{"id":45997,"date":"2018-09-16T09:00:33","date_gmt":"2018-09-16T07:00:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45997"},"modified":"2018-09-14T10:09:44","modified_gmt":"2018-09-14T08:09:44","slug":"hinweise-der-woche-79","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45997","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CW)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45997#h01\">Syrien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45997#h02\">Mit der EU-Urheberrechtsreform wird das Internet zerschlagen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45997#h03\">Hambacher Forst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45997#h04\">Der Jo-Jo Effekt der Finanzkrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45997#h05\">Das wahre Motiv f&uuml;r die Kaufhaus-Fusion: Immobilien-Spekulation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45997#h06\">Die Kriminalit&auml;t der Eliten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45997#h07\">Es h&ouml;rt niemals auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45997#h08\">Parit&auml;tischer Gesamtverband: 50 Milliarden mehr f&uuml;r die Rente &ldquo;bringt uns kostenm&auml;&szlig;ig nicht um&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45997#h09\">&raquo;Wir sind keine Kommunisten&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45997#h10\">Two Riders were approaching: Der Anfang vom Ende der deutschen Medien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45997#h11\">Vorw&auml;rts in die Vergangenheit?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45997#h12\">Wir brauchen einen Populismus von links<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnendsten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Syrien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Flatternde Falken<\/strong><br>\nDer B&uuml;rgerkrieg ist noch nicht zu Ende, scheint aber so gut wie entschieden, da soll pl&ouml;tzlich die Bundeswehr nochmal ran<br>\nGeht der Syrien-Krieg f&uuml;r den Westen milit&auml;risch und politisch verloren, soll wenigstens die wom&ouml;glich letzte Schlacht um Idlib propagandistisch gewonnen werden. Also wird herbeigeredet, was noch gar nicht geschehen ist, aber offenbar geschehen soll &ndash; der Massenmord an Zivilisten, f&uuml;r den die Assad-Armee, vor allem aber Russland und Iran, verantwortlich gemacht werden k&ouml;nnen. Was dabei von vornherein ignoriert wird, sind die Angebote aus Damaskus, inzwischen auch aus Ankara, an die zumeist islamistischen Freisch&auml;rler, sie sollten kapitulieren, die Waffen abgeben und abziehen.<br>\nWarum jetzt?<br>\nWom&ouml;glich f&auml;llt in der Nordprovinz Idlib die Entscheidung, dass sich ein Assad-Sturz bis auf Weiteres vollends erledigt hat. Also steht ein letztes Aufb&auml;umen der USA &ndash; des Westens &uuml;berhaupt &ndash; an, als sei das unumg&auml;nglich &ndash; und nicht &uuml;berfl&uuml;ssig. Es wird &uuml;ber einen Milit&auml;rschlag spekuliert, zu dem man ausholen k&ouml;nnte, sollte es zum Einsatz von Giftgas kommen. Wobei von vornherein feststeht, dass daf&uuml;r nur die Assad-Armee in Betracht kommt, auch wenn einer solchen Annahme die Logik fehlt. Warum sollte die sich ausgerechnet jetzt schaden wollen? Die Anti-Assad-Kr&auml;fte, fast ausschlie&szlig;lich islamistische Verb&auml;nde, die in Idlib mit dem R&uuml;cken zur Wand stehen, werden auch wissen, wie sie sich helfen k&ouml;nnen.<br>\nIn Berlin wird nun erwogen, die Bundeswehr an einem m&ouml;glichen &bdquo;Vergeltungsschlag&ldquo; zu beteiligen, der in der gegebenen Situation zugunsten der Assad-Gegner gef&uuml;hrt w&uuml;rde? Die v&ouml;lkerrechtliche Basis eines solchen Vorgehens w&auml;re so d&uuml;nn wie dessen moralische Rechtfertigung verlogen. Vermutlich kommt es ohnehin allein auf den Symbolwert eines solchen Aktionismus an: Russland soll gezeigt werden, dass man ihm jederzeit Paroli bieten kann. Egal, wie fragw&uuml;rdig die Umst&auml;nde sind&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/lutz-herden\/flatternde-falken\">der Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Vereint gegen Syrien<\/strong><br>\nKriegspl&auml;ne der Anti-Assad-Front: Bundeswehr-&raquo;Tornados&laquo; sollen auf US-Wunsch hin mitbomben. Die Folgen w&auml;ren verheerend<br>\nDie Bundesregierung pr&uuml;ft eine Teilnahme der Bundeswehr an milit&auml;rischen Angriffen auf Syrien. Wie Bild am Montag berichtete, geht es dabei um die Bombardierung von Infrastruktur der syrischen Streitkr&auml;fte, wie sie die USA, Gro&szlig;britannien und Frankreich f&uuml;r den Fall ank&uuml;ndigten, dass syrische Einheiten in Idlib Giftgas einsetzen. Eine entsprechende Anfrage sei im Bundeskanzleramt eingegangen und bereits Gegenstand mehrerer Gespr&auml;chsrunden im Verteidigungsministerium gewesen, schreibt das Springer-Blatt. Demnach stehen nicht nur vorbereitende Aufkl&auml;rungsfl&uuml;ge deutscher &raquo;Tornados&laquo; oder eine nachbereitende Schadensanalyse (&raquo;Battle Damage Assessment&laquo;) zur Debatte, sondern auch eigene Bombardements. In die &Uuml;berlegungen einbezogen werde die Option, so hei&szlig;t es, die erforderliche Vorabzustimmung des Bundestags nicht einzuholen &ndash; wegen Zeitdrucks. Das Parlament solle einen m&ouml;glichen Angriff stattdessen nachtr&auml;glich absegnen, so Bild.<br>\nOffiziell &auml;u&szlig;ert sich die Bundesregierung noch zur&uuml;ckhaltend. Aus dem Verteidigungsministerium hie&szlig; es gestern, bei dem erw&auml;hnten Einsatzszenario handle es sich um einen &raquo;sehr hypothetischen Fall&laquo;. W&auml;hrend die SPD-Vorsitzende Andrea Nahles ank&uuml;ndigte, ihre Partei werde &raquo;weder in der Regierung noch im Parlament einer Beteiligung Deutschlands am Krieg in Syrien zustimmen&laquo;, &auml;u&szlig;erten sich Unionspolitiker billigend. So erkl&auml;rte der Vorsitzende des Ausw&auml;rtigen Ausschusses im Bundestag, Norbert R&ouml;ttgen (CDU), es sei &raquo;richtig&laquo;, eine Beteiligung an etwaigen Angriffen der NATO-Verb&uuml;ndeten auf Syrien zu pr&uuml;fen. Berlin m&uuml;sse zu einem solchen Einsatz &raquo;grunds&auml;tzlich willens&laquo; sein. Auch Exverteidigungsminister Volker R&uuml;he (CDU) bekr&auml;ftigte, die deutschen Streitkr&auml;fte m&uuml;ssten sich gegebenenfalls &raquo;an Angriffen auf syrische Munitionsdepots beteiligen&laquo;. R&uuml;he begr&uuml;ndete das &raquo;vor allem&laquo; mit der Absicht, ein gemeinsames milit&auml;risches Vorgehen mit Frankreich zu erreichen &ndash; im Sinne einer einheitlichen EU-Milit&auml;rpolitik.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/339580.syrienkrieg-vereint-gegen-syrien.html\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Bundestags-Gutachten: Syrien-Einsatz w&auml;re rechtswidrig<\/strong><br>\nPolitisch wird &uuml;ber eine Beteiligung der Bundeswehr an m&ouml;glichen milit&auml;rischen Vergeltungsschl&auml;gen in Syrien noch gestritten. Rechtlich scheint die Lage nach einem aktuellen Gutachten dagegen ziemlich klar zu sein.<br>\nEine Beteiligung der Bundeswehr an einem milit&auml;rischen Vergeltungsschlag f&uuml;r einen m&ouml;glichen Giftgasangriff in Syrien w&uuml;rde nach einem Gutachten des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags gegen das V&ouml;lkerrecht und das Grundgesetz versto&szlig;en. &bdquo;Im Ergebnis w&auml;re eine etwaige Beteiligung der Bundeswehr an einer Repressalie der Alliierten in Syrien in Form von &bdquo;Vergeltungsschl&auml;gen&ldquo; gegen Giftgas-Fazilit&auml;ten v&ouml;lker- und verfassungswidrig&ldquo;, hei&szlig;t es in der am Montag vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte erstellten zehnseitigen Expertise, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.<br>\nAm Montag war bekannt geworden, dass im Verteidigungsministerium eine deutsche Beteiligung an einem solchen Vergeltungsschlag gepr&uuml;ft wird. Im April hatte sich Deutschland nach einem Giftgasangriff in Syrien nicht an den Bombardements der Vereinigten Staaten, Gro&szlig;britanniens und Frankreichs auf Stellungen der Regierungstruppen von Pr&auml;sident Baschar al-Assad beteiligt. Schon damals hatte der wissenschaftliche Dienst des Bundestags den Einsatz als v&ouml;lkerrechtswidrig eingestuft. Die Einsch&auml;tzung, dass ein solches Vorgehen auch gegen das Grundgesetz versto&szlig;en w&uuml;rde, ist dagegen neu.<br>\n&bdquo;Die parlamentarische Mandatierung eines solchen Bundeswehr-Einsatzes w&uuml;rde sich dann er&uuml;brigen, da der Bundestag nur Auslandseins&auml;tze mandatieren darf, die auf einer tragf&auml;higen verfassungs- und v&ouml;lkerrechtlichen Grundlage beruhen&ldquo;, hei&szlig;t es im Bundestag. Nach Auffassung der Wissenschaftler des Bundestags d&uuml;rfte die Bundesregierung dem Parlament also einen solchen Einsatz gar nicht zur Abstimmung vorlegen.<br>\nDie SPD-Vorsitzende Andrea Nahles hat einem solchen Einsatz auch schon eine politische Absage erteilt. Mehrere Politiker der Union haben dagegen daf&uuml;r pl&auml;diert, sich die Option offen zu halten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/bundestags-gutachten-syrien-einsatz-der-bundeswehr-waere-rechtswidrig-15782455.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Nach Einsch&auml;tzung des Wissenschaftlichen Dienstes w&auml;ren schon eine Initiative oder ein Gesetzesentwurf in diese Richtung verboten und der Kriegseinsatz in Syrien in jedem Fall grundgesetz- und v&ouml;lkerrechtswidrig, aber die Union will einen solchen Einsatz trotzdem ins Auge fassen? Sind diese Leute, die hier gegen jedwedes Gesetz versto&szlig;en wollen, dieselben, die angeblich f&uuml;r Law and Order stehen und von Ausl&auml;ndern in Deutschland fordern, da&szlig; sie sich ans deutsche Recht halten m&uuml;ssen?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Koalition streitet &uuml;ber m&ouml;glichen Syrien-Einsatz<\/strong><br>\nMerkel gegen Nahles, von der Leyen gegen Maas: Die Frage eines m&ouml;glichen Bundeswehreinsatzes in Syrien spaltet die Koalition. In den USA d&uuml;rfte die Auseinandersetzung mit Interesse verfolgt werden.<br>\nZwischen den Koalitionspartnern Union und SPD ist ein offener Streit &uuml;ber ein m&ouml;gliches Eingreifen der Bundeswehr in den Syrien-Krieg ausgebrochen.<br>\nKanzlerin Angela Merkel (CDU) kritisierte das klare Nein von SPD-Chefin Andrea Nahles zu einer deutschen Beteiligung an einem Vergeltungsschlag beim Einsatz von Giftgas. &laquo;Einfach zu behaupten, wir k&ouml;nnten wegsehen, wenn irgendwo Chemiewaffen eingesetzt werden und eine internationale Konvention nicht eingehalten wird, das kann auch nicht die Antwort sein&raquo;, sagte die CDU-Vorsitzende in der Haushaltsdebatte im Bundestag.<br>\nAlle Antworten der Bundesregierung w&uuml;rden auf Basis des Grundgesetzes und im Rahmen der parlamentarischen Verpflichtungen gegeben. &laquo;Aber von vornherein einfach Nein zu sagen, egal was auf der Welt passiert, das kann nicht die deutsche Haltung sein.&raquo; W&auml;hrend CDU und CSU dies stark beklatschten, herrschte bei der SPD Schweigen. SPD-Partei- und Fraktionschefin Andrea Nahles schaute demonstrativ auf ihr Handy.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/bundeswehr-ins-kriegsgebiet--koalition-streitet-ueber-moeglichen-syrien-einsatz-8355490.html\">Stern Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A. H.:<\/strong> In voller Kenntnis der Rechtslage, die ja durch den wissenschaftlichen Dienst des Bundestags nur einen Tag vorher mit bemerkenswerter Klarheit festgestellt wurde (ein Einsatz in Syrien w&auml;re sowohl grundgesetz- als auch v&ouml;lkerrechtswidrig!) schwadronieren die Bundeskanzlerin und die Verteidigungsministerin mal wieder von der &ldquo;gestiegenen Verantwortung&rdquo;, die Deutschland in der Welt zu &uuml;bernehmen habe. Offenbar besteht diese Verantwortung mindestens f&uuml;r die Union auch in der Beteiligung an v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriffen. Auch seinerzeit beim v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriff auf den Irak h&auml;tte Frau Merkel ja gerne mitgemacht &ndash; auch wenn sie das heute einfach abstreitet. Offenbar hat man bei CDU\/CSU nichts dazu gelernt!<\/em><\/p>\n<p><em>Man muss sich das einmal auf der Zunge zergehen lassen: Die Bundeskanzlerin und die Verteidigungsministerin kritisieren ihren Koalitionspartner auf offener B&uuml;hne daf&uuml;r, dass dieser keinen Grundgesetz- und V&ouml;lkerrechtsbruch begehen will. Dieser ausgemachte Skandal findet in den Medien leider nur begrenzten Widerhall!<\/em><\/p>\n<p><em>Wie gehabt, gilt das V&ouml;lkerrecht nur f&uuml;r andere, w&auml;hrend man f&uuml;r sich selber das Recht in Anspruch nimmt, dieses zu brechen, wenn es grade passt (oder Washington das verlangt)! Eine solche Haltung besch&auml;digt das V&ouml;lkerrecht in einem ungeahnten Ausma&szlig; und l&auml;dt andere L&auml;nder geradezu dazu ein, internationales Recht ebenfalls zu ignorieren, wenn man grade mal Lust darauf hat &ndash; und so verkommt das V&ouml;lkerrecht zu einer Art unverbindlicher &ldquo;Folklore&rdquo; &ndash; das grade noch gut genug ist, um als mediale Waffe missbraucht zu werden, wenn man &uuml;ber die V&ouml;lkerrechtsbr&uuml;che anderer Staaten ein paar Krokodilstr&auml;nen weinen und politisch motivierte Sanktionen begr&uuml;nden m&ouml;chte.<\/em><\/p>\n<p><em>Man kann wirklich nur hoffen, dass die SPD stark bleibt und dem (erneuten) vorauseilenden Gehorsam der Union gegen&uuml;ber der amerikanischen Administration, die sich noch nie gro&szlig; um das V&ouml;lkerrecht geschert hat, wenn es der Verwirklichung eigener Pl&auml;ne im Wege stand, einen Riegel vorschiebt!<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Moscow Has Upped the Ante in Syria<\/strong><br>\nAs Syrian forces backed by Russia launch the final showdown in Syria against jihadist extremists in Idlib province, the potential for a U.S.-Russia confrontation has never been greater, as VIPS warns in this memo to the president. September 9, 2018<br>\nMEMORANDUM FOR: The President<br>\nFROM: Veteran Intelligence Professionals for Sanity<br>\nSUBJECT: Moscow Has Upped the Ante in Syria<br>\nMr. President:<br>\nWe are concerned that you may not have been adequately briefed on the upsurge of hostilities in northwestern Syria, where Syrian armed forces with Russian support have launched a full-out campaign to take back the al-Nusra\/al-Qaeda\/ISIS-infested province of Idlib. The Syrians will almost certainly succeed, as they did in late 2016 in Aleppo. As in Aleppo, it will mean unspeakable carnage, unless someone finally tells the insurgents theirs is a lost cause.<br>\nThat someone is you. The Israelis, Saudis, and others who want unrest to endure are egging on the insurgents, assuring them that you, Mr. President, will use U.S. forces to protect the insurgents in Idlib, and perhaps also rain hell down on Damascus. We believe that your senior advisers are encouraging the insurgents to think in those terms, and that your most senior aides are taking credit for your recent policy shift from troop withdrawal from Syria to indefinite war.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/consortiumnews.com\/2018\/09\/09\/moscow-has-upped-the-ante-in-syria\/\">Consortiumnews<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Mit der EU-Urheberrechtsreform wird das Internet zerschlagen<\/strong><br>\nDie Versch&auml;rfung des Urheberrechts f&ouml;rdert Zensur und zeigt, dass das EU-Parlament Netzaktivisten, IT-Koryph&auml;en und B&uuml;rger ignoriert hat. Es sei ein guter Tag f&uuml;r Kreative, wird von denen herausposaunt, die sich f&uuml;r das neue EU-Urheberrecht starkgemacht haben. Doch der Etappensieg traditioneller Medienkonzerne im Europaparlament bedeutet vor allem eines: das Ende des Internets, wie wir es kennen. Entgegen aller Kritik, trotz Protestaktionen und fast einer Million Unterschriften von skeptischen B&uuml;rgern stimmte die konservative Mehrheit im Parlament am Mittwoch f&uuml;r Uploadfilter und ein Leistungsschutzrecht. Das bedeutet: Inhalte, die auf Plattformen hochgeladen werden, m&uuml;ssen k&uuml;nftig auf Urheberrechtsverletzungen gepr&uuml;ft werden. Zudem d&uuml;rfen Aggregatoren wie Google News und Co keine Titel und Anrei&szlig;ertexte von Medien mehr kostenlos anzeigen. Die katastrophale Folge ist das Ende f&uuml;r Memes, Zusammenschnitte von Sportveranstaltungen und kleinste Textausschnitte von Medien. Nach dem Scheitern des Erstentwurfs war ein Kompromiss versprochen worden. Der beschr&auml;nkt sich jedoch auf Formalit&auml;ten: Nicht mehr alle Plattformen, sondern nur jene, die nutzergenerierte Inhalte teilen und bewerben, sollen einen Uploadfilter nutzen m&uuml;ssen &ndash; im Fokus stehen vor allem soziale Medien. Eine Zensurmaschine also, die den wichtigsten Kommunikationskanal des 21. Jahrhunderts vorab pr&uuml;ft, soll nun verpflichtend werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.derstandard.de\/story\/2000087227992\/mit-der-eu-urheberrechtsreform-wird-das-internet-zerschlagen\">der Standard<\/a>\n<p><strong>dazu: Das EU-Parlament legt einen Schleier &uuml;ber das Internet: Votum f&uuml;r Upload-Filter und Leistungsschutzrecht [Update]<\/strong><br>\nDer nun beschlossene Entwurf sind Ergebnis eines jahrelangen Tauziehens. Ansto&szlig; f&uuml;r die Reform war ein Vorschlag des damaligen EU-Digitalkommissars G&uuml;nther Oettinger, einem CDU-Politiker mit guten Kontakten zu Lobbyisten und der Industrie. Schon im ersten Entwurf legte die Kommission das klare Ziel fest, die Position der Presseverlage und anderer Rechteinhaber zu st&auml;rken. Auf zeitgem&auml;&szlig;e Ideen wie einem Recht auf Remix und gro&szlig;z&uuml;gige Ausnahmeregeln f&uuml;r nichtkommerzielle Verwendung von Inhalten im Internet verzichtet sie hingegen. Die Gegner dieser Art von Reform k&auml;mpfen seither einen erbitterten, aber gr&ouml;&szlig;tenteils erfolglosen Abwehrkampf.<br>\nWichtigster Freund der Verlagslobby im EU-Parlament ist der Abgeordnete Voss. Der CDU-Politiker schrieb den Entwurf f&uuml;r die nun beschlossene Verhandlungsposition des Parlaments in den abschlie&szlig;enden Verhandlungen zur Reform. Seine Vorschl&auml;ge haben weitreichende Folgen. [&hellip;]<br>\nDie Verlagslobby will sich damit einen Anteil an den Werbeeinnahmen sichern, die Google und andere Plattformen mit Anzeigen rund um Teasertexte und Links zu Verlagsangeboten verdienen. Einer Berechnung von Golem.de zufolge w&uuml;rden bei einer Einf&uuml;hrung des EU-Leistungsschutzrechts 64 Prozent der Gesamteinnahmen in Deutschland an den Axel-Springer-Verlag gehen.<br>\nDas Gesetz bringt zudem absurde Folgen mit sich: &Uuml;berall im Netz m&uuml;ssten dann Textschnipsel und Links auf Urheberrechtsverletzungen &uuml;berpr&uuml;ft werden. Bisherige Vorschl&auml;ge von Rat, Kommission und Parlament sind zudem nicht allzu klar formuliert. In ihrer h&auml;rtesten Form stellen die Vorschl&auml;ge aus Sicht eines Expertenberichtes des EU-Parlaments eine Gefahr f&uuml;r die Meinungsfreiheit dar. Allein die Unklarheit spricht gegen den vorliegenden Entwurf des Leistungsschutzrechts.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2018\/das-eu-parlament-legt-einen-schleier-ueber-das-internet-votum-fuer-upload-filter-und-leistungsschutzrecht\/\">netzpolitik.org<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Hambacher Forst<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Konzern l&auml;sst r&auml;umen<\/strong><br>\nPolizeieinsatz im Hambacher Forst: NRW-Landesregierung und RWE gehen gegen Camp von Umweltaktivisten vor.<br>\nAm Donnerstag morgen hat die Landesregierung Nordrhein-Westfalen mit der R&auml;umung der Baumh&auml;user im Hambacher Forst begonnen. Demonstranten hielten das Waldgebiet zwischen K&ouml;ln und Aachen seit Jahren besetzt, um eine Rodung zu verhindern. Der Stromkonzern RWE plant, f&uuml;r seine Braunkohlegewinnung mehr als die H&auml;lfte der B&auml;ume abzuholzen. Als R&auml;umungsgrund gaben die zust&auml;ndigen Beh&ouml;rden aber Sicherheitsbedenken und fehlenden Brandschutz an.<br>\nIn einem Schreiben der Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU) und des Innenministers Herbert Reul (CDU) hie&szlig; es, bei einer Ortsbegehung h&auml;tte sich gezeigt: &raquo;Aus etwaigen Bretterbuden sind buchst&auml;blich H&auml;user in B&auml;umen geworden&laquo;, die so nie genehmigt worden w&auml;ren. &raquo;Weil Gefahr in Verzug f&uuml;r Leib und Leben besteht, waren die Beh&ouml;rden jetzt gezwungen, den Abriss dieser Baumh&auml;user anzuordnen.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/339799.widerstand-gegen-waldrodung-konzern-l%C3%A4sst-r%C3%A4umen.html\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Hambacher Forst: CDU auf Krawall geb&uuml;rstet<\/strong><br>\nIn der Tat ist das Vorgehen der schwarz-gelben Landesregierung und RWEs ein klares Zeichen daf&uuml;r, dass der Konzern keinerlei Interesse an einem Kompromiss und einen zivilisierten Dialog in der noch bis in den Herbst rein tagenden Kohlekommission hat.<br>\nAuch Teile der CDU und der Liberalen scheinen vollkommen auf Krawall geb&uuml;rstet: W&auml;hrend Ostdeutschland noch immer auf ausreichend Regen wartet, das Land mancherorts so ausgetrocknet ist, dass die Wintersaat nicht ausgebracht werden kann, w&auml;hrend die hochsommerlichen Temperaturen noch immer nicht vorbei sind, w&auml;hrend Tropensturm nach Tropensturm w&uuml;tet, setzt die Kohleindustrie und die ihr ergebenen Politiker auf Gewalt und kaltschn&auml;uzige Unterdr&uuml;ckung demokratischen Protestes, um auch noch den letzten Kr&uuml;mel Kohle verbrennen zu k&ouml;nnen.<br>\nUnd wie immer hat es keinen Mangel an Hilfspolizisten in den Redaktionsstuben. Die Zeit liefert unter obigen Link ein interessantes Beispiel journalistischer Vorverurteilung: Ein dpa-Foto zeigt eine auf einem Hochsitz sitzende Person in einer passiven Haltung. Die Bildunterschrift lautet: &ldquo;Auf seinem Hochsitz leistet dieser Aktivist der R&auml;umung im Hambacher Forst Widerstand.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Hambacher-Forst-CDU-auf-Krawall-gebuerstet-4164696.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Reden statt Roden &ndash; H&auml;nde weg vom Hambacher Forst &ndash; Kohleausstieg jetzt!<\/strong><br>\nEin Dutzend Anti-Kohle-Gruppen, Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverb&auml;nde rufen f&uuml;r morgen, Donnerstag, 13. September 2018, um 16 Uhr zu einer gemeinsamen Kundgebung vor der D&uuml;sseldorfer Staatskanzlei auf. Motto der Protestaktion wird sein: &bdquo;Reden statt Roden &ndash; Ministerpr&auml;sident Laschet will uns verkohlen. H&auml;nde weg vom Hambacher Forst &ndash; Kohleausstieg jetzt!&ldquo; Die Umweltsch&uuml;tzer kritisieren scharf, dass sich NRW-Ministerpr&auml;sident Armin Laschet (CDU) und die schwarz-gelbe Landesregierung im langj&auml;hrigen Konflikt um den Hambacher Forst und beim dringend notwendigen Kohleausstieg einseitig auf die Seite von RWE stellen.<br>\nAntje Grothus, Vertreterin der Region und der betroffenen Menschen im Rheinischen Braunkohlerevier in der &bdquo;Kohlekommission&ldquo; zur jetzigen Situation: &bdquo;Nach allen mir aktuell vorliegenden Informationen dar&uuml;ber, mit welchen Mitteln die Landesregierung derzeit versucht, die Partikular-Interessen des Energiekonzerns RWE zu vertreten und Grundlagen f&uuml;r R&auml;umungen und Rodungen im Hambacher Wald zu schaffen, stellt sich mir die Frage, wie Politiker das noch mit ihrem Gewissen vereinbaren k&ouml;nnen.&ldquo;<br>\nDr. Angelika Clau&szlig;en, Europavorsitzende der IPPNW erg&auml;nzt: &bdquo;Die RWE-Kraftwerke Niederau&szlig;em, Neurath und Weisweiler geh&ouml;ren zu den zehn dreckigsten Kohlekraftwerken Europas. Sie verursachen zusammen pro Jahr mehr als 1.000 Todesf&auml;lle (HEAL-Studie &ldquo;Europas dunkle Wolke&rdquo;), der Tagebau in Hambach versorgt Niederau&szlig;em und Neurath. Die Kohlekommission und mit ihr Ministerpr&auml;sident Laschet muss daher diese Kraftwerke schlie&szlig;en, damit die Klimaschutzziele bis 2030 gem&auml;&szlig; Koalitionsvertrag erreicht werden k&ouml;nnen&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ippnw.de\/atomenergie\/artikel\/de\/reden-statt-roden-haende-weg-vom-h.html\">ippnw<\/a><\/li>\n<li><strong>R&auml;umung im Hambacher Forst ist politisches Totalversagen von Bundes- und Landesregierung<\/strong><br>\nNach nunmehr sechs Jahren Waldbesetzungen im Hambacher Forst stellt die zust&auml;ndige Baubeh&ouml;rde fest, dass die Baumh&auml;user gegen Brandschutzbestimmungen versto&szlig;en. Zuf&auml;llig f&auml;llt den Beh&ouml;rden dieser Umstand wenige Wochen vor der geplanten Rodung durch RWE ein. Damit macht sich die Politik zum B&uuml;ttel der Profitinteressen eines alternden Kohlekonzerns, der Klimakiller Nr. 1 in Europa ist. Eines ist auch klar: Die Landesregierung NRW will die Kohlekommission zum Platzen bringen, um den Braunkohleabbau in der Region zu verl&auml;ngern. Hier hat sie ausschlie&szlig;lich die Profitinteressen von RWE im Blick und ignoriert den fortschreitenden Klimawandel.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/raeumung-im-hambacher-forst-ist-politisches-totalversagen-von-bundes-und-landesregierung\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Der Jo-Jo Effekt der Finanzkrise<\/strong><br>\nZehn Jahre sind seit Beginn der Finanzkrise vergangen. Bei der Bankenregulierung hat es Vers&auml;umnisse gegeben. Ein neuer Crash ist wahrscheinlich.<br>\nDie Insolvenz der US-Investmentbank Lehman Brothers am 15. September 2008 m&uuml;ndete in die Wirtschafts- und Finanzkrise. 10 Jahre nach der Krise lautet die Frage nicht ob, sondern wann ein neuer Crash kommt. Dies hat mehrere Gr&uuml;nde:<br>\nErstens, die milliardenschweren Rettungspakete f&uuml;r Banken und die Billionen an billigem Geld der Zentralbanken, haben zwar die Finanzm&auml;rkte beruhigt, aber bei K&uuml;rzung von &ouml;ffentlichen Investitionen, L&ouml;hnen und Renten die Ungleichheit versch&auml;rft.<br>\nDas billige Geld der Zentralbanken landet so im Dax, bei Immobilien und Aktien statt in der realen Wirtschaft. Neue Finanzblasen entstehen. Die Privatisierung der Alterssicherung ist ein zus&auml;tzlicher Brandbeschleuniger f&uuml;r die Finanzm&auml;rkte, weil Rentengelder das Biest f&uuml;ttern. Es gibt daher weiter enormen Anlagedruck f&uuml;r Finanzinnovationen.<br>\nN&ouml;tig w&auml;re stattdessen ein New Deal wie unter Roosevelt: Hohe Verm&ouml;gen absch&ouml;pfen, das billige Geld gegen den Klimawandel und in die Infrastruktur investieren, die Binnenwirtschaft bzw. L&ouml;hne und Renten st&auml;rken. Und der ehemalige Pr&auml;sident der US-Zentralbank hat Recht: Die einzige sinnvolle Finanzinnovation der letzten Jahre war der Geldautomat. Wir brauchen einen Finanz-T&uuml;v zur Zulassung von Finanzprodukten, der neue Finanzprodukte auf Gefahren und volkswirtschaftlichen Nutzen pr&uuml;ft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/app.handelsblatt.com\/politik\/international\/gastbeitrag-der-jo-jo-effekt-der-finanzkrise\/23055352.html\">Fabio De Masi im Handelsblatt<\/a>\n<p><strong>dazu: Ein Oligopol der Gro&szlig;banken<\/strong><br>\nIn der Finanzkrise haben wir die Chance verpasst, die Systemfrage zu stellen. Die Folgen sind gravierend: Wenn es ernst wird, m&uuml;ssen erneut alle einstehen.<br>\nDie Krise hat uns auch viel &uuml;ber die Wirksamkeit von Fiskalpolitik gelehrt. Sogar der Internationale W&auml;hrungsfonds (IWF) hat 2013 einer einfachen keynesianischen Wahrheit stattgegeben: In einer sich anbahnenden Depression m&uuml;ssen die staatlichen Ausgaben ausgeweitet werden. Das stabilisiert die Wirtschaft und f&uuml;hrt letztlich zu einer h&ouml;heren &ouml;konomischen Aktivit&auml;t.<br>\nUmgekehrt ist ein harter Sparkurs kontraproduktiv. Diese Lektion musste Europa lernen &ndash; auf Kosten von Millionen S&uuml;deurop&auml;ern, die ihren Job in der Eurokrise verloren. Aber eine expansive Finanzpolitik ist nicht nur f&ouml;rderlich, sie ist auch finanzierbar. Denn die Zentralbanken haben mit dem Ankauf von Staatsanleihen m&ouml;gliche Spekulationen verhindert und die Zinsen niedrig gehalten.<br>\nAuch wenn man wei&szlig;, dass Konjunkturpakete wirken und Anleihem&auml;rkte gez&auml;hmt werden k&ouml;nnen, kann man sich immer noch daf&uuml;r entscheiden, Haushalte zu konsolidieren, zu sparen und die Kollateralsch&auml;den auf dem Arbeitsmarkt einfach in Kauf zu nehmen. Nur darf man dann nicht behaupten, so wie es Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Krise immer wieder getan hat, die gew&auml;hlte Strategie sei alternativlos. Es ist eine politische Entscheidung, welcher Weg am Ende beschritten wird.<br>\nAber jenseits der Frage nach der richtigen Rettungsstrategie: H&auml;tte die Krise nicht bereits im Vorhinein verhindert werden k&ouml;nnen? Wie k&ouml;nnen wir das Finanzsystem reparieren? In den Nachwehen der Krise forderten einige lautstark eine radikale Wende. Warum die Banken nicht einfach aufspalten? Ihre Gr&ouml;&szlig;e beschr&auml;nken? Bestimmte Gesch&auml;fte einfach komplett verbieten?<br>\nAlle diese Ideen wurden f&uuml;r kurze Zeit diskutiert. Die politische Linke h&auml;lt sie auch heute noch f&uuml;r fundamental. Aber die Vorschl&auml;ge blieben auf dem politischen Rei&szlig;brett haften. Es fehlte an Mut und vielleicht auch an der notwendigen politischen Vision, sie umzusetzen. Die verantwortlichen Politiker waren zu konservativ und die extremen Umst&auml;nde der Krise minimierten ihr Interesse an radikalen Ver&auml;nderungen. &Uuml;ber allem schwebte die Angst vor einem erneuten &ldquo;Lehman-Moment&rdquo;. Bis zum Sommer 2009 hatten zudem alle staatlichen Abwehrma&szlig;nahmen wieder eine gewisse Normalit&auml;t hergestellt. Damit verschwand der bereits zu Beginn geringe Druck zu grundlegenden Ver&auml;nderungen vollends.<br>\nBlickt man heute auf das globale Finanzsystem, muss man feststellen: Es funktioniert im Vergleich zu 2008 weitgehend unver&auml;ndert. Anstatt strukturelle Reformen anzupacken, glauben die nationalen und internationalen Regulierungsbeh&ouml;rden, dass sie die bestehenden Risiken nur besser managen m&uuml;ssen. Einige wichtige Erkenntnisse haben sich aber durchgesetzt: Eine Krise wie 2008 macht Jahre des Wachstums und schmerzvoller Reformprogramme zunichte. Es waren private, nicht &ouml;ffentliche Schulden, die f&uuml;r 2008 verantwortlich waren. Und um den Finanzsektor im Griff zu halten, reicht es nicht, lediglich die Grundparameter einer Volkswirtschaft zu beobachten. Die gr&ouml;&szlig;ten Risiken lauern im privaten Geldgesch&auml;ft. Wir m&uuml;ssen die Bilanzen der 30 weltweit gr&ouml;&szlig;ten und damit systemrelevanten Banken kontinuierlich &uuml;berwachen und wenn n&ouml;tig in ihre Gesch&auml;fte eingreifen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2018-09\/finanzkrise-lehman-brothers-crashed-adam-tooze\/komplettansicht\">Zeit<\/a><\/p>\n<p><strong>und: Jede Familie zahlt 3000 Euro f&uuml;r Finanzkrise<\/strong><br>\nDie Finanzkrise hat die deutschen Steuerzahler eine zweistellige Milliardensumme gekostet &ndash; und es k&ouml;nnte noch teurer werden. Bis Ende 2017 summieren sich die Kosten der &ouml;ffentlichen Haushalte auf 59 Milliarden Euro. Darin enthalten sind ausgereichte Garantien, Kredite und Kapitalspritzen. Diese Summe ist nur vorl&auml;ufig, weil die Hilfen nicht abgeschlossen sind. Neue Zahlen weisen darauf hin, dass die Kosten auf mehr als 68 Milliarden Euro steigen werden. Es ist das erste Mal, dass die Bundesregierung die Daten zusammenh&auml;ngend herausgibt. Sie gehen aus einer Anfrage der Bundestagsfraktion der Gr&uuml;nen hervor, die der S&uuml;ddeutschen Zeitung vorliegt. &ldquo;Die Bankenkrise in Deutschland ist noch nicht vorbei&rdquo;, sagt der Gr&uuml;nen-Finanzexperte Gerhard Schick.<br>\nBund, L&auml;nder und Kommunen sind also zehn Jahre nach dem Ausbruch der globalen Finanzkrise weiter damit besch&auml;ftigt, heimische Banken zu st&uuml;tzen. Die Bilanz sei &ldquo;verheerend&rdquo;, sagt Schick. Es werde erstmals sichtbar, wie stark die B&uuml;rger belastet worden seien. &ldquo;Eine vierk&ouml;pfige Familie hat mehr als 3000 Euro f&uuml;r die Pleitebanken bezahlt.&rdquo; Hinzu k&auml;men die indirekten Kosten der Bankenkrise, also Entlassungen und Konjunkturpakete, Eurokrise und Streit in Europa, Nullzinsen und Probleme bei der Altersvorsorge und steigende Mieten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/finanzkrise-kosten-deutschland-1.4126273\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Das wahre Motiv f&uuml;r die Kaufhaus-Fusion: Immobilien-Spekulation<\/strong><br>\nKarstadt und Kaufhof befinden sich in einem erbarmungsw&uuml;rdigen Zustand. Lukrative Gesch&auml;fte versprechen nur die Immobilien. F&uuml;r die Mitarbeiter bedeutet das nichts Gutes.<br>\nBei dieser Fusion kann man leicht Missverst&auml;ndnissen erliegen. Hier verb&uuml;ndeten sich nicht zwei &ldquo;Giganten&rdquo;, wie viele meinen. Zwar kennt fast jeder in Deutschland die Namen Karstadt und Kaufhof. Beide befinden sich aber selbst verschuldet in einem erbarmungsw&uuml;rdigen Zustand. Sie stehen auch nicht in Konkurrenz zueinander. Der Onlinehandel, insbesondere Amazon, ist ihr gr&ouml;&szlig;ter Rivale&hellip;<br>\nOhne Fusion w&auml;re Kaufhof aller Voraussicht nach bald in die Pleite gerauscht, und Karstadt h&auml;tte trotz der vielen Sparrunden &uuml;ber Jahre weiter ums &Uuml;berleben k&auml;mpfen m&uuml;ssen. Wohl gemerkt gilt dieses d&uuml;stere Szenario nur f&uuml;r das Warenhausgesch&auml;ft, also den Verkauf von Bekleidung, Haushaltswaren oder Kosmetik &ndash; nicht aber f&uuml;r die Immobilien, in denen dieses Gesch&auml;ft betrieben wird. Deren Wert ist zuletzt immens gestiegen, so wie der von Handelsimmobilien in zentraler Stadtlage generell. Vielen Prognosen zufolge geht es so weiter, solange die Zinsen niedrig und die Finanzierungsm&ouml;glichkeiten g&uuml;nstig sind.<br>\nDas Spekulieren auf weiter steigende Preise ist das eigentliche Motiv f&uuml;r das beharrliche, jahrelange Interesse von Karstadt an Kaufhof. Die Immobilien sind dem &ouml;sterreichischen Unternehmer Ren&eacute; Benko so viel wert, dass er daf&uuml;r sogar das schwierige Warenhausgesch&auml;ft auf sich nimmt.<br>\n(&hellip;) F&uuml;r die Besch&auml;ftigten kommen die schmerzhaften Nachrichten erst noch<br>\nF&uuml;r die Mitarbeiter bedeutet das nichts Gutes. Auf Seiten Kaufhofs wird vorerst weiter ungewiss sein, was aus den Jobs wird. Jeder vierte Arbeitsplatz k&ouml;nnte wegfallen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/karstadt-kaufhof-fusion-immobilien-spekulation-1.4124818\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die Kriminalit&auml;t der Eliten<\/strong><br>\nW&auml;hrend polizeiliche Ma&szlig;nahmen auf der Stra&szlig;e ausgebaut werden, wartet man auf hartes Durchgreifen im Wirtschaftsbereich vergeblich<br>\n(&hellip;) Folgt man dem dominanten politischen Diskurs, so entsteht Kriminalit&auml;t im Keller der Gesellschaft, im Umfeld der Armut. Das stellte der Soziologe Edwin Sutherland bereits vor 80 Jahren fest. Die weit verbreitete Vorstellung von Kriminalit&auml;t als Gewaltverbrechen wie Raub, &Uuml;berfall oder Mord spiegelt allerdings nur einen Ausschnitt der Realit&auml;t wider, n&auml;mlich jenen, bei dem die T&auml;ter &uuml;berwiegend aus wenig privilegierten Milieus stammen. Die Delikte sogenannter oberer Klassen, die im gro&szlig;en Stil im Gesch&auml;ftsleben stattfinden, werden kaum im gleichen Ma&szlig;e problematisiert und sichtbar gemacht&hellip;<br>\n(&hellip;) Was untergeht, sind die zahlreichen Straftaten, die in der Hochfinanz stattfinden und Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern einen umfangreichen Schaden einbringen. Ein g&auml;ngiges Sprichwort, das zwischen Resignation und Sarkasmus pendelt, fasst es so zusammen: Die Kleinen h&auml;ngt man, die Gro&szlig;en l&auml;sst man laufen. Helden, die &uuml;ber dem Gesetz stehen Die gro&szlig;en Namen der Wirtschaftskriminalit&auml;t werden zu Heldenfiguren, ihre Pers&ouml;nlichkeiten geh&ouml;ren zur Allgemeinbildung. Die T&auml;ter werden in Filmen und Fernsehserien oft als Macher, Erfolgstypen, als Elite dargestellt, die von jungen, attraktiven Frauen umgeben sind, smart und kreativ agieren, das System durchschaut haben und darauf spielen wie auf einem Klavier. Wenn ihr riskantes Spiel verloren ist, dann liegt das Leid nicht am gesellschaftlich verursachten Schaden, sondern in der pers&ouml;nlichen Blamage und Pein. Die Tragik zeigt sich darin, dass der Protagonist seinen Lebensstil aufgeben muss, nicht an den Kosten, die die Bev&ouml;lkerung als Konsequenz zu tragen hat. Generell wird den gro&szlig;en Unternehmen, verm&ouml;genden und einflussreichen Personen anerkennend die F&auml;higkeit zugeschrieben, alle M&ouml;glichkeiten, Nischen und Sonderf&auml;lle unter den gegebenen Gesetzen vollst&auml;ndig auszureizen. Weiters sind sie in der Lage, Gesch&auml;fte im Grenzland der Legalit&auml;t so anzulegen, dass der Nutzen maximiert wird und alle Strafen und Risiken abgehalten werden, sowie aus allen bewusst eingegangenen Gesetzesbr&uuml;chen und sonstigen Regelverst&ouml;&szlig;en straffrei herauszukommen. Schlie&szlig;lich haben sie die Macht, die Gesetzesentstehung und Gesetzesweiterentwicklung durch Lobbying, Influencing und &ndash; zum Teil auch &ndash; Korruption sogar mitzuformen und zu steuern&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/derstandard.at\/2000086215623\/Die-Kriminalitaet-der-Eliten\">Der Standard<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Es h&ouml;rt niemals auf<\/strong><br>\nDie neue Technik ist in den Betrieben angekommen. Bei der Drogeriekette dm arbeiten Besch&auml;ftigte mit Smartphones. Detaillierte Fragen zum Sortiment oder zu Inhaltsstoffen k&ouml;nnen so in den Filialen sofort beantwortet werden. Das hat Auswirkungen auf die Arbeitsweise und die Kommunikation mit Kunden. Martin Dallmeier, dm-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer, verk&uuml;ndet sogar: &raquo;Wir tragen die Digitalisierung in die breite Bev&ouml;lkerung, um die Gesellschaft auf den Wandel vorzubereiten.&laquo;&sup1; Die technischen Neuerungen werden mit positiven Begriffen versehen, sie sollen die Modernit&auml;t der Unternehmen anzeigen.<br>\nWelche Risiken aus Sicht der Besch&auml;ftigten damit verbunden sein k&ouml;nnen, spielt in den Medienberichten keine Rolle. Durch den Einsatz von Smartphones sind die Besch&auml;ftigten jederzeit zu orten. Problemlos kann ermittelt werden, wann sich welcher Besch&auml;ftigte wo befand, wer sich wie lange im Lager oder an der Kasse aufhielt. Ein auf Grundlage solcher Daten erstellter &raquo;Performance-Index&laquo; kann Angestellte zur Angabe zwingen, warum sie im Lagerbereich l&auml;nger gebraucht haben als der Durchschnitt der Kollegen. Die neue Technik eignet sich ideal zur Arbeitssteuerung: Mit Hilfe statistischer Erhebungen und Vorhersagen des Arbeitsbedarfs und des Kundenverhaltens kann das ben&ouml;tigte Arbeitsvolumen errechnet werden, um Personalkapazit&auml;ten, Dienstpl&auml;ne und die Verteilung der Arbeitszeiten bis hin zur Lage der Pausen zu regulieren. Derzeit entscheidet sich in den Betrieben, wie die digitale Arbeitswelt aussehen soll.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/339578.arbeitswelt-es-h%C3%B6rt-niemals-auf.html\">junge welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Parit&auml;tischer Gesamtverband: 50 Milliarden mehr f&uuml;r die Rente &ldquo;bringt uns kostenm&auml;&szlig;ig nicht um&rdquo;<\/strong><br>\nUlrich Schneider, Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Parit&auml;tischen Gesamtverbandes, h&auml;lt die Rentenpolitik der Bundesregierung f&uuml;r verfehlt. Er fordert deutlich mehr Steuergeld f&uuml;r die Rentenkasse und eine Abkehr von der Riester-Rente.<br>\n&ldquo;Eine gute Rentenpolitik w&uuml;rde uns kostenm&auml;&szlig;ig nicht umbringen. Wenn wir &ndash; bei einem derzeitigen Bruttoinlandsprodukt von 3,5 Billionen Euro &ndash; im Jahr 2030 50 Milliarden mehr f&uuml;r die Rente ausgeben sollten, steigt die Sozialquote vielleicht um einen Prozentpunkt auf knapp &uuml;ber 30 Prozent. Das hatten wir schon h&auml;ufig in Deutschland&rdquo;, sagte Schneider der Passauer Neuen Presse. &ldquo;Da werden mit den Milliarden-Zahlen also ganz bewusst Horrorszenarien gemalt.&rdquo; Die SPD spreche viel Richtiges an, wage aber in der Bundesregierung offensichtlich keine konsequente Rentenpolitik, sagte Schneider.<br>\nDas Drei-S&auml;ulen-System in der Rente mit gesetzlicher, privater und betrieblicher Altersvorsorge sei gescheitert, kritisierte Schneider. Er fordert eine St&auml;rkung der gesetzlichen Rentenversicherung. &ldquo;Eine konsequente Politik w&uuml;rde jetzt umkehren: Schluss mit Riester! Wir m&uuml;ssen &uuml;ber ein neues System nachdenken &ndash; und das ist ganz klar das alte.&rdquo;<br>\nSein Verband fordert einen Mindestlohn von 12 Euro pro Stunde. &ldquo;Aber selbst das deckt gerade mal eine Rente ab, die bei Vollerwerbst&auml;tigkeit und sehr langen Beitragszahlungen etw<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.pnp.de\/nachrichten\/politik\/3069646_Paritaetischer-Gesamtverband-50-Milliarden-mehr-fuer-die-Rente-bringt-uns-kostenmaessig-nicht-um.html\">pnp<\/a>\n<p><strong>dazu: Die Rente meines Vaters: ver&auml;nderte Bewertung von Ausbildungs- und Arbeitslosigkeitszeiten<\/strong><br>\nUm die Leistungsabsenkungen im Rentensystem der drei vergangenen Jahrzehnte anschaulich zu machen, wird die tats&auml;chliche Versicherungsbiografie seines Vaters mit der fiktiven identischen Versicherungsbiografie des Autors kontrastiert, der 28 Jahre sp&auml;ter geboren wurde. Dabei zeigt sich, dass insbesondere die rentenrechtliche Entwertung von Ausbildungs- und Arbeitslosigkeitszeiten zu drastisch niedrigeren Rentenanwartschaften des Sohnes f&uuml;hren. Die &ldquo;Entsicherung&rdquo; sozialer Risikolagen mit der Folge tats&auml;chlicher Rentenabsenkungen spiegeln sich nicht in dem vieldiskutierten Rentenniveau wider.<br>\nDie Standardrente kann nicht sinken. Das ergibt sich aus ihrer Definition, weil sie auf 45 Entgeltpunkte normiert ist.1 Die tats&auml;chlichen Renten im Rentenzugang k&ouml;nnen aber sehr wohl sinken. Und das tun sie auch. Tats&auml;chlich sind z. B. in Westdeutschland von 2000 bis 2005 und in Ostdeutschland von 2000 bis 2010 (vgl. Abbildung 1) die Zahlbetr&auml;ge der durchschnittlichen Altersrenten im Rentenzugang bei den M&auml;nnern absolut gesunken, w&auml;hrend die Standardrenten weiter gestiegen sind. Die sinkenden Rentenzahlbetr&auml;ge im Rentenzugang der M&auml;nner resultieren vor allem aus Arbeitslosigkeits- und Niedriglohnbezugszeiten.2 Bei den M&auml;nnern zeigt sich seit rund 20 Jahren, dass j&uuml;ngere Geburtskohorten im selben Lebensjahr durchschnittlich niedrigere Entgeltpunktesummen aufweisen als fr&uuml;her geborene Vergleichsgruppen.3 Die &ldquo;Standardrente&rdquo; ist also f&uuml;r real existierende Versicherte immer schwerer zu erreichen. Anders als der Name suggeriert, ist die Standardrente immer weniger &ldquo;Standard&rdquo; oder &ldquo;Normalfall&rdquo;, sondern zunehmend eine Illusion.4 Aus diesem Grund eignet sich das Rentenniveau nicht als Indikator zur Messung des Leistungsniveaus im Rentensystem. Es misst nicht die Leistungsr&uuml;cknahmen, die aus ver&auml;nderten Bewertungsvorschriften rentenrechtlicher Zeiten resultieren. Wichtige Leistungsk&uuml;rzungen der letzten drei Jahrzehnte mit erheblichen Folgen f&uuml;r die aktuellen Rentenzug&auml;nge sind&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/archiv.wirtschaftsdienst.eu\/jahr\/2018\/9\/die-rente-meines-vaters-veraenderte-bewertung-von-ausbildungs-und-arbeitslosigkeitszeiten\/\">Wirtschaftsdienst<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&raquo;Wir sind keine Kommunisten&laquo;<\/strong><br>\nZu Gast bei einer AfD-Sozialkonferenz: &raquo;Schmarotzer&laquo; m&uuml;ssen raus, die Gewerkschaften weg, der Sozialstaat kann &raquo;zur&uuml;ckgefahren&laquo; werden<br>\nWem nicht so recht einleuchten mag, dass W&auml;hler der &raquo;Alternative f&uuml;r Deutschland&laquo; (AfD) ein ihnen einfach zugefallenes &raquo;rechtsextremes Weltbild&laquo; oder eine nur mit dem Werkzeugkasten des Psychologen zu entschl&uuml;sselnde &raquo;Angst vor Fremden&laquo; antreibt, tut gut daran, sich einmal anzuschauen, wie die Partei konkret die &raquo;soziale Frage&laquo; behandelt. Ein einfacher materialistischer Ansatz, der davon ausgeht, dass viele Anh&auml;nger der AfD identifizierbare Probleme in der Klassengesellschaft haben, die sie falsch &ndash; eben reaktion&auml;r, rechts, irrational &ndash; zu l&ouml;sen versuchen, ist ein bisschen aus der Mode gekommen; auch viele Linke &uuml;bernehmen inzwischen bedenkenlos die Grundidee der liberalen Deutungen, wonach beim Anhang dieser Partei im Kopf &ndash; und nur dort &ndash; etwas nicht stimme.<br>\n(&hellip;) In Brandenburg lebe jedes f&uuml;nfte Kind in Armut, die Rentenpolitik der Bundesregierung sei &raquo;Elendsverfestigung&laquo;. Das ist nicht falsch, f&uuml;r Kalbitz aber offenbar ein Ergebnis linker Politik. Die Sozialdemokratie sei ein &raquo;Arbeiterverr&auml;terverein&laquo;, die &raquo;Gewerkschaftsbonzokratie&laquo; ein &raquo;Anhang der Toskana-Fraktion&laquo;, die Linkspartei legt er unter &raquo;Mauerm&ouml;rderpartei&laquo; und &raquo;angebliche Linke&laquo; ab. H&ouml;rt man genauer hin, dann will der Mann allerdings keineswegs dort in die Bresche springen, wo der sozialdemokratische Reformismus das Feld ger&auml;umt hat. F&uuml;r ihn ist eine klassische Umverteilungspolitik n&auml;mlich schon die halbe Oktoberrevolution: &raquo;Es geht uns nicht um Umverteilung im pauschalen Sinne, sonst w&auml;ren wir ja Kommunisten.&laquo; Etwas sp&auml;ter verlangt er &raquo;Leistungsgerechtigkeit und sozialen Ausgleich mit Augenma&szlig; statt linker Umverteilungsphantasien&laquo;. Das klingt nach FDP und Schr&ouml;der-SPD, wird vom Publikum aber ohne Murren zur Kenntnis genommen, vielleicht ja, weil es in ein Bekenntnis zur &raquo;sozialen Marktwirtschaft&laquo; verpackt ist. Dann muss Kalbitz auch schon weg, am Abend wird in Chemnitz marschiert&hellip;.<br>\nZuletzt, als &raquo;Au&szlig;enstehender&laquo;, spricht J&uuml;rgen Els&auml;sser. Er will nicht, dass sich die Partei wegen &raquo;Rentenmodellen&laquo; zerstreitet. Das von H&ouml;cke gefalle ihm; gebe es daf&uuml;r jedoch wegen des Widerstandes der &raquo;Altparteien&laquo; keine Mehrheit, dann mache es wenig Sinn, den &raquo;Sozialstaat in der bisherigen Form weiterzufahren, denn davon profitieren die Einwanderer, und damit wird dann die Umvolkung, der Volksaustausch finanziert&laquo;. Er f&auml;nde es in dem Fall &raquo;immer noch besser, wenn man den Sozialstaat zur&uuml;ckf&auml;hrt&laquo;. Voraussetzung f&uuml;r die &raquo;sichere Rente&laquo; sei letzten Endes die &raquo;Abschiebung aller ausl&auml;ndischen Sozialschmarotzer&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/339591.afd-und-soziale-frage-wir-sind-keine-kommunisten.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em>Lesen Sie dazu auch &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45975\">&lsquo;Sozial, ohne rot zu werden!&lsquo; &ndash; der Etikettenschwindel der AfD<\/a>&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Two Riders were approaching: Der Anfang vom Ende der deutschen Medien<\/strong><br>\nEs geh&ouml;rt zum Komplettversagen der Linken, dass sie sich die Sache mit der L&uuml;genpresse von den Dumpfbacken der Pegida aus der Hand nehmen lie&szlig;<br>\nSeit dem experimentellen Kosovo-Fake haben sich &ldquo;unsere&rdquo; Medien von ihrer grunds&auml;tzlichen Funktion verabschiedet und sich schrittweise von ihrer Existenzberechtigung befreit. Wer die &ldquo;Arbeit&rdquo; der &ouml;ffentlich-rechtlichen Sender und der &ldquo;f&uuml;hrenden&rdquo; Tageszeitungen&amp;Magazine &uuml;ber den Zeitraum 1990- 2018 verfolgen konnte oder musste und noch einen Funken historisches Bewusstsein in sich tr&auml;gt, wei&szlig; &hellip;<br>\nMenschen, die in diesem fr&uuml;hen September 2018 in meinem Schwabinger Kaffeehaus nach wenigen Minuten eines Leseversuchs ihre einst so geliebte SZ zu Seite legen, fragen mich immer wieder &ndash; da sie geh&ouml;rt haben, dass ich f&uuml;r eine sehr lange Zeit f&uuml;r viele nennenswerte Printorgane gearbeitet habe, was eigentlich aus uns Journalisten geworden ist, wann das &ldquo;irgendwie&rdquo; alles begann mit dem sittlichen Zerfall und ob sich die Branche irgendwann einmal wieder von dieser Implosion erholen wird und ob das eine Delle ist oder eine Art Grippe, wie Aids halt und man das wieder in den Griff bekommt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Two-Riders-were-approaching-Der-Anfang-vom-Ende-der-deutschen-Medien-4158735.html?seite=all\">Wolf Reiser auf Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Lesenswert, mit spitzer Feder geschrieben. <\/em><\/p>\n<\/li><li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Vorw&auml;rts in die Vergangenheit?<\/strong><br>\nAuch das Politische befindet sich auf dem R&uuml;ckzug. Die Idee der reflexiven Gestaltung des Sozialen, die durch die Jugendkultur der Alternativbewegungen in den 1980er Jahren in die Gesellschaft hineingetragen worden war, wurde zun&auml;chst aus dem Alltagsleben getilgt und schlie&szlig;lich auch durch die expertokratische Politik der Alternativlosigkeit und den R&uuml;ckbau demokratischer Verfahren der Entscheidungsfindung aus den politischen Institutionen vertrieben. Die daraus entstandenen Mentalit&auml;ten sind zwar nicht explizit rechts, doch enthalten sie eine spezifische Grundbotschaft: Die Gesellschaftsordnung ist nicht verhandelbar und verlangt unbedingte Anpassung und Unterordnung.<br>\nSchlie&szlig;lich hat sich auch die gesellschaftliche Blickrichtung ver&auml;ndert: Nicht mehr die Zukunft, sondern die Vergangenheit erscheint als verhei&szlig;ungsvoller Ort. Ein Hauch von Nostalgie durchweht die Gesellschaft: Historisierende Architektur feiert fr&ouml;hliche Urst&auml;nde, im Kino sind in den letzten Jahren etliche Filme erschienen, die sich in der &auml;sthetischen Verkl&auml;rung der sechziger Jahre gegenseitig &uuml;berbieten, und schlie&szlig;lich stechen auch die von Jahr zu Jahr kostspieliger ausfallenden Abiturb&auml;lle ins Auge, auf denen junge Frauen in nahezu identischen Ballkleidern und junge M&auml;nner in Anz&uuml;gen eine glatte Fassade der Zeitlosigkeit gegen die wachsenden Ungewissheiten ihres Lebens errichten. Nicht zu vergessen sind auch die Heerscharen von Politikern, die versuchen, den Problemen der Gegenwart mit &raquo;L&ouml;sungen von gestern&laquo; beizukommen. Und vielleicht war Didier Eribons Wiederentdeckung der Arbeiterklasse auch deshalb eine so erfolgreiche Idee, weil die Arbeiterklasse in den westlichen Industriel&auml;ndern schon lange von der Bildfl&auml;che verschwunden ist. [&hellip;]<br>\nStatt in eine ungewisse Zukunft investiere man alle Hoffnungen in die Restauration eines halbvergessenen Gestern, an dem man vor allem dessen vermeintliche Stabilit&auml;t und Vertrauensw&uuml;rdigkeit sch&auml;tzenswert findet. Gefahren, so Bauman, gingen vor allem von der restaurativen Spielart der Nostalgie aus, wie sie uns in nationalen und nationalistischen Revivals &uuml;berall auf der Welt begegne, die mithilfe des R&uuml;ckgriffs auf nationale Symbole und Mythen eine reaktion&auml;re Mythologisierung der Geschichte betrieben. Die Zukunft, einst &raquo;nat&uuml;rliches Habitat der Hoffnung und berechtigter Erwartungen&laquo;, werde nun zum &raquo;Schreckensszenario drohender Alptr&auml;ume&laquo;: vom Verlust des Arbeitsplatzes und der an ihn gekn&uuml;pften sozialen Stellung, von der Pf&auml;ndung des auf Kredit erworbenen Eigenheims, von der Ohnmacht der Entfremdung und des Kontrollverlusts angesichts des sozialen Zur&uuml;ckfallens und des sinkenden Werts der m&uuml;hsam erlernten Qualifikationen. Vor diesem Hintergrund erscheint der Weg zur&uuml;ck ins Gestern als Ausweg. (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.merkur-zeitschrift.de\/2018\/08\/23\/soziologiekolumne-eine-welle-der-nostalgie-die-akademische-mittelschicht-und-die-illiberale-gesellschaft\/\">Merkur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Moritz M&uuml;ller:<\/strong> Ein lesenswerter Artikel, der reichlich Stoff zum Nachdenken gibt. Vor allem in der zweiten H&auml;lfte werden einige sehr interessante Thesen aufgestellt, f&uuml;r die die es sich lohnt den nicht ganz leicht verst&auml;ndlichen Beitrag zu lesen. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Wir brauchen einen Populismus von links<\/strong><br>\nChantal Mouffe ist die Grand Old Lady der postmarxistischen Politiktheorie. Sie warnt vor dem Rechtspopulismus &ndash; und kritisiert den Widerstand der Linken gegen politische Affekte.<br>\nWarum ist heute die Spannung zwischen Demokratie und Liberalismus wieder explosiv geworden?<br>\nEine zentrale Rolle spielt die Migrationsfrage. Dass die Migration in praktisch allen europ&auml;ischen L&auml;ndern die politische Agenda beherrscht, ist f&uuml;r niemanden ein Geheimnis, aber weniger offensichtlich ist der Grund, weshalb die Migration ein so fundamentales Sprengpotenzial hat: Sie versch&auml;rft das pannungsverh&auml;ltnis, auf dem pluralistische Demokratien aufbauen, sie erzeugt einen heftigen Konflikt zwischen Demokratie und Liberalismus.<br>\nK&ouml;nnen Sie das ausf&uuml;hren?<br>\nGem&auml;ss der liberalen Logik im strikten Sinn m&uuml;ssen Grenzen offen sein und darf es letztlich keine Grenzen geben. Der fundamentale Referenzrahmen sind die individuelle Freiheit, die allen Erdenb&uuml;rgern zusteht, und die G&uuml;ltigkeit der Menschenrechte f&uuml;r die ganze Menschheit. Die demokratische Logik jedoch hat mit diesen Formen des kosmopolitischen Universalismus im Grunde nichts am Hut. Eher im Gegenteil: Da es in einer Demokratie um die Herstellung politischer Gleichheit und um Volkssouver&auml;nit&auml;t geht, wird sie die Neigung haben, Grenzen zu ziehen und Fremde auszuschliessen, in welcher Form auch immer.<br>\nWas heisst das konkret?<br>\nNun, wir erleben es ja immer wieder. In der Migrationspolitik wird &uuml;ber verschiedene Formen der Offenheit gestritten, das liberale Prinzip w&uuml;rde &Ouml;ffnung und Freiz&uuml;gigkeit gebieten, aber dann gibt es einen Volksentscheid, der zum Ausdruck bringt, dass die Mehrheit diese Freiz&uuml;gigkeit nicht will. Und dann stellt sich in einer liberalen Demokratie die Frage: Was ist jetzt wirklich legitim?<br>\nEs gibt aber unverhandelbare Prinzipien in einer liberalen Demokratie wie die Menschenrechte.<br>\nIm Grundsatz ja. Es muss diese Basis geben in einer pluralistischen Demokratie. Aber ich halte zum Teil die Kritik des Rechtsphilosophen Carl Schmitt am politischen Liberalismus f&uuml;r berechtigt. Schmitt sagt: Der Liberalismus ist unf&auml;hig, das Politische zu erfassen. Der Liberalismus spricht in Begriffen der Menschlichkeit und orientiert sich insofern an der ganzen Menschheit. Aber &laquo;die Menschheit&raquo; ist kein politischer Begriff, denn in der Politik geht es immer darum, eine Grenze zu ziehen, eine Grenze zwischen einer kollektiven Identit&auml;t, einem &laquo;Wir&raquo; und einem &laquo;die anderen&raquo;. Das ist der Kern der Freund-Feind-Unterscheidung, die nach Schmitt das Wesen der Politik ausmacht. [&hellip;]<br>\nIhr neues Buch heisst &laquo;F&uuml;r einen linken Populismus&raquo;. Warum bestehen Sie auf dem Begriff Populismus, der sehr negativ besetzt ist?<br>\n2012 hatte ich mit Jean-Luc M&eacute;lenchon und Ernesto Laclau Gespr&auml;che in Buenos Aires, die sp&auml;ter auch publiziert wurden. M&eacute;lenchon sagte damals: &laquo;In der Sache hast du recht, aber in Frankreich kann ich mich unm&ouml;glich als Populisten bezeichnen.&raquo; Ich h&ouml;re diesen Einwand h&auml;ufig.<br>\nUnd warum halten Sie an dem Begriff fest?<br>\nAus verschiedenen Gr&uuml;nden: Zun&auml;chst ist die negative Besetzung von Populismus etwas sehr Europ&auml;isches. In den USA zum Beispiel hat sich selbst Barack Obama als Populisten bezeichnet. Bernie Sanders st&ouml;rt es nicht, als Linkspopulist zu gelten. Das d&uuml;rfte darauf zur&uuml;ckgehen, dass der Populismus als politischer Begriff in den USA entstanden ist als Bezeichnung f&uuml;r eine historische Bewegung, die nicht grunds&auml;tzlich negativ bewertet wird.<br>\nUnd welchen Sinn macht der Begriff im europ&auml;ischen Kontext?<br>\nEr erlaubt es, einen bestimmten Typus der Linken zu bezeichnen. Heute zerfallen die Linken weitgehend in zwei Lager: Zum einen gibt es die sozialliberale Linke, die Linke der heutigen Sozialdemokratie. Zum anderen gibt es &ndash; auch wenn sie stark marginalisiert ist &ndash; immer noch eine revolution&auml;re Linke, die sich als antikapitalistisch versteht und den Bruch mit der pluralistischen Demokratie sucht, in Frankreich zum Beispiel der Nouveau Parti anticapitaliste. Der Linkspopulismus dagegen ist weder das eine noch das andere. Er engagiert sich innerhalb der demokratischen Institutionen &ndash; Podemos zum Beispiel oder Corbyn &ndash;, will aber einschneidende Ver&auml;nderungen herbeif&uuml;hren, die gesellschaftlichen Machtverh&auml;ltnisse ver&auml;ndern, eine neue Hegemonie durchsetzen. Zudem ist der Begriff Populismus f&uuml;r die Diskussionen innerhalb des Postmarxismus wichtig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.republik.ch\/2018\/09\/08\/wir-brauchen-einen-populismus-von-links\">Republik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ein sehr ausf&uuml;hrliches Interview, aber es lohnt sich, es bis zum Schluss zu lesen. Letztendlich sind die Forderungen nach offenen Grenzen und nach einer offenen Gesellschaft neoliberal.<\/em><\/p>\n<p><em>Man k&ouml;nnte fast sagen <a href=\"https:\/\/www.suhrkamp.de\/buecher\/fuer_einen_linken_populismus-chantal_mouffe_12729.html\">hier ist das Buch<\/a> zur Bewegung #Aufstehen.<\/em><\/p>\n<p><em>Lesen Sie dazu bitte auch &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45947\">Linkspopulismus als progressive politische Strategie der Zukunft<\/a>&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45997\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-45997","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/45997","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=45997"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/45997\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":46000,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/45997\/revisions\/46000"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=45997"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=45997"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=45997"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}