{"id":45933,"date":"2018-09-11T09:00:04","date_gmt":"2018-09-11T07:00:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45933"},"modified":"2019-05-03T13:14:10","modified_gmt":"2019-05-03T11:14:10","slug":"der-elfte-september-wir-sitzen-auf-einem-pulverfass-und-die-verantwortlichen-sind-unberechenbar-wie-noch-nie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45933","title":{"rendered":"Der elfte September. &#8211; Wir sitzen auf einem Pulverfass und die Verantwortlichen sind unberechenbar wie noch nie."},"content":{"rendered":"<p><strong>Marco Wenzel<\/strong> &ndash; thail&auml;ndischer Mitarbeiter der NachDenkSeiten &ndash; hat zusammengetragen, was sich alles schon an einem Tag wie heute, am 11. September, ereignet hat. Hier sein interessanter R&uuml;ckblick. <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Teil 1: Chile<\/strong><\/p><p>Der 11. September 1973 war ein Dienstag. An diesem Dienstagmorgen, dem Morgen des letzten Tages in seinem Leben, war Pr&auml;sident Allende von einem Telefonanruf geweckt worden. Verrat lag in der Luft. Die Putschisten bewegten sich auf die Hauptstadt zu. Allende begab sich sofort zu seinem Amtssitz, um die Gefahr abzuwehren.<\/p><p>Gegen acht Uhr morgens melden sich die Putschgener&auml;le zum ersten Mal &ouml;ffentlich &uuml;ber einen Radiosender. Sie fordern Salvador Allende, den Pr&auml;sidenten Chiles und Hoffnungstr&auml;ger der Armen, auf, sich zu ergeben. Ein Flugzeug st&uuml;nde f&uuml;r ihn bereit, das Land zu verlassen. Allende lehnte ab. Er wolle keinen Verrat begehen wie seine Gener&auml;le, so seine Antwort. Er w&uuml;rde k&auml;mpfen. Daraufhin fuhren Panzer vor dem Amtssitz des Pr&auml;sidenten auf und begannen, den Pr&auml;sidentenpalast, die Moneda, zu beschie&szlig;en. Gegen Mittag bombardierten Milit&auml;rflugzeuge das Geb&auml;ude.<\/p><p>Allende k&auml;mpfte bis zur letzten Patrone, nur mit einem Gewehr bewaffnet. Er stellte es jedem seiner Getreuen und seiner Mitarbeiter frei, sich zu ergeben und das Haus zu verlassen. Dann koordiniert er die Verteidigung zusammen mit denen, die sich den Verr&auml;tern des Vaterlandes nicht ergeben wollen. &bdquo;Allende ergibt sich nicht, mierda&ldquo;, waren seine letzten Worte. Er stirbt als Held. Pablo Neruda, sein Freund, der Dichter, stirbt wenige Tage sp&auml;ter, untr&ouml;stlich, in einem Krankenhaus in Santiago. Ob er einem Krebsleiden erlag oder auch er einem heimt&uuml;ckischen Giftmord zum Opfer fiel, ist bis heute nicht gekl&auml;rt.<\/p><p>Nach dem Putsch begann eine Welle von Mord und Totschlag, wie Chile sie vorher noch nicht erlebt hatte. Die Milit&auml;rjunta ernannte General Augusto Pinochet zu ihrem Vorsitzenden. In diesem d&uuml;steren September des Jahres 1973 hat Chile seine Besten verloren.  Sie wurden ermordet von einer Allianz aus Kapital, Armee und den USA.<\/p><p>Ein Blick zur&uuml;ck. Im Jahr 1953 hatten die USA bereits im Iran Pr&auml;sident Mossadegh gest&uuml;rzt und das Regime des Shah dort installiert, weil Mossadegh die &Ouml;lindustrie und die &Ouml;lfelder des Landes verstaatlicht hatte. Damals war der Iran der gr&ouml;&szlig;te &Ouml;lproduzent der Welt.<\/p><p>In Guatemala hatte Pr&auml;sident Jacobo Arbenz Guzman im Jahr 1953 eine Landreform durchgef&uuml;hrt und L&auml;ndereien des gr&ouml;&szlig;ten Landbesitzers in Guatemala, der amerikanischen United Fruit Company, enteignet und an kleine Bauern verteilt. Das ging in den Augen der USA zu weit und so organisierte die CIA 1954 einen Putsch und installierte eine neue Regierung, die umgehend die Landreform wieder r&uuml;ckg&auml;ngig machte.<\/p><p>1970 wurde Salvador Allende in Chile zum Pr&auml;sidenten gew&auml;hlt. Allende verstaatlichte 1971 alle Erzbergwerke, Chiles wichtigste Einkommensquelle. Die amerikanische Anaconda Coppermining Company betrieb damals in Chile die gr&ouml;&szlig;te Kupfermine der Welt. Die ausl&auml;ndischen Konzerne transferierten traumhafte Gewinne ins Ausland. Allende bereitete noch weitere Verstaatlichungen vor, darunter auch das chilenische Telefonnetz, das zu 70% im Besitz des amerikanischen Konzerns ITT war, sowie die Verstaatlichung der Banken. Auch eine Landreform war vorgesehen. Daneben wurde der Mindestlohn um 66% angehoben, Mieten und Pachten daf&uuml;r eingefroren.<\/p><p>Das aber wollten die USA, die CIA und die &bdquo;Investoren&ldquo;, allen voran ITT, nicht hinnehmen. Bereits vor 1970 hatten sie mit allen Mitteln versucht, den Wahlsieg von Allende zu verhindern. Nun boykottierten sie die chilenische Wirtschaft, um die Unzufriedenheit in der Bev&ouml;lkerung anzuheizen. Sie verbanden sich zur Sabotage mit den Rechten in Chile und kn&uuml;pften Kontakte zum chilenischen Milit&auml;r an. Gewaltige Geldmengen wurden ins Ausland geschafft. Die Betriebe investierten nicht mehr. Die Inflation stieg an. Die Versorgungslage der Bev&ouml;lkerung verschlechterte sich. 1973 aber wurde Allende trotz allem, trotz Sabotage und Intrigen gegen seine Regierung, erneut und mit noch gr&ouml;&szlig;erer Mehrheit wiedergew&auml;hlt. Nun wies US-Pr&auml;sident Nixon die CIA an, einen Staatsstreich vorzubereiten.<\/p><p>Aber weiteres Unheil bahnte sich von anderer Seite aus an: Mitte der 1950-er Jahre hatte die neoliberale Chicagoer Schule begonnen, in Chile t&auml;tig zu werden. Es wurden Austauschprogramme f&uuml;r Studenten organisiert und die Studenten entsprechend indoktriniert. In Chile selber wurden die Studenten der Chicagoer Wirtschaftsfakult&auml;t die &bdquo;Chicago Boys&ldquo; genannt. Sie sollten bald eine unheilvolle Rolle &uuml;bernehmen.<\/p><p>Die Chicagoer Schule predigte Privatisierung in allen Bereichen, freie M&auml;rkte, Senkung der Staatsausgaben, Abbau des Sozialstaates. Niemand wollte ihnen damals zuh&ouml;ren, geschweige denn ihre Rezepte f&uuml;r die Wirtschaft umsetzen. Der Wind blies gerade aus einer anderen Richtung. Aber Augusto Pinochet, der nichts von Wirtschaft verstand und der einen Wirtschaftsplan f&uuml;r die Zeit nach dem Umsturz brauchte, gefielen die Vorstellungen der Chicago Boys zum Umbau des Landes und seiner Wirtschaft. Hier hatte er, was er brauchte. Zudem entsprachen diese Pl&auml;ne voll und ganz den Vorstellungen der Kapitalbesitzer und der ausl&auml;ndischen Investoren. Und so bahnte sich eine unheilvolle Allianz zwischen dem Milit&auml;r und seinen neuen Wirtschaftsberatern an.<\/p><p>Am Morgen des 11. September lag ein 500-seitiges, neoliberales Programm zum Umbau der chilenischen Wirtschaft, verfasst von den Chicago Boys, druckfrisch auf dem Schreibtisch von Augusto Pinochet. Die Chicago Boys bestimmten von nun an die Wirtschaftspolitik. Sie f&uuml;hren in Chile das erste Experiment ihrer neuen Wirtschaftsdoktrin durch. Dabei konnten Demokratie und Freiheit nur st&ouml;ren, die Milit&auml;rdiktatur lieferte das ideale Umfeld.<\/p><p>Der Wohlfahrtsstaat wurde demontiert, die Preise freigegeben, der Mindestlohn wurde aufgehoben. Die Betriebe wurden privatisiert, die Regulierungen im Finanzmarkt aufgehoben und es entstand ein entfesselter Kapitalmarkt mit wilden Spekulationen, der bald zu einer erneuten Wirtschaftskrise f&uuml;hren sollte. Die Regierungsausgaben wurden gek&uuml;rzt, es entstand ein vollkommener &bdquo;Freihandel&ldquo;. Das Gesundheits- und das Bildungswesen wurden privatisiert. Als Folge all dieser Ma&szlig;nahmen entstanden Massenarmut und Massenarbeitslosigkeit auf der einen Seite und sinnloser Reichtum auf der anderen.<\/p><p>Die Herrschaft von Pinochet dauerte 17 Jahre. Die meisten von Allendes Gef&auml;hrten &uuml;berlebten den Terror nicht. Die Unidad Popular wurde zerschlagen und mit ihr die Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Die USA war in den Putsch mit eingeweiht und hat ihn unterst&uuml;tzt. Chile aber leidet bis heute unter den Folgen des 11. September 1973.<\/p><p>Der Putsch in Chile war eine Z&auml;sur. Er war der erste Sieg des Neoliberalismus. Es war der erste Sieg der Gegenrevolution, der erste Sieg der Chicagoer Schule gegen den Keynesianismus. Die n&auml;chsten Siege folgten Schlag auf Schlag: Die Chicago Boys gingen nach Brasilien, wo bereits eine Milit&auml;rjunta herrschte und &bdquo;beriet&ldquo; auch sie in Wirtschaftsdingen. Uruguay und Argentinien folgten bis 1976.<\/p><p>Es war der Vorgeschmack auf die zuk&uuml;nftige Entwicklung auch in Europa. Seit 1973 ist der Neoliberalismus &uuml;berall auf dem Vormarsch und hat seine desastr&ouml;sen Spuren hinterlassen.<\/p><p><strong>Teil 2: USA<\/strong><\/p><p>Auch der 11. September 2001 war ein Dienstag. Nach offizieller Version entf&uuml;hrten an diesem Dienstagmorgen 19 mit Teppichmessern bewaffnete islamische Terroristen vier amerikanische Zivilflugzeuge und lie&szlig;en sie an drei verschiedenen Orten in den USA abst&uuml;rzen. Zwei Flugzeuge flogen nach Manhattan und krachten in die beiden Zwillingst&uuml;rme des World Trade Center. Ein weiteres Flugzeug flog in das Pentagon in Washington und ein viertes st&uuml;rzte in Shanksville, Pennsylvania, in einen stillgelegten Kohleacker, angeblich nach einer Revolte der Passagiere und mutma&szlig;lich auf dem Weg zum Wei&szlig;en Haus. Kein Passagier und kein Besatzungsmitglied &uuml;berlebte. Die Flugschreiber wurden nie gefunden.<\/p><p>Auch hier ein R&uuml;ckblick. Am 9. November 1989 wurde die Berliner Mauer ge&ouml;ffnet. Am 1. Juli 1991 wurde der Warschauer Pakt, das Gegenst&uuml;ck zur Nato, aufgel&ouml;st. Am 25. Dezember 1991 trat Gorbatschow als letzter Pr&auml;sident der Sowjetunion zur&uuml;ck. Die Fahne der UdSSR wurde eingeholt und die Fahne der neugegr&uuml;ndeten Russischen F&ouml;deration gehisst, deren erster Pr&auml;sident Boris Jelzin wurde. Damit war der Kalte Krieg vorbei.<\/p><p>Was wie ein Gl&uuml;ck f&uuml;r die V&ouml;lker schien, war f&uuml;r die R&uuml;stungsfirmen, die Nato und die USA eine Katastrophe. Pl&ouml;tzlich gab es keine glaubhafte Bedrohung mehr. Fast 50 Jahre lang waren riesige Geldsummen in den R&uuml;stungshaushalt, in die Armee und in die Kassen der R&uuml;stungsfirmen geflossen mit der Begr&uuml;ndung, sich vor einem Angriff aus dem Osten sch&uuml;tzen zu m&uuml;ssen. Jetzt war der &bdquo;Iwan&ldquo;, der angeblich die ganze Zeit grimmig vor der T&uuml;r gestanden hatte, weg. Man h&auml;tte erwarten sollen, dass jetzt auch die Nato aufgel&ouml;st w&uuml;rde und die Gelder f&uuml;r R&uuml;stung sinnvoller verwendet werden k&ouml;nnten. Weit gefehlt!<\/p><p>Die Verantwortlichen, vor allem in der US-Regierung, gerieten in Panik. Die Rechtfertigung f&uuml;r den milit&auml;rischen Haushalt und f&uuml;r die bisherige Au&szlig;enpolitik der USA waren verschwunden. Verzweifelt suchte man nach neuen Begr&uuml;ndungen f&uuml;r die Nato. Die USA war die einzige, verbliebene Gro&szlig;macht und wollte ihre Position als Imperium gerade jetzt, wo die Stunde g&uuml;nstig schien, noch weiter ausbauen, den angeblichen Sieg &uuml;ber den Ostblock einkassieren. Das ging aber nur, wenn ihre milit&auml;rische Pr&auml;senz &uuml;berall eher ausgebaut als abgebaut w&uuml;rde. Wie aber sollte man dem Volk das schmackhaft machen? Nur eine erneute glaubw&uuml;rdige Bedrohung k&ouml;nnte das Volk zu weiteren Opfern f&uuml;r das Milit&auml;r als Verteidiger des Vaterlandes bewegen.<\/p><p>Daf&uuml;r w&auml;re eine neue ausw&auml;rtige Bedrohung der USA notwendig gewesen, viele Verantwortliche in den USA w&uuml;nschten sich sehns&uuml;chtig eine solche neue Bedrohung herbei und sie sprachen auch offen davon. Ein neues &bdquo;Pearl Harbor&ldquo; sollte, m&uuml;sste es sein. (Der Angriff der Japaner auf den hawaiianischen St&uuml;tzpunkt der US-Marine am 7. Dezember 1941 lie&szlig; die bis dahin vorwiegend pazifistische Stimmung in den USA zu Gunsten des Kriegseintritts umschlagen.) Warteten diese Leute nur geduldig auf einen erneuten Angriff auf die USA, auf eine neue weltweite Bedrohung, oder f&uuml;hrten sie ihn vielleicht selber herbei? Die Anschl&auml;ge vom 11. September passten jedenfalls in ihr Konzept.<\/p><p>Die Anschl&auml;ge des 11. September waren das gr&ouml;&szlig;te Verbrechen, das seit langem in den USA begangen wurde. Kein Pappenstiel also. Es war vors&auml;tzlicher Mord an ungef&auml;hr dreitausend Menschen, die an diesem Tag in NY und anderswo gestorben sind, es geht um Massenmord und es geht darum, wer daf&uuml;r die Verantwortung tr&auml;gt. Waren es wirklich die 19 Muslime und handelten sie im Auftrag von Bin Laden?<\/p><p>Es gibt inzwischen ganze Heerscharen von Wissenschaftlern, Architekten, Bauingenieuren und Insidern in Washington und NY, die die offiziellen Darstellungen bezweifeln und klar sagen: So kann es nicht gewesen sein.<\/p><p>Welches Detail man sich in Bezug auf 9\/11 auch anschaut, &uuml;berall st&ouml;&szlig;t man auf Ungereimtheiten. Nichts ist gekl&auml;rt, nichts ist bewiesen. Die offiziellen Darstellungen der US-Regierung erweisen sich bei n&auml;herer Betrachtung als unbewiesene Behauptungen. Kriminalistisch ist rein gar nichts bewiesen, noch nicht einmal, ob tats&auml;chlich Flugzeuge abgest&uuml;rzt sind und wenn ja, ob die angeblichen Attent&auml;ter &uuml;berhaupt an Bord der Flugzeuge waren. Die Ermittlungen der Beh&ouml;rden grenzen eher an Vertuschung denn an Aufkl&auml;rung.<\/p><p>Der Terroranschlag und der Zusammensturz der B&uuml;rot&uuml;rme in Manhattan am 11. September 2001 waren der Anlass f&uuml;r alle von den USA seither angezettelten &bdquo;Kriegen gegen den Terrorismus&ldquo;. Auf der Basis von 9\/11 wurde eine neue Doktrin f&uuml;r Pr&auml;ventivkriege entwickelt. 9\/11 war der Beginn des Krieges gegen den Terrorismus. Die Russen hatten, so gesehen, in den Terroristen ihre ebenb&uuml;rtigen Nachfolger gefunden.<\/p><p>Ganze L&auml;nder liegen bereits f&uuml;r den Krieg gegen den Terrorismus in Schutt und Asche. Mit Millionen von Toten und Fl&uuml;chtlingen. Die Fl&uuml;chtlinge sind unterwegs aus allen L&auml;ndern, vornehmlich aber aus dem Nahen Osten. Viele davon kommen bis nach Westeuropa. Die &Uuml;berlebenden der Kriege gegen den Terrorismus aus den zerbombten D&ouml;rfern und St&auml;dten werden zunehmend radikalisiert, die Gewaltspirale rotiert immer schneller.<\/p><p>Die Gesetzgebung wurde in allen L&auml;ndern versch&auml;rft. Die Bev&ouml;lkerung ist verunsichert, f&uuml;hlt sich bedroht. Die B&uuml;rgerrechte wurden eingeschr&auml;nkt, die &Uuml;berwachung der Zivilbev&ouml;lkerung wurde intensiviert. Alles das geschah im Namen der Bek&auml;mpfung des Terrorismus und der Vorbeugung vor neuen Terroranschl&auml;gen. Oder geschieht es etwa, um einen Orwellschen Staat zu errichten?<\/p><p>Bei alledem wird man doch zumindest Klarheit dar&uuml;ber verlangen k&ouml;nnen, was denn nun genau dort passiert ist, am fraglichen 11. September 2001. Der Terroranschlag vom 11. September ist bis heute ungekl&auml;rt, die Schuldigen wurden nie gefasst, kein Gerichtsverfahren hat je ein Urteil gef&auml;llt. M&uuml;sste man aber nicht zuerst aufkl&auml;ren, wer da was gemacht hat am 11. September 2001, bevor man daf&uuml;r in den Krieg zieht?<\/p><p>Wenn die Anschl&auml;ge, wie viele behaupten, ein Insiderjob war, ausgef&uuml;hrt im Auftrag der US-Regierung, dann ist auch die Begr&uuml;ndung f&uuml;r den Krieg gegen den Terrorismus gelogen. Wenn es stimmt, dass dieses Verbrechen im Auftrag der US-Regierung begangen wurde, so m&uuml;ssen wir daraus epochale politische Schlussfolgerungen nicht nur f&uuml;r die Au&szlig;enpolitik, sondern auch f&uuml;r die Innenpolitik ziehen. Und weiter: Wenn 9\/11 Staatsterrorismus war, &auml;hnlich den Operationen der Geheimarmeen der Nato in Europa in den 70-er und 80-er Jahren, waren dann die Anschl&auml;ge in Paris, Madrid, Barcelona usw. nicht vielleicht auch verdeckte Anschl&auml;ge des tiefen Staates, die man Terroristen in die Schuhe schieben will?<\/p><p>Die neue Bedrohung erfordert sch&auml;rfere Gesetze und Einschr&auml;nkungen der b&uuml;rgerlichen Freiheit, so wird argumentiert. Gladio II also, um die Bev&ouml;lkerung in Zeiten des neuerstarkten Widerstandes gegen Staat und Kapitalismus mit neuen, scharfen Anti-Terror-Gesetzen besser kontrollieren zu k&ouml;nnen? Vorbereitung des Staates auf zuk&uuml;nftige Unruhen gegen die immer offensichtlicher werdende Ungerechtigkeit in der Gesellschaft? Wie das Beispiel Chile oben lehrt, funktioniert Neoliberalismus am besten unter einer Milit&auml;rdiktatur.<\/p><p>Geht unsere Phantasie hier zu weit? Kaum. Die Phantasie des tiefen Staates geht noch viel weiter.<\/p><p><strong>Fazit:<\/strong><\/p><p>Der 11. September 1973 war ein Wendepunkt in der Wirtschaftspolitik, der 11. September 2001 war ein Wendepunkt in der Milit&auml;rpolitik. Der 11. September ist ein schwarzer Tag in der Geschichte der arbeitenden Menschen.<\/p><p>Dieses Jahr ist der 11. September wieder ein Dienstag. Und die Lage ist weltweit so angespannt wie seit der Kuba-Krise 1962 nicht mehr. Wir sitzen auf einem Pulverfass und die Verantwortlichen sind unberechenbar wie noch nie. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><strong>Marco Wenzel<\/strong> &ndash; thail&auml;ndischer Mitarbeiter der NachDenkSeiten &ndash; hat zusammengetragen, was sich alles schon an einem Tag wie heute, am 11. September, ereignet hat. 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