{"id":46105,"date":"2018-09-20T08:27:56","date_gmt":"2018-09-20T06:27:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46105"},"modified":"2018-09-20T08:27:56","modified_gmt":"2018-09-20T06:27:56","slug":"hinweise-des-tages-3209","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46105","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46105#h01\">Fall Maa&szlig;en &ndash; Linken-Chefin Kipping lobt SPD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46105#h02\">Armut von Familien: Nur jedes siebte Hartz-IV-Kind profitiert von Teilhabepaket<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46105#h03\">&ldquo;Gute-Kita-Gesetz&rdquo;: Parit&auml;tischer Wohlfahrtsverband f&uuml;r beitragsfreie Kitas<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46105#h04\">Besch&auml;ftigungspolitik: Arbeitspl&auml;tze sind wichtiger als die schwarze Null<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46105#h05\">Bund setzt auf Steuerbonus f&uuml;r Investoren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46105#h06\">Import hui, Export pfui? Die politische Verlogenheit mit Blick auf ausl&auml;ndische &Auml;rzte und den eigenen zu geringen Ausbildungsinvestitionen in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46105#h07\">Stillstand auf h&ouml;chstem Niveau<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46105#h08\">Anti-Geldw&auml;sche-Einheit droht neuer &Auml;rger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46105#h09\">Geschreddert und vernichtet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46105#h10\">So wollen Lobbyisten strengere Klimaziele verhindern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46105#h11\">Deutschland sabotiert UN-Abkommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46105#h12\">Beschlossene Ma&szlig;nahmen reichen nicht aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46105#h13\">Kollateralsch&auml;den im Handelskrieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46105#h14\">R&uuml;stungsexporte: Regierung genehmigt neue Waffendeals mit Saudi-Arabien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46105#h15\">Zum Staatsbesuch von Erdogan &ndash; eine kleine Protestgeschichte gegen Diktatoren<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Fall Maa&szlig;en &ndash; Linken-Chefin Kipping lobt SPD<\/strong><br>\nLinken-Chefin Katja Kipping hat die SPD f&uuml;r ihre Haltung im Koalitionsstreit um die Zukunft von Verfassungsschutzpr&auml;sident Hans-Georg Maa&szlig;en gelobt. &ldquo;Auch wenn das Ergebnis am Ende etwas halbherzig ist, zeigt die Abl&ouml;sung Maa&szlig;ens von der Spitze des Bundesverfassungsschutzes, dass es sich lohnt, wenn die SPD mal entschieden auftritt&rdquo;, sagte Kipping dem &ldquo;Redaktionsnetzwerk Deutschland&rdquo; (Mittwochausgaben). &ldquo;Dieselbe Entschiedenheit w&uuml;nsche ich mir von der SPD, wenn es hei&szlig;t, rote Linien im Sozialen zu setzen, zum Beispiel bei der Durchsetzung eines wirklichen Mietendeckels&rdquo;, sagte Kipping weiter.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.wallstreet-online.de\/nachricht\/10869088-maassen-linken-chefin-kipping-lobt-spd%20\">dts<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Es ist wirklich unfassbar, wie wenig politischen Instinkt die Linken-Vorsitzende hat. &Uuml;ber alle Parteien hinweg ist sie anscheinend die einzige, die den Kuhhandel der Gro&szlig;en Koalition auch noch lobt. Frau Kipping scheint in ihrer Echokammer vom Rest der Welt abgekapselt zu sein und die Bodenhaftung komplett verloren zu haben. Da kann die AfD sich freuen, denn so kommt garantiert niemand, der von der etablierten Politik entt&auml;uscht ist, auf die Idee, die Linkspartei zu w&auml;hlen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Armut von Familien: Nur jedes siebte Hartz-IV-Kind profitiert von Teilhabepaket<\/strong><br>\nZehn Euro im Monat f&uuml;r den Sportverein oder den Musikunterricht &ndash; darauf haben Kinder in Hartz IV ein Anrecht. Doch kaum eines kann es nutzen. Zu b&uuml;rokratisch ist oft der Antrag, zu selten passen die Angebote.<br>\nWer sich den aktuellen Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung durchliest, findet darin beruhigende Befunde: &ldquo;Durch das Bildungs- und Teilhabepaket wird das spezifische sozio-kulturelle Existenzminimum von hilfebed&uuml;rftigen Kindern [&hellip;] gesichert&rdquo;, hei&szlig;t es da. &Uuml;bersetzt also: In Deutschland lernen auch arme Hartz-IV-Kinder Musikinstrumente und gehen in Sportvereine.<br>\nDas Problem ist nur: Das stimmt nicht. Was die Bundesregierung in ihren Bericht geschrieben hat, ist zwar das Ziel des Bildungs- und Teilhabepakets, das 2011 als Folge eines geharnischten Urteils des Bundesverfassungsgerichts eingef&uuml;hrt wurde &ndash; aber es hat mit der Realit&auml;t kaum etwas zu tun. In der profitiert n&auml;mlich nur ein Bruchteil der Kinder von dem Teil des Pakets, der f&uuml;r die Teilhabe vorgesehen ist. Das ist das Ergebnis einer Auswertung des Parit&auml;tischen Wohlfahrtsverband, die dieser gemeinsam mit dem Deutschen Kinderschutzbund ver&ouml;ffentlicht.<br>\nDemnach haben im untersuchten Zeitraum von August 2016 bis Juli 2017 stets weniger als 15 Prozent der Kinder im Alter von 6 bis 15 Jahren Leistungen in Anspruch genommen, die ein Recht darauf hatten. Es gebe deutliche regionale Unterschiede, insgesamt sei die Quote der bewilligten Antr&auml;ge und festgestellten Anspr&uuml;che allerdings &ldquo;niederschmetternd gering&rdquo;, kritisieren die beiden Organisationen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/kinderarmut-nur-jedes-siebte-hartz-iv-kind-profitiert-von-teilhabepaket-a-1228740.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Kinderarmut: Nicht einmal 15 Prozent der 6- bis unter 15-J&auml;hrigen profitieren von Teilhabeleistungen<\/strong><br>\nKinderarmut: Leistungen f&uuml;r benachteiligte Kinder und Jugendliche sind nicht ausreichend, um diesen eine angemessene Teilhabe und Gerechtigkeit in ihren M&ouml;glichkeiten der Bildung zu sichern<br>\nDie Leistungen f&uuml;r benachteiligte Kinder und Jugendliche seien in ihrer H&ouml;he unzureichend und in der bestehenden Form schlicht nicht geeignet, Kinderarmut zu bek&auml;mpfen, Teilhabe zu erm&ouml;glichen und Bildungsgerechtigkeit sicherzustellen, kritisieren der Parit&auml;tische Wohlfahrtsverband und der Deutsche Kinderschutzbund. Nach einer aktuellen Expertise der Parit&auml;tischen Forschungsstelle profitieren nur weniger als 15 Prozent der Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler unter 15 Jahren im Hartz-IV-Bezug von den sogenannten &bdquo;soziokulturellen Teilhabeleistungen&ldquo;. Die Leistungsart sieht eine monatliche F&ouml;rderung von zehn Euro pro Kind f&uuml;r beispielsweise Mitgliedsbeitr&auml;ge in Sportvereinen oder Musikunterricht vor und war 2011 neu eingef&uuml;hrt worden. Anlass war ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts, das festgestellt hatte, dass Bildung und Teilhabe f&uuml;r Kinder und Jugendliche &uuml;ber die regul&auml;ren Regels&auml;tze in Hartz IV nicht angemessen abgesichert sind. Der Parit&auml;tische Wohlfahrtsverband und der Deutsche Kinderschutzbund Bundesverband sehen in den Ergebnissen der Studie den Beleg f&uuml;r das Scheitern des damals geschn&uuml;rten &bdquo;Bildungs- und Teilhabepaketes&ldquo; und fordern eine Totalreform. Notwendig sei die Einf&uuml;hrung eines Rechtsanspruchs auf Angebote der Jugendarbeit im Kinder- und Jugendhilfegesetz (SGB VIII) und die Einf&uuml;hrung einer existenzsichernden, einkommensabh&auml;ngigen Kindergrundsicherung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.der-paritaetische.de\/presse\/kinderarmut-nicht-einmal-15-prozent-der-6-bis-unter-15-jaehrigen-profitieren-von-teilhabeleistungen\/\">Der Parit&auml;tische<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&ldquo;Gute-Kita-Gesetz&rdquo;: Parit&auml;tischer Wohlfahrtsverband f&uuml;r beitragsfreie Kitas<\/strong><br>\nRegine Schuster vom Parit&auml;tischen Wohlfahrtsverband begr&uuml;&szlig;t, wenn nicht nur Schulen und viele Universit&auml;ten beitragsfrei w&auml;ren, sondern auch Kitas. Allerdings sollten finanzielle Mittel aus dem &ldquo;Gute-Kita-Gesetz&rdquo; nicht nur in die Beitragsfreiheit, sondern auch in die Qualit&auml;t flie&szlig;en, sagte sie im Dlf. [&hellip;]<br>\nMeyer: Wenn Bundesfamilienministerin Franziska Giffey von der SPD jetzt sagt, es geht beides, Kita-Beitr&auml;ge senken und die Qualit&auml;t von Kitas steigern, ist das aus Ihrer Sicht ein bisschen Augenwischerei?<br>\nSchuster: Es ist sicherlich m&ouml;glich. Man muss dann wirklich wohlwollende handelnde Akteure auf beiden Seiten haben, die dort eben zu einem Konzept und zu guten Rahmenbedingungen finden. Und das ist bei der Gemengelage &ndash; ich sag mal, Bund, L&auml;nder, Kommunen und Tr&auml;ger &ndash; nicht ganz einfach. Und das ist sicher gut gemeint. Es ist die Frage, ob das wirklich auf der untersten Ebene der handelnden Akteure so letztendlich ankommt, weil auch jetzt schon die Kommunen sagen, ihnen fehlt das Geld. Und vielfach wird eben auch vor Ort nach Kassenlage entschieden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/gute-kita-gesetz-paritaetischer-wohlfahrtsverband-fuer.1769.de.html?dram:article_id=428501\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><strong>dazu: Akademikerinnen profitieren am meisten von Kitas<\/strong><br>\nWem nutzt der Gesetzesanspruch auf einen Kitaplatz? Eine Studie deutet darauf hin, dass die, die am dringendsten fr&uuml;hkindliche Bildung brauchen, am wenigsten profitieren.<br>\nDer Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz hat nur wenig daran ge&auml;ndert, welche Kinder in Deutschland eine Kindertagesst&auml;tte besuchen. Kinder von Akademikerinnen gehen am h&auml;ufigsten in eine Kita, ergibt eine Untersuchung des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW), die ZEIT ONLINE vorliegt. Auch nach der Einf&uuml;hrung des gesetzlichen Anspruchs auf einen Betreuungsplatz im Jahr 2013 stieg der Anteil der Kitakinder in dieser Gruppe st&auml;rker als in der Gruppe von Kindern, deren M&uuml;tter eine andere Berufsausbildung haben.<br>\nMit dem Kitaausbau und dem Anspruch auf einen Betreuungsplatz ab dem zweiten Lebensjahr sei die Hoffnung verbunden gewesen, dass der Einfluss des Familienhintergrunds auf den Kitabesuch abnimmt, schreiben die Autoren der Studie. &ldquo;Dies ist nicht der Fall.&rdquo; Kinder, deren Eltern beide einen Migrationshintergrund haben, seien in Kitas weiterhin unterrepr&auml;sentiert, hei&szlig;t es in dem Papier. Bei ihnen stieg die Nutzung einer Kita im untersuchten Zeitraum am geringsten.<br>\nWeshalb der Rechtsanspruch an diesen Strukturen bisher nichts ge&auml;ndert hat, ist f&uuml;r die DIW-Autorin Katharina Spie&szlig; noch nicht genau gekl&auml;rt. Das werde derzeit in weiteren Forschungsprojekten erarbeitet. &ldquo;Wom&ouml;glich wissen bestimmte Gruppen gar nichts von ihrem Rechtsanspruch&rdquo;, sagt Spie&szlig;. Andere H&uuml;rden hingegen seien deutlicher erkennbar. Die Suche nach einer geeigneten Kita sei eine Herausforderung. &ldquo;Es kann vermutet werden, dass Akademikerinnen M&uuml;tter sind, die sich dieser Herausforderung eher stellen&rdquo;, sagt Spie&szlig;. F&uuml;r bildungsfernere Familien sei das schwieriger.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/2018-09\/kinderbetreuung-gesetzlicher-anspruch-kitaplatz-akademikerfamilien-ungleichheit\">Zeit Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Bund setzt auf Steuerbonus f&uuml;r Investoren<\/strong><br>\nEs fehlt an bezahlbaren Wohnungen, vor allem in Ballungsgebieten. Die Bundesregierung will den Wohnungsbau ankurbeln &ndash; mit einem Steuerbonus f&uuml;r Bauherren. Experten bezweifeln, ob die Rechnung aufgeht.<br>\nBauen Bauen Bauen &ndash; die Bundesregierung will so der Wohnungsnot etwas entgegensetzen. Steuerliche Anreize sollen aus ihrer Sicht konkret dabei helfen, den Mietwohnungsneubau anzukurbeln. Der heute vom Kabinett beschlossene Gesetzentwurf sieht vor, dass private Investoren j&auml;hrlich f&uuml;nf Prozent ihrer Baukosten steuerlich geltend machen k&ouml;nnen. Die sogenannte &ldquo;Sonder-Absetzung f&uuml;r Abnutzung&rdquo; &ndash; kurz Sonder-AfA &ndash; ist dabei bis 2021 befristet. [&hellip;]<br>\nLukas Siebenkotten, Direktor des Deutschen Mieterbundes h&auml;lt die steuerliche F&ouml;rderung f&uuml;r private Investoren f&uuml;r den v&ouml;llig falschen Ansatz. &ldquo;Es ist nicht vorgesehen, dass ein Mietendeckel eingef&uuml;hrt wird. Es ist vorgesehen, dass es F&ouml;rderungen gibt. Aber es wird nicht etwa gesagt: Ihr d&uuml;rft hinterher nicht mehr als X-Euro Miete pro Quadratmeter nehmen.&rdquo; Soll hei&szlig;en: Wenn Investoren Baukosten durch Steuererleichterungen sparen, hei&szlig;t das nicht, dass am Ende auch g&uuml;nstig vermietet wird, so Siebenkotten: &ldquo;Wenn wir nun Investoren finden, die hingehen und sagen: Diese F&ouml;rderung nehme ich in Anspruch, dann m&uuml;ssen Sie von reinem Altruismus getrieben sein, wenn Sie dann hinterher sagen: Ich nehme nur 7,50 Euro Miete. Denn Sie k&ouml;nnen ja am Markt eine viel h&ouml;here Miete erzielen.<br>\nNach der Einf&uuml;hrung des Baukindergeldes bringt die Bundesregierung mit dem Steuerbonus die zweite Ma&szlig;nahme in dieser Woche auf den Weg, um ihr selbstgestecktes Ziel zu erreichen &ndash; n&auml;mlich 1,5 Millionen Wohnungen und Eigenheime zu schaffen. Am Freitag findet zudem der sogenannte &ldquo;Wohngipfel&rdquo; der Bundesregierung im Kanzleramt statt, um weitere L&ouml;sungen zu finden, wie bezahlbarer Wohnraum entstehen kann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/wohnungsbau-bund-setzt-auf-steuerbonus-fuer-investoren.766.de.html?dram:article_id=428472\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><strong>dazu: Bezahlbare Mieten? Ein Notstand spitzt sich zu<\/strong><br>\nNach den massiven Verk&auml;ufen &ouml;ffentlicher Wohnungen an rabiate Investoren explodieren in den St&auml;dten die Mieten. Es fehlt an Wohnraum, den sich die Menschen leisten k&ouml;nnen. Da muss etwas geschehen, und zwar schnell<br>\n1987 gab es in der alten Bundesrepublik 5,5 Millionen Sozialwohnungen &ndash; heute sind es in ganz Deutschland nur noch 1,5 Millionen. Jedes Jahr fallen 100.000 davon aus der Mietpreisbindung heraus, und es werden kaum neue gebaut. Dabei ist heute der Bedarf ungleich h&ouml;her als seinerzeit noch, wegen der Niedrigl&ouml;hnerei, wegen der niedrigen Mietobergrenzen f&uuml;r Hartz IV-Empf&auml;nger, wegen der vervielfachten Energiekosten und vor allem wegen der Mietenexplosion in den Ballungsr&auml;umen. Seit 2014 hat sich die Zahl der Wohnungslosen in Deutschland auf 860.000 verdoppelt. Investoren bleiben straflos, wenn sie Modernisierungen mit kriminellen Methoden erzwingen, ebenso straflos bleibt der mietsteigernde Wohnungs-Missbrauch f&uuml;r die dauerhafte Vermietung an Touristen.<br>\nDie Gro&szlig;e Koalition hat bemerkt, dass ihre Mietpreisbremse von 2015 die Mieten nicht gebremst hat, im Gegenteil. Da bereitet Innenminister Horst Seehofer, CSU, auch zust&auml;ndig f&uuml;r Heimat und Wohnungen, mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, CDU, f&uuml;r den 21. September einen &bdquo;Wohnungsgipfel&ldquo; im Kanzleramt vor. Daf&uuml;r hat der Wissenschaftliche Beirat des Bundeswirtschaftsministeriums das Gutachten mit dem irref&uuml;hrenden Titel &bdquo;Soziale Wohnungspolitik&ldquo; ver&ouml;ffentlicht. Federf&uuml;hrend ist Professor Friedrich Breyer vom Vorstand des Thurgauer Wirtschaftsinstituts an der Universit&auml;t Konstanz. Das Institut wird von einer Schweizer Bank gesponsert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/publik.verdi.de\/2018\/ausgabe-06\/gewerkschaft\/brennpunkt\/seite-3\/bezahlbare-mieten\">Werner R&uuml;gemer in ver.di publik<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Besch&auml;ftigungspolitik: Arbeitspl&auml;tze sind wichtiger als die schwarze Null<\/strong><br>\nWarum gibt es bei Staatsschulden EU-Obergrenzen, nicht aber bei der Arbeitslosenquote, fragt der &Ouml;konom Dirk Ehnts. Er pl&auml;diert daf&uuml;r, die Staaten zur Schaffung von Arbeitspl&auml;tzen zu verpflichten, falls die Arbeitslosigkeit bei &uuml;ber f&uuml;nf Prozent liegt. [&hellip;]<br>\nSo, wie die EZB ein Inflationsziel hat, k&ouml;nnte den nationalen Regierungen ein Besch&auml;ftigungsziel mitgegeben werden. Beispielsweise k&ouml;nnten sie angewiesen werden, die Ausgaben solange zu erh&ouml;hen, bis die Arbeitslosigkeit bei unter f&uuml;nf Prozent liegt. Der Stabilit&auml;ts- und Wachstumspakt w&auml;re solange auszusetzen, wie die Arbeitslosigkeit bei &uuml;ber f&uuml;nf Prozent liegt. Die Inflationsraten w&auml;ren etwas h&ouml;her, k&ouml;nnten aber durch die EZB mit Zinserh&ouml;hungen bek&auml;mpft werden, wodurch wir die l&auml;stigen Niedrigzinsen und die damit einhergehenden Verm&ouml;genspreisaufwertungen los w&auml;ren.<br>\nEine solche Regel ist meiner Meinung nach sinnvoller, als am Dogma eines ausgeglichenen Haushalts des Staates festzuhalten. Der Staat ist keine schw&auml;bische Hausfrau, denn er kann sich &uuml;ber die Ausgabe von Staatsanleihen finanzieren und ist somit als Sch&ouml;pfer der W&auml;hrung nicht auf Steuereinnahmen angewiesen. Abgesehen davon sind die Steuereinnahmen aktuell hoch, die Kassen voll. Wenn der Staat nur m&ouml;chte, kann er jederzeit die Besch&auml;ftigung erh&ouml;hen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/beschaeftigungspolitik-arbeitsplaetze-sind-wichtiger-als.1005.de.html?dram:article_id=428322\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<p><strong>dazu: Die Schwarze Null in neuem Gewand<\/strong><br>\nZwei k&uuml;rzlich erschienene Vorschl&auml;ge aus Deutschland und Frankreich zur Reform der Eurozone sehen sich auf den ersten Blick &auml;hnlich, unterscheiden sich aber fundamental: W&auml;hrend die Franzosen ein auf diskretion&auml;ren politischen Entscheidungen basierendes Modell vorschlagen, sieht das deutsche Konzept eine mechanische Regel vor, die die deutsche Schuldenbremse auf ganz Europa &uuml;bertragen w&uuml;rde.<br>\nAuf dem Portal VoxEU wurden in der letzten Woche zwei Vorschl&auml;ge zur Reform der Eurozone ver&ouml;ffentlicht: einer von meinen vier Kollegen aus dem deutschen Sachverst&auml;ndigenrat, und ein weiterer von einer Gruppe franz&ouml;sischer &Ouml;konomen, die Teil des franz&ouml;sischen Conseil d&rsquo;analyse &eacute;conomique sind. Der Vorschlag von Lars Feld, Christoph Schmidt, Isabel Schnabel und Volker Wieland ist durch das Modell der deutschen Schuldenbremse gepr&auml;gt und w&uuml;rde die Fiskalregeln der Eurozone fundamental ver&auml;ndern. Eine interessante Alternative dazu liefern Zsolt Darvas, Philippe Martin und Xavier Ragot. Ihr Modell basiert auf einer Ausgabenregel, die sich aus einem mittelfristigen Ziel f&uuml;r die Staatsschuldenquote ableitet.<br>\nBeide Vorschl&auml;ge beinhalten zwar eine Ausgabenregel, aber unterscheiden sich doch fundamental. Als Anker f&uuml;r die Ausgabenregel bevorzugen Feld et al. eine mechanische balanced budget rule. Dieses Konzept stammt aus dem europ&auml;ischen Fiskalpakt und verpflichtet die Staaten dazu, einen nahezu ausgeglichenen Haushalt anzustreben. Der franz&ouml;sische Vorschlag degradiert dagegen die balanced budget rule elegant, indem die Ausgabenregel durch ein mittelfristiges Schuldenziel verankert wird, f&uuml;r das es einen diskretion&auml;ren Ermessungsspielraum gibt. Diese Flexibilit&auml;t kann kritisiert werden &ndash; aber es l&auml;sst sich argumentieren, dass es besser ist, sich auf das eigene Ermessen zu verlassen als auf eine mechanische Regel, der es an einer vern&uuml;nftigen theoretischen Basis mangelt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makronom.de\/eurozone-reform-sachverstaendigenrat-peter-bofinger-die-schwarze-null-in-neuem-gewand-27917%20\">Peter Bofinger auf Makronom<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Import hui, Export pfui? Die politische Verlogenheit mit Blick auf ausl&auml;ndische &Auml;rzte und den eigenen zu geringen Ausbildungsinvestitionen in Deutschland<\/strong><br>\nVerlogenheit ist eine zugegeben harte Bewertungskategorie. Zumindest aber das Urteil einer sehr ungleichgewichtigen Doppelmoral muss man sich gefallen lassen, wenn man auf der einen Seite das Absch&ouml;pfen ausl&auml;ndischer Fachkr&auml;fte als eine der (angeblichen) Hauptl&ouml;sungsstrategien f&uuml;r einen Personalbedarf im eigenen Land proklamiert &ndash; und damit den Abgabel&auml;ndern nicht nur einen Verm&ouml;gens- und Versorgungsschaden zuf&uuml;gt, wenn wir an Gesundheitsberufe denken, sondern auch deren Ausbildungsinvestitionen voraussetzt, um &uuml;ber die mitesserhafte Verwertung der im Ausland qualifizierten Arbeitskr&auml;fte im Importland die Rendite aus einer Investition abzusch&ouml;pfen, die man gar nicht get&auml;tigt hat. Und wenn man gleichzeitig die eigenen Ausbildungsanstrengungen &uuml;ber viele Jahre bremst und niedriger h&auml;lt, als es lange absehbar notwendig w&auml;re, dann aber auch noch hingeht und die Abwanderung der &bdquo;eigenen&ldquo; Arbeitskr&auml;fte als Problem in den Raum stellt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2018\/09\/16\/aerzte-import-hui-aber-export-pfui\/\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Stillstand auf h&ouml;chstem Niveau<\/strong><br>\nBei einem Sondergipfel in Salzburg will die EU den Streit &uuml;ber die Fl&uuml;chtlingspolitik beilegen. Die Erfolgsaussichten sind gering &ndash; am Ende d&uuml;rfte man sich nur auf weitere Abschottung der Au&szlig;engrenzen einigen<br>\nNichts geht mehr in der Europ&auml;ischen Union. Diesen Eindruck vermittelt der Reigen der EU-Gipfel, die sich immer schneller folgen und immer weniger erreichen. Bereits beim letzten Gipfeltreffen Ende Juni in Br&uuml;ssel gelang es Kanzlerin Angela Merkel und ihren 27 Amtskollegen nicht, die zahlreichen offenen Probleme der Fl&uuml;chtlingspolitik zu l&ouml;sen oder die Brexit-Verhandlungen voran zu bringen.<br>\nNun trifft man sich zu einem Sondergipfel in Salzburg &ndash; und wieder sieht es nach einem Flop aus. Es k&ouml;nne nicht sein, dass &ldquo;wir weiterhin auftreten wie ein ungeordneter H&uuml;hnerhaufen&rdquo;, n&ouml;rgelte Kommissionschef Jean-Claude Juncker in Br&uuml;ssel. Die Zeit der &ldquo;Spielchen&rdquo; sei vorbei, warnte Ratspr&auml;sident Donald Tusk bei seiner Ankunft in Salzburg. In der Fl&uuml;chtlingspolitik m&uuml;ssten Beschl&uuml;sse her. Dabei ist die Argumentation von Tusk und Juncker in sich widerspr&uuml;chlich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Stillstand-auf-hoechstem-Niveau-4168491.html?wt_mc=rss.tp.beitrag.atom\">Eric Bonse auf Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Anti-Geldw&auml;sche-Einheit droht neuer &Auml;rger<\/strong><br>\nNach zahlreichen Negativ-Schlagzeilen hatte der Zoll angek&uuml;ndigt, seine Anti-Geldw&auml;sche-Einheit unabh&auml;ngig pr&uuml;fen zu lassen. Nun stellt sich heraus: Die Pr&uuml;fer kommen aus dem eigenen Haus.<br>\nBundestagsabgeordnete von FDP und Linkspartei fordern im Streit um Deutschlands wichtigster Einheit im Kampf gegen Geldw&auml;sche, die Financial Intelligence Unit (FIU) des Zolls, absolute Aufkl&auml;rung &ndash; notfalls durch die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses. Hintergrund ist eine durch das Bundesfinanzministerium angek&uuml;ndigte Aufarbeitung der Arbeitsprozesse in der FIU.<br>\nNachdem unter anderem durch Berichte von NDR und SZ bekannt geworden war, dass die FIU mehrere Zehntausend Geldw&auml;sche-Verdachtsmeldungen nicht bearbeitet und auch sonst erhebliche organisatorische Schwierigkeiten hatte, k&uuml;ndigte das Bundesfinanzministerium (BMF) eine &Uuml;berpr&uuml;fung der Beh&ouml;rde an.<br>\nAusgerechnet wegen dieser Ank&uuml;ndigung f&uuml;hlen sich Bundestagsabgeordnete nun durch das BMF get&auml;uscht. Das Ministerium hatte im August auf Anfrage der FDP-Fraktion schriftlich mitgeteilt, dass &ldquo;derzeit eine Evaluierung (der FIU-) Prozesse und Abl&auml;ufe sowie eine verbesserte Einbindung der Verpflichteten und Bedarfstr&auml;ger durch eine unabh&auml;ngige Stelle&rdquo; durchgef&uuml;hrt wird. Nach Recherchen von NDR und SZ f&uuml;hrt die Pr&uuml;fung aber eine Unterabteilung der Generalzolldirektion durch, die sogenannte Bescheinigende Stelle. Die FIU selbst ist ebenfalls der Generalzolldirektion unterstellt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/geldwaesche-113.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Geschreddert und vernichtet<\/strong><br>\nZu H&amp;M gehen &ndash; das war jahrelang cool: l&auml;ssige Mode, kleiner Preis. Jeden Monat er&ouml;ffnete eine neue Filiale. Die schwedische Modekette &ldquo;Hennes &amp; Mauritz&rdquo; boomte. Doch mittlerweile trifft sie den Geschmack der Kunden nicht mehr. Immer h&auml;ufiger shoppen die Kunden bei der Konkurrenz oder online. Die Folge: H&amp;M k&auml;mpft mit Ladenh&uuml;tern im Milliardenwert, berichten Frontal 21 und die WirtschaftsWoche. Der sogenannte &ldquo;Stock-in-trade&rdquo; &ndash; der Warenbestand &ndash; wuchs im ersten Halbjahr 2018 von 3,1 auf 3,5 Milliarden Euro und damit umgerechnet um elf Prozent. Das ergibt sich aus aktuellen Finanzdaten des Unternehmens, die die Redaktionen ausgewertet haben. Au&szlig;erdem l&auml;sst das Modeunternehmen laut internen Unterlagen Kleidung vernichten. Das geht aus einem vertraulichen Bericht des Wirtschaftsausschusses der deutschen Logistiktochter an den Gesamtbetriebsrat vom Juni 2018 hervor.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/politik\/frontal-21\/kleidung-von-hundm-100.html\">frontal21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>So wollen Lobbyisten strengere Klimaziele verhindern<\/strong><br>\nEuropas Industrie hat es dieser Tage wirklich nicht leicht. W&auml;hrend im Hambacher Forst gegen den Braunkohle-Abbau demonstriert wird, schickt sich die EU-Kommission in Br&uuml;ssel an, das Klimaziel noch einmal zu versch&auml;rfen &ndash; auf 45 Prozent weniger Treibhausgase bis 2030, verglichen mit 1990. Die Frage lautet aus Sicht der Industrie also: Wie schafft man das nun wieder aus der Welt? Frontal angreifen oder das Problem doch lieber &ldquo;minimieren&rdquo;?<br>\nWie fieberhaft Business Europe, Europas m&auml;chtigster Industrieverband, daran arbeitet, zeigt ein internes Dokument, das der S&uuml;ddeutschen Zeitung vorliegt. Demnach soll es an diesem Mittwoch ein Treffen der europ&auml;ischen Industriestrategen in Br&uuml;ssel geben, bei dem auch der j&uuml;ngste Vorschlag von EU-Klimakommissar Miguel Arias Ca&ntilde;ete eine Rolle spielen soll. Tagesordnungspunkt vier soll sich der Klimapolitik widmen &ndash; und schon die Sitzungsunterlage belegt, mit welch subtilen Methoden die Industrie dagegen vorgehen will.<br>\nDa w&auml;re etwa, Option eins, die freundliche Umarmung. Die Industrie k&ouml;nne sich, so schl&auml;gt das Papier vor, &ldquo;eher positiv&rdquo; zum Kommissionsvorschlag verhalten, &ldquo;solange es ein rein politisches Papier bleibt&rdquo;. Sprich: Solange es keinerlei Auswirkungen auf die Industrie hat. Genau davor n&auml;mlich hat sie Angst: dass Br&uuml;ssel es mit mehr Klimaschutz ernst meinen k&ouml;nnte. Deshalb sind die anderen drei Optionen auch weit weniger freundlich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/klimawandel-lobby-klimaziele-1.4134469\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Beschlossene Ma&szlig;nahmen reichen nicht aus<\/strong><br>\nVor drei Jahren wurde bekannt, dass der VW-Konzern bei Dieselmodellen falsche Angaben zu Stickoxiden gemacht hatte. Auch wenn sich die Luftqualit&auml;t etwas verbessert habe, l&auml;gen immer noch 65 St&auml;dte &uuml;ber dem Stickoxidgrenzwert, sagte Martin Schmied vom Umweltbundesamt. Deshalb m&uuml;sse man an die alten Fahrzeuge heran.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/luftqualitaet-in-deutschen-innenstaedten-beschlossene.697.de.html?dram:article_id=428404\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><strong>dazu: Land geht juristisch gegen Frankfurter Diesel-Fahrverbot vor<\/strong><br>\nDie Landesregierung will Rechtsmittel gegen das Verwaltungsgerichtsurteil zum Diesel-Fahrverbot in Frankfurt einlegen. Das angek&uuml;ndigte Fahrverbot sei unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig und &ldquo;nicht hinnehmbar&rdquo;. Das k&uuml;ndigten Ministerpr&auml;sident Volker Bouffier (CDU) und Umweltministerin Priska Hinz (Gr&uuml;ne) am Mittwoch in Wiesbaden an. Nach der Entscheidung des Wiesbadener Verwaltungsgerichts droht den Fahrern &auml;lterer Autos im kommenden Jahr in Frankfurt ein gro&szlig;fl&auml;chiges Fahrverbot.<br>\nDie Deutsche Umwelthilfe (DUH) hatte wegen der &Uuml;berschreitung von Stickoxidgrenzwerten geklagt. Das Urteil ist noch nicht rechtskr&auml;ftig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.hessenschau.de\/wirtschaft\/land-geht-juristisch-gegen-frankfurter-diesel-fahrverbot-vor,klage-dieselurteil-100.html\">Hessenschau<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers R.D.:<\/strong> Soweit ist es mittlerweile gekommen: die Gr&uuml;nen proben auf kommunaler Ebene schon mal Schwarz-Gr&uuml;n oder sollte man besser sagen, biedern sich bei der CDU an, outen sich zudem als Handlanger der Automobilindustrie und gehen vors&auml;tzlich gegen die Gesundheit der Menschen sowie eine intakte Umwelt vor. Ihre geradezu l&auml;cherliche Begr&uuml;ndung: das Urteil sei &ldquo;unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig&rdquo;. Als g&auml;be es etwas wichtigeres als unsere Lebensgrundlage Nr.1, n&auml;mlich saubere Luft zum Atmen. Au&szlig;erdem ist das Urteil ja nicht vom Himmel gefallen, sondern beruht auf jahrelangen Grenzwert&uuml;berschreitungen in der Stadt, die von den Regierungen, also auch von den Gr&uuml;nen, ignoriert wurden. So eine gr&uuml;ne Partei, die eine v&ouml;llig verdreht-r&uuml;ckw&auml;rtsgewandte Umweltpolitik macht, braucht niemand.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Deutschland sabotiert UN-Abkommen<\/strong><br>\nSklaven- oder Kinderarbeit geh&ouml;ren zu den h&auml;rtesten Menschenrechtsverst&ouml;&szlig;en. Die Bundesregierung arbeitet aktiv gegen eine UN-Norm zum Thema.<br>\nDie deutsche Bundesregierung arbeitet offenbar offensiv gegen ein Abkommen &uuml;ber verbindliche Menschenrechtsnormen f&uuml;r Wirtschaftsunternehmen im Rahmen der Vereinten Nationen.<br>\nWenn sich am heutigen Mittwoch die f&uuml;r Menschenrechtsthemen zust&auml;ndige Arbeitsgruppe des EU-Rats in Br&uuml;ssel trifft, wollen die VertreterInnen aus Berlin einen Beschluss verhindern, dass die EU an der n&auml;chsten Verhandlungsrunde &uuml;ber das Abkommen Mitte Oktober in Genf teilnimmt. Frankreich, Finnland, Spanien, Portugal, Italien und weitere EU-Mitglieder pl&auml;dieren hingegen f&uuml;r eine Teilnahme an dem Treffen, zu dem mehr als 100 L&auml;nder erwartet werden.<br>\nBereits als der Menschenrechtsrat der UN im Juni 2014 mehrheitlich beschloss, ein Abkommen zu verhandeln, stimmte Deutschland zusammen mit den USA und anderen n&ouml;rdlichen Industriestaaten mit &bdquo;Nein&ldquo;. Das erste Treffen boykottierte die Bundesregierung komplett, zum zweiten im Oktober 2016 entsandte sie lediglich zwei unterrangige MitarbeiterInnen des Au&szlig;enministeriums ohne Verhandlungsmandat.<br>\nBei der dritten Runde im Oktober 2017 versuchten die deutschen VertreterInnen vergeblich, das Verhandlungsmandat von 2014 zu verw&auml;ssern. Und sie stellten die Arbeit des ecuadorianischen Vorsitzenden in Frage, der auf Grundlage der bis dato gef&uuml;hrten Beratungen von &uuml;ber 80 Staaten einen ersten Entwurf f&uuml;r ein Abkommen vorgelegt hatte. Im Dezember scheiterte der Antrag Deutschland im Finanzausschuss der UN-Generalversammlung, f&uuml;r die vierte Verhandlungsrunde keine Finanzmittel zu bewilligen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Menschenrechte-in-Unternehmen\/%215533424\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Kollateralsch&auml;den im Handelskrieg<\/strong><br>\nDie Eskalation des Handelskriegs gegen China durch die US-Administration erh&ouml;ht den Druck auch auf die deutsche Wirtschaft. Die Strafz&ouml;lle auf chinesische Lieferungen in die Vereinigten Staaten im Wert von 200 Milliarden US-Dollar betreffen auch Produkte, die deutsche Unternehmen an ihren US-Standorten weiterverarbeiten. Bereits die erste Runde der US-Strafz&ouml;lle hatte Daimler und BMW in den USA schmerzhafte Verluste eingebracht. Wirtschaftsvertreter warnen, weitere Probleme drohten zu entstehen, da von den Strafz&ouml;llen betroffene chinesische Firmen ihre Waren, die sie in den USA nicht mehr verkaufen k&ouml;nnten, k&uuml;nftig wohl in anderen L&auml;ndern abzusetzen versuchten. Eventuell stehe die EU vor dem Entschluss, selbst Z&ouml;lle gegen die Einfuhr der jeweiligen Produkte zu verh&auml;ngen und sich damit faktisch den US-Praktiken anzuschlie&szlig;en. Schade man der chinesischen Wirtschaft, dann schade man allerdings auch dort t&auml;tigen deutschen Unternehmen. Experten urteilen, Trump setze, sofern er nicht im eigenen Land scheitere, auf Chinas &ldquo;totale Kapitulation&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7727\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>R&uuml;stungsexporte: Regierung genehmigt neue Waffendeals mit Saudi-Arabien<\/strong><br>\nIm Koalitionsvertrag hat sich die Regierung festgelegt, keine Waffen mehr an die Parteien im Jemen-Krieg zu liefern. Nach SPIEGEL-Informationen wurden trotzdem Deals mit Saudi-Arabien, den Emiraten und Jordanien genehmigt.<br>\nAls sich die neue Regierung aus Union und SPD formierte, hat sie sich im Koalitionsvertrag bei einem Thema sehr eindeutig festgelegt. &ldquo;Wir werden ab sofort keine Ausfuhren an L&auml;nder genehmigen, solange diese unmittelbar am Jemen-Krieg beteiligt sind&rdquo;, hei&szlig;t es dort &uuml;ber die seit Jahren umstrittenen R&uuml;stungsexporte deutscher Waffenkonzerne in Krisenl&auml;nder.<br>\nDass es der Regierung mit dem Embargo gegen die Kriegsparteien ernst war, darf jetzt bezweifelt werden. Mitten im Streit &uuml;ber die Abl&ouml;sung von Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maa&szlig;en verschickte Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) eine umfangreiche Liste &uuml;ber vom Bundessicherheitsrat (BSR) genehmigte R&uuml;stungsexporte an den Bundestag.<br>\nDie Liste, die dem SPIEGEL vorliegt, widerspricht dem Koalitionsvertrag. Demnach hat der geheim tagende BSR in den vergangenen Wochen umfangreiche R&uuml;stungsexporte gleich an mehrere L&auml;nder genehmigt, die direkt am blutigen Jemen-Krieg beteiligt sind. Konkret geht es umSaudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und das K&ouml;nigreich Jordanien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/ruestung-bundesregierung-genehmigt-neue-waffen-deals-mit-saudi-arabien-a-1229003.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Erst kommt das Gesch&auml;ft, dann die Moral.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: &raquo;Krieg beginnt vor unserer Haust&uuml;r&laquo;<\/strong><br>\nKriegsgegner vom B&uuml;ndnis &raquo;Block war&laquo; planen in Kassel am 21. September &ndash; er wurde 1981 von der UNO zum &raquo;Internationalen Tag des Friedens&laquo; erkl&auml;rt &ndash;, eine &raquo;Fr&uuml;hschicht&laquo; abzuhalten, um gemeinsam die Zug&auml;nge zu R&uuml;stungskonzernen zu versperren. Warum dort?<br>\nKassel geh&ouml;rt neben Bremen, Kiel, M&uuml;nchen und der Region rund um den Bodensee zu den Standorten in der Bundesrepublik, wo eine Vielzahl an Konzernen Waffen produziert. Dort sind zum Beispiel die Rheinmetall Landsysteme GmbH, Krauss-Maffei Wegmann GmbH &amp; Co. KG und Projekt System &amp; Management GmbH angesiedelt. Von hier aus werden Panzer in Krisengebiete in aller Welt exportiert: Aus Kassel stammen zum Beispiel Panzer, die die t&uuml;rkische AKP-Regierung im M&auml;rz bei ihrem Angriffskrieg in der nordsyrischen Region um Afrin eingesetzt hat. Hiesige Unternehmen liefern ebenso R&uuml;stungsg&uuml;ter nach Katar und Saudi-Arabien, die als Kriegsparteien im Jemen agieren. Wir tragen eine gewisse Mitverantwortung daf&uuml;r, wenn Konflikte in anderen L&auml;ndern befeuert werden: Krieg beginnt vor unserer Haust&uuml;r, in den Waffenfabriken. Das wollen und m&uuml;ssen wir &auml;ndern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/340159.gegen-krieg-und-waffenexporte-krieg-beginnt-vor-unserer-haust%C3%BCr.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Zum Staatsbesuch von Erdogan &ndash; eine kleine Protestgeschichte gegen Diktatoren<\/strong><br>\nAm 28. und 29. September kommt der t&uuml;rkische Pr&auml;sident Recep Tayyip Erdogan zum Staatsbesuch nach Berlin. Wie von ihm gew&uuml;nscht, wird er dort mit allen Ehren empfangen. Dazu geh&ouml;ren die Begr&uuml;&szlig;ung durch das deutsche Staatsoberhaupt mit milit&auml;rischer Zeremonie und ein Staatsbankett. Das abendliche Festessen findet im Schloss Bellevue statt, dem Dienstsitz des Bundespr&auml;sidenten Frank-Walter Steinmeier (SPD). Der hat Erdogan nach seiner Wiederwahl Ende Juni zum Besuch in die Bundesrepublik eingeladen.<br>\nEin Staatsbesuch, bei dem alle protokollarischen Ehren gew&auml;hrt werden, ist etwas Besonderes. In der Regel finden pro Jahr nicht mehr als vier solcher herausgehobenen Empf&auml;nge statt. Dass ein Despot wie Erdogan diese besondere W&uuml;rdigung erf&auml;hrt, st&ouml;&szlig;t allerdings auf &ouml;ffentliche Ablehnung. Er sei ein autorit&auml;rer Alleinherrscher, der kritische Presse nicht dulde und Oppositionelle verhaften lasse, so der Gr&uuml;nen-Politiker Cem &Ouml;zdemir. Sein Einmarsch ins nordsyrische Afrin und die anschlie&szlig;ende Annexion seien ein V&ouml;lkerrechtsbruch gewesen, deshalb sei er ein Kriegsverbrecher. Selbst nach Auskunft der Bundesregierung sei er ein expliziter F&ouml;rderer des islamistischen Terrors, so die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linkspartei Sevim Dagdelen. Eine so offen formulierte und &uuml;ber die Medien breit transportierte Kritik ist ebenfalls etwas Besonderes. Sie wurde vor &auml;hnlichen Staatsempf&auml;ngen in der Vergangenheit oft vermisst und erst Demonstrant*innen trugen sie auf vielf&auml;ltige Weise in eine breite &Ouml;ffentlichkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/hinter-den-schlagzeilen.de\/zum-staatsbesuch-von-erdogan-eine-kleine-protestgeschichte-gegen-diktatoren\">Hinter den Schlagzeilen<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-46105","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/46105","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=46105"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/46105\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":46108,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/46105\/revisions\/46108"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=46105"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=46105"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=46105"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}