{"id":45944,"date":"2018-09-11T08:25:55","date_gmt":"2018-09-11T06:25:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45944"},"modified":"2018-09-11T08:25:55","modified_gmt":"2018-09-11T06:25:55","slug":"hinweise-des-tages-3202","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45944","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45944#h01\">Wir brauchen einen Populismus von links<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45944#h02\">Two Riders were approaching: Der Anfang vom Ende der deutschen Medien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45944#h03\">Chemnitz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45944#h04\">Die SPD entgr&uuml;nen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45944#h05\">Die Krise der Konservativen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45944#h06\">Aufstehen auf italienisch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45944#h07\">Kein neues Kriegsabenteuer der Bundeswehr in Syrien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45944#h08\">Die Reichen sind nun reicher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45944#h09\">Ein Oligopol der Gro&szlig;banken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45944#h10\">Anteil der Leiharbeiter auf Rekordhoch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45944#h11\">Arbeitslosenversicherung muss von der Ausnahme zur Regel werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45944#h12\">Die Vergessenen von Harlan County<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45944#h13\">Brandbrief vom Chef: Die Deutsche Bahn steckt tief der Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45944#h14\">NRW-Regierung hat 220 Nebenjobs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45944#h15\">Ausgrenzung verhalf Schwedendemokraten zum Erfolg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45944#h16\">Rio de Janeiro: Gewalt au&szlig;er Kontrolle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45944#h17\">Hoene&szlig; h&auml;lt an Winterkorn fest<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45944#h18\">Das Letzte &ndash; NRW-Arbeitgeber f&uuml;r Hartz-IV-Korrekturen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wir brauchen einen Populismus von links<\/strong><br>\nChantal Mouffe ist die Grand Old Lady der postmarxistischen Politiktheorie. Sie warnt vor dem Rechtspopulismus &ndash; und kritisiert den Widerstand der Linken gegen politische Affekte.<br>\nWarum ist heute die Spannung zwischen Demokratie und Liberalismus wieder explosiv geworden?<br>\nEine zentrale Rolle spielt die Migrationsfrage. Dass die Migration in praktisch allen europ&auml;ischen L&auml;ndern die politische Agenda beherrscht, ist f&uuml;r niemanden ein Geheimnis, aber weniger offensichtlich ist der Grund, weshalb die Migration ein so fundamentales Sprengpotenzial hat: Sie versch&auml;rft das pannungsverh&auml;ltnis, auf dem pluralistische Demokratien aufbauen, sie erzeugt einen heftigen Konflikt zwischen Demokratie und Liberalismus.<br>\nK&ouml;nnen Sie das ausf&uuml;hren?<br>\nGem&auml;ss der liberalen Logik im strikten Sinn m&uuml;ssen Grenzen offen sein und darf es letztlich keine Grenzen geben. Der fundamentale Referenzrahmen sind die individuelle Freiheit, die allen Erdenb&uuml;rgern zusteht, und die G&uuml;ltigkeit der Menschenrechte f&uuml;r die ganze Menschheit. Die demokratische Logik jedoch hat mit diesen Formen des kosmopolitischen Universalismus im Grunde nichts am Hut. Eher im Gegenteil: Da es in einer Demokratie um die Herstellung politischer Gleichheit und um Volkssouver&auml;nit&auml;t geht, wird sie die Neigung haben, Grenzen zu ziehen und Fremde auszuschliessen, in welcher Form auch immer.<br>\nWas heisst das konkret?<br>\nNun, wir erleben es ja immer wieder. In der Migrationspolitik wird &uuml;ber verschiedene Formen der Offenheit gestritten, das liberale Prinzip w&uuml;rde &Ouml;ffnung und Freiz&uuml;gigkeit gebieten, aber dann gibt es einen Volksentscheid, der zum Ausdruck bringt, dass die Mehrheit diese Freiz&uuml;gigkeit nicht will. Und dann stellt sich in einer liberalen Demokratie die Frage: Was ist jetzt wirklich legitim?<br>\nEs gibt aber unverhandelbare Prinzipien in einer liberalen Demokratie wie die Menschenrechte.<br>\nIm Grundsatz ja. Es muss diese Basis geben in einer pluralistischen Demokratie. Aber ich halte zum Teil die Kritik des Rechtsphilosophen Carl Schmitt am politischen Liberalismus f&uuml;r berechtigt. Schmitt sagt: Der Liberalismus ist unf&auml;hig, das Politische zu erfassen. Der Liberalismus spricht in Begriffen der Menschlichkeit und orientiert sich insofern an der ganzen Menschheit. Aber &laquo;die Menschheit&raquo; ist kein politischer Begriff, denn in der Politik geht es immer darum, eine Grenze zu ziehen, eine Grenze zwischen einer kollektiven Identit&auml;t, einem &laquo;Wir&raquo; und einem &laquo;die anderen&raquo;. Das ist der Kern der Freund-Feind-Unterscheidung, die nach Schmitt das Wesen der Politik ausmacht. [&hellip;]<br>\nIhr neues Buch heisst &laquo;F&uuml;r einen linken Populismus&raquo;. Warum bestehen Sie auf dem Begriff Populismus, der sehr negativ besetzt ist?<br>\n2012 hatte ich mit Jean-Luc M&eacute;lenchon und Ernesto Laclau Gespr&auml;che in Buenos Aires, die sp&auml;ter auch publiziert wurden. M&eacute;lenchon sagte damals: &laquo;In der Sache hast du recht, aber in Frankreich kann ich mich unm&ouml;glich als Populisten bezeichnen.&raquo; Ich h&ouml;re diesen Einwand h&auml;ufig.<br>\nUnd warum halten Sie an dem Begriff fest?<br>\nAus verschiedenen Gr&uuml;nden: Zun&auml;chst ist die negative Besetzung von Populismus etwas sehr Europ&auml;isches. In den USA zum Beispiel hat sich selbst Barack Obama als Populisten bezeichnet. Bernie Sanders st&ouml;rt es nicht, als Linkspopulist zu gelten. Das d&uuml;rfte darauf zur&uuml;ckgehen, dass der Populismus als politischer Begriff in den USA entstanden ist als Bezeichnung f&uuml;r eine historische Bewegung, die nicht grunds&auml;tzlich negativ bewertet wird.<br>\nUnd welchen Sinn macht der Begriff im europ&auml;ischen Kontext?<br>\nEr erlaubt es, einen bestimmten Typus der Linken zu bezeichnen. Heute zerfallen die Linken weitgehend in zwei Lager: Zum einen gibt es die sozialliberale Linke, die Linke der heutigen Sozialdemokratie. Zum anderen gibt es &ndash; auch wenn sie stark marginalisiert ist &ndash; immer noch eine revolution&auml;re Linke, die sich als antikapitalistisch versteht und den Bruch mit der pluralistischen Demokratie sucht, in Frankreich zum Beispiel der Nouveau Parti anticapitaliste. Der Linkspopulismus dagegen ist weder das eine noch das andere. Er engagiert sich innerhalb der demokratischen Institutionen &ndash; Podemos zum Beispiel oder Corbyn &ndash;, will aber einschneidende Ver&auml;nderungen herbeif&uuml;hren, die gesellschaftlichen Machtverh&auml;ltnisse ver&auml;ndern, eine neue Hegemonie durchsetzen. Zudem ist der Begriff Populismus f&uuml;r die Diskussionen innerhalb des Postmarxismus wichtig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.republik.ch\/2018\/09\/08\/wir-brauchen-einen-populismus-von-links\">Republik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ein sehr ausf&uuml;hrliches Interview, aber es lohnt sich, es bis zum Schluss zu lesen. Letztendlich sind die Forderungen nach offenen Grenzen und nach einer offenen Gesellschaft neoliberal. <\/em><\/p>\n<p><em>Man k&ouml;nnte fast sagen hier ist das Buch zur Bewegung #Aufstehen.<\/em><\/p>\n<p><em>Chantal Mouffe<\/em><br>\n<a href=\"https:\/\/www.suhrkamp.de\/buecher\/fuer_einen_linken_populismus-chantal_mouffe_12729.html\"><em>F&uuml;r einen linken Populismus<\/em><\/a><br>\n<em>Suhrkamp<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Two Riders were approaching: Der Anfang vom Ende der deutschen Medien<\/strong><br>\nEs geh&ouml;rt zum Komplettversagen der Linken, dass sie sich die Sache mit der L&uuml;genpresse von den Dumpfbacken der Pegida aus der Hand nehmen lie&szlig;<br>\nSeit dem experimentellen Kosovo-Fake haben sich &ldquo;unsere&rdquo; Medien von ihrer grunds&auml;tzlichen Funktion verabschiedet und sich schrittweise von ihrer Existenzberechtigung befreit. Wer die &ldquo;Arbeit&rdquo; der &ouml;ffentlich-rechtlichen Sender und der &ldquo;f&uuml;hrenden&rdquo; Tageszeitungen&amp;Magazine &uuml;ber den Zeitraum 1990- 2018 verfolgen konnte oder musste und noch einen Funken historisches Bewusstsein in sich tr&auml;gt, wei&szlig; &hellip;<br>\nMenschen, die in diesem fr&uuml;hen September 2018 in meinem Schwabinger Kaffeehaus nach wenigen Minuten eines Leseversuchs ihre einst so geliebte SZ zu Seite legen, fragen mich immer wieder &ndash; da sie geh&ouml;rt haben, dass ich f&uuml;r eine sehr lange Zeit f&uuml;r viele nennenswerte Printorgane gearbeitet habe, was eigentlich aus uns Journalisten geworden ist, wann das &ldquo;irgendwie&rdquo; alles begann mit dem sittlichen Zerfall und ob sich die Branche irgendwann einmal wieder von dieser Implosion erholen wird und ob das eine Delle ist oder eine Art Grippe, wie Aids halt und man das wieder in den Griff bekommt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Two-Riders-were-approaching-Der-Anfang-vom-Ende-der-deutschen-Medien-4158735.html?seite=all\">Wolf Reiser auf Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Lesenswert, mit spitzer Feder geschrieben.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Chemnitz<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Chemnitz und die Medien: &ldquo;Das ist ganz klar eine Kampagne&rdquo;<\/strong><br>\nGab es in Chemnitz &ldquo;Hetzjagden&rdquo;? Der Streit &uuml;ber diesen Begriff lenke vom eigentlichen Thema ab, sagte ARD-Journalist Georg Restle im Dlf: Deutschland erlebe eine Mobilisierung des &ldquo;rechtesten Randes&rdquo; &ndash; und eine AfD ohne Ber&uuml;hrungs&auml;ngste. Entsprechend sei aktuelle Kritik an Medien einzuordnen.<br>\nDie aktuellen Vorw&uuml;rfe gegen&uuml;ber Medien h&auml;tten nichts mit Medienkritik zu tun. Insbesondere von Rechts werde &ldquo;der Versuch unternommen, kritische Stimmen mundtot zu machen&rdquo;, meint Restle. &ldquo;Das ist ganz klar eine Kampagne, die federf&uuml;hrend von der AfD betrieben wird.&rdquo; Hinzu komme, dass &ldquo;staatliche Institutionen Sorgen haben, den Kontakt zu einem bestimmten zu Milieu verlieren&rdquo;. Hier verschiebe sich offensichtlich was, so Restle.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/chemnitz-und-die-medien-das-ist-ganz-klar-eine-kampagne.2907.de.html?dram:article_id=427709\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Da macht es sich Georg Restle zu einfach. Sicherlich wird die schlechte Berichterstattung von der AfD instrumentalisiert. Das macht die Berichterstattung aber nicht besser und darf auch keine Entschuldigung sein. Es sollte eigentlich bekannt sein, dass die Fehler der Medien immer wieder genau die Steilvorlagen sind, die die AfD nur verwandeln muss. Was kann man dagegen tun? Ganz einfach: Fehler vermeiden und besser berichten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Was hat Chemnitz mit &ldquo;Teile und Herrsche&rdquo; zu tun?<\/strong><br>\nIn Chemnitz gab es ein T&ouml;tungsdelikt durch Ausl&auml;nder, daraufhin unsch&ouml;ne Szene von Rechtsradikalen, dann wollte die AfD daraus Nutzen ziehen, dagegen formierte sich eine Gegenbewegung, die sich in Hysterie steigerte und schlie&szlig;lich, Mission erf&uuml;llt, sprach niemand mehr &uuml;ber das Versagen der Regierung, dabei war das Versagen so eklatant, dass man es kaum niederschreiben mag.<br>\nJeder wird die Berichte &uuml;ber Chemnitz verfolgt haben. Daher nur eine Kurzversion: In Deutschland war ein junge Mann erstochen worden, zwei Ausl&auml;nder wurden wegen des T&ouml;tungsdeliktes festgenommen. Was folgte, waren die Bilder einer rechten Demo mit &ldquo;Ausl&auml;nder raus&rdquo;-Rufen, die gespenstisch genug waren. Offensichtlich wurden auch Hitlergru&szlig; gezeigt und Heil Hitler gerufen, wobei man nur hoffen kann, dass diese Nazis durch die Strafverfolgungsbeh&ouml;rden aus dem Verkehr gezogen werden. Dummerweise wurde ungef&auml;hr zeitgleich bekannt, dass V-Leuten der Geheimdienste und der Polizei nun erlaubt sein soll, sich &ldquo;szenetypisch&rdquo; zu verhalten, ohne Gefahr zu laufen, von einer Strafverfolgung behelligt zu werden, was wilden Verschw&ouml;rungstheorien T&uuml;r und Tor &ouml;ffnete.<br>\nDie Bilder waren also schlimm genug. Dann wollte die AfD den Anlass nutzen. Es kam es zu einer weiteren Demo, in der Bilder von durch Ausl&auml;nder ermordeten Menschen gezeigt wurden. Und eine Gegendemonstration, die verhinderte, dass die gr&ouml;&szlig;ere Demonstration den angemeldeten Weg gehen konnte. Was dann aber passierte, sprach jeder Berichterstattung Hohn. Da wurde von Menschenjagden berichtet, man meinte es h&auml;tte Pogrome gegeben und Tausende von Nazis h&auml;tten Ausl&auml;nder durch Chemnitz gejagt. Was nicht der Fall war, wie der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Sachsen, Wolfgang Klein ausdr&uuml;cklich best&auml;tigte: &ldquo;Nach allem uns vorliegenden Material hat es in Chemnitz keine Hetzjagd gegeben.&rdquo; Trotzdem wurde ein Musikfestival mit linksextremen Bands organisiert, &ldquo;im Kampf gegen Rechts&rdquo;, wurde die Medienkampagne, die praktisch ganz Sachsen zum Nazi-Land abstempelte, zur Lawine. Der Regierungssprecher und die Kanzlerin wiederholten unbelegte Behauptungen von Hetzjagden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Was-hat-Chemnitz-mit-Teile-und-Herrsche-zu-tun-4157288.html?seite=all\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Wie ein Sprachrohr f&uuml;r russische Anti-Merkel-Propaganda<\/strong><br>\nGr&uuml;nen-Politiker Konstantin von Notz findet, dass der Verfassungsschutzpr&auml;sident &ldquo;diese abstrusen Verschw&ouml;rungstheorien f&uuml;ttert&rdquo;. Ein Bauernopfer helfe niemandem &ndash; aber Konsequenzen m&uuml;ssten sein.<br>\n&hellip;<br>\nSeit Tagen steht der Verfassungsschutzpr&auml;sident Hans-Georg Maa&szlig;en in der Kritik, weil er behauptet hatte, es gebe keine Belege f&uuml;r Hetzjagden in Chemnitz. Warum fordern die Gr&uuml;nen seinen R&uuml;cktritt?<br>\nHans-Georg Maa&szlig;en ist mit dem Versprechen zum Pr&auml;sidenten des Bundesamtes ernannt worden, nach der NSU-Mordserie verloren gegangenes Vertrauen in die Arbeit der Beh&ouml;rde wiederherzustellen. Das war auch das Versprechen von Bundesinnenministerium und Bundesregierung. Aus heutiger Perspektive ist man mit diesem Versprechen und dem eigenem Anspruch gescheitert &ndash; und zwar auf ganzer Linie. Von Vertrauen in die Objektivit&auml;t der Arbeit der Beh&ouml;rde ist man heute weiter entfernt denn je, vor allem wenn man mit unbelegten &Auml;u&szlig;erungen wie ein Sprachrohr f&uuml;r russische Anti-Merkel-Propaganda agiert. Das ist auch aus rechtsstaatlicher und sicherheitspolitischer Perspektive verheerend und verlangt nach entsprechenden Konsequenzen.<br>\nWas meinen Sie, wenn Sie behaupten, Maa&szlig;en mache sich zum Sprachrohr der russischen Propaganda?<br>\nNach den Ereignissen von Chemnitz lief eine breite Kampagne in russischen Medien, die rechtsextremen Ausschreitungen- und Hetzjagddiskussionen seien nur ein Ablenkungsman&ouml;ver von der durch Migranten begangenen Straftat. Es spottet doch einfach nur jeder Beschreibung, wenn nun ausgerechnet der Pr&auml;sident des deutschen Bundesamtes f&uuml;r Verfassungsschutz mit derart vagen und bisher g&auml;nzlich unbelegten Behauptungen rausreitet und damit diese abstrusen Verschw&ouml;rungstheorien f&uuml;ttert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/hans-georg-maassen-von-notz-interview-1.4123268\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Selten d&auml;mlich. Dass da tats&auml;chlich jemand kommt und die Russen ins Spiel bringt.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die SPD entgr&uuml;nen<\/strong><br>\n&bdquo;Aufstehen&ldquo; m&uuml;sste sich sozialpolitisch links, migrationspolitisch aber rechtssozialdemokratisch verorten. Danach sieht es noch nicht aus.<br>\nMontag, 7. September 2015: Seit dem Wochenende kommen Fl&uuml;chtlinge aus Ungarn nach Deutschland. Am Berliner Wannsee trifft sich eine illustre Schar linksliberaler Journalisten zu einem Seminar, ein Kollege reist direkt aus Budapest an. Der Jubel ist gro&szlig;: Endlich setzt Deutschland eine liberale Fl&uuml;chtlingspolitik um &ndash; und das unter einer CDU-Kanzlerin, freuen sich die Kollegen. Es gibt nur wenige warnende Stimmen: Wenn das ein halbes Jahr weiterginge, l&auml;ge die AfD bei 15 Prozent. Die sei nach der Abspaltung des Lucke-Fl&uuml;gels ein erledigter Fall, glauben die meisten.<br>\nSo kann man sich irren. 15 Jahre soziale K&uuml;rzungspolitik, vor allem durch SPD und Gr&uuml;ne, die stets mit dem Verweis auf leere Kassen begr&uuml;ndet wurden, haben ihre Spuren in der deutschen Gesellschaft hinterlassen. Wie es ankommen musste, dass ab 2015 ausreichend Geld f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge vorhanden war, w&auml;hrend weder Renten noch Hartz IV ausreichend aufgestockt wurden, konnten sich alle ausrechnen, die Menschen au&szlig;erhalb der linksliberalen Blase kannten.<br>\nSeitdem haben Linke und Linksliberale viel unternommen, der AfD W&auml;hler in die Arme zu treiben. Seit 2015 wurden von Sahra Wagenknecht bis Horst Seehofer alle umstandslos als rechtspopulistisch bezeichnet, die den damaligen Kurs der Kanzlerin zu kritisieren wagten &ndash; bis es au&szlig;er der wirtschaftsliberalen FDP nur noch die wirklichen Rechtspopulisten der AfD gab, die f&uuml;r einen anderen Kurs in der Fl&uuml;chtlingspolitik standen.<br>\nDann erhielt die AfD bei der Bundestagswahl 12,6 Prozent. Seitdem geht unter Linksliberalen die Erz&auml;hlung um, es habe schon immer ein rechtsradikales Potenzial von 10 bis 15 Prozent in Deutschland gegeben. Dieses sei jetzt in der AfD organisiert. Warum aber ist es 60 Jahre gelungen, Rechtsradikale aus dem Bundestag zu herauszuhalten?<br>\nIn der Vor-Merkel-Bundesrepublik hatten Union und SPD in der Migrationspolitik klare Zuschreibungen. Die Union war f&uuml;r die zust&auml;ndig, die Deutschland so bewahren wollten, wie es war &ndash; was auch hie&szlig;: ohne allzu gro&szlig;e Zuwanderung. Die SPD trat eher aus &ouml;konomischen Gr&uuml;nden f&uuml;r eine Begrenzung des Zuzugs ein, weil ein &Uuml;berangebot an Arbeitskr&auml;ften die L&ouml;hne dr&uuml;ckt und die Finanzierung des Sozialstaats erschwert. In beiden Parteien gab es &ndash; nat&uuml;rlich &ndash; auch verbale Ausf&auml;lle ins Rechtspopulistische. Aber zugleich erf&uuml;llten sie auch eine demokratische Funktion, n&auml;mlich gegen&uuml;ber Gr&uuml;nen und Linken die Interessen ihrer W&auml;hler zu vertreten und im demokratischen Diskurs auszuhandeln.<br>\nDie Bundesrepublik war eine gro&szlig;e Erfolgsgeschichte, auch weil Linke und Konservative eine Kultur der m&uuml;hsamen Kompromissfindung und des Interessenausgleichs gelernt hatten. Fortschritte wurden meist ausverhandelt und langsam errungen, nicht brachial durchgesetzt. So gelang es, auch Konservative mit der multikulturellen Gesellschaft auszus&ouml;hnen, die sie selbst mit dem Holen der sogenannten Gastarbeiter hergestellt hatten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taz.de\/Archiv-Suche\/!5531319&amp;s=&amp;SuchRahmen=Print\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die Krise der Konservativen<\/strong><br>\nKonservatives Denken ist auf das Bewahren aus &ndash; glaubt man immer. Aber warum reden dann so viele Politiker Staat und Demokratie schlecht?<br>\nDie Krise der Konservativen hat wahlweise vor etwas mehr als 200 Jahren begonnen, also im Moment ihrer Geburt; oder in den Achtzigerjahren, also in der Phase ihres Triumphes. In dieser Woche aber wurde das Versagen der konservativen Parteien allzu offensichtlich, es verdichtete sich auf destruktive und demokratiesch&auml;digende Art, weil sich zeigte, dass die illiberalen Kr&auml;fte l&auml;ngst beherrschend sind.<br>\nUnd tats&auml;chlich, das beschreibt der amerikanische Politikwissenschaftler Corey Robin in seiner brillanten Studie &ldquo;Der reaktion&auml;re Geist&rdquo;, die in ein paar Wochen auch auf Deutsch erscheint, reichen die Widerspr&uuml;che, Spaltungen, Risse des konservativen Denkens bis zur franz&ouml;sischen Revolution zur&uuml;ck, als Edmund Burke und Joseph de Maistre die Strategien der Gegenrevolution formulierten.<br>\nEs erschien nur so, so Robin, als sei konservatives Denken auf das Bewahren aus &ndash; der Ursprung jedoch, wie ihn Burke formulierte, war einer des Umsturzes der Ordnung, der alten Ordnung wie der Ordnung, die die Revolution gebracht hatte. Es ging gegen den K&ouml;nig wie gegen Freiheit, Gleichheit, Br&uuml;derlichkeit. Es ging, wie Alexander Gauland sagen w&uuml;rde, &ldquo;gegen das System&rdquo;, das alte wie das neue. Die verdr&auml;ngte Wahrheit des konservativen Denkens ist damit dieser radikal zerst&ouml;rerische Gestus.<br>\nDas &ldquo;Zur&uuml;ck&rdquo; oder das &ldquo;Bewahren&rdquo; waren nie das Ziel der konservativen Gegenrevolution, die seit 1789 am W&uuml;ten ist &ndash; und der neoliberale Coup von Ronald Reagan und Margaret Thatcher in den Achtzigerjahren offenbarte diese gesellschaftszersetzende Kraft: Die konservativen Parteien haben sich im Grunde nie davon erholt, dass ihre Selbstt&auml;uschung aufgeflogen ist und in aller Klarheit formuliert wurde, dass Demokratie zweitrangig sei und den Kapitalismus in seinem Gang bitte nicht zu st&ouml;ren habe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/die-krise-der-konservativen-gefaehrliche-haeutung-kolumne-a-1227024.html\">Georg Diez auf SPIEGEL Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Aufstehen auf italienisch<\/strong><br>\nIn Rom haben am Sonnabend Linke verschiedener Couleur beschlossen, unter dem programmatischen Namen &raquo;Patria e Costituzione&laquo; (Vaterland und Verfassung) einen Verein zur Gr&uuml;ndung einer &raquo;Sinistra di Popolo&laquo; (Volkslinke) ins Leben zu rufen. Zu der Versammlung im Protomoteca-Saal der Stadtverwaltung von Rom fanden sich weit mehr als 100 Vertreter vor allem des B&uuml;ndnisses &raquo;Freie und Gleiche&laquo; (LeU), Kommunisten der Rifondazione Comunista (PRC), der Jugendorganisation des Partito Comunista Italiano (PCI) und anderer linker Gruppen ein. Von der Demokratischen Partei (PD) war Lianello Cosentino, Sekret&auml;r der r&ouml;mischen Sektion, gekommen.<br>\nDas Zentrum f&uuml;r eine Reform des Staates (CRS) stellt auf seiner Internetseite die Frage, ob eine neue Gr&uuml;ndung &raquo;tats&auml;chlich notwendig&laquo; sei. Auch Il Manifesto hegt Zweifel an den Perspektiven der neuen Bewegung.<br>\nDer LeU-Vorsitzende Pietro Grasso war nicht erschienen. Stefano Fas&shy;sina, Abgeordneter der LeU, erinnerte in seiner Rede daran, dass vor genau 75 Jahren, am 8. September 1943, nach dem Sturz Benito Mussolinis und dem Waffenstillstand mit den Alliierten, Italien mit der faschistischen Achse gebrochen hatte. Einen Tag sp&auml;ter hatten Kommunisten und Sozialisten gemeinsam mit Christdemokraten, Liberalen und Republikanern das antifaschististische Befreiungskomitee gebildet, das zum Widerstand gegen das Besatzungsregime der Hitlerwehrmacht aufrief und einen historischen Beitrag zum Sieg &uuml;ber den Faschismus in Europa leistete.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/339603.italienische-linke-sammeln-sich-aufstehen-auf-italienisch.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Kein neues Kriegsabenteuer der Bundeswehr in Syrien<\/strong><br>\n&bdquo;Eine Beteiligung der Bundeswehr an m&ouml;glichen Angriffen von Nato-Staaten in Syrien w&auml;re ein weiterer Bruch des V&ouml;lkerrechtes, weil es daf&uuml;r kein UN-Mandat gibt. Au&szlig;erdem w&uuml;rde es eine weitere gef&auml;hrliche Eskalation provozieren. DIE LINKE beantragt deswegen f&uuml;r Mittwoch eine Sondersitzung des Verteidigungsausschusses&rdquo;, sagt Heike H&auml;nsel, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Bundestag, zu Medienberichten &uuml;ber entsprechende Planungen des Verteidigungsministeriums. H&auml;nsel weiter:<br>\n&bdquo;Frau von der Leyen und Herr Maas sollten einen Blick in die v&ouml;lkerrechtliche Einsch&auml;tzung des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags werfen, der die letzten Angriffe einer Allianz um die USA in Syrien Mitte April als grunds&auml;tzlich unzul&auml;ssig bewertet hat. Selbst die Verletzung einer V&ouml;lkerrechtsnorm durch einen Staat begr&uuml;nde keinen Blankoscheck f&uuml;r unilaterale Zwangsma&szlig;nahmen seitens einer Koalition der Willigen, so die v&ouml;lkerrechtliche Einsch&auml;tzung. Wenn Verteidigungs- und Au&szlig;enministerium nun auf US-Anfrage eine Beteiligung an m&ouml;glichen neuen Angriffen pr&uuml;fen, dann ist das nicht weniger als ein angek&uuml;ndigter Versto&szlig; gegen das V&ouml;lkerrecht.<br>\nDie Begr&uuml;ndung einer m&ouml;glichen deutschen Beteiligung an Milit&auml;rschl&auml;gen in Syrien mit einem &acute;nachweislichen` Einsatz von Giftgas durch die syrische Armee ist haarstr&auml;ubend, da selbst die Organisation f&uuml;r das Verbot von Chemiewaffen, OPCW, eine Verantwortung f&uuml;r Chemiewaffeneins&auml;tze im syrischen Douma im Nachhinein bisher nicht feststellen konnte.<br>\nEs ist skandal&ouml;s, dass die Beteiligung des Bundestags mit Verweis auf m&ouml;gliche Chemiewaffenangriffe schon jetzt ausgehebelt werden soll. DIE LINKE wird diesen geplanten Versto&szlig; gegen den Parlamentsvorbehalt rechtlich pr&uuml;fen lassen und fordert Frau von der Leyen auf, sich im Verteidigungsausschuss zu diesem ungeheuerlichen Vorsto&szlig; zu erkl&auml;ren.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/kein-neues-kriegsabenteuer-der-bundeswehr-in-syrien\/\">DIE LINKE<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die Reichen sind nun reicher<\/strong><br>\nIn den USA steigen Aktienkurse und Konzern-Gewinne wieder kr&auml;ftig, auch dank der Deregulierungen von Pr&auml;sident Trump. Dagegen haben Millionen Sparer und Eigenheimbesitzer seit 2008 vieles verloren, auch das Vertrauen in das System.<br>\nAm 15. September 2008 waren alle Versuche, die US-Regierung doch noch zur Rettung zu bewegen, gescheitert. Zu viele Milliarden hatte Finanzminister Henry Paulsen schon freigegeben und so meldete die viertgr&ouml;&szlig;te US-Bank am Morgen Insolvenz an. Gegr&uuml;ndet von deutschen Einwanderern, hatte die Investmentbank Lehman Brothers wie andere auch, seit Jahren mit faulen Immobilien-Krediten spekuliert. Aufgenommen von Leuten, denen eigentlich die finanziellen Mittel f&uuml;r ein Eigenheim fehlten, aber zu der Zeit bekam praktisch jeder in den USA einen Kredit. Eine Frage der Zeit, bis diese Blase platzte.<br>\nDie US-Regierung unter George W. Bush musste nun f&uuml;r ihre Fehler bezahlen und startete im Oktober 2018 ein 700 Milliarden US-Dollar teures Rettungspaket f&uuml;r den Finanzmarkt, der sogenannte Paulson-Plan. Als Barack Obama im Februar 2009 das Pr&auml;sidentenamt &uuml;bernahm, legte er ein fast 800 Milliarden US-Dollar schweres Konjunkturprogramm nach. So konnten sich Wirtschaft und Arbeitsmarkt langsam wieder erholen. &hellip;.<br>\nHeute sind die Aktienkurse in den USA auf Rekordst&auml;nden, die Arbeitslosigkeit liegt sehr niedrig bei rund vier Prozent. Aber der gro&szlig;e Aufschwung hat nur einen kleinen Teil der Bev&ouml;lkerung erreicht. Das zeigen einige Zahlen: Die H&auml;lfte der US-Amerikaner hat keine Anlagen in Aktien. Seit der Krise hat das Verm&ouml;gen der reichsten ein Prozent der Gesellschaft um durchschnittlich vier Millionen US-Dollar zugenommen, die Durchschnittsfamilie dagegen hat 42.000 US-Dollar weniger auf dem Konto. In fast allen gro&szlig;en St&auml;dten gibt es heute weniger Hausbesitzer als vor zehn Jahren. F&uuml;r 70 Prozent der unteren Lohngruppen sind die Einkommen gefallen. Zweidrittel k&ouml;nnen eine Arztrechnung von 500 Dollar nicht bezahlen.<br>\nDieser Vertrauensverlust in den &ldquo;amerikanischen Traum&rdquo;, trieb viele W&auml;hler im Wahlkampf 2016 zu Donald Trump oder dem Demokraten Bernie Sanders.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/folgen-der-finanzkrise-in-den-usa-die-reichen-sind-nun.979.de.html?dram:article_id=427609\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Es ist nat&uuml;rlich ziemlich infam in diesem Zusammenhang Bernie Sanders und Trump in einem Atemzug zu nennen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Ein Oligopol der Gro&szlig;banken<\/strong><br>\nIn der Finanzkrise haben wir die Chance verpasst, die Systemfrage zu stellen. Die Folgen sind gravierend: Wenn es ernst wird, m&uuml;ssen erneut alle einstehen.<br>\nDie Krise hat uns auch viel &uuml;ber die Wirksamkeit von Fiskalpolitik gelehrt. Sogar der Internationale W&auml;hrungsfonds (IWF) hat 2013 einer einfachen keynesianischen Wahrheit stattgegeben: In einer sich anbahnenden Depression m&uuml;ssen die staatlichen Ausgaben ausgeweitet werden. Das stabilisiert die Wirtschaft und f&uuml;hrt letztlich zu einer h&ouml;heren &ouml;konomischen Aktivit&auml;t.<br>\nUmgekehrt ist ein harter Sparkurs kontraproduktiv. Diese Lektion musste Europa lernen &ndash; auf Kosten von Millionen S&uuml;deurop&auml;ern, die ihren Job in der Eurokrise verloren. Aber eine expansive Finanzpolitik ist nicht nur f&ouml;rderlich, sie ist auch finanzierbar. Denn die Zentralbanken haben mit dem Ankauf von Staatsanleihen m&ouml;gliche Spekulationen verhindert und die Zinsen niedrig gehalten.<br>\nAuch wenn man wei&szlig;, dass Konjunkturpakete wirken und Anleihem&auml;rkte gez&auml;hmt werden k&ouml;nnen, kann man sich immer noch daf&uuml;r entscheiden, Haushalte zu konsolidieren, zu sparen und die Kollateralsch&auml;den auf dem Arbeitsmarkt einfach in Kauf zu nehmen. Nur darf man dann nicht behaupten, so wie es Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Krise immer wieder getan hat, die gew&auml;hlte Strategie sei alternativlos. Es ist eine politische Entscheidung, welcher Weg am Ende beschritten wird.<br>\nAber jenseits der Frage nach der richtigen Rettungsstrategie: H&auml;tte die Krise nicht bereits im Vorhinein verhindert werden k&ouml;nnen? Wie k&ouml;nnen wir das Finanzsystem reparieren? In den Nachwehen der Krise forderten einige lautstark eine radikale Wende. Warum die Banken nicht einfach aufspalten? Ihre Gr&ouml;&szlig;e beschr&auml;nken? Bestimmte Gesch&auml;fte einfach komplett verbieten?<br>\nAlle diese Ideen wurden f&uuml;r kurze Zeit diskutiert. Die politische Linke h&auml;lt sie auch heute noch f&uuml;r fundamental. Aber die Vorschl&auml;ge blieben auf dem politischen Rei&szlig;brett haften. Es fehlte an Mut und vielleicht auch an der notwendigen politischen Vision, sie umzusetzen. Die verantwortlichen Politiker waren zu konservativ und die extremen Umst&auml;nde der Krise minimierten ihr Interesse an radikalen Ver&auml;nderungen. &Uuml;ber allem schwebte die Angst vor einem erneuten &ldquo;Lehman-Moment&rdquo;.  Bis zum Sommer 2009 hatten zudem alle staatlichen Abwehrma&szlig;nahmen wieder eine gewisse Normalit&auml;t hergestellt. Damit verschwand der bereits zu Beginn geringe Druck zu grundlegenden Ver&auml;nderungen vollends.<br>\nBlickt man heute auf das globale Finanzsystem, muss man feststellen: Es funktioniert im Vergleich zu 2008 weitgehend unver&auml;ndert. Anstatt strukturelle Reformen anzupacken, glauben die nationalen und internationalen Regulierungsbeh&ouml;rden, dass sie die bestehenden Risiken nur besser managen m&uuml;ssen. Einige wichtige Erkenntnisse haben sich aber durchgesetzt: Eine Krise wie 2008 macht Jahre des Wachstums und schmerzvoller Reformprogramme zunichte. Es waren private, nicht &ouml;ffentliche Schulden, die f&uuml;r 2008 verantwortlich waren. Und um den Finanzsektor im Griff zu halten, reicht es nicht, lediglich die Grundparameter einer Volkswirtschaft zu beobachten. Die gr&ouml;&szlig;ten Risiken lauern im privaten Geldgesch&auml;ft. Wir m&uuml;ssen die Bilanzen der 30 weltweit gr&ouml;&szlig;ten und damit systemrelevanten Banken kontinuierlich &uuml;berwachen und wenn n&ouml;tig in ihre Gesch&auml;fte eingreifen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2018-09\/finanzkrise-lehman-brothers-crashed-adam-tooze\/komplettansicht\">Zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Anteil der Leiharbeiter auf Rekordhoch<\/strong><br>\nIn den vergangenen zehn Jahren hat sich die Zahl der Menschen in Zeitarbeit um gut 40 Prozent erh&ouml;ht. Ein &Uuml;bergang in einen regul&auml;ren Job gelingt eher selten.<br>\nDie Zahl der Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter in Deutschland ist im Zeitraum von 2007 bis 2017 um 43 Prozent gestiegen. Das geht nach Angaben des RedaktionsNetzwerkes Deutschland (RND) aus einer Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor. Ende vergangenen Jahres war demnach mehr als eine Million Menschen in Zeitarbeit t&auml;tig und damit so viele wie nie. Zehn Jahre zuvor waren es noch rund 720.000 Menschen gewesen.<br>\nDer Anteil der Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter an der Gesamtbesch&auml;ftigung lag damit im vergangenen Jahr bei 2,8 Prozent. In der Metallbearbeitung und im Lager- und Postbereich ist er mit 14,9 beziehungsweise 12 Prozent deutlich h&ouml;her gewesen.  &hellip;.<br>\nDie Zahl der Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter in Deutschland ist im Zeitraum von 2007 bis 2017 um 43 Prozent gestiegen. Das geht nach Angaben des RedaktionsNetzwerkes Deutschland (RND) aus einer Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor. Ende vergangenen Jahres war demnach mehr als eine Million Menschen in Zeitarbeit t&auml;tig und damit so viele wie nie. Zehn Jahre zuvor waren es noch rund 720.000 Menschen gewesen.<br>\nDer Anteil der Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter an der Gesamtbesch&auml;ftigung lag damit im vergangenen Jahr bei 2,8 Prozent. In der Metallbearbeitung und im Lager- und Postbereich ist er mit 14,9 beziehungsweise 12 Prozent deutlich h&ouml;her gewesen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2018-09\/zeitarbeit-leiharbeit-bundesarbeitsministerium-beschaeftigung-zahlen\">Zeit<\/a>\n<p><strong>Dazu: Leiharbeit ist Lohndumping und keine Arbeitsmarktbr&uuml;cke<\/strong><br>\nAuswertung der Antwort der Bundesregierung (PDF) auf die Kleine Anfrage &bdquo;Aktuelle Entwicklungen in der Leiharbeit&rdquo; von Susanne Ferschl u.a. und der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/leiharbeit-ist-lohndumping-und-keine-arbeitsmarktbruecke\/\">linksfraktion<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Arbeitslosenversicherung muss von der Ausnahme zur Regel werden<\/strong><br>\nZwei Drittel (66,2 Prozent) der Erwerbslosen, 1.677.406, wurden im Jahr 2017 im Bereich des Hartz-IV-Systems (Rechtskreis SGB II) betreut, lediglich 33,8 Prozent (855.431) von den Agenturen f&uuml;r Arbeit (SGB III) im Bereich der Arbeitslosenversicherung. In Ostdeutschland waren es sogar 70,6 Prozent im SGB II (Westdeutschland 64,8 Prozent).<br>\nDen niedrigsten Anteil von Erwerbslosen im SGB II hatte im Jahr 2017 Bayern mit 47,7 Prozent, den h&ouml;chsten Bremen mit 78,1 Prozent. Von Erwerbslosen ohne Berufsausbildung befanden sich bundesweit im Jahr 2017 83,2 Prozent im Bereich des SGB II, in Ostdeutschland sogar 87,7 Prozent.<br>\nDies geht aus der offiziellen Statistik der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit zu Arbeitslosen nach Rechtskreisen (PDF) hervor, die die Bundestagsabgeordnete Sabine Zimmermann ausgewertet hat.<br>\nDie arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag erkl&auml;rt dazu:<br>\n&bdquo;Die Betreuung von Erwerbslosen im Bereich der Arbeitslosenversicherung muss von der Ausnahme wieder zur Regel werden. Die gute Finanzlage der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit sollte Anlass f&uuml;r die Bundesregierung sein, die Arbeitslosenversicherung zu st&auml;rken und auszubauen. Die Beitragssatzsenkung ist lediglich ein Geschenk an  Unternehmen. Besch&auml;ftigte werden nur marginal entlastet. F&uuml;r Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer w&uuml;rde es sich mehr lohnen, wenn die Leistungen und der Zugang zur Arbeitslosenversicherung verbessert w&uuml;rden. Sie muss wieder zum Hauptinstrument der sozialen Sicherung bei Erwerbslosigkeit werden.&ldquo;<br>\nZimmermann weiter: &bdquo;Die geplanten Ma&szlig;nahmen der Bundesregierung sind nicht ausreichend, um die Arbeitslosenversicherung entscheidend zu st&auml;rken. Die  Rahmenfrist muss wieder von derzeit 24 Monaten auf 36 Monate ausgedehnt werden. Der Anspruch auf Arbeitslosengeld sollte bereits nach 4 Monaten Beitragszeit entstehen. F&uuml;r langj&auml;hrige Beitragszahler muss die Anspruchsdauer erweitert werden, ebenso f&uuml;r &auml;ltere Erwerbslose und Menschen mit Behinderungen. Statt Hartz IV braucht es eine sanktionsfreie Mindestsicherung, die wirklich vor Armut sch&uuml;tzt und gesellschaftliche Teilhabe erm&ouml;glicht.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/arbeitslosenversicherung-muss-von-der-ausnahme-zur-regel-werden\/\">DIE LINKE<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Die Vergessenen von Harlan County<\/strong><br>\nIm Juli erkl&auml;rte die US-Regierung den Kampf gegen die Armut f&uuml;r &ldquo;erfolgreich&rdquo; und &ldquo;so gut wie beendet&rdquo;. F&uuml;r die Menschen in fr&uuml;heren Industrieregionen klingt das wie ein schlechter Witz.<br>\nHarlan County ist ein wundersch&ouml;ner Ort, eingekeilt in einem Tal zwischen zwei bewaldeten Bergen in den Appalachen von Kentucky. Er ist aber auch einer der &auml;rmsten Bezirke in den Vereinigten Staaten. Ein Ort, den die Menschen seit Jahrzehnten verlassen.<br>\nIn seiner Hochphase lebten mehr als 75.000 Menschen hier. Das war 1940, als der Kohlebergbau noch gen&uuml;gend Arbeit bot. Seitdem spiegelt die Bev&ouml;lkerungsentwicklung den best&auml;ndigen R&uuml;ckgang der Kohleindustrie wider. Heute leben hier nur noch rund 27.000 Menschen. Auch sie h&auml;tten l&auml;ngst wegziehen k&ouml;nnen, angesichts von Armuts- und Arbeitslosenquoten, die doppelt so hoch sind wie der nationale Durchschnitt. Viele von denen, die bleiben, kommen kaum &uuml;ber die Runden.<br>\nDie Appalachen-Region, die gr&ouml;&szlig;tenteils l&auml;ndlich und von Wei&szlig;en besiedelt ist, wurde lange Zeit in der amerikanischen Popkultur und den Medien eher negativ dargestellt &ndash; als Heimat meist ungelernter, arbeitsloser und misstrauischer Menschen. Dass die meisten von ihnen im Pr&auml;sidentschaftswahlkampf f&uuml;r Donald Trump stimmten, weil dieser versprach, die Kohleindustrie wieder aufzup&auml;ppeln, brachte ihnen und ihrer Notlage ein bisschen nationale Aufmerksamkeit. Es half aber nicht gerade dabei, diese Vorurteile zu entkr&auml;ften.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/die-vergessenen-von-harlan-county\/a-45334366\">Deutsche Welle<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Brandbrief vom Chef: Die Deutsche Bahn steckt tief der Krise<\/strong><br>\nBahnchef Lutz hat einen Brandbrief an seine F&uuml;hrungskr&auml;fte geschrieben. Demnach befindet sich die Deutsche Bahn in der Krise. Die wirtschaftliche Lage des Unternehmens hat sich verschlechtert, auch bei der P&uuml;nktlichkeit ist die Bahn weiter abgerutscht.<br>\nDer Chef der Deutschen Bahn, Richard Lutz, hat sich mit einem Brandbrief an die F&uuml;hrungskr&auml;fte des Staatsunternehmens gewandt. Das Schreiben, aus dem der Spiegel zitiert, verdeutlicht, in welch schwieriger Lage sich die Bahn befindet. Lutz selbst beschreibt die Situation in klaren Worten. Die Bahn befinde sich &ldquo;in einer schwierigen Situation&rdquo;, die sich in den vergangenen Monaten noch verschlechtert habe. &ldquo;Da gibt es leider nichts zu besch&ouml;nigen&rdquo;, so Lutz.<br>\nDer Bahnchef ruft seine F&uuml;hrungskr&auml;fte dazu auf, zusammenzur&uuml;cken und &ldquo;den Systemverbund Bahn wieder auf Kurs&rdquo; zu bringen. Er beschreibt, wie der &Ouml;ffentlichkeit die desolate Lage der Bahn im Sommer verborgen geblieben war. &ldquo;Im Fokus standen andere Themen und in der Kritik vor allem die Airlines&rdquo;, so Lutz. Man sei &ldquo;mit einem blauen Auge&rdquo; davongekommen. Auch die Passagierrekorde in den letzten Monaten &uuml;berdeckten die Probleme des Unternehmens.<br>\nDie finanzielle Lage der Bahn ist dramatisch. Lutz erkl&auml;rt, dass das operative Ergebnis &ldquo;deutlich unter dem Vorjahr und weit weg von unserer Zielsetzung&rdquo; liege. Man habe sich in den letzten Monaten um weitere 160 Millionen Euro vom Gesch&auml;ftsplan entfernt, weshalb das auf 2,1 Milliarden Euro reduzierte Ergebnis im Risiko stehe. Der Vorstand versucht, eine weitere Gewinnwarnung zu vermeiden. Es w&auml;re die dritte in diesem Jahr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/wirtschaft\/75848-deutsche-bahn-steckt-tief-krise\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>NRW-Regierung hat 220 Nebenjobs<\/strong><br>\nDer Ministerpr&auml;sident und seine Kulturministerin in je &uuml;ber 20 Gremien engagiert. Sein Finanz-, sein Wirtschafts- und seine Heimatministerin sind jeweils in &uuml;ber einem Dutzend Gremien aktiv.<br>\nD&uuml;sseldorf. In NRW kassieren Minister und Staatssekret&auml;re zus&auml;tzliche Eink&uuml;nfte von mehr als 200.000 Euro im Jahr. Davon d&uuml;rfen sie pro Kopf und Jahr 9600 Euro behalten. Kritik kommt von den Gr&uuml;nen.<br>\n&Uuml;ber ihre Geh&auml;lter hinaus erzielen die Mitglieder der NRW-Landesregierung zusammengerechnet vorl&auml;ufige Nebeneink&uuml;nfte von mehr als 200.000 Euro pro Jahr. Das geht aus der Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage unserer Redaktion hervor.<br>\nSpitzen-Nebenverdiener ist demnach NRW-Finanzminister Lutz Lienenk&auml;mper (CDU), der als Mitglied in diversen Steuerungs- und Kontrollgremien etwa beim RAG-Konzern oder der landeseigenen NRW-Bank auf vorl&auml;ufige Nebeneink&uuml;nfte in H&ouml;he von &uuml;ber 70.000 Euro pro Jahr kommt.<br>\nUnter dem Strich d&uuml;rfen der Ministerpr&auml;sident, seine zw&ouml;lf Landesminister und die 16 Staatssekret&auml;re der Landesregierung von ihren Nebenverdiensten aber pro Kopf und Jahr nur 9600 Euro behalten. Nebeneink&uuml;nfte, die diesen Betrag &uuml;bersteigen, flie&szlig;en an die Landeskasse. Bis Anfang 2017 lag die Kappungsgrenze noch bei 6000 Euro pro Kopf und Jahr.<br>\nDie rot-gr&uuml;ne Vorg&auml;ngerregierung hatte sie auf 9.600 Euro angehoben, um die maximale Hinzuverdienstgrenze an die allgemeine Preissteigerung anzupassen.<br>\nVorl&auml;ufige Nebeneink&uuml;nfte &uuml;ber diese Kappungsgrenze hinaus erzielen neben Lienenk&auml;mper auch sein Staatssekret&auml;r Patrick Opdenh&ouml;vel (CDU) mit &uuml;ber 20.000 Euro pro Jahr, Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) mit &uuml;ber 26.000 Euro pro Jahr, Heimatministerin Ina Scharrenbach (CDU) mit &uuml;ber 30.000 Euro pro Jahr und Staatssekret&auml;r Nathanael Liminski (CDU, Chef der Staatskanzlei) mit &uuml;ber 11.000 Euro pro Jahr. &hellip;.<br>\nZu den h&ouml;chstdotierten Nebenjobs der Mitglieder der Landesregierung geh&ouml;rt der mit 35.000 Euro j&auml;hrlich plus 1000 Euro je Sitzung dotierte Aufsichtsratsposten im RAG-Konzern (Lutz Lienenk&auml;mper) und der Verwaltungsratsvorsitz in der Ersten Abwicklungsanstalt, der mit 10.000 Euro j&auml;hrlich plus 300 Euro pro Sitzung dotiert ist und von Staatssekret&auml;r Opdenh&ouml;vel wahrgenommen wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/nrw\/landespolitik\/die-nrw-landesregierung-ist-in-ueber-220-nebenjobs-engagiert_aid-32826507\">Rheinische Post<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Ausgrenzung verhalf Schwedendemokraten zum Erfolg<\/strong><br>\nIn Schweden haben es fast alle vorausgesehen, und jetzt besteht kein Zweifel mehr: Die rechtspopulistischen Schwedendemokraten gehen aus der Parlamentswahl als Sieger hervor, auch wenn ihr Ergebnis nicht ganz an die Prognosen der Sommermonate heranreicht. Dagegen sind die Sozialdemokraten auf ein historisches Tief gerutscht, und bei den konservativ-b&uuml;rgerlichen Moderaten, dem Pendant zur CDU, steht ebenfalls ein deutliches Minus.<br>\nDie schlimmsten Bef&uuml;rchtungen haben sich am Sonntag zwar nicht bewahrheitet, denn die etablierten Parteien konnten in den Wahlkampfwochen zuletzt noch etwas Boden gutmachen. Trotzdem bleibt die Frage: Was lief da schief in einem Land, das f&uuml;r seinen Wohlstand und sein Sozialsystem von vielen in der Welt bewundert wird, das eine geringe Arbeitslosigkeit hat und als Vorbild bei der Gleichberechtigung gilt?<br>\nDer Erfolg der Schwedendemokraten hat &auml;hnliche Ursachen wie der Aufstieg der deutschen Rechtspopulisten von der AfD. Beide Parteien leben haupts&auml;chlich von der Abwehr gegen Fl&uuml;chtlinge und Einwanderer, beide bedienen die Sehnsucht nach einer Vergangenheit, in der es vermeintlich eine klare nationale Identit&auml;t, mehr Ordnung und weniger Kriminalit&auml;t gab. Und beide sprechen eine W&auml;hlerschaft an, die von Entt&auml;uschten und Besorgten bis hin zu Rassisten und Extremisten reicht.<br>\nIm Umgang mit dieser politischen Agenda und ihren Anh&auml;ngern hat sich in Schweden nicht nur die rot-gr&uuml;ne Regierung schwergetan, sondern ein gro&szlig;er Teil der Gesellschaft. Wahrscheinlich kann man daraus auch in Deutschland etwas lernen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/m.spiegel.de\/politik\/ausland\/schwedenwahl-ausgrenzung-verhalf-rechten-schwedendemokraten-zum-erfolg-a-1227274.html\">SPON<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Rio de Janeiro: Gewalt au&szlig;er Kontrolle<\/strong><br>\nWeder Polizei noch Milit&auml;rs sind Herr der Lage in Rio de Janeiro. Mitglieder von Mittel- und Oberschicht passen ihren Alltag an die allt&auml;gliche Gewalt an, w&auml;hrend die Bewohner der betroffenen Favelas in der Falle sitzen.<br>\nDie Smartphone-Apps, die Rios besorgte B&uuml;rger vor Schusswechsel warnen, registrierten im August 700 Vorf&auml;lle, 80 Prozent mehr als im Vorjahr. Derart informiert, versuchen die Cariocas Gefahrenherde wie die Schnellstra&szlig;en &ldquo;Linha vermelha&rdquo; und &ldquo;Linha amarela&rdquo; zu umgehen. Wer Geld hat, f&auml;hrt im gepanzerten Wagen. Die anderen bekleben die Autoscheiben mit Sichtschutzfolien.<br>\nIm Mittelklasseviertel Tijuca diskutieren besorgte Eltern dar&uuml;ber, ob man wegziehen sollte. Die Bars hier klagen genauso &uuml;ber weniger Kundschaft wie die Sambaschuppen im Boheme-Viertel Lapa. Derweil trifft man in Ipanema und Leblon, Rios Top-Wohnlagen, auf immer mehr private Wachdienste. Um schlecht beleuchtete Parks wie den &ldquo;Jardim de Alah&rdquo;, der die beiden Edelviertel trennt, macht man nachts einen Bogen.<br>\nSo unangenehm dies f&uuml;r die Menschen auf dem &ldquo;Asphalt&rdquo;, in den regul&auml;ren Wohnvierteln, auch ist &ndash; in den Favela-Slums trifft es die Menschen mit voller Wucht. Das Risiko, umzukommen, werde in Rio durch die Hautfarbe und die Postleitzahl bestimmt, so die Politikwissenschaftlerin Ilona Szab&oacute;. Beispiel: die Vila Cruzeiro. &ldquo;Ich w&uuml;rde hier ein Gesetz erlassen, dass alle zuhause bleiben m&uuml;ssten. Nur zur Schule, zur Arbeit oder zum Einkaufen darf man raus. Denn man wei&szlig; hier nie, was demn&auml;chst passiert&rdquo;, sagt Claudia Sacramento.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/rio-de-janeiro-gewalt-au%C3%9Fer-kontrolle\/a-45353146\">Deutsche Welle<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Hoene&szlig; h&auml;lt an Winterkorn fest<\/strong><br>\nUli Hoene&szlig; hat das Festhalten an Martin Winterkorn und Rupert Stadler als Aufsichtsratsmitglieder des FC Bayern M&uuml;nchen verteidigt.<br>\nIm Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung verwies der Pr&auml;sident des Rekordmeisters darauf, dass beide Top-Manager in der Dieselaff&auml;re vorerst lediglich als Beschuldigte gelten.<br>\n&ldquo;Solange das bei Martin Winterkorn und Rupert Stadler so ist, muss ich nicht hergehen und alles vergessen, was sie in vielen Jahren f&uuml;r den FC Bayern getan haben&rdquo;, sagte Hoene&szlig;. &ldquo;In schwierigen Zeiten zeigt sich, wer wo steht und was eine Freundschaft wert ist.&rdquo;<br>\nDer fr&uuml;here Volkswagen-Chef Winterkorn ist in den USA wegen Betrugs angeklagt. Er wird per internationalem Haftbefehl gesucht. Der beurlaubte Audi-Boss Stadler sieht sich demselben Vorwurf ausgesetzt. Er sitzt wegen Verdunklungsgefahr in Untersuchungshaft.<br>\nUngeachtet der Vorw&uuml;rfe &uuml;ben beide ihr Mandat als Aufsichtsrat beim Rekordmeister weiter aus. Aus dem Klub heraus gab es bislang kein &ouml;ffentliches Bestreben, daran etwas zu &auml;ndern. Hoene&szlig; ist Vorsitzender des Gremiums.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sport1.de\/fussball\/bundesliga\/2018\/09\/fc-bayern-hoeness-verteidigt-aufsichtsraete-winterkorn-und-stadler\">sport1<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Da kann man wohl sagen, eine Kr&auml;he hackt der anderen kein Auge aus.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Das Letzte &ndash; NRW-Arbeitgeber f&uuml;r Hartz-IV-Korrekturen<\/strong><br>\nDer Pr&auml;sident des Arbeitgeberverbandes Unternehmer NRW, Arndt Kirchhoff, hat Korrekturen am Sozialsystem gefordert. &ldquo;Der beste Schutz vor Armut ist Arbeit. Deshalb sollten wir unsere sozialen Sicherungssysteme hinterfragen&rdquo;, sagte er der D&uuml;sseldorfer &ldquo;Rheinischen Post&rdquo; (Samstag). Ein Hartz-IV-Empf&auml;nger mit zwei Kindern bekomme netto nicht viel weniger als ein Beamter auf der untersten Stufe, sagte Kirchhoff. &ldquo;Wir m&uuml;ssen st&auml;rkere Anreize zur Aufnahme einer Arbeit schaffen. Man k&ouml;nnte dar&uuml;ber nachdenken, Menschen zu Beginn der Arbeitslosigkeit sogar mehr zu zahlen als heute, die Zuwendungen dann aber relativ z&uuml;gig abzuschmelzen. Hier empfehle ich, dass wir uns das d&auml;nische Modell des ,F&ouml;rderns und Forderns&rsquo; mal genauer ansehen.&rdquo; F&uuml;r H&auml;rtef&auml;lle m&uuml;sste es eine andere L&ouml;sung geben. &ldquo;Auch das geh&ouml;rt zur sozialen Marktwirtschaft&rdquo;, so Kirchhoff.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/30621\/4055711\">Rheinische Post<\/a>\n<p><strong>und: Das Rentenniveau muss sinken<\/strong><br>\nDie Jungen Unternehmer halten das Einfrieren des Rentenniveaus, wie die Bundesregierung es bis 2025 beschlossen hat, f&uuml;r unverantwortlich. &ldquo;Das ist eine tickende Zeitbombe&rdquo;, sagt Verbandschefin Sarna R&ouml;ser.<br>\nn-tv.de: Ihr Verband hat eine &ldquo;junge Rentenkommission&rdquo; ins Leben gerufen. Warum?<br>\nSarna R&ouml;ser: Aus unserer Sicht ist die Rentenpolitik der Bundesregierung schlicht unverantwortlich. Das gerade beschlossene Einfrieren des Rentenniveaus bis 2025, die Ausweitung der M&uuml;tterrente sowie die 2014 in Kraft getretene Rente mit 63 gehen allesamt zu Lasten der jungen Generation. Das sind immense Kosten auf unseren Schultern.<br>\nDann halten Sie vermutlich nicht viel vom Vorschlag des Bundesfinanzministers, das jetzige Rentenniveau von 48 Prozent bis 2040 festzuschreiben?<br>\nDieser Vorschlag von Olaf Scholz ist das beste Beispiel, mit welcher Sorglosigkeit Teile der Politik den kommenden Generationen Hypotheken aufb&uuml;rden. Wir wissen aus verschiedenen Studien, dass ein Einfrieren des Rentenniveaus bis 2040 mehr als 118 Milliarden Euro zus&auml;tzlich kosten wird &ndash; pro Jahr. Das ist mehr, als im aktuellen Bundeshaushalt f&uuml;r Verteidigung, Infrastruktur, Bildung, Gesundheit und Familie zusammen veranschlagt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Das-Rentenniveau-muss-sinken-article20615347.html\">n-tv<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Von wegen &ldquo;junge Rentenkommission&rdquo;, von wegen &bdquo;Junge Unternehmer&ldquo;, nichts als die alten, abgestandenen neoliberalen Parolen und die Auslassungen zur Rente mit 63 sind schlicht und ergreifend eine Frechheit. Wenn es den &bdquo;jungen Unternehmern&ldquo; so um Fachkr&auml;fte geht, dann fragt man sich weshalb man auf dem Arbeitsmarkt, selbst als gesuchte Fachkraft mit 50+ faktisch keine Chance mehr hat. Wie man sieht sch&uuml;tzt Jugend leider nicht vor Dummheit.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-45944","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/45944","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=45944"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/45944\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":45946,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/45944\/revisions\/45946"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=45944"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=45944"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=45944"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}