{"id":45914,"date":"2018-09-10T08:42:50","date_gmt":"2018-09-10T06:42:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45914"},"modified":"2018-09-10T08:43:05","modified_gmt":"2018-09-10T06:43:05","slug":"hinweise-des-tages-3201","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45914","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45914#h01\">Maa&szlig;en\/Chemnitz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45914#h02\">USA stocken Truppen in Deutschland auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45914#h03\">K&uuml;nftige Wirtschaftspolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45914#h04\">Syrienkrieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45914#h05\">Sauron im Trump Tower<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45914#h06\">Knallt es bald wieder?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45914#h07\">Europ&auml;ische Firmen sind zur&uuml;ckgefallen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45914#h08\">Bauen nach Wiener Art?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45914#h09\">Bundeswehr und Industrie m&uuml;ssen besser zusammenarbeiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45914#h10\">Pro Asyl und DGB prangern Seehofers Freude &uuml;ber straff&auml;llige Ausl&auml;nder an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45914#h11\">Innenministerium f&uuml;hrt NSU-Morde nicht in Statistik auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45914#h12\">Polizeibeauftragte statt Vorbeugehaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45914#h13\">Schwarz-Blau regiert: Wohin steuert &Ouml;sterreich?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45914#h14\">Bundesweiter CETA-Aktionstag am 29. September<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Maa&szlig;en\/Chemnitz<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Wasser auf die M&uuml;hlen der Staatsver&auml;chter<\/strong><br>\nMal ganz ehrlich: Hat der Mann noch alle Tassen im Schrank? Da fabuliert Deutschlands oberster Verfassungssch&uuml;tzer von gezielter Falschinformation &uuml;ber rechte Hetzjagden, die von der Bluttat in Chemnitz ablenken sollen, redet gleich von Mord statt von Totschlag &ndash; ohne daf&uuml;r irgendeinen Beweis vorzulegen.<br>\nDie rechte Szene jubelt: Einen Verfassungsschutzpr&auml;sidenten als Kronzeuge hat man schlie&szlig;lich nicht alle Tage. Als Kronzeuge f&uuml;r eine Version von Chemnitz, in der es keinen rechten Mob gab, keine Nazis, keine Gewalttaten. Alles L&uuml;gen der verhassten Medien. Wir haben&rsquo;s ja schon immer gewusst. (&hellip;)<br>\nEin Verfassungsschutzpr&auml;sident aber, der sich hier im Ungef&auml;hren bewegt, im Raunen und Spekulieren, in Mutma&szlig;ungen und Behauptungen, der schadet diesem Land erheblich. Weil er mutwillig all denen Feuer gibt, die diesen Staat und seine Repr&auml;sentanten zutiefst verachten und bek&auml;mpfen.<br>\nDeshalb kann es nur diese eine Forderung geben: Entweder, Herr Maa&szlig;en, Sie legen die eindeutigen Beweise f&uuml;r ihre Behauptungen jetzt auf den Tisch &ndash; oder Sie treten schleunigst zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/kommentar\/maassen-chemnitz-109.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Herr Maa&szlig;en und &bdquo;seine&ldquo; Beh&ouml;rde geben auch in dieser Sache keine gute Figur ab und es sollte ernsthaft gepr&uuml;ft werden, ob es ausreichend ist, lediglich die Spitze des Bundesamtes f&uuml;r Verfassungsschutzes auszutauschen. Bitte lesen Sie dazu auch Maa&szlig;en sieht <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45871#h03\">keine Beweise f&uuml;r Hetzjagd in Chemnitz<\/a> mit einem Kommentar von Jens Berger und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45871#h04\">Verfassungsschutz-Pr&auml;sident lie&szlig; Berichte zu Amri-Spitzel unterdr&uuml;cken<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Der Fake-News-Pr&auml;sident<\/strong><br>\nGeheimdienstchef erkl&auml;rt, Video von Hetzjagd auf Migranten in Chemnitz k&ouml;nne gef&auml;lscht sein. Linke fordert R&uuml;cktritt und Aufl&ouml;sung der Beh&ouml;rde<br>\nDen Fakt, dass in Chemnitz Menschen von Rechten verfolgt wurden, hatten vor Maa&szlig;en bereits Sachsens Ministerpr&auml;sident Michael Kretschmer (CDU) und Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) in Zweifel gezogen. Am Freitag betonte auch der Sprecher der Dresdner Generalstaatsanwaltschaft, es gebe &raquo;keine Anhaltspunkte f&uuml;r sogenannte Hetzjagden&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/339404.debatte-%C3%BCber-chemnitz-der-fake-news-pr%C3%A4sident.html%20\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Seehofer erwartet bis Montag Erkl&auml;rung von Maa&szlig;en<\/strong><br>\nVerfassungsschutzchef Maa&szlig;en sieht keinen Beleg f&uuml;r Hetzjagden in Chemnitz. Innenminister Seehofer hat ihm nun bis zu diesem Montag Zeit gegeben, Bericht zu erstatten: &ldquo;Ich erwarte eine Begr&uuml;ndung, auf die er seine These st&uuml;tzt.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/hans-georg-maassen-horst-seehofer-erwartet-erklaerung-ueber-chemnitz-aussagen-a-1227288.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Der Chef des Inlandsgeheimdienstes teilt also seine pers&ouml;nliche Lageeinsch&auml;tzung, die in dieem Fall nicht unbedingt durch Fakten gedeckt zu sein scheint, der BILD zum Abdruck mit und soll dann Tage sp&auml;ter seinen Dienstherren freundlicherweise auch in seine Thesen einweihen? Das klingt klar nach &bdquo;Bananenrepublik&ldquo;. Die Forderung der SPD nach einem Rauswurf Maa&szlig;ens ist v&ouml;llig richtig. Wenn Merkel und Seehofer diesen Mann, der ganz offensichtlich weder politisch noch charakterlich f&uuml;r das Amt geeignet ist, im Amt halten, w&auml;re dies ein erstklassiger Politskandal.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Spion im Zwielicht &ndash; gab der Verfassungsschutz Informationen an die AfD weiter?<\/strong><br>\nAuf der Internetseite des Bundesamts f&uuml;r Verfassungsschutz stellt Hans-Georg Maa&szlig;en sich und seine Beh&ouml;rde als &bdquo;Dienstleister der Demokratie&ldquo; vor. Das Amt nehme eine &bdquo;unverzichtbare Rolle zum Schutz der inneren Sicherheit&ldquo; ein, schreibt Maa&szlig;en. Es habe die Aufgabe, &bdquo;Schaden von unserem Staat, von der freiheitlichen demokratischen Grundordnung und von der Bev&ouml;lkerung abzuwehren&ldquo;.<br>\nSeit Treffen des Verfassungsschutzpr&auml;sidenten mit AfD-Politikern publik wurden, besteht allerdings der Verdacht, dass Maa&szlig;en besondere Dienstleistungen f&uuml;r eine Partei erbringt, deren demokratische Grundausrichtung infrage steht. Dieser Verdacht wird jetzt durch neue Vorw&uuml;rfe gen&auml;hrt.<br>\nWie das Handelsblatt aus mit der Angelegenheit befassten Kreisen erfuhr, besteht in einzelnen L&auml;ndern der Verdacht, dass es mit Blick auf die AfD &bdquo;undichte Stellen&ldquo; in den Sicherheitsbeh&ouml;rden gebe, insbesondere dem Bundesamt f&uuml;r Verfassungsschutz. In manchen Verfassungsschutz&auml;mtern der L&auml;nder besteht demnach die Sorge, dass dort gesammelte Informationen und etwaige Einsch&auml;tzungen &uuml;ber die AfD &bdquo;ihren Weg in die &Ouml;ffentlichkeit oder direkt in die H&auml;nde der AfD finden&ldquo;.<br>\nDiese Vorw&uuml;rfe wiegen schwer. Niemand, der in leitender Funktion f&uuml;r deutsche Sicherheitsbeh&ouml;rden arbeitet, w&uuml;rde sie leichtfertig erheben. Denn sie werfen die Frage auf, ob der Mann, der qua Amt die Bundesrepublik gegen ihre inneren Feinde verteidigen soll und daf&uuml;r der politischen Neutralit&auml;t verpflichtet ist, in diesem Amt seine eigenen ideologischen Ziele verfolgt. Und das leitet zur n&auml;chsten Frage &uuml;ber: Ist Maa&szlig;en als oberster Verfassungssch&uuml;tzer Deutschlands noch tragbar?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/debatte-um-hans-georg-maassen-spion-im-zwielicht-gab-der-verfassungsschutz-informationen-an-die-afd-weiter\/23009534.html?share=fb\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>USA stocken Truppen in Deutschland auf<\/strong><br>\nNoch vor wenigen Wochen gab es Berichte, das Pentagon erw&auml;ge, Soldaten aus Deutschland abzuziehen. Nun gaben die USA bekannt, die Truppen in Deutschland um rund 1500 Soldaten aufzustocken.<br>\nDie US-Streitkr&auml;fte verlegen 1500 zus&auml;tzliche Soldaten nach Deutschland. Diese sollten &ldquo;f&uuml;r die St&auml;rkung der NATO und der europ&auml;ischen Sicherheit im Einsatz sein&rdquo;, teilte US-Botschafter Richard Grenell mit. &ldquo;Die Amerikanerinnen und Amerikaner sind entschlossen, das transatlantische B&uuml;ndnis zu st&auml;rken, und Pr&auml;sident (Donald) Trumps Zusage, die Verteidigungsf&auml;higkeit der Vereinigten Staaten zu erh&ouml;hen, tr&auml;gt erheblich dazu bei&rdquo;, teilte er mit.<br>\n&Auml;u&szlig;erungen von Trump hatten zuletzt Fragen zur k&uuml;nftigen Rolle der USA in der NATO aufgeworfen. So hatte Trump beim NATO-Gipfel einen Alleingang der USA angedeutet, sollten die anderen Mitgliedsstaaten ihre Verteidigungsausgaben nicht erh&ouml;hen. Das US-Verteidigungsministerium hatte aber einen Bericht zur&uuml;ckgewiesen, in dem &uuml;ber &Uuml;berlegungen zu einem US-Truppenabzug aus Deutschland spekuliert wurde. In Deutschland sind etwa 35.000 US-Soldaten stationiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/usa-truppen-deutschland-101.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.G.:<\/strong> Mich w&uuml;rde es sehr interessieren, wie bei dieser Ank&uuml;ndigung der Stationierung von zus&auml;tzlichen US-Soldaten in Deutschland die eigentlichen Abl&auml;ufe sind\/waren.<\/em><\/p>\n<p><em>Bekam die Bundesregierung nur &ldquo;verk&uuml;ndet&rdquo;, da&szlig; die US-Regierung dies zu tun gedenkt? Wurde um Zustimmung der Bundesregierung ersucht? Bedarf es dieser &uuml;berhaupt?<\/em><\/p>\n<p><em>Die Hintergr&uuml;nde zu erfahren k&ouml;nnte sehr aufschlu&szlig;reich sein, wie die Stellung Deutschlands gegen&uuml;ber den USA eigentlich ist.<\/em><\/p>\n<p><em>Per&ouml;nlich lehne ich dieses weitere Schrauben an einer Eskalationsspirale ab.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die Freude der Bundesministerin f&uuml;r Verteidigung, Frau von der Leyen, ist nicht nachvollziehbar. Das &bdquo;Bekenntnis zur gemeinsamen Sicherheit&ldquo; deutet darauf hin, dass Deutschland alleine wohl nicht f&uuml;r Sicherheit gegen &auml;u&szlig;ere Feinde sorgen k&ouml;nnte, oder? Aber welches Land bedroht Deutschland eigentlich konkret &ndash; doch nicht etwa Russland? Pr&auml;sident Putin hatte insbesondere Deutschland mehrfach Kooperation angeboten. Bitte lesen Sie dazu erneut: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31326\">Russlands Pr&auml;sident hat schon 2001 im Deutschen Bundestag angeboten, die Potenziale Russlands mit denen der anderen Teile Europas zu vereinigen<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37352\">Nutzen Sie unser Serviceangebot: die Zusammenstellung interessanter Dokumente der Zeitgeschichte. Heute erg&auml;nzt um die Putin-Rede in M&uuml;nchen 2007<\/a>. <\/em><\/p>\n<p><strong>passend dazu: British Army&rsquo;s exit from Germany delayed over Russia threat<\/strong><br>\nGavin Williamson has ordered hundreds of British troops to remain in Germany to deter Russian aggression, The Sunday Times has learnt.<br>\nThe defence secretary has decided to tear up plans to withdraw all forces from Germany by 2020, and will keep forward bases on the central European plain.<br>\nWilliamson will issue a stark warning to Vladimir Putin at the Conservative Party conference this month after intelligence chiefs and military commanders told him Russia was at its most dangerous since the end of the Cold War.<br>\nMore than 200 servicemen and 400 family members will not be coming home as planned in the next year. Those due to remain in Germany include an engineering regiment that is Nato&rsquo;s leading unit for river crossings, enabling tanks to go into battle where bridges have been destroyed. [&hellip;]<br>\nThe facility is used to practise tank battles and &ldquo;large-scale&rdquo; manoeuvres with infantry and armoured vehicles. It includes an urban warfare training centre and armoured vehicle simulators. [&hellip;]<br>\nThe Ministry of Defence (MoD) also plans to retain the British Army&rsquo;s armoured vehicle storage depot at Monchengladbach, which can hold about 2,000 tanks, armoured vehicles and trucks. A fleet of armoured vehicles is expected to be based at the depot, to be activated during a crisis.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.thetimes.co.uk\/edition\/news\/british-armys-exit-from-germany-delayed-over-russia-threat-f0d60j526\">The Times<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers R.L.:<\/strong> Und selbstverst&auml;ndlich bleiben die Briten auch ab 2020 in Deutschland. So etwas entscheidet da ein Minister. Sieht so aus, als w&auml;re Deutschland immer noch besetztes Gebiet.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>K&uuml;nftige Wirtschaftspolitik<\/strong><br>\nDie Zukunft liegt links<br>\nOb mit oder ohne Sahra Wagenknecht: Wer die gro&szlig;en Probleme unserer Zeit l&ouml;sen will, braucht alles &ndash; nur nicht die wirtschaftsliberalen Rezepte der vergangenen Jahrzehnte.<br>\nEine Kolumne von Thomas Fricke<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/aufstehen-mit-oder-ohne-sahra-wagenknecht-die-zukunft-liegt-links-a-1226965.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Gut gebr&uuml;llt, Thomas Fricke, sehr gut sogar. Das ist eine gute Analyse mit der Botschaft, dass wir eigentlich schon viel weiter waren, und mit einigen sinnvollen Vorschl&auml;gen zur Heilung der miesen Situation. Aber Thomas Fricke verschweigt leider und k&uuml;mmert sich in seinem Text nicht darum, warum gute Regeln und L&ouml;sungen aufgegeben worden sind. Warum haben sich die deutschen Parteien einschlie&szlig;lich der SPD und der Gr&uuml;nen auf Deregulierung und Privatisierung eingelassen und diese falschen Wege beschritten?<\/em><\/p>\n<p><em>Das ist unter anderem deshalb geschehen, weil die meisten Medien und insbesondere das Organ, f&uuml;r das Thomas Fricke schreibt, Der Spiegel, vom halbwegs kritischen und fortschrittlichen Medium zum Zentralorgan der neoliberalen Ideologie geworden sind. Dort wie auch in vielen anderen Medien wurde Privatisierung empfohlen und die Ursache f&uuml;r das Verlottern der Infrastruktur, die Schwarze Null Wolfgang Sch&auml;uble, wurde &uuml;ber den gr&uuml;nen Klee gelobt.<\/em><\/p>\n<p><em>Wo blieb denn die Unterst&uuml;tzung des Spiegel und auch des Thomas Fricke f&uuml;r unsere Aufkl&auml;rungsversuche, die wir nunmehr seit 15 Jahren betreiben. In den NachDenkSeiten wie auch in meinen B&uuml;chern &bdquo;Die Reforml&uuml;ge&ldquo;, &bdquo;Machtwahn&ldquo; und &bdquo;Meinungsmache&ldquo; wie auch im Buch von Jens Berger &bdquo;Wem geh&ouml;rt Deutschland&ldquo; ist alles, was Thomas Fricke jetzt schreibt, schon analysiert und mit Vorschl&auml;gen versehen worden.<\/em><\/p>\n<p><em>P.S.: Mit kritischen Artikeln wie dem oben verlinkten verschafft Thomas Fricke dem Spiegel und leider auch solchen Artikeln wie dem folgenden Glaubw&uuml;rdigkeit. Wer nur ein bisschen aufmerksam die Medien und die &Auml;u&szlig;erungen zum Syrien Konflikt und der Zuspitzung der Situation um Idlib verfolgt, wei&szlig;, dass der Vorwurf, Syrien setze chemische Waffen ein, mal wieder benutzt wird, um einen Milit&auml;rschlag des Westens, namentlich der USA, Gro&szlig;britanniens und Frankreichs zu begr&uuml;nden. Im hier gleich verlinkten Spiegel-Artikel kein Wort dazu.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Syrienkrieg<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>USA bereiten milit&auml;rische Optionen vor<\/strong><br>\nDie syrische Armee r&uuml;ckt auf die Rebellenprovinz Idlib vor, die Uno warnt vor einer Katastrophe. Wird das Assad-Regime Chemiewaffen einsetzen? Offenbar erw&auml;gen die USA, in diesem Fall einzugreifen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/syrien-usa-bereiten-militaerische-optionen-vor-falls-assad-c-waffen-einsetzt-a-1227160.html%20\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Schlacht um Idlib &ndash; Wer will k&auml;mpfen und wer will das verhindern?<\/strong><br>\nWas geschieht in der syrischen Provinz Idlib? Wer plant dort eine Schlacht und warum? Und wer verfolgt welche Interessen? Was haben die ausw&auml;rtigen Akteure vor? Antworten auf diese Fragen gibt die folgende Analyse.<br>\nUnisono warnen die syrische Opposition in der T&uuml;rkei, ihre Vertretungen in Idlib und deren t&uuml;rkische und westliche Unterst&uuml;tzer vor einer &bdquo;humanit&auml;ren Katastrophe&ldquo; im Falle eines Angriffs auf Idlib. Nach Angaben der UNO leben in Idlib heute drei Millionen Zivilisten, die im Falle eines Angriffes der syrischen Regierungstruppen von einem &bdquo;Massaker&ldquo; bedroht seien. (&hellip;)<br>\nDie westlichen Vetom&auml;chte im UN-Sicherheitsrat &mdash; die USA, Gro&szlig;britannien und Frankreich &mdash; warnten zudem die syrische Regierungsarmee davor, chemische Waffen in Idlib einzusetzen. In dem Fall werde es eine &bdquo;harte Antwort&ldquo; geben. Die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, sagte, sollte es zu einem Chemiewaffeneinsatz kommen, wisse sie &bdquo;genau&ldquo;, wer daf&uuml;r verantwortlich sei. Der neue US-Beauftragte f&uuml;r Syrien, Jim Jeffrey, erkl&auml;rte, die USA habe &bdquo;eine Menge Beweise&ldquo; daf&uuml;r, dass Syrien einen Chemiewaffenangriff auf Idlib vorbereite. Vorgelegt wurden die &bdquo;Beweise&ldquo; bisher nicht.<br>\nDie syrische &bdquo;Nationale Koalition der revolution&auml;ren und oppositionellen Kr&auml;fte&ldquo; (Etilaf) mit Sitz in Istanbul (T&uuml;rkei) macht mobil. Unter dem Motto &bdquo;Widerstand ist unsere Wahl&ldquo; rufen sie seit Tagen zu Demonstrationen auf, um die Oppositionellen in Idlib gegen &bdquo;Vers&ouml;hnung und die russische Aggression, gegen das Regime und gegen die terroristischen iranischen Milizen&ldquo; zu unterst&uuml;tzen. Sie fordern die &bdquo;internationale Gemeinschaft und die Vereinten Nationen&ldquo; auf, &bdquo;f&uuml;r die drei Millionen Menschen in Idlib Verantwortung zu &uuml;bernehmen und jede milit&auml;rische Operation in Idlib zur&uuml;ckzuweisen&ldquo;. (&hellip;)<br>\nSeit Wochen versucht Russland einen Weg zu finden, mit dem diejenigen, die einer Vereinbarung mit der Regierung zustimmen w&uuml;rden, von den dschihadistischen Gruppen getrennt werden k&ouml;nnen. Den politischen Bem&uuml;hungen entspricht ein &uuml;ber die libanesische Tageszeitung &bdquo;Al Akhbar&ldquo; bekannt gewordener milit&auml;rischer Plan f&uuml;r Idlib. Danach k&ouml;nnte das Gebiet, &auml;hnlich wie an anderen Fronten, zuvor geteilt werden. Friedenswillige bewaffnete Verb&auml;nde k&ouml;nnten so von den Dschihadisten getrennt und die Zivilbev&ouml;lkerung verschont werden.<br>\nOb die T&uuml;rkei dem zustimmt, h&auml;ngt davon ab, ob sie bereit ist, die Trennung der verschiedenen Kampfverb&auml;nde aktiv umzusetzen, wie sie es im Astana-Abkommen zugesagt hat. Unklar ist, ob die T&uuml;rkei &uuml;ber den notwendigen Einfluss verf&uuml;gt. Etliche der Gruppen werden im Gegenzug f&uuml;r die Aufgabe ihres Kampfes in Idlib freies Geleit in ein anderes Land und zus&auml;tzliche finanzielle Verg&uuml;tung verlangen. (&hellip;)<br>\nDass der Westen und auch Golfstaaten dazu bereit sein k&ouml;nnten, die Lage in Idlib zu l&ouml;sen, hat sich in den letzten Tagen abgezeichnet. Katar hat der T&uuml;rkei eine gr&ouml;&szlig;ere Geldsumme zugesagt, Bundeskanzlerin Angela Merkel schickte Au&szlig;enminister Heiko Maas nach Ankara, um zu verhandeln.<br>\nIn einem RTL-Interview r&auml;umte Bundeskanzlerin Angela Merkel ein, dass es &bdquo;Terroristen in Idlib&ldquo; gebe, die gestoppt werden m&uuml;ssten, gleichzeitig seien die Zivilisten zu sch&uuml;tzen. &Uuml;berraschend deutlich meldete sich auch US-Au&szlig;enminister Mike Pompeo zu Wort. Es sei &bdquo;wahr (&hellip;) dass es in Idlib Terroristen gibt&ldquo;, sagte er Berichten zufolge. F&uuml;r Leute wie die &bdquo;Nusra Front&ldquo; d&uuml;rfe es &bdquo;keinen Platz&ldquo; in Idlib geben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.sputniknews.com\/politik\/20180907322247806-idlib-kampf-widerstand-westen\/\">Sputnik<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Sauron im Trump Tower<\/strong><br>\nDer meistignorierte Skandal der Woche: Die Geheimdienste der sogenannten Five-Eyes-Allianz m&ouml;chten die Tech-Branche zwingen, jegliche digitale Kommunikation f&uuml;r sie zu &ouml;ffnen. Und das unter Trump.<br>\nWas waren das f&uuml;r angenehme Zeiten vor f&uuml;nf Jahren, als Edward Snowden die Weltb&uuml;hne betrat und uns &uuml;ber das erschreckende Ausma&szlig; der &Uuml;berwachung durch die Five-Eyes-Geheimdienste aufzukl&auml;ren begann. Der US-Pr&auml;sident hie&szlig; Barack Obama, die Vorstellung, dass Donald Trump einmal dieses Amt &uuml;bernehmen k&ouml;nnte, taugte nur als Witz. Gro&szlig;britannien war ein stabiles Mitglied der Europ&auml;ischen Union, das Wort &ldquo;Fl&uuml;chtlingskrise&rdquo; gab es noch nicht und im Bundestag sa&szlig;en keine Rechtsradikalen.<br>\nSeit den ersten Snowden-Enth&uuml;llungen hat sich an der &Uuml;berwachung rein gar nichts ge&auml;ndert. Noch immer, davon ist jedenfalls auszugehen, schneidet das britische GCHQ in Bude, Cornwall permanent den transatlantischen Internetverkehr mit, vollst&auml;ndig. Noch immer, vermutlich noch weit h&auml;ufiger, knacken die Geheimdienste der USA, Gro&szlig;britanniens, Kanadas, Australiens und Neuseelands &ndash; die &ldquo;Five Eyes&rdquo; eben &ndash; routinem&auml;&szlig;ig verschl&uuml;sselte Internetverbindungen, ohne Wissen oder Widerspruchsrecht der Betroffenen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/datenlese\/whatsapp-und-co-geheimdienste-fordern-hintertuer-fuer-messenger-dienste-a-1227115.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Knallt es bald wieder?<\/strong><br>\nZehn Jahre nach der Lehman-Pleite ist das Risiko an den Finanzm&auml;rkten erneut gef&auml;hrlich gestiegen. Dieses Mal sind es allerdings die Unternehmen, die sich hoch verschulden.<br>\nWas haben der kalifornische Elektroauto-Hersteller Tesla, der Streaming-Anbieter Netflix, der Fertigkost-Hersteller-Produzent Campbell Soup, die chinesische HNA-Gruppe und die deutsche Reederei Hapag-Lloyd gemeinsam? Sie alle haben in den vergangenen Jahren Milliarden Dollar an Schulden angeh&auml;uft. Tesla etwa, dessen Produktion des Model 3 zeitweise 8000 Dollar pro Minute kostete, hat sich &uuml;ber Kredite, darunter auch Anleihen, zehn Milliarden Dollar Kapital bei Investoren geliehen. Weil das Ausfallrisiko der Anleihen als hoch angesehen wird, gelten Tesla-Papiere als Ramschanleihen. Ebenfalls mit Schulden und Ramschanleihen hat der Streaming-Service Netflix, der an der B&ouml;rse mehr wert ist als die Walt Disney Company, acht Milliarden Dollar eingesammelt, um seine eigenen Serien und Filme zu finanzieren. [&hellip;]<br>\nDie Summe aller Kredite und Anleihen, die Unternehmen ausstehen haben, bel&auml;uft sich auf weltweit 66 Billionen Dollar, so eine Studie der Unternehmensberatung McKinsey. Damit habe sich die Verschuldung von Firmen innerhalb eines Jahrzehnts mehr als verdoppelt.<br>\nEs ist ein globales Ph&auml;nomen. F&uuml;hrend bei dem Boom auf Pump sind chinesische Unternehmen. Sie haben, gemessen an der Wirtschaftsleistung des Landes, den h&ouml;chsten Verschuldungsgrad. So ging die HNA-Gruppe auf weltweite Einkaufstour und erwarb unter anderem New Yorker B&uuml;rot&uuml;rme, Schweizer Airline-Dienstleister und sogar einen Anteil an der Deutschen Bank. Derzeit liegt der Schuldenstand der Gruppe bei 80 Milliarden Dollar und das, obwohl das Unternehmen bereits Dutzende Objekte abgesto&szlig;en hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/amp\/2018\/37\/finanzkrise-verschuldung-unternehmen-lehman-brothers\">ZEIT<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Europ&auml;ische Firmen sind zur&uuml;ckgefallen<\/strong><br>\nnfolge der Finanzkrise von 2008 hat sich die Position Europas innerhalb der Weltwirtschaft massiv verschlechtert, sagt der Wirtschaftshistoriker Adam Tooze. Auch das Wirtschaftswachstum Deutschlands sei nicht so gut, wie viele glauben. (&hellip;)<br>\nDeutschlandfunk Kultur: Also, man k&ouml;nnte auch sagen, die Banken, und zwar fl&auml;chendeckend, es war nicht eine einzelne, sondern die gro&szlig;en Banken&hellip;<br>\nAdam Tooze: Wenn nicht Lehmann, dann eben eine andere.<br>\nDeutschlandfunk Kultur: &hellip; haben sich schlicht verzockt.<br>\nAdam Tooze: Ja, nicht nur das. Sie haben sich verzockt und das tun sie ja regelm&auml;&szlig;ig, sondern sie haben sich dann auch noch in ein Bankfinanzierungsmodell hinein gesteigert, das die Risiken noch erh&ouml;ht, Gewinne nat&uuml;rlich auch, und zwar ein marktbasiertes, sehr kurzfristiges Finanzierungsmodell.<br>\nWir stellen uns nat&uuml;rlich eine Bank normalerweise bisschen wie eine Sparkasse vor, dass gew&ouml;hnliche B&uuml;rger dort ihre Ersparnisse einlegen. Und die Bank legt diese Gelder dann, die relativ kurzfristig abgehoben werden k&ouml;nnen, in langfristige Anlagen an und tr&auml;gt das Risiko. Daf&uuml;r machen sie halt ihre Gewinnspanne.<br>\nWas die Banken vor 2007\/08 gemacht haben, ist, das noch zu potenzieren, weil, ein sehr gro&szlig;er Teil ihrer Finanzierung kommt aus Geldm&auml;rkten, wo nicht gew&ouml;hnliche B&uuml;rger aktiv sind, sondern professionelle Geldmanager, die ihr Geld tats&auml;chlich jeden Tag abheben und da tagt&auml;glich die Entscheidung treffen, das Geld wieder einzuzahlen in eine Bank. Das hei&szlig;t, der Bank-Run, der 2007 einschl&auml;gt, ist von einer Gr&ouml;&szlig;e und einer Geschwindigkeit, die wir bisher noch nicht erlebt haben. (&hellip;)<br>\nAdam Tooze: Wenn Sie das Wachstum Deutschlands &uuml;ber zwanzig oder drei&szlig;ig Jahre mit einem seiner wesentlichen Nachbarn wie Frankreich vergleichen, dann kommen Sie nicht zu einem sehr berauschenden Ergebnis. Sie haben vollkommen Recht, dass Deutschland jetzt schneller w&auml;chst als seit Jahrzehnten. Aber das hei&szlig;t ja nur, dass die Entwicklung Deutschlands in den fr&uuml;hen Jahren des Jahrtausends ja miserabel war.<br>\nWas ist unser Vergleich hier? Japan w&auml;chst schneller &uuml;ber diesen Zeitraum hinweg als Deutschland, sodass die momentane Lage ein sehr irref&uuml;hrendes Bild gibt von dem Erfolg der deutschen Wirtschaftspolitik &uuml;ber die L&auml;nge der Zeit hinweg.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/wirtschaftshistoriker-ueber-die-folgen-der-finanzkrise.990.de.html?dram:article_id=427551\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Ist diese Erkenntnis wirklich neu? Sagt nicht insbesondere der ehemalige Staatssekret&auml;r im Bundesfinanzministerium, Heiner Flassbeck seit vielen Jahren &Auml;hnliches?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Bauen nach Wiener Art?<\/strong><br>\nF&uuml;r viele Menschen in Deutschland ist die Wohnungsfrage inzwischen zu einem fast unl&ouml;sbaren Problem geworden. Mehr als eine Million Wohnungen fehlen. M&ouml;gliche L&ouml;sungsans&auml;tze gibt es unter anderem in Wien. (&hellip;)<br>\nSPD-Vize Thorsten Sch&auml;fer-G&uuml;mbel staunt und wirkt beeindruckt. Der Spitzenkandidat der Sozialdemokraten f&uuml;r die hessische Landtagswahl ist nach Wien gekommen, um sich das Wiener Wohnungsbauwunder erkl&auml;ren zu lassen. Von den ersten Pl&auml;nen f&uuml;r Aspern bis zum Einzug in die ersten 3000 Wohnungen hat es gerade mal sieben Jahre gedauert.<br>\nIn Deutschland misst man Gro&szlig;projekte h&auml;ufig in Jahrzehnten &ndash; wenn sie denn &uuml;berhaupt erfolgreich realisiert werden. &ldquo;Hier passiert etwas, was bei uns offensichtlich unm&ouml;glich scheint,&rdquo; so Sch&auml;fer-G&uuml;mbel. &ldquo;N&auml;mlich dass mit einem starken sozialen Wohnungsbau Wohnraum geschaffen wird, der bezahlbar ist, und zwar f&uuml;r alle.&rdquo; (&hellip;)<br>\nAnders als in deutschen Gro&szlig;st&auml;dten sind die Mieten in Wien nicht explodiert, trotz anhaltenden Zuzugs. Seit 2007 ist die Zahl der Einwohner um zw&ouml;lf Prozent auf zuletzt 1,87 Millionen gestiegen &ndash; und Wien w&auml;chst immer weiter. 62 Prozent der Wiener leben trotzdem in relativ g&uuml;nstigen Wohnungen zu Kaltmieten von sieben bis neun Euro pro Quadratmeter.<br>\nDie sogenannten &ldquo;Gemeindebauten&rdquo; sind oft noch g&uuml;nstiger. 220.000 geh&ouml;ren der Stadt Wien, etwa nochmal so viel sind gef&ouml;rderte Wohnungen. Fast 450.000 Wohnungen in Wien k&ouml;nnen so besonders g&uuml;nstig angeboten werden. Der Rest ist rein privat finanziert. Hier sind die Preise h&ouml;her, aber mit durchschnittlich etwa 13 Euro pro Quadratmeter immer noch weit von M&uuml;nchner, Stuttgarter oder Berliner Normalmieten entfernt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/bezahlbarer-wohnraum-101.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.W.:<\/strong> Aufstehen ist noch keine Woche alt und in der SPD-Spitze entdeckt man ein Herz f&uuml;r Mieter. Das l&auml;uft gut an.<\/em><\/p>\n<p><em>Jetzt reist Herr Sch&auml;fer-G&uuml;mbel extra nach Wien um sich mal erkl&auml;ren zu lassen, wie Sozialwohnungen und kommunaler Wohnungsbau funktionieren. So als h&auml;tte man es hier mit ganz exotischen Ma&szlig;nahmen zu tun. Tats&auml;chlich ist man in Deutschland jahrzehntelang sehr gut gefahren damit &ndash; bis im neoliberalen Wahn alles ausverkauft wurde.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Erinnert sei in diesem Zusammenhang daran, dass es Kanzler Kohl war, der neben der Erfindung der Eigenbedarfsk&uuml;ndigung auch die Gemeinn&uuml;tzigkeit aller Wohnungsgenossenschaften in Deutschland abgeschafft hatte &ndash; bitte lesen dazu erneut Werner R&uuml;gemers Text <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38801#h02\">Nichts zu danken: Helmut Kohl war nicht nur zuf&auml;llig korrupt<\/a>. Es war ein Fehler der rot-gr&uuml;nen Schr&ouml;der\/Fischer-Regierung, diese Korrekturen nicht vorgenommen zu haben. Inzwischen haben offensichtlich zu viele SPD-Mitglieder vergessen, was fr&uuml;her in Deutschland &uuml;blich war: Sozialer Wohnungsbau.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Bundeswehr und Industrie m&uuml;ssen besser zusammenarbeiten<\/strong><br>\nDie Lage in Europa ist instabiler geworden. Deshalb muss die Partnerschaft zwischen Bundeswehr und R&uuml;stungswirtschaft enger werden.<br>\nIn den vergangenen Monaten hat die politische Debatte &uuml;ber die zum Teil mangelhafte Ausr&uuml;stung der Bundeswehr an Sch&auml;rfe gewonnen. Diese gesellschaftliche Auseinandersetzung ist gut und richtig. Denn wir befinden uns inmitten einer sicherheitspolitischen Zeitenwende. Die Bundeswehr braucht neues Ger&auml;t in allen Bereichen, weil sie sonst nicht mehr in der Lage ist, unser Land zu sch&uuml;tzen und den B&uuml;ndnisverpflichtungen nachzukommen.<br>\nDie heutige Zeit ist gepr&auml;gt durch eine zunehmende Bedrohung im Osten, durch den R&uuml;ckzug der westlichen Schutzmacht USA und durch ein Auseinanderdriften der EU. Die milit&auml;rischen Interventionen Russlands auf der Krim und in der Ostukraine haben uns vor Augen gef&uuml;hrt, dass bestehende Grenzen in unserer Nachbarschaft nicht von allen respektiert werden.<br>\nDer anstehende Brexit und die noch nicht absehbaren Folgen f&uuml;r die europ&auml;ische Sicherheitspolitik sind weitere Unsicherheitsfaktoren. Dies zeigt: Deutschland wird in Zukunft mehr Verantwortung international &uuml;bernehmen m&uuml;ssen. Schon allein deshalb ist die Frage der Ausr&uuml;stung unserer Streitkr&auml;fte von zentraler politischer Bedeutung.<br>\nEs war daher folgerichtig, dass Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen 2016 die Trendwende bei der Bundeswehr, sprich das Ende des Schrumpfungsprozesses, eingeleitet hat. Die Trendwende darf aber nicht als &bdquo;Aufr&uuml;stung&ldquo; Deutschlands verstanden werden. In allererster Linie bedeutet sie, dass lange aufgeschobene Investitionen in den Erhalt unserer milit&auml;rischen F&auml;higkeiten nun endlich get&auml;tigt werden. Und dies ist wichtig f&uuml;r die Sicherheit und die Handlungsf&auml;higkeit unseres Landes.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/meinung\/gastbeitraege\/gastkommentar-bundeswehr-und-industrie-muessen-besser-zusammenarbeiten\/22998080.html?ticket=ST-6587678-qZV5ypzljR7krT4TO05s-ap3\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das &bdquo;Handelsblatt&ldquo; schreibt &uuml;ber den Autor: &bdquo;Der Autor ist Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Kieler Werft German Naval Yards Kiel. Das Unternehmen bewirbt sich bei der Bundeswehr um den Bau des Mehrzweckkampfschiffs MKS 180.&ldquo;<\/em><\/p>\n<p><em>Das sagt eigentlich alles, oder?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Pro Asyl und DGB prangern Seehofers Freude &uuml;ber straff&auml;llige Ausl&auml;nder an<\/strong><br>\nIn was f&uuml;r einem Land lebe man eigentlich, wenn der Bundesinnenminister sich &uuml;ber Straftaten freue, weil er Ausl&auml;nder dann einfacher wieder loswerden k&ouml;nne, teilte der Verein aus Frankfurt am Main mit. Zuvor hatte der Deutsche Gewerkschaftsbund in Bayern von einem neuen Tiefpunkt in der politischen Kultur Deutschlands gesprochen.<br>\nHintergrund ist eine Bierzelt-Rede, die Seehofer bereits vor einem Monat im bayerischen T&ouml;ging am Inn gehalten hatte. Wie erst jetzt &ouml;ffentlich wurde, hatte er dabei auch gesagt, er sei froh, dass der mutma&szlig;liche Leibw&auml;chter des ehemaligen Al-Kaida-Anf&uuml;hrers Bin Laden au&szlig;er Landes sei. Dann f&uuml;hrte Seehofer w&ouml;rtlich aus: &ldquo;Und ich bin auch froh &uuml;ber jeden, der bei uns in Deutschland straft&auml;tig wird und aus dem Ausland stammt. Auch die m&uuml;ssen das Land verlassen.&rdquo; &ndash; Seehofer steht derzeit zudem wegen seiner &Auml;u&szlig;erung, die Migrationsfrage sei die Mutter aller politischen Probleme, in der Kritik.<br>\nDer Fall Sami A. hatte f&uuml;r breite Diskussionen gesorgt. Der Islamist war von Deutschland in sein Heimatland Tunesien abgeschoben worden, laut einem Gerichtsurteil war das aber rechtswidrig. Seehofer betonte, die Entscheidung der Justiz sei zu akzeptieren, ganz gleich, ob man sie nachvollziehen k&ouml;nne oder nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/toeging-pro-asyl-und-dgb-prangern-seehofers-freude-ueber.1939.de.html?drn:news_id=922490\">Dlf24<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Es stellt sich auch die Frage, weshalb der derzeitige Bundesinnenminister offenbar nicht in der Lage ist, die erw&auml;hnte Gerichtsentscheidung nachzuvollziehen &hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Innenministerium f&uuml;hrt NSU-Morde nicht in Statistik auf<\/strong><br>\nEine Aufstellung des Bundesinnenministeriums &uuml;ber politisch motivierte Gewalttaten f&uuml;hrt die Morde und Anschl&auml;ge der rechtsextremen Terrorgruppe NSU nicht auf. Auch nachtr&auml;glich wurden die Taten nicht als rechtsmotivierte Gewalt in der Statistik erfasst. (&hellip;)<br>\nNach Angaben des Ministeriums wurden die Zahlen f&uuml;r die Aufstellung dem Kriminalpolizeilichen Meldedienst f&uuml;r politisch motivierte Kriminalit&auml;t entnommen. Wie ein Sprecher des Ministeriums erkl&auml;rte, erfasst diese Statistik nur Straftaten anhand des Eingangsverdachts. Die Taten des NSU galten Ermittlern urspr&uuml;nglich als Straftaten der organisierten Kriminalit&auml;t. Die NSU-Taten wurden demnach auch nachtr&auml;glich nicht als rechtsmotivierte Gewalt in der Statistik erfasst.<br>\nDie Aufstellung &uuml;ber politisch motivierte Gewalt ist in einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion im Bundestag enthalten. Diese hatte unter anderem wissen wollen wie sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Anzahl politisch motivierter Gewalttaten seit dem Jahr 2000 entwickelt hat.<br>\nDer Kriminalpolizeiliche Meldedienst f&uuml;r politisch motivierte Kriminalit&auml;t wurde 2001 durch Beschluss der Innenministerkonferenz bundesweit eingef&uuml;hrt. Der Einf&uuml;hrung der Erfassung politisch motivierter Kriminalit&auml;t war eine gesellschaftliche Debatte &uuml;ber die Diskrepanz zwischen offiziellen und inoffiziellen Zahlen der Todesopfer rechtsextremer Gewalt vorausgegangen. W&auml;hrend Medien damals von 93 Todesopfern rechtsextremer Gewalt in Deutschland ausgingen, kam die offizielle Statistik nur auf 25 Todesopofer im gleichen Zeitraum.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/politische-gewalt-innenministerium-fuehrt-nsu-morde-nicht.1939.de.html?drn%3Anews_id=922766\">Dlf24<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Polizeibeauftragte statt Vorbeugehaft<\/strong><br>\nWenn derzeit &uuml;ber Polizei-Gesetze und &ldquo;Reformen&rdquo; gesprochen wird, geht es meistens um reaktion&auml;re und demokratiefeindliche Vorschl&auml;ge. Wie etwa in Bayern, wo im Zuge des Landtagswahlkampf inzwischen ein Polizeigesetz besteht, in dem mehrt&auml;gige Haft zur Gefahrenabwehr oder auch zur Personalienfeststellung, also eine Art Vorbeugehaft, vorgesehen ist, &uuml;berdies &Uuml;berwachung missliebiger Personen, elektronische Fu&szlig;fesseln, Platzverweise und Videokameras an allen Ecken. All dies dient angeblich der &ldquo;Gefahrenabwehr&rdquo;. Was Landesinnenminister Herbert Reul in NRW plant, ist kaum lustiger und auch in anderen Bundesl&auml;ndern wird an &auml;hnlichen Gesetzen gebastelt.<br>\nSPD, Gr&uuml;ne, Linke, Piraten oder wer gerade in den Landes-Parlamenten die Opposition darstellt, beharren meist auf der Ablehnung der jeweils vorgesehenen &Auml;nderungen, ohne weitere Perspektiven zu er&ouml;ffnen. Als sei die Welt vor diesen neuen Gesetzen in Ordnung gewesen. Was leider &ouml;fter fehlt, ist der Mut, zu einem Demokratie f&ouml;rdernden Gegenentwurf. Einem Polizeigesetz, das &uuml;ber die Ablehnung der neuen Repressions-Instrumentarien hinausgeht.<br>\nZur Demokratie geh&ouml;rt n&auml;mlich auch eine demokratische Kontrollm&ouml;glichkeit staatlichen Handels und hier insbesondere des staatlichen Gewaltmonopols. Dazu geh&ouml;ren auch unabh&auml;ngige Beschwerdestellen gegen missbr&auml;uchliche Polizeigewalt und gleichzeitig zur Kl&auml;rung von Konflikten innerhalb der Polizei. Die Einrichtung solcher Stellen w&uuml;rde sich bestimmt auf die Selbstmordrate innerhalb der Polizei auswirken.<br>\nDie bisherige Erfahrung zeigt, dass Opfer von ungerechtfertigter Polizeigewalt kaum eine Chance haben, etwa &uuml;ber Strafanzeigen gegen Polizeibeamte zu ihrem Recht zu kommen. Genau so wenig finden etwa von ihren Kollegen gemobbte Beamte einen neutralen Ansprechpartner. Bekanntlich ist die Polizei als Hilfsorgan der Staatsanwaltschaft t&auml;tig. Das bedeutet auch, Staatsanw&auml;lte m&uuml;ssen sich weitgehend auf die Polizei verlassen k&ouml;nnen. Es besteht meistens ein enges Arbeits- und auch Vertrauensverh&auml;ltnis. Was ja auch gut ist und so sein soll. Wissenschaftliche Untersuchungen, etwa des Bochumer Kriminologen Tobias Singelnstein, zeigen, dass nur ein geringer Bruchteil von Verfahren gegen Polizeibeamte zur Anklage kommt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Polizeibeauftragte-statt-Vorbeugehaft-4153109.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Schwarz-Blau regiert: Wohin steuert &Ouml;sterreich?<\/strong><br>\nGeorg Restle: &bdquo;Die Angst, dass man herausrutschen k&ouml;nnte aus einem Leben, wie man es bisher kannte. Aus solchen &Auml;ngsten versuchen vor allem populistische Parteien Kapital zu schlagen. Und sind dabei sogar ziemlich erfolgreich &ndash; jedenfalls solange sie in der Opposition sind. Was aber, wenn sie an die Regierung kommen? Wie zum Beispiel in &Ouml;sterreich. Da regiert die rechtspopulistische FP&Ouml; seit knapp neun Monaten in einer Koalition mit der konservativen &Ouml;VP. Angetreten ist sie als Gegner der Migration und als K&uuml;mmerer f&uuml;r die Sozialschwachen. Auch deshalb wurden sie von vielen Arbeitern, Arbeitslosen und Geringverdienern gew&auml;hlt. Was daraus in der Regierung tats&auml;chlich geworden ist, zeigen Ihnen jetzt Stephan Stuchlik und Jochen Ta&szlig;ler.&ldquo;<br>\nVereidigung der neuen &Ouml;sterreichischen Regierung vor neun Monaten. Das Rechtsb&uuml;ndnis zwischen der &Ouml;VP mit Bundeskanzler Kurz und seinem Stellvertreter Strache von der FP&Ouml; beginnt zu regieren. Ihr Motto: &Ouml;sterreich zuerst!<br>\nUnd auch die Sozialreformen gehen in diese Richtung, wie Vizekanzler Strache verk&uuml;ndet. &bdquo;Mehr Geld f&uuml;r &Ouml;sterreicher, weniger f&uuml;r Ausl&auml;nder&ldquo;, schreibt er stolz auf Facebook. Deshalb reformiert die Regierung die sogenannte &bdquo;Mindestsicherung&ldquo;, &auml;hnlich wie bei uns Hartz4: Die K&uuml;rzungen hier sollen vor allem Fl&uuml;chtlinge treffen. In Wahrheit trifft es aber auch viele &Ouml;sterreicher, vor allem Familien mit vielen Kindern. Eine gezielte Strategie des Sozialabbaus, sagen Experten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/monitor\/sendungen\/oesterreich-106.html\">Monitor<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Bundesweiter CETA-Aktionstag am 29. September<\/strong><br>\nDas EU-Kanada-Abkommen muss Thema der Landtagswahlen und Koalitionsverhandlungen in Bayern und Hessen werden!<br>\nDas Netzwerk Gerechter Welthandel ruft f&uuml;r den 29. September zu einem bundesweiten dezentralen Aktionstag gegen das Handels- und Investitionsschutzabkommen der EU mit Kanada (CETA) auf. Zwei Wochen vor den Landtagswahlen in Bayern und vier Wochen vor den Landtagswahlen in Hessen werden zahlreiche lokale B&uuml;ndnisse sowie bundesweite zivilgesellschaftliche Organisationen &ndash; darunter Attac, BUND, Greenpeace, Mehr Demokratie und NaturFreunde &ndash; ihren Protest gegen das Abkommen auf die Stra&szlig;e tragen.<br>\nCETA wird bereits vorl&auml;ufig angewandt, muss jedoch noch von den Parlamenten aller EU-Mitgliedstaaten ratifiziert werden &ndash; auch von Bundestag und Bundesrat. &ldquo;Im Bundesrat kann CETA noch gestoppt werden. Insbesondere die Gr&uuml;nen und Linken haben unsere breiten Proteste in den vergangenen Jahren aktiv unterst&uuml;tzt und sich auf Bundesebene gegen das Abkommen ausgesprochen. Mit kreativen Aktionen werden wir sie nun an ihre Position erinnern. Wir fordern, dass sie im Falle einer Regierungsbeteiligung eine Ablehnung oder Enthaltung im Bundesrat garantieren&rdquo;, erkl&auml;rt Uwe Hiksch von den Naturfreunden.<br>\nBayern: Gr&uuml;ne, SPD und FW gegen CETA<br>\nUnter den Parteien, die aktuell im bayerischen Landtag vertreten sind, sprechen sich lediglich CSU und FDP klar f&uuml;r CETA aus. B&uuml;ndnis90\/Die Gr&uuml;nen, die BayernSPD und die Freien W&auml;hler lehnen das Abkommen ab und werden diese Position auch im Fall einer Regierungsbeteiligung beibehalten. Dies ergaben Anfragen der Initiative &ldquo;Stopp TTIP Berchtesgadener Land\/Traunstein&rdquo;. Die Antworten von Gr&uuml;nen, SPD und FW sind insofern bemerkenswert, da sie deutlich machen, dass diese Landtagswahl f&uuml;r die Zustimmung beziehungsweise Ablehnung von CETA durch Bayern im Bundesrat entscheidend sein wird. Auch nicht im Landtag vertretene Parteien wie die Linke, die &Ouml;DP und die Piraten haben sich eindeutig gegen CETA festgelegt.<br>\nHessen: Positionierung der Parteien gefordert<br>\n&ldquo;Auch von den hessischen Landesparteien fordern wir eine klare Positionierung. Wenn CETA vollst&auml;ndig in Kraft tritt, wird es Konzernen Sonderklagerechte verleihen. Diese Paralleljustiz gef&auml;hrdet den Rechtsstaat und schr&auml;nkt politische Handlungsspielr&auml;ume ein, denn Regierungen m&uuml;ssen st&auml;ndig mit hohen Schadensersatzforderungen rechnen, wenn ihre Gesetze oder Regulierungen den Konzerninteressen widersprechen&rdquo;, so Hanni Gramann von Attac.<br>\n&ldquo;CETA bedroht das Vorsorgeprinzip sowie Umwelt- und Verbraucherschutzstandards. Die unter CETA geschaffenen Regulierungsaussch&uuml;sse treffen sich bereits und beraten &uuml;ber hoch kontroverse Themen wie Landwirtschaft, &ouml;ffentliche Beschaffung oder Biotechnologie. Da die Aussch&uuml;sse offen f&uuml;r Lobbyist*innen sind, verst&auml;rken und institutionalisieren sie den Einfluss der Industrie-Interessen auf die Gestaltung der Politik&rdquo;, erg&auml;nzt Lia Polotzek vom Bund f&uuml;r Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/news\/bundesweiter-ceta-aktionstag-am-29-september\/\">attac<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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