{"id":45892,"date":"2018-09-08T11:45:21","date_gmt":"2018-09-08T09:45:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45892"},"modified":"2018-09-09T17:31:53","modified_gmt":"2018-09-09T15:31:53","slug":"weitere-leserbriefe-zu-lasst-uns-sachsenversteher-werden-und-chemnitz-buerger-beschimpfung-durch-die-spd-geht-weiter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45892","title":{"rendered":"Weitere Leserbriefe zu \u201eLasst uns Sachsenversteher werden!\u201c und \u201eChemnitz: B\u00fcrger-Beschimpfung durch die SPD geht weiter\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Zu den Artikeln &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45722\">Lasst uns Sachsenversteher werden!<\/a>&ldquo; und &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45813\">Chemnitz: B&uuml;rger-Beschimpfung durch die SPD geht weiter<\/a>&rdquo; erreichten uns diverse Zuschriften, von denen wir einige hier ver&ouml;ffentlichen.  Bei diesem Thema und den Leserbriefen dazu zeigt sich einmal mehr, wie gespalten die deutsche Gesellschaft mittlerweile ist. Umso n&ouml;tiger ist es jetzt, auch unangenehme Themen oder solche, die von der Politik ausgeklammert werden, offen anzusprechen und miteinander sachlich dar&uuml;ber zu reden. Die heutigen Zust&auml;nde sind Folgen von gemachter Politik und der Reaktion der Menschen auf diese Politik.  Es ist sicher wichtig, dies im R&uuml;ckblick einmal genauer zu betrachten und dann zu &uuml;berlegen, wie es weitergehen kann.  Zusammengestellt von <strong>Moritz M&uuml;ller<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Re: Lasst uns Sachsenversteher werden!<\/strong><\/p><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Redaktion der Nachdenkseiten,<\/p><p>ich bin irritiert bis schockiert, was medial &uuml;ber Chemnitz und Sachsen verbreitet wird. Diese verlogene Propaganda macht mich fassungslos. Und nun stelle ich fest, dass auch Sie Probleme mit einer objektiveren Berichterstattung diesbez&uuml;glich haben. Obwohl J. Berger um Objektivit&auml;t bem&uuml;ht war und gem&auml;&szlig;igt &uuml;ber die Situation schrieb, zeigten einige Leserbriefe, dass die &bdquo;Mainstream-Propaganda&ldquo; sehr tief sitz. Linientreu wird vor dem rechten Sumpf aus Sachsen gewarnt.<\/p><p>Aufgescheucht durch die hetzerische Berichterstattung, gesellen sich nun die Systemtreuen von &uuml;berall dazu und demonstrieren ihre politisch korrekte moralische &Uuml;berlegenheit&hellip;k&auml;mpfen gemeinsam mit der Antifa gegen die braunen &bdquo;Dumpfbacken&ldquo; aus Chemnitz und sorgen f&uuml;r eine weitere Zuspitzung.<\/p><p>Solikonzerte gegen Rechts, Schwesig spricht sinngem&auml;&szlig; von der bedrohlichsten Gefahr f&uuml;r die Demokratie in der Bundesrepublik und ist entschlossen, deren &Uuml;bernahme durch Neonazis aus Chemnitz und Sachsen, die nebenbei bemerkt nat&uuml;rlich pathologische arme Kleingeister sind, zu bek&auml;mpfen.<\/p><p>Anscheinend ist einigen nicht bekannt, dass es so etwas wie einen &bdquo;tiefen Staat&ldquo; gibt, der in Form des Verfassungsschutzes rechte und linke Gruppierungen aufbaut, um sie zu kontrollieren. Geo-politische Zusammenh&auml;nge (Destabilisierung des Nahen Ostens, Migration als Waffe) scheinen &uuml;berhaupt nicht einbezogen zu werden.<\/p><p>Alle Medien arbeiten mit den Bildern dieser seltsamen &bdquo;Vorzeigenazis&ldquo;, die sich offensichtlich der Demo angeschlossen haben, um sie zu diskreditieren &ndash; nicht umgekehrt. <\/p><p>Die braune &bdquo;Sachsensuppe&ldquo;, die sich zusammenrottete, wie es auch die Herren Patzelt oder Schorlemmer formulierten, betreibe Hetzjagden auf Fl&uuml;chtlinge. Dass es keine Hetzjagden gab und nur ein einziges Video existiert, das zeigt wie ein Deutscher einen Migranten verfolgt, interessiert nicht. Auch nicht wie es dazu kam.<\/p><p>Es geht nicht mehr darum, dass sich die &bdquo;Nazis&ldquo; mit einem Deutsch-Kubaner solidarisierten und zwei Russlanddeutsche diesem voraussichtlich zu Hilfe eilten;<br>\ndass der eine mit 5 Messerstichen &bdquo;totgeschlagen&ldquo; und die anderen schwer verletz wurden; &bdquo;Fl&uuml;chtlinge&ldquo; sich den Gegendemonstrationen anschlossen und die Chemnitzer beschimpften;<br>\nes bereits sehr viele Gewaltdelikte gegen Deutsche gab und diese systematisch von Politik und Medien vertuscht und heruntergespielt wurden und werden;<br>\ndass es bereits monatelang ein Sicherheitsproblem in Chemnitz gibt und die Unsicherheitsfaktoren eindeutig als &bdquo;Nichtdeutsche&ldquo; identifiziert werden konnten.<\/p><p>Der Staat macht mobil gegen seine eigenen B&uuml;rger, die nicht seine, EU und UNO verordnete Migrationsagenda unterst&uuml;tzen. Und die Political Correctness bringt die Menschen zum Schweigen oder Schwurbeln.<br>\nWas hier passiert ist fatal, unabh&auml;ngig vom politischen Lager und dient dazu uns noch weiter voneinander zu trennen. <\/p><p>Ich bitte Sie herzlich darum hier weiter zu machen &ndash; aufzukl&auml;ren gr&ouml;&szlig;ere Zusammenh&auml;nge zu verdeutlichen und nicht davor zur&uuml;ck zu schrecken auch die Einwanderungspolitik zu kritisieren. Es kann so nicht weiter gehen.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nJ.Kraft<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>Gewalt gibt es nicht erst seit Chemnitz. Sie kommt immer wieder vor. Bei Demos gegen den Nato-Doppelbeschluss, bei anti Atomkraft Demos, Rammstein, Stuttgart 21, Fu&szlig;ball usw.. Gewalt ist Gewalt und es ist egal, ob sie allein oder in der Gruppe ausge&uuml;bt wird. Der entscheidende Unterschied ist, was die Medien daraus machen. Jetzt wird gerne Zivilcourage gefordert. Was ist das aber f&uuml;r eine Zivilcourage, die rechte und linke Gruppen aufeinander hetzt und Polizisten als Pr&uuml;gelknaben ausliefert und Steuergelder verschwendet. Was alle vergessen, ist, niemand kommt als Nazi auf die Welt. Kinder sind absolut unvoreingenommen. Wenn sie sp&auml;ter gewaltbereit sind, suchen wir den Fehler im Elternhaus. Da liegt er aber nicht allein. Geformt werden die Kinder vor allem in Kindergarten und Schule, also von gesellschaftlich vorgegebenen Rahmenbedingungen. Wenn Kinder gesellschaftlich ausgegrenzt werden, indem man zul&auml;sst, dass sie an der Armutsgrenze leben, muss man sich nicht wundern, wenn sie keine wertvollen Mitglieder der Gesellschaft werden. Man schafft diesen Kindern keine Zukunftsperspektive, indem man ihnen die L&uuml;ge vom Fachkr&auml;ftemangel vorbetet. Das, was sie sehen wenn sie gro&szlig; sind, ist, dass es keine sinnvolle T&auml;tigkeit f&uuml;r sie gibt und jetzt noch Ausl&auml;nder dazukommen, mit denen sie konkurrieren m&uuml;ssen. Wen wundert es, wenn Schikanen einer Beh&ouml;rde, die &uuml;ber die Gew&auml;hrung von Sozialleistungen entscheidet, ob ein Kind zur Klassenfahrt kann oder nicht, einen Menschen pr&auml;gen. Das, was der Heranwachsende hier lernt, ist ganz bestimmt nicht Dankbarkeit. Niemand kommt als &bdquo;Glatze&ldquo; auf die Welt und Zivilcourage gegen sie l&auml;uft in die falsche Richtung. Wenn Zivilcourage n&ouml;tig ist, dann daf&uuml;r, dass es das Wort &bdquo;unterprivilegiert&ldquo; nicht mehr gibt. Jeder soll die gleichen Chancen haben, auch Afrikaner. Es gibt keine zwei Klassen. Dass sie entstanden sind, ist Politik. Wenn es also einen Konflikt gibt, dann nicht zwischen Rechts und Links, oder Moslem und Christ, sondern zwischen B&uuml;rger und Politik. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nAndreas Teichmann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>zu Jens Berger; Debatte #Chemnitz<\/p><p>F&uuml;r saubere Begriffsnutzung, gegen Selbstgerechtigkeit<\/p><p>An den Beginn der Diskussion sollte die begriffliche Klarstellung geh&ouml;ren, dass Rassismus und Fremdenfurcht zwei GRUNDLEGEND VERSCHIEDENE Dinge sind. Rassismus ist, wie selbst ein kurzer Blick in Wikipedia zeigt, die &Uuml;berzeugung von der &Uuml;berlegenheit der eigenen Rasse. Es ist eine DOMINANZ-Einstellung, ein ideologisches Wertungssystem. Was wir derzeit finden, ist das Gegenteil, n&auml;mlich Fremdenfurcht, eine DEFENSIVE Abwehrreaktion. Furcht vor Fremdem &ndash; das k&ouml;nnen auch Menschen sein &ndash; ist ein in allen Wirbeltieren vorfindlicher wichtiger Reflex zum Schutz der eigenen Identit&auml;t oder der eigenen Gruppe. Jeder hat ihn, wenn auch in unterschiedlichem Ausma&szlig;. Das kann, in die Ecke gedr&auml;ngt (oder sich so f&uuml;hlend), auch zu aggressiven Reaktionen f&uuml;hren. Wer bei uns gegen Fremde ist, hat typischerweise nichts gegen Fremde als solche, sondern nur gegen Fremde HIER. Diesen Unterschied zu erkennen ist zentral. &bdquo;Deutschland den Deutschen&ldquo; ist, so unangenehm er gegr&ouml;lt wird, ein letztlich defensiver Spruch. &bdquo;Ich bin nicht Rassist, aber diese Leute machen mir Angst&ldquo;, man muss nur richtig zuh&ouml;ren.<\/p><p>Gegen Selbstschutz-&Auml;ngste kann man nicht mit Beschimpfung angehen Wer die Leute in ihrer Angst als &bdquo;Pack&ldquo; (Gabriel), &bdquo;Dunkeldeutschland&ldquo; (Gauck) oder &bdquo;verachtenswert&ldquo; (Berger) verunglimpft, wir sind die moralisch Guten, die anderen verachtenswert, verst&auml;rkt nur die Angst der Betroffenen und treibt sie in die Arme derer, die sie zu verstehen scheinen, von AfD bis Rechtsau&szlig;en. Je mehr diese Leute als moralisch minderwertig niedergemacht werden, je weniger sie sich von ihrem Staat gesch&uuml;tzt f&uuml;hlen, desto gr&ouml;&szlig;er wird die Zahl der AfD-W&auml;hler und die Toleranz f&uuml;r Rechtsau&szlig;en, auch wenn man die Gewalt nicht f&uuml;r gut hei&szlig;t.<\/p><p>Prof. Andreas Elepfandt<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Nachdenkseiten, <\/p><p>Das Thema des Rechtsradikalismus und der Ausl&auml;nderfeindlichkeit kocht wieder hoch. Ich habe den Artikel von Jens Berger gelesen und kann seine Argumente nachvollziehen. Doch das eine schlie&szlig;t doch das andere nicht aus und nat&uuml;rlich hat jeder B&uuml;rger eine Verantwortung, auch wenn ihn die Politik noch so schlecht behandelt. <\/p><p>Die Tendenz zum Fremdenhass wird in der Kindheit angelegt und schlummert solange, &nbsp;wie es dem Menschen einigerma&szlig;en gut geht. Deshalb halte ich eine andere Politik&nbsp; f&uuml;r unabdingbar, denn man kann diese Tendenzen im nachhinein nicht mehr &auml;ndern. Es ist aber auch eine Neigung ganz allgemein im Menschen, &nbsp;den Lautesten und M&auml;chtigsten hinterherzurennen. Genau diejenigen, die da stehen und meinen: ich habe ja eigentlich nichts gegen Ausl&auml;nder und ich bin ja gar kein Nazi, die sind es, die zu den Rechten &uuml;berlaufen, sobald sie das Gef&uuml;hl haben, dass diese (AFD, Rechte) &nbsp;jetzt das Sagen und die Macht haben. So war es auch im Dritten Reich. Viele waren anfangs einfach unkritische Mitl&auml;ufer, die einfach unzufrieden waren und das hat die Nazis mit an die Macht gebracht. <\/p><p>Darum finde ich schon , dass man ein &nbsp;lautes &bdquo; Nein&ldquo; &nbsp;sagen mu&szlig; zu diesen Tendenzen, denn dann wissen diese vermeintlich noch neutralen und nur besorgten B&uuml;rger, dass es einfach ein No Go ist, mit Nazis zu demonstrieren. <\/p><p>Ein Konzert gegen rechts l&ouml;st keine Probleme und es reicht bei weitem nicht aus, aber trotzdem mu&szlig; auch das sein. Ich kann nur immer wieder auf Arno Gruen verweisen, der dieses Thema ausf&uuml;hrlich bearbeitet und erforscht hat.<br>\n&nbsp;<br>\nZum Thema B&uuml;rgerbeschimpfung m&ouml;chte ich noch sagen: was Herrn Mass angeht, so stimme ich zu. Man kann nur den Kopf sch&uuml;tteln &uuml;ber so viel &bdquo;Feingef&uuml;hl&ldquo; und Ignoranz. Aber Herr Thierse war bei Anne Will in meinen Augen sehr ausgewogen und wohltuend. Vielleicht ist er nicht intensiv genug auf die falsche Politik der letzten 2 Jahrzehnte eingegangen. Er hat aber sehr wohl die speziellen Probleme im Osten angesprochen und von B&uuml;rgerbeschimpfung kann in seinem Fall keine Rede sein.<br>\n&nbsp;<br>\nIch bin auch nicht einverstanden mit dem ewigen Thematisieren (durch die Medien) &nbsp;von Merkels ber&uuml;hmten Satz.&ldquo; Wir schaffen das.&ldquo; Dieser eine Satz kann doch nicht das Problem sein, auch wenn er zweifellos eine negative psychologische Wirkung hatte. <\/p><p>Ja, Merkel macht eine knallharte Fl&uuml;chtlingspolitik, schon vor 2015 und erst recht danach. Aber die Situation 2015 war so katastrophal, dass ich und viele andere sehr froh waren, dass zu diesem Zeitpunkt die Grenzen ge&ouml;ffnet wurden. Es war eine Ausnahmesituation und von da her fast ein Notfall, die Lage war unertr&auml;glich und daher war das Handeln von Frau Merkel zu diesem Zeitpunkt in meinen Augen gerechtfertig. &nbsp;Ich bin &nbsp;absolut kein Merkelfan , &nbsp;und ich glaube auch, dass sie es nur deshalb gewagt hatte, weil die deutsche Wirtschaft hinter ihr stand. Aber ich verstehe nicht, dass diejenigen, die damals &nbsp;erleichtert waren, dass die Grenzen ge&ouml;ffnet wurden, &nbsp;heute&nbsp; sagen, das war Merkels gr&ouml;&szlig;ter Fehler. <\/p><p>Der gr&ouml;&szlig;te Fehler war, dass danach keine konsequente und &nbsp;langfristige Politik gefolgt ist, die diese Probleme, die wir jetzt haben, verhindert h&auml;tte. &nbsp;Leider wird dies nicht&nbsp; so schnell geschehen und wahrscheinlich gar nicht, deshalb m&uuml;ssen alle und jeder Einzelne, Verantwortung tragen und ein klares Nein zu &nbsp;Rechtsextremismus und zu Fremdenfeindlichkeit sagen, auch wenn man den Frust der Ostdeutschen und der &nbsp;Sachsen &nbsp;noch so gut versteht. &nbsp;<\/p><p>Das Thema ist sehr komplex und vielschichtig und es gibt keine einfache L&ouml;sung. Deshalb diese lange Mail. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en und mit Dankbarkeit f&uuml;r Ihre unerm&uuml;dliche Aufkl&auml;rung,<br>\nMaria McCray <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>vielen Dank f&uuml;r ihren klaren Worte und die Kritik an den &bdquo;Salon-Linken&ldquo;. Lange dachte ich auch mit sozio&ouml;konomischen Schieflagen politisches Gedankengut erkl&auml;ren zu k&ouml;nnen. Doch was Sie sich ansehen sollten ist <a href=\"https:\/\/www.diw.de\/documents\/publikationen\/73\/diw_01.c.595120.de\/diw_sp0975.pdf\">diese Studie aus dem SOEP<\/a>. Das ist ein hervorragend gef&uuml;hrtes Panel aus allen Statuslagen, und aus diesem kommt nun folgendes heraus: Titel: &bdquo;AfD-Unterst&uuml;tzer sind nicht abgeh&auml;ngt, sondern ausl&auml;nderfeindlich.&ldquo; [&hellip;] &bdquo;Dieser Artikel untersucht mit Daten des SOEP 2016 (n=24.339) das von Holger Lengfeld gefundene Ergebnis, wonach Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die AfD nicht mit niedrigen Statuslagen zu erkl&auml;ren ist. [&hellip;] AFD-Unterst&uuml;tzer kommen somit aus allen gesellschaftlichen Schichten und Milieus und unterscheiden sich fast ausschlie&szlig;lich durch ihre Einstellungen zu Fl&uuml;chtlingen und Zuwanderung.&ldquo;<\/p><p>Das ist irritierend, weil das Status-Syndrom (Michael Marmot) so eine sch&ouml;ne Erkl&auml;rung abgibt, hier m&uuml;ssen wir wohl komplizierter denken. Oder ich werde zu kompliziert, das ist f&uuml;r mich noch nicht entschieden. <\/p><p>Vielleicht finden Sie ja Zeit dieses paper anzusehen, und es werden dadurch noch bessere Ans&auml;tze gegen den Rechtsruck (der ja eigentlich schon da ist, sich nur an der Urne noch nicht zeigt, vgl. <a href=\"https:\/\/www.boell.de\/sites\/default\/files\/buch_mitte_studie_uni_leipzig_2016.pdf?dimension1=division_demo\">hier<\/a>) verhindert werden kann. <\/p><p>Ich bin selbst ein suchender, derzeit ohne Antwort, bis auf die Idee <a href=\"https:\/\/www.vsa-verlag.de\/nc\/detail\/artikel\/kapitalismus-aufheben\/\">den Kapitalismus aufzuheben<\/a>. <\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e aus Linz<br>\nMartin Scheuringer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Re: Chemnitz: B&uuml;rger-Beschimpfung durch die SPD geht weiter<\/strong><\/p><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Nachdenkseiten,<br>\n&nbsp;<br>\nzugegeben, ich bin jemand, der nicht gerade unkritisch vielen Ihrer&nbsp;Beitr&auml;ge&nbsp;gegen&uuml;bersteht. Daher mag meine Kritik jetzt ein wenig &uuml;berzogen klingen. Doch wenn das, was Herr Riegert in seinem Beitrag heute&nbsp;von Heiko Maas zitiert, bereits B&uuml;rgerbeschimpfung darstellen soll, dann bin ich auch einer dieser oberfl&auml;chlichen Linken, die ihr so harsch kritisiert.<\/p><p>Was &uuml;berhaupt sagt denn Maas eigentlich mit &ldquo;Da m&uuml;ssen wir dann auch mal vom Sofa hochkommen und den Mund aufmachen. Die Jahre des diskursiven Wachkomas m&uuml;ssen ein Ende haben&rdquo;? An wen richtet er sich? Wen oder was&nbsp;hat er im Blick? Und wo steckt da &uuml;berhaupt die Beleidigung?<\/p><p>F&uuml;r mich ist es klar, was Maas hier formuliert: den &ldquo;kleinsten gemeinsamen Nenner der Linken&rdquo;, so w&uuml;rde es Jens Berger formulieren.&nbsp;Und pardon, wenn ich hier so harsch bin, aber wer sich von solchen Aussagen angegriffen f&uuml;hlt, hat entweder die F&uuml;&szlig;e unter dem Boden verloren oder steckt schon mitten drin im blau-braunen Sumpf. Oder noch b&ouml;swilliger: Er will manipulieren, indem er Aussage und Botschaft&nbsp;bewusst in verzerrender Weise verbreitet. Ich kenne n&auml;mlich solche Kurzschl&uuml;sse in diversen anderen Diskussionen. Zu letzt bei MeTwo, wo die Kritik am Alltagsrassimsus in Deutschland als &ldquo;Deutschland ist Rassistisch&rdquo; fehlinterpretiert wurde. Eine Seite, die sich dem Nachdenken verschrieben hat, sollte dem&nbsp;vielleicht ein bisschen widmen,&nbsp;bevor sie sich wieder dem instinktiven SPD- und Mainstreambashing hingibt. Ihre Botschaft, dass wir bitte gef&auml;lligst die sozio&ouml;konomischen Situation mal analysieren sollten, werden sie auf diese Weise jedenfalls nicht an den Mann bringen.&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\nNoch eine Anmerkung zur Verantwortung des Einzelnen: Wer B&uuml;rger als m&uuml;ndige Menschen&nbsp;ansehen will &ndash; eine Voraussetzung, um mit ihnen von Auge zu Auge zu diskutieren &ndash; muss sie auch f&uuml;r ihre Entscheidungen verantwortlich machen k&ouml;nnen und sie daf&uuml;r kritisieren d&uuml;rfen. Ferner gilt, dass der Staat so viel ins Gemeinwesen investieren kann, wie er will. Von Wohlstand allein verschwinden keine rechtsextremistischen Strukturen oder rassistisches Gedankengut in der Gesellschaft. Da ben&ouml;tigt es tats&auml;chliches zivilstaatliches Engagement, das&nbsp;letztendlich aus der Summe von einzelnen ergibt. Klar, kann auch hier der Staat die Muskeln spielen lassen, aber ohne B&uuml;rgerschaft, die das auch will, halte ich Hopfen und Malz weiterhin f&uuml;r verloren.<br>\n&nbsp;<br>\nbeste Gr&uuml;&szlig;e,&nbsp;<br>\nT.H.&nbsp;<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Riegel,<\/p><p>danke f&uuml;r diesen Artikel. Auch jenen &bdquo;Sachsenversteher&ldquo; Beitrag von Herrn Berger fand ich hervorragend. Nach dem ich nun seit mehreren Tagen Sendungen etwa auf &bdquo;HR Info&ldquo;, ZDF und ARD und &auml;hnlicher Sender sehe und h&ouml;re, die sich um den eigentlichen Vorfall, der den Ausl&ouml;ser f&uuml;r die &bdquo;Chemnitzer Krawalle&ldquo; darstellte, in der Analyse nicht wirklich oder nur am Rande k&uuml;mmern, freue ich mich um jeden Gedanken, der mehr Substanz hat, als einfach nur &bdquo;Gegen Rechts&ldquo; zu sein.<\/p><p>H&ouml;rt man heute den &bdquo;Spitzen-&ldquo; (nicht nur) SPD Politikern zu, welche sich immer wieder zu Worte melden, meint man, sie lebten in einem gesonderten Universum. Anders ist es mir nicht zu erkl&auml;ren, dass diese und auch die ihnen nahen Medienanstalten im st&auml;ndig gleichen Reflex Beitr&auml;ge leisten, die W&auml;hler verprellen und als ganz klarer Versuch bestenfalls einer Ablenkung, schlimmstenfalls Indoktrination, klar zu erkennen sind. <\/p><p>&bdquo;Gegen Rechts&ldquo; zu sein ist ja als private Haltung ganz h&uuml;bsch. Tragf&auml;hig und f&uuml;r mich als W&auml;hler entscheidend ist allerdings, zu was sich jemand bekennt. Ausformuliert, greifbar, notfalls einklagbar (hiermit ist nicht der Gerichtsweg gemeint).<\/p><p>Statt dessen erlebt man eine v&ouml;llig widersinnig gestaltete Politik, die nur den M&auml;chtigen nutzt. Sich berauschend an Nebenthemen, in oft infantiler Weise. Entscheidende Fragen werden ausgelassen oder so oberfl&auml;chlich angegangen, dass sie als nicht beantwortet gelten m&uuml;ssen. Wer weiter fragt den versucht man, etwa durch das Netzwerkdurchsetzungsgesetz, mundtot zu machen. Und hier ist es dann v&ouml;llig egal, wo der dann steht: links, rechts oder mitten drin. Ich denke es ist dieses Verhalten, das Menschen aufbringt. Auch die sogenannten &bdquo;Abgeh&auml;ngten&ldquo;, oder im Klartext die dumme Masse, begreifen, wenn sie verschaukelt werden.<\/p><p>Danke noch einmal und freundliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nRalph M&ouml;ller-Domke<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Nachdenkseiten-Redaktion,<\/p><p>in diesem Artikel steht ein Satz, den ich bis eben genauso dachte. Sinngem&auml;&szlig; sagt er aus, dass wir die SPD f&uuml;r Ver&auml;nderungen brauchen.<\/p><p>Da hatte ich einen Out-of-the-Box Gedanken (also au&szlig;erhakb des aktuellen Systems\/Settings).<\/p><p>Was w&auml;re, wenn die SPD auf 7-8 Prozent schrumpfte und so klein w&uuml;rde, dass sie eben nur noch Beiwerk ist? Analog erginge es dem PS in Frankreich und der PvdA in den Niederlanden. K&ouml;nnte man nicht dieses Szenario verbunden mit einer Sammlung denken, um endlich Politik jenseites der neoliberalen H-IV und Sanktions Sozialdemokratie zu machen?<\/p><p>Nicht, dass ich dieses Szenario aktiv anstrebe, aber ich m&ouml;chte mich aus5 der grauseligen Fixierung und die damit einhergehende psyscho-pathologische Bezogenheit auf die SPD l&ouml;sen und einen neuen positiven Aufbruch finden.<\/p><p>Ist nicht das die gro&szlig;e Chance von #aufstehen und f&uuml;rchtet die SPD nicht deshalb zurecht den Erfolg dieser Bewegung?<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e und Vergn&uuml;gen beim Nachdenken.<\/p><p>J. N.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Zuerst machten die Parteien eine Politik bei der die B&uuml;rger das Interresse verloren weil es egal war wen man w&auml;hlte, es gab ohnehin nur das gleiche Ergebnis und die Parteien waren froh wenn sie iin Ruhe gelassen wurden. Jetzt l&auml;uft die Situation aus dem Ruder und aus Politikverdrossenheit wird eine Mischung aus Protest und Extremismus. Nun werden die Leute beschimpft deren Meinung zur Politik vorher unerw&uuml;nscht war. <\/p><p>Uwe Schwinn<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe NDS-Redaktion,<br>\nden sozialen Frieden im Land wahrt man nicht durch wohlfeile Appelle, sondern durch einen umfassend ausgebauten Sozialstaat. Es waren aber Teile der SPD und Gr&uuml;nen (Schr&ouml;der\/Fischer), die das als Fehlentwicklung betrachteten. Sie bauten den Sozialstaat massiv zur&uuml;ck, setzten damit die Menschen in Konkurrenz zueinander und schufen somit die Grundlage f&uuml;r die feindlichen Stimmungen, die sie nun allseits beklagen. Die Herren Maas und Thierse sollten vielleicht nochmal einen Blick ins Godesberger Programm (zu Freiheit, Gerechtigkeit, Solidarit&auml;t) werfen.<\/p><p>LG Michael Wrazidlo<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>11. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Riegel,<br>\n&nbsp;<br>\nich m&ouml;chte Ihrem o.g. Artikel widersprechen.<\/p><p>Eigentlich schauen mein Mann und ich uns keine Talkshows mehr an, aber gestern Abend stie&szlig;en wir beim Durchzappen auf Anne Wills Talkshow. Da wir das Gef&uuml;hl hatten, dass da einigerma&szlig;en vern&uuml;nftige Leute sa&szlig;en, blieben wir dabei.<\/p><p>Und wir fanden, dass sich das, was Wolfgang Thierse sagte, angenehm von dem &uuml;blichen Gefasel abhob.<\/p><p>Und nat&uuml;rlich muss ich als &ldquo;normaler&rdquo; B&uuml;rger wissen, dass ich mich nicht einer Pegidfa-, AfD- oder ProSachsen-Demo anschlie&szlig;en darf!<\/p><p>Und den Vorschlag, als B&uuml;rger im Gespr&auml;ch mit anderen die politische Situation anzusprechen, f&uuml;hre ich schon lange aus.<\/p><p>Und Herr Thierse machte auch darauf aufmerksam, dass es im Grunde nicht nur um Fl&uuml;chtlinge geht, sondern um die unsichere soziale Lage.<\/p><p>Wo also war da das Problem?<br>\n&nbsp;<br>\nViele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nBrigitte Schultz<br>\n&#65279;<br>\n<em><strong>Replik: Tobias Riegel<\/strong><\/em><\/p><p><em>Sehr geehrte Frau Schultz,<\/em><\/p><p><em>Ich danke Ihnen f&uuml;r Ihren Brief. Ich bin allerdings anderer Ansicht. Etwa die Hinweise von Somuncu auf die sozialen Vorbedingungen der Demonstrationen in Chemnitz wurden von Thierse vehement vom Tisch gewischt. Er hat das dann noch relativiert. Aber mit echter Verve hat er den Punkt von der Selbstverantwortung des einzelnen B&uuml;rgers vertreten.&nbsp;<\/em><\/p><p><em>F&uuml;r mich ist es auch selbstverst&auml;ndlich, dass man nicht mit Pegida demonstriert &ndash; egal, was einem widerfahren ist. Wenn man sich aber um die Menschen bem&uuml;hen m&ouml;chte, die sich zu dieser Gruppe verirrt haben (und das sollte die SPD!), dann sollte man sich Lektionen wie jene von Maas oder Thierse verkneifen. Dazu kommt der Aspekt der Heuchelei, den Thierse und Maas als Vertreter der Hartz-IV-Partei erf&uuml;llen.<\/em><\/p><p><em>Viele Gr&uuml;&szlig;e, Tobias Riegel<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zu den Artikeln &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45722\">Lasst uns Sachsenversteher werden!<\/a>&ldquo; und &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45813\">Chemnitz: B&uuml;rger-Beschimpfung durch die SPD geht weiter<\/a>&rdquo; erreichten uns diverse Zuschriften, von denen wir einige hier ver&ouml;ffentlichen. Bei diesem Thema und den Leserbriefen dazu zeigt sich einmal mehr, wie gespalten die deutsche Gesellschaft mittlerweile ist. Umso n&ouml;tiger ist es jetzt, auch unangenehme Themen oder solche,<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45892\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[159,60,103,125,11],"tags":[282,442,1055,866,458,315,416,633,826,1352,312,1123,2456,1314],"class_list":["post-45892","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-fremdenfeindlichkeit-rassismus","category-innere-sicherheit","category-leserbriefe","category-rechte-gefahr","category-strategien-der-meinungsmache","tag-buergerproteste","tag-eigenverantwortung","tag-fluechtlinge","tag-konkurrenzdenken","tag-maas-heiko","tag-merkel-angela","tag-nationalsozialismus","tag-politikerverdrossenheit","tag-rassismus","tag-rechtsruck","tag-reformpolitik","tag-sachsen","tag-thierse-wolfgang","tag-tiefer-staat"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/45892","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=45892"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/45892\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":45912,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/45892\/revisions\/45912"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=45892"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=45892"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=45892"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}