{"id":46249,"date":"2018-09-27T08:45:37","date_gmt":"2018-09-27T06:45:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46249"},"modified":"2018-09-27T08:45:37","modified_gmt":"2018-09-27T06:45:37","slug":"hinweise-des-tages-3214","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46249","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46249#h01\">Auf Staatsbesuch in Berlin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46249#h02\">IG BAU, DGB und DMB stellen fest: Keine Vereinbarung auf dem Wohngipfel getroffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46249#h03\">Globalisierung und technologischer Wandel f&uuml;hren nicht einfach so zu sinkenden L&ouml;hnen und sozialer Ungleichheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46249#h04\">Die erneut amputierte Reform der Erwerbsminderungsrente und Erkenntnisse &uuml;ber den (Nicht-)Zugang zu dieser Leistung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46249#h05\">Pflege: Profit oder Gemeinwohl?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46249#h06\">Spahns Gesetz bringt keine Gleichbehandlung von Kassen- und Privatpatienten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46249#h07\">Fluchtursachen bek&auml;mpfen: Theorie und Praxis der Bundesregierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46249#h08\">Allianz gegen Fl&uuml;chtlinge: EU flirtet mit &Auml;gypten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46249#h09\">Glyphosat und die Immunschw&auml;che der Bienen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46249#h10\">Blind in den Abgrund<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46249#h11\">Es droht ein scheinheiliger Kompromiss mit der Autoindustrie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46249#h12\">Jetzt offenbart sich die deutsche Breitband-Ungerechtigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46249#h13\">Deutsche Kampfjets fangen russische &Uuml;berschallbomber ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46249#h14\">Das Letzte: Untersuchung der Stiftung Warentest: Wie Sie legal an gute Putzhilfen kommen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Auf Staatsbesuch in Berlin<\/strong><br>\nBerichte &uuml;ber neue R&uuml;stungskooperationen mit der T&uuml;rkei und &uuml;ber staatlich gef&ouml;rderte Denunziationen von Kritikern der t&uuml;rkischen Regierung via Smartphone-App auch in Deutschland begleiten die Ankunft des t&uuml;rkischen Pr&auml;sidenten Recep Tayyip Erdo&#287;an zum Staatsbesuch in Berlin. Erdo&#287;an wird mit allen protokollarischen Ehren empfangen, da die Bundesregierung um jeden Preis eine engere Anbindung Ankaras erreichen will, das sich in wachsendem Ma&szlig; vom Westen abzuwenden droht. Ursachen des deutschen Bestrebens sind der Beitrag der T&uuml;rkei zur Fl&uuml;chtlingsabwehr sowie vor allem geostrategische Motive: Das Land gilt als unverzichtbare Landbr&uuml;cke zur Einflussnahme in Zentralasien und Mittelost, um die sich die Bundesrepublik bem&uuml;ht. Auch erm&ouml;glicht Ankara es Berlin, unter Ausschluss Washingtons gemeinsam mit Moskau an einem Abgleich &uuml;ber Syrien teilzunehmen. Der Ausbau der deutsch-t&uuml;rkischen Zusammenarbeit ist mit Milliardenauftr&auml;gen f&uuml;r deutsche Konzerne und mit deutschen Beitr&auml;gen zum Aufbau einer eigenen t&uuml;rkischen R&uuml;stungsindustrie verbunden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7736\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<p>dazu: <strong>Vom Hoffnungstr&auml;ger zum Diktator<\/strong><br>\nErdo&#287;an kommt am Donnerstag nach Berlin. Wie er sich in einen Autokraten verwandelte und welche Rolle deutsche Journalisten dabei spielten.<br>\nF&uuml;r mich und fast alle anderen westlichen Korrespondenten in der T&uuml;rkei war Erdo&#287;an damals eine willkommene positive Abwechslung von den Politikern, die bis dahin das Land gepr&auml;gt hatten. Er schien offen, sagte scheinbar, was er dachte, und verfolgte einen Kurs, der viele auch westliche gepr&auml;gte Intellektuelle begeisterte. Ein islamisch gepr&auml;gter Mann wollte die T&uuml;rkei in den Christenklub EU bringen und schien bereit, daf&uuml;r einiges zu tun. Das war bemerkenswert. In einem Portr&auml;t Ende 2004 schrieb ich:<br>\n&bdquo;In den zwei Jahren der Regierung Erdo&#287;an sind mehr Reformen realisiert worden als in den 20 Jahren davor. Meinungsfreiheit und Null-Toleranz gegen Folter wurden proklamiert und gesetzlich verankert, kulturelle Rechte f&uuml;r die kurdische Minderheit garantiert und die Todesstrafe endg&uuml;ltig abgeschafft.&ldquo;<br>\nHeute, 14 Jahre sp&auml;ter, kann von Meinungsfreiheit keine Rede mehr sein, seit dem Putschversuch im Jahr 2016 wird in Polizeihaft wieder gefoltert, die Kurden im Land gelten wieder pauschal als PKK-Sympathisanten und &bdquo;Terrorhelfer&ldquo;. Erdo&#287;an fordert regelm&auml;&szlig;ig das Parlament dazu auf, die Todesstrafe wiedereinzuf&uuml;hren. Wie konnte das geschehen? Die meisten westlichen Korrespondenten &ndash; mich eingeschlossen &ndash; haben die Kritiker Erdo&#287;ans, schon damals nicht ernst genommen, wenn sie sagten, dass der Mann lediglich ein taktisches Verh&auml;ltnis zur Demokratie, zu westlichen Werten und der Europ&auml;ischen Union hatte.<br>\nIch erinnere mich an ein Gespr&auml;ch mit einem Mitglied des t&uuml;rkischen Wissenschaftsrates. Professor Cel&acirc;l &#350;eng&ouml;r bef&uuml;rchtete schon damals, dass Erdo&#287;an die Autonomie der Wissenschaft beenden und die Universit&auml;ten am liebsten wieder in Medresen, die alten religi&ouml;sen Hochschulen, umwandeln w&uuml;rde. Ich hielt &#350;eng&ouml;r damals f&uuml;r &uuml;berspannt, f&uuml;r einen verbohrten Kemalisten, der seine Vorurteile nicht aufgeben wollte. Mea culpa, Cel&acirc;l &#350;eng&ouml;r.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Aufstieg-von-Recep-Tayyip-Erdoan\/!5536177\/\">taz<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Der Autor &uuml;bt auf sympathische Weise viel Selbstkritik an seinen eigenen (wechselnden) Einsch&auml;tzungen von Erdogan und gesteht gleichzeitig ein, dass eine Beurteilung der politischen Lage in der T&uuml;rkei unglaublich schwierig ist und immer mehrere Seiten hat. So viel kritische Distanz und Einsicht st&uuml;nde vielen, vielen Journalisten an.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>IG BAU, DGB und DMB stellen fest: Keine Vereinbarung auf dem Wohngipfel getroffen<\/strong><br>\n&bdquo;Die Ziele des Wohngipfels im Bundeskanzleramt, die St&auml;rkung des Wohnungsneubaus und die Sicherung bezahlbaren Wohnens begr&uuml;&szlig;en und teilen wir. Anders als in der Pressemeldung des Bundesministeriums des Inneren, f&uuml;r Bau und Heimat dargestellt, gibt es aber keine Vereinbarung &uuml;ber die hierzu notwendigen Ma&szlig;nahmen, zumindest keine Vereinbarung mit den Gewerkschaften und dem Deutschen Mieterbund&ldquo;, stellten die Teilnehmer am Wohngipfel 2018 Robert Feiger (IG BAU), Stefan K&ouml;rzell (DGB) und Franz-Georg Rips (DMB) klar. &bdquo;Das vorgelegte Ma&szlig;nahmenb&uuml;ndel basiert vielmehr auf einem Eckpunktepapier der Bundesregierung, das wir keine 24 Stunden vor dem Wohngipfel erhalten haben. Die hier angesprochenen Ma&szlig;nahmen, die teilweise l&auml;ngst beschlossen sind, wurden weder ernsthaft diskutiert, noch mit uns vereinbart, sie geben auch nicht in allen Punkten die Position von Gewerkschaften und Mieterbund zur Wohnungs- und Mietenpolitik wieder.&ldquo;<br>\nVon einer St&auml;rkung des sozialen Wohnungsbaus k&ouml;nne beispielsweise nicht gesprochen werden, wenn nur 5 Milliarden Euro in 4 Jahren bereitgestellt und die F&ouml;rdermittel des Bundes von derzeit 1,5 Milliarden Euro auf jeweils 1 Milliarde Euro in den Jahren 2020 und 2021 abgesenkt werden. Die geplanten 100.000 zus&auml;tzlichen Sozialwohnungen in dieser Legislatur reichten nicht einmal aus, um den jetzigen Bestand an Sozialwohnungen zu sichern und ein weiteres Abschmelzen zu verhindern.<br>\nBei dem Ma&szlig;nahmenb&uuml;ndel handelt es sich nach Einsch&auml;tzung der Gewerkschaften und des Mieterbundes nicht um die geeigneten Schritte, um der Wohnraumkrise schnell und entschlossen zu begegnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/presse\/++co++d81f2ce6-bfff-11e8-940d-52540088cada\">DGB<\/a>\n<p>dazu: <strong>Teurer Wohnen: Wem geh&ouml;rt die Stadt?<\/strong><br>\nUnd w&auml;hrend die Politik immer wieder an Schr&auml;ubchen dreht, ist die deutsche Hauptstadt zum Schauplatz eines internationalen Monopoly-Spiels geworden, bei dem die Investoren die Preise in schwindelerregende H&ouml;hen treiben: Seit 2010 sind die Angebotskaufpreise f&uuml;r Immobilien in Berlin um fast 109 Prozent gestiegen, allein zwischen 2016 und 2017 um rund 20 Prozent. Das macht die Stadt zum weltweiten Spitzenreiter.<br>\nWeil L&ouml;hne und Geh&auml;lter bei Weitem nicht in dem Ma&szlig;e wachsen, denkt man an der Spree mittlerweile radikal: Der gr&uuml;ne Baustadtrat von Kreuzberg droht mit Enteignung, wenn Immobilienbesitzer ihre Wohnungen nicht oder zu teuer vermieten. Der Regierende B&uuml;rgermeister denkt sogar schon laut dar&uuml;ber nach, Ausl&auml;ndern den Erwerb von Immobilien vielleicht ganz zu verbieten oder zumindest einzuschr&auml;nken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/politik\/frontal-21\/wohngipfel-wem-gehoert-die-stadt-100.html\">frontal 21<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> Lesen Sie dazu auch &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46201\">Von der &Auml;chtung zur Bewunderung der Spekulation. Anmerkungen zum Wohn- und Mieten-Gipfel. Ein Einordnungsversuch.&ldquo;<\/a> auf den NachDenkSeiten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Globalisierung und technologischer Wandel f&uuml;hren nicht einfach so zu sinkenden L&ouml;hnen und sozialer Ungleichheit<\/strong><br>\nPolitik neigt dazu, sich aus der Verantwortung f&uuml;r sinkende L&ouml;hne, Prekarisierung und wachsende soziale Ungleichheit zu stehlen. &raquo;Technologischen Wandel&laquo; und &raquo;Globalisierung&laquo; f&uuml;hrt sie dann als Ursachen an, gegen die man leider nichts machen k&ouml;nne. Eine Studie zeigt: Das ist falsch. [&hellip;]<br>\nEine Studie, erschienen ausgerechnet beim neoliberalen M&uuml;nchener ifo-Institut, hat nun unter R&uuml;ckgriff auf umfangreiche Daten aus mehreren L&auml;ndern untersucht, ob die sinkende Lohnquote tats&auml;chlich auf (kaum beeinflussbare) technologische Entwicklungen und Globalisierungsprozesse zur&uuml;ckzuf&uuml;hren ist. Die St&auml;rke der Studie liegt darin, dass sie Auswirkungen von Globalisierung und technologischem Wandel nicht einfach f&uuml;r alle L&auml;nder als identisch behauptet. Sie untersucht vielmehr, in welchem Ma&szlig;e und in welcher Weise sich diese Auswirkungen je nach politischen und institutionellen Gegebenheiten in (hier sechs) verschiedenen L&auml;ndern unterscheiden. Dabei nimmt differenziert sie nach verschiedenen Branchen und Arbeitsmarktbereichen. Und sie fragt insbesondere, welche Rolle Arbeitsmarktinstitutionen &ndash; wie etwa Arbeitslosenversicherungen, Gewerkschaften und Tarifaushandlungssysteme &ndash; sowie deren je spezifische Auspr&auml;gung dabei spielen. Das Ergebnis ist eindeutig: Die Behauptung einer mangelnden politischen Handlungsf&auml;higkeit ist nicht haltbar.\n<p>Insgesamt deuten unsere Ergebnisse darauf hin, dass der R&uuml;ckgang der Lohnquote keine unausweichliche Folge des technologischen Wandels und der Globalisierung ist.<\/p>\n<p>Um das Problem wachsender sozialer Ungleichheit und Unsicherheit in den Griff zu bekommen, so die Studie, gen&uuml;ge es nicht, auf &raquo;mehr Bildung und Qualifizierung&laquo; zu setzen (wie es h&auml;ufig von denen vorgeschlagen wird, die eine echte Umverteilung verhindern wollen). Vielmehr m&uuml;sse man die Verhandlungsmacht der abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten und ihrer Gewerkschaften gegen&uuml;ber den Arbeitgebern politisch st&auml;rken:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blickpunkt-wiso.de\/post\/globalisierung-und-technologischer-wandel-fuehren-nicht-einfach-so-zu-sinkenden-loehnen-und-sozialer-ungleichheit--2239.html\">Blickpunkt WiSo<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die erneut amputierte Reform der Erwerbsminderungsrente und Erkenntnisse &uuml;ber den (Nicht-)Zugang zu dieser Leistung<\/strong><br>\nNun hat die Gro&szlig;e Koalition in der letzten Legislaturperiode bereits zweimal &ndash; 2014 und dann 2017 &ndash; gesetzgeberische Verbesserungen vorgenommen, die zu h&ouml;heren Erwerbsminderungsrenten f&uuml;hren. Und sie will auch in dieser Legislatur den eingeschlagenen Weg fortsetzen. So hei&szlig;t es im vorliegenden Entwurf eines Gesetzes &uuml;ber Leistungsverbesserungen und Stabilisierung in der gesetzlichen Rentenversicherung (RV-Leistungsverbesserungs- und -Stabilisierungsgesetz) zu den geplanten Verbesserungen: &raquo;Die Absicherung bei Erwerbsminderung wird deutlich verbessert. Die Zurechnungszeit wird f&uuml;r Rentenzug&auml;nge im Jahr 2019 in einem Schritt auf 65 Jahre und 8 Monate angehoben. Anschlie&szlig;end wird sie in Anlehnung an die Anhebung der Regelaltersgrenze weiter auf 67 Jahre verl&auml;ngert.&laquo;<br>\nNun muss man bekanntlich genau lesen &ndash; und die hier entscheidende Formulierung im Gesetzentwurf lautet &bdquo;f&uuml;r Rentenzug&auml;nge im Jahr 2019&ldquo; soll es die beschriebenen Verbesserungen bei der Zurechnungszeit geben, die erhebliche Auswirkungen haben wird, denn ein Durchschnittsverdiener w&uuml;rde bei Eintritt in die Erwerbsminderungsrente Anfang 2019 auf einen Schlag 98 Euro mehr Monatsrente erhalten als unter den heutigen rechtlichen Rahmenbedingungen, wenn die Reform in Kraft treten wird. Das bedeutet aber auch: alle Bestandsrentner werden nichts von den Verbesserungen haben und somit von den damit verbundenen h&ouml;heren Leistungen auf Dauer, das hei&szlig;t lebenslang, abgekoppelt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2018\/09\/26\/die-erneut-amputierte-reform-der-erwerbsminderungsrente-und-erkenntnisse-ueber-den-nicht-zugang-zu-dieser-leistung\/\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Pflege: Profit oder Gemeinwohl?<\/strong><br>\nDie Pflege war &uuml;ber Jahrhunderte eine Sache von Familie, Kirchen und Wohlfahrtsverb&auml;nden. Seit den 1990er-Jahren sind auch privatwirtschaftliche Unternehmen auf dem Pflegemarkt aktiv, um Renditen zu erwirtschaften. Die Menschen bleiben dabei auf der Strecke, sagen Vertreter der Wohlfahrtspflege.<br>\nGanz so hatten sich das die V&auml;ter und M&uuml;tter der Pflegeversicherung wohl nicht gedacht, als sie 1995 die Pflegeversicherung einf&uuml;hrten. Sie wollten die wachsende Zahl von Pflegebed&uuml;rftigen finanziell absichern und den Ausbau von dringend ben&ouml;tigten Pflegeeinrichtungen ankurbeln. &bdquo;Markt&ldquo; und &bdquo;Wettbewerb&ldquo; waren die vielversprechenden Schlagworte der Zeit. Damals war das notwendig und sinnvoll. Doch heute zeige diese Marktorientierung immer st&auml;rker ihre negativen Seiten, meint Hanno Heil, Vorstandsvorsitzender des Verbands der Katholischen Altenhilfe.<br>\n&bdquo;Bis 1995 hat jeder, der gepflegt hat, selber investiert. Die Familien haben investiert, die Wohlfahrtspflege, die Kirchen haben investiert, sie haben Geld mitgebracht, um zu pflegen, das ging &uuml;ber Jahrhunderte so. Der einzige Lohn war ein L&auml;cheln auf dem Gesicht von Oma oder Opa, oder die Himmelst&uuml;r stand offen. Seit 1995 kann ich Geld aus der Pflege herausholen, ohne zu pflegen. Ich kaufe Aktien, ich kaufe Unternehmen und ziehe Geld aus der Pflege, ohne selbst je in einem Altenheim gewesen zu sein. Das ist ein Paradigmenwechsel par excellence, das ganze System hat sich komplett gewendet seitdem.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/pflege-profit-oder-gemeinwohl.886.de.html?dram:article_id=428864\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p>dazu: <strong>Pflegezeit wird kaum genutzt<\/strong><br>\nBerufst&auml;tigen, die einen Angeh&ouml;rigen pflegen, stehen mehrere gesetzliche Angebote zur Verf&uuml;gung, wie sich Pflege und Beruf besser vereinbaren lassen. Doch genutzt werden sie kaum, wie eine Befragung von Unternehmen zeigt.<br>\nRund f&uuml;nf Millionen pflegende Angeh&ouml;rige gibt es in Deutschland, so sch&auml;tzen Experten. Viele der Betroffenen sind berufst&auml;tig. Damit sich Job und Pflege besser vereinbaren lassen, hat der Gesetzgeber einige Angebote wie &ldquo;Pflegezeit&rdquo; oder &ldquo;Familien-Pflegezeit&rdquo; geschaffen. Doch offenbar werden diese M&ouml;glichkeiten von den Arbeitnehmern selten in Anspruch genommen.<br>\nDas geht aus den Ergebnissen der Studie zur &ldquo;Vereinbarkeit von Beruf und Pflege&rdquo; hervor, die das Zentrum f&uuml;r Qualit&auml;t in der Pflege (ZQP) vorgenommen hat. Dazu wurden Personalentscheider in 401 Unternehmen, die 26 oder mehr Menschen besch&auml;ftigen, befragt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.aerztezeitung.de\/politik_gesellschaft\/pflege\/article\/972394\/unternehmen-berichten-pflegezeit-kaum-genutzt.html\">&Auml;rzte Zeitung<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Spahns Gesetz bringt keine Gleichbehandlung von Kassen- und Privatpatienten<\/strong><br>\n&bdquo;Die Bevorzugung von Privatpatienten bei der Terminvergabe wird mit dem neuen Gesetz nicht beendet. Gesundheitsminister Spahn l&auml;sst seinen vollmundigen Ank&uuml;ndigungen nur Flickwerk folgen&ldquo;, erkl&auml;rt Achim Kessler, Sprecher der Fraktion DIE LINKE f&uuml;r Gesundheits&ouml;konomie und Obmann im Gesundheitsausschuss, zum heute vom Bundeskabinett beschlossenen Gesetzentwurf f&uuml;r schnellere Termine und bessere Versorgung. Kessler weiter:<br>\n&bdquo;Laut Minister Spahn soll es sich f&uuml;r &Auml;rztinnen und &Auml;rzte &sbquo;lohnen&lsquo;, Patientinnen und Patienten zeitnah einen Termin zu geben. Es dr&auml;ngt sich der Eindruck auf, dass die Kassen&auml;rzteschaft nun f&uuml;r Aufgaben extra honoriert werden soll, die ohnehin Teil ihres Versorgungsauftrags sind. Es wird keine Gleichbehandlung von gesetzlich und privat Versicherten geben, solange dies nicht ausdr&uuml;cklich vorgeschrieben wird.<br>\nEs ist billiger Populismus, wenn der Gesundheitsminister gegen unversch&auml;mte Renditen wettert, diese aber nicht in seinem Gesetz verhindert. Gesundheitseinrichtungen d&uuml;rfen nicht zur Profitmaximierung von Gro&szlig;anlegern missbraucht werden. Spahn vers&auml;umt es, dem bei der Regulierung von Versorgungszentren wirksam per Gesetz einen Riegel vorzuschieben.<br>\nDas TSVG enth&auml;lt ohne Zweifel Verbesserungen f&uuml;r gesetzlich Versicherte. Sie gehen jedoch nicht weit genug. Die Erh&ouml;hung des Festzuschusses f&uuml;r Zahnersatz um zehn Prozent reicht bei weitem nicht aus. Die vollst&auml;ndige Kosten&uuml;bernahme f&uuml;r Zahnersatz und Sehhilfen, wie DIE LINKE. sie fordert, ist l&auml;ngst &uuml;berf&auml;llig. Sie w&auml;re aus den &Uuml;bersch&uuml;ssen der Krankenkassen ohne weiteres finanzierbar.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/spahns-gesetz-bringt-keine-gleichbehandlung-von-kassen-und-privatpatienten\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Fluchtursachen bek&auml;mpfen: Theorie und Praxis der Bundesregierung<\/strong><br>\nZus&auml;tzliche Einnahmen des Bundes sollen 1:1 auf Verteidigungs- und Entwicklungsministerium verteilt werden. So steht es im Koalitionsvertrag. Im aktuellen Haushaltsentwurf f&uuml;r 2019 erh&auml;lt der Verteidigungsetat fast das 15fache! Dem Entwicklungsminister M&uuml;ller (CSU) ist am Mittwoch wenigstens ein bisschen der Kragen geplatzt&hellip;<br>\nWie oft haben wir das jetzt schon geh&ouml;rt aus Politikermund?! Dass Fluchtursachen bek&auml;mpft werden m&uuml;ssen, indem (Entwicklungs-)Hilfe vor Ort geleistet wird. Selbst in den Koalitionsvertrag hat es diese Absicht geschafft. Dort ist vereinbart, dass &bdquo;zus&auml;tzliche Haushaltsspielr&auml;ume&ldquo; ab 2019 im Verh&auml;ltnis 1:1 aufgeteilt werden auf den Verteidigungshaushalt und den Haushalt des Entwicklungsministeriums. Dort sollen sie verwendet werden f&uuml;r Krisenpr&auml;vention, humanit&auml;re Hilfe, Ausw&auml;rtige Kultur- und Bildungspolitik und Entwicklungszusammenarbeit.<br>\nDiese hehre Absicht ist offensichtlich unter die R&auml;der der Trump&rsquo;schen Drohungen geraten: Denn in den aktuellen Haushaltsans&auml;tzen f&uuml;r 2019 erh&auml;lt der Verteidigungshaushalt zus&auml;tzliche Mittel in H&ouml;he von 4,38 Milliarden Euro. F&uuml;r den Etat des Entwicklungsministers bleiben gerade mal ein Plus von 295 Millionen Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/cives.de\/fluchtursachen-bekaempfen-theorie-und-praxis-der-bundesregierung-8334\">Cives<\/a>\n<p>dazu: <strong>N&auml;herinnen in Asien: &ldquo;Die Ergebnisse der Recherche haben uns geschockt&rdquo;<\/strong><br>\nSeit den schweren Fabrikungl&uuml;cken in Asien mit vielen Toten stehen die oft miserablen Arbeitsbedingungen f&uuml;r N&auml;herinnen im Fokus und Modefirmen sind mit der Frage nach ihrer Verantwortung daf&uuml;r konfrontiert. F&uuml;r Aufsehen sorgte da 2013 der schwedische Modekonzern H&amp;M mit seiner Ank&uuml;ndigung, innerhalb von f&uuml;nf Jahren bei seinen strategischen Zulieferern existenzsichernde L&ouml;hne f&uuml;r die Besch&auml;ftigten erreichen zu wollen.<br>\nGewerkschaften und NGOs, die dieses Ziel bislang, erfolglos verfolgten, hofften auf eine Vorreiterfunktion von H&amp;M, mit rund 4800 Filialen einem Schwergewicht. Nun &ndash; f&uuml;nf Jahre sp&auml;ter &ndash; stellt die Kampagne f&uuml;r Saubere Kleidung nach Interviews mit Besch&auml;ftigten in vier L&auml;ndern H&amp;M ein schlechtes Zeugnis aus. &ldquo;Die Ergebnisse der Recherche haben uns geschockt&rdquo;, sagt die Autorin der Studie, Bettina Musiolek, und spricht von Hungerl&ouml;hnen, exzessiven &Uuml;berstunden und F&auml;llen von Mangelern&auml;hrung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/naeherinnen-in-asien-die-ergebnisse-der-recherche-haben-uns-geschockt-1.4144101\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das muss man auch noch aus einer anderen Perspektive sehen. Die Forderung der neuen Salonlinken &ldquo;No borders, No Nations&rdquo; ist genau das, was die Neoliberalen wollen. Einen entgrenzten, globalen Markt f&uuml;r Arbeitskraft. Wie die Recherchen der Gewerkschaften zeigen, f&uuml;hrt dies zur weltweiten Ausbreitung prek&auml;rer Arbeitsverh&auml;ltnisse. Die L&ouml;sung der neuen Salonlinken, die Menschen sollten einfach ihre Heimat verlassen und etwa nach Deutschland migrieren. Die Frage ist, was w&uuml;rde sich damit an den katastrophalen Arbeitsbedingungen &auml;ndern? Richtige Antwort: erst einmal gar nichts. W&auml;re es nicht besser die Menschen in ihren Heimatl&auml;ndern dabei zu unterst&uuml;tzen, dort f&uuml;r bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen zu k&auml;mpfen?<\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Attac und Medico International starten Unterschriftenkampagne<\/strong><br>\n&ldquo;Menschenrechte vor Profit &ndash; weltweit!&rdquo; Unter diesem Motto haben Attac und die Hilfs- und Menschenrechtsorganisation Medico International am heutigen Mittwoch eine gemeinsame Kampagne zur Durchsetzung der Menschenrechte im Welthandel gestartet. In einem Appell, der online unterzeichnet werden kann, fordern sie die Bundesregierung dazu auf, sich f&uuml;r einen starken UN-Vertrag einzusetzen, der Unternehmen zur Einhaltung der Menschenrechte verpflichtet. Auch soll Deutschland ein Gesetz beschlie&szlig;en, das Menschenrechtsverletzungen von Konzernen im In- und im Ausland unter Strafe stellt. Menschenrechte sollen zudem unbedingten Vorrang vor Vereinbarungen in internationalen Handelsabkommen erhalten.<br>\n&ldquo;&Uuml;berall auf der Welt verletzen transnationale Konzerne Menschenrechte &ndash; und kommen meistens straffrei davon. Die Interessen von Unternehmen werden durch Freihandels- und Investitionsschutzabkommen rechtlich gesch&uuml;tzt. Sie k&ouml;nnen h&auml;ufig vor internationalen Schiedsgerichten direkt eingeklagt werden. F&uuml;r die Einhaltung der Menschenrechte durch Unternehmen gelten dagegen nur freiwillige Verfahren&rdquo;, sagt Brigitte Hamm von Attac. &ldquo;Doch statt eine Vorreiterrolle einzunehmen, torpediert die Bundesregierung den Verhandlungsprozess der Vereinten Nationen f&uuml;r ein Abkommen, das Konzerne zur Einhaltung der Menschenrechte verpflichtet. Das ist ein Skandal.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/news\/menschenrechte-im-welthandel-durchsetzen\/\">attac<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Allianz gegen Fl&uuml;chtlinge: EU flirtet mit &Auml;gypten<\/strong><br>\nGinge es nach der EU, dann sollten Fl&uuml;chtlinge auf dem Weg nach Europa m&ouml;glichst in Nordafrika aufgehalten werden. Einige L&auml;nder sind Vorreiter. Auf dem EU-Gipfel in Salzburg wurde &Auml;gypten f&uuml;r seine &bdquo;Effizienz&ldquo; gelobt. Taugt das Land als Partner?<br>\n28 EU-Staatschefs haben sich letzte Woche in Salzburg zu einem informellen Gipfel getroffen, um sich unter anderem &uuml;ber die EU-Migrationspolitik zu verst&auml;ndigen. Innerhalb der EU kommt man in der Frage der Verteilung der Fl&uuml;chtlinge keinen Schritt weiter, deshalb sucht man verst&auml;rkt nach Partnern in Nordafrika. &Auml;gypten sei &bdquo;effizient und vorbildlich&ldquo;, so lobte der &ouml;sterreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz. Nicht ein einziges Boot mit Fl&uuml;chtlingen habe in diesem Jahr von der K&uuml;ste &Auml;gyptens abgelegt Richtung Europa.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/allianz-gegen-fluechtlinge-eu-flirtet-mit-aegypten.979.de.html?dram:article_id=429098\">Deutschlandfunk Kultur<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Glyphosat und die Immunschw&auml;che der Bienen<\/strong><br>\nEin weiterer R&uuml;ckschlag f&uuml;r die Glyphosat-Verteidiger: In einer Studie hat man &uuml;berzeugende Hinweise gefunden, wie das Unkrautvernichtungsmittel auch Honigbienen sch&auml;digt &ndash; und was Darmprobleme damit zu tun haben.<br>\nDass ein n&uuml;tzliches Gift gerne gekauft, h&auml;ufig verspr&uuml;ht und f&uuml;r unbedenklich &ndash; jedenfalls f&uuml;r den Menschen &ndash; erkl&auml;rt wird, reicht nicht aus f&uuml;r einen toxikologischen Persilschein. Als Chemieproduzent der ersten Stunde k&ouml;nnte man das wissen. Der deutsche Chemiekonzern Bayer hat aber offenbar genau das angenommen. Schon lange vor der &Uuml;bernahme des Glyphosat-Herstellers Monsanto gab es etliche wissenschaftliche Hinweise, dass das sehr wirksame Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat so spezifisch auf unerw&uuml;nschte &bdquo;Unkr&auml;uter&ldquo; im Feld, wie man das gerne h&auml;tte, gar nicht wirkt. &Ouml;kologische Kollateralsch&auml;den wurden registriert, wohl aber als bedeutungslos abgehakt.<br>\nDas r&auml;cht sich jetzt. So wie es sich immer r&auml;cht, wenn man die Hartn&auml;ckigkeit von Forschern untersch&auml;tzt, die auf begr&uuml;ndete Fragen keine plausiblen Antworten bekommen. Im Fall des Totalherbizids Glyphosat hat diese Suche nach Antworten jetzt auf eine Spur gef&uuml;hrt, die abermals zu Lasten des Pestizidherstellers gehen d&uuml;rfte. Glyphosat, hei&szlig;t es in einer Ver&ouml;ffentlichung der amerikanischen Nationalen Akademie der Wissenschaften, sch&auml;digt die Mikroflora im Verdauungstrakt von Honigbienen. Die Folge: Schon junge, frisch geschl&uuml;pfte Bienen torkeln buchst&auml;blich geschw&auml;cht durch die Luft. Ihr Immunsystem, das wie bei allen Tieren &ndash; einschlie&szlig;lich des Menschen &ndash; von einer intakten Darmflora abh&auml;ngt, erleidet regelrecht Schiffbruch.<br>\nOpportunistische Keime &uuml;bernehmen<br>\nEine ausgewachsene Immunschw&auml;che also. &Auml;hnlich wie bei Aids, aber auch &auml;hnlich wie bei Chemotherapie-Patienten, deren Immunsystem durch Zellgifte beziehungsweise durch Viren gest&ouml;rt ist, gedeihen anstelle der n&uuml;tzlichen Darmbakterien-St&auml;mme pl&ouml;tzlich ganz andere &ndash;  sogenannte opportunistische und damit oft sch&auml;dliche &ndash; Mikroben im Darm. Ein lebenswichtiges System kippt. So zumindest beschreiben Erick Motta und Nancy Moran von der University of Texas in Austin die Befunde, die sie nach Experimenten mit Glyphosat in ihren Bienenst&ouml;cken gesammelt haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/glyphosat-und-die-immunschwaeche-der-bienen-15805798.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Lesenswert, bemerkenswert &ndash; und Konsequenzen??<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Blind in den Abgrund<\/strong><br>\nWegen Rekordschulden k&uuml;ndigte Bahnchef Lutz k&uuml;rzlich &ldquo;einschneidende Ma&szlig;nahmen&rdquo; an. Doch die tieferen Ursachen der Krise werden von den Bahn-Oberen nach wie vor nicht identifiziert. Die jetzige Konzernpolitik werde die Krise sogar noch versch&auml;rfen, prognostiziert unser Autor.<br>\nSeit Wochen sind die Medien voll von Berichten &uuml;ber den &ldquo;Brandbrief&rdquo;, den der Bahnchef Richard Lutz am 7. September an F&uuml;hrungskr&auml;fte im DB-Konzern versandt hatte. Danach bef&auml;nde sich &ldquo;die Bahn in einer schwierigen Lage&rdquo;; die Situation habe sich &ldquo;in den letzten Monaten verschlechtert&rdquo;, weswegen &ndash; um die &ldquo;wirtschaftliche Stabilit&auml;t&rdquo; des Konzerns zu erhalten &ndash; &ldquo;einschneidende Ma&szlig;nahmen&rdquo; notwendig seien. Die Schulden der DB AG stiegen auf das Rekordniveau von 19,7 Milliarden Euro an, 700 Millionen Euro mehr als im Jahr zuvor. Die Kosten in der Verwaltung des Bahnkonzerns h&auml;tten sich &ldquo;seit 2015 um einen deutlichen dreistelligen Millionenbetrag erh&ouml;ht&rdquo;. Lutz lie&szlig; eine Ausgabensperre verh&auml;ngen &ndash; eine Ma&szlig;nahme, die f&uuml;r eine wirklich tiefe Krise des Bahnkonzerns spricht. [&hellip;]<br>\nNun spricht alles daf&uuml;r, dass Lutz auf der angef&uuml;hrten Pressekonferenz zum Ergebnis des ersten Halbjahres 2018 die &Ouml;ffentlichkeit mit einem rosa eingef&auml;rbten Zahlenwerk t&auml;uschte. Insofern k&ouml;nnte man sagen, es gebe zwar eine sp&auml;te Erkenntnis, doch immerhin eine Erkenntnis. Entscheidend ist jedoch, dass die Ursachen f&uuml;r die Krise der Bahn von den Bahn-Oberen weiterhin nicht identifiziert werden. Dass stattdessen eine Konzernpolitik verfolgt wird, die die Krise des Konzerns versch&auml;rfen muss. Dies l&auml;sst sich an den drei Beispielen Personalpolitik, Fehlinvestitionen und falsches Sparen bei der Kundschaft illustrieren.<br>\nSeit einem Vierteljahrhundert wird das Bahnmanagement immer mehr durchsetzt von Spitzenmanagern, die keinerlei Kenntnisse von Eisenbahn haben, und die nicht bereit und in der Lage sind, sich leidenschaftlich f&uuml;r die Schiene zu engagieren. Es fehlt ihnen schlicht eine Corporate Identity &ndash; eine Identifikation mit der Eisenbahn. Mehr noch: Es standen mit Heinz D&uuml;rr (1990-1997), Hartmut Mehdorn (1999-2009) und R&uuml;diger Grube (2009-2017) Personen an der Bahnspitze, die eng mit der Konkurrenz, mit der Autoindustrie und mit dem Daimler-Konzern verbandelt waren. Nun kommt die Personalie Alexander Doll hinzu. Dieser soll ab Ende 2018 Finanzchef im Bahnkonzern werden und Richard Lutz in dieser Position abl&ouml;sen (Lutz ist seit 2017 Finanz- und Bahnchef in einer Person).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/wirtschaft\/391\/blind-in-den-abgrund-5367.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Es droht ein scheinheiliger Kompromiss mit der Autoindustrie<\/strong><br>\nDie bisherigen Vorschl&auml;ge des Verkehrsministers zur L&ouml;sung der Dieselkrise zeigen eins: Der Minister bleibt seiner Linie, die Autobranche politisch zu hofieren, treu. Um bessere Luftwerte in den Innenst&auml;dten zu erreichen, strebt Minister Scheuer eine Erneuerung der Dieselflotte an. Mit Hilfe von Umstiegspr&auml;mien soll der Kauf neuer Fahrzeuge angekurbelt werden, damit werden die Kassen der Autokonzerne weiter gef&uuml;llt&ldquo;, erkl&auml;rt Ingrid Remmers verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. Remmers weiter:<br>\n&bdquo;Zur Erinnerung: Die H&ouml;chstwerte f&uuml;r Stickoxide werden &uuml;berschritten, nicht weil keine neuen Fahrzeuge mehr gekauft werden. Sie werden &uuml;berschritten, weil Hersteller bei der Abgasreinigung manipulieren. Selbst neue Euro 6c Fahrzeuge rei&szlig;en die Abgas-Grenzwerte um ein vielfaches &ndash; und sind damit fast genauso dreckig wie die, die sie ersetzen sollen. Eine Flottenerneuerung wird damit kaum die Schadstoffbelastung in unseren St&auml;dten senken.<br>\nZudem zeichnet sich ein schmutziger Deal mit der Autoindustrie auf Kosten unserer Umwelt ab. Damit die Autobauer der Regierung bei der Hardware Nachr&uuml;stung entgegenkommen, wollen sich die zust&auml;ndigen Politiker bei den CO2 Zielen gn&auml;dig zeigen. Beim Diesel-Desaster droht erneut ein scheinheiliger Kompromiss.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/es-droht-ein-scheinheiliger-kompromiss-mit-der-autoindustrie\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Jetzt offenbart sich die deutsche Breitband-Ungerechtigkeit<\/strong><br>\nDie Netzbetreiber investieren viel in die Infrastruktur &ndash; nur leider oft an der falschen Stelle. Das bedeutet oft Doppelt- und Dreifachversorgung f&uuml;r Haushalte in den St&auml;dten. Und das flache Land? Schaut in die R&ouml;hre.<br>\nWenn Tim H&ouml;ttges &uuml;ber sein Unternehmen spricht, ist er versucht, seine Konkurrenten blass aussehen zu lassen. Das gilt vor allem dann, wenn der Chef der Deutschen Telekom &uuml;ber sein Netz spricht. &bdquo;Wir investieren mehr als alle anderen Unternehmen in die Infrastruktur&ldquo;, sagt er dann. Am Mittwoch haben ihm nun seine Konkurrenten mit einer Breitbandstudie geantwortet. Die Zusammenfassung k&ouml;nnte lauten: H&ouml;ttges hat recht, nur investiert er in die falschen Anschl&uuml;sse.<br>\nEin Gro&szlig;teil der Netzinvestitionen der vergangenen drei Jahre ging an den Breitbandzielen der Bundesregierung vorbei. Das ist das Ergebnis einer Studie des Bundesverbands Breitbandkommunikation (Breko), die am Mittwoch in Berlin vorgelegt wurde. Zwar hat sich der Breitbandstudie 2018 zufolge die Verf&uuml;gbarkeit von Breitbandanschl&uuml;ssen mit mindestens 50 Megabit pro Sekunde zwischen 2014 und 2017 um knapp 6,3 Millionen Haushalte erh&ouml;ht. Doch die Zahl der Haushalte, die zwischen zwei oder mehr Anschlusstechnologien mit dieser Geschwindigkeit w&auml;hlen k&ouml;nnen, stieg in dieser Zeit um fast 13,5 Millionen. So zerf&auml;llt Deutschland in zwei Teile: Die einen haben schnelles Internet &ndash; und zwar zwei- oder dreifach. Die anderen haben nichts.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/webwelt\/article181673884\/Breitbandausbau-Schnelles-Internet-am-falschen-Ort.html\">Welt Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Deutsche Kampfjets fangen russische &Uuml;berschallbomber ab<\/strong><br>\n&Uuml;ber der Ostsee liefern sich Nato-Kampfjets und russische Flugzeuge immer wieder ein Katz-und-Maus-Spiel. Am Dienstag gab es erneut einen Zwischenfall, an dem auch zwei deutsche Kampfjets beteiligt waren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/nato-deutsche-kampfjets-fangen-russische-ueberschallbomber-ab-a-1230206.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Diese Falschmeldung gab es schon mehrfach. Es k&ouml;nnen aber keine Flugzeuge abgefangen werden, die sich im internationalen Luftraum bewegen. Dieser geh&ouml;rt nun einmal nicht der NATO, auch wenn es der Autor &bdquo;flx&ldquo; in dieser offenbar gek&uuml;rzten dpa-Meldung mal wieder so aussehen l&auml;sst. Etwas genauer steht die gleiche Meldung <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article181675604\/Deutsche-Kampfjets-fangen-russische-Ueberschallbomber-ueber-der-Ostsee-ab.html\">hier<\/a>. Dort ist zu lesen, dass die russische Maschine im &Uuml;berwachungsgebiet der Nato nahe dem Baltikum unterwegs gewesen sei. Konkret wird auch noch der Satz gebracht: &bdquo;Russische Flugzeuge kontrolliert die Nato regelm&auml;&szlig;ig im internationalen Flugraum.&ldquo; Dieser fehlt bei der gek&uuml;rzten Meldung auf Spiegel Online. Warum wohl? Weil die komplette Meldung einen Sachverhalt deutlich macht, der die Frage aufwirft, mit welcher Berechtigung die NATO Bereiche kontrolliert, die nicht zum eigenen B&uuml;ndnisgebiet geh&ouml;ren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Das Letzte: Untersuchung der Stiftung Warentest: Wie Sie legal an gute Putzhilfen kommen<\/strong><br>\nReinigungskr&auml;fte f&uuml;r Privathaushalte sind oft schwer zu finden &ndash; und arbeiten meist ohne Rechnung. Abhilfe k&ouml;nnten Putzdienstportale im Internet bringen. Doch auch dort sollte man als Kunde vorsichtig sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/service\/stiftung-warentest-wie-sie-legal-an-gute-putzhilfen-kommen-a-1230011.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das ist &ldquo;markkonforme&rdquo; Demokratie. Die Stiftung Warentest testet Portale zur Vermittlung von billigen Putzhilfen. Gut, dass die Durchsetzung der neoliberalen Agenda ein gen&uuml;gend gro&szlig;es Reservoir an Menschen geschaffen hat, die in prek&auml;ren Lebensverh&auml;ltnissen leben und die auf derartige Jobs angewiesen sind. Der Gipfel des Zynismus, der augenzwinkernde Hinweis im Text, bei der Besch&auml;ftigung einer Putzhilfe solle man darauf achten, dass diese doch &ldquo;auch angemeldet und versichert&rdquo; ist.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-46249","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/46249","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=46249"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/46249\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":46254,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/46249\/revisions\/46254"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=46249"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=46249"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=46249"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}