eine bedrohlich und finster dreinblickende Gestalt pr&auml;sentiert wird. Ganz vorn stehen immer nochl Gauland, Meuthen, Weidel und von Storch, die sich mit sozialpolitischer Programmatik eindeutig nicht besch&auml;ftigen wollen und daf&uuml;r sorgen, dass derlei Vorst&ouml;&szlig;e des H&ouml;cke-Fl&uuml;gels regelm&auml;&szlig;ig vertagt werden. <\/em><\/p>\n<p><em>Die Partei, die von anonymen Gro&szlig;spendern lebt, hat nat&uuml;rlich auch kein sonderliches Interesse daran, hohe Verm&ouml;gen zu besteuern. Im Bundestag lehnt die AfD wie ihre &bdquo;Schwesterparteien&ldquo; CDU, CSU, FDP und Teile der SPD beispielsweise die Wiedereinf&uuml;hrung einer Verm&ouml;gensteuer ab. Albrecht Glaser, der f&uuml;r das Amt des Bundespr&auml;sidenten kandidierte, bezeichnete in seiner <a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/mediathek?videoid=7192712#url=L21lZGlhdGhla292ZXJsYXk\/dmlkZW9pZD03MTkyNzEy&amp;mod=mediathek\">ersten Rede<\/a> im Bundestag am 18. Januar dieses Jahres einen Antrag zur Wiedererhebung der Verm&ouml;gensteuer als &bdquo;Mumpitz&ldquo;. Er sprach weiterhin von einem &bdquo;Dokument des real existierenden Sozialismus&ldquo; und von &bdquo;Gruppendiskriminierung&ldquo;. Die Verm&ouml;gensteuer m&uuml;sse seiner Meinung nach nicht nur ausgesetzt, sondern endg&uuml;ltig abgeschafft werden. Die &bdquo;Schwesterparteien&ldquo; klatschten nicht laut, wohl aber im Geiste. Zum Schluss wetterte Glaser dann noch gegen den fetten Staat und warb f&uuml;r mehr private Altersvorsorge. Da kann man eigentlich nicht davon sprechen, dass diese Partei ihr neoliberales Profil abstreife.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Warum der Handelskammer-Vize dem neuen Linksb&uuml;ndnis beitritt<\/strong><br>\nHerr Teichert, ist es nicht eine Art Verrat an Ihrer ums &Uuml;berleben k&auml;mpfenden SPD, dass sie gemeinsame Sache mit Frau Wagenknecht machen?<br>\nTorsten Teichert: Es geht nicht um Verrat. Es geht um die Frage, ob wir irgendwann wieder ein linkes B&uuml;ndnis in Deutschland als realistische Option hinbekommen &ndash; und einen linken Bundeskanzler oder eine Kanzlerin bekommen. Ob wir eine neue Politik bekommen. Diesen Ansto&szlig; will das B&uuml;ndnis geben. Das Problem der SPD ist, dass auf dem Parteitag nur eine knappe Mehrheit f&uuml;r die Groko war, der Parteivorstand aber trotzdem v&ouml;llig reformunwillig ist. Das muss sich &auml;ndern.<br>\nWas fordern Sie konkret?<br>\nTeichert: Nehmen Sie mal Olaf Scholz&rsquo; Rentenvorschlag. Er m&ouml;chte, dass die Renten erst nach 2040 weiter sinken. Was ist das f&uuml;r ein Versprechen? Die Renten sind heute schon f&uuml;r viele Menschen so niedrig, dass sie nicht davon leben k&ouml;nnen. Gucken Sie mal nach &Ouml;sterreich, dort bekommen die Rentner deutlich mehr Geld. Und was macht die SPD? Sie will die Renten weiter senken, aber etwas sp&auml;ter. Dabei m&uuml;ssten die Renten dringend steigen. Die SPD muss wieder eine Partei werden, die eine bessere Zukunft f&uuml;r alle Menschen, alte und junge, anstrebt &ndash; und nicht den Status Quo einfriert. Wenn Sie das nicht tut, ist es bald vorbei mit ihr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.abendblatt.de\/hamburg\/article215271339\/Warum-der-Handelskammer-Vize-dem-neuen-Linksbuendnis-beitritt.html\">Hamburger Abendblatt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Maa&szlig;en sieht keine Beweise f&uuml;r Hetzjagd in Chemnitz<\/strong><br>\nVideoaufnahmen von der Jagd auf ausl&auml;ndisch aussehende Menschen in Chemnitz sind laut dem Verfassungsschutzchef wom&ouml;glich nicht authentisch &ndash; sondern k&ouml;nnten eine gezielte Falschinformation sein. [&hellip;]<br>\n&Uuml;ber das Video, das zeigen soll, wie dunkelh&auml;utige Menschen nahe des Johannisplatzes in Chemnitz gejagt werden, sagte er: &ldquo;Es liegen keine Belege daf&uuml;r vor, dass das im Internet kursierende Video zu diesem angeblichen Vorfall authentisch ist.&rdquo; Nach seiner vorsichtigen Bewertung &ldquo;sprechen gute Gr&uuml;nde daf&uuml;r, dass es sich um eine gezielte Falschinformation handelt, um m&ouml;glicherweise die &Ouml;ffentlichkeit von dem Mord in Chemnitz abzulenken&rdquo;. Details dazu, wer eine solche &ldquo;Falschinformation&rdquo; gestreut haben k&ouml;nnte, nannte Maa&szlig;en nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/hans-georg-maassen-sieht-keine-beweise-fuer-hetzjagd-in-chemnitz-a-1226949.html%20\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Sollen wir nun alle dumm sterben, weil Herr Maa&szlig;en sich zu den &bdquo;Details&ldquo; nicht &auml;u&szlig;ern mag? Es ist ein Unding, dass der Chef des Verfassungsschutzes in einer derart politisch polarisierenden Situation lieber Ger&uuml;chte streut als mit handfester Ermittlungsarbeit Fakten ans Licht bringt. Dieser Vorfall reiht sich in eine ganze Kette von <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45480\">Aussetzern<\/a> ein. Da Maa&szlig;en aber einem Dienstherren untersteht, der in der Migration die Mutter aller Probleme sieht, wird er zumindest auf dieser Ebene wohl keinen Gegenwind bekommen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Verfassungsschutz-Pr&auml;sident lie&szlig; Berichte zu Amri-Spitzel unterdr&uuml;cken<\/strong><br>\nHans-Georg Maa&szlig;en beauftragte Anw&auml;lte, um Drohbriefe an die Presse zu schicken &ndash; eine un&uuml;bliche Ma&szlig;nahme f&uuml;r eine Bundesbeh&ouml;rde. Er nennt es &ldquo;Korrekturbitte&rdquo;.<br>\nDer Pr&auml;sident des Bundesamtes f&uuml;r Verfassungsschutz (BfV) Hans-Georg Maa&szlig;en hat fr&uuml;hzeitig versucht, Medienberichte &uuml;ber Spitzel im Umfeld von Anis Amri zu unterdr&uuml;cken. Wie das BfV dem Tagesspiegel auf Anfrage mitteilt, habe die Beh&ouml;rde nach Berichten &uuml;ber &bdquo;vermeintliche V-Leute im Umfeld des Attent&auml;ters vom Breitscheidplatz&ldquo; Anfang des Jahres 2017 &bdquo;anwaltliche Korrekturbitten&ldquo; versenden lassen. Den Bitten sei entsprochen worden. Zur Begr&uuml;ndung der ungew&ouml;hnlichen Ma&szlig;nahme hie&szlig; es, &bdquo;Falschberichterstattungen&ldquo; sch&auml;digten das Vertrauen in die Presse und diskreditierten die Sicherheitsbeh&ouml;rden. Maa&szlig;en wird dagegen jetzt vorgeworfen, den V-Mann-Einsatz im Fall Amri seinerseits falsch dargestellt zu haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/geheimdienst-affaeren-verfassungsschutz-praesident-liess-berichte-zu-amri-spitzel-unterdruecken\/22999444.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><strong>dazu: Wie Hans-Georg Maa&szlig;en die &ouml;ffentliche Meinung macht<\/strong><br>\nVerfassungsschutz-Chef Hans-Georg Maa&szlig;en nimmt auf Medien Einfluss &ndash; mit drohenden Anwaltsschreiben und heimlich gestreuten Informationen.<br>\nDer Pr&auml;sident des Bundesamtes f&uuml;r Verfassungsschutz (BfV) hat einiges auszuhalten in diesen Tagen. In der &Ouml;ffentlichkeit wird Hans-Georg Maa&szlig;en heftig f&uuml;r Treffen mit AfD-Politikern kritisiert. Und Oppositionspolitiker werfen ihm vor, dem Bundestag bei der Aufkl&auml;rung des Weihnachtsmarkt-Attentats einen V-Mann im Umfeld des Terroristen Anis Amri verschwiegen zu haben. Allerdings hat Maa&szlig;en nach Tagesspiegel-Informationen hier mehr getan, als nur zu schweigen. Medienberichte &uuml;ber &bdquo;vermeintliche V-Leute im Umfeld des Attent&auml;ters&ldquo; lie&szlig; er fr&uuml;hzeitig unterdr&uuml;cken &ndash; oder, wie er es formuliert: korrigieren.<br>\nDazu bediente sich der Beh&ouml;rdenchef eines probaten, f&uuml;r staatliche Akteure angesichts der im Grundgesetz gesch&uuml;tzten Pressefreiheit allerdings eher ungew&ouml;hnlichen Mittels. Er lie&szlig; Anw&auml;lte Schreiben aufsetzen und warf den Medien &bdquo;Falschberichterstattung&ldquo; vor &ndash; eine indirekte Drohung mit der Justiz. M&ouml;glich auch, dass ihm die Berichte schlicht nicht passten. Zu einer gerichtlichen Kl&auml;rung ist es nicht gekommen. Die Medien haben sich dem Druck gebeugt. Um welche F&auml;lle es im Einzelnen ging, soll unbekannt bleiben. &bdquo;Dem BfV ist nicht daran gelegen, die betroffenen Medien einer Prangerwirkung auszusetzen&ldquo;, hei&szlig;t es mitf&uuml;hlend.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/alles-streng-vertraulich-wie-hans-georg-maassen-die-oeffentliche-meinung-macht\/23000556.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Karstadt &uuml;bernimmt Kaufhof &ndash; Tausende Arbeitspl&auml;tze sollen wegfallen<\/strong><br>\nKarstadt und Kaufhof, die letzten gro&szlig;en Warenhauskonzerne Deutschlands, legen ihre Gesch&auml;fte zusammen. Die Banken haben einer Fusion der beiden Unternehmen nach Informationen der S&uuml;ddeutschen Zeitung zugestimmt. Damit ist nach monatelangen Verhandlungen der Weg f&uuml;r einen Zusammenschluss der Kaufhaus-Ketten frei. Karstadt-Eigent&uuml;mer Signa soll die Mehrheit an dem Gemeinschaftsunternehmen halten. Insider gehen davon aus, dass der Fusionsvertrag zwischen Signa und der Kaufhof-Mutter, der kanadischen Hudson&rsquo;s Bay Company (HBC), bis zum 15. September unterzeichnet wird.<br>\nWegen der desolaten Finanzsituation bei Kaufhof und HBC sollen beim K&ouml;lner Warenhauskonzern etwa 5000 der insgesamt knapp 20 000 Arbeitspl&auml;tze wegfallen. Eine Jobgarantie gibt es nicht, stattdessen sollen Sozialpl&auml;ne erstellt werden. Auf die verbleibenden Mitarbeiter kommt ein Sanierungstarifvertrag mit schlechteren Konditionen zu.<br>\nKaufhof macht seit der &Uuml;bernahme durch die Kanadier steigende Verluste in Millionenh&ouml;he und soll am Rande der Insolvenz gestanden haben. Das Bankenkonsortium habe das Vertrauen in HBC verloren, weil die Kanadier kein einziges Mal in drei Jahren die im Kreditvertrag vereinbarten Bedingungen erf&uuml;llt h&auml;tten. Sie sollen den vollst&auml;ndigen Ausstieg der Kanadier bevorzugt haben, hie&szlig; es, seien aber mit einer Mehrheitsverteilung zugunsten von Signa einverstanden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/kaufhof-karstadt-uebernahme-1.4084311\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Immer wieder Konflikte um die Unterkunftskosten der Hartz IV-Empf&auml;nger. Und eine eigenartige Seitw&auml;rtsbewegung des Bundesverfassungsgerichts<\/strong><br>\nWenn &uuml;ber &bdquo;Hartz IV&ldquo;, also die Grundsicherung nach SGB II, diskutiert wird, dann stehen meistens die Regelleistungen im Mittelpunkt, also der Geldbetrag, mit dem Hartz IV-Empf&auml;nger ihren Lebensunterhalt bestreiten m&uuml;ssen- f&uuml;r einen alleinstehenden Leistungsbezieher sind das 416 Euro im Jahr 2018. Aber da gibt es noch eine zweite ganz wichtige S&auml;ule des Grundsicherungssystems: Bedarfe f&uuml;r Unterkunft und Heizung, so ist der hier relevante &sect; 22 SGB II &uuml;berschrieben. Dort findet man gleich am Anfang diesen Satz: &raquo;Bedarfe f&uuml;r Unterkunft und Heizung werden in H&ouml;he der tats&auml;chlichen Aufwendungen anerkannt, soweit diese angemessen sind.&laquo;<br>\nDas liest sich im ersten Moment einfacher, als es dann tats&auml;chlich ist. Denn das Problem verbirgt sich hinter dem unbestimmten Rechtsbegriff &bdquo;angemessen&ldquo;, denn die Angemessenheit selbst ist eben nicht im Gesetz definiert, muss also im Verwaltungsalltag festgelegt und durch Richterrecht falls notwendig korrigiert und fortgeschrieben werden. [&hellip;]<br>\nAber es lohnt sich, hier genauer hinzuschauen. Denn es geht insgesamt um drei Entscheidungen, von denen eine bislang unbemerkt geblieben ist, weil sie nicht ver&ouml;ffentlicht wurde. Harald Thom&eacute; hat das gemacht und in dem Artikel Die unbekannte dritte Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes zu den Kosten der Unterkunft nach dem SGB II ver&ouml;ffentlicht. Wenn man sich das anschaut, dann wird man Zeuge eines h&ouml;chst problematischen Verabschiedungsversuchs des BVerfG in das Nirwana seiner angeblichen Nicht-Zust&auml;ndigkeit &ndash; und zugleich eines weiteren Abr&uuml;ckens von dem &bdquo;historischen&ldquo; Grundsatzurteil zum Grundrecht auf Sicherung des Existenzminimums aus dem Jahr 2010 (vgl. dazu BVerfG, Urteil des Ersten Senats vom 09. Februar 2010 &ndash; 1 BvL 1\/09).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2018\/09\/06\/immer-wieder-konflikte-um-die-unterkunftskosten-der-hartz-iv-empfaenger-und-eine-eigenartige-seitwaertsbewegung-des-bundesverfassungsgerichts\/\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Gro&szlig;e L&uuml;cken im Kampf gegen Geldw&auml;sche<\/strong><br>\nEurop&auml;ische Aufsichtsbeh&ouml;rden weisen in einem gemeinsamen Papier auf Schw&auml;chen in den Kontrollsystemen hin. Ein Gr&uuml;nen-Politiker fordert deswegen nun sogar eine ganze EU-Beh&ouml;rde, die sich dem Problem widmen soll.<br>\nEuropas Banken und ihre Aufseher haben Zweifel hervorgerufen, ob sie dem Kampf gegen Geldw&auml;sche und Terrorismusfinanzierung gewachsen sind. Denn die Skandale haben sich in diesem Jahr geh&auml;uft. Die direkt von der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) beaufsichtigte ABLV Bank aus Lettland musste geschlossen werden, nachdem das Institut in &Uuml;berweisungen nach Nordkorea verwickelt gewesen sein soll. Die Hinweise kamen von amerikanischen Beh&ouml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/finanzmarkt\/geldwaesche-in-europaeischen-banken-grosse-luecken-im-kontrollsystem-15773311.html\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Interne Monsanto-Mails: Glyophosat verdoppelt Krebsrisiko, Konzern verheimlicht Testergebnisse<\/strong><br>\nDer Mailverkehr der Glyphosat-Verantwortlichen von Monsanto wurde geleakt. Die Mails zeigen: Der Konzern wusste, dass Glyphosat das Krebs-Risiko verdoppelt und zu Nieren- und Hirnsch&auml;den f&uuml;hren kann. Die Test-Ergebnisse sollten verheimlicht werden. Hier die geleakten Mails.<br>\nEin kalifornisches Gericht verurteilte Monsanto im August 2018 zu einem Schadensersatz von 250 Millionen US Dollar an einen krebskranken Mann. Dieser machte das Pflanzengift Glyphosat f&uuml;r seine Krebserkrankung verantwortlich &ndash; und die Geschworenen gaben ihm Recht. Unter anderem, weil w&auml;hrend der Verhandlung Mails zur Sprache kamen, die den Konzern schwer belasten. Die Mails wurden auch dem K&auml;rntner Landeshauptmann Peter Kaiser (SP&Ouml;) zugespielt, der nun versucht Glyphosat zumindest in K&auml;rnten zu verbieten.<br>\nDer E-Mail-Verkehr f&uuml;hrender Monsanto-Toxikologen beweist: Monsanto wusste &uuml;ber die Gefahr von Glyphosat Bescheid. Das Pestizid verdoppelt das Risiko an Krebs zu erkranken und ein Beistoff kann zu Krebs, Nieren- und Hirnsch&auml;den f&uuml;hren. Der Konzern hat das einfach ignoriert und stattdessen versucht, zu anderen Testergebnissen zu kommen. Die Causa Glyphosat im &Uuml;berblick.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/glyphosat-oesterreich-mail-monsanto\/\">Kontrast.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Trump warnt Assad vor &bdquo;Gemetzel&ldquo; in Idlib &ndash; Berlin hofft auf Moskau<\/strong><br>\nIn der syrischen Rebellenhochburg Idlib halten sich drei Millionen Zivilisten auf, der Angriff syrischer Truppen k&ouml;nnte zu einer humanit&auml;ren Katastrophe f&uuml;hren. [&hellip;]<br>\nDie EU-Staaten im UN-Sicherheitsrat riefen derweil Russland und den Iran dazu auf, bei ihren Syrien-Gespr&auml;chen am Freitag die bisher vereinbarte Waffenruhe aufrechtzuerhalten. Eine milit&auml;rische Eskalation im Nordwesten des B&uuml;rgerkriegslandes k&ouml;nne &bdquo;katastrophale humanit&auml;re Folgen f&uuml;r die Zivilbev&ouml;lkerung&ldquo; haben, hei&szlig;t es in einer gemeinsamen Erkl&auml;rung Gro&szlig;britanniens, Frankreichs, Schwedens, Polens und der Niederlande vom Donnerstag. Auch Deutschland, Belgien und Italien, die k&uuml;rzlich im Rat sa&szlig;en oder bald sitzen werden, zeichneten die Erkl&auml;rung mit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/vor-assads-angriff-auf-idlib-trump-warnt-assad-vor-gemetzel-in-idlib-berlin-hofft-auf-moskau\/23007302.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.H.:<\/strong> Das publizistische Trommelfeuer gegen die &ldquo;&uuml;blichen Verd&auml;chtigen&rdquo; Iran, Syrien und Russland nimmt immer mehr zu. Vorbereitet wird damit die jetzt schon zu erwartende Berichterstattung, sollte die syrische Armee mit entsprechender Unterst&uuml;tzung durch Russland und den Iran tats&auml;chlich versuchen, Idlib einzunehmen. Es wird wieder ARD Brennpunkte geben und jeden Abend schreckliche Bilder in s&auml;mtlichen Nachrichtensendungen. Es wird entsprechende Berichte und Kommentierungen in den Qualit&auml;tsmedien geben, in denen insbesondere Russland wegen seiner &ldquo;gewaltt&auml;tigen Politik&rdquo; angeprangert wird, es wird aufgeregte Forderungen nach Sanktionen geben und was sich der US Pr&auml;sident so alles ausdenkt, wenn er in seiner &ldquo;besonderen Stimmung&rdquo; ist, wage ich mir gar nicht auszumalen.<\/em><\/p>\n<p><em>Wohlgemerkt: Es ist schlimm, was in solchen Konflikten mit der Zivilbev&ouml;lkerung passiert (und &ldquo;schlimm&rdquo; ist noch viel zu milde ausgedr&uuml;ckt)! Immerhin hat man anerkannt, dass sich in Idlib im Wesentlichen die islamistischen Krieger hinter der Zivilbev&ouml;lkerung verstecken. Nur ist der Westen, sind die USA auch hier wieder nicht in der Position, den voraussichtlichen Schlag der syrischen Armee zu kritisieren.<\/em><\/p>\n<p><em>In Mossul war die Lage &auml;hnlich. Der IS hat sich dort versteckt. Der Irak, unterst&uuml;tzt durch Bombardements der USA ist dort mit &auml;u&szlig;erster H&auml;rte und ohne R&uuml;cksicht auf die Zivilbev&ouml;lkerung gegen die Stadt vorgegangen. Tausende toter Zivilisten, zigtausend Vertriebene, eine fast komplett zerst&ouml;rte Stadt. Nur eben ohne ARD Brennpunkte, ohne Mahnungen der Regierung, ohne Sonderberichte in den Nachrichten und ohne die Gefahr, dass der US Pr&auml;sident Lust auf &ldquo;Vergeltungsschl&auml;ge&rdquo; hatte. Vielmehr w&uuml;rde in Mossul in aller Stille gestorben.<\/em><\/p>\n<p><em>Das macht das Leid, das der Zivilbev&ouml;lkerung von Idlib bevorsteht, nicht weniger schlimm aber das macht den erhobenen Zeigefinger vieler Politiker und Medien vollkommen unglaubw&uuml;rdig, weil wieder einmal mit zweierlei Ma&szlig; gemessen wird.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Friedensgespr&auml;che in Genf: Ein Hoffnungsschimmer f&uuml;r den Jemen?<\/strong><br>\nVertreter der Konfliktparteien im Jemen versammeln sich am Donnerstag in Genf, um unter der Federf&uuml;hrung der Vereinten Nationen miteinander ins Gespr&auml;ch zu kommen. Zwar sind die Ziele nicht hoch gesteckt und die Sehnsucht nach Frieden im Land ist gro&szlig; &ndash; doch die Beteiligten sehen die Verhandlungen skeptisch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/friedensgespraeche-in-genf-ein-hoffnungsschimmer-fuer-den.1773.de.html?dram:article_id=427374\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.W.:<\/strong> Einer der seltenen Beitr&auml;ge im Deutschlandradio zum Jemen. Und wie so oft wird die Situation, ganz im Sinne unserer B&uuml;ndnispartner Saudi-Arabien, USA und Co., die dort einen brutalen Krieg f&uuml;hren, voellig unzureichend, unvollst&auml;ndig und verzehrt dargestellt. Die Rolle der saudischen Koalition und ihrer westlichen Verb&uuml;ndeten am Elend im Jemen (laut UN einer der gr&ouml;&szlig;ten humanit&auml;ren Katastrophen), d.h. deren Hauptverantwortung f&uuml;r das Sterben durch Bombardierungen (z.B. des Schulbusses mit Dutzenden von Toten Anfang August), der fast Totalblockade von H&auml;fen und Grenzen und damit der Importe von Lebensmitteln (Hungersnot) und Medikamenten (Epidemien) wird v&ouml;llig unterschlagen.<\/em><\/p>\n<p><em>Die Rolle der Houthi und des Iran erscheint in der Darstellung noch negativer als die der Saudis und ihrer Verb&uuml;ndeten &ndash; was f&uuml;r ein Hohn! Wieder ein sch&ouml;nes Beispiel f&uuml;r eine parteiische, gesch&ouml;nte Berichterstattung, die das brutale Agieren unserer Freunde, der ausl&auml;ndischen saudisch gef&uuml;hrten Milit&auml;rinvasion im Jemen komplett ausblendet.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Requiem f&uuml;r Minsk<\/strong><br>\nNach dem Mord an Aleksandr Sachartschenko, dem Pr&auml;sidenten der &bdquo;Volksrepublik Donezk&ldquo;, schwinden die Aussichten f&uuml;r Verhandlungsl&ouml;sungen in der Ostukraine mehr denn je Requiem f&uuml;r Minsk<br>\nUnmittelbar nach dem t&ouml;dlichen Anschlag am 31. August auf Aleksandr Sachartschenko &ndash; seit vier Jahren Pr&auml;sident der &bdquo;Volksrepublik Donezk&ldquo; &ndash; wird in Moskau ein Beileidsschreiben Wladimir Putins ver&ouml;ffentlicht. Der w&uuml;rdigt den Toten als &bdquo;Patrioten des Donbass&ldquo;, der stets mutig und entschlossen gewesen sei. Der &bdquo;hinterh&auml;ltige Mord&ldquo; zeige, wer &bdquo;den Weg des Terrors sucht&ldquo; und &bdquo;keinen realen Dialog mit den Bewohnern des S&uuml;dostens f&uuml;hren will&ldquo;. Mit dem &bdquo;S&uuml;dosten&ldquo; ist der Teil der Ukraine gemeint, in dem prorussische Stimmungen &uuml;berwiegen. Putin nannte die Regierung in Kiew nicht beim Namen, aber fraglos werden in Moskau die Urheber des Attentats in deren Umfeld vermutet. Dennoch gibt es keinen Aufruf f&uuml;r eine internationale Untersuchung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/ulrich-heyden\/requiem-fuer-minsk\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Ausz&auml;hler gesucht<\/strong><br>\nPolens Regierungspartei will Beteiligung von Oppositionsvertretern an Wahlvorst&auml;nden erschweren<br>\nPolens liberale Opposition f&uuml;hlt sich von der Regierungspartei PiS &raquo;betrogen&laquo;. So jedenfalls Grzegorz Schetyna, Chef der &raquo;B&uuml;rgerplattform&laquo; (PO), der gr&ouml;&szlig;ten Oppositionspartei. Hintergrund des an sich wenig originellen Vorwurfs ist eine Neuinterpretation der Bestimmungen dar&uuml;ber, nach welchen Kriterien Vertreter politischer Parteien den Wahlvorst&auml;nden bei den im Oktober und November bevorstehenden Kommunal- und Regionalwahlen angeh&ouml;ren k&ouml;nnen. Im Wahlgesetz hei&szlig;t es, die Vorst&auml;nde best&uuml;nden aus neun Personen, von denen sechs durch die politischen Parteien oder Parteienb&uuml;ndnisse benannt werden, die bei der letzten Wahl Vertreter in das neuzuw&auml;hlende Vertretungsorgan entsandt haben.<br>\nDie PO hatte darauf gesetzt, dass sie aufgrund ihrer landesweiten Pr&auml;senz keine Schwierigkeiten haben w&uuml;rde, ihre Leute in diese Wahlvorst&auml;nde zu delegieren. Doch die zentrale Wahlleitung argumentierte jetzt, die PO trete bei den Wahlen dieses Herbstes ja nicht unter eigenem Namen an, sondern in einem W&auml;hlerb&uuml;ndnis mit der liberalen Partei &raquo;Die Moderne&laquo; unter der Bezeichnung &raquo;B&uuml;rgerkoalition&laquo;. Diese &raquo;B&uuml;rgerkoalition&laquo; aber sei in den bisherigen Parlamenten nicht vertreten &ndash; konnte sie auch gar nicht, weil sie erst in diesem Jahr geschlossen wurde. In &auml;hnlicher Weise versucht die Wahlleitung, Vertreter der postsozialistischen SLD aus den Wahlvorst&auml;nden fernzuhalten: Sie habe keine Mandate im aktuellen Sejm und k&ouml;nne daher nicht damit rechnen, automatisch einen Vertreter in jedem Wahlvorstand zu bekommen.<br>\nDie restriktive Interpretation der Vorschriften ist unlogisch, wenn es nur darum ginge, die Wahlvorst&auml;nde mit halbwegs willigen und kompetenten Personen zu besetzen. Denn die Kommunen, denen die Rekrutierung der Mitglieder obliegt, haben jetzt schon Schwierigkeiten, alle Pl&auml;tze zu besetzen. Es gibt insgesamt 27.000 Wahllokale, und in jedem sind neuerdings gleich zwei Wahlvorst&auml;nde zu berufen: einer, der die eigentliche Wahl durchf&uuml;hrt, also im wesentlichen die Stimmzettel ausgibt, und ein weiterer, der nach der Schlie&szlig;ung der Lokale die Ergebnisse ausz&auml;hlt. Statt 243.000 Mitgliedern werden also 486.000 Willige ben&ouml;tigt &ndash; das w&auml;re jeder achtzigste Pole, Kinder mitgerechnet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/339364.polnisches-wahlgesetz-ausz%C3%A4hler-gesucht.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Schwedens Wohlfahrtsstaat br&ouml;ckelt an vielen Enden<\/strong><br>\nSchwedens Sozialdemokraten wollen die Wahlen im September zu einem Referendum &uuml;ber den Wohlfahrtsstaat machen. Dieser brauche mehr Geld, weshalb h&ouml;here Steuern n&ouml;tig seien. In die Quere kommt ihnen dabei jedoch das f&uuml;r sie unbequeme Thema Migration.<br>\nHohe Steuern, im Gegenzug daf&uuml;r aber kostenlose Ausbildung, ein weitgehend kostenloses &ouml;ffentliches Gesundheitssystem, ein Staat, der seine B&uuml;rger mit extensiven Sozialleistungen umsorgt, und eine Polizei, die ausr&uuml;ckt und die Sicherheit im Lande garantiert &ndash; so sieht der ungeschriebene Kontrakt zwischen der schwedischen Bev&ouml;lkerung und ihrem Wohlfahrtsstaat nach nordischem Muster aus. Ein Kontrakt, der seit Jahrzehnten besteht und in seinem Grundsatz nie infrage gestellt wurde.<br>\nDoch die Schlagzeilen im schwedischen Sozialstaat, Ausgabe 2018, lauten so: lange Wartezeiten im Gesundheitswesen; Schulen, an denen wegen unattraktiver Arbeitsbedingungen Lehrermangel herrscht; Polizisten, die frustriert den Dienst quittieren; Bandenkriminalit&auml;t, die ganze Stadtteile in Atem h&auml;lt. Die Steuern sind nach vier Jahren rot-gr&uuml;ner Regierung zwar hoch wie eh und je, doch die Leistungen stimmen nach Ansicht einer wachsenden Anzahl von B&uuml;rgern nicht mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/international\/schwedens-wohlfahrtsstaat-broeckelt-an-vielen-enden-ld.1417288\">NZZ<\/a>\n<p><strong>dazu: Die Mutter aller Wahlniederlagen &ndash; F&auml;llt Schweden?<\/strong><br>\nDeutschland streitet &uuml;ber die Frage, ob die Migration die &ldquo;Mutter aller Probleme&rdquo; sei. Innenminister Seehofer (CSU) sei mal wieder ins Fettn&auml;pfchen getreten, hei&szlig;t es in Berlin. Doch aus Br&uuml;sseler Sicht stellt sich das etwas anders dar. [&hellip;]<br>\nDamit meine ich nicht, dass die Rechten Recht h&auml;tten, oder dass die Festung EUropa noch mehr ausgebaut werden m&uuml;sste. Nein, die Migranten sind da. Wir werden mit jenen, die Anspruch auf Asyl haben, leben m&uuml;ssen. Das Thema hei&szlig;t Integration. Und was macht Br&uuml;ssel daf&uuml;r, dass wir die Integration schaffen &ndash; nicht nur in Deutschland, sondern auch in Schweden, &Ouml;sterreich, Italien? Oder in Spanien, Griechenland, Frankreich und Belgien? Nichts! Im Gegenteil &ndash; die EU-Mittel f&uuml;r Koh&auml;sion werden zur&uuml;ckgefahren, Investitionen in Schulen und soziale Infrastruktur sind nicht vorgesehen.  Der Budgetkommissar hei&szlig;t &uuml;brigens G. Oettinger &ndash; er geh&ouml;rt Merkels CDU an&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/die-mutter-aller-krisen-faellt-schweden\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Voller Ungereimtheiten: Londons Behauptungen &uuml;ber russische Agenten im Fall Skripal<\/strong><br>\nAm Mittwoch gaben britische Beh&ouml;rden die Namen zweier Tatverd&auml;chtiger im Fall Skripal bekannt. Es soll sich um zwei Russen handeln. W&auml;hrend die Ermittler erkl&auml;rten, dass sie keine Beweise h&auml;tten, die die russische Regierung mit den Verd&auml;chtigen in Verbindung bringen, behauptete Premierministerin Theresa May, dass es sich bei den beiden M&auml;nnern um Offiziere des russischen Milit&auml;rgeheimdienstes GRU handele. Sie berief sich dabei auf Informationen der britischen Geheimdienste, die aber nicht &ouml;ffentlich gemacht werden k&ouml;nnten.<br>\nDie beiden Tatverd&auml;chtigen sollen am 4. M&auml;rz im englischen Salisbury ein Attentat auf den ehemaligen russischen Doppelagenten Sergei Skripal und seine Tochter Julia ver&uuml;bt haben, indem sie an der T&uuml;rklinke des Hauses von Sergej Skripal das einst in der Sowjetunion entwickelte Nervengift Nowitschok anbrachten. Die Skripals &uuml;berlebten den Anschlag, f&uuml;r den London von Anfang an Russland verantwortlich machte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/europa\/75633-voller-ungereimtheiten-londons-behauptungen-ueber-russische-agenten-skripal\/\">RT deutsch<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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