{"id":45991,"date":"2018-09-14T08:38:37","date_gmt":"2018-09-14T06:38:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45991"},"modified":"2018-09-14T08:38:37","modified_gmt":"2018-09-14T06:38:37","slug":"hinweise-des-tages-3205","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45991","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45991#h01\">Hambacher Forst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45991#h02\">Ein Meister der Ablenkung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45991#h03\">Sommerhoch am Arbeitsmarkt dank fragw&uuml;rdigem Teilzeitboom<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45991#h04\">Wohnst du noch &hellip;?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45991#h05\">Krisenmodus: Gemeinden kommen trotz Steuererh&ouml;hungen nicht aus der Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45991#h06\">Parit&auml;tischer Gesamtverband: 50 Milliarden mehr f&uuml;r die Rente &ldquo;bringt uns kostenm&auml;&szlig;ig nicht um&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45991#h07\">Nach dem Juncker-Deal mit Donald Trump: Schleusen auf f&uuml;r Fracking-Gas<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45991#h08\">Jede Familie zahlt 3000 Euro f&uuml;r Finanzkrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45991#h09\">Idlib: Drohungen der T&uuml;rkei Richtung Damaskus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45991#h10\">Fehlen in &Ouml;sterreich wirklich 162.000 Fachkr&auml;fte?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45991#h11\">Nicaragua: Journalisten fordern Berufsethos in den Medien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45991#h12\">SPD und Heisterhagen trennen sich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45991#h13\">Prominenter Gr&uuml;ner verl&auml;sst Bundestag &ndash; und gr&uuml;ndet B&uuml;rgerbewegung<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Hambacher Fort<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Konzern l&auml;sst r&auml;umen<\/strong><br>\nPolizeieinsatz im Hambacher Forst: NRW-Landesregierung und RWE gehen gegen Camp von Umweltaktivisten vor.<br>\nAm Donnerstag morgen hat die Landesregierung Nordrhein-Westfalen mit der R&auml;umung der Baumh&auml;user im Hambacher Forst begonnen. Demonstranten hielten das Waldgebiet zwischen K&ouml;ln und Aachen seit Jahren besetzt, um eine Rodung zu verhindern. Der Stromkonzern RWE plant, f&uuml;r seine Braunkohlegewinnung mehr als die H&auml;lfte der B&auml;ume abzuholzen. Als R&auml;umungsgrund gaben die zust&auml;ndigen Beh&ouml;rden aber Sicherheitsbedenken und fehlenden Brandschutz an.<br>\nIn einem Schreiben der Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU) und des Innenministers Herbert Reul (CDU) hie&szlig; es, bei einer Ortsbegehung h&auml;tte sich gezeigt: &raquo;Aus etwaigen Bretterbuden sind buchst&auml;blich H&auml;user in B&auml;umen geworden&laquo;, die so nie genehmigt worden w&auml;ren. &raquo;Weil Gefahr in Verzug f&uuml;r Leib und Leben besteht, waren die Beh&ouml;rden jetzt gezwungen, den Abriss dieser Baumh&auml;user anzuordnen.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/339799.widerstand-gegen-waldrodung-konzern-l%C3%A4sst-r%C3%A4umen.html\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Hambacher Forst: CDU auf Krawall geb&uuml;rstet<\/strong><br>\nIn der Tat ist das Vorgehen der schwarz-gelben Landesregierung und RWEs ein klares Zeichen daf&uuml;r, dass der Konzern keinerlei Interesse an einem Kompromiss und einen zivilisierten Dialog in der noch bis in den Herbst rein tagenden Kohlekommission hat.<br>\nAuch Teile der CDU und der Liberalen scheinen vollkommen auf Krawall geb&uuml;rstet: W&auml;hrend Ostdeutschland noch immer auf ausreichend Regen wartet, das Land mancherorts so ausgetrocknet ist, dass die Wintersaat nicht ausgebracht werden kann, w&auml;hrend die hochsommerlichen Temperaturen noch immer nicht vorbei sind, w&auml;hrend Tropensturm nach Tropensturm w&uuml;tet, setzt die Kohleindustrie und die ihr ergebenen Politiker auf Gewalt und kaltschn&auml;uzige Unterdr&uuml;ckung demokratischen Protestes, um auch noch den letzten Kr&uuml;mel Kohle verbrennen zu k&ouml;nnen.<br>\nUnd wie immer hat es keinen Mangel an Hilfspolizisten in den Redaktionsstuben. Die Zeit liefert unter obigen Link ein interessantes Beispiel journalistischer Vorverurteilung: Ein dpa-Foto zeigt eine auf einem Hochsitz sitzende Person in einer passiven Haltung. Die Bildunterschrift lautet: &ldquo;Auf seinem Hochsitz leistet dieser Aktivist der R&auml;umung im Hambacher Forst Widerstand.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Hambacher-Forst-CDU-auf-Krawall-gebuerstet-4164696.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Reden statt Roden &ndash; H&auml;nde weg vom Hambacher Forst &ndash; Kohleausstieg jetzt!<\/strong><br>\nin Dutzend Anti-Kohle-Gruppen, Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverb&auml;nde rufen f&uuml;r morgen, Donnerstag, 13. September 2018, um 16 Uhr zu einer gemeinsamen Kundgebung vor der D&uuml;sseldorfer Staatskanzlei auf. Motto der Protestaktion wird sein: &bdquo;Reden statt Roden &ndash; Ministerpr&auml;sident Laschet will uns verkohlen. H&auml;nde weg vom Hambacher Forst &ndash; Kohleausstieg jetzt!&ldquo; Die Umweltsch&uuml;tzer kritisieren scharf, dass sich NRW-Ministerpr&auml;sident Armin Laschet (CDU) und die schwarz-gelbe Landesregierung im langj&auml;hrigen Konflikt um den Hambacher Forst und beim dringend notwendigen Kohleausstieg einseitig auf die Seite von RWE stellen.<br>\nAntje Grothus, Vertreterin der Region und der betroffenen Menschen im Rheinischen Braunkohlerevier in der &bdquo;Kohlekommission&ldquo; zur jetzigen Situation: &bdquo;Nach allen mir aktuell vorliegenden Informationen dar&uuml;ber, mit welchen Mitteln die Landesregierung derzeit versucht, die Partikular-Interessen des Energiekonzerns RWE zu vertreten und Grundlagen f&uuml;r R&auml;umungen und Rodungen im Hambacher Wald zu schaffen, stellt sich mir die Frage, wie Politiker das noch mit ihrem Gewissen vereinbaren k&ouml;nnen.&ldquo;<br>\nDr. Angelika Clau&szlig;en, Europavorsitzende der IPPNW erg&auml;nzt: &bdquo;Die RWE-Kraftwerke Niederau&szlig;em, Neurath und Weisweiler geh&ouml;ren zu den zehn dreckigsten Kohlekraftwerken Europas. Sie verursachen zusammen pro Jahr mehr als 1.000 Todesf&auml;lle (HEAL-Studie &ldquo;Europas dunkle Wolke&rdquo;), der Tagebau in Hambach versorgt Niederau&szlig;em und Neurath. Die Kohlekommission und mit ihr Ministerpr&auml;sident Laschet muss daher diese Kraftwerke schlie&szlig;en, damit die Klimaschutzziele bis 2030 gem&auml;&szlig; Koalitionsvertrag erreicht werden k&ouml;nnen&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ippnw.de\/atomenergie\/artikel\/de\/reden-statt-roden-haende-weg-vom-h.html\">ippnw<\/a><\/li>\n<li><strong>R&auml;umung im Hambacher Forst ist politisches Totalversagen von Bundes- und Landesregierung<\/strong><br>\nNach nunmehr sechs Jahren Waldbesetzungen im Hambacher Forst stellt die zust&auml;ndige Baubeh&ouml;rde fest, dass die Baumh&auml;user gegen Brandschutzbestimmungen versto&szlig;en. Zuf&auml;llig f&auml;llt den Beh&ouml;rden dieser Umstand wenige Wochen vor der geplanten Rodung durch RWE ein. Damit macht sich die Politik zum B&uuml;ttel der Profitinteressen eines alternden Kohlekonzerns, der Klimakiller Nr. 1 in Europa ist. Eines ist auch klar: Die Landesregierung NRW will die Kohlekommission zum Platzen bringen, um den Braunkohleabbau in der Region zu verl&auml;ngern. Hier hat sie ausschlie&szlig;lich die Profitinteressen von RWE im Blick und ignoriert den fortschreitenden Klimawandel.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/raeumung-im-hambacher-forst-ist-politisches-totalversagen-von-bundes-und-landesregierung\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ein Meister der Ablenkung<\/strong><br>\nBfV-Chef Hans-Georg Maa&szlig;en f&uuml;hlt sich oft missverstanden. Vielleicht liegt es daran, dass er im Streit um einzelne W&ouml;rter gern das gro&szlig;e Bild aus dem Blick verliert.<br>\nEs gibt &Auml;mter, in denen es auf jedes Wort ankommt, wenn man sich &ouml;ffentlich &auml;u&szlig;ert. Pr&auml;sident des Bundesamtes f&uuml;r Verfassungsschutz ist ganz sicher ein solches Amt. Wer diese Position innehat, sollte jeden seiner S&auml;tze vom Ende her denken. Er sollte sich der Wirkung seiner Worte bewusst sein, bevor er den Mund aufmacht.<br>\nHans-Georg Maa&szlig;en wird von Menschen, die ihn pers&ouml;nlich kennen, als sehr intelligent beschrieben. Der Verfassungsschutzchef bem&uuml;ht sich bei &ouml;ffentlichen Auftritten, einen ruhigen und &uuml;berlegten Eindruck zu machen. Er erscheint stets im dunklen Anzug, am liebsten samt Weste. Er l&auml;chelt oft, aber er lacht nie. Vor allem aber spricht er so betont ruhig, als w&auml;hle er jedes seiner Worte mit Bedacht. Seine unverwechselbare winzige goldene Nickelbrille unterstreicht diesen Eindruck der Selbstkontrolle und Korrektheit.<br>\nMaa&szlig;en ist Jurist und war eine Zeit lang Rechtsprofessor. Das pr&auml;gt seine Art zu argumentieren. Er kann leidenschaftlich um die Definition eines Begriffs streiten. Penibel geht es dabei so lange um einzelne Wortdeutungen, bis dabei das gro&szlig;e Bild, die eigentlichen Fragen aus dem Blick geraten. Es wirkt wie Absicht, wie eine Methode, um von sich und seinem Dienst abzulenken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2018-09\/hans-georg-maassen-verfassungsschutz-kontroversen\">Kai Biermann auf Zeit Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Nach Maa&szlig;en-Anh&ouml;rung im Innenausschuss<\/strong><br>\nVerfassungsschutzpr&auml;sident Hans-Georg Maa&szlig;en habe das Vertrauen schwer ersch&uuml;ttert und im Innenausschuss des Bundestages nicht wiederherstellen k&ouml;nnen, sagte die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Eva H&ouml;gl im Dlf. Und wenn das Vertrauen in den Verfassungsschutz fehle, m&uuml;sse das personelle Konsequenzen haben. [&hellip;]<br>\nHeinlein: Jetzt haben Sie sehr elegant, Frau H&ouml;gl, meine erste Frage weggeb&uuml;gelt. Noch einmal: Ende der Koalition, wenn Maa&szlig;en im Amt bleibt? Was denken Sie pers&ouml;nlich?<br>\nH&ouml;gl: Die SPD verl&auml;sst nat&uuml;rlich wegen Herrn Maa&szlig;en nicht die Koalition. Wir haben noch viele andere Themen und eine Menge im Koalitionsvertrag vereinbart.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/nach-maassen-anhoerung-im-innenausschuss-wenn-das-vertrauen.694.de.html?dram:article_id=427970\">Deutschlandfunk<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Das Schautreffen im Kanzleramt sollte wohl nur dazu dienen, den Eindruck zu entkr&auml;ften, die SPD h&auml;tte ihr st&auml;rkstes Druckmittel, den Ausstieg aus der Koalition, bereits aus der Hand gelegt. Gelungen ist das nicht, auch wenn Kevin K&uuml;hnert als gefragter Gespr&auml;chsgast in den Abendnachrichten weiterhin so tat, als w&auml;re seine Partei auch zum &Auml;u&szlig;ersten bereit. Es gibt keine Regierungskrise, weil niemand ernsthaft die Koalition verlassen will. Man hilft sich wohl eher gegenseitig. Am Samstag ist schlie&szlig;lich CSU-Parteitag. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Sommerhoch am Arbeitsmarkt dank fragw&uuml;rdigem Teilzeitboom<\/strong><br>\nH&ouml;chstst&auml;nde bei den Besch&auml;ftigtenzahlen, doch bis zuletzt beruhte der Jobboom vorrangig auf der Zunahme von Teilzeitarbeit. Treiber der Entwicklung ist die steigende Erwerbst&auml;tigkeit von Frauen, die jedoch oft unfreiwillig in der Teilzeit stecken. Daran wird das Recht auf Br&uuml;ckenteilzeit wenig &auml;ndern.<br>\nNicht nur die Temperaturen haben in diesem Sommer Rekordwerte erreicht. Auch die Besch&auml;ftigung eilte von Allzeithoch zu Allzeithoch. Zuletzt (Juli 2018) hat das Statistische Bundesamt 44,75 Millionen Erwerbst&auml;tige (saisonbereinigter Wert) ausgewiesen, das waren so viel wie nie seit der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten. Trotz leicht nachlassender Dynamik gibt es bisher auch keine Anzeichen f&uuml;r ein Ende des Erwerbst&auml;tigenwachstums. Wie das Institut f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in seiner letzten Einsch&auml;tzung zur wirtschaftlichen Lage verk&uuml;ndete, bleibe der Arbeitsmarkt in sehr guter Verfassung. Auch wenn sich seine Dynamik im Vergleich zum starken Vorjahr abgeschw&auml;cht habe, gingen Arbeitslosigkeit und Unterbesch&auml;ftigung weiter zur&uuml;ck.<br>\nNun ist die Zahl der Erwerbst&auml;tigen nicht von besonders gro&szlig;em Informationswert, denn als erwerbst&auml;tig gilt nach dem auch vom Statistischen Bundesamt verwendeten Erwerbstatuskonzept der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) jede Person ab einem Alter von 15 Jahren, die wenigstens eine Stunde f&uuml;r Lohn oder sonstiges Entgelt in einem Arbeitsverh&auml;ltnis steht, selbstst&auml;ndig ein Gewerbe oder eine Landwirtschaft betreibt oder einen freien Beruf aus&uuml;bt. Aufschlussreicher sind Angaben zur abh&auml;ngigen Besch&auml;ftigung. Zur Jahresmitte waren nach Angaben der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) hochgerechnet 23,62 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig in Vollzeit, 9,25 Millionen in Teilzeit und 4,74 ausschlie&szlig;lich geringf&uuml;gig besch&auml;ftigt. Auch dies in Summe ein Allzeithoch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blickpunkt-wiso.de\/post\/sommerhoch-am-arbeitsmarkt-dank-fragwuerdigem-teilzeitboom--2248.html\">Blickpunkt WiSo<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Wohnst du noch &hellip;?<\/strong><br>\nBerlin galt lange Zeit als eine Metropole mit g&uuml;nstigen Mieten. Die Zeiten sind vorbei. Es herrscht Wohnungsnot<br>\nEnde September erscheint das von Philipp Mattern herausgegebene Buch &raquo;Mieterk&auml;mpfe. Vom Kaiserreich bis heute &ndash; das Beispiel Berlin&laquo; im Verlag Bertz und Fischer. Die Redaktion dokumentiert daraus den Aufsatz des Herausgebers &raquo;Berlin ist billig!? Vom entspannten Markt zur neuen Wohnungsnot&laquo;. Wir danken Autor und Verlag f&uuml;r die freundliche Genehmigung zum Vorabdruck. (jW)<br>\nIm Laufe der 1990er Jahre wurde die Wohnungsversorgung in Berlin einem weitgehend &raquo;freien Markt&laquo; &uuml;berlassen, wie ihn die Stadt seit vielen Jahrzehnten nicht mehr gekannt hatte. Die Mietpreisbindung und die Wohnungsgemeinn&uuml;tzigkeit im Westen waren aufgehoben, die kommunalen Wohnungsverwaltungen und das DDR-Mietrecht im Osten abgewickelt. Es ist einer historischen Sondersituation geschuldet, dass sich der Wohnungsmarkt just in diesem Moment zu entspannen begann und ein &ndash; aus heutiger Sicht &ndash; fast paradiesisches Jahrzehnt f&uuml;r die Mieterinnen und Mieter hereinbrach.<br>\nSeit der Vereinigung tr&auml;umte Berlin davon, eine Weltstadt zu werden. Doch w&auml;hrend die Stadt Mitte der 1990er Jahre einen regelrechten Bauboom erfuhr und frohlockend dem bevorstehenden Umzug von Bundesregierung und Ministerien sowie der Ansiedlung von Konzernzentralen entgegensah, verschlechterte sich die wirtschaftliche Lage. Nicht zuletzt aufgrund des Wegfalls der Subventionen im Westteil und der Abwicklung zahlreicher Betriebe im Ostteil sank die Wirtschaftsleistung, und die Arbeitslosenquote stieg drastisch. Als 1997 noch &uuml;ber 30.000 neue Wohnungen fertiggestellt wurden, war der beginnende R&uuml;ckgang der Einwohnerzahl schon deutlich zu erkennen: Berlin schrumpfte, der Leerstand wuchs, und so gab es um die Jahrtausendwende in der Stadt deutlich mehr Wohnungen als Haushalte. Einzig das nach dem Mauerfall erstmals f&uuml;r Westberliner zug&auml;ngliche Brandenburger Umland wurde st&auml;rker besiedelt und zum Speckg&uuml;rtel. In der Stadt selbst stand das gestiegene Angebot an Wohnraum einer gesunkenen Nachfrage gegen&uuml;ber. Den Mechanismen des Marktes folgend hie&szlig; das: niedrige Mieten und eine gro&szlig;e Auswahl. Berlin galt als billig &ndash; jedenfalls wenn man es mit anderen deutschen Gro&szlig;st&auml;dten und europ&auml;ischen Metropolen verglich. Ein Ruf, der dieser Stadt fatalerweise noch viel zu lange anhaften sollte&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/339852.mieten-und-proteste-wohnst-du-noch.html%20\">junge Welt<\/a>\n<p><strong>dazu: Gemeinsam gegen den #Mietenwahnsinn!<\/strong><br>\nAm 21. September findet im Bundeskanzleramt ein &raquo;Wohngipfel&laquo; der Bundesregierung statt. Ein breites zivilgesellschaftliches B&uuml;ndnis organisiert am Vortrag einen &raquo;Gegengipfel&laquo; und parallel zum &raquo;Wohngipfel&laquo; der Bundesregierung eine Demonstration f&uuml;r bezahlbare Mieten. Wir dokumentieren den Aufruf im Folgenden.<br>\nRaus aus dem #Mietenwahnsinn! &ndash; Gemeinsam gegen Spaltung, Verdr&auml;ngung und Wohnungslosigkeit &ndash; bezahlbarer Wohnraum f&uuml;r alle statt mehr Rendite f&uuml;r wenige.<br>\nDeutschland hat eine Wohnungskrise.<br>\nBesonders in den St&auml;dten schie&szlig;en die Boden-, Immobilien- und Mietpreise in absurde H&ouml;hen. Als Folge steigen die Immobilienverm&ouml;gen rasant. W&auml;hrend abertausende Menschen in der Angst leben, aufgrund von Mietsteigerungen und K&uuml;ndigungen ihre Wohnungen zu verlieren oder keine geeignete Wohnung zu finden, steigt die Rendite f&uuml;r Wenige. Immer mehr Einkommen geht f&uuml;r die Miete drauf. Lohnsteigerungen werden aufgefressen. Vielerorts ist Wohnen zum Armutsrisiko geworden. Die Wohnungslosigkeit w&auml;chst. Oft m&uuml;ssen soziale Tr&auml;ger Menschen mit Betreuungsbedarf abweisen. Diskriminierung und teilweise offener Rassismus erschweren die Wohnungssuche. Unterdessen verliert der Wohnungsmarkt Woche f&uuml;r Woche durch Mieterh&ouml;hungen, Wohnungswechsel, Modernisierung und K&uuml;ndigungen tausende leistbare Wohnungen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blickpunkt-wiso.de\/post\/gemeinsam-gegen-den-mietenwahnsinn--2244.html\">Blickpunkt WiSo<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Krisenmodus: Gemeinden kommen trotz Steuererh&ouml;hungen nicht aus der Krise<\/strong><br>\nDer Streit &uuml;ber die finanzielle Lage der Kommunen wird immer mehr zum Kampf um die Deutungshoheit &uuml;ber Zahlen und Begriffe. Besonders deutlich wurde dies in j&uuml;ngster Vergangenheit durch die Berichterstattung &uuml;ber eine vom Beratungsunternehmen Ernest &amp; Young (EY) erarbeitete Studie. Mit solchen Papieren, f&uuml;r die EY von keiner Stelle einen Auftrag hatte, will das Unternehmen Beratungsauftr&auml;ge von Kommunen generieren, ein typischer Vorgang. &bdquo;Kr&auml;ftige Steuererh&ouml;hungen zeigen Wirkung: Deutsche Kommunen erwirtschaften wieder &Uuml;bersch&uuml;sse&ldquo;, war der Titel der Pressemitteilung, mit der EY seine Studie der &Ouml;ffentlichkeit pr&auml;sentierte. Kenner des Analyse-Papiers mit dem Titel: &bdquo;Entwicklung der kommunalen Realsteuern 2005 bis 2017&ldquo; d&uuml;rfte diese &Uuml;berschrift &uuml;berraschen. &Uuml;ber die Entwicklung, ihre Verl&auml;ufe und ihre m&ouml;glichen Gr&uuml;nde findet sich nichts, schlie&szlig;lich werden in der gesamten Analyse keinerlei Wirkungszusammenh&auml;nge diskutiert.<br>\nStattdessen handelt es sich zum gr&ouml;&szlig;ten Teil um die Darstellung und Veranschaulichung von Daten des Statistischen Bundesamtes. Eine Einordnung dieser Zahlen erfolgt nur punktuell, etwa dann, wenn festgestellt wird, dass 69 Prozent der Kommunen im Jahr 2017 einen &bdquo;hohen&ldquo; Gewerbesteuer-Hebesatz auswiesen. Wie das Statistische Bundesamt k&uuml;rzlich mitteilte, lag der durchschnittliche Gewerbesteuer-Hebesatz im Jahr 2016 bei 400 Prozent. Warum die EY-Analyse vor diesem Hintergrund jeden Hebesatz ab 350 Prozent als &bdquo;hoch&ldquo; klassifiziert, wird nicht weiter erkl&auml;rt. Insgesamt eignet sich die Studie kaum als politischer Impulsgeber, was der Rezeption in zahlreichen &uuml;berregionalen Medien jedoch keinen Abbruch tut&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/de\/5037\/innenpolitik\/9355\/Krisenmodus.htm\">unsere zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Parit&auml;tischer Gesamtverband: 50 Milliarden mehr f&uuml;r die Rente &ldquo;bringt uns kostenm&auml;&szlig;ig nicht um&rdquo;<\/strong><br>\nUlrich Schneider, Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Parit&auml;tischen Gesamtverbandes, h&auml;lt die Rentenpolitik der Bundesregierung f&uuml;r verfehlt. Er fordert deutlich mehr Steuergeld f&uuml;r die Rentenkasse und eine Abkehr von der Riester-Rente.<br>\n&ldquo;Eine gute Rentenpolitik w&uuml;rde uns kostenm&auml;&szlig;ig nicht umbringen. Wenn wir &ndash; bei einem derzeitigen Bruttoinlandsprodukt von 3,5 Billionen Euro &ndash; im Jahr 2030 50 Milliarden mehr f&uuml;r die Rente ausgeben sollten, steigt die Sozialquote vielleicht um einen Prozentpunkt auf knapp &uuml;ber 30 Prozent. Das hatten wir schon h&auml;ufig in Deutschland&rdquo;, sagte Schneider der Passauer Neuen Presse. &ldquo;Da werden mit den Milliarden-Zahlen also ganz bewusst Horrorszenarien gemalt.&rdquo; Die SPD spreche viel Richtiges an, wage aber in der Bundesregierung offensichtlich keine konsequente Rentenpolitik, sagte Schneider.<br>\nDas Drei-S&auml;ulen-System in der Rente mit gesetzlicher, privater und betrieblicher Altersvorsorge sei gescheitert, kritisierte Schneider. Er fordert eine St&auml;rkung der gesetzlichen Rentenversicherung. &ldquo;Eine konsequente Politik w&uuml;rde jetzt umkehren: Schluss mit Riester! Wir m&uuml;ssen &uuml;ber ein neues System nachdenken &ndash; und das ist ganz klar das alte.&rdquo;<br>\nSein Verband fordert einen Mindestlohn von 12 Euro pro Stunde. &ldquo;Aber selbst das deckt gerade mal eine Rente ab, die bei Vollerwerbst&auml;tigkeit und sehr langen Beitragszahlungen etw<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.pnp.de\/nachrichten\/politik\/3069646_Paritaetischer-Gesamtverband-50-Milliarden-mehr-fuer-die-Rente-bringt-uns-kostenmaessig-nicht-um.html\">pnp<\/a>\n<p><strong>dazu: Die Rente meines Vaters: ver&auml;nderte Bewertung von Ausbildungs- und Arbeitslosigkeitszeiten<\/strong><br>\nUm die Leistungsabsenkungen im Rentensystem der drei vergangenen Jahrzehnte anschaulich zu machen, wird die tats&auml;chliche Versicherungsbiografie seines Vaters mit der fiktiven identischen Versicherungsbiografie des Autors kontrastiert, der 28 Jahre sp&auml;ter geboren wurde. Dabei zeigt sich, dass insbesondere die rentenrechtliche Entwertung von Ausbildungs- und Arbeitslosigkeitszeiten zu drastisch niedrigeren Rentenanwartschaften des Sohnes f&uuml;hren. Die &ldquo;Entsicherung&rdquo; sozialer Risikolagen mit der Folge tats&auml;chlicher Rentenabsenkungen spiegeln sich nicht in dem vieldiskutierten Rentenniveau wider.<br>\nDie Standardrente kann nicht sinken. Das ergibt sich aus ihrer Definition, weil sie auf 45 Entgeltpunkte normiert ist.1 Die tats&auml;chlichen Renten im Rentenzugang k&ouml;nnen aber sehr wohl sinken. Und das tun sie auch. Tats&auml;chlich sind z. B. in Westdeutschland von 2000 bis 2005 und in Ostdeutschland von 2000 bis 2010 (vgl. Abbildung 1) die Zahlbetr&auml;ge der durchschnittlichen Altersrenten im Rentenzugang bei den M&auml;nnern absolut gesunken, w&auml;hrend die Standardrenten weiter gestiegen sind. Die sinkenden Rentenzahlbetr&auml;ge im Rentenzugang der M&auml;nner resultieren vor allem aus Arbeitslosigkeits- und Niedriglohnbezugszeiten.2 Bei den M&auml;nnern zeigt sich seit rund 20 Jahren, dass j&uuml;ngere Geburtskohorten im selben Lebensjahr durchschnittlich niedrigere Entgeltpunktesummen aufweisen als fr&uuml;her geborene Vergleichsgruppen.3 Die &ldquo;Standardrente&rdquo; ist also f&uuml;r real existierende Versicherte immer schwerer zu erreichen. Anders als der Name suggeriert, ist die Standardrente immer weniger &ldquo;Standard&rdquo; oder &ldquo;Normalfall&rdquo;, sondern zunehmend eine Illusion.4 Aus diesem Grund eignet sich das Rentenniveau nicht als Indikator zur Messung des Leistungsniveaus im Rentensystem. Es misst nicht die Leistungsr&uuml;cknahmen, die aus ver&auml;nderten Bewertungsvorschriften rentenrechtlicher Zeiten resultieren. Wichtige Leistungsk&uuml;rzungen der letzten drei Jahrzehnte mit erheblichen Folgen f&uuml;r die aktuellen Rentenzug&auml;nge sind&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/archiv.wirtschaftsdienst.eu\/jahr\/2018\/9\/die-rente-meines-vaters-veraenderte-bewertung-von-ausbildungs-und-arbeitslosigkeitszeiten\/\">Wirtschaftsdienst<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Nach dem Juncker-Deal mit Donald Trump: Schleusen auf f&uuml;r Fracking-Gas<\/strong><br>\nDie Bundesregierung unterst&uuml;tzt den Bau von LNG-Terminals in Deutschland und Kanada. Die sind weder klimapolitisch noch wirtschaftlich sinnvoll, aber n&uuml;tzlich im Handelskrieg mit der Trump-Regierung<br>\nBei seiner Rede zur Lage der Union versuchte Jean-Claude Juncker am Mittwoch alle negativen Entwicklungen der letzten Jahre auszublenden. Der Kommissionspr&auml;sident richtete sich in dieser Funktion ein letztes Mal an das Europ&auml;ische Parlament. W&auml;hrenddessen tagen in Br&uuml;ssel die Experten und versuchen im Hintergrund, die grunds&auml;tzlichen transatlantischen Differenzen beizulegen. Nach Junckers Besuch in Washington bleiben der EU nur 120 Tage, um etwa die von Trump angedrohten Auto-Strafz&ouml;lle abzuwenden.<br>\nEnde Juli hatte Jean-Claude Juncker in den USA zugesagt, dass die EU-Staaten demn&auml;chst mehr verfl&uuml;ssigtes Erdgas (LNG) aus Nordamerika einf&uuml;hren werde. Brisant ist diese Zusage vor allem deshalb, weil in den USA vor allem mithilfe von Fracking gef&ouml;rdert wird.<br>\nWissenschaftler sind sich einig, dass die klimasch&auml;dlichen Emissionen bei der Fracking-F&ouml;rderung und der LNG-Verfl&uuml;ssigung deutlich &uuml;ber denen der konventionellen F&ouml;rderung und dem Pipeline-Transport liegen. Zu diesem Ergebnis kommen nicht zuletzt die Wissenschaftlichen Dienste des Bundestages.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Nach-dem-Juncker-Deal-mit-Donald-Trump-Schleusen-auf-fuer-Fracking-Gas-4163997.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Jede Familie zahlt 3000 Euro f&uuml;r Finanzkrise<\/strong><br>\nDie Finanzkrise hat die deutschen Steuerzahler eine zweistellige Milliardensumme gekostet &ndash; und es k&ouml;nnte noch teurer werden. Bis Ende 2017 summieren sich die Kosten der &ouml;ffentlichen Haushalte auf 59 Milliarden Euro. Darin enthalten sind ausgereichte Garantien, Kredite und Kapitalspritzen. Diese Summe ist nur vorl&auml;ufig, weil die Hilfen nicht abgeschlossen sind. Neue Zahlen weisen darauf hin, dass die Kosten auf mehr als 68 Milliarden Euro steigen werden. Es ist das erste Mal, dass die Bundesregierung die Daten zusammenh&auml;ngend herausgibt. Sie gehen aus einer Anfrage der Bundestagsfraktion der Gr&uuml;nen hervor, die der S&uuml;ddeutschen Zeitung vorliegt. &ldquo;Die Bankenkrise in Deutschland ist noch nicht vorbei&rdquo;, sagt der Gr&uuml;nen-Finanzexperte Gerhard Schick.<br>\nBund, L&auml;nder und Kommunen sind also zehn Jahre nach dem Ausbruch der globalen Finanzkrise weiter damit besch&auml;ftigt, heimische Banken zu st&uuml;tzen. Die Bilanz sei &ldquo;verheerend&rdquo;, sagt Schick. Es werde erstmals sichtbar, wie stark die B&uuml;rger belastet worden seien. &ldquo;Eine vierk&ouml;pfige Familie hat mehr als 3000 Euro f&uuml;r die Pleitebanken bezahlt.&rdquo; Hinzu k&auml;men die indirekten Kosten der Bankenkrise, also Entlassungen und Konjunkturpakete, Eurokrise und Streit in Europa, Nullzinsen und Probleme bei der Altersvorsorge und steigende Mieten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/finanzkrise-kosten-deutschland-1.4126273\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><strong>dazu: Pleite von Lehman Brothers vor zehn Jahren &ldquo;Wann waren wir dem Abgrund am n&auml;chsten, Herr Asmussen?&rdquo;<\/strong><br>\nVor zehn Jahren kollabierte die US-Bank Lehman Brothers &ndash; und die Finanzwelt stand am Abgrund. J&ouml;rg Asmussen war damals Krisenmanager im Finanzministerium. Im Interview erz&auml;hlt er, wie brenzlig die Lage auch in Deutschland war. [&hellip;]<br>\nAsmussen: Es gab damals eine seit 20 Jahren andauernde Welle der Deregulierung des Finanzsektors &ndash; in der Politik, den Medien und der Wissenschaft &ndash; und ich war bis zum Krisenausbruch ein Teil davon, das habe ich wiederholt schon selbstkritisch gesagt. Die Banken hatten damals zum Beispiel zu wenig Eigenkapital oder durften zu viele Gesch&auml;fte neben der Bilanz machen. Zu dem Artikel &uuml;ber Verbriefungen kann ich sagen: Ja, der ist unter meinen Namen erschienen und ich trage daf&uuml;r selbstverst&auml;ndlich die volle politische Verantwortung. Ich habe ihn aber nicht geschrieben und auch vor der Ver&ouml;ffentlichung nicht gelesen.<br>\nSPIEGEL ONLINE: Wer hat ihn denn geschrieben?<br>\nAsmussen: So funktionieren Ministerien. Da kommt eine Anfrage f&uuml;r einen Namensartikel in einer Fachzeitschrift, und dann schreibt der Apparat das. Heute wei&szlig; ich: Man sollte es zumindest vor der Ver&ouml;ffentlichung lesen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/lehman-brothers-joerg-asmussen-spricht-ueber-die-pleite-der-investmentbank-a-1227344.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Man fragt sich, welche politische Verantwortung Asmussen je &uuml;bernommen h&auml;tte. Zum Zeitpunkt der Finanzkrise war der Mann mit SPD-Parteibuch Abteilungsleiter, danach stieg er zum Staatssekret&auml;r auf und blieb auf dieser Position sogar unter Minister Sch&auml;uble. Sp&auml;ter wechselte er ins Direktorium der EZB, um anschlie&szlig;end wieder als Staatssekret&auml;r, diesmal im Arbeitsministerium unter Andrea Nahles, t&auml;tig zu sein. Nun hat er die Seiten endg&uuml;ltig gewechselt und empf&auml;ngt als Vertreter der Finanzwirtschaft Journalisten in der Lobby eines Luxushotels kurz vor einem Abflug nach Paris. Die Konsequenzen seiner Irrt&uuml;mer sind ja wirklich schlimm. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Idlib: Drohungen der T&uuml;rkei Richtung Damaskus<\/strong><br>\nMehr Waffen und Munition f&uuml;r verb&uuml;ndete Milizen und ein Coup des t&uuml;rkischen Geheimdienstes in Latakia<br>\nDie T&uuml;rkei steht wegen der angek&uuml;ndigten Idlib-Offensive unter Druck; nun hat sie gekontert. Laut Informationen der Nachrichtenagentur Reuters sollen mit der T&uuml;rkei verb&uuml;ndete Milizen in Idlib Waffen und Munition aus dem Nachbarland erhalten haben.<br>\nDie Rede ist von gro&szlig;en Mengen Munition und Grad-Raketen, die in den letzten Tagen geliefert wurden. Damit sei sichergestellt, dass die Milizen K&auml;mpfe f&uuml;r eine l&auml;ngere Zeit durchhalten, wird ein hochrangiger Kommandeur der sogenannten Freien Syrischen Armee zitiert. Die Quellen f&uuml;r die Nachricht sind einzig Vertreter von Milizen, wie die Nachrichtenagentur aber immerhin bereits in der &Uuml;berschrift deutlich macht.<br>\nEs ist also eine Botschaft mit der Reuters-Nachricht verbunden; ohnehin d&uuml;rften die gro&szlig;en Kriegsparteien die Lieferungen l&auml;ngst beobachtet haben. Es wurde ja auch schon vor Tagen dar&uuml;ber berichtet, dass Waffen und Munition von der T&uuml;rkei nach Syrien transportiert werden, als Grund wurde daf&uuml;r genannt, dass die t&uuml;rkischen Beobachtungsposten der Deeskalationszone in Idlib mit den Lieferungen verst&auml;rkt w&uuml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Idlib-Drohungen-der-Tuerkei-Richtung-Damaskus-4163511.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Fehlen in &Ouml;sterreich wirklich 162.000 Fachkr&auml;fte?<\/strong><br>\nAnalyse: Die Wirtschaftskammer klagt &uuml;ber Personalengp&auml;sse. Die Erhebungsmethode weist Schw&auml;chen auf.<br>\nSeit Tagen geht Wirtschaftskammer-Pr&auml;sident Harald Mahrer mit einer nach Eigendefinition &bdquo;verdammt gro&szlig;en Zahl&ldquo; hausieren: 162.000 Fachkr&auml;fte-Stellen k&ouml;nnten derzeit in &Ouml;sterreich nicht besetzt werden. Aber wie kommt er auf diese Zahl? Sie stammt aus dem neuen Fachkr&auml;fteradar des von der Kammer beauftragten Instituts f&uuml;r Bildungsforschung der Wirtschaft (ibw).<br>\nDaf&uuml;r wurden im April 80.000 Betriebe angeschrieben, 4462 von ihnen antworteten und gaben ihre offenen Stellen bekannt. Rund 9000. Das ibw gewichtete die Antworten und rechnete die Zahlen dann auf alle 180.000 Mitgliedsbetriebe hoch. Anders als bei vergleichbaren Erhebungen deutscher Institute wurden die registrierten Arbeitslosen in der jeweiligen Branche nicht ber&uuml;cksichtigt. &bdquo;Weil es dem Tiroler Betrieb ja nicht hilft, wenn es in Wien noch einen Job suchenden Koch gibt&ldquo;, erl&auml;utert ibw-Experte Helmut Dornmayr.<br>\nTats&auml;chlich gibt es in manchen angeblichen Mangelberufen nach wie vor mehr Bewerber als offene Stellen. Bei Restaurantfachkr&auml;ften meldet sogar das Tourismusland Tirol aktuell einen &Uuml;berhang: 238 Arbeitslose kommen auf 189 offene Stellen. Ein vom deutschen Wifor-Institut f&uuml;r Ober&ouml;sterreich erstellter &bdquo;Fachkr&auml;ftemonitor&ldquo; ber&uuml;cksichtigt auch das Angebot und kommt f&uuml;r 2018 zu weniger dramatischen Zahlen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kurier.at\/wirtschaft\/fehlen-in-oesterreich-wirklich-162000-fachkraefte\/400115345\">kurier.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Nicaragua: Journalisten fordern Berufsethos in den Medien<\/strong><br>\nJournalisten in Nicaragua haben f&uuml;r eine wahrheitsgem&auml;&szlig;e Berichterstattung und Respekt des journalistischen Berufsethos demonstriert. Hintergrund ist die schwere politische soziale Krise des Landes, in der auch Medien massiv polarisiert berichten. Die Teilnehmer einer Kundgebung trafen sich am &ldquo;Platz des Journalisten&rdquo; in Managua, um auf die gesellschaftliche und politische Bedeutung ihres Berufs aufmerksam zu machen.<br>\n&ldquo;Die Demokratie braucht einen gut funktionierenden Journalismus, um die Meinungsvielfalt zu garantieren. Eine Gesellschaft ben&ouml;tigt einen ehrlichen, kritischen Dialog, der ohne einen objektiven, neutralen Journalismus nicht stattfinden kann&rdquo;, hie&szlig; es seitens der Teilnehmer. Vertreter der Berufsgemeinschaft kritisierten die wachsende Gefahr der Falschinformationen im Pressewesen, die zu einem Verlust an Glaubw&uuml;rdigkeit f&uuml;hrten.<br>\n&ldquo;Ohne Vertrauen der Bev&ouml;lkerung in die Informationen, die durch die Journalisten verbreitet werden, verlieren wir die Grundlage unseres Berufs&rdquo;, sagte ein Journalist. Er kritisierte, dass zahlreiche Kollegen die gesamte Berufssparte in Gefahr br&auml;chten.<br>\nGerade in Bezug auf die Entwicklung der letzten Monate in Nicaragua habe es eine enorme Medienmanipulation gegeben, hie&szlig; es weiter. Dadurch sei das Land international in ein schlechtes Licht ger&uuml;ckt worden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2018\/09\/212409\/nicaragua-journalisten-berufsethos\">amerika21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>SPD und Heisterhagen trennen sich<\/strong><br>\nDie Sozialdemokraten verlieren eines ihrer jungen Talente. Nils Heisterhagen verl&auml;sst die SPD-Fraktion in Mainz &ndash; mit unbekanntem Ziel. [&hellip;]<br>\nDer 30-j&auml;hrige Heisterhagen hatte &uuml;ber zwei Jahre lang in zahlreichen Medien von FAZ bis taz f&uuml;r eine Neuausrichtung der SPD geworben: Sie m&uuml;sse einen neuen realistischen Kurs in der Migrations- und Integrationspolitik einschlagen, schrieb er k&uuml;rzlich in der taz. Noch &bdquo;entscheidender f&uuml;r die Linke (zu der die SPD geh&ouml;rt) ist jetzt, die ,soziale Frage&rsquo; zu thematisieren und ein wirtschaftspolitisches Alternativkonzept zum Marktradikalismus anzubieten&ldquo;, meinte Heisterhagen. Im Mai ver&ouml;ffentlichte der Dietz-Verlag sein Buch &bdquo;Die liberale Illusion. Warum wir einen linken Realismus brauchen&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Streit-um-Neuausrichtung-der-SPD\/%215535597\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.B.:<\/strong> Ich hatte mich nach Lekt&uuml;re diverser Artikel und Interviews von und mit Nils Heisterhagen (Autor des Buches &bdquo;Die liberale Illusion. Warum wir einen linken Realismus brauchen&ldquo;) schon gefragt, wie lange der Mann wohl noch f&uuml;r die SPD in NRW als Grundsatzreferent arbeiten darf. Nun ist die Frage beantwortet: Er darf nicht mehr. Mal wieder ein sch&ouml;ner Beleg daf&uuml;r, dass die SPD ein Problem mit Sozialdemokraten hat. Wer nicht neoliberal ist, sondern tats&auml;chlich ein richtiger Sozialdemokrat, der hat in der SPD nichts zu suchen. Die Funktion&auml;re der SPD k&ouml;nnen es offenbar nicht abwarten, endlich in den einstelligen Bereich zu kommen. Und ich sch&auml;tze, sie haben gute Chancen, ihr Ziel in Bayern in K&uuml;rze zu verwirklichen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Prominenter Gr&uuml;ner verl&auml;sst Bundestag &ndash; und gr&uuml;ndet B&uuml;rgerbewegung<\/strong><br>\nDer Gr&uuml;nen-Finanzmarktexperte Gerhard Schick verl&auml;sst den Bundestag und gr&uuml;ndet den Verein Finanzwende. Das prominent besetzte B&uuml;ndnis will sich f&uuml;r eine sch&auml;rfere Regulierung der Finanzm&auml;rkte stark machen. Los gehen soll es am 15. September, genau zehn Jahre nach der Pleite von Lehman Brothers.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/finanzwende-prominenter-gruener-verlaesst-bundestag-und-gruendet-buergerbewegung-1.4126276%20\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.L.:<\/strong> Ist es ein Unterschied ob Sahra Wagenknecht eine B&uuml;rgerbewegung gr&uuml;ndet oder ein Politiker der Gr&uuml;nen????<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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