{"id":4630,"date":"2010-03-01T08:32:00","date_gmt":"2010-03-01T07:32:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4630"},"modified":"2010-03-01T08:32:00","modified_gmt":"2010-03-01T07:32:00","slug":"hinweise-des-tages-1088","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4630","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Tarifabschl&uuml;sse und Wohlfahrtsverluste; mehr Angst vor Arbeitsplatzverlust; Hartz &ndash; Debatte; Aktienkurse nur einmal im Monat; Kapital und Kommunen; Dynamitpreise f&uuml;r &Ouml;konomen; Steuerbetrug und Bankenboni &ndash; und wo bleibt die Ethik; die Atoml&uuml;ge; Private Rentenversicherung: Die Kasse muss stimmen; elektronische Gesundheitskarte; deutsche Banken waren Weltmeister im T&auml;uschen; Finanzplatz Schweiz; Finanzkrise Griechenland: Schuld sind die Deutschen; Rot ist mehr als eine Farbe; Parteitags-Lobbyismus aus Insider-Sicht; Chefredakteur Pontius Pilatus; zu guter Letzt: Wilfried Schmickler. (KR\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Tarifabschl&uuml;sse und Wohlfahrtsverluste<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Mehr Angst vor Arbeitsplatzverlust<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Hartz &ndash; Debatte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Warum nicht Aktienkurse nur einmal im Monat?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Kapital und Kommunen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Rudolf Hickel: Dynamitpreise f&uuml;r &Ouml;konomen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Steuerbetrug und Bankenboni &ndash; und wo bleibt die Ethik?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Die Atoml&uuml;ge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Private Rentenversicherung: Die Kasse muss stimmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Die elektronische Gesundheitskarte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Schweizer Experte: &bdquo;Deutsche Banken waren Weltmeister im T&auml;uschen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Finanzplatz Schweiz: Jubel hinter der B&uuml;hne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Finanzkrise Griechenland: Schuld sind die Deutschen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Wie geht es Island?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Rot ist mehr als eine Farbe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Parteitags-Lobbyismus aus Insider-Sicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Pressefreiheit: Chefredakteur Pontius Pilatus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Zu guter Letzt: Wilfried Schmickler &ndash; Westerwelle, Bundeswehr, Kirche<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4630&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Tarifabschl&uuml;sse und Wohlfahrtsverluste<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Gewerkschaften dulden niedrige Lohnabschl&uuml;sse<\/strong><br>\nEgal ob Kohleindustrie, Hotelgewerbe oder Einzelhandel &ndash; die Wirtschaftskrise verst&auml;rkt die Job-Angst der Deutschen und schw&auml;cht die Verhandlungsposition der Gewerkschaften. Eine &Uuml;bersicht des Statistischen Bundesamts zeigt: In vielen Branchen sind die L&ouml;hne 2009 nur leicht gestiegen.<br>\nDie Gewerkschaften haben sich im Krisenjahr 2009 mit Lohnforderungen zur&uuml;ckgehalten: Die Tariferh&ouml;hungen fielen im zweiten Halbjahr 2009 deutlich niedriger aus als noch ein Jahr zuvor, berichtet das Statistische Bundesamt am Freitag. Die vereinbarten Lohnzuw&auml;chse bewegten sich demnach zwischen 1,0 und 2,0 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,680483,00.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres NDS-Leser J.A.:<\/strong> Dann steht einem Kaufrausch und dem selbsttragenden Aufschwung ja nichts mehr im Wege.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Krise auf leisen Sohlen<\/strong><br>\nSteigerung der Tarifl&ouml;hne merklich abgeflacht. Realeinkommen deutlich gesunken.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/02-27\/038.php?print=1\">junge Welt<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2010\/02\/PD10__066__622,templateId=renderPrint.psml\">Statistisches Bundesamt<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/320_102969.html?cis_mode=print\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a><\/li>\n<li><strong>Lebensqualit&auml;t in Deutschland nimmt seit 2001 ab<\/strong><br>\nDas Leben in Deutschland wird unangenehmer: Zwei Wissenschaftlern zufolge, die einen Nationalen Wohlfahrtsindex entwickelt haben, sinkt seit 2001 die Lebensqualit&auml;t messbar. Die Berechnungen st&uuml;tzen sich auf 21 Indikatoren, die Umwelt-, Gesundheits-, Sicherheits- und Konsumdaten abbilden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article6596307\/Lebensqualitaet-in-Deutschland-nimmt-seit-2001-ab.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Man mag ja von solchen Wohlfahrtsindizes nicht viel halten, aber hier wird nur festgestellt, was jeder sp&uuml;rt.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>IAQ-Report zur Besch&auml;ftigungsunsicherheit: Mehr Angst vor Arbeitsplatzverlust<\/strong><br>\nDie Angst vor dem Jobverlust hat in Deutschland in den vergangenen zehn Jahren zugenommen, obwohl die Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse tats&auml;chlich nicht instabiler geworden sind. Das zeigt ein aktueller Report aus dem Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universit&auml;t Duisburg-Essen. &ldquo;Die schlechte Lohnentwicklung k&ouml;nnte eine Erkl&auml;rung f&uuml;r diesen Widerspruch sein, neben der zunehmenden Einkommensungleichheit und dem drohenden Statusverlust bei l&auml;ngerer Arbeitslosigkeit&rdquo;, vermutet der IAQ-Arbeitsmarktforscher PD Dr. Marcel Erlinghagen.<br>\nDie Angst vor Jobverlust wuchs bundesweit zwischen 2001 und 2004 erheblich, wie die IAQ-Auswertung von Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) zeigt. In den alten Bundesl&auml;ndern verdoppelte sich der Anteil der Besch&auml;ftigten mit Arbeitsplatzsorgen von 10 auf rund 20 Prozent; in den neuen Bundesl&auml;ndern f&uuml;rchtete im Jahr 2004 sogar jeder Dritte Besch&auml;ftigte um seinen Job.<br>\nDemgegen&uuml;ber hat die Besch&auml;ftigungsstabilit&auml;t &ndash; anders als in einer weit verbreiteten &ouml;ffentlichen Wahrnehmung &ndash; in Deutschland im Verlauf der vergangenen zwei Jahrzehnte nicht generell abgenommen, konstatiert Erlinghagen &hellip;<br>\nErlinghagen vermutet, dass es vor allem in den alten Bundesl&auml;ndern nicht nur unter den real von Arbeitslosigkeit Betroffenen, sondern auch unter Besch&auml;ftigten zu einem nachhaltigen Schock durch die so genannten &ldquo;Hartz-Reformen&rdquo; gekommen sein k&ouml;nnte: &ldquo;Der &Uuml;bergang von der alten Arbeitslosenhilfe, die den sozialen Abstieg abfederte, hin zum weitgehend statusunabh&auml;ngigen Arbeitslosengeld II scheint zumindest von den Besch&auml;ftigten in den alten Bundesl&auml;ndern als bedrohlicher Bruch wahrgenommen worden zu sein, was sich dann in der wachsenden Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes widerspiegeln k&ouml;nnte.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.iaq.uni-due.de\/archiv\/presse\/2010\/100225.php\">Institut Arbeit und Qualifikation<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Hartz &ndash; Debatte<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Bundesverfassungsgerichtspr&auml;sident Hans-J&uuml;rgen Papier schaltet sich ein<\/strong><br>\nAuch der scheidende Gerichtspr&auml;sident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-J&uuml;rgen Papier, schaltete sich erneut in die Diskussion ein. Das Urteil aus Karlsruhe zu Hartz IV begr&uuml;ndet nach Erl&auml;uterungen Papiers keinen Anspruch auf eine Erh&ouml;hung der Regels&auml;tze. Die vom Gericht geforderten zus&auml;tzlichen Leistungen f&uuml;r Kinder wie Schulb&uuml;cher oder Taschenrechner k&ouml;nne der Staat auch in Form von Sachleistungen erbringen, sagte Papier der Welt am Sonntag. Bedenken gegen eine Arbeitspflicht f&uuml;r Hartz-IV-Empf&auml;nger hielt Papier f&uuml;r unbegr&uuml;ndet. Das hei&szlig; diskutierte Urteil war am 9. Februar vom Ersten Senat des Bundesverfassungsgerichtes unter seinem Vorsitz gef&auml;llt worden.<br>\nPapier sagte, die Festlegung der Regels&auml;tze f&uuml;r Hartz IV &ndash; derzeit 359 Euro &ndash; sei nicht Sache des Verfassungsgerichts, sondern liege in der Gestaltungskompetenz des Gesetzgebers. &ldquo;Ein bezifferbarer Anspruch ist dem Grundgesetz nicht zu entnehmen.&rdquo; Es sei Aufgabe der Politik, auf der einen Seite f&uuml;r Solidarit&auml;t mit denjenigen zu sorgen, die sich nicht selbst helfen k&ouml;nnen, vor allem auch den betroffenen Kindern. &ldquo;Auf der anderen Seite muss bedacht werden, dass die Mittel daf&uuml;r vom Steuerzahler aufgebracht werden.&rdquo;<br>\nPapier unterstrich, er habe keine verfassungsm&auml;&szlig;igen Bedenken gegen die in der Politik diskutierte Arbeitspflicht f&uuml;r Hartz-IV-Empf&auml;nger. &ldquo;Juristisch handelt es sich genau genommen nicht um Pflichten, sondern um Obliegenheiten zur Erlangung einer Leistung&rdquo;, sagte Papier. &ldquo;Und die sind im geltenden Recht durchaus schon vorgesehen. Wer eine zumutbare Arbeit ohne triftige Gr&uuml;nde ablehnt, muss mit einer Leistungsk&uuml;rzung rechnen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/339\/504550\/text\/print.html\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es ist unglaublich, dass ein scheidender Pr&auml;sident des Gerichts nachtr&auml;glich Interpretationen des Urteils liefert, die sich so aus dem Urteil selbst gewiss nicht ableiten lassen.<br>\nDas zeigt, wie hart im Senat um dieses Urteil gerungen werden musste. Von den &bdquo;Obliegenheiten zur Erlangung einer Leistung&ldquo; ist im Urteil keine Rede, vielmehr hei&szlig;t es dort: &bdquo;Art.&nbsp;1 Abs. 1 GG in Verbindung mit dem Sozialstaatsprinzip des Art.&nbsp;20 Abs. 1 GG sichert jedem Hilfebed&uuml;rftigen diejenigen materiellen Voraussetzungen zu, die f&uuml;r seine physische Existenz und f&uuml;r ein Mindestma&szlig; an Teilhabe am gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Leben unerl&auml;sslich sind&hellip; Dieses Grundrecht aus Art.&nbsp;1 Abs. 1 GG hat als Gew&auml;hrleistungsrecht in seiner Verbindung mit Art.&nbsp;20 Abs. 1 GG neben dem absolut wirkenden Anspruch aus Art.&nbsp;1 Abs. 1 GG auf Achtung der W&uuml;rde jedes Einzelnen eigenst&auml;ndige Bedeutung. Es ist dem Grunde nach unverf&uuml;gbar und muss eingel&ouml;st werden, bedarf aber der Konkretisierung und stetigen Aktualisierung durch den Gesetzgeber, der die zu erbringenden Leistungen an dem jeweiligen Entwicklungsstand des Gemeinwesens und den bestehenden Lebensbedingungen auszurichten hat. Dabei steht ihm ein Gestaltungsspielraum zu.&ldquo;<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu auch:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Koalitionspl&auml;ne: Experten zweifeln an Hartz-IV-Pl&auml;nen der Koalition<\/strong><br>\nDie Koalition m&ouml;chte die Zuverdienstm&ouml;glichkeiten von Hartz-IV-Empf&auml;ngern verbessern. Arbeitsmarktexperten lehnen die Pl&auml;ne von Union und FDP jedoch ab. Es w&uuml;rden falsche Anreize gesetzt, die zu hohen Einnahmeausf&auml;llen in den Sozialkassen f&uuml;hrten. Die SPD spricht von einem &ldquo;guten Gesch&auml;ft f&uuml;r Arbeitgeber&rdquo;.<br>\n[&hellip;]<br>\nHilmar Schneider vom Institut der Zukunft der Arbeit (IZA) zieht allerdings eine v&ouml;llig andere Schlussfolgerung aus der Hartz-Debatte als die die SPD. &bdquo;Es f&uuml;hrt kein Weg an der Arbeitspflicht vorbei.&ldquo; Dabei gehe es nicht darum, Millionen von Jobs im gemeinn&uuml;tzigen Bereich zu schaffen. Vielmehr sollten vern&uuml;nftige Anreize gesetzt werden, damit gerade auch die arbeitsf&auml;higen jungen Menschen gering entlohnte Arbeitspl&auml;tze im freien Markt annehmen.<br>\nEs sei eine M&auml;r, dass es diese Jobs in Deutschland nicht gebe. &bdquo;Ein Sechstel unseres Bruttoinlandsprodukts wird in der Schwarzarbeit erwirtschaftet. Diese Jobs k&ouml;nnen bei entsprechend niedrigen L&ouml;hnen legalisiert werden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article6577056\/Experten-zweifeln-an-Hartz-IV-Plaenen-der-Koalition.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung NDS-Leser J.A.:<\/strong> Es scheint IZA-Schneider nicht zu interessieren, dass sein &ldquo;Vorschlag&rdquo; zur Arbeitspflicht schlicht verfassungswidrig ist. Und weiterhin wird das M&auml;rchen von den &ldquo;zu hohen L&ouml;hnen in Deutschland&rdquo; erz&auml;hlt. Hilmar Schneider rekurriert hier auf die Zahlen des &ldquo;Schattenwirtschaft&rdquo;-Professors Friedrich Schneider. Nimmt man die genannten Zahlen ernst, dass 1\/6 des BSP in der Schwarzarbeit erwirtschaftet wird (also fast 400 Milliarden Euro im Jahr), und verkn&uuml;pft man das mit der IZA-Forderung, Menschen zwangsweise zu Hartz-IV-Bruttol&ouml;hnen (etwa 5 Euro pro Stunde) arbeiten zu lassen, dann kommt man auf 44,4 Millionen (!!) Vollzeitarbeitspl&auml;tze. Verr&uuml;ckt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Jens Berger: Ein Gebot des Abstands<\/strong><br>\nDie Lehren aus der Hartz-Debatte m&uuml;ssten lauten: Weg mit der sozialpolitischen Sanktionspraxis! Her mit einem fl&auml;chendeckenden Mindestlohn!<br>\nDie Sozialgesetzgebung macht eine freie Entscheidung &hellip; unm&ouml;glich. Schlie&szlig;lich wird ein Leistungsempf&auml;nger empfindlich bestraft, wenn er ein Angebot aus dem Niedriglohnsektor ablehnt. Warum sollte dann ein Arbeitgeber, der die Marktmacht hat, Niedrigl&ouml;hne durchzusetzen, h&ouml;here L&ouml;hne bezahlen? Die &Auml;mter sorgen schlie&szlig;lich mit ihrer Bestrafungspraxis f&uuml;r einen nimmer versiegen wollenden Nachschub aus dem Heer der Erwerbslosen. Wenn die Sanktionierungsm&ouml;glichkeiten, die einen elementaren Kern der Hartz-Gesetze darstellen, nicht abgeschafft werden, wird sich auf lange Sicht nie ein nennenswerter Lohnabstand herstellen lassen. Wenn es nach FDP-Chef Westerwelle ginge und der Hartz-Regelsatz abgesenkt w&uuml;rde, k&ouml;nnten die Arbeitgeber im Niedriglohnsektor ganz einfach ihre L&ouml;hne abermals dr&uuml;cken.<br>\nWer diese Abw&auml;rtsspirale durchbrechen will, kommt um einen fl&auml;chendeckenden Mindestlohn nicht herum.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/politik\/1008-hartz-westerwelle-leistung-hartz-mindestlohn-abstandsgebot\">der Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>IG-Metall-Vorstand Hans-J&uuml;rgen Urban: &ldquo;Westerwelle will Armutsl&ouml;hne&rdquo;<\/strong><br>\nEs geht uns um eine sozialstaatliche Form des Wiedereinstiegs ins Erwerbsleben, indem wir uns auf Weiterbildung und Qualifizierung konzentrieren. Und in dem jede Arbeit entweder tariflich gesch&uuml;tzt oder durch einen Mindestlohn abgesichert ist. Westerwelle will das System der Armutsl&ouml;hne zementieren, indem er gegen Sozialleistungen polemisiert und Opfer zu T&auml;tern macht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/IG-Metall-Hans-Juergen-Urban;art271,3042752\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Westerwelle rei&szlig;t Koalition ins Umfragetief<\/strong><br>\nGuido Westerwelles Attacken gegen Arbeitslose und Hartz-IV-Empf&auml;nger kommen bei den W&auml;hlern offenbar nicht gut an: Der FDP-Chef st&uuml;rzt im &ldquo;Politbarometer&rdquo; in der Rangliste der beliebtesten Politiker auf den vorletzten Platz &ndash; und auch Schwarz-Gelb rutscht ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,druck-680528,00.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> So hart das ist, die Umfrage kann auch anders interpretiert werden. Ursache des Umfragetiefs ist nicht Guido Westerwelle, denn 54 Prozent der Befragten im &ldquo;Politbarometer&rdquo; meinen, Westerwelle habe Recht mit seiner Forderung, &uuml;ber Hartz IV m&uuml;sse grundlegend diskutiert werden. Der eigentliche Skandal ist, dass viele Westerwelle f&uuml;r unsympathisch halten, aber mehr als die H&auml;lfte ihm in der Sache Recht gibt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Anne Will<\/strong>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> In der gestrigen Sendung kritisierte der INSM-Botschafter Arnulf Baring, dass &bdquo;alle Parteien au&szlig;er der FDP in Deutschland Sozialstaatsparteien&ldquo; seien. Weder Anne Will, noch einer der Mitdiskutanten wies Baring darauf hin, dass der Sozialstaat in unserer Verfassung verankert ist und somit auch f&uuml;r alle Parteien eine unverf&uuml;gbare Norm ist. Wenn die FDP also den Sozialstaat ablehnte, so stellte sie sich au&szlig;erhalb des Grundgesetzes. Baring mit seiner Position ohnehin &ndash; aber das ist ja nicht neu, und dennoch wird dieser &bdquo;Botschafter&ldquo; der Propagandaagentur INSM immer wieder in die Talk-Shows geladen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Warum nicht Aktienkurse nur einmal im Monat?<\/strong><br>\nAlle halten Aktienm&auml;rkte f&uuml;r n&uuml;tzlich und unentbehrlich, aber das ist ein Mythos.<br>\nVon Fr&eacute;d&eacute;ric Lordon, &Ouml;konom.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2010\/02\/12.mondeText1.artikel,a0060.idx,16\">Le Monde diplomatique<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Ich halte die Forderung nach einer Degradierung der Aktienm&auml;rkte und der B&ouml;rsen f&uuml;r berechtigt und richtig. Die NachDenkSeiten hatten mit Berufung auf Urban Priol schon im Januar 2009 auf die M&ouml;glichkeit eines monatlichen Rhythmus der B&ouml;rsen <a href=\"?p=3724\">hingewiesen<\/a>. Einige Argumente halte ich allerdings f&uuml;r wenig aufkl&auml;rend. Siehe dazu <a href=\"?p=3689\">&ldquo;Den Kapitalmarkt effizienter organisieren &ndash; Konversion ist angesagt&rdquo;<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Kapital und Kommunen<\/strong><br>\nMit angeblichen Sachzw&auml;ngen werden Ausgabenk&uuml;rzungen und die &shy;betriebswirtschaftliche Zurichtung bundesdeutscher Stadt- und Gemeindeverwaltungen begr&uuml;ndet. Deren Finanzmisere hat allerdings systematische Ursachen. Sie machen Gegenwehr &shy;erforderlich.<br>\nDie Gemeinden haben zwar unverzichtbare Aufgaben im Infrastruktur- und Sozialbereich, aber keine M&ouml;glichkeiten, an der Gesetzgebung, die ihren Handlungsspielraum bestimmt, mitzuwirken &ndash; anders als die L&auml;nder, die &uuml;ber den Bundesrat Macht aus&uuml;ben.<br>\nDie Gestaltung des Finanzausgleichs wird zwischen Bund und L&auml;ndern ausgehandelt, die Kommunen sind da nur Bittstellerinnen. In Boomphasen k&ouml;nnen ihre Einnahmen die Ausgaben &uuml;bersteigen, in den Krisen ist es umgekehrt. Geht es den Gemeinden gut, versuchen sie in die Infrastruktur zu investieren. Fallen in der Krise Einnahmen weg, m&uuml;ssen sie Schulden aufnehmen und kassieren daf&uuml;r h&auml;ufig Einspruch der Finanzaufsicht.<br>\n2009 sind die kommunalen Einnahmen um etwa 3,6 Milliarden Euro auf 171,3 Milliarden zur&uuml;ckgegangen. Die Ausgaben stiegen um 8,5 Milliarden auf 175,75 Milliarden.<br>\nF&uuml;r 2010 wird ein Rekordminus von zw&ouml;lf Milliarden erwartet. &raquo;Das w&auml;re fast die H&auml;lfte mehr als das Defizit von 8,4 Milliarden Euro in der bisher schwersten kommunalen Finanzkrise im Jahr 2003.&laquo;<br>\nDie kurzfristigen Kassenkredite (= &Uuml;berziehungen) stiegen in den ersten drei Quartalen 2009 um mehr als vier Milliarden Euro auf 33,8 Milliarden.<br>\nAn den hohen Steuerverlusten von Bund, L&auml;ndern und Kommunen hatten 2009 die Gemeinden den gr&ouml;&szlig;ten Anteil: minus 7,1 Milliarden Euro, das sind gut zehn Prozent. &raquo;Besonders stark st&uuml;rzten dabei die Gewerbesteuereinnahmen ab, um 17,4 Prozent. Viele St&auml;dte erlitten dramatische Verluste von mehr als 40 Prozent.&laquo;<br>\n2010 werde es nicht besser. Die Steuereinnahmen werden voraussichtlich um nochmals f&uuml;nf Prozent (3,2 Milliarden Euro) sinken, bei den Gewerbesteuern um 4,4 Prozent.<br>\nZugleich stiegen krisenbedingt die Sozialausgaben: auf 40 Milliarden Euro, &raquo;beinahe doppelt so viel wie kurz nach der Wiedervereinigung. 2010 wird ein weiterer Anstieg um fast zwei Milliarden Euro erwartet.&laquo; Das w&auml;ren 4,6 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/02-27\/058.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Rudolf Hickel: Dynamitpreise f&uuml;r &Ouml;konomen<\/strong><br>\nGreenspan, Friedman, Summers &ndash; die &Ouml;konomen eint ihr emsiger Beitrag zur fast gelungenen Sprengung der Weltwirtschaft. Es gibt auch Kandidaten in Deutschland. Der Finanzwissenschaftler Rudolf Hickel nennt sie.<br>\nWolfgang Franz, Vorsitzender des &ldquo;Sachverst&auml;ndigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung&rdquo;, hat mit seiner Beratung dazu beigetragen, die Sprengkraft der Finanzmarktkr&auml;fte systematisch zu untersch&auml;tzen. Dies ist die Ursache f&uuml;r die dramatische Fehlprognose angesichts des &ouml;konomischen Absturzes 2009.<br>\nDazu geh&ouml;rt auch die Forderung nach einer Absenkung der Hartz IV-S&auml;tze unter das Existenzminimum, mit der die Schleusen f&uuml;r ein Lohndumping weiter ge&ouml;ffnet w&uuml;rden.<br>\nBert R&uuml;rup hat mit seinem Einsatz f&uuml;r den Abbau der staatlichen sozialen Alterssicherung zugunsten einer st&auml;rkeren privaten Kapitalvorsorge die Abh&auml;ngigkeit vieler Menschen von krisenerzeugenden Kapitalm&auml;rkten erh&ouml;ht, und damit tr&auml;gt er die Verantwortung f&uuml;r die daraus m&ouml;glicherweise entstehende Altersarmut.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=2359220&amp;em_cnt_page=7\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Steuerbetrug und Bankenboni &ndash; und wo bleibt die Ethik? Der Wirtschaftsethiker Ulrich Thielemann im Gespr&auml;ch mit Norbert Bischofberger<\/strong><br>\nD&uuml;rfen Steuers&uuml;nder mit gestohlenen Bankdaten &uuml;berf&uuml;hrt werden? Sollen Bankenboni auch in Krisenzeiten in gewohnter H&ouml;he ausbezahlt werden? Das Unbehagen vieler Menschen gegen&uuml;ber dem Kapitalismus w&auml;chst. Der Wirtschaftsethiker Ulrich Thielemann kritisiert die weitverbreitete Marktgl&auml;ubigkeit und fordert einen Wandel von der &laquo;Hofierung zur Moderierung des Kapitals&raquo;. Thielemann ist Vizedirektor des Instituts f&uuml;r Wirtschaftsethik der Universit&auml;t St. Gallen und hat sich vor einem Jahr mit kritischen &Auml;usserungen zum Schweizer Bankengeheimnis exponiert. In der &laquo;Sternstunde Philosophie&raquo; zeigt Thielemann, welche ethischen Werte in der &Ouml;konomie Not tun und was verantwortungsvolles und faires Wirtschaften bedeutet. Literaturhinweis:Ulrich Thielemann: System Error. Warum der freie Markt zur Unfreiheit f&uuml;hrt. Westend Verlag, Frankfurt 2009.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/videoportal.sf.tv\/video?id=e9612e82-9850-4637-94ea-c15c02d4e0ec\">SF Videoportal<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die Atoml&uuml;ge<\/strong><br>\nAtomstrom ist sauber, sicher, effizient und billig &ndash; behauptet die Atomindustrie. Aber: Wie sicher sind heute deutsche Atomkraftwerke im allt&auml;glichen Betrieb und in Zeiten der Terrorgefahr wirklich?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www3.ndr.de\/sendungen\/45_min\/videos\/atomluege114.html\">NDR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Erstaunlich kritisch und gut recherchiert.<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Finnland &ndash; Pfusch am Sklavenreaktor<\/strong><br>\nIn Finnland wird das erste neue Atomkraftwerk Europas hochgezogen. Gravierende Probleme f&uuml;hren zu Verz&ouml;gerungen und immer h&ouml;heren Kosten. Nun berichten polnische Arbeiter, wie es auf der Baustelle zugeht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.contratom.de\/news\/rssanzeige.php?newsid=21723\">contrAtom<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die Kasse muss stimmen<\/strong><br>\nUm die gesetzliche Rentenversicherung kaputtzumachen, wird gelogen, was das Zeug h&auml;lt. Ein Jahrhundertgesch&auml;ft: Wenn nur zehn Prozent der Beitr&auml;ge f&uuml;r die gesetzliche Rente abgezweigt werden, bringt das j&auml;hrlich 16 Milliarden Euro. Gef&ouml;rdert wird das mit Argumenten wie &raquo;Vergreisung Deutschlands&laquo;, &raquo;Rentenl&uuml;cke&laquo; oder &raquo;Auslaufen des Generationenvertrages&laquo;. Oder: Mehr als eine Million Pflegebed&uuml;rftige werden unseren Nachkommen im Jahre 2050 zur Last fallen. Die klassischen Systeme der Sozialversicherung, wie das umlagenfinanzierte Rentensystem sind demnach vom Kollaps bedroht, es muss etwas Neues her. Gl&uuml;cklicherweise gibt es die deutsche Finanzwirtschaft, die Abhilfe schafft und Alternativen anbietet. V&ouml;llig uneigenn&uuml;tzig nat&uuml;rlich. Bei so viel Selbstlosigkeit wollen die Statistiker nicht zur&uuml;ckstehen. Von den etwa ein Dutzend &raquo;koordinierten Bev&ouml;lkerungsprognosen&laquo; des Statistischen Bundesamtes hat bisher zwar noch keine gestimmt &ndash; dennoch geht die Wiesbadener Beh&ouml;rde unverdrossen mit k&uuml;hnen Behauptungen in die &Ouml;ffentlichkeit: Noch am Dienstag legte sie eine neue Prognose vor, die allerdings den Sch&ouml;nheitsfehler hat, dass sie von einer Bev&ouml;lkerungszahl ausgeht, die nachweislich um mehrere Millionen falsch ist.<br>\nUm an die Riesensummen heranzukommen, die j&auml;hrlich f&uuml;r die Altersversorgung ausgegeben werden, hat die Finanzindustrie ein gewaltiges Propagandanetz aufgebaut. Eigene Forschungsinstitute sorgen f&uuml;r den argumentativen Unterbau; &uuml;ber Stiftungen, Zuwendungen oder Gewinnung von Abgeordneten werden diese Argumente in die parlamentarische Diskussion eingef&auml;delt. Und ein Netz von Medien-Zuarbeitern sorgt mit einem seit Jahren anhaltenden publizistischen Dauerfeuer daf&uuml;r, dass fast alle Deutschen eines glauben: Die gesetzliche Rente ist out &ndash; der privaten Altersversorgung geh&ouml;rt die Zukunft. Einige L&auml;nder haben vorgemacht, was uns erwartet: In Chile etwa wurde nach dem Putsch von 1973 auf Druck der Weltbank ein kapitalgedecktes System eingef&uuml;hrt&ndash; das ist allerdings mittlerweile zahlungsunf&auml;hig. Die Niederlande haben &auml;hnliche Erfahrungen. Und der gr&ouml;&szlig;te Versicherungskonzern der USA, die AIG, war mit 100 Milliarden Euro in den roten Zahlen, bevor er vom Staat gerettet wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/02-27\/048.php?print=1\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die US-Regierung hatte auf dem H&ouml;hepunkt der Finanzkrise rund 182 Milliarden Dollar in die AIG gepumpt, um den Konzern vor dem Zusammenbruch zu bewahren. Nach j&uuml;ngsten Meldungen, verbucht das Unternehmen f&uuml;r 2009 einen Verlust von fast elf Milliarden Dollar. M&ouml;glicherweise ben&ouml;tigt die angeschlagene AIG zus&auml;tzliche Staatshilfen. In den USA war die AIG vor allem als Anlaufstation f&uuml;r private Altersvorsorge bekannt, zu Fall brachte den Konzern allerdings die Erschlie&szlig;ung immer weiterer Gesch&auml;ftsfelder: Ab Ende der 90er Versicherungen gegen Ausf&auml;lle von Anleihen und Krediten und last not least Collateralized Debt Obligations. AIG zeigt die Variante eines Totalverlusts der privaten Altersvorsorge auf, wenn Versicherungen oder Banken aufgrund riskanter Gesch&auml;fte in anderen Gesch&auml;ftsbereichen Pleite gehen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die elektronische Gesundheitskarte<\/strong><br>\nSie ist ein milliardenschweres Technikprojekt. Sie wird unser Gesundheitswesen grundlegend ver&auml;ndern. Konzerne dr&auml;ngen auf eine schnelle Umsetzung. Die Politik scheint in ihr eine Weichenstellung f&uuml;r den Wettbewerb unter den Krankenkassen zu sehen &ndash; indem sie die Versicherten mit umfangreichen Datenerhebungen in Morbidit&auml;tsklassen einteilen m&ouml;chte. Die ersten Karten werden bereits verteilt. Erfahren Sie in drei Beitr&auml;gen, was die elektronische Gesundheitskarte ist, welches politische Ziel wom&ouml;glich hinter ihr steht und wie Lobbyismus im Gesundheitswesen funktioniert. Von Verena Herzberger.<br>\nVerena Herzberger ist staatlich anerkannte Diplomsozialarbeiterin, Studentin der Fachjournalistik mit Schwerpunkt Arbeit und Soziales, <a href=\"http:\/\/businesscrime.de\/?page_id=2\">Vorstandsmitglied von Business Crime Control e.V.<\/a> und Redakteurin der Vierteljahres-Zeitschrift <a href=\"http:\/\/businesscrime.de\/?page_id=60\">BIG Business Crime<\/a>. Verena Herzberger stellt uns eine Artikelserie zur Verf&uuml;gung, die in der BIG-Ausgabe 04\/2009 erschien.<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/100301_BIG_ElektronischeGesundheitskarte.pdf\">BIG [PDF &ndash; 1.2 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Schweizer Experte: &bdquo;Deutsche Banken waren Weltmeister im T&auml;uschen&ldquo;<\/strong><br>\nDie Finanz- und Wirtschaftskrise ist noch lange nicht vorbei, denn die Deutschen sind vom gro&szlig;en Crash besonders stark betroffen, sagt Journalist und Buchautor Leo M&uuml;ller. Im Interview gei&szlig;elt der Schweizer Experte f&uuml;r Finanzkriminalit&auml;t als Grund daf&uuml;r unter anderem das Gesch&auml;ftsgebaren der deutschen Banken, wirft der Regierung in Berlin ein Komplett-Versagen in der Finanzpolitik und eine str&auml;fliche Inkompetenz vor und sagt, was sich im System &auml;ndern muss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/banken-versicherungen\/schweizer-experte-deutsche-banken-waren-weltmeister-im-taeuschen;2537104;0\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Finanzplatz Schweiz: Jubel hinter der B&uuml;hne<\/strong><br>\nDas Bankgeheimnis wird gel&uuml;ftet, die Geheimniskr&auml;merei bleibt. Diese Diskretion dient immer nur den Gleichen. Nachdem die b&uuml;rgerliche Justizministerin Eveline Widmer-Schlumpf die Unterscheidung zwischen Betrug und Hinterziehung doch tats&auml;chlich auch gegen&uuml;ber Schweizer Staatsangeh&ouml;rigen aufgeben m&ouml;chte, glaubt man neue Sorgenfalten im Gesicht des Finanzministers zu entdecken. Es ist die Angst um alte Freunde. Doch im Hintergrund feilen die Geldingenieure l&auml;ngst an neuen Produkten, um das alte Geheimnis in den Schatten zu stellen. &laquo;Antizipieren&raquo;, hei&szlig;t das neue Zauberwort in der Branche &ndash; die finanztechnische Vorwegnahme neuer Spielregeln. Und so erreicht uns mitten in der Debatte um allf&auml;llige Rentenk&uuml;rzungen die n&auml;chste Erfolgsmeldung: Swiss Life verk&uuml;ndet, dass ihr Bestand an Policen f&uuml;r Lebensversicherungen innert vier Jahren von ein paar Hundert Millionen auf rund zw&ouml;lf Milliarden Franken angestiegen sei. Kaum wird das alte Bankgeheimnis zu Grabe getragen, hat man schon neue Geheimg&auml;nge gefunden, um das Geld der Reichen an der Gesellschaft vorbeizuschleusen: Man lege es zum Beispiel in einer ma&szlig;geschneiderten Lebensversicherung an, lasse es im Auftrag der Versicherungsgesellschaft von einer Bank verwalten und tilge so den eigenen Namen aus den Papieren. Solche und andere Produkte, die nicht mit dem Ziel der Steuerhinterziehung hergestellt wurden, sind in dieser Logik auch dann nicht problematisch, wenn sie daf&uuml;r benutzt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.woz.ch\/artikel\/print_19004.html\">Die Wochenzeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wenn man sich anschaut, wie langsam und letztlich auch wie wenig effizient Regulierung an den Finanzm&auml;rkten umgesetzt wird, mag man fast verzweifeln ob der &Uuml;berlegenheit des Zweckrationalismus eines pekuni&auml;ren Renditedenkens gegen&uuml;ber den Chancen politischer Vernunft. Die oben geschilderte Antizipation von staatlichen Regeln bei der Schaffung von Finanzprodukten beschr&auml;nkt sich sicherlich nicht auf die Schweiz, sondern erfolgt auf allen Finanzm&auml;rkten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Finanzkrise Griechenland: Schuld sind die Deutschen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Werner Vontobel: Griechen als Vorbild f&uuml;r Europa<\/strong><br>\nUnd der Sieger hei&szlig;t &hellip; Griechenland! Dort ist die Wirtschaft in den f&uuml;nf Boom-Jahren bis 2008 um 17,8 Prozent gewachsen &ndash; schneller als in allen anderen Eurol&auml;ndern, doppelt so schnell wie in Deutschland.<br>\nDer Grund: In Hellas und dem zweitplatzierten Spanien sind die Reall&ouml;hne um gut sechs Prozent gestiegen. Sie haben Konsum und Produktion angetrieben. Deutschland hingegen zeigt, wie man es nicht machen darf: nur 0,5 Prozent Lohnanstieg, magere 1,5 Prozent mehr &shy;Privatkonsum, und das in f&uuml;nf Jahren Boom. Dass die Deutschen ihr BIP dennoch um 8,6 Prozent steigern konnten, verdanken sie allein der &shy;Nachfrage aus Griechenland, Spanien, &shy;Irland und den USA.<br>\nZum Dank w&uuml;rgen jetzt die Sparneurotiker in Berlin und Br&uuml;ssel den Griechen &ndash; und sich selbst &ndash; den Nachfrage&shy;motor ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blick.ch\/news\/wirtschaft\/vontobel\/griechen-als-vorbild-fuer-europa-141515\">Blick.ch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Man sollte allerdings nicht &uuml;bersehen: Die Ursachen f&uuml;r das Defizit sind auch der laxe Umgang mit &ouml;ffentlichen Geldern, Steuervermeidung im gro&szlig;en Stil und die verbreitete Korruption. Vgl. <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2010\/01\/15.mondeText.artikel,a0004.idx,0\">Niels Kadritzke, Griechenland &ndash; auf Gedeih und Verderb<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu auch:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Schuld sind die Deutschen<\/strong><br>\nIn Euroland herrschte von Anfang an eine klare Arbeitsteilung: In der Politik f&uuml;hrt die ehemalige Grande Nation Frankreich das gro&szlig;e Wort, in der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) hingegen haben die Deutschen das Sagen. Das gilt selbst dann, wenn ein Franzose der Chef ist. EZB-Pr&auml;sident Jean-Claude Trichet ist preu&szlig;ischer als die Preu&szlig;en und setzt mit &Uuml;berzeugung die Geldpolitik der ehemaligen Bundesbank fort. Diese Politik ist nach wie vor gepr&auml;gt vom Wunsch nach einer harten W&auml;hrung, schlie&szlig;lich war die D-Mark zusammen mit der Nationalelf der gro&szlig;e Stolz der lange gedem&uuml;tigten Deutschen.<br>\nDie Deutschen haben ihre eigene bittere Medizin brav geschluckt. Als die Nation wegen der hohen Kosten der Wiedervereinigung in Schwierigkeiten geriet, wurde gespart, bis es quietschte. W&auml;hrend die L&ouml;hne in Euroland stiegen, stagnierten die Einkommen der deutschen Arbeitnehmer nicht nur, sie fielen real sogar leicht. Das schien sich auszuzahlen, Deutschland wurde Exportweltmeister.<br>\nExportweltmeister (oder neuerdings hinter China Vize-Weltmeister) zu sein mag gut sein f&uuml;r das deutsche Ego. F&uuml;r die europ&auml;ische Volkswirtschaft ist es eine Katastrophe. Die Deutschen haben die EU-Konkurrenz aus dem Markt gespart. Sie verdienen weniger, konsumieren folgerichtig auch weniger und sind nicht mehr die Konjunkturlokomotive von einst. Mit ihren Exporterfolgen haben sie den Euro zu einem Teuro gemacht, zu einer sehr harten W&auml;hrung wie einst die D-Mark. Das erh&ouml;ht die Wettbewerbsf&auml;higkeit der griechischen, spanischen, portugiesischen und italienischen Wirtschaft nicht&hellip;<br>\nDas eigentliche Problem in Euroland sind also nicht so sehr die S&uuml;dl&auml;nder, sondern die Deutschen. Sie haben mit ihrer Sparwut das System aus dem Gleichgewicht gebracht und mit dem Euro daf&uuml;r gesorgt, dass dieses System nicht mehr flexibel darauf reagieren kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/bazonline.ch\/wirtschaft\/konjunktur\/Schuld-sind-die-Deutschen\/story\/25679699?dossier_id=507\">Baseler Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wir brauchen uns also nicht zu wundern, warum jetzt schon in Griechenland und vermutlich bald auch in anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern der <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub3ADB8A210E754E748F42960CC7349BDF\/Doc~E6EBBF9DEA12840959823487CF49B140E~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">Zorn gegen die Deutschen w&auml;chst<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Verfassungsrechtler Kirchhof h&auml;lt Finanzhilfen f&uuml;r Rechtsbruch<\/strong><br>\nF&uuml;r Paul Kirchhof ist die Sache klar: Nach Ansicht des Verfassungsrechtlers w&uuml;rden europ&auml;ische Finanzhilfen f&uuml;r das wirtschaftlich angeschlagene Griechenland die Euro-Vertr&auml;ge verletzen. Im SPIEGEL r&auml;t er Parlamentariern, in dem Fall das Verfassungsgericht anzurufen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,druck-680780,00.html\">SpiegelOnline<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> So leichtfertig ist dieser Professor. Ein Pl&auml;doyer f&uuml;r eine prozyklische Politik in einer &auml;u&szlig;erst heiklen. Lage. Und Probleme l&ouml;st man durch Klagen. Verantwortungslos, auch aus Unwissenheit. Siehe auch <a href=\"?p=4623\">hier<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/02-18\/047.php\">hier<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Wie geht es Island?<\/strong><br>\nEs war das f&uuml;nftreichste Land der Welt. Jetzt sind viele auf Suppenk&uuml;chen angewiesen. EU-Mitglied k&ouml;nnte die Nation nun werden. Doch auf der Insel sind nicht alle davon begeistert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/international\/Island-Europa;art123,3043665?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Ein lesenswerter Artikel von Harald Schumann.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>&Uuml;ber einen Beitrag im Deutschlandfunk: Rot ist mehr als eine Farbe<\/strong><br>\nDie Linke in Bayern und Berlin nach dem R&uuml;ckzug Oskar Lafontaines. Auszug:\n<blockquote><p>&bdquo;Durch dieses Gespr&auml;ch mit Franc Zega ist der Deutschlandfunk zwischen die Fronten der Auseinandersetzung im linken Spektrum der Republik geraten. Die Aufnahme gelangte unautorisiert &uuml;ber Franc Zega ins Netz. Auf einer Website im Milieu zwischen linkem Rand der SPD und Linkspartei wurde das journalistische Rohmaterial zum Gegenstand von Verschw&ouml;rungstheorien.<br>\nDem Deutschlandfunk wurde einseitige und unkritische Berichterstattung zugunsten eines Gegners von Klaus Ernst unterstellt. Bleibt die Frage, ob sich hinter dieser Medienschelte m&ouml;glicherweise nichts anderes verbirgt als eine Verteidigung des designierten Parteichefs der Linken, Klaus Ernst.&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/hintergrundpolitik\/1134054\/\">DLF<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Eine Sendung, die eigentlich keinen Hinweis wert w&auml;re, g&auml;be es dort nicht eine eher am&uuml;sante Retourkutsche wegen der Verlinkung des Gespr&auml;chs mit Franz Zega und unserer Kritik an der Gespr&auml;chsf&uuml;hrung der Autorin in den NachDenkSeiten. Siehe dazu <a href=\"?p=4600\">Korrektur zum Beitrag &bdquo;Wie sich der Deutschlandfunk O-T&ouml;ne besorgt&ldquo;<\/a>. Sie m&ouml;gen daran erkennen, auf welchem Argumentations-&bdquo;Niveau&ldquo; unliebsame Kritiker abgetan werden:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Die Autorin hat nicht den Mut, die NachDenkSeiten beim Namen zu nennen.<\/em><\/li>\n<li><em>Der Deutschlandfunk zwischen die Fronten der Auseinandersetzung im linken Spektrum der Republik geraten&ldquo;. Das ist schlicht falsch. Wir haben auf das Rohmaterial hingewiesen, weil daran erkennbar wurde, wie gegen die Linke, so weit sie nicht zu den so genannten Pragmatikern im Osten geh&ouml;rt, Stimmung gemacht werden sollte. Der Beleg, dass sich auch der Deutschlandfunk an solchen Kampagne beteiligt, tut dem Sender offenbar weh.<\/em><\/li>\n<li><em>&bdquo;Milieu zwischen linkem Rand der SPD und Linkspartei&ldquo; &ndash; Was meint die Autorin mit &bdquo;Milieu&ldquo;? Sie nutzt diesen meist absch&auml;tzig gebrauchten Begriff, um die NachDenkSeiten und ihre Leserinnen und Leser in eine unseri&ouml;se Ecke zu stellen. Die Autorin dieser Sendung hat offenbar keine Ahnung davon, wie viele wirkliche &bdquo;Konservative&ldquo; die NachDenkSeiten mit Gewinn lesen und uns das auch sagen.<\/em><\/li>\n<li><em>Am &bdquo;linken Rand der SPD&ldquo; befindlich erscheinen wir vielleicht deshalb, weil sich die SPD unter der fr&uuml;heren und jetzigen F&uuml;hrung so weit von sich selbst und von ihren W&auml;hlerinnen und W&auml;hlern entfernt hat, dass all jene, die noch sozialdemokratische Inhalte vertreten, von den mit nach &bdquo;rechts&ldquo; Gedrifteten als linker Rand denunziert werden. Es geh&ouml;rt zu den g&auml;ngigen Mitteln, sich mit solchen unsinnigen Zuordnungen der politischen Ges&auml;&szlig;geografie um eine inhaltliche politische Debatte herumzumogeln.<\/em><\/li>\n<li><em>&bdquo;Verschw&ouml;rungstheorie&ldquo; &ndash; Dieses Totschlagargument wird regelm&auml;&szlig;ig eingef&uuml;hrt, wenn man einen Manipulationsversuch nachweist.<\/em><\/li>\n<li><em>Und schlie&szlig;lich eine eindeutig falsche Behauptung: Wo haben wir eine &bdquo;einseitige und unkritische Berichterstattung &hellip; unterstellt&ldquo;? Das, was wir als Interview vorgestellt hatten und was sich nachtr&auml;glich als ein Recherchegespr&auml;ch herausstellte, war doch von den NachDenkseiten nicht als &bdquo;Berichterstattung&ldquo; kritisiert worden. Wir hatten vielmehr die unkritische und parteiliche Gespr&auml;chsf&uuml;hrung der Fragenden kritisiert.<\/em><\/li>\n<li><em>Die am Schluss des Zitats gestellte Frage belegt nur, dass die Autorin die NachDenkSeiten gar nicht kennt und nicht recherchiert hat, sondern nur spekuliert bzw. mit Unterstellungen arbeitet.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Parteitags-Lobbyismus aus Insider-Sicht<\/strong><br>\n&hellip; Dennoch zeigen die Erfahrungsberichte, dass vor allem Gro&szlig;unternehmen und Wirtschaftsverb&auml;nde Parteitage als Lobbyveranstaltungen begreifen, zu denen es gilt, Pr&auml;senz zu zeigen und mit kleinen (&Auml;pfel) und gr&ouml;&szlig;eren (z.T. hohe Standgeb&uuml;hren, Anzeigen) Geschenken an die Parteien die Freundschaft zu erhalten.<br>\nDie Sponsoren wiederum k&ouml;nnen ihre Kosten als Betriebsausgaben von der Steuer absetzen &ndash; anders als Parteispenden, die nicht absetzbar sind. Ein weiterer Vorteil des Sponsoring: Sie werden nicht &ndash; wie bei Parteispenden ab 10.000 Euro vorgeschrieben &ndash; namentlich im Rechenschaftsbericht der Parteien genannt. Ihre Wohltaten werden so zwar den Parteien bekannt, nicht aber der &Ouml;ffentlichkeit. Die hat aber ein berechtigtes Interesse zu wissen, wer welche Parteien mit welchen Summen begl&uuml;ckt.<br>\nAuch eine Einschr&auml;nkung oder ein komplettes Verbot von Parteien-Sponsoring &ndash; zumindest bei demokratischen Grundpfeilern wie Parteitagen &ndash; w&auml;re denkbar. Dass hier dringender Handlungsbedarf besteht, haben die letzten Tage allzu deutlich gezeigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2010\/02\/parteitags-lobbyismus-aus-insider-sicht\/\">LobbyControl<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Pressefreiheit: Chefredakteur Pontius Pilatus<\/strong><br>\nPressefreiheit ist keine Ausrede f&uuml;r die Verletzung der Pers&ouml;nlichkeitsrechte. Wenn ein Magazin Recherchen an Dienstleister auslagert, bleibt es verantwortlich: Das Recht l&auml;sst sich mit journalistischem S&ouml;ldnertum nicht verd&uuml;nnen.<br>\nWenn Recherchen, die nahe an der Grenze zur Rechtsverletzung liegen, ausgelagert werden, ist die Redaktion auch f&uuml;r das externe Handeln verantwortlich. Das Recht l&auml;sst sich n&auml;mlich mit Methoden des journalistischen S&ouml;ldnertums nicht verd&uuml;nnen. Pressefreiheit ist keine Ausrede f&uuml;r gewerbsm&auml;&szlig;ige Verletzung der Pers&ouml;nlichkeitsrechte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/medien\/299\/504511\/text\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a>Zu guter Letzt: <strong>Wilfried Schmickler &ndash; Westerwelle, Bundeswehr, Kirche &ndash; Mitternachtsspitzen &ndash;<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=EUHnMYt5E2I\">YouTube<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Tarifabschl&uuml;sse und Wohlfahrtsverluste; mehr Angst vor Arbeitsplatzverlust; Hartz &ndash; Debatte; Aktienkurse nur einmal im Monat; Kapital und Kommunen; Dynamitpreise f&uuml;r &Ouml;konomen; Steuerbetrug und Bankenboni &ndash; und wo bleibt die Ethik; die Atoml&uuml;ge; Private Rentenversicherung: Die Kasse muss stimmen; elektronische Gesundheitskarte; deutsche Banken waren Weltmeister im T&auml;uschen; Finanzplatz Schweiz; Finanzkrise<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4630\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4630","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4630","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4630"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4630\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4636,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4630\/revisions\/4636"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4630"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4630"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4630"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}