{"id":46163,"date":"2018-09-21T16:32:28","date_gmt":"2018-09-21T14:32:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46163"},"modified":"2018-09-21T17:51:20","modified_gmt":"2018-09-21T15:51:20","slug":"hinweise-des-tages-ii-363","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46163","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46163#h01\">Wohngipfel: Merkel im Faktencheck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46163#h02\">Der Sirenengesang des Linkspopulismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46163#h03\">Ken Jebsen und das Establishment<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46163#h04\">Griechenland: Nichts ist normal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46163#h05\">Die Reall&ouml;hne steigen inflationsbedingt kaum noch an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46163#h06\">Leben im Laster &ndash; Der harte Alltag osteurop&auml;ischer LKW-Fahrer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46163#h07\">Millionen unbezahlte &Uuml;berstunden Schutzvorschriften im Arbeitsrecht massiv missachtet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46163#h08\">Zahl der Krankschreibungen in Deutschland stark gestiegen &ndash; Volkswirtschaftliche Kosten auf H&ouml;chststand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46163#h09\">Mehr Qualit&auml;t f&uuml;r weniger Geld &ndash; geht das?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46163#h10\">Tod im Hambacher Forst f&uuml;hrt zu R&auml;umungsstopp<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46163#h11\">Moorbrand in Meppen: Brennende Fragen an die Bundeswehr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46163#h12\">Corporate Europe Observatory &ndash; How the financial lobby won the battle in Brussels<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46163#h13\">Deutschlands Partnerorden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46163#h14\">Japans Gretchenfrage: Abkehr vom Pazifismus &ndash; Abe will Artikel 9 der Verfassung &auml;ndern<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wohngipfel: Merkel im Faktencheck<\/strong><br>\nDie Mieten explodieren vielerorts. Angela Merkel hat im Video-Podcast behauptet, die Bundesregierung w&uuml;rde etwas dagegen tun. Stimmt nicht. Hier unser kleiner Faktencheck. \n<p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"Youtube\" data-provider-slug=\"youtube\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von Youtube zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"450\" height=\"253\" src=\"\" frameborder=\"0\" allow=\"autoplay; encrypted-media\" allowfullscreen class=\"external-2click-target \" data-src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/5_nPj9eZTWM\"><\/iframe><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"youtube\">Inhalte von Youtube nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=5_nPj9eZTWM\">die Linke via YouTube<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Der Sirenengesang des Linkspopulismus<\/strong><br>\nLateinamerikas radikale Populisten taugen nicht als Inspiration f&uuml;r Europa.<br>\nVon Crist&oacute;bal Rovira Kaltwasser am 19. September 2018<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ipg-journal.de\/regionen\/global\/artikel\/detail\/der-sirenengesang-des-linkspopulismus-2982\/\">IPG Journal<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Solche unqualifizierten Artikel erscheinen nun reihenweise im Portal IPG der Friedrich-Ebert-Stiftung &ndash; D&uuml;rr, Techau, M&uuml;tzenich usw. Alleine die Tatsache, dass und wie der chilenische Professor Kaltwasser mit dem Begriff Populismus umgeht, ist erstaunlich undifferenziert. <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34572\">In diesem Beitrag vom 11. August 2016<\/a> habe ich mich vor allem zum Gebrauch des Wortes &bdquo;Rechtspopulismus&ldquo; ge&auml;u&szlig;ert. Der Schlusssatz gilt f&uuml;r rechts und links, vor allem aber f&uuml;r den Gebrauch dieses sinnlosen Schimpfwortes &bdquo;Populismus&ldquo;: <\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n&bdquo;Vorschlag: Streichen wir das Wort Populismus aus unserem Sprachgebrauch. Es ist zu ungenau. Es dient vor allem der Diffamierung und im Umkehrschluss der Reinwaschung.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em>&Uuml;brigens, der Beitrag von Herrn Professor Kaltwasser zeigt, mit welchem mangelnden Differenzierungsverm&ouml;gen man Professor werden kann &ndash; nicht nur in Chile.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Ken Jebsen und das Establishment<\/strong><br>\nMit Unverst&auml;ndnis haben einige Freunde und Kollegen (Frauen und M&auml;nner) auf meinen Auftritt bei Ken Jebsen reagiert. In der Welt von Twitter und Co. wurde aus solchem Unverst&auml;ndnis blanke Ablehnung, wenn auch mit wenig Resonanz. Motto: Hat er sie noch alle? Eine Stellungnahme. Und etwas Werbung f&uuml;r Toleranz und guten Journalismus. [&hellip;]<br>\nNun: Ich wollte schon gern wissen, wie KenFM funktioniert &ndash; ein Kanal, der von den Spenden und der Zuwendung seiner Anh&auml;nger lebt (ganz ohne Rundfunkgeb&uuml;hren), und ein Macher, den seine Herkunftsbranche ignoriert oder attackiert und der &bdquo;in linken und linksliberalen Kreisen nach wie vor schlecht beleumundet ist&ldquo;. Mathias Br&ouml;ckers (2016: 11), noch so ein verfemter Journalist (vgl. Butter 2018: 67), hat aufgez&auml;hlt, was er &bdquo;in Kollegenkreisen&ldquo; &uuml;ber Jebsen h&ouml;ren konnte: &bdquo;an der rechten Flanke offen&ldquo;, N&auml;he zu Ufologen, Diffamierungen als Antisemit. Unsinn, sagt Br&ouml;ckers. Ken Jebsen sei &bdquo;aus den Kreisen des sich seri&ouml;s nennenden Qualit&auml;tsjournalismus&ldquo; ausgeschlossen worden, weil er &bdquo;mindestens zwei Tabus&ldquo; verletzt habe: &bdquo;massive Zweifel an der offiziellen Geschichte der 9\/11-Anschl&auml;ge&ldquo; und scharfe Kritik an der &bdquo;rechtsextremen Politik der israelischen Regierung&ldquo; nach Bombardements in Gaza (ebd.). [&hellip;]<br>\nAber: Ken Jebsen l&auml;sst seinen Gast reden, Fehler machen, unsicher wirken und stellt die Datei dann komplett ins Netz. Vielleicht kann er es sich leisten, auch mal ein Video in die Tonne zu treten. Wer wei&szlig;. Gr&uuml;ne Punkte auf der Brille oder Inhalte, die nicht zu seinem Ethos passen (dazu gleich mehr). Was ich sicher wei&szlig;: Ken Jebsen ist neugierig auf seine G&auml;ste. Er hat nicht schon im Kopf, was er sagen oder senden will. Keine &bdquo;Realit&auml;t&ldquo; aus der Redaktionsstube, die der Gespr&auml;chspartner nur noch illustrieren muss (und die einfach nicht gesendet oder gedruckt wird, wo er das nicht tut). &bdquo;Was Sch&ouml;nes aus den Aufnahmen&ldquo; basteln: So funktioniert Journalismus heute (vgl. Karidi 2017, Meyen 2018a). KenFM funktioniert so nicht. [&hellip;]<br>\nKenFM (und andere alternative Kan&auml;le im Netz) gibt es, weil die traditionellen Medien diesen Auftrag nicht erf&uuml;llen. Weil sie nicht &uuml;ber alle Ereignisse, Interessen, Perspektiven berichten, lieber Wolfgang Storz. Weil sie auslassen, weglassen, ignorieren. Warum sollte jemand Geld spenden, wenn der Geb&uuml;hrenrundfunk und werbefinanzierte Angebote alles liefern, was er braucht? Warum ein zweites Gericht bestellen oder gar in eine Spelunke wechseln (in den &bdquo;halbdunkel-ausgeleuchteten Raum des Sagbaren&ldquo;, so der Ex-Doktorand mit feiner Ironie), wenn man schon satt ist? [&hellip;]<br>\nDie Moral von der Geschichte? Jebsen: &bdquo;Das Establishment hat ein Riesenproblem mit dem, was man echte Meinungsfreiheit nennt, und es hat die Medienrevolution nicht verstanden. Der Staat, seine kontrollierten Presseorgane, die so gut wie nie gegen, sondern immer nur im Sinne der besitzenden Eliten berichten, all diese Herrschenden haben immer noch nicht realisiert, dass ein verlorenes Meinungsmonopol (&hellip;) s&auml;mtliche Machtstrukturen durch den Wolf dreht&ldquo; (Br&ouml;ckers 2016: 208). Hier irrt Ken Jebsen. Das Establishment hat verstanden, um was es geht. Es schlie&szlig;t die Kommentarspalten (vgl. Meyen 2018b), es f&auml;hrt Kampagnen gegen Fake News, Hate Speech, Verschw&ouml;rungstheorien (&bdquo;Sprachregelungen und Kampfbegriffe&ldquo;, bei denen es um die &bdquo;Deutungshoheit&ldquo; geht, Schreyer 2018: 179), es versucht, Facebook und Co. zu kontrollieren. Und es spricht Kontaktverbote aus. Ausgang offen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/medienblog.hypotheses.org\/2668%20\">Michael Meyen<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Der Autor ist &uuml;brigens Dozent am Institut f&uuml;r Kommunikationswissenschaft und Medienforschung der LMU M&uuml;nchen. Ein solch couragiertes Statement w&uuml;rde man sich gerne auch von anderen Medienwissenschaftlern w&uuml;nschen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Griechenland: Nichts ist normal<\/strong><br>\nDie griechische Wirtschaft schw&auml;chelt auch nach jahrelangem Sparen. Die Gewerkschaften begr&uuml;&szlig;en zwar neue Fl&auml;chentarifvertr&auml;ge, wollen aber wieder &uuml;ber den nationalen Mindestlohn verhandeln k&ouml;nnen<br>\nSeit dem 21. August 2018 ist das &bdquo;Rettungsprogramm&ldquo; f&uuml;r Griechenland unter Regie der Troika, bestehend aus &shy;Europ&auml;ischer Union, Europ&auml;ischer Zentralbank und Internationalem W&auml;hrungsfonds offiziell beendet. Doch von Normalit&auml;t in Griechenland, die nun wieder hergestellt sein sollte, kann nicht die Rede sein. Sie bleibt f&uuml;r das Land ein ferner Traum.<br>\nDie wirtschaftliche Entwicklung ist nach wie vor schwach und weit entfernt von den Zielen und Prognosen der Regierung und der internationalen Institutionen. Was zur Folge hat, dass das Ziel, &shy;selbstst&auml;ndig auf den internationalen Finanzm&auml;rkten Geld leihen zu k&ouml;nnen, aufgrund des hohen Risikos immer weiter in die Zukunft verschoben wird. Eine ernsthafte Diskussion &uuml;ber ein neues Entwicklungsmodell, das sogenannte Post&shy;Memorandum-Wirtschaftsprogramm, wird wegen der anhaltenden wirtschaftlichen Unsicherheit ebenso in die Zukunft verlagert.<br>\nNiemand ist davon ausgegangen, dass sich die Lage im Land mit dem Ende der &bdquo;Rettungspakete&ldquo; von einem Tag auf den anderen &auml;ndern und sich der Alltag der Menschen sp&uuml;rbar verbessern w&uuml;rde. Nach acht Jahren einschneidender Sparprogramme hat niemand mehr Illusionen, weder pers&ouml;nliche und noch weniger soziale und politische. Im Oktober werden die internationalen Institutionen den Haushaltsentwurf der Regierung und ihre geplanten Steuer-, Arbeitsmarkt- und Rentenpl&auml;ne durchleuchten. Da wird sich zeigen, ob es einen Fahrplan f&uuml;r die R&uuml;ckkehr zur Normalit&auml;t gibt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/publik.verdi.de\/2018\/ausgabe-06\/gewerkschaft\/international\/seite-8\/nichts-ist-normal\">ver.di publik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die Reall&ouml;hne steigen inflationsbedingt kaum noch an<\/strong><br>\nSeit Anfang 2017 d&auml;mpft eine merklich h&ouml;here Inflationsrate die Entwicklung der Reall&ouml;hne. Auch im zweiten Quartal des Jahres 2018 sorgte der Anstieg der Verbraucherpreise daf&uuml;r, dass die eher m&auml;&szlig;igen Lohnerh&ouml;hungen sich kaum noch in einer Kaufkraftsteigerung niederschlagen.<br>\nN&uuml;chtern betrachtet hat Spiegel online die Lohnentwicklung f&uuml;r das zweite Quartal 2018 korrekt wiedergegeben: &bdquo;L&ouml;hne steigen st&auml;rker als die Preise&ldquo;. Ern&uuml;chternd ist allerdings das Ausma&szlig; der Steigerung. Wie das Statistische Bundesamt (DESTATIS) heute per Pressemeldung bekannt gab, sind die um Preissteigerungen bereinigten L&ouml;hne (Reall&ouml;hne) der vollzeit-, teilzeit- und geringf&uuml;gig besch&auml;ftigten ArbeitnehmerInnen im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich im zweiten Quartal 2018 nur noch um 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Verantwortlich daf&uuml;r zeichnet ein merklicher Anstieg der Verbraucherpreise. &bdquo;Die h&ouml;here Inflation frisst die Lohnsteigerungen fast ganz auf&ldquo;, hat Finanzmarktwelt.de daher die Sachlage viel besser auf den Punkt gebracht.<br>\nMit satten zwei Prozent Plus gegen&uuml;ber dem Vorjahresquartal lag die Preissteigerungsrate zur Jahresmitte 2018 auf einem Niveau, das zuletzt 2012 erreicht war. Danach spielte eine zur&uuml;ckgehende Inflation den ArbeitnehmerInnen zun&auml;chst in die H&auml;nde, bevor 2017 die Preise wieder deutlich anzogen. Wenn die Reall&ouml;hne seit Jahren so sehr von der Inflationsrate beeinflusst werden, hei&szlig;t das nichts anderes, als dass die Entwicklung der Nominall&ouml;hne relativ konstant verlief. Seit 2014 bewegen sich die Lohnsteigerungen Quartal f&uuml;r Quartal zwischen 2,0 und 2,7 Prozent. Zuletzt lag das Plus bei 2,5 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.miese-jobs.de\/chroniken\/2018\/20-09-18\/\">Miese Jobs<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Leben im Laster &ndash; Der harte Alltag osteurop&auml;ischer LKW-Fahrer<\/strong><br>\nDer rum&auml;nische Fahrer Kristinel ist oft wochenlang unterwegs, ohne eine einzige Nacht au&szlig;erhalb seines LKW zu verbringen. Ein Leben auf engstem Raum.<br>\nSo wie er sind viele LKW Fahrer sind wochen- und monatelang durch Westeuropa unterwegs- ohne ein einziges Mal ein richtiges Bett gehabt zu haben oder eine Dusche. Die Fahrer wohnen zum Beispiel in ihren freien Stunden auf Rastpl&auml;tzen oder Parkpl&auml;tzen. Einige treffen die Story Autoren sogar in einer vergessenen Waschanlage bei K&ouml;ln an, wo sie sich ein Lager aufgebaut haben. Die hygienischen Bedingungen sind katastrophal. Fast immer sind es osteurop&auml;ischen Fahrer, die &uuml;ber Subunternehmer zu Niedrigl&ouml;hnen durch die Lande geschickt werden. Gerade in Deutschland sind die Kontrollen zu lasch, ein nahezu rechtsfreier Raum f&uuml;r geldgierige Speditionen. Obwohl Gewerkschaften und Polizei der Transitl&auml;nder Belgien und Holland sich aktiv f&uuml;r eine Ver&auml;nderung einsetzen, schl&uuml;pfen Speditionen immer wieder durch die gesetzlichen L&ouml;cher oder bewegen sich unentdeckt und unkontrolliert am Rande der Legalit&auml;t. Wie kann das sein?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/fernsehen\/die-story\/sendungen\/leben-im-laster100.html\">WDR<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Millionen unbezahlte &Uuml;berstunden Schutzvorschriften im Arbeitsrecht massiv missachtet<\/strong><br>\nRecht haben und Recht bekommen sind bekanntlich zwei Paar Schuhe. Das gilt besonders auch im Arbeitsalltag: Nach Erkenntnissen der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gastst&auml;tten (NGG) werden Schutzvorschriften im deutschen Arbeitsrecht massenhaft missachtet.<br>\nSo h&auml;tten inl&auml;ndische Besch&auml;ftigte im ersten Halbjahr bundesweit etwa 500 Millionen unbezahlte &Uuml;berstunden geleistet, kritisiert die Gewerkschaft unter Verweis auf aktuelle Zahlen des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. H&auml;ufig diene die Mehrarbeit ohne Entgelt dazu, das Mindestlohngesetz zu unterlaufen. Wenn beispielsweise Besch&auml;ftigte f&uuml;r acht Stunden Arbeit den gesetzlichen Mindestlohn von derzeit 8,84 Euro erhalten, aber tats&auml;chlich zehn Stunden arbeiten m&uuml;ssen, schnurrt der Stundenlohn auf 7,07 Euro zusammen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft\/millionen-unbezahlte-ueberstunden-schutzvorschriften-im-arbeitsrecht-massiv-missachtet-31318464\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Zahl der Krankschreibungen in Deutschland stark gestiegen &ndash; Volkswirtschaftliche Kosten auf H&ouml;chststand<\/strong><br>\nIm Jahr 2016 ereigneten sich 43.183.583 Arbeitsunf&auml;higkeitsf&auml;lle (+ 58,62 Prozent im Vergleich zu 2008) bei den Mitgliedern der gesetzlichen Krankenversicherungen. Diese f&uuml;hrte 2016 zu 556.490.668 Arbeitsunf&auml;higkeitstagen (+66,4 Prozent im Vergleich zu 2008).<br>\n46,97 Prozent der Arbeitsunf&auml;higkeitstage fielen 2016 auf Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung zwischen dem 50. und 69. Lebensalter (261.393.802 Arbeitsunf&auml;higkeitstage). Mitglieder im Alter zwischen 65 und 69 weisen die h&ouml;chste durchschnittliche Dauer an Arbeitsunf&auml;higkeitsf&auml;llen auf: 26 Tage bei weiblichen Mitgliedern und 30 Tage bei m&auml;nnlichen Mitgliedern.<br>\nDie Diagnose Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems und des Bindegewebes hat 2016 zu 142.556.490 Arbeitsunf&auml;higkeitstagen (+ 62,3 Prozent im Vergleich zu 2008) gef&uuml;hrt und war somit die h&auml;ufigste Ursache f&uuml;r Krankschreibungen. Bei der Diagnose Psychische und Verhaltensst&ouml;rungen kam es zwischen 2008 bis 2016 zu einer Steigerung der Arbeitsunf&auml;higkeitstage um 124,81 Prozent (2016: 97.582.851 Arbeitsunf&auml;higkeitstage).<br>\nNach Kenntnis der Bundesregierung weisen Berufsgruppen mit hoher Krankheitslast unter anderem folgende Einzelbelastungen auf: Schichtarbeit, Einzelheiten werden vorgeschrieben, St&uuml;ckzahl oder anderes werden vorgegeben, Arbeit nicht selbst planen und einteilen k&ouml;nnen, keinen Einfluss auf Pausen haben, T&auml;tigkeit ist nicht wichtig; nicht Teil einer Gemeinschaft sein, Zusammenarbeit mit Kollegen ist nicht gut, kaum Unterst&uuml;tzung durch Kollegen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/zahl-der-krankschreibungen-in-deutschland-stark-gestiegen-volkswirtschaftliche-kosten-auf-hoechstst\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Mehr Qualit&auml;t f&uuml;r weniger Geld &ndash; geht das?<\/strong><br>\nFamilienministerin Franziska Giffey hat mehr Geld f&uuml;r die Kitas herausgehandelt als urspr&uuml;nglich geplant. Dennoch gibt es an ihrem Gesetzentwurf auch viel Kritik [&hellip;]<br>\nKritisiert wird aber auch, dass die Finanzierung nur bis ins Jahr 2022 reicht. Dies k&ouml;nnte dazu f&uuml;hren, dass die Mittel eher in kurzfristige Ma&szlig;nahmen flie&szlig;en statt in eine nachhaltige Verbesserung der Qualit&auml;t. Der Deutsche St&auml;dtetag fordert deshalb, der Bund m&uuml;sse dauerhaft Mittel bereitstellen, um nachhaltige Qualit&auml;tsverbesserungen zu erzielen. &ldquo;Ich sehe das als dauerhafte Aufgabe&rdquo;, versichert Giffey. Doch mehr als ein Versprechen ist das vorerst nicht. [&hellip;]<br>\nWissenschaftler wie Susanne Viernickel oder Stefan Sell bef&uuml;rchten, dass die Unterschiede zwischen den L&auml;ndern durch das Gesetz noch wachsen k&ouml;nnten. Denn w&auml;hrend einige L&auml;nder in zus&auml;tzliches Betreuungspersonal investieren w&uuml;rden, w&uuml;rden andere das Geld wom&ouml;glich eher nutzen, um Geb&uuml;hren zu senken oder abzuschaffen &ndash; auch um bei W&auml;hlern und W&auml;hlerinnen zu punkten. Hier h&auml;tte der Bund strengere Vorgaben machen m&uuml;ssen, finden die Experten. [&hellip;]<br>\nWeil die F&ouml;rderung von Kitas nicht zu den origin&auml;ren Aufgaben des Bundes z&auml;hlt, muss die Finanzierung &uuml;ber die Verteilung von Umsatzsteuerpunkten laufen. Diese wiederum muss sich nach dem sogenannten K&ouml;nigsteiner-Schl&uuml;ssel richten, der sich an der Bev&ouml;lkerungsst&auml;rke der einzelnen Bundesl&auml;nder orientiert. Auch das sehen manche Kritiker als Problem: denn in einigen Bundesl&auml;ndern, vor allem im Osten, ist die Betreuungsquote von Kleinkindern sehr hoch, im Westen ist sie geringer. Erstere br&auml;uchten also eigentlich anteilsm&auml;&szlig;ig mehr Geld als Letztere. Doch das wird bei der Verteilung nicht ber&uuml;cksichtigt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/familie\/2018-09\/kindertagesstaetten-gute-kita-gesetz-franziska-giffey-kinderbetreuung#wie-wird-das-geld-auf-die-laender-verteilt\">Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Tod im Hambacher Forst f&uuml;hrt zu R&auml;umungsstopp<\/strong><br>\nW&auml;hrend die Baumh&auml;user pl&ouml;tzlich wegen Brandschutz ger&auml;umt werden mussten, setzte die Bundeswehr mit einem Raketentest trotz Brandwarnung ein Moor bei Meppen fahrl&auml;ssig in Brand<br>\nIm umk&auml;mpften Hambacher Forst, den RWE f&uuml;r seinen benachbarten Tagebau roden will, hat es am Mittwochnachmittag, wie kurz berichtet, einen t&ouml;dlichen Unfall gegeben. Der Blogger und Journalist Steffen M. st&uuml;rtzte von einer zwischen B&auml;umen gespannten H&auml;ngebr&uuml;cke. &Uuml;ber die Tiefe des Sturzes gibt es unterschiedliche Angaben. Die Besetzer sprechen von &ldquo;&uuml;ber 20 Metern&rdquo;, in Presseberichten, die offensichtlich auf der Darstellung der Polizei beruhen, ist von &ldquo;&uuml;ber 15 Metern&rdquo; die Rede. Jedenfalls wurde das Opfer in einem Rettungshubschrauber abtransportiert, aber erlag schon kurz darauf seinen Verletzungen.<br>\nDer Hergang wird unterschiedlich beschrieben. Seitens der Polizei hie&szlig; es am Mittwochabend in einer Pressemitteilung, dass es zur Zeit des Ungl&uuml;cks keinen Polizeieinsatz in der N&auml;he gegeben habe. Die Besetzer sprechen hingegen auf ihrem Blog davon, der Unfall habe sich im Baumh&uuml;ttendorf &ldquo;Beechtown&rdquo; ereignet, in dem Polizeibeamte gerade mit dessen R&auml;umung besch&auml;ftigt waren. Ein Sondereinsatzkommando sei gerade dabei gewesen, einen Aktivisten in der N&auml;he der besagten H&auml;ngebr&uuml;cke festzunehmen. Das Unfallopfer habe vermutlich zu diesem Geschehen eilen wollen.<br>\nAm Mittwoch hatte Steffen M. unter dem Pseudonym Vergissmeynnicht getwittert: &ldquo;Nachdem die Presse in den letzten Tagen im #HambacherForst oft in ihrer Arbeit eingeschr&auml;nkt wurde bin ich nun in 25m H&ouml;he auf Beechtown um die R&auml;umungsarbeiten zu dokumentieren. Hier oben ist kein Absperrband.&rdquo; Ein kurz vor seinem t&ouml;dlichen Unfall dort eingestelltes Video zeigt, Polizisten auf einer Hebeb&uuml;hne bei einem R&auml;umungsversuch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Tod-im-Hambacher-Forst-fuehrt-zu-Raeumungsstopp-4169474.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Moorbrand in Meppen: Brennende Fragen an die Bundeswehr<\/strong><br>\nDen Moorbrand in Meppen riecht man inzwischen sogar in Schleswig-Holstein. Ein Politiker stellte Strafanzeige gegen Verwantwortliche der Bundeswehr. [&hellip;]<br>\nAusgebrochen ist das Feuer bereits vor mehr als zwei Wochen. Am 3. September hatte ein Kampfhubschrauber auf dem Gel&auml;nde zu Testzwecken eine Rakete ins Moor abgeschossen. Die Bundeswehr bemerkte das Feuer auch und lie&szlig; wie &uuml;blich ein spezielles L&ouml;schfahrzeug in das Moorgel&auml;nde ausr&uuml;cken. Das Fahrzeug gleicht einer Pistenraupe, wie sie in Skigebieten eingesetzt wird, fiel wegen eines Defekts kurz nach dem Beginn des Einsatzes aus. Das zweite L&ouml;schfahrzeug war gerade in der Reparatur. Die Bundeswehr versuchte trotzdem, das Feuer selbst unter Kontrolle zu bringen, und zog erst, als dies misslang und der Brand sich immer weiter ausbreitete, Hilfe von Technischem Hilfswerk und Feuerwehr hinzu. [&hellip;]<br>\nZu partei&uuml;bergreifendem Unverst&auml;ndnis in der Landeshauptstadt Hannover f&uuml;hrt das Gebaren der Bundeswehr in dem Fall. &bdquo;Wenn ich ehrlich sein soll: Ich w&auml;re gar nicht auf die Idee gekommen, nach diesem trockenen Sommer ausgerechnet im Moor Schie&szlig;&uuml;bungen zu veranstalten&ldquo;, sagt der nieders&auml;chsische Ministerpr&auml;sident Stefan Weil (SPD). Auch Umweltminister Olaf Lies (SPD) stellt dem Verteidigungsministerium in Berlin die Frage, wie es &uuml;berhaupt zu dem Brand kommen konnte: &bdquo;Wenn jetzt auch noch klar ist, dass das L&ouml;schfahrzeug nicht einsatzf&auml;hig war, dann ist es mehr als fahrl&auml;ssig.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/gesellschaft\/ungluecke\/moorbrand-in-meppen-strafanzeige-gegen-verantwortliche-der-bundeswehr-15798230.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Am schlimmsten ist <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=UrLAFlTRoLU\">die Haltung<\/a> des stellvertretenden Leiters der verantwortlichen Dienststelle, Thomas M&aacute;lyusz, der offenbar keinen Zusammenhang zwischen anhaltender Trockenheit und Brandgefahr erkennen kann und auch sonst nicht den Eindruck erweckt, als sei es besonders schlimm, dass da seit Wochen ein Landstrich brennt. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Corporate Europe Observatory &ndash; How the financial lobby won the battle in Brussels<\/strong><br>\nDespite their responsibility for the 2008 crash, the financial sector has successfully avoided major reform in the decade since. Their army of lobbyists has won almost all the major battles, leaving new legislation full of loopholes and conditions similar to those that created the crash in the first place. Corporate Europe Observatory shows how the past ten years of financial lobbying have kept us vulnerable to future crises and costly bailouts.<br>\nCorporate Europe Observatory is a research and campaign group working to expose and challenge the privileged access and influence enjoyed by corporations and their lobby groups in EU policy making.<br>\nThose days in September 2008, watching the proverbial towers of global finance crumbling, were both scary and full of hope. Scary because the financial crash unfolding was bound to create misery and poverty in the coming months and years, yet hopeful because this could have been a unique opportunity to secure much-needed radical reforms of the financial markets. The crisis itself had origins in the light-touch regulation of the preceding years, a fact acknowledged even by some of its architects. Now, in the face of acute and disastrous systemic failure, surely a U-turn would follow.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/braveneweurope.com\/corporate-europe-observatory-how-the-financial-lobby-won-the-battle-in-brussels\">Brave New Europe<\/a>\n<p><strong>dazu: Vorbild Island<\/strong><br>\nZum zehnj&auml;hrigen Jahrestag der Pleite von Lehman Brothers vor einigen Tagen ist wieder viel geschrieben worden. Ich habe mich auch daran beteiligt, wie in der letzten UZ-Ausgabe nachzulesen war, und doch viel davon mit gro&szlig;em Interesse gelesen. Ich empfehle das Interview mit Helge Peukert, einem &Ouml;konomieprofessor in Siegen, nachzulesen in den &bdquo;Nachdenkseiten&ldquo;. Unter anderem bringt Peukert mit der n&ouml;tigen Sch&auml;rfe zum Ausdruck, dass von der versprochenen Regulierung des Bankkapitals so gut wie nichts geschehen ist. Peukert sagt, es h&auml;tten &bdquo;sich nach der gro&szlig;en Finanzkrise die B&ouml;cke als G&auml;rtner verkleidet, die sich &ndash; einschlie&szlig;lich der EZB &ndash; jetzt als &sbquo;Agenda Setter&lsquo; der Regulierung aufspielen&ldquo;. Die W&auml;hler h&auml;tten sich das auf breiter Front gefallen lassen.<br>\nWarum das so gekommen ist? Weil bei der Bew&auml;ltigung der Krise das Finanzkapital politisch an keiner Stelle herausgefordert wurde. Eine Ausnahme gab es: Die Isl&auml;nder haben 2011 die &Uuml;bernahme der Schulden der von ihrem Staat w&auml;hrend der Finanzkrise &uuml;bernommenen Banken in Britannien und den Niederlanden abgelehnt, und zwar gegen einen Regierungs- und Parlamentsbeschluss. Aber abgesehen davon hatten die Regierungen vollkommen freie Hand, staatliche Mittel zugunsten der Banken und anderer Finanzinstitutionen einzusetzen. Ihre Handlungsweise danach wurde wie zuvor von den &bdquo;Fachleuten&ldquo; diktiert, also jenen &bdquo;B&ouml;cken&ldquo;, wie Peukert sie nennt, die entweder selber Banker sind oder als Bank&uuml;berwacher oder f&uuml;r die W&auml;hrung zust&auml;ndige Zentralbanker in vielen Berufsjahren gelernt haben, dass nur das, was f&uuml;r das Geldkapital gut ist, zur Wirtschaftspolitik werden darf.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/de\/5038\/positionen\/9416\/Vorbild-Island.htm\">unsere Zeit<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Deutschlands Partnerorden<\/strong><br>\nIn diesen Tagen j&auml;hrt sich die ungew&ouml;hnliche Entscheidung der Bundesregierung, diplomatische Beziehungen zu einem religi&ouml;sen Orden aufzunehmen, zum ersten Mal. Vor einem Jahr beschloss das Bundeskabinett in seiner letzten Sitzung vor der Bundestagswahl, diplomatische Beziehungen zum Malteserorden zu etablieren und die katholische Organisation damit sichtbar aufzuwerten. Der Orden verf&uuml;gt nicht &uuml;ber ein echtes Staatsgebiet, gilt als erzkonservative Adligenvereinigung und stand im In- wie auch im Ausland des &Ouml;fteren im Verdacht, in undurchsichtige Finanzgesch&auml;fte verwickelt zu sein. F&uuml;r die Berliner Au&szlig;enpolitik hat er sich allerdings immer wieder als n&uuml;tzliches Instrument erwiesen &ndash; indem er NATO-Operationen mit Sanit&auml;tseins&auml;tzen flankierte oder auch in Gebieten, in denen die Bundesrepublik Interessen verfolgt, humanit&auml;r t&auml;tig war, etwa in Syrien oder im Nordirak. Innerhalb des weltweit aktiven Ordens ist die deutsche Sektion (&ldquo;Assoziation&rdquo;) in den vergangenen Jahren systematisch gest&auml;rkt worden und stellt heute die F&uuml;hrung der Organisation.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7729\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Japans Gretchenfrage: Abkehr vom Pazifismus &ndash; Abe will Artikel 9 der Verfassung &auml;ndern<\/strong><br>\nAuch in Japan stehen die Zeichen auf Aufr&uuml;stung. 0,9 Prozent seines BIP, das sind immerhin gut 45 Milliarden Dollar, gab Japan 2017 f&uuml;r seinen Verteidigungshaushalt aus. 2018 wird dieser Wert wohl noch getoppt werden. Damit setzt sich ein Trend fort, der sich seit dem Amtsantritt von Japans aktuellem Premierminister Shinzo Abe abzeichnet. Dieser hat bisher n&auml;mlich noch jedes Jahr die Verteidigungsausgaben erh&ouml;ht.<br>\nDas fern&ouml;stliche Land hatte nach dem Ende des zweiten Weltkrieges de facto eine Pazifismus-Klausel in seine Verfassung aufgenommen. Diese verbot ein Verteidigen des Landes au&szlig;erhalb der eigenen Landesgrenzen sowie ein stehendes Heer. Je nach Quelle wird dabei entweder General Douglas McArthur oder der erste japanische Nachkriegs-Premierminister Kijuro Shidehara als Verantwortlicher f&uuml;r diese Idee genannt. Daraus wurde sp&auml;ter der heute viel diskutierte &bdquo;Artikel 9&ldquo; der japanischen Verfassung.<br>\nDer als national-konservativ geltende Shinzo Abe, Parteivorsitzender der LDP (Liberaldemokratische Partei), hat es sich sp&auml;testens mit Beginn seiner zweiten Amtszeit 2014 auf die Fahne geschrieben, Artikel 9 zu &auml;ndern &ndash; um ein stehendes Heer und kriegerische Handlungen zu erm&ouml;glichen. Einen Teilerfolg erzielten Abe und die LDP dabei bereits, als sie 2015 das &bdquo;Peace and Security Preservation&ldquo;-Gesetz beschlossen und damit die Unterst&uuml;tzung verb&uuml;ndeter Truppen durch Waffengewalt auf UN-Missionen erlaubten. Das Gesetz, welches von zahlreichen Beobachtern als Test daf&uuml;r gesehen wurde, inwiefern eine Abkehr vom pazifistischen Charakter der japanischen Verfassung in einem Verlust von W&auml;hlerstimmen resultieren w&uuml;rde, machte sich bezahlt. Trotz der knapp 100000 Demonstranten, die sich vor der Verabschiedung des Gesetzes vor dem Parlamentsgeb&auml;ude versammelten, sah die LDP sich 2017 einem kaum merklichen Stimmverlust gegen&uuml;ber. Zusammen mit ihrem Koalitionspartner sicherte sich die LDP eine komfortable Mehrheit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/de\/5038\/internationale_politik\/9404\/Japans-Gretchenfrage.htm\">unsere zeit<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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