{"id":45971,"date":"2018-09-13T08:27:34","date_gmt":"2018-09-13T06:27:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45971"},"modified":"2018-09-13T08:27:34","modified_gmt":"2018-09-13T06:27:34","slug":"hinweise-des-tages-3204","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45971","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45971#h01\">Koalition streitet &uuml;ber m&ouml;glichen Syrien-Einsatz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45971#h02\">Moscow Has Upped the Ante in Syria<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45971#h03\">State of the Union<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45971#h04\">Der Jo-Jo Effekt der Finanzkrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45971#h05\">Mit der EU-Urheberrechtsreform wird das Internet zerschlagen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45971#h06\">Deshalb sorgt Heils neuer Wurf zur Rentenreform f&uuml;r Ungleichheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45971#h07\">Forscher: Riester &amp; Co. helfen kaum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45971#h08\">Workers are &pound;800 a year poorer post-crisis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45971#h09\">Pilotengewerkschaft zum Streik bei Ryanair: &ldquo;Es geht um einfache Dinge wie geregelten Urlaub&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45971#h10\">Maulkorb f&uuml;r Besch&auml;ftigte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45971#h11\">Die Pfleger von heute sind die Pflegebed&uuml;rftigen von morgen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45971#h12\">Fragw&uuml;rdige Vertragsverh&auml;ltnisse: Arbeitsgericht stoppt BMWs Werkvertrag-Tricks<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45971#h13\">Wohngeld schafft keine Wohnungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45971#h14\">OECD-Studie: Bildung bleibt eine Frage der Herkunft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45971#h15\">Vorw&auml;rts in die Vergangenheit?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45971#h16\">Der Staat im Staate<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Koalition streitet &uuml;ber m&ouml;glichen Syrien-Einsatz<\/strong><br>\nMerkel gegen Nahles, von der Leyen gegen Maas: Die Frage eines m&ouml;glichen Bundeswehreinsatzes in Syrien spaltet die Koalition. In den USA d&uuml;rfte die Auseinandersetzung mit Interesse verfolgt werden.<br>\nZwischen den Koalitionspartnern Union und SPD ist ein offener Streit &uuml;ber ein m&ouml;gliches Eingreifen der Bundeswehr in den Syrien-Krieg ausgebrochen.<br>\nKanzlerin Angela Merkel (CDU) kritisierte das klare Nein von SPD-Chefin Andrea Nahles zu einer deutschen Beteiligung an einem Vergeltungsschlag beim Einsatz von Giftgas. &laquo;Einfach zu behaupten, wir k&ouml;nnten wegsehen, wenn irgendwo Chemiewaffen eingesetzt werden und eine internationale Konvention nicht eingehalten wird, das kann auch nicht die Antwort sein&raquo;, sagte die CDU-Vorsitzende in der Haushaltsdebatte im Bundestag.<br>\nAlle Antworten der Bundesregierung w&uuml;rden auf Basis des Grundgesetzes und im Rahmen der parlamentarischen Verpflichtungen gegeben. &laquo;Aber von vornherein einfach Nein zu sagen, egal was auf der Welt passiert, das kann nicht die deutsche Haltung sein.&raquo; W&auml;hrend CDU und CSU dies stark beklatschten, herrschte bei der SPD Schweigen. SPD-Partei- und Fraktionschefin Andrea Nahles schaute demonstrativ auf ihr Handy.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/bundeswehr-ins-kriegsgebiet--koalition-streitet-ueber-moeglichen-syrien-einsatz-8355490.html\">Stern Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.H.:<\/strong> In voller Kenntnis der Rechtslage, die ja durch den wissenschaftlichen Dienst des Bundestags nur einen Tag vorher mit bemerkenswerter Klarheit festgestellt wurde (ein Einsatz in Syrien w&auml;re sowohl grundgesetz- als auch v&ouml;lkerrechtswidrig!) schwadronieren die Bundeskanzlerin und die Verteidigungsministerin mal wieder von der &ldquo;gestiegenen Verantwortung&rdquo;, die Deutschland in der Welt zu &uuml;bernehmen habe. Offenbar besteht diese Verantwortung mindestens f&uuml;r die Union auch in der Beteiligung an v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriffen. Auch seinerzeit beim v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriff auf den Irak h&auml;tte Frau Merkel ja gerne mitgemacht &ndash; auch wenn sie das heute einfach abstreitet. Offenbar hat man bei CDU\/CSU nichts dazu gelernt!<\/em><\/p>\n<p><em>Man muss sich das einmal auf der Zunge zergehen lassen: Die Bundeskanzlerin und die Verteidigungsministerin kritisieren ihren Koalitionspartner auf offener B&uuml;hne daf&uuml;r, dass dieser keinen Grundgesetz- und V&ouml;lkerrechtsbruch begehen will. Dieser ausgemachte Skandal findet in den Medien leider nur begrenzten Widerhall!<\/em><\/p>\n<p><em>Wie gehabt, gilt das V&ouml;lkerrecht nur f&uuml;r andere, w&auml;hrend man f&uuml;r sich selber das Recht in Anspruch nimmt, dieses zu brechen, wenn es grade passt (oder Washington das verlangt)! Eine solche Haltung besch&auml;digt das V&ouml;lkerrecht in einem ungeahnten Ausma&szlig; und l&auml;dt andere L&auml;nder geradezu dazu ein, internationales Recht ebenfalls zu ignorieren, wenn man grade mal Lust darauf hat &ndash; und so verkommt das V&ouml;lkerrecht zu einer Art unverbindlicher &ldquo;Folklore&rdquo; &ndash; das grade noch gut genug ist, um als mediale Waffe missbraucht zu werden, wenn man &uuml;ber die V&ouml;lkerrechtsbr&uuml;che anderer Staaten ein paar Krokodilstr&auml;nen weinen und politisch motivierte Sanktionen begr&uuml;nden m&ouml;chte.<\/em><\/p>\n<p><em>Man kann wirklich nur hoffen, dass die SPD stark bleibt und dem (erneuten) vorauseilenden Gehorsam der Union gegen&uuml;ber der amerikanischen Administration, die sich noch nie gro&szlig; um das V&ouml;lkerrecht geschert hat, wenn es der Verwirklichung eigener Pl&auml;ne im Wege stand, einen Riegel vorschiebt!<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Wer die Generaldebatte gestern verfolgt hat, muss sich schon wundern. Da wurde in vielen Reden ein Aufstehen oder Zusammenschluss der Demokraten gefordert, gegen die AfD nat&uuml;rlich, auf der anderen Seite bef&uuml;rwortet aber eine Mehrheit dieser &bdquo;Demokraten&ldquo; einen m&ouml;glichen Vergeltungsschlag in Syrien oder zumindest das Nachdenken dar&uuml;ber. Dass die SPD-Fraktion da eine klare Gegenposition h&auml;tte, ist nicht sicher, zumal der Au&szlig;enminister den letzten v&ouml;lkerrechtswidrigen Milit&auml;rschlag gegen Syrien im April wie die Kanzlerin auch als angemessen und erforderlich bezeichnet hatte (An dieser Einsch&auml;tzung hat sich bis heute nichts ge&auml;ndert, wie ein Ministeriumssprecher <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/moeglicher-bundeswehreinsatz-in-syrien-eine-ganz-grosse-koalition-tritt-die-debatte-tot-1.4123553\">am Montag erkl&auml;rte<\/a>). Es ist auch nicht so, dass die SPD ein milit&auml;risches Eingreifen in Syrien grunds&auml;tzlich ablehnt, schlie&szlig;lich beteiligt sich die Bundeswehr mit Zustimmung der Sozialdemokraten seit 2015 an Aufkl&auml;rungsfl&uuml;gen. Ohne UN-Mandat wohlgemerkt, wurde der Syrien-Einsatz mehrfach verl&auml;ngert, zuletzt im M&auml;rz 2018 bis 31.Oktober 2018. Glaubw&uuml;rdiger w&auml;re es daher, wenn zun&auml;chst ein Ende der milit&auml;rischen Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die sogenannte &bdquo;Anti-Isis-Koalition&ldquo; gefordert w&uuml;rde.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Moscow Has Upped the Ante in Syria<\/strong><br>\nAs Syrian forces backed by Russia launch the final showdown in Syria against jihadist extremists in Idlib province, the potential for a U.S.-Russia confrontation has never been greater, as VIPS warns in this memo to the president. September 9, 2018<br>\nMEMORANDUM FOR: The President<br>\nFROM: Veteran Intelligence Professionals for Sanity<br>\nSUBJECT: Moscow Has Upped the Ante in Syria<br>\nMr. President:<br>\nWe are concerned that you may not have been adequately briefed on the upsurge of hostilities in northwestern Syria, where Syrian armed forces with Russian support have launched a full-out campaign to take back the al-Nusra\/al-Qaeda\/ISIS-infested province of Idlib.  The Syrians will almost certainly succeed, as they did in late 2016 in Aleppo. As in Aleppo, it will mean unspeakable carnage, unless someone finally tells the insurgents theirs is a lost cause.<br>\nThat someone is you. The Israelis, Saudis, and others who want unrest to endure are egging on the insurgents, assuring them that you, Mr. President, will use U.S. forces to protect the insurgents in Idlib, and perhaps also rain hell down on Damascus.  We believe that your senior advisers are encouraging the insurgents to think in those terms, and that your most senior aides are taking credit for your recent policy shift from troop withdrawal from Syria to indefinite war.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/consortiumnews.com\/2018\/09\/09\/moscow-has-upped-the-ante-in-syria\/\">Consortiumnews<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>State of the Union<\/strong><br>\nDie EU soll &ldquo;weltpolitikf&auml;hig&rdquo; werden und als &ldquo;Architekt der Welt von morgen&rdquo; auftreten. Dies hat Kommissionspr&auml;sident Jean-Claude Juncker am gestrigen Mittwoch in seiner diesj&auml;hrigen &ldquo;State of the Union&rdquo;-Rede gefordert, deren Bezeichnung der ber&uuml;hmten gleichnamigen Rede des US-Pr&auml;sidenten vor beiden Kammern des Kongresses in Washington nachgebildet ist. Juncker will dazu insbesondere die Militarisierung der Union und die Hochr&uuml;stung ihrer Au&szlig;engrenzen forcieren. W&auml;hrend der deutsch dominierte Staatenbund um jeden Preis zur Weltmacht aufsteigen will, nehmen die Spannungen im Inneren erheblich zu. Das gestern vom Europaparlament auf den Weg gebrachte EU-Verfahren gegen Ungarn, das seit Jahren demokratische Rechte abbaut, versch&auml;rft den Konflikt zwischen den westeurop&auml;ischen Machtzentren und dem Osten der Union. Das krasse Wohlstandsgef&auml;lle zwischen dem Zentrum der EU und der verarmten Peripherie besteht ungebrochen fort. Schwere Menschenrechtsverst&ouml;&szlig;e vor allem gegen Fl&uuml;chtlinge begleiten das globale Machtstreben der im Innern zerkl&uuml;fteten Union.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7720\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Der Jo-Jo Effekt der Finanzkrise<\/strong><br>\nZehn Jahre sind seit Beginn der Finanzkrise vergangen. Bei der Bankenregulierung hat es Vers&auml;umnisse gegeben. Ein neuer Crash ist wahrscheinlich.<br>\nDie Insolvenz der US-Investmentbank Lehman Brothers am 15. September 2008 m&uuml;ndete in die Wirtschafts- und Finanzkrise. 10 Jahre nach der Krise lautet die Frage nicht ob, sondern wann ein neuer Crash kommt. Dies hat mehrere Gr&uuml;nde:<br>\nErstens, die milliardenschweren Rettungspakete f&uuml;r Banken und die Billionen an billigem Geld der Zentralbanken, haben zwar die Finanzm&auml;rkte beruhigt, aber bei K&uuml;rzung von &ouml;ffentlichen Investitionen, L&ouml;hnen und Renten die Ungleichheit versch&auml;rft.<br>\nDas billige Geld der Zentralbanken landet so im Dax, bei Immobilien und Aktien statt in der realen Wirtschaft. Neue Finanzblasen entstehen. Die Privatisierung der Alterssicherung ist ein zus&auml;tzlicher Brandbeschleuniger f&uuml;r die Finanzm&auml;rkte, weil Rentengelder das Biest f&uuml;ttern. Es gibt daher weiter enormen Anlagedruck f&uuml;r Finanzinnovationen.<br>\nN&ouml;tig w&auml;re stattdessen ein New Deal wie unter Roosevelt: Hohe Verm&ouml;gen absch&ouml;pfen, das billige Geld gegen den Klimawandel und in die Infrastruktur investieren, die Binnenwirtschaft bzw. L&ouml;hne und Renten st&auml;rken. Und der ehemalige Pr&auml;sident der US-Zentralbank hat Recht: Die einzige sinnvolle Finanzinnovation der letzten Jahre war der Geldautomat. Wir brauchen einen Finanz-T&uuml;v zur Zulassung von Finanzprodukten, der neue Finanzprodukte auf Gefahren und volkswirtschaftlichen Nutzen pr&uuml;ft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/app.handelsblatt.com\/politik\/international\/gastbeitrag-der-jo-jo-effekt-der-finanzkrise\/23055352.html\">Fabio De Masi im Handelsblatt<\/a>\n<p><strong>dazu: 10 Jahre Finanzkrise: Noch immer &bdquo;zu gro&szlig; zum Scheitern&ldquo;<\/strong><br>\nZehn Jahre nach dem Crash hat sich nicht viel ge&auml;ndert. Noch immer sind die Banken zu gro&szlig; und zu vernetzt. Global stieg die Anzahl der systemrelevanten Banken von 29 auf 30 (hier). Fast drei Viertel der Gesamtverm&ouml;gen (banking total assets) werden von den 35 gr&ouml;&szlig;ten Banken Europas gehalten (hier). Und 13 europ&auml;ische Banken halten mehr als ein Viertel des Verm&ouml;gens anderer Banken (hier) (&bdquo;cross holdings of assets between banks globally&ldquo;). Entsprechend hoch ist die Ansteckungsgefahr zwischen den Banken.<br>\nDabei gab es nach dem Immobiliencrash durchaus Regulierungsvorschl&auml;ge und Ma&szlig;nahmen. Die EU-Kommission setzte eine Expertengruppe ein und &uuml;bernahm deren Empfehlungen, gro&szlig;e Banken wenn n&ouml;tig aufzusplitten. Doch nach f&uuml;nf Jahren intensiver Lobbyarbeit der Bankenindustrie wurden die Reformvorschl&auml;ge Ende 2017 ad acta gelegt. Ganz im Gegenteil zu Reformbem&uuml;hungen in den USA und Gro&szlig;britannien (hier).<br>\nNicht ausreichend sind auch die Reformen zur Regelung des Eigenkapitals und Verschuldungsstands der Banken in den letzten Jahren. Denn die Gr&ouml;&szlig;e und Systemrelevanz der Banken resultiert nicht zuletzt aus den gro&szlig;en Mengen Fremdkapital, die sie f&uuml;r ihre Gesch&auml;fte einsetzen durften, ohne dabei eigenes Kapital vorhalten zu m&uuml;ssen (gut wird das hier ab Minute 2 erkl&auml;rt). Eine h&ouml;here Eigenkapitalquote w&uuml;rde es den Banken aber erm&ouml;glichen, Verluste einfacher aufzufangen. Eine kapitalschwache Bank hingegen droht weitaus schneller Bankrott zu gehen und andere Banken sowie die Realwirtschaft mit in den Abgrund zu rei&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/zebralogs.wordpress.com\/2018\/09\/11\/10-jahre-finanzkrise-noch-immer-zu-gross-zum-scheitern\/\">Zebrablogs<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: ZDFzoom: Geheimakte Finanzkrise<\/strong><br>\nDer Fall schien klar: Die US-Bank Lehman Brothers l&ouml;ste die Finanzkrise 2008 aus. ZDFzoom enth&uuml;llt nun, welche Verantwortung die Deutsche Bank trug und wie sie um ihr &Uuml;berleben k&auml;mpfte.<br>\nDie Doku zeigt, dass die Deutsche Bank &uuml;ber Jahre wissentlich gef&auml;hrliche Papiere verkaufte und 2007 provozierte, dass in Deutschland der Staat Banken st&uuml;tzen musste. Ihre eigenen Probleme vertuschte die Bank und r&uuml;hmte sich, ohne staatliche Hilfe auszukommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/dokumentation\/zdfzoom\/zdfzoom-geheimakte-finanzkrise-110.html\">ZDF<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.K.:<\/strong> Zun&auml;chst einmal vorweg, diese Dokumentation ist sehr sehenswert! Die berichteten Fakten sind f&uuml;r Leser der Nachdenkseiten allerdings keine Neuigkeiten und waren vielen schon damals bekannt, als sie sich gerade zutrugen. Leider muss man zu dieser Dokumentation zwei Bemerkungen machen, die, je mehr man dar&uuml;ber nachdenkt, enorm w&uuml;tend machen.<\/em><\/p>\n<p><em>Erstens entsteht am Ende der Dokumentation der fatale Eindruck, es war ausschlie&szlig;lich die Deutsche Bank und insbesondere der mephistophelische Herr Ackermann, der die Politik verhexte und in Personalunion sowohl f&uuml;r das Entstehen der Krise als auch f&uuml;r die falsche politische Reaktion auf die Krise verantwortlich war.<\/em><\/p>\n<p><em>Zweitens verlangt die Dokumentation geradezu zwingend nach einen zweiten Teil, der die Realit&auml;t wieder vom Kopf auf die Beine stellt und das Primat der Politik in den Fokus der Verantwortung r&uuml;ckt. <\/em><\/p>\n<p><em>So erfahren wir in der Doku, dass Wolfgang Sch&auml;uble in seinem ersten Amtsjahr als Finanzminister, erst allm&auml;hlich das falsche Spiel des Josef Ackermann durchschaute und das Frau Merkel im Jahre 2018 zu der Erkenntnis kam, dass viele Banker reich geworden sind und gleichzeitig viele Menschen in Europa arbeitslos wurden und d&uuml;rfen Herrn Eichels (richtige!) Aufregung vernehmen, dass eine Banken\/Finanzkrise in eine Staatsschuldenkrise umgedeutet wurde. <\/em><\/p>\n<p><em>Hier sehen wir also das Muster sich beklagender, verantwortlicher Politiker, die vorgeben, von einem Banker aus weitgefasstem Eigennutz belogen worden zu sein und deshalb gen&ouml;tigt waren, &lsquo;alternativlos&rsquo; zu handeln, um gleichzeitig von diesen Politikern ein noch unglaublicheres L&uuml;gengeb&auml;ude pr&auml;sentiert zu bekommen, das sich Staatsschuldenkrise nennt, mit all seinen von Austerit&auml;tswahn getriebenen, t&ouml;dlichen Konsequenzen f&uuml;r viele Menschen.<\/em><\/p>\n<p><em>Ich m&ouml;chte doch meinen, selbst wenn man diesen Staatsdienern in ihrer Opferrolle auf den Leim gehen m&ouml;chte, sollte doch eines immer gelten: Unschuldige sollten nicht f&uuml;r die Verfehlungen\/Verbrechen anderer Leiden. Was kann also der einzelne, vielleicht bereits verstorbene Grieche daf&uuml;r, dass im gro&szlig;en Finanzcasino Welten auf&rsquo;s Spiel gesetzt wurden? Auch hier hat die Politik keine Schutzzonen\/Haltelinien eingezogen, sondern skrupellos Leben geopfert. Hierzu lie&szlig;e sich noch sehr viel sagen, was unbedingt der Inhalt eines zweiten Teiles sein m&uuml;sste.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Mit der EU-Urheberrechtsreform wird das Internet zerschlagen<\/strong><br>\nDie Versch&auml;rfung des Urheberrechts f&ouml;rdert Zensur und zeigt, dass das EU-Parlament Netzaktivisten, IT-Koryph&auml;en und B&uuml;rger ignoriert hat. Es sei ein guter Tag f&uuml;r Kreative, wird von denen herausposaunt, die sich f&uuml;r das neue EU-Urheberrecht starkgemacht haben. Doch der Etappensieg traditioneller Medienkonzerne im Europaparlament bedeutet vor allem eines: das Ende des Internets, wie wir es kennen. Entgegen aller Kritik, trotz Protestaktionen und fast einer Million Unterschriften von skeptischen B&uuml;rgern stimmte die konservative Mehrheit im Parlament am Mittwoch f&uuml;r Uploadfilter und ein Leistungsschutzrecht. Das bedeutet: Inhalte, die auf Plattformen hochgeladen werden, m&uuml;ssen k&uuml;nftig auf Urheberrechtsverletzungen gepr&uuml;ft werden. Zudem d&uuml;rfen Aggregatoren wie Google News und Co keine Titel und Anrei&szlig;ertexte von Medien mehr kostenlos anzeigen. Die katastrophale Folge ist das Ende f&uuml;r Memes, Zusammenschnitte von Sportveranstaltungen und kleinste Textausschnitte von Medien. Nach dem Scheitern des Erstentwurfs war ein Kompromiss versprochen worden. Der beschr&auml;nkt sich jedoch auf Formalit&auml;ten: Nicht mehr alle Plattformen, sondern nur jene, die nutzergenerierte Inhalte teilen und bewerben, sollen einen Uploadfilter nutzen m&uuml;ssen &ndash; im Fokus stehen vor allem soziale Medien. Eine Zensurmaschine also, die den wichtigsten Kommunikationskanal des 21. Jahrhunderts vorab pr&uuml;ft, soll nun verpflichtend werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.derstandard.de\/story\/2000087227992\/mit-der-eu-urheberrechtsreform-wird-das-internet-zerschlagen\">der Standard<\/a>\n<p><strong>dazu: Niederlage in Sachen modernes Urheberrecht<\/strong><br>\n&bdquo;Die heutige Abstimmung war eine schwere Niederlage f&uuml;r alle, die sich f&uuml;r ein modernes Urheberrecht und ein freies, nicht von gro&szlig;en kommerziellen Akteuren dominiertes Internet einsetzen&ldquo;, erkl&auml;rt Petra Sitte, Mitglied im Ausschuss Digitale Agenda und stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf die heutige Abstimmung des Europ&auml;ischen Parlaments &uuml;ber sein Verhandlungsmandat zur Urheberrechtsreform. Nachdem eine erste Abstimmung im Juni vertagt und die Abstimmung &uuml;ber &Auml;nderungen im Plenum erm&ouml;glicht wurde, wurden die Artikel 11 (Leistungsschutzrecht f&uuml;r Presseverlage) und 13 (Uploadfilter) heute dennoch angenommen. &bdquo;In jedem Falle muss allen, die sich in den letzten Monaten und Jahren gegen teils abenteuerliche Lobbykampagnen f&uuml;r ein modernes Urheberrecht eingesetzt haben, gedankt werden.&ldquo; Sitte weiter:<br>\n&bdquo;Um ein innovationsfeindliches, in Deutschland bereits auf ganzer Linie gescheitertes Leistungsschutzrecht und Uploadfilter, die eine kaum kontrollierbare Einschr&auml;nkung der Meinungsfreiheit darstellen, jetzt noch zu verhindern, bleiben nur noch die Trilogverhandlungen unter Beteiligung der Mitgliedsstaaten. Hier muss die Bundesregierung endlich Farbe bekennen und insbesondere der deutlichen Ablehnung von Uploadfiltern im Koalitionsvertrag Taten folgen lassen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/niederlage-in-sachen-modernes-urheberrecht\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Das EU-Parlament legt einen Schleier &uuml;ber das Internet: Votum f&uuml;r Upload-Filter und Leistungsschutzrecht [Update]<\/strong><br>\nDer nun beschlossene Entwurf sind Ergebnis eines jahrelangen Tauziehens. Ansto&szlig; f&uuml;r die Reform war ein Vorschlag des damaligen EU-Digitalkommissars G&uuml;nther Oettinger, einem CDU-Politiker mit guten Kontakten zu Lobbyisten und der Industrie. Schon im ersten Entwurf legte die Kommission das klare Ziel fest, die Position der Presseverlage und anderer Rechteinhaber zu st&auml;rken. Auf zeitgem&auml;&szlig;e Ideen wie einem Recht auf Remix und gro&szlig;z&uuml;gige Ausnahmeregeln f&uuml;r nichtkommerzielle Verwendung von Inhalten im Internet verzichtet sie hingegen. Die Gegner dieser Art von Reform k&auml;mpfen seither einen erbitterten, aber gr&ouml;&szlig;tenteils erfolglosen Abwehrkampf.<br>\nWichtigster Freund der Verlagslobby im EU-Parlament ist der Abgeordnete Voss. Der CDU-Politiker schrieb den Entwurf f&uuml;r die nun beschlossene Verhandlungsposition des Parlaments in den abschlie&szlig;enden Verhandlungen zur Reform. Seine Vorschl&auml;ge haben weitreichende Folgen. [&hellip;]<br>\nDie Verlagslobby will sich damit einen Anteil an den Werbeeinnahmen sichern, die Google und andere Plattformen mit Anzeigen rund um Teasertexte und Links zu Verlagsangeboten verdienen. Einer Berechnung von Golem.de zufolge w&uuml;rden bei einer Einf&uuml;hrung des EU-Leistungsschutzrechts 64 Prozent der Gesamteinnahmen in Deutschland an den Axel-Springer-Verlag gehen.<br>\nDas Gesetz bringt zudem absurde Folgen mit sich: &Uuml;berall im Netz m&uuml;ssten dann Textschnipsel und Links auf Urheberrechtsverletzungen &uuml;berpr&uuml;ft werden. Bisherige Vorschl&auml;ge von Rat, Kommission und Parlament sind zudem nicht allzu klar formuliert. In ihrer h&auml;rtesten Form stellen die Vorschl&auml;ge aus Sicht eines Expertenberichtes des EU-Parlaments eine Gefahr f&uuml;r die Meinungsfreiheit dar. Allein die Unklarheit spricht gegen den vorliegenden Entwurf des Leistungsschutzrechts.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2018\/das-eu-parlament-legt-einen-schleier-ueber-das-internet-votum-fuer-upload-filter-und-leistungsschutzrecht\/\">netzpolitik.org<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Deshalb sorgt Heils neuer Wurf zur Rentenreform f&uuml;r Ungleichheit<\/strong><br>\nWer nicht bis zur Rente arbeiten kann, soll bessergestellt werden. Doch Arbeitsminister Heils Reform benachteiligt Alters- und Altrentner. Verzichten wird er darauf aber nicht.<br>\nBundesarbeitsminister Hubertus Heil hat wieder herumverbessert &ndash; wieder an der Erwerbsminderungsrente. Die neuen &Auml;nderungen f&uuml;r h&ouml;here Erwerbsminderungsrenten treten am 1. Februar 2019 in Kraft &ndash; und benachteiligen rund 1,8 Millionen heutige Rentner. Denn allein die f&uuml;r 2019 geplanten &Auml;nderungen f&uuml;hren zu einer Erh&ouml;hung des Rentenanspruchs nur f&uuml;r Neurentner um mehr als 100 Euro. Das geht aus &uuml;bereinstimmenden Berechnungen der Deutschen Rentenversicherung und der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverb&auml;nde (BDA) hervor, die dem Handelsblatt exklusiv vorliegen.<br>\nHei&szlig;t: Jemand, der in diesem Jahr im Dezember wegen Erwerbsunf&auml;higkeit eine Rente beantragen muss, muss gegen&uuml;ber jemandem, der bis Januar 2019 warten kann, f&uuml;r den Rest seines Lebens mit einer um 100 Euro niedrigeren Rente zurechtkommen. SPD und Union nehmen diesen Nachteil f&uuml;r Altrentner bei dieser Reform jedoch in Kauf &ndash; aus Angst vor den hohen Kosten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amp.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/erwerbsminderungsrente-deshalb-sorgt-heils-neuer-wurf-zur-rentenreform-fuer-ungleichheit\/22998960.html\">Handelsblatt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Forscher: Riester &amp; Co. helfen kaum<\/strong><br>\nGut die H&auml;lfte der rentennahen Erwerbst&auml;tigen kann Konsum im Ruhestand nicht halten &ndash; Absenken der gesetzlichen Rente versch&auml;rft Problem<br>\nViele Erwerbst&auml;tige, die kurz vor der Rente stehen, werden sich im Ruhestand einschr&auml;nken m&uuml;ssen: Mehr als die H&auml;lfte, 58 Prozent, der 55- bis 64-j&auml;hrigen Erwerbst&auml;tigen h&auml;tten nicht genug Anspr&uuml;che an die gesetzliche, betriebliche oder private Altersversorgung, um ihr aktuelles Konsumniveau aufrecht zu erhalten, wenn sie jetzt in Rente gingen. Falls sie noch bis zum durchschnittlichen Renteneintrittsalter auf ihrer aktuellen Position weiterarbeiten k&ouml;nnen, sind immer noch rund 50 Prozent davon betroffen. Ein weiteres Absenken des gesetzlichen Rentenniveaus w&uuml;rde das Problem versch&auml;rfen. Entlastend w&uuml;rde eine St&auml;rkung der gesetzlichen ersten S&auml;ule wie in &Ouml;sterreich wirken. Zu diesen Ergebnissen kommt eine neue, von der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung gef&ouml;rderte Studie des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/14_115694.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Workers are &pound;800 a year poorer post-crisis<\/strong><br>\nThe analysis done for the BBC by the Institute for Fiscal Studies shows that on average people&rsquo;s real annual wages are &pound;800 lower. And that people who are aged between 30 and 39 now are earning &pound;2,100 a year less than people of the same age group in 2008. That&rsquo;s a drop of 7.2%.<br>\nFor those in their 20s, the decline is 5%, compared with the drop for the over-60s in work of 0.7%, or &pound;130. At the time of the financial crisis in 2008, the average wage was &pound;24,100. In 2017, it was &pound;23,300.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bbc.co.uk\/news\/amp\/business-45487695?\">BBC<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Es ist nicht sonderlich &uuml;berraschend, dass vor allem die Jungen den Preis zu zahlen haben. Die BBC vertut sich jedoch bei der pr&auml;zisen Formulierung. Hier geht es weniger um die Folgen der Krise, sondern mehr um die Folgen der Austerit&auml;tspolitik, mit denen die Mitte-Regierungen auf die Krise reagierten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Pilotengewerkschaft zum Streik bei Ryanair: &ldquo;Es geht um einfache Dinge wie geregelten Urlaub&rdquo;<\/strong><br>\nPiloten und Flugbegleiter der Billig-Fluglinie Ryanair streiken erstmals gemeinsam. Dabei gehe es nicht nur um Fragen der Verg&uuml;tung, sagte Markus Wahl von der Vereinigung Cockpit im Dlf, sondern um selbstverst&auml;ndliche Dinge wie geregelten Urlaub und den Schutz vor K&uuml;ndigung oder Strafversetzung. [&hellip;]<br>\nZum einen geht es nat&uuml;rlich um die Verg&uuml;tungsstruktur. Es geht nicht um die H&ouml;he der Verg&uuml;tung, sondern um die Struktur, um den Unterschied zwischen variablen Gehaltsanteilen und festen Anteilen. Aber viel wichtiger: Es geht um Rahmenbedingungen, um Arbeitsbedingungen. Da geht es um so einfache Dinge wie geregelten Urlaub oder einen K&uuml;ndigungsschutz oder den Schutz davor, dass Ryanair die Piloten von heute auf morgen quer durch Europa versetzen kann und dann sagen kann, ab morgen arbeitest du f&uuml;r den Rest deiner Arbeitszeit jahrelang dort. Und das sind Dinge, die sind eigentlich selbstverst&auml;ndlich, bei Ryanair allerdings nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/pilotengewerkschaft-zum-streik-bei-ryanair-es-geht-um.766.de.html?dram:article_id=427891%20\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Maulkorb f&uuml;r Besch&auml;ftigte<\/strong><br>\nWenn der Chef definiert, was ein Gesch&auml;ftsgeheimnis ist.<br>\nEin neues Gesetz soll Standards setzen, was als &ldquo;Gesch&auml;ftsgeheimnis&rdquo; gilt. Das Problem: Die Unternehmen selbst d&uuml;rfen festlegen, was sie als Gesch&auml;ftsgeheimnis definieren. Das macht es Besch&auml;ftigten schwer bis unm&ouml;glich, auf Missst&auml;nde im Unternehmen aufmerksam zu machen &ndash; denn sie riskieren hohe Strafen.<br>\nFast unbemerkt ist kurz vor der Sommerpause ein Gesetzentwurf zum Schutz von Gesch&auml;ftsgeheimnissen durchs Kabinett gegangen, bald soll er im Bundestag ankommen. Das Gesetz droht zum Maulkorb f&uuml;r Besch&auml;ftigte und ihre Interessenvertreter zu werden.<br>\nDas Problem ist nicht, dass das Gesch&auml;ftsgeheimnis erstmals gesetzlich definiert werden soll. Problematisch ist, wem die Definitionshoheit einger&auml;umt wird: Unternehmer und Manager sollen selbst entscheiden, was ein Geheimnis ist. Das kann eine Software zur Manipulation von Abgasen sein, aber auch Informationen &uuml;ber geplante Entlassungen oder eine Werkschlie&szlig;ung. Selbst Fachkenntnisse, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bei ihrer T&auml;tigkeit erworben haben, k&ouml;nnten als Gesch&auml;ftsgeheimnis deklariert werden. Dabei reicht schon der Verdacht eines Arbeitgebers aus, um gegen Mitarbeiter vorzugehen. Die Sanktionen sind hart, sie liegen bei bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++cbbde22e-b679-11e8-905a-52540088cada\">DGB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die Pfleger von heute sind die Pflegebed&uuml;rftigen von morgen<\/strong><br>\nRoberto J. De Lapuente &uuml;ber fehlende technologische Investitionen in Pflegeberufen<br>\nIn Krankenh&auml;usern und Pflegeheimen gibt es ziemlich viel zu tun; der Pflegebedarf ist immens. Eigentlich wird jede helfende Hand gebraucht. Aus dieser Einsicht resultieren Vorschl&auml;ge wie jener, Langzeitarbeitslose oder Fl&uuml;chtlinge in einer generalstabsm&auml;&szlig;ig geplanten Aktion als Pflegehelfer zu verpflichten. Umbetten, Saubermachen, L&ouml;ffeln und auf Klingelzeichen in Zimmer eilen &ndash; das kann ja jeder machen. Qualifikation steht bei solchen Planungen hintan, ebenso die Basics des Berufs: Werte wie Empathie oder N&auml;chstenliebe, werden dabei nicht beachtet.<br>\nIn der deutschen &raquo;Pflegepolitik&laquo; gilt jeher nur eines: Viel hilft viel. Die Manpower soll es richten. Dahinter steckt ein altmodisches Konzept. Man stellt sich die Pflegerepublik Deutschland n&auml;mlich als einen Ort vor, in der der Dienst am kranken oder alten Menschen mit einer Armee von Pflegerinnen und Pfleger vollbracht wird. Technologische Erleichterungen f&uuml;r den Berufsstand, Entlastungen durch Apparate und Roboter stehen hingegen nicht auf der Agenda.<br>\nDruckgeschw&uuml;re werden weiterhin vornehmlich h&auml;ndisch entlastet; umgebettet wird unter vollem K&ouml;rpereinsatz. In den meisten Kliniken sind Patientenkr&auml;ne oder -lifter seltene Einrichtungsgegenst&auml;nde. Pflegeroboter und moderne &Uuml;berwachungssensoren kommen im deutsche Pflegealltag so gut wie gar nicht zum Einsatz. Der Frage des Gebrauchs solcher Mittel begegnet man mit moralischen All&uuml;ren, man zitiert die Menschenw&uuml;rde der Patienten, die man hier gef&auml;hrde &ndash; und vergisst dar&uuml;ber hinweg, dass auch jene, die t&auml;glich unter Einsatz ihrer k&ouml;rperlichen Unversehrtheit, f&uuml;r das Wohl der Patienten da sind, auch genau diese W&uuml;rde innehaben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1100228.pflegenotstand-die-pfleger-von-heute-sind-die-pflegebeduerftigen-von-morgen.html\">Heppenheimer Hiob<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Fragw&uuml;rdige Vertragsverh&auml;ltnisse: Arbeitsgericht stoppt BMWs Werkvertrag-Tricks<\/strong><br>\nSystematisch nutzt BMW billiges Personal externer Dienstleister und begibt sich dabei immer wieder in arbeitsrechtliche Grauzonen. Jetzt stoppt das Arbeitsgericht M&uuml;nchen mit einem noch nicht rechtskr&auml;ftigen Urteil die wei&szlig;-blaue Trickserei. In drei F&auml;llen muss der Konzern Ex-Werkvertr&auml;gler wie eigene Mitarbeiter behandeln und soll L&ouml;hne und Rentenversicherungsbeitr&auml;ge in Millionenh&ouml;he nachzahlen.<br>\nDie reine Freude am Fahren war es nicht, warum Robin B&uuml;hner* bei PS-starken Zweirad-Messen wie der Intermot in K&ouml;ln gl&auml;nzende BMW-Motorr&auml;der vorf&uuml;hrte. Der Profi-Biker lebte seit dem Jahr 2000 hauptberuflich von der Pr&auml;sentation der BMW-Maschinen. Angestellt war der BMW-Markenbotschafter aber bei einem unbekannten Dienstleister namens KMF Messe- und Fuhrparkservice aus dem bayrischen Pfaffenhofen, der im Wesentlichen offenbar von einem Kunden lebte: BMW.<br>\nDie Vertragskonstruktion zwischen dem Premium-Konzern und dem Kleinunternehmen, so urteilte jetzt das Arbeitsgericht M&uuml;nchen, war von Anfang an illegal. Faktisch, entschied das Gericht &ndash; bisher unbemerkt von der &Ouml;ffentlichkeit &ndash; am 22. August, dass KMF B&uuml;hner und zwei ebenfalls klagende Kollegen wie Leiharbeiter an BMW &uuml;berlassen habe. Daf&uuml;r aber fehlte KMF die Genehmigung zur Arbeitnehmer&uuml;berlassung. Und dadurch, so die rechtliche Schlussfolgerung der Richterin, waren B&uuml;hner und die anderen die Motorrad-Profis von KMF faktisch Mitarbeiter von BMW und m&uuml;ssen nachtr&auml;glich auch so behandelt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.wiwo.de\/unternehmen\/auto\/fragwuerdige-vertragsverhaeltnisse-arbeitsgericht-stoppt-bmws-werkvertrag-tricks\/23018834.html\">WirtschaftsWoche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wohngeld schafft keine Wohnungen<\/strong><br>\nAm Vorschlag von Wirtschaftsprofessor Friedrich Breyer, den sozialen Wohnungsbau abzuschaffen und stattdessen die Mieter mit Wohngeld zu unterst&uuml;tzen, l&auml;sst Rolf Ga&szlig;mann kein gutes Haar. Der Vorsitzende des Mieterbunds Baden-W&uuml;rttemberg kann auf Marktradikales aus der Mottenkiste verzichten.<br>\nriedrich Breyer, Professor f&uuml;r Wirtschafts- und Sozialpolitik an der Universit&auml;t Konstanz und Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des Bundeswirtschaftsministeriums, h&auml;lt den sozialen Wohnungsbau f&uuml;r eine Scheinl&ouml;sung, da nicht f&uuml;r jeden bed&uuml;rftigen Mieter eine Sozialwohnung bereitstehe. Statt Geld in die Wohnbauf&ouml;rderung zu investieren, empfiehlt er, dieselbe Summe daf&uuml;r auszugeben, die Bemessungsgrenzen des Wohngelds anzuheben. Rolf Ga&szlig;mann, der Vorsitzende des Stuttgarter Mietervereins und des Mieterbunds Baden-W&uuml;rttemberg, widerspricht.<br>\n&ldquo;Der Herr Professor sitzt im Elfenbeinturm und hat von den realen N&ouml;ten vieler Wohnungssuchender offensichtlich keine Ahnung&rdquo;, &auml;tzt Ga&szlig;mann in einer Pressemitteilung noch am selben Tag, an dem Breyer im Interview mit der &ldquo;Stuttgarter Zeitung&rdquo; seine These erl&auml;utert. Wer sozialen Wohnungsbau als &ldquo;wei&szlig;e Salbe&rdquo; bezeichne und die Wohnraumversorgung dem Markt &uuml;berlassen wolle, der &ldquo;handelt sozial unverantwortlich. Modelle aus der Studierstube ersetzen keine soziale Wohnungspolitik, die bezahlbaren Wohnraum schafft und dauerhaft erh&auml;lt.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/debatte\/389\/wohngeld-schafft-keine-wohnungen-5338.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>OECD-Studie: Bildung bleibt eine Frage der Herkunft<\/strong><br>\nF&uuml;r Kinder aus &auml;rmeren Familien und Einwandererkinder ist ein Aufstieg durch Bildung immer noch schwierig. Das zeigt eine neue Studie der Organisation f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.<br>\nMigranten in erster und zweiter Generation erreichen laut einer aktuellen Studie der Organisation f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) seltener einen h&ouml;heren Bildungsabschluss als andere.<br>\nZwar hat Deutschland der Untersuchung zufolge in den vergangenen Jahren in der Bildung in einigen Bereichen deutlich aufgeholt. Laut der OECD-Untersuchung galt f&uuml;r Einwandererkinder jedoch: Je &auml;lter sie zum Zeitpunkt der Einwanderung in ein Land waren, umso schwieriger wurde, an den &ouml;rtlichen Bildungsangeboten teilzuhaben. Als Gr&uuml;nde wurden Probleme mit der Sprache oder dem f&uuml;r die Betroffenen fremden Bildungssystem genannt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/oecd-bildungsstudie-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><strong>dazu: &ldquo;Bildungserfolg h&auml;ngt immer noch vom Status der Eltern ab&rdquo;<\/strong><br>\n&ldquo;Wir haben in den letzten zehn Jahren viel bewegen k&ouml;nnen&rdquo;, sagte Katja Urbatsch, Gr&uuml;nderin von Arbeiterkind.de, im Dlf. Dennoch h&auml;tten sich die H&uuml;rden, als Erster in der Familie ein Studium aufzunehmen, nicht verringert. Vor allem die Studienfinanzierung sei eine gro&szlig;e Herausforderung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/zehn-jahre-arbeiterkind-de-bildungserfolg-haengt-immer-noch.680.de.html?dram:article_id=427924\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Vorw&auml;rts in die Vergangenheit?<\/strong><br>\nAuch das Politische befindet sich auf dem R&uuml;ckzug. Die Idee der reflexiven Gestaltung des Sozialen, die durch die Jugendkultur der Alternativbewegungen in den 1980er Jahren in die Gesellschaft hineingetragen worden war, wurde zun&auml;chst aus dem Alltagsleben getilgt und schlie&szlig;lich auch durch die expertokratische Politik der Alternativlosigkeit und den R&uuml;ckbau demokratischer Verfahren der Entscheidungsfindung aus den politischen Institutionen vertrieben. Die daraus entstandenen Mentalit&auml;ten sind zwar nicht explizit rechts, doch enthalten sie eine spezifische Grundbotschaft: Die Gesellschaftsordnung ist nicht verhandelbar und verlangt unbedingte Anpassung und Unterordnung.<br>\nSchlie&szlig;lich hat sich auch die gesellschaftliche Blickrichtung ver&auml;ndert: Nicht mehr die Zukunft, sondern die Vergangenheit erscheint als verhei&szlig;ungsvoller Ort. Ein Hauch von Nostalgie durchweht die Gesellschaft: Historisierende Architektur feiert fr&ouml;hliche Urst&auml;nde, im Kino sind in den letzten Jahren etliche Filme erschienen, die sich in der &auml;sthetischen Verkl&auml;rung der sechziger Jahre gegenseitig &uuml;berbieten, und schlie&szlig;lich stechen auch die von Jahr zu Jahr kostspieliger ausfallenden Abiturb&auml;lle ins Auge, auf denen junge Frauen in nahezu identischen Ballkleidern und junge M&auml;nner in Anz&uuml;gen eine glatte Fassade der Zeitlosigkeit gegen die wachsenden Ungewissheiten ihres Lebens errichten. Nicht zu vergessen sind auch die Heerscharen von Politikern, die versuchen, den Problemen der Gegenwart mit &raquo;L&ouml;sungen von gestern&laquo; beizukommen. Und vielleicht war Didier Eribons Wiederentdeckung der Arbeiterklasse auch deshalb eine so erfolgreiche Idee, weil die Arbeiterklasse in den westlichen Industriel&auml;ndern schon lange von der Bildfl&auml;che verschwunden ist. [&hellip;]<br>\nStatt in eine ungewisse Zukunft investiere man alle Hoffnungen in die Restauration eines halbvergessenen Gestern, an dem man vor allem dessen vermeintliche Stabilit&auml;t und Vertrauensw&uuml;rdigkeit sch&auml;tzenswert findet. Gefahren, so Bauman, gingen vor allem von der restaurativen Spielart der Nostalgie aus, wie sie uns in nationalen und nationalistischen Revivals &uuml;berall auf der Welt begegne, die mithilfe des R&uuml;ckgriffs auf nationale Symbole und Mythen eine reaktion&auml;re Mythologisierung der Geschichte betrieben. Die Zukunft, einst &raquo;nat&uuml;rliches Habitat der Hoffnung und berechtigter Erwartungen&laquo;, werde nun zum &raquo;Schreckensszenario drohender Alptr&auml;ume&laquo;: vom Verlust des Arbeitsplatzes und der an ihn gekn&uuml;pften sozialen Stellung, von der Pf&auml;ndung des auf Kredit erworbenen Eigenheims, von der Ohnmacht der Entfremdung und des Kontrollverlusts angesichts des sozialen Zur&uuml;ckfallens und des sinkenden Werts der m&uuml;hsam erlernten Qualifikationen. Vor diesem Hintergrund erscheint der Weg zur&uuml;ck ins Gestern als Ausweg. (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.merkur-zeitschrift.de\/2018\/08\/23\/soziologiekolumne-eine-welle-der-nostalgie-die-akademische-mittelschicht-und-die-illiberale-gesellschaft\/\">Merkur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Moritz M&uuml;ller:<\/strong> Ein lesenswerter Artikel, der reichlich Stoff zum Nachdenken gibt. Vor allem in der zweiten H&auml;lfte werden einige sehr interessante Thesen aufgestellt, f&uuml;r die die es sich lohnt den nicht ganz leicht verst&auml;ndlichen Beitrag zu lesen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Der Staat im Staate<\/strong><br>\n&Uuml;ber rechte Netzwerke im Verfassungsschutz und anderen Beh&ouml;rden<br>\nIn Deutschland gibt es nicht nur ein Problem mit rassistischen Demonstrationen und einem Rechtsruck in der Parteienlandschaft. Die Indizien mehren sich, dass staatliche Organe bis in F&uuml;hrungspositionen hinein mit Sympathisanten und Unterst&uuml;tzern der rechten Szene durchsetzt sind. Wenn j&uuml;ngst der Pr&auml;sident des Bundesamtes f&uuml;r Verfassungsschutz Hans-Georg Maa&szlig;en &ouml;ffentlich mutma&szlig;te, dass Videos gef&auml;lscht seien, die rassistische &Uuml;bergriffe in Chemnitz zeigen, und zwar ohne Belege oder Indizien daf&uuml;r vorweisen zu k&ouml;nnen, dann greift er nicht nur den Ermittlungen vor, sondern f&ouml;rdert aktiv rechte Propaganda. Dass Maa&szlig;en m&ouml;glicher Weise die AfD dabei beraten hat, wie sie einer &Uuml;berwachung durch den Verfassungsschutz entgehen kann, passt ins Bild.<br>\nDer Fall Maa&szlig;en ist allerdings nur die Spitze des Eisbergs. Die NSU-Untersuchungsaussch&uuml;sse und der Prozess gegen Beate Zsch&auml;pe haben gezeigt, dass sowohl das Bundesamt f&uuml;r Verfassungsschutz als auch einige Landes&auml;mter die rechte Szene durch V-Leute zu gro&szlig;en Teilen finanzieren, ihre Aktivit&auml;ten decken und Ermittlungen massiv behindern. Der Verfassungsschutz ist keineswegs auf dem rechte Auge blind, wie immer wieder gesagt wird, sondern im Gegenteil im rechtsextremen Milieu bestens informiert und aktiv. Bereits seit 1998 wusste das Bundesamt f&uuml;r Verfassungsschutz von der Existenz des Trios Mundlos-B&ouml;hnhardt-Zsch&auml;pe als gewaltbereiter rechtsterroristischer Gruppe. Auch das Bundeskriminalamt und das Landeskriminalamt Th&uuml;ringen waren informiert und besa&szlig;en sogar eine Adressliste von Uwe Mundlos mit dem Who-is-Who der ultrarechten Szene. Ein Verhaftungsversuch des LKAwurde laut Zeugenaussagen vom Verfassungsschutz vereitelt. Im Fr&uuml;hjahr 2000 war das Terrornetzwerk auch dem Generalbundesanwalt bekannt. Nicht nur haben alle diese Organe nichts dagegen unternommen, der Verfassungschutz hat sogar dabei zugesehen, wie mithilfe der eigenen V-Leute aus dem Umfeld des Trios weiter Waffen gekauft wurden. Wenige Monate sp&auml;ter begann die Mordserie des &bdquo;Nationalsozialistischen Untergrunds&ldquo;, dem zehn Menschen zum Opfer fielen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontext-tv.de\/de\/blog\/der-staat-im-staate\">Kontext-TV<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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