{"id":46024,"date":"2018-09-14T16:44:29","date_gmt":"2018-09-14T14:44:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46024"},"modified":"2018-09-14T16:44:29","modified_gmt":"2018-09-14T14:44:29","slug":"hinweise-des-tages-ii-362","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46024","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46024#h01\">&ldquo;Wir sind keine Agenten&rdquo;: Angebliche Skripal-Attent&auml;ter im Interview<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46024#h02\">Robert Fisk an der Frontlinie in Idlib: &ldquo;Ich habe nicht gefunden, was ich erwartet hatte&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46024#h03\">Streit &uuml;ber Rechtsgrundlage f&uuml;r Rodungen im Hambacher Forst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46024#h04\">Das Ende vom Anfang der n&auml;chste Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46024#h05\">EU-Budget: K&uuml;rzungen beim sozialen Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46024#h06\">Jubil&auml;um mit Truppenbesuch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46024#h07\">Kurs auf Koalition<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46024#h08\">Niedrige L&ouml;hne empfindet die gro&szlig;e Mehrheit als ungerecht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46024#h09\">Altenpflege am Limit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46024#h10\">Preview #14np: &bdquo;Schatz, wir haben Polizei in der Wohnung&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46024#h11\">T&uuml;rkei: Gleichschaltung der Presse vollendet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46024#h12\">Nicht ohne meinen Dolch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46024#h13\">Warum das BAMF nicht funktioniert: Die Kosten des &laquo;schlanken Staats&raquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&ldquo;Wir sind keine Agenten&rdquo;: Angebliche Skripal-Attent&auml;ter im Interview<\/strong><br>\nDie RT-Chefredakteurin Margarita Simonjan hat die beiden angeblichen Attent&auml;ter Alexander Petrow und Ruslan Boschirow interviewt. Diese bestreiten vehement, etwas mit der Vergiftung von Sergej und Julia Skripal in England zu tun zu haben.<br>\nDie beiden im Skripal-Fall von London als Attent&auml;ter verd&auml;chtigten Russen sind nach eigener Darstellung als Touristen nach Gro&szlig;britannien gereist. Das sagten Alexander Petrow und Ruslan Boschirow in einem Interview mit RT-Chefredakteurin Margarita Simonjan.<br>\nZuvor hatte Russlands Pr&auml;sident Wladimir Putin die beiden M&auml;nner dazu aufgerufen, an die &Ouml;ffentlichkeit zu gehen. In dem RT-Interview bestreiten beide M&auml;nner vehement, Mitarbeiter des russischen Geheimdienstes zu sein und etwas mit der Vergiftung von Sergej und Julia Skripal zu tun zu haben.<br>\nLondon bekr&auml;ftigte aber nach Bekanntwerden des Interviews die Vorw&uuml;rfe. &ldquo;Die Regierung ist sich sicher, das diese M&auml;nner Mitarbeiter des russischen Milit&auml;rgeheimdiensts GRU sind, die eine verheerend giftige, illegale chemische Waffe auf den Stra&szlig;en unseres Landes eingesetzt haben&rdquo;, teilte das britische Au&szlig;enministerium mit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/europa\/76021-simonjan-nach-gesprach-mit-salisbury\/%20\">RT Deutsch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Zwei offensichtlich schwule russische Touristen, die als Beruf den &bdquo;Handel mit Nahrungserg&auml;nzungsmitteln&ldquo; f&uuml;r Kraftsportler angeben, und angeblich die Kathedrale von Salisbury besuchen wollten. Ich gebe zu &ndash; zuerst musste ich selbst lachen. Man sollte sich nun allerdings davor h&uuml;ten, dieses stellenweise absurd anmutende Interview als &bdquo;Beleg&ldquo; zu werten, der die Version der britischen Dienste st&uuml;tzt. Diese &bdquo;offizielle&rdquo; Version ist n&auml;mlich sogar noch absurder und baut im Kern auf der These auf, dass zwei GRU-Killer so ziemlich jeden Fehler machen, den ein Killer machen kann &ndash; und dies wohlgemerkt f&uuml;r ein Verbrechen, f&uuml;r das selbst die britischen Dienste kein plausibles Motiv liefern k&ouml;nnen. Zu den Detailfragen des Interviews hat sich Craig Murray interessante Gedanken gemacht &hellip;<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: The Strange Russian Alibi<\/strong><br>\nLike many, my first thought at the interview of Boshirov and Petrov &ndash; which apparently are indeed their names &ndash; is that they were very unconvincing. The interview itself seemed to be set up around a cramped table with a poor camera and lighting, and the interviewer seemed pretty hopeless at asking probing questions that would shed any real light.<br>\nI had in fact decided that their story was highly improbable, until I started seeing the storm of twitter posting, much of it from mainstream media journalists, which stated that individual things were impossible which were, in fact, not impossible at all.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.craigmurray.org.uk\/archives\/2018\/09\/the-strange-russian-alibi\/\">Craig Murray<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Robert Fisk an der Frontlinie in Idlib: &ldquo;Ich habe nicht gefunden, was ich erwartet hatte&rdquo;<\/strong><br>\nEine syrische Gro&szlig;offensive gegen die sogenannten &ldquo;Rebellen&rdquo; in der Provinz Idlib steht angeblich bevor. Der Westen warnt vor einer humanit&auml;ren Katastrophe, einem Massenmord an Zivilisten und dem Einsatz von Chemie-Waffen. Reporterlegende Robert Fisk war vor Ort.\n<blockquote><p>\nDie einzigen Kr&auml;fte, auf die ich stie&szlig;, waren riesige Schafherden und &ndash; in der N&auml;he von Aleppo &ndash; eine Kolonne von Kamelen. Der Krieg k&ouml;nnte kommen, aber noch nicht jetzt. (The only massed forces I came across were vast herds of sheep and, close to Aleppo, a string of camels. War might be coming, but not yet.)\n<\/p><\/blockquote>\n<p>So das Fazit von Reporterlegende Robert Fisk, das er seinem k&uuml;rzlich in The Independent erschienenen Bericht von der Frontlinie in der syrischen Provinz Idlib voranstellt. Zwei Tage lang war er direkt vor Ort unterwegs, um sich selbst ein Bild von der Lage zu machen. Schlie&szlig;lich steht angeblich eine Gro&szlig;offensive der syrischen Armee zur Befreiung der &ldquo;letzten Bastion der Rebellen&rdquo; bevor. Zudem warnt der Westen vor einer humanit&auml;ren Katastrophe und dem neuerlichen Einsatz von Chemie-Waffen. Die USA drohten bereits Assad und Russland:<\/p>\n<blockquote><p>\nWenn Chemiewaffen zum Einsatz kommen, wissen wir, wer es war.\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/der-nahe-osten\/76029-robert-fisk-an-frontlinie-in-idlib\/\">RT deutsch<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu: Werbetour f&uuml;r milit&auml;rische Solidarit&auml;t<\/strong><br>\nDie USA werben f&uuml;r eine Beteiligung Deutschlands an Milit&auml;rschl&auml;gen gegen Assad, falls dieser Chemiewaffen einsetzt. Daf&uuml;r schicken sie einen der angesehensten Diplomaten nach Berlin.<br>\nIn Berlin ist dieser Tage viel von Verantwortung die Rede. Deutschland k&ouml;nne nicht abseits stehen, falls Syriens Pr&auml;sident Chemiewaffen gegen die eigene Bev&ouml;lkerung einsetzt, hei&szlig;t es. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen erkl&auml;rte im Bundestag, dass die Weltgemeinschaft dies nicht &ldquo;mit einem Achselzucken quittieren&rdquo; k&ouml;nne. &ldquo;Die Weltgemeinschaft, das sind wir alle. Also auch Deutschland&rdquo;, so von der Leyen.<br>\nDoch was genau soll Deutschland tun? Washington wirbt derzeit massiv um Unterst&uuml;tzung f&uuml;r eine m&ouml;gliche milit&auml;rische Reaktion. Und schickt daf&uuml;r nun auch einen seiner anerkanntesten Diplomaten nach Berlin. James Jeffrey war Botschafter im Irak und in der T&uuml;rkei, er diente als stellvertretender nationaler Sicherheitsberater unter Pr&auml;sident George W. Bush. Und er kennt Deutschland gut &ndash; viele Jahre war er in M&uuml;nchen t&auml;tig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/syrien-1273.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Streit &uuml;ber Rechtsgrundlage f&uuml;r Rodungen im Hambacher Forst<\/strong><br>\nDer Hambacher Forst geh&ouml;rt RWE und hier soll Braunkohle gebaggert werden. Jetzt sollen die Baumh&auml;user der Waldbesetzer entfernt und B&auml;ume gef&auml;llt werden. Das ist m&ouml;glicherweise rechtwidrig, denn noch ist ein Eilverfahren vor dem Oberverwaltungsgericht M&uuml;nster anh&auml;ngig.<br>\nDie Eilantr&auml;ge der Klimaaktivisten hat ein K&ouml;lner Gericht gestern abgelehnt: Die Kommunen Kerpen und D&uuml;ren d&uuml;rfen durch die Polizei die Anti-Braunkohle-Protestd&ouml;rfer im Hambacher Forst im Rheinland weiter r&auml;umen &ndash; begr&uuml;ndet wird die Notwendigkeit mit unzul&auml;nglichem Brandschutz.<br>\nDoch noch ist ein Eilverfahren vor dem Oberverwaltungsgericht in M&uuml;nster anh&auml;ngig, mit dem der BUND-Landesverband NRW die Abholzung verhindern will. Sollte das Gericht im Oktober entscheiden, dass der Wald nach Ma&szlig;gabe einer EU-Richtlinie sch&uuml;tzenswert ist, k&ouml;nnte ein betr&auml;chtlicher Teil des Waldes schon verschwunden sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/braunkohle-streit-ueber-rechtsgrundlage-fuer-rodungen-im.697.de.html?dram:article_id=428126\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><strong>dazu: Mammut-Polizeieinsatz im Hambacher Forst restlos aufkl&auml;ren<\/strong><br>\n&bdquo;Der vielleicht gr&ouml;&szlig;te Polizeieinsatz in der Geschichte des Landes Nordrhein-Westfalen zur R&auml;umung des Hambacher Forstes muss restlos aufgekl&auml;rt werden. Es muss gekl&auml;rt werden, warum die schwarz-gelbe Landesregierung den Konflikt um den Erhalt des Jahrtausende alten Waldes mit ihrer R&auml;umungsweisung an die Tagebau-Kommunen anlasslos eskalieren l&auml;sst und damit ein Auseinanderbrechen der Kohlekommission in Berlin provoziert&ldquo;, erkl&auml;rt Lorenz G&ouml;sta Beutin, energie- und klimapolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, der als parlamentarischer Beobachter im Hambacher Forst ist.<br>\n&bdquo;Der vorgeschobene Grund der &sbquo;Gefahr f&uuml;r Leib und Leben&lsquo; f&uuml;r die Waldbewohner ist durchschaubar wie Plexiglas und f&uuml;r alle Beteiligten ein Hohn. Es kommt der dringende Verdacht auf, dass D&uuml;sseldorf kein Interesse daran hat, dass in der von der Bundesregierung eingesetzten Kohlekommission ein Kohleausstiegsdatum ausgehandelt wird. Damit w&uuml;rde sich Schwarz-Gelb unter Ministerpr&auml;sident Armin Laschet zum fragw&uuml;rdigen Erf&uuml;llungsgehilfen des Energiekonzerns RWE machen.<br>\nV&ouml;llig unklar ist bisher, wer den unglaublich &uuml;berzogenen Aufmarsch ganzer Hundertschaften in dem Waldst&uuml;ck am Braunkohletagebau &uuml;berhaupt bezahlen wird. Mindestens 3500 Polizisten aus mehreren Bundesl&auml;ndern, unter anderem aus dem fernen Berlin, standen mit R&auml;umungspanzern, Hubschraubern, Wasserwerfern, Reiterstaffeln und Polizeihunden rund 50 Bewohnern von 50-60 Baumh&auml;usern gegen&uuml;ber &ndash; jedoch kein einziger ziviler Krankenwagen. Vielen Menschen vor Ort und im Rest der Republik ist unbegreiflich, warum der Staat gegen Waldsch&uuml;tzer hart durchzieht, aber bei tats&auml;chlichen Gef&auml;hrdungen des Rechtsstaates und friedlichen Zusammenlebens  wie zuletzt in Chemnitz wegschaut.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/mammut-polizeieinsatz-im-hambacher-forst-restlos-aufklaeren\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Das Ende vom Anfang der n&auml;chste Krise<\/strong><br>\nMit der Lehman-Pleite vor genau zehn Jahren geriet die Finanzkrise endg&uuml;ltig au&szlig;er Kontrolle, die Geldm&auml;rkte trockneten komplett aus, und die Staaten mussten zahlreiche Banken retten. Was haben wir daraus gelernt? Fast nichts! Die Banken haben weiterhin viel zu wenig Eigenkapital, die unregulierten &ldquo;Schattenbanken&rdquo; mehr Geld denn je. Die Spekulation geht trotz ein paar neuer Regularien ungebremst weiter. Bis zum n&auml;chsten Crash.<br>\nDie Finanzkrise vor zehn Jahren war ein Schock &ndash; mit dem alle eigentlich rechnen mussten. Selbst Laien sahen schon lange vorher, dass es doch eigenartig war, wie sich die Hauspreise in den USA in nur wenigen Jahren verdoppelt hatten. Bereits zwischen Januar 2004 und Sommer 2005 verzehnfachten sich bei Google die Suchanfragen zum Begriff &ldquo;Immobilienblase&rdquo;, und die US-Medien erw&auml;hnten dieses Wort im Jahr 2005 bereits 3447-mal. Selbst jenseits des Atlantiks erkannte man fr&uuml;h, dass sich in den USA eine Finanzkrise anbahnte. Ab 2005 diskutierten auch deutsche Medien, ob sich eine Immobilienblase in den USA aufpumpte.<br>\nDoch naiv nahmen die meisten an, dass nur eine &ldquo;normale&rdquo; Rezession drohen w&uuml;rde. Fast niemand erwartete ein weltweites Finanzbeben. Zu den Sp&auml;tmerkern geh&ouml;rte auch der damalige Finanzminister Peer Steinbr&uuml;ck (SPD), der die Zeichen der Zeit noch nicht einmal erkannte, als die US-Investmentbank Lehman Brothers bereits zusammengebrochen war.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/gegenblende.dgb.de\/artikel\/++co++f48a67ce-b816-11e8-92ce-52540088cada\">Ulrike Herrmann auf Gegenblende<\/a>\n<p><strong>dazu: Zehn Jahre Lehman-Pleite &ndash; der n&auml;chste Crash droht<\/strong><br>\n&bdquo;Zehn Jahre nach der Pleite von Lehman Brothers und dem Ausbruch der schwersten Finanz- und Wirtschaftskrise seit dem 2. Weltkrieg, droht ein Jo-Jo-Effekt auf den Finanzm&auml;rkten. Die Demokratie wird einen erneuten Crash nicht &uuml;berleben&rdquo;, erkl&auml;rt Fabio De Masi, stellvertretender Vorsitzender und finanzpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, anl&auml;sslich des 10. Jahrestags der Insolvenz der US-Investmentbank Lehman Brothers. De Masi weiter:<br>\n&ldquo;Megabanken, die in der Krise mit Milliarden an &ouml;ffentlichen Geldern gerettet wurden, sind heute immer noch zu gro&szlig; und zu vernetzt zur kontrollierten Abwicklung. Das Versprechen von Bundeskanzlerin Merkel, dass Steuerzahler nie wieder die Banken retten m&uuml;ssen, ist ein Treppenwitz mit Namen: Deutsche Bank.<br>\nDie Ungleichheit wurde durch K&uuml;rzungspolitik versch&auml;rft, und in S&uuml;deuropa wurde eine verlorene Generation geschaffen. In den Bankbilanzen schlummern daher immer noch Milliarden an faulen Krediten &ndash; eine tickende Zeitbombe. Das billige Geld der EZB hingegen landet wegen der unzureichenden Investitionen auf den Finanzm&auml;rkten und befeuert Verm&ouml;genspreisblasen. Schattenbanken wachsen ungehemmt, der Hochfrequenzhandel und die Derivatespekulation wurden nicht unterbunden und die Privatisierung der Alterssicherung f&uuml;ttert das Biest Finanzm&auml;rkte.<br>\nUm die Eurozone krisenfest zu machen, brauchen wir eine Korrektur der deutschen Wirtschaftspolitik und einen Abbau der chronischen Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse. Die Bundesregierung muss die Binnenwirtschaft und den sozialen Zusammenhalt &uuml;ber h&ouml;here &ouml;ffentliche Investitionen st&auml;rken. Wir brauchen eine echte Finanztransaktionssteuer, die jedoch von Emmanuel Macron und Finanzminister Olaf Scholz torpediert wird, sowie einen Finanz-T&Uuml;V zur Zulassung von Finanzinnovationen. Dar&uuml;ber hinaus brauchen wir selektive Kapitalverkehrskontrollen und koordinierte Wechselkurse, um W&auml;hrungskrisen in den Schwellenl&auml;ndern zu verhindern sowie neue Instrumente der Geldpolitik jenseits der Zinss&auml;tze, wie Aktiv-Mindestreserven gegen spekulative &Uuml;berhitzung auf einzelnen M&auml;rkten.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/zehn-jahre-lehman-pleite-der-naechste-crash-droht\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>EU-Budget: K&uuml;rzungen beim sozialen Europa<\/strong><br>\nIn seiner Rede zur &bdquo;Lage der Union&ldquo; fordert EU-Kommissionspr&auml;sident Juncker ein st&auml;rkeres soziales Europa. Diese Forderungen stehen im krassen Widerspruch zu den EU-Budgetpl&auml;nen. Diese sehen K&uuml;rzungen von Geldern vor, auf die viele EU-Staaten angewiesen sind. Dies ist nicht hinnehmbar, es braucht einen EU-Haushalt, der wirklich auf das soziale Europa zielt, fordert der DGB-klartext.<br>\nEs ist schon fast ein Ritual: Wie jedes Jahr forderte EU-Kommissionspr&auml;sident Jean-Claude Juncker auch vergangenen Mittwoch in seiner Rede zur &bdquo;Lage der Union&ldquo; wieder eine St&auml;rkung der sozialen Dimension Europas. Leider steht dieses Pl&auml;doyer im krassen Widerspruch zu den EU-Budgetpl&auml;nen, die die EU-Kommission Anfang Mai vorgelegt hat. Denn ein Blick in den Haushalt zeigt: Gelder f&uuml;r den sozialen Zusammenhalt werden gek&uuml;rzt, falsche Priorit&auml;ten stattdessen gef&ouml;rdert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/uber-uns\/dgb-heute\/organisation-und-bundesvorstand\/++co++2a36c1a2-b74e-11e8-ad8e-52540088cada\">DGB klartext<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.K.:<\/strong> Ohne die SPD gest&uuml;tzte Bundesregierung ist eine solche Politik gar nicht m&ouml;glich. Warum schweigt der DGB genau dazu?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Jubil&auml;um mit Truppenbesuch<\/strong><br>\nGespr&auml;che &uuml;ber den Machtkampf gegen Moskau sowie ein Truppenbesuch bei der Bundeswehr in Rukla pr&auml;gen die Kurzvisite von Bundeskanzlerin Angela Merkel am heutigen Freitag in Litauen. Das Land, in dem fast ein Drittel der Bev&ouml;lkerung von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht ist, hat seinen Milit&auml;rhaushalt mittlerweile auf rund zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts erh&ouml;ht; es gibt einen wachsenden Teil davon f&uuml;r Eink&auml;ufe bei deutschen Waffenschmieden aus. Die Bundesregierung weist zudem darauf hin, dass die Kanzlerin im Jahr des hundertsten Jubil&auml;ums der litauischen Unabh&auml;ngigkeitserkl&auml;rung nach Vilnius reist. Dabei ist die litauische Staatsgr&uuml;ndung aufs Engste mit der Ostpolitik des Deutschen Reichs im Ersten Weltkrieg verkn&uuml;pft gewesen. Berlin unterst&uuml;tzte sezessionswillige Kreise in Litauen gegen Bef&uuml;rworter einer litauischen Autonomie innerhalb des ab 1917 zun&auml;chst demokratischen, dann sozialistischen Russland &ndash; aus geostrategischen Gr&uuml;nden: Es ging darum, Russland durch Gebietsverluste zu schw&auml;chen und es von der Ostsee abzuschneiden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7722\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Kurs auf Koalition<\/strong><br>\nHaushaltsdebatte in Spanien: Linksb&uuml;ndnis &raquo;Unidos Podemos&laquo; kooperiert mit PSOE-Regierung<br>\nIn Madrid verhandelt die sozialdemokratische &raquo;Spanische Sozialistische Arbeiterpartei&laquo; (PSOE) von Ministerpr&auml;sident Pedro S&aacute;nchez mit dem Linksb&uuml;ndnis &raquo;Unidos Podemos&laquo; (Vereint k&ouml;nnen wir, ein B&uuml;ndnis aus Podemos und Vereinte Linke) &uuml;ber eine Zustimmung der Linken zum Haushaltsentwurf der Regierung. Podemos-Chef Pablo Iglesias verk&uuml;ndete bereits, dass man sich darauf geeinigt habe, K&uuml;rzungen zur&uuml;ckzunehmen, die von der vorherigen Regierung vorgenommen worden waren.<br>\nIm Parlament wurde bereits die Wiedereinf&uuml;hrung einer allgemeinen und uneingeschr&auml;nkten Gesundheitsversorgung beschlossen &ndash; sie soll nun auch wieder Menschen erreichen, die ohne g&uuml;ltige Papiere in Spanien leben. Rentner m&uuml;ssen k&uuml;nftig keine Zuzahlungen f&uuml;r Medikamente mehr leisten. Im Bildungsbereich soll durch die Aufhebung des Dekrets 14\/2012 die Gr&ouml;&szlig;e von Schulklassen verringert werden, f&uuml;r Sch&uuml;ler und Studenten soll es mehr Stipendien sowie geringere Studiengeb&uuml;hren geben. Rund 800.000 Geringverdiener sollen weniger Steuern zahlen m&uuml;ssen. Auch die Mehrwertsteuer f&uuml;r Waren des t&auml;glichen Grundbedarfs wird gesenkt.<br>\nAuf internationaler Ebene hat sich S&aacute;nchez gegen&uuml;ber Unidos Podemos verpflichtet, den von der UNO ausgehandelten Vertrag &uuml;ber das Verbot von Atomwaffen zu unterzeichnen. Eine Debatte &uuml;ber die Anerkennung Pal&auml;stinas als Staat soll es ebenfalls geben. Weitere Forderungen der Linken, die bis Oktober verhandelt werden sollen, sind der gleichberechtigte Anspruch von V&auml;tern auf Elternzeit, die R&uuml;cknahme der &raquo;Arbeitsmarktform&laquo; der fr&uuml;heren Regierung sowie die Erh&ouml;hung des Mindestlohns von gut 850 auf 1.000 Euro.<br>\nIn anderen Bereichen r&uuml;ckt S&aacute;nchez jedoch von fr&uuml;heren Aussagen ab. So hatte er vor der Amts&uuml;bernahme verk&uuml;ndet, die Banken st&auml;rker besteuern zu wollen. Davon will sein Kabinett nun nichts mehr wissen. Wie der wirtschaftspolitische Sprecher der Vereinten Linken (IU), Carlos S&aacute;nchez Mato, der Tageszeitung El Mundo sagte, habe Finanzministerin Mar&iacute;a Jes&uacute;s Montero das damit begr&uuml;ndet, dass sie nicht als &raquo;gef&auml;hrliche Linke&laquo; gebrandmarkt werden wolle.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/339821.spanien-kurs-auf-koalition.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Niedrige L&ouml;hne empfindet die gro&szlig;e Mehrheit als ungerecht<\/strong><br>\nDIW-Studie untersucht auf Umfragebasis, als wie gerecht Erwerbseinkommen in Deutschland wahrgenommen werden &ndash; Dass Einkommen ungleich verteilt ist, wird grunds&auml;tzlich akzeptiert &ndash; &Uuml;berw&auml;ltigende Mehrheit der Befragten nimmt aber untere Arbeitseinkommen als zu niedrig wahr &ndash; Um Gef&uuml;hl der Gerechtigkeit in der Bev&ouml;lkerung zu erh&ouml;hen, muss Politik bei niedrigen L&ouml;hnen ansetzen<br>\nDie allermeisten befragten Erwerbst&auml;tigen empfinden vor allem niedrige, aber auch mittlere Arbeitseinkommen als zu gering und ungerecht. Das ist ein zentrales Ergebnis einer neuen Studie des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) von Jule Adriaans und Stefan Liebig, Direktor der Langzeitstudie Sozio-oekonomisches Panel (SOEP). Befragt wurden hierf&uuml;r in einer repr&auml;sentativen Umfrage (LINOS-2) Besch&auml;ftigte zu ihrer Gerechtigkeitswahrnehmung bestimmter Einkommensklassen (hohe, mittlere und niedrige Erwerbseinkommen). Hohe Einkommen (6.100 Euro brutto im Monat im Durchschnitt) werden von etwa der H&auml;lfte der Befragten als gerecht bewertet, 38 Prozent finden sie zu hoch. Mittlere Einkommen (durchschnittlich 2.700 Euro im Monat) empfinden 81 Prozent als zu niedrig, geringe Einkommen von etwa 1.200 Euro im Monat nehmen gar 96 Prozent der Befragten als zu niedrig wahr.<br>\n&bdquo;Aus Sicht fast aller befragten Besch&auml;ftigten sind Menschen in Deutschland am unteren Ende der Einkommensverteilung unterbezahlt, und das empfinden alle als ungerecht&ldquo;, fasst Studienautorin Jule Adriaans das Ergebnis zusammen. &bdquo;Auch mittlere Einkommen finden sehr viele unfair. An hohen Einkommen wiederum st&ouml;ren sich viel weniger, rund ein Drittel der Befragten &mdash; vielleicht auch, weil nicht die Topeinkommen Gegenstand der Frage waren, zu denen die Wahrnehmung sicherlich nochmal eine andere ist.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.diw.de\/de\/diw_01.c.597905.de\/themen_nachrichten\/niedrige_loehne_empfindet_die_grosse_mehrheit_als_ungerecht.html\">DIW<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Altenpflege am Limit<\/strong><br>\nWerner Sarbok im Gespr&auml;ch mit Matthias Gru&szlig;, ver.di<br>\nDer Referentenentwurf des Bundesministeriums f&uuml;r Gesundheit f&uuml;r ein Gesetz zur St&auml;rkung des Pflegepersonals enth&auml;lt aus Sicht der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) eine Reihe von Ma&szlig;nahmen, die &bdquo;sehr anerkennenswert sind und in die richtige Richtung weisen&ldquo;. Dar&uuml;ber sprachen wir mit Matthias Gru&szlig;, bei ver.di zust&auml;ndig f&uuml;r die Altenpflege.<br>\nUZ: ver.di bewertete die Schaffung von 13 000 Stellen in der Altenpflege als einen ersten Schritt, die jedoch das Problem der schlechten Arbeitsbedingungen nicht l&ouml;sen w&uuml;rden. Wie sehen diese Arbeitsbedingungen zur Zeit aus?<br>\nMatthias Gru&szlig;: 13 000 Stellen sind in der Tat kein gro&szlig;er Wurf. Wir haben bundesweit mehr als 13 000 station&auml;re Einrichtungen, das ist also im Durchschnitt nicht mal eine Pflegekraft pro Einrichtung. Entlastung sieht anders aus. Wir sagen: Da fehlt &lsquo;ne Null &ndash; Wir br&auml;uchten eher 130 000 Stellen.<br>\nGerade erst hat der DGB eine Umfrage vorgelegt, in der Pflegekr&auml;fte zu ihren Arbeitsbedingungen befragt werden. Die Ergebnisse sind erschreckend, aber wir kennen die Schilderungen des Arbeitsalltags seit vielen Jahren, weshalb sie uns nicht &uuml;berraschen. Weil zu wenig Personal eingesetzt wird, kommen Pflegekr&auml;fte regelm&auml;&szlig;ig an den Rand ihrer Belastbarkeit, oft gehen sie auch dar&uuml;ber hinaus. Sie nehmen keine Pausen, machen &Uuml;berstunden, springen spontan f&uuml;r erkrankte Kolleginnen und Kollegen ein, obwohl sie eigentlich endlich mal einen freien Tag gehabt h&auml;tten. Ihre Dienstzeiten sind nicht planbar, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist unter diesen Bedingungen fast unm&ouml;glich. 80 Prozent der Pflegekr&auml;fte f&uuml;hlen sich bei der Arbeit gehetzt, viele berichten davon, bei der Qualit&auml;t der Versorgung Abstriche machen zu m&uuml;ssen, um die Arbeit einigerma&szlig;en zu schaffen. Mit einem schlechten Gewissen und mit Tr&auml;nen in den Augen den Dienst zu verlassen ist keine Seltenheit. Das macht auf Dauer krank. Und das sieht man auch in den Statistiken: Pflegekr&auml;fte sind h&auml;ufiger und l&auml;nger krank als andere Besch&auml;ftigte. Viele verlassen ersch&ouml;pft und resigniert nach wenigen Jahren den Beruf. Jede\/r Vierte wirft schon w&auml;hrend der Ausbildung hin.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/de\/5037\/wirtschaft_soziales\/9352\/Altenpflege-am-Limit.htm\">unsere zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Preview #14np: &bdquo;Schatz, wir haben Polizei in der Wohnung&ldquo;<\/strong><br>\nWohin entwickelt sich Deutschland, wenn ein &Uuml;berwachungsgesetz nach dem anderen beschlossen wird? Wie steht es weltweit um die Pressefreiheit? Und was ist zu tun, wenn die Polizei in der Wohnung steht und Computer beschlagnahmen will? Um diese Fragen und um viel mehr geht es am 21.9. auf unserer Konferenz &bdquo;Das ist Netzpolitik&ldquo;. Heute in der Programmvorschau: Staatliche &Uuml;berwachung und Repression.<br>\nComputer und Smartphones machen viele Dinge in unserem Leben einfacher. Informationen nachschlagen, Bilder machen oder mit anderen Menschen kommunizieren. Noch nie war es so einfach, sein Leben zu dokumentieren und mit anderen zu teilen. Das weckt auch die Neugier von Strafverfolgungsbeh&ouml;rden. Sie interessieren sich brennend f&uuml;r die Unmengen an anfallenden Daten, die wir wissentlich oder unwissentlich (Stichwort Metadaten) anh&auml;ufen. Die Folge: Keine Durchsuchung ohne Polizisten, die beschlagnahmte IT-Ger&auml;te aus dem Haus schleppen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2018\/preview-14np-schatz-wir-haben-polizei-in-der-wohnung\/%20\">netzpolitik.org<\/a>\n<p><strong>dazu: Uploadfilter | RIP Internet<\/strong><br>\nDie im Europaparlament verabschiedete Urheberrechtsreform st&auml;rkt die Interessen reicher Konzerne &ndash; zu Lasten von K&uuml;nstlern, Aktivisten und nicht zuletzt Privatpersonen<br>\nMein Freund Patryk reist viel um die Welt. Mit seinem iPhone filmt er sich gerne in Selfie-Pose und erz&auml;hlt seinen daheim gebliebenen Freunden und Verwandten von seinen neuen Eindr&uuml;cken in den Stra&szlig;en von Phnom Penh, berichtet direkt vom Gipfel eines aktiven Vulkans oder filmt sich in der vollgepackten Shanghaier Metro. Doch letztere wurde ihm k&uuml;rzlich zum Verh&auml;ngnis. Sein neuestes Video wurde wegen &bdquo;mutma&szlig;licher Urheberrechtsverst&ouml;&szlig;e&ldquo; von Youtube gel&ouml;scht &ndash; nur wenige Sekunden, nachdem er es hochgeladen hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/rip-internet\">der Freitag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>T&uuml;rkei: Gleichschaltung der Presse vollendet<\/strong><br>\nIm Juli wurde eine der letzten kritischen Tageszeitungen, die &Ouml;zg&uuml;rl&uuml;k&ccedil;&uuml; Demokrasi, geschlossen und die Mehrzahl der Mitarbeiter verhaftet. Grund war die Berichterstattung &uuml;ber die t&uuml;rkische Invasion in Afrin. Nun haben t&uuml;rkische Nationalisten und Kemalisten letzten Freitag die letzte unabh&auml;ngige Zeitung &ldquo;Cumhuriyet&rdquo; &uuml;bernommen. Die Zeitung ist eine der &auml;ltesten Zeitungen der T&uuml;rkei. Sie wurde 1924, kurz nach der Entstehung der t&uuml;rkischen Republik, gegr&uuml;ndet.<br>\nAydin Engin (77), der nach dem Putsch 1980 elf Jahre in Deutschland im Exil lebte, vermutet hinter der putschartigen Macht&uuml;bernahme den t&uuml;rkischen Pr&auml;sidenten Erdogan: &ldquo;Er hat vor vier Jahren geschworen, dass er sich an &lsquo;Cumhuriyet&rsquo; r&auml;chen w&uuml;rde. Jetzt hat er es mit einer m&auml;chtigen Koalition aus Ultranationalisten und der Justiz geschafft, unsere Zeitung mundtot zu machen.&rdquo; Der neue Vorstand der Cumhuriyet-Stiftung entlie&szlig; am selben Tag den Chefredakteur Murat Sabuncu und drei seiner wichtigsten Mitarbeiter.<br>\nAls Reaktion auf die feindliche &Uuml;bernahme k&uuml;ndigte mehr als die H&auml;lfte der Redakteure und Kolumnisten ihren Dienst, darunter die prominenten Publizisten Cigdem Toker, Hakan Kara, Asli Aydintasbas und der ber&uuml;hmte Karikaturist Musa Kart. Auch Aydin Engin erkl&auml;rte seinen R&uuml;cktritt.<br>\nUrspr&uuml;nglich galt die Cumhuriyet &ldquo;als Hochburg der Kemalisten, der Anh&auml;nger von Atat&uuml;rks nationalistischer und gegen Minderheiten gerichteter Staatsideologie&rdquo;, schreibt die Stuttgarter Zeitung. Mehrere Versuche, die Zeitung zu modernisieren scheiterten an internen Richtungsk&auml;mpfen, die Auflagenst&auml;rke sank bedrohlich. Erst dem ehemaligen Chefredakteur der Zeitung, Can D&uuml;ndar, der mittlerweile in Deutschland im Exil lebt, gelang es 2014, den Abw&auml;rtstrend zu stoppen. D&uuml;ndar modernisierte die Redaktion mit jungen Journalisten und Reportern und &auml;nderte den Stil der Berichterstattung &uuml;ber Kurden und andere Minderheiten, staatliche Korruption oder Umweltverbrechen. Die Auflagen stiegen wieder, die Zeitung erhielt international Auszeichnungen wie zum Beispiel den 2016 den alternativen Nobelpreis.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Tuerkei-Gleichschaltung-der-Presse-vollendet-4163600.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Nicht ohne meinen Dolch<\/strong><br>\nVerfassungsschutz Warum bettelt Hans-Georg Maa&szlig;en f&ouml;rmlich um seine Entlassung? Es bieten sich drei M&ouml;glichkeiten an<br>\nManchmal ist ein Blick zur&uuml;ck ganz aufschlussreich, wenn dar&uuml;ber diskutiert wird, welche Verfehlungen f&uuml;r den R&uuml;cktritt eines hohen Amtstr&auml;gers ausreichen. Der damalige FDP-Wirtschaftsminister J&uuml;rgen M&ouml;llemann etwa musste 1993 seinen Hut nehmen, nachdem er sich f&uuml;r einen Einkaufswagenchip einsetzte, den sein Vetter erfunden hatte. Verkehrsminister G&uuml;nther Krause (CDU) stolperte &uuml;ber eine schwarz arbeitende Putzfrau, Annette Schavan und Karl Theodor zu Guttenberg wurden plagiierte Doktorarbeiten zum Verh&auml;ngnis, und Bundespr&auml;sident Christian Wulff st&uuml;rzte &uuml;ber letztlich gar nichts.<br>\nUnd dann haben wir da Hans-Georg Maa&szlig;en. 2012 als Pr&auml;sident des Bundesamtes f&uuml;r Verfassungsschutz angetreten und seitdem Verwalter einer beispiellosen &bdquo;chronique scandaleuse&ldquo; der von ihm gef&uuml;hrten Beh&ouml;rde. Die Stichpunkte der Skandale reichen von Vertuschen (NSU-Aff&auml;re) und Verleugnen eigener Fehlleistungen (Weihnachtsmarktattentat) &uuml;ber die Verbreitung von Halb- und Unwahrheiten (Chemnitz-Video, noch mal NSU) bis hin zu Versagen in der operativen Arbeit (noch mal Weihnachtsmarktattentat) und zweifelhafter N&auml;he zu politischen Elementen (AfD), die eher einer Beobachtung als einer Beratung durch den Inlandsgeheimdienst bed&uuml;rfen. Hinzu kommt ein ungew&ouml;hnlich tiefes Zerw&uuml;rfnis zwischen den Amtsf&uuml;hrungen in K&ouml;ln und den L&auml;ndern, das j&uuml;ngst in einem &ouml;ffentlich ausgetragenen Streit &uuml;ber die Beobachtung der AfD gipfelte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/nicht-ohne-meinen-dolch\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Warum das BAMF nicht funktioniert: Die Kosten des &laquo;schlanken Staats&raquo;<\/strong><br>\nDas Bundesamt f&uuml;r Migration (BAMF) ist ein Lehrst&uuml;ck, wie &ouml;ffentliche Verwaltung im Neo&shy;liberalismus organisiert wird.<br>\nDas Bundesamt f&uuml;r Migration und Fl&uuml;chtlinge (BAMF) ist zuletzt durch seine Bremer Au&szlig;enstelle in die Kritik geraten. Im April 2018 wurde &uuml;ber die Nachrichtenagentur AFP in den Medien kolportiert, dass dort in mindestens 1200 F&auml;llen Asylantr&auml;ge zu Unrecht bewilligt worden w&auml;ren, wof&uuml;r jezidische Asylbewerber aus anderen Zust&auml;ndigkeitsbereichen mit Bussen nach Bremen transportiert worden seien. Gegen die geschasste Leiterin der Au&szlig;enstelle und f&uuml;nf weitere Beschuldigte werde u.a. wegen Korruption ermittelt.<br>\nInzwischen ist die Beweislage immer d&uuml;nner geworden. Der behauptete BAMF-Skandal der Bremer Au&szlig;enstelle, der in erster Linie CSU und AfD als Munition gegen die Fl&uuml;chtlingspolitik der Kanzlerin diente, schrumpfte zum Skand&auml;lchen und legte allenfalls einen Zust&auml;ndigkeitswirrwarr im BAMF offen, nachdem sich herausgestellt hatte, dass die Bremer Au&szlig;enstelle zeitweise sehr wohl f&uuml;r diese Antragsteller zust&auml;ndig war.<br>\nWie funktioniert Beratung der &ouml;ffentlichen Hand und welchem Zweck dient sie?<br>\nDer Bremer Nebenkriegsschauplatz hat es nicht vermocht, vom eigentlichen Skandal ablenken: Jahrelang hat die Bundesregierung das BAMF kaputtgespart. Schon bevor die Grenzen im Herbst 2015 tempor&auml;r f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge ge&ouml;ffnet wurden, stieg dort die Zahl unerledigter Asylantr&auml;ge auf 300.000.<br>\nDas BAMF ist seit seiner Gr&uuml;ndung von tiefgreifenden strukturellen und organisatorischen Problemen gepr&auml;gt. Zu ihrer Beseitigung wird auf L&ouml;sungen gesetzt, die von der Privatwirtschaft &uuml;bernommen sind und nach dem gleichen Muster auch anderenorts Einzug in die &ouml;ffentliche Verwaltung gehalten haben: Die Leitung des BAMF und das Bundesinnenministerium verlassen sich bei Planung, Probleml&ouml;sung und Entscheidung bedenkenlos auf externe Berater.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozonline.de\/2018\/09\/14die-kosten-des-schlanken-staats\/\">Sozialistische Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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