{"id":45880,"date":"2018-09-09T09:00:04","date_gmt":"2018-09-09T07:00:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45880"},"modified":"2018-09-07T14:18:44","modified_gmt":"2018-09-07T12:18:44","slug":"hinweise-der-woche-78","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45880","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45880#h01\">#Aufstehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45880#h02\">Kahlschlag und Misere<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45880#h03\">Gregor Gysi bald allein zu Haus?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45880#h04\">Obsz&ouml;ner Reichtum: Die oberen 1000 haben jetzt &uuml;ber eine Billion Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45880#h05\">&bdquo;Gegen die Industrialisierung ist die Digitalisierung Pipifax&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45880#h06\">Interne Monsanto-Mails: Glyophosat verdoppelt Krebsrisiko, Konzern verheimlicht Testergebnisse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45880#h07\">US-Neocon bringt Intervention in Venezuela ins Spiel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45880#h08\">Eskalation in Syrien &uuml;ber die Dschihadisten-Enklave Idlib<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45880#h09\">Die L&uuml;ge von der Grenz&ouml;ffnungskanzlerin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45880#h10\">US-Sanktionen gegen Venezuela bedrohen Pressefreiheit<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>#Aufstehen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&ldquo;Wir sind nicht Teil des Establishments&rdquo;<\/strong><br>\nDer Fraktions-Vizevorsitzende der Linkspartei im Bundestag, Fabio de Masi, hat Kritik an der neuen Sammlungsbewegung &ldquo;Aufstehen&rdquo; zur&uuml;ckgewiesen. Es gehe nicht darum, Populismus zu betreiben, sondern &ldquo;Menschen zur&uuml;ck zur Demokratie zu bringen&rdquo;, sagte er im Deutschlandfunk.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/linke-sammlungsbewegung-aufstehen-wir-sind-nicht-teil-des.694.de.html?dram:article_id=427182\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><strong>Daf&uuml;r aufstehen!<\/strong><br>\nDie Beteiligung an #aufstehen lohnt sich f&uuml;r alle jene, die eine grundlegend andere Wirtschaftspolitik w&uuml;nschen. Aber es gibt noch weitere Gr&uuml;nde f&uuml;r die Sammlungsbewegung.<br>\nDie Makroskop-Redaktion hat j&uuml;ngst gefragt, f&uuml;r welche Inhalte #aufstehen eintritt, insbesondere in Bezug auf die Wirtschaftspolitik. Die Frage ist nicht ohne weiteres zu beantworten, da die Initiatoren der Sammlungsbewegung um Sahra Wagenknecht bewusst darauf verzichten, gleich mit einem ausformulierten Programm anzutreten. Letzteres soll sich die Bewegung ja selbst erarbeiten, unter Beteiligung ihrer zahlenm&auml;&szlig;ig rasch wachsenden Unterst&uuml;tzerschar.<br>\nZum Start am 4. September wird daher nur ein kurzer Gr&uuml;ndungsaufruf erscheinen, mit sehr knappen Aussagen. Trotzdem d&uuml;rfte deutlich werden, dass es inhaltlich erhebliche Schnittmengen zwischen Sammlungsbewegung und den auf Makroskop vertretenen Positionen geben wird. Strategisch und prozedural allerdings wird #aufstehen andere Wege beschreiten. (&hellip;)<br>\nDas ist das Ziel: In absehbarer Zeit wieder Mehrheiten f&uuml;r linke Parteien schaffen, die dann &ndash; im Gegenteil zu fr&uuml;her &ndash; auch genutzt werden, um in Deutschland konkrete soziale Verbesserungen &ndash; h&ouml;here L&ouml;hne, bessere Pflege, ausk&ouml;mmliche Renten, qualitativ hochwertige Kinderbetreuung f&uuml;r alle, eine moderne Infrastruktur &ndash; durchzusetzen. Und international geht es darum, die gef&auml;hrliche Phase des Niedergangs der westlich-liberal dominierten Weltordnung friedlich zu moderieren und ein multipolares Kooperationssystem aufzubauen, das auch Entwicklungs- und Schwellenl&auml;ndern (und der europ&auml;ischen Peripherie) bessere Entfaltungsm&ouml;glichkeiten bietet als bisher.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2018\/08\/dafuer-aufstehen\/\">Makroskop<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Kahlschlag und Misere<\/strong><br>\nEine Partei zwischen Rechtspopulismus und Neofaschismus. Warum w&auml;hlen Arbeiter die AfD? (Teil I)<br>\nEs hat keine f&uuml;nf Jahre gedauert, bis aus der anf&auml;nglichen &raquo;Professorenpartei&laquo; AfD, entstanden aus einer von &raquo;Honoratioren&laquo; getragenen Bewegung gegen den Euro bzw. den &raquo;Euro-Rettungsschirm&laquo;, eine Formation mit politischer Pr&auml;gekraft geworden ist. Die Partei d&uuml;rfte mittlerweile die Sozialdemokraten als zweitst&auml;rkste politische Kraft in der BRD abgel&ouml;st haben. [&hellip;]<br>\nAus ihrer gemeinsamen Niederlage haben die etablierten Parteien offensichtlich nichts gelernt. Es ist Bestandteil der &raquo;Erfolgsbilanz&laquo; der AfD, dass sich fast alle politischen Kr&auml;fte der BRD deren chauvinistischer Postion in der Fl&uuml;chtlingsfrage angen&auml;hert haben. Die Hoffnung, den politischen Konkurrenten auf diese Weise zur&uuml;ckdr&auml;ngen zu k&ouml;nnen, hat sich nicht erf&uuml;llt. Am allerwenigsten sind die Sozialdemokraten in der Lage zu vermitteln, weshalb man sie w&auml;hlen sollte. Aus beinahe jeder &Auml;u&szlig;erung des SPD-Personals wird deutlich, dass nichts, aber auch gar nichts aus dem dramatischen Absturz gelernt wurde. Versprochen wird zwar, die &raquo;&Uuml;bertreibungen&laquo; der Hartz-IV-Zumutungen zu &raquo;korrigieren&laquo;, aber zu mehr als zu &raquo;Sch&ouml;nheitsreparaturen&laquo; scheint niemand bereit zu sein. Typisch ist die aktuelle Forderung der SPD-Vorsitzenden Andrea Nahles, die Sanktionen (Leistungsk&uuml;rzungen bei &raquo;Fehlverhalten&laquo;) f&uuml;r j&uuml;ngere Hilfebed&uuml;rftige abzuschaffen. Grunds&auml;tzlich wird damit allerdings weiterhin die Praxis akzeptiert, die Hilfss&auml;tze unter das Existenzminimum zu dr&uuml;cken &ndash; wovon j&auml;hrlich fast eine Million Bed&uuml;rftige betroffen sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/339180.afd-kahlschlag-und-misere.html\">junge Welt<\/a>\n<p><strong>dazu: Der Reflex der Bedr&auml;ngten<\/strong><br>\nWachsender Einfluss der Rechten in den Betrieben. Warum w&auml;hlen Arbeiter die AfD? (Teil II und Schluss)<br>\nWas eine gesellschaftliche Linke am Aufstieg einer rechten Bewegung in der Bundesrepublik vorrangig interessieren muss, ist die Frage, warum so viele &raquo;sozial Schwache&laquo; zum Rechtspopulismus tendieren, aber auch Gewerkschafter bereit sind, bei Wahlen der AfD ihre Stimme zu geben. Auf den ersten Blick sprechen die Zahlen f&uuml;r sich: Der Anteil der Wahlberechtigten mit AfD-Pr&auml;ferenzen liegt bei Besch&auml;ftigten mit einfacher beruflicher Qualifizierung und bei Arbeitern bei 36 Prozent. Auch bei den Gewerkschaftsmitgliedern in diesen Besch&auml;ftigtengruppen betr&auml;gt er noch 24 Prozent.<br>\nIn den Betrieben hat die AfD organisatorisch noch nicht fl&auml;chendeckend Fu&szlig; fassen k&ouml;nnen, aber immerhin wichtige Br&uuml;ckenk&ouml;pfe erobert: Betriebsgruppen gab es Ende 2017 beispielsweise bei Volkswagen, im BMW-Werk Leipzig, bei Opel in R&uuml;sselsheim und bei Daimler in Rastatt. Bei den Betriebsratswahlen 2018 erzielte die AfD-nahe Liste &raquo;Zentrum Automobil&laquo; im Daimler-Werk Untert&uuml;rkheim ein Stimmenergebnis von 13,2 Prozent und kann damit sechs Betriebsr&auml;te stellen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/339250.afd-der-reflex-der-bedr%C3%A4ngten.html\">junge Welt<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Wie die AfD das Land ver&auml;ndert<\/strong><br>\nSeit die Alternative f&uuml;r Deutschland (AfD) in das Europaparlament, mehrere Landtage und den Bundestag eingezogen ist, wo sie haupts&auml;chlich durch Provokationen, Verbalradikalit&auml;t und minderheitenfeindliche Inhalte auff&auml;llt, hat sich Deutschland nicht unwesentlich ver&auml;ndert. Sein parlamentarisches, Regierungs- und Parteiensystem, jahrzehntelang ein wahrer Hort der Stabilit&auml;t, scheint ebenso Schaden genommen zu haben wie die politische Kultur und das soziale Klima. Wenn die demokratische Gegen&ouml;ffentlichkeit versagt, leben wir am Ende in einer anderen Republik.<br>\nDie entweder zuletzt bereits eingetretenen oder sich deutlich abzeichnenden Ver&auml;nderungen betreffen fast alle Gesellschaftsbereiche: Durch die Reformen der &raquo;Agenda 2010&laquo; und die Hartz-Gesetze ist der Arbeitsmarkt dereguliert und der Sozialstaat demontiert worden, was zusammen mit einer Steuerpolitik nach dem Matth&auml;us-Prinzip (&raquo;Wer hat, dem wird gegeben, und wer kaum etwas hat, dem wird auch das noch genommen&laquo;) zu einer Polarisierung der Sozialstruktur in Deutschland gef&uuml;hrt hat. W&auml;hrend der vergangenen zwei Jahrzehnte sind die Reichen reicher und die Armen zahlreicher geworden. Unter besonderen Druck geriet dadurch die Mittelschicht, in der sich die Angst vor dem sozialen Abstieg verbreitet hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ossietzky.net\/16-2018&amp;textfile=4474\">Christoph Butterwegge in Ossietzky<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Gregor Gysi bald allein zu Haus?<\/strong><br>\nZur Lage der Linken in der Europ&auml;ischen Union<br>\n(&hellip;) &bdquo;Der kurze &bdquo;griechische Fr&uuml;hling&ldquo;<br>\nTsipras war damals der Hoffnungstr&auml;ger der europ&auml;ischen Linken. Und tats&auml;chlich war mit ihm an der Spitze nicht nur Syriza bei den Wahlen zum Europ&auml;ischen Parlament 2014 erfolgreich. (&hellip;) Anfang 2015 war es dann in Griechenland soweit: Syriza wurde mit Abstand st&auml;rkste Partei. Zum ersten Mal f&uuml;hrte in einem Land der EU eine Mitgliedspartei der Europ&auml;ischen Linken die Regierung. (&hellip;)<br>\nDie Eurostaaten ignorierten aber den eindeutigen Willen des Volkes. Unter F&uuml;hrung der deutschen Bundesregierung bestanden sie weiter auf ihren Forderungen. Zur gro&szlig;en Entt&auml;uschung der Linken in ganz Europa unterzeichnete Ministerpr&auml;sident Tsipras schlie&szlig;lich das ihm vorgelegte Memorandum und damit zugleich die Kapitulationserkl&auml;rung seiner Regierung. So wurde nichts aus dem erhofften Durchbruch hin zu jenem anderen, sozialen und demokratischen Europa, das die Europ&auml;ische Linke und mit ihr die Partei DIE LINKE stets als Ziel nennen.<br>\nDie Politik von Syriza und die Folgen f&uuml;r die Linke in Europa<br>\nDas Ende des &bdquo;griechischen Fr&uuml;hlings&ldquo; hinterlie&szlig; aber auch in der Partei Europ&auml;ische Linke tiefe Spuren, geh&ouml;rt ihr doch mit Syriza eine Partei an, die eine Politik verantwortet, die von der EL offiziell bek&auml;mpft wird. Doch die Partei DIE LINKE, die seit Dezember 2016 mit Gregor Gysi den Pr&auml;sidenten der EL stellt, h&auml;lt ihr weiterhin die Treue&hellip;<br>\nGanz anders sieht das Jean-Luc M&eacute;lenchon&hellip;Die von M&eacute;lenchon gef&uuml;hrte Parti de Gauche (PG, Linkspartei) hatte im Januar 2018 den Ausschluss Syrizas aus der EL gefordert&hellip; Fast alle Parteien der Europ&auml;ischen Linken k&auml;mpfen in ihren L&auml;ndern gegen eine solche Politik. Das Drama, das dem griechischen Volk aufoktroyiert wird, und das sich auch anderswo abspielt, kann nur in einem Europa gestoppt werden, das von den aktuellen Vertr&auml;gen befreit wird. Die Europ&auml;ische Linkspartei kann in ihren Reihen nicht gleichzeitig Bef&uuml;rworter und Gegner eines solchen Europas dulden.&ldquo;<br>\nDoch der Ausschlussantrag wurde abgelehnt. Gregor Gysi begr&uuml;ndete die Zur&uuml;ckweisung mit dem Druck, unter dem die griechische Regierung stehe&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.andreas-wehr.eu\/gysi-bald-allein-zu-haus.html\">Andreas Wehr<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Obsz&ouml;ner Reichtum: Die oberen 1000 haben jetzt &uuml;ber eine Billion Euro<\/strong><br>\nDie Reichen werden in Deutschland immer reicher. Die Zahl der Million&auml;re hat in den letzten 15 Jahren um 85.000 zugenommen und liegt jetzt bei 1,4 Millionen, berichtet der Business Insider. Die Zahl der Million&auml;re steigt also, w&auml;hrend die Reall&ouml;hne im Durchschnitt eher stagnieren und das Segment der Niedrigl&ouml;hner w&auml;chst und w&auml;chst.<br>\nAm besten lebt es sich derweil an der Spitze bei den 1000 Reichsten, von denen knapp ein Viertel Milliard&auml;re sind. Deren Verm&ouml;gen nahm allein im vergangenen Jahr um 13 Prozent zu. 13 Prozent! Wie hoch war noch mal gleich ihre letzte Lohnerh&ouml;hung, verehrte Leserin, verehrter Leser?<br>\nDie deutsche Wirtschaftsleistung, das Bruttoinlandsprodukt, ist in dieser Zeit jedenfalls nur um 2,2 Prozent gestiegen, das hei&szlig;t, die oberen 1000 haben nicht nur ihre Position gehalten, sondern ihr St&uuml;ck vom Kuchen weiter vergr&ouml;&szlig;ert.<br>\nDabei ist es nicht so, dass der Haufen, auf den der Teufel da mal wieder sein Gesch&auml;ft gemacht hat, vorher klein gewesen w&auml;re: Laut Focus wird das Verm&ouml;gen der 1000 reichsten Deutschen auf 1,177 Billionen Euro gesch&auml;tzt.<br>\nUm das mal ins Verh&auml;ltnis zu setzen: Der Bund gibt in diesem Jahr rund 335 Milliarden Euro f&uuml;r all seine Aufgaben aus. Das hei&szlig;t, vom Verm&ouml;gen der 1000 Reichsten k&ouml;nnte das Land in gewisser Weise drei oder, wenn wir alle &ouml;ffentlichen Haushalte zusammen nehmen, immer noch knapp zwei Jahre leben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Obszoener-Reichtum-Die-oberen-1000-haben-jetzt-ueber-eine-Billion-Euro-4152916.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers B.E.:<\/strong> Ich h&auml;tte da mal einen Vorschlag: vielleicht sollte man die Wut der sogenannten &lsquo;Wutb&uuml;rger&rsquo; in Chemnitz und anderswo in dieser Republik blo&szlig; einmal in die richtige Richtung lenke<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&bdquo;Gegen die Industrialisierung ist die Digitalisierung Pipifax&ldquo;<\/strong><br>\nDie Autoren von &bdquo;Digitaler Humanismus&ldquo;, Julian Nida-R&uuml;melin und Nathalie Weidenfeld, &uuml;ber KI, Roboter &ndash; und warum Deutschland noch nicht verloren ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/arts_und_style\/literatur\/wirtschaftsbuchpreis\/deutscher-wirtschaftsbuchpreis-gegen-die-industrialisierung-ist-die-digitalisierung-pipifax\/22965832.html?ticket=ST-4650682-ItoFz23IK54Msk7nZP92-ap2\">Handelsblatt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Interne Monsanto-Mails: Glyophosat verdoppelt Krebsrisiko, Konzern verheimlicht Testergebnisse<\/strong><br>\nDer Mailverkehr der Glyphosat-Verantwortlichen von Monsanto wurde geleakt. Die Mails zeigen: Der Konzern wusste, dass Glyphosat das Krebs-Risiko verdoppelt und zu Nieren- und Hirnsch&auml;den f&uuml;hren kann. Die Test-Ergebnisse sollten verheimlicht werden. Hier die geleakten Mails.<br>\nEin kalifornisches Gericht verurteilte Monsanto im August 2018 zu einem Schadensersatz von 250 Millionen US Dollar an einen krebskranken Mann. Dieser machte das Pflanzengift Glyphosat f&uuml;r seine Krebserkrankung verantwortlich &ndash; und die Geschworenen gaben ihm Recht. Unter anderem, weil w&auml;hrend der Verhandlung Mails zur Sprache kamen, die den Konzern schwer belasten. Die Mails wurden auch dem K&auml;rntner Landeshauptmann Peter Kaiser (SP&Ouml;) zugespielt, der nun versucht Glyphosat zumindest in K&auml;rnten zu verbieten.<br>\nDer E-Mail-Verkehr f&uuml;hrender Monsanto-Toxikologen beweist: Monsanto wusste &uuml;ber die Gefahr von Glyphosat Bescheid. Das Pestizid verdoppelt das Risiko an Krebs zu erkranken und ein Beistoff kann zu Krebs, Nieren- und Hirnsch&auml;den f&uuml;hren. Der Konzern hat das einfach ignoriert und stattdessen versucht, zu anderen Testergebnissen zu kommen. Die Causa Glyphosat im &Uuml;berblick.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/glyphosat-oesterreich-mail-monsanto\/\">Kontrast.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>US-Neocon bringt Intervention in Venezuela ins Spiel<\/strong><br>\nHardliner in den USA dr&auml;ngen auf ein milit&auml;risches Vorgehen gegen die Regierung des linksgerichteten Pr&auml;sidenten Nicol&aacute;s Maduro in Venezuela. So berichteten US-Medien unl&auml;ngst &uuml;ber ein Treffen des US-Senators Marco Rubio von der Republikanischen Partei mit dem Sicherheitsberater von Pr&auml;sident Trump, John Bolton. Dabei sprach sich Rubio, ein entschiedener Gegner der lateinamerikanischen Linken, f&uuml;r eine Milit&auml;rintervention in Venezuela aus. Die Regierung in Caracas, so Rubio, sei zu einer Bedrohung der nationalen Sicherheit der USA geworden.<br>\n&ldquo;Ich habe mich &uuml;ber Monate und Jahre daf&uuml;r ausgesprochen, dass es in Venezuela zu einer nicht-milit&auml;rischen und friedlichen L&ouml;sung kommt&rdquo;, sagte der Neokonservative Rubio, der als Kind kubanischer Exilanten in den USA geboren wurde. Es gehe ihm darum, die Demokratie in Venezuela wieder herzustellen, auch angesichts der Entmachtung der oppositionell dominierten Nationalversammlung.<br>\nRubio verwies nach dem Treffen mit Bolton darauf, dass US-Auslandseins&auml;tze in der Regel nur stattfinden, wenn eine Bedrohung der nationalen Sicherheit festgestellt wird. &ldquo;Aber ich glaube, dass es ein sehr starkes Argument gibt, weil sich Venezuela und das Regime von Maduro in Gefahren f&uuml;r die Region und sogar f&uuml;r die Vereinigten Staaten entwickelt haben&rdquo;, sagte der US-Senator. Dieses Thema habe er auch bei seinem Treffen mit Bolton angesprochen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/US-Neocon-bringt-Intervention-in-Venezuela-ins-Spiel-4154872.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Man sollte nicht vergessen, dass Marco Rubio neben reaktion&auml;ren Hardliner Ted Cruz einer der letzten Gegner von Donald Trump bei den Vorwahlen der Republikaner war.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Eskalation in Syrien &uuml;ber die Dschihadisten-Enklave Idlib<\/strong><br>\nMit der geplanten syrisch-russischen Offensive auf die noch von Islamisten wie Hayat Tahrir al-Sham (HTS), einst al-Nusra, und anderen schwer bewaffneten Gruppen besetzte Region Idlib soll offenbar dasselbe Drehbuch noch einmal umgesetzt werden, das bereits bei der Offensive auf Ost-Ghouta praktiziert wurde. Damals fand in dem noch von den Islamisten, die noch nicht &ndash; nach Idlib &ndash; abziehen wollten kontrollierten Duma angeblich ein Giftgasangriff statt. Die dort t&auml;tigen Wei&szlig;helme machten die syrische Armee daf&uuml;r verantwortlich.<br>\nRussland hatte davor schon von dem Plan berichtet, dass die Islamisten einen Giftgas-Angriff ausf&uuml;hren wollten, um ihn Syrien in die Schuhe zu schieben, und versuchte nachzuweisen, dass die Islamisten zusammen mit den Wei&szlig;helmen alles nur inszeniert hatten (Nach &ldquo;Beweisen&rdquo; Moskaus war der Chemiewaffenengriff in Douma inszeniert). USA, Frankreich und Gro&szlig;britannien scherten sich wenig um Beweise, gingen von der Richtigkeit der Bilder und Informationen der Wei&szlig;helme aus und bombardierten Ziele des angeblich weiterhin existierenden syrischen Chemiewaffenprogramms.<br>\nWieder haben die USA, Frankreich und Gro&szlig;britannien bereits pr&auml;ventiv gedroht, bei einem erneuten Giftgasangriff noch h&auml;rter als das letzte Mal zuzuschlagen. Russland verweist auf Pl&auml;ne der Dschihadisten, einen solchen False-Flag-Angriff auszuf&uuml;hren, um entweder die Offensive zu stoppen oder erneut einen milit&auml;rischen Schlag zu provozieren oder, sollte es ein Komplott geben, zu rechtfertigen. Aus der russischen UN-Botschaft wird der Vorwurf erhoben, die Warnungen der USA, bei einem Gifgasangriff zur&uuml;ckzuschlagen, stelle eine Einladung an die bewaffneten Gruppen dar, eine weiter Provokation mit Chemiewaffen zu begehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Eskalation-in-Syrien-ueber-die-Dschihadisten-Enklave-Idlib-4152003.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die L&uuml;ge von der Grenz&ouml;ffnungskanzlerin<\/strong><br>\nDass links wie rechts in etwa das Gleiche sind, auf dieser falschen Geometrie beruht eine gef&auml;hrliche Form des politischen Denkens in Deutschland. Um sie aufrechtzuerhalten, kommen L&uuml;gen und Fake News ins Spiel.<br>\n[&hellip;] Oder deutlicher: auf einer L&uuml;ge basierend. Das politische Tourettesyndrom der vergangenen Woche also, dieses dauernde: &ldquo;links links links&rdquo;, w&auml;re damit durchaus pathologisch zu erkl&auml;ren, wenn das Ganze nicht schlimmer w&auml;re: Intentional, dazu gedacht, eine Unwahrheit, die wohl die allermeisten, die sie verbreiten auch als Unwahrheit akzeptieren, so lange zu wiederholen, bis sich Kausalit&auml;ten in der Kakofonie verlieren. Propaganda kann man es auch nennen, vor allem, weil es auch noch auf einem vollkommen falschen Bild von Angela Merkel aufbaut, die alles M&ouml;gliche ist, nur keine herzensgute Kanzlerin.<br>\nSie hat ja schon vor 2015 den Multikulturalismus f&uuml;r gescheitert erkl&auml;rt. Sie hat ja schon nach 2015 Deals mit der T&uuml;rkei und Griechenland ausgehandelt, die die Gefl&uuml;chteten zwingen, immer gef&auml;hrlichere Wege zu nehmen. Sie ist also schon lange nicht mehr die, zu der sie ihre Gegner machen, und auch nicht die, zu der sie ihre Unterst&uuml;tzer machen. Sie hat sich schon weiter auf ihre Kritiker zubewegt, als die es wahrhaben wollen &ndash; weil es ihnen n&uuml;tzt, den Popanz der Grenz&ouml;ffnungskanzlerin aufrechtzuerhalten, um mit verdrehten Wahrheiten Politik zu machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/politischer-diskurs-nach-chemnitz-die-luege-von-der-grenzoeffnungskanzlerin-a-1224556.html\">Georg Diez auf SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Es ist wirklich erstaunlich, dass solche Artikel eine echte Ausnahme sind. Die NachDenkSeiten haben immer wieder <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32190\">darauf hingewiesen<\/a>, dass Angela Merkel keinesfalls eine wie auch immer &bdquo;fl&uuml;chtlingsfreundliche&ldquo; Politik betrieben hat.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>US-Sanktionen gegen Venezuela bedrohen Pressefreiheit<\/strong><br>\nUS-Journalistin Martin muss Sendung &ldquo;The Empire Files&rdquo; einstellen. Reporterin f&uuml;r Telesur t&auml;tig. Immer sch&auml;rfere Drohungen aus Washington<br>\nDie Beziehungen zwischen den USA und Venezuela spitzen sich unter US-Pr&auml;sident Donald Trump weiter massiv zu. Nachdem die Sanktionen Washingtons gegen die sozialistische Regierung in Caracas die freie Arbeit der Presse eingeschr&auml;nkt hat, haben Hardliner in Washington nun offen ein milit&auml;risches Vorgehen gegen Venezuelas Pr&auml;sidenten Nicol&aacute;s Maduro ins Spiel gebracht.<br>\nIn Folge der j&uuml;ngsten Sanktionen der USA gegen Venezuela musste das englischsprachige TV-Politmagazin The Empire Files der US-Journalistin Abby Martin Ende August seinen Betrieb einstellen. Die Sendung war zuletzt &uuml;ber den lateinamerikanischen Fernsehsender Telesur und unabh&auml;ngige Medienanbieter wie Free Speech TV oder The Real News Network ausgestrahlt und online verbreitet worden. Martin hatte zur Finanzierung ihres Programms, das die US-Politik kritisch hinterfragt, einen Finanzierungsvertrag mit Telesur geschlossen. Diese Vereinbarung wird durch die neuesten US-Sanktionen gegen das s&uuml;damerikanische Land unterbunden. Die bekannteste Sendung der US-Journalistin hat seit Beginn der Ausstrahlung mehr als 100 Dokumentationen produziert, darunter zahlreiche Vor-Ort-Berichte aus Pal&auml;stina, Venezuela und anderen Hotspots der internationalen Politik.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2018\/09\/211779\/usa-venezuela-abby-martin-pressefreiheit\">amerika21<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Lesenswert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45880\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-45880","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/45880","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=45880"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/45880\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":45883,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/45880\/revisions\/45883"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=45880"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=45880"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=45880"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}