{"id":46035,"date":"2018-09-17T08:39:05","date_gmt":"2018-09-17T06:39:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46035"},"modified":"2018-09-17T08:39:05","modified_gmt":"2018-09-17T06:39:05","slug":"hinweise-des-tages-3206","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46035","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46035#h01\">&bdquo;Populismus ist kein Vorwurf&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46035#h02\">A new authoritarian axis demands an international progressive front<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46035#h03\">Hambacher Forst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46035#h04\">Emnid-Umfrage: AfD wird in Ostdeutschland st&auml;rkste Partei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46035#h05\">Oberklasse-Politiker machen Politik f&uuml;r die Oberklasse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46035#h06\">Frankreich zeigt, wie schon die Existenz von Investorengerichten Umweltschutz verhindern kann<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46035#h07\">Bezahlbare Mieten? Ein Notstand spitzt sich zu<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46035#h08\">Willkommene L&uuml;ckenf&uuml;ller<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46035#h09\">Opfer, die zu T&auml;terinnen werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46035#h10\">Mit Waffenexporten bef&ouml;rdern wir Frieden und Menschenrechte!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46035#h11\">Massen&uuml;berwachung: Gegner siegen dank Snowden-Enth&uuml;llungen in Stra&szlig;burg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46035#h12\">US-Waffen-Umschlagplatz Camp Darby in Italien wird schneller<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46035#h13\">Der Kollaps der ostdeutschen Gesellschaft war umfassend&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46035#h14\">Amri: Bundesregierung blockiert Aufkl&auml;rung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46035#h15\">#Aufstehen statt sitzen bleiben: Kann eine Sammlungsbewegung den Parteien Beine machen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46035#h16\">Historiker fordern Pr&uuml;fung AfD-naher Stiftung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46035#h17\">UN-Ern&auml;hrungsbericht: Jedes f&uuml;nfte Kind muss hungern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46035#h18\">Wir und die anderen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&bdquo;Populismus ist kein Vorwurf&ldquo;<\/strong><br>\nKaum jemand hat die Politik im Saarland so gepr&auml;gt wie Oskar Lafontaine. Er war Saarbr&uuml;cker Oberb&uuml;rgermeister, Ministerpr&auml;sident, SPD-Kanzlerkandidat, SPD-Bundesvorsitzender, Linken-Bundeschef und jetzt Linken-Fraktionsvorsitzender im Landtag. Im Interview mit der SZ l&auml;sst er sich f&uuml;r eine erneute Landtagskandidatur im Jahr 2022 ein Hintert&uuml;rchen offen.<br>\nHerr Lafontaine, welches politische Ziel haben Sie mit 75 Jahren noch?<br>\nLAFONTAINE Ich will dazu beitragen, dass der Sozialstaat in Deutschland wiederhergestellt wird und dass sich Entwicklungen wie in der Weimarer Republik nicht wiederholen. Das Erstarken einer nationalistischen und ausl&auml;nderfeindlichen, teils rassistischen Rechten muss verhindert werden. Der Schl&uuml;ssel dazu ist der Wiederaufbau des Sozialstaates. (&hellip;)<br>\nLAFONTAINE Populismus ist eine Vokabel, die in den letzten Jahren in die Debatte eingef&uuml;hrt worden ist, um Positionen gerade im sozialen Bereich abzuqualifizieren, die nicht den eigenen entsprechen. F&uuml;r jemanden, der gebildet ist &ndash; das lateinische Wort populus hei&szlig;t das Volk &ndash;, ist das kein Vorwurf, weil man ihm im Grunde genommen vorwirft, ein Demokrat zu sein. Ein Demokrat h&ouml;rt auf die Bev&ouml;lkerung und versucht, den Willen der Mehrheit der Bev&ouml;lkerung umzusetzen.<br>\nViele Menschen verbinden mit Ihnen den rot-gr&uuml;nen Wahlsieg im Bund 1998. Die SPD holte damals 40,9 Prozent.<br>\nLAFONTAINE Davon kann man heute nur noch tr&auml;umen. Leider hat die Regierung Schr&ouml;der dann eine Politik gemacht, die zum Verlust der H&auml;lfte der W&auml;hler und der Mitglieder der einst so stolzen deutschen Sozialdemokratie gef&uuml;hrt hat, die jahrzehntelang meine politische Heimat war und die heute in einigen Umfragen von der AfD &uuml;berholt wird. Auch das ist ein Grund, die Bewegung &bdquo;Aufstehen&ldquo; ins Leben zu rufen. (&hellip;)<br>\nLAFONTAINE Ich sehe heute klarer, wie die Machtstrukturen in unserem Wirtschaftssystem zu Kriegen um Rohstoffe und Absatzm&auml;rkte und zur Zerst&ouml;rung der Umwelt f&uuml;hren. Papst Franziskus sagt zu Recht: Diese Wirtschaft t&ouml;tet.<br>\nWelches Thema kommt heute zu kurz?<br>\nLAFONTAINE Amazon, Facebook und Google ver&auml;ndern die Welt. Die Vorherrschaft der US-Internetgiganten enteignet das Privatleben und unterh&ouml;hlt die Demokratie. Wir m&uuml;ssen &ouml;ffentlich-rechtlich kontrollierte Internet-Plattformen haben, um diese Entwicklung zu stoppen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.saarbruecker-zeitung.de\/lafontaine-wird-75-und-spricht-ueber-seine-karriere_aid-32984037\">Saarbr&uuml;cker Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>A new authoritarian axis demands an international progressive front<\/strong><br>\nThere is a global struggle taking place of enormous consequence. Nothing less than the future of the planet &ndash; economically, socially and environmentally &ndash; is at stake.<br>\nAt a time of massive wealth and income inequality, when the world&rsquo;s top 1% now owns more wealth than the bottom 99%, we are seeing the rise of a new authoritarian axis.<br>\nWhile these regimes may differ in some respects, they share key attributes: hostility toward democratic norms, antagonism toward a free press, intolerance toward ethnic and religious minorities, and a belief that government should benefit their own selfish financial interests. These leaders are also deeply connected to a network of multi-billionaire oligarchs who see the world as their economic plaything.<br>\nThose of us who believe in democracy, who believe that a government must be accountable to its people, must understand the scope of this challenge if we are to effectively confront it.<br>\nIt should be clear by now that Donald Trump and the rightwing movement that supports him is not a phenomenon unique to the United States. All around the world, in Europe, in Russia, in the Middle East, in Asia and elsewhere we are seeing movements led by demagogues who exploit people&rsquo;s fears, prejudices and grievances to achieve and hold on to power.<br>\nThis trend certainly did not begin with Trump, but there&rsquo;s no question that authoritarian leaders around the world have drawn inspiration from the fact that the leader of the world&rsquo;s oldest and most powerful democracy seems to delight in shattering democratic norms.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/ng-interactive\/2018\/sep\/13\/bernie-sanders-international-progressive-front\">Bernie Sanders im Guardian<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Frederico F&uuml;llgraf:<\/strong> Zuf&auml;llig, oder auch nicht, rief am Freitag, 14.9., Spaniens Ex-Premier Jos&eacute; Luis Zapatero in S&atilde;o Paulo zum Aufbau eines &ldquo;internationalen Netzwerks sozialistischer Think Tanks f&uuml;r die Schlacht der Ideen&rdquo; auf.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Hambacher Forst<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Verheizte Heimat<\/strong><br>\nIn Zeiten der Energiewende ist kaum noch zu erkl&auml;ren, warum ein ganzer Landstrich verfeuert werden muss &ndash; auch wenn es eine alte Genehmigung daf&uuml;r gibt. Die Braunkohle ist nicht mehr unverzichtbar.<br>\nHeimat. Sie ist der Landesregierung in Nordrhein-Westfalen so wichtig, dass daf&uuml;r ein eigenes Ministerium geschaffen wurde, f&uuml;r Heimat und Bau. Von dort stammt die Weisung, Demonstranten aus einem kleinen Waldst&uuml;ck am Rande des Tagebaus Hambach zu vertreiben, damit der Forst recht bald den Braunkohlebaggern weichen kann. Dieses Ministerium arbeitet in Wahrheit nicht f&uuml;r Heimat und Bau, sondern f&uuml;r den Raubbau an der Heimat.<br>\nDenn um Heimat geht es vielen der Braunkohlegegner. Seit einem halben Jahrhundert erleben Anwohner, wie sich die Bagger in die Landschaft fressen. D&ouml;rfer und Dorfgemeinschaften verschwanden, daf&uuml;r entstand mit dem Tagebau Hambach eines der gr&ouml;&szlig;ten L&ouml;cher, die Menschen je gegraben haben. Es gab Zeiten, da war man im Rheinland auf derlei Superlative sogar stolz; die Gegend galt als Kraftzentrum Westdeutschlands. Klimaschutz? &Ouml;kostrom? Das war weit weg.<br>\nDer Protest im Hambacher Wald ist ein Symbol daf&uuml;r, wie sehr sich die Zeiten ge&auml;ndert haben. Die Braunkohle ist eben nicht mehr der unverzichtbare Garant sicherer Energieversorgung, seit mehr erneuerbare Energien flie&szlig;en &ndash; die obendrein immer besser gespeichert oder durch kleine, flexible Gaskraftwerke erg&auml;nzt werden k&ouml;nnen. In Zeiten von Energiewende und Digitalisierung l&auml;sst sich kaum noch erkl&auml;ren, warum ganze Landstriche in den Dampfkesseln fossiler Kraftwerke verheizt werden sollen. Dass derzeit ausgerechnet Landesregierungen in den Braunkohlel&auml;ndern Brandenburg und NRW den &Ouml;kostromausbau bremsen, spricht B&auml;nde. Der Kampf im Hambacher Wald, er ist auch ein Kampf um die Energieversorgung der Zukunft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/hambacher-forst-verheizte-heimat-1.4128310\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>CDU auf Krawall geb&uuml;rstet<\/strong><br>\nMit absurder Begr&uuml;ndung ist ein Gro&szlig;aufgebot der Polizei in einen Wald einger&uuml;ckt, der der Braunkohle geopfert werden soll<br>\nNun ist es also so weit. Heute morgen berichteten die Braunkohlegegner aus dem rheinl&auml;ndischen Hambacher Forst, dass die Polizei mit mehreren Hundertschaften und schwerem Ger&auml;t in den Wald vorr&uuml;ckt. Gegen Mittag schreibt die Zeit vom ersten ger&auml;umten Baumh&auml;usern.<br>\nInsgesamt soll es nach verschiedenen Berichten &uuml;ber 50 davon im rund 200 Hektar gro&szlig;en Wald westlich von K&ouml;ln geben, der dem Braunkohletagebau RWEs weichen soll. Der Polizeieinsatz wird sich also &uuml;ber mehrere Tage hinziehen.<br>\nRoden kann RWE ohnehin noch nicht. Das w&auml;re erst am dem 1. Oktober zul&auml;ssig. Au&szlig;erdem hat das Gericht zugesagt, noch ein anh&auml;ngiges Verfahren vor dem Verwaltungsgericht in M&uuml;nster abzuwarten.<br>\nDoch offensichtlich sollen mit aller Gewalt schon vorher vollendete Tatsachen geschaffen werden. Die schwarz-gelbe Landesregierung in D&uuml;sseldorf leistet willf&auml;hrig Unterst&uuml;tzung: Die heutige Aktion wurde vom Landesministerium f&uuml;r Heimat, Bau, Kommunales und Gleichstellung angeordnet und damit begr&uuml;ndet, dass Gefahr im Verzug f&uuml;r Leib und Leben der Baumhausbewohner sei.<br>\nDie Initiative &ldquo;Buirer f&uuml;r Buir&rdquo; aus dem gleichnamigen Nachbardorf kommentiert: &ldquo;Mit dieser absurden Begr&uuml;ndung gef&auml;hrdet die Landesregierung den sozialen Frieden und mehrt die Zweifel an der Angemessenheit und Rechtm&auml;&szlig;igkeit politischer Entscheidungen.&rdquo;<br>\nIn der Tat ist das Vorgehen der schwarz-gelben Landesregierung und RWEs ein klares Zeichen daf&uuml;r, dass der Konzern keinerlei Interesse an einem Kompromiss und einen zivilisierten Dialog in der noch bis in den Herbst rein tagenden Kohlekommission hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Hambacher-Forst-CDU-auf-Krawall-gebuerstet-4164696.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Hat die Union Sehnsucht nach den Krawallen der 1980er Jahre? Auch damals ging es ja bereits um Umweltfragen &hellip;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Pofalla will Klimasch&uuml;tzer spalten<\/strong><br>\nCDU-Mann Ronald Pofalla prescht mit einem eigenen Plan zum Kohleausstieg vor. Demnach soll der Kohleausstieg zwischen 2035 und 2038 kommen.<br>\nDer Kohleausstieg soll zwischen 2035 und 2038 kommen mit diesem Vorschlag sorgt Ronald Pofalla, einer der Vorsitzenden der Kommission f&uuml;r den Kohleausstieg, in ebendiesem Gremium f&uuml;r Aufregung.<br>\nUm die Kohlekommission auch nach einer Rodung des Hambacher Forsts zu erhalten, versucht Pofalla offenbar zudem, das Lager der Klimasch&uuml;tzer zu spalten.<br>\nDem Spiegel zufolge soll Pofalla nun alle Umweltverb&auml;nde bis auf den BUND &uuml;berredet haben, auch nach einer Rodung in der Kommission zu bleiben. Sie sollen zugesagt haben, das Ausscheiden des BUND-Vertreters und seinen Ersatz durch den Abgesandten eines anderen Verbandes zu akzeptieren.<br>\nNach einem Bericht des Nachrichtenmagazins Spiegel hat Pofalla, Bahnvorstand und ehemaliger Chef des Bundeskanzleramts, im Alleingang ein Konzept f&uuml;r den Kohleausstieg erstellt. Der Christdemokrat ist einer von vier Vorsitzenden der Kohlekommission.<br>\nAls Vertrauter von Bundeskanzlerin Angela Merkel vertritt er dort ihre Interessen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Vorsitzender-der-Kohlekommission\/%215533190\/\">taz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Emnid-Umfrage: AfD wird in Ostdeutschland st&auml;rkste Partei<\/strong><br>\nNach dem SonntagsTrend von Emnid f&uuml;r die Bild am Sonntag scheint beim ersten Blick nichts Besonders aufzufallen. Union und SPD gewinnen jeweils einen Punkt gegen&uuml;ber der Vorwoche und kommen auf 30 bzw. 18 Prozent. Der Streit um Maa&szlig;en wirkt sich auf die Parteien der Regierungskoalition nicht aus. Die AfD bleibt mit 15 Prozent die drittst&auml;rkste Partei hinter den Gr&uuml;nen, die einen Punkt verlieren und auf 13 Prozent abrutschen. Die Linke (10 Prozent) und die FDP (9 Prozent) halten ihre Position. [&hellip;]<br>\nDie Kampagnen der AfD gegen Fl&uuml;chtlinge und Ausl&auml;nder verfangen im Osten st&auml;rker. Das wird durch die Umfrage noch einmal best&auml;tigt. Chemnitz und K&ouml;then haben die Sympathisanten der AfD auf jeden Fall nicht abgeschreckt. Die Befragun erfolgte zwischen dem 6. Und 9. September. Dass nun rechtsextreme B&uuml;rgerwehren durch Chemnitz ziehen und Ausl&auml;nder einsch&uuml;chtern, ist die Folge. Die Rechtsextremen sehen sich gest&auml;rkt, schlie&szlig;lich werden auch wie in K&ouml;then Brandreden vom umstehenden Publikum der besorgten B&uuml;rger, die man rechte Sympathisanten nennen muss, beklatscht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Emnid-Umfrage-AfD-wird-in-Ostdeutschland-staerkste-Partei-4166123.html\">Telepolis<\/a>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180917_h1.gif\" alt=\"\" title=\"\"><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Oberklasse-Politiker machen Politik f&uuml;r die Oberklasse<\/strong><br>\nSoziologe Michael Hartmann: Arbeiterkinder sind sensibler f&uuml;r soziale Ungerechtigkeit als B&uuml;rgerkinder &ndash; Unteres Bev&ouml;lkerungsdrittel sieht sich nicht mehr vertreten (&hellip;)<br>\nProf. Hartmann, wenn wir &ldquo;Elite&rdquo; h&ouml;ren, denken wir an &ldquo;die Besten&rdquo;. Eine richtige Definition?<br>\nNein. Eliten, das sind f&uuml;r die Wissenschaft die Personen, die qua Amt oder qua Eigentum in der Lage sind, gesellschaftliche Entwicklungen ma&szlig;geblich zu beeinflussen. Der Begriff &ldquo;ma&szlig;geblich&rdquo; ist nicht hundertprozentig trennscharf. Es gibt einzelne Streitf&auml;lle. Aber in Deutschland sind das maximal 4000 Personen.<br>\nSie fokussieren in Ihrer Betrachtung auf Politik und Wirtschaft. Sind das schon immer die beiden ma&szlig;geblichen Bereiche?<br>\nJa. Die beiden wichtigsten und einflussreichsten Sektoren sind immer Wirtschaft und Politik gewesen. Aber auch die Justiz ist sehr einflussreich. Wenn das Bundesverfassungsgericht Urteile f&auml;llt, k&ouml;nnen sich dem auch Politik und Wirtschaft nicht entziehen. Auch die Verwaltungselite z&auml;hle ich noch zu den vier zentralen Eliten.<br>\nDass Politik und Wirtschaft ma&szlig;geblich f&uuml;r die Entwicklung eines Landes sind, erscheint recht einleuchtend. Mit Ihrem Buch &ldquo;Die Abgehobenen&rdquo; problematisieren Sie das allerdings &ndash; und beobachten eine zunehmende Entfremdung von der Bev&ouml;lkerung.<br>\nWir erleben gerade eine Phase &ndash; und das nicht nur in der Bundesrepublik &ndash; wo sich die Eliten zunehmend von der Bev&ouml;lkerung wegbewegen. Ihre Lebensbedingungen und ihre Rekrutierung sind, vor allem im politischen Bereich, sozial exklusiver geworden. Zwei Drittel der Elite-Angeh&ouml;rigen geh&ouml;ren zu den oberen vier Prozent der Bev&ouml;lkerung. Sie kennen Reichtum und Wohlstand aus ihren Familien. Ihre V&auml;ter sa&szlig;en auch schon in Machtpositionen. Zu diesem Erbe kommt jetzt das eigene hohe Einkommen, die hohe eigene Position. In dieser Kombination ist der Unterschied zur Bev&ouml;lkerung gro&szlig; &ndash; und er w&auml;chst kontinuierlich. (&hellip;)<br>\nLetztes Thema: Welche Rolle spielen Medien?<br>\nBei den Medieneliten &ndash; und das sind in meiner Betrachtung nur wenige Herausgeber oder Chefredakteure &ndash; erfolgt die Rekrutierung im privaten Bereich genauso exklusiv wie in der Wirtschaft. In den &Ouml;ffentlich-Rechtlichen ist es &auml;hnlich wie in der Politik.<br>\nIst die harte Kritik der Populisten an der Presse gerechtfertigt?<br>\nDen Begriff &ldquo;L&uuml;genpresse&rdquo; halte ich f&uuml;r v&ouml;llig falsch. &ldquo;L&uuml;genpresse&rdquo; hei&szlig;t ja, da sitzen Leute, die bewusst l&uuml;gen. Aber darum geht es nicht. Das Problem ist, dass Journalisten die Wirklichkeit gefiltert durch ihre soziale Herkunft und ihre Position wahrnehmen. Es gibt speziell im politischen Journalismus den Trend, dass alles in Zentralredaktionen in Berlin gemacht wird. Dort bewegt man sich in sehr engen Kreisen. Das pr&auml;gt die Wahrnehmung. Hinzu kommt &ouml;konomischer Druck. Zeit zur Recherche fehlt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rnz.de\/politik\/hintergrund_artikel,-arbeiterkinder-in-die-politik-oberklasse-politiker-machen-politik-fuer-die-oberklasse-_arid,386414.html\">Rhein-Neckar-Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Frankreich zeigt, wie schon die Existenz von Investorengerichten Umweltschutz verhindern kann<\/strong><br>\nDie franz&ouml;sische Regierung plante im letzten Jahr ein Gesetz, nach dem keine neuen Konzessionen f&uuml;r &Ouml;lf&ouml;rderung im Land mehr vergeben und keine bestehenden mehr verl&auml;ngert w&uuml;rden. Die kanadische &Ouml;lfirma Vermilion winkte mit Investorengerichten und die Regierung knickte ein.<br>\nVermilion hat die meisten der F&ouml;rderkonzessionen in Frankreich und den franz&ouml;sischen &Uuml;berseegebieten. In seiner Eingabe an dem Staatsrat, der Gesetzentw&uuml;rfe pr&uuml;ft, bevor sie an das Parlament geht, verga&szlig; Vermilion nicht zu erw&auml;hnen, dass Investorenspezialgerichte, die nach dem Energieabkommen f&uuml;r Streitf&auml;lle zwischen Staaten und gebietsfremden Energieunternehmen zust&auml;ndig sind, Eingriffe in die &ldquo;legitimen Erwartungen&rdquo; von ausl&auml;ndischen Investoren als entsch&auml;digungspflichtig beurteilt h&auml;tten &ndash; mit oft milliardenschweren Entsch&auml;digungen. Denn die Erwartungen der Investoren gehen regelm&auml;&szlig;ig dahin, dass sie hohe Milliardengewinne mit ihren Konzessionen machen wollen. Und Vermilion erwartet einfach, dass seine Konzessionen immer wieder verl&auml;ngert werden. Dass das irgendwann aufh&ouml;ren k&ouml;nnte, ist aus Investorensicht nicht vorgesehen.<br>\nAuf der letzten Seite seiner Eingabe beschreibt Vermilion denn auch ausf&uuml;hrlich anhand von f&uuml;nf sehr investorenfreundlich ausgelegten Prinzipien, die die Investorengerichte aufgestellt h&auml;tten, welche Art von Gesetzes&auml;nderungen die legitimen Gewinninteressen eines Investors beeintr&auml;chtigen w&uuml;rden, und warum es solche Gesetze deshalb nicht geben darf.<br>\nDas Gesetz hat den Spitznamen&bdquo;Loi Hulot&ldquo;, nach dem Umweltminister, der k&uuml;rzlich unter Protest zur&uuml;ckgetreten ist, weil er keinen R&uuml;ckhalt in der Regierung sp&uuml;rte. Bevor es zum Parlament ging, wurde das im Dezember verabschiedete Gesetz im Sinne Vermilions betr&auml;chtlich entsch&auml;rft. Das Ende f&uuml;r die Erneuerung bestehender Konzessionen wird 22 Jahre in die Zukunft verschoben, bis 2040. (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/1027-frankreich-zeigt-wie-schon-die-existenz-von-investorengerichten-umweltschutz-verhindern-kann\">Norbert H&auml;ring<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Bezahlbare Mieten? Ein Notstand spitzt sich zu<\/strong><br>\n1987 gab es in der alten Bundesrepublik 5,5 Millionen Sozialwohnungen &ndash; heute sind es in ganz Deutschland nur noch 1,5 Millionen. Jedes Jahr fallen 100.000 davon aus der Mietpreisbindung heraus, und es werden kaum neue gebaut. Dabei ist heute der Bedarf ungleich h&ouml;her als seinerzeit noch, wegen der Niedrigl&ouml;hnerei, wegen der niedrigen Mietobergrenzen f&uuml;r Hartz IV-Empf&auml;nger, wegen der vervielfachten Energiekosten und vor allem wegen der Mietenexplosion in den Ballungsr&auml;umen. Seit 2014 hat sich die Zahl der Wohnungslosen in Deutschland auf 860.000 verdoppelt. Investoren bleiben straflos, wenn sie Modernisierungen mit kriminellen Methoden erzwingen, ebenso straflos bleibt der mietsteigernde Wohnungs-Missbrauch f&uuml;r die dauerhafte Vermietung an Touristen.<br>\nDie Gro&szlig;e Koalition hat bemerkt, dass ihre Mietpreisbremse von 2015 die Mieten nicht gebremst hat, im Gegenteil. Da bereitet Innenminister Horst Seehofer, CSU, auch zust&auml;ndig f&uuml;r Heimat und Wohnungen, mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, CDU, f&uuml;r den 21. September einen &bdquo;Wohnungsgipfel&ldquo; im Kanzleramt vor. Daf&uuml;r hat der Wissenschaftliche Beirat des Bundeswirtschaftsministeriums das Gutachten mit dem irref&uuml;hrenden Titel &bdquo;Soziale Wohnungspolitik&ldquo; ver&ouml;ffentlicht. Federf&uuml;hrend ist Professor Friedrich Breyer vom Vorstand des Thurgauer Wirtschaftsinstituts an der Universit&auml;t Konstanz. Das Institut wird von einer Schweizer Bank gesponsert. (&hellip;)<br>\nEine sichere und bezahlbare Wohnung geh&ouml;rt &uuml;brigens zu den universellen Menschenrechten &ndash; da haben einige Politiker Nachholbedarf, die st&auml;ndig die Einhaltung von Menschenrechten in fernen L&auml;ndern fordern, aber den Wohnungsnotstand hier dulden. Auch das Wohnbindungs- und das Wohnraumf&ouml;rderungsgesetz, beide zuletzt 2015 neu gefasst, weisen auf das Problem hin: Die Kommunen stellen Millionen Wohnberechtigungsscheine aus &ndash; aber sie verf&uuml;gen nicht entfernt &uuml;ber die  notwendigen Wohnungen. Da muss dem Rechtsstaat auf die Beine geholfen werden.<br>\nAuf die freiwillige Einsicht der gegenw&auml;rtigen Regierungen kann dabei nicht gebaut werden. In zahlreichen St&auml;dten wie in Berlin, Frankfurt \/ Main, Dresden, Osnabr&uuml;ck haben sich Wohnungs-Initiativen gegr&uuml;ndet. Selbst im verarmten Deutschland nach dem 1. Weltkrieg konnten die Kommunen hunderttausende gemeinn&uuml;tzige Wohnungen bauen &ndash; entscheidend war der Druck von unten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/publik.verdi.de\/2018\/ausgabe-06\/gewerkschaft\/brennpunkt\/seite-3\/bezahlbare-mieten\">Werner R&uuml;gemer in ver.di-publik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Willkommene L&uuml;ckenf&uuml;ller<\/strong><br>\nInfolge einer rabiaten K&uuml;rzungspolitik fehlen im Sozialbereich allerorten Arbeitskr&auml;fte. Die werden durch unentgeltlich t&auml;tige Freiwillige ersetzt. Eine Kritik der Ehrenamts&ouml;konomie<br>\nIn diesen Tagen erscheint im K&ouml;lner Papy&shy;rossa-Verlag von Claudia Pinl das Buch &raquo;Ein Cappuccino f&uuml;r die Armen. Kritik der Spenden- und Ehrenamts&ouml;konomie&laquo;. Wir ver&ouml;ffentlichen daraus in gek&uuml;rzter Fassung und mit freundlicher Genehmigung von Verlag und Autorin das Kapitel &raquo;Ehrenamt &ndash; &rsaquo;Ressource f&uuml;r kommunale Entwicklungsprozesse&lsaquo;&laquo;.<br>\n&raquo;Ich wei&szlig; nicht, wie viele W&auml;nde in Kitas, Grundschulen und Gymnasien ich gestrichen habe, Fenster geputzt, Gardinen gen&auml;ht und aufgeh&auml;ngt, Schr&auml;nke besorgt, Feste organisiert und durchgef&uuml;hrt, Ausfl&uuml;ge begleitet&laquo;, schreibt eine Mutter in einem Leserbrief an den K&ouml;lner Stadtanzeiger im Juli 2017. Stadtteilm&uuml;tter und Quartierlotsen sind in sozialen Brennpunkten unterwegs, Bildungspaten helfen bei der &Uuml;bermittagsbetreuung in Schulen und bei der Lesef&ouml;rderung, Ehrenamtliche steuern den B&uuml;rgerbus; B&auml;ckereien und Lebensmittelh&auml;ndler haben sich schon lange aus dem l&auml;ndlichen Raum verabschiedet, ehrenamtlich betriebene Dorfl&auml;den versuchen, sie zu ersetzen. F&ouml;rdervereine betreiben st&auml;dtische Schwimmb&auml;der, B&uuml;chereien und Museen, Freiwillige speisen Obdachlose, Fl&uuml;chtlingsinitiativen machen Dienst in Unterk&uuml;nften, Familienpartner unterst&uuml;tzen belastete Familien bei der Kinderbetreuung, &raquo;Gr&uuml;nfl&auml;chenpaten&laquo; und &raquo;Weiherpaten&laquo; k&uuml;mmern sich um st&auml;dtische Parks. &Uuml;berhaupt: Der Begriff &raquo;Patenschaft&laquo; ist sehr beliebt, das klingt so viel besser als das, was es ist, n&auml;mlich Gratisarbeit. Eltern und manchmal sogar Lehrerinnen oder Lehrer streichen Klassenzimmer. &raquo;Wenn man engagierter Lehrer ist, kann man sich doch mal einbringen und einen Raum streichen&laquo;, sagte die damalige Kieler Kultusministerin Waltraud Wende in der Schleswig-Holsteinischen Zeitung im Mai 2013.<br>\nKurzum, die &raquo;aktive B&uuml;rgerschaft&laquo; ist gefragt. Und wie sie konkret aktiv werden kann und soll, illustrierte eine 2007 von der &raquo;Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft&laquo; herausgegebene Schrift &raquo;Deutschland zum Selbermachen&laquo;, in der 22 als vorbildlich gepriesene Projekte vorgestellt wurden: Im rheinischen Langenfeld &uuml;bernahmen Anwohner die Stra&szlig;enreinigung, im bayerischen Wolfratshausen wurde das Rathaus mit Spendengeldern und in Eigenarbeit renoviert, in einem Leipziger Vorort gar bauten B&uuml;rger ihre eigene neue Kanalisation. Die Brosch&uuml;re sollte weitere Menschen ermuntern, Spaten oder Besen in die Hand zu nehmen oder gar Bagger und Betonmischer in Gang zu setzen, um ihre Kommune aufzupeppen, was auch gelang. Im westf&auml;lischen Altena erneuerten B&uuml;rger das Pflaster in der Fu&szlig;g&auml;ngerzone, und in der Th&uuml;ringer Gemeinde Niederzimmern konnte man gegen Einzahlung von 50 Euro in die Stadtkasse zur Sanierung eines Schlaglochs eigener Wahl beitragen und eine Plakette mit Wunschaufschrift in den renovierten Asphalt einlassen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/339995.ehrenamt-willkommene-l%C3%BCckenf%C3%BCller.html\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Opfer, die zu T&auml;terinnen werden<\/strong><br>\nIn &ldquo;Joy&rdquo; kommt eine Frau aus Nigeria nach Wien und arbeitet als Prostituierte. Sudabeh Mortezai hat monatelang f&uuml;r diesen Film recherchiert. Um in Europa &uuml;berhaupt eine Chance zu haben, gebe es f&uuml;r diese Frauen nur eine M&ouml;glichkeit, sagt die Regisseurin. Sudabeh Mortezai: Die Genese war ein bisschen kompliziert, aber um es jetzt mal sehr stark zu vereinfachen: Ich habe eigentlich schon bei &ldquo;Macondo&rdquo; Interesse bekommen an der nigerianischen Community in Wien, weil ich ein paar Menschen aus Nigeria kennengelernt habe und habe Lust gehabt, irgendwas mit Nigeria zu machen. Ich bin bei der Recherche sehr schnell auf dieses Thema Frauenhandel gesto&szlig;en, habe einige B&uuml;cher gelesen und Artikel zu dem Thema. Es hat mich wahnsinnig schockiert, dass Frauen andere Frauen ausbeuten und dass diese Madames auch eigentlich immer selber ehemalige Prostituierte und Opfer von Menschenhandel selber sind und den Spie&szlig; umgedreht haben, und das war f&uuml;r mich nat&uuml;rlich wahnsinnig faszinierend als Filmemacherin und als Frau besonders schockierend. Wie gibt es das oder wie kann das funktionieren, dass eine Frau, die das selbst erlebt hat, jetzt zur T&auml;terin wird, und da hat es sich dann angefangen zu entwickeln. [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/sudabeh-mortezai-ueber-ihr-fluechtlingsdrama-joy-opfer-die.2168.de.html?dram:article_id=427568\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Methoden der Einsch&uuml;chterung und der &bdquo;Rollentausch&ldquo; von Frauen d&uuml;rften auch in der Prostitutions-Szene anderer L&auml;nder vorhanden sein. W&auml;re eine Gesetzes&auml;nderung &ndash; &uuml;brigens auch und gerade in Deutschland &ndash; nach den Modellen in Frankreich oder noch besser Schweden nicht sinnvoller? W&uuml;rde sie nicht zumindest einige der auch hier benannten Probleme &ndash; z.B. die &Auml;ngste vieler Frauen, die der Prostitution nachgehen (m&uuml;ssen?) &ndash; beseitigen? Denn: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!5222543\/\">&bdquo;Es gibt keine gute Prostitution&ldquo;<\/a>. Und noch viel wichtiger: Das <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41385#h11\">Bordell Deutschland<\/a> k&ouml;nnte geschlossen werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Mit Waffenexporten bef&ouml;rdern wir Frieden und Menschenrechte!<\/strong><br>\nWarum liefert Deutschland Waffen an Diktaturen und Kriegstreiber, wie zB Saudi-Arabien? Der Bundeswirtschaftsminister erkl&auml;rt es euch: &ldquo;Wir wollen mit unserer Au&szlig;enpolitik und die Waffenexportpolitik ist da ein wichtiges Element, wir wollen damit Frieden, Stabilit&auml;t und Menschenrechte bef&ouml;rdern&rdquo;, so Peter Altmaier, der zust&auml;ndig f&uuml;r deutsche R&uuml;stungsexporte an die Welt ist. Man k&ouml;nne nicht so einfach nicht mehr zB an Saudi-Arabien R&uuml;stung liefern. Denn das Problem sei: Wenn Deutschland nicht mehr liefert, w&uuml;rden die L&uuml;cken von anderen L&auml;ndern gef&uuml;llt werden, erkl&auml;rt Altmaier.<br>\nSolange also andere L&auml;nder mit Waffen an Diktaturen Geld verdienen, muss Deutschland das auch machen.<br>\nAusschnitt aus der B&uuml;rgerPresseKonferenz vom 26. August 2018 &ndash; <a href=\"https:\/\/youtu.be\/7tHZWHmXYJM\">komplett hier<\/a>.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/jungundnaiv\/videos\/921264918056765\/\">Jung &amp; Naiv via Facebook<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Als rufe der Bundeswirtschaftsminister danach, endlich als &bdquo;Sch&uuml;ler&ldquo; von George Orwell anerkannt zu werden, denn besser h&auml;tte er es wohl kaum formulieren k&ouml;nnen, oder?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Massen&uuml;berwachung: Gegner siegen dank Snowden-Enth&uuml;llungen in Stra&szlig;burg<\/strong><br>\nIn dem Urteil, das durch Edward Snowdens Enth&uuml;llungen zur Massen&uuml;berwachung m&ouml;glich wurde, verurteilte eine siebenk&ouml;pfige Kammer an dem Gerichtshof die britische Regierung deutlich. Geklagt hatten insgesamt drei Parteien, eine Gruppe um die britische NGO Big Brother Watch, eine Gruppe rund um die American Civil Liberty Union und Amnesty International sowie die Journalistin Alice Ross zusammen mit dem Bureau of Investigative Journalism.<br>\nDie britische Regierung muss sich laut den Stra&szlig;burger Richtern Verletzungen von Artikel 8 (Privatheit) und Artikel 10 (Meinungs- und Pressefreiheit) ankreiden lassen. Lediglich die Klage wegen Artikel 14 (Diskriminierung) von nicht-britischen &Uuml;berwachten wies das Gericht ab.<br>\nIm 200 Seiten starken Urteil hei&szlig;t es unter anderem, dass weder bei der Auswahl der zur Zusammenarbeit mit den Agenten verpflichteten Provider noch bei der Filterung und Durchsuchung der Daten eine ausreichende Kontrolle vorgesehen war. Au&szlig;erdem fehle es an Absicherungen bei der Auswahl von Verkehrsdaten, obwohl diese extrem aussagekr&auml;ftig in Bezug auf die Gewohnheiten und Kontakte der &Uuml;berwachten seien. (&hellip;)<br>\nDie Kl&auml;ger begr&uuml;&szlig;ten das Urteil als wichtigen Schritt, nannten es aber allenfalls einen Etappensieg. Es gehe noch nicht weit genug, weil es Mittel der anlasslosen &Uuml;berwachung nicht generell ausschlie&szlig;e, hei&szlig;t es in von Liberty, Amnesty und Privacy International. Edward Snowden meint auf Twitter, dass Regierungen seit f&uuml;nf Jahren behaupteten, die globale Massen&uuml;berwachung w&uuml;rde unsere Rechte nicht verletzen. Deswegen habe man sie durch alle Gerichte gejagt. Man solle nun nicht ihm danken, sondern allen, die nicht mit dem K&auml;mpfen aufgeh&ouml;rt haben. (&hellip;)<br>\nDas Urteil ist noch nicht rechtskr&auml;ftig. Beim Europ&auml;ischen Menschengerichtshof wie dem Europ&auml;ischen Gerichtshof ist au&szlig;erdem eine lange Liste von Klagen gegen jene &Uuml;berwachungsgesetze in mehreren europ&auml;ischen L&auml;ndern anh&auml;ngig, die nach den Snowden-Enth&uuml;llungen erlassen wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Massenueberwachung-Gegner-siegen-dank-Snowden-Enthuellungen-in-Strassburg-4164607.html\">heise online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>US-Waffen-Umschlagplatz Camp Darby in Italien wird schneller<\/strong><br>\nDas gr&ouml;sste Waffenlager der USA ausserhalb des eigenen Landes liegt in Italien. Jetzt soll es noch ausgebaut werden.<br>\n&laquo;Am Ende des Zweiten Weltkriegs besetzten alliierte Truppen den europ&auml;ischen Kontinent. W&auml;hrend Frankreich und Russland sich inzwischen zur&uuml;ckgezogen haben, unterhalten die USA und das Vereinigte K&ouml;nigreich UK hier noch immer Truppen. Im Hinblick auf einen Weltkrieg gegen Russland und China nutzt das Pentagon seit dem letzten Jahr zahlreiche St&uuml;tzpunkte in Italien, um die Lagerhaltung seiner Waffen in Europa, einschliesslich Atombomben, massiv zu erh&ouml;hen.&raquo;<br>\nDas schreibt der italienische Journalist Manlio Dinucci in der in Rom erscheinenden Tageszeitung &laquo;Il Manifesto&raquo;, dem italienisch-sprachigen Pendant zu &laquo;Le Monde diplomatique&raquo; in Frankreich.<br>\nEiner der Hauptakteure des gegenw&auml;rtigen Ausbaus der US-Basen in Italien ist offensichtlich der im August 2017 von Donald Trump als Botschafter in Rom eingesetzte superreiche Financier und Investor Lewis Eisenberg, ehemaliger Goldman Sachs Banker &ndash; er musste dort wegen einer Sex-Aff&auml;re zur&uuml;cktreten &ndash; und prominenter Politiker der Republikaner im Bundesstaat New Jersey.<br>\nUS-Botschafter Lewis Eisenberg, so schreibt Manlio Dinucci, &laquo;verwandelt die italienische Halbinsel in ein US-Waffenarsenal.&raquo; Das k&ouml;nne man zum Beispiel am gegenw&auml;rtigen Verkehr der US-Navy sehen. &laquo;Die Liberty Passion lief am 8. August und die Liberty Promise am 2. September im Hafen von Livorno ein, wo am 9. Oktober auch die die Liberty Pride ankommen wird. Die drei Schiffe werden dann nacheinander am 10. November, 15. Dezember und 12. Januar nach Livorno zur&uuml;ckkehren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Politik\/USA-Streitkrafte-Italien-Prasenz\">Infosperber<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Der Kollaps der ostdeutschen Gesellschaft war umfassend&rdquo;<\/strong><br>\nWer &uuml;ber den Osten nachdenkt, landet bei der DDR. Falsch, sagen Jana Hensel und Wolfgang Engler. Der Schl&uuml;ssel zum Verst&auml;ndnis der ostdeutschen Gesellschaft sei die Nachwendezeit &ndash; die &Uuml;berschattung der Demokratieerfahrung durch die Erfahrung der Br&uuml;chigkeit.<br>\nWas bedeutet es, ostdeutsch zu sein? Im Folgenden dokumentieren wir einen Ausschnitt aus dem Gespr&auml;ch im Deutschlandfunk Kultur mit Autorin Jana Hensel und Publizist Wolfgang Engler. Beide haben sich in ihren B&uuml;chern mit ostdeutschen Identit&auml;tsfragen besch&auml;ftigt und jetzt gemeinsam den Band &ldquo;Wer wir sind: Die Erfahrung, ostdeutsch zu sein&rdquo; publiziert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/gespraech-zwischen-jana-hensel-und-wolfgang-engler-der.1270.de.html?dram:article_id=428203\">Deutschlandfunk Kultur<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Amri: Bundesregierung blockiert Aufkl&auml;rung<\/strong><br>\nUntersuchungsausschuss des Bundestages: Der Konflikt um V-Leute des Bundesamtes f&uuml;r Verfassungsschutz im Umfeld des Attent&auml;ters wird sch&auml;rfer<br>\nDie parlamentarische Aufkl&auml;rung des Terroranschlages auf dem Breitscheidplatz in Berlin ger&auml;t zum Schlachtfeld. Im Zentrum steht aktuell die Rolle des Bundesamtes f&uuml;r Verfassungsschutz (BfV) und dessen Quellen im n&auml;heren oder weiteren Umfeld des mutma&szlig;lichen Attent&auml;ters Anis Amri.<br>\nDie Bundesregierung mischt sich massiv in die Arbeit des Bundestagsgremiums ein und will verhindern, dass die Abgeordneten BfV-Verantwortliche befragen k&ouml;nnen. Das hat auch den Untersuchungsausschuss selbst entzweit. Die Abgeordneten von Union und SPD, die auch die schwarz-rote Regierung st&uuml;tzen, &uuml;bernehmen zum Teil deren Argumente. Bereits einmal haben die Oppositionsparteien Linke, FDP und B&uuml;ndnisgr&uuml;ne vor dem Bundesgerichtshof gegen die Ausschuss-Mehrheit von CDU\/CSU und SPD geklagt. Weitere Klagen k&ouml;nnten folgen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Amri-Bundesregierung-blockiert-Aufklaerung-4166150.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>#Aufstehen statt sitzen bleiben: Kann eine Sammlungsbewegung den Parteien Beine machen?<\/strong><br>\nJeremy Corbyn, Emanuel Macron, Jean-Luc M&eacute;lenchon und nun Sahra Wagenknecht. Auf den ersten Blick k&ouml;nnten diese Charaktere unterschiedlicher nicht sein, aber sie alle eint, dass sie sich an die Spitze einer &bdquo;Bewegung&ldquo; gestellt haben, das &bdquo;Momentum&ldquo; in ihren Parteien nutzten, die Republik &bdquo;en marche&ldquo; gesetzt haben, ein &bdquo;unbeugsames Frankreich&ldquo; beschworen oder eben &bdquo;aufgestanden&ldquo; sind. Sammlungsbewegungen sind hip. Und so unterschiedlich ihre Zielrichtungen sein m&ouml;gen, sie alle spiegeln den Zeitgeist wider: Sie sind Kinder der Politikverdrossenheit in den westeurop&auml;ischen Gesellschaften. #aufstehen formuliert das sogar sehr deutlich: &bdquo;Keine Politikerin, kein Politiker, keine Partei wird unsere Probleme l&ouml;sen, wenn wir es nicht selbst tun.&ldquo;<br>\nHaben sich die Parteien mittlerweile &uuml;berlebt? Ist es an der Zeit, andere Formen des organisierten b&uuml;rgerschaftlichen Engagements zu erproben, um den Motor unserer demokratischen Gesellschaft anzutreiben? Ist #aufstehen die Bewegung, die es daf&uuml;r braucht? Hilft sie uns gar, einem alternativen Leitbild, das vielleicht ohne politische Parteien auskommt, n&auml;her zu kommen? Immerhin haben sich binnen weniger Monate angeblich &uuml;ber 100.000 Menschen f&uuml;r die Sammlungsbewegung interessiert, w&auml;hrend die etablierten Parteien unter Mitgliederschwund leiden. (&hellip;)<br>\nUnd was kann aus #aufstehen werden? Vielleicht erreicht die Bewegung ihr Ziel und schafft das Fundament f&uuml;r eine rot-rot-gr&uuml;ne Bundesregierung, wenn dies auch angesichts der aktuellen Umfrageergebnisse unrealistisch erscheint. Vielleicht geht sie aber doch den Weg von &bdquo;en marche&ldquo; und wird selbst zur Partei. Ohne eine Ver&auml;nderung des demokratischen Leitbilds weg vom Wettbewerbsgedanken hin zu einer st&auml;rkeren Gemeinwohlorientierung wird ihr nichts anderes &uuml;brigbleiben, m&ouml;chte sie nicht in der Bedeutungslosigkeit verschwinden. Die Vergangenheit hat zeigt, dass als Gegenentwurf zu den etablierten Parteien angetretene Protestbewegungen fr&uuml;her oder sp&auml;ter entweder doch selbst zur klassischen Partei wurden, wie die Gr&uuml;nen, die einst als &bdquo;Anti-Parteien-Partei&ldquo; antraten und nun als etabliertes Mitglied der deutschen Parteienlandschaft sogar den Ministerpr&auml;sidenten von Baden-W&uuml;rttemberg stellen. Andere Bewegungen aber &ndash; wie die &bdquo;Schill&ldquo;-Partei oder die Piraten &ndash; sind diesen Weg nicht gegangen und letztlich in der politischen Bedeutungslosigkeit verschwunden.<br>\nVielleicht bleibt all dies aber auch aus, weil die Bewegung doch zu wenige Menschen motivieren kann #aufzustehen, weil #sitzenbleiben eben doch bequemer ist &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/verfassungsblog.de\/aufstehen-statt-sitzenbleiben-kann-eine-sammlungsbewegung-den-parteien-beine-machen\/\">Verfassungsblog<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Historiker fordern Pr&uuml;fung AfD-naher Stiftung<\/strong><br>\nHistoriker fordern, die AfD-nahe Desiderius-Erasmus-Stiftung zu &uuml;berpr&uuml;fen. Dort werde Nazi-Geschichte relativiert. Die Stiftung warnt vor &ldquo;sanftem Totalitarismus&rdquo; unter Merkel.<br>\nAnfang September postete Max Otte eine rhetorische Frage auf Twitter: &ldquo;Werden die medial v&ouml;llig verzerrt dargestellten Vorf&auml;lle von Chemnitz zum neuen Reichstagsbrand, zum Auftakt der offiziellen Verfolgung Andersdenkender?&rdquo; Der &Ouml;konom ist CDU-Mitglied zugleich aber auch Vorsitzender des Kuratoriums der AfD-nahen Desiderius-Erasmus-Stiftung.<br>\nDa schrillten bei Meron Mendel die Alarmglocken. Denn f&uuml;r den Leiter der Bildungsst&auml;tte Anne Frank ist der Inhalt des Tweets &ldquo;ein klarer Fall von T&auml;ter-Opfer-Umkehr und eine Relativierung nationalsozialistischer Verbrechen&rdquo;. Deswegen verlangt er, die Stiftung m&uuml;sse &ldquo;ihr Programm im Bereich historisch-politische Bildung, Holocaust-Erziehung und Auseinandersetzung mit der NS-Geschichte offenlegen und von unabh&auml;ngigen Experten pr&uuml;fen lassen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/heute\/streit-um-afd-nahe-desiderius-erasmus-stiftung-100.html#xtor=CS5-48\">ZDF<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>UN-Ern&auml;hrungsbericht: Jedes f&uuml;nfte Kind muss hungern<\/strong><br>\nDie Experten der Weltern&auml;hrungsorganisation schlagen Alarm: Nach jahrelangem R&uuml;ckgang nimmt der weltweite Hunger nun wieder kontinuierlich zu. Besonders betroffen ist Asien.<br>\n(&hellip;) &ldquo;Wir sehen nun schon das dritte Jahre in Folge, dass der Hunger zugenommen hat&rdquo;, sagt Hollemann. &ldquo;Das ist traurig. Damit sind wir auf das Niveau von vor einem Jahrzehnt zur&uuml;ckgefallen. Das muss uns gro&szlig;e Sorgen machen, auch weil die drei Hauptursachen besorgniserregend sind: Konflikte, Klimawandel und Wirtschaftskrise. Wenn wir diese drei Ursachen nicht in den Griff bekommen, ist es sehr wahrscheinlich, dass wir unsere Ziele f&uuml;r 2030 nicht erreichen werden.&rdquo;&hellip;<br>\nBesonders stark betroffen ist Asien. 515 Millionen Menschen haben dort zu wenig zu essen. Weitere Brennpunkte sind Afrika und S&uuml;damerika. Die Folgen des Klimawandels, zum Beispiel &Uuml;berschwemmungen und D&uuml;rren, haben immer gr&ouml;&szlig;ere Auswirkungen auf die Ern&auml;hrungssicherheit, sagt Holleman.<br>\nFast ebenso viele &Uuml;bergewichte<br>\nEine Folge davon ist die Zunahme von Migrationsbewegungen in aller Welt, so die Analyse der Weltern&auml;hrungsorganisation. &ldquo;Wir beobachten, dass sich Klimakatastrophen in den vergangenen 20 Jahren verdoppelt haben. Mit diesem Anstieg kommt es h&auml;ufiger zu Bev&ouml;lkerungsverschiebungen. Wenn Menschen ihren Lebensunterhalt verlieren und das Zerst&ouml;rte nicht wiederaufbauen k&ouml;nnen, machen sie sich auf die Suche nach besseren Verh&auml;ltnissen. Zus&auml;tzlich gibt es weltweit immer mehr Konflikte, die Menschen in die Flucht treiben. Wie wir schon im vergangenen Jahr gesehen haben, nehmen die Auseinandersetzungen weltweit immer mehr zu und sie werden immer komplexer und immer verfahrener. Auch das f&uuml;hrt zu Migrationsstr&ouml;men.&rdquo;<br>\nFast paradox: Den Hungernden stehen weltweit betrachtet fast ebenso viele &Uuml;bergewichtige gegen&uuml;ber. Jeder achte Erwachsene hat zu viel Fett auf den Rippen. Noch immer gilt: Es w&auml;re genug Nahrung f&uuml;r alle da. Der &Uuml;berfluss m&uuml;sste nur gleichm&auml;&szlig;iger verteilt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/welternaehrungsbericht-101.html\">Tagesschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Wir und die anderen<\/strong><br>\nOb sich Deutschland bei einem m&ouml;glichen Giftgaseinsatz in Syrien an milit&auml;rischer Vergeltung beteiligen sollte, sei keine schwarz-wei&szlig; Entscheidung, kommentiert Klaus Remme. Aber es w&auml;re ein weiterer Beweis f&uuml;r die Unf&auml;higkeit der Europ&auml;er, geschlossen zu agieren, wenn Franzosen und Briten eingreifen w&uuml;rden, die Deutschen aber nicht.<br>\nDie Frage klingt simpel, doch die Debatte der vergangenen Woche zeigt, dass es keine einfache Antwort darauf gibt. Soll sich Deutschland an der von Amerikanern angedrohten milit&auml;rischen Reaktion auf einen weiteren Chemiewaffenangriff Assads beteiligen?<br>\nNoch kann man sich auf die Position der Bundesverteidigungsministerin zur&uuml;ckziehen. Ursula von der Leyen sagt, man m&uuml;sse vorbereitet sein und pr&uuml;fe Optionen. Auch aus den Reihen von Gr&uuml;nen und FDP hei&szlig;t es: Wir entscheiden erst in Kenntnis der konkreten Lage.<br>\nDagegen ist wenig einzuwenden, niemand wei&szlig;, ob Assad auf den letzten Metern hin zu einer milit&auml;rischen L&ouml;sung in Syrien noch einmal Giftgas einsetzt und wie eindeutig die Beweislage danach w&auml;re. Wir wissen nicht, welche Bilder ein solches Verbrechen produzieren w&uuml;rde und wir wissen nicht, wie sich Russland als wichtigster Verb&uuml;ndeter Assads dann verh&auml;lt. Wir kennen die konkreten Erwartungen unserer westlichen Verb&uuml;ndeten nicht, es ist noch nicht einmal klar, ob die Amerikaner, wie 2017, allein reagieren w&uuml;rden oder, wie 2018, zusammen mit Briten und Franzosen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/deutsche-verantwortung-in-syrien-wir-und-die-anderen.720.de.html?dram:article_id=428202\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin U.P.:<\/strong> Unverantwortlich diese Kriegsrhetorik, die keinen Gedanken daran verschwendet, dass es andere Wege braucht zur Befriedung dieses uns&auml;glichen Krieges in Syrien.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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