{"id":46307,"date":"2018-09-28T16:51:42","date_gmt":"2018-09-28T14:51:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46307"},"modified":"2018-09-28T16:51:42","modified_gmt":"2018-09-28T14:51:42","slug":"hinweise-des-tages-ii-364","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46307","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46307#h01\">Der Kommandant muss abtreten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46307#h02\">Bericht zum Stand der Deutschen Einheit &ndash; Vertrauensverlust in Staat und Parteiendemokratie ist das gr&ouml;&szlig;te Problem<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46307#h03\">&raquo;Der Fall ist extrem ungew&ouml;hnlich&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46307#h04\">Druck wird durchgereicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46307#h05\">Immer mehr Hartz IV f&uuml;r Menschen in Arbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46307#h06\">Bundesregierung schreibt Langzeiterwerbslose ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46307#h07\">Milit&auml;r &ndash; Macht &ndash; Krieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46307#h08\">Geldw&auml;sche in Deutschland &ndash; ein Staat verliert die Kontrolle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46307#h09\">Subprime Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46307#h10\">Kommt jetzt das M&uuml;ll-Monopol?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46307#h11\">Bundesweiter CETA-Aktionstag am 29. September<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46307#h12\">Hallo Andrea Nahles: So gewinnt man W&auml;hlerstimmen!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46307#h13\">Wenn Linke nicht auf den Style von Migranten klarkommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46307#h14\">Aufruf zum Ende von Stuttgart 21<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Der Kommandant muss abtreten<\/strong><br>\nUm es gleich vorwegzunehmen: Hubertus Knabe ist kein, wie es bei konservativen Journalisten jetzt hei&szlig;t, &bdquo;streitbarer Historiker&ldquo; &ndash; in der Geschichtswissenschaft ist er umstritten und zwar sehr umstritten. Wir wollen festhalten: dieser Mann hat einen Hans Globke zum &bdquo;entschiedenen Gegner des Nationalsozialismus&ldquo; erkl&auml;rt. So geschehen 1999 im Buch Die unterwanderte Republik. Stasi im Westen. Der sp&auml;tere Staatssekret&auml;r im Bonner Kanzleramt habe in der NS-Zeit durch seine Interpretation der N&uuml;rnberger Rassegesetze Tausenden von sogenannten Mischlingen das Leben gerettet. Gibt es hierzulande und heute noch irgendeinen anderen Historiker, der &Auml;hnliches behauptet? Und was seine angeblichen Verdienste im Umgang mit DDR-Vergangenheit betrifft, die der Tagesspiegel ihm im R&uuml;ckblick zuschreibt: Das Niveau der Aufarbeitung wird nicht in Dezibel gemessen. Dem gesellschaftlichen Diskurs zur DDR-Geschichte hat Hubertus Knabe keinen Dienst erwiesen. Einem Historiker hat es darum zu gehen, andere zu &uuml;berzeugen &ndash; nicht zu besiegen.<br>\nIn Knabes Denken ist der SED-Staat ein statisches Gebilde, das sich seit den F&uuml;nfzigerjahren nicht wesentlich ver&auml;ndert hatte. Sein Mantra von der &bdquo;kommunistischen Gewaltherrschaft&ldquo; macht es ihm unm&ouml;glich, die verschiedenen Entwicklungsphasen der DDR-Geschichte zu beschreiben. Hinzu kommt, dass sein Umgang mit den Quellen schon mal zu w&uuml;nschen l&auml;sst. [&hellip;]<br>\nUnter seiner &Auml;gide wurden wie nie zuvor (&uuml;brigens auch im Vergleich mit anderen Gedenkst&auml;tten wie Bautzen II) ehemalige H&auml;ftlinge in die Erinnerungsarbeit mit einbezogen. Im einstigen Stasi-Knast f&uuml;hren keine Historiker die Besucher durch die G&auml;nge, sondern grunds&auml;tzlich Zeitzeugen. Die Gedenkst&auml;tte ist ihr Sprachrohr, wohingegen das normale Kerngesch&auml;ft einer Gedenkst&auml;tte &ndash; Forschung und Dokumentation wie auch die Vermittlung der Geschichte nach wissenschaftlichen und p&auml;dagogischen Standards &ndash; vernachl&auml;ssigt wurde. Daher ist es mit dem Renommee der Gedenkst&auml;tte unter Fachkreisen nicht weit her. [&hellip;]<br>\nDem Stiftungsrat, der nun die K&uuml;ndigung einstimmig beschlossen hat, geh&ouml;rt auch ein Vertreter der SED-Opfer an. Dieter Dombrowski, der Bundesvorsitzende der Union der Opferverb&auml;nde Kommunistischer Gewaltherrschaft, ist jeder N&auml;he zur Linkspartei unverd&auml;chtig. Das Gleiche gilt f&uuml;r Birgit Neumann-Becker, die Magdeburger Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur oder auch f&uuml;r Maria Bering, die dem Gremium im Auftrag der Kulturstaatsministerin Monika Gr&uuml;tters (CDU) angeh&ouml;rt.<br>\nErst im August hatte der Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk der Berliner Zeitung ein Interview gegeben. Der Projektleiter der Abteilung Bildung und Forschung der BStU-Beh&ouml;rde fand darin deutliche Worte in Richtung Hohensch&ouml;nhausen: &bdquo;Die wichtigste Berliner Gedenkst&auml;tte f&uuml;r die Verbrechen des Kommunismus wird seit Jahr und Tag wie ein Privatverein von Knabe gef&uuml;hrt. Alle wissen das, und keiner schreitet ein.&ldquo; Das ist jetzt geschehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/karsten-krampitz\/der-kommandant-muss-abtreten\">der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Bericht zum Stand der Deutschen Einheit &ndash; Vertrauensverlust in Staat und Parteiendemokratie ist das gr&ouml;&szlig;te Problem<\/strong><br>\n&bdquo;Im Osten ist der Vertrauensverlust gegen&uuml;ber Staat und Parteien mit H&auml;nden zu greifen. 28 Jahre lang haben die Ostdeutschen versucht, &uuml;ber ihre Erfahrungen und ihre Entt&auml;uschungen zu sprechen. Die Bundesregierung hat nicht zugeh&ouml;rt. Das merkt man auch dem aktuellen Bericht zum Stand der Deutschen Einheit an: Nicht nur die Wirtschaft im Osten hinkt dem Westen hinterher &ndash; auch der Bericht hinkt der Wirklichkeit hinterher. L&auml;ngst geht es nicht mehr allein darum, wie gro&szlig; die Abst&auml;nde bei Renten, L&ouml;hnen oder Wirtschaftskraft sind. Es geht um den Abstand an sich, es geht um die Zur&uuml;cksetzung der Ostdeutschen, die sich seit 28 Jahren verfestigt, anstatt zu schwinden. Die Geduld vieler Ostdeutscher ist aufgebraucht&ldquo;, sagt Matthias H&ouml;hn, Ostbeauftragter der Fraktion DIE LINKE. H&ouml;hn weiter:<br>\n&bdquo;Es geht weniger als oft behauptet wird um Pr&auml;gungen aus der DDR. Es geht vielmehr um die Nachwende-Zeit: um die Erfahrungen mit Treuhand, Arbeitslosigkeit und Renten&uuml;berleitungsgesetzen, die bis heute Auswirkungen haben. Die meisten Ostdeutschen bewerten die Bundesrepublik an ihren eigenen Ma&szlig;st&auml;ben: gleichwertige Lebensverh&auml;ltnisse, Diskriminierungsverbote und eine Markwirtschaft, die eine soziale sein sollte. Diese Ma&szlig;st&auml;be gelten aber nicht f&uuml;r Ostdeutsche, denn sie besetzen nicht die Spitzenpositionen in Politik, Wirtschaft, Medien oder Wirtschaft. Nicht mal im Osten. Zudem verdienen sie weniger, besitzen weniger und werden folglich weniger vererben als der Durchschnitt der Westdeutschen.<br>\nDiese Entt&auml;uschung bricht sich in einer Stimmung Bahn, die die liberale Demokratie infrage stellt &ndash; mit besonderer Brisanz in Ostdeutschland. Deshalb: Wer Zugeh&ouml;rigkeit will, muss Zusammenhalt auch erm&ouml;glichen. Ostdeutsche Frauen und M&auml;nner sind ebenso Teil dieses Landes wie Bayern oder Niedersachsen. Deshalb m&uuml;ssen auch sie in Spitzenpositionen aufr&uuml;cken k&ouml;nnen.<br>\nWir brauchen beides: eine andere Kultur, die konkrete Anerkennung f&uuml;r ostdeutsche Lebensleistung, eine gezielte F&ouml;rderung ostdeutscher Karrierewege und die St&auml;rkung der Demokratie durch soziale Teilhabe. Die Vers&auml;umnisse der Bundesregierung, der Abbau des Sozialstaats, die Privatisierung von Rente und Gesundheitsvorsorge, haben negative Folgen in Ost und West. Deshalb muss die Kommission zur Herstellung gleichwertiger Lebensverh&auml;ltnisse, die sich heute konstituiert, einen klaren Kurs setzen f&uuml;r Investitionen in die &ouml;ffentliche Daseinsvorsorge und sozialstaatliche Sicherungen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/bericht-zum-stand-der-deutschen-einheit-vertrauensverlust-in-staat-und-parteiendemokratie-ist-das\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&raquo;Der Fall ist extrem ungew&ouml;hnlich&laquo;<\/strong><br>\n&raquo;Christliche&laquo; Scheingewerkschaft torpediert in Wernigerode Tarifverhandlungen der IG Metall. Ein Gespr&auml;ch mit Janek Tomaschefski<br>\nIm Werk Wernigerode von VEM Motors versucht die IG Metall seit einiger Zeit, einen Tarifvertrag f&uuml;r die etwa 450 Kolleginnen und Kollegen durchzusetzen. Die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung hat in der vergangenen Woche einen Vertrag abgeschlossen, allerdings mit der Christlichen Gewerkschaft Metall (CGM). Was genau ist da passiert?<br>\nDer Arbeitgeber hat hinter dem R&uuml;cken seiner Besch&auml;ftigten einen Vertrag abgeschlossen mit einer Gewerkschaft, die faktisch keine Mitglieder in dem Betrieb hat.<br>\nDer Vertrag gilt nur f&uuml;r Mitglieder der CGM. Sie sagen, die CGM hat keine Mitglieder in dem Betrieb. Wie passt das zusammen?<br>\nDer Arbeitgeber kann erst einmal abschlie&szlig;en, mit wem er m&ouml;chte. Das ist sein gutes Recht. In diesem Fall ist es in der Tat so, dass in dem Betrieb keine Mitglieder vorhanden sind. Auch wenn zwei oder drei Mitglieder da w&auml;ren, w&auml;re das nat&uuml;rlich ein krasses Missverh&auml;ltnis zur Mehrheit, die bei der IG Metall organisiert ist. Wenn der Arbeitgeber einen Vertrag abschlie&szlig;t mit einer Gewerkschaft, die nicht in dem Betrieb vertreten ist und dann den Leuten suggeriert, dass es jetzt einen Tarif gibt, der angeblich f&uuml;r alle Besch&auml;ftigten gelten soll, grenzt das an Betrug. [&hellip;]<br>\nVEM hat einen chinesischen Eigent&uuml;mer. Wie sch&auml;tzen Sie dessen Rolle ein?<br>\nDer deutsche Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer hat zwar mehrfach gesagt, dass der chinesische Eigent&uuml;mer es richtig findet, mit der CGM einen Tarifvertrag abzuschlie&szlig;en. Das bezweifeln wir als IG Metall. Und selbst wenn es so war, bezweifeln wir, dass der chinesische Investor wirklich alle Informationen von der deutschen Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung bekommen hat.<br>\nDer Fall ist extrem ungew&ouml;hnlich, weil chinesische Investoren daf&uuml;r bekannt sind, dass sie deutsches Recht, die deutsche Mitbestimmung und eben auch die IG Metall als Sozial- und Vertragspartner anerkennen. Deshalb ist dieser Fall, dass ein chinesischer Investor einen Billigtarifvertrag mit einer Scheingewerkschaft abschlie&szlig;t, einmalig. Das gibt es in Deutschland nirgendwo sonst. Deshalb glaube ich, dass der chinesische Investor gar nicht wei&szlig;, was ihm da gerade verkauft worden ist vom deutschen Management.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/340659.gelbe-gewerkschaft-in-aktion-der-fall-ist-extrem-ungew%C3%B6hnlich.html\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Druck wird durchgereicht<\/strong><br>\nDie deutschen Automobilbauer stehen gewaltig unter Druck. Manipulationen bei der Abgasreinigung, vor allem bei Dieselfahrzeugen, drohen die Profite merklich zu schm&auml;lern. Zus&auml;tzlich erfordert der Trend zur Elektro-Mobilit&auml;t und zum &bdquo;autonomen Fahren&ldquo; Kapital f&uuml;r Entwicklungsprojekte. In den Konzernzentralen versucht man, den Druck auf die Belegschaften und die Zulieferer abzuw&auml;lzen. Letztere geben diesen in einer Kettenreaktion dann unmittelbar an die eigenen Belegschaften weiter. H&auml;ufig sind diese Zulieferfirmen mittelst&auml;ndige Unternehmen, die unter anderem zum Mittel der Tarifflucht greifen. Das hei&szlig;t, dass die Besch&auml;ftigten pl&ouml;tzlich ohne Tarifvertrag dastehen. Die Gesch&auml;ftsleitungen verweigern Tariferh&ouml;hungen, verlangen Verzicht auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld oder fordern unentgeltliche Mehrarbeit.<br>\nDie Belegschaftsvertretungen im Mittelstand haben oftmals nicht die R&uuml;ckendeckung gewerkschaftlich gut organisierter Belegschaften wie bei VW, Daimler oder BMW. In allen Teilen der Republik k&auml;mpfen sie aber trotzdem mit Hilfe der IG Metall um ihre Tarifvertr&auml;ge.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/de\/5039\/wirtschaft_soziales\/9453\/Druck-wird-durchgereicht.htm\">unsere zeit<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Immer mehr Hartz IV f&uuml;r Menschen in Arbeit<\/strong><br>\nHunderttausende Menschen in Deutschland sind auf Grundsicherung angewiesen, obwohl sie arbeiten. F&uuml;r sie zahlte der Staat zuletzt mehr als zehn Milliarden Euro. Die Linke kritisiert dies als Subvention f&uuml;r Arbeitgeber, die Niedrigl&ouml;hne zahlten.<br>\nImmer mehr Hartz IV ist zuletzt an Menschen mit einer Besch&auml;ftigung gezahlt worden. So &uuml;berstieg die Summe, die sogenannte Hartz-IV-Bedarfsgemeinschaften mit mindestens einem abh&auml;ngigen Erwerbst&auml;tigen erhielten, im vergangenen Jahr knapp die Zehn-Milliarden-Euro-Marke. Im Jahr zuvor waren es 9,85 Milliarden Euro gewesen. Insgesamt sind hunderttausende Aufstocker in Deutschland trotz Arbeit auf Grundsicherung angewiesen. Das geht aus einer Statistik der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit hervor, auf die die Linke im Bundestag aufmerksam machte.<br>\nIn den Jahren von 2007 bis 2017 wurden insgesamt mehr als 107 Milliarden Euro an solche Hartz-IV-Bedarfsgemeinschaften gezahlt. Der Wert schwankte zwischen 9 und 10,36 Milliarden Euro und lag seit 2011 unter der Zehn-Milliarden-Euro-Marke.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/immer-mehr-hartz-iv-fuer-menschen-in-arbeit-15810979.html?GEPC=s3\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Kanzler Schr&ouml;der hatte einst den geschaffenen Niedriglohnsektor gelobt. &ldquo;Seine Sch&uuml;lerschaft&rdquo; innerhalb der SPD, die insbesondere in der Funktion der Leitung des Bundesministeriums f&uuml;r Arbeit und Soziales Verantwortung hatten und haben, sind bis heute nicht willens, das zu &auml;ndern. Das w&auml;re ein echter Neuanfang f&uuml;r die SPD und ein deutliches Signal an die W&auml;hlerschaft. Aber interessiert sich das Spitzenpersonal dieser Partei &uuml;berhaupt noch f&uuml;r die Arbeitnehmerschaft und ihren realen Alltag?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Bundesregierung schreibt Langzeiterwerbslose ab<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180928-Bild_4.gif\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>&bdquo;Sinkende Erwerbslosenzahlen sind keine Rechtfertigung f&uuml;r Tatenlosigkeit. Zwar geht die Erwerbslosigkeit saisonbereinigt zur&uuml;ck, doch wer bisher schon lange erwerbslos war, profitiert von der derzeitigen konjunkturellen Hochphase nicht. Die Bundesregierung hat hunderttausende Langzeiterwerbslose einfach abgeschrieben&ldquo;, erkl&auml;rt Sabine Zimmermann, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, zum aktuellen Monatsbericht der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit. Zimmermann weiter:<br>\n&bdquo;Heute finden weniger Langzeiterwerbslose eine neue Stelle als noch vor wenigen Jahren. Es fehlen schlicht die passenden Arbeitspl&auml;tze. Dass die Langzeiterwerbslosigkeit dennoch leicht zur&uuml;ckgeht, hat zwei Gr&uuml;nde: Weniger Erwerbslose bleiben l&auml;ngerfristig ohne Arbeitsstelle, und einige Langzeiterwerbslose erreichen das Rentenalter. Von wirkungsvoller Arbeitsmarktpolitik kann hingegen keine Rede sein. Der geplante soziale Arbeitsmarkt ist nur ein zaghafter Schritt in die richtige Richtung. DIE LINKE fordert einen &ouml;ffentlich gef&ouml;rderten Besch&auml;ftigungssektor mit 300.000 voll sozialversicherungspflichtigen Arbeitspl&auml;tzen. Au&szlig;erdem muss es ein Recht auf Weiterbildung geben, damit Erwerbslose nicht als Bittsteller dastehen. Schlie&szlig;lich fordern wir eine weitsichtige Arbeitsmarktpolitik, die auch die n&auml;chste Krise mitdenkt, statt mit der Senkung des Arbeitslosenversicherungsbeitrags Geldgeschenke an Unternehmen zu verteilen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/bundesregierung-schreibt-langzeiterwerbslose-ab\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a><\/p>\n<p>dazu: <strong>Arbeitslosigkeit sinkt auf Rekordtief<\/strong><br>\nMit dem Herbstbeginn ist die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland auf rund 2,26 Millionen Menschen zur&uuml;ckgegangen. Das ist der niedrigste Wert seit dem Jahr 1991.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/arbeitslosenzahl-statistik-103.html\">Tagesschau<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.R.:<\/strong> Wenn in Russland ein Fernsehsender Angaben der Regierung &uuml;bernimmt, ist das f&uuml;r unsere Mainstream-Journalisten nat&uuml;rliche reine Propaganda. Wenn aber hierzulande ein &ouml;ffentlich-rechtlicher Sender wie die ARD die neuesten Arbeitslosenzahlen der Bundesagentur einfach ungefiltert &uuml;bernimmt, ist das selbstverst&auml;ndlich &ldquo;Qualit&auml;tsjournalismus&rdquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Milit&auml;r &ndash; Macht &ndash; Krieg<\/strong><br>\nEine deutsche Dominanz in Europa, 1989 von vielen L&auml;ndern gef&uuml;rchtet, ist Realit&auml;t. Der Exportweltmeister setzt eine rigorose Austerit&auml;tspolitik in der EU durch und sorgt f&uuml;r F&ouml;rderung von Investoren und Freihandel im eigenen Interesse. Das g&uuml;nstige Umfeld f&uuml;r Investitionen der deutschen Konzerne wie auch der Zugang zu billigen Rohstoffen m&uuml;ssen allerdings milit&auml;risch gesichert werden. Bei kritischer Betrachtung kristallisieren sich diese Aktivit&auml;ten als Bausteine eines deutschen Imperialismus heraus. Einen Erfolg k&ouml;nnen die Bundesregierung und die R&uuml;stungsindustrie dabei verbuchen: Gegen die kontinuierliche Aufr&uuml;stung gibt es aus der Bev&ouml;lkerung nur einen geringen Widerstand. Zwar zeigen viele Umfragen seit Jahren, dass sich in Deutschland starke Mehrheiten gegen Milit&auml;reins&auml;tze aussprechen und die Meinung vertreten, die Bedrohung des Friedens ginge viel st&auml;rker von den USA als von Russland aus. Dennoch k&ouml;nnen das von Frau von der Leyen geleitete Ministerium und die Gro&szlig;e Koalition eine Politik betreiben, die von Militarisierung, Aufr&uuml;stung und Drohgeb&auml;rden gegen Russland gepr&auml;gt ist. Aktuell hat dazu die Verteidigungsministerin eine &raquo;Konzeption der Bundeswehr&laquo; vorgelegt (&hellip;) &raquo;Die Bundeswehr ist zu bef&auml;higen, [&hellip;] in allen Dimensionen und &uuml;ber alle Intensit&auml;tsstufen hinweg Wirkungsm&ouml;glichkeiten erzielen zu k&ouml;nnen&laquo; (S. 50). Damit sollen nicht nur milit&auml;rische Erfolge erzielt, sondern auch den &raquo;politischen Entscheidungstr&auml;gern vielf&auml;ltige Handlungsm&ouml;glichkeiten&laquo; er&ouml;ffnet werden (S. 36). Also politische Macht durch milit&auml;rische &Uuml;berlegenheit. Von Abr&uuml;stung, von der Priorit&auml;t friedlicher Konfliktl&ouml;sungen oder der Notwendigkeit, die weltpolitische Lage mit den Augen &raquo;des Feindes&laquo; zu betrachten, ist an keiner Stelle die Rede. Des Feindes, der dazu gemacht wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ossietzky.net\/18-2018&amp;textfile=4511\">Ossietzky 18\/2018<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Geldw&auml;sche in Deutschland &ndash; ein Staat verliert die Kontrolle<\/strong><br>\nIn Deutschland werden Milliarden an Schwarzgeld gewaschen. Doch offenbar schweigen Notare oder Makler &uuml;ber Auff&auml;lliges &ndash; wohl auch, da es an Kontrollen fehlt.<br>\nInnensenator Andreas Geisel (SPD) war sichtlich zufrieden. Mitte Juli hatten Berliner Staatsanwaltschaft und Polizei 77 Immobilien eines arabischen Clans im Wert von zehn Millionen Euro beschlagnahmt. Die T&auml;ter stehen in Verdacht, durch den Kauf der Geb&auml;ude illegale Gelder aus Drogenhandel und Raub gewaschen zu haben.<br>\n&bdquo;Der Rechtsstaat hat wieder gezeigt, wie stark er ist&ldquo;, sagte Geisel auf der anberaumten Pressekonferenz. &bdquo;Wir steigen den Kriminellen auf die F&uuml;&szlig;e und treffen sie dort, wo es ihnen richtig wehtut: beim Geld und Eigentum.&ldquo;<br>\nWas Geisel geflissentlich &uuml;berspielte: Der Rechtsstaat kommt in der Regel um Jahre zu sp&auml;t. Nach Recherchen des Handelsblatts h&auml;tte auch die Bande aus Berlin viel fr&uuml;her gestoppt werden k&ouml;nnen. Voraussetzung: Das Kontrollsystem h&auml;tte funktionieren m&uuml;ssen. Das tat es nicht.<br>\nDie Mitarbeiterin einer st&auml;dtischen Wohnungsbaugesellschaft verga&szlig; einfach, ein Mitglied des Clans wegen Geldw&auml;scheverdachts zu melden. Dabei h&auml;tte ihr die Begegnung h&ouml;chst verd&auml;chtig vorkommen m&uuml;ssen. Eines Tages stand pl&ouml;tzlich ein Mann mit 200.000 Euro in bar vor ihr und wollte zwei Immobilien in Neuk&ouml;lln kaufen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/app.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/kaum-ueberwachung-geldwaesche-in-deutschland-ein-staat-verliert-die-kontrolle\/23120348.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p>dazu: <strong>Polizei &uuml;bt massive Kritik an Geldw&auml;sche-Spezialeinheit<\/strong><br>\nDie Geldw&auml;sche-Spezialeinheit des Zolls will nach desastr&ouml;sem Start nun vieles besser machen. Doch das entscheidende Problem l&auml;sst sich mit Einsatz und gutem Willen nicht l&ouml;sen. [&hellip;]<br>\nWird also schon bald alles gut?<br>\nDaran gibt es erhebliche Zweifel. Interne Dokumente aus der FIU und der Polizei, die dem SPIEGEL und dem Bayerischen Rundfunk vorliegen, zeigen nun erstmals, wie desastr&ouml;s die Situation wirklich ist. So hat das BKA in einem Bericht die Erfahrungen aller Landeskriminal&auml;mter mit der FIU zusammengetragen. Die Landesbeh&ouml;rden sind f&uuml;r die Ermittlungen in den Verdachtsf&auml;llen zust&auml;ndig, die die FIU als relevant einstuft und ihnen weiterleitet. Das Dokument, erst vor gut zwei Wochen erstellt, listet auf zw&ouml;lf Seiten die M&auml;ngel und Vers&auml;umnisse der Zoll-Einheit auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/justiz\/fiu-chaos-bei-geldwaesche-spezialeinheit-des-zolls-a-1230340.html\">Spiegel Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Subprime Deutschland<\/strong><br>\nDeutsche Banken agierten jahrelang ohne moralischen Kompass, aber mit der Gewissheit, dass der Staat sie schon retten w&uuml;rde, wenn sie den Karren an die Wand f&uuml;hren. Die &ouml;ffentlichen Haushalte mussten schlie&szlig;lich mit fast 60 Milliarden Euro f&uuml;r die Bankenrettung einstehen. Zehn Jahre sp&auml;ter sind deutsche Sparer mehr als je zuvor durch die Spekulation mit Immobilien und Boden sowie die Finanzialisierung der Rente vom Treiben der M&auml;rkte betroffen. Doch die Deutsche Bank zahlt heute wieder zwei Milliarden Euro an Boni, w&auml;hrend die Gesellschaft etwa unter einem riesigen Investitionsdefizit &auml;chzt.<br>\nWas ist eigentlich aus den guten Vors&auml;tzen der Politik geworden, die Finanzm&auml;rkte zu regulieren? Wichtige Reformen wurden nicht umgesetzt oder schon wieder aufgeweicht. Das Investmentbanking und der Eigenhandel der Banken sind noch immer nicht vom Kreditgesch&auml;ft und den Einlagen der Sparenden getrennt. Zudem gibt es keinen &bdquo;Finanz-T&Uuml;V&ldquo;, der zu riskante Finanzprodukte aus dem Verkehr ziehen k&ouml;nnte. Die von Wolfgang Sch&auml;uble als Finanzminister lange blockierte Finanztransaktionssteuer hat sein Nachfolger zurechtgestutzt: Derivate sollen ausgenommen bleiben, obwohl diese einen Gro&szlig;teil der riskanten Spekulation ausmachen. Die Schattenbanken &ndash; Hedgefonds, Private-Equity- und Geldmarktfonds &ndash; wachsen unaufh&ouml;rlich, die Bankenregulierung erfasst viele ihrer T&auml;tigkeiten nicht. Die Finanzlobby hat weiter gehende Reformen erfolgreich verhindert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/zebralogs\/subprime-deutschland\">der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Kommt jetzt das M&uuml;ll-Monopol?<\/strong><br>\nDeutschlands gr&ouml;&szlig;ter Entsorger Remondis &uuml;bernimmt den Gr&uuml;nen Punkt und damit das bundesweit gr&ouml;&szlig;te Duale System. Der Aufschrei in der Recycling-Branche ist gro&szlig;. Steigen jetzt die Preise?<br>\nDer Recycling-Markt in Deutschland steht vor einer Neuordnung: Remondis kauft das Duale System Deutschland (DSD), das hinter dem Sammelsystem mit gelber Tonne und Gr&uuml;nem Punkt steht. Damit schlie&szlig;en sich der hierzulande gr&ouml;&szlig;te M&uuml;ll-Entsorger und das gr&ouml;&szlig;te Recycling-Unternehmen zusammen &ndash; zumindest wenn die Kartellbeh&ouml;rden ihre Zustimmung geben. [&hellip;]<br>\nDurch die &Uuml;bernahme k&ouml;nnte sich Remondis in Zukunft also lukrative Auftr&auml;ge selbst zuschustern. Noch dazu k&ouml;nnte das Familienunternehmen Einblick in die Kalkulation der Wettbewerber erhalten, wenn die sich um einen Auftrag beim DSD bewerben. In der Branche ist der Aufschrei entsprechend gro&szlig;. &bdquo;Die &Uuml;bernahme wird zu weiteren Wettbewerbsbeschr&auml;nkungen in der Recycling- und Entsorgungswirtschaft f&uuml;hren&ldquo;, warnt zum Beispiel Eric Rehbock, der Hautgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Bundesverbands Sekund&auml;rrohstoffe und Entsorgung (BVSE), der vor allem die kleinen Anbieter in der Abfallwirtschaft vertritt. Jetzt werde der Hauptkonkurrent der mittelst&auml;ndischen Betriebe gleichzeitig auch Auftraggeber. &bdquo;Das kann zu einer weiteren Marktkonzentration f&uuml;hren. Die Zeche wird dann fr&uuml;her oder sp&auml;ter der Verbraucher zahlen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article181683048\/Gruener-Punkt-Kommt-jetzt-das-Muell-Monopol.html\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Da sieht man wieder, wohin die Privatisierung &ouml;ffentlicher Daseinsvorsorge f&uuml;hrt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Bundesweiter CETA-Aktionstag am 29. September<\/strong><br>\nAktionen gegen das EU-Kanada-Abkommen in mehr als 30 St&auml;dten<br>\nDas Netzwerk Gerechter Welthandel, dem auch Attac angeh&ouml;rt, ruft f&uuml;r kommenden Samstag zu einem dezentralen bundesweiten Aktionstag gegen das Handelsabkommen der Europ&auml;ischen Union mit Kanada (CETA) auf. Unter dem Motto &ldquo;CETA stoppen &ndash; F&uuml;r einen global gerechten Welthandel&rdquo; werden Aktivist*innen bei mindestens 35 Aktionen in mehr als 30 St&auml;dten ihren Protest gegen das Abkommen zum Ausdruck bringen. Geplant sind Demonstrationen, Infoveranstaltungen, Protestkundgebungen und kreative Aktionen.<br>\nGr&uuml;ne und Linke sollen an ihrem Nein zu CETA auch auf Landesebene festhalten<br>\nWenige Wochen vor den Landtagswahlen in Bayern und Hessen wendet sich der Aktionstag insbesondere an die dortigen Landesparteien von B&uuml;ndnis90\/Die Gr&uuml;nen sowie der Linkspartei. Beide Parteien haben die breiten Proteste gegen neoliberale Handelsabkommen in den vergangenen Jahren aktiv unterst&uuml;tzt und sich auf Bundesebene gegen CETA ausgesprochen. Nun sollen sie garantieren, dass sie im Falle einer Regierungsbeteiligung auch auf Landesebene an dieser Position festhalten und eine Ablehnung oder Enthaltung garantieren, wenn CETA im Bundesrat zur Abstimmung vorliegt.<br>\nSimon Strohmenger von Mehr Demokratie Bayern sagt: &ldquo;In Bayern haben sich die m&ouml;glichen Koalitionspartner der CSU, Freie W&auml;hler, B&uuml;ndnis90\/die Gr&uuml;nen und SPD klar gegen CETA ausgesprochen und angek&uuml;ndigt, im Bundesrat eine Zustimmung Bayerns zu verhindern. Mit Aktionen und Kundgebungen in &uuml;ber zehn bayerischen St&auml;dten wollen wir an dieses Versprechen erinnern und die Ablehnung der Zivilgesellschaft gegen diese Art von neoliberalen Handelsabkommen nochmals verdeutlichen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/news\/bundesweiter-ceta-aktionstag-am-29-september-2\/\">attac<\/a>\n<p>dazu: <strong>Kein Ceta-Stopp durch Parlamente<\/strong><br>\nDie Ablehnung eines nationalen Gesetzgebers reicht nicht aus. Eine offizielle Mitteilung der jeweiligen Regierung sei n&ouml;tig, meint die EU-Kommission.<br>\nDie EU setzt offenbar darauf, das umstrittene europ&auml;isch-kanadische Handelsabkommen Ceta auch dann weiter bestehen zu lassen, wenn sich das Parlament eines der 28 Mitgliedsstaaten gegen die Ratifizierung ausspricht. Bislang galt der Wirtschaftspakt als gescheitert, wenn das nationale Parlament oder wie in Deutschland eine gesetzgebende Kammer wie der Bundesrat die Annahme verweigert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Europaeisch-kanadischer-Handelspakt\/!5536276\/\">taz<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.S.:<\/strong> Sollte diese Aussage stimmen, dann gibt sich inzwischen die EU-Kommission nicht einmal mehr den Anschein eines demokratischen Erscheinungsbildes. Nach der CETA-Ratifizierung haben die Parlamente dann sowieso nichts mehr zu melden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Hallo Andrea Nahles: So gewinnt man W&auml;hlerstimmen!<\/strong><br>\nDie SPD siecht dahin. Andrea Nahles reiht sich nahtlos in die lange Reihe der gl&uuml;cklosen Parteivorsitzenden der letzten Jahrzehnte ein. Dabei w&uuml;rde ein Blick &uuml;ber den &Auml;rmelkanal gen&uuml;gen, um die abgetakelte Fregatte<br>\nDenn in Gro&szlig;britannien rockt der Labour-Vorsitzende Jeremy Corbyn gerade mal wieder die politische Landschaft. Und das mit klassisch sozialdemokratischen Tugenden. Der Mann wei&szlig; eben, wie Klassenkampf geht. W&auml;hrend einer gepfefferten Rede auf dem &ldquo;World Transformed Festival&rdquo; in Liverpool sagte Corbyn in Richtung der britischen Upper Class:\n<blockquote><p>Ich sage Ihnen mal was, sie leben auf gepumpte Zeit, denn die Labour-Regierung kommt!<\/p><\/blockquote>\n<p>Er werde die neoliberale Politik herausfordern, so Corbyn auf dem Festival, das von der basisdemokratischen Momentum-Gruppe der Labour-Partei organisiert wird. Und er werde daf&uuml;r sorgen, dass nicht nur die Schw&auml;chsten in der Gesellschaft immer draufzahlen m&uuml;ssen. Die Beg&uuml;terten h&auml;tte lange genug Steuergeschenke und Steueroasen bekommen, w&auml;hrend andere die Folgen der Finanzkrise von 2008 tragen mussten. Der Labour-Vorsitzende schl&auml;gt unter anderem vor, dass private Unternehmen verpflichtet werden sollen, einen Anteil von zehn Prozent ihres Kapitals an die Arbeitnehmer zu &uuml;bertragen. Sie haben richtig gelesen: zehn Prozent ihres Kapitals. Mit solchen und anderen Forderungen schafft es Corbyn, vor allem die jungen W&auml;hler zu begeistern. [&hellip;]<br>\nIm Gegensatz dazu haben die deutschen Sozialdemokraten nie den klaren Bruch mit der &ldquo;Agenda-Politik&rdquo; Gerhard Schr&ouml;ders gewagt. Schr&ouml;der, der sich von Tony Blairs sogenanntem &ldquo;Dritten Weg&rdquo; (Kritiker sprechen auch vom &ldquo;Dritten Irrweg&rdquo;) f&uuml;r die deutsche Sozialdemokratie inspirieren lie&szlig;, haftet der SPD immer noch wie ein eitriger Pickel auf der Stirn. Es wird zwar viel geschminkt und gepudert, aber keiner wagt es, mal zu dr&uuml;cken. Dabei w&auml;re es h&ouml;chste Zeit. Laut den letzten Umfragen sind die Sozis im Bund mittlerweile bei 17 Prozent angekommen. In Worten: siebzehn Prozent. Nur eine R&uuml;ckbesinnung auf die klassischen sozialdemokratischen Tugenden, verbunden mit einem radikalen Personalwechsel, kann das Aussterben der SPD noch verhindern. Wenn &uuml;berhaupt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/meinung\/76707-hallo-andrea-nahles-so-gewinnt-man-waehlerstimmen\/\">RT deutsch<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wenn Linke nicht auf den Style von Migranten klarkommen<\/strong><br>\nAus der Haust&uuml;r raus, an der Spielothek und dem KiK an der Ecke vorbei, schnell zum Bus. Eine Sache f&auml;llt auf: Viele Menschen sehen so aus wie wir. Wie wir meint nicht nur dunkele Haare und Augen, sondern auch die schwarze Lederjacke, die Goldkette um den Hals, eine Uhr am Handgelenk.<br>\nMit dem Bus geht es zur Demo. Egal, ob gegen die Zerst&ouml;rung der Umwelt protestiert wird, f&uuml;r h&ouml;here L&ouml;hne oder Frieden, das Bild &auml;ndert sich schlagartig. Nun sieht man Rucks&auml;cke, Chucks, T-Shirts mit Slogans und Festivalarmb&auml;nder. Uns soll es recht sein&ndash; wenn, ja wenn da die Blicke nicht w&auml;ren. Blicke, die sagen: Was machen die denn hier?<br>\nLos geht es mit den Fragen der Polizei. Ob man denn wirklich zu der Demonstration wolle? Egal, wen interessiert, was die Polizei denkt. Andere Reaktionen fallen dagegen st&auml;rker ins Gewicht. Denn nachdem wir unsere Genossinnen und Genossen begr&uuml;&szlig;t haben, kommen sie sicherlich wieder: Die Fragen, wann wir uns denn mal vern&uuml;nftig kleiden w&uuml;rden? Wann endlich die Goldkette wegkomme? Warum man immer diese Lederjacke tragen muss? Dieses Spiel wiederholt sich nahezu auf jeder Demo, jedem Parteitag oder sonstigen linken Veranstaltungen. Wo wir wohnen, h&ouml;ren wir solche Fragen nicht. Dort ist unser Style normal.<br>\nDie Reaktionen verdeutlichen vor allem eins: dass wir es als Linke immer noch nicht geschafft haben, aus unserer Blase auszubrechen. Und dass es eine bestimmte Art gibt, wie man sich zu kleiden hat. Spoiler: Der Stil der migrantischen Jugend geh&ouml;rt nicht dazu.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.supernovamag.de\/migrantischer-style\/\">Supernova<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Aufruf zum Ende von Stuttgart 21<\/strong><br>\nHierzu eine <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/180928_FAZ-Anzeige-S21-Appell-END.pdf\">Anzeige in der FAZ von morgen, den 29.9.2018 [PDF]<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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